1834 / 310 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ß er si< auf dem Ritterhause über die Königl. Pro- Aeuderung des $. 1 im 5ten Cap. des Criminal- s geäußert habe. hon hielt man die Cholera in Gothenburg für ganz be- igt, nachdem fast seit einem Monate Niemand mehr daran nur Einige noch leichte Anfälle davon gehabt hatten ; hr \s{<merzli<her Verlust stand uns noch bevor, in- llgemein geachtete Landeshauptmann General Graf osen -in der Nacht vom 24sten d. M. so wurde, e er am 25sten d. M., Abends 837 Uhr, daran chieden isf. : er Nord-Amerikanische Geschäftsträger, Herr Hughes, ist seit Kurzem hierher zurü>gekehrt.

Deuts{<land.

z Se. Königliche Hoheit der Großher- und ihre Kaiserliche Hoheit die Frau Großherzogin sind am M. von Wittenberg glücklich zurückgekehrt.

(Schw. Merk.)

zu werden, verantwortlich seyn, und dies muß der Geheime

die Einsammlung der Aerndte, zu der sie den Saamen ausgestreut und deren Herannahen Sie mit solcher Geduld erwartet haben, von ihnen fordern. (Lauter Beifali.) Handeln Sie nur niht vorschnell und leidenschaftlich , aber fest und entschieden, und Sie werden alle Hindernisse, deren man Fhnen unfehlbar genug in den Weg stellen wird, Überwinden.“/

In diesem Sinne spra<h Graf Durham noch eine Zeit lang fort, indem er die einzelnen Maßregeln näher auseinanderseßte, die ihm zur Vervollständigung der Reform noch nöthig schienen, wie unter anderen die Abkürzung der Parlamentsdauer, die Ab- \chaffung der kirchlichen Mißbräuche in England und Jrland, so wie der Corporations- Mißbräuche in England, und die Be- wirkung größerer Ersparnisse; er ließ sih darauf unter lange anhaltendem Applaus nieder, und es wurden dann noch mehrere andere Toasts ausgebracht.

Der Courrier sagt:

habe; der Sohn, fügte er hinzu, sey in keiner Hinsicht von den Grundsäßen seines Vaters abgewichen; Über die Tugenden des edlen Lords wolle er sich übrigens aus zwei Gründen hier nicht weiter verbreiten, denn erstens fehle es ihm dazu an dem nôthi- gen Redner - Talent, und zweitens überzeuge ihn der gerade, männliche und geistvolle Charakter des edlen Grafen, daß es dem: selben unerfreulih seyn würde, sein Lob vor sich absingen zu hdren; nur so viel wolle er sagen, daß der edle Lord sich in nem öffentlichen Leben stets treu geblieben, daß er uners<hÜtter- lich auf sein Ziel losgegangen sey, ohne sich rechts oder links hin enden, und daß er es gewagt habe, in den schlechtesten Zei- Als nach dem enthusiastischen Applaus, der diesen Worte folgte, wieder Ruhe eingetreten war, erhob sich Lord Durham, dankte aufs verbindlichste für die seinen Be- srebungen zu Theil gewordene Anerkennung und fuhr dann fol- gendermaßen fort:

„Wenn aber quch Sie so gütig, ih darf woh so gerecht gegen mich sind, so giebt es doch Ande diesclbe Gerechtigkeit widerfah pfut über sie!) die ih vor Jhren Augen finde.

wohl bereits herausgebraht haben. Wahrscheinlich sind aug

zwei Oberrichter deswegen zur Theilnahme an der nächsten Siy

des Geheimen - Rathes eingeladen worden, um ihre Mei úber den Grad dieser Verantwortlichkeit abzugeben. —k Vorgestern sollte zu Glasgow das Fest stattfinden, zu welchem Loy Durham eingeladen worden, und alles ist natürlich neugierig ay den Bericht darüber, weil der edle Lord wahrscheinlich die Gele genheit ergriffen hat, um sich gegen die Beschuldigungen dez" Kanzlers zu vertheidigen, daß er sich ebenfalls der Schwarnkun | gen in der Politik s{huldig gemacht, deren er seine“ ehemalige, Ueberhaupt muß die zunehmende Populq F ritát dieses Edelmnannes Männer wie Lord Brougham und ay, dere Reformer inner- und außerhalb des Kabinettes erschre>ey, welchen schon seit einiger Zeit vor den Progressen des Radikq F liómus zu bangen angefangen, und die gern an die Möglichke einer Vereinigung mit den gemäßigten Tories denken, um de, großen Theils von ihnen selbs heraufbeschworenen Geist dest kráftiger bannen zu können. Deswegen glaubt man auch ziemli allgemein, Herr Ellice verlasse das Kabinet nicht Krankheits, haiber, sondern weil er si< bei dem Edinburger Feste zu lay und deutlich mit Lord Durham gleichgesinnt erklärte. sprach Sir John Hobhouse auch ziemli deutlich bei jene Gelegenheit ähnliche Gesinnungen aus, und es sind noch anden Männer im Kabinette, von denen man cben so gewiß weiß, d, sie dieselben Gesinnungen hegen, und man hört dennoch von fe nen andern Bewegungen in demselben. Kannengießer nicht in der Meinung, daß ein Zwiespalt im Ky Dem sey indessen, wie ihm wolle, so schein mir die Aussicht zu einer Vereinigung, wie die eben angegebene, noch sehr im Weiten zu liegen, und zwar aus den die ih schon öôfters in diesen Blättern angedeutet habe, un deswegen jeßt ni<ht wiederholen darf. mehr noch immer die, Haupt- Bewegung im Kabinette eintreten sollte, solche ehe zum Vortheil der Demokratie als der Aristokratie ausschlage! F und wahrscheinlich Lord Durham eine Hauptrolle darin spiele O'’Connell scheint dieses auch zu ahnen, denn sein Mi nisterialismus ist schon zu Ende, und seine Briefe an Lord Dun cannon, welche mit hohen Lobsprüchen und Dienßserbietunger angefangen, haben mit Schimpfreden und Drohungen geendigt er wendet sich nun an Lord Durham, und lobhudelt ihn als den wahren Messias, welcher Jrland ganz und gar von allen Erden Auf jeden Fall findet es dieser Demagog be Lord als einen guten Trumph in dit

