1903 / 78 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

“gesagt, das Material na dieser Richtung bin ift noch nicht abge- \{lofsen; ih glaubte aber dem hohen Hause diese Zahlen nicht vor- enthalten zu sollen. \

Bei den über die Preisbewegung angestellten Erhebungen handelte -

es sich um drei Punkte: es waren festzustellen die Preise, die an den Fleisher für Fleisch im Kleinhandel gezahlt werden, dann die Preise, die an den Großhändler für Vieh im Großhandel, an den großen Viehhöfen und Märkten, gezahlt werden, und dann die Preise, die der Produzent für seine Waare erhält. Sie wissen, meine Herren, daß im vorigen Jahre \ich gerade nah dieser Richtung hin zwei Ansichten auf das heftigste be- fämpften. Auf der einen Seite sagte man, die Landwirte steigern die Preise über Gebühr; auf der andern Seite behauptete man, die Fleischer und Viehbändler seien allein an der Preisteuerung \{chuld, sie hätten die Preise wesentli gesteigert. Diese ganzen Erhebungen, die ih ein- geleitet habe, werden, glaube ih, das Material dazu bieten, zu zeigen, daß wir bei dem Produzenten, abgesehen von einer vorübergehenden böberen Steigerung der Schweinepreise, immerhin nicht mit sehr er- heblichen Preissteigerungen zu rechnen gehabt haben, und daß zweifel- los ein wesentlicher Teil der Preiserhöhung doch den Viehhändlern und Fleishern zufällt. Jh habe, wie gesagt und ih habe hier {hon eine Reibe von Tabellen vormir liegen, das Ganze ist noch nit abgeschlossen —, das ganzé Material nah den festgelegten Preisen graphish zusammen- stellen lassen, und » diese Zusammenstellung wird meiner Ansicht die Grundlage für eine vorurteilsfreie Prüfung der Angelegenheit geben fönnen. Ih möchte mich aber darauf berufen und es mit Ge- nehmigung des Herrn Präsidenten kurz vorlesen, was übereinstimmend von den Regierungépräsidenten und den Landwirtschaftékammern be- treffs der Volksernährung, die angebli in ihrer Existenz bedroht war, geantwortet worden ift:

„Ein Rückgang des Konsums hat auf dem flachen Lande und in den kleinen, in der Hauptsahe von der Landwirtschaft lebenden Landstädten in den Jahren 1901 und 1902 überhaupt nicht statt- gefunden. Infolge der in den leßten Jahren erfolgten Erhöhungen der Löbne ist die gesamte Lebenéhaltung der arbeitenden Volks- fassen, insbesondere in Bezug auf den Fleischkonsum, erheblih ge- stiegen. Die landwirtscaftlihe Arbeiterschaft und das Gesinde, welhes vom Arbeitgeber gespeist wird, stellt immer größere Anforderungen an die FleischnabrungS welche erfüllt werden müssen. Soweit selbständige landwirtschaftlihe Arbeiter, Tagelöhner, die auf dem Lande lebenden Handwerker, in Frage kommen, pflegen diese ihre Fleischnahrung in der Hauptsache aus den selbs gemästeten Schweinen zu nehmen. Da gerade bei diesen Leuten die Schweinehaltung erbeblich zugenommen hat, ist das ihnen zur Verfügung stehende Fleischquantum erbeblih ge- stiegen.

In denjenigen Orten, in denen mehr eine in dem Gewerbe, der Industrie und dem Handel beschäftigte Bevölkerung wohnt, ift ein Rückgang im Fleischverbrauch und vor allem an dem Haupt- verzehrmittel dieser Bevölkerungsklasse, dem Schweinefleich, einge- treten, jedoch ist dieser Rückgang nur zum kleinen Teil der ein- getretenen Preisfteigerung, zum größeren dem augenblicklihen Dar- niederliegen des gewerblihen Lebens, durch welhes die Kaufkraft berabgeseßzt ist, zuzuschreiben.

