1834 / 320 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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auf 1 Sh. 6 Pee. herabsehen sollte, oder ob derselbe gleich dem Haisan : Thee mit 2 Shilling 3 Pence zu besteuern sey. Ersteres war wohl eines Versuchs werth, falls es sich nur zeigte, daß die Schwierigkeit des Unterscheidens, nicht zu groß sey. Bei näherer Untersuchung fand es sich, daß diese Schwierigkeit be- sonders in der Unterscheidung des Bohe- und des Sautschong- Thees liegen würde, und auch hier ergab sie sh als nicht un- überwindlih. Bis jevt hat sich noh nichts ereignet, was dieser Ansicht entgegen wäre.“ :

Die Kosten, welche die Gesellschaft zur Anlegung einer Ei- senbahn von London nah Southampton aufgewandt hat, um

¿hre Jncorporation vom Parlamente zu erlangen, belaufen sich |

auf nahe an 20,000 Pfund.

Man hat berechnet, daß der Weizen je6t in London um 95 pCt. theurer is, als in Hamburg. E

Der Leeds Mercury macht die Bemerkung, daß die auf der Jnsel Man gedru>ten Zeitungen, die ohne Stempel erschei nen, jeßt im Britischen Reiche, mit Ausnahme der Kolonieen, porofrei zirkuliren.

Niederlahnde.

Aus dem Haag, 11. Nov. Viele Mitglieder der zwei- ten Kammer der General - Staaten haben, nachdem sie in den Sectionen die neuen Finanz, und andere Geseh -Entwürfe ge- prüft und ihr Gutachten darüber abgegeben, eine Reise nach ihrer Heimat angetreten, weil doch einige Zeit darüber vergehen dúrfte, bevor die Regierung ihre Erwiederung auf die von den General-Staaten hin und wieder geäußerten Bedenken abge- Len kann.

D elgien.

Brässel, 12. Nov. Der Moniteur Belge enthält Nachstehendes úber die Eröffnung der Kammern am gestrigen Tage: ¿„„Da der König die Session in Person erdffnen wollte, so war der gewöhnliche Sißzungs-Saal der Deputirten-Kammer zum Empfang Sr. Majestät eingerichtet. Die Tribüne für die Redner und der Stuhi des Präsidenten waren fortgenommen und an ihrer Stelle der Thron errichtet worden, der sich auf mehreren Stufen erhob, auf welchen die Minister, die Offiziere des Generalstabes der Armee und die Beamten der Krone Plaß nahmen. Um Mittag wurden die Gallerieen geöffnet und sie füllten si< bald mit zahlreichen Zuschauern, deren größter Theil ous Damen b:stand. Darauf wurden die aus Senatoren und Deputirten bestehenden Deputationen zum Empfange Jhrer Ma- zeitáren durch das Loos bestimmt. Die Deputirten trugen ein un- terscheidendes Zeichen, nämlich einen silbernen Stern, dessen Strahlen den goldenen Belgischen Löwen umgeben. Eine große Anzahl TUiplomatischer und anderer ‘Personen, in fremden Uniformen und mit perschiedenen Orden geshmü>t, befanden sich auf der für das diplomatische Corps bestimmten Tribune. Um 1 Uhr erschien die Königin und bald darauf der König in der Uniform der Búrgecgarde unter Vortritt der Deputation und mit einem

zahlreichen und glänzenden Gefolge. Jhre Majestäten wurden

von den Mitgliedern der Kammern mit lautem Zuruf empfan- gen. Nachdem der König die Senatoren und Deputirten ge- grüßt, auf dem Throne Plaß genommen und sich bede>t hatte, las er nachstehende Rede, die mit dem größten Stillschweigen angehört wurde : » j E f : D Herren! Die Erdffnung Jhrer jährlichen Session if eine Feierlichfeit, an welcher Fch mit Vergnügen Theil nehme. Fch bin erfcœut, Mich in der Mitte der Repräsentanten des Belgischen Vol- es zu befinden und den erften Jmpuls den Arbeiten zu geben, wel- che die Befestigung unseres gesellschaftlichen Zustandes vollenden sol-

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edle Anstrengungett att, und Alles neissagt uns, daß das neue Bel- gien seinem alten Rufe nicht untreu seyn werde. Fh schäße Mich glu>klih, in dem Königreiche die vollkommenste Ordnung herrschen i sehen. Belgien weiß den Geist der Gerechtigkeit und Unpartei- ihfeit zu würdigen, der bei den Beschlüssen Meiner Regierung vorherrscht. Fn den Provinzen, die Jch kürzlich besuchte, habe Jch mit Vergnügen gewisse Zeichen von Wohlstand bemerfen kön- nen, und die Aufnadie, die Jch gefunden, ist Mir ein schr ange- nehmer Beweis von der Anhänglichkeit des Landes an seine Fnsti- tutionen und an die Dynastie, die es sich erwählt hat. Diese Auf- nahme is Mir ebenfalls eine sichere Bürgschaft der Mitwirkung, die Fch von der National-Repräsentation erwarten darf. Lang anhaltende Beifallsbezeigungen und der Ruf: „Es

lebe der König!‘/ folgten dieser Rede. Der König und die Kö- nigin zogen sh unter Beobachtung desselben Ceremoniels, wie bei der Ankunft, zurü> und die Senatoren und Deputirten vet- sammelten sih in ihren besonderen Sälen. Um 2 Uhr begann darauf die erste Sibung der Sena- toren-Kammer. Der Baron von Stajsart wurde, mit einer Majorität von 30 Stimmen, zum Präsidenten erwählt. Nachdem er den Präsidentenstuhl eingenvmmen, richtete er fol: gende Worte an die Versammlung: „„Meine Herren! Jch wünschte, Jhnen für die dauernde und nachsichtsvolle Gewogen- heit, wovon Sie mir in jedem Jahre einen sv s<meichelhaften Beweis geben, meine Dankbarkeit ausdrücken zu Éédnnen, al- lein es fehlt mir an Worten; do<h is meine Bewegung zu groß, als daß Sie an meinen Gesinnungen zweifeln könnten.“ Zu Vice: Prósidenten wurden der Baron von Sécus und der Graf Vilain XUU., zu Secretairen der Marquis v. Rodes und der Baron Baré de Comogne ernannt. Die Bittschriften-Kommission besteht aus den Herren von Schiervel, den Baronen von Pelichy, Dellafaille d’Huysse und Dubois, den Marquis von Rouillé, von Mooreghem d. Aelt. und von Haussy. - Mit der Entwerfung der Adresse sind der Graf von Merode, Marquis von Haussy, von Schiervel und der Graf von Balllet beauftragt. Die Sißzung wurde um ZL Uhr aufgehoben. In der Si6ung der Deputirten. Kammer an demsel-

