1834 / 297 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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diescn General bei Todesstrafe untersagt war, etwas in jene Stadt zu bringen. Der Maulthiertreiber sollte bei Salvatierra in Alava nach einer Frist von einer Stunde erschossen werden, ais sein Tochtermann in dieser Stadt .anfam; dieser erhielt die Begnadigung seines Schwiegervaters, aber nur unter der Bedin- gung, daß er 1500 Paar Militair-Beinkleider liefere. Der Re- gidor und die 5 Diputados ( Maire und Munizipalräthe), so vie der Pfarrer und die 3 Vifare von Jrurita wurden durch den General Cordova aus dem einzigen Grunde verhaftet, weil ein IJnsurgent in einem benachbarten Gehölz cinen Flinten schuß abgefeuert hatte, als Cordova’s Kolonne dur jenes Dorf zoa. Die 10 Gefangenen wurden erst dann in Freiheit geseßt, als die Einwohner, sämmtlich Constirutionnelle, eine Geldbuße von 7500 Je. erlegt hatten. Die Nacht nach ihrer Freilassung begaben fic 30 Insurgenten auf Befehl Sagastibelza's in das Presby- terium, um die 3 Vikare, die des Constitutionaliémus beschul- digt waren, zu verhaften; aber diese, die einen Wink von den {bsichten des Obersten erhalten hatten, ergriffen bei Zeiten die (ucht, Dem Thale von Basaberu is ebenfalls durch die Chri- nos eine Steuer von 150,000 Fr. aufgelegt worden, man wciß nit, aus welchem Grunde.“

Jn einem Schreiben aus Besancon vom 9ten d. heißt c: „Der Tarif der auf dem Rhone- und Rhet3: Kanal vorláu- ia eingeführten Zölle giebt zu Beschwerden des Handelsstandes êinlaz. Diese Zdlle sind so groß, daß, wenn sie nicht stark ver- mindert werden, man die Hoffgung aufgeben muß, die Schiff- fadrt auf dem Kanal eine bedeutende Thätigkeit gewinnen zu je- hen; oder man müßte vielmehr dann erwarten, daß dieser Weg anz wieder verlassen würde, da der Handel sich noch nicht an ihn gewöhnt hat, und man ihn zuer|è erstarken lassen sollte, ehe man ihn mit lästigen Zöllen beshwert. Hinsichtlich des gegen- wârtig bestehenden Tarifs, welcher derselbe ist, der der Königi. Berordnung vom 19. April 1826 angehängt worden, haben die Han- deis-Kammern von Besançon, Mühlhausen und Straßburg schon ¿Deschlú}se gefaßt, um die Verminderung desselben zu erlan- arn. Diese Beschlüsse sind dem Ministerium übersendet worden, vebst den Entwürfen eines verminderten Tarifes; sie sind aber bis jest ohne Erfolg aeblieben. Wir erfahren mit Ver- gnügen, daß die Handels-Kammer von Besançon, welche die stärksten Verminderungen begehrt hat, im gegenwärtigen Augen- bvlicë ihre Gesuche erneuert. Aus einigen Beispielen wird man fich einen Begriff machen können, wie ungeheuer die Zölle über- haupt sind. Ein Schiff von 100 Tonnen Wein' bezahlt bis Stroßburg 1090 Fr.; 100 Tonnen Weingeist und Branntwein vezahlen 1500 Fr. ; 70,000 Kilogramme Waaren 980 Fr. Will nan durchaus den gegenwärtigen Zustand der Dinge beibehalten, beeilt man si<h nit, die Beschiffung des Kanals weniger lästig zu machen, so ist zu befürchten, daß Belgien und Holland Frank- reich einen großen Theil seines Transithandels nach Deutschland und der Schweiz entziehen werden. Schon if die Datnpfschiff- sahrt auf dem Rhein bis nah Straßburg im Gang ; sie wird s gewiß auch bald bis nah Basel ausdehnen. Alles macht es da- her der Regierung zur Pflicht, den Juteressen, die durch den je6t bestehenden verderblichen Tarif gefährder werden, schnelle Befriedigung z1 gewähren. Nur unter dieser Bedingung wird der Ost-Kanal die Wichtigkeit erlangen, die er haben soll, und einer unserer besten Absaßwegze werden, sowohl für die Austau- {chung der intändischen Produkte, als auch für deren Verkauf im Auslande.‘

Großbritanien und Jeland.

London, 18. Okt. Der Kabinetsrath, welcher gestern Nach- mittag in dem Büreau des Lord Melbourne im Schaßamte ge- halten wurde, dauerte mehrere Stunden, und es waren sämmr- lihe in der Stadt anwesende Minijter dabei zugegen. Der Ober Befehlshaber der Armee stattete darauf dem Premier-Mi- nister einen Besuch. ab. Heute früh hatte der Kommissar der Forsten und Waldungen, Sir Benjamin Stephenjon, mit eini gen Kabinets-Ministern Unterredungen.

: Der Portugiesische Gesandte und der Französische Geschäfts- tráger besuchten gestern den Staats- Secrecair für die aus wärti- gen Angelegenheiten. . : |

Die heutige Times enthält noch Folgendes úber die Zer- fidrung der beiden Parlamentshäuser: „Gestern mit dem ersten (Zrauen des Tages zeigte sich von neuem die allgemeine Besorg- niß um das Schicksal der br-nnenden Gebäude auf dem Schloß- hofe (Valace-yard); no< einmal versammelte si< ein Haufen von Zuschauern um die rauhenden Trümmer, aber nicht in sol- cher Masse, wie am vorhergehenden Abend. Um 5 Uhr Mor- gens wurden die Truppen und die Polizei, welche vom Anfang per Feuersbrunst an auf den Beinen gewesen waren, abgelöst, tund die Feuermänner, die während der ganzen Nacht unermüd- lic gearbeitet hatten, fonnten, da das Feuer allmälig abnahm, von threr schweren, ershöpfenden Arbeit auerühen. Mit dem Vorrücken des Tages wurden die Verheerungen, welche die &lammen angerichtet hatten, immer fihtbarer; so \chrec>- lich sle aber auch waven, so zeigten se < do ge: ringer, als das Gerücht mir seinen hundert Zungen sie ange- arben hatte. Uebrigens boten die Trümmer keinen besonders in- Teressanten und pittoreefen Anblik dar. Die Zerstörung war zu allgemein, und man sah daher nichts von jenen malerischen Zusammensteüungen zertrümmerter Dächer und Mauern, die uns zuweilen dur< ißre furchtbare Schönheit sogar mit dem verwüstenden Eletente ausjôhnen. Als es auf den Straßen {4 edey lebendig wurbe, war das Feuer schon ganz gelöscht, und obgleich mehrere Stunden lang noch immer Strôme von Was-

