1834 / 270 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

pra: E A OOR E

Si. Petersburg, 19. September. London 3 Mt. 103. Hamburg 3 Mt. 935. } c Paris 3 Mt. 113

32, Silber-Rubel 358.

| Königliche Schauspiele. Sonntaa, 28, Sepyt. Im Opernhause: Robert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J. Meyerbeer. Preise der Pláge: Ein Plaß in den Logen. des ersten Ran- ges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2c. m Schauspielhause: Die feindlichen Brüder, Possenspiel in 3 Abth. , von E. Raupach. Hierauf: Demoiselle Bock, Lust- spiel in 1 fe, von Z_S. Mand. Montag, 29. Sept. - Îm Schauspielhause : Der Kauf: mann von Venedig, Schauspiel in 5 Abth., von Shakespeare. Dienstag, 39. Sept. Jm Opernhause: Der Zigeuner, ro- mantische Oper in 4 Abth., von E. Devrient. Musik von W. Taubert.

Die Französischen Theater - Vorstellungen werden am 2ten Oktober beginnen und bis Ende Juni k. J. fortdauern. Da die früheren Abonnements-Bedingungen wiederum eintreten, so werden die resp. Abonnenten ersucht, sh über die Beibehaltung der Plábe bis spátestens den 29sten d. M. zu erklären. Mel: dungen un Abonnements werden im Billet - Verkaufs -Bureau abgegeöen. Berlin, den 23. Sept. 1834.

Generol-Fntendantur der Königl. Schauspiele.

Konigstäadtisches Theater.

Sotititaa, 28. Sept. Zum erstenmale wiederholt: Der Hund des Aubri de Mont-Didier, oder: Der Wald bei Bondy, E risch-romanrisches Drama in 3 Abth., von Castelli.

Montag, 29. Sept. Des Adlers Horst, romantisch-komische Oper in 3 Akten, -von K. von Holtei. Mustk vom Kapellmei- ster Franz Gläser. E S D

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Neueste Mari

Paris, 21. Sept. Der König kam gestern Mittag nach den Tuilerieen, empfing daselbst den Präsidenten der Pairs-Kam- mer, Baron Pasquier, führte dann den Vorsis in einem zwei- stündigen Minister-Rath und kehrte um halb 6 Uhr wieder nah St. Cloud zurúc>.

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Amst. 3 Mt. 531.

1094

Der Moniteur enthált heute die von gestern datirte Kd- nigliche Verordnung, wodur<, wie man schon vermuthet hatte, der Herzog Decazes an die Stelle des Marquis von Sémon- ville, der seines geshwächten Gesundheitszustandes wegen seine Entlassung von diesem Posten genommen hat, zum Groß-Refe-

rendar der Pairs-Kammer ernannt wird. Durch eine andere Verordnung von demselben Tage werden die Grafen Portalis und Molé und der Herzog von Broglie zu Vice-Präsidenten der Pairs-Kammer ernannt.

Der Marschall Gérard befindet sich jeßt um vieles besser; gestern frúh verfügte er sich zum Könige und arbeitete zwei Stunden mit demselben.

Aus Toulon wird vom 15ten d. geschrieben , daß das Evo- lutions- Geschwader am 1áten Abends auf der dortigen Rhede vor Anker gegangen isk.

Herr Ärnault, Verfasser mehrerer Tragödien, und beständi- ger Secretgir der Akademie, ist mit Tode abgegangen.

Die heutigen ministeriellen Blätter enthalten folgende Nachrichten über die Ereignisse in Spanien: „Eine vom 19ten datirte Depesche aus Bayonne meldet, daß Zumalacarieguy sich am 16ten in Munariz bei Estella befand. Was Don Carlos anbetrifft, so sagen die Einen, er habe si< aufgemacht, um sich mit Zumalacarreguy zu vereinigen; Andere behaupten dagegen, daß er sich mit der größten Sorgfalt verborgen halte. Diese Ungewißheit úber das Schicksal des Don Carlos, verbunden mit der Entfernung Zumalacarreguy's und der Besez- zung Elisondo's, hat die Karlisten des Bastan - Thales in große Niedergeschlagenheit versest. Seit fast vierzehn Tagen ist die Junta ohne Geld. Eine andere Depesche vom Wsten meldet, daß die Cholera in Bilbao große Verheerungen anrichtet. Es starben daselbst täglich gegen 100

Personen. Der Französische Konsul ist auch ein Opfer der Krankheit geworden. Der Aufstand macht in Biscaya keine Fortschritte. Es ist niht wahr, was man verbreitet hat, daß

die Regierung dur< den Telegraphen die Nachricht erhalten hátte, es habe am 15ten zu Madrid eine Volksbewegung statt- gefunden, um den von s Majorität der Kommission der Pro- furadoren :- Kammer eingerêichten Geseß-Entwurf zu unterstüßen. Die Erörterung des Berichts sollte erst am 16ten beginnen, und man wird wohl einschen, daß es der Regierung unmöglich ist, alle falsche Gerüchte und alle Erfindungen , die täglich verbreitet

ihre Lage sehr

geschäßt. Atcaun.