ben Tage wurde die Kommissioi zur Prüfung der Vollmachten der neu erwählten Deputirten ernannt. Sie wird ín der mor- gen stattfindenden dffentlihen Sißung ihren Bericht abstatten. Um 32 Uhr wurde die Sibung geschlossen. Ueber die bei uns einzuführenden Eisenbahnen und Dampf- wagen berichten Îffentlihe Blätter: „Einige Versuche, die man in den le6ten Wochen mit Dampfwagen auf dec gewößnli- chen Landstraße gemacht, sind bisher nicht so sehr gelungen, als man es sih versprochen hatte. Bekanntlich sind in Belgien alle Straßen durchaus gepflastert, was allerdings mit den Englischen oder Deutschen Kiesstraßen verglichen, größere Schwierigkeiten darbieten muß. Diese Art des Transports dúrfte daher bei uns sobald noch nicht zu Stande kommen. Dagegen haben die Versuche mit einem Dampfwagen auf dem bereits beendigten Theile der Eisenbahn bei Vilvorde den Erwartungen entspro- chen, An dieser Bahn wird mit großer Thätigkeit fortgefah- ren, und bald wird der Brüsseler auf die bequemste und schnellste Weise sich nah Mecheln und Antwerpen begeben können. We- gen der Fortseßung der Eisenbahn bis an die Preußische Gränze und der Weiterführung Preußischer Seits bis nah Köln haben vor furzem Berathungen zwischen einem diesseitigen und einem jenseitigen Kommissarius stattgefunden, um sich über den Punêt, wo die Bahn die Gränze durchschneiden soll, zu verständigen. Eine wesentliche Frage ist natürlich, ob die Eisenbahn die Kosten ihrer Erbauung hinlänglich rentiren wird. Jn den Rheinpro- vinzen scheint man hierüber weniger Zweifel zu hegen, als in

_— Unsere politischen Verbindungen gewinnen mit jedem Tage ie neue Ausdehnung. Meine Regterung ist durch die meisten Mächte anerkannt. Vor einem Fahre wurden offizielle und gegen- seitige Verbindungen mit den beiden großen Mächten Deutschlands erdßnet. Sie werden mit Vergnügen vernehmen, meine Herren, daß die nämlichen Verbindungen mir Spanten, Portugal und dem Kaiserreich Brasilien begründet worden sind. Geslúßt auf die uns verbürgten Stipulationen, ill es uns gestattet, mit Ver- crauen auf die Zufunft zu bli>ken und unsere ganze Sorg- falt den innern Verbesserungen zu widmen Die Armee verdient fortwährend unser, Lob. Die Ausbildung - die sie fich erworden hat, und dèr Geisi, der se beseelt, geben uns die Ueberzeugung - daß sie ihre Schuldigkeit gegen das ui land nicht verleßen würde / wenn ein Aufruf an thren Muth statt- fände. Die Bürgergarde ift mit gerechten Ansprüchen auf die Dank- »aqrfeit ves Landes in ihre Heimath zurückgekebrt. Wir fbnnen auf ¡ihren Eijer und ihre Ergebenheit rechnen. Fch werde Jhnen die Entwürje über die Organisation der Reserve der aktiven Armee, 0 wie Über die Maßregeln mittheilen lassen, die Mir ndthig scheinen, zum dem Lande eine Vertheidkgungeslinie gegen Norden zu geben. Der Staat wird in einer weisen Verbindung seiner Vertheidigungsmittel cine bessere Bürgschaft seiner inabhängtgkeit finden. Fch werde 4 den Ausgaben für die Armee" alle Vekmiaderungen einführen , die mir einer guten Organisation und der Sicherheit des Staats Verein bar sind. Es ifi zu wünschen, daß Geseße über die Pensionen, Her die Befdrderang und Úber die Militair-Justiz der Armce die definitive Verfassung geben, auf welche sie Anspruch hat. Unsere Finanzen sio in einem befriedigenden Zustande. Die Ordnung, welche A rer Verwaliung herrscht, wird uns, wie Jch hoffe/ gestatten, allm lig wichtige Arbeiten von großer Nühlichkeit zu unternchmen. Vor- ‘<läge werden Jhnen gemacht werden, um einige unjerer, e (Heseße zu modifiziren; der Zwec dieser Modification ist, die Aufla- gen auf eine billigere Weise zu vertheilen. Ein Gesch wird Fhnen vorgelegt werben, 1m die Rechnungen der Jahre 1830 und 1831 Definitiv festzustellen. Fene von 1832 und 1833 werden provisorisch geordnet werden tönnen. Ewe strenge Sparsamkeit bet den dffent- li hen Ausgaben wird einc itéue Yerminderang der zusählichen e zime mbglih macwen. - Si? haven lich schon, meine Herren, y den Gesczen der Provinzial - und Kommunal- Organisation besch f- *¡at; das Land erwartet die definitive Bewilligung derselben 4 dex Session, die jeßt erdffnet wicd. Das Geseß Über den Ma cen Unterricht und ienes Über die Búrgergarde sind nicht minder dringettd. Belgien ift stets gastfrel zeroejen ; aber diese Gasifreiheit darf reine Wafe gegen das Land selbsi werden, Ein Spezial-Geseß aher die Alu :länder, das Jhuen unverzüglich vorgelegt werden soll, wird, in Berbindung mit dem Geseße Über die Auslieferungen,/ a r ¿weifel afte Welse die Rechte und die Pflichten der Regletung in ¿hrer Hinficht feststellen. Die Gesehe úber die gere »e O petenz, über die Fallimente, die Fristen, die Hypotheken B E birgerliche Prozeß- Ordnung erheischen wesentliche Modifica is un die Fhnen zu Fhren Berathungen vorgelegt werden tóntieit. - Zie inditjirielen und Handels-Fnteressen sind der Gegenstand der bejvii- dern Sorgfalt der Regierung gewesen. Unterhandlungen sind mit Frankreich eröffnet und bald werden deren mit andern Ländern fol- gen. Wir werden nah reiflihen Berathungen die Reformen beschließen, deren unser Mauth- Tarif fähig is. Ein kürzlich mit der Post-Verwaltung Großbritaniens abgeschlossener Vertrag hat die Berbindungsmittel zwischen jenem Lande und Belgien verdoppelt, und verspricht vortheilhafte Ergebnisse für den Handel. Die Ausë- führung der Eisenvahn wicd mit großer Thätigkeit betrie- ven. Bis jeßt hat man Grund zua hoffen, daß die Ausgaben anter den ersten Veranschlagungen bleiten werden. Zu derselben Zeit, wo der Handel und die Fndustrie sih mit je-

