1876 / 170 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Paris, 19. Juli, Nachmittags, (W. T. B.) :

Produktenmarkt (Schlusshericht). Weizen behauptet, pr. Juli 25,75, pr. Angust 26,00, pr. BSeptember-Dezember 27,00. Mehl fest, pr. Juli 56,25, pr. Angust 57,25, pr, September-Dezem- ber 59,50. Rübsö!1 fest, pr. Juli 75,25, pr, August 75,25, pr. Sep- tember-Dezember 77,00, pr. Januar-&$pril 78,50. Spiritus behaup- tet, pr. Juli 44,00, pr. September-Dezember 45,50.

New-York, 19. Juli, Abends 6 Uhr. (W. T. B.)

Waarenbericht. Baumwolle in New-York 113, do, in New- Orleans 114. Petroleum in New-York 17}, do. in Philadelphia 17. Mehl 5 D. 75 C. Rother Frühjahrsweizen 1 D, 19 C. Mais (old mixed) 54 C. Zucker (Fair refining Muscovados) 84. Kaffee (Rio-) 167. Sehmalz (Marke Wilcox) 12 C.

Speck (short clear) 11 C. | E Oberhessische Elsenbahnen.

Kündigungen und Verloosungen, ; Fürstenthumer Krels-Obligatlonen. Ausgelooste Stücke; s, unter Ins. der Nr. 168. Aaoben-Mastr'ohter Eisenbahn. Behufs Amortisation ausge- looste Prioritäts-Obligationen; s. unter Ins, der Nr. 168. Ausweizse von Banken ete. Woohen-Uebersloht von 7 deutschen Zettelbanken ter 15, Juli; s. unter Ins. der Nr. 168. PreussIsoche Central-Bodenkredit- Aktlergesellsohaft. Statns yom 30. Juni cer.; s, unter Ins. der Nr. 168. Hzslberstadt-Blankenburger Eisenbahn, Bilanz p. 31, De- 93,980 M.

zember 1875; s, unter Ins. der Nr. 168. Im Juni cvr.: 7477 A), 1. Januar bis ult. Juni 499,144 A. (+ 16,699 A6).

Grossherzogl. Badisoho Staats-Eisonbahnen. Im Juni cer, 2,976,818 A (+ 523,164 A6), 1. Januar bis ult. Juni 14,098,054 (+ 1,465,366 M).

Magdeburg - Halberstädter und Hannover - Altenbekener Eisenbabn. Im Juni cr, Magdeburg-Thale, Cöthen resp. Halle- Vieveoburg, Magdeburg - Wittenberge, Berlin - Lehrte, Stendal- Uelzen, Magdeburg - Oebisfelde etc, 1,923,091 Æ (+ 160,593 M), 1. Januar bis ult, Juni 11,213,191 A (+ 730,961 M); VUelzen- Langwedel 82,185 Æ. (+ 13,495 M), bis ult. Juni 501,599 6 (+ 11,166 M); Grauhof - Langelsheim - Lautenthal 4922 &, Hannover-Altenbeken incl, Weetzen-Haste und Grauhof - Löhne 399,258 M. (+ 151,092 A), 1. Januar bis ult. Juni 2,018,903 A6); (+ $95,815 A), Vienenburg - Grauhof 10.884 (+ 8813 M). 1, Januar bis ult. Juni 72,620 M (-+ 69,319 4).

Getreidefracht 7. ————————

T heater.

Wallner-Theater. FSreitag: Der Wahr-

heit eine Gasse. Schwank in 1 Aft von Julius Rosen. Hierauf: Kurzsichtig. Lustspiel in 1 Aft von C. A. Görner. um Schluß: Zum 7. Male: Atater in Potschappel. Ritterschauspiel in 3 en. Sonnabend: Diselbe Vorstellung.

Friedrich-Wilbelmst. Theater.

Die Fledermaus. Sonnabend; Der Karneval in Nom.

Kroils Theater,

Stufe. Großes Concert. des Sommergartens. Anfang 5}, der Vorstellung 6x Uhr, Ende des Concerts: 11 Uhr. Sonnabend: Berliner in Philadelphia, In Vorbereitung: Genrebild mit Gesang in 1

Freitag :

ft von C. Görliß.

v . Michaelis. Urlaub na m Grundbu(hblattes, ingleihen eiwaige Abschäßungen, n Uge A ; andere das Grundstück betreffende Nachweisungen

Zapfenustreith.

National] «Theater, Freitag: der A See in Wien, der Herren Le- : winsky und Hallenstein und der Frau Lewinsky- Piecheisen von Prag: Der Pfarrer von Kirchfeld.

Sonnabend: Gastspiel der Obigen: Der Pfarrer von Kirhfeld.

Thalia-Theater (am Etadtpark). Freitag: Im Wartesalon x. Klasse. Lustspiel. Doro- thea. Opcrette. Künstlerleben, Singspiel. i

Belle-Alliance-Theater, Freitag: Großes | Doppel-Concert, ausgeführt von der Kapelle des 3. Garde- Grenadier-Regiments (Königin Eilisabetb) unter persönlicher Leitung ihres Direktors Herrn

Ruschewe yh und der Hauskapelle. Tyroler National- den 18, September 1826, Bormittags 111 Uhr,

der Innthaler Sängergejellschaft Hans

Concert Abends : Brillarite

Lechner in ihrer Landestracht.