Einen für die Volksgesundheit oder Volkswoblfahrt bedroblichen Charakter hat die eingetretene Verminderung des Fleishverbrauhs nicht gehabt.“

So lauten die mir zugegangenen Berichte. Nachdem die Krisis, die zweifellos zu einer gewissen Preissteigerung geführt hatte, überwunden war, \ind die Preise für Rindvieh und Schweine wieder in die altgewohnten Bahnen zurückgekehrt. Und ih kann nur sagen, daß nah meiner Auffassung der Schweinepreis für den Landwirt bereits auf dem Punkte angekommen ist, wo für viele Betriebe in Frage kommt, ob überhaupt noch die Mast des Schweines irgendwie rentabel ist. (Sehr richtig!) Es is ein Preis, wie er sh jeßt nah Berliner Notierung für den Produzenten ungefähr auf 34 # pro Zentner Lebendgewicht stellt, doch nur dann noch rentabel, wenn keinerlei Verluste durch Eingehen, durh Seuchen eintreten. Haben aber Verluste stattgefunden, so ist \hon der Preis von 34 zu niedrig und nit geeignet, Verluste auszugleichen und zu kompen-

sieren. Das wären die Momente, die ih dem hohen Hause zu unterbreiten hätte. Aber ich kann diese Darlegung niht s\ch{ließen, ohne auf einen Punkt zurückzukommen,

der bei anderer Gelegenheit in der Budgetkommission {on erörtert worden ist, nämlih die Schließung unserer Grenzen. Sie werden ich erinnern, daß die Oeffnung der Grenzen eines der wesentlichsten Postulate der Häudler und Konsumenten war. Man glauþte, daß dur diese ein wesentlicher Vorteil und Nußen eintreten würde in Bezug auf die Preisbildung. Auch nah dieser Richtung habe ih Er- hebungen stattfinden lassen und sie haben gezeigt, daß z. B. im Aus- lande zum Teil böbere Preise gezahlt worden sind wie im Julande und daß es handelt \sih ja nur um Pfennige —, so wunderbar es klingen mag, die Ausfuhr nach Wien si vielleiht lohnen würde. Man wird zugeben müssen, daß unsere gesamte Bevölkerung am besten daran wäre, wenn der Jnlandsmarkt völlig unabhängig vom Auslande den Bedarf des Landes bereit stellen und ohne bohe Preislage die Ernährung der Bevölkerung mit Fleis sichern würde. Ih möchte Sie daran erinnern, daß an der Preiésteigerung des vergangenen Jahres fast alle Staaten, England, Belgien, Holland, Oesterreich-Ungarn usw. ebenso wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika beteiligt waren und dasjenige Land, das sih ganz auf die eigene Produktion gestellt hat, nämlich Frankrei, von der Preiserhöhung am wenigsten be- E worden ist. Die Herren, die für die Oeffnung der Grenzen find, werden mir zugeben müssen, daß mit der Oeffnung unvermeidlih goobe Preisfwankungen verbunden sind, die namentli der kleinere Aber n dd wesent S nicht in der Lage ist. (Sehr richtig!) die r ist der andere Punkt, meine Herren, das ist große Gefahr für unsere Viehb und, meine Her ebbestände durch Einschleppung von Z ren, wenn darauf hingewiesen wird, daß man

hinreihende Sicher Schweine nah Oberschle e TOE hätte bei der Einführung der

solche strenge Quarantäne i 4 act 9 fün man e durchführen, obwobl in Til “Bar E, L E, Wesale erbracht ist, daß die Aufrechterhaltung T indem wir von Rußland ber eine pie I haben. A r gesamten Grenzen würden wir un- die \trengen Kautelen dunchiuführez, die

der den russischen Markt besucht Herren, mit einer Oeffnung de mögli in der Lage sein,

meiner Ansicht nach notwendig \ind, den heimischen Viehstand zu

shügen. Gerade die Seuchen haben der preußischen Landwirt-

saft in vergangenen Jahrzehnten die \{chwersten Wunden ge-

schlagen (sehr rihtig!), es sind dort Millionen über Millionen

verloren gegangen. Dank der Maßregeln, die getroffen

worden sind, dank namentlich der Unterstüßung, die die land-

wirtschaftliche Verwaltung in den Kreisen der Landwirtschaft [selber

gefunden hat, haben wir diese Seuchen und ih nenne in

erster Linie hier die Maul- und Klauenseuche mit Erfolg

bekämpft und, wie ih neulich \{hon in der Kommission

sagen konnte, daß Preußen westlich von der Oder überhaupt frei von

der Maul- und Klauenseuche is, so kann ih heute weiter sagen, wir

haben augenbliFlich nur einen einzigen Kreis, und zwar in der Provinz

Posen, der durch die Einfuhr süddeutshen Viehs verseucht ist (hört!