23 E

M O

Feuer begann um 2 Uhr reguy’'s Kolonne auf den reten Flügel der Karlisten, wodur re sie fingen daher an, s} Königin bemächtigten, wurd Viele Offiziere wurden getödtet, Und ej Theil der Karlistischen Brigade, so wie viele Pferde und Equipirun Gegenstände fi: e lust der Leßteren an Todten und Verwundeten wird auf 100 Man Don Carlos, Éraso und Guivelalde begaben sich ng Die Arbeiten an dem Misericordien-Hause zu Elisond schreiten rasch vorwäris; 1000 Bauern aus dem Bastan : Thi, man hat Schießscharten an demse angebracht und Gräben um das Fort gezogen.“

zurückzuziehen, aber in der größten Unordnung. nen, deren sich die Truppen der fein Pardon gegeben.

sind daran beschäftigt;

Frankfurt a. M., 24 1002. 1002. 4proc. 911 Bank-Actien 1530. 1528. Part.-Oblig. 13 100 Gulden 2672. Br. Preuß. Pr

Loose 664. 685.

verschlimmert wurde; Den Gefan

len den Truppen der Königin in die Hände. Der Vi

Septbr.

9112, 21proc, 5314. Br. 1proc. L!

Holl. 5proc. Oblig. von 1832 965. 964 Poli 5proc. Span. Rente 361. 364. 3proc. do. 244. A

Medacteur Cottel.

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Gedruckt bei A. W- Hayn.

Allgemeiner

Befanntmachungen.

nzeiger für die Preußis

—————— E As

<en Staaten.

6 Bogen und von 2 zu 2 Monaten; die Fortsezungj Die in der Vossischen Zeitung erwähnten Nachrit

j Aveéertissement _ Die dem Grafen Arnold von Skorzewski gehörigen, im Stuhmschen Kreise geleaenen Gutsantheile : 1) Lichtfelde No. 35 Litt. B. landschaftlih auf 20/081 Dhlr. 27 sar. 9 pf. taxirt: 2) Lichtfelde No. 35 Litt. C. landschaftli<h auf 17,966 Thlr. 19 sgr. 5 pf. taxirt und 3) Gúüldenfelde No. 19 Litt. A. landschaftlich auf 13,132 Thlr. 23 sgr. 4 pf. taxirt, von deneo jeder Gutsantheil besonders ausgeboten werden soll, sid zur nothwendigen Subhaftation ge- Fellt, und ist der Bietungs-Termin auf f Den 4 Mari 1859/ Vormittags um 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Eo Ne Walter hierselb angeseßt , Die Taxe und der neueste Hypotheken-Schein sind Ubrigens jederzeit in der hiesigen Ober-Landesgerichts- Registratur cinzuschen; etwanige besondere Kaufbedin- Luna sollen in dem obigen Termine bekannt gemacht Marienwerder, den 25. Juli 1834.

Civil-Senat des Königlichen Ober- Landesgerichts.

Avertissement

Die im Nrusßtettinschen Kreise belegenen Güter Nemmin und Hohenhaus, von welchen Ersteres auf 5760 Thlr. 25 sgr. und Legteres auf 4101 Thlr. 9 sgr. 9 pf. voi der Kdnigl. Landschaft gewürdigt worden, find, da in dem bereits angeftandenen lezten Bie- tungs-Termin sih kein Kaufliebhaber gemeidet hat, nochmals im Wege der nothwendigen Subhaftation ¡zum dffentlichen Verkauf gestellt, und ist dazu ein neuer veremrorischer Lermin auf den 31. October a. c. Vormittags 10 Uhr, in unserm Partheienzimmer vor dem Deputirten Ober - Landesgerichts - Rath Frei- herrn von Troschfe angesezt, welches hierdur<h mit dem Bemerten bekannt gemacht wird, daß die Taxe, der neueste Hypotheken-Schein und die Kaufbedingun- gen tägli<h in unserer Concars-Regiftratur efngesechen werden fönnen.

