1834 / 332 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

C S EETTETT

im Stuhmschen Kreise geleaenen Guctantheile :

von denea jeder Gutéancheil besonders ausgeboten werden soll, find zur nothwendigen Subhastatien ge- stellt, und iff| der GBietungs-Termin auf

Vormittags um 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn A A SSON Lee Walter hierselbst angeseßt worden.

ubrigens jederzeit in der hiesigen Ober-Landesgerichts- Registratur einzusehen ; etwanige besondere Kaufdedin- Mgen sollen in dem obigen Termine bekannt gemacht werden.

a)

Maler von Aurel Robert aus in seinem Bilde, das Jnnere der Markus - Kirche zeigt hat, daß anch dieser Zweig der Malerei Au¡fassung fang 20,

die in solchen Rd / der Farben und des Lichts guf dem einfachsien und kürze cben den Meiser.

_ Ein Bli von hier auf audere Bilder kann nicht vortheilhaft für fle seyn, namentlih wird man inne, nas Quaglio, bei allen seinen Vorzügen einer genauen Zeichnung, dennoch fehlt. Seine Bilder entbehren der Farbe, wieviel mehr denn des Far werden trocken und unerfreulich gcnießbar. ger Schlosses; dagegen fanden wir scin Bild des wovon fich auf der Ausstellun farbiger und von angenehmerem Vortrage. Bilder oft selb in wesentlichen Theilen dev Zeichnung nicht immer so genau find, als es nach der großen Ausführung scheinen (ote Ut 77 70

Bewegung uns Übrigens nicht cinleuchten will, in glänzendem Blau Gesebr, es könnte dies wahr seyn, #o verbieten sich

gemalt find. do< gewisse äußerste Fälle schon darum dem M Besehaner nie glaublich crschcinen und also

Wirkung machen, als eine gemäßigtere Auffassung. Es ist hier im-

mer die alte, schon von Aristoteles o

der Wahrheit und Wahrscheinlichkeit in der Kunst: daß man lieber das ellen solle, wenn es nur wahrscheinlich sey, als das

Unmögliche darstelle Mögliche, ia Wirkliche, wenn es unwahrscheinlich

Lich , daß in der Natur die seltensien und außerordentlichsten Be- uchtu und z oft am meisten gefallen, zumal , weil sie hier nie den Zweifel der Unnatürlichkeit und Unwahrheit gegen sich

Ileuhtungen und Formen

haben können: aber dies Verhältniß kehrt h ganz um.

__ Das eben betrachtete Bild führt uns zu den uen über. M L

bewegt; wenn wir aber ganz unverhohlen unsere

äußern sollen, so scheint hier gleichsam noch nicht der Moment ge- ott die Wasser Über der Veste von den Wassern un- ter der Veste schied, denn Meer und Luft scheinen sich hier de: Sukt- tanz nach zu nah verwandt, die Wolfen zu schwer und das Wasser zu leicht und luftig. Eine Darstellung des ruhigen Meeres von die- {em Künstler ziehen wir daher weit vor; noch mehr aber gefällt cin

Eorimnen, wo G

später ausgestelites Stúc, gleichfalls ruhiges Meer

aren Morgenhimmel, mit einem Markt am Strande und vielen schr chlt es dem grünlichen Meerwasser auch

interessanten Figuren. Hier nicht an Schwere und Substanz, aber dic anroll noch nicht recht in allen Theilen bewegt.

fe aber nicht bald vor der ankommenden Welle fl hier tüchtig durchnäßt werden.

Von dem ausgezeichneten Marinemaler Dahl in Dresden er- Die eine davon zetgt

hielten wix zwei groge nordische Landschaften. uns einen Schiffbruch an der Norwegischen Küste.

ner pon hohen Felsen eingeschlossencn Meeresbucht; es is früher Moen, desscx rother Schein nur mühsam durch die di>en noch in wildem Aufruhr begriffenen Wolken hindurhbrechen kann; das Schif mit zerbrochenen und gekappten Masten is auf den Strand gelau-

fen , Lootsen und Schiffer sind mit der Rettung

das Meer tobt noch fort und wälzt seine sürzenden Wasserberge ge- Aus diesem Bilde könnten angehende Seemaler viel

Wellenschlag is hier bis ins Kleinste beobachtet ] t scheint ihm do<h noch etwaz zu fehlen, nämlich die wahre Bewegung, wohin wahrscheinlich eine lcichtere

gen die Küste. lernen, denn der und studirt; als Bud aber

Behandlung eher geführt haben würde. Wellen sahen wir unter neueren Malern noch von

von dem Holländer Schotel, der nur leider diesmal nicht beisteuerte, und scin Landsmann Koe>oe> kann ibn feineswegs erseßen. Das

andere Stuck von Dahl bildet den

Kongsherg in Norwegen ab, ein Bild, das sehr

und cben so feine als wahre Farben hat , im Ganzen aber doch fúr

i } fa Besonders nachtheilig wirkt dic därftige und charakteclose Behandlung der Felsen im Vor- cin Blick auf das daneben befindliche Gemälde von Watelcet macht dies Verhältniß

seine Größe kaum JFnteresse genug bietet. dergrunde, woran auch das andere Bild leidet - besonders deutlich.