„“Sflumination des prahivollen Sommergartens dur . Subhastation öffentlich an den Meistbietenden ver-

mehr als 10,000 Gaëzflammen. Hierzu: Zum 1. Male: Der beste Ton. Lustspiel in 4 Aufzügen von Carl Töpfer. Entrée incl. Theater 50 -.

Deutscher Personal-Kalender. 21, Juli.

1790. Frd. Carl Herm. Kruse, Geschichtsforscher *,

1763. 1827, 1868.

reuth,

Johann Jänicke, Begründer der Berliner Bibelgesellschaft +.

Dr. Friedr, Wilh, Schubert, Prof. der Staats- wissenschaften #,

Familien-Nachrichten.

Verlobt : [6195] i

Frl. Elisabeth Rüdiger mit Hrn. Kapitän- | Lieutenant Ieshke (Forst Psoerten N./L.) |

Verlobt: Frl. Helene Krasper mit Hrn. Gymna- | siallehrer Dr. Herm. Dittmar (Magdeburg). ! Frl. Helene von Görne mit Hrn. Lieutenant Claus von Niebelschüß (Buchwäldchen). Frl. Marianne von Cramer (Magdeburg) mit Hrn. Premier- Lieutenant Heinrih Tel (Sonderburg), Frl. Marie von Keudell (Bonslack) mit Hrn. Gerichts- Assessor Richard Höfling (Eisfeld). ;

Verehelicht: Hr. Kanzlei-Direktor Carl Richter mit Frl. Clara von Siegroth (Görliß).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Louis de Haas (Wesel). Hrn. Major Max v. Redecker (Frank- furt a. D.). —- Hrn. Hauptmann und Artillerie- offizier vom Plaß Heimbrod (Erfurt). Eine Tochter: Hrn. Seminardirekior Bethe (Weißen- fels). Hrn. Hauptmann und Compagniechef Bartholomaeus (Aachen).

Gestorben: Fürstl. Schwarzb.-Rudolst. Kammer- herr, Oberforsimeister a. D. Auguft Theobald von Schönfeld (Dresden). —- Verw. Frau Baronin Minna v. d. Trenck, geb. v. Briesen (Potsdam).

SteeXbriefe und Untersuchungs - Sachen. Steckbrief. Gegen den Handlungscommis Heiurih Schmidt is die gerichtliße Haft wegen Unterschlagung in den Akten 8, 859/76 Komm. IL beschlossen worden. Die Verhaftung hat nicht aus- geführt werden können. Es wird ersucht, den 2c. Schmidt im Betretungsfalle festzunehmen und mit ' allen bei ihm sih vorfindenden Gegenständen und Geldern an die Königlihe Stadtvoigtei-Direktion hierselb abzuliefern. Berlin, den 18. Juli 1876. Königliches Stadtgericht. e ouo für Unter- suchungssachen. Kommission 11, für Boruntersuchun- gen. Beschreibung. Alter: 26 Jahre, geboren am 5. Februar 1850, Geburtsort: Paderborn, Größe : 5H Fuß 2 Zoll, Haare: braun und dünn, blau, Augenbrauen: braun, Kinn: rund, Nase: ge- bogen, Mund: klein, Gesichtshildung: rund, Gesichts- farbe: gesund, Zähne: gut, Gestalt: gedrungen, Sprache: deutsch, französis und englisch.

Offene Strafvollstreckungs-Requisition, Der Arbeiter Wilhelm Schulz aus Reselkow is wegen vorsäßlicher Körperverleßung durch Erkenntniß des hiesigen Gerichts vom 30. Mai dieses Jahres zu einer Gefängnißstrafe von zwei ein halb Monaten rechtskräftig veruriheilt worden. Der jeßige Aufent- halt des Schulz ist uns unbekannt, weshalb wir um Vollftreckung- der Strafe an dem 2c. Schulz im Betretungsfalle, sowie um Nachricht hiervon ei suchen.

Belgard, den 15. Jult 1376. __ [6217]

o6niglihes Kreisgericht, I, Abtheilung.

; buch von Stegliß Band 9 Bl. Nr. 298 verzeichnete Grundstück nebit Zubehör soll

, an heer Gerichtéstelle, Zimmerstr. Nx. 25, Zim- mer T: , hastation ôffentlich an den Meistbietenden versteigert Freitag: Von Stufe zu Zuschlages

Vor, während und nah der Vorstellung: den 15. September 1876, Vormittags 10 Uhr, Große vollfländige Illumination ebenda verkündet werden,

| flächenmaß von 12 Ar mit einem Reinertrag von Ein R Gs lben, 0,74 Thlr. veranlagt.

: und besondere Gastspiel Bureau V. einzusehen.

; spätestens im Versteigerungstermin anzumelden. i Berlin, den 10. Juni 1876.

* den 22. September 1876, Bormittags 10 Uhr,

| 88 Qu.-Meter groß und zur Grundsteuer, bei einem

SRSIIA SNSLOE SICN den ETOISREN, UHIOE Ala . und zur Gebäudesteuer mit einem jährlihen Naßungs-

| zusehen.

¡ aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion

Augen: /

ÆXubhafstationen, Aufgebote, Vor- radungen u. dergl.

Subhastations-Patent.

