1834 / 255 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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in die einzelnen Schießschirme geführt. Nah Beendigung der Jagd, bei welcher überall das kolossale Elent auf den Wildbah- nen sich zeigte, die Prinzen Karl und August Königl. Hoheiten auch jeder einen Elenthirsc<h erlegten, und aus den verschiedenen Schitmen 16 Schuß fielen, nahmen die Königl. Prinzen einige Erfrishungen in dem Versammlungsschirme an, während von den Waldhornisten der 1sten Jäger: Abtheilung passende Jagd- lieder ausgeführt wurden. Erst mit dem Eintritte der Dämme- rung endete diese in Preußen nur in der Provinz dieses Na- mens eigenthümliche Jagd, welche dur< die Herablassung und Fröhlichkeit der Königlichen Prinzen zun einem wahren Jagd- feste wurde.

Man schreibt aus Pesen unterm 6ten d. M.: „Heute besichrigte der General der Jnfanterie und Chef des Jngenieur- Corps, Herr von Rauch, in Begleitung mehrerer anderer höhe- rer Offiziere und Beamten, die eine Meile von hier bei dem Dorfe Luban, unter spezieller Leitung des Ingenieur-Hauptmann Hardenack erbaute, zum Transport von Ziegeln und Brennholz bestimmte, und seit mehreren Wochen schon benußte schwebende Eisenbahn. Sie ist 2 Meile lang und hat 7x7 Gefälle. Ab- wärts zieht ein gutes Pferd von mittlerer Größe 20 einrädrige Wagen, jeden mit 100 Srúck Ziegeln oder 10 Ctr., zusammen also mit 200 Ctr. beladen, mit geringer Anstrengung, ja sogar im Trabe fort. Aufwärts dagegen bewegt es nur 10 Wagen, zusammen mit 100 Etr. Ladung, mit Anstrengung im Schritt, 40 Ctr. Ladung aber mit Leichtigkeit im Trabe. Bereits haben diese Bahn in den leßten Wochen etwa 390,000 Ziegeln oder 30,090 Ctr. passirt. Neuerdings sind cinize Verbesserungen in der Construction der Wagen und au- ferdem die nöthizen Vorrichtungen angebracht worden, damit die zurücffkehrenden leeren Wagen den ankommenden beladenen ausweichen, auch leßtere, zum Abladen der Ziegeln auf die Schiffe, unmittelbar bis Über diese gebracht werden können. Die ganze Anlage zeigt eine große Einfachheit in allen ihren Theilen, wodurch ihre Ausführung, selbst in weniger kultivirten Gegenden, möglich wird, wo es an guten Handwerkern und an- dern Hüissmitteln fehlt. Namentlich verdient die hôchst einfache und déonomische, bereits auch bei Dampfmaschinen angewandte Vorrichtung zum Schmieren der Achsen mittels eines Lampen- dochts Beachtung. Die Kosten dieser ganzen Bahn nebst allem Zubehör betragen no< nicht 3000 Rthlr., wovon wenigstens F auf die Wagen kommt. ‘/

Ueber die am 27sten v. M. in dem Bergstädtchen Goldentraum in Schlesien stattgehabte Feuersbrunst (worüber bereits in der Nummer 244 dieser Zeitung berichtet worden) wird nachträglih no< Foigendes aus Bunzlau gemeldet : Sn einer gegen Goldbach liegenden Scheune brach das Feuer aus und verbreitete sih bei einem heftigen Südwinde mit so reißen- der Schnelligkeit, daß selbst kein Feuerzeichen gegeben werden tonnte. Binnen einer Viertelstunde stand das ganze Städtchen in Flammen, und wiewohl aus der Nähe und Ferne Menschen in großer Anzahl mit Sprizen und Löschgeräthschaften herbeis eilten, so war doch jeder Versuch, dem wüthenden Elemente Einhalt zu thun, vergeblich, weil es fast gänzlih an Wasser fehlte. Mur das nate Leben haben die Bewohner Golden- traum’s gerettet, denn an Sicherung des Eigenthums war gar nicht zu denken. Die Kirche neb\t dem Thurm, die Pfarrei, die Schule, das Rathhaus, das Schütenhaus, 56 Hâuser saminr Nebengebäuden und 12 Scheunen mit allen Getraidebeständen liegen in Schutt und Asche. Nur 30 Häuser der Vorstadt sind (He gobliokhon Es hat sich jedoch ergeben, daß, außer einer jungen Burschen, der an Brandwunden gestorben, kein Mens) verunglü>t is. Das Feuer war, sicherem Vernehmen nach, angelegt, und so sind denn dur< Bosheit und Rach sucht cines entarieten Menschen über 300 ohnedies nicht wohlhabende, aver fleißige und redlihe Handwertsleute, welche im steengsten Sinne des Worts „im Schweiße des Angesichts‘/ größtentheils am Webestuhle ihr kümmerlihes Brod verdienen mußten, ires gesammten Eigenthums, und was fast noch trauriger ift, auch der Mittel, sich ferner zu ernähren, beraubt worden. Die Redaction des Bunzlauer Sonntagsblattes hat sich bereit erklärt, milde Spenden für die Abgebrannten in Goldentraum sowohl a!s in Groß-Koßenau anzunehmen und über Empfang und Verwendung öffentlich Rechenschaft zu legen.“

