1903 / 78 p. 41 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Mittwoch, den 1. April 1903. : Naÿrihten von allgemeinerem Futeresse für den Verkehr mit der Post und Telegraphie nebs Porto- und Telegrammgebühren-Tarif.

Das Postblatt erscheint vierteljährlich, in der Regel am ersten Tage des Vierteljahrs, und kann durch Vermittelung der Reichspostanstalten gegen _Vorausbezahlung von 40 Pf. jährlich, sowie zum Preise von 10 Pf. für die einzelne Nummer bezogen werden.

Eingetretene Neuerungen sind in Sckrägschrift gedruckt. 4) Eine Ersaßpfliht für Einschreibsendungen übernehmen zur Zeit 1) Im Verkehre mit den Marianen sind ausser Postpaketen jetzt noch nicht die Vereinigten Staaten von Amerifa (eins{l. Insel Guam, auch wieder Postfracktstücke ohne Wertangabe bis 10 kg zugelassen Pal, hilippinen-Infeln, Porto Rico), Argentinien, Brasilien, Cuba, E D S j anada, die Cap-Kolonie, Natal, Oranjefluß-Kolonie, Süd-Rhodesia

n 26 Für ZANE nach ien E Irland sind die Be- (eins{l. Betschuanaland [Schutgebiet]), Paraguay. edt N AREERE I ; 5) Im Verkehre mit überseeischen Ländern wird empfohlen, die 9) Im Verkehre mit der Postagentur in Jaluit (Marshall- Inseln) abzusendenden Pakete möglichst so einzurichten, daß sie als Postpakete sind jetzt Postanweisungen bis §00 M. zugelassen. befördert werden können (vgl. Seite 3, E. IL.). Pakete, welche den

bezüglichen Anforderungen nit entsprechen und deshalb der fremden Postverwaltung nicht überliefert werden dürfen, werden nur innerhalb Deutschlands dur die Post befördert und dann (in Bremen oder O in der Regel einer Speditionsfirma übergeben; die Be- örderung solcher Me ostfrachtstücke) verursaht höhere Gebühren, mancherlei Nebentosten, Verzögerungen und Umständlichkeiten. Die N E n g der Pakete nach überseeischen Ländern muß besonders altbar sein.

A. Briefsendungen.

Vorbemerkungen für den Verkehr dez Weltpestverecins : befördert. Drucksahen in Rollenform, deren Durhmefsser 10 em u. deren Länge 75 em __1) Verboten, mit Poft zu versenden: a. Mustersendungen und andere Gegen- | nit übersteigt, sind zulässig Warenproben dürfen 30 cm Länge, 20 ecm Breite u. stände, die für die Postbeamten Gefahren mit stch bringen oder Korrespondenzen be- | 10 cm Höhe, in Rollenform 80 em Länge u. 15 em Durchmesser nit überschreiten. Jm Jchmugzen oder verderben können; b. explodierbare, leiht entzündliche od. Verkehre mit Desterreih-Ungarn nebst Liechtenstein u. Bos3nien-Herzegowina sind Ge= gefährliche Stoffe; lebende od. tote Tiere u. Insekten. Ueber bedingte \häftöpapiere als Brief od. Paket zu versenden.

Die über Bremen od. Hamburg mittels Reich3postdampfer zu befördernden Sciff3- briefe können unter Einschreibung versandt werden (Einschreibgebühr 20 Pf.).

