1876 / 74 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Dem Abg. Frenzel, welher im Abgeordnetenhause über die Veranlagung der bäuerlihen Grundbesißer im Regierungsbezirk Gumbinnen zur Klassensteuer Beschwerde geführt hatte, ist Seitens des Finanz-Ministers fol- gendes Schreiben zugegangen :

„In der Sißung des Hauses der Abgeordneten vom 18. v. Mis. haben Ew. Wohigevoren bei Gelegenheit der zweiten Berathung des Entwurfs des Staatéhaushalts-Etats für 1876 zu Kap. 4 Tit. 4 der Einnabme darüber Beichwerde geführt, daß im Regie:ungsébezirke Gumbinnen in Folge eines von der dortizen Königlichen Regierung vor zwei Jahren ausgearbeiteten Planes über die Veranlagurg der bäuerliden Besißer zur Klassensteuer, manche diesec Besiyer nah einem Reineinfommen vou 6 bis 8 Thlr. für den Morgen ihres Landes, also zu hoch eingeschäßt worden seien, und im Aaschtufse hieran sodaun wörtli< bemerkt:

„Die Regierung in Gumbinnen hat dies au< cingeschen und zat dicie Ordre zurü>gezogen, ?aber die Übien Folgen, die diese Ordre gehabt hat, sind geblieben. Dies ist einc substantiirte Klage, denn gegen alle Bauern, die niedriger einges<häßt sind, ist die Berufung eingelegt.

Wir (se. die Bezirkëékommiision für die klassifizicte Einkommen- feuer) haben solche Leute, die mit 6 Thlr. eingeshäßt sind, heruntergesezt. Was ist gesehen? Es ist von dec Regierung die Appellaticn an den Finanz-Miuniftec eingelegt worden, und unjere rühsame Arbeit ist umsonsi gewesen. „Die Bauern find auf der Stufe geblieben.“ (Stenographiswe Berichte Seite 993. 100.) :

Entspreheud dec mit Bezug hierauf in derselben Sißung ertheilten Zusage babe i inzwishen von den betreffenden Verhandlungen per- {bali Einsicht genomwœen und hierbei zunächst bestätigt gefunden, daß der erwähnte Einfchäßungsplan der Regierung zu Gum- binnen nur bei der VWVeraglagurg der Klassensteuer für das Iahr 1874 zur Richtsbnur gedient hat, alsbald na< deren Beendi- gung aber, wie Ew. Wohlgeboren ou< selbst bimaët haben, aus- drücklich zurü>gezogen worden is. Was sodann die gegen jene Ver- anlagung aus dem Regierungsbezizke Gumbinnen erhobenen Refkla- maiionez und Rekurse anbetrifft, so ergeben die amtlichen Nachweisungen darüber Folgendes:

Unter den insgesammt cingelegten 11,293 Reklamaticnen be- fanden si< vur 2382, hinfihtli<h deren die Megierung dem Gut- achten der Reklamations - Kommission nicht beigetreten und deren (Fntscheidung daher dur<h die Bzzirkékoramission für die kiaisifizirte Ein kommer steuer erfolzt ist. Von diefen 2382 Reklamationen hat die Bezirkskemmission 265 nah dem Antrage der Regierung ent1<ie- den, in den 2117 übrigen Fällen hat fie die Steuer der Reflamanten gegn den Vorschlag dêr Regierung ermäkigt Von den letzteren 2117 Entsch¿idungen sind nur 38 seitens der Regie:ung durch Ein- legung des Rekurses an das Finanz Ministerium angefochten, und 1st von diesem der Rekurs in 35 Fällen für begründet erklärt, in den 3 übrigen Fällen aber die Entscheidung der Bezirkskemmission bestätigt worden. Sonah find abgesehen von 6 Fällen, in welchen Entscheidungen der Bezirksfommissicn auf den Rekuxs der Cenfiten in der Ministerialinstanz zu Gunsten der Rekurrenten abge- ändert worden find von den im Reklamationswege überhaupt an- E 11293 Steuersätzen,

ava dem Gachachten der Kreis-

Reklamationsfomnii}sionen

Þ. dur die Bezirkskfommi|sion in

Uebereinstimmung mit der Regie-

S

. dur< die Bezirkskommission im

Widerspruch mit dec Regierung .

. durch das Finanz-Minifterium in

Uebereinstimmung mit der Be-

zirtétemmission R

in Summa also im Einklange mit

den 217 a. bis d. bezeichneten Kom-

missionen s

und mithin abweihend von den

Beschlüssen der Bezirkékommission

ee festgestellt worden

Ob Ew. Wohlgeboren bei Jhrer oben angeführten Beschwerde zugleich den Verlauf des Réklamations-Verfahrens gegen die Ver- anlagung für 1875 im Auge gehabt haben, vermag ih nit zu über- {ehen. Bei der Prüfung der Beschwerde, welche die Eingriffe der Miraästerial-Justayz in die Beschlußfassung der Bezirkskommijsion in auédrü>lihe Berbindung mit dem erwähnten, im Jahre 1874 zurü>- gezogenen Einschäßungéplan der Regierung gebracht hat, dürfte es indetz auf die Ergebnisse für das Jahr 1875 weniger ankommen. Eine vollständige Uebcrsiht Über diele Ergebnisse liegt mir zuc Zeit noch nicht vor. Indeß ersehe ih aus den Akten, daß die Regierung, welce ursprünglich in 773 Fällen gegen die Reklamativns-Cnischei- dungen der Bezickskommission Berufung einzulegen beabsichtigte, hiczvon in 640 Fällen Abstand genommen und nur 132 Rekurse der (Frtscheiduyg des Ministeriums unterbreitet hat, welhe in 132 Fällen nuch dem Untrage der Regierung erfolgt ift.

Unter diesen Rekursent scheidungen befinden fi<h nur 10, dur welche der Steuersaß der se<heten Stufe von 8 Thlr. und nur 4, durch welche der Steuersaß der fünften Stufe von 6 Tylr. für bäuer liche Besitzer entgegen der von dec -Bezi:kskommission im Nekla.a- tioné2wege beschlossenen Ermäßigung festgestellt worden ist. 1

Ew. Wohlg?eboren werden Sich hiernah überzeugt halten, t die von Ihnen vorgebrachte Beschwerde über die dur<h das Finanz- Miz:isterium generell ecfolgte Wiederaufhebung der Entscheidungen der Pezirès - Kommission na< den obwaltezden thatsählihen WVerhält- niß nicht als substantiirt anzusehen ist.

