1834 / 241 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

der Pflanzer dem Volke auferlegte Last für ein sehr geringes Opfer, wenn der Britische National-Charakter dadurch von einem alten Schandfle> gereinigt würde; vertheidigte sodann das e formirte Parlament gegen den demselben gemachten Vorwuif der Unthätigkeit, indem er daran erinnerte, daß die beiden ersten Sessionen desselben (1833 und 1834) und die einzelnen Sibun- gen länger gedauert hätten, als je zuvor, und ging dann schließ- lich auf seine persönlichen Verhältnisse über. „Meine Herren‘‘, sagte er, „no<h einmal nehme ih von Jhnen Abschied, indem ich Jhnen' meinen Hecht Nen Dank für Jhre Güte sage. Viele aben Jhnen mit größerer GeschiÆlichkeit gedient, als ih ‘nein, nein!) aber Keiner aus uneigennügigeren und reine- ten Motiven. Auf alle Verleumdungen, mit denen man mich iberßäuft hat, antworte ich nur mit der Bitte an meine Landsleute, si der Lage zu erinnern, in welcher ih mich befand, bevor ich das Amr übernahm, um damit meine gegenwärtige Stellung zu vergleichen sie werden finden, daß mein Motiv nicht der Wunsch war, etwas für mich zu erlangen. Jch trete vom Amte as nur mir einer einzigen Belohnung aber freilich der besten, die mir möglicher Weise zu Theil werden konnte dem Zu- trauten und dem Wohlwollen Derer, vor deren Augen ich mel nen Wandel geführt. Oft ward mir Tadel und Verleumdung. Aber ih mochte viel darunter leiden oder wenig, immer blieb mir Tro in dem Bewußtseyn der gewissenhaften Berufstreue und in der Zuversicht, daß mir endlich Gerechtigkeit zu Theil würde, wenn meine ganze Laufbahn ofen der Beurtheilung mei nes Vaterlandes vorliegen werde. Viele Beweise des Wohlwol- sens wurden mir, aber ich kann aufcichtig versichern, daß ich feinen mit größerer Freude und größerem Stolz entgegengenom- men habe, als die Freundschafts - Bezeugungen dieser erlejenen und zahlreichen Versammlung, die nicht nur mit meinem dffent- lichen Auftreten, sondern auh mit meinem Privatleben be- annt ist. Man hatte gesagt, ih hade dem Volke ein hal- bes Jahrhundert gedient; es war im Jahre 1786, als ih zum ersten Male zum Repräsentanten der Grafschast Northumberland erwählt ward. Ein Zeitraum von 48 Jahren if seitdem verflossen, ein Zeitraum, von dem etwas weniger als 5 Jahre dem Staatsdien|t im Ministerium gewidmet wurden. Am Ende dieser Laufbahn trete ih ab mit dem schönsten Lohn, nit der Billigung meiner Landsleute. Jch besitze keinen andern Lohn, über den irgend ein lebendes Wejen in England sich zu bechweren ein Recht hat. (Beifall.) Hierüber könnte ich noch Biescs, schr Vieles sagen, aber ih fühle mich so sehr überwäl: tigt durch die Güte, die Sie mir beweisen, daß es mir unmdg- (it is, fortzufahren.// Völlig erschöpft felte der Graf sich nieder. Der lármende Beifall, der seiner Rede folgte, und der durch ein dreifaches Lebehoch no< vermehrt ward, dauerte fo lange, bis mehrere Stimmen seinen Schwiegersohn, Lord Dur- vam, aufforderten, das Wort zu nehmen. Lord Durham v¿ankte auf gleiche Weise, wie Graf Grey, sprah seine Freude darüber aus, daß die ehemaligen Komnmittenten dessel- ben an diesem Tage offen vor der ganzen Welt die Verleum- dungen, welche man auh im nördlichen England gegen den Grafen verbreitet habe, zurückweisen, erklärte in Allem, was Lord Grey eben gesagt habe, mit ihm übereinzustimmen und immer seinen Wünschen in politischen Dingen nachleben zu wol- len; er versprah, wie sein Verwandter, sein ganzes Streben darauf zu richten, die Rechte des Volks aufrecht zu erhalten und die Verfassung auf ihre ursprünglichen einfachen Grur.d\äße zurückzuführen, damit, so weit auch andere Nationen auf dem Wege der Civilisation vordringen möchten, die Englische immer ihr Haupt hoch über alle andere erheben könne; doch glaubte er, eine Unrichtigkeit in der Rede des Grafen berichtigen zu müß sen. „Mein edler Verwandter“, sagte er, „hat mit seiner gewöhn- sichen Bescheidenheit, das Verdienst, die Reform-Bill durchgeseßzt u haben, von sich abgelehnt. Aber ih will nicht, daß das erdienst einer großen Maßregel, das Einem allein angehèrt, unter Mehrere zersplittert werde. Jch erkläre jet, wie ih es schon oft hinter seinem Rücken gethan, daß jene Maßregel niemals vorgeschlagen, niemals durchgeseßt worden wäre, ohne“ ihn. meines Theils muß bekennen, daß ih nur das willige Werkzeug seiner Wünsche war, aber wäre es nicht seine Entschlossenheit, teine Energie, sein Ansehn im Lande, sein Einfluß auf den Sou- verain gewesen, nichts in der Welt hátte jenes außerordentliche Resultat zu Stande bringen können. i vúhrt die Ehre der großen Maßregel; und mag man die Hel- den von Trafalgar und Waterloo als Feldherrn muß auch ih ihn ehren mag man die Besleger unserer guswärtigen Feinde mir Lorbeer umkränzen, ein \<dnerer Kranz darf selbst Îelson's Stirne nicht <hmü>en, als der, den Zeitgenossen und Nachwelt um meines edlen Freundes Schläfe winden müssen.“ Aus den Berichten der Agrikultur - Gesellschaft der Kolonie

am Schwanen-Flusse ergiebt sich, daß, ungeachtet der Hin- dernisse, mit denen die Ansiedler no<h zu kämpfen haben, der ,

