1834 / 223 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ske, sich zum Mitschuldigen an diesem Betrug machen würde, wünschte zu wissen, was der Englische Gesandte am Spanischen Hofe über diesen Gegenstand nach London berichtet hätte, und meinte, es würde ihn sehr freuen, zu hdôren, daß der Quadrupel- Traktat nun, da Don Carlos aus Portugal vertrieben, nur noch ein todter Buchstabe sey, denn, wenn England sich durch diesen Traktat verpflichtet hätte, an einem Spanischen Succetsions- Kriege Theil zu nehmen oder Frankreich bei ciner bewassneken Intervention zu unterstützen, so würde es mit den úbrigen Cu- ropäischen Mäshten in unaufldsliche Verwickelungen gerathen. Es sey stets die Politik Englands gewesen, bemerkte er, so_ viel als möglich eine enge Verbindung zwischen Frankreich und Spa- nien zu verhindern, und las zum Beweis dafür einige Stellen aus der von der Königin Anna im Jahre 1711 gehaltenen Thron-Rede vor. Da nicht alle andere Mächte die Königin von Spanien anerkannt hätten, fuhr er fort, 10 wäre es gar nit zu verwundern, wenn man die Minister frage, ob fie sich durch jencn Traktat verpflichtet glaubten, England dieser Königin hal- ber den Folgen eines endlosen Krieges auszu}eßen. Sch!ießlich sprach der Redner den Wunsch aus, daß die Nicht-Jntervention, die Lord Melbourne neulich als den Grundsaß seiner auswárti- gen Politik bezeichnet habe, eine andere seyn môchte, als die des Grafen Grev, der sich auch viel damit gerühmt und doch ei- nen Traktat hinterlassen habe, der mehr den Charakter der Jt cervention an sich trage, als irgend ein früherer. Er fand sich endlih noch veranlaßt, die Sparsamkeit, die der Herzog von 5Rellinaton in das auswärtige Departement eingeführt habe, auf often der Verwaltung des Grafen Grey herauszusireichen , in- dem er anführte, daß in den drei Jahren 1828 bis 1830 nur 8564 Pfund für den geheimen Dienst im Auslande verausgabt worden seyen, während dieser Zweig in den zwei ersten Jahren der Grey'schen Verwaltung, ohne die vom Lord Ponsonby verauszab- ten Gelder, deren Summe noch nicht bekannt sey/ 22,064 ‘Pfo. getostet habe. Der Antrag des Marquis von Londonderry bezweckte die Ueberreichung einer Adresse an den König, worín Se. Majestät ersucht werden sollten, dem Hauje die auf den Quadrupel-Tra?- tat bezüglichen Aktenstücke und Korrespondenzen vorlegen zu laj- jcn. Diese Motion wurde von dem Herzoge von Wellington unterstüßt, von den Lords Melbourne und Lansdowne aber be- kämpft und demnächst ohne Abstimmung verworfen. Lord Me l- bourne bezeichnete die Forderung des Antragstellers als unzeitig, unflug und unangemessen,

und sagte, der Redner scheine

dies selbst gemerkr zu haben, weil er meistentheils von anderen Dingen, als von dem Traktat, gesprochen habe; sein ganzer ‘Vortrag sey \o oberflächlih gewesen, er sey jo sehr von Einem af das Andere übergesprungen, kurz, er habe einen so wichtigen Gegenstand tam leviter, tam negligenter behandelt, daß er (der Minister) sich der Mühe, ihm in allen Punkten zu foigen, über- hofen glaube. Auf die Bemerkung des Marquis, daß Portu- zal sich jet feinesweges in einem ruhigen Zustande befinde, \jon- ‘¿ern baß überall Mordthaten vorficlen, erwiederte Lord Mel- bourne, es sey doch wohl zu viel erwartet, daß ein Land, in dem der Eirgerkrieg so lange gewüthet habe, mit einem Mal in vollfom:iener Ruhe seyn sollte. Mit Hinsicht auf die an- géebliche Verleßung des Portugiesischen Gebiets von Seiten Spaniens erinnerte der Minister den vorigen Redner daran, daß die Person, die auf den Spanischen Thron Anspruch mache, sich auf Portugiesischem Gebiet befunden habe, und daß die In- ‘tervention der Spanischen Regierung unumgänglich nôthig ge- worden sey, weil Dom Miguel den wiederholten Gesuchen, Don ‘Carlos zur Entfernung aus Portugal zu nôthigen , nicht Gehör egegebet? ; Großbritanien, fügte er hinzu, habe bei dieser Gele- aenheit daflr zu sorgen gehabt, daß diese Intervention vermöge ees Traktats geschähe, damit sie sich nit weiter erstrecête, als auf die Erreichung jenes Zweckes. ¡Der edle Lord“, sagte der Premier-Minister weiterhin, „hat mich gefragt, ob ich cs er- wogen hätte, wessen Ansprüche auf die Spanische Krone rechtsnûl- tig seyen; ih habe dies nicht erwogen. Dice Frage haben on- dere für mich entschieden. (Hört, hört!) Die konftituirten De- hôrden jenes Landes erklärten sich zu Gunsten der Königin, vid es wurde Sr. Mai. gerathen - den Gegenstand ihrer Wahl an zuerkennen. Jch hielt mich nicht für verpflichtet, eine genaue Prúfung des Salischen Gesehes vorzunehmen , sondern es schien mir hinreichend, daß die Cortes die Königin zur Regentin go wählt.// Das Argument, welches der Marquis aus der Thron; Rede der Königin Anna hatte hernehmcn wollen, fonnte Lord Melbourne nicht darin finden. Die Behauptung, daß sich die cheimen Ausgabe: für das auswärtige Departeinent unter der seßten Verwaltung vermchrt hätten, bestritt der Minister, und erklärte die Angaben des Marquis v. Londonderry für unrichtig. Die Vorlegung der verlangte? Papiere hielte er für unangeme|- fen, weil andere Souveraine dabei betheiligt wären, und für un- ndthig, weil Jedermann die Grundlagen des Traktats kenne, der auf die Umstände und auf die Verhältnisse der Kontrahenten ge- Haut \2y,/ co daß die verlangten Papiere kein größeres Licht dat Âber verbreitén könnten; wenn der Traktat fehlgeschlagen, wenn sein Zweck nicht erreicht worden wäre, dann, meinte der Red-

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cher Lektere die junge Königin Donna Maria Und mehrere von den Cortes - Mitgliedern maien soll.// (Die von Pariser Blät- tern gegebene Nachricht, daß der Admiral Napier am 3. gust U eingetroffen sey, scheint demnach ungegründet zu seyn. Fâr den Fall, daß Sir Francis Burdect zum Pair erhoben würde, beabsichtigt der Oberst Perronet Thompson an dessen Stelle als Parlaments-Kandidat für Westminster aufzutreten. Vor Kurzem wurden auf den Falklands&- Jnseln mehrere dort ansásjige Europáer, unter Anderen der Engli\che Capitain Bris- bane, ermordet; der United Service Gazette zufolge, soll es jet der Mannschaft der Englischen Barke „„Beagle‘/ gelungen seyn, der Mödrder habhaft zu werden.

