1834 / 194 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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mit andern Betrachtungen vorkommende Ausspruch: Zeit ist immer so vieldeutig und vielgesialtig, daß sle die ver}schie- denfien Meinungen über sich von selb zu begünstigen scheint, weil sie liebt, úbex sireitenden Gegensäßen zu thronen// | als Motto des Ganzen voraufstellen. spruchvolles Buch - i derspruch icdoch ist in ihm jeibst gelöst, if früher oder später auf gehoben in einer der ihm gegenüberftchenden parödzirenden Wendun- gen - die schon mit dem ersten Briefe anheven, wiewohl hier noc< Leiser auftretend, | cin sichtlich Schwellen und Reicherwerdeti sowohl des Fihalts als de Form uns sortreißt: Es lassen diese Lebenswircen in dem als / fon durchgehenden Zodiacus (dessen anfangs väthselhafte im Verlauf der inwohnenden Dialektik sich immer mehr aufflärt) „die Sonne der Wahrheit durch die verschiedenen Zeichen des Thierkreises laufen und im gegebenen Kreife ihre Bahn voll- endeu./ gebotenen Beredtsamkeit wird Keiner, ohne rückzuschreiten, sle in das Zeichen des Kcebses, oder, ohne anzufioßen, tin das Zeichen des Widders bannen können: ja, selbst im Zeichen der Waage möchte ste schwer zu erfassen seyn, da stch auch diefer Standpunkt nur im forglicven Abwägen nach beiden Seitén hin als wahrhaft in sciner Geltung hethätigt. und nüancirt , Eines das Andere befehdet und verneint, die Fehde erst und das Verneinen dasselbe zu setner Bejghunug und Berechtigung konimen läßt, ja, selber dazu fördert, ‘das aufzt sen, war eden die Aufgade, die, in ihrer fortschreitenden Lösung immer mehr als eim Lebendiges uns etitgegcentretend sich woll am deutlichen in einem dex leuten Setten Darstellt: Wahrheit in ¡ïch, in deren Geist se handelde Barte alle einander gegenübersiehende Zeitrichtungen snd Brüder, auch feindliche, die an Einer Mutter Brust gelegen hahen. ein Bruderzwis unter ihnen, der um Recht nnd Ehre der ganzen Familie geführt wird, und für einc Allen gemeinfanze Fdee skrömen tie ihx eigenes theurcs Blut im Kampf dahin. ; vielleicht_ da chung dieses Gruidtricb überbaupt die Anregung zu den mannigfaltigsten eigens zu gewinttenden Resultaten / : :

des Vorliegenden anzudeuten versucht und zugleich bedauern, daß die-etwas zu große Breite der erfien Particei - ' einzel Bedeutendern, und selbs der cinleiteude chen zum Vertennen von Wesen und Fuühalt des verleiten kdunte, so halten wir zugleich für unsere Pflicht, guf die fortlaufend tiefere Bedeutung von etwa S. 99 an machen, auf Bartieen wie die von der verloLn:c1 Tochter (tief poe tisch erfaßt, wie Überhaupt die ganze Gestalt der la) die Phantasie die pitante Zet

(Zrundtiefen der Geister - Erscheinung: „der leßt:

L TTOIRREBN? “R M C E T E E A I S HEM E TAE E T rata Vi R C OORARC R C V0 I IE E T ÉSRE T A S MTE I S C IV PLRN N N Lu QLIE C U CNEE Ms E L I E SUI A PI M ASP 0 A O S A

der Vetteri7 und der Schwesterkinder des Melchior] von Arnstedt auf Möckerir und Badega|, Hauptmann! zu Giebicheastein, Jerichow und Sandau, wele, in: 2 couolio N 2 : fofern sic zum Adelande gehören, zum Genusse deé), schnelle Vergreifen der ersten 4 Auflagen die-|mai von den erläuternden Rissen und der sorgfälcige!i

itet. :

Stipendii berechtiget sind, werden gedachte Verwand- Baumgärtner's Buchhandluug in Leipzig. '

vermählten Anna von Arnstedr, und der an vo1 Nat-| dau vermählten Dorothea von Arafiedt, aufgefordert, ihre Verwandtschaft mit dem Melchior von Arnsicd1 dein mitunterzeihneten Umtéhauptmann vou Arnsicdt

1834,

spricht man si dort bei demn ungewöhnlich feúhen Cintressen der Badegäste und den vielen Bestellungen von Quartieren in diesem Jahre eine recht glänzende Bade- Saison. Am 25sten v. M. waren bereits 34 Badegäste und 14 Fremde. eingetroffen, und die Bade-Liste Nr. 3 vom 5tecn d. M. zählt 182 Badegätte und 48 Fremde. s l

O Q die Hafen des Regierungs-Bezirks Stralsund sind im verflossenen Monate 69 Schifse cingelaufen, und 72 gingen aus denselben scewärts aus. Mit leßteren wurden unter Ande- rem ausgeführt: 179 Wispel Erbscn, 872 Wispel Gerste, 942 Wispel Roggen, 980 Wispel Weizen, 605 Wispel Malz, 2992 Centner Mehl, 770 Tonnen Heringe und 60,78i Quart Spiritus.

—. —————._ -- E E R: m L E S C E E E E R T ee r

U Car 0e NaMuicten. Moderne Lebenswirren. Briefe und Reit - Abenteuer et- nes Salzschreibers. Herausgegeben von Pr, Theodor Mundt. Leipzig, 1834. Ein Buch dexr Anregungen.

T 20 9 . I 7 I 4 4 . - 4 Dex Sette * im Zusammenhang

„Sine große

1 Tore liche ltch füglich | Es ist ein seltsames, wider weil es A ein Buch der Zeit ift. Feder Wi-

wir möchten sagen düunner als ün Fortgang, wo

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Mittel

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mottvirt und

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Aber troy der zur Bethätigung der Einzelwahrheiten auf:

bezieht und durch

Wie Alles dies sich mannig{altig auf einander

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entlichenen Worte „ZFede von der Zeit wirklich getragene Partei hat cine i geworden-is, und 10111

Es ift

Man tonnte s interessante Buch in seinen Resultaten gls l

p : Le ZIUS gi Í v 4. 5 v 00): A A - 1% 5 d 6 4+ a ruderziwvists betrachten, wäre nich!