Anbau dré Landes seit dem leßten Berichte um das Vierfache zugenommen hat, und daß etwa 560 Acres mit Weizen und un- gefähr 250 Acres Landes mit Gerste, Hafer, Erbsen, Kartoffeln bestellt sind. Die Vermehrung des Kindvtchs |

it dadurch schr verhindert worden, daß die Anjiedler viel von ih- rem Vieh schlahten mußten, wesha!b der schnelle Beistand der

Regierung schr nothwendig wax,

und den Ansiedlern ein freundschaftlicher Verkehr.

Niederlande. Aus dem Haag, 2d. August. Hier und im ganzen Lande ¿in getern der Geburtstag Sr. Maje\tát des Kdönias auf das herzliche gefeiert worden, Se. Majestät befinden fich in Aller; hd stihrem Familienkreise im Schlosse Loo, wohin auch die bei: d:n Sdhne Sr. Majestät abgereist sind.

aus dem Loo hier ¿rwartet.

Belgien. Brüs\el, 25, Augus. Man liest im Belge , Am iepren Mittwoch wurde bei dem Minister des Innern ein Mi ni'cer- Rath gehalten, dem alle Mitglieder, mit Ausnahme des

Mi: titers der auswärtigen Angelegenheiten, beiwohnten ; er dauere

fist fünf Stunden. Man sagt, daß unter andéren wichtigen Geaenistánden auch die Aufhebung der Administratoren der Po- zer, der Posten und des dffentlichen Unterrichts beschlossen wor- den sey ‘“ Hierzu bemerkt der Moniteur: „„Wir erkláren, taz, ungeachtet der wiederholten Versicherung des Belge in (einer gestrigen Nummer, nichts Wahres an diesem Artikel ijt.

Portugal.

Lissabon, 10. August Es scheint, daß man im "(uclande mit einer gewissen Spannung der bevorstehenden Er- &ifnung der hiesigen Cortes entgegensieht, indem man in dieser V-7rsammlung ein wejentliches und ihâtiges Werkzeug zur Be-

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Ihm, und ihm allein ge- ;

Rindvichs und der Schafe '

Die Beraubungen durch die . &ingeborenen hatten aufgehört und es bestand zwischen ihnen

Jhre Königl. Hoheit die Prinzessin Arbrecht von Preußen wird binnen einigen Tagen

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förderung einer neuen Organisation der Verfassung und Ver- waltung Portugals zu erbli>en glaubt. Selbst manche Porru- giesen, die s< einer ähnlichen Wirksamkeit früherer Volks-Ver- sammlungen erinnern, theilen diesen Glauben. Die Erfahrung dürfte indessen den Beweis liefern, daß allerdings in den bevor: stehenden Portugiesischen Cortes viel und breit gesprochen, mir: unter auch persönliche Opposition gemacht, und der im Allgemei- nen mir den Anfängern des politischen Lebens verbundene Neue- rungs: Eifer der Mehrzahl der Deputirten an den Tag gelegt werden indchte. Zugleich aber ist anzunehmen, daß die Cortes, als politische Maschine, wesentlich dem Ministerium Dom Mes dro’'s, dessen bisherige Maßregeln sie gewissermaßen nur einve- gistriren dürften, sich unterordnen werden, während sie bei \ol- cen Punkten, wie die Bestätigung der Regentschaft, die Erláu- terung gewisser Bestimmungen des sogenannten Amnestie-Dekrets,/

die geisilize Angelegenheit und die Stellung zu Rom u. |). w.,

welche die Regierung ihrer freien Erdrterung und Entscheidung j} 49 Wet e Türken, und i | nigfaltigen Ausgaben, welche die Jnstallirung einer

anheimzustellen die Miene annähme, um für ihre cigenen Ab-

sichten in dieser Beziehung a!s den Ausdru der National: An- | Mt | men ¡ auch Sorge getragen, die Garantieen für die dritte Serie de

sichten darzustellen, wahrscheinlich das bloße Organ jener Regie- rungs: Jutentionen bleiben werden,

nach sel die Juitiative einer Umwandlung ergriffen hat, die an Ausdehnung zuverlässig nicht hinter derjenigen zurübleibt, deren Werkzeug für Frankreich die sogenannte konstituirende Versammlung abgab.

in Porto genossen, als dic Herrshast Donna Maria’s sich auf die Linien jener Stadt beschränkte, zu ergänzen und zu vervollitändigen beflissen gewesen waren. Das Ganze diejer Dekrete, deren einige jeßt fast täglich die langen Spalten der hiesigen Regierungs: Zeitung ausfüllen, vercinigt wit der Charte,

die Dom Pedro aus Brasilien fandte, bilden jo ziemlich eine in * jein et l N l ! allen Theilen vollständig entwickelte neue Staats- und Kirchen- | schaft befreien wird, für welche die Griechen, das jcarfsinnigse und aufmerfsamste Volk Europa's, keine große Vorliebe zu ha

| ben scheinen.“

Verfassunz in dein Sinne der Theorie, welche den leßten Revo- sutionen Englands und Frankreichs zu Grunde laa. Es ist viel-

