1834 / 246 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ten aus Bayonne vom 24. August wiederholen nur längst Be- Tanntes.

Der Jndicateur von Bordeaux vom 26fen bestätigt es, daß Rodil abermals in das Bastanthal eingedrungen ist, Elisondo beseßt, die Junta von dort verjagt und den größten Schrecken in der Gegend verbreitet hat. Eben dieses Blatt meldet: „Am 19ten d. hat bei Larrion zwischen den Truppen der Königin und denen Zumalacarreguys ein Treffen stattgefun- den; das Resultat ist no<h unbekannt. (Siehe die Privat- Mittheilung aus Paris vom 28sten.) Der Brigadier Harranz ist getödtet und Graf von Villa Manoel, Spanischer Grand, zum Gefangenen gemacht worden. Die Jnsurgenten haben jebßt zwei neue Bataillone gebildet, so daß Don Carlos in diesem Augen- bli> 24 Bataillone aus den vier ihm ergebenen Provinzen un- ter seinen Befehlen hat. Die numerische Stärke seiner Trup- pen it durchaus unbekannt.‘

Die Gazette giebt ein Bulletin Zumalacarreguy's aus Muez, 20. August, an „Se. Excellenz den interimistischen Kriegs-Minister// gerichtet, wonach die „siegreichen Truppen des Königs‘, aus 20 auserlesenen Compagnieen bestehend, die der ¿¿Usurpatorin‘/ vollstánvig geschlagen haben sollen. NRodils Trup- pen haben das berühmte Kloster zu Aranzaza in Brand geste>t. Ferner sêad nah der Gazette U zu Elisondo angekom- e welche aussagten, daß sich Lerida fär Don Carlos erklärt

abe.

Paris, 28. August, Nach hier eingegangenen zu- verlässigen Nachrichten melde ich Jhnen Folgendes über die jüng- ften Ereignisse im Norden Spaniens:

Don Carlos hat den 11ren Oñate verlassen, ist an demsel-

Sen Tage in El Orrio angekommen und hat sich am 13ten über |

998

kreuzt, außer einigen Französischen Briggs und Trinkaduren, eine Spanische Fregatte, vermuthlich „la Perla“/. Gewisse Signale der Fregatte verleiteten zu dem Glauben, daß dieselbe die von Don Carlos seewärts erwarteten Waffen bringe, und durch diesen Jrrthum gelang es dem Befehlshaber des Schisss, 50 Mann, welche auf Bôten an ihn abgesendet wurden, gefangen zu nehmen und nah Santona zu bringen. *) Am 14ten verließ Don Carlos Lequeytio und begab sich Úber Guernica nach La- vravechia, am 15ten nah dem zwischen Artiaga und Villado belegenen Schloß eines Biscayischen Deputirten und am 1öten úber Ubirra nah Oñate zurú>., Diese Reise des Prinzen glich einem Triumphzuge, indem die Einwohner der Städte und Dôr- fer ihm entgegeneilten und ihm überall ihre treue Anhänglich- keit an seine Person und seine Sache lebhaft ausdrü>ten. Eine Kolonne von 5000 Mann Christinos folgte dem Don Carlos, der diese Reise nur unternommen hatte, um den Einwohnern seinen Dank für ihre Anhänglichkeit und die von ihnen darge- brachten großen Opfer zu erkennen zu geben. Jm Gefühl der vollkommenen Sicherheit, in der Mitte der ihm treuen Bevölke- cung bewegte sich Don Carlos sehr langjam, wiewohl er von nur 2000 Mann begleitet wurde und sich nur Z Stunden von den ihn verfolgenden Truppen der Königin befand. :

Am 1ten soll es zwischen den Truppen Zumalacarreguy s und einer Division der Truppen der Königin von 4000 Mann

bei Golina zu einem Tressen gekommen seyn, in welchem die | Navarresen thre Gegner mit einex wahren Wuth mit dem Ba- |

jonet angriffen, in die Fiucht schlugen

pen Zumalacarreguy's 500 Gewehre in die Hände gefallen.

*) Von diesem Ercigniß is in diesen Blättern hon die Nede |

und mit ihrer Kaval- | {erie bis Pampelona verfolgten. Jn Orbaizeta sind den Trupe |

j | | | | ¡

Marquina nach Lequeytio begeben.

Im Angesicht dieses Hafens |

gewesen.

Nachschrift. Am 19. August hat Zumalacarreguy att der Spitze von 7(00 Mann über zwei Divisionen Truppen der Kd; nigin unter dem General Carrondelet einen cntschiedenen Vor: theil davongetragen. Das Treffen fand in den Gefilden von Larrion (en Los Campos de Larrion) statt. Zumalacarréguy's Elite-Compagnicen úderfielen den Feind und schlugen ihn in die Flucht, wobei die Truppen der Königin allein an Todten 309 Mann verloren und eine große Anzahl von Gefangenen gemacht wurden. Die Karlistischen Truppen erbeuteten eine beträchtliche Menge Gewehre, welche ihre Gegner zur Erleichterung der Flucht fortwarfen, eben so fielen ihnen viele Maulthiere, 16 ‘Pferde, mehrere gefüllte Munitionswagen Und ein ansehnlicher Vor- rath von Montirungsstücken in die Hände. Unter den Todten befinden sich 4 Obersten und der Brigadier Harranz, unter den Gefangenen der Graf von Villa Manoel, Grand von Spanien 1iter Klasse und Oberst vom Generalstabe. E

Zumalacarreguy's Truppen haben mit solcher Heftigkeit an- gegriffen, daß ihre Gegner schon dem ersten Anlauf nicht zu widerstehen vermochten. Der Verlust der Karlisten soll sich auf wenige Todte und eine Anzahl Verwundeter beschränken.

