1834 / 242 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

L A R I E S P ai E Ei C EE

seen. Hierüber kann fein Zweifel mehr obwalten, und es irde sich alsdann nur no< um die Frage handeln, ob Spa- nien wirkli) au<h im Stande sey, alle seine Verbindlichkeiten zu e'füllien. Wir zweifeln hieran keinen Augenbli; in der That ind alle Spanische Publicisten der Meinung, daß das Vermd- gen des Staates und der Gemeinden dem Schulden - Kapitale ‘lcichtommt. Allerdings is bei den gemachten Anleihen auf eine s‘andaldse Weise agiotire worden; indessen darf man hierfür nicht die Inhaber der Obligationen, die ihr schônes baares Geld da- rir hingegeben haben, büßen lassen, sondern die kontrahirenden Theile. Jene haben ein Pfand in Händen, das eine revolution- ?aire Regierung allein für null und nichtig erklären kann. Diese aber find die wahren Blutfauger des Volkes, und es wird einst der Tag fommen, wo die Regierungen einsehen werden, wie än- moralisch der ihnen bewislliate Schuß is.“ i Mehrere hiesige Blätter, auch das Journal des Débats, drucêen dem Courrier francais folgenden wohl noch sehr der Be átigung bedürfenden Artikel nah: „Madrider Briefe sprechen von der Scndung eines Portugiesischen Hülfs-Corps an die ver wirivete Königin von Spanien, als von einer ausgemachten Sache, und versichern sogar, daß 4000 Mann in 2 Brigaden izroits in Estremadura zusammengezogen worden, und gegenwärtig auf dem Marsche begriffen seven, indem England dem Regenten von Portugal die zu dieser Expedition nôthige Summe vorge- hosen babe. Es scheint, daß diese 40900 Mann fast aus laurer gedienten Soldaten und kriegserfahrenen Ausländern bestehen, von deren Hülfe man sich den besten Erfolg im westlichen Biscaya verspricht.“

L ! y

Großbritanien und Zrland.

London, 26. August. Der Herzog von Wellington hat F nach Schloß Walmer begeben, wo er bis zum September bicibezz und ôfters Jagdgesellschaften bei sich sehen wird.

Dye Lords Brougham, Melbourne und Althorp befinden sich in Schottland zu einem Besuch bei dem Herzoge von S utherlan®d., A

Lord Duncannon hat einen Sohn des Generals Sir John Macdonald zu jeinem Privat-Secretair ernannt. .

Die Minister sollen beshío}en haben, die erledigte Profes: sur der s{<ônen Wissenschaften an der Edinburger Universität nicht wieder zu besegen.

Die Armen-Kommissarien hielten am Freita2 ihre erste Ver- sammiuag in ihrem neuen Büreau in Whitehall Yard

Auf die große Protestanten - Versammlung in Dublin is ne Versammlung des Konservativ-Vereins gefolat, deren Zweck nauptsä<li< darin bestand, einen Fonds zujammenzubringen, purcy welchen die Geistlichfeit in den Stand geselzt werden toll, ißre Zehnren - Forderungen gerichtlich einzutreiben. Der Graf »on Winchilsea zeichnete 500, der Graf Roden 30, der Graf Sandon ebenfalls 300, Herr J. H. Hamilton 200, der Graf ZRathdown 100, der Herausgeber der Evening-Mail 100, Andere 59 bis zwei Pfund. Herr O’Connell hat dagegen das Volk er- muntert, keine Zehnten zu zahlen, da dieselben schon als abge- haft zu betrachten seyen, si< aber übrigens aller Gewaltrhätig- keiten zu enthalten, da das je6ige Ministerium es mit Jiland hr gur meine. Man schreibt aus Dublin, daß jet eine drei- fache Agitation in Jrland im Gange sey: die der Konservativen, an deren Spi6e, allem Anschein nah, der Graf von Winchilsea stche, die der Repealer, Zeleitet von O’Connell, und die der Bank- Spekutanten, welche auf Errichiung von Nebenzweigen zu der Jrländischen Bank ausgehen. Die Evening-Po{ will wissen, daß von Seiten der gemäßigteren Protestanten unter den Auspi- Fien des Dechanten von Clopne eine Reaction gegen das Verfah- ren der großen Protettanten-Versammlung im Werke sey.

Am 22sten d. ist es in Charam zwischen den Soldaten des dort garnisonirenden Jrländischen Regiments und einer Anzahl von Matrosen, die das Volk auf ihrer Seite zu haben schienen, zu blucigen Händeln gekommen. Mehrere Personen wurden da- bei verwundet. E

Herr H. Chester, ehemaliger Attaché der Britischen Gesandt- (aft zu Lissabon, hat eine Broschüre herausgegeben, worin er die Veränderungen darstellt, die durch die Zeit in der von Eng- land in Bezug auf die Pyrenäische Halbinsel befolgten Politik herbeigeführt worden, Er sucht namentlich zu beweisen, daß die Einführung der constitutionnellen Regierungsform in Spanien ünd die Zunahme des Spanischen Einflusses von ' großer Wich- tigfeit für England sey, weil dadurh ein neues Europäisches Gleichgewicht gebildet werde,

Herr Alexander Baring wurde am Dienskag bei einer Spa: zierfahrt von einem Unglücksfall betroffen, Die Pferde wurden scheu, und Mistreß Baring juchte aus dem Wagen zu springen, vrach sich aber dabei den einen Fuß.

Die Ties enthält ein sehr ausführlihes Schreiben über die Herstellung der Dampfschiff- Communication mit Ostindien, worin auseinandergeseßt wird, daß es bei weitem vortheilhafter sevn würde, die Schifffahrt nicht, wie das Comité es vorge: slagen, dur< den Euphrat, sondern dur< das Rothe Meer U een . :

Die Sendung Hassung d'Ghies, Schwagers des regie:

? T : eo S i renden Bey's von Tripolis, an die Englische Regierung, um sie | ngen, i: l ot L t hin abbestellt werden. Yan wollte in den Vereinigten Staa-

