1900 / 118 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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gehalten worden sei, es crkenne jedo<h das volle Recht Portu- gals an, die Durchfuhr von Gütern zu A E Tee der amerikanishe Konsul in Lourenço Marques gegen ein [ge Verfabren Einspruh erheben sollte, werde er keine Man aen, en Mitgliedern der Buren-Mission wurde, d: W. T. B.“ e bei ihrer Ankunft in New York in ‘eus Hotel ein herczliher Empfang bereitet. Fischer sagte: die Mission wünsche, an den Gemeinsinn und an das Gefühl des amerikanishen Volkes zu appellier-n. Großbritannien trachte nah dem Gold und den Diamanten der R publiken. Die M ssion sei gekommen, um den Fri. den zu suchen, aber nicht um jeden Ds Sie richte an die Vercinigten Staaten die Bitte, die Sache der Republ'ken zu prüfen. Was die Meldungen an- lange, daß die Buren, falls Großbritannien Transvzal er- obere, nah Amerika auswandern wollten, so bestreite er, daß die Buren als Volk auszuwandern gedähten. Einzelne Buren E N wohl auswandern. Drei Senatoren, drei Mitglieder des R:präsentantenhauscs und eine Anzahl Bürger b:geben sih heute von Washington nah New York, um die Abordnung der Buren mocg-n dortzin zu geleiten. Am Sonnabend werden die Buren dem Präsidenten MacKinley einen Besuch abstatten. Am Sonntag Abend soll im Opern- hause eine große Volksversammlung stattfinden, in welcher die Buren, Senatoren und Mitglieder des Repcäsentanten- us Een were ah einer in New York eingetroffenen Depesche aus Colon erhi-lt der dortige Gouverneur ml Mittbeitucne daß die Aufständischen in Columbia bei Cucuta nieder- geworfen seien und die Erhebung tha!sächlih b:endet sei.

Afrika.

Das „Reuter’sche Bureau“ meldet aus Beira vom 8. d. M., der portugiesishe Gouverneur M eyrelles habe bei einem Fest- mahle, welches er zu Ehrea der Jmperial Yeomanry im Gouvernementsgebäude gegeben, die Engländer zu dem mächtigen Aufflammen nationaler Begeisterung beglü>wünscht und gesagt: obwohl Portugal immer ein Freund Enalands ge- wesen sei, habe es sih doh ohne diese Lehre der Thatsachen keine Voi stellung von der glänzenden Einigkeit der angelsächsi- chen Rasse machen können. Portugal freue sih hierüber mit einem alten Verbündeten, denn die Erstarkang des Freundes

edeute eigene Erstarkung

Aus Lourenço Marques berichtet dasselbe Bureau, baß, nah einer Mittheilun “aus portugi-sischer - amtlicher Quelle, bei Mafeking ein Zusammeios stattgefunden habe, in welhem die Buren mit s{<hweren Verlusten zurüd>- L ay seien.

__ Die „imes“ meldet aus Lourenço Marques vom 15. d. M.: Die Bildung eines fodeñatuiték A Gou lben in Johannesburg und Pretoria werde als das lezte Mittel betrachtet, die lässigen Burgher anzufeuern. Aus un-

arteiisher Quelle verlaute, daß in einer geheimen Sißzung des

olfsraads in Pretoria eine erregte Debatte über die Frage der Zerstörung der Minen und Hauptgebäude Johannes- burgs beim Herannahen der Engländer stattgefunden habe. Das Ergebniß der Debatte sei unbekannt, jedo<h séien die fremden Vertreter der Minengesellshaften höchst beunruhigt und hätten cinen dringlichen Appell an ihre Konsuln gerichtet.

Nach einer Meldung aus Pretoria vom 12. d. M. i} n E, E E Een Minen-

auf den Bewaarplaatsen bis 9. Juli - [hoben worden. N i G vas

Eine Depesche des Feldmarschalls Lord Roberts aus Kroonstad vom 15. d. M. meldet: Zwei Offiziere und 6 Mann fouragierten gestern in der Nähe von Kroonstad. Als sie si< einer Farm näherten, auf welcher eine weiße Fahne wehte, eröffneten etwa 15 Buren, die hinter Mauern Stellung genommen hatten, Feuer auf die Abtheilung. Zwei Soldaten wurden getödtet, der eine Offizier verwundet; der aweite Offizier sowie zwei Soldaten wurden gefangen genommen.

Der General Sir Redvers Buller berichtet aus Dundee vom gestrigen Tage, daß er am Dienstag Glencoe beseßt habe. Die Transvaal - Buren hätten jeßt die Biggarsberge geräumt. Die Freistaat-Buren auf den Drakensbergen seien an Zahlsehrvermindert. Die Kommandos von Carolina, Lydenburg und Pretoria seien am 13. und 14. Mai von Hlatifulu nördlih weitergezogen. Elf Geschütze seien in Glencoe in einen Eisenbahnzug geschafft worden: der E Zug E n E habe Blentse am Dienstag

esanbruch verlassen. Die i i der Station MWesselsne k, E E E

Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die gestrigen Sizungen des Reichs tages und des Hauses der Abgeor id in Ac Grun: Bil, g neten befinden sich

Fn der heutigen (196.) Sizung des Rei welher der Staatssekretär des Stats. Staats 2 Mini Dr. Graf von Posadowsky und der Staatssekretär des Reichs-Justizamts Dr. Nieberding beiwohnten, stand zunächst die Fortseßung der dritten Berathung des Geseßentwurfs betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Strafgeseßbuchs, auf der Tagesordnung, zu welchem eine Reihe weiterer Antcäge handschriftlih eingegangen ist.