Frankfurt a. M., 31. August. Oesterr. 5proc. Metall, 99. 4proc. 892, Bank - Aktien 1489. G. Part. - Oblig. —, Loose zu 100 Gulden —. Preuß. Prämien-Scheine 564. Br, Holl. 5proc. Oblig. 954. G. « Poln. Loose 65. Br. Span, 5proc. Rente 324. Br.

Nedacteur Coëétel.

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Gedruckt bei A. W. Hayn.

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ÉPGMÄAG S KIAPGERT T KGa (2) SANITMGGORIGIERE U NODO

Beêaantmachungen.

Sd ce t -Gtati on

Das Cesstoné-Intirument de dato den 8. Januar et recognito dei 3 Februar 1829 uud das oon dem Kd nigliyen Ober - Landetgerichte, als der den Forst -Jn- spector Reicheschen Concurs dirigirenden Hehörcde, dazu ausaefertiate Aurtorisations - Decret vom 6. Februar 41529, vermöge welher Documente der Curaror in dem géda<ten Concurse, Juftiz-Commissariuus Wetel, das deni Cridar aus der Schuld- und Pfand-Vei schrei bung de dato Halle, ben 20. Januar 1820, an den Handarbeiter Chriftian Maenicke, und dessen Ehefrau, Marie Dorothee, geborne Peiser zu Liesfau, zugeftan- dene Afcivum von 159 Thlr. Preußisch Courant an Den Doctor medicinae Carl Friedri<h Harsleben zu Halle cedirt hat, if angeblich verloren gegangen.

Es hax daher der Leztere auf Amortisation dieser Documente angetragen, und die etwaigen unbekannten Inhaber derselben werder demnach hierdur< aufgefor: dert, si spatistens in dem zu diesem Behufe auf den i3. Ofrober 1834, Vormittags 10 Uhr, vor dem Over - La=desaë ichts - Referendarius Heyden: reib ia uiserem Seschäfcs:Loeale angesezren Termine entweder personlich, oder durch einen gehörig legiti- miricn und inst-uirten Bevoll uächtigten aus der Zahl der hicst1on Oder-Landesgeri1r8-Justiz-Commissarien von ten. sür den Fall der Uxbefanntschafc damit der Hofra: 5 T-llemann, Kriy:im rath Kayser, Justiz-Com- missuritó eúller und Justiz-Commissarius Schul;e in Vors®laz gebraht werden, sich zu weiden, und ihre Ansprüche an die fraalihen Documente nachzuweisen, wenn sie uicht gewärtigen wv!len, daß son ein ewiges Stillschweigen deshalb ihnen auferlegt, und mit gänz- Ae Amortisation der Documente verfahren werden wird.

Urkundlich unter des Königlichen Ober - Landesge- richts größerem Siegel und Unterschrift.

Naumburg, den 6. Juni 1834.

C. S) Königli l Preußische: Ober-Landesgericht.

Uvertifjement. Vorladung unbekannter Gläubiger.

Von dem &dnigl. Ober-Landesgerichte von Sachsen zu Naumburg werden alle und jede, welhe an das Vermögen des vormaligen Justitiarius Carl Friedrich Kovpe ¿u Bitterfeld, worüber wegen Unzulänglichkeit desselben, auf Andringea der Gläubiger, der Concurs erdffnet worden, Ansprüche zu haben vermeinen, der- gestalt öffeitlich vorgeladen, daß sie innerhalb 3 Mo- nacen und spátestens in dem, vor dem Ober-Landes- gerichts-Refz:endarius Langerhanß, als Deputircen auf

den 3. Dêcember cr., Vormittags 9 Uhr, auberaumten práflusivischen Liquidations-Termin ent- weder in Ferson, oder dur einen mit gesetzlicher Bollmacht und Information versehenen hiésizen Justiz- Commissarivs, vou denen d?n hiesizen Orts Unbekann- ten die Ober-Landesgericht: Justiz-Comin'sfarien, Cri- minal-Rath Hoffmann, Lellemanu Il. uud Reinftein in Vorsazlag gedracht werden, in dem Lokal des un- terzeihnetezn Gerichtshofes, Vormittags um 9 Uhe, zu erscheinen, den Betrag und die Art ihrer Forderitngen anzeigen, die Beweismittel beibringen, und hieruäg die weitern Verfügungen erwarten. Bei ihrem Unuê- bleiben im Termiage und bei unterlassener Anmeldung ihrer Ansprüche aber haben dieselben zu gewärtigen, daß sie mît allen erwaniaen Forderungen an die Con- Furs-Masse präkludirt werden sollen, und ihnen deshalb ein ewiges Stilischweigen gegen die übrigen Kredito- xen auferlegt werden wird.

