1903 / 66 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

4

ajestät der König und Jhre Königlichen Hoheiten der

- me Dpeiei und Le Prinz Johann Georg das Geleit

zum Bahnhof gegeben hatten, die Rückreije nah Berlin an.

Seine Majestät der König und JZhre Königliche E

die Prinzessin Mathilde sind gestern abend um 11 Ühr von Dresden nah dem Süden abgereist.

Das „Dresdner Journal“ veröffentlicht folgenden Erlaß

Seiner Majestät des Königs Georg: An mein Volk! / Z

Im Begriff, zur Erholung nah langer, ernster Krankheit in den Süden zu reisen, drängt es Gs noch einmal allen denen, „welche bei Gelegenheit des \{weren Unglüds, welches über wid und meine Familie hereingebrowen ist, mir herzliche Beweise der Teilnahme B haben, von ganzem Herzen zu danken. Mit diesem Ausdruck des Dankes verbinte ih den Ausdruck der zuversichtlichen Hoffnung, daß die Unruhe und Aufregung, welche \ich infolge der betrübenden Vor» gänge des vergangenen Winters weiter Kreise der Bevölkerung be- mädtigt baben, endlich der Ruhe und dem früheren Vertrauen Plaß machen werden. Glaubet nit denen, die euch vorstellen, daß hinter all’ dem Unglücklihen, das uns betroffen hat, eo Seimnilpnzes Lug und Trug verborgèn sei, sondern glaubet dem Worte eures Königs, den ihr nie als unwahr erkannt habt, _daß dein unendlich Schmerzlichen, das über uns hereingebrochen ist, E die unge- bändigte Leidenschaft einer {on lange im Stillen tie Pu Frau zu Grunde liegt. In der Ueberzeugung, daß mein Volk mir vertraut und sich in meiner tiefen Bekümmernis immer mehr um mich {aren wird, trete id, von zuversichtliher Hoffnung erfüllt, meine Neise an. Georg.

Dentsche Kolonieu.

Dem Bericht des Oberleutnants Dominik aus Garua vom 1. Oktober v. J. über die Gebiete zwischen dem oberen Benusö und dem Mde tee entnimmt das „Deutsche Kolonialblatt“ die nachstehenden weiteren*) Mit- teilungen: : s

st hier im Westen (V. hirnang; H. jamwa) und Norden die deutiJ Fullabgrenze, so führt der Weg östlih des Massivs von