leicht ohne Beispiel in oer Geschichte, daß eine sich vorzugsweise auf ihr Erbrecht stúzende Regierung, ganz aus freiem Antriebe, . einen so durchgreifenden Verjuch vornahm, ohne daß die Mehr- ; zahl des Volks au<h nur Wünsche dafür hätte laut werden laj- | úbrigens auch, in Folge dieses Versuchs, die Staars-Verfassung und die Zukunft Portugals gestalten möchten, ;

sen. Wie si< so dürfre der âltere Zweig des Hauses Braganza künftig noch vielleicht mehr wie einmal das Opfer seiner früheren Rechte be- dauern, welches eine Periode von Enthusiasmus ihn bringen ließ; so wie der Herzog von Palmella gewiß bereits oft über sein eigenes Werk erschrikt, wenn er jeßt in Portugal diejeni- gen organischen Gesetze in Ausführung bringen sieht, unter wel- che er auf den Azoren seinen Namen wohl schwerlich mit eincr andern Absicht seßte, als um durch diese Demonstration die libe- rale Partei in England und Frankreich günstig für seine Gebie- terin zu stimmen. Es ist hier so eben eine neue und vollstán- dige Organisation der Armee ans Licht getreten, die zwar nur als provisorish und als der Bestätigung der Cortes bedürfend bezeichnet wird, doch beziehe ich mich in dieser leßteren Hinsicht auf das Obengesagte. Das Detail dieser Organisation wird ohne Zweifel in die meisten fremden Blätter übergehen, weshalb hier nur die Bemerkung ihren Plab findet, daß die Linien - Ar- mce ungefähr auf die nämliche Stärke, welche sie vor 1807 hatte, d. h. auf die Hälfte desjenizen Betrages herabgesest wird, auf welchen der Marschall Beresford selbige hinaufgeschraubt hatte. Jn Betracht der Trennung Brasiliens war diese Maßregel durch- aus nothwendig geworden. Die Fortdauer und künftige Stel- lung der fremden Corps wird den Cortes anheimgestellt; doch heint die Regierung jene Fortdauer zu wünschen. Auch hinsichtlich der Bildung und Organisation der National- Garde nach Französischem Muster hat die Regierung der Ent- scheidung der Cortes vorgegrissen. Diejenige von Lissabon, die als eine nicht unwesentliche Stüse der jeßt herrschenden Partei anzutehen ist, wird 13,000 Mann betragen. Die fortdauernden Volks - Excesse gegen angebliche Miguelisten, die meist von ‘Dri- vatrache angeregt waren, haben die Regierung endlih vermocht, geeignete und scharfe Verordnungen dagegen zu erlassen, bei de: nen es nur zu bedauern is, daz sie nicht bereits dret Monate frúher erschienen.

ni<t unterlassen hat, zu den bekannten früheren Ausnahmen

neue Bedingungen, um zum Bezuge jener Kompetenz befähigt -

zu seyn, hinzuzufügen. der lezten hiesigen Kirchen- Angelegenheiten. den Eindruck und die Wirkung, den dieser Schritt Roms hier hervorgebracht hat. Wenn man indeß zu Rom hoffte, daß er hier zum Einlenken bewegen würde, haben.

Griechenland.

; Die Times enthäle nachstehendes Schreiben aus Naus ; * plia vom 23. Juli: i | der Regentschaft sagen, daß, im Vergleich mit dem, was man

„Während die Gegner der Majorität

erwartete, nihts für Griechenland geschehen sey, daß nur einige

Dekrete erlassen und nur ein Paar Gesezbücher aus dem Fran- !

zösischen ins Deutsche übersezt worden seyen, weisen ihre Anhän- ger mit Eiser auf die Kriminal- und Straf-Gesekbücher hin, auf die

Anordnungen zur Einführung eines neuen Rechts-Systems, auf

die bewirkte Trennung der Griechischen Kirche von dem ‘Patriar- chat in Konstantinopel, auf die Einführung neuer Municipal- Institutionen, auf die Sorgfalt, welche auf Anstellung von un: terrichteten Lehrern bei den neuen Schulen und auf die Erhal- tung der Alterthümer Griechenlands verwandt worden, so wie auf das neue Civil-Gesezbuch, dessen Bekanntmachung in went- gen Monaten zu erwarten sey. Die Anordnungen für die Schulen, sagen die Gegner der Regierung, mögen gut seyn, wenn die Lehrer unterrichtet und thätig sind, aber warum sind die Schulen jeßt geschlossen, warum ist das Lancastersche System, das früher eingeführt war, zum Nachtheil der aufwachienden Generation abgeschasst worden? Hr. Abel antwortete darauf, daß dies System zu mechanisch sey, und daß er hose, bald ein intellektuelle- res System, wie es in Deutschland gebräuchlich, einführen zu können. Während Hr. Maurer sih mit den Geseßzen beschäfcigt, ist Hr. Heide der Meinung, man müsse die Griechen, um sie zu civi- lisiren, in der Musik und in der Liebe zur Wahrheit unterrich:- ten. Hr. Abel hat in Nauplia ein Seminar für vierzig junge Leute errichtet, die später als Lehrer angestellt werden sollen,