Es mußte unächst die Abstimmung über den Antrag des Abg. Heiae (Soz.) wiederholt werden, bei welcher fi< am 17. März die Beshlußunfähigkeit des Hauses herausstellte.

oos lautet:

¿0 Nr. 11 des Str.-G..B. erhält folgenden : Bestimmiing (Beftrafung des groben Red findet Tine Me eupiese a pee eagnisle der bildenden und reproduzierenden Künfte und

__An der namentlihen Abstimmung betheiligten sich 290 Mit-

glieder. Der Antra wurde bei Ctleß des leit “hit

210 Stimmen gegen Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten

die Sozialdemokraten, die deutsche Volkspartei, die freisinnige

SaLE (Mer die [rens uni sowie der Abg. Reformp.), dagegen sti  i

Burtes des Sis gegen stimmten sämmtliche anderen

Jn der heutigen (69.) Sißung des Hauses d Abgeordneten, welcher der Vize Wasitent beg! Staats Ministeriums Dr. von Miquel und der Minister des Innern

Entwurf einer Hohenzollernshen Gemeindeordnung zur zweiten Berathung.

Berichterstatter ist der Abg. von Bornstedt.

__ Abg Dr. Lotichius (nl.) erklärt, daß ein Theil seiner Freunde für die Gestaltung des Wahlrechts und für die Geheimwahl nach der Kommissionsfassung stimmen werde, jedo< mit dem autdrü>lichen Mt bebals daß damit fein Präzedenzfall für die Zukunft geschaffen

Die 88 1 bis 20 werden in der Kommissionsfassung an- genommen.

Nah $ 21 werden für die Wahlen der Gemeinde- verordneten die sämmtlichen Stimmberechtigten nah Maßgabe er direkten Steuern in drei Abtheilungen getheilt. Jn

emeinden mit mchr als 2009 Einwohnern soll die erste Abtheilung mindestens das erste Neuntel ‘der Stimm- berechtigten, die zweite Abtheilung mindestens die zwei folgenden Neuntel umfassen; bei Gemeinden mit weniger als 2000 Ein- L V die e Abtheilun mindestens aus dem ersten Scchstel, die zweite Advtheilung mindestens aus d | folgenden Sechsteln, bestehen. q | R

Abg. Dr. Sattler (nl) beantragt die Wiederhe N-gterungsvorlage, inw:l<her das Wort “mindestens: an E E fehlte, dagegen sich rer Absay vorfand, den die Kommission gestrichen hat: „Läßt sih die Zahl der Stimmbverechtigten niht dur 9 oder 6 theilen, so we:den die Uebrigbleivenden der dritten Abtheilung zu- gezählt.“ Der Antragsteller erklärt >ie Fassung der R-giecungsvorlage für korrefter als die Kommissionsfafsung.

Die Abgg. Dr. von Hrydebrand und der Lasa (kons.) und Ri> ert (fr. Vgg.) stimmen diesem Antrage zu, währen» Abg. Hodler (Zentr.) an der Kommission?fassung festhalten will.

8 21 wird in der Fassung der Regierungsvorlage ange- nommen.

Nach $ 832 der Regierungsvorlage soll die Wahl der Gemeindeverordneten geheim dur< Stimmzettel stattfinden. Die Me LN E angenommen.

g. von Wrochem (kons.) beantragt die öffentliche Wahl durh mündliche Abgabe der Stimme i Prot 9

Minister des Innern Freiberr von Rheinbaben bittet, wegen der besonderen Verhältnisse Hohenzollerns, die durch seine abgesonderte Lage bedingt seien, diese exceptionelle Bestimmung der geheimen Wahl anzunehmen. is ey Lou T Li S kurz Le Antrag und erklärt,

rozer einer Partet gegen das ga i Ee L der Antrag S Den R dieies tian ie Abgg. Bumiller (Zentr.), Freiherr von Zedl Neukirch (fr. kon'.), Ehlers (fr. B8) und Dr. L Sins (ul) erklären fi, der leßtere für einen großen Theil seiner Partei, sür die devenne Wahl, ent|preh?:nd den Wünschen der Hohenzollernihen Be- rung.

S 32 wird unverändert in der Fassung der Regierungs- vorlage V des Gf

er Rest des G-scßes wird auf Antrag des Abg.

Walle (Zentr.) en bloc Rain : L N Jn zweiter Berathung w-rden darauf auch der Geseß- entwurf, betreffend die Abänderung r der Hohenzollernshen Amts- und Landesordnung, der Geseßentwurf, betreffend die Aenderung des Ver- fahrens für die Wahlen zum Hause der Abgeordneten in den Hohenzollernschen Landen, und der Gesegz- entwurf, betreffend die Umgestaltung der direkten Staatssteuern in den Hohenzollernschen Landen, ohne Debatte auf Antrag des Abg. Im Walle en bloc an- genommen.

Sodann wird in erster und zweiter Berathung dem Ge- sezentwurf, betreffend die Bildung 66: Seite verbänden in der evangelish-lutherishen. Kirche der Provinz Hannover, ohne Debatte zugestimmt.