Hand zu nehmen, um ihn bei Gelegenheit gegen die Minister ausózuspielen; und da derselbe, wenn er Minister wäre, eben 6 wenig, als seine Vorgänger, dem Projekt von der Aufiösung? der Ünion Gehdr geben könnte, so läße sich's erwarten, daß et ihn au< in furzem mit Schmähungen als einen Feind Jr f Ueberhaupt scheint es im Plane dieses Mannes zu liegen, scinen berhörten Landsleuten alle Staatsmänner f nach einander verdächtig und verhaßt zu machen, damit er ihnen | Alles in Allem werde, sie seine Dienste um fo hdher preisen und F Am 28sten d. wurde wieder für ande gesammelt, mit welchem GlÜ> weiß man noch nicht, obgleich zu vermuthen, daß die Verwerfungen de! Zehnten-Bill und die dadurch verursachte Aufregung, die er durch seine oft erwähnte Korrespondenz zu erhalten und zu vermehren gestrebt, ihm dabei gute Dienste geleisiet haben. schen Geistlichkeit indessen, welche für ihren Unterhalr fast aus schließli<h an dieselbe Volksklasse gewicsen ist, von welcher O'Cor nell vorzüglich scine Rente zieht, muß das Spiel doch ein wenig Denn ungeachtet der abergläubish hohen Mei nung, welche der gemeine Jrländer von den Priestern hat, is der\elbe doch viel zu leidenschaftlich, wenn man ihm die Befreiung i von dem Sachsen - Joche und den Untergang des Protestantis mus vorspiegelt, um seine paar Pfennize nicht lieber dem angeb lichen Befreier, als dem Priester zu geben. sheinli< mit ein Hauptgrund, warum im Anfange dieses Jahr! die Bischôfe in einer Versammlung zu Dublin beschlossen, den Gebrauch ihrer Bethäuser sr politische Versammlungen unt Zwecke verbieten zu lassen; obgleih man es nur im Erzbisrhum Dublin gewagt hat, den Beschluß bekannt zu machen und au dessen Beobachtung zu dringen. dort bei der Sammlung der O'Connellschen Rente, welche vori ahr no<h in fast ailen Kapelien stattfand, Gehorsam gefun? den, mússen wir binnen kurzem erfahren. Flugschrfr von einem kathoiischen Priester, Namens Eroly, un Religious and Polítical, on Kecc!esiasHi cal Finance as regards he Roman Catùolic Church of Jre land úber diesen Punkt ist darum hôchsi merkwürdig. fasser beklagt es bitter, daß die Geisilichkett gänzlih von den F Sporteln abhänge, welche sür die Uebung aller religidsen Feier lichkeiten und Gebräuche von ihren Pfarrkindern entrichtet twe! den müssen ; was die Priester so gänzlich voin Volke abhängig mache daß: sie es nicht wagen- dürften, ihre Stimme wedec gegen desse Räubereien, Plunderungen, Mord und andere Gewaltthaten die es so häufig und gewissenlos gegen seine politischen Gegne verübt, noch gegen die biutigen Kämpfe unter sich selbst zu erhe ben, ja daß sie, je nachdem innerhalb der lebten 30 Jahre di demagogischen Despoten, welche sich zu Herren über das Vol erhoben, es verlangt, selbst Politiker werden und die meien jene Gräuel billigen und befördern helfen müßten. seiner Angabe nach, nur geringe Uebel, ten die Geistlichen so ziemlih wie der gemeine Bauer (was inf Frland eine höchst elende Lebensart bedeutet), wozu freilich di

À gestorben, ‘allein ein st

heftig davon befal-

ten rechtlich zu seyn. Kollegen beschuldigt.

„„Wir haben aus einer gut unter- richteten Quelle vernommen, daß der Vorschlag, den der- Graf Durham bei den Berathungen über die Reform-Bill im Kabi- netsrath inachte, die Wahlberechtigung auf Personen zu beschrän- fen, die sich mit 20 Pfund ausweisen könnten, unter der aus- drúcklichen Bedingung geschehen sep, daß die geheime Abstim- mung bei den Wahlen angenommen würde; als er aber gesehen, daß er diese Bedingung nicht durchseßen könne, habe er sogleich Diese Angabe wird sich, wie wir glau- Lch frage Sie: . ben, als wohlbegründet bewähren, und wenn dem so ist, so wer- 7 ' | den selbst die, welche dem Ballottirungs-Spystem am abgeneigte- sten sind, gewiß gern zugeben, daß Lord Durham gerechte Ur- sache hat, sich Uber grobe ECnrestellung und Unterdrückung der Wahrheit von Seiten des Verfassers des in der Edinburg Re- . view enthaltenen Artikels zu beschweren.“

er diesseitige Gesandtschafts- Secretair in Brüssel, Sir George Hamilton, war bekanntlich vor kurzem von dort nach Deutschland abgereist, und zwar, wie man jeßt vernimmt, in Begleitung des Attaché’s Herrn Crampton, angeblich auf Urlaub, doch kam er bald wieder zurúck, und nun hieß es, er habe De: peschen von Frankfurt a. M. na< Brüssel gebracht. Jett er- fährt man aber durch ein von Sir G. Hamilton selbst in der Morning Post mitgetheiltes Schreiben, daß er deshalb 14 , um Herrn Long Wellesley zur Rechenschaft weil dieser nachtheilige GerÜchte über ihn verbreitet inen seiner Briefe mit absichtlicher Beschimpfung zu- er habe von dem Beleidi-

Weimar, 5. Nov.

