1834 / 344 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Bekanntmachungen. Avertissement

“Es haken die Mdllerschen Erben von Ribniß durch einen vorlängst verstorbenen Bevollmächtigten zwei

Capitalien resp. von 500 Thlr. und 1000 Thlr Pomm

Cour. beim von Sodenftern Buschenhaeger Neuen- piecner Concurse anmelden lassen, und sind damit war ¿t der Prioritäts - Erkenntniß gehdrig locirt,- zugleich die Aufgabe gemacht, sich als

O ift jedo Erben der verstorbenen Wittwe Möller besser als ge- {ehen zu bezeichnen und zu legitimiren. Wenn nun dieser Aufgabe bis jeßt kein Genüge geleistet ist, spdtere Aufforderungen auch, da deren Jnstnuation Schwterigkeit gefunden, unberücksichtigt geblieben sind, Überhaupt der jehige Aufenthalts-Ort der gedachten Erben unbekannt und deshalb die bei der Distribution für Je ausgefallene unabgeforderte Mate von 785 Tblr. 2 (. Pommer. Cour. zum ge richtlihen Deposito genommen ist, die Sache aber nicht länger unabgeschlossen in ihrer gegenwärtigen Lage belassen werden kaun: Solchemnach werden die liquidantischen Erben aufgefordert, sih in termino unico peremtorio et praecinsivo den 27. Januar k. J., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgerichte einzufinden, um ihre profitirten Rechte aus den beiden auf den Müller Möller ausgestellten Verschreibungen resp. vom 23. Mat 1783 und 22. Februar 1795 zum Betrage von 590 Tblr. und 1000 Thlr. in der Art näher anzuge- ben und zu verificiren, daß sie sich in der von ibnen behaupteten Erbqualität gehörig bezeichnen, vollstän- dig ausweisen und legitimiren, und um sodann nach bertchtigtem Legitimationspunkte, die für sie ausge- failene Rate von 785 Thir. 1 (. Pomm. Cour. ent- egen zu nehmen, unter dem Rechtsnachtheile, daß iquidanten sonst mit der von ihnen angemeldeten Forderung vdllig vom Concurse werden abgewiesen nud über die in deposita befindlichen Gelder ander- weitig den Rechten gemäß verfügt werden wird. atum Greifswald, den 5. November 1834.

1398

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

der des Vorsiandes, in Berlin aber der dortige Kuns|- händler Herr George Gropius, annehmen. Stettin, den 18 November 1834. Der Vorstand des Kunst-Vereins fär

Pommern.

i De. Hasselbach, Stadtrath. Gynnastal - Director Lemonius, Ludwig Mos,

Stadtrath und Kaufmann. Genre- u. Bildnißmaler.

von Neindorff, Remy,

Obrist u. Brigadier der 2ten Justiz - Commissions-

Artillerie - Brigade. No

Sachse, Heinrich Scheeffer,

Rendant. Braucreibesiber.

: Diedckhoff,

Literarische Anzeigen.

An alle Buchhandlungen ist so eben versandt worden und namentlich bet E. S. Mittler in Ber- lin (Stechbahn Nr. 2), Posen, Bromberg, Gnesen, Culm und bet Vincent in Prenzlau zu haben: Carlsruher Pracht-Bibe l.

Mit einer Vorrede v. Prälat. Dr. Hüffell.

Erste Lieferung. Subscriptionspreis à Lieferung 10sgr-. Zwei ausgezeichnete Stahlstiche: das heilige Grab zu Jerusalem und das Abendmahl, nach L. da Vinci, ersteres von einem der vorzüglichsten Lon- doner. leßteres von einem unserer besten deutschen Kün sil er gearbeitet, sind dieser Lieferung beigege- ben, und wird dieselte das geehrte Publifum über- engen / daß wir unseren Versprechungen getreu ge-

ieben.

Auf die Angriffe des Bibliographischen Instituts in Hildburghausen, dessen Verlagsoperationen die, dfentliche Meinung längst nach Verdienst gewürdigt hat und dessen Gei und Grundsäße fich nur zu un- zweifelhaft charakterisirt haben, in ähnlicher Weise

jugations- Tabellen u. einer Zeittafel. _ 275 sgr. Sammlung, neue, Königl. Sächs. Med

Schwabe, C. das Leichenhaus in

mehrere jetzt bestehende Leicke Anslallen im Allgemeinen. er Ao L Po Ten: des St. en Ao 1 Poln 20 Sen. Smit, V. y., Im Zusammenhange mit der Geschichte sein Zeit dargestellt. 1r Theil. gr. 8vo. $ Thlr. Stoeckhardt, H. R., de juris Justinianei i generis humani cultum insigni merito. Adject T r I d T oratio T. G Juschkowii: Jus Justiniancu!r 8 ma). Petropoli.

Á 20 Sgr,

ländischen Medicin. zum Gebrauche praktische

geseizt van W. Friedrich, 2% Hefte. gr. 8vo. 6 Thlr, 20 sgr. Trinius, C. B.. Species graminum iconibus e

tabb. lit. & ma}, Petropoli. 1 Thli. 15 sgr.

Wagner, R.. Lehrbuch der vergleichenden Ana O In 2 Abtheilungen. Iste Abthl. T

sunt in bomine atque animalibus, micrometricae. 4 maj. T4 sgr.

zu antworten, halten wir durchaus unter un-|

Könégl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen.

S v. Möller, Praeses.

@-

serer Würde! | | Dagegen bemerken wir den geehrten Subscriven-| ten unsers Unternehmens, deren Anzahl seit kurzem |

Úber 5000 gestiegen ist, daß die 2e, so wie alle fole | gende Lieferungen regelmäßig erfolgen werden.

: L A j Wer sich der Sammlung von Subscriptionen nn-!

Alle diejenigen, welche an die Administratoren der terzieht, erhält bei 12 bezahlten Exemplaren Eins!