Nauwburg, de: 22. Juli 1834. : Königl. Preuß. Ober-Landesgericht voi Sachsen.

Mahlmanu.

Ocffentlic)e Aufforderung.

Von Seiten des unterzeichneten Königl. Land- und Stadtgerichts, werden alle diejenigen, welche an den Nachlaß des an 19. December 1833 hierselb verftor- benen Kaufmanns Friedrich Wilhelm Engelhardt, An- sprüche zu haben vermeinen, hierdur< aufgefordert, sib mit denseißen, wegen der bevorstehenden Theilung des Nachlasses, innerhalb 6 Monaten bei uns zu mel- den, widriaenfalls sle si< na< Ablauf dieser Frist nur aa jeden Erben nach Verhäicniß szines Erbtheils hal- xen tounen.

Glaß, den 23. Mai 1834.

Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht.

M Aar T Ar A

A SLCEAT VRL D ide

Allgemeiner Anzeiger für

C Ca C Cat On:

Auf d-8 Antrag zroeier GesHwister wird der im Frühjahr 1805. vos hier nach Stettin autgemwanderte, 1nd seit dem Herbf ej. a. verschollene Shuhmacher- Geselle Sigismund Gortlied Paeyold, geboren den 5. März 1756, so wie dessen écoa zurücfzetlassene Erben- und Erbnehmer hiermit vorgeladen, sich bei uns schriftlich odèr persönlich, spätestens im Termine

den 2 December d S «u mel>en, widrigenfalis derselbe für todt erklärt, und sein Vermögen seinen sich gemildecen Erben ausgeant- wortet werden wird.

Freyburg, den 15. Februar 1834. Í

Das Königliche Stadtgericht.

Go Ca C O :

Auf den Antrag seines Curacors ist die Edictal-Ci- tation des Handlungsdieners George Christian Friedri; Schmidt, eines Sohnes des Schaeiderineiners Schmidi zu %ceuholiand, geboren am 12. Juni 1788, verfügt worden. Demgemäß werden der Handlungs - Diene1 Schmidt und seine etwanioe unbeèannte Erben hier- durch offentlich vorgeladen, sth innerhald acun Monate und späceftens in dem auf

den 30. März 1835, Morgens 11 Uhr,

auf hicsizem Justiz-Nmte angeseßtea Termin zu mel- den, weitre Anweisung, ausbleivenden Falls aber zu «Ewdrtigen , daß der Provocar für todt erflärt, unt sein Vernögen scinen legicimirten Erben zugesprochen verden wird.

Liebenwalde, am 23. Mai 1834.

Ronital. Preuß Justi U mt

Da für das ¿ur Dedusm. ste des vormaligen Kdnigl Schwedischen und Norwegischen General - Konjuls 2. oon Lunddblad gedödrige, dierseib| in ver Lügdsiraße sub No. 11b. belegene, in den frühern ffentlichen Vvlättern näher beschrievene Haus, in dem heutigen dritten Termine noch nicht annehmlich geboten wor- den; fo ist auf Ansuchen annoch ein vierter Aufbots- Termin, auf dea 30 k. M., Morgens 10 Uhr, in un: irer Nathéstube angeseßt, wozu Kaufliebhaber hierdurch eingeladen werden. ZBugieich haben aver au< von tundbladsche Creditoren ich in diesem Termine ein- ¡ufinden, und slch über die Ertheilung des Zuschlagë ¡u erklaren, bei dem Nachtheile, daß die Ausbleibenden als einwilligend in den Beschluß dzr Mebrheit der Anwesenden werden angesehen weiden.

Datum Greifêwald, den 26. Au ui 1834.

Burgermeister uno Rarthÿy hierselbf|.

Wir Bürgermeister und Rath der Stadt Loi thun kund: es hat der Glaéfabrikaut Christigu Friedri Lippert hierseib| Uns die Anzjeige gemacht, wie die ihm von der Feuer-Assecuranz-Societät ¿u Gotha übec seine versiwerten Glaëchütten Gebäude nebst Wobiliar sub No. 106,077 auégestellte Brand - Verlicherungs- Police dar< unre@tmäßige Vorenthaltung seines frù- hern Conpagnons ihm nichr nur entzogen worden, soadern auch bereits auf widerrechtlihe Weise roeiter oerthan und in dritte Hände gebracht sei, weéhalb denn ihm, Supplicanten, da er den gegenwärtigen JTahaber der Police niche bestinimt keune, zum Zwec> der Erhebung von Brand-Eutschädigungs-Gelderrni aber entweder das mehrgedahie Document aaëliefern oder der Gothaschen Bank sonstige Sicherheit gewähren müsse, nichts weiter übrig bliebe, als auf die gericht- liche Mortification der Police anzutragen, mit Bitte, die erforderlichen Proclamata zu erkennen und dann weiter den Rechten nach zu verfahren.