über das Benehmen des Englischen General-Konsuls Warrington aufzuklären, und dessen Abberufung von seinem Posten zu be; wirken, hat ihre Früchte getragen. Schon am 2. Aug. hatte der Tripolitanische Abgesandte bei Hrn. Spring Rice, dem Staais: Secretair für die Kolonieen, eine Privat-Audienz, worin die Haupt- bi schwerden des Hofes von Tripolis dargestellt und besprochen wuden. Eine zweite Unterredung sollte stattfinden; aber bereits tonnte man folgende Punkte als beschlossen betrachten : l) Die Englische Regierung erklärt die Abdankung des alten Pascha zu Gunsten seines Sohnes Ali als geseglih, und erkennt sofort diesez als legitimen Souverain von Tripolis an, mit Ausschließu1g des an der Spike der Empörung gestandenen Neffen, welchen Warrington mit seinem Einfluß und mit thät- licher Hüife unterstü6ce; 2) dieselbe Regierung erklärt, ste habe keineswegs die von ihre Agenten ihr unterstellte Absicht ge- habt, sich des Gebiets von Tripolis zu bemächtigen. Ihre künf; tige Politik hinsichtlih der Nordküste von Afrika werde sich nach dem Sinne dieser Erklärung richtet. -— Wir e diese Nach- richt, ohne sie in einem Englischen Joutrnaie gefunden zu haben, nach dem Französischen Messager. Gleichzeltig schreibt Ga g- sianuts Messenger: „Wir vernehmen, Hr. Warrington, Sritischer Konsul zu Tripolis, sey von seinem Posten entlassen worden. Ein Brief aus Livorno meldet, einer der mächtigsten | ‘Acaberstámme, die an den Gränzen Aegyptens hausen, habe, ciner Aufforderung des Pascha’s von Tripolis entsprechend, ihm eine Abtheilung seiner Krieger zu Hülfe gesendet, welche, nach Vernichtung einer Rebellenschaar , die s< ihrem Marsche zu widersetzen suchte, in Tripolis eingezogen sey. Unterwegs aber Habe sie ein, Herrn Warcingkon zugehöriges, Landhaus nebst

| ausei sehen worden, der Königin von Spanien diesen Dienst zu

j Es geht daraus hervor, daß die Spanische Regierung Depeschen

; ter den Truppen der Jnsurgenten scheint eine Meuterei stattge-

YRA

Das Königliche Dampfboot „„Confiance“/ is aus Lissabon, von wo es am 17ten d. absegelte, hier angelangt. Es brinat

mit. Das Land macht schnelle Fortschritte, und man ist mit der jesigen Regierung allgemein zufrieden. Am 15ten d. ver- sammelten sih die Cortes, und Dom Pedro hielt eine Thron- Rede, die allgemeinen Beifall gefunden hat. Man hält es fúr seine und des Ministeriums ernfiliche Absicht, alles Mödaliche für das Wohl der Nation zu thun. Die Versammlung der Cortes war für die Einwohner Lissabons cin wahrer Freudentag.

Der Globe äußert sich folgendermaßen über Dom Pedros Thron-Rede: „Dieses Attenitück is sowohl hinsichtlih des Stils als der geschickten Abfassung ein Werk von nicht unbedeutendem Verdienst. Die Recapitulirung der Thaten und Unistände, wel- <2 die Usurpation Dom Miguels begleiteten, is schr kräftig und nachdru>svoil ; dasselbe giît von dem, was über das Beneh- men und die Politik jenes nit zu belehrenden Prätendenten, bor die Wiedereroberung des Königreichs durch Maffengewalt

in der Ueberzeugung, daß sie durchaus nothwendig seyen, und in

sungêémäßigem Wege versammelt wäre, die Zustimmung der Na- tion erhalten würden, angenommen hatte. Ueber diefe leßteren fônnen wir wegen Mangel an Raum heute keine weitere Be- merkungen machen, doch i es gcnuagthuend, zu sehen, daß sie alle auf eine klare und männliche Weise auseinandergeseßt sind. Am Schluß werden den Cortes zwei wichtige Fragen vorgelegt, die sich an die Fragen úÚber die inneren und constitutionnellen Re- formen anfnüpfen: erstens, ob die Regentschaft bis zur Majo- rennität der Königin beibchalten werden solle, und zweitens, ob nicht Schritte gethan werden möchten, um Jhre Majestät mit einem fremden Fürsten, der ihrer Hand würdig wäre, zu ver- binden.“

Der Globe sagt: „Die neue Portugiesische Anleihe, die so even abgeschlossen worden if, beläuft sich auf 1 Million Pfund Sterling, die 6 pCt. Zinsen tragen, und wurde zu 95 pCt. úüber- nommen. ““

Der Courier bezweifelt die Richtigkeit der von den Fran- zösischen Zeitungen gegebenen Nachricht, daß unverzüglich 4009 Mann Truppen aus Portugal in Spanien einrücken soilten, und ? außert sich mit einiger Bitterkeit darüber, daß es heiße, es sepen gerade die in Don Pedro’'s Diensten sehenden Auélinder dazu

leisten. Er meint jedoch, ein solcher Versuch könnte gefährlich j auéschlazen, denn den Spaniern würde an den Fremden nichts gelegen seyn; auch wäre eine so geringe Truppenmacht von gar keiner Bedeutung in einem so groÿen Reich, wie Spanien. „Ueberdies“, fáhrt das genannte Blatt fort, „cheinen die Waffen jener Auólánder im Allgemeinen käuflich zu seyn, und das Geld des Don Carlos oder die Versprechungen der republifanishen Par- tei Fönnten wenigitens eben so großen Einfluß auf fie ausúben, als die Armnuch der bankerotten Regierung der Königin. Es it gefährlich, die Jntervention der Franzosen in Anspruch zu nehmen, | und es iff gefährlich, von Portugal Hülfe zu verlangen; beides kônute die Spamer gegen die Regentin einpdren. Das Sicherste, seld für die Königin - Regentin, möchte wohl immer sepn, den Veistand beider von der Hand zu weisen. Vielleicht ist es bes: ser, die Gegenwart des Don Carlos zu dulden, als ihm oder den Republikanern den Sieg in die Hände zu spielen.“ Nachdem der Globe die neuesten Nachrichten Über die Spanischen Begebenheiten aus den Französischen Zeitungen mit- getheilt hat, fügt er hinzu: „So eben hören wir no<, däß Nach- richten aus adrid bis zum 16ten d. hier eingegangen sind.

vom General Rodil empfangen hatte, worin dieser meldete, daß Don Carlos beinahe von dem unter Figueiras stehenden Deta- schement eingehoit worden wäre, daß es ihm aber noch gelungen sey, sich mit Zumalacarreguy zu vereinigen, dessea Streitkräfte wieder von der Armee des General Rodil verfolat wurden. Un-

funden zu haben; zwei Bataillone drohten, daß sie die Waffen niederlegen würden, wenn Don Carlos nicht zu ihnen käme. Zumalacarreguy stillte den Aufruhr für den Augenbli dadurch, daß er ahtzehn von den Rädelsführern erschießen ließ, aber na-

türlich is dieser Vorfall für die Anhänger der Sache der Jn- ; surgenten sehr entmuthigend.““

! Anschein von feindseligen Gesinnungen und Absichten in der Um- gegend der Dardanellen vers<hwunden war, und daß, wenig:

| zu denken sey. Das Britische Geschwader unter Sir Josias | Nowley war am 22, Juli von Mitylene nah Vurla zurückge: kehrt, und nachdem die Schiffe sich mit dem nöthigen Vorrgth | von Wasser versehen hatten, begab es sih von da nah Scala- | nova, um später nach Nauplia abzusegein, dort bis zur Mitte

| September na< Malta zurückzukehren, wo es zu Anfang OÖkto- ! ber eintreffen und úberwinecern sollte.