» auf die dampfende Asche gesprikt wurden, so geschah es doch 1hr aus Vorsicht, als gerade aus Nothwendigkeit. Um dan tigen Andrang der Menge zu verhindern, waren die Zugänge u dem neuen Schloßhof: von allen Seiten fortwährend mit rarfen Militair- und Polizei - Posten beseßt, und no<h vor Mit- ‘ac wurden Barrieren errichtet, die Niemand überschreiten durfte, der nicht bei der Bewachung der zerstörten Gebäude beschäftigt war. Dies war um so nôthiger, weil hin und wieder sth noch) «in Stúck von den Trümmern loslôse und herabstúrzte, so daß (eicht hätte Unglück entstehen können, wenn man das Volk zu nahe herangelassen hätte. Sir John Hobhouse, der cs als Ober- Coimmissair der Forsten und Waldungen für seine Pflicht hielt, 5ie verschiedenen Arbeiten zur Hemmung des weiteren Umisich- are:fens der Flammen und zur Crhaltung der öffentlichen Sichet- ic zu leiten, befand sich den größten Theil des Tages bei den crúmmern und ertheilte den Feuekmännern und Arbeitern die nóthigen Befehle zur Rettung aller der verschiedenen Gegen- Fánde, die den Morgen über bunt dut< einander auf dem Sxt. Margarethen- Kirchhof und in dem Garten des Sprechers aufgehäust wurden. An diesen beiden Orten hielt eine Truppen- btheilung mehrere Stunden lang Wache, bis sämmtliche Sa- chen in sichere Verwahrung gebracht waren. Es wird unsern Lesern Freude machen, zu hôren, daß die Gemälde- und Bücher-

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fammlung des Sprechers, der um 12 Uhr von Brighton in der

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| quer ú“er die Straße errichten zu lassen, die eine der Statue

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Stadt anlangte, wenig Schaden gelitten haben, und daß die Ju- welen und die Garderobe seiner Gemahlin gerettet sind. Der größte Theil seines Silbergeschirrs soll bei seinen Banquiers ge- wesen seyn, aber auch dasjenige, welches sih beim Ausbruch des Feuers in seiner Wohnung befand, ist den Flammen entrissen worden. Auch die Bibliotheken der beiden Parlamentshäuser sollen nur sehr unbedeutenden Verlust erlitten haben.“ Die Times kommt nun auf die Entstehung des Feuers zu sprechen; sie wiederholt bei dieser Gelegenheit die verschie- denen (bereits erwähnten) Gerüchte, und \chenkt dem Be- richte des Albion, daß es durh die Verbrennung un-: nüßzer Papiere entstanden sey, den meisten Glauben. „Schon zwei oder drei Tage vorher“, fährt das genannte Blatt fort, „„\oll Mistreß Wright, die Haushälterin des Oberhauses, sich über die ungewöhnliche Hiße gewundert haben, die in diesem ganzen Gebäude herrschte, und die ihr von einem Rauchgeruch begleiter zu seyn schien. Wenn dies wahr is, so mag das Feuer hon eine Zeit lang in den ausgetro>neten Balken des Gebäu- des geglommen haben, und daraus ließe es sih dann erklären, wie es kam, daß die Flammen gleichzeitig an verschiedenen Or- tet ausbrachen und mit folcher Schnelligkeit um sich griffen. Herr Cottle, der dasFever zuerst entde>te, fand dieFlammen mit furchtbarer Heftigkeirin der Nähe des Throns im Oberhause hervorschlagen ; aus den Angaben dieses Herrn in den Abend -Blättern ist es aber fiar, daß es wo anders ausaebrochen seyn und sih s<hon lange vorher na<h verschiedenen Richtungen hin ausgebreitet haben muß, ehe ihn der ersti>éende Rauch nôthigte, das Ausshuß-Zim- mer, in dem er mit Schreiben beschäftigt war, zu verlassen. Bei den dürftigen Nachrichten, welche uns vorliegen, können tir nichts Sicheres Über den Ursprung dieser traurigen Katastrophe sagen, aber wahrscheinlich wird man nicht lange darüber im Dunkeln bleiben, da der ganze Verlauf der Feuerébrunst aufs genaueste untersucht werden joll. Eine andere Frage, die man am gestrigen Tage auch mehrmals aufwerfen hörte, war die, wo die beiden Häuser, bis ein neues Gebäude für sie ercichtet wäre, ihre Sigungen halten würden. Einige meinten, daß die Westminster - Halle, die dem Oberhause schon in einigen Fällen als Versammlungs-Ort gedient, einstweilen für die Lords eingerichtet werden könnte; Andere, daß es nicht {wer seyn würde, in einem der öffentlichen Gebäude, welche dem Londoner Magistrate gehören, einen Ort aufzufinden, wo die Legislatur ihre Berathungen halten könnte, da ja das Konvents-Parlament in Guildhall gehalten worden und das Unterhaus sich während des Bürgerkrieges, der so unrichtig die große Nebellion genannt wird, häufig in der City versammelte; noch Andere, daß der alte St. James-Palast, wenn er auch nicht viel Zimmer ent- halte, in dencn ein Engländer von Rang gemächlich leben könnte, doch genug große Sále in sich fasse, in denen beide Parslaments- Körper Plas hätten; wieder Anövere, daß der neue Palast Buckingham-House mit all seinen Nebengebäuden und Beamten- Wohnungen fih vor allen andern zur Versammlung des Parla- inents eignen würde; dieser leste Vorschlag aber wurde gleich verworfen, weil es ein zu großes Opfer von Sr. Majestät for- dern hieße, die Abtretung dieses Palastes zum allgemeinen Be- sten zu verlangen. Die jolches äußerten, kannten aber die Hin- gebung Sr. Majestät für das Wohl seiner Unterthanen nur wenig, denn kaum waren ihre Worte verhalit, als man erfuhr, das der König eben jenen Palast zur Verfügung der Nation gestellt habe, damit das Staatsroohl nicht gefährdet twer- den solle. Die Ausmerksamkeit der stets wechselnden Zuschauer- Menge, die sih den ganzen Tag über in der Nähe des Schloß- hofes umhertrieb, war jedoch nicht beständig auf fo hohe Staats- Angelegenheiten gerichtet, wie die eben erwähnten. Sie wurde zwei bis drei Mal während des Tages auf die Spriten gelenkt, die von nevem in Bewegung gesekr wurden, so of irgendwo ein dicker Rauch befürchten ließ, daß die gumnende Asche noch einmal in Flammen aufschiagen indchte. Zweimal war, wie wir hôren, dicse Besergniß auch wirklich gegründet; einmal gegen Mit- tag, und das andere Mal gegen 6 Uhr Abends, wo die Feuer- männer, die si< in die benachbarten Wirthshäuser zurückge,o- gen hatten, um einige Erfrischungen zu sich zu nehmen, vom Es; sen weggerufen wurden, um Flammen zu S die ein paar Minuten lang an“ der nordwestlichen Ecke des Oberhauses wie- der aufloderten. Um 9 Uhr, wo wir den Schauplaß der Ver- wúüstung nochmals besuchten, |chien keine Gefahr mehr zu befürch- ten. Mehrere Spri6en waren |<on forc, für alle Fälle jedo - blieb ein Wachtposten bei den noch auf dem Plaß befindlichen Spriken aufgestellt, damit nicht etwa in der Nacht noch cin Unglück geschähe. Um diese Zeit waren nicht mehr viel Menschen dort, und die Behdrden benugsten dies, um no< zwei Barrièren