Wenn nun diesem Gesuche deferiret worden:

Solchemnach laden wir hiermittel{ alle diejenigen, welche an die von der Gothaschen Feuer-Versicherungs- Soctetät auf die hierselbst belegenen Gebäude und das Mobiliar des Glasfabrifanten Chriftian Friedrich Lip-

pert et Comp. sub No. 106 077 ausaeftéllte Versiche- l

rungé-PVolice rechtmäßige Ansprüche zu haben vermei- nen, das sie solche in den auf den 1-., 15., und 29. September d. J., Vormitraos 10 Uhr, angeseßten Terminen vor Uns gehörig anmelden, und unter Pro- \uction des Documents selbst, s< Uber die legitime Erwerbung desselben vom re<tmäßigen Eigenthümer ¡ehórtg ausweisen, bei dem Rechtsnachtheile, daß sie sons in dem legtgedahten Termine d'e Präclusion und gänzliche Abweisung mit ihren Ansprüchen zu ge- wärtigen haben, die gedachte Police aber für ungültig erflárt und mortificirt werden solle. Datum Poß, den 14. August 1834. (L. S) Nomine Senatus subser. Dr. Zachariae.

Consul dirigens,

A A N

die Preußischen Staaten.

Eines der âltefien und besuchtesten Hötels in dersden 4 bicher erschienenen Heften durch die getreue: Residen;stadt Dreéden, welches auf emer nahe amten Poftaebâude gelegenen Hauptîüraße h befindet und demnach nichr nur durch seine ausgezeichnete Lage, als auch durch cine massive Bauart und innere vor- zugliche Einrichtuag sich empfiehlt, siehet aas frèie Hand, jedo< ohe alle Einmischung von Unterhand-

U Nai N I L

lern, zu verfaufen.

befommen.

Die Uns! aur Dor Nado qué ¡u Al Anans

<henlaub. 8vo. 1834

und Auélandes zu beziehen :

Zweite, umzcarbeireie, mir deg

Kosctuuszko's Bildniß. Lithegr. Leipzig, im Juli 1234.

werden am 1. Octbr. d. J. in allen vorräthig seyn.

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2 Thlr. 6 gr. -

2 Thlr. 12 gr. - Leipzig. im Aug. 1834.

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Heft, 9 der schönsten und inhaltreihfen Ansichten von Nürnbera enthaltend, und sind solche für die Sub- spricht deu scribenten à 10 szr. per Hefc in der Enslin schen Das Werk if in unserm Verlage erschienen und

T (Ten ect iae hel Ll ax dard ele ide Buchandlanges Ia beleben

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Aufnahmen uud vorzüglich s{<önen Stich vor allen äzniichen bisher in Deutschland erschienenen Ansichten rühmlich| ausjcichnet und der um ein Dritcheil erhddte Ladenpreis in der Kürze eintreten wird. Jedermann kaun sich dur eigene Ansicht über: zeugen, daß dieses gediegene Prachtwerk in inen neueren Heften den beiden früher erschienenen von Franffart a. M. und Wärzburg vollkommen entspre- hend, dasselbz sogar no< übertreffend, fortgesezt wird und Schöneres in dieser Art bei so niedri gem Preis bisher in Deutschland noch nit geliefert worden ift. 4 Darmstadt, im Juni 1834. Ap Ab L G

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No. 431. La Dugazon. Comédie par Scribe. T4 sgr. No. 132. Un dâuel 60us le Cardinal de Richeliecu,

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Iphigénie, Tragédi 11 sge.

LeCGid.

Comédies p. Molière

e en 5 actes par Racine

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Mann unserer Zeit Herr 2c. Alexander von H

Berlin, 1834-

(S. J. Josee2hy)

73 sgr. E : Für S{ulen und tem Unterricht find erschienen: |

Tragédie en 5 Áctes p. Corneille. 72 sge M

(Dex erfte Theil mir vier Kupfertafeln, ciner Kartt ®

gelehrten“ Verfassers, und dex Aatheil, welchen der \a>@fundigft F boldt dem Erscheinen dieser Reisebeschreibum (ivie der Nachtrag O eh Sue 4 8£q: bocumentie j : z i machen dieses Werk zu einer der i National - Werke erschien vor Kurzem das 3te u. 4te e ua N r einungen im Lae der Erdbe-} schreibung. Die sorgfältige äußere Ausfiattung enf

Anforderungen dexr gegenwärtigen Zeit: F

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Répertoire du théâtre srançais à Berlin. |

Drarmme en 8 actes P. Lockroy et Badon

| i f E k

Sei Ubnahme von 12 Exemp!aren das 13te grati F Ÿ seiner persdnlichen Tugenden allgemein geachtet war, und daß er

zum Sub E s, als er die General- Staaten zusamtmenberief, auf positive

ü

„Wissenschaftlicht"

t weldbes diese Reise allgemein f érrégte, und das Licht, welches fie uber eine, in hi0 ischer und narurwissenshaftlicher Hinficht gleich wid" i N < wenig C Gegend ver

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Auslande, befriedigen will.