N44 edèrlande.

Aus dem Haag, 7. August, Se. Maj. der König ist gestern nach dem Hauptquartier unseres Heeres abgereist.

Vorgestern is hier der als Staats- und Geschäftsmann, als Rechtsgelehrter und als Schriftsteller gleich ausgezeichnete Graf Gysbert Karl von Hogendorp mit Tode abgegangen. Sein mu- thiges Benehmen im Jahre 1813, als es galt, Holland der Fran- zöfischen Herrschafr zu entreißen, wird in der Niederländischen Geschichte unvergeßlih bleiben. Er ward am 27. Oftober 1762 zu Rotterdam geboren und hatte also beinahe das 72\te Lebens- jahr vollendet.

In Utrecht ist ebenfalls vorgestern der Niederländische Ge- nerai, Baron Tindal, verstorben.

Der Assisenhof hat gestern den Buchdrucker Thompson aus Rotterdam, der bekanntlich wegen sträflicher Verbindungen mit Belgien angeklagt war, zu einer Gefängnißstrafe von 5 Jahren verurtheilt.

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M olen:

Warschau, 8. August. Am 27sten v. M. is der ehema- lige Senator Kastellan des Königreichs Polen, Präsident des äppeliationsgerichts und Ritter des St. Stanislaus-Ordens 1ster Klasse, Simon Wiszniewski, im 78sen Jahre seines Alters auf seinen in der Wojewodschafe Augustowo belegenen Gütern mit Tode abgegangen.

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Oa.

Hannover, 9. August, Jhre Majestät die Königin ha- ben dem Ma. istrate und den Bürger - Vorstehern der Residenz- stadt Hannover auf eine zu Bewillklommnung Fhrer Majestät auf vaterlándishem Boden an Allerhôchstdieselbe gerichtete Adresse folgende Erwiederung erthei't:

„Mit wahrem Wohlgefallen habe Fch vom 18. Fuli und der darin ausgesprochenen besonderen Thcilnahme an dem Vergnügen, eine innigst verehrte Mutter und geliebte Ver- wandte wieder zu sehen, Mich von n¿uem von den Gesinnungen treuer Anhänglichkeit Üverzeugt, welche dic Stadt Hannover stets ausgezeichnet hat, und deren Rúckerinnerung Mir imaer angenehm verbleiben wird. Die Hoffnung, Mich an der Seite unsers all- g:lievten Königs, Meines verehrten Gemahls, bald wieder in Fhrer Mitte zu seyen, belebt Mich noch immer! Fnzwischen bleiven Sie sämmtlich von Meiner Königlichen Huld und Meinem Wo yl- wollen überzeugt. Bad Liebensicin, 26. Juli 1834.

Adelheid.

Die Französischen Hof Schauspéeler aus Berlin sind hier

anacfommen und werden einige Darstellungen geben.

München, 7. August. Se. Majestät der König werden am 22. August von Brückenau, und Jhre Majestät die Kdni- g am L2ásten vom Bade Scheveningen zu Aschaffenburg ein- treffen.

Dem Vernehmen nach, wird am 25. August, als am Na- inensfeste Dr. Majestät des Königs, zur Haupt-Festung von In- goljtadt der Grundiïein gelegt werden. Der Feldmarschall, Fürst von Wrede, wird diese feierliche Handlung verrichten.

Frau ffurt a M., 9. Augusi. Wir hatten im Laufe der heute schließenden Woche wieder vieles Leben (in Fondshandel und dabei nicht unbedeutende Schwankungen in den Coursen der Oesterreichischen, Holländisci en und Spanischen Papiere. Anfangs der Woche herrschte entschiedene Flauheit vor; an der Dienstags - und Mittwochs- Börse gingen die Notirungen {ämnitlich zurü, weil Couriere mit ungünßigen Berichten von Parts eingetro fen waren Die Gerüchte von einer im Werïte scyenden Reviston oder Neduction der Spanischen Staatsschaid erregten einen panischen Schrecken. An der Bbcse vom 6. August konnte man 5proc Metal- liques zu 977, 4proc. zu 873/ Actien zu 1470, Fntegrale ¿u 494 und proc. Spanische Rente zu 517 haben. Unsere Spekulanten aufs Fallen trugen viel dazu bei, alle Notirungen zu drücken, doch elite ich bald wieder eine gúnstigece Konjunktur ein.

ariser Po vom 4. August veranlaßte am 7ten cue Racifrage- Dem Falien der Course geschah Einhalt, und allmälig ging man wieder zum Steigen úber. Die Hausiiers ließen nichts unversucht und der Erfoig entsprach ihrer Erwartung wenigsiens ür einige Tage. Da aach zugieich einige Aufträge zum Einkauf von Papie- ren von außen kamen, und die Nachrichten aus Spanten etwas be- ruhigender lauteten, so wurden die gangbaren Gattungen zu hdhe- ren Preisen willig plagcirt. Am 8. August blieben die 5proc. Metal- l‘ques, im Vergleich zu dem niedrigen Stand der Woche, um 1s yCt. hdher, Actien waren um 2i Fl. pr. Stuck gestiegen, Jus tegrale um 4 pCt./ 5proc. Spanische gigen von d14 nach und nach

aus Fhrem Schreiben

Marqui 3 [ei Meoti habt; es r, hâtte der Marquis Anlaß zu seiner Motion gehabt;

S Ne noch nie ein Traktat so {nell und erfolgreich j Der Herzog von Wellington erklärte

gewirkt, wie dieser.

ih besonders desha!b gegen den Traktat, dadu L Lihoee der Halbinzel von einander und beide wiedeium von j was ganz gegen Englauds