} walt zuzuwenden.

{ von dem Zustande dev Dinge in Buenos-Ayres, wo die voll: : fommenste Ruße herrscht, der Wohlstand zunimmt und die Re- | gierung sich immer mehr befestigt. Die gese6gebende Versamm: ¿ lung hatte den Traktat mic Venezuela ratifizirt und dann ihre Sibungen ges{<lossen. Die vollziehende Gewalt war ermächtigt

Garten geplündert. ‘/

Aus Malta schreibt man, daß gegen den 1. Aug. aller

stens nicht vor dem Früßlinge, an keine Erneuerung derselben

des Augusts zu bleiben, dann nach Korfu zu gehen und Mitte

Fn Liverpool sind Briefe gus den Vereinigten Staaten eingegangen, wodurch alle weitere Versendungen von Gold dort-

ten wissen, daß das Volk und die Geistlichkeit in Mexiko wirk- lich damit umgingen, dem General Santana die ‘abselute Ge-

Briefe aus Bogota entwerfen eine erfreulihe Schilderung

worden, eine Eisenbahn Úber die Landenge von Panama zu füh- ren, ein Werk, dessen Ausführung als nicht sehr schwierig, dess sen Vortheile aber als unberechenbar gesch:ldert werden,

M cane

Aus dem Haag, 26. August. Das Journal de la Haye enthält ein an das Amsterdamer Handelshaus de Lepel und La- bouchère gerichtetes Schreiben des Baron von Haber (d. d. Anisterdam, 20. August), worin dieser berichtet, daß er den Be- riht des Grafen Toreno Úber die Reduction der Spanischen auswärtigen Staatsschuld an Don Carlos mitgetheilt habe und daß er sich freue, zum Troste der Juhaber jener Fonds bekannt machen zu können, wie dieser Fürst nicht anstehe, die Obligatio- nen der von der jeßigen Spanischen Verwaltung reduzirten Schuld auch ferner anzuerkennen, wovon der Umstand ein Beweis sey, daß derselbe bei der neuen Anleihe jene Obligationen ¿um fünf- ten Theil an Zahlung nehme.

Die von dem Herrn v. Haber der Sache des Don Carlos bereits bewiesenen Dienste sind von der Junta von Navarra

Patent und einen Navarr y c zösische Polizei sehr beruhigende Nachrichten über den Zustand von Portugal j

sandten seines Varerlandes (

Stockholm, schien es in mit der Cholera gelinder ge leßten 24 Stunden nur vom 19ten d. wurde mi gen Tages und ) verschieden man nichts vernommen. haben sih in Christineß geagenden, feine Fälle w ¡ wegen betrug die Zahl der v d. schon an 200. Auch bei der 19ten und verdächtiger Art zu:

und über die Havptmaßregeln gesagt is, welche die Regentschaft |

dem vollen Vertrauen, daß ste, sobald die Legislatur auf verfas- |

ben in den leßte

/ Bon Flederiks stiania bis auf eine Meile getr

gestorben.

Dresden,

und Gefolge heut:

Altona, 25. Nachricht, daß der würdige zogthümer, Ober - Consistoria des Dannebrog- Ordens seiner Amésreije, in Freitage nach einem kurzen Ucbelbefinden psidslich im 78ster; Jahre seines Alcers versiorben ist.

München, 25. August. Nament2fest ten Feicrlichkeit

dffentliche Sipung. zen Vorworte d ling, las He! der Akademie eine Abhandlung „1 cines Etruvrischen Bronze-Re Vorgestern Mittags i zogin von Leuchtenverg von ziveijährigen Abwesenheit, nigl. Hoheit wird sich nächster Tac Zwischen protestantischen Geistlichen in Bayern und einigen Rabbinern hat sich ein Zerwür ? N angemessen hielten,

i Dry, Fran und Adjunkt des Königl. Münz - Kabinets, Gorgonren Fabe!““ (oder Erklärung liess in der Köaigl. Glyptothek). Fre Königl. Hoheit die Frau Her Zhrer NReisc nah Jralien, nach einer wieder hier angekommen. JZhre Kt:

ger übergab im Namen der Sommerhause, welches die bauen lassen, und wozu a res, den 26. Dezember v. Bürgermeister M

vinz Ober: Hessen úber

tenen Dampfboote.

haben, indem sie

hatte, zu fa

sehr guten, aber wohnen, sondern zog es vor,

dadurch belohnt worden, daß ihm dieselbe das Naturalisations-

Wahrscheinlich aus E

aschen Titel verliehen hat. Die Fran, L hat darum au< kürzlich im

v. Haber, die sich gegenwärtig in Paris befindet, so wie bei | j mehreren seiner Verwandten in der Französischen Hauptstadt, strenge Nachforschungen anstellen (assen. Herr v. Haber hat wegen dieser und ähnlicher Verfolgung bereits durch den Ge: Baden) in Paris Protest eingelegt, *

Schweden und Norwegen.