Cöslin, den 3. Juli 1834.

Civil-Senat des Königlichen Ober: Landesgerichts.

Edictal-Citation.

Der abivesente “ohannes Nehaus, Sohn des bier ver@orbenen Müllermeifteré Christian Nehaus, geboren am 18. Februar 1787, welcher sih im Jahre 1806 von hier entfernt, im Jahre 1811 von Wien aus ge- schrieben, seitdem abêr ¿war keine weitere Nachricht von sich gegeben har, jedo im Jahre 1820 hier und im Jahre 1823 in Linz als Oesterreichischer Militair

etroffen worben seyn soll, so wie dessen Erben und Erövchmer, odér sonftige Praetendenten werden auf den Ancrag der verehelichten Catharine Fritsch, geb. Rahaus und Cons. hierdurch dffentlih vorgeladen, sich vor oder foatestens in dem auf

den 29 April 1835, Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Landesgerichts - Director Grabe an hzieftaer Landgerichtsstelle anberaumten Ter- mie persönlich oder durch einen zuläsfigen Bevoll- mächtigren, wou dio Herren Justiz - Commissarien

Roeiger, Reichard, Dr. Hadelih und Dr. Koch seu. vo-géschlagen werden, zu melden, ansonjt aber zu ge- wärtigen, daß der abwesende Johannes Nehaus für todt erflärt, und das vos ihm zurückgelassene Vermö-

gen, weiches in einem Depositalbestande von circa 1200 Thlr. und 21 Acker Landes, taxirt zu 1229 Thlr., beñeht, uner Praecluftfon der unbekannten Erben oder Erbnehmer den bei den Acten bekannten {on legiti- mirten oder st< noc< legitimirenden Verwandten über- eignet werden wird. Œifurt, den 20. Mai 1834. Königl. Preuß. Landgericht.

tete, in Betreff der Zinszahlung von den Hollän- dischen 5 procentigen Certificaten und den Holländischen 45 u. 34 procentigen Amor- tisations-Syndicat - Obligationen.

R benachrichtige ih die betreffenden Inte- ressenten, daß schon von heute ab die am 1. October c. fällig werdenden Zins - Coupons, sowohl von den Holländischen 5 procentigen Certificaten, als auch von den Holländischen 42 u. 35 procentigen Amortisations- Syndicat - Obligationen zum vortheilhaftesten Course bei mir realisirt werden können.

Berlin, den 15. September 1834.

Arons Wolff, unter den Linden Nr. 44.

Literarische Anzeigen.

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Da iu Sübdeutschland die homöopathische Héeil- methode eines immer größer werdenden ärztlichen Publikums si< erfreut, so ist das Erscheinen der Hy- gea gerechtfertigt, um einen neuen Anhaltspunkt zu geben. Genaue Relationen über Heilungen und Hei- lungsversuhe, Nesultate von Arzneiœüfungen , fkriti- he Arbeiten, Beobachtungen über dle homödopatische Behandlung der Thiere 2c. 2c. werden in der Hygea Platz finden, und es i| derselben zuglei ein Litera- turblatt beigegeben. Der Redactions - Auêschuß wird trachten, für treues Wiedergeben dêr Thatsachen und Abwe<tluug des Stoffes zu sorgen. Jhrem Plane nach wird die Hvgea keine absolute Dectrine verthei- digen, sondern ihren eigenen Weg sich bahnen, unab- hängig von dem Treiben der Partheien und trahtend nah Wahrheit. Jn der Negel soll jährlich nicht mehr als ein Band von 30 36 Bogen erscheinen und

die Versendung geschieht künftig in Heften von 5

wird jedoch nur auf ausdrückliche Bestellung versandt-

In der Buchhaudlung von A. D. Geisler in Bre- mén ij in Commission zu haben, vorräthig in der Stuhrschen Buchhandlung ¿u Berlin, Schloßplatz

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erhalten. . : S. A. G. Weigel.

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Rosenmülleri, Dr. E. F. C., Scholia in Vetus

Testamentum. Pars III. Vol. III. Ed. 3. auct. et emend. 8 maj. Cherta impr. 2 Thlr. 11 sgr. Charta script. 2 Thlr. 26 sgr. Gharta Berol, 3 Thlr. Charta velina 3 Thlr. 75 sgr. Auch unter dem Titel: Jesaiae Vaticinia, annotatione perpetua illastr. Vol. III,

Des 11ten Bandes 2r Theil die Bücher der Rich- ter enthaltend, ist eben s0 wie der 2te Band des Auszugs dieses VVerkes, den Jesaias enthaltend, unter der Presse, und werden mit dem Schlusse die- ges Jahres versandt werden können, Die übrigen, zur gänzlichen Vollendung noch nöthig werdenden Bände des grösseren VVerkes, wie des Auszuges sollen, in ununterbrochener Reihesolge geliesert werden.

