1901 / 152 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

- Oesterreih-Ungarn in den vier leßten Jahren. Au

kabinets, zum General-Adjutanten Seiner Majestät des Kaisers und óni 1

Viel, an Bord S. M. e Hohenzollern“, 24. Juni. Gude- will, . und Komp. R im 2. See-Bat., als arer zum 2. Ers e-Bat. verseßt. Fr r. v. Keller, Oberlt. im 3. Königl. Sid. -Art. Regt. Nr. 32, Frhr. v. Schaumberg, Lt. im M l. Sächs. Inf. Regt. Nr. 103, zur Information bei der / Werft Kiel vom 5. August bis einschließli< 15. Sep-

d. J. kommandiert.

x Kaiserliche Schußztruppen.

iel, an Bord S. M. Yacht „Hohenzollern“, 24. P Müller v. Berne>, Fon ris, Lt, D Karabh. Negt., wber h em Ausscheiden aus der Königl. Sächs. Armee unter dem 12. uli . I. mit Patent vom 29. Juli 1896 als Lt. in der Schußtruppe für Südwest-Asrika angestellt.

Ostafiatische Besatzungs-Brigade.

Kiel, an Bord S. M. Yacht „Hohenzollern“, 24. Juni. Richrath, Oberlt. im_ 2. Ostasiat. Zuf. Negt. der Östasiat. Be- [aBunge, rig.,, zum 5. Ostasiat. Inf. Negt. des bisherigen Ostasiat. Expeditionskorps, Dr. Chop, Assist. Arzt beim 2. Ostasiat. Inf. Negt. der Ostasiat. Besatzungs-Brig., zum Feldlazareth 4 des bis- herigen Ostasiat. Expeditionskorps, zurü>getreten. Hönemann, Oberlt. im 5. Ostasiat. Inf. Negt. des bisherigen Ostasiat. Expeditions- E Dr. my, Oberarzt beim Feldlazareth 6 des bisherigen Ostasiat. Expeditionbkorps, zum 2. Östasiat. Inf. Negt. der Ostasiat. Besazungs-Brig. verseßt.

* Statistik und Volkswirthschaft,

Deutschlands Außenhandel mit den einzelnen Länder 1897 bis 1900.

Das Kaiserliche Statistishe Amt hat soeben im Ansctus an das X1. Heft (Großbritannien) des 135. Bandes der „Statistik des Deutschen Reichs“ die Hefte V (Rußland) und 111 (Desterreich- Ungarn) Fel egeen. Ersteres enthält den Außenhandel Deutsch- lands mit Rußland in den vier leßten Jahren. Dem umfang- reihen Tabellenwerk geht eine kurze Be rung der Entwickelung des deutsh-russishen Handels im leßten Jahrzehnt voraus. Der Spezial-

handelswerth betrug 1900: in der Einfuhr: in der Ausfuhr:

eins{ließli< der Edelmetalle 716,5 Mill. Mark, 324,9 Mill. Mark, gute He : Os u 8130 #., D Die Einfuhr aus Nußland hat um 14,8 Millionen Mark = 2 v. H, bei Einfluß und um 50 Millionen Mark = 8 v. H. bei Auss{luß der Edelmetalle zugenommen, während die Ausfuhr um 71,7 Millionen Mark = 18 v. H. bei Einshluß und um 12,1 Millionen Mark = rund 4 v. H, bei Aus\hluß der Edelmetalle abgenommen hat.

aupteinfuhrwaaren aus P find Roggen, Bau- und Nuyholz, Gold, Eier, Gerste, Hafer, Weizen, Kleie, lad, Leinsaat, Häute und Felle, Oelkuchen, Pferde, Gänse, Hanf , Kalbfelle, mineralishe Schmieröle, Borsten, Kautshuk und 104 n und Absülle von Kautshukwaaren. Hauptausfuhrwaaren nah Nuß- and sind Maschinen, Eisenwaaren, die „nit besonders genannten Waaren“, Edelmetalle, Baumwolle, Kohlen, Häute,

Außer der Goldausfuhr hat auch die Ausfuhr von Stabeisen, MasG Ed>- und Winkeleisen, groben Eisenwaaren, rohen Platten und Blechen aus s{hmiedbarem Eisen, wollenem Streichgarn 2c. be- deutend abgenommen. i

Der Besprehung is auch eine Uebersicht über die Cini der Hauptgetreidearten aus Rußland im legten Jalgzchn!t beigegeben.