Cannings gegenüber, und die andere am Ende der Abingdon- Straße. Es braucht wohl kaum bemerkt zu werden, daß gestern nicht so viel Zuschauer auf dem Plaß waren, als am Abeud vor- her. Was aber an Quantität fehite, wurde dur< die Qualität der Besuchenden aufgewogen. Es hieß auch, daß einige Mir- glieder der Königlichen Familie die Ruinen in Augenschein ge- nommen hätten, darüber aber fônnen wir niwts Bestimmtes sa- gen. Lord Melbourne, Lord Althorp, Lord Holland, der Mar- quis von Worcester , der Graf von Munster und mchrere an- dere ‘Personen von Stande waren an Ort und Stelle; auch die Herzogin von St. Albans. Das Benehmen des Volks, hoch und niedrig, war eben so anständig und ruhig, wie während des Feucrs. Es zeigte si< nicaends Freude über das schreckliche Schauspiel, das sich den Augen darbot, sondern gerade das Gegen- theil, Die Menge scherzte mitunter auf ihre Weise ber die Vor-

alte Niobe von unserer Bekanntschaft, Zeit und Raum negiren, und in der süßen Einbildung in Thränen zerschmelzen, daß Chatham in einem Oberhause gesprochen und gestorben, welches erst ein BVierteljahrhundert nech seinem Tode erbaut wurde. Wahrlich, es is unseren ärmeren Landsleuten nicht zu veravrgen, wenn sie einen Wis über die Armen-Bill machten, und man braucht ihnen das nicht zu streng nah dem Buchstaben ausz u- legen. Was is es denn nun weiter, wenn sie sagten: /,,Da giebt's cin Freudenfeuer über die Armen : Bill‘///, wenn man nur weiß, daß keiner von denen, die dies sag: ten, an der Anzündung dieses Freudenfeuers Schuld war? Wenn unsere Ausdrücke so buchstäbli<h genommen werden sollen, was soll man dann zu der Aeußcrung des Lord Althorp selbst sagen? Dieser zeichnete sih nämlich am Abend der Feuers- brunst dur<h seine Bemühungen um die Löschung derselben aus,

haltung der Westminster-Halle bedacht, zu folgendem Ausruf hin- reißen: „„„Der T— hole das Unterhaus, mag es verbrennen, aber rettet, o rettet die Halle!‘/‘/ Diese Aeußerung war sehr natúrli<h und sogar lobenswerth, aber gewisse Verfechter der Privilegien des Unterhauses werden vielleicht eine Unverzeihliche Verleßung derselben darin sehen, für die nichts Vergebung ge-

vorgeleat _werden sollen, werden Ew. Edelmögenden wahrnehm lassen, daß Fch, troß der Schwierigkeiten, welche uns fortwähre!

Ausgaben den Einnahmen gleich zu machen, no< mit einigen C leichterungen für die Steuerpflichtigen habe vereinigen können.“

einer genauen Erwägung der früheren Berathschlagungen hervor

fommenheiten des Augenbli>s d 10 F ¡ [C El heil 1 Ba StWanbel beat j

enheiten des zenducts, denn fie konnte nicht, wie eine | Theil des den Sechandel betreffenden Rechts Fhnen ebenfalls v gelegt werden, und Jh hege sogar die Hoffnung, daß guch die R

RO E E der S Gewalt und die Justi

lege betressenden Geseßes in dieser Sessi ir Stande gt

bracht werden kdnnen.“ v jer Sesston toird zu Stande g

Verszmmlung, die große Wichtigkcit der Bollendung der national Gesel gebung einsehend, gern mitwirken werde mit Mir, um daran mit Sifer die lebte Hand zu legen.

Ländern herrscht, unter Anrufung des göttlichen Se i j

ändern h Anr e gens mit Rult und Eintracht in der Regulirung der inneren Interessen und in de Befestkgung der Niederländischen Fnstitutionen nach den Bedürfnis sen und dem Geist unseres Landes fortschreiten, werden wir aud

kes sind, welches, gelassen bet unverschuldetem Leiden und fern vol Jener Sucht nach Neuerungen, lediglich in der Standhaftigkeit, Ein-

A S j Wo O z tracht und Anhänglichkei Bese di j s ; ließ sich aber in einem Augenbli>k des Eifers, nur auf die Er- *“ zéiden der Bäterlandäliele fett und Ordnung die echter Kena

Getraide-Durchschnittspreise in vergangener Wel in 5 Minuten zurü>; an dem als Gränze des Versuchs bezeich-