August, Amtlichen Anzeigen zufolge, Iönköping laut ärztlichen Berichts vom 17ten d, worden zu seyn und waren in den f oder 5 Personen gestorben; allein t Abgang der Post gemeldet, daß selbi: in der vorhergegangenen Nacht zwischen 20 und Von einer Krankheit auf dem Lande hatte Gleichfalls nah amtlichen Berichten amm, so wie in Karlstadt und den Um; eiter ereignet. Zu Frederiksstad in Nor- on der Cholera Befallenen am 17ten. Bis zum lten d. waren 56 verstorben. —. htesigen Quarantaine: Kommission ijt angezeigt, dag ? 20sten d. hier drei einzelne Krankheitsftlle etragen und zwei der Erkrankten gestor-

Gothenburg, 23. Aug. Jm hiesigen Krankenhause star- ; : n 24 Stunden nur 13 Menschen. Die Aerzte sagen, die Krankheit habe eiyen so gelinden Charakter angenom men, daß man sie nur noch sporadisch nennen fönne; leider aber raff sie noch täglich zahlreihe Opfer aus den gebildeteren Klas: ? sen hin, Die Gesammtzahl der Todten wird auf etwa 1700 an- Marstrand waren 9 Personen an der Cholera stad her hat sich die Cholera Chri: tähert,

G c : 29, August. von Cambridge, Vice-König von Honnover, ütt nebsk Gemahlin früh von hier über Leipzig weitergereif?,

Heute erhielten wir die betrübende General - Superintendent beiter Her [rath Jacob Georg Chrisian A dier, Wropkreuz und Dannebrogsmaun , auf dem Kivchdorfe Gikau, bei Lütgenburag, am

Se. Königl. Hch. der Herzog

Das -allerhdchste Geburts: und

ajestát des Kdnigs wurde heut mit der größ: und Herzlichkeit begangen. Die Königl. Aka: Wissenschaften hielt Vormittags um 11 Udr eine Nach einem avf die Feicr des Tages be- es Vorstandes, Herrn Geheimen Raths von ¿ Streber, außerordentliches Mit

O,

Tage nah Jsmaning begeben.

fniß ergeben, indem leßtere es für

sich eine Kleidung beizulegen , die der Amt: tra<t protestantischer Geistlicher sehr ähnlich war. Es gab des. halb Beschwerden, und der Chorro>, das Baret und der weiße Ueberschlag wurde den Rabbinern verboten.

Darmstadt, 26. August. j Hoheit des Gro

Das hohe Namensfest Sr. £.

: ßherzogs und Sr. Hoheit des Erb-Großherzogs, der Ludwigstag, wurde gestern in. hiesiger Stadt und an vielen ! Orten der Umgegend festlich begangen, während die Großherzog:

liche Familie solches auf dem L Großherzogin bei Jngenßhe Die beiden Bürgerme hatten vorgestern die E

andsize Jhrer Kdnigl. Hoheit der

im an der Bergstraße feierte.

ister der Städte Darmstadt und Mainz b hre einer Audienz bei Sr. H. dem Erbgroßher: zoge und J. K. H. der Erbgroßherzogin. Bürgermeister Lauteschl&- Stadt Darmstadt die Schlüssc( zu dem selbe im Garten Sr. Hoheit hat er: m Vermählungstage des hohen Paa- D. , der Grundstein gelegt wurde: _Meb im Namen der Stadt Mainz die Möbel, womit diese Stadt das Haus hat aus\hmü>en lassen. Beid- Bürgermeister wurden von den hohen Herrschaften aufs freund: lichste und gnädigite empfangen und in den huidvollsten Aus- drücken entlassen.

Die unlängik stattgehabte Verhaftung eines Studenten zu des Sohnes eines hohen Staats-Beamten zu Darmstadt, war mit besonderen Umständen verknüpft. Derselhe wurde, als er zuin Thore einfahren wollte, verhaftet und augenbli>li<h vor den Universitäterichter geführt. i schen Schriften,

Hier soll man die aufrühreri-

deren Verbreitung er beschuldigt wird, alsbald und zum Theil in seinen Kieidern verstectt gefunden haben, mir der schriftlihen Jniiruction für die Verbreiter, daß, wenn einer ertappt werde, er sagen solle, sicht bei sich trage,

daß er die Schristen in der Ab-

um sie den Polizei - Beamten zu übergeben, welche Jnstruction der Verhaftete au< wirkli anzuwenden ver- sucht haben soil, bevor man diese selbst entde>te. Vie Sache wurde indessen als kriminell sogleich dem Hofgerichte der Pro- geben, und von diesem der Angeschuldigre in vie Gefängnisse nach Friedberg, wo bisher die revolutionnairer halber Verhafteten saßen, abgeliefert. Wan hält dem Fall fúr wichtig, und glaubt, daß er zu weitern Entde>kungen führen werde.

Mainz, 20. August, Vor einigen Tagen berühree be- tayntlich auf der Rückreise nah London Jhre Maj. die Kön gin von England unsere Stadt, und logirte, wahrscheinlich dur< einen Jrrthum dazu veranlaßt, niht in dem für sie bestellten Gasthause, sondern auf dem für Höchstsie in Bereitschaft gehal- Zwei Tage lang waren für die hohe Rei sende und ihr zahlreiches Gefolge in dem neuerbauten schönen Horel „zuin Rheinischen Hofe“/ die Zimmer in Bereitschaft ge- halten, und auf das Prachtvollste eingerichtet worden. Aßhre Maj. selbst scheint indessen von der Bestellung nichts gewußt zu 1 gleich bei ihrer Ankunft in das Gasthaus zu „den 3 Kronen‘, wo ste früher als Herzogin von Clarence zur Zufriedenheit j

ren befahl. Da Bestellung dasselbe nicht frei in dem andern, wenn gleich

en Willen bestellten Hotel nicht auf dem Dampfboote zu schlafen. rmüdung [lehnte die Königin die ihr zug:-

ause der Fray È

Di

R T

dachte Aufwartung von Seiten der hiesigen Civil - und Militair- Behörden ab, Bei Höchstihrer Ankunft ward sie mit Kanonen- shüssen von den Festungswällen und mit einer gleichen Anzahl den andern Morgen bei der Abreise begrüßt,

De fffevreico.