Dies dürfte si<h úbrigens | ganz naturlich aus dem Umstande erklären, daß die eigentlichen | Leiter der Partei, dic jeßt in Portugal herricht, und den Umge- | \staltungs-Prozeÿ dieses Königreichs durchzuführen strebt, die Ni- ; 1 a J h; nister Dom Pedro's sind und die Regierung bilden, welche den } verständen, hierher geschi>kt werden mêchten. Der König ven

| Bayern sandte demnach vor einigen Monaten den Grafen ven |

Die hiesige Regierung brauchte für diesen ; Zweck, wie sie es auch thut, nur die Reihefolge der Dekrete zu | wieder im vorigen Monat nah München abgereist. publiziren, welche die Regentschaft in den Azoren erließ, und | welche die jesigen Minister, während der Muße, deren sie ;

| dem 1. Juni des künftigen

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1e LAR- AIPPE S P M

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Auch scheint selbige endlich ernstlih an die i ( 1 Liquidirung und Bezahlung der Kompetenzen der aus den aufge: | aus Damaskus erhalten hat, hierdurch mitzutheilen. Die Ober

hobenen Klöstern vertriebenen Mönche zu denken, obgleich sie es

Man kenut jeßt hier {on den Jnhait ; nrede des Papstes an die Kardinäle in Betresf der ; Gelegentlich ein Mehreres über ;

so durfie man sich getäuscht | ten damit bekannt zu machen.

nachdem sie zwei Jahre hindur< Französisch, Musik uyd Ge,

Es i hier ein Gymnasium zum 1, | das jeg, E aber in anderen Gegende: / die ( 1 | Der Umstand ve,, | dient indeß unstreitig Lob, daß, bis auf den unglücklichen Kamze | mit den Mainotten, die Regentschaft große Sorgfalt auf d i * Einkünfte der Nation verwandt hat, welche in diesem Jahre auf 330,000 Pfd. oder 9 Millionen Drachmen geschäßt werdey

graphie getricben haöen. terricht der Kinder aus den höheren Ständen eröffnet, von funfzig Knaben besucht wird; sollen die Schulen noch vernachlässigt seyn.

können. Ungeachtet der Kosten für den Transport der König Bayert\chen Truppen, so wie für das Anwerben, Einüben un |

Transportiren der schon angekommenen 2000 Freiwilligen, h, |

trágt das jáhrliche Deficit in den Einkünften nur 2 bis Z Mil; lionen Drachmen, welches leicht dur die Summe ausgeglichen werden kann, die von den beiden ersten Serien der nleihe

von 2,400,000 Pfd. úbrig ist, und wovon, nah Abzahlung von |

409 Millionen Piaster an die Türken, und nah Abzug der may; ; eiche ner Regierung begleiten, noch erwa 10 Millivnen Drachmen bleiben, Es wi Anleihe für die Zeit der Volljährigkeit des Könizs Otto vorz; bereiten, damit die Regierung nicht in Verlegenheit gerathe Die Majorität der Regentschaft und namentlich Herr Maur wúns<cen, daj Personen, die ¿ihre Arbeiten gehdrig zu würdigey

Saporta her, der den König Otto früher na<h Griechenland hz gleitet hatte, sväter jedoch wegen setner geschwächten Gesundheit zurückgingz dieser hat einen Bericht entworfen und is bereits h ; König Otto soll ein höchst einförmiges Leben führen. Er hat feinen Sommer, aufenthalt in Argos genomuen, von wo er wöchenilich zwei Mal

nach Nauplia kommt. Sein Oheim, der junge Prinz von Sahm: E

Altenburg, wurde schon vor fechs Wochen von Griechenland ne Bayern zurückberufen; der Kdnig is daher jet ziemlich eina, Es giebt cine starke Partei unter den Griechen, welche sich n i i Jahres schnt, wo König Ott sein eigener Herr seyn und sie von den Fesseln einer Regent:

Dasselbe Blatt meldet aus Nauplia vom 26. Juli „Die Neuigkeiten aus der Maina sind befriedigend. Mit Hüls der Familie des Mauromichali, der es mit der Regierung hält, hat der General Schmalz seine Landung zu ‘Porto Guaglio an der ôstlichen fo wie Mezapo an der Weslküste und nahe den Südende dieses Berglandes deweikstelligen können. Zwischen beiden Orten liegt cin Isthmus, Über den eine Verbindung er richter werden könnte, die den äußerten Punkt der Maina von dem übrigen Theile trennen würde. in anderer Zsthmus, von Scutari (in der Maina) bis in die Nähe von Dschimova, wird jekt auch beselzt werden, wodur< die Mainotten in drei Ah theilungen getcennt werden. Es befindet sich eine Truppen-At: theilung zu Marathoaiñ, um Einfälle in die anderen Distrikt Griechenlands zu verhindern. Die Hie ist ungemein stark und unter den ruppen herrschen Krankheiten , wovon fasi ein Dritiheil der Bayern ergriffen ist. Während Einige nach Briefen von Canaris und Anderen versichern, daß der Kamf fast beendigt sey, während Andere dies bestreiten , denn da die Absicht der Regierung sey, die Operationen in Form einer Blo: kade fortzuseßen, so kônne dies noch lange dauern. Die Trup pen zu Corinth, welche aus etwa 209 Griechen bestehen und an das Klima gewöhnt sind, werden hieher fommen, um die ande ren Griechischen Truppen, namentlih die Gendarmen, dern Diensten das größte Lob ertheilt wird, zu unterslüßen. Einer der Anführer der Mainotten, ein Griechischer Priester , Laicos genannt, ist hierher in Verwahrsam gebracht, um vor Gericht gestellt zu werden.“

O U Die Niederländishe Staats-Courant meldet: „Ei nem Schreiben aus Alexandrien vom 3, Juli zufolge, war da selbst die Nachricht eingetroffen, daß es Jbrahim Pascha geglüdt sey, dem Aufstand in Syrien ein Ende zu machen. Den fren den Konsuln in Alexandrien wurde davon durch nachstehendes

Rundschreiben Mittheilung gemacht :