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Die in unserm leßten Referate (Nr. 245 der St. 3.) erwähnten Gâsße haben sich auch ferner tn den gerühmten Eigenschaften und resp. gerügten Mängeln erwiesen. Es is indessen ni<ht {wer , auf das Einzelne sein Augenmerk zu richten, jede etwa verfehlte Note, oder jedes nicht genau beobachtete Temyo, oder ein Uebermaß mit der Schreibtafel in der Hand zu notiren/, und diese Sammlung von erratis fúr cine Fritif auszugeben, gleichsauz ais wenn eln Verzeichniß von Druk- fehlern hinter einem Buche etite Kritik übcr dasselbe wäre. Aller- dinas giebt es, so wie Bücher, auch gewisse Kunstprodukte und leben- dig i darstellende Talente, an denen keine andere Art von Kritik angelegt zu werden ndthig iti; da mag man {immerhin zergliedern, zerjeßen, ausldsen, es kommt 1a nicht darauf an, cin helles Anschauen von dem Ganzkti zu geben, sondern nur cin mehr oder weniger voll- aándiges Register dec Elemente, aus welchen es zusammengeseßt ist. Aver eine andere Kritik fordern Genies und Werke der Genies. Kir unsererseits tragen nicht das geringste Bedenken, den Hrn. Pôck wegen sciner ganzen großartigen Organisation und originellen unge- meinen Lebendigkeit in seiner hdr- und sichtbaren Erscheinung als eie mustéalisch - theatralisches (Genie anzuerkennen, und werden uns diese s Anerkenntnisses nicht schämen, wenn au< ein Professor der Music thm hundert und noch meyr musikalische Schnißer nach- weisen sollte; wir wissen auch das Korrekte zu schäyen, aber wtr alguben, daß es durch Lehren und Lernen zu erreichen ist, daß aber Herr Pdck etwas besit/ oder richtiger, etwas ist, was weder gelehrt noch geleent iverden kann. Fa dieser Originalität ist er uns denn auch als Zampä-, vo-cnehmlich ader als Bertram in „Robert der Teufel// erschienen; der Dämon, wie er leibt und lebt, wenn er in menschlicher Geszalt vor uns erscheinen und èên Gebecden und Ton eine Anschauung dämonischer Art und (Gewalt gehen will. inseres Erachtens hat ev cs auch musik- und taftfesi gegeben; wenn ex aver icgendwo gegen die Noten gefehlt habea mag, wollen wir Den Rohm, dies bemerkt zu haven, den RNegisiratoren der Fehler gegen den musikalischen Priscian gern Überlassen und nur no<h htn- zueugen, daß in dicser Nolle ibm nicht sowohl seine Persdnlichkeit, at - die grandiose Macht (einer Stimme zu statten kam. Doch dgram meinen wir keinesweges, daß das unverstellte Dämonische vorzugs- cpeise sr¿nem Talent entspreche: er hat nur hier Gelegenheit ge- funden, es Juf eine uns bis dahin nicht befannte Weise auszudrük- fei: aber er wird auch gewiß die Modificationen dey dämonischen Macht, wo sie, wi? z, B. in Don Jugn,/ unter dem Schleier der Galanterie erscheint, sich anzueignen wissen; denn dies ist es ia eben, ras man lernen, si< lehren lassen und sich anhild:1 kann; ja als „Figaro// hat er auch gezeigt, daß ihm der Ausdru> der nicht dämonischen, sondern der gemeinen menschlichen Natur in ihrer mehr oder weniger aufgewe>tcn Stimmung eben so geläufig is. Zwar ohne Galanteric- aher mit volisiändiger Achtung für ihre Tas ente, glauben wic uns in der kurzen Betrachtung der Leistungen der Düe. Luher und Mad. Schodel jenes hbchsten Maßstabes der Kritik enthalten zu dürfen, jedoch mit der ausdrüd>lichen Reser-

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vation, daß für alle diejenigen, denen eine virtuose Fertigkeit in der geshmeidigen, figurirten und kolorirten Kunst des Gesanges die hdchste Aufgabe der Musik scheint, Dlle. Lußer der Anwendun jenes Maßsiabes werth seyn dürfte, denn in der That leistet sie hierin {hon so Vorzügliches, daß man zu der Forderung des Hdch- sten dieser ‘Art berechtigt seyn darf. Pamira_ in der Belage- rung von Corinth und einzelne Particen der Donna Anna îm Don Juan geben die Beweise davon. Minder Fertiges und Geschmeidiges in dieser Manier, also hier ein Minus, und andererseits wieder ein niht immer angenehmes Plus im wah- ren musikalisch unkolorirten Ausdru> der Gefühle und Leidenschaf- ten hat Madame Schodel dargethan; man möchte ste ein Perpe- tunm mobile, ein unaufhörlich beweates leidenschaftliches Natu- rell nennen; wir haben in der Deutschen Sprache das Wort verhimmeln, was nicht unpassend auf ste angewendet werden möchte, aber da bei dem Allen doch cine gewisse Sinnlichkeit vor- waltet, so ziehen wir zur Bezeichnung ihrer Cigenthümlichkeit das Wort fieb erhaft vor. Kurz, es ist keine Ruhe in ihrer Darstel- lung, und eben deshalb nicht Licht und Schatten darin, wobei übri- gens ihrer uns wohlbekannten, auf dem Könilgstädtischen Theater ge- nugsam bewiesenen rein musikalishen Virtuosität die gebührende Anerkennung uicht versagt werden kann. Vor Allem hat sie dicse Virtuosität als Camilla in der Oper Zampa und in einzelnen Par- ticen der Donna Anna im Don Fuan erwiesen.

_Gartenbau- Verein.

Fn den beiden jüngsten Versammlungen des Vereins zur Be- förderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten am 27. Fuli und 7. September d. F. wurden vorgetragen : die ein- pag Nachrichten Übec die fortschreitende Wirksamkeit des andwirthschaftlichen Gewerbe-Vereins zu Berleburg im Kreise Wit-

