1901 / 178 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

M 17S,

O Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaats-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 30. Juli

Verichte von deutschen Fruchtmärkten.

190.

Qualität Í Am vorigen Außerdem wurden gering mittel gut Verkaufte Markttage Spalte I Juli E Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner Menge E | Shäbun Lade n o : niedrigster | höchster | niedrigster hödster | niedrigster höchster |Doppelzentner preis dem P h p L q a & E d Lag M K 2 M M M M M x Weizen. 29. Wet 15,40 15,70 16,00 16,40 17,00 17,70 i : Ï y Ï p Strehlen i. Schl. 14,00 14,00 15,80 15,80 17,60 17,60 100 1 600 16,00 16,00 26T d triegau T 16,70 16,90 17,30 17,50 17,90 18,10 7 Ï 7 S Í ú Löwenberg . 17,00 17,00 17,50 17,50 17,90 17,90 30. Breslau . 15,40 15,70 16,00 16,40 17,00 17,70 Noggen. 29. Tae De es C o O O S | 14,00 14,20 95 15335 14,05 14,00 E - ted L e R 13,40 14,00 14,30 14,50 14,60 14,90 A ¿ F s I e a Stréblen/ t. Sl. % T 13705 13,70 14,20 14,20 14,70 14,70 120 1 680 14,00 14,00 208 Z Striegau . t 14,00 14,20 14,40 14,60 14,80 15,00 L L 4 f Z i LODENBergt T E 13,70 13,70 14,60 14,60 15,00 15,00 Û j 4 A U G DDUPEI S 8 e C 14,00 14,00 14,20 14,20 14,40 14,40 46 652 14,20 14,20 2H E z MECUB R E 2, G E 13,00 13,00 13,50 13,50 260 3 450 1327 13,28 Dae 10 L Aalen. V So C E C 14,80 14,80 D 68 14,80 14,82 DIUT: L 30. Breslau L! e M L 13,30 13,90 14,20 14,40 14,50 14,80 é x A Î B L Glogau . T E de L N 14,40 14,40 14,60 14,60 14,80 14,80 70 1 022 14,60 14,55 Doe x G erfte. 29. Bredlau 4) e A: 12,30 12,80 13,20 13,50 14,00 15,00 r 4 d t h G i Siebe B S L O O 13,00 13,00 13,65 13,65 14,30 14,30 100 1350 13,50 13,50 26:7: s Ÿ Striegau. T CS 12,70 13,20 13,70 14,20 14,70 15,20 s v L ; ê ¿ Z Oppeln . 12,50 12,50 13,00 13,00 13,50 13,50 18 234 13/00 h L 30. Bresla E O S 12,30 12,80 13,20 13,50 14,00 15,00 x Ï t G 7 M GIogat E E 6 13,80 13,80 13,90 13,90 14,00 14,00 8 111 13,90 5 N Safer. 29. Bela 13/90 O A S0 O S 1460 T4280 : ; : : h p Strehlen i. Sl. 13,00 13,00 13,80 13,80 14,60 14,60 60 840 14,00 14,00 2610 / D triegau Pi 14,30 14,50 14,70 14,90 15,10 15,30 7 2 g s j Ï Ÿ Löwenberg . 12,00 12,00 13,00 13,00 14,00 14,00 s ï ë ; y 4 d Oppeln. 14,00 14,00 14,60 14,60 15,20 15,20 54 788 14,60 14,60 22A ÿ S ULOCR A 1120| 11460: 1500 k 0 E 1610 u 656 O 0 S j alen. . ; ; 02 , j , 4 5,02 2 P E 30. | Breslau . 13,90 14,10 14,30 1450 | 1460 | 1480 : ; A Ie 22.7 j L Glogau . 0013/60 13,60 14,00 14,00 14,50 14,50 15 211 14,07 14,20 | 26.7. Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkau êwerth auf ‘volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berenet.

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betre

ende Preis nit vorgekommen ist, e

in Punkt (.) in de

n [eßten se<8s Spalten, daß entsp

rechender Bericht fehlt.

Verdingungen im Auslande.

Oesterreich-Ungarn.

10. August, 12 Uhr. Niederösterreichische Donau - Regulierungs- Kommission: Lieferung und Aufstellung der Eisenkonstruktion für se<s æiserne Brü>ken. Näheres im Bureau der Strombau - Direktion der niederösterreihis<hen Donau - Negulierungs - Kommission in Wien T, -Kaiser Ferdinandplaß Nr. 2, 4. Sto>, und beim „Reichs - Anzeiger“.

Statistik und Volkswirthschaft.