So eben iff erschienen und dur alle solide Bu>-|

Allbgemeine

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&Smtiilhe N Moni des Tages

Se. Majestät der König haben dem katholischen Erzpriester und bischöflichen Kommissar Gebauer zu Löwenberg in Schle- sien den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Der Referendarius Alexander Cardauns ist zum No- tar im Friedensgerichts: Bezirke Gerresheim, Landgerichts - Be- zirks Düsseldorf, mit Anweisung seincs Wohnsörts in Gerres- heim, ernannt.

Angekommen: Der Königl. Griechische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am Kaiserl. Russischen Hofe, Fürst Michael Suzzo, von Paris.

Abgereist: Der General-Major und Präses der Ober- Militair -Examinations- Kommission, von Stülpnagel, nach Prenzlau.

Der General-Major und Jnspecteur der 1sten Artillerie-

Inspection, von Diest, nah Stargard.

E tungs: NaGr Otten. Ulan d

S antrei

Paris, 28. August. Durch eine Königl. Verordnung vom Lliten d. M. wird das Departement der Maine und Loire vom 1. Oktober ab mit der 12rxen Militair:Division und das Depar- tement der Vienne mit ber 4ten vereinigt.

Da im Schoße der Deputitten- Kammer mehrere Stellen theils dur< doppelte Wahlen, theils durch freiwillige Abdan- kung oder dur<h Zurückweisung der gewählten Deputirten erle- digt worden, jo sind die Wahl-Kollegien zu Bayonne und Beau- mont (Sarthe) auf den 18ten, und diejenigen zu Rochefort, Lo-

- dève und Villefranche (Rhône) auf den 20. Sept. zusammenbe-

rufen worden, um neue Deputirte zu wählen.

Der Courrier francais sagt úber die Rede des Regen- ten von Portugal bei der Eröffnung der Cortes, insoweit dieselbe die Portugiesischrn Finanzen betrifft: „Ein bemerkenswerther ‘Pa- ragraph dieser Rede ist derjenige, wo Dom Pedro von dem Staats- Kredite Und von der Pünktlichkeit spricht, mit welcher die Por- tugiesische Nation alle ihre Gläubiger, sowohl im Jn- als im Es leuchtet hieraus augenscheinlich die Absichc hervor, dié Lage Portugals reczt scharf von derjeni- gen Spaniens zu unterscheiden, wo man einen Bankerott ankün- digt, noch che man den Beweis geführt, daß das Land außer Stande sey, die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Jene Erklärung Dom Pedro's giebt seiner Regierung eine von der Spanischen sehr abweichende Stellung, und die Finanzen sind nicht der einzige Punkt, rwoo Portugal einen Vorzug vor Spa- nien hat.“

Die Quotidienne enthält unter der Ueberschrift „Zuscand der Parteien in Madrid“/ den nachstehenden Artikel: „Marie Christine befindet sich gegenwärtig genau in derselben Lage, in welcher sich Ludwig XVI. befand, als er die General- Staaten zusammenberief, jedoch mit dem großen Unterschied zu Gunsten des Königs von and, daß er legitimer König, und wegen

Gesetze, auf traditionelle Gebräuche üben, und solche den extra- constitutionnellen Forderungen der Mitglieder der General-Staa- ten entgegenseßen konnte. Marie Christine, dieselbe Laufbahn betretend, ist weit davon entfernt, sich mit denselben Vortheilen gerüstet zu zeigen, Wie sie ihren sterbenden Gemahl zu einem willfürlichen, die gesebliche Thronfolge umstoßenden Akt verlei- tet hat, so seßt sle jet auf eine nicht weniger willkürliche Weise an die Stelle der alten Jnstitution der National - Cortes eine eigenwillige Art der Repräsentation, deren Formen und Rechte sie aus eigener Machtvollkommenheit feststellen will. Die Ereignisse werden ganz nothwendig diese schwache und im Volke nicht beliebte Form mit sich fortreißen, da sie weder in ihrer Umgebung noch in ihrem e:zenen Herzen eine Kraft des Wider- standes scdpfen kann. Die parlamentarischen Diskussionen in Madrid lassen gleich im Anfang das unvermeidliche Ende dieses neuen Versuhs mit der Englischen Verfassung voraussehen. Vergebens glaubte man durch die Errichtung einer ersten Kam- mer den Excessen. von 1822 vorzubeugen. Was Herr Martinez de la Rosa damals in Uebereinstimmung mit England und Frankreich umsonst versuchte, das hat er jegt ins Werk gerich- tet; die Pairs-Kammer scheint ihm eine mächtige Schußwehr gegen die Ariskokratie; es ist dies eine eitle Täuschung! So‘che constitutionnelle Vorsichts- Maßregeln, die in gewdhnlichen Zei- ten und im Schoße eines dur< innere Unruhen erschôöpften Volkes genügen, sind unzureichend in Zeiten der Revolution und inmitten einer feurigen Bevölkerung, die durch die Anarchie nichts verlieren, aber sehr viel gewinnen kann; denn es giebt in Spanien wie in England großes Elend und großen Reichthum. Ludwig XVI. berief nicht zwei Kammern, sondern drei verschie- dene Stände zusammen. Den Grundgeseben der Monarchie

© zufolge, mußte jeder Stand abgesondert berathschlagen, um einen

geseßlichen Beschluß der General-Staaten zuwege zu bringen. Wel- che Macht haben aber der Königliche Wille und selbs die Ge- seze gegen die Verirrung der dffentlihen Meinung gehabt? Vergebens wollen die Minister Marie Christine's die Deputir-

| ten in die rein legislativen Schranken einengen; schon hat sich © jener Zauberspruch vernehmen lassen, der während unserer Re-

volution immer die Geseblichkeit in den Staub getreten und die

| constitutionnellen Formen über den Haufen gestoßen hat; das

salus populi suprema lex ist auf der Rednerbühne der Proku- radoren erklungen, und der Graf de las Navas war es, der cs

König angefertigt werde.