dem Tage mehr entwi>eln, regen die Wissenschaften und Künste

Belgien selbs, wobei man aber nicht vergessen muß, daß hier die Orangisten Alles aufbieten, um jedes nationale Unternehmen zu bekritteln, jedes Ansireben zu größerer Setbstständigfeit zu láhmen, oder zu hemmen. Wir halten alle Zweifel dieser Art für gänzlih ungegründet. Schon der bloße Personen : Trans- port wird einen bedeutenden Gewinnst avwerfen ; denn wenn jest schon auf den Straßen von hier na< Antwerpen und von dort und hier nah Lôwen und Lücttih fast zu jeder Stcunde des Tages und der Nacht Eilwagen ab- fahren, so láßt es si< voraus berechnen, wie «viel grô- ßer noch die Zahl der Hin- und Herreisenden bei erleich- tertem und schnellerem Transporte auf den Eisenbahnen seyn wird, Der Hauptvortheil aber wird aus dem Güter-Transport von der Schelde nah dem Rheine und umgekehrt hervorgehen. Jn Holland, wo man das Projekt einer ähnlichen Eisenbahn aufgegeben, scheint man dieses niht anzunehmen, wenigstens äußerte sich vor einiger Zeit in diesem Sinne ein Haager Kor- respondent in der Allgemeinen Zeitung, und zwar, weil Bel- gien aller Wahrscheinlichkeit nah in das Französische Zoll- und

rohibitiv-System hineingezogen, mithin sein Handel mit dem heine bis zu einer für Holland gar nicht zu fürchtenden Kon- kurrenz herabgebracht werden würde. Jener Korrespondent hat aber mit Unrecht angenommen, daß die Begünstigungen, die man sich hier von Seite Frankreihs zur Einfuhr Belgischer Produkte verspricht, Einfluß auf die diesseitigen Bestimmungen Über den Transithandel mit Deutschland haben würden. Was auch in Frankreich zum Vortheile der Belgischen Jndustrie er- langt werden mag, es wird Belgien nicht davon abhalten, den Handels - Verbindungen zwischen dem Rhein und der Schelde vermictelst der Eisenbahn die größtmöglichen Erleichterungen zu verschaffen. Belgien begehrt nicht, in die Französische Zolllinie eingeschlossen zu werden, was überhaupt weder zu wünschen noch auszuführen wäre, sondern es sucht mit Frankreich cinen Handelsvertrag abzuschließen, der ihm in seinen Beziehungen zu den andern Nachbarstaaten alle Freiheit eines unabhängigen Staates lassen wird. Daß man in Holland die Absicht, eine Eisenbahn bis nah Köln anzulegen, fahren gelassen, begreift sich aus der größern Leichtigkeit der dortigen Verbindungen zu Was- ser mit Köln, und aus dem einer Eisenbahn widersirebenden Interesse der Actionaire der Rheinischen Dampfschifffahrt. Auch Belgien, wenn es schon jest im Genusse der durch die Traktate zu seinen Gunsten stipulirten freien Schissfahrt auf den Binnen- gewässern wäre, würde vielleicht nicht an eine Eisenbahn gedacht haben, Da ihm abey diese Schifffahrt einstweilen versagt if, und jedenfalls von einem guten Vernehmen mit Holland ab- hinge, au<h mit Schwierigkeiten verbunden seyn würde, denen die Hoiätidische Schifffahrt nicht in demselben Grade unterworfen ist, so treten hier so überwiegende Rücksichten ein, daß man nicht mit Unrecht die Ausführung einer bequemen, möglichst wohlfei- len Verbindung zu Lande mit dem Rheine, ohne Berührung des Holländischen Gebiets, eine Lebensfrage füx Belgien ge- nannt hat.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 7. Nov. Vorgestern Nachmittag beendigte der Adelstand den ganzen Rest der von der Regierung geforder-

Cand.

philos,

werden. nur Karl 1. und Il. vor.

emar Nov der schönsten Hoffnung für die

nuswg hat begehen lassen.

standes, des Konsistoriums, des Röhr und des unmittelbaren H

derselbe nicht nur alle Fragen mi

Grundwahrheiten des reinen Ev F

müths beantwortete. Heute großen Saale des Großherzogl.

Jena durch ihre Deputirten und

| Theil. ral: Superintendent r. Röhr,

sen, in denen der Prinz stehe und {chafe Seines Durchlauchtigiten

nächsten Antheil hatten. nähere Kenntniß des Geistes und

Vaterlande Glück dazu. Rödh mar bei Hoffmann gedru>t) ist lener Wahrheit und eindringender stenspiegel.

Hannover, 13. Nov.

worden, wovon der eine an den

gerfuhr-, Servis-, ‘Portions- un würden. Der Magistrat unserer

stärktem Wachcdienst aufgefordert, lichen Bekanntmachung den Ung

eines Falles von der Bibliothek-Le München, 11. Nov. tung.) Allmälig füllt sich Münch

oder von Reisen heimkehrenden schaften. Jhre Maj. die Königin

zurückgereist, nachdem dro's gebracht hatte. Es ist ein ser bei der Belagerung von Po Grafen v. Vaudreuil, Französische

den Verlust erlitten. Dieser in seinem Z35sten Jahre, an den

die Affection des Gehirns, die ein Ursache seines Leidens gewesen sey. abgegangen.