Weinhandiung Johann Franz Rdnckendocf zu Braun- schrocig als jolche aus irgend einem Rechtsgrunde Forderungen zu haben vermeinen, werden hierdurch edictaliter vorgeladen, in dem dazu auf Den 2 Jana 1835 angeseßten Termine, Morgens 10 Uhr, vor Herzogl Kre:egerichte zu Braunschweig zu erscheinen , und ihre etwanigen n e anzumelden, roidrigenfalls sie damit ausgeschlossen werden sollen, (Gegeben Braunschweig, den 18. October 1834.

' Herzogliches Kreis- Gericht.

Edictal“ Ladung. Johann Christian Blume aus Calbe a d. Saale, |

599 3 i ; U N |feilen Preise von 2 Thlr. Pr. Crt. durch sämmtliche früher Ober -Chiruxgus bei dem Kdniglich Preußi- e Seltsbtalids bezogen werden können.

schen Fnfanterie-Regimente von Kleist, zuleßt Gar- nijon-Chirurgus hierselbsi, ist am 22. October d. F.

zu hinterlassen. E Es werden daher ale, welche an dessen Nachlasse Erv- 0der andere Ansprüche zu haben glauben, hier- mit vorgeladen, dieselben in dem auf Freitag den 16. Fanuar k. F. Morgens 11 Uhr,

angeseßten Dermine so gewiß anzumelden und nach- dieses Jahres:

zuweisen , als sle sonfi damit werden ausgeschlossen

gratis.

und drs. Trollope's Beignim and western germany injén Prozeß- und sonstigen Rechts-Angele-

| Leipzig - den 8. December 1834 j Expedition der Carlsruher Bibel |

W. Creuzbaguer,. ¡

man (Capt. fiead), including visits to Baden-Baden, Wiesbaden,

orrecte Ausgaben veran“altet , welche zu dem wohl-

Frankfurt a. M, im Novöbr. 1834.

und der Nachlaß den sich meldenden nächsten Erh- bercchtigten wird abgeliefert werden. | Detmold, den 15. November 1834, | Zurslih Lippisches Militairgericht.

Bet dei berannahenden Echluß des Jahres wer den alle diejenigen, weiche Forderungen an die Haupt- Kasse des Königsstädtischen Theaters haben, aufge- fo-dert, flch mit ihren desfalisi;en Rechnungen und Ansorüchen vor Ablauf dieses Monats, in den Vor- mittazsfunden bei dem Rendanten gedachter Kasse zu meloen, und nach -Befund der Richtigkeit sofor- tige Zahlung zu gewärtigen

Berlin, den 6ten December 1834.

Die Direction des Königsstädtischen

Theaters. S C

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Kunsi An zeig.e.

Es hat fl zu Stettin unter höhere: Besläcigung cin Kunst-Verein für die Provinz Pommern in 1hLet drei Regierungs - Vezirken gebiidet. Derselbe wird alie zet Jahre, in dem nach der jedesmaiigen Ber liner Kunsi- Ausstellung eintretenden Fahre, zu erfi im Fahre 1835, während des Frühlings, in hiesige. Stadt, cine aus Kunsiwerken levender Küntiler bvetie hende Kuns-Austellung stattfinden lassen, damit den Ankauf solcher Kunsîwe-ke nach Maaßgabe seiner G eld« mirtei verbinden, und nach becndigter Uusfiellung die angefaujcen Kunsiwerke unter die Mitglieder des Ber- ens verio5sen Ein jedes Mitglied des Vereins zahlt vom j, Januar 15825 ad zwei Thalec zur Ver: cins. Casse jährlich pränumerando ein, und erhâlt für jeden jährlichen GSeitrag ein Loos zu den alle zwei Fahre stattfiridenden Verloosungen, unbeschadet seiner erechtigung noch mehrere Loose zu gleichem Preise für jedes einzelne zu e. werben. Ein jedes Mitglicd it für das volle Jahr in dem es eingetreten ist und für das rächst;olgende dem Verein verpslichtet.

Fn ciner Zcit , in der die höhere Bedeutung aller und unter ihnen auch der bildenden Künste ihre volle 9nerfennung findet, und wo schon mehrere Küni- Bereine in Preuß. Vaterlande cines fo schnellen als vedeutenden Erfolgs fich erfreuen, erscheint es Pflicht, daß eine zu allem Guten so wirfsame Provinz, als Poinmern/ auch die hier in Rede stehende gute Sache zu befdrtern sich beüreve. Jndem daher der Vor- ftand des Kuni- Vereins für Pommern die Kunsi- Freunde zunächst dieser, dann aver auch der úbrigen vaterländischen Provinzen zur Theilnahme am Vercin bierdurch angelegentlich einladet', i er berechtiget, ein vielfaches freundlich - thâätiges Entgegenkommen vorauszuseßer. Die Anm-ldungen zur Theilnahme am Vecein wird jedes der unterzeichneten Mitglie |

sche Vorlesunzen. Zweile.

vilegium. gr. 8vo. 3 Thir. 221 sgr.

Privilegium. gr, 8vo. 19 egr. —/, dret anthropologische Borlesungen. gr. 8vo. 1B _geh. 20 sgr. Centralblatt,

1834 gr. 8vo.

harmacentisches, 3 Phlr. 15 ser,

Über Herbart's Sysiem der Vhilssophie. ac: 121 sgr.

Geauudzüge der

uni Cer Differential-Rechnnng. gr: 8vo. 2 Uhle. 15 egr,

Dulk, Fr. Ph, Synoptische Tabelle über die lien- Sachen.

Atomzewichte der einfachen und mehrerer zu-|kattons- Prozessen. 18 : (Aus dem Commentar|welies zum ewigen Gedächtniß Cin ran ). Fiores illustrium poct¿rumn romanoruam veterum | fisfalischen per Oetavianum Miraudulam collecti ét}Sé

ren gegen Verschollene

sainmengesezten $drper. z Pharmatopta ) Ste Aufl, Fol.