Fr ‘ch abhángig gemacit wrden, y T Politis sey: Der Marquis von Lansdow ne behaup- tete gegen die Ansichten des Herzogs, daß der Traktat wesentlich zu Erhaltung des Europäischen Friedens betgetragen habe, und êntgegnete dem Marquis von Londonderry auf seine Bemerkungen ber den König der Franzosen, daß zwischen diejem und Karl X. der große Unterschied sey, daß der Erstere Alles mit Zustimmung der beiden Kammern thue, während Leßterer eine Reche von Handlungen ohne Genchmigung der Landes - Repräsentanten und mit offenbarer Verlebung der Gesetze vorgenommen habe. i Unterhaus. Sikung vom ten August. In dieser Sipung wurde die Arländische Zehnten-Bill zum drittenmal verlesen /- nachdem ein Amendernent des Herrn Lefroy, diese Verlesung erst über drei Monate vorzunehmen, ohne Abstim- mung verworfen worden war. Here Shaw hielt noch eine heftige Rede gegen dic Maßregel, die von Herrn Ô Connell, der die Bill aufs eifrigste in Schuß nahm, beantwortet wurde. Auch die Bill in Bezug auf die Jrländischen Kirchen-Gütecr erhielt die dritte Lesung.

Loûdon, 6, August. Der Graf von Mulgrave wurde ge-

g chewahrer vereidigt. e ah Ge Gesandte, Graf d’Aglie, und der Spani- (che, Marquis von Miraflores, hatten gestern Unterredungen mit Lord Palmerston im auswärtigen Amte.

Aus Falmouth vom Iten d. wird gemeldet: Navier geht morgen pon hier Herr Mendizabal und der

„Admiral

weil dadurch die bei-

nah Portugal ab; ihn begleiten Portrait- Maler Herr Simpson, wels |

auf 55 und Z3yroc. von 33 auf 36. Hrute, am Sonnabend, ist ins dessen schon wieder cin Rückfall eingetreten. Nachdem dic Amsier- pamer und Pariser Notirung der Spanischen Fonds weichend ges fommen war, sanken die Course auch bei uns. Der Umsay in Staats - Papleren , welche dein Tages - Verkchr weniger unterliegen, namentlich in Preußischen, Bayerischen , Darnmstädtischen Effeïten, war kaum nennenswerth. Jm Wechsel- Geschäst is es anhaltend till, bet geringem Bedarf sind die (ourse sämmtlicher Devisen im Teichea; namentlich snd die Briefe auf Amsterdam, Hamburg und vondon sehr offerirt. Das baare Geld scheint etwas úberflüssiger zu werden, indem Disfonto-Papier zu #4 pCt. sehr gesucht war.

Jtalien,

Venedig, 2. August. Jn der hiesigen Zeitung lie man: „Einem Schreiben aus Genua vom 16ten v. M. zu- folge, hat Dom Miguel ein in geringer Entfernung von der Stadt belegenes Haus gemiethet und läßt sich im Publikum nur wenig blicken. Einige ‘Personen genießen indessen setnes verirauten Umganges, und seit mehreren Tagen ist in jeinen Um- gebungen eine gewisse Thätigkeit bemerkt worden, die zu tausend Vermuthungen Anlaß gegeben hat. Das scheint gewiß zu seyn, daß in unsern Hafen ein von der Spanischen Küste kommendes Fahrzeug eingelaufen ist, und daß zwischen einem der Passagiere und den Personen aus der Umgebung des Prinzen viel verhan- delt worden ist.‘

7218 A C A Bm E O A A ac R "E A A A S A E O M

E panien.

Madrid, 23. Juli. Die Hof-Zeitung enthält folgende Königl. Verordnung: „„Da ich den Kammern der ‘Proceres und Profkuradores des Reichs die Mittel, sich unverzüglich mit ihrer Mission zu beschäftigen , erleichtern will, so habe ich beschlossen, wie folgt: Das Sekretariat der Kammer der Proceres wird