_ Es folgt die Berathung des vom Herrenhause in abgeänderter Fassung zurü>gelangten Geseßentwurfs, betreffend die Ge- währung von Zwischenkredit bei Rentengutsgrün- dungen. Das Herrenhaus hat die in der ursprünglichen Regie- rungsvotlage enthaltene, vom Abgeordnetenhause gestrichene Zw->bestimmung, daß der Zwischenkredit nur zur Äbstoßung der Schulden urd zur Errichtung der Wohn- und Wirthschafts- gebäude auf den Rentengütern dienen soll, wiederhergestellt und außerdem den Zusag beschlossen, daß über die Verwen- dung des Zwischenkredits dem Landtage alljährli<h Rechnung zu legen ift. B

Abg. vonBo>elberg (kons.) beantragt, die besti abermals zu ftreihen, will jedo den anderen Zusas ou nehmen. Ohne die Erweiterung des Zwe>es tes Zwischenkredite habe die Vorlage wenig Werth. Irgend welcher Mißbrauh des Zwischen-

sh ja nur um Rentengüter handele, die unter General-Kommission errichtet werden. Vermittelung der Vize-Präsident des Staats. Minifteriuums, Finanz-Minis von Miquel: Die Herren werden, wenn sie die Abgeordneter # fafung S erhalten, niht mehr erreichen, als wenn die Bes hau des Herren auses angenommen werden; andererseits liegt aber ay Guse der Geschäftslage die Gefahr nahe, daß das Gesey scheitert felihts Majorität des Herrenhauses das Gesey nur acceptizren will, w- ren Regierungsvorlage wizderhergestelt wird. Bei der ganzen Vor die handelt es fi nur darum, eixe folide Kolonisation zu bea orlage dieser Zwe> wird mit beiden Fassungen in gleicher Weise erreiht. Abg. Dr. Sattler (ul.) wüns<t das Zustandekommen des G seßes, weil es die innere Kolonisation fördere, und macht darauf aufmerk’am, daß dasselbe Geses au< shon im vorigen Jahre ns scheitert ist; er habe früher den Beschluß des Abageordnetenha f mitgefaßt, der nah seiner Ansicht die Kolonisation befser fördere Q A P A, erg A sei; diese Förderung fall / , wenn das Gefe eitere, und desha { Msliemutg ju ev, DatzendangeiMule E / g. Freiherr von Zedliß und Neukir r. konf.) befü nicht, dáß das Geseg im H-rrenhause scheitern D Dein C geocdnetenbaus an jeinem Beschluß festhalte. Die Konservative würden wohl ihre Parteifreunde im Herrenhause, welche O die Mehrheit bildeten, bestimmen können, si der Meinung des Al geordnctenhauses anzuschließen. Damit mit der inneren Kolonisati i energish vorgegangen werden könne, bitte cr, den früheren Beschluß des Vie iee wieder herzustellen. lze - Präsident des Staats - Ministeriums, Finanz - Minif Dr. von Miquel weist darauf hin, daß es im ra o E die Meinung ter ganzen Linken ankomme, und daß dort erflärt S sei, daß das Gefeß ohne die Zwekbestimmung unannchm, Abg. von Niepenhausen (konf.) bält an tem frü {luß des Abgeordnetenhauses fest und kann nicht ati OS das Abgeordnetenhaus sh dem Pes fügen folle. Wenn das Herrenhaus dann seinen Bes(luß aufre<t erhalte, sei immer no< Zeit, daß das Abgeordnetenhaus seinen Beschluß ändere. EN O Ne Db Antrag von Boelberg, also :Y ng der Zwce>bestimmung, angenommen. (Schluß des Blattes.) Ms

Nr. 20 der „Veröffentlihungen des Kaiserli Gefundheitsamts* vom 16. Mai hat folgenden Inhalt: Pecsote nahrihten, Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. G-sundheitsverhältaiss: in England, 1898/99. Ge}eygebung u. st. w. (H-fsen.) K.eisäczte. Thierärzte. (ODestecreih.) Pharmajeutishe Präparate. (Nieder-Desterreih.) Heilbare Trinker. (Vereinigte Staaten von Amerika.) Viehausfuhr. (SHluß.) Gang der Thier- seuhen in Großbritannien, 1. Vierteljahr. Zeitweilige Maßregeln gegen Thierseuhen. (Prenß. Meg. - Bzz: Koblenz Württemberg, Großbritannien, Malta, Üruguay). Vermischtes. (Deutsches Reich.) Kleinvertrieb von Nahrungsmitteln. Preisaut- \hretben. (Unteregypten.) Sterblichkeit, 1886/90. Geschenkliste. Woentabelle über die Sterbefälle: in deatshea Octen mit 40 000 uns mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Grkranfkungen in Krankenhäusern deutsher Gcoßstädte. Desgl. in deutshen Stadt- und Landbeztrken. Witterung. Grundwasser- stand und Bodenwärme in Berlin und München, April.

Statistik und Volk3wirthschaft.

Die größeren Einkommen in Preußen 1892 bis 1899.