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in tilulos singnlos digesti; nunc vero di!ligen-

- Von Prozessen vor Gericht und dem Verfahren olt. 5: Tohrg. f |Denunciation, Adcitation und Nomination der Fnitervention. Drobish, M W., Beiträge zur Orientirung| Wiederêlage, 5) Von der Litis-Reassumrion und Re- gr. Lo. | !unciation. menden Etden. 7) Von Kosten und Strafen. 8) Von

x Lekre von den köheru ide: Erefution. numerischen Gleichungen nack ihren analyti-Ftergerichten. 10) Vom Mandarts-Prozesse. 11) Vom schen und ceometrisciien Eigenschafsten. Ein fummarticen Brozesse. 1 Supplement zu den Lehrbüchern der Algehra| 12) Bom Wechsel-Prozesse. 14) Von Arrefen. 15) Von Fit 2 Kupfert.|Merfantil-, Meß- und Handlungss:chen. 16) Vom Berfahret in possos80rio summariesmo und in @pgo-

Reich, C. G., der erste Unterricht des Taub- stummen , mit angefügten Declinations-, Con- Leipzig ist erschienen und in de

iulidele 8&0 wie über die zweckmüssigste Einrichtung solcher Mit 3 Kupfertafeln. C2

Sjögren, A. |., über die finnische Bevölkerung Petersburgischen Gouvernements und über den Ursprung des Namens Ingermgnnland,

A 2 Ie Ion » Suwarow’s Leben und Heerzüge. zeits-Geschenk.

e cum - novissimo- juris Rossici codice componens lang, Brüderstraße Nr. il; 9 P X T L ° « Summarium des Neuesten aus der in- und aus-|enthaltend eine ansführliche und genaue Beg F La i Ö A e

Acrzte. Herausgegeben von A. F. Haenel, fort- dem Papiecrgelde, den Îaalsen, Gewicht Jahrgang 1884. hen, Staatspapieren, Banken, Wechsel-

descriptionibus illustravit, Fasc. XXYIII. ec. 12

—, Páartium elementarinm orzanorum. quae 3 3

7 Dan P In der Buchhandlung vou Fr, Augusì Li n meisete

ler, Stechbahn No. 3), zu laben:

__ Cinal-Gesebe. ister Bd. herausgegeben vvn GPLextlan wa » Ludwig Choulant. gr. 8o. 2 Thlr. 15 sgr.

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Eine Sammlung geistreicher der reinsten Erbauung und Belehrnng ben für gebildete Christen ohne Unterschied | Glaubensbekenntnisres. 8vo. broch. 2 Thl,

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desgleichen in roth Maroguin. Goldech A Bordure. 4 Das Werk, in Verbindung der öusseren A, Y tung, empfiehlt sich als Weihnachits-, Go, tags-, Confirmations-, Braut- und nyd

und Doi

l , Crans Y

T e E R E E L E

Beèi F. H. Nesiler und Melle in Zam. “erschienen, und dort, so wie in allen übrigen

bandlungen zu haben, in Berlin bei C. F

S. F. An

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11 Allgemeiner Contorist,

rjbung von den Rechnungs- und wirklichen Vüny L

JT dels - Usanzen etc. aler Linder und Band i in und ausser Europa, von C. Se bens

Der Verfasser, welcher mehre Fahre ay M Werke gearbeitet hat, is bemüht gewesen, yy -\bauptsächlichsten Handelspläßen unmittelbare t

gv. 8vo. funft und Berichtigungen zu erhalten , und hgt

den Tone mehrer der unterrichtesten Mäang andelsftandes in Hamburg, welche bereits img

¿nensiones |st$ des Werkes sind, zu erfreuen,

Das Werk is 80 Bogen start, auf \cdnem

Zahßnarzt, der vollkommene, oder die Lehre|Papier gedruckt, und troß des jckt eingetreten

von Leden , von den Krankheiten und den me- |denpreises von 6 Thlr, noch {chr billig u chanischen Hülfömitteln zum Ersaß der Zähne. besonders wenn man cs vie bee Masse V d Nach dem Französischen des Maury, dem Eng- [haften Werten der Art vergleicht. ]

lischen von Thomas Bell, und mit Zusäßen

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Zeitung für die elegante Welt. 34äster Jahrg. (Herausgeg. von Pr. A von Binzer.)

f. 1834. gr. 4to. 8 Thlr.

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Fn der Verlagshandlung von Carl Heymann

j i : : ¿ in Glogau is so eben ecxscienen und in allen guten Von den in England mit ungetheiltem Beifall \Buchbakdlüngen Dee, in Berlin vei Ë. D

aufgenommenen Werken : |Schrbder (vormals Lúderißz' sche Buchhandlung),

Bubbles from the brunnens Nassau by an old Finigstraße Nr. 37, vorräthig:

Das Preußische Verfahren

enhetten.

Cassel, Îanovre, the Harz etc. etc. 2 Vol. 1833 Ein brauchbarer Leitfaden für alle Staats-Einwohner. haben wir in Brüssel mit hdchsier Eleganz gedruckte,

5te Auflage. gr. 8o. geheftet: 20 sgr. Seït einigen Monaten sind im Preuß Gerichts-Ver-

fahren cine Menge der wesentlichsten Veränderungen j | eingeführt worden. Der Mandats- und summarische Fn Berkin vorräthig in der Stuhrschen Buche | Prozeß ist ins Leben getreten, über das Rechtsmittel der

bierselb| gestorben, ohne eine leztwillige Verfügung e S S: Mittler, Dümmler, | Appellation und Revision, über das Exekutions- und

L

Subhastations-Verfahren, so wie über den Kaufgel- h der-Liquidations: Prozeß sind zum Theil avâändernde, Fr. Wilmans Kunst- u. Sortimentshandlung.| zum Theil ganz neue Vorschriften ergangen. Es) bat daher cine neue vollständige Umardeitung dieser, i E E E cinen Theil des Haussecretairs biidenden Schrift Bei Leopold Voß in Leipzig erschienen im Laufe siatt finden müssen, und es umfaßt dieselve nicht nur! sämmtliche neue Über das Prozeß-Verfah- Cheoulant, Ludw. Lehrbuch der speciellen Pa-|rent ergangene Verordnungen, sondern au ch thologie und Therapie des Menschen. Ein}das Wesentlichsie dex noch gültig gebliebe- Grundri!s der praktisvchen Medicin tür akademi-|Nen Tîtel der Gerichts=Ordnung, \o daß vermehrte undjman aus dieser Schrift eine voliständige vorbesserte Auflage. Mit Königl. Würtlemb. Pri- [Anstcht des Prozeß- und sonstigen gerichte) ; lichen Verfahrens gewinnen, und sich in —, Anleit. zur ürztlichen Receptirkunst. Zweite, leignen Angelegenheiten Überall Raths er- umgearbeitete Auflage. Mit Königl. Württemb. holen fann.