T wasserarme, mit niederem Baumwuhs bedeckte Steppe der Mundang sprechenden Mattafall und Ndokullaheiden in 16 Marschftunden nah Sangoia, dem ersten zu Marrua gehörenden großen Fullahort in der nah Ojten si unendlih ausnehmenden Ebene, deren Flußsystem bereits zum Logone gehört. Der Mao Marrua oder Killiango is der Lebensspender für Sangota, Kattual, Miskin, Marrua und andere ahlreiche Fleinere Ortschaften. Das Land ist sehr fruhtbar und infolge dessen auch so gut besiedelt und an- ebaut, wie kaum irgendwo in Adamaua. Dorf reiht sich an Dorf. 8 [reich ist der gummihaltende (U. danko) Baum, und weite Baum- wollfelder zeugen von der Betriebsamnkeit der Eingeborenen, die nur zum eringiten Teil Fullahs sind, vielfa ‘vielmehr eine Mischrasse aus Mandaras oder Heiden und Fullanis (F. ‘dimadjo genannt). Sebr gdlreich sind die Kanuris vertreten. „Der Vlutmisung zufolge ist in Marrua das Schwarz vorherrschend, und aua Let dis typische Haartracht der Weiber, die am Hinter aupt einen \teifen, auf. drehten, dünnen Zopf s Die große Gbene ist wegen ihres Pferdereichtums be- rühmt, namentl aa die östlich Lobltaten reihsunmittelbaren Binder Mendif Be e die Balda und Gabba für gute agten aber das Fullabpferd ijt überall .weih und ein geringwertiges Gebrauchstier. Das Pferd ist von Norden und n ber eingeführt und if niemals auth nur einigermaßen mäatisch gezühtet“ beinige Tiere, die auffa en, wären und sind gesucht. werden niht bewertet. “Der Fullah j besißer und Züchter im Lande, reist - nicht viel —- ‘das besorgen die Haussas, Kanuris und Araber =— 18 Tomnt eo. van «die Tiere wenig Bewegung haben. Au wird das Pferd nicht mit. Korn, 1 qung nur mit Gras gefüttert. Die minderwertige Er- nährung und der Mangel an Bewegung haben die Pferdezucht in Adamaua verdorben, und. man findet wohl öfters. schöne, aber selten ute Pferde, die etwas leisten, wie z. B. der kleine, arbeitsgewohnte Daa apony. In Nordadamaua S es meiner Schäßung nah un- efähr 15 000 Rinder. Schôönes Bukelvieh, das- namentlih in der RMaceaiett, wenn es reichlich Weide findet, einen prächtigen Anblick gewährt. Doch is das Rindvieh im Verhältnis zu seiner Größe milharm und pflanzt ih langsam fort. Geschlahtet werden bon den Haussashlähtern (soriki npaus) auf den Märktén nux alte oder kranke Tiere. Die Tiere erhalten nur Weide- fütterung, gehen in großen Herden. Abends und morgens holen die Besißer die Milch (1°. kossam, H. nono), die ihr Haupt. nahrurgemittel ausmacht, von der Herde, die um ihres Mistes willen an bestimmte Weide- und Lagerpläge gebunden ist Vom Januar bis Ende März; weiden dle Ninder auf den abgeernteten Mafsakug- feldern. Kleinvieh (F. bali bei, H: akuys tumaki) ift zahlrei und in allen Abarten von dem kleinen Heidenvieh bis zu dem kalbs- großen, bochbeinigen fetten Sudanschaf vertreten. Die Tiere weiden tagsüber in Herden, bleiben aber nats nit in offenen Kralen bei- sammen wie die Rinder, sondern kommen ins Dorf ¡u ihren Be- sigern zurü J bemerke das alles, weil in Bornu die Viebzucht ganz anders betrieben wird. Von Geflügel werden nur Hühner (F. gertugal, H Laa allerdings au |{chône Perlhühner (F. jaule, H. sabua) gehalten, Strauße (F. ndau, H. gimena) zieht man nur vereinzelt in Bogo, Gabba und Balda. } R Die Ernährung (F. nivi, H. tuo) der Eingeborenen ist einfach. Die Heiden leben nur von ihrem Korn, Bier, bin und wieder einer liege Auch die auf dem Lande lebenden Fullabs gönnen sih nur Mitch und Korn (H. fura, F. shobale) vielleicht noch die eßbaren Blätter (F. hako, U. ganië) des Brotfruchtbaumes (F. boksô, H. kuka), der \fich in jedem findet, die bei allen Ge- gepflanzten Kürxbisarten ([V._…lalo, H. turgunua], kaböna, H. hako habere) und einige Grbnüsse (F. biridji, H. geda) vom eigenen Felde. Ueberall A es Honig (F. djumri, H. sama). Ganz anders ist es auf den Märkten, die an bestimmten Plägen meist den größten Ortschaften in der A j in der Woche

el zweimal alten werden. Da finden fich außer Fleisch (F. kusselt, E nama) vom Rind (f. nage,

E. sania), Schaf (F. balu, H. tinkia). Ziege (F. böna, H. aknia), ne F , (P. lingu, H. kiffi), Butter (F. nebam, H.

Giddr aus dur

M

G Reis (F. marari, H. schin kafa) e Hi S g ba erf (F. yadiri und baiöri, H. L. » Mais (1°. butali, [L massari), wie vielfa noch P hee butali adi, H. wada massara), dann gibt es Kürbisse P: S tiendäna), Okro d (P. kubedje, E EOOR) Eg Daipa S. L En), marîinden (F, yabbe, H. tsamia), verden gu Data inda) überall, Jn Leinde und Bebene t es Pil L Minogjo, H. dibin ggeiogen. Vereinzelt E D A T A wo ) Ra, mh lje s8ar) sin Blätter und in oßen Mengen Ll kommen die ehbaren (F. kudakku, H. d