Reichenhall gemeldet.

zu einer unbesiegbaren Hestigkeit g

ten außerordentlihen Staats- Ausgaben, indem derselbe, mit

darunter die sámmtlihen Saline

Vetiverfung det vom Ausschusse begutachteten Einschränk die K. Proposition in allen Stúcken annahm, bloß mit Ausnaßt, der Posten für Leuchtfeuer und Baken. 14

Es ist jeßt ein Norweger als Lehrer bei den jungen Sz nen des Kronprinzen in der Nortoegischen Sprache | mathematischen Wissenschaften angestellt; nämlich der bisheri Adjunkt an der Universität Christiania, Herr Otto Aug

Ein Norwegisches Blatt führt Beschwerde darüber dil an dem legthin in Christiania erbauten Depot und an meh; dffentlichen Gebäuden die Namen Karl XIV. angebracht worden, da do<h unter dem Nam?en Karl nie meh als zwei anerkannte Könige (der hochselige und der je6ige) j! ' Norwegen regiert hätten; man hoffe, daß dieses werde geän Auch komint in geschichtlichen Volks-Schriften dasel;

Deut\<lan d:

Großherzogthum, ist heute gefeierr worden, und dankbar blid, wir zum Himmel, der uns den Tag der Coufirmation Unfa jungen Erb- Großherzogs an einem Tage herrlich erfüllter Hy Gestern Vormittags von 16 big j Uhr war in den Privat-Zimmern der Frau Großherzogin j, Prüfung des ‘Prinzen dur<h Höôchstdessen bisherigen Religion Lehrer , Ober - Konsistorialrath Horn, in Gegenwart Höôchstd erlauchter Aeirern, des Staats-Ministeriums, des Landtags.Y

skand der Prinz auf die ausgezeichnetste Weise, indem Hôg mit der innigsten Theilnahme eines von ihnen ergriffenen (j

dazu im einfachsten kirchlichen Charakter eingerichtet war.

nahmen, außer dem Konfirmnaten, die Fürstlichen Aeltern, schon bei der Prüfung Anwesenden, das Ober - Konsistorium Eisenach, díe Universität und das Ober: Appellationsgericht jl

einzelnen Gliedern und ein zahlreicher Kreis von Datnen day Den eigentlichen Confirmations-Akt verrichtete der Beh

selbstverfertigtes Glaubensbekenntniß des Prinzen die eigentlih kirchliche Einsegnung an ihm vollzogen hatte, sprach er mit dringender Herzlichkeit über die Unerläßlichkeit cines frommen und edlen Sinnes in den eigenthümlichen Verhält

der Handlung nahmen die höchsten Herrschaften in der geri testen Stimmung die Glückwünsche der Anwesenden an. M gen findet die erste Avendmahls- Feier des Prinzen in Gem

Residenzschlosses statt. Die Feier dieser Tage -wurde du mehrere Gnadenbezeugungen an diejenigen verizerrlicht, well bisher an dem Unterrichte und der Erziehung des Prinzen dq Alle, die si) bei diese!

zen erwarben, seßen auf ihn die gegründetsten und erfreulidfen Hossnungen und wünschen sowohl den erhabenen Aeltern als va

L Man schreibt aus North ein 2M der Nacht vom Zten auf den 3ten und am Morgen d Zten d. M. sind hier zwei Brand- und Drohbciefe gefund

Bürger - Vorsteher gerichtet ist, beide aber den Mitgliedern d Magistrats mit Feuertod und der Stadt mit Verwandlung i Stein und Asche drohen, wenn angebliche Forderungen an Kri

Unglück gestürzten Sradt hat hierauf die

Drohbriefen angeführten Forderungen dargelegt.“

Dresden, 14. Nov. Hier starb der durch mehrere bibii graphische Werke rühmlichst bekannte Königl. Sächsische Heofral f und Ober- Bibliothekar, Herr Friedrich Adolvh Ebert, in Fol

Alter von 43 Jahren und 4 Monaten. (Aus der. Allgemeinen

die Frau Herzogin von Leuchtenberg mit ihrea beiden den Prinzen August und Max, sind von Tegernsee eingetr off Ihre Maj. die Königin Karoline wird heute, und Se. Mi der König morgen aus Jtalien erwartet.

Der Ritter von Bayard is nach Lissabon , reich beschent u er fich seines Auftrags entledigt un} Sr. Durchlaucht, dem Prinzen August, den 0 (

Schwert, dessen Werth ein rein historischer ist, da es der Ku k

Unser diplomatisches Corps hat durh den Tod des Her

heit gestorben, die ihn zulest, ungeachtet der sorgfälti, 4r L L; : ) gfältigsten ätzl lichen Pflege, in eine gänzliche Kraftrlosigkeit versenkte. May glaube, daß ein Sturz vom Pferde vor mehreren Jahren, un!

Kaum sind wix etwas von der traurigen Stimmung zur fominen, welche dev Brand der gewerbthätigen Städte Wundstede! utid Weilheim E Me ein neues Unglück dieser Arx aus Vestern kam hier durch Staffette dit Þ Nachricht an, daß die Stadt in cinem E Dele stehe. Es sey in dem obern Stock cines zu der Saline gehörigen Ge bäudes ausgekommen, und durch einen starken Südwind s<nel

dem die Ssamme den Holzvorrath der zroßen Salzwerke (man sag! 50,000 Klafter) ergrissen und in den Brand verwickelr habe, Alles was in der Richtung des Windes lag, war unrettbar verloren