“Fnbalt: A. Vom Fnsiitute der Schiedsmänner. 1) Gewbhnlicher Prozeß. 2) Von der Litisg- 3) Von 4) Von der Rekfonvention oder 6) Vou den in einem Prozesse vorkom

9) Von dem Verfahren bei Un-

4

Zu Weihnachts-Geschenken empfeblen j Kennedy, Miß Grace, Fessy Allan, eine (zl lung f. d. Jugend. 102 Seiten 2 Thlr, _—, Anna Raß, 93 Bogen brosch. & Thlr. Stein, A. F., Preuß.-Brandenb. Geschichte Handbuch zur Erinnerung u. Belehrung, Ausgabe, verbessert durch Ch. Fr. Ferd. Hal 41 Bogen mit dem Bildniß des Königs, ey

__broschirt 12. Thlr. M

Wilmsen, F. K., Sammlung auserlesete beln und Erzählungen für Lehr- und Decly tions-Uebungen dte Aufl. 18 Bogen. !Y

Müchler, K., Erinnerungen a d Leden beri ter Männer. Zur Belehrung und Aufm rung der Jugend. Mit 5 illum. Kpfr.. 17 Thlr.

Zuckschwerdt, der Völkerspiegel. Ein Leba und Sittengemälde dec vorzüglichsten außeren päischen Völker Mit 10 illum. Kupf. ach. \LIf

Knoblauch's, G., (weiland Haushöfmeiste @ K. Hoheit des Prinzen Loutz- Ferdinand y Preußen) Kochbuch , oder: meine vieliährigenl fahruugen, wie man ohne zu große Kosien sunde und schmackhafte Speisen bereiten fu Q U 2 B:

Arlequin und Policinell, cin neues in santes Contra-Spiel (wobei sich die Gesel in zwei Theile theilt) 2, Thlr.

Stuhrsche Buchhandlung in Be Schloßplaß Nr. 2.

E T R E E

| Vei G. Reimer, Wilhelmsstraße Lr.#72, is

schienen :

Eytelwein, F. A.. Bemerkungen über dicl lage und Einrichtung von Salz - Magazine den verschiedenen Provinzen des Preußil Staats. Wit 9 Zeichnungen. 1 Thlr. 7! sy

Forfiner,- A. v., Lehrbuch dec theoretischen Ÿ chanif oder der Gleichgewicht- und Bewezul Lehre fester, tropfbarer und luftförmiger Ki #0 weit diese Lehren durch die Elemcntar: N matik vorgetragen werden können, mit Hin sungen auf die practische Mechanik und ais weitere Ausführung der Mechanik durch dic here Mathematik. 2x Band, enthaltend: dil

12) Von Bagatell - Prozesse.

17) Von Diffamations- und Prov9-' 18) Von Nufnehmung des Be- | (in perpetuam rei.

19) Von Jnijurien Sachen. 29) Von Untersuchungen. 21) Vom Berfahren | gen ausgetretene Cantonisen. 22) Vom Verfagh-| 23) Vom Verfahren bei!

tius cinendati atque disnosìti, novis etlain p:8- der Erêflärung eines Menschen für cinen Blédsinni-

E. j ile, 22! sg7r

I A Billerbe 2 25

co 8 ta]. Luive sitaets | Ficlind nya Bioadbyggnad, Mit 1 Kup!ert, gr. 40. Helsingiors. 20 sgr.

1

Ledebour., C. F. l

vel imwpericcte cognitaruin Boram KRosslcam. im- Erbsonderungen und Auseinan

sim anti et adspersîs annotationibos ilastrati [8c oder Verschwender. Ö chen Prozesseit.

«9 .. 7 ° . E ho Handlinzar, rörende Tuvigninzen a! K, Alexanders und Che: Sachen. ; cen. ) Bi der GVemetinheiten. 28) Von Pacht - ünd Wiic1hs- Icones tlantarum novaram | Sachen.

2%) Von vormundschaftli- 25) Vom Verfahren in Sponsalten |

26) Von Grenz- und Bau- Sa- | 27) Vom Verfahren bei Ausclnanderseßzung

29) Von Mae -Sachen. 30) Von ersehungen. 81) Vom)

primis Altaicam, Hlustrantes. V Toini s. 10 Ïas- Vrecfahren in Moratorlen-Sachen. 32) Von der Gâ-

. 1. 4 (C O

illun.

500 tab. ith 375 Thlr. scliwarz 215 Thile.

Ménétrics, E., Cataloguc raisonné des objets | der Kombpetenz. i de zuolote E Tis R N und Kaufgelder - Liquidations - Pro-

| | T T SCNE, | :

t E, willigen Gerichtsbarkeit.

&rrichtung von Testamenten

Mever, C. A, Verzeichniss der Pflanzen, welche [und Fnventuren in Sterbefällen. 3) Vom Verfah- während der in den Jahren 1829 u. 1830 unler- ¡fe bet der Aufnahme gerichtlicher Taren. nommenen Reise im Kankasus u. in den Pro- Hyvothekeumc en. L. Vom Depositaiwesen. F, Wom vinzen am westl. Ufer des caspischen Meeres Criminal-Verfahren. G. Vom Stempclwesen.

actuelles Si, Peitersboursg.

rage et jusgu’aux Ffrontières Perse. gr, in Ato. 26 ggr.

gefundzn und cingesammelt worden sind. gr.