„„Meine Herren. Jch beeile mich, Jhnen den Juhalt einé

: Schre:bens von Jbrahim Pascha, datirt vom 17. Fafar 1250,

dessen Original nach Jaffa gesandt worden, von dem jedoch de Vertreter des Vice - Königs eine Abschrift dur< einen Courier

häáupter und Bewohner der Berge von Naplus, Jerusalem und

Dschebii Chalib sind gekommen, um sich Vergebung zu erbitten. f Die Gnade, um welche sle nachgesucht, ist ihnen verliehen, da * Zeugniß ihrer Unterwürfigkeit, wie in früheren Zeiten, angenown F men worden, und sie sind sämmtlich nah ihren Wohnstätten zW F Da kein Zweifel darüber obwaltct, daß dies dit F * Macht des Ober-Befehishabers und der Wachsamkeit und váte F

rückgekehrt.

lichen Vorsorge Mehmed Ali's zuzuschreiben ist, so erscheint t

nôthig, die Konsuln der verschiedenen Europäischen Höfe in Aeg? | Aiexandrien, 25. Fafar 1250. F

Boghos Jussuff.“

Mer bo

Jn Nord-Ameritkanischen Blättern liest man: „Vit haben so eben eine Nummer der zu Tamaulipas erscheinendeß Atalapa Victoria vom 17ten Juni erhalten. Darin besiv det sich eine offizielle Anzeige, die uns fürcht:n läßt,

Folzendes sind Auszüge aus diesem Blatt: „An das Oberhaupt des Freistaats San Luis de Petos

Geehrtester Senhor! Sie werden sehen, daß der General Df Antonio Looez de Santana in der Mittheilung, die er am 3} Mai den Kammern der Union machte, daß derselbe seine gest f lichen Befugnisse überschritten und die Bundes Verfas E n D0L E dessen erlicß der Kongreß, che er noch davon Kenntniß hatte, dab bie National: Regierung durch Santana aufgeldsstt worden wf Dekret und eine Proclamation, die dfffentlich d} wo wir F

let hat, indem er sie nach scinem Belieben auslegte.

nachstehendes fannt gemacht wurde. Noch nie gab es eine Zeit, ) schr wie jeßt der Eintracht und Energie bedursten. Jett gilt cs, sich dem Tyrann zu widerseßen, der sich zum obersten D cator machen will. Deshalb wollten wir Jhnen beifolgendes D kret des Kongresses mittheilen :

(„Im Namen Gottes und der Freiheit. Potosi, 9. Juni 1834. fein Recht hat, die Bundes - Verfassung na seinem Belieber auszulegen; 2) daß derselbe in seiner Mittheilung vom 31. Ma

die Dreistigkeit gehabt hat, die Autorität der Kammer absichtl! |

daß New} Spanien bald dur< einen Bürgerkrieg verwüstet werden witd. f

San Luis df Da der constitutionnelle Kongreß G j Staats der Meinung ist: 1) Daß der Präsident der Republ f

fals auszulegen 3) daß er durch dies Verfahren die Gränzen seiner Pflichten überschritten und die Bundes - Verfassung ver- legt hat, so beschließt diejer Kongreß, daß der Staat San Luis

alle dffentlihe Handlungen des Präsidenten als unge- setlich betrachtet , insofern derselbe sich nicht durh die Verfassung und die Geseße gebunden glaubt, die den

Kammern das Recht zu erkennen, die Artikel der Verfassung aus- ulegen und diejenigen Geseße und Dekrete zu publiziren, die d. für angemessen erachtet. Der Gouverneur dieses Staats soll dieses Dekret den gescßgebenden Versammlungen der anderen Staaten mittheilen und sie um ihre Beipflihtung ersuchen. Die vollziehende Gewalt des Staats wirò dieses Dekret bekannt machen, in Umlauf seßen und in Ausführung bringen.‘/‘/

Per U.

Eine Englische Zeitung enthält Folgendes in Bezug auf die lebte Revolution in Peru: „Wir haben authentische Auszúge aus den Briefen unseres in Peruanischen Diensten stehenden Landsmannecs, des General Miller, die derseibe an

‘einen vertrauten Freund in Lima richrete, zur Ansicht bekommen

und theilen daraus das Interesanteste mit. Bekanntlich war der General Miller im Monat Februar d. J. mit sehr wenigen Streitkräften von Lima abgesandt worden, um gegen die von den Generalen Bermudez, Frias und dem Expräfidenten Ga- marra befehligten aufrührerischen Truppen zu oprriren, die von den ausgebrachten Einwohnern Lima's am 28. Januar aus die- ser Stadr vertrieben worden waren. Nachdem er zahlreiche S hwierigkeiten Überwunden hatte, erhielt er am 25. März eine Ver- stáréung und {dßte seinen Truppen sölches Vertrauen ein, daß sie einen Anarisf der sechsmal stärkern Jnsurgenten-Macht mit Erfoig zu- rücéschlugen. Kaum hatte der Feind sich zurückgezogen, als sich 400 Mann unter den Befehlen des Oberst Salaberi, eines Offiziers, der früher unter Miller gedient hatte, zu den Truppen des Lebteren stießen. Der Oberst Salaberi war so besorgt ge- wesen, seinen alten Chef noch zur reten Zeit zu Hülfe zu kom- men, daß er von Truxilo aus einen Eilmarsch von nahe an 180 Mei- len, ohne einen einzigen Tag Hale zu machen, zurücklegte, ob- gleich es mitten im Winter war und er die Anden zu passiren hatre. Durch dieses tapfere Corps zwar verstärkr, aber noch immer nicht mit