Das früher dem Tischlermeifter Carl Hannemann zu Stegliß, jeßt dem Maurerpolier Wilhelm Körsten zu Berlin gehörige, in Steglitz belegene, im Grund-

den 13. September 1876, Bormittags 11 Uhr, 12, im Weçce der nothwendigen Sub- und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des

Das zu versteigernde Grundftück is zur Grund- steuer, bei cinem derselben unterliegenden Gesammt-

Auézug aus der Steuerrolle und Abschrift des

Kaufbedingungen sind in unserm

Alle Diejenige», welche Eigenthums- oder ander- weite zur Wirksamkeit gegen Duitte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra- gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion

[6207] Königliches Kreis3gerid t. Der Subhastations-Richter.

Subhastations-Patent.

Das der Aktiengesellschaft Ber!in - Tempelhofer Baugesellschaft zu Berlin gehörige, in Tempelhof belegene, im Grundbuch von Tempelhof Band 1V. Nr. 271 verzeichnete Hausgrundstück nebst Zubehör joll

an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen

steigert, und demnächst das Urtheil über die Erthei- lung des Zuschlags [6204]

Grundstück i}| 19 Ar

Das zu versteigernde derselben unterliegenden Flächenmaß von 13 Ar 66 Qu.-Metcr mit einem Reinertrag von 1,87 Thlr.

werth von 4800 M veranlagt.

Auszug aus der Steuerrolle und Hypotheken- schein, ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in unserm Bureau V. ein-

Alle Deieigen welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht einge- tragene Realrechte geltend zu mothen haben, werden

spätestens im Versteigerungster:nin anzumelden. Berlin, den 14. Juni 1876. Königliches Kreisgericht. Der Subhastocions-Richter.

Subhastations-Patent.

Das dem Lederwaarenfabrikanten Carl August Ferdinand Weder zu Neu-Briß gehörige, in Brit belegene, im Grundbuch von Briß Band 11 Bl. Nr. 454 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör soll den 28. September 1876, Bormittags 11} Uhr, an Gerichtêstelle, Zimmerstr. 25, Zimmer 12, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlih an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Erthcilung des Zuschlags ebenda

den 3, Oktober 1876, Mittags 12 Uhr, verkündet werden. E

Das zu versteigernde Grundstück is zur Grund- teuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt-

lächenmaß von 4 Ar 33 Q.-M,, mit einem Rein- ertrag von 30 H veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, Abschrift des Grundbuchblattes, ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grund- uüd betreffende Em Nes und befondere Kauf- bedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Vieletigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht einge- tragene Realrechte geltend gu machen haben, werden deter dieselben zur Vermeidung der Präklusion späteftens im Versteigerungstermin anzumelden. Berlin, den 29. Juni 1876. (6203]

Königliches Kreisgericht. Der Sabhastations-Richter.

Subhastations-Patent.

Die dem Scckmiedemeister Heinrich Julius Kittlaß, beziehungsweise dessen Erben gehörigen, im Gemeindebezirk Friedrihsberg-Lichtenberg belegenen, im Grundbuche von Lichtenberg Band 27, Bl. Nr. 882 und 883 verzeichneten Grundstücke nebst Zubehör sollen (6205] den 12. September 1876, Vormittags 11 Uhr, an hiesigec Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr, 25, Zimmer Nr. 23, im Wege der nothwendigen Sub- hastation ôffentlih an den Meistbietenden versteigert und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des

steuer bei einem derselben unterliegenden Gesammt- Flächenmaß von 4,54 und 4,49 Ar mit einem Rein- ertrag von 3,21 und 3,18 4, zur Gebäudesteuer aber nicht veranlagt. Auszüge aus der Steuerrolle und | beglaubte Abschrift der Grundbuchblätter find in | unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber niht ein- getragene Realrechte geltend zu machen haben, wer- | den aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Prä- | klufion spätestens im Versteigerungstermin anzu- | melden. i Berlin, den 29. Juni 1876. j

Königliches Kreisgericht. |

Der Subhastations-Richter.

| Subhastations-Patent. |

Das dem Schuhmachermeister Johann Ferdinand | Paetold zu Berlin gehörige, in Schönow belegene, im Grundbuch von Schönow Band 6. Bl. Nr. 159 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör soll | den 27. September 1876, Bormittags 113 Han an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25 Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen Sub- hastation offentlich au den Meistbietenden verstei- gert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags ebenda i

verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund- steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt- Flächenmaß von 14 Ax 30 Qu.-Meter mit einem Rein- ertrag von 1 # 2 5 veranlagt. Auszug aus der

stück betreffende Nachweisungen und besondere Kauf- bedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen. Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht einge-

Die zu versteigernden Grundstü sind zur Grund- bietend verpachtet werden. Zu

den 29. September 1876, Bormittags 10 Uhr, | {5986] [6206]

diesem Behufe haben wir auf

Montag, den 7, August cr., Vormittaas, und zwar für Egeln um 10 Uhr, und für Altona um 712 Uhr, in unstrem Sitzungssaale, Domplaß Nr. 4, Termin anberaumt, zu welhem Pachtlustige mit dem Be- merken eingeladen werden, daß das Pachtgelder- Minimum für das Vorwerk Egeln auf 68,000 4. und für Altona auf 65,000 M. festgeseßt ist und die Bieter sich vor dem Termine durch ein Attest ihrer Steuer-Veranlagungs-Behörde oder auf son- stige glaubhafte Weise über den eigenthümlichen Besiß eines disponiblen Vermögens von 200,000 4 wegen des Vorwerks Egeln und 175,000 A wegen Altona, sowie über ihre Qualifikation als Landwirth

auszuweisen haben.