gensiein, so wie des landwirthschaftlichen und indusicicllen Eifel- Bereins in Bonn und seiner Lokal - Abtheilung zu Prúm, deren Betriebsamkeit insbesondere durch Theilung und zwe>mäßige Be- stellung von Gemeinde-Wildländereien wie durch Verbesserung und Bepflanzung der Wege einen wohlthätigen Einfluß auf den Acker- bau A hat; ferner: die Nachrichten von den nicht minder gedeihlichen Fortschritten der Gartenbau-Gesellschaften zu Nordhgu- sen, Perleberg und Gotha; Mittheilungen des botanischen Gärt- ners Herrn Beyrich Über scinen Aufenthalt in Nord-Amcrifa, mit einer Schilderung des Gartenbaues in den südlich Atlantischen Ges genden daselbsi; Bemerkungen des Rektors Herrn Dreßler zu Berg- gießhübel, über einige beachtenswerthe Erfahrungen bei der Rosen- kultar; ein hdchit interessanter Aufsaß des Herrn Pr. Mädler hier selbsi, Über die Maifrôsie im Aligemeinen und Über die Temperatur der zweiten Mai-Woche in hiesiger Gegend insbesondere, basirt auf 99jährige Beobachtungen, aus denen sich ergiebt, daß in den Tagen vom 10ten bis 13ten Mat die Normal - Temperatur unserer Gegen- den mecklich tiefer, als umittelvar vor- oder nachher ficht, so daß cine gleichbleibende oder zunehmende Wärme in diesen Tagen als Ausnahme, die Verminderung derselben aber als Regel zu be- trachten ist; eine im Mai-Hefte von Loudon's Gardeners Vagazine enthaltene kurze Anleitung, die Arten der Gattung Erica, insbesott- dere die capischen, zwe>mäßiger wie bisher zu behandeln; Andeu- tung der im Juni - Hefte der Annales de la sociélè d'horticul!ure de Paris empfohlenen Anwendung dex Knochenkohle (noir animalisé) zur Düngung der Spargelbeete; Nachricht von dem neugrbildeten Vereine z r Verschbnerung der Stadt Posen und ihrer nächsien Um- gebungen, welchem Unternehmen das veste Gedeihen und möglich viel Nachahiaung zu wünschen ist; Nachricht von dem Erscheinen zweier neucr, für den Gartenbau interessanter Zeitschriften, nämlich: der landwirthschaftlichen Blätter, herausgegeben vom Kreis-Sefkre- tair Herrn Dr. Haas in Adenau und der Rheinländischen Garten- und landwirthschaftlichen Zeitung, herausgegeben in Neuwied; Be- merkungen des Hofgärtners Herrn Nietner in Schèônhausen über die Kultur und Erhaltung der Lobelia decumbens wodhrend des Spätherbstes und Winters; Andeutungen des Kunstgärtners Herrn Kühne in Chariottenhurg über eine Methode der Weintreibe-ei zur Erlangung vollkommener Trauben im ersien Fahre der änpflanzung; ein Bericht des Kuast- und Handelsgärtners Herrn Schulße hier- se!b (Neue Welt vor dem Frankfurter Thore) über die Behand- lung des unter dem Namen Drumhead Savoy, durch Herrn Kunst- und Handelszärtner Mathieu aus England hier eingeführten ganz vorzüglichen, in der Versammlung vorgelegten Savoyer Kohls; Bemerkungen des Ausschusses für die Baumzucht über die Anwend- barkeit der sogenannten Wasser«Reiser zum Veredlen der Obstbäume und über die Behandlung des Weinsto>s mit besonderer Hinsicht auf das von Einigen als wirfsam empfohlene von Anderen dagegen als erfolglos und nachtheilig verworfene Ringeln des Weinstoc?s; eine Mittheilung der Handels-Gärtner Herren Gebrüder Baumann in Bollweiller, Über den in einigen Gegenden besonders fühlbar gewordenen nachtheiligen Einfluß der diesjährigen Dürre auf das Gedeihen der Futterkräuter und die daraus entspringende Nothwen- digkeit, auf den Anbau eines frühen Futterkrautes für das nächste Frühjahr Bedacht zn nehmen, zu welchem Behufe vorzugeöweise der rosenrothe Klee (Trifolium incarnatum ) als einige Wochen früher kommend wie der übrige Klee, von ihnen augelegentlich empfohlen und frischer Saamen davon è 110 Francs pro Centner angeboten wird. Der General-Secretair machte aufmerfsam auf die von der Gartenbau- Gesellschaft zu New-York eingesandte gehaltreicheMonats- schrift: Vie New-York Farmer and American Gardeners Magazior,y die einen trefflichen Maßsiab abgiebt für die Hbhe der Kultur , auf der sih die Vereinigten Staaten, besonders in Hinsicht auf indu- sirielle und Gewerbsthätigkeit, befinden. Fernec referirte derselbe Über eine von Herrn Schomburgk aus Tortola in West - Fndien cinge- sandte Abhandlung über die Agave americana, in welcher einige beach- tenswerthe Andeutungen Über deren Fortpflanzung entbalteit sind. Zur anschaulichen Darstellung, welchen reizenden Schmuck die ver- schiedenen farbigen Früchte von den Pyrus, Nespilus und Berde- ris-Arten unseren Gärten gewähren idnnen, wenn sie sinnig benußt werden, war eite reiche Sammlung abgeschnittener Zweige mit 1eßt reifen Früchten von fast allen Farben aus der Landes - Baumschule bei Potsdam aufgestellt, außerdem eben daher eine anziehende Samm- lung gleichfalls abgeschnittener Zw-ige yon mehreren jeßt zum zwei- tenmale blühenden Fruchibäumen und Schmuck: Gehdlzen, worunter Blüthen von Birnbäumen, Kastanien, Afazien und mehreren Früh- lingssträuchern, als Beweis von der Einwirkung der diesjährigen ausgezeichneten Witterung auf die Vegetation , wohin insbesondere auch cêène Wetnrebe gehörte, die zugleich veife Früchte, halb au3ge- wachsene Beeren und Blüthen-Knospen zeigte. Herr Prof. Störig machte aufmecksam auf das im Neuen Wochenblatte des landwirt hr schaftlichen Vereins in Bayern (14ter Jahrg. 3tes Heft) für die Conservation der Baumpfähle empfohlene Mittel, die unteren Spiz- zen derselhen einige Lage in Kalkwasser zu stellen und, nachdem ftc wieder getro>net, mit verdünnter Vitriolsäure zu bestreichcn. Zur Stelle gebracht waren: von Herrn Hof-Gärtner Nietner in Schdn- hausen eine ohne alle künstliche Wärme im Freien gezogene, 22 Pfd schwere, äußerst wohlschme>ende Melone; von dem als vorzfglichen Weindauer rühmli< bekannten Kunsi= und Handels- Gärtner Herrn Fuhrmann hierselb, außer ne ausgezeichneten Pflaumcn von der Impériale rouze und Prgne de Ransleben nebs vorzüglih <d- nen Trauben vom Diamant, rothen Schdnedel 2e, mehrere über 2 Fuß lange Schotten der von ihm gezogenen, durch besonderen Wohlgeschma> ausgezeichneten, schr empfchlenswerthen Mexikanischen Spergelbolhne, von welcher derselve reifen Samen ablassen kann; von dem Hof- Gärtner Herrn C. Fintelmann in Sanssouci, eine aus dort iwonnenem Samen gezogene Über 12 Pfd. schwere, seh? Zoll im Durchmesser haltende Zwicbel , wovon der erste Game im Jahre 1832 von Herrn A. v. Humboldt mitgethrilt wurde, mit der Bezeichnung Oignon de }ladère, dort einen Fuß im Durchmess,r elangend, deren wünschenswerthe Fortpflanzung der schon oben gedachte Handels- Gärtner Herr Schulße Übernommen