Wien, 22. August. (Schles. Ztg.) Se. Durchl. der Fürst Metternich ist von dem Vorhaben, eine Reise nach seinen Herrschaften in Böhmen zu machen, abgekommen, und wird noch einige Zeit in Baden verweilen, woselbst ihm Se Majestät der Kaiser jein eigenes Palais zur Disposition gestellt hat. Der einzige Sohn des Fürsten war bedenklich krank, is nun aber wieder auf dem Wege der Besserung. Aus Bukarest wird geschrieben, daß der neue Hospodar Fürst Ghika am 7ten d. seinen feierlichen Einzug daselbst mit außerordentlichem Prunk und un: ter dem lautesten Jubel der Bevölkerung gehalten habe. Die un :etheilte Freude des Volks, welche sich bei diesem Anlasse aus- {prach, láßt sich mit dem Înhalte eines aus Konstantinopel da: ten Korreipondenz- Artikels in der Allgemeinen Zeitung, voel- cher dem Fürsten Ghika allerhand unedle Eigen)chaften andichtet, nicht vereinen, und dürfte als die passende Widerlegung desszl- ben betrachtet werden. Se. Königl. Hoheit der Prinz von Wasa is gestern von einer Urlaubsreise zurü> hier angekom- men. Ueber Livorno sind so eben Briefe aus Alexandrien bis O 4. Juli hieher gelangt. Jhr Jnhalt spricht sich über die

Verhältnisse wieder weit befriedigender für das Aegyptische Gous- !

vernement aus; es sc{eint schon ein großer Schritt in der Pa- c:fication dieer Provinz gethan worden zu seyn, doch gehr auch

aus diesen Nachrichten heror, daß Jbrahim Pascha schon beträcht-

lich gel:tien hatte und daß die grôßte Gefahr im Verzuge war, | Die erklärten Feinde der Freiheit und des dentlichen | | Wohls gaben jedoch ihre finsteren Machinationer nicht auf; ! 4 ö , sondern, angetrieben durch unsiinige Leideischast, bewaffnet mit a- j Dieser Tage ist der von einem biesigen Mechanikus in London i

wenn nichr Hülfe fam. (Vgl. den Art. Türkei.) Die Sage von einem Aufstande in Ober: Aegypten is offenbar falsch.

bestellte Dompswagen für gewöhnliche Chausseen hier eingetrof

und wird bald seine erste Probefahrt zwischen hier und Ba: ! t / tit 30 ) fen | Q ¡ Grausamkeit, welches se<hs Fahre hindurch die Portugiesen utnter-

den machen. E : ; ; ; Der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Teplit hat eine

Gaben ausspricht, die aus den Preußischen Staaten zur Errichtung eines Bade: Hospi-

tals für arme Jiraeliten in Tepliß eingegangen sind. Am Gan: zen sind aus den Preußischen Provinzen 795 Thaler 192 Sar.

eingegangen, wozu- allein die mildthätigen JFsraelitischen Ein- :

wohner von Berlin 511 Thaler 22 Sgr. beigetragen haben.

Jtalien. Florenz, 15. August. Der Großherzog und die Groß-

ternommen, von dem sie vor mehreren Tagen wieder zurüge- ehrt sind.

Unser Mitbürger, der Historiker G. Micali, hat erfennung seines Geschichtswerkes über die alten Zt V3lkerschaften, von Sr. Majestät dem Könige der den Orden der Ehren-Legion erhalten.

/ aiiánischen

Ls

Franzosen

Spanien.

Madrid, 14, Aug, Die Hof-Zeitung berichtet, daß die |

gestern in der Kirche San Francisco el Grande stattgefundene Todtenfeier zum Andenken der bei den Greuelscenen am 17ten v. M. umgekommenen Priester so erhebend gewesen sep, wie es einer so Überaus fkatholis<hen Nation (una nacion eminerte- mente católica) würdig wäre, Außer dem Magistrate der Hauptstadt, haben die hdchsten Prä!aten der Kirche, mehrere

taats - Minüiter, Generale und andere hohe Beamte der Cere- |

moniíie beigewohnt.

heits-Adresse eingesandt, worin er seine Bew nderung des he-

roischen Entschlusses zu erkennen giebt, der Ihre Majestät be- | wogen hat, während der Zeit, wo die Cholera in Madrid | herrsche, nach der Hauptstadt zu kommen und die Cortes in eige-

ner Person zu erdfsnen.

An unjerer Börse machen die aus Paris kommenden nie- j drigen Fonds-Course durchaus keinen Eindruck und die inlän- | dische Staatsschuld erhält sich gesucht. 4pCtige Vales wurden

heute zu 567 und nichtconsolidirte Vales zu 18! verkauft. Dor egal

Labn, 160 Aue Die Regierungs- Zeitung |

enthält Folgendes über die Eröffnung der Cortes: „Am 15ten

um 11 Uhr las der Erzbischof, Groß- Almosenier, in Gegenwart |

Ihrer Majestäten des Herzogs und der Herzogin von Braganza,

die Messe. Se. Kaiserliche Majestät empfing um drei Viertel

auf Eins die Minister der Finanzen, der Marine und der Ju-

stiz. Jhre Majestäten und die Infantin Donna Isabella Mas- !

ria begaben sih neb| ihrem Gefolge nah dem Palaste der Cor- tes, an dessen Thúr sie von einer Deputation der beiden Kan: mern, von den hôchsten Beamten des Reichs und des Königl. Hofstaats, und von den Staats: Ministern empfangen wurden, und die Königliche Sikung nahm sogleich ihren Anfang, wäh- rend sich die fremden Gesandten auf. der ihnen angewiesenen Gallerie befanden. Se. Kaiserliche Majestät der Herzog von Braganza las dann folgende Thron-Rede ab: _ /¿Würdige Pairs des Königreichs! Meine Herren Deputirte der Portugiesischen Nation ! //

¿Der Tag, den ih so ängülih und sehnlich herbeigewünscht, ist endlich erschienen, ein Tag des Nub mes und des Glücks, an dem ich, nachdem ich einen ungeheuern Kreis von fasi wunderbaren Er= etgnissen durchlaufen, die Wuth des Bürgerkrieges gebrochen , das Ungeheuer der Tyvannei bestegt und den Thron meiner geliebten Tochter, der Kbnigin, wiederhergeilellt habe, um sie her die Reprä- sentanten der Nation versammelt, sehe, reich an Weisheit, Klugheit, Festigkeit und Vaterlandsliebe , und guf edle Weise begierig, durch die Beobachtung der Charte und die aufgeklärte Entwickelung der Grundsäße derselben, die Festigkeit und den (Glanz des Thrones, die Berestigung des conslitutionnellen Systems und die Wohlfahrt und das Glü unserer ehrenwerthen und großmüthizen Nation zu de- fdrdc.n, An einem so glücklichen Tage sollte ich nicht das düster und traurige Gemälde von s:chsiährigem dentlichen und Privat» Unglück vor Jhre Augen führen, aber ih fann cs nicht vermeiden, in allgemeinen Umrisse: die Haupt- Ereignisse jener Periode zu er- wähnen, weil sle der Geschichte angehdren und Jhnen bei Fhren Verhandlungen zum Führer dienen mü}en.-/