Wöchenttl. Sechswöchentl. oll, F Orte angekommen, bemerkte man, daß sie so schnell ange- Weizen . . 41 Sh. 10 P. 43 Sh. P. 43 eh N balten Be als vielleicht eine Diligence. Ein Preußischer G... 29» 29 »S » 18 » 10 Ängenieur, so wie eine große Anzahl anderer Personen, wohnten ‘Hafer... 22 » I B » q diesem Versuche bei. Mog, lv l s î s ¿M o 36 » 11» 15 » (M Dânemg nh S 4M » 9. (0 Kopenhagen, 18. Okt. Durch ein Kanzlei: Plakat vom i : T 95. September haben Se. Majestät die Resolution vom 25. April 2 e derlan de. j 1821, Betreffs der Gerechtsame hier anwesender fremder Kon-

Aus dem Haag, 20. Oft. Heute haben Se. Ma suln, dahin abgeändert, daß Königl. Unterthanen, welche in den der König die ordentliche Session der General-Staaten dur pu | Kónigl. Staaten als fremde Konsuín oder Konsular-Agenten er- stehende Rede vom Thron eröffnet: F nannt und anerkannt wurden, dadurch von welcher Klasse sie

¿„Edelmdgende Herren ! I uh seyn môgen keinesweges Lossprechung weder von den

„Es is Mir um so angenehmer, Ew. Edelmdgenden bei 6, persdnlichen Dienstleistungen, no< von andern bürgerlichen Lasten nung dieser Sesston mittheilen zu können, daß unsere Beziehun, erwerben, welche ihnen als Bürgern und Einwohnern der Stadt R R O 1a sind, und daß Jh M ‘hliegen. In Hinsicht auf die Königl. Unterthanen, welche in als A Der gebeci tel Ebi A O n | Helsingdr für die Folge als fremde Konsuln oder Konsular: Agen- rangements der dur< den Baal Aufstand ‘T unve | ten als ernannt und anerkannt zu betrachten seyn werden, soll fränften Rechte und Fnteressen Niederlands Mich getäuscht (f Ï ¿s cin fúr allemal bei der Allerhöchsten Resolution vom 25. April ¿Die unvorhergesebenen in den Fortgange der Unterhann, T 1821 sein Verbleiben haben ; und endlich sollen diejenigen Exem- eittgetretenen Hindernisse, deren Beseitigung, troß der bereits j, tionen von persönlichen Dienstleistungen und Abgaben, die in wandten Mühe, nicht in Meiner Macht sand, haben Mith be Ì obengedachter Allerhöchster Resolution den Unterthanen bewilligt Maßregeln bedacht seyn lassen, um den aus diesem Zustande u“ N werden, welche als fremde Konsuln in Dänische Staaten geschickt

Ï wurden, nicht nur den eigenen Personen solcher Konsuln, son-

Dinge für Meine. geliebten Unterthanen hervorgehenden Beschhy den jo viel als mdglich abzuhelfen.“ dern auch deren Familien-Gliedern zu gute kommen. Dea d

„Den Schuttereien is zu diesem Ende ein ausgedehnter y verliehen worden. Die WaFenlust, die Mannszucht, der Muth y

die Ausdauer, in denen sie während ihrer Dienstzeit mit den m : lairen Truppen und mit der Landes- Miliz stets gewettelfert h Hamburg, 22. Oft. Der hierselbst beglaubigte Geschäfts- ferner die Gesinnungen, die sie, unter dem einstimmigen Zujaug, träger Sr. Kaiserl. Brasilianischen Majestät, Ritter Antonio de der Einwohner, bei der Rückkehr in thre Heimath und zu ibr E Menézes Vasconcellos de Drummond, zu einer andern Be- ten A Geigungeu an Den Lag gelegt, sind uns BÚrgschaft fimmung abgerufen , dagegen der Professor de! Rechte zu Per- jum Streite eilen würden/ um dabin ju eilen, tro dle V unbuco, Herr Marcus Antonio d'Aranjo, in derselben diplo tung der Ehre, die Sicherheit und die Unabhängigkeit des Vi Ï matischen Eigenschaft beglaubigt, auch zur Führung des Brasi- landes ihre Gegenwart erheischen mdchte.// E E lianischen General: Konsulats ermächtigt worden.

_7/Fnzwischen ift durch diese Beurlaubung , an der jeßt aud Die hiesige Neue Zeitung theilt nachstehendes Aktenstück Freiwilligen bei der Martne Theil nehmen, in den außerordentl(W mit der Beinerkfung mit, daß auch die Braunschweigische Regie- Ausgaben zur Vertheidigung des Landes eine Verminderung cin Wi rung Herrn Vignoles und seine Gehülfen beauftragt hat, die treten, welche zu der Hoffnung berechtigt, daß die rür Bedürf | Megstrecke zwischen Celle und Braunschweig zu untersuchen, und a Kosten feine C daß am heutigen Tage in dieser Angelegenheit eine Versammlung

g der Steuern erfor h) m e - Ï in erster ' j erden wird:

e „//Die inländische Berwaltung hat in allen Theilen ihren r Y E I gebildet, welche die Ab- n E E Mog ierung wivd in der Leitung derselben y | ft ‘fat, eine Eisenbahn von hier nach den Hansestädten Hamburg A »C else bon den provinziellen und Lofal - Behör und Bremen anzulegen, wenn der desfalls näher zu bearbeiteude _ ¡Auf den dffentlichen Unterricht wird fortwährend diejen zun M L R M age E we>mdßige U Sorgfalt ve: wandt, welche die Wichtigkeit der Sa ischt u vortheilhafte Weise zur Ausführung gebracht werden, und wenn die

O 24 O er Sache erheischt u Gesellschaft sich Über die Bedingungen der Anlage mit dem hiesigen

Ÿ Gouvernement vereinigen kann. Die Gesellschaft hat einen der Ï herühmteren Fngenieure in England , Mr. Vignoles, angenommen, E um durch denselben die zwe>mäßigsten Linien zu der Eisenbahn-An- Ÿ lage untersuchen zu lassen und den zu befolgenden Plan fesizustelici,

die Umstände als angemessen bezeihnen. Die Lust an der Ausúbu der Wissenschaften und shdnen Künste lêst nicht nach.

auch die Kosten- Anschläge zu entwerfen und die sonstigen nothwen- digen Vorarbeiten vorzunehmen. Dieser hat gegenwärtig zwet set-