ausgezeichnete Ananas, die in der Versammlung verlooset wurden Als Geschenke wurden übergeben, von dem Ritter Herrn Max. y, Spe, Frhrn. v. Sternburg auf Lüßschena, als Beitrag zu dey Dru>kosten der Verhandlungen des Vereins, 100 Rthlr. in Staatz.

Land - Forstmeister Herrn Yr. Hartig, ein Exemplar des von ih und dessen Sohne, dem Oberförster Herrn Professor Hartig ker. ausgegebenen forsilichen und forstnaturwissenschaftlichen Conyer,

Dittrich in Gotha, dessen täuschend ähnliche Frucht-Nachbildung(y der edelsten Kern-Obsisorten allgemeine Bewunderung erregten. Cin. gekommen waren noch: die neuesten Bände und Hefte der Druç. schriften der Kaiserlich Leopoldinisch - Carolinischen Akademie de | Naturforscher in Breslau , der Schlesischen Gesellschaft sür vate, | ländische Kultur in Breslan, der Landwirthschafts - Gesellschaft in | Wien, der Me>klenburgschen Landtwirthschafts- Gesellschaft in Rosiot des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern und des Württkember sen landwirthschaftlichen Vereins in Stuttgart, so wie die neuestq | Stücke der durch Neichhaltigkeit ihres interessanten Jnhaltes sig auszeichnenden Allgemeinen Desterreichischen Zeitschrift vom Reyj: denten Herrn Mayer in Wien. | O

Meteorologische Beobachtung. 1834. Morgens | Nachmitt. | Abends Nach einmalig: 11. Septbhr| 6 Uhr. 2 Ur: 10 Uhr. Beobachtung, |

| Luftdru>. . 1336, 6 5 "Par./336,4 s'"Par.|236,4 3 '’Par.Hueliwärme 9,2 2p | uam S : 2 Thaupunkt | 7,2 °R. 7,7 °R. 9,0 ° F. [Flufwärme 15,7 °R Dunfsisättg.| 91 vCt. 44 pCt. 80 pCt. [Bodenwärme 14,8 °g |

E iter. heiter. heiter. ¿ 5 Wind... | OSO. en E E N Wolkenzug | _—— SW. | Niederschlag N.

Beriiner Börse. Den 12, September 1834. |

Diaz SR E S R E R E I rrrey

|Zf. Brief|Gecld.l |Zf.Brücf. Geld, St.- Schuld -Sch. | 4 | 994 | 99 fGresshz Pos. do, U Pr, Engl. Anl. 18 | 5 | - JOstpr. Pfandbr. | i 101 n / Pr. Engl. Anl. 22./ 5 | | [Pomm. do. A | -— 11061 P Pr. Engl. Obl. 30 | 4 | 95) | 942 ÎKur- u, Neum. do.| 4 (1062 1062 | Präm. Sch.d.Seeh.| | 574 | 37} JSchlesische do.' 4 1062 A Kuerm. OBl, mlC,| à (907 | Ret CdR u N —| 72 | Neum.Int.Sch. do.| 4 | 983 | IZ.-Sch.d.K-uN.| —| 72 | Berl. Stadt - Obl. | 4 | 994 | 991 Le H E Königsb, do, | A O E ol ol O ee Elbing, do, | 4j 985 | Neue do.| 181, 18 Danz. do. in Th.| —| 37x | fFriedriehsd’or .. |— |13È | 181 Weestpr. Pfandbr. O O E 3 L

Auswärtige Börsen, A Ua A 7. September. | Niederl, wirkl. Schuld 517g. 58 —. Kauz-Bill. 212, S a0 34. 32 dito 232. Cortes 392 6 M L 5 Antwerpen, 6. September, Span. 55 32, 35 22. Zins. 114. Cortes 494. Bras, 743. Fraukfurt a. N., 9. September. ___ Oesterr. 55 Metall, 100. 997. 47 90%. 90-5. 2 Br. Bank-Actien 1510. 1508. Part. - Obl, 1382. 13 E Fl, 2064. Br. Preuss, Priim- Sch. 567. 564. d 93 oll, 52 Obi. v. 1832 96 ".. 9515, Poln ;e G31, gZ1 S S O arde, Q E N S L A San ° Hamburg, 10. September. Vesterr, 52 Metall. 99. 42 do. 891. Bank-Actien 1249. Kuss, Eng. ¿v1l. Russ. Holi. 95), Met. in Hamb. Cert. 961. Preuss.

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Span. 35 231. 42 2. Uk e

é Paris, 6. September,

o Rente Pr. compt. 106. 65. fin cour, 106. 70. 38 pr. compt, 79 75. fin cour. 75. 89. 55 Neap. pr. compt. 92 90. fin cour, 93. —.| 55 Span. Rente 35. 35 Bj. Cortes 40. Ausg. Span. Schuld 111,

E E Le | abend, 13. Sept. Jm Schauspielhause: Die weiße

Pikesche, Schwank in 1 Aft, vom Pr. C. Töpfer. Hieraus:

Capricciosa, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum.