Die Marinen von Karl Schulz erhalten si immer dur< cinen einfachen Natursinu ihren Werth; einen neuen See-Maler erbli>en wkr in cinem jungen Dilettanten, Herrn A. W. Esperstedt, dem

cine mäßige Bewegung des Meeres schon re

Die Architektur -Malerei zeigte sich diesmal nicht sehr z3blreich ; von Gärtner haben wir einen hübschen Stadt-Prospeft

und von Fohann Karl Schulz

H das Fnnere des Múnsters zu Straßburg

und des Doms

Wir halten besonders das legtere Bild für sehr gelungen, nas

mentlich is das alte HKolzwerk der

{hein auf dem Fußboden mit großer Wahrheit vorgestellt, da- der Hdôhe der Gewölbe an Reflexen und an

wodurch ja doch dergleichen Fnterieurs ers ihr wahres IFn- Aber weit übertroffen wurden unsere Architekkur- Neuchatel , welcher in der That

gegen fehlt es in Luft, teresse erhalten.

umen herrscht;

; ; r und fast nur noch) Dies gilt besonders von seiner Ansicht

u Zuvödrderst sehen wir von Krause eine Anzahl von Bildern, welehe das im Sturm bewegte Meer darstellen. Es if wirklich

L 1 be Besonders gelungen is der nasse Sand, auf dem cine städtische kleine Familic spaziert: wenn

e 1 | ciner c<t poetischen | 452. Hter spricht die wahre Stimmung entgegen, ; hier sind Fie gebeimsten Spi:-le mit Sicherheit hingestelir, Alles is sten Wege gegeben, und dies macht ja

Cous. 35 pr. compt. 914. Cortes 551, Holl. 212 523, 52 985

E E j . D e Z v ® . A M ij T“ Q .

Frauenburger Doms, Port. 86. Engl. Russ. 1061, Columb, 314. Mex. 414. Belg. 982 Griech. —. Bras. 782, :

g nur eine gute Kopie b: findet, schon Daß úÚbrigens Quagliv's

1348

uns ant zwei Bildern aus Danzig recht klar geworden. Auf der Dar- ftellung des langen Marktes is unter andern die Spite des hochra- genden Rathhaus- Thurmes völlig ungestaltet , sowohl dem Ma-

95 70. aler, weil sie dem

ist. Sehr begreif- | weiser Unwahrheit und Uebertricbenheit der Farbe. Htnbe gab uns einen Stadtprospekt aus Prag, wohin wir unsere Prospektma- ler sämmtlich shi>en möchten. Man sieht aus dem Garten des Jesuiterstifts auf die große Moldaubrücke nah der Kleinseite und dem Hradjcyin hinüber, aber das Majestätische und fast Unver- gleichliche dieser Lage leuchtet aus dem Bilde noch wenig hervor. Von Hasenpflug schen wir den Halberstädter Dom, mit Ver- ständniß der Architektur und vielem Fleiß gemalt: aber eine malerisciie Wirkung wußte der Künsiler seinem Werke nicht zu geben; es fehlt an Luft und an Belebung der Flächen, namentlich aber auch an Allem, wodur das ehrwürdige Alter anschaulih werden könnte. Viel erfreulicher sind die diesmaligen Leistungen von Roch, welche cinen schönen Farbensfinn und zunehmende Technik offenbaren.

Wir haben noch die Thiersiü>ke Übrig, und gerade hier ist viel Beachtenswerthes geleistet worden. Än weidendem Rind- vich, baid satt im weichen Grase hingestre>t, bald in die frische Bergluft hinausbrüllend , hat man reiche Auswahl; auch in vielen Darstellungen stebt man das edle und das gemeine Pferd, das in Fülle der Kraft und des Muthes siroßende und wiederum das allen MÜh- salen erliegende. Der leßtern Art wurde ganz zum Schluß noch ein bôchst vortreflihes Bild von Adam ausgestellt Zi> gab schönes Hochwild, auch sah man allerliebste Darstellungen der zahmen Ka- O) und wiederum recht gelungene von grimmigen Wölfcn und Bären.

Der Blumenstúcke gab es nicht viele; aber der bekannte Blumenmaler, Prof. Vdlêer, gab ein großes Frucht - und Blu- men-Gemälde,- das init seiner Pracht, Wahrheit und einfachen brei-

nachher tim Bilde

eigentlichen Se e-

My. Hoguet

Meinung darüber d’Artlhur.)

bei einem s{<ônen,

ende Welle scheint Gastrolle.)

Úchten, werden sie kleiner Jrrth suzzo, Schau E, aupach.

Wir sind in et-

ten Behandlung dieses Feld sehr würdig, und in der That hinrei- | wirkun chend, vertritt. Gr. erster

E E S E E ranzösischen Meteorologis<he Beobachtung. s A

i834. | Morgens Nachmitt. Abends | Nach einmaliger 27. Novbr.| 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

Luftdru>.. 334,7 o ’Par.|334, 75 "Par. /334 s 8 Par .fQuellwärme 8, 7 ® M.

beschäftigt. Aber

viele Verdienste, ——————————— —— | ten.

Berliner Börse. Den 28 November 1834.

Amtl. Foods- und Geld-Cours-Zettel. (Preufr. Cour.)

|Zf.\Brief|éœcid.l (Z/ Brief. eid. MAGRS A Da H SUGANERIG A APRST E SSVECMENGRASGET ¿ s St. - Schuld - Sch. | 4 (10) | 991 JOstpr. Pandbr. | 4 1012 1005 | 16 Sgr. 3 Pf. l’r. Engl. Obl. 30. 4 | 961 | 952 Dpomm. do, I O aane Gerne T 4 <t wohl geräth. Präm. Sch.d.Seeh.|—-| G05 | 60; [Kur-u, Neum. do.| 4 1063 | Kurm. Obl. m.1.C.| 4 | 992 | 991 ISchlesische do.| 4 | 1052 A Neum.fnt.Sch do.) 4 | 99) Rkat.C. d.K.-u. N! —! (73° | 1 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf.; ; F erl. Stadt - Obl.| 4 | 98 | 994 [Z.-Sch. d. K.-uN|—| | 73 ju Königsberg, | Königsb. do, | 4 | 98) | E Eibing. do, 45 985 | Holl. vollw. Duk. \—| 171 | Rtbl Gesiühle und der Sonnen- | Danz. do. in Th.|—| 371 | —. Neue do.| --| 184 | 18 auch 1 Rthlr. Weztpr. b'fandbr.| 4 [1015| fjFriedriehsd’or . . |-—| 132 | 131 Znd 27R Ii Grosshz. Pos. do.| 4 ¡1022 | [Disconto .. ….. S à stnd 778 Wispel.