nen wurden in furhtbären Wogen bis weit i die Landschäft hinausgeführt. Von der Stadt soll beim Abgange der Nachricht ungefähr die Hälfte no< gestanden haben, doch war der Brand noch nicht besiegt. Der Schaden an öffentlichem Eigenthume “quch die Salz-Magazine wurden zerstört) wird auf 13 Millionen iz Gulden angegeben, und der Verlust erstre>t sich auch auf die ett P benachbarte Saline zu Traunstein, die. aus Reichenhall die Sole Ein Leitungen bekam, welche nun zum Theil vernichtet sind. Frankfurt a. M., 13. Nov. Das Journal de Franc- hrercrt enthäst folgendes Schreiben seines Redacteurs des Herrn und Karl X[1Mzrofessor Durand aus Moskau, 25. Oktober: „An meine Nitarbeiter. Ihr verlangt Nachrichten. Jh habe Unrecht, h gestehe es, so selten zu schreiben. Aber wer sollte auch glau- Dien, daß man im Westland über gewisse Dinge vom Norden Ier belehrt seyn will. Meine Aufmerksamkeit, wie die aller gelt, is vielmehr darauf gerichtet, was bei Euch vorgeht; es f ein Glü, wenn man an Asiens Pforten ist, in fortlaufender P eenntniß von den Europäischen Dingen erhalten zu werden. Da ommen mir eben Französische Blätter unter die Augen mit so Ì punderlichen Neuigkeiten, daß ih darüber lachen mußte und mich Iun gedrungen fühle, auch ein paar Worte darüber zu sagen. ah sehe schon, wenn man noch so ferne ist, kann man doch Fehler verbessern, Wahrheiten herstellen. Jn meiner Beschrei- Mpung des Festes zu St. Petersburg habe ih nicht von dem nur, D vas sich dabei ereignet hat, sondern auch von den Menschen, die ih sah, gesprochen. Jch erwähnte dabei besonders des Eindru>s, den der Kaiser Nikolaus auf mich gemacht hatte. Seitdem onnte i<, da der Kaiser auf einer Reise begriffen ist, wie jeder \ndere seine Gewohnheiten, seine Art und Weise, beobachten. h habe gesehen, mit meinen Augen gesehen, wie der Kaiser éolaus beständig mit Post fuhr, begleitet von einem General dem Hrn. v. Benkendorf), am Tage zu den Musterungen, Ioachts zu Festen oder Bällen eintraf, seine Offiziere müde machte, D) daß sie nur in den Augenblicken ausrußen konnten, wo er Depeschen las oder beantwortete, und dabei stets thätig blieb, stets aufgelegt, es noch mehr zu werden; so habe i< den aiser gesehen, und konnte kaum begreifen, wie man so stark, vollgesund seyn könne, um Strapazen zu bestehen, die der usteste Körper nicht ohne Gefahr sich zumuthen dürfte. Da ese ih auf einmal im National und Courrier fran«ais einen uh von der Gazette copirten Artikel, der Europa in Kenntniß chen soll, der Kaiser Nikolaus sey krank, ja sterbend. Dieser Mráftige Heros, den wir vor Augen haben, er soll an einem Lun- N enúbel leiden, an einer Schwindsuche. Dieser starke Krieger nit der unermüdlichen Thätigkeit, er wird uns geschildert als Nin bleicher, hinfälliger Schwächling, den nur die sorgsamste M flege zu erhalten vermag. Dieser Reisende, dem man nicht pem man kann, der schon alles gesehen, und untersucht hat,

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Ein festlicher Tag, ein 2,

Residenz und für das agu

General - Superintendenten }), ofstaates. Diese Prúfunz 6

t der flarsîien Erfenntniß in y angeliums Jesu, sondern ay

fand die Confirmation in Residenzschlosses statt, welt

alle Landes - Kollegien in ih

und nachdem er auf er folgt

christ

denen er entgegenreife. Nu Fpenn man kaum erfährt, er sey angekommen offnung mehr haben, seine Gesundheit herzustellen, so daß man ihm onBerlin einen Arzt zuschicken will, der versuchen wird, der schwachen tbensfíamme noch einige Nahrung zu geben. Es würde Euch un- erhalten haben, zu beobachten, welchen Eindruck diese Mähr hier gemacht hat. Des Kaisers wahrhafc erschre>ende Thätig- eit hat alle Offiziere seines Gefolges und der auf den ver- schiedenen Punkten aufgestellten Truppen - Corps in endlose Be- egung verseßt. Heermusterungen in Rußland sind nicht ein hônes militairisches Schauspiel, von einem General vorbereitet, der alles so angrordnes hat, daß der Monarch sih des imposan- n Anblicks freuen fdônue. Hier kommandirt immer der Kaiser est und allein: zu Petersburg hat er Revue gehalten über (0,000 Mann, und -38 Stunden später fällt er, wie eine hombe, unter" andere 100,000 Mann, und läßt sle vor Mos- hu's Thoren an sich vorbei defiliren. Die Regimenter erfahren deli, der Kaiser fey da! alles muß bereit seyn; niemand eiß, welches Mandver er kommandiren wird. Viele Stunden U Deo, inspuire der Kalser die Nehen oer

Vaters in den Zimmern d

nlaß ein gn Prin

des Herzens

v's Confirmations- Rede (Vi ein MeisterstÜ> von unveth Herzlichkeit, ein währer Fi

Magistrat, der andere an drieger: i er zufrieden mit der Haltung, so zeigt cs Ol: die Megimentel, an welchen er, ohne zu

D voran le (n U mo: en es künftig besser. Von Moskau aus war die Richtung der d Leihhausgeldern nicht erf Weile ins Fnnere schon bestimmt. Auf einmal ändert der Kai- durch Brand schon so oft i Fer die ganze Reiseroute; die Städte, weiche ihn zuerst erwarte- Bürgerschaft zu va{en, sehen ihn zuleßt; andere, die ihn in einem Monat zu be- Übrigens aber in einer öffen Msen hofften, besucht er morgen, übermorgen. Behörden, Trup- rund der angeblichen, in diWßen-Corps, alles muß bereit seyn. An Postpferden darf cs nicht Mchlen. Regenwetter, |hle<te Wege, keinerlei Hindernisse inmen in Anschlag. Ein eiserner Körper und ein eiserner Wille das ist der Kaiser Nikolaus. Gewiß, er lächelte wohl, wenn gehört hat, daß er die Schwindsucht haben und einen Arzt on Berlin erwarten fell. Man hat in den Zeitungen ver- eitet, der Kaiser werde die südlichen Provinzen des Reichs nd die Hâfen am Schwarzen Meere besuchen. Diese Angabe oßne Grund, Nach einer Reise im Znnern des Reichs wird e, Maj. nächsten Montag (27, Okt.) nah Moskau kommen Und ih dann fünf bis sechs Tage später nah Petersburg bege- n. Lebt wohl! Jch werde Euch öfter schreiben, als zeither; Md fühle, wie es mir Bedürfniß ist, bis ih das shdne Deutscl- and wiedersche, und die reizenden Main-Ufer, und den Taunus nit dem Doppelgipfel, und die la<henden Boskete Frankfurts, Wie nicht vergessen kann, wer sie einmal gejehen hat. Ch. and.

rügen, vorbei reitet,

iter, am 11. Nov., in einen

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en wieder mit den vom Can! hohen und hôchsen Heri co os» Cr 0 DK, Anh Therese, Jhre Königl. Hol

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17 1

en Degen Dom ‘P: ganz einfaches, gefrúmmici F

De terre O E Wien, 12. Nov. Se. Majestät der Kaiser haben dem Prâsidenten der allgemeinen Hof: Kammer, Grafen von Klebels- Verg, die von demselben wegen seines s{<wankenden Gesundheits- distandes gewünschte Dienst- Entlassung bewiiligr und ihm bei Wieser Gelegenheit das Großkreuz des Ka.serlichen Leopold - Or- Pens bewilligt.