übernahm, dasselbe auszusprechen!

etwas Aehnlichem Plas machen wird. Der Minister des Innern hart in der Sibßung vom 14. Aug. erklärt, daß er ent- schlossen sey, das Grundgeseß und die Vorrechte des Königthu- mes aufs Aeußersie zu vertheidigen; man kann aber überzeugt seyn, daß er sie nicht lange vertheidigen wird; vielleicht ist er in diesem Augenbli>ke {hon niht mehr Minister, und wenn >œe es nh (1 wie will er die Regierung gegen die Angrisse der Revolution vertheidigen? Was könnte er z. B. einem Deputirten antworten, der ihm sagte! ,¿ „Was redet Jhr von Grundgeseßg? Mußte man es nicht verlegen, um uns zusammenzuberufen, und uns unter ei- ner neuen Form zu constituiren? Was redet Jhr von Königli- cher Prärogative? Wo ist Euer Königthum? Woher nimmt es sein Recht? Bevor Jhr uns in seinem Namen willkürliche Schranken auferlegt, fordert uns auf, es zu bestätigen; denn un- ser Votum ifff unumgänglich nöthig, um die Wirkung des Ge- seßes der alten Cortes aufzuheben, welches seit Philipp V. die Krone den- Prinzen sichert, und die Frauen ausschließt. Don Carßds behagt mir eben so wenig als Euh; aber wenn Jhr vo <t und von Geseßen sprecht, so entfernt Euch, um ihm Pla en; denn er ist Euer König !‘/ Was läßt sich hierauf en? Nichts. Die usurpirte Krone Jsabella's ist durch-

aus Üntergeordnet, sle fann nur ein Werkzeug in den Händen der Revolutionnairs seyn, die sich ihrer auf ihre Weise bedienen werden. Noch ein anderer Umstand

it Marie Christinen ungünstig. Das Erscheinen des Don Carlos in seinem Königreiche hält die gemäßigten Männer der politischen Versammlungen von Madrid entfernt; unter' dem Vorwande der Cholera wandern eine Menge Familien aus, um sich in dem Kampfe der Parteien nicht zu kompromitriren. Da- dur<h wird Ms Schlachtfeld ohne Widerstand derx Partei der Bewegung überlassen.

Eines der hier erschoinenden kleinen Wisblätter meint, Ro- dil werde den Don Carlos so lange verfolgen, bis ex ihn auf den Thron von Spanien gejagt habe.

Das Journal de Rouen, und nah ihm die Quoti- dienne, so wie mehrere andere hiesige Blätter hatten vor eini- gen Tagen gemeldet, daß Herr Thiers seinem gewöhnlichen Wech- sel- Agenten 250 300,000 Fr., die er in Spanischen Fonds verloren, gezahlt habe. Das Journal de Paris glaubt, sich dafúr verbürgen zu können, daß dit ses Gerücht ohne allen Grund sey.

Der Temps erzählt folgende Anekdote: „Der Marschall Soulc hatte es genehmigt, daß ein sehr s{dnes Zelt für den Der Plan und die Anschläge wurden dem Marschall Gérard vorgelegt, und als er aus denselben erfah, daß das Zelt 40,000 Fr. kosten sollte, gab er sein Erstaunen zu erkennen, daß der Marschall Soult sich eine so bedeutende persdônlihe Ausgabe auferlegt habe. „„,„„Keinesweges“‘‘/, erwiederte der anwesende Beamte, ,, „soll diese Ausgabe auf die persdnlihe Rechnung des Hrn. Marschalls gestellt werden.“ ““ f 11 ,J< sehe aber‘/‘/, entgegnete der Kriegs-Minister, „, „kein Kapitel des Budgets, dem man dieselbe aufbürden fönnte.‘/‘/ // „Nein, Hr. Marschall, auch is dies ein Gegenstand, der mich besonders angeht.‘/‘/ „, „Wie, ersparen Sie so viel von Jhrem Gehalte, um solche Kosten bestreiten zu können2“‘“/ „Ach nein, davon kann gar nicht die Rede seyn; aber wir haben im- mer bei den Budgets-Positionen, Equipirung, Lager-Geräthschaf- ten u. \. w. Ueberschüsse, die...‘ „„„Halt, mein Herr,‘/‘/ unterbrah ihn der Marschall; „,„ prechen Sie mir nicht von solchen Operationen; ih werde mi<h niemals dazu hergeben. Wene das Zelt dem Könige von Nuzen ist, so muß die Civil- Liste es bezahlen; im entgegengese6ten Falle bedaure ich den, der es bestellt hat.//// Wirklich gab der König, dem über diese Sache berichtet wurde, dem Jntendanten der Civil-Liste den Be- fehl, die 40,000 Fr. zu zahlen.“

Großbritanien und Jrland.