Von dem bereits angezeigten Bericht über die diesjährige Kunstausstel- lung ist heute die erste Nummer erschienen. Das Abonnement für die Dauer der Ausstellung 1st 15 sgr. Einzelne Nummern sind à 4 sgr. zu haben bei George Gropius, Schlossplatz No, 1.

ten von dem Leben : des K. Geh. Raths De. E. L. Heim, 2te Aufl. geh. 225 gr,

sind in meinem Verlage erschienen und durch (l

Buchhandlungen zu erhalten. Buch) gen zu erh N

unter den Linden Nr. 57.

werden und wieder in sich selbst zerfließen, vorherzusehen, uy sie zu widerlegen.“ y

Aus Bayonne vom 16ten d. schreibt man: ist das Nähere úber das Tre Azpeitia und Azcoitia stattfand. L ringt sahen, so konzentrirten sie sich, ten; sie sahen si< demnächst genöthigt, General Rodil mit dem ten u

¡eFolgendeg fen, welches am 12ten zwischen Da die Jnrsurgenten sich um; um Don Carlos zu ref der Haupt - Kolonn: des nd 6ten Bataillon von Navarra | zwei Bataillonen Guivelalde's und zwei anderen Sopelana's, die dens vortheilhaftesten Standpunkt einnahmen, die Stirn zu bieten. Dg Nachmittags. Gegen 5 Uhr begab sich Jay

P Ae 270.

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Oesterr. 5proc. Metal,

9E 189 Loose y # äm. -S<, 572, 575. do. áptu

1 E)

Bei E. H. Schröder in Berlin, Königstrasse NoFF

37, ist eben erschienen:

Portrait des G, R. Dr, Heim, am Schr6n -

tioch sitzend. Gez. v Maas, dr v: Kran Folio. Preis 15 sgr.

so eben erschienen :

Abbildung und Beschreibung aller in der Pharns copoea borussíca aufgeführten Gewächse, herauf

gegeben von Prof. F. Guimpel. Text von Pro

V. L. von Schlechtendal. Sr Bd. 41s und!

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Ÿ vorzustehen, u. st. w.“““/ | Ï einer Königl. Verordnung den Gesundheits-Zustand eines Be-

Bei Ludwig Oehmigke, Burgfraße Nr. 8, f

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Beim Ablaufe des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese Zeitung nebft vinzen aber bei den Kbniglichen Posi-Aemtern zu machen sind, und daß der Preis für den ganzen Umfang de Aa latt am Vorabende seines Datums durch die Stadtpost fret h O e Ie M

Allgemeine

Preußish<e Staats-Zeitung.

Berlin, Montag den 29a September

s Haus gesandt wird. Um jedoch die erforderliche Stärke der

1 wir bitten, die Bestellungen bis spätestens den 30sten d. M. an uns gelangen zu lassen, indem sonf die Interessenten cs H De Blattes eine Unterbrechung erleidet und niht sämmtliche N Umm zin 3: gn i | Ai i

Amte NaGriGtey.

Kron 0e Tages. Se. Königliche Majestät haben den Kammergerichts-Assessor

Î Securius zum Kreis-Justizrath des landräthlichen Wittenber- Ÿ ger Kreises Allergnädigst zu ernennen geruht.

Im Bezirke der Königl. Regierung zu Frankfurt a. d. O. ist der bisherige Pfarrer zu Ring- leben, Schulz, zum evangelischen Prediger in Schildberg, Ker- fow und Krauseiche, und der bisherige Prediger zu Priesen, Frauenstein, zum evangelischen ‘Prediger in Leitersdorf er- nannt worden.

Angekommen: Jhre Durchlauchten der Fürst und die Fürstin Wolchons ki, von St. Petersburg.

Der General-Major und Commandeur der 4ten Kavallerie- Brigade, Freiherr von Kraffft [l., von Siargard.

Der Kaiserl. Russische Wirkliche Staatsrach und Leibarzt, Dr. Crichton, von St. Petcrsburg.

Zeitungs-Nachrichten. A-9109 di

A rantr ei 0.