(Stat. Korr.) Nach der Statistik des Jahres 1899 stellt die Zahl der Zensiten (physischen Personen) mit mehr als 3000 E kommen auf 390 957, wovon 301 088 in dea „Städten“, in den Stadt- kreisen allein 204717, also mehr als die Hälfte der Gesammtzahl des Staates, auf dem „platten Lande“, wohin auch die Landgemeinden mit städtishem oder industriellem Charakter gerehnet werden, 89 869 veranlagt sind. Diese Zensiten nebst ihren un}elbftändigen Angehörigen umfassen 4,01 v. H., in den Städten allein 7,01 und auf dem Lande 1,81 v. H. der Bevölkerung. Besonders günstig erscheint dieses Er- gebniß wohl keineswegs. Die Haushaltungen mit mehr als 30009 A4 Einkommen begreifen dana einen im Verbältniß zur Gesammtheit nur geringen Bruchtbeil des Volks, obgleich sie bei der städtischen wie bet der ländlichen Bevölkerung ni<t rur die wohlbabenden Klassen, sondern au einen großen Theil der Schicht einshließen, die man als sbesseren Piittelstand“ zu bezeihnen pflegt. Immerhin i1t eine gewisse Auswärtêbewegung seit der Einführung des neuen Gesetzes unverkennbar. Es betrug nämli die Zahl der Zensiten mit mehr als 3000 „6 Ein- kommen (ohne die A p welche erst seit dem Jahre 18395 ein- {ließlich festgestellt sind, also nicht bei der ganzen Reihe berüdsichtigt

kredits sei auÿ ohne die enge Zwe>bestimmung ausgeschlossen, da es

1892 1893 überhaupt 316 839 319317 in Handerttheilen der Bevölkerung . , 1,06 1,06 in den Städten allein 2377566 239977 in Hunderttbeilen der Bevölkerung , . 201 2,0L in den Stadtkceisen.. .....,, 154201 155694 in Hunderttheilen der Bevölkerung .. 2 59 2,58 auf dem platten Lande , 79 133 79 340 in Hunderttheilen der Bevölkerung . . 0,44 0,44

„Stadt“ 7472 7285 3 270 3230 6136 6 334 2 756 2 805

43 846 43 819 16 864 17183 10 705 10 686 9196 9 292 3378 3308 7 035 7137 2271 2229 23 137 23 478 9 651 9 403 22 075 21 752 10413 10 470 9371 9 622 5 997 5 971 15 391 15 644 8 366 85:0 14 220 14 566 7728 7873 21 792 22216 3 090 3104 41 221 41 649 11 508 11711

in Ostpreußen

Westpreußen im Stadtkreise Berlin in Brandenburg

S{leswig- Holstein Hannover Westfalen e Hessen-Nassau im Rheinlande Nach den Gesammtziffern is also namentli feit 1896 Le Vermehrung der „wohlständigeren“ D t C! us auf dem Lande zeigt sie sih, und zwar nicht bloß in den Ver- hältnißzahlen, sondern au< in den absoluten, obglei seit 1895

mehrere große Landgemeinden nebs ihren Zensiten in - der Städte übergeführt worden sind. B n ne Ee

Freiherr von Rheinbaben beiwohnten, gelangte zunächst der

theile betrifft, so zeigt der Stadtkreis Berlin t Bevölkerung bis zum Jahre 1896 einsGlicilih cine Abnabaee Le

werden könnten):

1894 1895 1896 1897 1898 899 321296 9324294 331091 345 328 369 384 390 957 1,06 1,05 1,06 1,08 1,14 119 242703 246317 2519588 263453 284477 301088 2 00 1,98 1,98 2,01 2,11 216 157 527 159 734 160464 174926 187287 29201717 2,96 2,93 2,50 2,93 2,60 2,65 78 593 77 977 79 133 81 875 84 907 89 869

0,43 0,42 0,43 0,44 0,45 0,47

7 639 8 036 8 245 8 655 9 332 9 642 3 225 3 261 3 293 3 356 3 453 3 543 6 486 6 644 6 783 7 025 7486 7748 2 768 2 682 2 666 2721 9 818 2 967 43 098 42 749 42 248 43411 45 017 47 475 17 826 18 544 19 533 20516 25 082 27 562 10 922 11 083 11 761 12 751 11 560 12 375 9 295 9 307 9 588 9914 10 642 11 024 3 223 3148 3 072 3 100 3163 3 252 7 081 7 253 7 374 7 697 8171 8 455 8 120 2 C89 2 092 2 220 2 342 9 440 23 659 24 104 24596 . 26096 28 025 99 219 9 265 9 053 9 224 9 329 9 701 10 157 21 695 921 882 22 168 22 896 94 253 95 455 10 114 9 723 9 420 9 493 9 795 10 324 9 754 9131 9 890 10 164 10 686 10 977 5 892 5 809 5 625 5 654 5 813 6 059 16 123 16 673 17 171 17 859 18 952 19 943 8 572 8 661 8814 8 959 9 357 9 801 14 823 15 331 15 998 17 170 18 861 20 240 7794 7 832 8018 8 277 9112 9 747 22 577 22 774 93111 24 277 9% 858 98 336 3 095 3 083 3159 3 345 3 667 4 093 42 647 43 889 45 313 47775 52112 55 012 11 533 11 553 11 989 12 670 14 126 15 111;

abfoluten Ziffer „wohlständigerer*“ Zensiten und auh seitdem nur eine mäßige Zunahme. Der Abzug folcher Zensiten in die Vororte ist also offenbar von nit unerhebliher Bedeutung für die soziale Zusammen}eßung der Berliner Bevölkerung selbft. Im übrigen bat gegen 1892 in den „städtischen“ Bezirken au die Zahl der „wohl- tändigereu“ Zensiten überall zugenommen. Auf dem Lande waren no< im Jahre 1895 in Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Polen, Schlesien, Sachsen, Schleswig-Holstein und Hessen-Nassau die Ziffern

0 gi hre 1892; Ostpreußen und Hessen-Nafsau eringe gewesen, als im Anr Westpreußen, Posen und Schlesien im | n

hen 1 3" Spleswig-Holtein ers im Jahre 1899 über den An-

ahre iedri

„nd erboben, während P-mmern und Sawhsen noch jetzt niedrigere fange weisen als im I2hre 1892.