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umgeben , die Erfüllung Jhres und Meines Wunsches, die Staat

. Die in Jhrer vorigen Session unerledigt gebliebenen Ges Entwürfe zur Nevifton eflilger Titel des Handels-Kodex werden F nen in der gegenwärtigen mit denjenigen Verbesserungen, tvelche al

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Außerdem soll der grèfl

F haite Mich versichert, Edelmdgende Herren, daß Fh

und hohen Wasscrfluthen des vorigen Winters gelitten haben m c - L f A Ll he i di f 7 Ö igen V ‘bet- fortdauernd von den Erschütterungen erholen , welche sie bei uff (Oen N Mony egen Boraroe! beständiger Fortschritt bemerken : verschiedene von Altersher in Ri hei der Ausführung der beabsichtigten Arbeiten nicht nur feine Hin- jenigen Vorkehrungen, welche geeignet seyn möchten, um in Uet c S 2 V E . es S 27 l, 7 » Ip N : ? 20 C è Diese Besiungen sind jeßt in den Stand geseßt, ch ihrer Ge klöblich nah dem Norden von Jtalien ab, um, icie Einige dürfnissen des Niederländischen Fnd!en nachzukommen, dadurch al Iwagen. Die leßten Depeschen aus Lissabon jollen neben der mit den Westindischen Kolonieeui der Fall. // : C I Gang nach seiner Ankunft war zu Thorwaldsen und Cornelius. auf die anerkannte Niederländische Treue, befestigt fîch mehr u!

Monats zu theilen, welche von dem schönsten Wetter begünstigt vas rein national ist, und was man in anderen großen Städten [der bekannten Villa, welche Raphael bewohnte, hat er seine Be-

,„Fidem wir dergestalt mitten in der Unruhe, die in andere / V g 4 Villa umher. Auch sicht man hier noch die Tänze des Volks,

„„Wie sehr auch die Deiche und Sec-Oämme durch die Stütn gen, können wir uns doch freuen, daß wir vor den gefürchtet geben Pe<brl<en und Ueberschwemmungen bewahrt gebli en sind. | Dil ) E L A i Di +Saweine im N N S ; : Hehülfen, Mr. Henry und Ottley, abgesandt, um vorläufig das ¡Die NRahrungszweige im FFnnern des Landes bieten cin wobl ner G ; : T C G 10 n ZOINS i thuendes Schauspiel da. Während Hand-1 und Schiffahrt erforderliche Nivellement auf der beabsichtigten Eisenbahn-Linie zwi- E End S h ten zu besorgen. Da Wir zu der Aufnahme des Nivellements, so N E S politischer und ande nie zu den sonstigen Vorarbeiten, hon früher Unsere Autorisation daß A die so wichtigen Fischer, 0) erfreulich wahrzunehne ertheilt haben, so beauftragen Wir die Kdnigliche Land-Drostei, den rhalten Jn anderen Zwelzen Ler Na Allgemeinen aufd Hhrigkeiten auf dem Wege von Harburg über Luneburg und Celle ervallen. Fn anderen Zweigen der National-Fndustrie läßt sich t bis hierher die Anweisung zu geben, daß sie den gedachten Personen E wan Werte belebel M von Bene aden dernisse in den Weg legen, sondern ihnen nöthigenfalls alle diejenige S N Q: c 2 - Hülfe und Unterstüßung angedeihen lassen, welche die Umstände Der niedrige Stand der Getraîde-Preise hat auch auf den v. R Da is M ns S unt 1834. | terländischen Landbau Einfluß und derselbe theilt das Loos, das dis Königl. Ministerium der Finanzen und des Handels.‘ jen Zweig des National - Wohlstandes auch anderwärts trifft. D : : L E anderen Futevressen dem Landmann und denz (6 Dal en bester eine Untersiüßung zu verschaßen und ihre Aussichten zu ot Di } ine Zei enthà! be è Privat- A h ( d ! e Ausftchten zu vf ie Allgemeine Zeitung enthält nachstehendes Privat- r Meiner angelegentlichen Erwägungen, | Schreiben: 5 N E 0 ¿ie Sinrichtungen, welche Fch in den Ostindischen Besi“ 4 iso Dot Mi gen des Skaats habe cinführen lassen, liefern befriedigende Resulta „Rom, 11. Okt. Heute Vormittag reiste Dom Miguel ; ; G a C (i / j Le » op D) Verpflichtungen zu entledigen und es ist mit Zuversicht zu erwar sagen, fich in Modena mit der Tochter des Herzogs von Mo- daß fte dabe: werden beharren können. Die Vermehrung der do dena zu verbinden. Ich môchte eben so wenig für die Authen- gen Production verbreitet ihren wohlthätigen Einfluß über Wtizitäe dieser Angabe, als für ein anderes Gerücht bürgen: Dom Schifffahrt und den Handels - Verkehr mit dem Mutterlande, 1 Miguel sey nach Genua gegangen, um von dort aus einen Ver- M oute G 5 A i / g | y : o) g 4 2 : E : andererseits auch die Bestrebungen, durch eigene Produkte, den W Tuch, sich in Poriugal der Herrschaft wieder zu bemächtigen, zu gemuntert werden. Ÿ Dom Pedro's S Ï ; t Ph oil ; i | : ‘dro’s Tode dem Dom Miguel die Ein- Die auf einem Theile der Insel S N = qt a cin Nachricht von Dom ‘Pe E 1 ; fétte MULef deus TROT e R liter fattaas ladung seiner Anhänger zur Rückkehr gebracht haben.“ Besorgniß mehr zurü>. Auf allen übrigen Ostindischen Be si „Se. Maj. der König von Bayern besucht, nachdem er die gen herrscht die vollkommenste Ordnung. Ein Gleiches i au Aufwartung des diplomatischen Corps, der Geistlichkeit und des ! : ddels angenommen, unsere ausgezeichneten Künstler, Der erste ¿Es gereicht Mir zum Vergnügen, Ew. Edelmögenden l! ! Versicherung Zeven zu können, daß die Einkünfte des Reiches "Mi Beide Meister haben große Arbeiten für den Monarchen auszu- Ganzen den Erwartungen entsprechen. Der dffentliche Kredit, (Wi flhren, über welche er auch seine hôchste Zufriedenheit ausdrückte. ie auf edle sirenge Erfüllung unserer Verbindlichkeiten F Die Gegenwart des Königs trägt bedeutend dazu bei, daß die- mehr.// [ses Jahr der Ofrober besonders lebhaft wird. Biele Fremde be- j : Ï S Q F a m ï R f 7 p ior é o , 4 die Tp » toío ,¿Die Budget - Geseze für das nächste Zahr, die Jhnen als finden sich schon hier, um mit den Römern die Freuden dieses werden. Wenn au<h Mancher sich in seinen Erwartungen ge- täuscht sieht und statt der alten Voiksbelustigungen, wie sle vor- Ï mals gebräuchlich waren, und wie sie von verschiedenen Schrift- |sellern anmuthig beschrieben sind, gecenwärtig Vieles in moderne Formen gedrängt trifft, findet man in Rom doch noch Manches, vergebens suchen möchte.“ : S | „Der Fürst Borghese, dessen {döne Villa schon seit Jahren der Sammelplaß der Nômer ist, hat dieses Jahr mit fürsklicher Großmuth für das öffentliche Vergnüzen des Volkes gesorgt. | Durch Ankauf mehrerer nahgelegener Landhäuser, unter diefen \lbungen bedeutend vergrößert und sie dem Publikum geôffnet. | Musik - und Sänger-Corps werden zur Belusiizung des Volkes aUfgestelle, und nächstens soll zweimal wöchentlich Pferderennen seyn und Preise ausgetheilt werden. Viele Tausende von Men- schen wogen täglich zwischen meilenlangen Wagenrethen in dieser Welches sih wenig um die vornehme Welt kümmert, und sein jgomburello zum Tanz und Gesang s<lägt. Ferner is der ; ürst no< in den Besiß vieler antiken Statuen gekommen N P 20 A : Us _— » 6 J A E 5 4 * g Ln / bierdurch zeigen, daß wir die wahren Sachführer des getreuen Vol-F welche im Sabiner-Gebirge gefunden wurden. Unter diesen he- findet sich ein Faun und die Musen von vortresflicher Arbeit ; siè