Auswärtige Börsen. ( Amsterdam. 23, November, Niederl. wirkl. Schuld 321, 52 -. Kauz-Bill. 2218. Spau. 52 35 dito —. Cortes 412. Vesterr. —.

Z Antwerpen, 22 November. Opa. 55 45 38 27? Guebhard 45. Zingl. 155. do. Coup. 26. Neap. 89. Belg. 972, Oesterr. 1015. Frankfurt a. M., 25. November.

zu Venedig, ge-

j Das Faß Richter gegen Cortes 403, 9 Un Bras. 78.

Vesterr 55 Metall. 998, 99,2. 48 97. I 212532 Br

. Le . G . . A“ A Bi] V:

15 235%. Br. Bank-Actieu 1529. 1327. Part.-Ublig. 1394. 1387. Loose zu 100 G. 209. G. Preuss. Prüm.-Sch. 99/. 994. dóô., 42

Anl, 947. Br.

u Holl. 53 Oblig. v. 1832 9615, 965. Poln, Loose 673. my.

96 Span, Rente 44, 432, 32 do. perp. 26. 252, Londou, 21. November.

benschmelzes; fie dem Axchiteften des Marienhur-

| Paris, 22. November. 55 Rente pr. compt. 105. 95, fin cour. 106. 5. fin cour. 77, 80.

D». 95, 5 Pr. compt. 5& Neap, pr. compt. 95. 60. fin cour.

55 Sp Schuld 157. Guebhard 45;

Benefiz: Vorstellung, Posse in 1 Akt und in 5 Abth. Un Spiegel des Tausendschôn, Burleske in 1 Akt, von C. Blu

Im Schauspielhause: Représeutatiou extraordinaire , bénélice de Mr. Francisque , le spectacle se com 1) Une heure de mariage. par Mr. Etienne. actes, par Mr. Halevy. les premiers sujets du ballet.

Montag, 1. Dez.

Dienstag, 2. Dez. des Herrn C. P. Lafont, Ritter der Ehren-Legion y ammer-Virtuos des Kaiserlich Russishen und Königl

oder : Das liedecliche Kleeblatt, Zauberposse mit Gesang in 3 At

Musik von Auber.

25 Sagr , (shle<te Sorte) 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.

Branntwein 26 Rthlr. Branntwein 25 Rthlr. 15 Sgr., au<h 24 Rthlr. 15 Sgr.

Der Scheffel 25 Sgr., au<h 15 Sgr.

an. Rente 433.

comédie en 1 acte et en

2) Le Sanveur, vaudeville nouveag en

(Dans la pièce du remplira, pour cette fois seulemeut,

anges 1 Rthlr. 2c.

Im Opernhause: Fra Dia

um, Lustspiel in 1 Akt, von L. Angely. Im Schauspielhause: Corona von Eu spiel in 5 Abth, nah einer alten Novelle, wy

Jm Opernhause: Konzert, unter Mit

Hofes.

m Schauspielhause: Französische Vorstellung.

Königstädtisches Theater. Sonnabend, 29. Nov. Der bôse Geist Lumpacivagabun

Markt-Preise vom Getraide. Berlin, den 27. November 1834.

; Roggen 1 Rthlr. 15 Sgr, auch 1 Rtblr. 10 & Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. d Sgr. 8 ÿ

leine Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr., auh 1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf.; Hit 2K Sgr. 2 Pf., auch 21 Sgr. 3 Pf.; Erbsen 2 Rthlr. 5 S

i Linsen 3 Rthlr., auch 2 Rthlr. 29 E Eingegangen sind 954 Wispel 14 Scheffel.

gr, aud

Wetzen (weißer) 2 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf, aud

1 Rthlr. 25 Sgr. und 1 Rthlr. 20 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 15 Sgt

12 Sgr. 6 Pf. ; Hafer 2 Sgr.; Erbsen ! thle

Eingteagtt Mittwoch, den 26. November 1834.

Branntwein-Preise vom 21. bis 27. November 1834. von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 240 y( baare Zahlung und sofortige Ablieferung: K 7 Sgr. 6 Pf., auch 26 Rthlr.; Kartof

Kartoffel-Preise

vom 20. bis 26. November 1834.

S

Nedacteur Cottel.

Gedru>t bei A. W. Hayn.

Bekanntmachungen.

Avertissement. i: Die dem Grafen Arnold von Skorzzwski gehörigen,

1) Lichtfelde No. 35 Liu. B. landschafclih auf 20,581 Thlr. 27 (r. 9 pf. taxirt ;

2) Lichtfelde No. 35 Litt. C, landschaftlih auf 17,966 Tdlr. 19 (gr. 5 vf. raxirt und

3) Güldenfelde No. 19 Litt. A. [andschaftlih auf 13/132 Thlr. 23 sgr. 4 pf. taxirt,

den 4 Mari 1835,

Die Taxe und der neueste Hypotheken-Schein sind

Marienwerder, den 25. Avli 1834. Civil-Senat des Königlichen Ober- Landesgericht s.

Proclama. Jn dem Hypothekenbuche über die Dorfschaft Nimbec> , bei dem daselbst sub No. 11 zwischen Meyer und Eheleben belegenen, dem Kossath Christoph Lüttgau , jeßt dessen Erben gehörigen Kothhofe, stehen aus der gerichtlichen Schuld- “und Hypothek-Verschreibung vom 11. September 1823 für den verfiorbenen Landes - Director von Gusiedt zu Deersheim Zweihundert Thaler Gold ex decreto vom 7. Ottober 1823, Tom, I. fol, 61

Allgemeiner Anzeiger für die

b) in den Hypothekenbüchern über die Stadt Horn- [ihnen deshalb ein ewi illschwei

othefe ( ges Stillschweigen auferlegt

U o 8 Bade Sar N dem zu M M aber für mortificirt ertlárt s die / B aye su» No. 188, neben Posten in den Hyyothekenbüchern geld