London, 29. August, Lord Auckland und der Admiral Dundas verließen gestern die Admiralität, um eine Rundreise dur<h mehrere Werfte und Docks zu machen.

Der Graf von Gosford wird, wie es heißt, zu dem durch die Resignation des Marquis von Clanricarde erledigten Posten cines Capitains der Yeomen-Garde ernannt werden. Se. Herr- lichkeit ist einer der Repráäsentativ- Pairs für Jrland, Kammer- herr und Lord-Lieutenant der Grafschaft Armagh. Das Gehalt eines Capitains der Yeomen-Garde beträgt jährlih an 1500 Pfo. Graf Gosford i! der Schwager des Lord George Bentinck.

Der Commandeur Oliver von dem Dampfschiff „Phönix“, und der Lieutenant Dacres, von der Jacht „Royal George“‘, welche die Ehre hatten, Jhre Majestär die Königin nah dem Kontinent hinüber und wieder zurü> zu bringen, sollen, dem Vernehmen nach, zu einem höheren Range befördert werden.

Sir John Barton, der Schabmeister der Königin, starb am Dienstag in Schloß Windsor plößlich am Schlagfluß; in Folge e Todesfalls erschien die Königin an diesem Tage nicht beim

iner.

Der Gouverneur von Plymouth, Sir John Cameron, wird sich, wie verlautet, zu Michaelis von seinem Posten zurückziehen und angeblih den Gèneral-Major Sir Wislloughby Cotton, der fruher Gouverneur von Jamaika war, zum Nachfolger erhalten.

Die. Times will wissen, daß die Französische Regierung ge- sonnen sey, in Betreff der Forderungen, welche Französische Un- terthanen in Folge der von Spanien in Paris kontrahirten An- leihen an die Spanische Regierung zu machen haben, noch ent- schiedener aufzutreten. „Admiral Rigny“, sagt dieses Blatt, „soll in der That bei einer neulich gepflogenen Unterredung mit dem Spanischen Botschafter zu Paris, ‘dem Herzog von Frias, diese Forderungen urgirt und die Ungerechtigkeit des von der Spani- schen Regierung befolgten Verfahrens mit dem größten Nach- dru> auseinandergese6t haben. Ja, es heißt, der Admiral habe in seinen Bemerkungen einen so hohen Ton angenommen, daß

y Wir kdnnen versichern, daß | dieser Spruch die Verfassung Marie Christine’'s Stück für Stück zertrümmern und daß dieselbe der Verfassung von 1812 oder

ér dem Botschafter sogar gedroht hätte, ihm seine Pässe über- liefern zu wollen, wenn der Französischen Gläubigern nicht Ge- rechtigkeit zu Theil werde. Diese Geschichte mag nun wahr seyn, oder nicht, so viel ist gewiß, daß die Summen, welche Spanien beiden Ländern, Frankreich und England, \huidet, be: deutend genug sind, um aus der Abtragung derselben eine Staats- sache zu machen.

In demselben Blatte liest man: i Finanz - Ausschusses zu Madrid, ehe ‘derselbe zu irgen? Entschluß kömmt, wird hier auf verschiedene Weise Aer Einige schreiben es, wie bereits angedeutet worden, dom Wuiiich Zu, erst den Eindruck kennen zu lernen, den der Plan &ta\el Toreno auf die Englischen und Französischen Gläubiger gemachk z heute aber hôrten wir irgendwo den sehr seltsamen Stun dafür angeben, daß der Minister ein Finanz-‘Projeêt gene, mig! habe, das nicht von ihm selbst ausgegangen wäre, und da) €L daher natürli nicht darauf vorbereitet sey , die detailirten AUuf- {lús}se darúber zu ertheilen, die das Comité fordere. Man glaubt jet, daß die meisten Ziffern in seinem Bericht unrichtig Cen i S

Der Morning-Herald sagt, er habe seinen aufrichtigen Beistand zur Verbreitung constitutionneller Grundsäße in Eu- ropa geleistet, aber er kônne sich niht der unangenehmen Wahr- heit erwehren, daß der Liberalismus, zu welchem sich Staatsmän- ner des heutigen Tages, besonders in neuen Regierungen, be- kennten, sich mehr dur< Kniffe und Täuschung, als durch Weis- heit und Tugend auszeihne. Blicke man auf Spanien oder Portugal, oder Frankreich oder Belgien, so finde man, daß iede dieser liberalen Regierungen liberaler in Worten als in Hand- lungen sey. Eine jede berufe sih auf geheiligte Namen der Frei- heit und begehe Thaten der ärgsten Bedrückung. Jn dem be- freiten Lissabon würden nate und unbewafsnete Menschen wie tolle Hunde auf der Straße bei hellem lichten Tage geheßt und dann niedergeschlachtet, ohne daß auch nur ein Versuch zu ges richtlicher Untersuchung gemacht werde. Jn Belgien habe man aus den Katakomben der Französischen Republik ein tyrannisches Dekret ausgegraben, um höchst gewaltsame Handlungen der mo- narchischen Bedrückung zu rechtfertigen. (Die scaudalôse Frei- sprechung der Brüsseler Pländerer scheint dem Morning- Herald wohl noch nicht bekannt gewesen zu seyn.) Jn Frankreich, dem Frankreih des Bürger - Königs und der Barrikaden, wäreri die Gefängnisse voll von politischen Schlachtopfern , ‘und der Liebs lings-Zeitvertreib des liberalen Monarchen sey, die Presse Ä ver- folaen. Jn Spanien würden Jury und Preßfreiheit für die gefährlichsten Neuerungen und für Kalaniitäten gehalten, welche eben die Regierung mit aller Macht verhindern müsse, die da vorgebe, ein neues gesellschaftliches Gebäude auf den Grundlagen aufgeklärter Freiheit zu errichten.