Berlin, den 15. März 1876.

Der Finanz-Minister. Camphausen. ¿ das Mitglicd des Hauses der Abgeordneten, Hexrn Gutsbesißer Frenßel. Wohblgeboren hierselbst.

9,911

265

2,079

|

/ und forstigen Landeskommunikationéeanstalten überwiefen.

Statistische Nachrichten.

Im Wirtersemester 1875/74 betrug die Zahl der an der König- liden Bau-Akademie in Berlin unterrictenden Lehrer 72, dar- unter 9 fest angestellte, 26 ordentlihe, 35 Hülfölebrer und 2 Privat- dozenten. Die Zahl der Studirenden stellte si< auf 939, uuter ihnen 58 Hospitanten; von den 872 immatrikulirten Studirenden waren 53 Bauführer, 714 Baubeflissene für den Staatsdienst, 59 Privat- architeften und 16 Ausländer. Die wöcbentlich ertheilten Unterrichts- stunden beliefen sih im ordentlichen Unterricht auf 233, im aufßzer- ordentlichen auf 15. Von den 7!4 Baukunstbeflissenen für den Staatsdienst haben 392 Gymnafien, 322 Realschulen I. Ordaung be- fo&t. Von den 20 Ausländern find je 4 aus Oesterreich und Un- garn, 3 aus Schweden, je 2 aus Rußland und Südamerika, je 1 aus England, der Schweiz, Portugal, Mexiko und Japan.

Das Herzogthum Lauenburg hat einen Flächenirhalt von

21,3 gecoraphis<cn Quadratmeilen und nach der Voikszählung vom 1. ezember 1871 im Ganzen 49,546 Einwohner, von welchen 12,607 in den 3 Städten Raßeburg, Lauerburg und Möélln, 12,498 innerhalb der Gutsbezicke und 24441 in den ländlichen Gemeindebezirken ihrea Siß haben. Die jeßige ständis<e Verfafsung Lauenburgs beruht 1) auf dem Allerböchsten Patente vom 20. Dezembér 1853, Letreffend die irvere Verfassung des Herzogthums, und 2) auf den Bestimmungen ter 88. 13 und ffffl.. des Gefeßes vom 7. Dezember 1872, betreffend die Uebertragung der Verwaltung des Domanialvermögens und der aus demselteu zu unterhaltenden Landeganstalien auf den Landeëfkommunal- verband, sowie die anderweitige Regelung der ständischen Ver- waltung. Die Lauenburgische NRitter- uud Landschaft besteht a, aus 15 auf 6 Jahre gewählten Abgeordneten, von welchen _je 15 von der Ritterschaft (d. h. den Besißern der kisher lanudtags-

fähigen Güter, von der Bürgerschaft der Städte und von den Be- |

sißern der bäuerlichen Güter gewählt werdenz b. aus dem Landschafts- (fiüber Landraths-) Kollegium, einem ständigen Verwaltungsausschusse dex Ritter- und Landschaft; c. aus dem Erbmarschall, welcher die Nbgeordnetenwahlen der Ritterschaft leitet und dem versammelten Land- tage, sowte auch dem Land!chaft®koll-gium vorsißt, und dessen Amt sich in dex Familie von Bülow mit dem Brsiße des Gutes Gudow v:r- erbt, Das Landichaftékollegium besteht aus 5 Mitgliedern, nämlich dem Erbmarschall, zwei zur Ritterschaft gehörigen Land‘chaftsräthen und je cinem Abgeordneten der Städte und der bäuerlichen Besitzer, Dasselbe führt die Verwaltung tes Landeskommunglyermözens im Auftrage und nach Maßgabe der Beschlüsse der Rittec- uud Landschaft, vertritt den Landesfommunalveiband in allen vermögensrechtlichen Beziehungen und ift die vorgeseßie Vehörde der ständiïichen Beamten. in direkten Steuern werden zur Zeit erhoben Grundsteuer, flafsifizirte (Finkommensteuer Klassensteuer, Gewerbesteuer und Eisenbahnabgçgabe. Seit 1873 werden für das Herzogthum zwei verschiedene Etats auf- gestellt, nämli ein Staatsbudget, dessen Einnahmen hauptsächlich in Steuern bestehen, und ein-Finanzetat der ständischen Verwaltuva, dessen Einnahmea hauptiächli<ßh aus dem Domanium herrühren. Das dem Landeskommunalverbande Überwicesene Domanium umfaßt außer ver- ichicedenen Möélhlen und anderen Grandfstü>k-en und Etablissements an Do- mänenvorwerken 15,153 Morgen, an For“*en und Meocoren

Morgen. Mit dem Dozraanium find dur< Geeß vom 7. Dezem-

N F 26,599 |

ber 1872 dem Landeskommunalverbande auc die Lanudstraßzen, Chauss-:n |

Für 1875

i<loß der ständische Finanzetat in Einnahme und Ausgabe mit

| 878,000 M ab, von ersterer entfielen allein 803,710 M. auf das

Domanium. Die Einnahmen des Siaatsbudgets sind für 1876 auf 613,000 A verans<lagt, ggen 1,004,000 Æ im Jahre 1875, darunter allerdings 500,000 M anmalige anßerorcdentliche Ein- nahmen. Die dauernden Einnahmen sind für 1876 auf 581,500 (A (— 5403 6) angeseßt, und zwar direkte Stenern mit 328,184 A, Stempelsteuer mit 26,010 , indirekte Steuern mit 115,100 M, Justizverwaltung 57,610 46, verschiedene Einnahmen 33,605 A, Bei- trag des Landeckommunalverbandes zur Bestreitung der: Staats- ausgaben 21,000 A Die in gleicher Höhe veranschlagten Aufgaben vertheilen si, wie folgt: zu ben Au?gaden für das Deutsche Reich 167,385 M, Staatêministerium 33540 4, obere Verwaltungsbehör- den 80,038 4, Distriktsbeßörden 28,452 ,/6, Standesämter 1000 (6, Land- gensd'armerie 21,200 M. direkte Steuer 12,350 f, Stempelsteuer 2800, indirekte Steuern 24,000 4, Justizverwaltung 147,200 4. Elbstrom- bauten 24,000 4, Penfionen und Unterstüßungen 18,600 s, für unvorhergesehene Ausgaben 20,000 ., an einmaligen außerordent- lichen Ausgaben sind für die entstchenden Kosten der anderweiten Regelung der Grundsteuer 31,500 4. angeseßt. Die Verzinsung und Tilgung der Domauialanleile mit 255,450 4, sowie die Verzinsung der sonstigen verzinslichen Landesschulden und zwar der bisherigen land\caftlidien Schuld mit 16,326 H. und der Landaktretungs- Kapitalien mit 6203 4. für 1875 sind Laften, welhe dem Landes- Kommunalvermögen obliegen; cbenso muß dasselbe die Forderungen deXen, welche gegen das Herzogthum aus Art. XV. des Wiener Friedens sich ergeben; hierfür sind 15,282 4 für das Jahr 1875 bestimmt.