[l sagen, wenn Sie re,- die mir nicht (Man ruft: Pfui, der Grund davon die große Gunst, Man hat sich auf alle mdgliche Weise bemüht, mich zur Ablehnung der von Fhnen an mich ergan- genen Einladung zu bewegen. Fn der That, man sagte mir, ich Fhre Grundsäße zu radikal finden und mich kompromitttren, wenn ih mi< bestreben wollte, Ansichten zu folgen, die zur Ver- nichtung jeder guten Regicrung führen müßten. i war wohl der geringste Grund vorhanden, Fhnen dergleichen vorzu- (Nein, nein!) Aber ich muß auch sagen, daß das Unrecht, ? welches mir und Fhnen durch diese Meinung zugefügt wurde, nur von Einer Stelle des Landes ausging; Sie alle errathen schon, von | welcher? (Vitteres Gelächter). Unsere gemeinschaftlichen Feinde, < jeßt zur Seite; i : j fich zu liberalen Gesinnungen bekennen, is mir nur von Etnem | Orte her ein Angriff bekannt, und dieser Ort ist die Hauptstadt die- ses Landes. Jch frage Sie: war der Angriff gerecht, war er redlich, war er auf ein allgemeines Prinip gebaut ? solches verleßt? lnd wenn ich dies nicht habe, wenn die Sache kei- nen solchen Grundsaß betrifft, warum wenden denn jene P / fich von mix ab und bezeichnen mich als einen Tyrannen im Pri- vatleben und als einen Betrüger im dfentlichen? Jch will Le Beweggründe nicht zu erforschen suchen, wenn ste nicht auf dffent- lichen Motiveu beruhen ; es würde mir zu schmer fungen darüber zu machen, allein ich will die Ge men, mich vor Fhnen, meine Mitbürger von Glasgow, gegen tene Beschuldigungen zu rechtfertigen. (Großer Beifall.) Fch soll einen weni- ger volksmäßigen Reformplan gewollt haben, als den, der dem Volke von der Regierung vorgelegt worden? (Hört!) Ausdrücklich und aufs Be- stimmieste erkläre ich Fhnen, daß dies nicht wahr i. (Betäubender Bei- fall. Die zweite Beschuldigung is, daß ih gewissen Verstümmelungen der Reform-Bill bercitwillig meine Zustimmung gegeben hätte. Wie unwahr dies is, werden Sie begreifen, wenn ih Jhnen sage, daß ich ni<t in England war, als der Bill diese Verstümmelungen und Aenderungen eingeimpft wurden. ersten unter einer Rethe von Unfällen erlitten, die auch den stärk- fslen Menschen hätten entkräften müssen, und mein Souverain hatte aus gütiger Rücksicht mir erlaubt, eine Reise zur Herstellung mei- ner Gesundheit zu machen. (Beifall ) i ren, daß ich jenen Beschuldigungen, die meinen dentlichen Cha- xaëter betrafen, schon dfentlich widersprochen habe. dies gethan hatte, bielt ih es für meine erste Pflicht, mich Über die Sache mit einem Manne zu berathen, der noch vor kurzem den hdchsien Posten im Lande bekleidete, und der, wie Sie mir wohl Alle zugeben, gewiß ein Recht hatte, von mir um Rath gefragt zu Fch gab mich ganz in seine Hände und bat ihn um die Erlaubniß, die näheren Umstände erdffnen zu dürfen.“

Der Redner verlas nun einen Brief des 25sten d. M., worin dieser ihm auf seine Anfrage antwortet, ihm eine solche Veröffentlichung desjenigen, was bei den Bill unter den vertrauten Die-

Unsere neuen räflich v. Töôrringsche Ge- dem Theater- Plase, von

ren lassen wollen. Manet, 31 Bauten gehen rasch vorwärts. Das zude, dem Königsbau gegenüber au er General-Direktion der Posten angekauft, wird bereits abge- “Mit ihm verschwinden noch zwei andere herrschaftliche und damit die wenigen diesen s{<ônen Plak entstellen- Zugleich wird durch deren. Abbruch das stattliche háude besser hervorgehoben. Herr v. Klenze, welcher urük hier eintreffen wird, leitet auch is Oktober 1835 vollendet seyn, bis Maximilian Joseph auf Auch der Residenz-

Vielleicht is

für 10 Pfund gestimmt.

=>

en Gebäude. Aber diejes irrt unser áchstens aus Griechenland Derselbe soll yohin au<h das Denkmal des Königs em Theater-Platze aufgestellt seyn wird. Hofgarten schreitet rasch vorwärts, bereits sind Pavillon abgebrochen und

binette herrsche. iesen Bau.

von denen - Bau gegen den

¿mmilihe Gerüste an dem mittleren er noch nicht ganz ausgebaute linke Seitenflúgel desselben wird n diesem Jahre unter Dach koinmen. Jhrerseits läßt es die Stadt- Gemeinde an Verschönerung unserer Hauptstadt nicht fehlen. Im aufe dieses Sommers ist das Aeußere mehrerer Kirchen wieder herge- ellt worden, und dies geschieht namentlich gegenwärtig mit der groß- Kirche auf eine eben so geschmackvolle, als pass Bei der morgen am Allerheiligen Tage statt- indenden Feier der Gräber wird von Seite der Gemeinde dem \ndenken eines sehr verdienstvollen Mannes die gebührende An- l, indem der Magistrat die Büste Senefelders, ithographie, unter denen anderer berühmter Männer in den Arkaden des Todten - Ackers aufstellen läßt. Griechischen Regentschaft ist die Anordnung ge- daß die súr Griechenland geworbenen Solda- t Ausnahme der Kavallerie, nicht mehr uneingeübt an hren Bestiinmungs:Ort abgeschi>t werden dürfen. hren längeren Aufenthalt in der Werbe-Station, da- egen kann die Griechische Regierung dergleichen bereits einge- ibte Truppen unmittelbar na<h ihrer Ankunft in Griechenland Derwvenden. Den neueren Marsch - Abtheilungen wird jedesmal Mein Feldprediger beigegeben.

München,

Meine Ansicht ift viel

wenn unverhofft wieder ein

Habe ich irgend ein

tigen Michaels- an 0a war e P und ihm e rúckge\chicxt; Sir G. Hamilton sagt, ger sowohl in Frankfurt als in Dresden die Satisfaction ge- fordert, die dieser ihm als anständiger Mann schuldig sey, der- habe sie ihm aßer verweigert ,

lich seyn, Anmer- egenheit wahrneh-

réennung zn Thei es Erfinders der

úbeln erlôsen soll. wie er dur< Vorle- | quem, den unzufriedenen Die Veranlassung des daß Sir George auf den dringenden Wunsch ogs von Wellington und anderer Verwandten des illiam Wellesley, der am 7ten d. M. majorenn ge- ohlwollen für ihn die Gefahr vor- cin Vermögen \{<weben würden, wenn er sich seinem Vater, dem Herrn Long Wellesley, anvertrauen Eine Exeter Zeitung meldet auch, daß in Folge der eingetretenen Volljährigkeit des jungen Nöthige vorgenommen worden sey, um seines Vaters in Ordnung zu bringen. Die Times fáhrt fort, gegen den angeblich von dem Mi- nisterium beabsichtigten Plan, die Reste der alten Parlaments- Gebäude mir 30,000 Pfund Kosten für die nächste Parlaments- Session wiederherzustellen und dann für eine oder einige künf- wiederum nur interimistish, den Buckingham-Palast einzu- richten, aufs heftigste zu polemisiren. Hobh ouse müsse ganz verblendet seyn, wenn er solchen Verschleu- derungs - Projekten sein Ohr leihen kdnne, und wenn der St. Palast durchaus nicht dazu hergegeben werden solle, so Exeter-Halle noch eine Auskunft. Der Morning-Post zufolge, hat der Ofenheizer Croß, erbhöôlzer im Oberhause übertragen

Von Seite der

Ganzen soll seyn, Dieß erfor-

Fch hatte #9 eben den ert zwar i

worden ist, diesem aus W stellte, in welcher er und }

lands úberhäufen wird.