Die deutschen Großstädte seit 1895,

Von der leßten Volkszählung [iegen bisher -nur die vorläufigen Ergebnisse vor, die aber erfahrungsgemäß dur die spätere Revision nur geringe Veränderungen erleiden. Auf Grund dieser vor- läufigen Er, E hat, wie die «Sozial-Korr.“ mittheilt, das Statistische mt der Stadt Elberfeld eine sehr inter- æessante Zusammenstellung über diejenigen 33 Großstädte ver- öffentliht, welhe bei der leßten A mehr als 100 000 Ein- wohner zählten. Die Gesammtzahl der inwohner dieser Städte ea seit 1895 von 7 924732 auf 9113 751. Ein immer größerer

heil des deutschen Volkes wächst also in den Großstädten auf, wenn au< die Zustände in England glülicherweise no< nicht er- reiht sind. Aber es läßt sich niht leugnen, „daß der Zudrang nah den Großstädten etwas nachgelassen hat und jedenfalls [ange nicht so bemerkbar war, wie in dem Jahrfünft 1890—1895. Bei einer ganzen Reihe von Städten, darunter bei einigen der wichtigsten wie

erlin, Hamburg, Leipzig, Dresden u. \. w., blieb der Prozentsaß des Wachsthums Bts dem der vorleßten Volkszählung niht un- erhebli< zurü>. Ohne Zweifel spielt dabei die zunehmende Vertheue- rung der Wohnungen in den Großstädten eine Rolle. Sie vertheuert ‘die Lebenshaltung des Arbeiters und nöthigt daher au< den Unter- mehmer zur Aufwendung höherer Löhne, \o daß der Vortheil der besseren und bequemeren Verbindungen, welche die Großstadt gewähtt, aufgehoben wird. Die wirthschaftliche Gntwi>elung war in dem Jahrfünft 1895—1900 eine unglei< glänzendere als in dem vorher- ‘gehenden, so_ daß dana< eher auf eine noch rapidere Entwi>kelung hätte ges<hlossen werden müssen. Wenn“ diese nicht. eintrat, fo müssen, wie gesagt, besonders in den großstädtischen Verhältnissen liegende Gründe mitgewirkt haben, zu denen die Wohnungsverhältnisse in erster

‘Linie zu re<nen sind.

Die Zuwachsrate war am stärksten bei Charlottenburg, welches bon rund 132 000 auf 189 000 Einwohner, na der Bevölkerungs- Zahl von 1895 bere<net: um 43 % anwu<hs. Es folgen dann Mannheim "mit 33,9 0/6, Nürnberg mit 33,3 9%, Dortmund anit 28 9/0, Kiel mit 26 9%, E en mit 23,79%, Stettin mit 21,6 9/0, Düsseldorf mit 21,5 %/%, München mit 21/6, Cassel und

rankfurt a. M. mit 17,5 9/9, Cöln mit 15,8 %,. Bremen mit 15,2 9%.

ie übrigen Großstädte blieben hinter dem Durchschnitt, welcher 15 0% betrug, zurü>. Krefeld zeigte ger eine Abnahme von 0.3 9%. Bei München, Frankfurt, Nürnberg, Stettin, Mannheim und Cassel war das starke Wachsthum zum theil auf Eingemeindungen von Vor- orten zurü>zuführen. 4 j j

Eine der wichtigsten Fragen der Kommunalpolitik ist die nach der ‘Art des Zuwachses, d. h. danach, ob die Bevölkerungszunahme auf der natürlichen Vermehrung dur den Uebershuß der Geburten über die Sterbefälle, oder ob sie auf Zuwanderung fremder Elemente zurü>zuführen ist. Eine starke Zuwanderung wird man zwar

