1834 / 241 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Das dritte Küärassier-Regiment und die reitende Artillerie rüktên 'shon am sten d. hier cin und werden ihre Quartiere im hie- islgen Orte erhalten; das fünfte Kürassier-, das erste Dragoner- und das erste Leibhusaren- Regiment, welche gestern hier durch- marschirten, werden in der umliegenden Gegend Kantonnirungs- Quartiere beziehen, die drei Landwehr-Kavallerie-Regimenter des “Armee-Corps aber haben nach erfolgtem Durchmarsch das für dieselben in der Gegend von Palmburg bereits aufgeschlagene Diltoer bezogen. Wie verlautet, wird der Kaiserl. Russische

eidmarschall Fürst von Warschau binnen kurzem hier eintreffen, um Sr. Majestät dem Könige bei Allerhöchstdessen Anwesenheit hierselbst aufzuwarten und Zeuge der in diesen Tagen stattfin- denden großen Revue des 1sten Preuß. Armee - Corps zu scyn.“/

In der Breslauer Zeitung wird die aus

in die Nr. 237 der Staats-Zeitung Úbergegangene Notiz von dem Einschlagen des Bliges in die Kapelle der Schneekoppe da- hin berichtigt, daß dieses Gebäude gegen das erwähnte Gewit- ter nicht geshötzt war, da man den Blihableiter vor einiger Zeit abgenommen hatte, um das beschädigte Dach der Kapelle zu

repariren.

entfernt. (S. 259.)

einigt, um einen Ehrentempel für G

solche Briefe zwischen Für

diesem Blatte

und erbittet sich Auskunft über die

Literarische Nachrichten.

Göthe in amtlihen Verhältnissen. Aus den Akten, besonders durch Korrespondenzen O ihm und dem

Großherzoge Karl August, Gch. Rath von

Dargestellt von seinem lesten Amtsgehülfen Pr. C. Vogel.

Sena, Frommann, 1834. gr. 8. Bald nah Göôthe's Tode hatte der Kanzler von

ner trefilichen Rede Gdthe's praktische Wirksamkeit dargestellt. Die gegcnmerlge Schrijst könnte ein praftischee Kommentar zu jener

urch Form und Fnhalt gleich ausgezeichneten Rede

ret alle wahren Verehrer des unvergeßlichen Man- E na : . Denn Herr Leibarzt Vogel O doch einzelne Mängel nicht zu beschdnigen strebt) aus den Akten eine Menge von Papieren zum Druck befördert, die uns den Dichter von einer bisher wenig gekannten Seite, nämlich als Geschäfts- Zuerst wird Göthe's Anstellungs-Dekret vom 11. Funi 1776 und sein Geschäftsbereich hier bekannt gemacht. Der f Weimar und ana. das Münz- und Kunst- Kabinet in Weimar, die freie Kunstschule un Gemälde- und Kupferstich-Sammlung daselbst, die zoologischen, bo-

yes zum Danke gegen ihre Verfasser. C hat mi alúlicher Auewahl und unverkennbarer Licbe

many, kennen lchren.

leßtere umfaßte die Bibliotheken in

und Münzen mit, dann giebt u. A., und dußert sih über Mensch Voigt u. A. | genthünlich war.

Müúller in ei- | sehr freuen. Anno 1814 (vielmehr 1

genannt wer- | Spißen versehenen Planken, daß er

Du kannt dieser Ge

wiß seinen Dank für die huldvolle

978 % 1831 angettiommet hat, wird S. 321 auf genügende Für ihn selbft galt das Noli turbare cireulos meos als Hauptmax me, um so mehr achtete er, je spâter desto mehr, geseßliche Schran- fen und hielt ch von jeder Einmischung in fremde Wirkungskrei

Bausiücke ver- Den Schluß- herzog Karl

So sind auch wieder in dieser Schrift herrliche

stein dazu würde doch Göthes Verhältniß zum Großher August bilden müssen, das uns aus diesen Aktenstücken in seiner ganzen Anmuth und Reinheit entgegentritt.

Briefe zwischen Trajan und dem jüngern . selbs dic hôfliche Vertraulichkeit Fricdrichs des Großen i mit Fouquet erreicht nicht dic Liebenswürdigkeit, die im schen Göthe und seinem Großherzog nach diesen Akten fen sowohl, als Randantworten, siattgefunden hat.

gusi's Briefen herrscht bald das trauliche „Du“, tes „Ew. Liebden//, das mitunter mit der förmlichen Litutatur wechselt, wie in dem shônen Glückwunsche zu Göthe's Jubiläu am 7. November 182. Anfragen aller Art richtet er an den Freund

úber Kalk-Krystalle, Steinkohlenthcer, Brasilianische Edelsteine, úber Gasbeleuchtung und Dampfheizung, üb | und minecralogische Gegenstände, dann theilt er ihm Kupferwerke

und geistreiche Art, welche diesem vortrefflichen ) Auch an Scherzen fehlt cs nit. ,, e! schreibt er (3 Januar 1825), ein hübsch Exemplar für O. (einen vor mehreren Jahren verstorbenen tapferen Genera | schen Armee) und schreibe ihm etwas dazu; es wird den alten Kerl Sonntag, 3 815) war er in Paris im Jardin des plantes und fiel in den Verschluß, wo der Elephant hausic; der faßte ihn aufs Korn und drückte ihn dergestalt an die mit V viel úber diesen Unfall leiden müssen, weil, man behauptete, der Ele- phant sey A C e so cine Masse neben sh zu sehe schichte mit erwähnen.‘ Auf j sind Goethe's Briefe und Vorstellungen hdchst anziehende Dokumen bescheidener Freimüthigkeit und heiterer Gem ausgeber auf eine sehr würdige Art mit d Goethe?s beschlossen hat, in welchem er gegen

dthe aufzuführen.