Jn Prag starb am 30sten v. M. der als talmudischer Schrift- ller berúhmte Ober- Rabbiner von Böhinen und erste Ober- urist der Fsraelitischen Gemeinden, Rabbi Samuel Landau, m 82sten Jahre seines Alters.

rto getragen.

n Gesandten, einen bedeuten ausgezeichnete Diplomat il Folgen einer langen Krat

e Folge davon war , die erst

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E Am 9ten d. ist hier der rühmlichs bekannte Kupferstecher : Jtalien. Friedrih Fleijhmann im 44sten Jahre seines Alters mit Tod:

P Turin, 5. Nov. Gestern sind JJ. MM. neb der Prin- essin von Savoyen-Carignan nach Genua abgereist. Einer der bessern jeßt lebenden dramatischen Dichter Jta- tens, Graf Giovanni Giraud, ist vor einigen Tagen in Nea- del mit Tode abgegangen. Perugíia, 28..Oft. Am Abend des 25sten d. M. kamen e, Majestät der König von Bayern auf der Rückreise aus Bom durch Perugia, um si< na< der reizenden Villa der edeln | Dawilie Florenzi in Ascagnano zu begeben. A E esteigert worden, zumal nad | D s Lissaboñ, 24. O Es war vorhetzusehen, daß Pie Nachricht von dem Tode Dom Pedros bei der besiegten und n-Gebäude, und die Fla Perdrückten Partei neue Hoffnungen, in Folge dieser Hoffnun-

der soll feine.

1303

gen eine Aufregung, und in Folge dieser Aufregung veteinzelté i

Ausbrüche hervorrufen würde. Jn der That ist diese Aufregung nicht ausgeblieben, und in der Deputirten: Kammer sind die ge- heimen Verbindungen und Zusammenkünfte zur Sprache gekom- men, welche an der Gränze von Tras os Montes und Spanien {eien den Mißvergnügten beider Länder stattfänden. Jn der Nachbarschaft von Lissabon selbst und unweit Cintra wurde der Major Brederode, ein bekannter Offizier der Armee Dom Mi- guels, in Begleitung eines Capitains, eines Mdnches und noch einer anderen Person verhaftet, die sämmtlich bewaffnet zum Auf- stande anreizten. Zu Tentugal legten ehemalige Königliche Frei-

willige einem Mitgliede des bekannten akademischen Corps einen Hinterhalt und ließen selbigen für todt auf dem Plaße. Aehnliche Vorfälle hatten auf mehreren Punkten

stattgehabt, und die Räuberbanden wurden zahlreicher. Den Be- weis, daß diese Symptome die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich gezogen hatten , lieferte bereits der in meinem leßten Schreiben erwähnte, von der Regierungs- Zeitung beantwortete Antrag Saldanhas in der Deputirten-Kammer, in gewissen Thei- len des Königreichs die Bildung der National-Garde zu suspen- diren, um den Anhängern der gestürzten Regierung die Gelegen- heit, sich eine geseßliche Organisation zu geben, zu entziehen. Die Regierung hat indessen seitdem noch einen entschiedeneren Schritt, in Folge jener Besorgnisse, gethan, und der Herzog von Pal- mella hat der Deputirten-Kammer einen Gesez-Vorschlag vorge- legt, wona<h Dom Miguel ‘(der hier als Ex- Jnfant qualifi- zirt wird) sammt seiner Nachkommenschaft des Thron- folgerehts beraubt und aus dem Königreiche verbannt wird. Jeder Versuch, dahin zurü>zukehren, soll als Hoch- verrath angesehen, und derselbe im Betretungs- falle, sammt allen denjenigen, die ihn begleiteten, oder sich ihm angeschlossen hätten, binnen 24 Stun- den standrechtlih abgeurteit werden. Als charakteri- stisch hinsichtlih der Stimmung der Deputirten - Kammer, und als Beweis, wie sehr diese Versammlung Partei-Jnstrument ist, muß bemerkt werden, daß selbige diesen, zum mindesten gesagt, herben Antrag mit einem einstimmigen „Unterstúßzt‘“ aufnahm, und ihn, zur eiligsten Bericht-Erstattung darüber, an die Gese: gebungs-Kommisiion verwies, die dabei zu beurtheilen hätte, ob aus einem ähnlichen früheren Antrage des Abgeordneten Silva Sanchez nicht die weitere Bestimmung noch hinzuzufügen sey, daß die Behôrde, die das Todesurtheil nicht sofort, und innerhalb der vorgeschriebenen 24 Stunden, habe vollstrecen lassen, selbst die Todesstrafe ver- wirft habe, und summarisch und standrechtlich abzu- urteln sey. Offenbar sind diese blutdürstigen Bestimmun- gen, die wahrli<h wenig mit den Fortschrirten in der Civi lisation, welche die herrschende Partei stets im Munde führt, úber- einstimmen, mit darauf bere<hnet, bei Dom Miguel persönliche Furcht zu erregen, und ihn dadurch von eigenen Versuchen auf dem Bo- den Portugals abzuhalten. Zugleich aber muß der ruhige Beob- achter zugleih darin einen Grad von Leidenschaftlichkeit erken- nen, der kaum cinige Aussicht auf eine einigermaßen nahe Aus- söhnung der beiden Parteien übrig läßt, die jeder wahre Por- tugiesische Patriot doch um so heißer wünschen müßte, als selbige si gegenseitig hinsihili<h ihrer inneren Stärke ungefähr das Gleichgewicht halten, und ihr dumpfer oder offener Kampf da- her wahrscheinli noch lange fortdauern wird. Für den Augen- blicé indeß und so lange noch die Verhältnisse fortdauern , wel» che die Partei Dom Miguels, ungeachtet des Besizes einer or- ganisirten Armee und mehrerer festen Pläße, den Karpf aufzu- geben, veranlaßte, dürfte jeder Versuch einer neuen Schild - Ér- hebung von Seiten der unterliegenden Partei durchaus unzeitig erscheinen, und ein persönlicher Versuch Dom Miguels, der die Einbildung der hiesigen Regierung zu beschäftigen \{heint, um v