Zie im übrigens nit zu uagüostige Auffassungen von dem Gesammt- niß ¿u gewinnen, muß man ih gegenwärtig halten, daß auh g den Zenfiten mit nit über 3000 4 Einkomm?zn noh viele that- eblich blbabenden Klassen zuzure<en sind, z. B. Söhne reicher die zunächst nur dasjenige, oft no< ee Ginkommen ver- | \ ' wel<es ihnen aus einer Stellung im Staatsdienst u. dgl.

Zur Arbeiterbewegung.

to>holm meldet ,W T.B.* vom gestrigen Tage, daß dort die A O des Baugewerbes beschlossen haden, von heute ab «ber alle Arbeiter die Sperre zu verhängen, weil die verschiedenen Versuche, eine Einigung zu erreichen, gescheitert siad und der Ausstand in mehreren Bauunternehmungen ausgebrochen ist. Die Sperre trifft | f nmittelbar 5000 Mann, foll aber mittelbar über 20 000 Arbeitcr

arbeitslos machen.

Land- und- Forstwirthschaft.

Die Allgemeine Gartenbau-Aussteilung des Pankow- Shönhausener Gartenbauvereins wird am Sonnabend, den 19. Mai, Vormittags 10 Uhr, im Linder’ schen Garten zu Pankow (reite Straße 34) eröffnet wecdea Während der Dauer der Auéstellung, vom 19. bis 24. Mai, findet jeden Nachmittag von 4 bis Abends 11 Uhc Konzert statt. Die reich beshi>te Gart:nbau- Ausftellung wird Abends elektris beleuchtet sein. Unter den Œhren- preisen der Ausftellung sind besouders hervorzuheben die voa Ihrer Majestät der Katierin Friedrich gestiftete Porträât-Medaille, die Staats- Medaillen (eine große silberne, zwei fleine silberne, drei bronzene Medaillen), diejenigen der Landwirthschaftskammer (drei silberne und drei bronzene Medaillen) und die des Vereins zur Beföcderung des Garten- baues (eine goldene, eine große silberne, eine kleine silberne, eine bronzene Medaille). Am Montag Nahmittag um 1 Uhr bält der „Pomologisde Verein Berlin“ im Linder’schen Restaurant eine bfentlihe Sizung ab, ebenso am Dienstag Nachmittag der „Verband der D allelner Deutschlands“. Die im Jahre 1893 von dem ' Pankow - Schönbausener Gartenbauverein veranstaltete Subiläums - Ausstellung verlief glänzend; die jeßige, mit Gewächs- däusern, einem Palmenhause, zablreihen dekorativen Grupyen blúbender Pflanzen ausgestattete und au< in den Abtheilungen für Binderei, Gemüse und Obst reich besh'>te Ausstellung verspricht no< weit mehr. Der Eintrittspreis beträgt am Sonnabend. den 19. d. M, 1 4, an den weiteren Tagen 50 (Dauerkarten 2 A). Anmeldungen zuc Ausstellung werden no< vom Comité in Pankow

angenommen.

Saatenstand in Ungarn.

Nach den bei dem ungarischen A>erbau-Ministerium eingelangten Berichten herrshte, wie der „Wiener Ztg." aus Budapest berichtet wird, im erften Drittel ‘des Monats Mai zumeist günstige, milde Witterung; ivfolge dessen entwi>elten sich die Pflanzen s<öôn und wurden nur dur< das fkältere Wetter vom 10. bis 13. d. M, darin behindert, stellenw-ise sogar, den vom 12. und 13. d. M. eingelaufenen telegraphishen Meldungen zufol,e, in der Eat- widelung einigermaßen zurüd>gehalten, fo namentli<h Roagen und der Frübjahrsanbau überhaupt, in dem sih das Unkraut mehrt. Das falte Weiter hat au< die Entwi>kelung des Weinsto>s {ädli< beeinflußt ; die Frôste vom 12. und 13. d. M,, die sich auf die westlichen, östlichen und nördlichen Landestheile erstre>tea, baben bedeutenden Schaden verursaht. Auh Obft hat gelitten, ebenso Gartengewächse, Rüben, Kartoffeln und stellenweise außer Mais auch der früh in die ANehren gesbofsfene Roggen. Infolge des vielen Regens wurden die tieferen Theile der östlichen Gegenden stt-llen- weise überfluthet; au< Hagelshlag trat auf, jedo< obne größeren Schaden anzuri@ten. In Zusammenfasuag dieser Verhältnisse stellt #s< das Bild, wie folgt: on_ den Weizensaaten ist der Fcühanbau am besten, während der Spät- anbau shütter ist und au< weniger Büschel trägt. Die Roggen- faaten stehen im Landesdurhschnitt kaum mittel. Winterger ste entwidelt Le meistens gut und befriedigend. Sommergerfte ver- besserte i< infoige rei<lihen Mai-Regens und milden Wetters. Me steht im großen Durchschnitt befriedigend. Die Rapssaat

at dur die Frôfste vom 12 und 13. d. M. neuerdings Schaden ge- litten. Im allgemeinen if wenig Raps zum Schnitt übrig geblieben, und au das Wenige verspricht nur geringe Aussichten. Die Maispflanze hat dur< den Frost vom 12. d. M. vereinzelt Schaden gelitten, Im Lndesdurchschnitt keimt die Frühsaat befriedigend und steht ziemli gut. Kartoffeln haben dur<h die Fröste Schaden gelitten. Der erste Trieb wurde zu Grunde gerichtet; die nege Bepflanzung ist im Zuge. Zu>errüben und Futterrüben aben dur Frost be- deutenden Schaden gelitten, werden stellenwetse umgea>ert und die abgefrorenen E dur frishen Samen ergänzt. Der Wein- sto d litt dur den Frost bedeutenden Schaden. Die Obstbäume ftanden während der Frostzeit in der Blüthe, daher ist der Schaden

sehr groß.