und Ngaundere häufig; Kas P bai, Ua _in Banyo (H. doia) fehlt gän. ada (F: Pai, Youa) finder h Der Handel mit der Niger Company, Uv, in Yota si auf Gummi arabikum (F. sari, E; dankóô), der aus vez Baumbharzen (F. dundelai und ibi, H. ganji und baars), auf bes Markt gebraht wird. Die Bäume find im gesamten Nordadam häufig. Außerdem kauft die Company aus S roßen Mengen, die gleichfalls überall angebaut wérden, und volle (F. kardumbal, H. auduga), die meist aus ber Marruaebens WORE } “Die meiste Wolle wird jedo in einheimischen Webereien njoo, H. massaki) zu sehr dauerhaften Gewebe ver: le finden sch selbst in kleinén Dörfern,

tammt. D P. tschanj00o, £À rbeite. Webstühle

ebenso wie eine Färberei (F. undu tschatachari, H. ma- rina), wo mit Indigo (F. tschatschari, H. bara), ver in allen E angebaut wird, eine tiefblaue Farbe hergestellt wird. Auch erbereien (F. djimoto, H. madjemi fata), Sattlereien, Schuh- maereien (F. badukudjo, H. badukn) und Schmiede (F. kilbadjo, H. makiri), die einheimishes Eisen (F. yamidi H. Karafi) be- arbeiten, fehlen nirgends. Jn Nordadamaua selbst wird kein Eisen gewonnen. Es stammt aus Bubanjidda und Mandara. Elfenbein kommt aus diesen Gegenden nicht in den Handel, weil es feine Elefanten gibt. Ueberhaupt is Wild hier wenig artenreich und beschränkt “fih auf zellen und verschiedene Antilopenspezies. lußpferde gibt es vereinzelt, Alligatoren sind häufig, ebenso einere Affen. Von aubzeug habe ih nur Leo arden, estreifte und gefleckte Hyänen und Wildkaßen konstatiert. ehr zahlrei ist die Vogelwelt vertreten. S langen sind selten ; dagegen gibt es Insekten aller Art in Menge. Unter Heuschreckennot hat Madai nicht zu leiden. i Das Klima unterscheidet die vom Novembec bis Ende März dauernde Trockenzeit, Oktober und April als Uebergangsmonate und vom Mai bis September die Regenzeit, die sehr verschiedene Nieder- {läge bringt, die oft große Uebershwemmungen für furze Zeit zur Folge haben, da die Wasser auf den nahen Webirgen ungemein \{nell- anwachsen und zu Tal stürzen, dann allerdings A bald wieder ver- siegen. Die Temperätur is durchschnittlich hoch, was sih aber nur in der Regenzeit fühlbar macht, da dann die Gesamtatmosphäre sehr feucht ist. Jn der“ Troenzeit ist die Luft rein und trodcken, und das E, der Hitze au fürden Curopder gesund. on der ihnen leben De BULAIs in einem latenten Kriegszustande. eist find die Heiden in Nordadamaua so weit unterworfen, daß immerhin ein Teil von ihnen freiwillig-Morgul® zahlt. Durch die Vermischung der siegreichen Fullahs mit. den Frauen und Mädchen der unter- worfenen Heidenstämmé hat diesér eble“ Stamm viel von seiner Eigentümlichkeit eingebüßt und manches von Haussas und Kanuris an- genann. Im O ist der Fullah aber {on aus Stolz onservativ, und au der ärmste fühlt si als Mitglied der das Land besißenden Rasse und überläßt Handel unt Gewerbe den zahlrei eingewanderten Haussas; Bornuleuten und Arabern (Schuaris genannt, obwohl auch andere Stämme vertreten godk Die ‘: Angehörigen leßterer drei Stämme heißen, wenn bereits in - Adamaua geboren find, Kamberis und haben in der zweiten Generation oft {on lhre Muttersprache vergessen: In der Marruaebene haben sih auch pictfad) Mandaraleuté init Fullahs gemisht (Mandarad o), obwohl dieses Bergvolk si jahrbundertelang gegen Bornu ziemli unabhängig zu erhalten GEE at und auch von den Fullaheroberern in der Mitte des vorigen Jahr underts verschont geblieben ift. _ Mandara, ein Gebirgsmassib, das im Norden und Westen weit in die Bornu- (Tsad-) erung: im Osten in die Heidensteppe des Logone-Schari hineinragt und im Süden nur lose mit dem großen Nordadamauamas iv, nördlich Marrua,- zusammenhängt, hat eine ‘5 samtlänge feines Gebiets von Ungefähr 18, eine Breite von 15 A stunden. Die Berge, die ‘ü rigeus sämtli niedriger sind “als es nach Barth, der fogar an Shnee dachte, und Vogel erf eint, stehen vielfa ‘nicht ge!/{lossen, : fondern sind durch fruchtbace ér von einander etrennt, in denen leine asserläufe rinnen, die fich nach Often bin in der Ebene in eine Art stehender. Kanäle (K. ngaldjam) verlaufen,, die, inder Regenze wasserreih, weithin das Land überschwemmen, in der Trocken oft nur ar ne flache Senkung mit. Grasnarbe sich kenntlich n. Nach En „den