Die Verpachtungésbedingungen sipd sowohl auf unserer Domänen-Registratur, als auch bei dem Herrn Ober-Amtmann Wahnschaffe auf der Domäne Egeln einzusehen.

Auf Verlangen wird gegen Erstattung der Ko- pa und resp. Druckkosten Abschzist derselben er-

eilt.

andes, den 2, Juni 1876

önitgliche Regierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domänen und Forsten. Cto. 180/6.) Brenuing.

Domänen-Verpachtung.

Die im Kreise Neuhaldens!eben, an der Magde- burg-Helmstedter Eisenbahn, 2F und resp. 5 Kilo- meler von der Station Eilsleben belegenen, bisher zusammen wverpachteten Domänen - Borwerke

Steuerrolle, und Abschrift des Grundbuchblattes, - Ummendorf, 733,400 Hektare, darunter 499,751 Hek- ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grund- | tare Acker, und Oevelgünne , 597,062 Hektare,

darunter 462,79 Hektare Acker, follen jedes für sich von Johannis 1877 ab auf 18 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Zu diesem Behufe haben wir auf Montag, den 14. August cr.,

flufsion \yätestens im Versteigerungstermin anzu- meiden. Verlin, den 30. Juni 1876, Königliches Kreisger*cht. Der Subhastations-Richter.

Subhastations-Patent.

Nothwendiger Berkauf.

[5231]

Grundbuche der Güter des Neustettiner Kreises Band 1 Seite 385 resp. Band 5 Seite 42 verzcich-

nete Gut Bernsdorf,

über welches durch Verfügung des unterzeichneten Gerichts vom 22. Februar 1867 die Subhastation eingeleitet worden _ ist und welches landschaftlich auf 97,123 Thlr. 1 Sar. geschäßt ift, soll am 5. März 1877, Bormîttags 11 Uhr,

an hiefiger Gerichtsstelle, Terrainszimmer Nr. 1, ffentlih an den Meistbietenden im Wege der noth- wendigen Subhastation verkauft werden.

Taxe und Hypothekensceir sind in unserm Pro- a IV. zu den gewöhnlichen Dienststunden ein- usehen. ; Glärbiger, welche wegen einer aus dem Grund- buche nicht ersichtlichen Realforderung aus den Kauf- geldern Befriedigung suchen, laben ihre Ansprüche bei dem unterzeihneten Gericht anzumelden.

Der dem Aufenthalt nach unbekannte Gläubiger Baus Bernd Ludwig von Bonin, früher zu taseband, wird hierdurch öffentlih vorgeladen.

Neustettin, den 27. Mai 1376

Köuigliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

Anfforderung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge- bracht, daß Ludwig Ierome, geboren zu Paris, ohne bekannten Wohnort am 27. Oktober 1875 in der Strafanstalt zu Trier gestorben ist, und daß seine natürlihen oder Testamentserben unbekannt sind. Es werden daher auf Grund eines Raths- kammer-Beschlusses des Königlichen Landgerichts zu Trier vom 12. Juni 1876 alle Diejenigen, welche Ansprüche auf den Nachlaß des 2c. Jerome glauben erheben zu können, aufgefordert, sich zur Geltend- machuyg derselben bis spätestens am 2. Iuni 1877 auf dem Landgerichts-Sekretariate zu Trier zu melden, widrigenfalls die Einweijung des Königlich preußischen Fiskus in den Besiß dieses Nachlasses erfolgen wird, nahdem Seitens desselben bereits ein darauf gerihteter Antrag auf Grund der Art, 768 und 770 des bürgerlihen Geseßbuches ge- stellt worden ist. Trier, den 15. Juli 1876. Dex Fiskal-Anwalt. Wenzel.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c. Vekauntmaczung. Domänen-Verpachtung.

Die im Kreise Wanzleben an resp. unweit der Stadt Egeln belegenen

Domäneu-Vorwerke Egeln, 551,976 Hectare, darunter 393,068 Hectare Aer,

und Altona, 459 061 Hectare, darunter 378,475

[6220]

[5363]

Bushlags den 15. September 1876, Mittags 12 Uhr, ebendort verkündet werden.

V Aer enthaltend, sollen jcdes für sih von ohannis 1877 ab auf 18 Jahre öffentlich meist:

tragene Realrechte geltend zu machen haben, werden | 1 L l aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Prä- | und für Develgünne um $12 Uhr, in unserem

Das in Hinterpommern belegene, dem Ritterguts- ; besißer Albert Wilhelm von Glasenapp gehörige, im

Vormittags, und zwar für Ummendorf um 10 Uhr

' Sitzungssaale, Domplatz Nr. 4, Termine anberaumt, ' zu welchen Pachtlustige mit dem Bemerken ein-

! geladen werden, daß das Pachtgelder-Minimum für

{i das Vorwerk Ummendorf auf 48,000 #( und für Oevelgünne auf 51,000 # festgeseßt ist und die Bieter sich ror dem Termine durch ein Attest ihrer Steuer-Weranlagungsbehörde oder auf sonstige glaub- hafte Weise über den eigenthümlichen Besitz eines disponiblen Vermögens von 200,000 M wegen des Vorwerks Ummendorf und 190,000 ( wegen des Vorwerks Oevelgünne, sowie über ihre Qualifikation als Landwirth auszuweisen haben.