Vieimehe jet

Wenn wir nun in diesem kurzen Hinblice Wesen wnd Nufgabe j

nzit Ausnahme von

iustigere Ton Man-

gesammten Baues

49e

ufmexksam - zu

C H Ars D), QUT

vom Apfelbaum mit den inwohncnden Allegorieen, auf <hunng in der Mythe vom Klugsc{me>er, und' die

| 89. RKugl.-Russ. 1065.

PBhilesopb, in

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Tut Bekanntmachungen.

Subhastations-Patent.

nen Gurtöbesizers Ebuard von Kapff, ijt das zu dessen Wittwe des Schentwirths Gohaun Nicolaus Otto,

Nachlaß gehörige, zu Halbeëwig im Kreise Meschede, i cohanne Catharine Otto, geb. Barthel, au: Bürgermeisterei Evertderg, belegene Eut, besichend{Erb- oder sonfiaem Rechte Ansprüche zu machen ha: | avs 2Wohn- und Wirthschafts-Gedäuden neb Gärten, | ben, hierdur< öffentlich und perenitoris< geladen | 334 Morget Ackerland, 322 Morge!r Holzbeftand, 3 \ i Antheil an dem 214 Morgen großen Gemeinde- Holze, nach dem 18ten Trinitatié-Sout1tage,

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und 72 Mazaez1 Wiesen, nah Abjua der Lasten taxirt | Vormittags 11 Uhr, in Person, resy. bevormundet, zu 14 891 Thlr. 17 far. 7 pf., zur Subhastation gezo- oder durch biulänolih legitimirte Bevollmächtigte an! Schloßviaß Nr. 2, ift zu haben: gen, und der einzige peremtorische Licitations: Termin hiesiger Stadtgerichesfelle zu erscheinen, und nah ge: !| ( i | auf den 46. December c., Vormittags 9 Uyr, an|scheyener Anmeldung ihre Ansprüche gehdrig anzugeben Ort und Stelie zu Halbeswig anberaumt, zu welchem sund zu bescheinigen, widrigenfalls aber zu gewarten zahlungsfähize Kauflustige untèr dem Bemerken €in-|daß der Otco’sche Nachlaß den nähFen Erbberechtig- geladen werden, daß das Gut vorerst in zwei Theilen ¡ten die sich aemeidet haben, werde zugesprochen werden und demnächsi im Ganzen ¿um Verkauf ausgesetnt! : i 4 roerden soll. gen in unserer Registratur zur Einsicht offen. lich werden alle etwaige unbekannte Real -Prätenden-!

ten aufgefordert, ihre Ansprüche an das vorbemerktte| Gut längsßens in dem anstehenden Termine b | «eidung der Prâäclusion anzumelden.

im erfa i Gotha, den 14. Die Taxe und Verkaufsbedingungen lie- Das S Schließ-|

Meschede, den 7. Juni 1834.

i i P, In der Kontgl. Preuß Usti zt- Amt

( lit 61 lies en (in Berlin

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i Mirtcler, Stechbahn Nr. Bekanntmachung. | i

Zur Aufstellung eines vollständigen Verzeichnisses

von demselben im Jahre 1606 gefifteteu Familiezu- 1s lresücheu und s{öón ausge statteten Werkes spricht Darstellung aller Einzelheiten beale

L am besien dafür, mit welcher Theilnahme das Publi-| ren des Melecbior von Arnfiede, namentlich außer den fm dasselbe aufnahm, und enthalten wir uns daher : N Bettera des Melchior von Arnfstedt, die Nachkommen [fl wetteren Lodpreisung. der an Siegmund Wiprecht von Zerbf vermählten Cathariná von Arnstedt, der ay Hans von Wuthenau | $5,

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vorläufig feine Rücksicht génommeu werden wird. der Augend fur die Großkreuz, Weißewarthe und Dueben, den 28 Mai|mit Ersolz gelö.

| Die von Arnstedtschen TeFamentarien. |

N l 44 Albert Rudolph Carl Wilhelm von Arnscedt,| Jn Ferd. Dämmlers Buchhandlung (Linden Nr. Friedri) Wilhelm von Arnstedt, 19), hat so eben folgendes wichtige Werk die Presse

Heinrih Friedrich Adolph von Arniedt. !verlassen:

M 724 B Ÿ bt O) it GETITCINEC

Ed hctal- Citation

| Von dem hiesigen Stadtgerichte werden alle dieje- : : tions- P - nigen, welche an deni in etwa 6000 Thlr. bestehenden Auf den Antrag der Beneficial-Erben des versiorbe-| Nachiasse der am 17, März d. I. allhier R

den 29. September d. À., ols den Montag

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O SlerarilMe TINzelgen.

_Weyggand "hen Buchhandlung in Leipzig) ersien (o eben und if in alles guten Buchhandlun- 4 - Posen, Bromberg, Culm bei E. S.

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Die Leiden des jungen Werther. ¿e Auflage, 175 Bogen. des Verfassers.

Eine

von : 5 Bogen. Dèr Here Verfasser, früher selbs praftischer Schul-|des K. K. fünfcen Husaren-Regiments Kduig v. Sar- dinien. (Fortseßung ) V. Literatur : des Freiherrn von Malchus“ Handbuch der Militair - Gcrographie von Eu-

VI. Neuste Militair-Veränderungen. c ; i | Der Preis des Juhrgangs 1834. dieser Zeitschrift dütgeführt, daß wir das Buchelchen nicht sowohl den:

790

welcher eine edle kämpfende Natur áúber dem Grabe eines großeit Hingeschiedenen sh, wenn gleich immer no<h widerstrebend , zur Versöhnung ringt. Ob nah diesem bizarren Mährchen -Traume Stellen, wie S. 222, ohne Störung und Versyielung des Eindrucks folgen durften, geben wir dem Autor selber zu erwägen, der 1a auch S. 225 voller und ernster, wie es des Gegensandes würdig war, wie- der cinlenktt. Zugleich aber machen wir den Leser auf die gegen das Ende hin nachfolgenden „Zeitlosen// aufmerksam, freilich nur dem Kenner des anzen verständlich, für diesen aber auch ein ergänzender Kom- mentar, der zusammentreibende Firniß der verschtedenen Farbentòne in dem vor uns ausgelegten Zeitgebilde. Und wenn wir in der im ganzen Buche mannigfach zerstreuten Charakteristik Mitlebender und erst vor Kurzem Hingeschiedener eine Hauptkraft unseres Autors an- erkennen, so möchten wir ihn fragen, ob nicht gerade Er vor vielen Andern sï< berufen fühlt, uns ein, als (Katizes diesen Rhap\odien würdig entsprechendes Gemälde unsrer geistigen Strebungen im Laufe der Jahrhunderte zu geben, wozu cine Fülle ä!fhetischer und vhilgo- ophischer Studien, sharfes Urtheil und Geschmack, bei gestaltender Auffassung, in fseltenem Verein, ihn so vorzüglich zu berechtigen cheinen, mit Einem Worte, eine Deutsche Literär-Geschichte, wte sie des Standpunkts unscer Zeit rourdig wäre.

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Auswärtige Börsen. Amsterdam, S. Juli.

Niederl. wirkl. Schuld 25, 58 do. 972 Ausg. Schuld —. Kanz-Bill, 23,5, 448 Amort. 915 3456 74. Russ. (%. 1831) 977 Preuss. Prämien - Scheine —. do, 42 Al. —, Vesterr. 98. 96 Span, 702 82 482.

H Antwerpen, 7 Juli 49 59. 32 461. TZinsl. 185. Neap. —. Belg. Loudou, $8 Juli.

Span, 6g 688

Cons, 32 917. Belg. 987. Spau. 483. -35 47, 47}. Griech. v. 1825 36! 36. Holl. 212 521, 52. 582 982. 3. Portug. v. 1831 891,

1. Bras. £2. 812. Columb. 33, 325. Mex. 63

MA, D Wien, 8 Juli, 58 Met. 996, 48 904, Bauk-Actien 12582 56083, Part.-Obl. 5671. Neue Anleihe v. 1834 —.

i: Königliche Schauspiele.

Montag. 14. Juli. Jm Schauspielhause: Emilia Galotti, Trauerspiel in 5 Abth., von G. ‘E. Lessing.

Dienstag, 15. Juli. Jm Opernhause : in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Mozart. Donna Anna, als lezte Gastrolle.)

Loose zu 100 Fl

Don Juan, Oper (Dlle. Grosser:

Königstädtisches Theater.

Montag 14. Juli. Die Familien Capuleti und Montecchi, Oper in 2 Akten , Musik von Bellini. i

(Dlle. Hähnel: Romeo, als voriekte Rolle vor ihrer Ur- laubsreije.)

Wegen eingetretener Hindernisse kann die Oper „der Pi- rat‘/ heute nit gegeden werden.

Neueste Ma r1.0 fen. _ Paris, 7. Juli. Der König kam gestern nicht zur Stadt, sondern arbeitete in Neuilly mit den Ministern des Innern, des Handels, der auswärtigen Angelegenheiten und des Krieges.

Die Königliche Familie wird bereits übermorgen" in Eu er- wartet; der König und die Königin der Welgier werden jedoch erst einige Tage später dort eintreffen, da fie sich zuvor nach Havre begebon woollen.

Der Monitcur herichtet, daß der Herzog von Nemours am 2ten d. Me. zu Pferde in Luneville eingezogen, und daß dieser Tag für die Bewohner der Stadt ein wahres Fest gewesen sey.

És heißt neuerdings, daß Herr Humann seine Steile als

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nzeiger für die Preußischen Staaten.

Liebetrut, F., (Prediger), die Ehe nah ihrer Idee und nach ihrer geschichtlichen Entwickelung: [von Kamp Izhrbücher, 84 Heire und 1 Reg.-Heft Ein Beitrag ¿ur richtigen Würdigung der Ehe EP2 und der ehelichen Verhältnisse, (insonderheit der Scheidung und der zweiten Ehe Geschiedener) vom allgemein wissenschafclihen und vom <risil.-

Stand, Neb| einem Vorworte

von dem Confistoréal-Rathe Dr. Hahn in Breélau.

theolog. Standpunkte. 1 Thlr. 15 sgr.

4A E E B M Ms E

Architektonische

ten Bauwerken

(unius 1834. radtgeriMt das Carl Gros. Schulen. Erstes Hest Friedrich VVilheln Menker,

ge, Fol.

3) zu haben: v Oothe:

broschirt. 20 sgr. iNußz7uns auêgegangen if.

Technologie.

Anleitung j

E. Hier L. Preis 225 sgr. | Sommer des Jahres 17983.

ist 8 Thlr. Sächsiscé- L R echáälr dieselben um & wohlfeiler. Wien, den 15. Juni 1834,

In der Stuhrschen Buchhandlung

oder Details, Grund-, Aut- und Profilrisse zu öffent-! lichen und Privatgebäuden. «0 wie zu andern zur Ver-|

.. / .. Y T . y schönerung. zum Vergnügen oder zum Nutzen bestimm-

¡Für Maurer, Steinmetzer, Zimmerleute, Archutekten [und Freande der schönen Baukunst: hut als Vorlegeblätter für Gewerbe- und andre Entworsën und gezeichnet v Z i 6

O veabsichtigt der anspruchslose ‘Verfasser, nein er an der Sonntags- und paolygtechnischen Schule und ¡Mitglied der polytechnischen Gesellschaft zu Leipzig, | 6 grosse in Kupfer gestochene Blätter, 41s Heft in Preis 20 sgr.