Wendt und Kuigge belegenen Schuhmacher Carl |wúrden. P n S A e O A N A S den 3. Oktober 1834. h , Tngieicen einem Hopfen - und Obstgarten| Königl. Preuß. Land- und S ‘it. im braunem Schlage nebên Fischer und Sievers, E E A cinem halben Morgen A>er im Ziesel, neben Gaupp und Sievers, und einem Viertel Morgen Hopfena>er am Fberge neben Richart und Run- le>e, sämmilich auf Hornburger Flur und den

Edictal Sitation Auf den Antrag seines Curators is die Edictal-Ci- tation des Handlungsdieners George Christian Friedrich

(Kaertnerschen Eheleuten zugehdrig, aus dem als Schmidt, eines Sohnes des Schneidermeifters id Obligation ausgefertigten gerichtlic ét Kauifcon- 10 Neubolland, zobbtia i a NTOS E tracte vom 6 Dezember 1820 be | Boie eia Werden Ver Gee lundE, SIRO

tee : den Fleischer |wo1den. Demgemäß werden der Handlungs - Diener Christian Steinbach und dessen Ehefrau, geborne Schmidt und seine etwanige lehne Erben bier Osteroth zu Hornburg, Achthundert Thaler Gold [durch öffentlich vorgeladen, si innerhalb neun Monate ex decreto vom 19, Fanuar 1821, Tom lll. tol | und spätestens in dem auf 247, Tom I. lol 241 und Tom IV. fol. 157 den 30. März 1835, Morgens 11 Uhr, der Hornburger Hypothekendücher eingetragen. auf hiesizem Justiz-Amce angeseßten Termin zu mel- c) In dem Feldhypothetenbuche Uber die auf Velt- |den, weitre Anweisung, ausbleibenden Falls aber zu Sar Di Ans O n A daß der Provocat für todt erflárt, und Velthe Agen Ländereien, se-|scin Vermögen seinen legitimi hen aus der gerichtlichen Schuld- und Hypothek- [werden wies, N E Gs I Verschreibung vom 28. Juli und 24. September Liebenwalde, am 23. Mai 1834. 1823 Einhundert Thaler Conventionsgeld für die Königl. Preuß. Ju fliz-Amt. früher verehclicht gewesene Ackermann Friedrich Gere>e, geborne Rauch, frúher zu Hetever, jeßt

En A Qo ti lol, 1 eingetragen.

Da nun die über obige Posten lautenden, vorste-| Sollten kautionsfähige Fabrikanten das Woll. hend näher bezeichneten Documente verloren gegan-skämmen in der hiesigen Stral’- Anstalt besorgen gen sein sollen, so werden alle diejenigen, welche als|zu lassen und dieserhalb mit uns in einen Kontrakt Eigenthümer , Cefstonarien , Pfand - oder sonstige |zu treten geneigt sein, so bitten wir, uns ihre Ent- Briefsinhaber Ansprüche daran zu haben glauben schliessungen bis spätstens Mitte künftigen Monats hierdurch aufgefordert , zur Geltendmachung dersel-|in portofreien Briefen bekannt zu machen zugleich ben in dem auf aber auch die Sorten anzugeben, welche sie verar- den 28. Januar k. J., Vormittags 11 Uhr, beiten zu lassen, gesohnen sind.

im hiesigen Gerichtslokale, vor dem Deputirten,| Goerlitz, den 18. November 1834,

Zur Beachtung für Fabrikanten.

oingetragen

Herrn Justizrath Siemens, anberaumten Termine | D ¡€ Direktion derKöniglich Preussischen

Preußischen Staaten.

——

Literarishe Anzeigen.

Bei A W Hayn, Zimmer Straße Nr. 29, | erschienen und daselbst, lungen zu haben :

vom 19. November 1808, mit den geseßlichen sow als reglementsmäßigen ergänzenden und erläutern Bestimmungen, nebst der revidirten Städteord1u! mit den dazu gehörigen Verordnungen vom 17. M 1831, und einer Vergleichung beider. Von F. Df Rumpf, Königl. Preuß. Hofrathe Ausgabe. Preis 12 Thlr.

Berichte, Protokolle, Kontrakte und and rer Geschäfts-Aufsäße, durh Regeln und Zt spiele dargestellt. Von F. D. F Rumpf, Preuß. Hofrathe. Vierte verbesserte und verme! Ausgabe. Preis 1 Thlr.

entscheidend für die Gemeinnüßigkeit es di

Anzeige für Theologen Tübingen. Bei C. F. Osiander erschienen und in allen Buchhandlungen zu hab

Nr. 8, und in Neu-Ruppin :

Bie Vlaubensolehre

Bedúrfniß der Zeit kurz dargestellt

von

o Dr. Foh. Christ. Fried. Steudel,

sich zu melden, widrigenfalls sie damit präkludirt, Straf- Anstalt hierselb6t,

ordentl. Professor der Theologie in Túbinget. gr. 8yo. 1834, XLV. und 520 Seiten. 2 Thlr. 10

32 do. 275. Cortes 39. Ausg. Sha

3) Un divertissement , exécuté N

so wie in allen Buchha! :

Die Preußishe Städteordnun :

6te vermch

Die l Abfassung der Bittschriften, Vorstellung

1E

eine viel geringere | terial als au< dem Baustyl nah; ein Bild desselben Gegen- ; E standes von Gregorovius, das sih< auf der vorigen Áus- Königliche Schauspiele.

klax eingesehene Regel von | stellung zeigte, scheint in vieler Rücksicht den Vorzug zu be- Sonnabend, 29. Nov. Jm Opernhause: Die weiße q;

haupten; aber einige andere Werke dieses Künstlers, die er | keshe, Schwank in 1 Akt, vom Dr. C. Töpfer. Hierauf; À

diesmal ausellte, können sich nicht geltend machen wegen theil- /

d: Ai

ÞOsera gy Pt0ie

A

Sa (venn S \ C le 10,

Billets zu dieser Vorstellung sind im Billet-Verkauss-y, reau zu folgenden Preisen s haben: Ein Billet und etner Loge des ersten

Abonnements sind zu dieser Vorstellung nicht gültig.