Paris, 21. Sept. Jn Bezug auf die Ernennung des Herzogs Decazes zum Groß-Referendar der Pairs-Kammer äußert etn hie- siges Blatt: „Wir bemerken mit Erstaunen, daß die betreffende K. Verordnung in der Einleitung folgende Stelle enthält: ,, Da

‘der Marquis v. Semonville Uns gebeten hat, ihn der Functionen

als Groß-Referendar der Pairs-Kammer zu entheben, indem der Zustand seiner Gesundheit ihm nicht erlaube, denselben fernerhin Es ist dies das erstemal, daß wir in Man weiß

amten als Grund seiner Entlassung anführen sehen.

Ï ubrigens, daß der Marquis von Semonville, obgleich schon zieni-

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“. A. Lisi in Berlin, Burgstraße Nr.

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N Schlosse der Tuilerien gewesen ist.

Ï lich alt, im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten ist; und da

der Posten eines Groß- Referendar eine Art von Sinekure ist, so konnte die Last der Arbeit nicht der Grund seyn, warum der Marquis seine Entlassung einreichte. Jedermann ergeht sich in Muthmaßungen, um den wahren Grund der Ernennung des Herzogs Decazes zu errathen. Einige behaupten, es solle eine Entschädigung für den Posten als Gouverneur von Algier seyn, den man ihm trob aller Intriguen nicht habe ertheilen können. Was uns betrifft, so glauben wir, einen weit dringendern Grund in der Annäherung des Augenblicks zu finden, wo die Pairs-Kammer sich als Gerichtshof konstituiren soll, um die der Verschwörung angeklagten Personen zu richten. Es heißt, daß die Entlassung des Marquis von Semonville, dessen Posten un- absezbar war, ein Gegenstand langer Unterhandlungen mit dem Nicht ohne Mühe soll es gelungen seyn, den Marquis zu dem Opfer zu bewegen, welches man von ihm verlangte. Nach langen Debatten hatte er einge- willigt, seine Entlassung einzusenden, jedoh unter der Bedin- gung, daß der Herzog von Bassano zu seinem Nachfolger er- nannt werde. Dies war aber nicht der Kandidat, dem man sei- nen Posten bestimmte, und so mußte man die Unterhandlungen erneuern, welche erst im Laufe des gestrigen Tages mit Erfolg gekrônt wurden.““

Herr von Tracy, der von den Wahl-Kollegien von Moulins und Palisse zum Deputirten erwählt worden war, hat sich sür das erstere entschieden und dem leßtern Herrn Eusebe Salverte zum Kandidaten vorgeschlagen. Man betrachtet ‘die Wahl des Herrn Salverte als gesichert.

In der Gazette liest man: „Karl V. war am 11ten in Larrea, am 12ten in Narvajas nahe bei Salvatierra. Der von England abgesandte Courier, der Karl V. die Nachricht von dem Tode seiner Gemahlin überbringen soll, ist am 15ten in Bayonne angekommen, und sogleich in Begleitung des Maire von Saint Pée nach Spanien abgereist, Rodil fährt fort, das Land zu verwüsten, die Klöster in Brand zu ste>en, und die Personen, welche er der Sache Karl's V. ergeben glaubt, verhaften und erschießen zu lassen. Jn St. Sebastian, wo er 1000 Kranke zurückgelassen hat, seßte er die Gouverneure der Stadt und der Citadelle ab. Die Offiziere seiner Operations- Armee sind vor seinem Verdachte nicht sicher; er hat eine große Anzahl derselben in die Citadelle einsperren lassen, und bei sei- nem Abmarsche dem neuen Gouverneur unumschränkte Voll- macht ertheilt. ‘‘s

Die Spekulanten in Spanischen Papieren verbreiten das Gerücht, daß Herr Nathan von Rothschild hauptsächlich deshalb von London na< Paris gekommen sey, um Vorschläge zur Be- zahlung der am 1. Oft. fälligen Zinsen der Spanischen Anleihe zu machen, falls die Prokuradoren-Kammer der Ansicht der Ma- jorität ihrer Komission nicht beiträte. Auch wollte man wissen, daß Herrn Lionel von Rothschild die Aufforderung nach- gesandt worden wäre, seine Reise nach Madrid nicht fortzusez- zen, sondern nah Paris zurü>zukehren. Die Negierung soll er- laubt haben, daß man sich zur Absendung dieser Jastruction des Telegraphen bediene.