Sie wissen Alle, meine Her-

Wellesley sogleich das

die Angelegenheiten Ihre Majestät die regierende Köni-

hin haben si< gestern Nachmittags 2 Uhr in Begleitung Jh- es in der Frühe hier angekommenen Durchl. Bruders, des K. B, Oberst - Lieutenancs Prinzen Eduard von Altenburg von hier nach Tegernsee begeben. Schon gestern Mittag kam der R, Portug. erste Unter-Staatssecretair Hr. v. Bayard von Te- Wernsee hierher wieder zurück. Stuttgart, 3. Nov.

F a , t el: 7 Nachdem ich um so besser bezahlen mögen.

ihn im ganzen

Der Katho\i F rafen Grey vom h

Se. Excellenz der Großbritanische außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am hie- igen Hofe, Lord William Russel, ist gestern Abend mit Familie hier eingetroffen.

N Das medizinische Correspondenz-Blatt vom 31. October enthält weitere Berichte über den Ausdruch oder die indauer der Ruhr in mehreren Orten des Landes. Orten hat die Seuche schon mehr oder minder zahlreiche Opfer Mhingeraft und zuweilen erscheint sie in Verbindung mit dem Ner-

Sie meint, Sir John

/ F f Á #

\ ¡ x ;

Berathungen über die Reform- O mern des Königs vorgefallen, unzulässig scheine, daß er jedoch zu lange dauern persönlichen Genugthuung des Grafen Durham hinzufügen éónne, daß in allen Verhandlungen, Reform-Bill gehabt, nicht das Geringste ein shwankendes Licht auf die Konsequenz seiner Grundsäße aufri<tiges Bestreben, Bill zu machen,

des Grafen,

/ N f áhre immer die die er mit ihm über die h

vorgekommen sey, was In vielen |

dem die Verbrennung der Î war, wegen seiner Unvorsichtigkeit den Abschied erhalten.

In der Times liest man: Amtes erhellt, daß die Stádte Hamburg und Bremen die ersten gewesen sind, welche die Bedingungen unserer Zeitungs-Akte er- füllt, und, indem sie Englische Zeitungen dort frei passiren lie- othwendig denselben Vorzug für ihre eigenen hier zu Lande Daß-von dem Französischen Post- Amte noch kein Schritt hierin gethan worden, gereicht denen, die wissen, welche liberale Erklärungen von Französischer Seite vernommen wurden, als inan dort von den Absichten des Herzogs von Rich: wond erfuhr, zu großer Verwunderung. Sache, daß, wenn gleich noch kein amtliches Uebereinkommen un- <net ist, doch die Franzósishen Minister dem Herzoge per- aris so zuverlässige Versicherungen ertheilten, wie ste ann dem andern nur immer geben kann, und die fúr Alle, denen es um die Bewahrung ihres Charakters zu thun ist, eben so bindend, ja bindender sind, als amtliche Doku- Der Grund des Verzugs liegt außer dem Bereich aller Muthmaßung.““

Obgleich man gesiern {on Briefe und Zeitungen aus Bue- nos: Ayros bis zum 14. August über Guernsey durch ein Kauf: (ten hat, so sind doch die Briefe mit dem regel- welches am 23. Juli von Buenos - Ayres <t hier eingegangea, und dieser Fall, daß Wochen zuvorkömmt,

Dies war. wahr

oder auf sein eine wirksame giner Anzeige des Post-

Ein Frankfurter Blatt meldet, die an dem hiesigen h eater engagirte Sängerin, Dem. Haus, befinde sich gegou- “wärtig dort (in Frankfurt a. M.), indem sie ihr Engagement “"qmic der Theater- Direktion in Stuttgart gebrochen habe. Ælcine Rache für das ktontraktwidrige Entweichen des Herren Dobler von dort ist den Franffurtern aber, ungeachtet der Ver- <erung des citirten Blattes, nicht gegönnt, indem Dera. Haus <t in Fcankfurt seyn fann, da sie gestern Abend hier in tuttgart die Alice in „Nobert der Teufel‘ sang. aus hat, wie man hört, einen Urlaub auf zwei Monate

unterstüßt

Rechtfertigung eigenen feierlichen Versicherung, daß die gegen ihn vorgebrachten n grundlos seyen, wurde von der Versammlung Eine zweite Beschuldigung, da! er in einex Rede zu Gateshead die Geheimnisse des Kabi- orm - Angelegenheit halb und halb enthüllt hätte, widerlegte der Redner ebenfalls, indem er erklärte, daß er bei genheit nichts weiter gesagt, ‘als daß Graf Grey ihn Vorarbeiten zu der Reform-Bill beauftragt kabe, und daß drei seiner Kollegen ihm bei diesem Auftrage behülflich gewesen -seyey. ; „„War dies//, fuhr Lord

Beschuldigungen mit lautenx" Beifall aufgenommen. erhalten mússen. Wie weit die Prälaten selbsi

nets in der Eine eben erschienen

jener Gele Es ist eine bekannte

ter dem Titel: An E

sönlich in P

Durham fort, „ein Geheimniß: ein achtbarer M

mochte vielleicht meinen Freunden in Durham nicht bekannt seyn; er Hauptstadt, wo ich mich aufgehalten hatte, wußte Je darum; denn alle Dentschriften an das Schaß amt und alle onen an den Premier-Minister wurden von diesem au mich

Fch empfing sie in meinem eigenen daguse, es wurde mir Beleuchtung des Gegenstandes ndthige Material dorthin

Doch genug von mir selbsi, meine Hercen! cfsamfeit auf große und allgemeine Zwecke lenken. ine Zeit gab, wo gegenseitige Verbindung und ge- Grundsäße nothwendig

Ihre Königl. Hoh. die Großher- gin i heute Abend, in Begleitung JI. HH. der Prinzen arl und Alexander und der Prinzessin Marie, nach einem län- eren Aufenthalte auf dem Lande, in erwünschten Wohlseyn bieder in hiesiger Residenz eingetcoffen.