werden, wo früher die berühmte Sammlung stand, welche, von tapoleon gekauft, gegenwärtig .die s{dnste Zierde des Museums Belg 4k von Paris bildet. Die Regierung, welche bei jedem Fund das Gestern hat man mit der kürzlich avs | Recht des Vorkaufs hat, wollte diese Antiken aus mehreren

Brüssel, 19, Okt. ( Gründen nicht an sich bringe; von England aus war schon ein

England angekommenen Locomotive- Maschine in der Nähe voi

Vilvorde auf einem Theile der in der Richtung nah Mecheln Gebot angekommen; es wurde aber durch den Prinzen Borghese ganz vollendeten Eisenbahn einen Versuch angestellt.

Die Me: | erboten, und so die Sammlung für den Römischen Staat ge-

winnen könne, als Zurückziehung aus dem Ministerium.“

Gleich der Regierung sorgt der Fürst fúr die arbeitenden

schine legte, wie man sagt, eine Strecke von ungefähr 1 Meile *ttet,

nen. Jch glaube, daß Don Carlos nicht im Entferntesten eine

sollen füc die Zukunft in dieser Villa, in dem Lokale aufgestellt |

ferten Gefechte sind, nach den Berichten der Generale der Kd-

120 Klassen, denn dur die neuen Anlagen, welche sowohl die: Stadt als der Prinz machen lassen, sind Tausende von Händen beschäf- tigt, und wer Rom in den lezten zehn Jahren nicht gesehen hat, wird Vieles so verändert finden, daß er es {wer wieder erken- nen möchte. ‘/ Spanien

Der Morning Herald enthält folgendes Schreiben aus Navarra vom 10. Oktober: „Die vorige Woche war rei< an Nachrichten aller Art, an übertriebenen, absurden und unwahr- scheinlichen ; als: die Ankunfe Dom Migue!'s, das Erschießen der Karlistischen Junta, verzweifelte Gefechte, Wegnahme von Waffen u. s. w. Jch habe mich über die Gränze begehen und mich überzeugt, daß den Berichren der Spanischen un! Franzs- sischen Behörden wenia oder gar kein Glaube beizumessen ift. Die Ankunft Dom Miguel's in Navarra wurde von Bayonne mit dem Telegraphen nach Paris berichtet, und an dern!elben Tage kam von dort der Befehl zurück, einen Courier mit dieser Nachricht nach Madrid abzusenden. Niemand konnte an Neuig- keiten, die cine sol<hen Stempel der Echtheit truaen, ziveifeln, und doch habe ich auf eine hô<hsstt glaubhafte Weise erfahren, daß die Person, welche man fúr Dom Miguel aehalten hat, ein Deutscher Baron if, der Depeschen fúr Don Carlos überbringt! Jch weiß bestimmt, daß Don Carlos dem Dom Miguel ni<t sehr gewogen is. Er kann die Be- handlung, welche er in Portugal ersuhr, nicht vergessen, und hegt kein Verlangen, die enge Verbindung zu erneuern; er weiß sehr wohl, daß Dom Miguel, in volitischer Hinsicht, seiner Sache schaden wúrde, Portugiesen und Spanier sind niemals Freunde gewesen, es besteht ein alter National-Haß, und viele Karlisten sind der Meinung, daj die südlichen Provinzen sich am Anfang des Jahres wtirden erhoben haben, wäre nicht der Krie- ges-Schauplals in ihrer unmittelbaren Nähe gewesen. Ueberdies fann Dom Miguel auch nicht die Absiche haben, sich in diesern Augenblic® mir Don Corlos zu verbinden. Die Karlistischen An- gelegenheiten sind noch nicht so weit gediehen, um Hoffnungen | für einen Miguelistischen Einfaü in Portugal darzuhie- ten. Madrid muß genommen, die südlichen Provinzen unter- worfen und die Regierung befestigt seyn, che die Karlisten

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an einen Plan zur Wiedere!nsezung Dom Miguel's denken kôön-