Die Entwürfe siad jecdes-

|Desterreichisch-militairische Zeitschrife 1834

|Mohamed Alis in Syrien gegen die Pforte 1831 zum methodischen Verfahren für Lehrer E Di schen Rußland 1 Sf 4 n U auf Weißenwarthe bei Tangermünde in der Altmark ein Hülfebuch ¡um sichern Fortschreiten für Lernende E L ile Nas Kosllbèn Quell, vollstándig pofifcei anzuzeigen, und sie demselben dur | S i A j i gerichtlich attestirte Taufzeugnisse, Lehubriefe oder au-; 8vo. N bere zu veweisende Urkunden nachzuweisen, indem auf] diejenigen Interessenten, welche ihre Verwandtschaft mann, hat in diesem Werkchen, wie în seinen früheren nicht zeitig anzeigen und vollständig nachweisen , beisgünjtig aufoenemmenen Schriften ähnlicher Art die Aufftellung des beabsichtigten Verzeichnisses und bet)beim ersten Unterricht vorzüglich ndrhige Gründlich- |ropa der danach zu bewirfenden Conferirung des Stipendii fit heobachter, und dic <were Aufgabe, das Interesse y Wissenschaft immer fest zu halten, |von 12 Heften, so wie der aller frähern Jahrgänge

_Wer die ganze Sammlung aller Xahrgánae von 1818 bis 1833 auf ein Mal abnimmt,

(111. Eroberung von Mainz durch die Verbünderen, i Noli ; E g 1792 (Schluß) IV, Geschichte| 129- f, Velinpap, mit saub. Ums<{lag. BPreis 72 sqr.

s, O. Heubner, Buchhändlex.

Finanz-Minister niederlegen, und Herrn Duchatel zum Nachfol- ger erhalten werde, iu welchem Falle Herr Thiers das“ Handels, Ministerium mit dem Ministerium des Jnnern vereinigen würde.

Man versichert, daß die Ernennung des Herzogs Decazes zun Civil-Gouverneur von Algier in diesen Tagen im Moni- teur erscheinen werde. Die betressende Königl. Verordnung soll bereits unterzeichnet seyn.

Man hat hier Briefe aus Madrid bis zum 25. Juni. Toreno's Einfluß war im Zunehmen. Lopez Bañoz und van Halen waren am 23sten dort angekommen. Herr Gargollo hatte ein Schreiben von Herrn vo1 Rothschild erhalten, worin dieser ihn aufforderte, das Direktorium über den Tilgungs-Fonds wieder zu übernehmen, in welchem Falle er (oon Rothschild) der Spanischen ‘Regierung annehmliche Bedingungen zur Ver- besserung ihrer Finanzen machen werde. Der Regierungs-Rath hat sich zum fünften Male mit der Frage beschäftigt, ob die Ver: káufe von National-Gütern aus der Zeit von 1820 1823 zu bestätigen seyen; es is indessen noch immer keine Entscheidung evfolgt, Die Cholera richtet große Verwüstungen in Andalu- sten an.

In einem Schreiben aus Bayonne vom 3. Juli heiße es: „Heute fruh ijt ein Courier aus Madrid über Oleron hier angekoinmen; er überbringt die Nachricht, daß die Königl. Fa- milie sich s{leunigst nach Lagrange zurückgezogen habe , um der Cholera zu entgehen, die in den Madrider Hospitälern ausge: brochen sey. Martinez de la Rosa soll die Kdnigin dorthin be- gleitet habet, der Kriegs-Minister aber in Madrid zurückgeblie- ben seyn. Man fpriht von dex Ernennung Minas zur

General - Lieutenant. Aus den Baskischen Provin- zen meldet man, daß die Karlisten si<h St. Sehbastians

hátten bemächtigen wollen, jedo<h von dem Brigadier Jaureguy an der Ausführung dieses Planes behindert und genöthigt wor- den wären, si< nach dem Navarresischen zurücfzuzichen. ZU morgen erwartet man in Pampelona eine der Kolonnen Rodils. Den Karlisten in den insurgirten Provinzen fehlte es in der letz- teren Zeit sehr an Pulver; jeßt ist man indessen mit der Fabri: cation desselben im Thale Batian täglich beschäftigt. ‘“

Aus New-York berichtet man unterm 29. Mai über den Eindruck, den die Nachricht von der Verwerfung des Geseß-Ent- wurfes in Betreff der Entschädigung der 25 Millionen für die Vereinigten Staaten daselbst hervorgebracht hat. Da diese Nachricht ganz unerwartet kam, so waren die Gemüther im ersten Augenblicke sehr aufgebracht; nichtsdestoweniger glaubte man, daß die Regierung keine dem Französischen Handel nachtheilige Aenderung im Zoll-Tarif vornehmen, vielmehr die freundschaft- lihen Verhältmsse mit Frankreich zu erhalten bemüht seyn werde.

Das Wasser in der Seine ist gegenwärtig so klein, daß die Schifffahrt fast gänzlich unterdrochen ist.

107. —. 3proc. pr. compt. 77. 60. fin cour. 77. 85. 5proc. Neap. pr. compt. 94. 90. fin cour. 95, 15. 5proc. Span. Rente 722. Zproc. do. 475. Cortes 38. Ausg. Span. Schuld 191, Belg. —.

Frankfurt a. M., 10. Juli, Oesterr. 5proc. Metall. 1002. 100-5. proc. 911, 913. 24proc. 547. Br. 1proc. 237 Br. Bank-Actien 1546. 1544. Part.-Obl. 149. 1395. Loose zu 100 Gulden 2092. Br. Preuß. Prám.-Scb. 574. 572. do. 4proc. Anl. 942. 942, Holl. 5proc. Obl. von 1832 957. 954. Poln, Loose E621. 6527. 5proc. Span. Rente 7237. 724. SIJproc. do. perp. 481. 48.

nrn 0AM QITZ A P SPNEE M4 Catadr 0 wre 1a aen

Gedruckt bei A. W. Hayn

G. Finke, Spitteimarkt Nr. 16, verkauft:

45 Thlr. Stengel und Eisenberg Beitr. 13 Bde. 14 Thlr. Kleins Annalen, 26 Bde. 12 Thlr. Geseßzsamml. 1811 1833. 15 Thlr. Hymens Beitr. & Samml., Zus. u. Reg. 5 Thir. Crelle, ournal d. Baufunft, 7 Bde. 25 Thlr. Des. Bd. 1. 3. 4 Thlr. Verhandl. d. Preuß. Gewerb - Vereins 1822 1833 25 Thlr.