* Âto, 1 Thlr. 26 sge. ¡werden :

Pharmacopoea Borussíica. Die Preußische E Ürerscht und erläutert von Fr. h. Dulf. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Mit Königl. Württemb. Privilegium. 2 Bände. Mit Kupfert. ü. Holzschnitten. gr. 8/0. 8 Thlr. 225 sgr.

Fol. -maj. Dorpali. terabtretung (vessìo ne E handlung dee Gläubiger, und der Rechtswohlthal

borocum). 83) Von dex Be-|

3%) Von Konkursen. 35) Vom

C. Vom Verfahren bei Handlungen der fret- 1) Bom Verfahren bei 2) Von Siegelutigen

D, Bom

Als vorzüglich brauchbar kann noch empfohlen

Wörterbuch der Aftten und Geschäfts- sv rache, oder Erklärung der im amtlichen Ver- kchr vorkommenden fremden Ausdrücte sro geheftet: 10 sgr.

gemeinen dynagmischen Lchren, die Geodynal Hydrodynamif und Aerodynamif. Mit 3 Et druccktafein. 3 Thlr. 20 sgr. Preis des ersien Bandes 2 Thlx. 20 sg, LÙbow, K Ch. F. v., Versuch einer prag hen Geschichte von Mecklenburg. 3x Y 1 Thlr. 10 igr. Ale 3 Theile fotten zusamimn:n 4 Thlx. 25 sgr. Scheibert, C. G, Lehrouch der Arithmetik! ebnen Geometrie, fúr die mittiern Klass! Gymnasien bearbeitet. 221 sgr. j Stern, M A, Darfellung der populdren M nomie. Mit besonderer Rücksicht auf dens brauch bei Vorlesungea. 1 Thlx. 2! sgr.

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handlung ist erschienen: : Dam, M. J... Königl Kammermusikns, Q iett für 2 Violinen, Bratsche und! loncello. Preis 2 sgr. 4 Carl Curths in Bed

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U ran A

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Jnhalt: 1. Das alte Buch und die Rel Blaue hinein. Eine Mährchen Novelle von Lu)! Tieck. 11. Abentheuer auf einer Reise durd Gebirge von Avruzzo im sechzehnten Jahrhu® Mitgetheilt von dem Verfasser des Geip!l cala 11, Die Alchymisien. Novelle von A # herrn von Sternberg.

Leipzig, im September 1834,

F A. Brockhau®

1

gr. 8vo.jbandlungen Deutschlands (in Berlin bei E, g Bu S Nj

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hi jau

F (nach Rom) abreisen würde. N vorgelesen, hätte verstanden for home (nah Hause), und daher

| Gazette zu

} Saale.

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aenara e E fun M D MEA E, A: - S ASE. A HRSEE N M C R A M x.

Allgemeine

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Berlin, Freitag ben 12w Dezember

Er E E E E E E I R R E

G N O A O O S A R E A O E T G D a DE e AEERAEAE

No R Ar O E a D? Fit 7a G O T I LICIE 02 p beth P Ls

AUmtliGe NaMriMten. Kronil des Tages.

Se, Majestät der König haben dem Unteroffizier Much, hem Grenadier Gilges und dem Füsilier Froißheim vom n Garde-Regiment zu Fuß, die Rettungs - Medaille mit dem ande zu verleihen geruht.

Der Königliche Hof legt morgen, den 12ten d., die Trauer drei Tage an sür Se. Durchlaucht den Herrn Landgra- von Hessen: Rotenburg. Berlin, den 1i. Dezember 1834.

von Buch, Ober-Ceremonienmeister.

en

Der Königliche Hof legt morgen, den 12ten d., die Trauer uf drei Tage an für Se. Durchlaucht den Prinzen Fries drich Wilhelm von Hessen-Philippsthal-Barch feld.

Berlin, den 11. Dezember 1834.

von Buch, Ober- Ceremonienmeister.

Dem Fabrikanten Eduard Elbers zu Hagen ist unterm 0, Dezember 1334 ein auf Sechs hinter einander folgende Jahre vom Tage der Ausfertigung angerechnet und für den ganzen \mfang des Preußischen Staats gültiges Patent

auf ein súx neu und eigenthümlich erkanntes Verfah- ren, den Sensen die Härtehize zu geben, Vertheilt worden.

Angekommen: Se. Excellenz der Kdnigl. Niederländische

General Lieutenant und Ober - Befchishaber der Truppen in der Provinz Zesland, de Cof, aus Pommern.

Zeitungs-Nachrichten. Uan O

Srantrei M

Paris, 4. Dez. Gestern war ein großes Diner beim Kd- nige. Unter den eingeladenen Personen bemerkte man den Gra- fen Molé, den Grafen und die Gräfin Flahaut, den Grafen von Houdetot, Herrn Gisquet, ‘den Obersten Peel (Bruder des Sir Robert) und mehrere angeschene Engländer und Englän- derinnen.

Der Bruder des Sir Robert Peel, der sich in Paris befin-

‘det, erhielt gestern einen Courier aus Rom, den er soglei

weiter nah London expedirte. (Vergl. London.)

Daß man Sir Robert Peel schon vor mehreren Tagen in London erwartete, soll auf einem sonderbaren Mißverständnisse beruhen. Ein Engländer hätte nämlih am 12. Nov. von Flo-

I renz aus, wo er mit Sir Robert Peel zusammen getroffen war,

nach London geschrieben, daß derselbe in zwei Tagen for Rome Jemand, dem man diesen Brief

das Mißverständniß.