Gewerbe und Sandel.

Nah dem Geschäftsbericht dex Kölnischen Wecsler- und Kommissious-Bank für das Jahr 1875 bezifferte sich der Gesammtumsaß ter Vank im Eingang auf 126,480,962 46, im Aus- gang auf 126,466,015 Æ Das erzielte Resuitat gestattet, an die Aktionäre eine Dividende von 47 % = 27 M pro Aktie zu vertheilen, ur:d Überdies dem Reserve-Konto eine Verstärkung von 10,000 Æ, und dem Delecredere-Konto eine folche von 5126 4. zu überweisen, Ersteres Konto wird sich hiernach auf 70,000 A. erhöhen, und das Delcredere-Konto 37,700 Æ. betragen, in welcher Summe ein noch nicht regulirter Verlust enthalten ift, über welchen in der vorjährigen Generalversammlung berichtet wurde.

Die Bayerische Vereinsbank hat im Jahre 1875 in den verschiedenen Branchen einen Gesammtumjatz von 615,481,105 Fl, erzielt, gegen das Vorjahr 68,180,809 Fl. mehr. Die größte Zu- uchme fand im Konto-Korrent: Berk-hr statt, während vas Effekten- geschäft die stärkste Quote (177,134 Fi.) zur Gesammt-Erträgniß lieferte, Das Provifions-Konto lieferte einen Ertrag von 76,070 Fl, das Wechsel-Konts 93,203 Fl., das“ Zinsen-Konto 92,575 Fl., die

d wobl Preise

Hypotheken-Abiheilung 136,462 Fl., die Kommanditen 21,126] Fl. Das Necinertröägriß auf das Aktien- Kapital von 54 Millionen Gulden beträgt 524,599 Fl, welhes wie folgt vertheilt werden foll. 10% Abschreibuna auf Inventarien 2277 Fl., 4 9/9 Zinsen auf 15,000 Aktien 210,000 Fl., von dem verbleibenden Neft von 312,315 Fl. dem Reservefonds 10°%/% 31,231 Fl., von den bierna< verbleibenden 281,084 Fl. Tantièmen 15 %/5 40,914 Fl. Es ftehen dana< no< 249,169 Fl. zur Verfügung der Generalversanim- lung, von welcher Summe eine Superdividende von 3 %/ vertheilt werden, dem Reservefonds eine Ertra-Dotation vou 76,403 Fl. zuge- wiesen und 6261 Fl. auf neue Rechnung vorgetragen werden folleu. Der Reservefonds erhöht sich sonah auf ca. 330,000

Im Hafen von Björneborg (Finnland) sind im ver- flofsenen Jahre 18 deuts<e Schiffe von zusammen 5825 Tonnen ein- kud auégegangen. 15 derselben famen aus deutscen Häfen, je l aus Kasfs, Chiiftinestad und Kopenznagen; 10 gingen nach deut- sen Häfen wieder aus. 7 dieser Schiffe hatten Stü>kagüter geladen, 11 kamen in Ballast ein; 12 gingen mit Dielen aus, 1 mit Stäben, 1 mit Theer und Bulttec, 4 mit ihrer Laduog Stü>zürer. Nicht- deutshe Schiffe kamen von deutschen Häfen 28, wevon 2 Stü>güter geladen hatten, 26 Ballast; 2 derselben (1 mit Stü>zütern, 1 mit Ballafi) waren Räfis in Folge Sturm?s angelaufen. Nichtdeuntsche Schiffe gingen nah deutshcn Häfen, fast sämmtli<h na<h Lüvi>, 19 m:t Holzwaaren.

Die „New-York, Hdl.-Ztg.“ schreibt in ihrem vom 10. März cr. datirten Wocheubericht: Der Geldstand hat si< in dieser Bericbiswoche in keiner Weise verändert; große Abundanz war vor- berrschend und rangirten Raten für call loans gegen Depot gemischter Sekuritäten durchschnittli<h à 3—4 pCt., gegen Hinterlegung von Bundespapieren ca. 1 pCt. niedriger Im Diskontogeschäft fanden kurze Sicht Plazwechsel erster Klasse à 5—6 pCt. Nehmer. Der Gol!ldmartkt schiug in der ersten Hälfte der heute beeudeten Berichts- woche weichende Richtung ein und das Agio fiel vou 147 auf 147. Die flauere Tendenz entjsprang hauptsächlich) dem geringen Unfang des Goldexports; ferner benußte man den raviden Avanz der Vor - woche zu Gewionrealisirungen und f<hließli< waren die Aus- zahlungen des Schaßamts mehr als ausreichend zur D >ung des Zoll- bedarfs. Heute griff in Sympathie mit dem Wechsclmarkt etwas deitcre Stunmung Plaß und \<hließt das Ugio à 145. Für gekün- digte Bonds zahite das Schaßamt 817,000 Doll. cu3, für tôllige Zinsen 823,000 Dell. Im Loau-Markt stellten sich die Durh\chnitts- raten für dea LWBersaß von Gold gegen das Aequivalent in Papier- geld à 27— 3x5 9% p. a. Von einer Belebung des Geschäfts am Waaren- und Produktenmarkt ist troß der vorgeschrittenen Saison bis jeßt nur wenig zu spüren, da solvente Käufer ungeachtet der sehr unirdrigen Preise noch immer zögern, ihren Bedarf zu auti- zipiren. Brodst offe waren exst am Schlusse für Vershiffang nach E-gland etwas mehr beachtet. Durch günstigere Depe!chen aus Liverpool stimulirte Erportfrage hatte für Baumwolle am Mon- tag einen Avanz von F C. zur Folge, welcher bis zum Swluß be- hauptet blieb. An den westli<hen Märkten erlitten Pceise für roh:8 Petroleum Anfangs der Woche eincn Rü>kgana, von welchem sie sich jedo< wiederum erholten. Für raffiniites Pectrolesm hat \si< Erport-Fraze an den drei Verschiffungépläßzen etwas gebessert und ob- am Schluß keine wesentliche Besserung aufw:isen, ift die Tendenz doch als entschieden fest zu bezeichnen. - Der Waaren und Produkten-Import während der am 4. d. beendeten Weche reÞräjsentirt einen Gesammtwerth von 6,639,654 Doll. gegen 5,078,878 Doll. in der Vorwoche, eine Zunahme von 1,620,776 Dol. ergebend. Bon dieser Zunatme entfallen 816,156 Doll. auf fremde Webstoffe und 804,620 Doll. auf diverse Produkte und Waaren. Ecftere yartizi- piren am Gesammtwerth mit 2,773,044 Doll. Am Waaren- und Produkten-Exrport während der am 7. März beendeten Woche, dessen Gesammtwerth eine Zunahme von 726,853 Doll. gegen die Vorwceche? aufweist, partizipirt Baumwolle mit 10,329 Ballen im fklazirten Werth von 628,317 Dol. gegen 8121 Ballen im Werth von 506,748 Doll. in der Vorwoche und 11,480 Ballen resp. 9077 Ballen im Werth von 907,638 Doll. resp. 627,853 Doll. in der Parallelwoche beider Voijabre.