weniger vorherzusehen seyn, als dieser Prinz unter den jest bestehenden Umständen niht wie sein Bruder mit einer organisirten Expedition, sondern nur gewissermaßen

sich einschleichend und mit wenigen Begleitern den Boden Por- tugals erreichen könnte, er môchte nun von der Land- oder See- Gränze aus in dieses Königreich einzudringen unternehmen ; wo- bei ihm, bei einem Versuche Úber das Meer, der doppelte Um- stand, daß einmal die heftige Brandung des Oceans nur das Landen auf einer sehr beschränkten Zahl von Hafen-Punkten ge- stattet; und dann, daß die Bevölkerung der Küste im allgemei- nen vorzugsweise der jeßt herrschenden Partei zugethan ist, noch besondere Schwierigkeiten in den Weg legen dürfte. Das Ausscheiden des Admirals Napier aus dem Portugiesischen Dienste und die Art und Weise, wie selbiges stattgefunden, ha- ben hier viel Aufsehen erregt. Die Sache selbst war von den- jenigen vorhergesehen worden, die den Portugiesischen National- Charakter, und die demselben cigenthümliche Abneigung und dar- aus entspringende Undankbarkeit gegen Fremde überhaupt kann- ten. Allerdings mag Napier in seinen Geldforderungen nicht immer eine besondere Uneigennügigkeit an den Tag gelegt, und Portugiesische Titel und Orden nicht als eine genügende Beloh- nung jeiner Dienste angesehen haben. Groß waren aber jeden- falls diese Dienste, und selbst der Degen Saldanha’'s dürfte nicht so viel dazu beigetragen haben, eine wirkliche Krone auf Donna Maria's Haupt zu seßen, Der Abgang Napiers wird übrigens der hiestgen Regierung den Vortheil gewähren, daß da- dur< cine Reduction des jetzigen See-Etats crleichtert wird, der biéher monatli<h 200,000 Crusaden kostete, und außer Verhält- niß mit den Finanz-Kräften des heutigen Portugals ist. Als bemerkenswerth habe ich schließli<h no<h zu erwähnen, daß das Französische Präfektur- System, dessen Einführung Dom Pedro versucht hatte, selbst bei dêr herrschenden Partei die lauteste Mißbilligung findet, und ohne Zweifel unverzüglich und sehr wesentlich modifizirt werden wird. Die Portugiesen, an kollegia- lische Verwaltungs Behörden gewöhnt, scheinen diesen unbedingt den Vorzug zu geben,

Beine Staaten voi Nord Anctrita

New-York, 16. Oft. Jn einer hiesigen Zeitung wird über einen Aufstand in Philadelphia, der bei Gelegenheit der neuen Wahl zum Kongresse |kattfand, Folgendes berichtet: „„Ïn dem Distrikt Southwark war ein furchtbarer Aufstand. Es sollen an 5900 Perfonen aus dem Pôdbel versammelt gewesen feyn, die zun Theil mit Pistolen und Dolchen bewaffnet waren und es ist viel Blut geflossen. Drei Häuser wurden bis auf | den Grund niedergerissen und einige andere angezündet. Man |

erzählt, daß zehn Personen Schußwunden erhielten, woran schon einige gestorben sind. ‘/

Ein anderes hiesiges Blatt theilt noch folgendes Ná- here hierúber mit: „Die Stadt Philadelphia is der Schauplat; eines hôchst abscheulihsten Aufstandes gewesen, wobei mehtere Personen ihr Leben verloren haben. Nach dem Schlusse der Wahlen in Mopamensing wurde ein Angrisf auf mehrere Häu- ser gemacht, die einem „„reuigen‘“/ Anhänger Jackson's gehörten. Mehrere von dieser Partei hatten gesucht, < darin einen Stand

während der Wahlen zu verschaffen, allein sie waren von deti Whigs in Besiß genommen, die auf das Volk feuerten und meh- rere tôdteten und verwundeten. Als hierauf die Angreifer eine bedeutende Verstärkung aus Kensington erhielten, stürmten sie die Häuser und zündeten sie an. Jn den Bezirken Locust und North Mulberry herrschte den ganzen Tag Über die größte Verwirrung. In lebterem konnten die Alten und Schwachen nicht dazu kommen, ihre Stimme abzugeben, und diejenigen jungen und starken Leute, welche es versuchten ihr Recht der Abstimmung auszuüben, mußten gewärtig seyn, daß ihnen die Kleider vom Leibe gerissen oder die Glieder zerbrochen wurden. Sie waren genöthigt, um zu dem Fenster zu gelangen, Über die Köpfe mehrerer hundert Men- schen, die in eine di<hte Masse zusammengedrängt standen, hin- weg zu gehen, und wenn sie auf diese Weise endlich das Fen- ster erreicht hatten, so wurden sie wieder hinweggerissen, ehe sie ihre Stimme abgeben konnten. Vielen wurde dies Stimmen- reht höchst verderblih. Bei dem Aufstand in Mogamensing am Abend nach der Abstimmung wurden 18 Personen verwun- det, und darunter mehrere tddtlih. Es ist bis jeßt unmöglich, über die Veranlassung zu diesem Aufruhr etwas Bestimmtes anzugeben, indem die Nachrichten zu widersprechend sind. Fünf dreistôfige, massive Häuser sind ganz durh das Feuer zerstört, die Möbel auf die Straße geworfen und in Stücke zerbrohen. Es waren wohl an 5000 Personen versammelt. Alles dies ereignete sih unmittelbar vor dem Hause, worin die Wahlen stattgefunden hatten. Nach Beendigung der Wah- len erschienen in Southwark 15 bis 20 Individuen und warfen mit Steinen auf eine Versammlung von Whigs, von denen sie jedoch zurä>getrieben wurden. Die Whigs fällten darauf den Baum, der vor dem Zelte der Jacksonisten stand und zerstörten dieses Zelt. Unterdeß kehrte die Jackson-Partei, 500 Mann stark, zurück und verjagte die Whigs mit Steinwürfen. Wäh- rend dies geschah, fiel aus dem oberen Sto>kwerke eines Hauses ein Schuß, dem sogleih 15—20 Schüsse folgten, wodur) meh rere Personen verwundet, aber Niemand getödtet wurde. Nach der Vertreibung wurden die Möbel aus dem Hause, woraus der erste Schuß fiel, von den Jackonisten um den Freiheitsbaum geftellt und verbrannt. Darauf begannen sie die Zersidrung des Hauses und zündeten es zuleßt an, so daß es nebst drei anderen bis auf den Grund abbrannte. Die zur Rettung herbeieilenden Feuerleute wurden mit Gewalt an der Ausübung ihrer Pflicht verhindert, wobei mehrere derselben schwere Verletzungen erhiel: ten. Die Jacfsonisten behaupteten ihre Stellung, bis das Werk der Zerstörung vollbracht war.“