Nicht leiht möchten anderswo und Diener gewechselt worden seyn, Di Plinius stehen weit zurück, sa m Briefwechsel Verkehr zwi- stücken, Brie- Fn Karl Au- , bald ein scherzhaf- Titulatur ab-

verschiedenartigsten Dinge, ba

er ihm Aufträge für G

lehrte, fúr Dôbereiner, Sprengel, Blumenbach , von Schreibe

en und Bücher auf die gesun

lange kranf daran war.

welcher sich Se. Kdnigl. Hoheit der icht regierende Großherzog u Fhre Kaiserl. Hoheit die Frau Großherzog Tode Karl Auguli's batten nah Göthe's

tanischen, mineralogischen, anatomischen, physikalisch-chemischen Kabi- | fen. (S 28 }) Nicht leicht ist cin schönerce Aufsaß aus Gdth

nette, den botanischen Garten, die Sternwarte und die Thierarznei- / Saine fesic, beharrliche, uneigennühßzige Art zu 4 die a auf technische Kleinigkeiten erstreckte , scine Freude an jeglicher Nr Van S olebrungtn/ Aeine angeftirengte Thätigkeit , die selbs mecha- nische Beschäftigungen nicht heute, werden geschildert , dabet aber auch bemerft (S. 57.)/ daß zu viele Anforderungen auf einmal ihn in einen widerwärtigen Gemüthszustand verseßten und ihn minder gewandt und entschlossen erscheinen ließen. Sein Verhältniß zu den Untergebenen, seine nicht geringen Anforderungen an sie (die bet der Bibliothek Angesiellten mußten nach S. 347. ¡chn Jahre lang auch an den Sonn- und Festtagen, doch gegen eine bestimmte Remunera- tion, arbeiten), seine Abneigung gegen Eigenmächtigkeit und Unord- nungen jcder Art, aber auch seine Bereitwilligkeit, Unterstüßungen und Gratificationen für verdiente Männer in Vorschlag zu bringen

Schule in Jena. | Se LItUN Teine Sorgfalt für Großes und Kleines,

Alles dies wird mit vielen Stellen aus den Akten

Verdienste um die ihm untergebenen Anstalten, namentlich die Reor- ganisation der Universitäts-Bibliothek in Jena, müßen thm auf lange Zeiten auch in dieser Beziehung ein dankbares Andenken im Herzen Sein Geschäftsstol in solchen Angelegen hei-

der Weimarer fichern.

í

weicht zwar von dem gewöhnlichen Kanzici- und Bureau-Styl bäufia Me uns manche Geschäftsleute würden versucht scyn, thn breit und umsiändlich zu nennen , wie denn Herc Vogel selbst nicht in Abrede fiellt, daß Göthe in den leßten Jahren sich dfters unent- schicden und mit Umgehung der Hauptpunkte ausgedrüt habe. Ai er was uns in dem vorliegenden Buche mitgetheilt ist, zeit nur das lebendigite Jnteresse an den behandelten Gegenständen und das Be- sireven , nichts zu Übergezen, worin sich denn jene Behaglichkeit und Klarheit, die ja eia Grundzug des Gdötheschen Wesens war,

auf das Erfreulichste wiederspiegelt.

Gegen auswärtige und inländische Gelehrte und Künsiler er- scheint Gdthe bei Benugzung der unter ihm stehenden Anfstaiten li- | Br. beral, ja zuvorkommend, in scinen Verhältnissen zum Staats-Minisie- rium rüdcksichtsvoll zu seinen Amtögenossen, namentlich zum Staats- Minister von Voigr liebenswürdig und gefällig, in Beztehungen zu anderen Personen, die ihm ferner standen, aufmerksam und diensifer- lche er gegen den Weimarischen Landtag im

ung, we

Feder geflossen.

lehren lasen, müssen hier einsehen, fremd geblieben is.

Berliner

Die ihn kalt und gefüllos nannten, T s t eines Bessern haben dbe-

s Briefwechsel mit Zelter noch nich Y 2 aus dem Briefro se Z daß Gdthe’n nichts Menschliches

ey

Börse.

Den 29. August 1834.

eise erflärt. Me i- } Präm.-Scheme 1125. Ag 39.

Pflanzen und er zoologische

Fúrsten überall ci- „„Schicke nur,

l in der Preußi-

Auf der andern Seite

üthlichkeit, die der Her- em Antwort - Schreiben den Obersicn von Beul-

Aufmerksamkeit ausspricht - m Sonktabend, 307 August. ose! (i Atzapten, Ovit wi

Abth., nah Alcxander Duval. Mujik von Mehul.

in unmittelbar nach dem , Sonntag, 31. August.

Befinden erkundigen las- und die sich

Engl. 1005.

Span. 38 22x.

se

58 Rente pr.

Russ Holl. 94. Met. in Hamb. Cert. 954. Preoss,

Poln. 130. Dän. 71. Holl. 58 9%. 218 492,

Paris. 23. August. compt. 105. 70. fin cour. 105, 80. 35 pr compt,

74 90. fin cour. 74. 93. 55 Neap. 92 60. dg Span, Renw 361, 32 253, Cortes 32, Ausg. Span. Schuld 7. Meteorologische Beobachtung. ie 1834. Moraens | Nachmitt. Abends | Nach einmaliger 2W Auguft. 6 Ubr. | 2 U110or. 10 Uhr. Beobachtung. | E 3: Par.|33 / Par sQuelwärme 9,1 ® N. . 1333/19 Par./336 s 2 Par.|338,1 7 Par. Quellwärme I, 1 ® R, aide 12,0 M: 16 5 R. 9 R. jFluêwärme 16,8 F, Thaupunkt | 9,1 °R. 699R. 7,4 ° R. [Bodenwärmé 15,0 R, Dunfisättg | 80 pEt. 47 vCt. 80 pCt. sAusdünst. 0/193" Kh, Wetter... | bezogen. bezogen. heiter. [Niederschlag 0. m | Wind... SSW. SSW. SSO. ¡Morgens und Vornitt, Wolkenzua| O [ld 27e die Anzeigen der Fnsirumente: 333,70 1 27îen waren die zeig I) / L 331,3 21. 13,29, 22,69, 19,909 R. 12,89. 14,30

n Q

»5, 69 pCt. Am Abend starkes Wetterleuchten

rs

de minique, oder: brun. von Corinth, lyr Gastrollen.)

n. | C. Blum. Hier

von L. Angely. fe Montag, 1.