Aus Toulon meldet man vom 15ten d. : „Die Evolutions- oder Kreuzer-Flotte is gestern Abend auf der hiesigen Rhede vor Anker gegangen. Sie besteht qus 4 Linienschiffen: dem „„Suf-

- Zürich, Berlin und Leipzig kommen

fren‘/ von 100, dem „Duquesne“/ von 80, dem „Nestor‘/ und dem „„Triton‘/ von 74 Kanonen; zwei Fregatten: der „Dido“/ von 60 und der „Bellona‘/ von 44 Kanonen, und der Korvette „„Lamproie// von 12 Kanonen. Der „Triton/‘/ und der „Du- quesne‘/ sind beschädigt und bedürfen bedeutender Ausbesserun- gen, besonders der lebtere, der wahrscheinlich durch den „Scipio“/ erseßt werden wird. Die übrigen Schiffe sind in gutem Zu- stande. Die Flotte ist, wie es heißt, eingelaufen, um Lebens- mittel einzunehmen , und soll noch vor dem 1. Oktober wieder nach der Levante unter Segel gehen.“

Herr Dieß wollte gestern einen dentlichen Versuch mit einem von ihm erfundenen Dampfwagen machen, und hatte dazu den Weg von Paris nah St. Germain gewählt. Die Straße war mit Menschen besäet, und Alles harrte mit Ungeduld auf das interessante Schauspiel, als man erfuhr, daß der Versuch für diesesmal nicht stattfinden könne, weil Herr Dieb, der we- gen Versäumniß seines Dienstes in der National Garde zu 48stündigem Gefängnisse verurtheilt worden war, gerade am Morgen abgeholt worden sey, um seine Strafe abzusizen. Die getäushte Menge fand es sehr unrecht, daß man die Verhaftung nicht um einen Tag verschoben, und sie so um ein interessantes Schauspiel gebracht hätte.

Die Allgemeine Zeitung giebt das nachstehende Schreiben aus Lyon vom 15. Sept.: „Eine eigene hier ganz neue Erstheinung is die vor einigen Tagen eröffnete Jndustrie- Ausstellung im Palais St. Pierre. Hier sehen wir nicht etwa, wie in Paris, elegant, künstlich und trügerish aufgestellte Fabri: fate, die niht für den Gebrauch gemacht und bestimmt sind, sondern schon gekaufte, so ju sagen ganz praktische Waaren. Da die Franzosen so selten reisen und nie im Auslande selbst die fremden Fabrikate kennen lernen, deren Konkurrenz ihnen jeßt so schädlich wird, so hat das Handels-Conseil den glücklichen Ge- danken gehabt, Seidenwaaren aller Art von Basel, Crefeld, u lassen und in St. Pierre aufzustellen, damit unsere Seiden-Fabrikanten sie prüfen und mit unserer Lyoner Fabrication vergleichen, auch deren Preise fen- nen lernen mögen , die bei dem geringeren Arbeitslohn und wohlfeilern Lebensbedürfnifen aller Art bedeutend niedriger seyn fónnen. Diese Ausstellung wird zur Aufklärung unserer Weber sehr heilsam seyn, und sie werden begreifen lernen, daß Lyon in den einfachen unfaconnirten Seidenstoffen, welche doch den bei weitem größten Theil der hiesigen Fabrication ausmachen , mit dem Auslande bei sol<hen Preisen nicht konkurriren kann. Sie werden aber auch zu ihrer Zufriedenheit einsehen, daß in den faconnirten Stoffen und in Allem, wo Zeichnung nöthig ist, wo der Geschmack in den Desseins vorherrscht, Lyon noch immer weit über dem Auslande steht, was allerdings auffallend ist, da doch Deutschland gewiß nicht weniger gute Zeichner und nicht weniger Kunstsinn hat, als Lyon.“

Großbritanien und Jrland.

London, 23. Sept. Der Prinz Wilhelm Friedrich Hein- ri<h, Sohn des Prinzen von Oranien, ist vorgestern von Wind- sor wieder nah Portsmouth zurükgereisk, um sich daselbst nach Holland einzuschissen.

Die Prinzessin von Beira und die Kinder des Don Carlos wollen so lange in London bleiben, bis die politischen Ereignisse in Spanien eine solche Wendung nehmen, daß sie mit Sicherheit dorthin zurückkehren können.

Lord Melbourne und Lord Palmerston sind von Windsor wieder in der Hauptstadt eingetroffen. :

Der Lord-Kanzler ist von seiner Reise durh Schottland in Brougham Hall angelangt. /

Sämmtliche in London anwesende Kabinets - Minister ver- sammelten ih heute in Lord Melbourne's Wohnung und blie- ben eine geraume Zeit in Berathung.

Der Preußische Geschäftsträger Graf Seckendorff hatte gestern Geschäfte im auswärtigen Amte.