Die Atikunft der j

einen ersten Beamten mit 2400 Realen, einen zweiten mit Realen, zwei dritte Beamten mit 1600 Realen jeder, jährli 4 Kopisten mit 600 à 500 Realen, 2 Stenographen mit 14 ) à 1200 Realen, einen Redacteur der Gaceta mit 120 Reale: 2c. haben. Das nämliche ist für die Kammer der Prokuradore | festaestelll. Jede Kammer wird ihren Ceremonienmeister 0 3000 Realen Jährlich haben.“ E Der Saal der Proceres is unstreitig einer der glänzendste, | und elegantesten in Curopa. Dasijenige, was der Architekt d Marintegui in 60 Tagen bewerkstelliget hat, um einen alli Empfangs: Saal der Botschafter im Palast Retiro/ der seit Phi lipp 1. verfallen war, in einen Palajt der Proceres- zu vern | deln, gränzt an das Wunderbare. Alle Sitze sind Estraden iu Mahagony, massiv mit ciselirten, geschnibelten und verqoldete, Einfassungen verziert und mit Sammet- Kissen belegt. Von S | für das Publifuin besiimmten Bänken kann der Zuschauer Alle sehen, was vorgeht. Die innern und äußern Gallerieen L Sále für die Bureaus und Kommissionen, die Salons für d Bibliothek, die Archive, das Sekretariat , der Thron, die Su, tuen 2c. , Alles ift prachtvoll. N __ Folgendes ist der (n der gestrigen Nachschrift erwähnte Artikel aus der unter dem besondern Schuße der Königin sehe, | den Revista Española nah seinem vollständigen Inhalt; „Jn dem Augenblicke, wo der so ersehnte Zusammentritt de E Cortes alle Herzen mit Hoffnung und Freude belebt, wo di j anerkannte Fähigkeit des Staatömannes, dem kürzlich die Leitu, der Finanzen übertragen worden, Vertrauen in die zu erwarte, | den Reformen dieses wichtigen Verwaltungszweiges einfldß muß, und zwar um so mehr, als man weiß, daß sein erstes Gz | {äft beim Eintcitt in das *Ninisterium darin bestand, die Zj, | senzahlung sicher zu stellen und alle Staatsbedürfnisse zu den; in diesem Augenblicke hätte man meinen sollen, daß dex Staats: Kredit, der selbst, bevor diese neuen Motive der Siter- heit cingetrecen waren, einen bedeutenden Schwung genommen hatte, sich erst recht heben müsse. Aber mit Erstaunen gewahrt man, daß unsere Fonds-Course, statt sich in Folge der feierlichen am 24. Juli stattgefundenen Handlung zu bessern, dem \eit ej gen Tagen eingetretenen Impuls zum Weichen noch mehr gefolzt sind. Jn der That sind ander Madrider Börse vom lien welches die erste seit Eröffnung der Cortes war, die beunruh gendsten Gerüchte verbreitet worden. Jundessen haben diese Ge rúchte nur die Spekulanten beunruhigen kdnnen, während di Haupt-Ursache des Weichens in den Zweifeln gesut werdy rauß, welche einige G.müther mit Bezug auf die in der Thr Rede enthaltenen Worte über den Zustand det Finanzen und dh Regulirung der Staatsschuld ergriffen hat. Es harc nicht q Leuten gefehlt, die in jenen Worten die Absicht haben erkeuny wollen, daß selbs mit der liquiden anerkannten Staatsschul irgend eine V: ränderung vorgehen solle. Wir haben indesst die betreffende Stelle nochmals mit der größten Aufmerk\amka gelesen und kdnnen darin nichts finden, was eincn olchen Vw dat rechtfertigte. Was zunächst die innere Schutd betrifft, so list die Thron-Rede ihre progresjive, durch die ihr überwiesenenHülfsquib lon erleichterte, Tilgung hoffen. Welche Unruhe kdiunen dis Worte einflôßen, da ja die auf die Grundlage einer wahrhafta Repräsentativ-Regierung sich stütende finanzielle Reorganisztin viel sicherere Mittel zur Deckung aller Engagements verschafa und nach dem Aufhdren der gegenwärtig auf die Course Einjuf habenden Umstände eine steigende Tendenz der Fonds herbeisih F ren muß? Was die auswärtige Schuld betrifst, \o is es uni wenn wir auf die in der Thron - Rede feierlich gemachten Hin weisungen auf die Offenheit und Rechtlichkeit, wehe die Richtschnur der Regierung seyn werden, hinblicken ganz unmöglich in diesen Ausdrücken, die man auf so unglüd liche Weise zu kommentiren sucht, dasjenige zu finden, was man J daraus ableicet. Die Regulirung (arreglò) dieser Schuld cin Ausdru, den man besonders im Auge dat, fann nur L auf denjenigen Theil derselben Bezug haben, der noch zu liqu diren bleibt und dessen Anerkennung noch verschoben ist. Ve| fann man in der That der Regierung gar nur die Abs beimessen, eine anerkannte und liguidirte Schuld in dem 1} genblicke angreifen zu wollen, wo sle sich damit bescästigt, nuff Cngagements einzugehen? Heißt dies nicht, thr tb ôrechtetwes F zwei entgegengeselte und sich widersprechende Absichten : die, i ihrem Kredite Zuflucht zu nehmcn, und die, diesen Kredit h su ächen, beimessen ? Was uns betrist, so sind wir fest üt«ff zeugt, daß, fo lange wie die Nepräfentativ-Regierung in Eu nien besteht, der National- Kredit sich von Tag zu Tage mh} befestigen wird, denn dieses is die unmittelbare Folge jener E gierungsform. Niemanden kann übrigens unbekannt seyn, d Ï unsere Hülfsquellen, selbst in dem Zustande, in welchem si: \(| jeßt befinden, hinreichen, allen Bedürfmssen nachzukominen, sobil H sie nur verständig administrert werden. Wem ijt es nicht bekan E daß ein großer Theil aller erhobenen Steuern bisher gar nichr in d . Schaßz geflossen i? Dierichtig geleitete Concentrirung aller Abga} Erträge wird den fortwäh! enden Verlegenheiten der Adminiiratit | die früher keinen einzigen Mißbrauch zu steuern gewußt hat, i f Ende machen. Wir wissen, daß das Jnéwerksezen des neu

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Systems eine schwierige Aufzabe is, abcr die Hindecnisse lz}

noch mehr an den Personen als an den Dingen, und wir jh} len zuversichtlich auf den festen Entschluß des gegenwärtig Ministers, alle Hindernisse besiegen zu woilen.“

Madrid, 283. Juli. (Galign. Mess.) Die Ankunst Don Carlos in Navarra, welche lange als zweifelhaft anges wurde, wird jeßt auch hier als offiziell betrachtet. Man at zu Salvatierra, einige Meilen von Vittoria, gesehen. Obgle es bekannt ist, daß mehrere Bewohner der Baskischen, Provi" zen und Navarra's sich seiner Fahne angeschlossen haden, so merke man doch nicht, daß die Karlisten in den anderen P}! vinzen irgend eine Bewegung zu seinen Gunsten zu mah}

beabsichtigen. Ehe der Prätendent nicht einen ausgezeichnet} Vortheil erlangt hat, ist feine beunruhigende Erklärt} in den Provinzen zu erwarten, Das gerichtliche V!

fahren gegen die Urheber des Blutbades am 17ten, || wie gegen die Verschwörer vom L24sten Juli, geht res} vorwärts. Unter den lcbteren soll sich Alexander O’'Donni : Bruder des Grafen d’Abisbal, befinden. Man sagt auch, do mehrere angesehene Personen, die beständig der Schwester d! 4 Königin den Hof machten," verhaftet worden sind. Aber dies} Gerüchte sind Erfindungen der Bosheit und durchaus ungegrü} det Die Kammern gehen ihren regelmäßigen Gang. Die Df batten werden heute beginnen. Der erste Gegenstand wi} die Adresse seyn. Die Cholera nimmt augenscheinlich ab. Ei} bedeuiende Menge von den schon Erkrankten ist gestorben, äb} cs sind wenig neue Fälle vorgekommen. Die Minister bereit L die Berichte über ihre verschiedenen Departements vor , dit nah dem Königl. Statut, am Anfang jeder Session den Kan} mern vorlegen müssen. Zwischen Amarillas, Torreno und Mt tinez de la Rosa herrscht fortwährend die größte Einigk.it.