Kôòô

e's | sten, Posse in 5

Montag, 1 Posse in 4 Akte

Kinlalide Schauspiele. Sonnabend, 30. August. Im Schauspielhause: Vater Do

Hierauf: Abth , von L. Angely.

menuett, Singspiel in 1 Aft.

Aremav eker dat,

Sauer ist súp, Drama in 1 Akt, von C. Le, Von Sieben die Häßlichste, Lustspiel in 3

l. August. Jm Opernhause: Die Belagerung ishes Drama in 3 Abth., mit Ballets. Musk

von Rossini. (Hr. Pôck: Mahomet; Dlle. Luer: Pamyra, als

In Charlottenburg: Capricciosa, Lustspiel in 3 Abth., von

auf : Nachbarliche Freundschaft, Posse in 1 Att, Septbr. Jm Schauspielhause: Die Günst:

linge, Original-Schauspiel in 5 Abth., von Ch. Birch - Pfeiffer,

nigstädtishes Theater.

Die Reise auf gemeinschaftliche Ko: Akcen, von L. Angely. Hierauf: Die Osen Die Sängerin und die Näherin,

. Septbr. | E Hierauf: Der diplomatische

n, von L. Angely.

Schneider, Posse in 1 Akt, nach dem Franz., von Fr. Meier,

Y

darft-Preise vom Getraide.

Berlin, den 28. August 1834.

Amt], Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preu/+. Cour.) Zu Lande: Weizez 2 Rthir., auz 1 Rthlr. 20 Sgr ; Mey I V A I PE T APIP I |Z/ Arie Geld. | gen 1 Rthlr. 11 Sgr., anz 1 thlr. 5 Sgr. ; große Geriïe ¿00 t E A ae | 2 Sgv. 6 Vf, auc 1 Riblr. 1 Hafer 25 Sgr, 7 Pl eus St.-Schuld- Sch. | 4 | 935 | 987 {Grolshz, Vos, do. 4 | LVSr ] 8 Pf; Erbsen 1 Riblr. 16 Sgr. 3 Pf; Linsen 2 d r. E Pr. Eugl, Anl. 18 s S vas t neu 7 a E auch S as 16 Sge. 3 Pf. Eingegangen sind 368 Wispel V / Pr. Eng!. Anl. 22. i fPomm. do. E Scheffe i L belegt. Seine Pr. Pu: Obl. 30.1 4 | 947 937 Kur- u. Neum. do.| 4 1! vi | E u Wasse t: Weizen (weißer) D Nthlr , auch 1 Rthlr. Ar Sgk, Präm. Sch.d.zeeh.|— | 574 | d74i M R O O O S 6 P[./ auch 21 Sgr. 3 Pf. Eingegangen stud K . Obl m. 1. C| 4 | 99 _— st.C.d.K.-u.N.j— | 72 s 929 Wispel 2 Schere I Sol a 0E 1E S K N e | D Mittwoch, den 27. August 1834. NeunuInt Sch. do.| 4 | 983 ( lr. 20 Sar. Beri. Stadt - Obl. | 4 | 995 | s A Das Schock Stroh 6 Rthlr. 15 Sgr., au 5 Rthlr. 20 Sgr. Könizsb, do. à 984 E D S A K der Centner Heu 1 Bs 5 A0 E Elbing. do. 47 R eue E E ranntwein-Pre Ditar do. n Th, Ey 371 | [riedrichsd'or . .|— 137 137 vom W bis W. August 1834. Westpr. Pfandbr.| 4 [1014 | [Disconto « « + - S Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 49 pt.

Auswärti

Niederl. wirkl. Schuld 51s. D X02. 38 dito 267. Cortes 31.

Bank - Actien 1488, 1486. 100 Fl. 206. Br. Preuss, Präm. - Holl. 52 Obl. v. 1832 95 s. 954- 367. 364. 38 do. 257. 255-

e Börsen.

Amsterdam, 24 August, O7 & 244-

Kauz-Bill. 214. Span.

Fraukfurt a. M, 23. August. | Oesterr. 52 Metall. 99 x. 99 f 48 89%. 897. 220 98.

Poln. Loose 654 69.

Hamburg, 27. August. . Oezterr. 52 Metall. 981. 42 do. 895. Bauk-Actien 1231. Russ.

56 Spau,

} guch 24 Rthle.

1228. Der Scheffe Part. - Obl, 1381. —. Loose gu Sch. 563. 564. do. 48 934. Br.

Richter gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: Korn Brannt 32 Rihlr.; Kartoffel - Branntwein 30 Rthlr. 15 Szt/

Kartoffel-Preifse vom 27skn August 1834. l 20 Sgr., auch 16 Sgr. 3 Pf.

Redacteur Cottel.

Ged-ucft bei A. W. Hayn.

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M B

tig. Die Stell

M Erei C Tad A Ce itet i

Bekanntmachungen.

Subhastations-Patent. Nachdem in den, durch die Intellizenz-Blätter Nr. 32, 39, 48, 57, 66, 75 bekannt gemachten Terminen zur Resubhastation der Renntmeister Vachschen Reali- täten zu Bühne, welche nah Abzug der Lasten und Abgaben zu 9845 Thlr. 28 sgr. taxirt worden, keine Käufer erschienen find, so wird auf Antrag der Gläu- biger der Resubhastation ein anderer Verkaufstermin auf den 3. November, Morgens 10 Uhr, in loco Búhne vor den Herrn Assessor Förster anbe- raun”, woju Vas Sul Vi ais werden. acbur en 2s. Juli 4. : Rduigl Preuß. Land- und Stadtgericht.