7) Marinebriefe. Zur Beförderung durch das Marinepostbureau in Berlin an Personen der Schiff3besazungen der deutschen Kriegsschiffe im

S L è Ausland einschl. der Personen im deutschen Marinelazarett in Yokohama Zulassung von Warenproben mit Glazsachen, Flüssigkeiten, Fetten, abfärbenden Stoffen, 4) Einschreibsendungen. Briefsendungen aller Art (Briefe, Postkarten, Druck- sind folgende gewöhnliche Briefsendungen zugelassen: Briefe bis 250 g, Postkarten lebenden Bienen, getrockneten od. konjservierten Tieren geben d. Postanst. Auskunft. sachen, Warenproben, Geschäft3papiere) können unter Einschreibung abgesandt werden. | (einfah und mit Antwort), Druksahen bis 2 kg, Geschäft3papiere bis 2 kg, zusammen-

Ferner ift verboten, in gewöhnliche oder eingeschriebene Briefpostisendungen ein- Bei allen Einschreibsendungen kann Absender Bescheinigung über Zustellung der Sendung E: a. im Umlaufe befindliche Münzen; b. zollpflichtige Gegenstände; an den Empfänger Rücksshein verlangen. Im Vereinzverkehre (einschl. e. Golds od. Silbersachen, Edelsteine, SHhmudcksachen u. andere kostbare Luxemburg) besteht für Einschreibsendungen a llg. Frankierung3zwang. inneren Gegenstände, wenn das Einlegen od. Beförderung derselben durch Geseßgebung der Verkehre Deuis&lands u. im Verkehre Deutschlands mit den deutshen Schußgebieten und betr. Länder verboten ist. Absender hat fi unter eigener Verantwortlichkeit zu unters mit Oesterreih-Ungarn nebst Liechtenstein u. Bosnien-Herzegowina sind auch unfrank. richten, ob bie zu versendenden Gegenstände mit der Briefposi in die betr. Länder ein- Einschreibbriefe u. -postkarten zulässig, doch müssen Einschreibsendungen gegen Rückschein geführt werden dürfen. stets frankiert werden.

gepadckte Drudsachen und Geschäft3papiere bi3 zum Gesamtgewichte von 2 kg. (Waren-

proben und Einschreibsendungen find ausgeschlossen.) Sämtlihe Sendungen

müssen vollständig frankiert werden; fie unterliegen dem internen deutschen Porto mit der

Maßgabe, daß für Drucksachen, Geschäft3papiere und ausammengepackte Drucssahen und

Geschäftspapiere von mehr als 1 bis 2 kg 60 Pf. erhoben werden und für Briefe von

mehr al3 20 bi3 einshl. 60 g an nicht im Offiziersrang stehende Personen der Ses a el

D z 7 L besazungen und die im Dienste der Marine stehenden Militärpersonen vom Feldwe

2 Poftkarten. Einfache Postkarten u. Postkarten mit Antw. aul., Postkarten 5) Leitung der Briefsendungen. Für die Wahl des Beförderung3weges ift | abwärts ein ermäßigter Portosaß von 10 Pf. gilt. Die Aufschrift muß enthalten:

dürfen 14 cm Länge u. 9 ecm Breite nicht überschreiten. bei Sendungen nag ütberseeishen Ländern im allg. die Bestimmung des Absenders maß- | 1) den Grad und die dienstlihe Eigenschaft des Empfängers oder das Amt, welches er 3) Drukfaczen, Wareuprobeun uud Geshäftspapieren darf weder cin gebend. Jst in der Aufschrift der Sendungen Beförderung5weg vom Absender nidt an-

bekleidet, 2) den Namen des Schiffes, auf dem er si befindet (Sr. Majestät Schiff .…...; G M S L

Die obigen Portosäße und sonstigen Versendung3bedingungen gelten auch im Verkehr mit den Besazungs3truppen im Shugßzgebiet Kiautschou und mit den Truppen der Ostasiatishen Besazungs3brigade, doch is in der Aufschrift der Briefs sendungen an diese Truppen außer dem Namen, Dienstgrad und Truppenteil au der Garnisonort anzugeben. Ferner find im Verkehr mit diesen Truppen auch Waren- proben und eingeschriebene Briefsendungen gegen die internen deutschen Portosäze zu- gelassen.