Expedition der Art beabsichtigt; ih kann in der That fast mit Bestimmtheit versichern, daß er an Dom Miguel geschrieben, er möge in feinem Falie auf seinen Beistand rechnen, und selb, wenn er so glücéli<h seyn solle, den Thron zu beseigen, dürfe er nicht in direfte Opposition gegen Frankreich und England treten. Sie können daher bestimmt glauben, daß Dom Miguel nicht in Na- varra ist. Was das Erschießen mehrerer Mitglieder der Junta betrifft, so glaube ih, daß auch diese Nachricht falsch i. Jch habe so eben einen Brief von cinem Mitgliede der Junta, vom 8. Oktober, gesehen, und cs ist darin durchaus von keinem | Mißverhältniß mit Zumalacarreguy die Rede. Ich sah | gestern in der Nähe von Elisondo mehrere Maulthiertreiber, die dur< das Bastan-Thal gekommen waren, und mehrere Land- leute mit Depeschen von Pairpelona und Estella, und von Keé- nem konnte ich etwas in Betreff der Junta erfahren. Auch sprach i< heute Morgen einen Mann, der gestern Abend mit Jaureguy nah Jrun kam; er wußte eben so wenig, wie die übrigen, welche ic) befragte. Die Nachricht, daß die Junta und Zumalacarreguy übel gegen einander gesinnt seyen, würde mich indeß nicht überraschen. Der zunehmende Einfluß des Ober: Ge-

; nerals ist schon lange ein Gegenstand-ernster Berathung ‘in der | Junta gewesen, und der geistliche Theil derse!ben betrachtet seine | S |

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Fortschritte mit eifersúcitigen Blicken, - Sie wissen, daß er kein | Freund ihrer wilifürlichen Ansprüche ist, und obgleich ein treuer und aufrichtiger Diener seines. Herrn, is er doch ein großer Feind der Priester: Herrschaft. Don Carlos verdankt diesem tavfe- ren und unternehmenden General seine vortheilhaste Stellung in den nördlichen Provinzen und das Volk betet ihn an. Nuf sei- nen Befehl werden die Dörfer verlassen und seine Reihen ge-

füllt, Don Carlos seßt eroßen Werth auf hn, und vertraut sich seiner Klugheit und Loyalität mit Sicherheit an.

i Éin so ausgezeichneter Mann, der von seinem Fürsten geliebt, von dem Volke verehrt wird, wußte noatürlih den Neid Bieler er- regen, und es ist daher allerdings wahrscheinlih, daß man ihn zu stürzen sucht. Die verschiedenen, vor kurzem in Navarra, Guipuzcoa, Biscaya und an der Gränze von Alt-Castilien gelte-

nigin, sämmtlich zu ihren Gunsten ausgefallen. Jch glaube je- doch, daß es sih anders verhält. Lorenzo wurde bei Ytella úber- fallen, Jaureguy gezwungen, fich aus Villafranca zurückzuziehen und Rodil war eincZeit lanz in Pampelona eingeschlossen. Jch habe die offi- ziellen Berichte an Don Carlos vom 26. Sept. bis n O gesehen, und sie lauten allerdings anders, als die von der Par- tei der Königin. Die Verwirrung, welche in der Armee der Königin wegen Mangel eines Öber- Befehlshabers herrscht, hat den Karlisten das Rekrutiren sehr erleichtert und verschaffc ihnen viele Ueberläufer, namentlich Offiziere. Jn den leßten Tagen haben die Karliiten zwei Bataillone nah Alt- Castilien gesandt, um Merino zu unterstützen, der schnelle Fortschritte macht. Er war in Biscaya eingedrungen und hat den Espartero gezwungen, einen Courier um Verstärkung abzusenden; auc) der Gouverneur | von Burgces hat einen Courier na Madrid gesandt mir der Nachricht, daß die National-Garde si weigere, Alr:Castilien zu verlassen.‘

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Berlin, 25. Oft. Am sten d. Morgens gegen 6 Uhr ver: starb zu Bonn nach mehrmonatlichen Leiden der ere Professor in der juristischen Fakultät der dortigen Universität, Geheime Justiz- Rath Pr. Ma>keldey, im 49iten Lebensjahre. „Dieser Verlust“, schreibt man vont dort, „„ist für scine unversorgte Familie, deren Stú6e und Stolz er war, für die Universität, zu deren ersien Zierden er seit ihrer Stiftunz gehörte, und für seine zahlreid)en Freunde, die in ihm den aufrichtigen, treuen Deutschen Bieder- mann schäßten und l!ebren, unerjeßzlih. Sein Lehrbuch des heu

| tigen Römischen Rechts, welches seinen gelehrten Ruf fir immer ; bearúndete, wurde nibt nur binnen 20 Jahren (von 1814 bis 1833) zehnmal aufgelegt (was fast ohne Beispiel ift), sondern « auch in die Französische, Spanische und Russische Sprache über- sezt eine Auszeichnung, welche vielleicht noch keinem Werke | eines Deutschen Rechtsgelehrten zu Theil geworden ist. Sein Haupt-Verdienst aber erwarb er sich als akademischer Lehrer durch seine gehaltreihen, li<htvollen Vorträge, worin er die schwere Kunst, das Theoretische mit dem Praktischen zu vereinigen, mei- sterlich ausübte. Der Beifall, welchen seine \äámmtlichen Vorle-

zeß fanden, war außerordentlich und blieb sich immer gleich, was

| sungen über Jnstitutionen, Pandekten, Lehnrecht und Civil: Pro- |

um so merkwürdiger isi, als er schon seit seinem 24sten Lebens-

jahre des Gehödrs gänzlich beraubt war. Dieser Mangel aber war ihm nicht bloß bei seinen Amtsgeschäften, sondern auch in der Unterhaltung nur wenig Hinderlich, weil er die Reden An- derer, besonders bekannter Personen, gleichsam am Munde ab- sah, und weil er sich dur< Hülfe einer Schreibtafel mit ziem- licher Leichtigkeit, oft nur dur ein einziges Wort oder durch

einen Fingerzeig , orientiren fonnte. Wer den heiteren, freundlichen Mann in seiner lebhaften Unterhaltung mit