Das Journal des Débats sagte gestern in Bezug auf die bevorstehende Debatte in der Kammer: pz, Früher hatten wir es wit Feinden zu thun, welche die Regierung tddten wollten. Jebt haben wir es nur noch mit Aerzten zu thun, welche die Negie- rung sterben lassen würden, um sie späterhin reht aufrichtig zu beweinen.‘/ Hierauf erwiedert heute die Gazette de France: „Was das Journal des Débats hier dem tiers- parti vorwirft, ist genau dasselbe, was es selbst gegen die Restauration und die Charte von 1814 gethan hat. Die Lage ist so ganz dieselbe, daß diese Zeitung auch nicht eine Sylbe gegen den tiers- parli sagen fônnte, die niht auf die Abtrünnigen zurück- fiele, deren Organ das Journal des Débats im Jahre 1830 war.‘ Jn einem andern Artikel giebt die ( verstehen, daß es dem Herrn Thiers mit seiner Geldforderung zum Bau eines neuen Audienz-Saales für den Pairshof unmöglich Ernst seyn kônne. „Seit 1400 Jah- ren‘, sagt dieses Blatt, „wäre dies das erste Mal, daß die Ju- stiz-Behörde in der Ausübung ihrer Befugnisse durch den Man- gel cines passenden Lokals gehemmt würde. Der Minister

| will einen Saal fúr 300 Angeklagte bauen lassen; wenn nun

aber ein Komplott entstände, in welhem 600 und mehr Personen figürirten (denn wer vermöchte bei Revolutionen zu sagen, wie weit die Sachen gehen werden), so wäre jene Ausgabe unnüß ge- wesen und man müßte einen noch größeren Saal bauen lassen.

| Die Forderung des Herrn Thiers hat wahrscheinlich einen ganz | andern Zweck, und dieses Räthsel wird uns hoffentlich am näch-

sten Freitag geld werden.“

_ Das Journal de Paris erzählt die abermaligen Unruhen in der Nechts- Schule in folgender Weise: „Heute Morgen um halb neun Uher versuchte Herr Rossi, Professor des constitution- nellen Rechts, zum dritten Male seinen Lehr-Kursus zu eröffnen. Schon vor seiner Ankunft ertônte tumultuarisches Geschrei im Als Herr Rossi, in Begleitung des Dekans, Herrn Blondeau, erschien, verdoppelten sich die Beleidigungen und der Tumult, Das Ge!chrei: „„Fort mit dem constitutionnellen Rechte! Nieder mit Rossi! // erstickte die Stimme des Pro- fessors, so oft er das Wort zu nehmen versuchte. Die Unord- nung hatte den höchsten Grad erreicht, als die bewaffnete Macht in das Amphitheater drang; aber sobald sie erschien, ward die Erbitterung lebhafter und der Lärm war schrecklih. Die jun- gen Leute fielen {hreiend über einander her. Einige zur Rechts- Schule gehdrende Personen schritten ein, und schienen zu glau- ben, daß, wenn sie das Zurückziehen der bewaffneten Macht bewirkten, die Ordnung sich von selbst wiederherstellen würde. Unge- achtet der Nachgiebigkeit der Behörde in dieser Hinsicht fuhren die Ruhesidrer nach dem Rückzuge der Municipalgarde fort, Beleidigun- gen gegen den Professor zu richten, und stimmten die Marseillaise an. Herr Rossi zog sich endlich, als er die Unmöglichkeit einsah, Schwei-

gen zu erlangen, um 95 Uhr zurück. Herr Blondeau blieb im Saale, um den Versuch zu machen, die irre geführte Jugend zu überzeugen , daß die Ernennung des Herrn Professor Rossi ganz gejezlih sey; denn, sagte er, da das Lehramt, womit er beauftragt ist, ganz neu is, so bedurfte es keiner Mitbewer- bung; die Privilegien der Rechts\hule sind mithin nicht veriebt worden. Herr Blondeagu erinnerte an das Beispiel des Dr. Gall, bei dessen Ernennung zu einem neuen Lehramte ebenfalls keine Konkurrenz stattgefunden habe. Die väterlichen Worte des Dekans wurden wohl zwanzig Mal durch tumultuarisches Geschrei unterbrochen; denn die Ruhesdrer hatten den Entschluß gefaßt, auf die Sprache der Vernunft nicht zu hôren. Unordnung war ihr Zweck. Bis 11 Uhr hatten sih sehr unruhige Gruppen auf dem Pantheon-Platze aufgestellt; dann seßte sh eine Rotte junger Leute in Marsch und nahm, wie man sagt, ihre Richs tung nach der Wohnung des Herrn Mauguin. Diese s{chänd- lichen Umtriebe, deren sich nur eine chwache Minorität schuldig macht, müssen aufhören. Sie entfernen aus der Rechtsschule die große Mehrheit der fleißigen und friedlichen jungen Leute ; sie gefährden den Erfolg ihrer Studien.“