Sonntag, 14. Sept. Jm Opernhause: Robert der Teufel

O M O 7 i Ballets. Musik von F. Meyerbeer a Pôck: Bertram, als leßte Gastrolle. Dlle. Luber: Fs ;

S / aj Dlle. Lußzer: Jsabelle, als

Preise der Pläve: Ein Pla6 in den Loge j

ges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2c. O S O

In Charlottenburg: Richard's Wanderleben, Lustspiel in 4 |

rator, dramatisirte Anekdote in 2 Abth., von E. Raupach.

Königstädtisches Theate

Sonnabend, 13. Sept. Auf vieles Bege e i

) nd, 13. : l : Hinko , der D E Ln E SOULN u Alten, mt einem Vorspiel: er jüngere Sohn“‘ ö i M » jüngere Sohn‘, von Ch. Birch | - Sonntag, 14. Sept. Zum erstenmale: Die Belagerun von Saragossa, oder: Pachter Feldkümmels Hoch E Lust spiel in 4 Akten, von Kogzebue. Vorher: Der Bades) ko: mische Gemälde in 5 Rahmen, von L. Angely.

2 Akten. Musik von Bellini. (Dlle. Hähnel wird, von ihrer Urlaubsreise zurückgekehrt, als Alaide vCRN Ga )

E E TIOR

Markt-Preise vom Getraide.

L bena B Septemher 1834,

ande: Weizen 2 Rthlr.; Roggen 1 Nthlr. 12 Sgr. 1 Rrhlr. 6 Sgr. ; große Gerste 1 Nthlr. 3 Sgr. 9 Pf, u ie 2 Sgr. 6 Pf; Hafer 27 Sgr. 6 Pf., auch 21 Sgr. 11 Pf. ; Erbsen att C E N Mebl, p Sgr. 6 Pf ; Linsen 2 Rthlr. 22 Gal. 6 0 j Q L. 20 Gar. in 7 c ti N G N E | gr. Eingegangen sind 292 Wié Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rthl 20 Sgr. und 1 Rthlr 12 Sgr. 6 Pf.; Roggen i ‘thle 12 Wr 6 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auch 21 Sgr. 3 Pf. Eingegangen sind 515 Wispel 5 Scheffel. /

Mittwoch, den 10. September 1834.

1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pxr., auch 15 Sgr. Branntwein-Preise

vom 5. bis 11, September 1834. Das Faß von 200 Quart nach Trall.s 54 pCt. oder 40 pCt. Richter gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: Kartoffel- | Branntvein 2% Rthlr. 15 Sgr., auch 23 Rthle.

i Ee

om 4. his 10. September 183 Der Scheffel 22 Sgr. 6 Pf./ auch 16 R

Redacteur Cottel.

R 577T

hat; von dem Kanst- und Handels= Gärtner Herrn Limprecht zwei

Gedru>t bei A. W. Hagn.

Schuldscheinen, und für die Bibliotheë des Vereins von dem Obe."

sations-Lexikons, Berlin 1834. Vorgelegt wurde: die e und 106" Lieferung des Deutschen Obsi- Kabinets vom Küchenmeister Herr

September

aauA v s R E C I R T E Fa T A R A

E L L L T I TE I 4p Ta mee,

man sich hier etwa eine Stunde lang aufgehalten hatte, verließ | der Fürit das Gebäude, vor welchem er ein Gastmahl für 500 | Armenier und Tataren hatte bereiten lassen, unter welche, nach- dem er schon in die Festung zurückgetehrt war, noch Geld aus- | getheilt wurde. ““

Amtlihe Nachrichken.

Konf des Tàges:

Se. Maj?-stät dex König haben dem Kreis-Wundarzt Dr. zu Lauban in Schlesien, so wie dem bei der ‘othen Adler-

uht haben, dnen, so haven Allervöchidies

med. Schindler Seehandlung beschäftigten Kassirer Pfeiffer den Orden ter Klasse zu verleihen geruht.

Nachdem des Königs Majestät Allergnädigst aer in Elberfeld ein Landgericht anzuor elberi den bisherigen Appellations: Rath Frtedrtch Hoffmann um Prásidenten dess ben zu ernennen und das darüder auége- Patent Aüerhöch| zu vollziehen geruht. ônigs Majesiät haben gerubt, den Stadtrichter Mäller zu Grottkau zugleich zum Kreis-Justiz-Rath des Grott- fauer Kreises zu eruennen.

Tante Die genaue Zahl der in Folge | der April: Unrahen verhafteten Personen betrug 1156: diesen sind 726 wieder auf freien Fuß geseßt worden und | 420 befinden si) no<h in den Gefängnissen. ter der Kommission des Pairs - Hofes wird in den des Oktobers seine Arbeit vorlegen. hált sodann sein Requisitorium, seine Kösmpetenz hinsichtlich der verschiedenen sc;uldiagten zu entscheiden hat. Das Gerücht, das eine allger Personen erlassen werden würde, hen vor den Pairs-Hof gestellt wer zu folgenden Betrachtungen Anlaß: im hêchsten Grade un gebung zuwider seya. übung des Gese(2s entbinden. welches die Charte dem Könige ertheilt, fann er Richter verhängten Strafen mild kann den Lauf der Gerechtigkeit ni weniger ihre Urtheilssprüche voraussehen. isé daher ein ganz anderes, als das B das mitleidsvolle Herz des Monarchen ih gehen zu lassea, fo giebt es genug unglückliche , eines zu heißen Temperamentes, oder schaften der Seele wohl verträzlichen politif Kerker abbúüß.n, und auf die die Königliche E ihren trditenden Einfluß ausdehnen eann. verfänden, Angeklagte, deren Pr sesen, bevor die Entscheidung der fein bloßer Aft der Gnade, sondern ein l um einen solchen zu vollziehen, drei Staats, Gewalten. daß in dem gegenwärtigen Falle sich so greße ernsiliche pilitische Rücksichten an den, dem legten Plan knüpfen, daß uns eine Er auf alle Weise unumgängzuch nothwen nen daher gleich nach (hrem Wiederzusa schiebung aller andern Geschäfte einen sen Gegenstand vor; ganz Frankreih w tem Beifall aufnehmen. wäre verfassungswidrig.““ Die Franzdsischen Blätter beschäftigen sich, g D'Connell und dessen ver

Paris, 6. September.