Getreideverhältnisse in den Niederlanden.

Der Kaiserliche General-Konsul in Amsterdam berichtet unter dem 10. d. M. E /

Die ziemli< strenge Kälte während der abgelaufenen Winter- monate, sowie die ungünstige Witterung in den Monaten März und April d. J. sind den Wintergewächsen nachtheilig gewefen. Infolge dessen haben auf einigen Pläyen die Noggen- und Weizensaaten um- gepflügt werden müssen.

Saatenstand in Belgien und der Getreidemarkt in Antwerpen während des Monats April.

Der Kaiserlihz2 General-Konjul in Antwerpen berihtet unter dem 10. d. M. Folgendes : / ; : Bis auf wenige warme Tage um die Monat2mitte war die Witterung im April ungewöhnli< rauh und daher dem Wachsthum im allgemeinen wenig förderlih. Der ftrenge Frost während des Winters scheint ziemli erheblihen Schaden verursacht zu haben. In der Provinz Lüttich wird aus dieser Ursache von der Winter- bestelung angeblih ein Viertel der Weizensaat und ein Geringes weniger der Roggensaat für verloren betrahtet. Dabei scheint über- dies zu oe Tre kenheit des Bodens die Entwi>kelung der Getreide- saaten sowie au< der Wiesen beeinträchtigt zu haben. Klee steht aber befriedigend. Die Frübkjahrsbestellung in diefer Provinz ift L au! die Zu>errüben, die wegen der Kälte Verzögerung erlitten, ndet. In der Provinz Luxemburg soll Winterweizen fast ükera erfroren sein. Auch die übrigen Wintersaaten, besonders aber die spât erfolgten, scheinen hier vielfah zu wünschen übrig zu lassen. fer ist zwar überall gesäet; soll aber wegen der Tro>kenheit des odens' und der falten Nächte nur langsam aufgehen. Die Ent- Feeelung der Wiesen- und Futterkräuter beginnt dagegen einigen Fortschritt zu zeigen. de d In der Provinz West-Flandern, wo das Wachsthum in iesem Jahre überbaupt wenig entwi>lt zu sein scheint, hat nah den vorliegenden Nachrichten der größte Theil der Gerstefelder wegen der Brostshäden neu bestellt werden müssen, und wird deshalb dort auch

düngten nis

vershiffungen vom j lebhaft, und fi:len diz Preise um ein geringes, am Monats\h<luß ungefähr, wie folgt:

Weizen:

Gerste:

Weizen, der nur spärli< aufgegangen sein foll, fi im allgemeinen

t.

rovinz Ost-Flandern soll die Entwi>kelung der Saaten in leßter Zeit im allgemeinen ¡war einige Fortschritte gemacht baben, immerhin sollen fie aber zum weiteren günstigen

andauernd entsyrehende Witterung erfordern rovinz Antwerpen scheinen die Saaten auf gut ge-

eldern ungeahtet der bisberigen widrigen Witterungs- e immerhin noch verhältnißmäßig {n zu st-hen, dagegen

iht kcâfti R

In der P

ollen die Saaten auf mangelhaft gedüngten Feldern be

dur den Frost gelitten haben und ziemli<h verkümm Die Frühjahréarbeiten, namentlih au der Kartoffelbau, seinen hier wegen anhaltenden Regens zu Anfang April Verspätung erfahren

zu haben. F1 der P-:ovinz Limburg sollen die Getreidesaaten dagegen

dur<hweg von gutem Aussehen, Wiesen und Klee aber infolge der Kälte ziemli erheblich Getreideausfaaten sollen hier se unter günstigen Bedingungen erfolgte Kartoffelbau nahezu beendet ein. Mit dec Ausfaat der Zu>errüben konnte wegen widriger Witterung erft gegen Ende April begonnen werden,

Gen sein. Die r vorgeschritten und

Im Großen und Ganzen dürften die Verhältnisse i

Provinzen ähnlich liegen.

Antwerpener Getreidemarkt.

nocdamerikanisher . Kansas falifornisher Walla Walla . australisher . . Calcutta Club II Kurrachee, weißer

é TOIDeL e Plata, je nah Güte . Donau, E E ERIE e 40 M L S Donau und nordamerikanifcher . inländischer . ; S zu Futterzwe>en . e E afer: russisher und nordamerikanisher . ais: Odessa und Donau. . - « -

lata und nordamerikanischer

Weizenmehl: . .

Roggen :

325 009 dz 40000 , 20000 ,

Weizen: Gerste: Mais:

werpen :

Roggen: aus Rußland ooo ee den Vereinigten Staaten von Amerika

Atgcnlinie. a 6 o o

Weizen: aus Deutschland

A ea e io oa ae den Vereinigten Staaten von Amerika r S C E Brasilien .