. indorn i : » Ho : G R 0 A E R Neu Anlaß, ihr RIGS wankend. Zahlreiche Hindernisse von geringerer Bedeutung p Die Gazette de France berichtet unter Bayonne euem Anlaß, ihre treue Anhänglichkeit und Verehru ur den i verschwunden. Die beiden Kammern der Cortes gewähren | vom 31. Juli: „Der Kdnig ist vorgestern nach Sit. Estevan zurúck- | geliebten Landesvater durch eine Gas P P L pr . (hr schon einen mächtigen Stüßpunkt; ihr finanzieller Kredit gekehrt, um einige Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. bethätigen. Vormittags versammelte sich das Personal der Re-

ihr angeboten worden. Die von Zumalacarreguy befehligte Armee teht in der Umge- } gierung tm Regierungs-Konferenz-Hause, und begab sich von hier

und London als verderblich für ihren Kredit angesehen wurde,

| yerschen, als

Frage ; j - h : Z |

| E d eine der ersten scyn, die bei den Cortes zur Sprache Francisco de Paula, der ebenfalls an der Gränze angelangt sepn diesmal das Brand-Unalück dazu auf, welches am 7ten v. M tommt. Die n-u? Zusammensczuna des Englischen Ministe- sollte, dort gefunden.‘ D die Bewohner der Stadt Schneidemühl in ein namenloses Elend Eben dieses Blatt versichert auch jeßt noch, daß in i versezt hat. Jm wohlthätigen Sinne hatte daher der hiesige:

Vertrauen vôllig wieder hergestellt. "Es is jest fein Zweifel, |

daj die Stipulationen des Quadrupel- Traktates in Ausfáhrung | habe. Es enchátt darüber folaende Details, die es fúr ganz j schlossen und den statutenmäßig zu einem Balle für diesen Tag fommen werden, sobald der Ca-us locderis eintrat. Der authentisch) erflárt, aus dem Hauptquartier des “Don Car!os: | ausge|efßten Betraa von 50 Rthlr. für die leidenden Mitbrüder feuchilose Versuh, den etwa zwanzig Flüchilinae mach- „Nachdem Rodil p!dblich ein beträchtäüches Corps seiner Truppen | în Schneidemühl hergegeben, und eben so hatten Misldrhätige | ten, die ix ihr Vaterland zurü ekehrt und mipverznügt j hatte vorrÚfen lassen, um eine Bergschlucht in cintger Entfer- ! von nah und fern Handarbeiten und verschiedene Gegenitände waren, daz man sie veraah'äsäje, zeigte, wie weniz Ein- | nung von Vrazagufía zu beseßen, die unter diesem Namen be- | des Luxus geliefert, welche zum Besten der Verunalückren in fluß diese Partei besißt. Die Ernennungen der Mit-l:cder der | kannt ist, eilten ihm ein Bataillon von Navarra und zwei Ba- | Schneidemähl an diesem Abend in einer von dem Verein ver- die beiden Kammern deut.n auf | tatilone von Alava entgegon, um ihm den Weg zu virsperren. | anstaltecen Loiterie ausgespielt werden sollten. Ein Prolog, be-