Der Berichterstat- ersten Tagen Prokurator

Der General - worauf der Gerichtsh Kiassen der Ange-

ieine Amnestie für diejenigen welche in Folge der April-Unrus- den sollen, giebt dem Temps „Eine solche Amnestie würde regelmäßig und dem Geiste unferer Geseb- Das Geseß all Dem hohen Vorrech

hre Königl. Hoheit die Kronprinzessin is von Star

Amt]. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufs. Cour) 5 gafd hier angekominen.

Angekommen: Se. Erlaucht der Graf Joseph zu Stolberg-Stolberg, von Stolberg. Der General-Major und Commandeur der 15ten Kavallerie-

Brigade, von Hellwig, von Fraukfurt a. d. O.

ein fann von der Aus- te gemäß, die durch den ern oder ganz erlassen; <t untecbre<hen, und no< Das Atnnestie- Recht egnadigungs-Recht. im anráth, Gnade er- die die Fehler dleren Leiden- hen Fanatismus im }

Zeitungs-Nachrichten. NUSl an d:

Rand:

St. Petersburg, 6. Sept. In der St. Petersbur- gishen Zeitung let man: Prevßen hat, unt-r der Anführu zen Wilhelm Königl. Hoheit, von der Königl. Preußischen & ment, das den Namen Sr. Majestt des K fährt, hierher aeschicft, um der Aufde>ung der Alexander:Sâule Tagen hier eingetroffenen Kriegshel-

eincs mit

nade gesezmäßig | eine Amnestie ozeß no< s<webt, in Richter erfolat ist, das ist egislativer Aft; Und irkung aller und behaupten, Interessen und so Nain sterium unters ng in den Kammern dig scheint. Man lege ih- mmentritte und mit V Gejet-Entwurf Über dies úrde densclben mit lau- Verfahrungsweise

ajestät der König von ing Seines Sohnes, des 17 Offiziere und 38 Soldaten zarde und dem Kärassfier - Regi- aisers von Rußland bedarf es der Mitw Wir gehen ne< weiter

heizuwohnen. Diese vor cinigen

den haben sämmtlich die unvergeßlichen Feldzüge von 181

und 1815 mitgemacht und sind namentli

gesucht worden, welche sich durch ihre pe sondere Auszeichnungen von Se | gen Kaisers Alexander, wie Sr. gen, erworben haben. ganzen Preußischen Armee is de durch ihre Theilnahme an der bevorsi so bedeutungsvollen Feierlichkeit, Und die vereinigten H-ere beider Retche unter demn vollbrachten glo! reichen Thaten, die Bande der gegenscitigen Ach- tung und Freundschaft beider Armeen noch enger zu énúpfen und für die Ewigkeit zu befestigen.“

Der diesseit:ge Borschafter am Kaiserl. Wirkliche Geheime Rath Tatiichischew, und der General der Infanterie, Graf To!stoi, sind aus Moskau hier

Es sind ferner hier eingetro}! marschall Fürst von Wi: tgenstein; der Ge General: Gouverneur von Witebsk, Mohilew ‘ieutenant Baron von der Pahlen,

< unter denjenigen aus- rsônliche Tapferkeit be- Majestät des hochseli- Majestät des Königs von Preu- würdigen Repräsentanten der x ehrenvolle Austrag ertheilt, chenden, für ganz Rußland im Andenken an die durch Beittande Gottes

bPröm.-Scheine 1134. Poin, 130z. Dän. 714. Holl, 58 v5. 2418 30. F Aber jede andere seih den Eng- ánderter Stel- Besonders schwierig wird lich katholischen Blättern, wels anti- reformistisch sind, die zum Theil mit ihren unterstÜßen.

lischen, viel mit Herrn lung zu dem Britischen Mu es den legitimistischen und wesent che ihrer Tendenz nach toryfisch und Bestrebungen des Herrn O'Connell, die Ainteressen übereinstimmen Das Haupt : Organ der legit:mi| die Quotidienne, weiß diese Schwie ungehen, wosÎr der ihr entnommene ,„ Jnmitten jener elche England ver- Zerr O’Tonnell, Aller hate Talent, das ihm alle Welt, die an den ; Einfluß, den

Oesterreich, Hofe, u würdigen und zu isch : katholischen Meinung in

eingetrosfen. rigfeit nur

aucht der Feld- neral der Jnfanterie,

1: Se. Durchl Frankreich, zum Theil mit Geschick zu 1 nachitehende Artikel als Beweis dienen mag: Rcform, oder vielmehr jener wickelt ist, zieht besonders ein Blicke auf sich. Freunde wie Feinde, zugeßeht, die Charakterstärke, te Kühnheit der Anschten, der ungeheure jene persöónl:chen Vortheile zu verschaffen ge- les reicht bin, um den wichtigen Plaß zu i einnimnit , múßjelige den Herr OD'Connell Besibknahme des

Fürst Howan|ky, und Smolen)t; der General-L General-Gouverneur von Liefland, Esthland und Kurland; der General - Adjutant, General der Infanterie, Graf Woronzoff, General - Gouverneur von Neu-Reußen und Bessarabien, und der General - Adjutant, General der Kavaller'e, Graf Lewajchoff, General-Gouverneur von Podolien und Volhynitn. :

Brülloffs großes Gemälde, „Pompejis let det sich noch in der Ermitaze. ser geruht haben , dieses Gemälde von, Herrn Anatole Demidoss, anzunehmen, dasselbe der Akademie der Künste geschenkt, wo stellt werden wird, sobald die dazu nôchigen Vorbereitungen ge- trofsen seyn werden.