den Unterstüßungen verschen, die er von der Hauptstadt zu er-

warten und zu empfangen berechtigt war, rückte General Miller durch die schwierigsten Pässe “vor und langte, nachdem ec eine ganze Nacht mit seinen Truppen geradezu über den Wolken bi- vouaquirt hatte, am 7. April zu Huancabalica an, wo er eine treffliche Stellung einnahm, so daß er beide feindliche Corps, das Bermudezsche und das Friassche, bedrohte und sich zu glei- her Zeit die Communication mit Jca und der Küste offen hielt. Am 16ten kam wieder eine kleine Verstärkung, von nicht weniger als 5 Generalen geführt, aus Lima an; da aber der Commandeure so viel waren und Alle Befehle ertheilten, für die feiner verantwortlich war, jo œurde eine Neihe von Fehlern be- gangen, die mit einer Niederlage und einem schimpflichen Rük- zuge, verbunden mit einem Verlust von 300 Mann, endigren. Der Verlust des Feindes war sehr gering, aber unter seinen Tod- ten befand sich der General Frias, der die Seele des ganzen Un- ternehmens gewesen war. Dieses Schlages ungeachtet wurden doch die dústeren Ahnungen, die in der Stadt Lima herrschten, am 25. April pld6slich in herzliche Freude verwandelt, da die of- fizielle Nachricht aus dem Hauptquartier einging, daß sich die ganzen Truppen, die unter dem Kommando von Bermudez und Frias gestanden, ergeben hätten. Die Generale Bermudez und Vargas wurden den Händen der Gerechtigkeit überliefert; doch hegnadigte man sie und erlaubte ihnen, sich aus dem Staube zu machen. Der Uebertritt der Jnsurrections-Truppen scheint durch den Oberst Allende, chemaligen Adjutanten des General Miller, der mit diesem seit einiger Zeit Über einen solhen Plan korre- spondirt hatte, erleichtert worden zu seyn. YJedenfalls ersparte dieser Schritt des Oberst Allende vieles Blutvergießen, und hof- fentlich wird er zur baldigen Beendigung eines verheerenden Kric- ges führen.“

Ein von Nord - Amerikanischen Zeitungen mitge- theiltes Privatschreiben aus Lima voin 29, April erstattet über dasselbe Ereigniß folgenden Bericht: „Am 26sten erhielten wir die wichtige Nachricht, daß die Offiziere im Lager des General Bermudez zu Huarcuyo eine Empdrung gegen ihn angestiftet und alle Truppen, ungefähr 1200 Mann, dem Präsidenten Über- liefert hätten, der den General Lasuente damit beauftragt hatte, sie in Empfang zu nehmen. Dieses Ereigniß ist als entscheidend für die Niederlage der Jnsurgenten anzusehen, und es wird uns nun hoffentlich die ersehnte Ruhe bald wiederkehren. Der Prä- sident will sogleih gegen Cuzco marschiren. Bermudez wurde

* anfangs von den Offizieren, welche die Empörung veranlaßt hat-

ten, verhaftet; soäter aber ließen sie ihn mit einem oder zweien seiner Freunde entwischen. Er wird verfolgt, doch möchte es ihm wohl gelingen, nachCuzco zu entkommen. Obgleich dieserharteVerlust, den Bermudez erlitten hat, als entscheidend für sein Schicksal betrachtet werden kann, jo dürfte der Präsident doch einige Mo- nate brauchen, um sich der südlichen Provinzen zu bemächtigen und noch viel längere Zeit wird vergehen, che der Sturm der Leidenschaften, den ein Bürgerkrieg stets erzeugt, sich wieder legt. Bis jet {eint no< Niemand Lust zu haben, die Geschäfte wieder zu beginnen. Die Kaufleute restiren den Importeurs meistens bedeutende Summen, und bevor }<h ßnen feine bessere Zahlungsmittel darbieten, als die, welche ihnen in der leßten Zeit zu Gebote standen, möchten sie wohl nicht gern einkaufen ; auch werden sh die Verkäufer nicht eben beeilen, ihnen ihre Waaren aufzudringen. Seit dem 1. Januar haben sich Übrigens die

aaren: Vorráthe hier und in Chili im Ganzen bedeutend ver- mehrt, und man erwartet täglih wieder mehrere Schiffe mit beträchtlichen Ladungen. Es ist keine Aussicht auf Besserung der Preise vorhanden ; kaum werden die vom Dezember sich halten.“

N O

Berlin, 30. August. Nachrichten aus Königsberg zu folge, sind Se. Majestät der König am 2jten Morgens üm Uhr mit dem Kaiserl. Russischen Dampfschiffe „Jschora“/ auf der Rhede von Pillau und um 93 Uhr in Königsberg angekom-

men, und beim Kriegs - Magazin an's Land gestiegen. Alle Empfangs Feierlichkeiten waren abgelehnt worden. Aber des

treuen Volées Anhänglichkeit (berichtet man von dort) konnte es w nicht versagen, den ungekünstelten Ausdruck der Freude an an Lag zu legen. Seitdem sichere Kunde da war, auf welchem M Se. Majestät eintressen würden, wogte eine unabsehbare asse jeglichen Standes, Alters und Geschlechtes dem sehnlichst ape at schon von Tages - Anbruch an entgegen, und lauter R AROE begleitete nach der glücklich erfolgten Ankunft Aller- N elden bis zum Königl. Schlosse, und hallte noh lange P Auf der „Jschora““ sind au< Se. Königl. Hoheit der

nz Karl und Jhre Durchlaucht die Frau Fürstin von Liegniß

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in Königsberg eingetroffen, und an demselben Tage Abends |

langten I, K, A der Prinz Wilhelm (Sohn Sr. Maj.) essen Gemahlin zu Lande dort an, und sti

im Königl. Schlosse ab. , und stiegen gleichfalls

Netros4 0g (Aus dem Militair =- Wochenblatt. )