Sonntag, 30. Nov. fomische Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von Auber Etrchberger, vom Stadttheater zu Leipzig. Fra Diavolo, als

zum Ba

. (h it

Im Schauspielhause: Donna Diana, Lustspiel in 3 Abi (Dlle. C. Bauer: Donna Diana, als Gastrolle.) Hierauf: G

[ rof, meh : h » i ind dem Rittmeister, Grafen von Tolstoy, den Rothen Adler-

E und von Chambeau den Rothen Adler - Orden zweiter Klasse Ï mit dem Stern, desgleichen dem Kammerdiener Jhrer Majesiät der Kaiserin von Rußland, Friedrich Jerichow, den Rothen

(N austiz-Behörden im Großherzogthum Posen den bisherigen Ober- N Appellationsgerichts-Vice-Präsidenten Fischer zum zweiten Ober- Y Appellationsgerichts-Präsidenten, den bisherigen Vice-Präsidenten | des Ober-Landesgerichts zu Marienwerder, Kuhlmepyer, zum

Luftwärme |4- 0,4 ° R.|4- 2,0 °R. 3,7 R. : Poi ; | e e E T L 0 T 2,5 0 sSlufiwärme 1,4 ° R. S Das QUgeas E, oder: 4M feinem besser, als Dunftsättg. 4 pCt. 90 vCt. 92 pCt. Bodenwärme 2,9 o R. ver el rte ur es e mit cjang in en, von rid ; Wetter …….| regnig. trúbe. ean E : Genée. Die Musik ist vom Musik-Direktor Kugler arranj} Wind ....| SW. SW. SW. fAuédünst. 0,011 "Rh. | Vorher: Der Hagelschlag, Lustspiel in 1 Akt, von A. v. U Wasserfall in der Nähe von Wolkenzug | -— SW. | Îotiederschlag 0, 0 0 9 "Rb. Montag, 1. Dez. Der Maurer, komische Oper in 3) I

E Achen, mit Anweisung seines Wohnortes zu St. Vith ernannt worden. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Ri

Das Scho> Stroh 6 Rtblr. 15 Sgr./ auch 5 Rthlr. 20 6,ff der Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr.

Königl

Die vierte Ausgabe dieses Werkes spricht {o1 | es einer besondern Empfehlung nicht weiter bedatf

ist so t in Berlin bei Ludwig Ochmigke, Burgsitb}

der evangelisch - protestantischen Kirch | nach ihrer guten Begründung mit Rücksicht auf d |

E räsidenten von E F O

N Regierungs - Rath E lerhôchsteigenhändig zu vollzichen geruht.

ate I

l des Ober-Landesgerichts zu Posen zu ernennen geruht.

| unfehlbar

Allgemeine

(aats

q: O - 55

eitung.

reußtis<e

Berlin, Sonntag den 30» November

R E S E N E R E P

AmtliMeNaGr1iPten Kronil des Tages,

Se. Majestät der König haben den General- Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers von Rußland, General-Lieutenants von Adlerberg und Kavêlin, den Rothen Adler-Orden ers ster, det General- Adjutanten, General- Major von Mansu-

den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit dem Stern,

| i Î |

{1

Oden dritter Klass? zu verleihen geruht. a : Se. Májestát der König haben den Kaiserl. Nussischen Mirflichen Staatsräthen Dr. Arendt, Dr. von Crichton

Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

“Se. Majestät der König haben den bisherigen Regierungs- Reiman zum Wirklichen Geheimen Ober- zu ernennen und die Bestallung hierüber Al-

4} 4

Des Königs Majestät haben bei der neuen Einrichtung der

Präsidenten des Ober-Landesgerichts zu Bromberg, und den bis- herigen Landgerichts-Direktor Bielefeld zum Vice-Präsidenten

r Notariats - Kandidat Joseph Artois ist zum Notar

A,

(43 Aw V zut

riedensaecrichts - Bezirk Str. Vith, Landgerichts - Bezirks

im F

Angefommen: Der Fürst Eduard zu Schönaich- Carolath, von Grúneberg.

Abgereist: Der Kaiserl. Russische General-Major und Commandeur der Artillerie des Garde-Corps, von Sumaro- kow, na<h Dresden.

Zeitungs-Nachrichten. Ul n d Sant.

Bavis, 22, Nov. Der Russische und der Englische Bot- schafter hatten gestern im Minisierium. der auswärtigen Ange- legenheiten lange Konferenzen mit dem Grafen v. Rigny.

Es wurde heute von einigen gewöhnlich gut unterrichteten Persouen versichert, daß weder Lord Aberdeen, noch Lord Cowley, noch Lord Hepytesbury, sondern Sir Charles Bagot die Stelle eines Großbritanischen Botschafters in ‘Paris erhalten werde.