Die Nordische Biene enth bung der Feierlichkeit , rôlferung von E oheit des Groß um 9 Uhr Y

volution, in t

Das unbeitreit

Abth., von G. Kettel. Hierauf: Der Plazregen als Eheproku-: |

; ; er sich durch a ter Tag‘/, befin- | wußt hat, das À Nachdem Se. Majestät der Kai- dessen früherem Besitzer, haben Se. Kaiserl. Maj. es später ausze-

Großbritanien Triumphe , and gefeiert hat, in der Art von daß er si< für minister e Beiname d

tärzlich in Jrl Ministeriums, die er dadurch, Élárte, er, für den der tators erfunden wurde, erlangt Art von Widerspruch, die das J einflôßt, und den Wunsch, ihn und fennen zu lernen, noch vermehrt.

entfernt, wo Herr O'Conn tet uns. die Unparteilichke eine gründliche und pe des von ihm verfolgten Zweckes hätten. Unsere niemals auf Wahrsheinlichkeiten gründen, besond inen durch sein Talent und seine Ener Wir werden die Anwendung je- nicht cher tadeln, als bis uns ieselben gemißbraucht wor- Zweifel ausdrücken, die, excn O'Connell umfassen, wes Weg anzeigen werden, den cer Ungewißheit Wirk- die Sache der Ordnung im Allgemeinen, für alle dicjenigen gleich Eigenschaften des sie auch die unveränderlichen c<hlichen Gesellschaften beruhen, Connell einzig und allein Bertheidiger des Katho- n Katholiken Jr- die ihnen rehtmäßig gebüh- O’Connell einver- lle unsere Wúnsche für die {dne Wenn leb- e Höhe kommt, wo er so begrüßen wir ein so ersten der Legiti-

es großen Agi- hat, in dem Allen liegt eine nteresse, welches jener Mann

seine Stellunz recht genau Zu weit von dem Schauplatze ¿e Rolle \pielt, verbte- ihn so zu beurtheilen, als ob wir eines Charakters und Politik wird sich ers wenn es gie wahrhaft

ganz neue âlt eine interessante Beschrei- mit welcher die Muhamedanische Be- riwan das Fest der Volljährigkeit Sr. Kaiserl. fürsten-Thronfolgers gefeiert hat. „Am 1. Juni torgens begab sich der Chef der Provinz Arinenien, Fúrst Bebutoff, mit allen Militair: und Civil Beamten aus der Festung in die Moschee Dschammi, begleitet von ciner zaßlsosen Vor der Moschee ward er von dem Dberzaupte der Muhamedani'chen Geistlcl,keit in Eriwan, Schich-(li Slam, eistlichkeit empfangen , denen die sämmtlichen Chane, Beks und angesehensten Bürger der Stadt fo!gien Gedränge war so groß, day viele vom Volke außerhal räáumigen Moschee zurückbleiben mußten, da der Tempel schon früh am Tage von den eifrigsten beim Eintritt des Fürsten sich von thren < währeud des ganzen Gottesdienstes stehen blie- Nacvdem der Fürst den fär ihn besonders ausgebreiteten kostbaren Persischen Teppich betreten hatte, Kasi- Mulla von Eriwan, um Katheder füh he ihres Beisa Seine Rede be ser, den Thronf-lger und das ganze Kaiserhaus. Schlusse des Gottesdienstes trat er mit der ganzen Geistlichkeit um ihm zu dem hohen Feste Glück zu wünschen, während nah Muhamedanischer Sitte noch in der ifen herumgegeben wurden und aus Hand Ali Slam den Für-

Montag, 15. Sept. Die Unbekannte, romantische Oper in - cine {o gro}

riönliche Kenntniß {f Menge Volks,

sich um merkwürdigen Mann handelt. ner Energie und jenes Tal genügend bewiesen worden ist, daß d Wir können daßer hier nur indem sie die ganze Stellung des H nig\tens durch ihre Beschaffenheit den er befolgen müßte, um an die Stelle unse lichkeiten zu setzen, die für wie für die Zukunfc seines Landes und beruhigend seyn würden, Herrn O'’Connell schäßen, wenn Grundsäße, auf denen di bei weitem vorziehen. Jit Herr O' der eneraische , ergebene, uneigennüäßige nus? Will er den so lange unterdrückte lands die Rechte wiederverschaffen - ren? Jn diesem Falle sind

Man weiß, daß a und gesellschaftliche Sache de terer daher in einem Lande wieder in di bisher so unwürdig unterdrückt wurde,

großes Ereigniß als die Wiederherstellung der

und der ganzen Gei b der sehr ge-

Muhamedanern besezt wor- den- war, die Teppichen

erhoben und au

Machined, auf die fünfte Stufe der erklärte dem Volke die Ur- mmenseyns und die Wichtigkeit des Festes. c{hloz er mit cinem feurigen Gebete súr den Kat-

Nach dem

Das Scho Stroh 7 Rthlr., auch 5 Rthlr.; der Centner Heu renden Treppe und welche die großen

zum Fürsten, selb) Scherbet und ‘Pfe wir mit Herrn in Hand gingen. Hierauf ersuchte Schich: sten Bebutof und sein Gefolge, in die Zimmer zu treten, wo die geistliche Ober - Behörde der Muhamedaner ihre Sigungen hâlt. Dort wurde die ganze Gesellschaft aufs neue mit Scher- het und den kösilichsten Früchten Persiens bewirthet. Nachdem

s Katholicismus sind.