Die Verpachtungt bedingungen sind sowohl auf \ unserer Domänen - Registratur, als auch bei dem Domänenpächter Toelke auf der Domäne Ummen- dorf einzusehen. Auf Verlangen wird gegen Et- stattung der Kopialien und resp. Druckosten Abschrift derselben ertheilt.

Magdeburg, den 4. Juli 1876.

Königliche Regierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domänen und

Forsten. Cto, 104/7.) v. Wenning.

Bekanntmachung.

Die Lieferung resp. Distribution des Bedarfs an Brod, Viktualien, Fourage, Holz und Lagerstroh für die Truppen der Königlichen 6. Division während der diesjährigen Herbstübungen soll für die bezüg- lichen Magazinpunkte: Bernau, Zehdenick, Mühlen- beck bei Schönerlinde und Luckenwalde auf Grund der desfallsigen Bedingungen, welche beim Königlichen P: oviankamte Berlin, den Magistraten zu Bernau, Zehdenick, Luckenwalde, Prenzlau, und im Bureau der unterzeichneten Intendantur zur Ein- sicht ausgelegt sind, im Wege der Submission ver- dupgen werden, Lieferungsgewillte werden aufge- fordert, ihre Offerten mit der Aufschrift: „Submis- sion auf die Lieferung von Manöver-Bedürf- nissen“ versiegelt und portofrei bis zum 27. d, Mts., Vormittags 10 Uhr, an die unterzeich- nete Divisions-Intendantur einzureichen, in deren Geschäftslokal zur genannten Zeit die Eröffnung der eingegangenen Offerten in Gegenwart der etwa er- schienenen Submittenten exfolgen wird. Offerten, welche den Bedingungen nicht entsprehen, bleiben unberücksichtigt. ; [6224]

Brandenburg a./H., den 18. Juli 1876.

Königliche Intendantur der 6. Division,

Bekanntmachung.

Jn der Königlichen Geschühtgießerei zu Spandau find am 25, Inli er., Vormittags 10 Uhr, ein offentlicher Submissions-Termin auf die Liefe- rung von 4000 Stück weidenen Körben zum Ver- yacken von Geschossen statt. Reflektanten wollen ibre Offerten postmäßig verschlossen mit einem das Lieferungsobjekt enthaltenden Rubrum zum Termin hierher einsenden. /

Die Lieferungsbedingungen liegen bei uns zur Einsicht aus. [6120]

Spandau, den 14. Juli 1376. (Cpt. 130/7.)

Direktion der Geschüßgießerei.

Verschiedene Bekanntmachungen. Admiralsgarten-Vad.

[2496] 102. Friedrichstr. 102. : Täglich A rôm., Wannen-, Douche- und Mine- ralbäder für Herren und Damen. Wochentags von 7—9, Sonntags von 7—12 Uhr. Russ, u. rôm. Bäder für Damen: Dienstag und Freitag Vor- mittags. (Nr. 259/3.)

E par tegen E 1A

Deutscher Reichs-Anzeiger

Das Abonnement beträgt 4 A 50 S für das Vierteljahr.

1

f

2

A7 A170.

Königreich Preufßen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerußt: : dem Schuhmachermeister Albert Müller zu Potsdam das Prädikat eines Königlihen Hof - Shuhmahermeisters zu

Justiz-Ministerium.

Verseßt ist: der Kreisgerichts-Rath Voigt in Iarmen an das Kreisgericht in Luckau, der Kreisrichter Ramm“ in Labes an das gKreisgeriht in Züllichau, mit der Funktion als Gerichts- kommissar in Schwiebus, der Kreisrihtcer Rubah in Rahden an das Kreisgeriht in Bielefeld, wit der Funktion bei der Ge- richtsdeputatión in Halle in Westf., der Kreisrichter Essing in Meinertshagen an das Kreisgericht in Tecklenburg und der Kreisrichter Basch in Shwerin a. W. an das Kreisgericht in Bals ; \

__Qu Kreisrihtern sind ernannt: der Gerihts-Affessor Ku- bishek bei dem Kreisgeriht in Berlin, mit der n bei der Gerichts-Deputation in Alt-Landsberg, der Gerichts- Assessor Geisler bei dem Kreisgeriht in Pleß, der Gerihhts-Affefsor Kellerhoff bei dem Kreisgericht in Iserlohn, der Gerichts- Assessor Krekel bei dem Kreisgericht in Stendal, mit der Funk- tion als Gerichts-Kommissar in Tangermünde, der Gerichts- Assessor Althaus bei dem Kreisgericht in Nordhausen, mit der Funktion als Gerichts-Kommissar in Ellrich, der Gerichts-Affsessor Sto bei dem Kreisgeriht in Olpe, mit der Funktion als Gerichts-Kommissar in Kirhhundem, und der Gerichts-Affessor Schmidt bei dem Kreisgericht in Schneidemühl.

Der Friedensrichter Joesten in Viersen ift gestorben.

Der Kreisrichter Kube in Liebenwerda is zum Staats- anmwalts-Gehülfen bei dem Kreisgericht in Frankfurt a. d. O. und der Gerichts-Assessor von Boddien zum Staatsanwalis-Get.ülfen bei dem Kreisgericht in Anklam ernannt. :

verleihen.

/ Bekanntmachung.

Die Rektoratsprüfung wird hier am 14, und 15. November d. J. abgehalten werden.