Das Journal des Débats enthált folgenden Artikel : Daß der Name des Herzogs von Wellington an der Spiße des Englischen Kabinettes die Hoffnungen der Tories in Eng- land und in Eurepa neu belebt; daß jene so oft getäuschten und do beim ‘leisesten Hauche wieder erwachenden Hossnungen den zahlreichen Unter- Abtheilungen der liberalen Masse ängstliche Besorgnisse einfldßen, das Älles i natürlih. Aber weder die Furcht no<h die Hoffnung sind sichere Führer in der Politik. Die Politik ist ein beweglihes Ding; sie ist stets den Noth- wendigkeiten der Ereignisse, den Veränderungen der Thatsachen und der Jdeen untergeordnet; man nimmt den Namen eines Mannes nur immer aus Unwissenheit, aus Kürzsichtigkeit und aus Mauget an Verständniß- der Menschen und der Bewegun- , die auf ihn eingewirkt haben, für das einzige und vollitän- dige Symbol einer Doktrin. Wenn ein Ministerium ein unmödg- liches Spstem repräsentirt, so wissen wir, in welchen Abgrund das System und das Ministerium selbst gerathen. Alle Voraussicht, alle Vorhersagungen find daher voreilig. Zwischen dem Lord Wellington, wie mau sich ihn no<h immer denkt, zwi- schen dem anerkannten Oberhaupte der Tories, dem Wiederhersteller eines untergegangenen Systems, und dem Minister von 1834 hat sich eine eherne Mauer erhoben; sie können nicht neben ein- ander vesehen. Wir dürfen uns daher nicht beeilen, vorauszu- sagen, daß der Herzog versuchen werde, die Reform zu vernich- ten, daß er, indem er alle Gewale in seiner Hand vereinigt, eine unmdaliche Diktatur versuchen wolle. Jn solchen Prophezeiun- gen läge Unklugheit und gänzliche Verkennung der Thatsachen, der Gegenwart, der Vergangenheit, der Politik und sogar des Charakters des Herzogs von Wellington. Wer hätte im Jahre 1817 vorauszusagen gewagt, daß der erste Schlag gegen die All- geivalt des Protestantismus von einer Hand geführt werden wárde, die der protestantischen Dynastie und den Grundsäßen der protestantischen Tories so ergeben war? Wer hätte geglaubt, daß das erse Signal zu dfonomischen Reformen von dem Her- zoge von Wellington gegeben werden würde? Durch eine selt- same Laune des Schicksals scheint der Lord Wellington, das Haupt der Englischen Aristokratie, nachdem er die politische Re- form begonnen, berufen, dieselbe fortzusesen. Es würde ihm, dem Emanzipator der Jrlándischen Katholiken, der dem Grey- schen Minisierium den Weg gebahnt, der augenscheinlih die parlamentarische Reform vorbereitet hat, sicherlich schlecht kleiden, wenn er als bewassneter Gegner jener unwiderstehlichen Bewe: gung austretcn wollte, zu der er, gezwungen oder freiwillig, aus Ueberzeugung oder von den Umständen getrieben, den ersten und thätigen Anf{ioß gegeben hat. Wir haben das heftige Geschrei nicht vergessen, welches die Tories und die Verfechter der prote- stantischen Allgewalt erhoben, als der Drang der Umstände und der richtige Blick des Herzoas von Wellington die Jrländische

<rei der Sinekuristen vergessen, welche er so schonungsios an- griff. Jun den Augen der reinen Tories war der Herzog von Wellington ein Ueberläufer; sie stellten ihn in die Klasse der ih- nen so verhaßten Whigs, welche sih zum Radikalismus hinneigen. Diese Meinung, entweder eit unfceiwilliger Jrrthum oder eine Lüge, war falsch. Ja, er verlegte seine alten Freunde, vielleicht seine Verpflihtungen , seine früheren Grandsägse, seine Erinne- rungen; aber er blieb jenen Gewohnheiten seines Geistes treu, die für ihn aus dem Leben eineé Stagatsmannes ein Studium gelehrter Taktik machen. Er untersucht die Stellungen, er nimmt Partei nach den Erfordernissen des Augenblicks und des Ter- rains; dann verfolgt er mit einer Hartnäckigkeit, die weltbekannt ist, die Linie, welche er sich vorgezeihnet hat. Bis jeßt wenigstens kann man ihn nicht, ohne ungerecht zu seyn, zu denjenigen zählen, welche die Gewalt mit dem Entschlusse übernehmen, die bestehenden Thatsachen einer verher überlegten Doktrin zu opfern und lieber mit dem System unterzugeßen, als sich nah dem Gange der Ereig- nisse zu richten. Die Kenntniß unserer Zeit und die Liebe zu unserm Vaterlande haben uns für das System und für das Ka- binet des Lord Grey die Achtung und die Bewunderung einge- flôßt, die wir immer laut bekannt haven. Jenes System und jenes Kabinet vereinigten dur< ein energisches Band die bei- den stärksten Nationen Europas. Wird diese Allianz gefähr- det werden? Wir wollen der Zukunft nicht vorgreifen. Welche Vorliebe au<h ein Minister persönlich haben mag, die Gewalt der Dinge wird ewig über einen blinden Willen den Sieg da- von tragen. Wir glauben nicht, daß es in der Macht eines Ka- binettes liege, die Englisch-Französische Allianz aufzulösen ; von bei den Seiten ist es die Repräsentativ - Regierung, von beiden Seiten sind es die wichtigsten Jnteressen, welche in der benachbarten, vormals feindlichen Nation cinen thätigen Bei- stand, einen mächtigen Schild, einen unzerstörbaxgen Wall fin- den; von beiden Seiten ist es die Masse felbst, ies das Herz der Nation, welches gegen die Fractionen und gegen die Aus- nahmen kämpft, um eine Allianz zu erhalten und zu befestigen, auf welcher ihre Sicherheit und ihre Zukunft beruhen. Jn dies ser Beziehung hat sich daher nichts geändert. Was die unge- heuren Schwierigkeiten betrisse, von denen das Britische Kabinet umringt ist: hier die blinden Tories, dort die feindlichen Radi- kalen, weiterhin die Whigs, so verhehlen wir uns dieselben nicht, und es ist unmöalich, daß der neue Minister sie nicht vorausgesehen und erwogen haben sollte, ‘“ :