¿u Berlin, : Löwe, Dr. C, Commentar zum zweiten Theile des Götheschen Faust, mir zwei Cijarten und mit éi- ner genealogisch - mythologishen Tabelle. 8vo, _bro<. F Thlr. Berlin, bei W. Logier. „Herr De. Löwe der geniale, ticfühleude Ton- fünstler har uns durch diesen Kommentar ein höchf- erfreuliches Geschenk gemacht, und wir sagen niche zu viel, daß durch denselben die Verständniß des zweiten Theils des Faust ¡2ßt für Jedermann herbeigeführt worden is. Nicht eine Erklärung des Gedichts seibst

Pläne.

auch zum Be-

giebt eine Erklärung aller fremden Wörter, er ließ ei sich allein nur angelegen sein den wörtlichen Sinn und Zusammenhang der Materie zu verfolgen,

welche das tiefsinniae Wer? des großen Dichters ganz ; verstehen lernen wollen, wodur< man allein nur zum [wahren Genuß desselben gelangen kann.

| Vor Kurzem erschien in unserem Verlage und if |duïch alle solide Buchhandlungen des In- und Aus-

ets 2 ; M A ér chid h L N ne ê L Def 4 L 20A landes zu beziehen: |dur<h das Gebiet der Naturgeschichte Und| Di ses Hefr ist so eben erschienen und an alle Buch- j Nl d L geMO hantlungeu versender worden. Juhalt: 1, Der Krieg | Ueber die rothen Nasen der Damen,

deren Verhütung und Heiluns. Eine medizinische Humoreske von einem humoriftischet Mediziner.

Zweite Hälfcee. Nach Russischen Ouellen. [Ein Büchlein das auf keiner Toilette fehlen

darf.

Ungeachtet der Titel vorstehenden Werkchens mehr auf einen Scherz hindeutet, (o hat derselbe do< nur auf die außece Form des Jnhalts Bezug; die eiaent- liche Tendenz is| rein nedizinis< und so prakcis<

jenigen des {dnen Geschlechts, die s< von dem ge- nannten Uebel gänzlich und sicher zu befreien wünschen, als auch vielmehr denen. die fich davor {ügen wollen nicht genug empfehlen können. : Bechtold und Hartje in Berlin, (Jägerstraße Ny. 27. a.)

Cme DRE R T

aue mit Deut ingett des Lear (wen u Werke dem | Wir bieten be vin außerordentl billiges Mitret| Leser, und mirhin no< mehr dem Dichter vorzugrei- F 4 : 2 j ua Unterridt Md: zue Belebründ Tes Siteivettih fen. Und diese so hochdaukenswerthe Arbeit hac Lde M neue Sparkassenbücher ausgegeben Ln P E (dee, welches um so besser aufgenommen werden wird, | Wre p Fleiß, einer Belesenheit und Klarheit durd/ Ly lals der Verfasser dabei besonders von dem Gesichrs-| Ktführt, daß wir wirklich nicht aenugsam im Stande Fi {2mno. Mit dem Portrair punkte der arbßten Deutlichkeit und des prafcischea fînd- diesen Kommentar an alle die zu empfehlen, f )

: T sammtlichen Sparkassen des Landes eingezahlten Summen belie-

F fen sich zusammen auf 106 Mill. Fr.

} worden sind.

Allgemeine

Preußis<he Staats-Zeitung.

194.

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Amtliche Nachrichten.

Kronik des T4L cs.

Des Kznigs Majestät haben Allergnädigst geruht, dem bis- herigen Regierungs Präsidenten von Bonin zu Köslin die er- sedigte Stelle des Präsidenten der Regierung zu Merseburg zu verleihen, und den bisherigen Regierunas-Vice-Präsidenten Frit- \<e zu Koblenz zum Präsidenten der Regierung zu Köslin, den hisherigen Ober - Regierungs - Rath und Äbtheilungs - Dirigenten von Ladenberg zu Merseburg zum Präsidenten der Regierung zu Trier, so wie den bisherigen Geheimen Ober- Regierungs- Rath und Vice - Präsidenten des Konsistoriums, Provinztal-, Schul - und Medizinal- Kollegiums, von Sepydewilz zu Mag- deburg, zum Präsidenten der Regierung zu Stralsund zu ernen- n:n, auch dem bisherigen Regierungs -Direktor und Geheimen Kriegsrath Krüger zu Merseburg den Charakter eines Regie- rungs - V'ce- Präsidenten beizulegen.

Des Königs Majestät haben den seitherigen Ober-Regierungs- Rath und Abtheilungs-Diriaenten bei der Regierung zu Merse- burg, vou Krosigk, zum Vice-Präsidenten des Konjistoriums, Provinzial, Schul- und Medizinal- Kollegiums zu Magdeburg zu ernennen geruht.

Im Bezirke der Königl. Regierung zu Königsberg ist dem bisherigen Pfarrer Neumann zu Ottenhagen die erledigte Pfarrstelle an der evangelischen Kirche zu Uderwangen, und dem bisherigen Kommendarius Franz Kwasniewski in Arnsdorf die erledigte katholische Pfarr- selle in Jankendorf verliehen -worden ; zu Köslin is der Kandidat des Predigtamts Ehrenkö-

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e É d x 4 . i » C d Heute schlop 5proc. Rente pr. compt. 106. 75. fin cour, | i898 als Prediger in Wusse>en angestellt worden.

Zeitungs-Nachrichten. U 85:10:01 D.

Stan tre o

Paris, 7. Juli. Herr Gisquet, der hiesige Polizei-Prä- feft, is dem Ausschusse für die inneren und Handels - Angele-

genheiten beim Staats-Rathe beigegeben worden, und wird bin-

füigro, äls Mitglied dieses Ausschusses, an den Berathungen des selben Theil nehmen.