Georg Wilhelm Freiherr von Valentini wurde am 21 August 1775 geboren, und, dem Kriegsdienste bestimmt, in das Ber- liner Kadetten - Corps Ra welches er im funfzehnten Jahre als einer der vorzüglichsten Zdglinge verließ, um seine Lauf- bahn beim Fen Leinen zu beginnen, wöò sein Vater später Commandeur desselben, und zuleßt Commandeur des Berliner Fn- validenhauses als Stabs - Offizier stand. Fm Jahre 1792 zum Offizier befördert, wohnte er den lehten Ereignissen des Feld- zuges am Rhein, so wie denen von 1793 und 1794 bei, und wurde bei den Gefechten in der Gegend von Landau, welche den Feldzug von 1792 beendeten, verwundet. Obwohl man den ei-

gentlichen Zwec> dieses Krieges gänzlich verfehlte, so gewährte er

doch, und vorzugsweise den Offizieren der leichten Truppen , vielfa- che Gelegenheit zu Erfahrungen, die an etnem gebildeten und thà- tigen Geiste nicht unvenußt vorübergehen konnten; der Verewigte wollte sie auch fúr Andere gewinnreih machen, und begann, unmit-

¿ telbar nah der Rü>kkehr in die Fricdens-Garnison, seine \ elbar na P t ne schriftstel- ¡ lerische Laufbahn durch die Beardeitung des „einen L der

unter allen Militairs solchen Anllang fand, daß nach und nach fünf Auflagen ndthig wurden. Beerenhorst's Ae O die er um diese Zeit machte, hat ihn vielleicht zu dieser Arbeit , ge- wiß aber in vielen andern Richtungen, angeregt, und überhaupt auf sein geisliges Leben mannigfach eingewirkt; ungeachtet einer bedeu- tenden Verschiedenheit des Lebensalters entstand bald zwischen Bei- E wie cin bis zum Jahre 1812 fort- G fter Briefwechsel zeigt, dessen dfentliche 5 - c qung wohl zu wünschen Vi a S

Mit seltener Ansfirengung und Ausdauer benußte von V al entini

: die Muße des Friedens zu seiner weiteren Ausbildung, auch blieb

en so rühmliches Streben nicht utieckannt, und im Anfange des Jahres 1804 ward er als Überzähliger Quartiermeister - Lieutcnant z1 oem neu organisirten Generalstabe verseßt; die Ernennung zum

wirêlichen Quartiermeisier-Lieutenant und Stabs-Capitain erfolgte

im Mai des nächsten Jahres, wo der Spätherbst die dur bekannte Verhältnisse vereitelte Aussicht zum Krieger und Anstellung bei ei- ner ins Bambergische vorzuschi>kenden Avantgarde brachte. 1 Feldzuge von 1806 ward der Capitain vonValentini der Armce des Fürsten Hohenlohe, und von diesem dem Vortrabe un- ter Prinz Louis zugetheilt, an dessen Seite er dem Gefecht von Saalfeld, und, darauf in das Hauptquartier des Fürsten zurü>- gekehrt, der Schlacht von Jena beiwohnte; ein günstiger Stern führte ihn bcim Rú>zuge nach der Oder zu dem Corps von Blú- cher, ein nichr eringerer Glü>ksfall machte, daß er, der Gefangen- N bei Lübe> entgangen, über Kopenhagen und Helsingdr nach Königsberg gelangte. Sehr nüßliche Dienste, den bier neu formir- ten Truppen geleistet, bewirkten seine Beförderung zum Major. Nach ¡woet trüben Jaber gewährte der unvermeidlich gewor-

dene Krieg zwischen Oesterreich und Frankreich Ausstcht auf einen Umschwung der Verhältnisse, und jedenfalls Gelegenheit, sth mit dem allgemeinen Feinde zu messen. Sie blieb nicht unbenubt, indem der Verewigte, gleich mehreren Waffengenossen, nach erhaltener Ent- lassung in den Oesterreichischen Dienst trat, und das bei der schnellen Wendung der Dinge nur Wenigen gewordene Glück hatte, als Adjutant des Prinzen von Oranien, jeßigen Königs von Holland, der zweiten Hälfte des Feldzugs, namentlich den Schlach- ten von Aspern und Wagram, so wie dem Gefechte bei Znaim bei- zuwohnen. Der „Versuch einer Geschichte des Feldzugs von 1809-/ war das Ergebniß der dort gemachten Beobachtungen, und is noch heut das Beste, was wir über den oben bezeichneten Theil jenes Feldzugs besitzen.

,_ Der aufs neue beginnende Krieg Ruflands gegen die Pforte führte vonValentini unter die Fahnen jener Macht, wo er in zwet eldzúgen mannigfache Erfahrungen sammelte, und Verhältnisse an- nüpfte, die auf sein späteres Leben nicht ohne Einfluß blieben; zu den erfreulichsten wurde von ihm selbst die auf dem Schlachtfelde von Battin gemachte Bekanntschaft mit dem Prinzen Eugen von es gezählt, die sich bald zu inniger Befreundung geftal- tete. Damals wurden die Materialien zu dem bekannten Werke über den Türkenkrieg gesammelt, welches erst später erschien. __, Zum Oberst-Lieutenant befdrdert, kehrte er am Schlusse des Jahres 1811 in das Vaterland zurü>, und erhielt hicr durch die