Das 111. Heft enthält den Außenhande Ds N p

er wir dem Tabellenwerk eine kurze Besprehung der Entwikelung des deuts<-österreichis<h-ungarischen Handels im aid Jahrzehnt voraus- geschi>t. Der Spezialhandelswerth betrug 1900: in der Ausfuhr:

in der Gnlude: |

eins e der Edelmetalle 724,8 Mill. Mark, 510,7 Mill. Mark,

aus\<GliegliGh s TOUA ú 486,3» Ü ie Einf A Oesterreich-Ungarn ist en das Vorjahr um 6,1 Millionen Mark = 0,8 v. H. bei Einschluß und um 11,1 Mil- lionen = 1,6 v. H. bei Ausshluß der Edelmetalle gefallen während die Ausfuhr um 44,7 Millionen Mark == 9,6 y. H, bei Einschluß und um 36,4 Millionen Mark = 8,1 v. H. bei Ausschluß der Edelmetalle gestiegen ist. 4 Sm lezten Jahrzehnt war stets die Einfuhr aus Oesterreich größer als die Ausfuhr dahin; der Einfuhrübers{<uß \<wankt nah Abzug'der Edelmetalle zwischen 139,1 und 265,6 Millionen Mark. Haupteinfuhrgegenstände find: Baue und Nuyholz, namentli< rohes und clägtes, Braunkohlen, Eier, Gerste, Ochsen, Malz, Kleie, Gold, | Kübe, Bettfedern, Faßbier, Kleesaat, Leinengarn, fle f Aepfel, irn Lederhandschuhe ine B Bücher, Kalb- e a

e, Hopfen, feine Schuhe, Jungvieh, <inen, Butter, feuerfester hon, Gemälde, Eisenerz, Wein, Lohrinden. j »auptausfuhrgegenstände sind: Kohlen, Bücher, Karten,

Maschinen, Gold, Nohbaumwolle, gekämmtke Wolle, Koks, Wollen- garn, lakiertes, gefärbtes Leder, ndshuhleder u. a.; grobe Cisen- waaren Ebblinetallitaaten Rohwolle, Anilin- 2c. Farben, Sämereien, Zink, Gemüse, unbedru>te Wolltuhwaaren Häute und Felle zu Pelz- Wern e Eisenwaaren, Rindshäute, Nohkupfer, Kämm inge, Flachs,

lasen, Därme. / 4 ; B Auch in diesem Heft findet 19 cine Uebersicht über die Einfuhr der Hauptgetreidearten und von Malz im legten Jahrzehnt.

Zur Arbeiterbewegung. Der bereits, längere Zeit währende Maurer - Ausstand in Solingen (vergl. Ar. 97 d. Bl.) ist, der „RNh.-Westf. Ztg.“ zu- folge, nunmehr ergebnißlos beendet.

Land- und Forstwirthschaft.

Bestimmungen der Nikolajewer Börse über Besaß und Naturalgewicht des Export-Getreides. @

Die neuen, unter dem 18./5. März d. J. vom russischen Finanz- Minister bestätigten Regeln des Nikolajewer Börsen-Comités lauten in Uebersetzung, wie folgt :

1. Börsenbestimmungen, betreffend den Betrag des Besaßzes (der fremdartigen Sarge und die Norm des Naturalgewichtes des Getreides, welches auf dem Nikolajewer Markte verkehrt.