Sowobl in der Betheiligung an ter Einfuhr als in der Ausfuhr von Laguaira (Venezuela) nimmt Deutschland den ersten Platz ein. Der Hauptabsaßzmarkt für die Einfuhr Venezuelas ist allerdings Caracas, doch hat Laguaira sich in dieser Beziehung seit Ende 1873 merklih gehoben. Auch für Laguairas Ausfuhr ift (Caracas der Hauptmarki, indem der Hauptartikel, Kaffee, fast aué- \chließli<h dort eintrifft und eingekauft wird, um Über Laguaira ver- {chiff zu werden; dagegen hat dieses selbft für Kakao größere Bedeu - tung. Ein anderer Haupt-Exportartikel Laguaiias is Baum'oolle; die Qualität ist gut und kommt ungefähr der nordamerikanischen sog. „Middling Upland“ gleich. Die Einfuhr des Jahres 1874 betrug 17,652,338 Kilogramm im Werthe von 4,528,383 Mac. Pesos (1 Mark = pp. 32 Mac Centavos, deren 100 = 1 Mac Peso); hiervon fallen auf Deutichland 3,580,007 Kilogramm im Werthe von 1,337,257 Mac. Pesos, auf England 1,886,€08 Kilogramm = 913,479 Mac. Pesos, auf die Vereinigten Staatea 7,422,685 Kilogramm = 927,286 Mac. Pesos, auf Frankreich 2,513,133 Kilogramm = 753,339 Mac. Pesos, auf Spanien 1,494,534 Kilogramm = 192,006 Mac. Pesos U. s. w. Die Gesammtausfuhr belief sih auf 10,552,072 Kilogramm im Werthe von 4,459,675 Venezolanos (1 Venezolano = 14 Mac. Peso), wovon auf Deutschland 3,720,14! Kilogramm mit 1,951,078 Ven, fommen. Von den 1,040,881 Kilogramm Baumwolle (288,265 „Ben.), die ausgeführt wurden, gingen nah Deutschland 687,585 Kilogr. (196,069 Ven.), von 6,704,522 Kilogr. Kaffee (2,489,190 Ven.) 2,917,911 Kilogramw (959,922 Ven.); fernec 449,584 Kilogramm Kakao (160,719 Ven.), 4332 Kilogramm Gold- und Silbermünzen (602,406 Ven.) 2c. Deutsche Sch:ffffe sind 1874 im Hafen 45 ein- und ausgegangen, 3 derselben kamen in Ballast ein ; sie gingen sämut- lich beladen aus. 12 dieser Schiffe kamen aus Teutschland, und ¿war aus Hamburg ; 4 derselben gingen na< Deutschland, und zwar ebenfalls nah Hamburg. Nichtdeutshe Schiffe kamen aus Deutich- land, und zwar sämmtlißh aus Hamburg, 11, wovon 1 in Ballast; nichtdeutshe Schiffe ging?r. nah Deutschlaad, (ämmtlich wieder nad) Hamburg, 9 mit Produkten.

Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Pre, | Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Inseraten-Expedition 32s Dentschen Reichs-Anzeigers unk SDnigith Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin, 83. W. Wilhelm-Straße Nr. B32.

4

Steethriefe und Untersuhunugs-Sacpen:- | hier geboren, 7) den Kanonier Johann Friedrich Karl Alberg, am 7. Juni 1837 in Fer geboren, 3) den See-Kadctt Max Gebhardt Graf von Se>endorf, am 1. Dezember 1852 in Brüssel geboren, 9) den Musketier Frietrih Frehde, am 15. Februar 1837, hier geboren, 10) den Füsilier Otto Karl Heinrih Theodor Dettmann, am 5. Dezember 1840 hier geboren, wegen unerlaubten Auswanderns als beurlaubte Landwehrmänner in Gemäßheit des $. 360 ad 3 des Strafgesctzbuches für das Deutsche Reich, die Untersuhung eréffnet. Zur mündlid en Verhandlung der Sache ift ein Ter- 9) den Füsilier Wilhelm Wassermann, am 2, min auf dea 4. Iuli 1876, Bormittags 9 Uhr, * Februar 1844 hier geboren, 6) den Unteroffizier Karl | in unserem Gerichtslokal, Lindenstraße Nr. 54, im Friedrih Atolf Tragnißtz, am 13. November 1836 - Audienzsaal angeseßt und werden die ihrem Aufent-

Oeffentliche Borladung. Dur< Beschlnß des unterzeichneten Gerichts, Kommission für Ueber- | 8) tretungen, vom 29. Januar d. J. ist auf Anklage der hicfigen Königlichen Polizei-Anwaltschaft vom 30. November v. J. gegen 1) den Kanonier Ka:l Oito Fuchs, geboren am 26s. Dezember 1844 hier- selbft, 2) den Musketier Eduard Behrend, am 7, Juli 1838 hier geboren, 3) den Musketier Alexander Raf<ke, am 31, Januar 1848 hier ge- boren, 4) den Füsilier Eduard Gustav Heinrich Ewald I, am 5. März 1846 zu Koyl getoren,

Oeffentlicher

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. . Industrielle Etablizssements, Fabriken und 2. Subhastaticnen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 4, Verloosung, t u. 6. W. von öffentlichen Papieren,

Grosshandel.