Bekanntmachung.

In der Nacht vom 17. zum 18. October 1830 sind dem Einwohner Iohann Busse zu Zerkowo, Wreschre! Kreises, ause a Effecten nachstehende Posener

andbriefe, nämlich: s 2 Nr. 6 Nowiec, Kreis Schrimm über 100 Thlr.

2) Nr. 32 Modliszewko, Kreis Gnesen Uber 100 Thlr.

3) Nr. 42 Powodowo, Kreis Bomst über 100 Thlr.

4) Nr. 59 Dobrzyca, Kreis Krotos¡yn über 100 Thlr.

5) Nr. 6l Zbyszewice, Kreis Chodziesen Uber 50 Thlr.

6) Nr. 67 Babin, Kreis Schroda . . Uber 50 Thlr.

7) Nr. 68 dito dito dito .. Über 25 Dhlr.

8) Ne. 69 dito dito dito .- úber 25 Thir.

9) Nr. 22 Szrapki, Kreis Schroda Uber 25 Thlr,

10) Nr. 82 Marszewo, Kreis Pleschen über 25 Thlr.

Allgemeiner Anzeiger

ten Termine zu melden, widrigenfalls die Amortisation der Pfandbriefe erfolgen wird.

Posen, den 31. Juli 1834. 5 Königl. Preuß. Landgericht.

chaft zu Kemnade berceffend, i| gegen alle diejemgen,

räclusiv-Vescheid. Çn Gute die A von Könaigsche Nachlassen-

welche in dem ¡zur Anmeldung und Klarmachung aller Forderungen und Ansprüche am 9. dieses Monats all- hier ftattgehabten und dsfentlih bekannt gemachten Termine und bis j¿zr, ihre Ansprüche nit angemel- det haben, die Ausschließung mit denselben erkannt worden. Holzminden, den 19. August 1834.

Herzogl. 0 A Kreis-

gericht.

(L. S.) W. F. v. Rosenftern.

inte iA

Literarische Anzeigen.

Bei G. Basse in Quedlinburg sind erschienen und in allen Buchhandlungen (in Berlin bei E. S. Mirtr- ler, Stechbahn Nr. 3), zu haben:

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Der praktishe Maschinenbauer. Oder Anweisung , alle Arten großer und kleiner Ma schinen, als Pressen, Druck-, Spinn-, Web-, Dublir-, Zwirn-, Haspel-, Wasch-, Walk-, Extractions-, Zer- eleinerungs-, Schneide-, Schleif-, Elektrisir-, Theil-, Bohr-, Copir-, Wäg-, Reib-, Mahl-, Polir-, Weß-,

11) Nr. 169 Ludomy, Kreis Oborain über 25 Thlr. durch Einbruch in seine Wohnunz entwendet worden. Da diese VPfaadbriefe bis jeyt noch nicht zum Vor- scheine gefommen sind, so hat der 2c. Busse auf Amor- tiszition derseiben angetragen, und es werden daher in Folae einer Requisition der hiesigen General - Land- (chafcs- Direction die unbekannten Jnhaber der oben bezeichneten Pfandbriefe hiermit aufaefordert : sich bis zum 8ren Zinszihlungs- Termine, späcestens aber in dem vor dem Oder-Appellations-Gerichrs-Assessor Leh- mann bier in unserm Instcuctions- Zimmer auf den 3. Máârz f, Vormittags um 10 Uhr, anberaum-

Mange- und Plärt-, Reinigungs-, Sieb -, Säe-,

|Dresh- und andere dfonomische Maschinen, 2c. 2c.

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conftruiren. Ein Handbuch für Maschinenrauer, Mé?

anker, Kunstdrechsler und Fabrikbesißer. Erster

Band. Mit 1 Atlas Abbildungen in Quer -Folio- 8vo. Preis 2 Thlr. 25 sgr.

Unterriht im Shwimmen, nach der neuen Methode des Neapoliraners Bernard i.

Zum Seldfsiunterricht, so wie fär alle Freunde der

Schwimmkunsft. beitet.

Neuefster Roman 4 von dem Verfasser des „„Scipio Cicala. So eben ift erschienen und durch alle Buchhandlun- gen des In- und Auslandes zu beziehen, in Derlin durh Ferd. Dümmler, Linden Nr. 193:

Die Belagerung des Castells von Gozzo

Der Der Lege

Von dein Verfasjer des Scipio Qtcala., Auf feinem Druckoelin - Papier.

i Bände. 8ro. Zwei Bän vo Lebe,

Der im Jahre 1832 erschienene Roman „Scipio C icala“‘’ (Vier Bánde. 8. 6 Thir.) erfreute si de1 ausgezeichnetesten Aufnahme von Seiten der Kritik

wie dec Lesewelt; in einem no

rangen und tiefer Studien nie

Ubruzzo im sechzehnten Jahr Leipzig, im Juli 1834.

sind erschienen und durch alle

Nr. 8, an der langen Brücke : Rheinisches

Herausgegeben von Adrian.

8vo. Pre

diese der „Belagerung von Vozzo“/ zu Theil eg, in welcher die Resulrate großer Lebenserfah-

Vei I. D. Sauerlänader

für die Preußischen Staaten.

Mit 12 Tafeln instructiver Abbil- dungen in Steindruck. Nach dem Franzöfischen bear-

is 15 sgr.

Ussassine.

ch höhern Grade dürfte

einem vollendeten Stole gearbeitet und emvfeblen f | den Kunnfieunden durch Neuheit der Erfindung v j Bentalitácr der Ausführung. Der literarische Thi F enthálr Beitráze von L Storch, W. Blumen) gen, Adrian und E. Duller.