Die Anmeldungen find bis zum 1. September d. I. an Uns einzureichen und denselben beizufügen:

1) ein selbstgefertigter Lebenslauf, auf dessen Titelblatt der vollständige Name, der Geburtsort, das Alter, die Konfession E a augenblickliche Amtsverhältniß des Kandidaten ange- geben ist;

“0 die Zeugnisse über die bisher empfangene Shul- oder Universitätsbildung und über die bisher abgelegten Prüfungen;

3) ein Zeugniß des zuständigen Vorgeseßten über die bis- herige Thätigkeit im öffentlihen Schuldienste.

Berlin, den 18. Juli 1876.

Königlihes Provinzial-Schulkollegium. Weygel.

j _ Bekanntmachung,

Die Prüfung für ein Lehramt an Mittelshulen wird hier vom 7.—11. November d. I. abgehalten werden.

Die Anmeldungen der wissenschaftlih gebildeten, noch nit als Lehrer fungirenden Kandidaten sind unmittelbar, die der im Amte flehenden Lehrer durh die bezüglihen Kreis - Schul: inspektoren bis zum 10. September d. J. an uns einzureichen und denselben beizufügen:

1) ein selbstgefertigter Lebenslauf, anf dessen Titelblatt der vollständige Name, der Geburtsort, das Alter, die Konfession L. E augenblickliche Amtsverhältniß des Kandidaten an- gegeben ist; S

_2) die Zeugnisse über die bisher empfangene Schul- oder Universitätsbildung und über die bisher abgelegten theologischen, philologischen oder Seminar-Prüfungen ; -

3) das Zeugniß des zuständigen Vorgeseßten über die bis- herige Thätigkeit des Examinanden im öffentlihen Schuldienste.

Diejenigen, welhe noch kein öffentliches Amt bekleiden, haben außerdem einzureichen:

4) ein amtlihes Führungsattest und

9) cin von- e,nem zur Führung eines Dienstsiegels berech- Ln ta ausgeftelltes Attest über normalen Gesundheits- zustand.

Berlin, den 18. Juli 1876.

Königlihes Provinzial-Schulkollegium. Wetzel.

Die heutige Nummer des Deutschen Reihs- und Königlih Preußischen Staats-Anzeigers enthält in der Central-Handels-Register-Beilage:

1) Nr. 132 der Tarif- 2c, Veränderungen der deut- {hen Eisenbahnen;

2) Uebersicht über die in der Vakanzenliste für Militär-Anwärter Nr. 30 enthaltéênen erledigten Stellen;

3) S8usammenstellung Nr. 28 der im Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger zur Beseyung angezeigten gegenwärtig vakanten Stellen; j

4) Uebersiht Nr. 8 der im Deutschen Reichs- und Königlich A Ene, Staats-Anzeiger be- A gemachten anstehenden Submissions - Ter-

Berlin, Freitag

alte Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen |

Jusertionspreis für den Raum einer Drudzeile 30 S h CaIEN Ss 4 | Bestellung auz für Kerlin außer den Post-Austalten

K

auch die Expedition: 8W. Wilhelmstr. Nr. 32. | K

219 den 21. Juli, Abends.

1876.

Nichtamkliches.

Deutsches Neich,

Preußen. Berlin, 2k. Juli. Ueber den Aufenthalt Se. Majestät des Kaisers und Königs inSalzburg wird Tier a gemeldet: Gestern Nachmittags um 3 Uhr begann die Ausffahrt zur Hoftafel, zu welcher an das Gefolge Sr. Majestät des Deutschen Kaisers, sowie an den Statthalter Grafen Thun, den Grafen Lamberg, den Grafen Podftasky, Baron Wimpffen und

den Fürsten Hohenlohe Einladungen ergangen waren. Se, Majestät der Deutshe Kaiser saßen zur Rehten Sr. Majestät

Fürst Hohenlohe, _und neben dem Kaiser Franz Josef der Bot- schafter Graf zu Stolberg. Nah dem Diner begaben Sich Se. Majestät der Deutsche Kaiser in das Hotel zurück. Um 6 Uhr fuhren Beide Kaiser unter Hochrufen der Bevölkerung nah Hellebrunn. /

Heute früh 9 Uhr sind“ Se. Majestät der Kaiser und König nah Gastein abgereist, Se. Majestät der Kaiser Franz Iosef begleiteten Allerhöchstdenselben nah dem Bahnhofe, wo Sich Beide Monarchen auf das Herzlihste von einander verabschiedeten: Der Kaiser Franz Iosef sind nah Wels gefahren.

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Se. Majestät der König haben zum Präsidenten des Disziplinarhofes für die Dienst-

vergehen der niht rihterlihen Beamten den Unter- Staatssekretär Shuhmann

und zu Mitgliedern desselben

1) den Dber-Tribunals-Rath Clauswiß, 2) den Ober- Trib..nals - Rath Dr. v. Grävenig, 3) den Ober-Tribu- nals - Rath Schlomka, 4) den Geh. Ober - Justiz - Rath Droop, 9) den Ober-Tribunals-Rath Delius, 6) den Ober- Tribunals-Rath Bu \ch, 7) den Erheimen Ober - Finanz - Rath Schomer, 8) den Geheimen Oder-Regierungs-Rath Lucanus, 9) den Geheimen Ober-Bergrath Freiherrn von der Heyden- Rynsch, 10) den Geheimer Ober-Regierungs-Rath Dr. For ch auf die drei Jahre vom 1. September 1876 bis: 1. September 1879 ernannt.