. Literarische Anzeigen, . Theater-Anzeigen. . Familien-Nachrichten.

Amortisation, Zinszahlung herbeigeshafft werden können.

fahren werden. , Königliches Kreiägericht.

. Verschiedeno Bekanntmachungen,

In der Börsen- beilage. : 2 halte nah unbekannten Angeklagten zu demselben | mit der Aufforderung vorgeladen, in mine pünktlich zu erscheinen und die zu ihrer Ver- theidigung dienenden Beweiêmittel mit zu Stelle zu bringen, oder solche dem unterzeichneten Gericht so zeitig anzuzcigen, daß sol<e no< zu dem Termine ; Erscheinen die Un- geklagten oder ein gescßlih zulässiger Bevollmäch- tigter in dem Termine nicht, so wird mit der Ver- handlung und Entscheidung in countumaciam ver- Potsdam, den 29. Fanuor 1876, : Abtheilung I. Kommisfion für Uebertretungen.

n I o i 4 Inserate nehmen au: die autorisirte Annoncen-Expedition

von Nuvolf Mosse iu Berlin, Breslau, Chemuiß, Côln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a. M., Halle a.S. Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straf,- burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agentev, sowie alle übrigen größeren Aunouncen-Burcaus.

3 Submissionen 2E. n Potsdam.

Eine im Renaissance-Styl mit allem Comfort erbaute, hochherrs<haftli<e, zweistö>ige Villa mit Park, Stallun- gen und Neinise in gesunder und feiner Stadtgegend ist bei günstiger Anzahlung für 40,000 Thaler zu verkaufen. Gefl. Offerten unter Æ. 895 hefördert Fiudolf Vosse in Potsdam, (Nr. 849 Potsd.)

Zweite Beilage.

diesem Ter-

M 74.

j | Zweite Beilage zum Deutsheu Feichs-Auzeiger und Königlih Preußischen Staats-Auzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 25. März

Inserate für den Deutschen Reich3- u. Kal. Preuß. andeléregifter und das

nimmt an! die Inuseraten- Expedition “e

Staats-Anzeiger, das Central-!

Postblatt

des Deutszen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers:

| Berlin, 8.W. Wilhelm-Straße Nr. 32.

4 nl LOCCKi 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl . Verküufe, Verpachtangen, Submissionen ete, 4, Verloosurg, Amortisation, Zinszahlung

[2

Ste>briefe und Untersuchungs-Sachen.

Ste>kbrief. Der unten näher bezeichnete Maurer- geselle Carl Ludwig August Walz ist in der Üntersuchungssace wider ihn W. 63 de 1875 Dep. V1, wegen vorsäßliher Körperverleßung und Gebrauchs eines gefährlihen Instruments bei einem Angriffe zu ciner se<hémonatlicen Gefängniß- trafe, wovon ein Monat durch die Untersuchungs-

Die Strafe hat bisher nicht vollstre> werden kön-

eaamitteln war.

im Betretungsfalle zu verhaften, dies

stre>en oder na< Bewandtniß der Umstände ihn

hierher tranéportiren und an die Königliche Direktion des Strafgefängnisses am Plößensee zur Strafvoll- stre>ung abliefern zu lassen, Bemerkt wird, daß der 2c. Walz zuletßt Berlin, den 12. März 1876. Königliches Stadt-

tation VI, für Vergehen.

, lung der Sache auf

i vor der s 1 ; Stadtgerichtsgebäude, Jüdenstraße Nr. 59, Zimmer . E s DE S i Nr. 67, anstehenden Termin pünktlid haft für verbüßt erachtet if, rechtsfkäftig verurtheilt. | die Klage zu beantworten, etwaige

Tae E ? s Stelle zu nen, weil sein geoenwärtiger Aufenthaltsort nicht zu : Stelle 3

Es wird ergebenst ersucht, denselben : j umgehend : hierher anzuzcigen, und die Strafe an ihn zu voll- ;

Maurerge!elle Carl Ludwig August Walz ist 37 :

Jahre alt, am 16. September 1838 in Senzig bei

Königs-Wusterhausen gekoren, evangelischer Religion, ? [2542] 4

1 M 68 Cm. groß, hat bellbraune Haare, brauxe Augen,

braune Augenbrauen, braunen Schnurrbart, \>males !

Kinn, ziemlih große Nase, gewöhnlichen Mund, | belegenen,

ovale Gesichtsbildung, gesunde Gefichtsfarbe, unvoll- ftändige Zähne, ist krôftiger Statur, spricht die

auf der äußeren Seite des rechten Vorderarimns,

dicht Über dem Handgeleuk, zwei bohnengroße braune i

Narben. _Ediftal-Citation. Auf die Auklage der König- liden Staatsanwaltschaft hierselb vom 2.

ber 1875 ist mittelst Beschlusses des unterzeichneten |

Gerichts vom 30, Dezember 1875 gegen den Se- conde-Licutenant Ernst Gotthard Adaur Adolf von Niebelschüß aus Teczscha>edorf bei Tuiezebel, geboren am 29, Dezember 1851 in Beschine in Sccb!esien, aus $8. 602 des Neichs-Militärgeseßes vom 2. Mai 1874 die Untersuchung eröffnet und zum

mündlichen Verfahren ein Termin auf den 5, Mai | Bormittags 9 Uhr, im Sißzungszimmevr

1876 Nr. 10 des unterzeichneten Gerichts angeseßt worden. Der feinem Aufenthali nah ni<t zu ermitteln ge- wesene Angeklagte wird zu obigem Termin hierdurch edit:aliter mit der Kufforderung vorgeladen, zur fest- gesckien Stunde zu erscheinen und die zu seiner Ver-

Dezem- | einaetragen.

theidigung dienenden Beweismittel mit zar Stelle

zu bringen, oder fsolhe dem unterzeichreten Gerichte |

io zeitig vo: dem Termin anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbcigeshafft werden können. Jm Falle des Ausbleibens des Angeklagten wird mit der Untersuchung und Entscheidung in contumaciam ver- fabren werden. ‘Als Belastungszeuge ift dec Major und Bezinks-Commandeur von Randow in Sorau zuin Termine vorgeladen worden.

Sorau, deu 3. Jaruar 1876.

Königliches Kreisgericht, Abtheilung I

Subbaftativnen, Hufgebote, Vor: ladungen m. dergl.