Phantasiegemáälde für 183. } Herauszegeben von Eduard Duller. Mir einé

dupfer ven Fleishmann. Elegant gebunden. S q 1 Thlr. 15 sar.

fannte Verf: sser die Fortsezung eines von Geo Döring u mehrere Jahre mit all emeinem n / fall fortgeführten Unternehmens. Die Novelle: al tdnende Bild, welche den Inhalt dieses M | Jahraanos bildet, vermag gewip durch das a: : der Handlung und durch die Lebendigkeit der w | cere lidermann zu f sseln. Die Verlag handlun f} ihrers.its durch eine elegante Aucflattung nichts v

dergelegr sind. Au

der nächste Jahrgang des Taschenbuchs „Urania“ wird L dien trefflicen Beitrage des Verfassers : „„Abentheuer auf einer Reise durch die Gebirge vou

hundert „‘/ autgeßattet

sein, worauf ih vorläufig aufmerfsam mache. F. A. Brockhaus.

in Frankfurt am Main Buchhandlungen zu de-

ziehen, in Berlin durch L. Oehmigke, Burgftraß: Taschenbuch für 1835.

Mit 58 feinen Stahl-

ichen. 2 Thlr. i Durch den dai Beifall, welchen das gebil-

deruhmtefien deutschen und

dete Publikum dieser literarischen Gabe zuwendete, esfucbigc: wurde diesem neuen JZahrgange eine Aus artung gegeben, welche ihm eînen ausgezeichneten Rang unter ähulichen Gaben des Vaterlandes und det Auslandes fichern muß. Die Srahlfstiche siad ron der

eaglischea Künstiern in

absäaumt, um diesen Jahrgang ais entsprechendes 4 |

[enk für Damen und Gebildere mir vollem N h empfehlen zu dürfen.

|

Oesterreichish-militairische Zeitschrift 183% Sechstes Heft. Bud Dieses Hefc ift so eben erschienen und an alle gi handlungen versendet worden. Inhalt: L. ee i ¡ug 1811 zwischen Rußland. und der Pforte as 9 tern Donau, bis zum Friedenéschlusse vom ne d 1812. Nach Russischen Quellen. Mit dem Mas SrteUuungen bei Rußschuk. 11. Geschichte des dini fünfcen Husaren - Regiments Kdnig von Gar Bu (Schluß )“ 111. Militairver fassung des deutschen mil des. IV, Literatur : Reitensteins Geschichte L 10 tairischen Ereianisse in Belgien in den D bis 1832, V. Neufte Militair-Veräuderungé “u Der Preis des Jahrgangs 1834. in Min so wie der aller frühern Jahrgänge dieser Zei / ist 8 Thlr. Sächsis. Wer die ganze Samml ino Xahrgánge von 1818 bis 1833 auf ein Mal ad êrbáâlc dieselben um 5 w«hlfeiler.

Wien, den 19. Zuli 2% a Heubntle Buchhändler-

Unserer neuen

2A 4

[ ven in allen Kirchsprengeln protestantisher Gemeinden regelmä- dig alle drei Jahre durch die ihnen vorstehenden Prdöpste vollzo- en werden. Jn Liefland wurden in diesen Tagen von der | Regierung mehrere Verordnungen in Rücksicht auf die Ver- | sammlungen der Herrnhuter-Gemeinden publizirt; unter andern

Unter diesem Titel liefert der bereits ehrenvell F

Allgemeine

_Preußische Staats-Zeitung,

w@ 24I.

emt s t e E

Se. Kdnigl. Maje

Direktor Friedrich Wilhelm Kähler in Guben zum Kreis- Justizrath für den Gubener Kreis zu ernennen und das desfall-

fige Patent Allerhöchst

Se. Königl. Hoheit der Herzog von Cumberland ist

von London hier einget

Angekommen: Der Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-

Rath und Direktor im

und Medizinal-Angelegenheiten, Nicolovius, von Dresden. Abgereist: Der Fürst zu Lynar, nach ‘Drehna.

Es E ergenen E R T

âát haben den Land - und Stadtgerichts- zu vollziehen geruht. roffen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts-

Zeitungs-Nachrichten.

A

St. Petersburg, 23. August. Se. Majestät der Kaiser haben den Professoren der Universität zu Moskau, welche an der Redaction der wissenschaftlichen Annalen derselben Theil genom: men, und dem Wirklichen Staatsrath Brußilow, für die von ihm verfaßte und Sr. Kaiserl. Majestät úberreichte statistische Beschreibung des Gouvernements Wologda, Jhr hohes Wohl-

wollen zu erkennen gegeben.

| Graf Golenischtschew-Kutusow, Flügel-Adjutant und Rittmei-

| ster vom Chevalier-Garde-Regiment des Kaisers, hat Urlaub auf

vier Monate nah dem General Graf Wit

Aus dem Süden gehen abermals Berichte von zwei sehr be-

deutenden Feuersbrünste mentshug verzehrte 93, beinahe 300 Häuser.

St. Petersburg, 23. Augusk. Am Alexander-

Newski - Tage, welches sehr erhebenden und glä

nämli an diesem Tage die auf dem Schloßplaßze, dem Winter- Palaste gegenüber, errihtete, nunmehr ganz vollendete imposante Alexander - Säule, welche den Geschlehtern künftiger Jahrhun- derte die denkwürdige 25jährige Regierungs - Epoche des Kaisers Alexander und die von ihm so glorreih geförderte Befreiung Rußlands und des übrigen Europa im Andenken erhalten soll,

| feierlich enthüllt werden.