| des Grafen Torreno in das Kabinet diesen clcklichen Erfolg her-

jpúrde, wenn man ihn von der

fent gehalten hätte.“ i : 2 Wie Times enthält ein Schreiben aus Madrid vom | Niederlage zu erieiden, noch ein zweites fast eben so ahlreiches | demühler in Z5l verschiedenen Gegenständen eingegangenen Ge- ï ' 97, Juli, worn es heipt: „Generai Palafox und einige andere j Corps vorrücken ließ. Unsere Truppen waren nicht E ge- | schenke, worauf ein glänzender Ball, der bis spát in die No-cht x Gefangene haben die Erlaubniß erhalten, in Gegenwart zuver- :; nug und hatten also gar nicht die Absicht, sich in ein ernsthaf- } dauerte, und eine allgemeine Beleuchtung der Stadt dem bes s lässiger Regierungs-Beamten heut ihre Fceunde besuchen zu dür: j tes Tressen einzulassen ; se begnügten sich damit, den Pay zu | glükenden Feste ein Cnde machten. Der Ertrag der Lotterie j sere, und ich hdre, daß die Unterhaitung, während sie die stárk- | vertheidigen, und ungeachtet threr Minnderzahl, nôthigten sie den | zu der hier und im Departement úberhaupt 1738 Locse aasgege- y sten Beweise von der Unzufriedenheit der Parteien mit dem ge- Feind, si{ch auf Jrurzun zurückzuziehen, wobei dieser wahrschein- | ben waren, so wie der Entreen zum Ball, gewhrte einen Ueber- : | enwärtigen Regierungs-Sy!tem in Spanien darbietet, auch ihre } Uch einen beträ tlichen Verlujt erlitt, denn der Rückzug fand in {uß von 348 Rthsr. 9 Sgr. , wovon für die hiesige Waisen- é Ueberzeugung darthut, daß fein Beweis gegen sie vorhanden jey, j der grd/ten Eil und Verwirrung statt. Wir haben den Com- | Anstalt 60 Rthlr. und fär die Abgebrannten in Schneidemühl ; um sie in cine verrätherische Vershwdrung zu verwi-:n. Mit j mandeur des 3ten Bataillons, einen Lieutenant und 11 Solda- | 288 Rihlr. 9 Sar. bestimmt sind, und so wird denn das solcher- ; anderen Gefangenen, und namentli mic solchen, die eine bedeu- | ten verloren. : Wir schlagen uns stets mit dem Bajonnet, wo- | gestalt gefzierte Feft der Freude auch manche Thráne n 14 L | tend niedrigere Stufe in der Gesellschaft einnehmen, a!s j durch die Christinos sehr außer Fassung gebracht werden. Die In Krefeld wurde zur Vorfeier des Allerhöchsten Ge- : | der Herzog von Saragossa, verhält es sich jedoch anders. i Feinde haben mehrere Offiziere und 150 Soldaten auf dem burtsfestes schon am 30. Juli der Grundstein zu einem neuen ; | Die Conjtitution von 1812 findet noch mehr Anhänger unter | E Krankenhause für Handwerkts-Gesellen und Lehrlinge gelegt, wo j der mittleren Klasse, als die Minister oder ihre Anhänger zug | _ Die Sentinelle des Pyrenóes vom 2. August theilt | bei von der Kreis- und städtischen Behörde das (obensroerthe ; ben wollen, und hierauf scheinen einige verweaene Menschen den j Folgendes aus einem in Biscaya erschienenen Bullerin mit: Streben der Handwerks - Genossen, die aus ihren eigenen de í Plan gegründet zu haben, sich der Königin - Regentin und ihrer j „Von Don Bernardino Schaluce, Befehlshaber der Jäger Jsa- ? teln diese Ansialt gründen, dankbar anerkannt wurde. Am fest: i Minister zu bemächtigen und die alte Constitution zu proklami- ; bellas U, is eine Depesche aus Epbar, 27. Juli, eingegangen, | lichen Tage selbs fand, nach einem feierlicen Gottesdienste, in : ren. Heute herrscht eine omindse Stille auf den Straßen von |/ worin es heißt: „/ „Gestern um 11 Uhr wurde diese Stadt | der höhern Stadtschule, die zuglei ihr Stiftungsfest in | Madrid, wie sie an einem Sonntag Nachmittag ungewöhnlich |} von der ganzen Macht der Insurgenten unter Zavala angegrif- | ein Rede-Aktus statt. Zu Mittag wurden 150 bejahrte Dürf ' ist. Die Patrouiflen sind nicht zahlreiche: als gewöhnlich, aber } fen. Von dem Kloster Jsazi sandten sie zwei Kolonnen aus, j tige der Stadt bewirthet, auch allen in den CARRE Ten Und : ih weiß, daß bet áchtliche Detaschements der Königl. Garde sih | die eine zur Rechten, die andere zur Linken, und in einer hal- katholischen Armenhäusern befindlichen Armen ein Mahl gereicht : in die Nähe der Plazuela de Cebeda, eines Marktplatzes, den | ben Stunde war das Feuern allgemein. Beaünstigt durch die Abends war die Stadt erleuchtet, es wurde ein Seurridert ab- t der Pdbel gewdhnlich zum Sammelplaßz zu wählen pflegt, bege- j Ungleichheit des Terrains, kamen sie bis auf Pistolenschußweite | gebrannt, und in dem großen Saale der Bürger - Gesellschaf ben haben; bis Mitternacht ist indey die Ruhe nicht gestôrt wor- an die Verschanzungen heran und unterhiclten vier Stun- fand ein zahlreich besuhter Ball satt. Gil Den. Aus den Nachrichten Über den leßten Kampf zwischen ? den lang ein unwirksames Feuer. Dann zogen sie sich Bei dem hiesigen Königl: medizinisch chirurgischen F \ Modil und den Karlisten ergiebt sich, daß dessen Streitkräfte in den j vor zwei Detaschements, welche die Stadt verliczen und ! drich - Wilhelins- Jnstitute befinden sch gegenwärtig 90 Zdgli age, l ndrdlichen Provinzen schwächer sind, als frúhere Berichte sie darstell- sie bis an die Gränze von Biscaya verfolgten, zurück. } 3 Volontairs unck 60 attachirte Compagnie- Chirurgen S ee j ten, und obgleich bisher gute Gründe vorhanden sind, die Nachricht, | Die Stadtbewohner zeigten sich sehr tapfer, Greise von 70 Jah- leitende Ober: Personal besteht aus einem Gertéreil Arie Das ; daß die Span:sche Regierung Maßregeln getroffen habe, um | ren und Knaben von 14 Jaßren erzriffen die Waffen und be- Stabs - und Penstonair- Aerzten. Bekanntlich wurde V den / von dem KÎInige der Franzosen Untersiüzung zu verlangen, zu | seßten die Pesten. Jn der Umgegend fand man 12 Leichen ven | siitut am 2. August 1795 gestiftet, Seit dem nunm jes In- f bezweifeln, so ist es doch sehr wahrscheinlich, daß, wenn die Ar- } Zhsurgenten, und es ist bekannt, daß etwa 509 Verwundete, | 40;ährigen Bestehen desselben sind 1863 Zöglinge in d «hr fast f mee der „Königin Jsabella uicht üm Stande wäre, einen entschei- | ¡coruntee ein Offizier, von ihnen mit hinwegzeführt wurden. | gebildet worden und hiervon 1447 in den Königl Milit Anstálr f ) denden Eufolg herbeizuführen, die Könizin- Regentin sich schr Die Garnison hat nur zwei Todte und zwei Verwundete. “/"/ als Aerzte getreten, 223 anderweitig ausgeschieden s itairdienst ¿ | hald zu eurem solchen Mittel genöthigt sehen wird. / | Ueber die Ankunft des Don Carles in Lesaca enthä(t | und 153 bilden (wie oben) den gegenwärtigen Bestand Ie , Pariser Blätter enthalten folgende Nachrichten aus | das Journal des Débats noch folgenden Bericht von der sonals. Bei der am 2. August 1811 gestifteten Eo Per- : Bayonne vom 30. Juli: „Jn Folge einiger Mittheilungen, die der ; Spanischen Gränze vom 29. Auti: „Nachdem es uns seit | chirurgischen Militair- Akademie belief sich die Zahl Ad: Bu j General Hariepe gestern während eines Diners empfing,das zur Feier j acht Tagen fast ganz an Neuigkeiten gefehlt hat, haben wir von | renden in diesem Zeitraume auf 475, wovon 260 als C Tut i | der Juli-Revolution gegeben wurde, und dem die Behörden, die | Zemand, der aus Lejaca, einem drei Meilen von hicr entfernten | in den Königlichen Mislitzirdien| getreten 42 um m Gautaen Ï Ober: Offiziere, der Spani\che Konsul und der Oberst Aracz, Attaché } Orte kam, erfaßren, daß Don Carlos geitern um 4 Uhr Mor- chirurgischen Friedrih-Wilhelms-Jpnstitute Über: J E L iz cnisch- È des Rodilschen Generalstabes, beiwohnten, brach dieser General | gens in dieser Stadt angefommen isf. Er war anfangs kur | beendigter Ausbildung, verschicdener ie E 1tl L è um halb 11 Uhr Abends nach der Gränze auf, und heute erfuß- ¿ von ungefähr 80 Neitern begleitet; bald aber folgten ihm das | und 4 gestorben sind, jo daß der gegenwärtige Be d E LEO f ren wir, daß der Spanische General - Konsul und der Dbersk | Wataillon Saga!tibel;a's und vicr Coinpagnieen der Alavesischen | beträgt. a 3 nand noch 56 : Araoz ihn zu Echobia eingeholt und daß sie zusammen die Ufer | Freiwilligen, dieselven, die seit einigen Tagen zu San Estevan Die durch die ungewößnlich große Dürre dieses Jahres î | H 1

Ì. wurden nah verschiedenen Punkten hin Jnfructionen abgefer-

sirte, wo das Gefecht stattgefunden haben soll, gehört haben, daß der

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Personen scheint von Bedeutung zu seyn, denn die Karlisten ÿ welche die Regentschaft der Donna Jsabell ;