1 1 ge 9 Y ¿ [2111] Subhastations-Pateut.

Das dem Ingenieur Franz Wies>e gehörige, in Friedrihsberg belezene, im Grundbu<h von Lchtenberg Band 1. Bl. Nr. 60 yverzeichuete Favrifgrundstü> nebst Zubehör foll

den 6. Mai 1876, Bormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr. Nr. 25, Zim- mer Nr. 16, im Wege der nothwendigen Subhastation ffentlih an den Meistbietender versteigert, und dem- nachst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags den 411, Mai 1876, Nachmittags l Uhx, ebendort verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundftü> ist zur Grund- stener, bei einem derselben unterliegenden Gesammt- Flächenmaß von 49 Ar 90 Q.-M. nicht, dagegen zur

enthaltêort der Schülershen Eheleute unbekannt ift,

: wen Verhandlung | an hiesiger Gerichtsftelle, Zimmer Nr. 16, anstehen-

* dienenden Thatsachen anzuführen,

| nommen werden darf.

* anwalt unterzeichnete Klagebeantwortung einreichen, sind indeß datur< ni<t von dem Erscheinen im

Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nußungswerth von ;

2364 M veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle und Hypothekenschein, ingleichen etwaige Abschäßun- gen, audere das Grundstü> betreffende Nachweisun- gen und besondere Kaufbedingungen find in unserm Bureau V. einzusehen.

nicht, so werden die in der Klage angeführten That-

! sachen | j in contumaciam für zugestanden und anerkannt er- : 2-0 | achtet, und was den Rechten na< Buiß abgemeldit ist. | s S / g ; L s f i i sprochen werden. geriht. Abtheilung für Uniersuhungssachen. Depu- : g Signalement, Der ;

A n, s, w. von öffentlichen Papieren,

=

enthalt des 2c. Treuer unbekannt ift , so wird dieser hierdur<h öffentlih aufgefordert , in dem zur Klage- beantwortung und weitern mündlihen WVerhand-

den 10. Ini 1876, Bormittags 114 Uhr, unterzeichneten Gerichts - Deputation im

zu erscheinen, eugen mit zur bringen und Urkunden im Original einzureichen, indem auf spätere Einreden, welche auf Thatsachen beruhen, keine Rükficht genommen wer- den kann.

Erscheint der Beklagte zur bestimmten Stunde nicht, so werden die in der Klage angeführten That- und Urkunden auf ten Antrag des Klägers

htet, i nach daraus folgt, wird im Erkenntniß gegen den Beklagten ausge-

Berlin, den 18. März 1876. S Königliches Stadtgericht. 1, Abtheilung für Civilsachen. Prozeß-Deputation II.

' Bekauntmachung.

Auf denr hierselbst in ter Leipzigerstraße Nr. 19

ist in déèr dritten Abtheilung dieses

Desfentlichex Anzeiger.

briefe und Untersuchungs-Sachen, | 5, Inäustrielle Etablisgaments, Fabriken und

Die Klage ist eingeleitet, und da der jeßige Auf- | [790]

1878.

Gro=ishande!l, 6. Verschiedene Bekanntmachungen, 7, Literarische Anzeigen, 8, Theater-Ánzeigen. | 9. Familien-Nachrichten.

In der Börzen- beilage, =

Snserate nehmen an: die autorisirte Annoucen-Expedition von Rudolf Masse in Berlin, Breêlau, Chemniß, Cöln, Dresden, Dortmund; Frankfurt a. M., Halle a. S,, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straß- burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten sowie alle übrigen größeren Auuoncen-Bureaus.

Oeffentliche Borladung.

Die vereheli<ßte Emilie Henriette Wiede- mauu, geb. Nedwanz, zu Althof hat gegen ihren Ehemann, den Arbeitsmann Carl ugust Wiede- manu, wegen{böslicher Verlassung auf Ehescheidung geklagt.

«Zur Beantwortung dieser Klage und mündlichen Verhandlung der Sache haben wir einen Tecmin

auf! den 8. Mai d. I., 1 Uhr Mittags,

vor dem Kollegium in unserem Gerichts)aale Nr. 36 angeseßt, Der Verklagte Ca:l A!igust Wiedemann hat im März 1872 seinen damaligen Aufenthaltsort Althof bei Poln. Crone verlassen, ist nah Amerika gegangen und sein Aufenthaltzort ist nicht zu er- mitteln gewesen. Dééhalb wird derselbe hierdur< öffentli<h vorgeladen. Bei seixem Ausëbleiben im Termine wird die Che dur< Erkenntniß getrennt, und er für den allein s{huldigen Theil erklä:t, ihm aub die Kosten zur Last gelegt werden. 7

Bromberg, am 15. Januar 1876.

Königliches Kreisgericht.

[7450] Bekanntmachung.

Nachdem am 27, Juli 1874 zu Kevelaer die Tagelöhnerin Mechtilde Hoffmann, natürliche Toch- ter der daselbst gestorbenen Tagelöhnerin Hendrina Hoffmann, ohne Hinterlassung von Descendenten

im Grundbuche von der Friedrihsftadt | und ohne Testament verstorben ist, wurde vom E E 1231 verzeichneten militär-fiskalishen | Königlih preußischen Fiskus gemäß Art. 770 des : Grundstu>e ) |

deutsche Sprache uad hat als besondere Kennzeichen ! Grundbuchblattes unter Nr. 1 eine Hypothekeu-

bürgerlichen Gesetzbuchs die Einweisung in den Be- fiz des Nachlasses der Mechtilde Hoffmann bean-

post von | sprucht und hat das Königliche Landgericht zu Cleve

„1500 Thlr, den 12. Mai 1766 für den De- stillateur Philipp Heinri<) Déyhlin, cedirt den

* dur< Urtheil vom 5, Januar 1875 zunächst drei

| Verkündigungen in dem Staats-Anzeiger und in

1. April 1773 an die Frau Dberhofmeisterin | dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Düssel-

Fräulein yon Wegern“

Die Löschung diefer längst getilgten Post hat bis-

j

| dorf, sowie drei offentliche Auschläge an dem Ge-

| richtélocale in den dur< das Justiz-Ministerial-

reskript vom 8. Juli 1806 vorgeschricbenen Formen

ber niht bewerkstelligt werden können, weil die im ; und Fristen angeordnet.

Grundbuche ei ene Inhc | y resp. deren Erben, Cessionarien 2c., ihrer Existenz nach uns unbekanxt find. Es werden daher Alle,

eingetragene Inhaberin der Forderung !