ießt alles Wasser dem Kämadugu, bér in der Trockénzeit Vladsee cateigg e Manvbecg bu Dfter une Be Wi Das Gebirge besteht aus Gummt, wieder É vielfach Su Feben. und ist lente 1 während im L zeanen niederer

Graswuchs vorh É Uu der - mittleren: nur vier Stunven E nander, die Mader einzigen welch leßteres von R

Mandarapläße: Mora und Doloo, h zerstört und nicht wieder aufgebaut ift." Doloo ist die eigentliche apt tadt des Landes gewesen und hat, ¿wischen zwei hohen, mit Felsblöden be- deckten Bergen griegen, eine bedéuteude Ausdehnung gehabt, war ursprünglich unbefestigt, aber gut nah Bornuart ge t,- wie die ‘Meta M Mauertrümmer noch beweisen.

Mora ist früher nur ein fleinerer laß’ gewesen und ist jeßt zwar zahlrei bewohnt; aber nur imit kleinen Gehöften bebaut, ‘die fich dur Zäune aus den starken Halmen des Durrhakorns von ein- ander scheiden. Die Häuser bestehen aus einer runden Lehmeinfafsung mit einem gewölbten, runden Strohdach, bei besseren Häusern findet sih auch die spige Form, und ein Straußenei, nah Kanurisitte oben

edeuten

ordadamaua Erdnûi E

befestigt, gilt als eichen bon Wohlhabenheit des Besißers. Mora ist zur Zeit der P aß, in dem sich das ganze Leben des Ländchens onzentriert; denn „alle anderen der zahlreich an den Berghalden zer- streut liegenden Pläzge sind zu klein, um Bedeutung zu baben. ; as gesamte Bergland ist zahlreich bevölkert, und wo in den Tälern oder an den Berghängen Humusboden si findet; “da“wird“ er ausgenußt“ Ueberall begegnet “man vorzügli gehaltenen Baumwollfeldern. Pferde und Rinder werden sorgsam ge- weidet. Die einzige Straße, die. von Mimeh über Mora und Doloo das Ländchen durchziéht, “ist t ohne Bédeutung, da auf ihr der Handelsaustausch zwischen Fullah- und Bornuleuten ftatt- findet, der in der ganzen ‘östlichen ‘Gbene und im Westen, jenseits Madagali, von, den: Heiden gestört wird. Die Mantdaraleute halten zu den S Heiden, namentlich zu den Mu ziehungen und kaufen von ihnen Elfenbein und Gummi. der Gläubigen, die aus dem Benuebezirk über Jola pilgern, führt durch Mandara nah Logon. Die Mandaraleute sind wohl von Nordosten über Logon einge- wandert und den Kotokos verwandt, sie sind erst vor zwei Jahrhunderten unter dem Einfluß des Bornureiches, zu dem sie in losem Abhängig- keitsvérhältnis ftanden, Mohammedaner geworden. Die gesamte Kültur haben fie von Borauleuten - übernommen. Dunkel gefärbt, vielfach. mit Längsschnitten über den ganzen Rer Dexfehew, nach Bornuart bekleidet und bewaffnet, sind die Mandara3s von Kanuris \hwer zu untersheiden. Auch sind sie vielfah mit Bornuelementen vermischt, und die Königsfamilien von Bornu_ und Mandara Heiraten unter- einander. Die Mandaras find Ackerbauer und Viebzüchter; Hand- werker findet man außer Webern wenig, weil alle Kulturbedürfnisse aus Bornu bezogen werden. E Klimatisch bildet das Mandaragebirge die Siide zwischen Adamaua und Bornu, wo si die Zeiten um fast vier onate verschieben, so daß der Benue im September, dex Tsfadsee im Dezember ihren höchsten Wasserstand erreichen. Mandara ist durchschnittlich bedeutend kühler als Nordadamaua, ‘was ‘nicht allein! durch die höhere Lage, fondern auch durch das häufige Vorkommen von Wald-bedingt wird. Strauße werden in Mandata nur vereinzelt gelbtet Sie sind in der nördlichen Marruaebene bei Balda und in Bornu häufiger.