Der Handels-Minister hat an die Ober-Präsidenten der Provinzen Preußen, Posen und Schlesien unterm 11, d. Mts. folgendes Reskript erlassen:

Im Z fammenhcinge mit einêr von dex Kaiserlich russi- \chen Regierung für Polen vorbereiteten Umgestaltung der Gerichtéverfassung stehen daselbst au einige Aenderungen des Civilprozeßveïfahrens in unmittelbarer Aussicht, welche für den mit Polen verkehrendeu diesseitigen Handelsst. nd insbesondere soweit von Interesse und Bedeutung sein werdeo, als es sich um die Form der Eingehung von Verträgen und um die Gewährung von Kredit handelt. Nach diesen Richtungen hin kommt vorzugs- weise Folgendes ia Betracht: Die Personalkaft bleibt in den von dem Civilgeseß bestimmten Fällen zwar in Anwendung, jedoch nicht als Zwargsmittel zur Erfüllung eingegangener Verbindlichkeiten, viel- mehr als Tilgungömotus und zwar in der Art abgestuft, daß eine Schuld von 100 bis 2000 Rabel mit sehêmonatlicher, eine solche von 2000 bis 10,000 Rubel mit einjähriger Haft getilgt wird. Bei l'öheren Bérägen fieigt die Dauer der Haft bis zur Höhe von fünf Jahren. Dabei ist bestimmt, daß, wer einmal zur Anwendung der Personalhafr geschritten is, andere Exikutionsmittel nicht mehr ergriffen darf... Die Personalhaft wird dadur off:nbar in der Praxis an Bedeutung verlieren. Der Eid is als Beweismittel in Prozeß- faden, mit Autnahme des Zeugenecides, gänzlih ausgeschlessen Das Gericht ist nicht befugt, den Parteien einen Eid auf- zuerlegen noch sind die Parteien berechtigt, einander einen Eid zuzuschieben. Allerdings i es den Parteien ge“ stattet, die Entscheiduny des Prozesses von einem Eide abhängig zu machen, und in diesem Falle darf der Richter einer von den Parteien nah ihrem gegenseitigen Uebereinkommen, einea Eid auferlegen. Doch kann dies nur dann crfolgen, wenn beide Parteien sih darüber verständigt haben, und beide zusammen die Auf- erlegung eines Eides für eine von ihnen beantragen. Da aber die Nichtanaahme des Eides keine nachtheiligen Folgen nach sich zieht, so wird die praktische Anwendung wohl selten vorkommen. És fragt sich, ob und in wie weit diesen Bestimmuagen gegenüber insbesondere die dem Vernehmen nah weit verbreitete Zulaffung der mündlichen Form für die in Polen durch Agenten vermittelten Bestellungen und für andere von dort hierher gelangende Ordres Seitens des diesseiti- gen Handelsstandes beizubehalten sein wird,

Nach Absag 2 des $. 1 des Geseyes über das Kosten- wesen in Auseinandersezungssachen vom 24. Iuni 1875 haben die betheiligten Kirchen, Pfarren, Küstereien und Schulen die auf fie fallenden Kostenbeiträge nur insoweit zu entrihten, als diese aus dem verfügungsfreien Vermögen und Einkommen des betheiligten Jnstituts nah Abzug der zur ordnungsmäßigen Unterhaltung des leßteren erforderlichen Aus- gaben entnommen werden können und insofern dieses Vermögen oder Einkommen nih: dem amtlichen Nießbrauch der kirhlihen oder Schulbeamten unterworfen ist. Las sind die vorge- nannten Institute in dem angegebenen Umfange von der Kosten- pflicht geseßlih befreit, Folgeweise ist, nah einem Cirkularerlaß des Ministers für die landwirthschaftlihen Angelegenheiten, wenn Seitens der in Rede stehenden Insti-.ute auf Grund des allegir- ten Geseßes Kosten bezahlt worden sind, zur Rückzahlung der lehteren in Folge eines nachhtäglih beigebrahten Armuths= zeugnisses die Genehmigung des Ministers nicht mehr er-

des Kaisers Franz Josef; neben dem Deutschen Kaiser saß der

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._ Der Handels-Minist:r hat unter Aufhebung seiner Ver- fügung vom 3. November v. I. bestimmt, daß den Kreisbau- beamten für diejenigen Reisen, welhe sie zum Zwecke der ordentlichen Dampfkessel-Revisionen ausführen, der Neisekostenzushuß zu gewähren is, sofern im Uebrigen die Be- dingungen zutreffen, unter welchen derselbe berechnet werden darf.