Der Courier sagt: „Die Belgische Regierung widmete, allem Anschein nach, der Beförderung des Handels und Acker- baus große Aufmerksamkeit. Vor einiger Zeit ließ sie aus Engs- land Exemplare von unseren besten Pflanzen, Bäumen und Ve- getabilien zur Verbesserung des Landbaus in Belgien einführen. Jet führt ste Material zu Eisenbahnen ein und muntert zur Einführung von Modellen auf, indem sie dieselben zollfrei her- einläßt. Auch hören wir, daß sie einen Agenten an Bord eines nach der Südsee bestimmten Schifses absendet, um Notizen über den Handel zu sammeln, die den Belgiern zum Vortheil gerei- hen können. All diese Fürsorge zeigt von Wohlwollen und guten Absichten, obgleich wir im Ganzen es doch für besser halten würs den, wenn die Regierung sih auf den ihr zukommenden Gez schäftskreis beschränkte, die Einzelnen {übte und ihre Rechte sicherte, Übrigens aber das Streben nah Reichthum ganz allein dem Fleiß ihrer Unterthanen überließe.““

Herr John Wills hat eine neue Art von Schiffen erfun- den, die nach derselben Weise, wie die Dampf-Packetbôte, gebaut sind und dur<h Schaufeln getrieben werden, aber durch ihre eigenthümliche Bauart die Anwendung des Dampfes ganz un- nôthig machen, indem ihnen die erforderliche Kraft durch vier sich drehende Segel, in Gestalt der Gigots, mitgetheilt wird, die auf dem Mittelpunkt des Bootes aufgestellt sind, und auf die der Wind einwirkt, er mag kommen, von wo er will, ohne daß der Lauf des Schisses dadur im geringsten unterbrochen wird. Die schlimmen Folgen, welche oft aus den Wirkungen plö6blicher Windstöße entstehen, werden durch diesen Mechanismus ganz verhindert. Man verspricht sich von dieser Erfindung auch gro- ßen Nusen bei dem Bau von Mühlen in Fabriken jeder Art.

In dem Gefängnisse in Springfield (Essex), dem sogenann- ten Kloster - Gefängnisse, hat man vor kurzem Versuche ange- stellt, mit Gas zu kochen. Dies geschieht auf die Art, daß man das Gas in eine kreisrunde Röhre leitet, in deren Mitte das Fleish am Spieße ste>t. Um die Hitze zu konzentriren, wird ein kegelförmiger Schirm von Eisenble<h über die Flamme ge- sekt, so daß die Hibe das Fleis<h von allen Seiten berührt. Ueber die ODeffnung des Kegels kann man noch einen Dampf- kessel seßen, in dessen unterm Theil man einen Pudding kochen kann, während der obere dazu benußt wird, Gemüse abzudäm- pfen. Will man eine größere Quantität von Speisen bereiten, so braucht man nur den Apparat größer zu machen. Eine Ham- melkeule von 9 Pfund war in 2 Stunden vollkommen gut durch gebraten, ohne daß das Fleish den geringsten unangenchmen Geruch oder Geschma>k angenommen hätte. Die Kosten des Bratens betrugen kaum + der gewöhnlihen. Es wird jest ein Apparat zugerichtet, mit welhem man zuglei braten, back2n, fochen und s{<hmoren kann, ohne daß dadurch die Kosten ver- mehrt würden.

Nach Berichten aus Malta vom Anfange dieses Mo- nats kreuzten die Kriegsschiffe „„Britannia‘/, „„Calcdonia‘/, „Cg: nopus‘/, „„Edinburg‘‘, „„Talavera‘‘, „Thunderer‘/, „Endymion““ und „„Tyne‘/ mit dem Admiral Rowley; der „Madagascar/ befand sich vor Nauplia, der „Scout‘/ vor Alexandrien, der ¿¡HDind‘/ vor Smyrna, der „Volage‘/ vor Korfu, der „Rover? vor Tripolis, der „Favorite‘/ und „¿Carron‘/ in Malta, der ¡„Beacon‘/ in Mitylene und der „„Jaseur‘/ an der Spanischen

„Das Zaudern des einen

ioloat Alf!