; P dreh , ( er e Isabella Maria ú N Betrübniß, als sie von der Verhaftung derselben nes, o ihre Meinung geändert. Siniza dtatide UEK reen, danha auf den höchsten Posten zu seßen, aber di it if Jn einem Schreiben aus Bayonne vom 31. Auli f für Dom Pedro.“ IOE GRO E E (e Set

Jn eínem andern ebenfalls von Franzdsishen Blät- tern mitgetheilten Schreiben aus Madrid vom 28. Juli heißt s: Die Aufmerksamkeit des Publikums ist durch die Bestäti- E ‘Ter Nachricht von der Ankunft des Don Carlos in Na-

D und durch eine andere Begebenheit, die niht toeniger heißt es: „General Harispe, der in der vorgestrigen Nacht úber L gerordentlich - obgleich noch zweifelhafter is, nämlich die Lan: } Hals und Kopf nach der Spanischen Gränze abreiste, is gestern F m lo9:: 44D : dung des Dom Miguel in Catalonien, erregt worden. (Ls ist | wieder hierher zurücgekehrt. Seine Abreise wurde cinem vom 5 i

daß Don Carlos hierzu von den Englischen Tories auf- General Rodil unternommenen Manöver zugeschrieben, das den Berlin, 12. August. Man chreibt aus Bromberg: L

nbar e ¿o ï i i E of iuntert und unterstüßt wurde. Jn dieser Krisis ist die Spa-

nische Regierung keinesweges, wie man wohl erwarten solite,

¡Die Wiederkehr des Zten August, des Geburtsfestes Sr. ‘Mas jesiát des Kônias, gab auch den Bewohnern Brombergs von

Zweck hatte, Don Carlos nach der Spanischen Gränze hin zu drängen.“‘

bleibt unerschüttert, und Gesdbeiträge sind ihr i Die Anunullirung des Vertrages mit Rothschild, der zu Madrid

Se. Majestät theilen alle Strapazen und Gesahren der Armee. Cin aus Madrid angekommener Courier meldet, daß er unterweges Üverall auf Karlistische Trupps gestoñen ist. Er mußte sich in Bilbao einschiffen, unm nach Bayonne zu gelangen. Der General Harispe 1 mit sei- nem Gefolge hierher zurückgekehrt; er war nach einem Punkt hin abgegangen, den man ihm als Zufluchtéort des Don Carlos bezeichnete, aber er hat weder diesin, noch den Jnfanten Don

gemeinschaftlich mit dem Magistrate in die evangeli Ki u cinem feierlichen Gottesdienste. Mittags abun O S ie der Freimaurer - Loge ein Festmahl und am Abend versammelte ein besonderer Verein säm:atliche Stände in dem fesilich dekorire ten Saale des Schauspielhauses, um hier das in seiner Bedeu- tung hohe Fest gemeinsam zu be'chlieen. Nicht würdiger konnte dies aber wohl geschehen, als indem sich mit der Freude zugleich der Zweck des Wohlthuns verband. Und nur zu sehr forderte

gend von Pampelona.

hat eine entgegenaeselzt? Wirkung hervorgebracht. Der Ban- uter, welcher an seine Stelle gekommen, hat, außer der ZurÜk- ahlung der von Roth\child gemachten lácigen Vorschüsse, die Spanische Regierung schon mit einer chen so großen Summe

Rothschild zu liefern sich verpflichtet hatte. Die welche eine der wichtigsten von allen

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1 TEMEEDE E E E A N

ver die Finanzen,

riums, dessen Aufldsuhg hier viele Unruhe verbreitete, hat das

dem Gefecht vom 25. Juli die Partei des Don Carlos gesiege } Erholungs -Verein sich der gemeinsamen Feier des Tages ange-

verschiedenen Comités durch die wirf,ane Unterstüßung, welche die M erwarten haben, aber es leidet fenen Zweif l,

züglich auf die hohe Bedeutung des Festes, begann die Festlich- feiren di:ses Abends, worauf ) ( f : Wißmann eine kurze Rede an und mit einem Toast auf das ters schloß.

! De anderen acht Bataillone von Zumalacarreauy’s Armee. Corps waren zu fern, als daß sie hätten zur rechten Zeit auf dem Kampfplaßz erscheinen können. Die Feinde beganneu den Kampf mnic 3400 Yéann Jnfanterie, 300 Mann Kavalerie unò mit der

Artiterie. Sie wurden aber init solcher Encrgie empfanÞoen und

Minist:r von !hnen zu daß der Eintritt

der Herr Regierungs-Präfident die zahlreiche Versammlung hielt I Wohl des alloerchrten Landesvas- : oj Dann folgten Deciamationen, lebende Bilder, vnd zulelzt die Ausspielung der zum Besten der ung‘ücklichen Schnei-

an Er A E m-DI L S

hefrigen Opposition, die eingetreten ]cya1 Leituna der Angelegenheiten ette j Arti i so schneil zurückgeworfen, daÿ Bodi!, um nicht eine vclifommene

vorgebracht hat, \katt der

ax E ARA A C

standen, zusammen etwa 1603 Mann. Man weiß sich dies plóßiice Erscheinen des Prätendenten an den Ufern der -Bidas- soa, besonders nachdem er einen Streiszuz bis Salvatierra ge- | macht hat, gar nicht zu erklären. Aller Waßrscheinlichkeit nach, tigt, worauf die Truppen von Sr. Jean de Luz, die den Gene- | wird er von Rodil gedrängt. Auch hôren wir so eben, daß

ral begleiter hatten, in ihre Kanronmrungen zurückkehrten. Wir | Aauregvuy s Kolonne zu Ernani angelangt i, und daß dieser haben gehört, daß der Gencral Rredil den Jusurgenten am 25. | General den Behörden von Oyarzun befohlen hat, 4000 Ratio- und 27. Juli zwei glückliche Treffen geliefert hat, das erfte bei j nen in Bereitschaft zu halten. Dies Mandver Jaureguy's läßt 1! Bote va Und Urdiain, das zweite zwischen Lauzo und Aranaz, | glauben, daß er die Bewegungen des Don Carlos beobach: in Folge deren die Insurgenten sich nach der Französischen | tet. Die erste Arbeit, welze die Spanische Regierung den

in mehreren Gegenden der Provinz Preuß ae großen Waldbrände haben R Recieino A R I berg veranlaßt, die Ailerhdchste Verordnung vom 7 Juli e wegen Verhütung und Löschung der Brände in den t und Privat - Forsten, durch ihr i zu bringen.