D P O P

Darmstadt, 1. Nov.

| S. K. H. Prinz Wilhelm von Preußen, Gouverneur der Bundes-Festung Mainz, kam gestern, Begleitung seines Adjutanten, Hauptmanns von Scha, in um FJ. KK. HH. dem Großherzoge und er Großherzogin, so wie den äbrigen Höchsten Herrschaften, eis en Besuch abzustatten, und fuhr nah der Tafel im Großher- Zoglichen ‘Palais gegen Abend wieder nah Mainz zurü. J. K. H. die verw. Frau Fürstin von Thurn und Taxis Îraf gestern Vormittag hier ein und seßte, nach deta bei den Al- Merhôöchsten Herrschaften im Großh. Palais eingenommenen Früh- úcke, Ihre Reise nah Schloß Taxis foit. mil begleitete Hôchstdieselbe bis nah Auerbach, wo Sie früßer d mnanche glückliche Stunde im Umgange mit der Allerhdchsise- Mgen Großherzogin Louise verlebten, und uun noch einmal in ehmüthiger Erinnerung die Wohnung besuchten, wo die un- ergeßliche Fürstin bis zu ihrem Tode weilte, und wo noch Al- s mit der unserem edlen Fürsten ndenken, wie bei ihrem Leben er rinz Emil stattet heute S. K. H. dem Prinzen Wilhelm von reußen einen Besuch in Mainz ab. N In der Nähe der Straße von Mainz nah Worms, zwi- hen Dienheim und Ludwigshdhe, wurde in verflossenem Früh- hre 7 bis 8 Fuß unter der Erde ein merkwürdiger Denkstein nes Römischen Reiters gefunden. uf Betreiben des Großherzogl. Kreis-Baumeisters Beer, in je- er Gegend neben der Landstraße in einer Nische von weißen austeinen, mit einem Dache gegen Wind und Wetter und Kinem Eisengitter geschüßt, oufgestellt worden. Er ist 9/ 3“ lang Und 3‘ breit, oben und in den Ecken mit Laubwerk verziert. Die Albbiidungen auf dem Stane, ein in der Toga auf dem Sopha ect, lectulo) ruhender Mann, vor ihm ein dreifüßiges Tisch- en, links ein aufwartender Knabe, sind farbig, desgleichen der

Lassen Sie

mich Fhre Aufme Went es jemals el meiisfgmes

fahrteischi erha máßigen Packetboot, abgesegelt ist, noch ni ein Kauffahrteischis} dem Packetboot um drei hat wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Unvollkommen- heit des Britischen Packetboot- Dienstes geleitet, glaubt, nächstens zur Untersuchung fommen dürfte. Jn Buenos: Ayres war úbrigens Alles ruhig und von der dortigen Bank eine Actien-Dividende von 5 pCt angezeigt worden. n auf dems:\ben Wege auch ‘Nachrichten daß die Zinszahlung für die Portugiesi- s durch Eröffnung einer An-

unumgänglich lesiger Residenz an, glorreichei Aber dics find, Feind ift noch immer im Felde und wohlgerü- dúrfen uns daher nicht von der Sicherheit vergange- sondern mùßen uns von dem Gedanken J bitte Sie nur, um sich zu Sehen Sie, wie alle Parteien im Reiche auf den Beinen 1de Geschäftigfeit der Tories in ganz Bon einem Ende des Reiches bis zum nteroury bis Perth (Gelächter), vom cit, vom Herzoge von Wellington bis zu s Gelächter), if Alles in Bewegung. Sehen Sie die Thätigkeit der Oran- llen wir, wir Reformer von Eng-

nen heißen Kampf

Aver unser Vormals, fagte er, leb:

die, wie man siet, und wir - ner Siege einschläfern lassen,

an einen neuen s von den Bischdfen und Synoden festgeseßten Summen für Sport |

Jeßt aber spielen die Priester die Vornehmen; | und um hierzu die Mittel zu erlangen, suchen sie auf alle môg F lihe Weise Geld von ihren Pfarrkindern zu erpressen, und daf

In Rio-

‘ampf durchdringen. Janeiro, von wo ma teln hinreichten. S. H. der Prinz

hat, hieß es allgemein, sche Anleihe wohl nicht anders als di leihe, entweder am Orte selbst, oder in London, werde gede>t werden können.

—.— London, 31. Okt. D einfältiger Brief, welchen der Associé per empfangen, dessen Erzählung von dem Brand der Parlamentshäuser zu Dudley am Abende des Aus- bruches selbst sich als ein Mährchen erwiesen, habe den Gehei- men-Rath zu neuen Untersuchungen Über diesen Unfall vermocht. Ich kann dies aber kaum glauben, indem auf einer Seite gar fein Zweifel mehr darüber obwalten kann, daß das Feuer durch die anhaltende und übermäßige Erhißung der Ofenröhren ent- standen, und auf der anderen jener Brief so osfenbar das Ge- was man in England einen hoax nennt, daß, Rath jedem solcher Jrrwische nachlaufen will, die Untersuchung nie ihr Ende erreichen wird. ß indessen für das unfkluge und unvorsichtige in einem dffentlichen Staats: als um des Holzes los

; sehen Sie die lärmer Enzland und Schottland:

andern, von Ramsgate und Ca Höchsten bis zum Niedrigst Lord Stormont (schallende Blicken Sie auch auf Frland. und der Repealer; und so! / und Schottland, soilen wir aliein uns ruhig und unthä-

Rein, lassen Sie uns wach und lebendig seyn. n Buchsia-

diese ihrerseits of widerstreben, so gäbe es nicht selten die schänd: f lichièen Streitigkeiten bei den heiligsten Handlungen, wie Taufe Beichte, Messen, Trauungen, leßte Oelung u. s. w. rend auf der einen Seite die Priester Ehen s{<ld\}sen, die sie hät ten verhindern sollen, um nur einen Fang zu thun, würden au der andern Heirathen aufgegeben würden, weil die Betheilig ten die Sporteln nicht erschwingen können.

ause eignen Pietät zu ihrem

Die Zeitungen versichern, ein A : alten wird.

des bekannten Herrn Coo-

verhalten? Gespräche über den

(Beifall, ) ben oder gar einen lassen, sondern müssen wird, zu einem großen Wer | Meine Herren, ih kann Sie nicht genug auf jeßigen Krisis aufmerksam machen. náchsien Session ein unsicheres und s{hwankendes Verfa je traurigen Folgen davon nie wieder i Sie hahen daher eine große, wichtige Pflicht e auf Fhre Repräsentan- hter, in welches Herr

Wir dürfen die Reform-Bill nicht einen todte nen Stoff des Triumphs für die Parteien werden sie zu dem machen, was i zeug für die Wiedergeburt der Nation. je Wichtigkeit der Wenn das Unterhaus hren einschlas

Schweden und Norwegen.