Wiederanstellung in gleichem Grade, so wie dur den Auftrag, de Kronprinzen und Prinzen Friedrich Königl. Hoheit zu E des Prinzen von Oranien eine Zeit lang zu lei- eweise des Wohlwollens und Vertrauens seines Er begleitete denselben Anfangs 1813 nah Breslau, eeres thätig, und erhielt beim ber -Quartiermei-

und die Erziehun ten, erfreuliche

Monarchen. war bei der neuen Organisation des Beginn des großen Kampfes die Anstellung als ster bei dem Corps des ihm {hon früher befreundeten Generals von

Es wäre überflüssig, hier die Reihe von Schlachten und Tref-

fen anzuführen, welche das genannte Corps bestand, und denen der nunmehrige Oberst his er im Spätherbst zu dem General von Bülow verscht wurde, und mit diesem den kurzen, aber glänzenden Winter-Feldzug machte, dessen Ergebniß die Befreiung von Holland war. Hiernäch als Chef des Generalstabes zum Yorkschen Corps zurückgekchrt, er- hielt er in dem Gefecht bei Mery (23. Februar 1814) eine Wunde, die thn jedoch nicht hinderte, bei dem Einzuge in die feindliche Hauptstadt gegenwärtig zu seyn, wo seine Leistungen durch die Be- förderung zum General - Major anerkannt wurden. von 1815 führte ihn zum zweitenmale, jeßt als Chef des General- ftabes beim Bülowschen Armee-Corps, dahin. __ Nach dem Frieden zum Kommandanten von Glogau ernannt, fand der Verewigte duch die Vermählung mit seiner jeßt trauern- den Wittwe auch das häusliche GlÜ>E, welches scinem bewegten Leber j benußte cr die ihm gewordene Muße zur Beardeitung mehrerer Werke, wovon das über den „Krieg im Großen// für alle Zeit einen ausgezeichueten Plaß in der Miliz tair-Literatur einnimmt, während cinige andere Schriften aus dieser Periode zwar vollendet, aber ungedru>t sind. General-Lieutenant ernannt, erhielt er 1828 den Posten cines Gene- ral-Jnspecteurs des Militair-Unterrichts- und Bildungs- Wesens der Armee, und widmete sich diesem Wirkungekreise mit dem Eifer und der Ausdauer, die ihn charafterisirten, ohne darum litecarischhe Bes schäftigungen ganz aufzugeben, wie die neue Ausgabe seiner Lehre vom Kriege und die anonym erschienenen „Erinnerungen eines alx ten Preußischen Offiziers aus den Fahren 1792 1794// beweisen. Einer andern Arbeit, die aus seiner Feder aLerdings vom hdchsienFntere se seyn mußte: der Biographie des Feldmarschalls Grafen Vork von Wartenburg, hing er mit besonderer Liebe an, und war noch in den lchten Lebenstagen damit beschäftigt; leider ist se unvollendet ge- blieben und bricht gerade da ab, wo die Europäische Bedeutung des zu Schildernden fich zu entwi>eln begann.

__ Die Gesundheit des Generals, nicmals sehr stark und durch vielfache Kriegöbeschwerden noch mehr erschüttert, begann seit cints- u wankten, und der Gedanke, daß cr dadurch bei einem gemeinen Kampfe daheim gehalten werden fönne, hat Er hoffte Verbesserung von

von Valentini sämmtlich beiwohnte,

ch wieder

Der Feldzug

Leben bisher

m Fahre 1824 zum

gen Fahren möglichen a ¡ihm manche trübe Stunde verursacht dem Aufenthalte auf einem in Schlesien erfauften Gute, fand dort fast nur Unannehmlichkeiten, und kehrte kränker, als er selbs ah- nen mochte, im Anfange des Juli nach Berlin zurü>, wo die ihm Befreundeten mit tiefem Schmerze eine rasche Aunahme der Lebens= 1 j Am 4. August traf ihn cin Nerven= ( _ zwet Tage später entwand sich sein edler Geist der sierh= lichen Hülle.

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kraft zu bemerken hatten.

„Was die Familie, was diejenigen verloren haben, denen das Glü> zu Theil ward, ihm näher treten zu dürfen, kann fein Ge= enfiand dieser Darstellung seyn; aber die wahrhaft ritterlite Ge- innung , die edle Treue, womit er an dem Monarchen und dessen Hause festhielt , die unwiderstehliche Freundlichkeit des Gemüths machten ihn auch einem viel größeren Kreise liebensroerth und ver- } Was er zur Bildung jüngerer Waffengenossen leistet, liegt in seinen Werken der Welt vor, für seine Tüchtig als Soldat sprechen die mannigfachen Ehrenzeichen , die ihm von seinem Könige wie von fremden Monarchen verlichen wurden ; aber das schônfie Zeugniß für den edlen Verstorbenen liefern die folgen- den Worte Sr. Majestät, an den Schwager desselben gerichtet, der in Abwesenheit der Wittwe den betrübenden Fall angezeigt hatte:

¿Fch habe Jhre Anzeige vom bten d. M. von dem an diesem rfolgten Ableben des General - Lieutenants Freiherrn von Valentini empfangen. Seine ausgebreiteten Kenntnisse, seine er- folgreîie Wirksamkeit in der ihm anvertrauten Steliung werden thn der Armee, der er angehdrte, unvergeßlih machen; Jch aber vermisse mit Bedauern einen bewährten treuen Diener, der Mir unter allen Verhältnissen Beweise seines Eifers und seiner unbe- dingten Anhänglichkeit gegeben hat, und kann nur wünschen, daß Meine aufrichtige Theilnahme den gerechten Schmerz seiner Wittwe und seiner Angehörigen lindern möge. Berlin, den 8. August 1834. (gez) Friedri<h Wilhelm.“

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in den für die Preußische Monarchie bedeutendsten Markt

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