Demgemäß werden alle diejenigen, wel<he Erb- ; ansprüche an den vorbezeichneten Nachlaß zu haben glauben, hiermit aufgefordert, dieselben bei der die

welche auf die vorbezeichnete Schuldpost aus irgend Rechte des Kiskus wahrnehmenden Königlichen Re-

einem Rechtëgrunde Ansprüche zu haben vermeinen, ersucht, dieselben bis zum 25. April cr, in unserem Geschäftszimmer, Michael-Kirhplaß Nr. 17, anzu-

Berlin, den 20, März 1876, Königliche Garnison -Berivaltung, [792] Gegen die Restaurateur Schülerschen leute, bisher im Stadttheater hier wohnhaft, hat der Kaufmanu F. Graf, in Berlin, Templiner- straße 14, wegen 332 4 12 -Z nebst 6 2/5 Zinsen von 166 M. 6 - seit 1. Juli 1875 und von 166 M. 6 4 seit 1. August 1875 aus zwei am 23. März 1875 in Berlin ausgesteliten, am 1. Juli bezw. 1. August 1875 fällig gewesenen Wechseln über je 166 Æ 6 5 Klage erhoben, Die Klage ist eingeleitet, und da der jeßige Auf-

so werden diese hierdurh öffentlih aufgefordert, in dem zur Klagebeantwortung und weiteren mündli-

auf den 5, Mai 1876, Mittags 12 Uhr,

den Termine pünktlih zu ersheinen, sich Über Rekognition oder Diffession der Wechsel zu erklä- ren, die Klage vollständig zu beantworten, etwaige Einwendungen und die zur Begründung derselben und die Beweis- mittel für die Behauptungen nicht nur bestimmt anzugeben, fondern auch die etwaigen Zeugen zugleich mit zur Stelle zu bringen, und die Urkunden in

Í

| melden resp. nabzuweisen. j

Oeffentliche Vorladung. a | [2543] Fthe-

gierung ¿zu Düsseldorf oder bei dm unterzeichneten : Vertreter derselben am Königlichen Landgerichte zu Cleve anzumelden. Cleve, den 14, Februar 1875. Delhees, Advokat-Anwalt.

Bekanntmachung.

Am 26./14. März 1875 verstarb hierselbft der Arbeiter Friedrich Werner, ohne ein Testament oder bekannte Erben zu hinterlafsen. angeblich deutsher Reichsangehöriger, doch konnte sein Heimathsort nicht ermittelt werden. Etwaige Erbberechtigte wollen sich innerhalb zweier Mo- uate bei der unterzeichneten Behörde melden. Der Nachlaßwerth beträgt ungefähr 90 M.

St. Petersburg, den 19./7. März 1876. Kaiserlich Deutsches Konsulat,

Brauer.

Verkäufe, VBerpachtungeti, Submissionen 2€- [2403]

Bekanntm j

Straße Nr. 12 Abtheilung XIV. und Nr. 6

Urschrift zu überreichen, da auf spätere Einreden, welche auf Thatsachen beruhen, keine Rü>sicht ge-

k

: : Î Die Verklagten dürfen zwar eine von einem Rechts- î

Termin entbunden. : Erscheinen die Verklagten zur bestimmten Stunde

(Gubener Straße) erforderlihen Erdarbeiten von

20,000 Kubikmeter

CILCA

sollen an den Mindestfordernden vergeben werden ;

und ist hierzu ein Termin auf

Mittwoch, den 29. März cr., Vormittags 11 Uhr, ¿in dem Bureau der unterzeichneten Betriebs8-Jn-

spektion, Koppenftraße Nr. 5/7, anberaumt, in welchem die Bedingungen in den Vormittagsstunden

fachen für zugestanden, die vom Kläger beigebrachten | yon 9—12 Uhr und Nachmittags von 3—6 Yhr Urkunden für anerkannt erachtet, und was den Rech- è qusliegen und nebst Preisverzeihnifsen gegen Er-

ten nah daraus erfolgt, wird im Erkenntniß ausge ;

| sprochen werden,

Alle Diejenigen, wel<he Eigenthum, oder ander- ; weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte, der Eintragung in das Hypothekenbuch bedürfende, aber nicht einge- |

tragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden. Berlin, den 3. März 1876. Königliches Kreisgericht. Der Subhastations- Richter.

[2560] Oeffentliche Vorladung.

Die Feuer-Bersicherangs-Actiengesells<haft für Deutschland „Adler“ hier, Schiffbauerdamm Nr. 33, hat geg-n den Kaufmann Fr. Otto Treuer, bis- her zu Breslau wohnhaft gewesen, aus folgenden 10 Wechseln: 5 davon datirt vom 5. Januar 1866, die übrigen 5 datirt vom 16. März 1866, je über 150 Za: = 1500 Aa: oder 4500 L, die ersteren 5 mit den Nummern 733—737, die leßteren 9 mit den Nummern 991—995 versehen, Mangels Zahlung diesec Wechsel troß gehörig erfolgter Präsentation vom 5. Februar 1875 auf Zahlung von 4500 M nebst 6% Zinsen seit dem 5. Februar 1875 und 24 4 Protestkosten die Wechselklage erhoben,

Charlottenburg, den 20. Januar 1876. Königliche Kreisgerichts-Deputation. Aufgebot cines verlorenen Wechsels.

Am 3. November 1875 is ein von den Kaufs- }

| leuten Dir>s & Thorey zu Eschwege auf Herrn | Wilhelm Meinhardt in Hemleben bei Cölleda am } | 4. September 1875 gezogener Wechsel über 377 M. |

i 89 4 Z zahlbar am ) : | Teichfischer zu Erfurt an eigene Ordre, acceptirt von !

1. November 1875 bei Herrn

| dem Trassaten Wilhelm Reinhardt nnd girirt am }

' [9231]

29. Oktober 1875 an die Ordre des Herrn D. Teich» | fischer, angeblih vom Schreiber Stief auf dem Wege von der Wohnung des Justizrath Hadelich nah dem Geschäftslokal des 2c. Teichfisher hier verloren worden.

; Herstellung des

1 \ | t t f

statiung der Kopialien im Betrage von 1 M. ent- nommen weiden können.

Die Offerten find bis zum bezeineten Termin | Anträge gegen Erstattung der Kopialien von 0,25 4

portofcei, verfiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen. Berlin, den 15. März 1876. Cto, 177/3.) V. Betriebs-Inspektion der Königl. Niederschl.-Märkischen Eiseubahn.