Sie wissen, und das ganze Europa we'ß es, daß, sobald i durch den Tod meines crhabenen Vaters auf den Thron von Por- tugal berufen wurde, es mein erster, ia, ih darf sagen, mein cinzi- ger Gedanke war, die wichtige Mission, welche die Vorsehung mir anvertraut hatte, zu erfüllen, indem ich einen sicheren Grund leate für die dffentliche Wohlfahrt, und den alten Ruhm- und die natúr- Uche Grdße durch JFnstitu;ionen , welche dem (Geiste, dem Charak- ter, den Sitten und Bedürfnissen des Volkes, und dem fortschrei- tenden Zustande Europä*‘scher Civilisation angemessen waren, wieder berzustclien mich bemühte, und indem ich zugleich wünschte, mich

als An- |

98!

nach den Futeressen der Politik und der relativen Lage der verschte- } Unterstüßung, der am 29, Mai das 2te Garde-IJnfanterie-Regi-

denen Staaten, welche meiner Regierung gehorchten - ju bequemen, |

so entsagte ih freiwillig dem Throne Portugals zu Gunsten der Königin, meiner geliebten Tochter, Und gab auf diese Weise Euroya eine neue Bürgschaft für die Redlichkeit meiner Absichten, und den Portugiesen den vollsten Beweis von dem cifrigen Wunsch, der mi beseelte, ihre künftige Wohlfahrt V befördern. Die constitution- nelle Charte, welche i< am 29. April 1826 verlieh, und welche meine bescheidenen Absichten völlig erfüllte, wurde, so wie die sie beglet- tenden Maßregeln, von der Nation nicht nur mit Beifall und Dank- barkeit, sondern au<h mit außerordentlichem Enthustasmus aufge: nommen. Alle Klassen des Staates gehor<ten ihre. Alle Prinzen, welche damals meine Kaiserliche und Königliche Familie bildeten, gaben bestimmte und öffentliche Beweise ihrer Billigung. Alle

fremde Nationen erkannten die Nechtmäßigkeit meine: Thronfolae

und Entsagung, so wie der Maßregeln, welche ich für die Wohl fahrt der Portugiesen ergrifsen batte. &urz, alle verständige und aufrichtige Personen empfingen die angenehme Hoffnung, daß mit diesem werthvollen Geschenk, außer szinen Hauptfolzen das

Aafodren der Zwietracht und der Verschiedenheit der Meinungen, | weiche früher aufgeregt und lislèger Weise berdroert wurden, Her= j betgefübrt werden würde Unterdeß hatte cine revellische und fang- |

tische Partei , weiche durch verborgene und mächtige Kcäjste geleitet wurde und vielleicht auf fremde Mitwirkung recincte, das Land verlassen, erflärte sich fúr den Feind der liberalen Fustitutionen und der Wohlfahrt seiner Mitbürger, und unternahm das niedrige (Ke-

schärt, die Herrschaft der Mißbräuche und Privilegien zu unte ‘siúz= }

zen, die Charte zu vernichten, die berächtigte und verhaßte Herr-

schaft der absoluten Gewalt wieder herzustellen und sogar meine | | undeslritteten und anerkannten Rechte auf den Portugiesischen Thron | in Zweifel zu ziehen. Diese Partei wurve durch die edlen Anfsiren-

Í National - Armee itersúüßt durch die energi- A : A f, gungen dec National Armee , unifersiußt durch die energi | 90,000 Mann angegeben. An 26: Zuni war Mehmed Ali

sche und patriotische Vereinigung der Nation, unterdrückt

natismus, Betrug, abscheul:cher Verieumdung und alien den nie drigen und treulosen Mitteln, welcve Verzweiflung und Leidenschaft

ihnen eingaben, sahen sie endlich den Untergang des Systems der f

drückte, und gaben der Welt ein Beispiel, wie es cin in den un-

j E j D Le lichsten Zeiten weder dieter n 4 traaen ‘inec atidercen *nNonar 5 - n Ol, T ¿ do : glu h / L jer noch : En C4 eL MiIVELE T0 ;: Bekanntmachung erlassen, es E N A A ; chie gesehen worden ist Es war ein Prinz meiner Familie (ich kann

achve E Ca Ot i

von Preußen die Ailerhd<{e Erlaubniß dazu ertheilr hatten |

diesen Umstand nicht ohne den lebhaftesten Kummer erwähnen, aber ich niuß es sagen), cs war cin Prinz meiner erhabenen zamtilie, ein

; undankbarer und entartcter Bruder, welcher die Anstrengungen der | ¿ Mebellen ermuthiagte und unterstüßte, um sch auf den, auf Verrath,

Treu!osigkeit undMeineid gegründetenThronzus-ven, Die festen Bande,

wodurch der Prinz sich verpflichtete , die constitutionnelle Charte zu befolgen, den legitimen Fürsten anzuerkennen und ihm zu gehorchen,

: sein Eid, seine zu Wien, Paris, London und Lissabon gemachten? und

wiederholten Versprechungen, die feierliche Antahme der Hand der

| Kbreigin, welche bestimmt war, scine Gemahlin zu werden, das Vecr- : frauett, welches ih in ihn segte, indem ich ihn zum Regentcut des

herzogin hatten einen Ausflug nah den Bädern von Lucca un- |} Reiches und zu meinem Statthalter ernannte; endlich die Ziegiecungs-

Aîte, welche er unter diesem ehrenwerthen Titel vollzog, dieses al-

| les, sage ih, wurde von ihm mit der s{hänbti<ien Unmoralität

verachtet, und indem er ein trügerisches und ungeseßliches Phantom

der National-Repräsentarion, die er vernichtet zu seben wünschte, !

cinberief, ließ er einc Frage entscheiden, die in IWagrheit nicht Crt tirte, und sich zum Könige erklären, als er in de: That schon die

Königliche Autorität und Gewalt ausübte, und ce glaubte, durch die | augenscheinlichste Falshheit und plumve Sop'ismen das (Ke-

sehwidrige sciner undesonnenen Handlun zu rechtfertigen Auf diese Weise wurde das Werk der Bosheit vollenvet ua? auf diesem Wege gelangte der Usurpator auf den Thron, de: nie dur so entscblichhe und schändliche Treulostgkeit eingenommen worden ift. Tausende von edlen Opfern fielen darau; durch die Tyrannei, entweder auf dem Schafot oder in den fur<tbaren Ke-tkern oder durch die Verbannung in entfecnute Gegender, ohne ein ank eres Verbrechen, als ihre Loyalität, ohne ein anderes (Berichtsverfgßren, als den Willen der Regierung und der schädlichen Gelültet ihrer Barbarei. Bestürzung und Furcht, zuweilen grausamer, als dev Tod selbsi, vertrieb diejenigen, roelche ‘noch cintger persönlichen