| jestät der Kaiser einen Armee-Befehl erlassen, worin Allerhöchst- dieselben dem gesammten Heere ein von Sr. Maj. dem Könige | don Preußen empfangenes, aus Tepliz vom 20. Juli datirtes j Schreiben mittheilen, welches einen höchst erhebenden Beweis davon giebt, welche innige Theilnahme Se. Majestät der König jenem, den Manen Alexanders gewidmeten Denkmale schenken. Zugleich wird dem Heere dadurch angezeigt, daß, geführt von Sr. K. H. dem Prinzen Wilhelm, Sohne Sr. Maj. des Kö- igs, 17 Offiziere und 38 Soldaten der tapferen Preußischen Armee, welche sämmtlih dem Befreiungskriege beigewohnt ha- ben, bei der Enthüllung der Alexander : Säule zugegen seyn | . Den wackeren Abgesandten des Preußi\chen Hee- tes wird hier der theilnehmendste Hier haben wir uns je6t seit mehr als 14 Tagen keines Regens u erfreuen gehabt; die Hike ist dabei anhaltend stark und grôd- her, als sie im Laufe des ganzen Sommers war. Auch im Um- k fange des Weichbildes der Residenz brennen seit einigen Tagen dié Wälder, deren Rauch in die Á j aat, und sie in so dichte Nebel hüllt, daß die Sonnenstrah-

werden.

len faum agen irchen-O

| U die, daß ihre religidsen Versammlungen nicht mehr in Pri- vathäusern, sondern nur in obrigkeitlih erlaubten Bethäusern

stattfinden sollen. Jn wan wirkt das sehc P Gesundheits-Zustand der

offiziell eingehendem Bericht des General-Verwesers der Provi . . T L n an den Minister des Jnnern, häufige Erkältung und Eallenfie;

ber, nervôse und andere le Herbst litt fast die g

evan an diesen Uebeln, erzten, an welchen es bisher diesem Landstrich noch \ ehr ab-

08 Und deren Mangel in der Heilkunde ver

lich nothwendi a

j \dig macht. In F

Rabe gleichwie in Eriwan, auch in der Stadt und Provinz 500

ahitschewan einen eigen von Rubeln Silber

Warschau, 26. August. Der Färst- Statthalter ist von Ee über Königsberg nah St. Petersburg abgereist; während

einer Abwesenheit wird

den Vorsiß im Administrations - R igrei ath des Königreichs und der sorps-Commandeur, General-Adjutant Rüdiger, A Oberbefehl He Armee führen.

er die in Polen f 7 Der berühmte Dia

=

Wo Lemberg abgereis: und beabsichtigt, von dort aus in einigen

ochen eine Kunstreise n

oa o Rufßland.

Auslande erhalten. t ist aus Odessa hier angekommen.

n ein, Die cine am 23. Juli in Kre die andere am 3. August in Elisabetgrad

der 11. Sept. ist, sehen wir hier einer nzenden Feierlichkeit entgegen. Es soll

Unterm 18ten d. M. haben Se. Ma-

Empfang vorbereitet.

mosphäre unserer Stadt ein-

vermögen. Zufolge einer Vorschrift rdnung sollen nun die Kirchen-Visitatio-

unserer neu acquirirten Provinz Eri- dliche Klima äußerst nachtheilig auf den dortigen Bewohner und erzeugt, laut

böôsartige Krankheiten. Jm vorjähri- anze Bevölkerung der Provinz Nahit- welche die Beihülfe von studirten

bis dahin Armenier und Tartaren, die suchten, abzuhelfen suchten, unumgäng- olge dessen hat nun auch die Re-

en Bezirks-Arzt mit einem Jahrgehalt bestelie. ° E

Polen.

der General: Adjutant Rautenstrauch

ais’t Karl Lipinski is gestern von hier

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Amtlihe Nachrichten. Kronik des Tages.

Berlin, Sonntag den 31 August

Emc

Frankreiq.

Paris, 23. August. Der Courrier français äußert sich über den Bericht des Spanischen Justiz - Ministers Garelly in Betreff des Don Carlos (dessen wesentlicher Inhalt in der Nr. 238 der Staats-Zeitung gegeben worden ist) folgenderma- ßen: „Man erinnert sih, daß die Regentin in ihrer Rede bei Erdffnung der Cortes ein Geseß gezen Don Carlos angekün- digt hatte; man mußte auf ein Proscriptions-Geseß gefaßt seyn, wie es alle: Dynastieen erlassen, welche Furcht haben; ein Geseß, welches Don Carlos und die Seinigen der Thronfolge für verlustig erkläre und ihm bei Todesstrafe untersage, das Spani- sche Gebiet wieder zu betreten. Das den Cortes vorgelegte Ak- tenstück ist hôchst seltsam; es ist feine Darlegung der Gründe, feine Einleitung zu einem Geseke, sondern ein Requisitorium, welches dazu bestimmt zu seyn scheint, eine Anklage vor einem Zucht-Polizeigerichte zu begründen; es gewinnt den Anschein, als ob die Cortes einGerichtshof und keine politische Versammlung wären. Der Bürgerkrieg, der in diesem Augenblick zwei Provinzen Spaniens verwüstet, wird in jenem lächerlihen Berichte so gut wie gar nicht berührt; das ungeheure, das Kapital-Verbrechen des Don Carlos soll darin bestehen, daß er es unrecht findet, daß man zu seinem Nachtheile die Thronfolge verändert; daß er sih sogar noch bei Lebzeiten Ferdinands geweigert hat, der kleinen Jsabelle den Eid der Treue zu leisten; daß er nicht nach Jtalien abge- reist ist, und daß er nach dem Tode Ferdinands bei seiner Wei- gerung beharrt. Klingen nicht alle diese Beschuldigungen höchst lächerlih, wenn man bedenkt, daß Don Carlos in diesem Au- genblicke an der Spite der insurgirten Bevölkerung zweier Pro- vinzen steht? Das Kapitel der Strafen ift einer solchen Einlei- tung in allen Punkten würdig. Die vor Jahrhunderten erlassenen Gesetze dürfen allein befragt werden. Sie ver- fügen die Todesstrafe und die Confiscation der Güter, die Unfähigkeit der männlichen Nachkommen, jemals die Ehre des Ritterthums oder irgend andere Aemter und Würden erlangen und eine Erbschaft antreten zu können. /71¿Man kann‘, sagt der Bericht, „keine Bestimmungen auffinden, welche der Lage des Don Carlos und seiner Kinder angemessener wären.//// Diese Confiscations-Wuth, die sich bis auf die Kinder erstreckt, ist des Ministeriums vollkommen wür- dig, welches die Beraubung Derer vorschlägt, die das Unglück gehabt haben, Spanien ihr Geld zu leihen; der Bankerott und die Beraubung passen vortrefflich zusammen. Das Ministerium weiß sehr wohl, daß jene alten barbarischen Gesehe überall durch die Grundsägze der Menschlichkeit gemildert worden sind; das läßt es sich aber n küminern. Solchen Leuten, die sich auf eine jämmerlihe Aufzählung unbedeutender Thatsachen stügen, um die abscheulichsten Beschlüsse zu motiviren, steht es herrlich an, das Spanische Volk zu Jdeen von Gerechtigkeit und Mensch- lichkeit zurücksühren zu wollen. Der rohe Charakter, den der Bürgerkrieg angenommen hat, die blutgierigen Edikte, welche von beiden Seiten erlassen werden, scheinen von jener, vor den Cortes ausgesprochenen sittlichen Lehre , daß die edelmüthigen Jdeen des Jahrhunderts nichts mit der gegenwärtigen Frage gemein hätten, eingegeben zu seyn. Es ist eine wahre Schande, wie man einen solchen Bericht nur hat vorlegen können, und die Versammlung, die ihn genehmigte, würde die Schmach theilen, die diejenigen trifft, welche ihn ent- worfen haben. Wenn man Theilnahme für Don Carlos erre- gen wollte, so könnte man sich nicht anders benehmen. Bald wird er, um sich einen Anstrih von Menschlichkeit und Recht- lichkeit zu geben, Manifeste im völlig entgegengeseßten Sinne erlassen, und man mißt ihm schon jebt eine Proclamation bei, worin er sich anheischig macht, die gesammte Spanische Staats- Schuld anzuerkennen.“ Die Quotidienne, die diesen Arti- kel nahdruckt, erklärt, daß sie demselben: nichts weiter hinzuzu- fügen wisse, als daß man dem Don Carlos nicht erst Gesinnun- gen der Menschlichkeit und politischen Rechtlichkeit zu leihen brauche, da er dieselben in der That besibe.