Anderen sah, hatte Múhe, zu glauben , daß er durchaus feinen Laut vernehme. Das bei Personen dieser Art so gewöhnliche argwöhnische Mißtrauen war ihm völlig fremd, und dies war ein Betoeis seines reinen, unbefangenen, nur wohlwollenden Ge- müthes und Charakters. Wer ihn kannte, mußte ihn wegen der reinen Sittlichkeit und Recigiosität, welche er nie zur Schau trug, und wegen der echten Humanität, wovon sein ganzes Wes- sen erfüllt war, achten und lieben. Die Natur hatte ihm eine kräftige Constitution und einen männli- s{hônen Körper verlie- hen, jo daß man mit Recht von ihm sagen konnte, daß in einem gesunden und {nen Körper eine reine und s{hône Seele wohnte. Er ertrug die unbeschreiblichen körperlichen Schmerzen, denen er zulest erlaa, mit großer Standhaftigkeit und Ergebung in den göttlichen Rathschluß und- behielt das Bewußtseyn und den Ge- brauch seiner Geisteskräfte durch alle Stadien seiner langwieri- gen Krankheit. Sein Andenken wird Tausenden, die ihm ihre Bildung verdanken und mit großer Liebe und Treue an dem trefflichen Lehrer hingen, und allen scinen Freunden in der Nähe und Ferne unvergeßlich seyn.“

Man schreibt aus Hilchenbach im Siegener Kreise des Reg. Bez. Arnsberg: „„Am 16ten d. M. Nachmittags wurde ¿zum Andenken an die im vergangenen Jahre an diesem Tage zuerst erfolgte Befahrung der neuen Wittgensteiner Straße durch Se. Königl. Hoheit den Kronprinzen, bei der von Hôchstdemsel- ben in der Nähe der Schloß-Ruine Ginsberg gepflanzten Eiche, welche, ungeachtet der vorgerückten Jahreszeit, noch im s{önsten Grün pranat, eine Feier bei Musik und Gesang abgehalten, der sih ein in Lüßzel veranstaltetes Festmahl und ein Ball anschlos- sen. Der Ober-Förster Ritgen hatte hierzu die Wegebau-Beam- ten und die vornehmsten Einwohner der Stadt Hilchenbach und der Orte Lüßel und Erndtebrúck eingeladen. Bei der Tafel gab die zahlreiche Versammlung ihre patriotischen Gesinnungen durch ein stürmisches Lebehoch auf das Wohl des allverehrten Landes- vaters und des erhabenen Thron-Erben zu erkennen. Jn dieser nun freundlicher gewordenen, auch historisch merkwürdigen Ge-

gend, wird jeßt der Wanderer nicht mehr durch Erinnerung an-

die Vehmézeiten, Hexen-Prozesse und schauerlichen Hohlstraßen in den dunkeln und weiten Königl. Forsten geshre>t, und man kann auf der scônen, und für den Verkehr wichtigen neuen Straße das hohe Lüßel-Gebirge um den Schloßberg herum ganz gemächlich und sicher passiren.“

Auvé Gumbinnen wird neuerdings über ein großcs Brand-Unglük berichtet. Von der Stadt Goldapp ist, ebenfalls in der Nacht vom 15. auf den 16. (wie in Wehlau), mehr als die Hälfte abgebrannt, und nur der shlehtere Theil der Stadt ist stehen geblieben. Gegen 1? Uhr Nachts brach das Feuer in einer mehr als 300 Schritte von dem Orte entfernten Scheune aus, und verbreitete sich bei einem starken Südwinde so \<nell, daß, bevor noch die Einwohner erwachten, nicht nur die sämmtli- chen übrigen vor dem Thor gelegenen Scheunen, sondern auch schon in allen Theilen der Stadt selbst einzelne Häuser in Flammen standen. Das brennende Getraide wurde in großen Feuerk(um- pen umher getrieben, und zündete zugleih an so vielen Orten, daß es überall brannte und daß an ein Löschen gar nicht zu den- ken war. Eben so wenig war das Betten der Effekten möglich, und von den vielen Familien, die ihr Obdach verloren, haben mehrere nicht einmal die nothwendigen Kleidunasstücke, wenige aber mehr als diese gerettet. Die entferntesten Gebäude, deren Be- wohner sch für ganz sicher hielten, weshalb sogar einige den Flammen entrissene Sachen dorthin geschafft worden waren, wurden durch das Flugfeuer plößlich entzündet, und das durch die Hiße dieses Sommers ganz ausgedörrte Holzwerk brannte mit jo unglaub- licher Schnelligkeit, daß binnen wenigen Stunden in der wesk- lichen Stadthäifte 106 Vordergebäude, ungefähr viermal sv viel Hintergebäude, 30 Scheunen und cinige Roßmühlen in Asche lagen. Unter den abgebrannten Gebäuden befinden sich das Rathhaus, das Landraths - Amt, das Gerichtshaus, das Kreis- Kassen-Gebäude, die Apotheke u. st. w, Die Kirche, die schon zu brennen anfing, is wie dur<h ein Wunder erhalten worden. Die landräthliche Registratur, so wie die Regisraturen des Ma- gistrats und des Stadtgerichts, sammt den Hypotheten-Búchera {ind ein Raub der Flammen geworden. Die Landgerichts-Akten wurden theilweise dadur gerettet, daß der Verweser dieses Gerichts die Gefangenen, die er, um sie nicht verbrennen zu lassen, ihrer Haft entlassen mußte, zur Hülfe aufbot. Nachdem auf diese Weise die Akten größtentheils in Sicherheit gebracht

worden, glaubte er in seiner eigenen Wohnung von sei- nem Eigenthum nichts mehr vorzufinden; in“ der That war das von ihm bewohnte Haus WBuitlerweile nieder-

gebrannt, allein einige der Gefangenen hatten sich, bevor sie von der ihnen gewordenen Freißeit Gebrauch gemacht, bei ißm eingefunden und einen Theil seiner Cfekten gerettet. Eben so ist es dem Kreis-Kassen- Rendanten gelungen , seine Kassenbücher vor den Flammen zu bewahren. Der Feuerstrom, der ch úber den in einem gleichseitigen Viere>e von 250 Schritten erbauten Markt ergoß, trennte die Ostseite der Stadt von der Weffseite, so daß dieser leßtern durchaus feine Hülfe gebracht werden konnte. Glücklicherweise sind keine Menschen beim Brande ums Leben gekommen; einige Kinder, die anfangs vermißt wurden, haben sich wiedergefunden. Der angerichtete Schade aber ist unüber- fehbar, das Elend der adgebrannten 291 Familien grän- Linderung der augenbli>lihen Noth hat sich an Ort fort ein Verein gebildet, an deren Spige der Bür- hrendt steht.

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