Oesterreich-Ungarn.

Das österreihishe Abgeordnetenhaus begann gestern, f L ite ien der Ausgleihsvortagen

sowie des ölltarifentwurfs. Die .Baernreiter-und Rink ie Geschicklichkeit und Beharr ihkeit der Negierung bei den d Ungarn an, dur die es wenigstens elungen set, des früheren wirtshaftlihen Verhältnisses zu Ungarn ten N lienen Ausgleich als die Beendigung

Der Y b 3: Buernreiter

ren

: j (et S igers* vom ó. d. M. *) Vergl. Nr. 55 des „Reichs- und Staatsanzeigers" vo

evölkerung habe ih die Heiden schon besproden, Mit -

bene [l 4

as e hemmenden Zustandes tte, d

Lindner erklärte, die Alldeutschen seien für den Ausaglci „_der nur Ungarn zu gute komme, niht zu haben. Auch der A Semils S E Ri A pi get ban dem Zolltarif habe Es S

¿ 00- Prashek un t gten weil- gehendsten Schutz der agrari hen Gntergde Ae N

L Großbritannien und Irland.

n der gestrigen Sizung des Unte es richtete, wie die Rer D s P ilfiam geedmon d (Zee) die Anfrage Æ s / le ru egter bei d te gegen alleinige Verwendung deu her Offi bre Tei Ver Art tion der

mazedonishen Gendarmerie Wi u be be, und ob die englische Regierung beab s o dieser E Rngegen- heit bei der Pforte Vorstellungen zu erheben. Der Unter-

staatssekretär des Auswärtigen Lord Granborne erwiderte, die englische Regierung habe Grund anzunehmen, daß die russische Re- gierung den Vorteil fremder Instruktoren für die Gendarmerie in Vcazedonien durchaus anerkenne, vorausgeseßt, daß diefe Instruktoren nicht von einer der Großmächte gestellt würden. Die Antwort Lord -Cranbornes auf den zweiten Teil der Anfrage lautete: Nein. Bei der Verhandlun über die Forderung von 6 312 800 Pfd. Sterl. für Sold der Flöttenbesaßzung len verschiedene Mitglieder des Hauses die ‘Aufmerksamkeit auf das ungeheure Anwachsen des Marine- budgets. Neid erfannte das Recht der Regierung unter den gegen- wärtigen Umständen, die Annahme des Bud ts durch das Haus zut erlangen, an, aber die Regierung folle mit ? ußland, Deutschland, Stan reih in freundshaftlihe Verhandlungen treten zwecks einer Ver- ¡über Beschränkun ü - Sir Gharles- Dilke (lib.) wies darauf hin, daß der frühere Marineminister Goschen bei zwei Gelegenheiten Vorschläge in diesem Sinne gemacht habe; durch ein Uebereinkommen von verpflihtendem - Charakter zu winden, würde für England gefährlich n Franfreih sei gegenwärtig zur Sparsamkeit geneigt; Frankreich und England könnten wohl du semeinsames Borgehen in der von Goschen vorgeschlagenen gemäßigten Richtung etwas ausführen. Der ekretär der Admiralität Arnold Forster erklärte die Ursachen des nwachsens deg Budgets

und hob hervor, daß keine Antwort auf die Vor erfolgt sei. Er fônne die Auffassun R r gland notwendig den ersten Schritt in biesae Frage tun müsse.

Stellung Englands in Bezug auf Flottenauêgaben entspredhe nige: derjenigen der anderen Mächte. Die Regierung sei zu einem Ab- klommén geneigt, das eine Verabminderung der gewaltigen Rüstungen herbeiführen könne, aber es sei nit nglands, auf dieset

Wege voran zu gehen, wenn die anderen nit bereit seien mitzugehen. Das Haus nahm darauf -die Forderung mit 252 gegen 27 Stimmen an.