Ein Oppositions- Journal äußert sich Úber denselben Gegenstand folgendermaßen: „Wir wissen nicht, ob die Doctri- nairs die Absicht gehabt haben, Unruhen hervorzurufen, um sich daraus ein parlamentarisches Mittel zur Erlangung der Majori- tät zu machen ; aber so viel ist gewif, daß sie heute Alles gethan haben, um eine Emeute zu veranlassen. Man weiß, daß der neue Professor an zwei vorhergehenden Tagen seinen Lehr-Kursus nicht erdf\nen konnte. Heute Morgen, als er in den Saal trat, ließen sh etwa 10 Pfeifen vernehmen, die andererseits durch Beifallklatschen und durch den Ruf: „Nieder mit den Pfeifern! Nieder mit den Polizei-Spionen!// übertônt wurden. Die Stu- denten waren auf dem Punkt, die Ruhestörer aus der Thüre zu werfen, indeß ließen sle von ihrem Vorhaben ab, als die Ruhe in so weit wiederhergestellt worden, daß der Professor wenigstens den Versuch machen konnte, seinen Vortrag zu beginnen. Alles schien sich so anzulassen, als ob es nicht weiter zu ern- sten Ruhestörungen kommen würde, als mit einemmale ein Polizei - Komissarius, von einer Menge Stadt - Sergeanten ge- folgt, in den Saal eindrang. Nun kehrten sich alle Studenten ohne Ausnahme gegen die bewaffnete Gewalt. Herr Rossi, von allen Seiten mit Vorwärféi bestürmt, erklärte, daß er einer solchen Einmischung durchaus freind sey, und stieg sogar vom Katheder, um die bewaffnete Gewalt aufzufordern, sih zu ent- fernen. Jn demselben Augenblick drang zu ciner andern Thür eine Abtheilung der Municipal-Garde ein, und Herr Rossi war nun genöthigt, auch mit diesem Detaschement zu parlamentiren. Herr Blondeau versuchte, sich Gehör zu verschaffen, um zu er- klâáren, daß er der bewaffneten Macht keine Befehle - ertheilen könne, daß er aber die Offiziere ersucht habe, ihre Leute zu- rücfzuziehen. Zule6t gelang es auh, die Municipal - Gar- disten so wie die Stadt-Sergeanten zu entfernen. Welche Mühe sich aber nun auch Herr Ros gab, so gelang es ihm doch nicht, sich Gehör zu verschaffen. Nur die, die ihra ganz nahe standen, konnten vernehmen, daß er das Vorgefallene mehr als irgend Jemand bedauerte. Nachdem er sich von der Unmöglichs- keit überzeugt hätte, den Tumult zu beschwichtigen, zog er sich e Herrn Blondeau, der allein zurückblieb, gelang es end- ich, sih einige Momente der Ruße zu verschaffen, Und er wollte dieselben benußen, um den Studenten die Geseßlichkeit der Er- nennung des Herrn Rossi auseinanderzuseßen; aber man ließ ihn nicht zu Ende kommen, und er sah sich ebenfalls gezwungen, den Saal zu verlassen. Der Hauptgrund des Widerstandes der Studenten ist der, daß man es nicht ihrer Wahl überläßt, den Kursus des Herrn Rossi zu hôren oder nicht, sondern daß man sle dazu zwingt, Den ganzen Morgen über standen auf dem Dae Plage zahlreiche Abtheilungen der bewaffneten Macht. Etwa 10 Studenten wurden verhaftet; aber Herr Blondeau hat sich verpflichtet, Alles aufzubieten, um ihnen ihre Freiheit wieder zu verschaffen. Während des ganzen Tages bemerkte man in verschiedenen Stadtvierteln Züge von Studenten; indessen glaubt man nicht, daß diese Sache einen ernstern Charakter annehmen werde.‘

Die schône Gemälde-Gallerie des Herrn Laffitte is jezt zur Ansicht ausgestellt, und wird in einigen Tagen öffentlich verstei- gert werden. Es dürste dies eins der schmerzlichsten Opfer seyn, welches der kunstsinnige Besizer dem Drange der Verhältnisse zu bringen hat; und allgemein bedauert man es, eine so s{ône Sammlung, die den Besuchenden zu jeder Zeit auf das bereit- willigte geöffnet wurde, zersplittert zu sehen. Unter den moder- nen Gemälden dieser Sammlung zeichnet sich besonders das be- kannte Bild von Horaz Vernet „dcr Uebergang Über die Brücke bei Lodi‘/ aus.

Der General Carnot erhielt im Jahre 1809 von dem Kai- ser eine Pension, die ihm im Jahre 1816 von der vorigen Dy- nastie, welche jenes Jahrgeld als ein Gnadengehalt, nicht als einen Lohn für geleistete Dienste betrachtete, gestrihen wurde. Nach der Juli - Revolution protestirte der Sohn des Generals gegen diese Verfugung; ein Ministerial-Beschluß aber verweigerte die Zahlung der Rückstände, worauf der Reklamant sich an den Staats-Rath wandte. Dieser lelztere hat nun seine Entscheidung dahin abgegeben, daß der gedachte Ministerial-Beschluß als null und nichtig zu betrachten sey, und Herr Carnot seine Forderung vor dem Finanz-Ministerium geltend zu machen habe, indem es in dem Kaiserlichen Dekrete, wodurch der General Carnot pen- sionirt worden, ausdrüklih heiße, daß diese Pension ihm für seine Leistungen im Militair - und Civil-Dienste bewilligt werde.

Lord Brougham begab sih gestern in Begleitung des A Dupin des Aeltern nah den verschiedenen Kammern des Cassa- tionshofes. Er wurde überall mit großer Auszeichnung em- pfangen. |

Man wird si erinnern, daß vor einiger Zeit der Tod eines Marseiller Arbeiters, der von einem auf Posten stehenden Stadt- Sergeanten erschossen wurde, die Einwohner von Mar- seille so erbittert hatte, daß das Corps der Stadt-Sergeanten aufgelöst und der Thäter vor Gericht gestellt werden mußte.

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Lebterer, ein gewisser Dulong, ist jeßt von dem Assisenhofe des freiwilligen Todschlags bei Ausübung seines Amtes für schuldig befunden worden, auf welches Verbrechen lebenslängliche Zwangs- arbeit steht. Da indessen die Geschwornen zugleih mildernde Umstände gelten ließen, so wurde Duíong nur zu 6 jähriger Reclusion verurtheilt.

Herr Dore, ehemaliger Privat - Secrezair des Fürsten Tal- leyrand, hat sih entleibt. Der Grund zu dieser verzweifelten That ist nicht bekannt geworden.