Na $. 62 der neuen Kreisordnung is das Recht zum Grlaß von Stei: Strafberorbnakeet auf den a vorsteher mit der Maßgabe übertragen, daß er niht nur für den Uwfang einer einzelnen Gemeinde oder eines einzelnen Guts- bezi;ks, sondern au für den Umfang des ganzen Amtsbezirks unter Zustimmung des Amtsaus\chuss\es derartige Ver- ordnungen zu erlassen b-fugt is. In Beziehung auf diese Be- stimmung hat das Ober-Tribunal in einem Erkenntniß vom 16. Juni d. I. die Entscheidung gefällt, daß in denjenigen Amtsbezirken, welche nur aus einer Gemeinde bestehen, die Zu- stimmung der Gemeindeversammlung resp. Gemeindevertretung zum Erlaß von Polizei-Strafverordnungen genügt. „Nach 8. 51 Nr. 2 der Kreisordnung“, führt das Erkenntniß des Ober-Tribunals gegenüber dem entgegengesezt lautenden Erkenntniß des Appella- tionsgerichts zu Infterburg aus, „nimmt in denjenigen Amts- bezirken, welhe nur aus einer Gemeinde bestehen, die Gemeinde- versammlung, bez. Gemeindevertretung, die Geschäfte des Amts- aus\chu}ses wahr, und wenn in dem unmittelbar folgenden Pa- ragraphen unter Nr. 2 zu den Befugnissen des Amtsaus\hu}ses auch die Beschlußfassung über diejenigen Polizeiverordnungen, welche der Amtsvorsteher unter Mitwirkung des Amtsausschuüsses zu erlassen befugt ist, gerehnet ist, so kann es feinem begrün- deten Bedenken unterliegen, daß auch in dieser Beziehung die Funktionen des Amtsaus\husses durch die Gemeindeoersaminlung, beziehungsweise Gemeindevertretung wahrzunehmen find.“

Wayern. München, 19, Juli. Auf der Tagesordnung der heutigen Sizung der Abgeordnetenkammer stand die Prüfung der Regensburger Wahl. Referent Strößenreuther beantragte, die Reklamation zu verwerfen, Korreferent Wildegger, die Wahl des Abgeordneten Stobäus für ungültig zu erklären. Der Staats-Minister v. Pfeufer protestirte entschieden gegen die in der Reklamation enthaltenen Vorwürfe, er müsse möglicher- weise den betreffenden Organen weitere Schritte vorbehalten. Frhr. v. Stauffenberg erklärte, er halte es zunächst für unmöglich, daß die drei unter der Reklamation stehenden Äbgeordneten von dem Inhalt der Reklamation Kenntniß gehabt haben; Richter und Kläger in eigener Sache sein zu wollen, sei neu, ebenso der Ton, welchen die Reklamation anshlage. Frhr. v. S‘auffenberg zeigte der Rechten, daß sie es sei, welche gegen die liberalen Wah- len tendenziós vorgehe; es werde der Linken geradezu unmöglich gemacht, sih mit der Gegenpartei, die durch ihre Wahlkassationen auf eine schiefe Edene gebracht sei, noch weiter zu vertragen. Der Abg. Walther \sprah für den Wildeggershen Antrag. Der Abg. Stobäus nahm den Wahlkommissar gegen die Vorwürfe der Reklamnanten in Shuß, und bemerkte, daß leßtere roider besseres Wissen unrichtige Thatsachen behauptet hätten. Der Schluß der Debatte wurde angenommen. Der Präfident erklärte, daß die drei Unterzeichner der Reklamation, Ludwigs, Schels und Hafen- brädl, fich der Abstimmung enthalten würden. Bei der Ab- stimmung wurde der Wildeggershe Antrag mit dcr bekannten Mehrheit angenommen. Henle folgerte, daß nach diesem Beschlusse folgerichtig der Ersaßmann einzuberufen fei. Der Präsident Ow erklärte: er habe den Kammerbeshluß lediglih an dás Ministerium hinüberzugeben. Der Abg. Schels referirte hierauf übec die Sulzbacher Wahl und beantragte, die- selbe zu kassiren. Schels machte in seiner Rede dem Ministerial-Rath v. Riedel den Vorwurf „bewußter Unwahrheit. * Der Ministerial-Rath verbat \sih diesen Vorwurf. Der Präsident Ow rief hierauf den Abg. Schels zur Ordnung. Frhr. von Grießenbeck sprah für die Kassation, dieses sei das gerechieste Urtheil, das je gesprohen. Der Minister v.. Pfeufer verwahrte sih gegen den în der Rede des Vorredners zu findenden VWor- wurf, als sei vom Ministertish eine Dir.ktive an die Disirikts- behörden erlassen worden. Der Abg. Völk wandte \ich energisch gegen den Referenten, welchen das Gerücht als den Verfasser der Regensburger Wahlreklamation bezeihne. Der Abg. Peßl \prah ebenfalls gegen den Antrag des Referenten. Der Abg. Herz bezeihnete das Benehmen des Referenten als ou ua bar“, Der Präsident rief ihn hierfür zur Ordnung. Der Abg. Schels erhielt demnächst, da er den Ausdruck „bewußte Un= wahrheit“ zu rechtfertigen \suhte, nochmals einen Ordnungsruf. Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Kassation der Sulzbacher Wahl angenommen.

Der Finanzaus\chuß der Kammer der Reichs- räthe, welcher die Berathung des Budgets nahezu beendet hat, berieth heut über den Etat des Kultus-Ministeriums. Derselbe hat hierbei, wie die „Allg. Ztg.“ vernimmt, dem Be- \{lu}se der Kammer der Abgeordneten, welcher die Wiederauf= hebung der fünften Klasse der Lateinschulen bezweckt, nicht beigestimmt, beantragt vielmehr, das diesfällige Postulat unverkürzt zu bewilligen. Dagegen hat der Aus\huß dem Be- \{chlu}se der Abgeordnetenkammer bezüglih des obersten Schul= raths beigestimmt, jedoh nux mit 1 Stimme Mehrheit, mit 4 * gegen 3 Stimmen.

Württemberg. Friedrichshafen, 18, Juli. Der

forderlich.

König und die Königin haben gestern dem Deutschen

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