Rußland.

Die Kaiserin - Mutter ist, wie dem „W. T, B.“ aus- St. Petersburg gemeldet wird, „gestern abend von dort nah Kopenhagen abgereist.

Der Marineminister, Admiral Tyrtow ist gestern am Herzshlag gestorben. Die eitweilige Leitung des- Marine- ministeriums hat der Chef des Generalstabes der Marine, Vizeadmiral Avellan übernommen.

Türkei,

Pgfolge erneuten L Besen Drucks seitens Englands qa! em „W. T. B.“ zufolge, der Ministerrat am landes von Aden Leib wt ie bnd Bie: n vo en ( U in einem en Forderungen günstigen inne ausgesprochen. Bd e Griechenland.

Wie dem „W. T. B.“ aus Athen berichtet denken der König und. die Röniade am b Kopenhagen abzureisen.

Gestern ist in Athen eine PorgordentliGe türkische Gesan ishaft, mit Rahmi Pascha an der pige, einge- troffen, die dem König in feierliher Audienz mit einem Ha dicireibon des Sultans die Insignien des Rischan-

ftihar-Ordens in Diamanten überreihte, Dem Krons- prinzen überbrachte die Gesandtschaft den JImtiazorden und ein reihes Geschenk des Sultans.

wir

Amerika.

Aus Washington meldet „W. T. B.“ der Senat habe den Vertrag über den Panamakanal mit 73 gegen 5 Stimmen angenommen.

, Aus Carácas wird dem genannten Bureau berichtet, daß. die erste Nate der deutschen Entschädigungssumme- gestern gezahlt worden sei.

Der „Daily Telegraph“ meldet aus S hington, daß, nah einem Bericht des amerifanischen Konsuls in Mont e- video, 8000 Mann im Aufruhr gegen die Re ierung seien. In der Umgegend von Montevideo nehme die Pebellion einen bedenklichen Charakter an. Das südatlantische Geschwader der: habe Bettl Flotte, das sich zur Zeit in Montevideo befinde, habe Befehl erhalten, die amer AOE Interessen zu schüßen. , Nach einer Meldung des „W. T. B“ aus Buenos. Aires sind von Montevideo Truppen na den ver- chiedenen Punkten des Nevolutionsgebietes abgeschickt worden.

as Kanonenboot „Rivera“ sollte gestern nah R och a ab- fia N R tee u Bera feungs ustand - in

ruguay er werden. werde versichert, s Sanaiva der Anführer der Aufstänbiscer fel. A

Asien, i Nach einer Meldung des „Reutershen Bureaus“ aus. Peking berieten die Gefandien dar MAGe gestern über die Note der hinesishen Regierung, die die Weigerung

auespritht, die Obligationen zur Bewirkung der Entschädigun

p ung ‘auszugeben, solange die Gesandten nicht die Frage der ahlung der Zölle auf der Goldbasis ihren Re eru nges unterbreitet hätten. Die Me theit der Gesandten etflärte, ie Forderung bezüglich der Obligationen aufrechtzuerhalten, che

über die die Golbza lungen betreffenden Be immungen

Zahlung in Gold, anzunehmen as, betreffe

Afrika,

in Luxor i dem Stande der Krankheit ‘na, y Eitel-Friedrih von Preußen

er „Heraldo“ meldet aus | die Empórun

mache erhebliche FortsGritte, uno werde I iht

Sultan scchwierig sein, sie niederzuwerfen. Es sei lei

Die von, dem Onfel des Suttao e die Qfetliflon, durch le vondem Wnlftel des j /

die der Prätendent im Nück, ltans geplante Sein sollte, sei

En en i we gescheitert, weil die Kabylenstämme den Cho rsam verweigerten. 1

i e Ei e le

itte, der Aus8gleihmüsse an-

Ö eiden Ur Ee, wirtschaftliche Bruch mit Ungarn pag nien "cha Sen Vebeln sein würde. S Tan die Notwendigkeit die E S Ene la ae EePneant 29, Hier Ur die w i ng einer neuen Form ink verlangte eine intenfiean Ungarn zu verwenden, aDer Yba:

d, ge=: d. M. nah

des rotofolls beraten werde, D fish E; G andte érflärten, die Forderung (QllÎ nenn e

befriedigend, Der Fefung ;

den

\