Lord Duncannon wird vor drei Wochen niht aus Jrland zurü> erwartet. Die Jrländische Regierung befördert ihre Mittheilungen jeßt direkt an Se. Herrlichkeit und nicht an das Ministerium des Junern.

Der Herzog von Regina steht im Begriff, London zu ver- lassen, um sich nah Rom zu begeben; er nimmt ein \chônes Englisches Gestút dorthin mit. S

Der Bericht des vom Parlament ernannten Ausschusses zur Untersuchung der Sinekuren ist jet im Druk erschienen und umfaßt 108 verschiedene Posten, wovon er 100 als Sinekuren bezeichnet. Der Auéshuß empfiehlt die Abschaffung aller dieser Aemter. Am Schluß des Berichts heißt es: „Der Ausschuß hat es sih angelegen seyn lassen, die Kosten, welche dem ôffent- lichen Schaß jest aus den mit den Sinekuren verknüpften Ge- halten und Emolumenten erwachsen, mit denen früherer Jahre zu vergleichen, und gefunden, daß es im Jahre 1810 im ganzen Britischen Reich 242 Sinekuren gab, die dem Staate jährlich 297,095 Pfund kosteten, während jeßt nur noch eine jährliche Summe von 97,803 Pfd. fúr die no< vorhandenen 100 Sine- furén verwandt wird. Viele Posten, die früher als Sinekuren bestan- den, sind jetentweder in wirkliche Aemter verwandelt oder mit solchen vereinigt worden, in einigen Fällen mit Verkürzung des Ge- halts, ín anderen ohne Abzug. In den meisten ällen ist dem Fnhaber einer Sinekure, wenn sie auf der Stelle abgeschafft wurde, eine Vergütigung gewährt worden; in anderen hat man die Abschaffung nur angekündigt, das Amt aber noch bis zum Tode des jebigen Inhabers bestehen lassen. Die Zeit kann je-

doch nicht mehr fern seyn, wo das Land den vollen Nußen der seit 1782 fortwährenden Bestrebungen ,

den Schaß entweder

onarchie auf 2 Rthlr.

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1834.

ränumeration hier am Orte bei der Redaction ( Mohren-Straße Nr. 34), in den Preuß. Cour. vierteli&hrlich feligeseht ift, wofür den hiesigen Abon-

uflage für das fommende Vierteljahr abmessen zu können , müssen < selb zuzuschreiben haben, wenn die Zusendung

fange des Quartals an nachgeliefert werden können.

durch die Verbindung wirklicher Dienste mit den jeßigen Sine- kuren oder dur Abschaffung der leßtern von einer so drückenden Last p befreien.“

áchsten Donnerstag wird der Lord-Kanzler das Parlament bis zum 23. November prorogiren, von wo an es dann, dem Vernehmen nach, noch bis zum 4. Februar prorogirt werden foll. Îm Oberhause sollen bis dahin große Veränderungen vor- genommen werden, und Westminster - Hall , das sich schon seit Jahren in einem sehr baufälligen Zustande befindet, wird eben- falls gänzlich restaurirt; an die Stelle der hölzernen Treppe, die bisher zum Unterhause führte, soll eine steinerne kommen.

Dem Herzoge von Veellington soll, wie verlautet, nächstens ‘au< ein Fest in Cdinburg gegeben werden; etnige Zeitungen sind darüber sehr entrüstet; der Courier aber äußert sich sehr beifállig darüber. „Wir möchten wohl ‘/, sagt er, „dabei seyn, wenn der große Feldherr des Jahrhunderts seinen ersten Besuch in Schottland macht, um von der allgemeinen Hochachtung Zeuge zu seyn, die ihm dort verdientermaßen gezollt werden wird. Auf eine harmlosere Art und Weise, als durch öffentliche Diners, kann si< der Parteigeist nicht äußern. Sich bei einem öffentli- chen Diner zu freuen, is nah unserer Ansicht jedenfalls besser, als daheim über Komplotten brüten. Wenn andere Aufwiegler und andere Parteien sih voll und satt essen wollten, so wúrde es um das Land weit besser stehen. Die Tories waren nicht halb so ergrimmt, wie jeßt, als sie noch in Gesellschaft des Lord- Mayors und anderer bürgerlichen Behörden einen Humpen auf das Wohl der besten Constitution leerten. Wenn sie wieder fetirt werden, so werden wir mit ihren jeßigen Philippiken ge- gen die Whigs verschont bleiben. Sie werden wieder ganz Freundlichkeit und ganz Milde seyn, wenn sie häufige Einladun- gen erhalten. Wir würden s{hône Hoffnungen für die Zukunft Irlands hegen, wenn es ein Dußend Städte daselbst gábe, in denen si<h an 1500 —2000 wohlhabende Bürger zu einem tüchti- gen Diner versammeln könnten, möchte es zu Ehren des Grafen von Roden oder des Herrn O’Connell veranstaltet seyn. Ueber der Flasche werden keine Ränke geschmiedet, und eine der besten Bürgschaften gegen die in Jrland noch vorkommenden mitternäch- tigen Mordthaten wäre eine gute Mahlzeit bei Tage.“