Der Temps fordert neuerdings die Deputirten auf, sich zum 31. Juli pünktlich auf ihrem Posten einzufinden, indem die ersten Sißungen der Kammer entscheidend für die Zukunfr wer-

den fônnten. „Ist die Session einma! erôssnet‘/, äußert das ge- | dachte Blatt, „„\o ist die Versammlung guch berechtigt , sich zu | fonstituiren, und keine Gewalt kann sie hieran verhindern. Bei ' der Verificirung der Vollmachten ist es gut, daß alle Deputirte | zugegen sind, um die Gültigkeit der Mandate anzufechten oder } zu vertheidigen. jeyn wird, so wird sie auch reichlichen Stoff zur Adresse bieten.

Da die Thron-Rede gewiß von Wichtigkeit

Was würde die Folze davon seyn, wenn die Antwort auf die

| Thron : Rede nicht der Ausdru> der wahren Majorität wäre ? | Jn einem andern Artikel spricht der Temps die Ueberzeu- | gung aus, daß die Deputirten sih zum 31. Juli in der Mehr- | zahl einfinden würden, wenn gleich die 3 minijteriellen Blätter Ï an dem Eifer und der Hingebung der neuen Repräsentanten Ï des Landes zu zweif.ln schienen. Das Journal du Com- | merce nenne es eine leere Auéfluht, wenn das Ministerium Ÿ behaupte, dag die Session wegen Mangels an Beschäftigung S am 3 \ten d. M. noch nicht wirklich erdfnet werden kônne, in- Ï dem von der vorigen Session noch die Gesetze über die Muni- N ciyal-Befagnisse, Über die Verantwortlichkeit der Minister, über | die Wiederher|tellung der Ehescheidung, über die Abschaffung der F Majorate, so wie úber einige andere hohwichtige Gegenstände Ï noch rúcétándig wären, und es mithin der Kammer an hinrei É ender Arbeit unmöglich fehlen fônne.

Der heutige Moniteur enthält den Bericht, den Hr. B.

Î Delessert, in seiner Eigenschaft als Präsident der Pariser Spar- Ì fass, am Zren d. M. in der General: Versammlung der Direk10-:

Es er- 2/353

ren und Administratoren dieser Anstalt abgestattet hat. giebt sich aus demselben, daß im ersten Semeter d. J.

so viel als im ganzen verflossenen Jahre) in die Kasse gezahlt Am 390. Juni hatten die verschiedenen Deponen- tin noch 18,370,009 Fr. bei der Sparkasse zu stehen; die bei

Seit etwa 4 Monaten ist hier ein gewisser Mulot aus Epi- nay mit dem Bohren eines Artesischen Brunnens bei dem Schlacht- hause von Grenelle beschäftigt; er ist in diesem Augenblicke bis zu der Tiefe von 342 Fuß gelangt. Die Oeffnung der Röhre mißt

Î 29 Zoll im Durchmesser, und das Wasser steigt bereits bis zu 14 Fuß

über die Bodenfläche. Herr Mulot will indessen bis zu der un- acheuern Tiéfe von“ 1200 Fuß gehen. Jn Elbeuf hat derselbe éurtlich einen Brunnen von 460 Fuß Tiefe gebohrt, aus wel-

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<em das Wasser in einer Hdhe von 67 Fuß über die Boden-

N fláche sprudelt, ohne Zweifel das glücklichste Resultat, was } bisher erzielt worden ist,

In dem Thale, das sih längs der Scarpe zwischen Arras und der Gemeinde Roeux hinzieht, namentlich bei dem Dorfe SLZaUera sind Spuren von einem Steinkohlen-Lager entdeckt vorden.

In Straßburg soll mit der diesjährigen Juli -Feier eine Kunst- und Gewerbe- Ausstellung verknüpft werden.

Der Stadt-Rath von Marseille hat den dortigen beiden Thea-

| tern eine Beisteuer von 82,000 Fr. bewilligt.

Das Departement des Goldhügels is|t vom Hagelschlage hart betroffen worden. únu

Berlin, Dicnflüg den 15» Juli

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Großbritanien und Jrland.

London, 8. Juli. Se. Majestät ertheilten am Freitag dem aus Wien zurückgekehrten Hannoverschen Gesandten, Frei- herrn von Ompteda, eine Audienz.

Untec den Petitionen, die in der heutigen Sibung des Oberhauses vorgelegt wurden, befand sich auch eine von ei- nem Dubliner Kirchspiel, die der Graf von Winchilsea über- reichte, und in welcher um Erhaltung der herrschenden Kirche gebeten wird. Graf Grey erklärte diese Bittschrift für unzu- lässig, weil. darin auf Worte, die im Oberhause gesprochen wor- den, Bezug: genommen wird. Der Graf von Winchilsea aber meinte, wenn das Haus es gestatte, daß die in demselben gehaltenen Reden öffentlich bekannt gemaht würden, so músse es auch die Citirung solcher Reden in den Petitionen erlauben. Der Lord-Kanzler behauptete jedoch , daß die Formen des Hau- ses dies nicht zuließen, da au jenes bekanntlich nur vermöge einer Uebertretung der Vorrechte desselben geschehe. Der Bischof von Ereter gab zu bedenken, ob das Haus die Petition aus dem von dem Grafen Grey angeführten Grunde verwerfen wolle, wenn von einer Verschwörung der Mitglieder des Unterhauses wider die Freiheiten der protestantischen Kirche die Rede sey. Graf Shaftesbur y war der Meinung, daß die Petition nicht entgegengenommen werden könne, weil sie sih deutlich auf die Rede eines ausgezeichneten Mitgliedes dieses Hauses (des Gra: fen Grey) berufe.