Ein andeves hiesiges Blatt macht zu obigem Artikel fol- gende Bemerkungen: „Sobald man hier erfuhr, daß der Here zog von Wellington mit der Biidung eines neuen Kabinettes be- auftragt sey, fragte man sich, welhen Einfluß ein solches Ereig- niß auf das. eben wieder zusammengestellte doctrinaire Minisfte- rium äußern würde. Die Doctrinairs selbst hatte jene Nach- richt mit Schre>ken erfüllt, und dennoch haben fie s{< jeßt son dermaßen von ihrer Furcht erholt, daß sle von Wellington bei- nahe wie von einem Minister sprechen, der ganz bereit wäre,

die Politik der Melbourne’schen Verwaltung fortzuseßen. Einige Londoner Journale behaupten, Wellington habe er: flárt, er wolle in Bezug auf die Portugiesischen und Spanischen Fragen strenge Neutralität beobachten. Dties wird ohne Zweifel ein neues Argument seyn, dessen sich

das Journal des Débats morzen bedienen dürfte; aber Niemand glaubt daran, daß es einem Tory - Kabinette mit jener Beobach- tung einer strengen Neutralität Ernst seyn könne. Die Englän- der werden jest für Don Carlos thun, was Frankreich und Eng- land für Dom Pedro thaten. Sie werden, indem ste dffentlich den Grundsaß der Nicht-Juntervention aufstellen, seine Sache auf alle mögliche Weije bnterstüßen, und wenn es ihm gelingt, na<h Madrid zu kominen, so wird Frankreich gezwungen seyn, ruhiger, Zuschauer der Spanischen Restauration zu bleiben. ‘“ Ueber das (bereits in der Nr. 327 der Sr. Z. erwähnte) Gefecht, das am 19. Oktober bei Bugia statthatte, enthalten Briefe aus Algier vom Iten d. M. einige nähere Details. „Diese kleine Stadt‘/, heißt es darin, „deren Besiß den Fran- zosen schon so viel Blut kostete, ohne auch nur den Schein ei- nes Vortheils zu gewähren, ist gegen die Landseite hin offen, und nur von einigen neu errichteten Erdschanzen und einer Reihe von Blockhäusern veriheidigt, Eine Viertelstunde vor der Stadt erheben sih steile Bergketten, die mit kleinen Wäldertt bede>t und nur von Kabylen bewohnt sind, die von Anfang an den feindseligsten Sinn gegen die Franzosen offenbarten, alle Verbin- dungen mit ihnen zurückwiesen, und selbs durch Geldverspre- chungen nicht bewogen werden konnten, Lebensmittel nach Bugia zu bringen, so daß die Besaßung schon öfters Mangel litt, da wegen des schlechten und unsihern Hasens nur wenige Schisse dorthin gehen. General Duvivier versuchte mit den mächtigen Stämmen Ben - Zamun und Ben - Yacub mittelst der Juden und Mauren Unterhandlungen anzuknüpfen, die ader an dem unversdhnlichen Religions - Fanatismus ¿der besonders den Bewohnern des östlichen Theils der Regentschaft eigen ist, völlig scheiterten. Zu Anfang Oktober ward dem General von júdischen Spionen hinterbracht, daß die Kabylen, durch jene bei- den Stämme und die Emissaire des Beys von Konstantine aus- geheßkt, abermals einen Angri} in Masse gegen die Stadt ver- suchen wollten. Die Marahouts verbreiteten Proclamationen und riefen alle Gläubigen im Namen ihrer heiligen Religion zum Kampfe auf. Mit den Kabylen, die von ihren Bergen \kiegen, vereinigten sich cinige Beduinen - Stämme der Ebene. Am 10. Oktober Abends zeigte sic) eine Kolonne von 6000 Ka- bylen, welche, geführt von einem Franzdfischen Deserteur, ihren Angriff gegen die Blockhäuser Salem und Kliffa wandten. Die Besaßzungen, die jede nur 30 bis 40 Mann zählten, vertheidigten sich heldenmüthig, und richteten durch ihr grobes Geschüßfeuer cine furhtbare Verheerung unter den dichten Massen der Feinde an; mehreren der Tolikühnsten gelang es jedoch, sich über die Barrière zu shwingen, wo sie von Französischen Bajonnetten nie- dergemacht wurden, Der Kampf dauerte bis 1 Uhr Nachts; die

D E E, E E E S

dur< die Menge, no< durch das wilde Geheul jener Barba- ren einshüchtern ließen, auf allen Punkten zurü>geschlagen,. Man sah ihre lange Kolonne na<h der Richtung der Berge hin verschwinden, die Leichen der Gefallenen mit sich rragend. Die Afrikanischen Jäger, ein vortreffliches Neiter-Corps, das aus lauter shdnen und kcäfrigen jungen Männern besteht, und von den Arabern sehr gefürchtet wird, waren während des Gefechts zu Pferde aufgestelit, wagten aber wegen der Finsterniß und der bedeutenden Zahl der Feinde nicht, den Rückzug derselben zu stôren. General Duvivier spendet seinen Kriegern, besone ders dem Lieutenant Maßout, der das Blocfkhaus Salem komse mandirte, das größte Lob. Man erwartet eine Anzahl s{<wer verwundeter Soldaten zu Toulon. Unlängst sah ih auch einen Oberst der Afrikanischen Jäger mit lahmen Fuße hier herum R derselbe war bei einer frühern Affaire blessirt worden.

ieser so wie andere Militairs aus Bona, die ih gesprochen, waren der Meinung, daß man mit versöhnlichen Maßregeln nichts gewönne, und daß nur der Schre>ken und die Gewalt der Waffen jene wilden Stämme zahm machen könnten. Eine Expedition gegen Constantine, wo der Heerd is, von dem alle feindseligen Versuche ausgehen, scheint zur Unterwerfung des Landes unumgänglich nöthig zu seyn.“

Paris, 22. Nov. Die Preußische Staats-Zeitung hat sich in legzter Zeit auf eine ldbliche Weise damit beschäftigt, denjenis gen Theil des Publikums, der sich so bedauernswerth mit Geld-Ans lagen in Spanischen Fonds eingelassen hat, Über den wahren Finanz- Zustand Spaniens aufzuklären, und namentlich ist in der Nr. 300 dieser Zeitung cine gewissenhafte Auseinanderseßung des Budgets, wie es Toreno in Vorschlag gebracht hat, erfolgt, woraus sich er= giebt, daß das ganze Deficit für 1835 nur auf 4,610,200 Rthlr. Preuß. Courant angezeben wird. Der Vergleich zwischen Preußen und Spanien, welchem leßteren sein reicherer Naturfonds und seine auswärtigen Besißungen bei weitem mehr Hülfsquellen gewähren, führt ganz natürlich zu der Ansicht, als sey ein Deficit von 4 Mii« lionen für Spanien von geringer Bedeutung und bei Beurtheilung der finanziellen Verhältnisse dieses Staates von keinem Gewicht. Es findet sich aber bei näherer Beleuchtung der, dem Publikum vor=- liegenden Ookumente, daß dieser anscheinend so geringe Ausfall in der Wirklichkeit bedeutend größer if, und daß :

das Deficit für 1834 mindestens 400 Millionen Realen,

e F e 1830 - 250 - - zusammen 650 Millionen Realen, oder ungefähr Sieben und Vierzig Millionen Preuß. Thaler betragen wird.