[2400] Berliner Stadteisenbahn.

USEH s Oie Ausführung der Erd- U E s

bis zur Verbindungsbahn am Grunewald, auf einer } Länge von 3 Kilometer die Bewegung von 304,000 |

Der unbekannte Inhaber dieses Wechsels wird | Cubm Boden mit Transportweiten von 800 bis

bis widrigenfalls der Wechsel auf weiteren Antrag für fraftlos wird exklärt werden. Erfurt, den 16. November 1875. Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

ange Ger, denselben dem unterzeichneten Gericht ;

,; Submi'sion verdungen werden, Die Bedingungen, MassenbereWnungen und Bau-

| pläne sind in unserem Centralbüreau, Bezthoven- | ¡ straße Nr. 1, bei dem Büreauvorsteher, Gisenbahn- | Sekretär Wettermann einzusehen, au können Ah-

Derselbe war

| sind in unsecem Geschäftslokal,

Die zur Fortführung der Warschauer Straße | nah Norden hin, nebst Anscblußramp:n an die ?

Lund Maurer-Arbeiten zur | Bahnkörpers der Berliner Stadt- | Zimmer 40 des Eisenbahn - Verwaltungsgebäudes isenbahn auf der Sire>e von der Knesebe>straße , hierselbst, einzusehen und zu kaufen.

t

j Î | j j ;

j

ï

j |

2

|

drü>ke der Bedingungen nebt dem Submissions- formular von demselben gegen Erstattung von 10 A bezogen werden, jedo< wird die Akgabe nur an solche Unternehmer erfoigen, deren Qualifikation zur Uebernahme derartiger Arbeiten uns bekannt ist oder dur< Atteste nachgewiesen wird.

Anerbietungen mit der Aufschrift: „Offerte auf Erdarbeiten und Brückenbauten“ find bis zum 12. April cr. an uns einzureichen, an welchem Tage Vormittags 11 Uhr, die Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird.

Bor dem Termine ist von den Submittenten eine vorläufige Kaution von 10,000 Æ. bei unserer Haupt- fasse, Lüßowstraßze Nr. 69 bier, zu hinterleg-n.

Königlize Direktion Cto. 173/3) der Berliner Stadteiseubahn-Gesellschaft.

[2286] Bekauntmachung. |

Die Lieferung des Bedarfs an Feuernnugs- materialien für die hiesigen Königlichen Garuison- Anstalten, Institute und Militärbehörden pro 1877, und zwar:

50 Kbm. buchen Klobenholz, 865 . Tiehnen d0o., G O do., 2000 Dor 14,660 Ctc. Steinkohlen, 7,500 Htr. kiehnene Holzkohlen und 6,000 Htr. böhmische Braunkohlen, soll auf Grund der im Geschäftslokale der unter- zeihneten Verwaltung Strcsow: Kaserne T1, ausliegenden Bedingungen an den Mindestfordern- den vergeben werden.

NVersiegelte, mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Feuerungsmaterialien“ ver- sehene Offerten sind kostenfrei, 1pätestens bis zu dem im vorgedachten Geschäftslokale

am 29. März cr., Bormittags 10 Uhr, anberanmien Termin, daselbst abzugeben, vorher aber no< geauau bezeichnete Lieferungsproben von Torf und Steinkohlen einzusenden.

Die Offerten müssen die. ausdrü>lihe Erklärung enthalten, daß sie auf Grund der eingesehenen und unterschriebenen Bedingungen abgegeben worden sind.

Nach dem Termine eingehende Offerten, wie auch Nachgebote, bleiben unberü>sichtigt.

Spandau, den 14, März 1876.

Königliche Garuisfon -Verwaltung, [2527] Vekanutmachung.

Die Lieferung von 163 Bettstellen von Eisen für das hiesige Festungs-Gefängniß soll im Wege der Submission verdungen werden.

Die Bedingungen, Zeichnung und Beschreibung Stresow-Kaserne Nr. IL., einzusehen und versiegelte Offerten bis zum Montag, den 3, April cr., Vormittags 10 Uhr, daselbst einzureichen.

Spaudau, den 21. März 1876,

Königli&gje Garnisou-Berwaltung.

Die Lieferung vou: 976 Bettungsrippen à 4,5 M. lang, 0,16 M. im D] ftarf, soll an den Mindestfordernden vergeben werden, wozu auf: Mittwoch, den 5. April cr., Vormittags 10 Uhr, im Bureau des unterzeichneten Artillerie-Depots Termin anberaumt wird. Schriftliche Offerten mit der Aufschrift : ; „Submission auf die Lieferung von Bettungsrippen“ nd bis zu diesem Termine hierher einzusenden. Bedingungen liegen in unserem Bureau aus und nnen gegen Entrichtung der Schreibegebühren bis 8 Tage vor dem Termin reguirirt werden. Posen, den 8. März 1876. S [2067] Artillerie-Depot,

9439 [ae Bekanntmachung. Jür die unterzeichnete Werft sollen 55,000 Kilo Kork (Korkholz) beschafft werden, : Lieferurgsofferten sind versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Korkholz“ bis zu dem am 12. Mai 1876, Mittags 12 Ühr, im Bureau der unterzeichneten Behörde auberaumten Termine einzureichen. : Die Lieferungsbedingungen, wel<e auf portofreie

abschriftli< mitgetheilt werden, liegen in der Re- gistratur der Kaiserlichen Werft zur Einsicht aus. Kiel, den 16. März 1876.

Kaiserlihe Werft.

Königliche Eisenbahn-Direktion zu Saar- [2363] brücen Fischbahbahn. L

Die Ausführung der Maurerarbeiten für die Pfeiler Fark iw gp eti (5300 Kbkm. Mauer- werk) foll submittirt werden. l

Ai sind nur in meinem Geschäftslokal,

Die Offerten sind spätestens bis zu dem am Monutag, den 10. April d. Is,, Bormittags 11 Uhr

2750 Meter und die Herstellung von 3600 Cubm. ' in dem vorgenannten Geschäftslokal stattfindenden pätestens den 10. Mai 1876 vorzulegen, | Mauerwerk umfassend, soll ungetheilt im Wege der Termin portofeci und versiegelt an mih einzu-

reichen. Cto. 158/3.)

St. F,ohann, am 14. März 1876.

Der Eisenbahu-Baumeister W, Housselie.

C S C T SR R R 7 Ar Mw 418 i i a p