Bei Abschlüssen über Getreide auf Lieferung und bei Ankäufen von Bestandivaaran, us S Se Leichtern, Böten, Waggons Fommen folgende Regeln- zur Anwendung: /

1) Für Weizen gilt als Normalsaß 3 9/0, jedo<h ist die Ab- A desselben an den Käufer nicht mit mehr als 8 0/9 Besaß guälssia; widrigenfalls ist der Käufer berechtigt, die Annahme der

are zu verweigern. ; L 1 9) Für jedes Prozent über normale 30/9, wird Rabatt gewährt: beim Inhalt eines Besaßes ‘von 30/0 bis 5 9/0, je { /0_ vom reise und beim Besaß von 50/0 bis 80/0, je 29/0 vom Preise des

izens. ; B Im Weizen mit einer Vers<mußung von mehr als 30/0, wird

den, oder Gerstebeimishung bis 20/6 im halben Betrage O

90/0 für 10/0, jedoh über 2%/ auf allgemeiner Grundlage. 4) (b 46 E im Weizen weniger als 3 9% betragt, so enen Preise ein Zuschlag in Höhe von 4 9% für

wird zum ausbedun 1 i Jedes Prajent des bérormal abgelieferten, reinen Weizens gemacht. 255

Bei der Weizenlieferung kann das Naturalgewiht des Korns um e Pfund geringer sein, als im Kontrakt angegeben ist, mit der qung, daß für jedes fehlende Pfund ein Nabatt gewährt wird:

m

bedungen ist, je } Kop., und für die folgenden vier Pfund A vom Waarenpreise. D Dn es Weizens, Pf er é tontraft in natura mehr als um se<s Pfund geringer ift, ft für den Käufer nit obligatorish; jedo< bei Einwilligung derselben, der- artigen Weizen abzunehmen, wird für jedes fehlende Pfund ein Rabatt von 1 Kop. gemaht.

6) Für Roggen gilt als Normalsaßz 3 0/9, es ist aber eine Ab-

O zulässig; widrigenfalls ist der Käufer bere<tigt, die Annahme der 7) zu Ne Der H 16 /

b für jedes Prozent Besaß, welches 39/4 des normalen über- steigt, wird ein Rabatt gewä ah beim Inhalte eines Besayzes von 39/0 bis 4% in Höhe von 1/6 vom Preise, und beim Inhalte eines Besaßzes von 49/9 bis 60/9 je 29/9 vom Preise dês Noggens,

L) Lei Roggenlielerun mit: einem Belape von geringer 39% wird dem ausbedungenen Preise ein Zuschlag im Betrage von # % für jedes Prozent reinen, die Norm übersteigenden Roggens gemacht. u Leer im Roggen enthaltene Weizen wird als Besay nicht

rachtet. 10) Bei Noggenlieferung kann das Naturalgewiht des Korns um 6 Pfd. gern er, als im Kontrakt angegeben f ein, mit der Bedingung, ei geringerem als auébedvungenem 9taturgewicht vom

aarenpreise Rabatt gewährt wird: x die ersten drei Pfund enes Gewichts je 4 Kop. und- füc die folgenden drei Pfund

e 4 Kop. Die Annahme von Roggen mit einem um mehr als 6 Pfund geringeren Naturgewicht oen den Kontrakt, ist für den Käufer nicht obligatorisch; jedo bei inwilligung desselben zur An- nahme derartigen Roggens wird für jedes fehlende Pfund ein Rabatt von je } Kop. vom Waarenpreise gewährt.

11) Für Gerste gilt als Normalbesaÿ 3/6; jebos ist die Ab- lieferung derselben an den Käufer mit einem nicht $%/9 übersteigenden A zulässig; widrigenfalls is der Käufer berechtigt, die Annahme der Waare zu verweigern.

12) Für jedes Prozent Besaßz, welches die normalen 3 %/% liber- steigt, wird Rabatt gewährt: bei einem Besag von 39% bis 69% je 1% vom Preise und bei einem Besaye von 60/9 bis 80/6 für“ jedes Prozent 20/6 vom Preise.