hört !); abgesehen von diesem Fall, würden wir tatsählich in Preußen den

glüdlichen Zustand erreicht haben, daß die Seuchen überhaupt bei uns er- loschen wären. Die Erreichung dieses Zustandes würde aber eine Unmöglih- keit sein, sobald die Grenzen geöffnet wären, wo die Kontrolle doch nit in dem Maße durchgeführt werden kann, wie es nötig ist. Ich bin z. B. fest überzeugt, daß man in Süddeuts&land alle Maßregeln getroffen hat, die Einshleppung der Seuchen zu verhindern, aber troßy- dem sind die Transporte bei ibrem Eintreffen son behaftet gefunden worden; und ist erst einmal das Kontagium da, dann ist es sehr \{wer, troy aller Stationierung von Gendarmen, troß Einsperrung von Hunden und Geflügel und wie all die s{hrecklichen Maßregeln sont lauten mögen, die Eins{leppung zu verhindern, dann ift das UnglückX geschehen, und ih glaube, wer es wohl mit unserer preußischen Landwirtschaft meint, der sollte nit dafür eintreten, die Grenzen zu öffnen, sondern dafür, daß die preußische Landwirtschaft gegen die Gefahr der Seucheneinshleppung von außen ges{hüßt bleibt und so in den Stand gesetzt wird, das Fleisch selbst zu liefern, welches für das Land notwendig ist. Ih denke, dann sollte man den preußishen Landwirtschaftsminister wverantwortlih machen, wenn er nicht die Anregungen gibt, die nah dieser Richtung notwendig sind, um die Fleischversorgung der Bevölkerung sier zu stellen und ih glaube, man braucht au in ftädtishen Kreisen niht etwa die Sorge zu haben, daß die deutsche Landwirtschaft Trusts bildet, die nah irgend einer Rihtung eine Preissteigerung dieses für unsere Volksernährung wichtigsten Nahrungsmittels herbeiführen wollen.

Jh komme nun weiter auf die Lungenseue. Ih glaube der Vertreter der Stadt Berlin if ja au hier, er wird mir ja bezeugen können —, daß wir das Unglück gehabt haben, in neuerer Zeit in Berlin durch den Ankauf von süddeutshem Vieh plößlich auf einem Rieselgut der Stadt Berlin den Ausbruch der Lungenseuche konstatieren zu müssen. Aber ih glaube mi der Zustimmung des ganzen Hauses verfichert halten zu dürfen, wenn sofort gegen die Seuhe mit aller Energie vorgegangen worden ist. Mit dem Ausbruch der Lungenseuche erschien sofort der Fleischer, der das Vieh getötet hat; ih habe die erforder- lichen Zuschüsse geleistet, und so ist der Seuchenfall sofort erledigt worden, und bei uns in Preußen war es der leßte Fall an Lungen- seuhe gewesen; seit der Zeit haben wir nihts mehr von der Krankheit gehört. Ich glaube, wir können nur mit der rücksihtslosesten Energie die ersten Ausbrüche bekämpfen, dann ist es mögli, eine weitere Ver- breitung der Seuchen zu verhüten.

Aehnlich liegt es mit dem Roß. Ih habe {hon Gelegenheit gehabt, in der Kommission mih dankend gegenüber der Provinzial- verwaltung der Rheinprovinz auszusprechen, die mich bei der Bekämpfung des \{hweren Roßausbruhs in der Stadt Cöln unterstüßt hat, und

ih glaube, der Herr Vertreter der Stadt Côln wird es be- stätigen, daß die vielen Schwierigkeiten, die sonst entstanden wären, gerade durch dieses Vorgehen beseitigt find, und ih hoffe auch, daß es speziell in Oberschlesien, wo wir noch ein paar Fälle von Roß haben, gelingen wird, diese \{chwere Krankheit zu beseitigen.

Es ist aber interessant zu beobachten, meine Herren, wie diese Seuche eigentlich zu uns in erhöhtem Maße gekommen is und zwar dadur, daß während des Trankvaalkrieges große Pferde- fäufe stattfanden; an Stelle der verkauften Pferde trat das Pferd aus dem Osten (Rußland); es trat cine Bewegung in den Pferdebeständen ein, und mit der Bewegung aus dem Osten kam auch die Seuche überall zum Ausbruch. Also es is dies immer- hin ein Zeichen dafür, wie gerade ein gewisser Schuß der Grenze, die S{hließung der Grenze dazu beiträgt, uns vor {weren Verlusten zu {üßen. In dem. Falle von Lungenseuhe, Roy usw. werden auh die Staatskasse und die Kommunalverwaltungen in den Kreis der Leidenden gezogen. Also sie haben ein wesentlihes Interesse daran, ‘daß wir nur gcfundes Vieh erhalten.