Das Deficit der 400 Millionen Realen pro 1834 kann auf die leichteste Weise durch Doreno’s eigene Worte dargethan werden. Als dieser Minister nämlich am 7. August d. F. der Kammer dex Proku- radoren seinen Finanzplan vorlegte, bere<hnete er den ihm bekannt

ewordenen Ausfall auf 336,264,175 Realen bis zum 1. August, und fügte hinzu: ¿Nach dem Obengesagten belaufen sich die Rúdksiände es dentlichen Schaßes auf 201,813,597 Realen, und hierin sind die laufenden außerordentlichen Kriegskosten nicht begriffen, Es is dies ein jährliches Deficit, welches sih am Ende des gegenwärtigen Jahres verdoppeln dürfte, wenn dem Schaße nicht sciyleunig zu Hülfe gekommen wird.“ DToreno's Forderung einer Anleihe von 400 Mils lionen Realen, um jenen Ausfall zu de>en, ist, wie bekannt, von den beiden Kammern bewilligt worden, und diese Anleihe soll am 20. Rovember zugeschlagen werden. - : :

Das Deficit pro 1835 wird von Toreno nur auf 65 Mill. Reas len angegeben; dasselbe is aber viel bedeutender, und zwar aus fol- genden, ebenfalls auf Thatsachen beruhenden Gründen.

Als Gargollo , chemaliger Direktor der Amortisations-Kasse in Madrid, über die Vorschläge zu einer neuen Anleihe von Seiten Aguas do’s zu Rathe gezogen wurde, antwortete er unterm 26. Nov. 1833 in einem mit großer Umsiändlichkeit und Gewissenhaftigkeit entwors enen Berichte an die verwittwete Königin, worin er fene Vorschläge fe schr entrüsteten Ausdrücken gegen Aguado verwarf. Er sebte darin auseinander, daß das bisher befolgte Anleihe-Sysiem Spanien unaufhaltsam zum Staats- Bankerott führe und untersiüßte diese Ansicht dur<h den Beweis, daß von der am 21. Febr, 1831 dekretirs ten Anleihe von 1 Mill. 3 procentiger Renten, deren Verkauf an Aguado zum Mittelpreis von 27 pCt. überlassen wurde, auch nicht ein Maravedi in den dentlichen Schaß geflossen, sondern der ganze Betrag derselben dazu verwendet worden sey, die seit 1831 ver fallenen Zinsen der auswärtigenStaats-Schuld zu zah=- len. Die Zinsen-Last belief sich, wenn man Aguado's damalige Vorschläge annahm, auf die (nach seinem Aus dru>ke) kleine Summe von 234,835,141 Realen, ungefähr 17 Bill. Rthlr., welche fleine Summe indessen beinahe die Hälfte der reinen Staats - Ein-

unfte betragen würde. S : es iat Toreno in seinem obenangeführten Berichte vom 7. Aug. - daß die reine Staats-Einnahme für 1834 auf 519,593,074 zu berechnen is, und basirt darauf das für 1834 angegebene Deficit. von 400 Mill. Realen. Seine Angabe würde also mit der von Gargollo, in so weit sie die Staats-Einkünfte betrifft, ganz Überein- stimmen; nur muß man die Frage aufstellen, wie weir Toreno Mittel gefunden, in ofenbarem Widerspruch mit seiner und Gars gollo’s Angabe , die Staats-Einnahme für 1835 vldßlich E fiatt auf circa 520 Mille Neaglen af +5. . 631,367,579 Realen anzuschwellen, und hierzu noch unter dem un- flaren Namen von „Einkünften des Ministe- riums des Fnnern“/ andere „....+ binzuzufügen, wodurch die Einkünfte für 1835 i B U ae 742,724,871 Realen A Ee ühgefäbr 223,000,000 Realen mehr als die Ennahme von

34 feststellen. i ; y : E Richts rechtfertigt diese willkürliche Vermehrung, über die s< Toreno auch weiter gar nicht geäußert hat, und die bei dem sorg- fältigsien Nachforschen auf nichts begründet zu seyn scheint. /

Gehen wir nun die Mittel und Wege zur Einnahme weiter durch, so finden wir außer jener nicht gerechtfertigten Anschwellung des Budgets in Einnahme geftellt : : :

7,500,000 Realen Contribution der Baskischen Provinzen, wäh- rend keine einzige dieser Provinzen seit dem Auf- stande irgend eine Steuer entrichtet hat; Ersparung beim Kriegs - Ministerium, während alle militairischen Operationen in den insurgirs ten Provinzen die Unzulänglichkeit der Streits kräfte darthun, und solche bedeutend vermehrt werden müssen, wenn man das Land in Ruhe erhalten will.

Untersuchen wir aber nun die im Budget unter der Rubrik

91,157,292 s

2, 705,000 S

Kabylen zeigten den wüthendsten Muth, wurden aber durch die

Emancipation bewirkten. Wir haben eben so wenig das Ge-

faltblútige Tapferkeit der Französischen Truppen, die sich weder

„eventuelle Vermehrung der Staats=Einnahme für 1835‘ angeführs ten Summen , so ist das Bestreben Toreno’s, solche zu Übertreiberr,