Anmerkung: Der in Futtergerste enthaltene Weizen und Roggen wird als Besay nicht betrachtet,

18 Bei Gersteablieferung kann das Naturalgewiht des Kornes um 8 Pfund geringer, als im Kontrakt erwähnt it, sein, mit der Bedingung, daß bei dem Nakuralgewiht, das geringer ist, als aus- bedungen wurde, vom Preise der Waare Rabatt gewährt wird: für die tan 4 Pfund fehlenden Gewichts je !/4 Kop. und für die fol- uten 4 Pfund je 4 Kop. vom Waarenpreise, Die Abnahme der Serste, welhe ein um mehr als 8 Pfund geringeres Naturalgewicht gegen den Kontrakt enthält, ist für den Käufer nicht obligatorisch; bei dessen Einwilligung aber, derartige Waaren anzunehmen, wird für jedes fehlende Pfund cin Nabatt von je 4 Kop. gewährt, h

14) Für Hafer gilt als Normalbesaß 5 0/9, es ist aber die Ab- lieferung de n an den Käufer mit einem niht 100/6 übersteigenden Besatz zulässig; widrigenfalls ist der Käufer berechtigt, die Annahme der Waare zu verweigern.

15) Für jedes Prozent Besaß, wel<es 6 9/9 normal übersteigt, wird Yabatt gewährt: bei Inhalt eines Bapes von 69/6 bis 8% je 1% vom Preise und bei Inhalt eines Besaßes von 89/9 bis 10 % je 20/9 vom Preise.

16) Bei Ha ferablieferung kann das Naturalgewicht des Kornes um 10 Pfund geringer sein, als im Kontrakt angegeben ist mit der Bedingung, daß bei Naturalgewicht, welthes Ge ift als aus« bedungen wurde, vom Waarenpreise Rabatt gewähr wird: fir die ersien 5 Pfund des fehlenden Gewichts je !/4 Kop, und für die folgenden 5 Fus je 4 Kop. vom Waarenpreise. Die Annahme des Hafers mit einem Naturalgewicht, welches gegen den Kontrakt He als um 10 Pfund geringer i ist für den Käufer nicht obligatoris<; jedo< bei desen inwilligun , derartige Waare anzu- neen wird für jedes fehlende Pfund ein Rabatt von je { Kop. ewährt.

L 17) In Getreidemishungen Weizen mit Roggen (fogenannter Unterweizen oder Surshik (unreiner Weizen) und in O mit Wie

und kleinen Erbsen, wird der Jnhalt eines Getreides im andern dur< Vereinbarung des Käufers mit dem Verkäufer bestimmt; Mineralbeimishungen aber Jm e, Sand, Staub, Spreu 2c.) sind in Aen Mischun en in F he von nicht liber 29/6 zulässig.

18) Für Leinsaat 1a als Normalbesay d 9%, es ist jedo die Ablieferung sg an den Käufer mit einem 8 %/% nit übersteigen-

den Besaß zulä sig, 19) Für jedes Prozent Besag, welches die normalen 5 %/% über- steigt, wird cin Rabatt von 10/6 vom Preise der Leinsaat gewährt.

20) Wenn in Leinsaat andere Oelsaaten enthalten sind, so werden 20/6 derselben für 10/6 Leinsaat gere<hnet, Im Falle einer all- emeinen Verschmußung von über 8 0/6, werden andere Delsaaten als Besag auf allgemeiner Grundlage betrachtet.

21) Gebrochene Körner der Leinsaat yon mehr als der halben Größe werden als ganze Körner (ereins und diejenigen, welche fleiner als die Hälfte sind, werden als Besa aus andern Oelsaaten in Leinsaat anerkannt, d. h, 20/6 für 1 9/0. ,

92) Für Surepa (Rübsaat) gilt als Normalbesay 15 %%, jedo ist die Ablieferung derselben an den Käufer mit einem 20 % nicht übersteigenden Besay zulässig.

93) Für jedes Prozent Besaß, welches 160/49 normal eersies wird ein Mabatt von je 19/6 vom Preise der Mübsaat gewährt. el Einwilligung des Käufers zur Abnahme von Rübsaat mit einer Ver- s{<mubung, die 209% übersteigt, wird cin Rabatt von je 2%/6 vom Preise je jedes Prozent Besaß über 20% gewährt.