Das Mémorial des Pyrenées enthält Folgendes: „Die Fnsurgenten haben von neuem die Belagerung Elisondo's begon- nen, allein dieses Mal sind sie weit stärker als früher. Es scheint, daß sie eine große Wichtigkeit darauf legen, sich dieses Be zu bemächtigen; man sagt, Zumalacarreguy werde sich persönlich dorthin begeben. Elisondo ist jeßt auf mehrere Mo- nate verproviantirt und die neuen Arbeiten machen es fast un- einnehmbar. Die Junta von Navarra befindet sih im Bastan- Thale; jene von Guipuzcoa entfernt sich nicht aus der Umge- gend von Lessaca.‘‘

Im JFmpartial liest man: „Jn dem Augenblick, wo die Gränz- Journale melden, daß der Prinz von Asturien, Sohn des Don Carlos, bei seinem Vater angekommen sey , hreibt man aus London, daß der Prinz England verlassen habe und nach Frankreich gereist sey, um L mit durch den Herzog von Wel- lington ausgestellten Pässen zu seinem Vater nah Spanien zu begeben. Der Zweck dieser Reise soll seyn, sich sehen zu lassen, und die Armee kennen zu lernen, damit man alsdann Spanien eine gänzliche Pacification, vermittelst der Abdankung des Don Carlos zu Gunsten seines Sohnes, mit der förmlichen Verpflich- tung für diesen, die Königin Jsabella zu heirathen, vorschlagen fönne. Es is zu vermuthen, daß der Prinz mit Bewilligung der Regierung dur Paris gereist ist, und zwar in Folge einer Uebereinstimmung des doctrinairen Ministeriums mit dem Torys Ministerium.“

Der Jndicateur sagt: „Die Christinos konzentriren sih in der Gegend von Pampelona; nach den Briefen aus jener Stadt vom 26. November is die Organisation der Armee und des Landes die Hauptbeschäftigung Mina's. Vor wenigen Ta- gen nahm eine starke Kolonne ihre Richtung auf Tafalla, um Proviant zu holen; 400 Karren kehrten, mit Lebensmitteln aller Art beladen, nach Pampelona zurûck. Die Karlisten machten nicht einmal Miene, diese Expedition zu hindern. Mina hat den {önen Wald von Carrascal, 2 Meilen von Pampelona, der sih an der Heerstraße von Aragonien hinzog, fällen lassen. General Oraa marschirte von neuem nach Elisondo und dem Bastan- Thale, von wo, wie gewöhnlich , Sagastibelza mit den Seinigen entfloh. Man hat Briefe aus dem Saupteudveter des Don Carlos vom 23. November. Die Karlisten und die Chri- stinos organisiren sich und haben ein weites Terrain bei Estella besest. an wollte sagen, Zumalacarreguy sey, da er keinen Feind mehr vor sich gesehen, noch einmal in Castilien eingerückt. Erazo bleibt in Biscaya, um die Munition jeder Art, die den Karlisten, wie es scheint, zur See zukommt, in Empfang zu neh- men. Es ist Thatsache, daß es den Rekruten der neuen lone niht mehr an Waffen fehlt.“

Großbritanien und Jrland.

London, 5. Dezember. Der König ertheilte geftern und heute dem Herzoge von Wellington, dem Marquis von Camden, dem Grafen von Roßlyn, den Lords Marpborough, Lyndhurst, Grenville Somerset, Hill, Aberdeen und Ellenborough, dem Gec neral- Major Sir Henry Hardinge, dem Sir Ch. M. Sutton, dem Sir James Scarlett, dem Sir John Becket und den Herren Goulburn, Planta und Charles Arbuthnot Audienz.

Herr Hudson, der Courier, der an Sir Robert Peel abgee sandt worden war, ist heute früh um 2 Uhr wieder hier anges fommen. Er traf Sir Robert zu Rom, und Les6terer wollte in Folge der Depeschen, die er durch Herrn Hudson erhielt, am 26sten v. M. von Rom aufbrehen, um nach England zurück- zureisen. (S. den Artikel Rom im vorgestr. Blatte d. St..Z., welchem zufolge Sir Robert wirklich am 26sten von Rom ab- gereist ist.) Man erwartet ihn daher Montags oder Dienstags, den 8ten oder 9cten d., hier in London zurück. Der Herzog von Wellington und Lord Lyndhurst scheinen seiner Ankunft chou am Montag mit Gewißheit entgegenzusehen, denn Lesterer, der Lord - Kanzler, antwortete heute früh im Kanzleihofe, als er er- sucht ward, einen Tag zur Wiederaufnahme eines Rechtfalles an- zuseken, er müsse jede fernere Anordnung so lange aufschieben, bis er das nächste Mal zu Gericht sige, welches am Dienstag den Iten seyn werde, an welchem Tage er bestimmt zu wissen gedenke, was er werde vornehmen können. Der, Herzog von Wellington soll nach der Ankunft des Herrn Hudson abermals einen Courier an Sir Robert Peel abgesandt haben. „So wird denn also‘‘, bemerkt der Courier, „Dienstag oder Mittwoch das Publikum von seiner Ungewißheit befreit seyn. Der Auszug, den wir aus den Jrländischen Zeitungen geben, und wonach Herr Arthur O'Connor durch den Herzog von Wellington die Weisung erhal- ten L, soll, Jrland augenblicklich zu verlassen und wieder in die Verbannung zu gehen, beweist, wenn die Nachricht gegrün- det ist, daß die Handlungen der Regierung die Verantwortlichs keit eines Kabinets zu erheischen beginnen, und wenn sie nicht wahr is, so liefert sie den Beweis, däß die Grundsäße, nah denen die Verwaltung geführt werden soll, sobald als möglich verdffentliht werden müssen.“

Der Englische Botschafter bei Sr. Majestät dem Könige der Franzosen, Lord Granville, ist von Paris hier angekommen, Der Standard sagt, der Herzog von Devonshire habe dem Lord Granville seine Villa in Kemptown eingeräumt, da der Lord lange Zeit in Paris zu bleiben geglaubt und daher den Befehl gegeben habe, sein hiesiges Hotel zu verkaufen.

In der Dublin Evening Mail, einem Orangistischen Blatte, liest man: „Eine der ersten Handlungen des Herzogs von Wellington, die eine {dne Vorbedeutung ist für den Geist, in welchem das neue Ministerium wahrscheinlih regieren wird,

ataís(-

war die Erlassung des Befehls an Herrn Arthur O'’Connors