Brief, noch eine Mitteilung beigefügt werden, die die Eigenschaft entliher und Es erfolgt Leitung nat den für d. Postanst. dieserhalb bestehenden Vorschriften. persönlicher Korrespondenz hat. Verpacktung muß so beschaffen sein, daß der Inhalt 8) Schiffsbriefe, Sollen Briefe u. s. w. auf Wunsch des Absender3 mit Schiff3- leiht geprüft werben kann. Warenproben dürfen keinen Handel3wert haben u. keine elegenheiten, die zur regelmäßigen Posibeförderung nicht dienen, befördert werden, so anderen handshriftl, Vermerke tragen, als Namen od. Firura de3 Absenders, Adressz des at der Absender auf der Aufschrift den Vermerk: „Schiff3brief“ (bei Versendung Empfängers, Fabrik- od. Handelszeichen, Nummern, Preise u. Angaben bzgl. des Ge- | über britishe Häfen „Privats Ship“) niederzushreiben, sowie den Abgang3hafen u. er- wicht3, des Maßes, der Ausdehnung, der verfügbaren Menge, der Herkunft u. der Natur | forderlienfalls das Schiff zu bezeichnen. Sih Leitung der Schiffsbriefe bleiben die der Ware. Drutsacjen u. Geschäftspapiere, die an einer der Seiten eine Ausdehnung Angaben des Absenders allein maßgebend. iffsbriefe müssen franfiert sein. (Taxe wie von mer als 45 ecm haben, od. nicht mindestens teilweise frankiert sind, werden nicht

bei Beförderung mit regelmäßigen Postdampfern.)

Tarif für gewöhnliche und eingeschriebene Vriefseudungen.

*) Die Nachbarorte, auf welche der Geltungsbereih der Ortstaxe

pag nt worden ift, find aus dem Postbericht im Schalterraum d. ostan T

Orts5- u. Nachbarorts- verkehr.)

urg ngarn2*) m, Bosn.-Herzegow. u.

Ausland.f)