Unscr Gesandter am St. ‘Peters burger Hofe, Varon v. Palmstjerna, hat einen sechömonatliche Urlaub erhalten, um eine Reise ins südliche Europa anzutreten Der Legations - Secretair v. Nordin wird den dortigen Gesandt | schafts-Geschäften als Geschäftsträger vorstehen.

Der König hat unter dem 10ten d. den Lieutenant bei del berittenen Leibgarde, Grafen Gustaf v. Düben, zu seinem O! donnanz-Offizier ernannt, und am 21. d. von eben dieser Fun tion den Capitain Freiherrn v. Stedingk in Gnaden entledig! Im Dagligt Allehanda wird als Ursache zu lebterem anz!

ie seyn soll und

Stockholm, 28. Oft,

Dieser Stein ist nunmehr,

gen sollte, s0 würden d machen seyn. (Hört!) | zu erfüllen, Sie müssen ein wachsames Au (Großer Beifall und Gel , O wald, Parlaments-Mitglied sür Glasgow , ein fast zum Radika- li_.aus sh hinneigender Reformer, an den sich Lord Durham be- fonders gewandt haite, herzlich einstimmte. da: Sie sich uicht mit Kleinigkeiten abspeisen lassen, Sie müssen

präge dessen trägt, wenn der Geheime-

ten hahen.

Jemand mu brennen jenes unnüßen Holzes Gebäude, aus feinem andern Grunde,

Sie müssen zeigen,

1261 unter der Inschrift befindliche Reiter in seiner Waffentracht. Die Jnschrifc zwischen beiden Bildwerken

SILIVS ATTONÍS F

EQ. ALAE PICENT.

AN, NUV. STIP. XNMIYV.

f O.

sagt, „daß Silíus, Atto’s Sohn, Reiter bei der Picentinischen Ala, in einem Alter von 45 Jahren, nach 24 jähriger Dienstzeit, gestorben, und sein Erbe ihm dies Denkmal habe errichten las- sen.// Dieser Stein ist besonders dadurch merkwürdig, daß er wahrs- \cheinlich das einzige Denkmal von der tapfern Ala Picentina ist. Die Gemeinde Dienheim besisgt darin ein interessanres historisches Monument aus dem 1. Jahrhundert, indem zur Zeit des Auf- standes des Civilis, 70 n. C, jene Reiterschaar diese Gegend durchzog (Taciius Annal, im 4. Buche). Der nunmehr ver- storbene Professor Braun hat in der Beilage zu Nr. 262 der Mainzer L eine ausführliche Beschreibung dieses Denk- mals geliefert; so wie Präsident Schaab in Nr. 265 j. Bl. einige ergänzende Bemerkungen dazu. Leßterer ist der Meinung, daß man nicht cin so seltenes Denkmal an offener Strafe hätte auéstellen sollen, wo es úber kurz oder lang unfehlbar zu Grunde gerichtet werden würde. Es wäre ihm um fo ehr ein sicherer Aufbewahrungsort zu wänschen, als es einzig in seiner Art, folgli<h unschäsbar sey.

Frankfurt a. M, 31. Okt. Gestern gab der Baron A. v. Rothschild in seinem prachtvollen Garten-Palais vor dem Bockenheimer Thore allhier ein glänzendes Diner, an welchem die regierenden Bürgermeister unserer freien Stadt, der Bundes- Práäsidial- Gesandte, Graf von Mänch-Bellinghau sen, die Bun- destagé - Gesandten und viele diplomatische und ‘ausgezeihnete Personen Theil nahmen.

_ Frankfurt a. M., 3. Nov. Heute trat in Gemäßheit des Art. 14. der Konstitutions - Ergänzungs - Afce der gesezgebende Körper des Jahres 1834 zusammen. Derselbe erwählte zum Präsidenten den Hrn. Schöffen v. Guaita, zu Vicepräsidenten die HH. Geheimerath v. Lepel und Alexander Bernus und zu Sekretarien die HH. Der. jur. Napp, Dr. jur, Bender, Dux. jur. G, Fresenius und Dr. jar. v. Schweiger. Hr. Dr. jur. Rapp wurde dur< besondere Wahl zum ersten oder protokollfüh- renden Sekretair gewählt.

Dee rret M:

Triest, 21. Oft, Ueber den Schifföruch, den die Natur- forscher H), Schimper und Wiest gelitten, haben wir nun die genauesten Details, avs welchen hervorgeht, daß solcher in Folge eines starken Orfans im Hafen von Argostoli, wohin sich Capi- tain Szitcowich der Aequinectial-Stúrme wegen retten tnußte, stattgefunden hat. Die Leute wurden alle gerettet. Auch die Ladung wurde wieder erhalten. Dc ¡jedoch das Schiff zum Theil mit Wasser gefüllt war, so wird wohl das Meiste naß und ver- dorben seyn. Man glaubt, die beiden Reisenden werden in Zante Gelegenheit finden, ihre Reise fortzuseßen, ohne vorher hierher zurücfzukehren.