Rußland

lia 5

den Niederlanden

Gngland

ls D aa e ofe den Vereinigten Staaten von Amerika der Türkei . e den Niederlanden Rußland Rumänien Oestzrreih .

Gerste:

S MUBIARE a O ee den Vereinigten Staaten von Amerika E E S o

Hafer:

cis Araéntinita e uo 02s den Vereinigten Staaten von Amerika Rumänien . R a E den Niederlanden Rußland

Mais :

Kartoffeln: aus den Niederlanden . Malta Jtalien . Algier . Gagland . Spanien .

Ausgeführt aus Antwerpen: nah Deutschland . ..« « «+++

nah Deutschland den Niederlanden Schweden . Spanien

na< Deutschland

Gerste: den Niederlanden

Hafer: nichts.

Mais: nah Deutschland den Niederlanden Norwegen .

na< Deutschland

«„ England . Norwegen Brasilien Marocco . Schweden . . Gibraltar . .. den Niederlande dem Congo

Kartoffeln :

Rotterdamer Getreidemarkt.

10, d. M. Folgendes : / Die Stimmung des Getreidemarkts war infolge

nur auf eine wenig ergiebige Gerfteernte gere<hnet.. Auch der gegen- wärtige Stand der Roggensaaten gilt dort für wenig Tre während

Witterung ziemlich feft.

Unter dem Eisfluß einiger Tage wärmerer Witterung im Laufe des April und anhaltender, verhältnißmäßig bedeutender Weizen- La Plata gestaltete fich das G:s\<häft weniger Leytere stellten fich

c r

Die Vorräthe wurden am Monats\hluß, wie folgt, ges{<äßt:

Im Laufe des Monats April wurden eingeführt in Ant-

11049 dz.

1055 8590 dz.

187 610 dz.

41 300 dz.

166 730 dz.

154 390 dz.

21570 dz.

99 780 dz.

Der Kaiserliche Konsul in Rotterdam berihtet unter dem

edeihen-

fonders stark ert autsehen.

Frühjahrs- der bi3 jeßt

n den übrigen

. 163 15

164

162

164

17

163 15—164 16—17 15t—174 15—164 14—15 15 13}—144 14}—164 16—174 134— 134 12t—11#4 211—21.

6 000 dz 480 , 990

30 790 477 240 276 030 175 040

63 290

29 889

22 310

8 230 3 040

1220 dz 170 410 8710 2 800 2 369 1 300 810

29 530 dz O D

83190 dz

38/000

7960

12140 , 5 440

6940 dz 590 , 80 30 20 10

7 670

8340 3

163 430 20 380 480

190

14270 dz 7300 ,

24550 dz 27 900 ,„ 3330 „,

13810 4dz. 36 410 12 290 910 440 440 290 200 180

anhaltend kalter

Der Absatz au die Mehlfabrik-n litt unter den

Wefzen. niedrigen Preisen des nah wie vor in großer Menge impzrtiertea

Mehls. Mbiag Geschäfte gemat ; besonders der leßtere findet immer größeren

aß. Preise für den hiesigen Markt zu ho< find. mehr vorräthig.

s wurden bauptsähli< in Kansas 2 und 3 sowi- in La

ussisher und Donau wurden nit viel gehandelt, weil die Indischer ist hier niht

Roggen. Die Nalhfrage war stets lebhaft und konnte nitt

immer befriedigt werden, namentlih deshalb, weil gute Sorten zum Baten oft ganz fehlten. Die Einfuhr war / unbedeutend und bestand hauptsähli& aus minder gesu<ten Sorten, u. a. aus leihtem Reval und südrussishem; ersterer fand namentli für Brennereizwe>e Ver- wendung, der andere war vor Ankunft meistens verkauft. Petersburger und Tazanrog wurden auf baldige und au auf spätere Lieferung zu sehr guten Preifen gehandelt.

Gerste. Es gab weder Nachfrage no< Angebot. Die Vorräthe

sind nit groß, ebensowenig ist viel unterwegs.

Hafer. Es wurden hauptiählih Libau und Reval eingeführt

von oft wenig genügender Qualität; aus Danzig kam sehr s{<öne Waare an, die zu einem sehr guten Preis verkauft wurde.

Mais. amenili< American mixed \tieg infolge lebhafter

Nachfrage, gzringen Angebots und ziemlich viel höherer cif-Notierungen

erhecli< im Preis. dessen auf und hierdurh, in Verbindung mit der verbesserten Witte- rung, gingen die Preise wieder stark zurü.

Die Verkäufer zweiter Hand räumten infolge

Amserkx bleibt jedo< fes. In runden Sorten fand" keine bes

fondece P-eiésshwankung stait; es wurde davon nur wenig angeboten.

Die Preise und Vorräthe ergeben \sih aus nastehender Zu-

fammenstelung :

Vorräthe Getreidepreise in Notterdam ; am j 1. im Monat April 19090. April | Mai 1900

Gerste

Noggen Le

Laft zu | Last zu | Last zu 2400 kg | 2100 kg |2000 kgj

Fl. Fl. F. 174/189

Weizen

Getreideart Last

1309| 2000 1100| 1000 1000| 1209

Weizen Roggen Gerste

138/158 f 11347158

Gesundheit8wesen, Thierkrankheiten uud Absperrungs- Maßregeln.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den „Veröffentlihungen des Kaiserlichen Gesundheitsamt3*, Nr. 20 vom 16. Mai 1900.)