Jchch glaube, dem hohen Hause mit diesen meinen Ausführungen dargelegt zu haben, wie die Verhältnisse liegen, wie also jeßt die Preise bei den Produzenten für Vieh erheblih gesunken sind, daß in ciner Reihe von Städten bereits im Kleinhandel au die Preise ge- sunken sind; ih kann nur hoffen und wünschen, daß von allen maß- gebenden Stadtverwaltungen Einfluß geübt wird, daß diese Preise, welche vielfah noch niht in dem rihtigen Verhältnis zu dem Einkaufspreis stehen, eine Wandlung erfahren. Jch kann nur weiter darauf hinweisen, daß das bezüglißde Material, wie ih hoffe, in niht zu langer Zeit der gesamten preußishen Bevölke- rung zur Verfügung gestellt werden kann. Und ih kann nur dem Wunsche Ausdruck geben, daß s" uns gelinge, im Interesse unserer Landwirtschaft die Scuchen fernzuhalten, glaube aber eins der wesent- listen Mittel darin zu erblicken, daß wir strenge in der Schließung unserer Grenzen gegen solhe Krankheiten oder verdähtiges Vieh fest- halten. (Lebhaftes Bravo.)

Oberbürgermeister Bender- Breslau: Auh für uns steht der Sw{hut der Landwirtschaft in erster Reihe. Die Futteruot ist die Ursache der \prunghaften Verteuerung des der Zusa überall gewesen.

u ho!

k t daß die Abschneidung de ku îm Preise verbindere, Die Klagen über bie hohen FleisGpreise find

aus den Interefsentenkreisen gekommcn, fa nicht Tünstlih gemacht worden. Diese hohen celie hat der handel keineswegs ver- schuldet. Jn lau sind die Fleishpreise besonders hoch.

Minister für Landwirtschaft 2c. von Podbielski:

Ih möhte mir erlauben, den Herrn Oberbürgermeister Bender zunächst einmal auf die Zusammenstellungen über die Stadt Breslau hinzuweisen, die hier vor mir liegen und die auh ein eigentümliches e. Me pie 1A was er eben ausführte: daß Leute

r res hungern. Die Erhebungen zeigen bom September 1902 bis zum Februar 1903, daß die Schweine-

fleishpreise in der Stadt Breslau im inhandel immer leiden Höhe von 160 .4 für das Kilo geblieben finde R

under nehmen muß, und Se, der E Städte darauf hinzuweisen, ob selbst Gelegenheit nehmen könnten, Einfluß zu üben. Ich verkenne es gewiß nicht: meine aber immerhin wird &S

Schwankungen unterworfen find.

Aber ih mö&te doch nicht unterlassen, treten, nämlich der Frage der Abhängigkeit unseres Auslande. In dem Moment, wo in Amerika die Séhweinezucht im großen aufgenommen wurde, war es tatsählich für die preußishe Landwirtschaft nit mehr möglich, die alten großen Speckshweine wie früher zu produzieren. Der Preis für Schmalz und Speck sank einer Weise, daß unsere heimischen Fleisher die eigene von Speck und Schmalz aufgegeben haben und das fanishe Shmalz und den amerikanischen Speck kauften. zeigt sich der Einfluß des Auslandes auf unsere ganze Die \{lechte Maisernte und hier spielt gerade das Futter | die Rolle, die der Herr Oberbürgermeister in Abrede stellt zwang die amerikanischen Landwirte einerseits, die Produktion einzuschränken und andererseits das übershießende Material in erster Linie bei Beginn der Periode abzustoßen, und, wie die Herren aus Sberidhten sehen werden, ist beute noch cine große Not an Schlachtschwi den großen Shlachthöfen in Chicago, die si nah cinem: im September bis Dezember 1902 wieder vershürft hat. sammenstellungen hierüber finden Sie verschiedentlih in unseret bse [ichen Presse, und wenn der Herr Oberbürgermeister cinmal die Freunde lihkeit hat, mit diesen Zahlen die Einfuhr von Schmalz zu vergleithen,

Ker

geführt, während im Jahre 1992 die Einfuhr von auf 789 000 Doppelzentner. Die Folge war, daß

zentner), welher 1900 73,18 „# betragen bat, stiegen im Jahre 1901 auf 88,45 „A und im Jahre 1902 auf 106,09 „«

Es sind das Momente, die zeigen, wie gerade das diesem Falle der Mais, und in weiterer Konsequenz die Produktion an Schweinen niht bloß auf den amerikanischen, sondern auch auf den englischen und auch auf unsern Markt, der auf die Einfuhr von Speck und Schmalz angewiesen ist, eingewirkt haben.