94) Die in Nübsaat enthaltenen anderen Oelsaaten werden als Vesay nicht gerehnet.

< 9) Für (ämmtliche anderen elsotten gilt als Besaß beg jedo

il die Ablieferung derseiben an den ausge mit einem 8% n t über- steigenden Besay zulässig. Für jedes Prozent Besaß, wel<hes 0% r U wird ein Rabatt von je 1%/ vom Waarenpreise ewährt. 2 96) Bei Ablieferung von Leinsaat, Nübsaat und sonstigen Oel- faaten mit einem Besaye, welcher gegen den in den $8 18, 22 und 25 erwähnter normalen geringer ist, wird vom Käufer zum aus- bedungenen Preise ein Zuschlag in Höhe von 1 % für edes Prozent reiner Saat, wel<hes übernormal abgeliefert wird, gemacht.

97) Die Makler der Nikolajewer Börse fertigen Mallernoten (Schlußnoten) über den Verkauf von Getreide nur auf Grundlage dieser Bestimmungen aus. A

98) Etwaige Streitigkeiten über Anwendung gegenwärtiger Be- ung Streitigkeiten und Mißverständnisse werden vom Nikolajewer Börsencomitó entschieden.

11. Jnstruktion | l zur Vornahme der Getreideanalyse im Bureau beim Börsen-Comits der Nikolajewer Börse. y /

1) Beim Börsen-Comits der Nikolajewer Börse besteht ein Bureau zur Felle n8 der Güte von jeder Art Getreidewaaren, wel<e auf dem Markte zu Nikolajew verkehren.

2) Ver Biadeiboritans und alle sonstigen daselbst angestellten Personen werden vom Börsen-Comits bestellt.

Anmerkung: In die Zahl der Bureaubeamten können au Personen weiblichen G eshle<ts aufgenommen werden.

3) Zu den Oblie enheiten des Bureauvorstandes gehören :

a. die Aufsicht über die regelre{hte Vornahme der Analyse,

b. die Führung des Buchs, in welches die Er ebnisse der A eingetragen werden; die Ausfertigung von Bescheinigungen über die Güte ua der zweds sachver|tändiger Untersuchung eingegangenen Proben, der Schriftwechsel mit den Bureauklienten, Kassenabrech- nung 2c. f :

8, ur Kontrole der Thätigkeit des Vorstands und sämmtlicher anderer 2 e 5 ae wird 1E jeden Sißungstag eins der Mitglieder des Börsen-Comités ernannt. ; i:

E Tagesdiensstt für jedes Mitglied des Comités wird dur

aturgewicht, welhes um ein oder zwei Pfund geringer, als aus-

lieferung een an den Käufer mit einem niht 69% übersteigenden ä

Loos eine Woche im voraus bestimmt, wenn aber irgend ein Comité«

mitglied niht in der Lage sein ns zu dieter res im Bureau atn- wesend zu sein, so ist es ichtet, dem henden des Börsen- - Comités rehtzeitig davon Mittheilung zu machen, welcher in diesem Falle die Dejourpflicht cinem anderen Comitémitglied auferlegt. 5) Für die Besorgnmng der Obliegenheiten des Tagesdienstes er-

ten die Mitglieder kes Comités Diätengelder und sämmt! Bureauangestellten ein Monatsgehalt in seitens des Börsen-Com zu bestimmenden Beträgen.