Pest.

Egypten. Am 7. Mai wurde au in Alexandrien ein Peft- fall festgestellt. / British-Ostindien. In Kurrachee hat die Pest seit An- fang April weitere Fortschritte gemacht; die Zahl der täglihen Fälle ist na< einer Mittheilung vom 18. Avril auf 69 bis 70 gestiegen. Fm Ganzen find vom 1. Januar bis 18. April d. J. 1876 Fälle von Pest mit 1427 Todesfällen zur Anzeige gekommen. Die Eingeborenen waren stark au2gewandert; unter der europäis<en Bevölkerung find bis dabin Erkrankungen ni<t vorgekommen.

Argentinien. In Rosarto find vom 23. März bis zum 5. April elf verdäßtige Krankheiisfälle vorgekommen. Ein beinahe acttägiges Regenwetter scheint den Gesundheitsstand ungünstig be- einflußt zu baben; N 5 ; Neu-Süd-Wales. Während der am 24. März endigenden Woche sind in Sydney gemäß amtliher Mittheilung weitere 3 Personen an- der Pest gestorben und 10 mit dieser Krankeit in das Hospital aufgenommen. Nah den Angaben der dortigen Zeitungen waren vom 29. Januar bis 3. April insgesammt 66 Personen an der Pest erkrankt, davon 19 gestorben.

Neu-Caledonien. Zufolge Mittheilung vom 30. Avril find in Neu-Caledonien seit dem 23. März nur no< zwet Pestfälle vor- gekommen, darunter ein Fall, bei dem es nit zweifellos ift, ob Pest vorgelegen hat. Seit dem 9. April darf die Epidemie ais erloschen

angesehen werden. Verschiedene Krankheiten.

Po>ken: Lyn 2, Madrid 10, Odessa 3, St. Petersburg 6, Warschau 2 Todesfälle; Paris 12, St. Petersburg 31, Warschau (Kranken- häuser) 5 Erkrankungen; Fle>typhus: Warschau 2 Todesfälle ; Edin- burg 7, St Petersburg 5, Warschau (Krankenhäuser) 15 Grkrankungen ; Rüdfallfieber: St. Petersburg 4 Eckrankungen; Geni>kftarre: New York 14 Todesfälle; Tollwuth: Moskau 2 Todesfälle; Milz - brand: Moskau 1 Todesfall; Varizellen: Budapest 20, Wien 62 Erkrankungen; Rothlauf: Wien 31 Erkrankungen; epidemisce Ohrenspeicheldrüsen-Entzündung: Wien 58 Grfrankungen ; Fnfluenza: Berlin 9, Leipzig 5, Hamburg 4, Frankfurt a. D. Halle je 3, Darmstadt, Dortmand, Halberstadt, Amsterdam je 2, Kopen- bagen 3, London 27, Moztkau 7, New York 42, Paris 4, St. Petersburg E En Sto>holm, Wien je 2 Todesfälle; Nürnberg 51, Kopenhagen 82,

to>bolm 54 Erkrankungen; Keuch busten: London 42 Todesfälle ; Reg.-Bez. Schleswig 34, Wien 49 Erkrankungen; Lun gen ent- zündung: Reg.-Bez. Schleswig 91, Nürnberg 33 Erkrankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Masern (Durh- schnitt aller deuts<hen Bericht2orte 1886/95: 1,15 9/0): in Darmstadt Erkrankungen kamen zur Meldung in Berlin 25, in den Reg.- Bezirken Königsberg 102, Marienwerder 105, Shleswig 101, in München 59, Hamburg 121, Budapest 107, Christiania 22, Edinburg 54, New York 715, St. Petersburg 68, Wien 244; desgl. an Diphtherie und Croup (1886/95: 4,27 9%): in Plauen Erkrankungen wurden angezeigt in Berlin 56, Hamburg 24, Kopenhagen 27, London (Krankenhäuser) 152, New York 962, Paris 85, St. Petersburg 61, Sto>khelm 50, Wien 38; desgl. an Unterleibstyphus (1886/95: 0,75 9/0): in Bochum Erkrankungen wurden gemeldet in Paris 93, St. Petersburg 54; ferner kamen Erkrankungen an Scharlach zur Anzeige în Hamburg 33, Budapest 47, Kopenhagen 49, London (Krankenhäuser) 176, New York 164, Paris 108, St. Petersburg 67, Wien 50,

Nach der im Kaiserlihen Gesundheitsamt bearbeiteten Statistik über die Verbreitung von Thierseuhen im Deutschen Reiche roährend des 4. Vierteljahrs 1899 is die Maul- und Klauenseuche in 55 648 Geböften (gegen 53/927 im 3. Vierteljahr 1899) mit einem

Gesammtbestande von

613 282 Rindern gegen 572 386 im 3. Vierteljahr Ft

386 329 Schafen 48 507 „9. è 19763 3. á 1899

16 667 Le en ú 282 310 Siveinan „_ 253314 3. 2 1899 T3983 588 Fbhiecren gegen 1273 970 im 3. Vierteljahr 18/39 aus«

brochen. Die Ausbrüche vertheilen fi auf 24 Staaten... . - gégen 81 Fp muugb- 2c. Bezirke 863 se 2c, E S

24 im 3. Viztte’ jahr 1899 al M elbe 1899

M E

8854 Gemeinden x „.. , 764 ¿ 3, Í 1899