Weiter möchte ih mir erlauben, darauf hinzuweisen, daß ih von meinem Standpunkt, d. h. vom Standpunkt der landwirtschaftlichen Verwaltung, es für wünschenswert erachten würde, wenn wir in unseren obers{lesishen Bezirken selbst diese Schweine zu produzieren vermöchhten. Aber gerade worauf ich mir erlaubte eingangs hinzu- weisen, gerade in Oberschlesien wird das shwere Speckschwein, welches heute für die deutsche Landwirtschaft zu produzieren eine Unmöglith- keit geworden ist, von der dortigen Arbeiterbevölkerung, von den Bergleuten, gewüns{t, und ih habe selbst bei zwei. Gelegen- heiten die Tiere mir eingehend angesehen und bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß derartige Shweine bei uns bei den jetzigen Preibständen unmögli produziert werden können, und ih habe au gelegentlih einer Konferenz mit Fleishern im vorigen Herbst hingewiesen auf die Uebelstände, die sh in der ganzen Marktlage herausgestellt haben. In früheren Zeiten konnten wir, wie es im Berliner Marktbericht steht, noch immer einen Preis ausweifen für

ansehen, finden Sie im ganzen Jahre überhaupt keine solchen Séhweine notiert. Das kommt daher, weil die Differenz im Preise, die fch daraus ergab, daß man \solche s{weren Schweine teurer bezahlte wegen der amerifanishen Konkurrenz in Speck und Schmalz, in Fortfall ge- kommen ist. Man findet scine Rechnung bei der Mast niht mehr, infolgedessen find diese Schweine mehr und mehr von unserem Markt verschwunden. Diese Schweine sind gerade für Oberschlesien not- wendig, daher findet augenblicklih die Einfuhr solch s{werer Schweine aus Rußland ftatt, von der ih auch nur sagen kann, sie ist niht cinmal im vorigen Jahre ganz erfüllt worden, also auh ein Zeichen, daß selbst im großen Rußland das Herbeischasfen solher Schweine mit Sw{hwierigkeiten verbunden sein muß, denn im vorigen Jahre das wissen wir alle haben die Fleischer dort ein recht gutes Geschäft gemaht, sie haben aber die Ware nicht mehr in dem erforderlichen Maße zu beschaffen gewußt.

Weiter möchte ih mir erlauben, darauf hinzuweisen: Gerade in neuerer Zeit hat sich gezeigt, daß wir von diesem Konzentrationsmarkt in Soënowiece eine Einschleppung von Maul- und Klauenseuche be- kommen haben. Mir ist der Name der Besizung augenblicklih nicht zur Hand, aber gerade von cinem größeren Gut in der Gegend ist die Maul- und Klauenseuche herübergekommen, indem tin Schlächter sie von dort über die Grenze vershleppt hat. Jh bin der Meinung, es wären für uns im vorigen Jahre sehr schwere entstanden, wenn wir niht eine wirkli blühende zuht im Lande gehabt hätten. Wenn wir cinen Seuche dezimierten Viehbestand

aufgetreten sein, wie es gesehen ist, und ih meine, es ist die vornehmste Aufgabe des Landwirtschaftöministers, dafür treffen, daß die Alimentation des ganzen Landes Ich hoffe aber au dabei immer auf die Unterstüzung aller Städte, die Landwirtschaft auf ihren Rieselfeldern betreiben, ihrem eigensten Interesse auch das Jhre tun. ist eine Kommune niht einmal eingetreten beim seuche; ih mußte das aus öffentlichen Mitteln bezahlen; Fällen werde ih vielleicht den kommunalen Verband

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(S&luß in der Zweiten Beilage.)

sogenannte Käser. Wenn die Herren aber die Marktrotizen von heute