Spanten

Madrid, 23. Olt. Das Eco del Comercio stellt Be- trahtungen über die Fortschritte der Freiheit in Spanien an und éêmmt, nachdem es von dem Ministerium und den Coríes | gesprochen hat, au<h auf die Ernenrung ves Generals Mina, die es als ein sehr günftiges Anzeichen ansieht. Es erwähnt dann der tiáglichen Vermehrung der Zeitungen und der Theil- nahme, womit dieselben von allen Klassen der Gesellschaft gele- sen würden. Zuleßt gedenkt es dec Stadt-Miliz, die an Stärke immer mehr zunimmt, und sagt in dieser Beziehung: „Es sind je6t im Königreiche über 80,000 Mann bewassnet und außerdem 100,000 organisirt, denen es nur no< an Waffen gebricht. Jn kurzem werden vom Auslande 30,000 Stúc® Gewehre eintref- fen; auch if das neue Gese hinsichtlich der Organisation dieser Miliz fertig und wartet nur auf die Genehmizung von Seiten der Cortes. Zwar bestehen noch immer die Calomardischen Ma- gistrats- Behörden , aber auch fúr die Reforni dieser Jnstitution ist ein Gesez-Entwurf vorbereitet. Die Sachen sind im besten Gange; €cs wird ohne Uebereilung vorwärts geschritten. Wenn nur Einsicht und Mäzigung stets vorherrschend bieiben, wecden sich die Karlisten baid an ihrer eigenen Wuth gufzchren.‘/

In einem von der geistlichen Behörde der Diöcese von Barcelona erlassenen Umlaufschreiben, welches die Geistlichkeit ermahnt, dur<h Beispiel und gute Lehren Eintracht und Gehor- sam gegen die Regierung zu predigen, kömmt folgende Stelle vor: „„És is wahr, daß die durch die früheren Kriege verursachte Demoralisirung unter den Spaniern eine tadelnswerthe Gleich- gültigkeit in religiösen Dingen und einen sündhaften Haß gegen die Diener der Kirche allgemein verbreitet hat; ober es ist eben so wahr, daß mehrere der Leßteren ihr heiliges Amt mißbrau- chen, indem sie sich füx verbrecherische oder zwetdeutige Parteien erflären, die Leidenschafteir aufcegen und theils aus Bosheit, theils aus Mangel an Vorsicht zu diesem traurigen Abscheu ge- gen alle Diener der Religion, zu Vorurtheilen gegen die Reli- gion selbst Anlaß geben und so die Ruhe des Staats und un- sere eigene Existenz gefährden.“/

Aus Coruña wird in Französischen Blättern gemel- det, daß fürzlih 14 Offiziere der Königlichen Garde in diesem Hafen einge\c<ifft worden seyen. Sie wurden von ihcem Ge- neral, dem Marquis von Rodil, unter einer Eskorte dorthin ge- sandt, uno er hatte den Befehl ertheilt, sie aufs strengste zu be- wachen. Unter diesen Offizieren, die zur Avantgarde der Armee der Königin gehörten, befand sich ein Sohn des General Ro- magosa, der seinen Vater no< immer in London glaubte und erst aus den Zeitungen dessen tragisches Ende erfuhr.

GerieGenland.

Briefe aus Patras vom 26. Sept. melden, man habe aus Nauplia die Nachricht empfangen, daß der General von Heideck auf sein Gesu<h an Se. Majestät den Kdnig von Bayern aus der Regentschaft entlassen, und dur<h General Lesuire, bis je6t Kriegs - Miniêer, erseßt worden sey. An die Stelle dieses leßtern \scy Major Lüders als Kriegs-Minister ge- treten, und Major Brand zum General-Direktor diejes Depar- tements ernannt worden, in welhem man, zufolge der neuen ge R Verhältnisse, großen Veränderungen entge- gen sche.

Die Allgemeine Zeitung meldet: „Wir haben Briefe aus Nauplia bis zum 29. Sept. nach welchen die Ruhe in ganz Griechenland fortdauert, und Se. Majestät der König, ge- stärkt und in vollem Wohlseyn, von seiner Reise nah dem dôst- lichen Griechenland in Nauplia wieder angekommen ist. Ueber- all wurde der Monarch, wie vergangenes Jahr im Peloponnes, mit den Zeichen der herzlichsten Anhänglichkeit und den Aus- brüchen der lebhaftesten Freude cmpfangen, und seine Reise

glich einem ununterbrochenen Fest- und Triumphzuge, auf wel- chem er die Bevölkerung von mehr als Einer Tagreise der Lm- gegenden auf seinen Pfaden versammelt fand.““

I nl an d.

Berlín, 7. Nov. Eingegangenen Nachrichten zufolge, ist der Prinz Wilhelm Friedrich Mikolaus L aEINe des a O Friedrich der Niederlande, Enkel Sr. Majestät des Königs (ge boren den 6. Juli 1833) am 1sten d. M. im Haag mi Tode abgegangen. __— Die Gewerb- und Sontags-Schule zu Biele feld ha seit ihrem dreijährigem Bestehen schon manches erfreuliche Re- ( Aus dem unlängst von dem Direktor der An- stalt, Dr. Wach, erstatteten dritten Jahres-Berichte ergiebt sich, daß die Gewerb-Schule in dem Zeitraume von Michaelis 1833 bis dahin 1834 von 22 Schülern besucht war; 4 derselben sind zu Prämien in Vorschlag gebracht worden, und 1 erhält, mit Unterstüsung des Seidlibischen Stipendiums von 300 Rthlr., den sreten Unterricht im Königl. Gewerbe- Institute zu Berlin. Die sich an die Gewerb -Schule anschließende Sontags-Schule wurde von den dortigen Gesellen und Lehrlingen päunktlih besucht, so daß im Durchschnitt ungefä j Außer dem freien Hand, Bau- und Maschi- nen - Zeichnen, dem praktischen Rechnen und Schönschreiben, wurde auch Maschinenlehre und praktische Geometrie gelehrt. in Pr. schreibt man unterm Lten ; r {on eine Zeit lang mit Regen- güssen und- Stürmen zu kämpfen gehabt, erreichte das Unwetter in der Nacht auf den 1. Nov. die Stärke cines Orkanes , der bis zum folgenden Morgen wüthete und mit einem ziemlich be- deutenden Gerwoitter begleitet war. Stadt eingeschlagen haben, jedo< ohne zu zünden. Strome hatten sich einige Schiffe losgerissen und trieben; doch ist auch hier kein bedeutender Schade angerichtet worden, obgleich der Sturmwind das Wasser Über die Ufer trieb. dagegea die Verheerungen auf dem Lande gewesen: Windmühlen, ¡d Ställe sind umgeworfen worden, und unter An- dern hat in Knauten der einstärzende Schafstall den Schäfer und die Heerde, darunter 60 verfeinerte Böcke, erschlagen. Ausführ- lichere Nachrichten über den von dem Sturme angerichteten Schaden sind noch zu erwarten.“/

Königstädtisches Theacer.