als ein günstiges Zeichen für die wirth\s{aftlihe Lage einer Stadt betrachten könneñ, aber fie bietet do< au<h manche Gefahren, indem f der Stadt einen si< nur {wer assimilierenden, vielfach wirth- <aftli< {wachen Bestandtheil hinzufügt. Es sei hier namentli<h an einige Skädte des westfälishen Kohlenreviers erinnert, die. durch die starfe O Ee Arbeiter zu halb \lavishen Gemeinden eworden sind. „Bei der natürlichen Zunahme dur< den Ge- urtenübers<uß ist es sehr wichtig, festzustellen, ob der Ueberschuß durch eine ungewöhnlih hohe Geburtenziffer oder dur eine niedrige Sterbeziffer herbeigeführt ist. Jn der folgenden Tabelle sind die sämmtlichen Geburten und Sterbefälle der einzelnen Städte nach den Angaben des. Kaiserlichen Gesundheitsamts in Prozenten der Ein- wohnerzahl des Jahres 1895 angegeben. __Es war in den folgenden Großstädten in Prozenten nah der Einwohnerzahl des Jahres 1895 berechnet: 2s (E E S 2 Q S S S S Eo SetEsE TESESE SASBEZERZEEZEEZEE 2B 2e D 0205 R ¿2 A A A M Berlin (1888 326) *) ..…. . | 12,6| 15,2 O O O s (O T 12,81 E S T6 E DO nen (499/93 E 21,0| 201/137! 6,4| 146 LEIDHAU Do S S a 13,8 195 P T1 84) 5,4 Bresl (422088) E S 11,8] 188/ 13,9) 49| 6,9 Dréöbenti (395: 34) E 11,6] 18/600 A7 73:9 Cöln (372 R D 15,8| 21,5] 129) 86| 72 Frankfurt a. M. (288 489) . 17/0 S TOO S G99 Nürnberg (261 022 R L 8 33,3 | 23,2| 13,9) 93] 240. e (235060) E 1295| 184] 101| 83| 42 agdeburg (229 663) . T S S G G0) Düfjeldorf (213 767) . 21,5| 22,7 114| 1123| 102 Stettin (210 G6 2166| 214| 149] 65|- 15,1 Chemniß (206584)... , 145| 22,8| 145 8,3 6,2 Charlottenburg (189290) . . | 43,0 183 10,1| 8,34 348 Königsberg i. Pr. (187 897) . 8,7 | 16,9| 140| 29) 5,8 Stuttgart (176 318) A IG O O O 55 Bremen G63 S 15/2 PENLGIS 92 Til 8,1 Altona (161 50) O S T S086 Clberfeld (1596963). 2, E26 S O S S 37 alle uo G G 13,5] 20,0} 13,2 6,8 6,7 traßburg Os) Ges 1B IC A O A Dortmund (142 418) . , 28,0| 25,4/ 13,1} 12,3| 15,7 Barmen (14094) 18 S Go C O8 Mannheim (141 147) 33,9 | 23,8| 12,1} 11,7| 22,2 Danzig (40539 119| 186| 134| b2| 67 Men C8 COIBUS O LLG 6,9 0,1 Braunschweig (128 177) . . . | 113 O G S LO Set (HSS6 29/7 20/4 (1 T2 T D T0 Poffe T 144| 20,3} 13,6 6,7 T R038 26,0] 19,9 10/3) 9/6] 16,4 Krefeld. (10692) L A0 O O S O 610 Gaffel GOG 00D S O P A T Ilm Durchschnitt ISOI S T4 7080;

*) Die eingellammerte Zahl Zählung vom 1. Dezember 1900 wi

eder.

giebt das vorläufige Ergebniß der

,_ Gruppiert man die ein einzelnen Ziffern, so erhält

zelnen Gro man folgende Reihen :

ßitädte nah der Höhe der

Prozentuale « ; äufigkeit Y Zunahme seit Hüufigkeit G ee des iri s 1895 der Geburt Sterbefälle überschusses wanderungen e Essen Stettin Essen Charlotten- ug b Mannheim | Dortmund | Chemnitz Dortmund Nürn! erg Nürnberg Mannheim Königsberg annheim | Mannheim Dortmund ürnberg Breslau Düsseldorf | Kiel Kiel Chemniß Nürnberg Kiel Dortmund Essen Se München Nürnberg Stettin Stettin Cöln osen Barmen München Düsseldorf | Stettin anzig Elberfeld Essen ünchen Posen alle öln Düsseldorf Cassel München Dortmund | Leipzig Tasse, Frankfurt alle Cöln Hannover M öln iel Essen Chemnitz Bremen Bremen **) | Leipzig Mannheim Goa Posen urg Chemniß Breslau Straßburg |Altona Berli osen Elberfeld achen Dresden Céln ivzig Dresden Magdeburg A Breslau alle Danzig Düsseldorf Rd Halle a. M. mburg Barmen Leipzig Cassel Danzi Berlin Aachen Dresden Braun. Channis wei Elberfeld Hannover Braun- e Königsberg O [Oed T Hannover Qo: Kiel Aachen Straßburg : urg Danzig Magdeburg | Berlin alle Stuttgart Barmen A Cen osen Leipzig weig urg Breslau Altona Stuttgart | Magdeburg Hamburg Dresden Qs Hannover tettin N Stuttgart assel Altona München N au wei S Königsberg | Hamburg Stuttgart Dre BeR cig Straßburg rankfurt Elberfeld Krefeld Elberfeld Königsberg traßburg | Krefeld Danzi armen Altona Bremen Cassel Straßburg | Altona Magdeburg | Stuttgart | Barmen Berlin Magdeburg Aachèn Krefeld E Breslau Laden Krefeld Berlin | remen Königsberg | Krefeld.

Auf den ersten Bli>k scheint die Reihenfolge fast eine willkürliche

zu sein.

**) Der st{

Bei näherem Zu der einzelnen Städte in d hältnisse höchst I, man annimmt, daß die am

was ihre industrielle Entwi

einzelnen Gruppe.

sehen erkennt man jedo, er Reihe für ihre wirth

nde der ersten Rei dlung anlangt, gewi

daß die Stellung } schaftlihen Ver- ist. Man geht A niht fehl, wenn.

e: stehenden Städte, ssermaßen gesättigt

warze Querstrich bezeichnet den Dur(scnilt bei jeder