Ubtlber den diesjährigen Besuch der P ' gehen uns folgende Mittheilungen 1 In getr g lief sich die Zahl der Badegäsie' bis zum Gcen d. M. auf R und der Fremden, d. h. derjenigen, weiche unter 8 Tage amm Orte

der Bidassoa recognosciret hätten. Der Gouverneur von Jrun kam mit einen Truppen, um den General Hariépe das Kompliment zu machen, Und nach einigen Unterredungen |

Königlichen intsblatt wieder in Erinnerung

Gráme zurúckzogen. Die Details sind Uunë noch nicht be- | Cortes vorlegen wird, dúrste ein Gesez-Entwurf über die Orga- | verweiiten, guf 486, mirhit =Q É | fámit: Ak Yersichert aber, daß 3 Navarresische Batail- } nisicung dex Gränz-Zoll- Aemter syn.‘ | Vega mehr, als am S O E e E Ne 3 Fremde lone aufgerieben seyen, Und daz einer ihrer berühmtesten | Scee- und Soolbäder in Colberg find zwar Ae: t Chess, Jehasu, dabei . den Tod gesunden habe, Der 7 Portugal. im verflossenen Sommer, aber doch wiederum von vitlén id Prätendene hac gestern Lesaca in großec Ece verlassen Franzdsische Blätter entha'ten nachstehendes Schreiben | wärtigen Familien und von verschiedenen einzelne L, CuDe Und seine Richtung nach Arannaz genommen, doch glaubte man, j aus Lissabon vom 19. Juli: „Der hefannte Franzisfaner- | besucht. Die Badeliste schloß am Ende Juli F it Ce U daß er in Folge des Tr-ffens vom 27sten seine Reise-Route wird Mönch, Pater Braaa, der an d'r Spihe einer Guer1lla- Bande | ad. In Rügenwaldermünde ist die Frequenz der Seebade-

gájke bedeutender als in früheren Jahren. Zum Gebrauch des

Mineralbades zu Polzin sind 51 Personen daselb N O Ueber den Ausfall der Aerndte im Reg, Bez tis B

meldet man: Die ungewöhnlich große Hize an 7_Ta in

A Qui R Ragun Z Ce Tagen des

Moöónats Juli 26° Reaum. und darüber hat das Wint

und Somtimner- Getraide schnell zur Reife gebracht Bos Eiée

ärndten des Winter: Getraides ift vollständig beendizt, und de

Besorgniß, daß der Körner- Ertrag unzünîtig aut faÿen E

ist leider in Erfüllung gegangen. Die mehren Sétnes -NAD

wegen Mangels an Nässe nicht vollkoininen auszeroadbsen lein

und versprechen weniz Meht- Ectrag. Fast allgeniein L E,

man, daß die Hike und trockéne Witterung auch dem Crtèr E

der Kartoffel- Aerndte nachtheilig werden wird. Ueb-rßau t

ungeachtet des dem Volumen an Garben nach dadeunehdét E N

schnittes in Winter -Getraide kaum eine Mittel Aerndtz A

nehmen. Tro6 dieses nit günstigen Resultats find dle Ge: :

traide- Preise bis jeßt niht gestiegen und auf den G: R |

inärkten bedeutende Quantitäten zum Verkauf a“itellt GraIRes j

_— Ja die Hâfea des Regierungs-Be‘\yfs St lf ;

snd im Laufe des verflossencn Monats 88 Schiffe ; M ERN O

sind aus denselben ausgelaufen. Leßtere Wilde! ao rikid(sd gs

in Estremadura so manhe Mordißaten und andere Verbrechen begangen hat, wurde gefangen und durch die Behörden von Tÿomiar unter Eskorte nach Lissabon gesandt. Zwi)ichen Aset- ceira und Atalaya wourde er durch eine wüúchende Volksmenae der Eskorte cntrissen und sogleich ermordet, Die Regierun g s: Zeitung bemerkt, daß diese Volks -Manife\kation strenge Be- strafung verdiene, wiewohl man nicht leugnen könne, daß jenec Mdnch durch entse6liche Verbrechen sh den gerechten Unwillen des Voiks zugezozen habe, Das Resultat der Kirchspiel, Wahlen giebt den Mintutern eine aroße Majorit#t. Der Verkauf des Kirchen: und Nationol - Eigenthums hat einen solchen Er folg gehabt, daß die hiejgèn Papiere bis auf 97 pLt. gestiegen sind, während sie vor c:nizen Wochen nur 80 stan- denz 13 Tage lang standen sie auf 92, Man sagt, daß sehr viele Aufträge zum Ankauf von Kirchen-Gütern von Junhabern Per:ugi sicher Bons ci»gegangen sind. Der Kaiser wird mit seiner erhabenen Gemahlin und der jungen Königin am Bsten nach Porto abgehen; ihre Rüekkehr ist auf den 18. August fesk- gesest. Man erwartet die Ankunft des zu dieser Reise bestimm- ten Dawmpfbootes. Dom Pedro ift so weit hergestellt, daß er seine gewdhulichen Spazierritte wieder macht. Die Personen,

ändern müss:n. Der Brigadier Zaureguy hält Villafranca be- sest, und eine sciner Kolonnen steht zu Hernani, Der General Espartero hat sich nach Eybar gewandt, welches von JZavala's ‘Leuten angegriffen worden war; diese wurden von ihm mit einem Verlust von 12 Todten und ctwa 40 Verwundeten zurükzewor- sen, Obgleich es dem General Rodil noch nicht gelungen ist, die Insurzenten in Masse zu schlagen, so hat er fie doch vermdze der fomvinirten Mandver seiner Kolonnen cinzeln angegriffen. Eine von Bilbao hi.r angekommene Person soll die Nachricht mitgebracht haben, daß zwi\hen den von Jriarte befehligten Truppen der Kön1g n und dem Jnsurgenten- Chef Simon de la Torre cin Treffen vorgefallen jcy. Dieses Gefecht soll für beide Parteien ohne Rejultat geblieben scyn. Weit wichtiger aber wäre, wenn sie sich bestätiate, die von derselben Perjon mitgebrachte Nach- richt, daß 400 Mann von der Bejagung der Stadt Vittoria zu Don Carlos úbergegangen seven. Diese Nachriche ist aber keinesweges offiziell. Even diese Person will, als sie den Ort pas-

Karustische Oberst des 3ren leichten Regiments gebiieben- \ey, Vier Personen ¿vollten sïch zu Don Carlos begeben, als sie aber

auf der Gränze antg,1gten/ wurden sie festgenommen; eine dieser

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