Da es si< als unmöglich erwiesen zu haben scheint, mit den vorliegenden Maßregeln in dieser Parlaments-Session durch- zukommen, so hielte es Lord Morpeth fär gerathen, heute im Unterhause darauf anzutragen, daß in dem no< übrigen Theil der Session die Tagesordnung stets der Ankändigung von neuen Motionen vorangehen sollte. Allein die Herren O’ Connell, Tennyson, Robinson und Andere erklärten, daß sie sich ihr Motions-Recht in keinem Fall nehmen lassen würden. Herr Poulett Thomson, Sir N. Peel und Herr Spring Rice waren zwar der Meinung, daß die Umstände irgend ein Abkommen dringend erheischten, wollten dies jedoch lieber dur gegenseitige Verständigung, als durch eine ausdrückliche Motion herbeigeführt sehen. Lord Morpeth beschränkte darauf seinen Antrag dahin, daß nur Dienstags Motionen angekündigt werden soliten, nahm aber auch diesen Antrag, da sich fortgesezte Oppo- sition dagegen zeigte, wieder zurü, wiewohl mit dem Vorbe- halt, daß er am nächsten Dienstag aufs neue damit hervortreten wolle. Herr Ward beantragte sodann, daß der Bericht des Ausschusses Über die Frage, wie sich die Abstimmungs: Listen au- thentischer geben ließen, in Erwägung gezogen werden solle.

Ueber den Streit zwischen Herrn Littleron und Herrn O'Connell äußert si die Times. folgendermaßen: „„Natärlich sollen vertrauliche Mittheilungen heilig gehalten werden, oder es ist mit der Gesellschast zu Ende. Aber es ist die Frage, ob

der Jrländischen Regierung gesucht haben sollte, und ob der Gegenstand, um dessentwillen er eine Unterredung mit ihm ver- langte, von der Art war, daß er das Siegel der Geheimkbal- tung, worauf Herr Littleton jetzt so viel Nachdruck legt, zuließ. Die Wahrheit is, er hatte ihm eine Art von Handel vorge- {lagen ; er machte ihn mit einem Vorhaben der Regierung be- fannt und äußerte die Hoffnung, der gelehrte Herr werde in Betracht dessen sein Agitations- System aufgeben oder einstellen. Herr O'’Conneil behauptet, er habe nach diesem Versprechen ge- handelt, und da die Sache nun anders ausfalle, als sie ihm vor- gestellt worden, so sey er berechtigt , sich darüber zu beschweren; dieser Meinung sind wir auch, und wir glauben überdies, daß er gegen seine Kommittenten dazu verpflichtet war.‘‘

Es heißt, die Stadt Funchal auf der Jaf:l Madeira werde von der Portugiesischen Regierung zum Freihafen erklärt werden, weil diese Maßregel ‘in Bezug auf Lissabon unter den dortigen Kaufleuten mitt allgemeiner Freude aufgenommen und von ihnen, obgleich sich mehrere Geoner des Ministeriums darunter befan- den, ein Dankschreiben für die dadurch gewonnenen Handels- Ericichterungen an den Minister Silva Carvalho gerichtet wor- den war, )

Der Portugiesische Schooner „Esperança‘/, der, des Sfkla- venhandels verdächtig, von dem Königl. Schiff „Curlew“/ nach Poréismouth aufgebracht worden war, if wieder freigegeben worden.

Zum Besten der im tiefiten Elende befindlichen Jtaliänischen Fsúchtinge in London, etwa 80 an der Zahl, soll nächsten Frei- tag im Königlichen Theater ein Konzert gegeben werden, um die- selben mit Mitteln zu versehen, sih na< Spanien einzuschiffen.

Die Briefe aus den Westindischen Kolonieen sind na- túrlich mehr als je erfüllt von Furcht und Hoffnung über das Resultat des Geseßes Über die Emancipation der Sklaven. Der allgemeine Eindruck in Jamaica scheint zu seyn, daß das Gesetz feinen Widerstand gefunden habe, weil die für die Sklaven von England aus bezahlten Summen die vershuldeten Besißungen, d. h. bei weitem die Majorität derselben, in Stand seben, ihre Hypotheken abzubezahlen, wozu sie unter feinen andern Umstän- den mehr Aussicht gehabt hätten. Allein die Aussichten auf die Zukunft sind darum nicht erfreulicher, indem die Masse der Pflanzer überzeugt ist, daß die freien Neger nicht arbeiten werden, und daß jedenfalls freie Arbeit zu theuer sey, um die Konkurrenz mit Sklaven - Arbeit in Cuba und Brasilien auszuhalten. Allein dagegen haben die Spanischen Pflanzer in ‘Portorico in dén lezten Jahren eine Erfahrung gemacht, welche das Gegentheil zu beweisen scheint, und welche von der äußersten Wichtigkeit für die endliche Ent- scheidung dieser großen Frage seyn muß. Es haben sich in Por- torico eine Anzahl von Weißen, namentlih von Genuesern, nie- dergelassen, welche nicht reich genug waren, Ländereien Und Sklaven zu kaufen; sie bildeten sih daher in kleine Gesellschaf- ten, kauften gemeinschaftlich Wagen und Zugthiere an, und bo- ten den Pflanzern zur Zeit der Aerndte ihre Dienste für das

| Schneiden und den Transport der Zuckerröhre in die Mühlen

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Herr Littleton einen solchen Verkehr mit dem bittersten Feinde |

1834.

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an. Da um diese Zeit die Neger übermäßige Arbeit haben, und von dem {nellen Transport ein großer Theil des Ertrags abhängt, so nahm man ihre Arbeit mit Begierde an, und seit dieser Zeit hat sich eine neue Klasse weißer Arbeiter gebildet, welche dur die bessere Qualitär ihrer Jnstrumente, ihre grô- ßere Jutelligenz und Genauigkeit, und durch eine zwe>mäßigere Arbeit, den M eine hôchst willlommene Hülfe leisten. Obgleich sie besser bezahlt sind als gemiethete Neger, und mehr kosten als Sklaven, so findet do< der Pflanzer einen bedeuten- den Vortheil, sie anzuwenden, indem er dadurch der Nothwen- digkeit enthoben ist, das ganze Jahr hindurch eine größere An- zahl von Negern, als den größten Theil des Jahres fär die Arbeit nôthig ist, zu unterhalten, damit er bei der Aerndte eine hinlängliche Menge Arbeiter finde. Jn manchen Pflanzungen hat man si< dadur< im Stande gesehen, die Zahl der Neger auf die Hälste herabzuseßen, indem diese weißen Arbeiter Alles verschen, außer dern Umbrechen des Bodens, dem Pflanzen des Rohrs und dem Anhäufen der Erde um die Pflanzen. Ob die- ses je durh Weiße geschehen könne, ist zweifelhaft, außer in dem Falle, daß die Zuckerpflanzungen in weit kleinere zerschlagen, und auf Orte beschränkt würden, wo der Pflug statt der Hacke an- gewendet werden kann. Jedenfalls ist das Beispiel, das Por- torico gegeden hat, der Aufmerksamkeit des Staatsmanns und des Menschenfreundes in hohem Grade würdig. Es ist sonder- bar, daß die besten Beispiele einer menschlichen Kolonial-Politik immer von Spanischen Kolonieen gegeben worden sind, und es wäre ein Glück für das Englische Westindien, wenn sie früher besser benußt worden wären.