‘Philadelphia, 29. Sept. (Leipz. Ztg.) Der Mangel an baarem Gelde nimmt in den Freistaaten {hon merklich ab. Sonst circulirte das Gold fast gar nicht, besonders wegen eines veralteten Geseßes, nun aber hat die Regierung ein neues Ge- seß, ein legal iender. erlassen, welches die gewöhnlichen Zah- lungen in Gold festsezt,. Glücklicherweise konnte auch die Staats; múnze (welche si< in Philadelphia befindet) außergewöhnlich; thätig sein; denn das Ausbringen dieses Metalls ist unglaublich gestiegen. Im Jahre 1832 wurden 600,000 Dollars aus inlän- dischem Golde geschlagen, im Jahre 1833 aber eine Million. Man prägt ganze Adler à 10 Dollars, und halbe Adler. Jm laufenden Jahre werden wahrscheinli<h nahe an zwei Millionen Dollars ausgeprägt, \so außerordentlich ist die Ausbeute der Goldminen gestiegen, Zu keiner Zeit konnte diese besser das Land unterstüßen als jeßt, wo der Präsident mit seinem Ver- fahren gegen die Bank tausendfache Verluste und Verlegenheiten veranlaßt hatte. Jn diesem Jahre hat man besonders reiche Goldgänge in Virginien entde>t, die shon bebaut werden und vorzüglicher als die Übrigen zu rentiren versprechen. Einige Län- derei- Besibungen sind dadur in ihrem Werthe auf das Dop- pelcte und Dreifache gestiegen.

Dkindien:

Die Amerikanischen Fregatten, der „Peaco>‘“ und der ¿Boxer‘/, welche seit 15 Monaten die Küsten des Orients und die Jnseln der Südsee besuchen, und überall Handels - Verträge für Amerika abzuschließen sch bemühen, haben im Anfange die- ses Jahres den Hafen von Maskate besucht, wo sie mit dem Imam über eine Erlaubniß, ein Amerikanishes Comtoir auf der dem Jmam gehdrigen Küste von Zangebar anzulegen, unter: | handelt haben. Sie erreichten ihren Zwe>, und die Ostindische __ Compagnie schi>te sogleich die Fregatte „Jmogene“/ ebendahin, um von dem Jmam ein gleiches Recht zu verlangen, was er um so weniger verweigern konnte, als er seinen gegenwärtigen Besikz dieser Küste den Engländern verdankt, denen sih im J. 1828, bei Gelegenheit der Expedition des Capitains Owen, der hauptsächlichste Theil derselben freiwillig untergeben hatte. Owen hatte einen seiner Offiziere zum Gouverneur ernannt, aber die Englische Regierung re: stituirte die Küste dem Jmam, auf die erste Nachricht von dem, was sich begeben hatte, wieder. Der Jmam hat auch der Compagnie die verlangte Erlaubniß gegeben, auf der Jnsel Socot-,eg ein Depot für Steinkohlen anzulegen, dessen sie für die Dampf: schifffahrt zwischen Jndien und Suez bedarf. Die Compagnie hat die Jusel nautis< aufnehmen lassen, und hinreichend gute Landungspläbe gefunden, auch die Einwohner haben sich gefälli- gec gezeigt, als man erwartet hatte. Diese große Angelegen: heit ist jedoch no< keineswegs im Reinen. Der General-Gou- verneur hat jeder Compagnie, welche Übernehmen wollte, jähr- lih vier Reisen von Calcutta nah Suez und zurú> mit dem Dampfboote zu unternehmen, ein jährliches Prämium von 30,000 Pfund Sterling auf fünf Jahre versprochen, während man den Capitain Chesney nah Syrien geschi>kt hat, um zu versuchen, die von ihm vorgeschlagene Linie von Dampfböten dur< das Persische Meer, den Euphrat und den Orontes, einzurichten. Allein diese macht einen Kanal zwischen dem Euphrat und dem Orontes nothwendig, wozu die Umstände in Syrien nicht günstig sind, und die lange Flußschifffahrt zwischen Ufern, die von einer feindseligen und räuberishen Bevölkerung bewohnt sind, wird diese Linie immer unsicherer machen, als die auf dem Rothen

Meere.

_Die innere Auflôsung der no< unabhängigen Indischen St4g- ten schreitet in einer Progression fort, welche das Englische Gou vernement in große Verlegenheit se6t. Während der Rath von

z A H O ob er sih des Königreichs Aude bemächtigen

soll, macht die Anarchie in den Staaten des Scindiah , des les: ten unabhängigen Mahrattischen Fürsten , beunruhigende Fort- schritte. Man erinnert sich, daß der gegenwärtige Radschah vor einem Jahre die Regentin , welche ihn adoptirt hatte, mit Hülfe der aufrührerischen Truppen, vertrieben hatte, und von der Engli: schen Regierung, in Folge des Grundsatzes der Nicht-Jntervention anerkannt worden war. Der Minister der Regentin, Munní Ram Sett, einer der reichsten Banquiers von Jndien, wollte un- ter dem jungen Radschah die Administration nicht mehr Überneh- men, ließ sih aber durch die Bitten des Englischen Residenten und die Zudringlichkeit des Radschah überreden. Er sah jedo bald,