6) Das Bureau ist für Annahme der Getreideproben zwe>s sa<h- verständiger Untersuchung an festgeseßten, seitens des Börsen-Comi zu bestimmenden Stunden geöffnet. Der Verkehr mit den Ge besißern in Angelegenheiten, die auf das Bureau Bezug haben, findet dur Vermittelung des diensthabenden Comitémitgliedes in einem von Bureau getrennten Lokale statt, in das Bureau selbst werden fremde

onen nicht zugelassen. s

7) Die Proben zwe>s Anatvle müssen mit Siegel derjenigen Personen, welche sie entnommen haben, und der Antrag auf Vornahme der Analyse mit Unterschrift des Getreidebesitzers versehen scin; iw denjenigen Fällen aber, wenn die sahverständige Untersuchun behufs: Entscheidung von Streitigkeiten, die aus einem Getreidehandelsvertr entsprießen, vorgenommen werden, mit Unterschrift der Bevoll- mächtigten beider streitigen Parteien.

8) Die vom etr veveiver in Einpsang genommen Proben werden vom diensthabenden Comitémitglied Bureauvorstand in gelder Weise übermittelt, daß dem Leßteren die Person, welche die

nalyse beantragt hat, nicht bekannt wird. Das Ergebniß derselben wird in das S nurbu< eingetragen, und der Auszug aus demselben dient als Bescheinigung liber die Güte der zur sachverständigen Unter- [Juno eingerei<ten Waare. Diese. Bescheinigung wird dem Probe- eliper DE Unterschrift des diensthabenden Comitémitgliedes ause gehändigt. :

9) Die sahverständige Untersuchung der dem Bureau zugegangenen Getreidewaaren darf ni<t später als binnen brei Lagen vom Tage der Antragstellung vorgenommen werden.

weds De>kung der Kosten zur Unterhaltung des Bureaus wird für die Analysevornahme eine besondere Bezahlung angeseßt, deren Betrag von der Börsengeel[Gast zu bestimmen ist. Die er- wähnte Bezahlung wird gleichzeitig mik der Antragstellung auf Vor- nahme sa<verständiger Untersuchung geleistet.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln. Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

Aus den „Veröffentlilhungen des Kaiserli Gesundheitsamts*, ( SU Runge es El S

Pest.

Egypten. Vom 2. bis einschließli< 6, Juni sind'in Zagazig insgesammt 7 Pestfálle fest estellt, von denen 1 tödtlich verlaufen war und 6 am 7. Juni in L ANERAA waren.

Nach dem „Bullotin quarantonaire hebdomadaire“ waren daselbs! während der een zwölf Tage des Monats Juni 23 Er- franfungen und 7 Todesfälle an der Pest festgestellt, 16 Pestkranke, darunter 3 Europäer, befanden Ie am 12. Zuni in Behandlung. In Minich waren an demselben Tage 2 Pestkranke in Bckannt în Mansurah war ein aus Zagazig gekommener Pestkranker am 8, Juni gestorben. ‘Die Gesammtzahl der vom 27, April bis 12, Zuni in Egypten beobachteten Pestfälle (Pesttovesfälke) betrug: 4 (4) in Alexandrien, 283 (7) in Zagazig, 2 (0) in Minich, 1 (l) în Mansurah. In exandrlen war seit dem 18, Mai fein weiterer Pestfall vorgekommen.

Britis<-O tindien,. Fusolge einer Mittheilung vom 80. Mai nahm in Kurrachee die Heftigkeit der Seuche stark ab, es kämen damals nur no< $ bis 12 Pestfälle an jedem Tage zur Anzeige.

China. Zufolge einer elttheitung, vom 13, Mai ist in Swatau und hauptsächlich in einigen Dörfern der Umgegend von Swatau die Pest wieder heftig aufgetreten.

Mauritius. Während der drei Wochen vom 19. April bis 9, Mai wurden no< 8 Fälle von Pest, darunter 2 mit tödtlichem Ausgang, auf der Qale beobachtet, und zwar alle 3 in den Tagen vom 26. bis 29. Âpril. Die 2 in der Zeit vom 6. bis 19, April beobachteten Pestfälle sind, wie nachträglich mitgetheilt wird, tödtlich