__Im Journal du Commerce liest man Folgendes : „Das ministerielle Abendblatt enthielt gestern die Ankündigung, daß die tägliche Anzeige von den Rückkäufen der Spanischen Rente hinführo in den Bureaus der Tilgungs- Kommission und des Wechsel - Agenten Courpon ausgehängt seyn werde. Was uns hierbei am meisten wundert, ist der Zusaß des gedachten Blattes, daß der Finanz - Minister den bisherigen Anschlag jener Anzeige an der Börse nicht länger habe zugeben können, da es unmdg- lich sey, sich zu vergewissern, ob die zurückgekauften Renten nicht sofort wieder in Umlauf gesezt würden. Wir fragen bloß, ob diese Unmöglichkeit nicht hon seit mehreren Jahren besteht, auch bereits zu wiederholten Malen nachgewiesen worden ist, ohne daß der Finanz-Minister irgend eine Rücksicht darauf ge- nommen hätte.‘

Der Messager sagt: „Die Reise des Herrn Thiers nah den Bädern giebt dem seit einigen Tagen verbreitet gewesenen Gerüchte, daß er seine Entlassung eingereicht habe, einiges Ge- wicht. Ueber die Gründe zu diesem Entschlusse will man Fol- gendes in Erfahrung gebracht haben. Herr Thiers war von den Ministern derjenige, der sich bei Eröffnung der Session am bestimmtesten über die Nothwendigkeit ausgesprochen hatte, von der neuen Kammer eine förmliche Gutheißung des bisher von der Regierung befolgten Systems zu erhalten. Als man von dem Adreß-Entwurfe Kenntniß erhielt, erklärte er, daß er die weideutigen Phrasen desselben nicht billigen könne. Er gab da- er seinen Kollegen die Absicht zu erkennen, sh auf eine Dis- kussion einzulassen, von deren günstigem Erfolge er überzeugt war. Dieser Entschluß des Herrn Thiers beunruhigte das Ka- binet sehr; er erschien als ein gefährlicher, nicht hinlänglich ge- rechtfertigter Schritt der Verzweiflung; besonders bestand Herr Guizot darauf, daß jede Diskussion vermieden werde. Die Ansicht des Leßteren trug den Sieg davon, und die Majorität des Kabinettes entschied, daß man sich die Adresse, wie sie auch

andern Morgen indeß erschien Herr Thiers in der Kammer mit einem großen Portefeuille, dessen Jnhalt die Opposition nieder- hmettern sollte; er war bereit, das Wort zu nehmen, aber alle seine Kollegen, mit Ausnahme des Herrn Humann, drangen in ihn, sich der Entscheidung des Kabinettes zu unterwerfen. Uer Thiers fügte sich zwar, aber nicht, ohne seine Kollegen ihrer Aengstlichkeit wegen zu verspotten, und erklärte sogleich, daß er seine Entlassung einreichen würde; es wurde dies von mehreren Deputirten gehöre. Seit diesem Tage s{hwankte nun Herr Thiers zwischen dem Wunsche, einige Charakterstärke zu zeigen, und dem Verlangen, seinen einträglichen Ne zu i Wahrscheinlih wird Herr Thiers Minister bleiben.“

Ueber den Schädel Napoleons, wie er sich nah dem vor dem Dr. Automarchi genommenen Abguß darstellt, hat si ein interessanter Streit Jd der Gazette médicale und dem Temps erhoben. as erstgenannte Blatt behauptet, daß das - Studium jenes Schädels in keinem Punkte das System Gall's und Spurzheim's rechtfertige; der Temps dagegen tritt als Verfechter dieses Systems auf, und der Streit, der mit großer Erbitterung geführt wird, dürfte zulest der Akademie zur Ent- scheidung vorgelegt werden.