Die Beroeise guter Naturgaben, welche die beiden jungen Dlles. Bertha und Klara Stich in dem auch in der Staats =- Ztg. Nr. 291 erwähnten Deklamatorium an den Tag gelegt haben, konnten, füreng genon:meu/, nur für ihre Fähigkeiten im Vortrag der Rede, die Richtigkeit, und Lehhaftigkeit der Declamation und den Voll = und ZWohllaut ihrer Sprah-Organe gelten. Auf ihre mimisc<e Fähig- keit konnte daraus allein kein sicherer Schluß gezogen werden; auch der beste Deklamator ist darum noch kcin guter Schauspieler. ; i ndividualität in cine sremde zu verseßen , und in dieser seiner gleichsam zweiten Natur sich so frei zu bewegen, als wäre sie seine eigene, und aus ihr heraus den Ausdru> der Rede nit dem Ausdru> der Geherde in Harmonte zu geben, für dieses Talent kann erst das Auftreten auf der _ Nach dem, was die âltere der beiden Schwestern, Dke. Bertha Stich, als Cathinka im „Mädchen von Marienburg“ in zwei guf einander folgenden Vorstellungen geleistet hat, bleibt nun aher nicht der geringsie Zweifel Übrig, daß fe von der Natur zur Schau- svtelkunst berufen, sa recht efgentlich dazu auserlesen zu seyn scheint. Wenn ein junges, kaum sehzehniähriges Mädchen, das mit den größten Naturgaben für das Theater ausgestattet und dem das Glú>k zu Theil ward, Behufs threr künftigen Laufbahn lehrt und angeleitet zu werden, zum erstenmale wir betritt, so hat man bet aller Kraft der angebornen Gaben und aller Gründlichfeit der Belehrung doch immer nur den Schein des Gelernten zu erwoarten, und man hat Ursache, zufrieden zu \cyn, wenn man hinter der De>ke des Gelernten eiit Licht von dem man hoffen darf, daß es ih künftig selbst leuchten , eine Kraft, die eins auf eigne Hand E ear wirò, Die Ras

j r Olle. Bertha Stich von Anfang ga bis zu Ende ihrer Rolle erschien, ist daher in der That tvas Aus ßerordentliches und doch keinesweges unweiblich, da die Zartheit des Ausdrucks in Allem, was sie spra, that, und wohl zu bemer- ken, nicht that, die Reinheit und Anspruchlosigkeit eines schdnen Naturells unzweideutig erbli>en ließ. Bei alle dem muß dennoch dem Unterricht volle Gerechtigkeit widerfahren; keinem aufmerksamen, mit sich selber einverftiandenen und zu geläuterter Einsicht Über das We- sen der Kunst, insbesondere der mimischen, gelangten Zuschauer wird in der Gesammtheit der Darsiellung dex Tochter, vornehm- lich aber fu der Art und Weise des Vortrags der Rede, die Rich= tung nach Wahrheit, unverzierter Wahrheit des Ausdrucks, entgan- gen seyn, die das charakteristishe Gut der Mutter i, und, wir wollen hoffen, auch das bleibende Ei seyn wird. Vielleicht giebt auch die eigent der Lehre einen Grund meh

sultat geliefert.

ahlreich und punt r 60 daran Theil nahmen.

Aus Königsber „Nachdem wir

Der Blis soll auch in der

Größerz sind

Scheunen und

die Fähigkeit, seine

Übe selbst ent-

we>mäßig hbe- ich die Bühne

ewahr wird,

trlichkeit und Fretheit, in der

A Ta ere Bühne uUmliche Beschaffenheit er Lehr Gru! r zur Begreiflichkeit Me solchen Na= túrlichkeit und Freiheit der ersten Erscheinung auf der Bühne; denn es ist nicht bloß die funjierfahrne Lehrerin, die ciner fähigen, g O 4 But gute Anweisung auch zuglelch Mutter, und nur in dieser harmonischen Wirkt

)flege a Liebe e e von d Me Sit 1e vi »orgfalt, "Geduld und Beharrlichkeit, von der kindlichen tel Folgsamkeit, ja Glauben erwarten. Dahei muff der 3 6 ß ablegen, daß es nämlich nach sei= i l ch se Erfahrung der Bildung guter &chau- .spieler nicht zuträglich i, wenn schon Kinder im kindlichen Alter der Bühne zugeführt werden ; ste empfangen die Natur, die sie einst darstellen sollen, zu fruh durch ein künsiliches Glas; lernen cher und lieber von der nächsten nahgeabmten und nicht immer gut. nachgeahmten Natur, als der Natur selbst, und werden fat unver- n. Der Madame Crelinger geLöhrt ank, daf sie ihre fúr die Bühne in den engen Kreis der Beoh-=

ab, sondern die Lehrerin i rnútterlicher Seite so viel

ein anderes Glaubenzbekenntni nem Gefühl und nach seiner

meidiih zum Manierirten verzo unseres Erachtens,

erzogencn R 2 ju frübzeiti adetung und des Eindrucks eingeschlossen hat. Genug, was Wil=- belm Meisters Lehrbrief sagt, nur cin Theil der Kunft R s lehrt werden, der Künstler aber braucht sie ganz, dies hat durch die erste Darstellung der Dlle. Bertha Stich bewährt ; hat, was gelehrt, was gelernt werden nuf, erwiesett; aber auch ‘das, was nicht gelehrt und gelernt werden kanu. Jede Bühne, die des Bestbes eines solchen Naturells in seiner vollen Entwickel einst erfreuen darf, mag si< deshalb GlÜ>E wünschen, und

nur \ die erste Ausftellung eines so {bnen Talents sich nit nur der einstimmigen Gun eines in zwei sellungen Übervollen Hauses, wart Sr. Majestät des Kdn

gedenken nur \hlicßli</, daß ondern auch der zweimaligen Gegen- Sr _Kbnigs und bei der zweiten Vorsiell auch Seiner erhabenen Tochter , Jhrer Majestät der Kaisertn

Rußland, und eines besondern huldvollen Anerkenntnisses von Bei= der Seite zu erfreuen hatte. ì i

Mit nicht minder günstigem Erfolge, wie Dlle. debútirte gestern auf derselben Bühne ibre iüngere alö Elise von Valberg in dem gleichnami Jfflandschen Schauspiel , während Mad. Cre /Fürftin‘/, Herr Karl Devrient vom Hof-Theater zu Dr die des „„Fürsten‘/, Übernommen hatte. Nach dieser Dar wir im Stande, über das Talent beider Schwester zusteäen, die wir uns für einen unserer nächsien Artike vorhel l-

e. Bertha Stich, Schwester, Clara, en etwas veralteten inger die Ro esden aber

ellung fîn n Ver leihe e