Der Magiitrat vou Bilbao bac der Königin eine Ergeben- | Freiheit zu genicßen schienen. Berdiente und angesehene Personen

wurden überall mit Beleidigungen, Schmähungen und Spott von einem unsinnigen Pöbel verfolgt, der, durch das Beisviel anacfeuert und sïcher vor Bestrafung , vielleicht noch belohnt, alle Arten von Getwaltthätigfkeiten beging. Das Asyl des Hauses der Búrger

wurde scden Augenbli> verleßt NRäubereicn und Mocdthaten wur- | den fortwährend ungestraft, niht nur unter der Zvlassung, \on-

dern auh mit der Billigung der Regierung verübt. Nuf den Kanzeln , ih schaudere, es sagen zu müssen, aber Sie wif- sen, und jedermann weiß es, daß ich die Wahrheit sage, auf den Kanzeln, im Angesicht der heiligen Altäre, inmitten der ¡eiligen und erhabenen Myfterien, predigten die Diener des Gottes der Lieve und

Dienst und verkündigten dem staunenden Volk ein neues Evangelium der Verfolgung, des Blutes und Todes. Fn kurzer Zeit gab es fein Verbrechen mehr, das nicht begangen, keine Vergehung, die nicht vertheidigt, keine Tugend, die nicht verfolgt wurde; Niemand konnt?

auf Sicherheit und Schub renen, als der Gottlose, der sich durch i

Wuth und blutigen Eifer auszeichnete. Fch will dies schaudervolle

Bild nicht weiter ausmalen. ‘Die Thatsachen sind weltbekannt und | sie wiederholten sih in allen Gegenden dieser Fonigreiche. Es giebt

wetitig ehrenwerthe Bürger, die ste nicht selbs an ch erfahren oder

doch an Verwandten und Freunden in ihrer Nachbarschaft mit Au- ?

gen gesehen und beroeint haben. / (Die weitere Mittÿeilung dieser ungewöhnlich langen Thron-Nede behalten wir uns vor und verweie sen Über den Haupt-Fnhalt derselben auf den Artikel des (Z1o be un- ter Londou.)

S

JÎm Oesterreichi shen Beobachter liesi man: Aus |

Alexandrien vom 26. Juni, aus Bairut vom 1. Juli, aus

Smyrna endlich vom 26. Zuli fommen über den Aufstand | J

in Syrien so viele unter sich übereinstimmende Nachrichten,

daß sie zureichen, um ein Bild dieses wichtigen Ereignisses zu'j entwerfen. Unter dem Schuße von nahe an 18,000 Mann ge- |

regelter Truppen, in den Küstenpläten von Adana bis Gaza und von den Abfällen des Taurus über Haleh und Damasëk bis nach Jerusalem vertheilt, vermochte „Zbraßdin Pascha in dem seitLan-

derthaió Jahren unterworfenen Lande nah und nach die Ver- |

walrung im Geiste der Aufträge seines Vaters einzurichten, wel- che dahin gingen, alle Theile desselben nach einein und demelben Systeme zu behandeln. Schon aus diesem Umstande ging fúr mehrere Bezirke und Völkerschaften, welche in den sähern Ver- hâtcnissen einer völligen Freiheit genossen, ein ungewoßnter Druck hervor. Unter den Bewohnern des Libanen und der Gebirge von Samaría und Juda war die Unzufricd-nheit in ven ersen Monaten dieses Jahres auf einen hohen Grad gestiegen. Die gewaltsame Aushebung von jungen Leuten für die Armee brachte dieselbe im Laufe des Mai zuer in Naplus zum Ausbruche, und das schnelle Umsichgreifen des Aufstandes sowohl als die Nachtheile, welche die Aegyptier auf allen Punkten erlitten, be- weisen klar, daß dieselben eines so kräftigen Angriffes sich nicht versaßen und ganz eigentlich überrascht wurden. Auf die Nachricht, daz die im Gebirge von Samaria mit d:r Aushebung beauftragten Trup- pen-Abtheilungen niedergehauen und verjaot worden waren, ließ Ibrahim ein Reiter: Regiment dahin aufbrechen, das kein besse-

res Schi>sal erfuhr und verlangte gleichzeitig von seinem Vater

ment von Alexandrien nach affa überschiffen ließ, das Wte Infanterie: Regim- it aber von Kahira nach Alexandrien rief, wo es am 6. Juni eitraf, am 8ten, da beruhigendere Nachrichten gekommen waren, den Rückmarsch antrat, am 15ten aber wieder nah Alexandrien berufen wurde, um mit allen dort bereit stehen- den Truppen unter Mehmed Ali's persdnlicher Führung nach Syrien gebracht zu werden. Gleichzeitig wurde der Renegat Soliman Pascha beauftragt, von Kahira mit zwei Reiter-Regi- menten durch die Wüste nach Gaza zu marschiren. Die Ver: ansassung zu dieser Kraft - Anstrengung gaben die Nachtheile, welche einstweilen Ibrahim Pascha selb erlitten hatte. Ér war am 3. Juni mit etwa 8000 Mann, das 2te Garde - Jufanterie- Regiment mit inbegrifsen, von Jaffa nah Ramle gegangen, und rücête am 5ten nah Jerusalem vor, wo die Aeayptiiche Be- saßung harc bedrángt war. Jn die Schluchten des Gebirges ge- langt, wurde ein Bataillon völlig aufgerieben. Jbrahim selb gelangte Über Bethlehem nah Jerusalem, aber die Beduinen der Umgegend umgaben die Stadt, während andere in zahlrei chen Haufen sich in die Ebene warfen und alles Land zwijc dem Karmel und Gaza plünderten und verhcerten. Ein Regt- ment, von Dainask Herbeigeeilt, wurde in Nazarcth angegriffen und eriag in der Ebene von Esdrelon, bevor es die Gebirge von Samaria erreichen konnte. Der Verlust der Acgyptier in diesen verschtedenen Gefechten wurde auf 6000 Mann ges{<häßt. Der Libanon war ruhig. Dagegen hatten mehrere Arabisc;e Stämme jenseits des Jordan nit denen von Samaria gemeins<aftiic<he Sache gemachr, Die Zahl der in Waffen Stehenden wird auf