Nachrichten aus New-York vom 9, Juni zufolge, war der Kutter „Postboy‘‘, Herrn von Rothschild gehörig, mit einer Million Dollars dort angekommen.

London, 8. Juli. Ungeachtet des, wie man zu sa? gen pflegt, unumschränkten Einflusses der Presse erhält sici un- fer Ministerium doch, obgleih es fast alle Londoner Zeitungen und bei weitem den größern Theil der Provinzial-Blätter gegen sich hat. Unter den Morgen - Zeitungen hat es hier nur die Morning-Chronicle, und unter den Abend-Zeitungen den Globe, den Courier und den Sun für sich. Auf der an dern Seite haben die Tories die Morning-Post, den Stan- dard und den Albion, die Radikalen besißen den True Sun, während der Morning-Herald und die Times, ohne gerade den Tories oder den Radikalen zu huldigen , doch entschieden antiministeriell auftreten ; endlich find von den Sonntags- Zeitungen nur die wenigsten und unbedeutendsten auf Seiten der Minister. Jn allen jenen Blättern werden nun ihre Abs sichten verke6ert,- ihre Vorschläge entstellt, ihre Thaten verfälscht oder do<h verfkleinert, jeder über sie erlangte Vortheil als von der größten Wichtigkeit, jeder ihrer Siege als unbedeutend oder erschlihen dargestellt. Bei den Tories heißen sie Feinde des Königthums, der Aristokratie, der Kirche, ja des Va- terlandes selbst, das sie an die Franzosen und alle an- dere Auslánder vecrathen haben sollen; bei den Radika- len Feinde des Volkes, Tyrannen u. }|. w., und bei denen, welche zwischen diesen Extremen die Mitte halten wollen, {wac<h<, ungeschiét, selbstsüchtig u. dgl. Zu Hause, heißt es, vernachläf- sigen oder verschieben sie aile versprochene Verbesserungen, im Auslande lassen sie sich bald von den Russen, bald von den Fran- zosen täuschen, opfern unseren Gewerbfieiß und Handel einer falschen Theokie, die Freundschaft unserer ältesten Verbündeten, um der Französischen Propoganda zu gefallen u. sw. Sros dem allen finden sie sich im Unterhause durch eine große Mehr- heit unterstüßt, obgleich ihre Unterstüßer wohl wissen, daß sie, um wieder gewählt zu werden, eine große Masse Wähler befriedigt haben müssen. So haben sie eben die Armenbill daselbst durch- gesezt, gegen die doch selbst mehrere von denjenigen Blättern schrieben, welche ih oben als ministeriell bezeichnet habe, und die es folglich nicht bei allen Gelegenheiten sind. Auch sind die leb- ten Wahlen alle günstig für die Minister ausgefallen , und der Abfall mehrerer ihrer angesehensten Kollegen hat sie eher gestärkt als geschwächt. Tros des heftigen Ausfalles, welchen Herr Stanley , einer dieser ehemaligen Kollegen, auf sie machte; tros der Annäherung, welche sich seit einigen Tagen zwischen der O'’Connellschen Partei und den Tories gezeigt; troß des Jrr- thums, welchen Herr Littleton begangen, indem er sich mit jenem Erz- Demagogen in geheime Unterhandlungen einließ; tros des gestern zur Sprache gebrachten Wankelmuths des Vice: Königs von Jrland hinsichtlih der Erneuerung des Zivangs- Gesekzes, stechen sie no< immer und werden aller Wahrscheinlichkeit nach länger stehen bleiben. Dies, wird man sagen, cúhrte daher, weil der vernünftigere Theil der Nation einsieht, daß unter den ob- waltenden Umständen die gemäßigte Partei, trob mancher Fch- ler und Jrrthümer, doh am geeignetsten ist die Sachen der Nation zu verwalten, und weil die Tories, dieses selbst erken- nend, ihre Stärke im Oberhause nicht benußen, um sie aus dem Ministerium zu vertreiben. Aber dieses gegen die Be- mühungen der Presse erlangte Resultat beweist auch, daß die Presse nur dann allmächtig wird, wenn ste mit der ôffentlichen Meinung übereinstimmt, daß sie aber alle Kraft verliert, sobald ste cinen eigenen Weg einschlägt. Heute soll die Armen-BVill zum zweitenmale im Oberhauje verlesen werden. Es war gefietn Abend in diesem Hause die Rede von den vielen wichtigen Maßs regeln, welche noch in gegenwärtiger Session abzumachen wären, und es könnte eben geschehen, daß die Mehrheit der Pairs bct einer Gelegenheit, wo sie eher den Dank als einen Aufruhr dr großen Masse zu erwarten hätte, geneigt seyn möchte, den Mi- nistern ihre Ueberlegenheit dadurch zu zeigen, daß sle diese Makt- regel auf die nächste Session hinausseßt. Sie ist zwar wichtio, und die Verbesserung des Armenwesens sogar dringend ; doch giebr es noch andere, welche eben so dringend sind, die entweder dafür vorgenommen werden könnten, oder die auch verschoben werden mússen. Die Annahme der Zwangsbill fand bei den Pairs nicht die geringste Schwierigkeit ; aber desto mehr Mühe wird es fosten, dieselbe im Unterhause durchzuseßen, da sogar die Tories O’Cons

P S A R T