Großbritanien und JFrland.

London, 23. August. Graf Grey hat sich zu Newcastle, wo ißm (wie bereits erwähnt) ein sehr feierlicher Empfang zu Theil wurde, ín einer auf dem Stadthause gehaltenen Rede folgendermaßen über Parlaments-Reform vernehmen lassen: „Auf diesen Gegenstand wandte sich gleich im Beginn meiner parla- mentarishen Laufbahn meine ganze Aufmerksamkeit und mein eifrigstes Streben. Meine B iabaunges wurden später unter- brochen, und zwar unter Umständen, welche mich fast an allem Erfolg verzweifeln ließen, nichtsdestoweniger gab ih die Sache selbst keinen Augenblick auf. Unter glüklicheren Auspicien er- neuerte ih meine Bemühungen wieder, und endlich führten sle zu einem glücklichen und siegreichen Resultat. Wenn ih aber dies sage, so glauben sie nicht, daß ih eitel und anmaßend ges nug bin, um mir jelbst ein ausschließlihes Verdienst an dem, was ich gethan, beizulegen. Jch wurde durch viele Männer, dur tüchtigere, als ih selbst bin, unterstüßt, Männer, ohne deren Beistand meine schwachen Bemühungen fruchtlos gewesen wären, Männer, von denen Einen hier in meiner Begleitung u sehen, mir zu Stolz und Freude gereicht.“ Die lesten

orte, welche sich auf den mit anwesenden Lord Durham bezo- e wurden mit ungeheurem Beifall aufgenommen. Als der árm sich gelegt hatte, sprach der Graf weiter: „Jch wurde unterstüßt durch das Vertrauen meines Souverains, aber alle diese Vortheile würden nicht hingereicht habey, würden nichts bewirkt haben, hätte mich nicht eine stärkere Macht siegreich durch die Opposition und alle anderen Schwierigkeiten hindurch E die Kraft und der Geist des hraven und aufgeklärten olkes von Alt:England.‘/ Lärmender Beifall unterbrach hier abermals den Redner und ließ ihn lange niht zu Worte kom- men, dann fuhr er fort: „Meine Herren! Das große Werk ist vollbracht, und das Volk dieses Landes kann jeút stolz dar- auf seyn, daß es um mit den alten Ausdräcken unserer Ver- fassung zu reden eine vollständige, gute und freie Repräsen- tation besi6t; das, meine Herren, haben Sie erlangt und damit die Garantie aller ferneren vernünftigen und heilsamen Reform erhalten; aber erlauben Sie mir L daß die großen Vortheile dieser Maßregel niemals dem Lande vollständig zua Theil werden können, so lange es nicht allgemein anerkannt seyn wird, daß die beste Erhaltung der gesellschaftlichen Ordnung, die Ausábung einec geregelten Administration

alten.

ach Frankreich und England zu machen.

ausfallen möge, gefallen lassen, und sich den Schein geben wolle ,

als ob man keine feindselige Absicht in derselben entdee. Am 4

und die Autorität der Gesebe nirgends eine feftere Grund- lage finden können, als in der Unverleglichkeit der Rechte des Volkes. (Beifall.) Diese Maßregel (die Reform-Bill), ich wiederhole es, df\nete Jhnen den Weg zu allen vernünftigen und heilsamen Reformen; es is ein Weg, der nahe zum Ziele hinanführt, und dieses Fiel selbst wird erreicht werden, wenn wir danach streben mit Weisheit und Mäßigung. Aber ich bin überzeugt, Sie werden es nicht für eine zu große Freiheit halten, wenn ih hinzufüge, daß je6t, da wir eine vollständige und gute Repräsentation erhalten haben“ (Hier riefen einige Stim- men: „Nein! Nein!) „Es thut mir leid, diese Unterbre- chungen hören zu müssen. Jch hoffe, daß hier Nichts vorfallen wird, was den Feinden der Reform abermals den Vortheil in die Hände geben möchte, sagen zu können, daß ihre Weissagun- gen in Erfüllung gegangen seyen, daß nämlich eine große Maß- regel einmal dem Volke gegeben, dieses nicht zufrieden stellen, sondern nur zu neuen Anmaßungen von seiner Seite führen würde. Diese Prophezeiungen, hoffe ih, werden nicht wahr gemacht werden durch die Unvorsichtigkeit irgend Jemandes, durch dessen Bes múhungen die Parlaments - Reform selbst erlangt ward. Jch habe erklärt, daß fernere Reformen nothwendig find, aber bei der Qua ee nothwendigen Werkes muß nah den Grund- säben der Mäßigung und des Friedens, nah Grundsätben, die neben der Autoritär einer geregelten und geordneten Verwaltung bestchen können, verfahren werden. Diese Ueberzeugung ist es, nah welcher die gegenwärtige Regierung, deren Mitglied ih bis vor Kurzem war, immer gehandelt hat; dies ist die Grundlage, auf welcher die Regierung basirt ist; mit ihr ist ihr ganzes Da- seyn innig verbunden, ohne dieselbe kann sie nicht bestehen. Wenn Sie aber durch rastlose Ungeduld und Unruhe sich von diesen Grundsäßen ableiten Und zu voreiligen und unbedachtsamen Maß- regeln verleiten lassen, dann geräth die Sache der Reform selbst in Gefahr, und wie bei jener kunstvollen Maschine, die der Er- findungsgeist Unseres Zeitaltecs zu so außerordentlicher Vollkon1- menheit gebracht hat, wenn die kontrollirende und jüdeiine Ges walt erschlafft, durch die übermäßige Schnelligkeit die Räder in Brand gerathen, so droht der Reform selbst bei Übertriebener Eile Brand und Vernichtung.‘ Graf Grey meinte jeßt, er habe genug über den Gegenstand gesagt; die Zuhörer aber riefen, er möge fort- fahren. Er wandte sich nun zu dek von ihm bewirkten Einan-

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