Der Drevonport Jndependent sagt: „Wir haben mehr als einmal das gebieterische Benehmen und den kurzen Ton des Sir James Graham gerügt, wenn derselbe als erster Lord der Admiralität unseren Werften einen Besuch abstattete; es gereicht uns dagegen zu großem Vergnügen, zu hdren, daß Lord Auck- land in Worten und Manieren einen auffallenden Kontrast zu seinem Vorgänger bildet. Man versichert uns, daß derselbe, als er neulih in Amtsgeschäften hier verweilte, sih durch seine Freundlichkeit und Leutseligkeit die Hochachtung aller derer ge- wonnen hat, welche Gelegenheit hatten, in nähere Berührung mit ihm zu kommen.“

Der Globe hält dem jeßigen Französischen Handels-Mini- ster, Herrn Duchatel, eine große Lobrede und nennt ihn den ersten Französischen Minister seit 1789, der von richtigen Grund- säßen mit Bezug auf den Handel durchdrungen und die kommerziel- len Verhältnisse zwischen Frankreich und England auf einen li- beralen Fuß zu bringen bemüht sey.

Mistreß Fißherbert, die viele Jahre hindur die Freundin Georg's [V., als Prinzen von Wales, war, is so eben von ei- nem ziemlich langen Aufenthalt in Achen und Spaa, wo sie den ganzen vorigen Winter zubrachte, hierher zurückgekehrt. Auf ihrer Rück- reise verweilte sie einige Tage in Brússel. Sie ist jeßt über 70 Jahr alt, doch kann man an ihr noch immer die Spuren frü- herer Schönheit und Anmuth bemerken.

Ein so eben von Falmouth angekommener Courier über- bringt die Nachricht von der Ankunft der Brigg „Nautilus‘/ von Lissabon, das sie am 14. September verließ. Sie hat wich- tige Depeschen mitgebracht, die jedoch noch nicht bekannt gewor- den sind. Das Geses in Betreff der Vermählung der Königin ist am 12ten von den Cortes angenommen worden, und es soll ein Dampfboot abgesandt worden seyn, um den Herzog von Leuchtenberg nach Lissabon zu bringen. Der Gesundheitszustand Dom Pedro's hat sich nicht verändert.

Das Kaiserlich Russische Schiff „, Amerika//, kommandirt vom Capitain Shants, langte am vorigen Dienstag von Kron- stadt in Portsmouth an; es war am 18ten abgesegelt und hatte sich 6 Tage zu Kopenhagen aufgehalten. Das Ziel seiner Reise ist Litka und der St. Peter- und Pauls-Hafen auf Kamtschatka. Der Capitain Shants is Adjutant des Fürsten Mentschikof. Er wurde am Mittwoch in Portsmouth von dem Admiral Sir Tho- mas Williams zum Mittag eingeladen. Das Schiff „Amerika“ hat im Jahre 1831 eine Reise um die Welt gemacht. Es bringt jeßt beträchtliche Vorräthe und wollene Zeuge für die Russischen Garnisonen nach Kalifornien und Kamtschatka.

In einem hiesigen Garten wurde dieser Tage eine Kartoffel ausgegraben, die 3 Pfund wog. Dessenungeachtet befanden sich noch 7 andere, worunter 3 sehr große, an derselben Wurzel.

Ntederlande

Aus dem Haag, 22. Sept. Der zweite Sohn Sr. K. H. des Prinzen von Oranien wird im Laufe dieser Woche auf dem Schlosse Loo in Gegenwart der gesammten Königt. Familie fonfirmirt werden. Jhre Königl. Hoheit die Prinzessin Albrecht von Preußen wird alsdann die Rückreise nah Berlin antreten.

Die Vorbereitungen für das im nächsten Monat hier statt- findende große Musikfest werden mit Eifer fortgeseßt. Die be- kannte Schauspielerin und dramatische Schriftstellerin Madame Birch - Pfeiffer ist in Amsterdam angekommen, wo sie auf dem

Deutschen Theater Gastrollen giebt.