4a 5 Cen

von Alexardrien unter Segel gegangen. Er führte 20 Trans- porte. 6 Linienscife, 6 Fregatten, 6 Korvetten und 8 Brigces seten sich in Alcxandrien in Bereitschaft, auézulaufen. Die Sinpyrnaer Zeitung vom 26. Juli giebt eine amtl;che Mit theilung des Boghos Jussuf Bey an sámmiliche Europäische

| «Konsuln ") vota 3, Juli, welche nah einem Berichte Ibrahim Paschas vou: 26. Jani die Unterwerfung der Bewohner der apius, Jerusalem und Hebron ankündigt. Die ung nahm zwar diese Thatsache an, glaubt die » große Opfer von Seiten der Aegyptier erkauft

L n c j ¡ A

Ô

Gebirge vot

Ööffentlicite Mei selbe aber dui und hält die Durchführung des Regierungs: Syüems Mehined Ali's in Syrien fúr unmöglich.‘

¡„„Machtichten aus Konstantinopel vom 5. Hatte der ais Commissair nah Bosnien bestimmte vedschi der Pforte, Akif Efendi, am 30. v. M. seiue hin angetreten. -— Namiè Pascha, welcher mit ordentlichen Sendung na London beauftragt i, sollt üglich seine Reise dahin, über Wien und Paris, antreten. (chined Fehti Pascha, Ferik der Großherrlichen Garde, iff| zu dem

J

Rauge eines Wesirs oder Pascha's von drei Noßschweifen ci h

k

| ben, und dem Muschir Fewsi Ahmed Pascha die Stattha ctr

jchaft von Ziikomedien verlichen worden. Die Pest nach

) der Fortschritre in der Hauptiiadt, besonders unter den Griechen und Juden.“

GrieGenland

Die Allgemeine Zeitung schreibt aus Nauvlia vom 12, Juli. **) „Se. Maj. der König Otto bringt die heifien S om- mer-Monate in Argos zu, und erfreut sch dieses Jahr der besten Gesundheit. Er kommt jede Woche dreimal nach Nauplia, um die begonnenen Studien fortzuseßen. Staatsrath von Maurer und L-gationsrath Abel ertheilen dem jungen Fürsten Unterricht, Und seven ihn ven dem Gang und den Arbeiten der Negierung

t lei rken

in umständlice Kenntniß, Diese Vorbereitung ist sehr geeignet, den künftigen Hertsczer im Voraus mit allen Verhältnissen des Landes vertraut zu machen. Staatsrath Maurer und der Sayerische Geschäftéträger Herr v. Gasser sind nun von ihrer Reise na< Arhen wieder zurü>gekehrt. Diese Reise war fáâr die Wiederherjceliung von Athen sehr wichtig. Es ist Ihnen wahrscheinlich bekannt, daß früher über den Bau von Athen, besonders rüsichtli< der Lage der neuen Stadt, große Mei: nungs-Verschiedenheit herrschte. Man faßte endli<h damals den Entschluß, die neue Stadt auf derselben Stelle wieder zu er bauen, wo die alte Stadt gelegen. Diese Entscheidung ist wohi sehr richtig, da man die Weltberühmtheit dieser Stätte um so weniger außer Acht lassen durfte, als feine trifrigen Gründe auf: zufinden sind, welche diese Lage als unvortheilhaft bewies

> es

| sen. Daß Athen bei der Wahl einer Hauptstadt des jet Sox Tui R N Sa N ; G j f . S G L j A 41 V JClst- des Friedens den Meuchelmord als einen der Religion zu leisiendeir | gen Königreichs Griechenland jeder andern Stadt voezu-

| ziehen sey, läßt sich durchaus nicht bestreiten, allein Über die

Mittel zur Ausführung i desto mehr Ueberlegung nöthig. Als im vorigen Jahre mannigfaltige Diskussionen vorangegangen, und die Schwierigkeiten, welche die Bürger Athens selbs der Sache entgegen stellcen, einigermaßen gehoben waren, nahm die Regentschaft den Plan des Architekten Kleanthes an. Nach die- sein Plane wurde bis jeßt gebaut. Allein man fam damit so wentg vorwärts, daß die Stadt bis jest immer noch einen Hau- fen Ruinen vorsteir. Es gingen sehr viele Klagen gegen den Plan ein, die bemittelte Klasse wollte nicht darnach bauen und die ärmere tonnte berhaupt nicht bauen, Spekulanten Éatte'z sich ebenfalls in die Sache eingemischt , so daß man noch ni Ht recht weiß, ob der neue Plan seine Existenz der Kunft oder oem Wucher zu danken hat. Als Hr. Architekt Weißenburce,, der Genevral-Konservator der Alterthümer, den Stadtplan zu Gesicht bekam, sprach er sich gleich laut gegen denselben aus, und be- hauptete, bevor er no< das Lokal fannte, daß dec Blan, den Fehler, den er als Kunstwerk hätte, ganz abgerechnet, in den ges genwärtigen Verhältnissen gar nicht ausföhrbar sey. Nach eia: genommenem Lokal-Augenschein aber Überzeugte sich derselbe völ- lig, daß entweder seßr bedeutende Modificationen in den projet; tirten Stadtplan eintreten, oder man darauf Verzicht leser müsse, in den nächsten 50 Jahren eine Hauptstadt zu Haben, wel<he nur efniacrmnaßen einen Europäischen Anblick dagr5ar- Wie man hört, hat Herr Weißenburg der Regentschafc in einem Berichte scine Beobachcungen vorgelegt, und die Unavéfüßrzars

- Vi

4,5

keit des ersten Plans klar bewiesen. Die Haupt-Anfände ollen folgende seyn. Der Plan nimmt ein so großes Terrain ein, daß er für eine Stadt von 100,000 Einwohnern berecn:c {d i während cin Raum für 25,009 Einwohner hinrcicgend wäre Bei einer, das Verhältniß mit der Einwohnerzahz{ des König: reichs jo überschreitenden Stadt würde man ole Veittel nicht haben, die Straßen und die öffentlichen Pláße zu pflastern, zu reinigen, oder Abends zu beleuchten, denn sie sind in Länge und Breite nah einem \o großen Maßstabe anzelegt , wie sie wohl kaun Eine Stadt in Europa aufzuweisen hat. Ferner würden auf diesem weitläufigen Terrain die Häuser einzeln

_") Wik haden dieselbe bereits gestern nach andern Blättern mitgetheüt. :

. 9 Veral. damit die im gestrigen Blatte der Staats - Zeitung, befruditchen Nachrichten aus Nauplia vom 23, und 28. Jali. :

e Cal s + b Ml,