Cp n

Kapland. Zu Laufe der am 25. Mai beendeten Woche wurden dem Pesthospital zu Kapstadt, ebenso wie in der Vorwoche, 21 Kranke liberwiesen, Nachdem en ließli<h 6 gefundener Pestleihen 16 Pesttodesfälle seftgelten und 28 Personen als von der Pest geheilt entlassen waren, befanden si<h am 2%, Mai 103 Kranke im Pesthospital, darunter 33 Europäer und 14 Eingeborene. Als pestverdächtig standen am 25. Mai noh 20 Kranke unter Beobachtung, nachdem im Laufe der Woche bei 7 be- obachteten Personen Pest festgestellt worden war. y

Während der leßten Maiwoche wurden Zeitungönachrichten zufolge in Port Ellzabeth 2 Neuerkrankungen und in Simondstown 1 Pestfall segne 9

Queensland. Nach dem amtlichen Wochenausweise sind in der Kolonie während der am 4. Mai abgelaufenen Woche 2 neue Pest- 2e und zwar in Brisbane zur Anzeige gekommen. Jn Behand- ung befanden h am 4. Mai no< 9 Pestkranke, zu diesen sollen in dam 11, 2 Woche 3 neue Pestkranke hinzuge- kommen sein.

West- Australien. Während der beiden Wochen vom 27, April bis 11. Mai sind na< amtlichen Ausweisen in der Kolonie 2 weitere Pestfälle, und zwar beide vor dem 4. Mai, vorgekommen; ein Pestfall verlief in dieser Beit tödtlich. Am 11. Mai waren, ebenso wie am 4. Mai, no< b Pestkranke in Behandlung, davon 4 in Perth, 1 in Freemantle. Cb

olera. O En In Kalkutta sind in der Zeit vom 12. bis 18. Mai 77 Personen an der Cholera gestorben.

oden.

Ftalien. Wie in Neapel, so sind au< in Messina die Po>ken neuerdings getiger Res, Nachdem im Monat Mai einige vereinzelte Fälle beobachtet worden waren, sind während der ersten Dekade des Juni 28 S in Messina festgestellt, -von denen bis zum 10. Juni 2 tödtlich verlaufen waren.

Venezuela. Zufolge einer Mittheilung vom 20. Mai sind in Maracaibo die Po>den wicder so heftig aufgetreten, daß Verkehrs« beshränkungen auswärts angeordnet wurden.

Typhus.

Mexiko. Um die Mitte des Monats Mai wird der Gesundheits stand in der Stadt Mexiko als ein seit einiger Zeit ret ungünstiger eshildert. Dic Sterblichkeit an „Typhus und typhösen Fiebern* Fitte namentli unter der ärmeren, gedrängt wohnenden Bevölkerung außerordentli zugenommen, und im Monat April sollen nah amt+ lihen Angaben âltein an „Thyphus“ +162 Personen Flotten feind. vermuthlich bleibt diese Zahl aber binter der Wirklichkeit no<h zurü>. Umfangreiche Erdarbeiten in den Straßen der Stadt behufs Aulag- ». einer Kanalisation werden mit den z. Z. ungünstigen Gesunddei z,

verhältnissen in Verbindung gebracht. : Verschiedene Krankheiten. j oden: Moskau 4, New York 13, Paris 20, Sk. Peter? burg 2, Warschau 8, Kalkutta 31 Todesfälle; Berlin (na _* uge ven aus Krankenhäusern) 4, Antwerpen (Krankenkt,äuser) 5, New." York 134, Paris 65, Petersburg 48, Warschau (Krankenhäuser) 9 G" franküngen; le>typhus8*?): arschau 3 Todesfälle; Warschau (F cankenhäuser)

1) Anm. Nach den tabellarischen Uebersi Þ er Washi Btbit Hoalth Roportez waren in der Start Mer eer net ei A zahlreiche. (43 bis 46) Personen ay „typhus fovor“

orben. eto O Bei den beiden in Nr. 145 des „N-- u. C3t.„A.* vom 21. d. M, gele E r T A Et gten dot es ih, ciner na<hträgli<hen Mittheilung zus0‘ge, ni<ht um Fle us Fal ern um Unterleibstyphus aebantelt: i y S

Mai beendeten

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