A Porto Porto t Dien Guinea, Dtsh.-Ostafrika, Disch.-Südwestafrik 5 G , F - 1 2 1 a a, e Vi. E git R fte Kamerun, Karolinen, Mariaren, Palau, ufein, RiautN Hou [einschl dtsch. á T T E U aumi u. ou arshall-Ins., Samoa, Togo. L AL E ae 5 10,8% g |\10\2| vis %g \ 10 | 20 | vi 20 g |10|% [euie o | ***) Sendungen nah d. Sanbsihak Novibazar unterliegen den E E 5 b. 20—250 g| 20 | 30 \üb. 20—250 g| 29 | 30 |üb. 20—250 g| 20 | 39 |stm übrigen Bert Taxen des Weltpostvereins. ; ; ; | (ohneMeistgewicht) s T a L L Arten u. d. Schweiz R Gase ih 2 i (15 | cisade | 5 [10 | cinfañe | 5 | 10 | cinfañe | 10 | 20 | frant Brie 10 Pf L I 1e (n Wehe iei unh war für Pof L a mit Antwort 4 | mit Antwort | 10 \ mit Antwort | 10 | |mit ntwort | 10 | mit ort | 20 | La 2) für un ant Briefe 90 i fi je 15 g (im Verkehre m. T A i v | | bis 50 g s i f. je 20 g), mit Dänemark ferner Mindesttaxe f. Geschäftspap. 1 D üb. 50-100 g 3 | (ab. 00-100 g) 5 | s. 50-10 s 5 | [uw Bo 1d e 5 | 2] fir le 50 s | 5 | E | „em GsGreibgebühr allgemein 2) Pi, Rückscheingebühr all; A . 2 Bg! S5 r 00—2 g 1 S | » 100—250 g| 10 \= 100250 ck 10 (E (bis zum = Chin nit La ) Eilb sun ugel V E ibe Drucksachen . .}, 100—250g| 5 S}, 10 90 g| 10 S 250—500 g| 20 (*Z}” 4B S |Meistgeroihte = a, zu Ls e ung zugelassen: « 290—500 g! 10 || #}, 250—500 g| 20 || #1" 500g—Lkg| 30 | E - 2900—0500 g| 20 S von 2 kg) E 1 nach d. « und Landbestellbez. d. Aufgabe-Postoris bei « 500g—1Kkg| 15 |} =], 500g—1kg| 30 | Ss kg | 60 |} * |- 200g—1kg| 30 j = e E fell bie Dic d 2 E gea t A Pf., nah y , Landbe 4 Í i; est. l j | S S S S| für je 50 g | 5 S _Y nah T0 Orten in I Tans bei gewöhnl. u. Waren- bis 250 | 5 #] bis 250 g | 10 |(#| bis 250 g | 10 bis 250 g | 10 (S e zurn | mie S DLir E ta HA Pn 9 Pf, nah Orten ohne "r, O5 ; c r A = In = . ) Je Proben. ch4 A 10 E üb. 250—350g 20 Z üb. 250 390g| 20 | E üb. 250—350g 20 Ë S G 10 S ú 3) na S La s e erb E r Sa nein | allgemein [Gebühr - mußÿ vorausbezahlt werden; für Send. nach d. | |, =| bis 250 10 h n. Luxemburg =| für je 50 g | 5 Ee Landbeste bezirke wird Ergänzungsgebühr eingezogen], nach Bosnien - zf bis 250 g | 5 [S] bis 250 g |10 S [is /950--500s| 20 [É]. bis 250 g | 10 S | (bis zum |min-|(#S | Herzegowina nur n. Postort. Gebühr 25 Pf. \tets vorauszuzahlen], u Mats: üb. 250—500g!| 10 = O E 20 S O0 T 20 1/28 A OS 5 S |Meistgewichte dest = fär p L “i pes E aue ga A g E Aus- E L 500g—1 15 ] #1, 500g— 1E. S E A Zl S ARS S = von Island, Faröer, Grönland), Frankrei mit erien i 4 Ss A S S n.Oest.-Ung.nicht zulässig] 9 E = | und Monaco, Großbritannien, talien, Monteuetes Niederlande, A T l Nah uts wie bei den Ne 10 S E Sa riugan Stweden, Ee us T t N ad U. u E / i ä ieren. L E E d y nzahl außereurop. Länder. [Gebühr - stets vorauszuzahlen; na Seis “atenpEs E, SIGM Een Deuciaten Lid? Wecopea dei 20 Pf, wenn fie fti Geschäfts: Orten aran, (soweit Le werden d. üblichen Eilbestell ebühren, Geschäftäpap.) Taxe wie bei Warenproben. pap. enthält. unter Anrechnung d. vorausgezahlten 25 Pf., vom Empf. erhoben.)

Tarif für eingeschriebene Briefsendungen mit Nahnahme.

(Briefe, Postkarten, Drucksachen, Warenproben, Geschäftspapiere.)

einisher dung in d l in der de3 g3landes in Ziffern und in Buchstaben anzugeben. Unmittelbar darunter müssen Name und Adresse des Absenders in lat Eee Ee e pentiics nubeicciSciegeit De A Ea Ia ELE Wie le lden Betrag Tot Abts ber leritintideek Postanweisungs5gebühr u. der Ginziehung3gebühr von 10 Pf. dem Absender durch Postanweisung übermittelt.

Meist- Tarif. hai Tarif. is e Tarif. A Besiimmungsland. ein As Gin Bemerkungen. Bestimmungsland. uer Nahe Lde Tar Bemerkungen. Bestimmungsland. einer Nad- Cd e emerkungen. nahme. ze nbe: nahme. gebühr. nahme. gebühr. i i Rumäuien (nur best. Orte) | 500 Fr. »

Deutschland (Reichs- 20 Pf. Frankreich mitAlgerien, M i postgebiet, Bayern u. ) S 282] Zu Dartlhlandi Moitars 0e s, 1000 Fr. C L 720 iron, ZuTripolis r Mea E I E SÉES| pfuoteig mit er | Italien mitS. Marino Z u. Tripolis bega r uf ¿SuE Een Ai Bf. E L 1000 Fr. ln Palm i Scbbeiz e us 1000 Fr. L ; i;

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