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mitäten, der religiósen Legitimität. Wenn Herr O'Connell sich

wirklich dem großen Werte der Wiederherstellung des Katholi-

| ciómus widmet, so geben wir unsere vollkommene Zustimmung

den gewiß regelmäßigen, gewiß tadellosen Mitteln, die er zur

| Erreichung dieses Zweckes anwendet. Wir sagen dies, weil wir

| hier in Herrn O’Connell nur den Katholiten erblicken , der auf

| fatholische Weise die Juteressen der Religion Und die Rechte

unserer Arländischen Brüder unterstüßt. Die Religion will nur

Regelmägiges in den Mitteln, die man zu ihrem Triumphe an-

| wender. Sinnt aber Jemand auf Ummwälzungs- Pläne, jo mag

| er sch immerhin Katholik nennen und die Gebräuche des Kultus

! púnkclich befolgen, er ist doch fein Katholik, und wir werden ihn | nie als solchen anerkennen, Es ist allerdings unwürdig, wenn | ein fatholisches Volé zu Grunde gerichtet wird, um eine ihm fremde Geistlichkeit zu ernähren ; aber dieser Zustand der Dinge, | so betrúbend er auch an si< is, muß doch einer Revolution vor- | gezogen werden, die jenen Mißbrauch zwar abschaffen , aber da: j gegen Jrland in einen Abgrund von unberechenbvaren Leiden | und noch größeren Mißbräuchen stúrzen würde. Durch daë- was wir hier im Allgemeinen gesagt, haben wir Herrn O'Cennell die Klippe bezeichnet, die er vermeiden muß. Diese | Klippe ist im höchsten Grade gefährlich , und wir müssen geste- | hen, daß wir durch die Urtheile der revolutionnairen Blätter Über die Jrländischen Angelegenheiten hinreichend auf dieselbe aufmerk- sam gemacht worden sind. Man erinnert si<, daß unter der Restauration der Liberalismus nicht ermangelte, bei jeder Geles genheit zu erfláren, daß man die Religion von der Politik tren: nen müsse, und daß es die eine gefährden heiße, wenn man hle unklugerweise mit der andern vermishe. Dies ist auch unsere Meinung; aber unsere aufrichtige Meinung, die sich nicht mit den Umständen ändert. Was geschieht aber jetzt ? Die revolu- tionnaire Presse und sogar das Journal des Débats hält es fúr | recht, daß der Katholiciómus als Mittel in der innern Polit:k Großbritaniens angewendet werde. Alles, was srüher von der Gefahr, die Religion in weltliche Angelegenheiten zu mischen, gesagt wurde, hat man vergessen, und man kämmert sich schr wenig darum, ob die Reiigion gefährdet wird, wenn nur die Englische Verfassung erschüttert und den Whigs, den Freunden der jesigen Regierung, preisgegeben wird. Unjere Liberalen mit Voitaireshen Jdeen würden sich fast zu Frômmlern machen, \o- bald sie in dem Katholiciómus ein neues Element zur Revolu- tion zu erblicken glaubten. Hierdurch stellt sich die Lage des Herrn O'Connell ziemlich deutlich heraus. Er môge wählen

zwischen dem Katholicismus, dessen mächtiges und religidses Ore gan er seyn, und dec Revolution, deren verderbliche Grundsäte er verbreiten fann; aber er mdge sich bestimmt und ohne Rúck- halc entscheiden. Wenn er, wie wir Hoffen wollen, den Einge- bungen des Katholicismus folgt, so wird er nicht zerstören, son- dern erhalten. Anstatt England auf der Bahn der Revolution weiter fortzureißen, wird er es an dem Abhange, an dem cs jet steht, zurückhalten, und die Geschichte wird ihn, wenn sie von ihm spricht, nicht den großen Agitator, sondern den großen Bârger, den wahrhaft politischen und religidsen Mann nennen. Schlägt ec den entgegengesezten Weg ein, \so würde er nur ein gewöhnlicher Aufwiegler seyn und von dem Katholicismus nichts u erwarten haben, indem dieser die Revolution und die Revo: utionnairs verdammt, und die politische wie die religidse Anar-

hie zurüêweist./

Niederlande Aus dem Haag, 8. Sept, Die Staats- Courant meldet, daß der Kaiserlih Oesterreichische Geschäfesträger am hiesigen Hofe dem Ministcr Baron Vertstolf van Soelen das

| ihm von Sr. Majestät dem Kaiser verliehene Großkreuz des | Königlichen Ungarischen St. Stephans- Ordens überreicht habe.

Der diesseitige Gesandte beim Deutschen Bundestage, Ges: neral:Lieutenant Graf v. Grünne, ist in Amsterdam angekommen.

Der gegenwärtige General - Direktor des Kriegs - Ministe- riums, General-Lieutenant de Eerens, ist zum General-Statt- halter von Niederländisch - Jndien ernannt worden.

Belgien.

Brüffel, 8. Sept. Die verschiedenen hiesigen Architekten scheinen sich, wie die Emancipation bemerkt, vereinigt zu ha- ben, um das naße Schaerbeek zu einem der elegantesten Stadt- theile zu machen. Die Herren ifquain, Suys, Verbeke, Jan- ßens, Payen U. \. w. haben dort bereits, und zwar zu ihrem eigenen Gebrauche, die zierlichsten und mitunter palastähnlichen Wohnhäuser erbaut.

Ein großer Theil der für die neue Belgische Eisenbahn bestimmten Dampf: Maschinen , Eisenwerke 2c., ist bereits aus London hier eingetroffen.

Dice sehr bedeutenden Steigerungen, welche die Spanischen Fonds-Course an der Pariser Börse erfahren, haben auch hier, wo die Nachrichten oft durh Tauben - ‘Posi eingehen , so wie in Antwerpen, eine ähnliche Bewegung hervorgebracht.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 5. Sept. Von Seiten der Regierung is beim Reichstage auf einen dem Reichsschulden - Comtoir zu be- willigenden Kredit von 500,000 Rbdr. zur Bestreitung der dur die Cholera veranlaßten außerordentlichen Ausgaben angetragen worden.

Die Königin hat 5000 Thaler Banco zur Unterstüuung der Nothleidenden nah Jönkôping gesandt.

Der Adel - und der Priesterstand des Reichstages haben, ungeachtet der vom Aus\chu}}e getroffenen Entscheidung von ents gegengeseßter Art, den Beschluß gefaßt, den König durch eine Depuration um Aufhebung aller Cholera-Sperren im Lande bit- ten zu lassen.

Als das Uebungs-Geschwader am 31sten v. M. nach Karlss frona zurú>fam, wurde es sogleich unter Quarantaine gelegt. Am Tage vorher war ein Mann auf demselben an der Cholera ge[torben und ein anderer wurde in die Quarantaine-Anstalt von