1903 / 81 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hierauf die am 19. März 1902 in Paris unterzeihnete Konvention, O den Shug der für die Landwirtschaft nüßlichen

Der Polizeipräfekt von Paris hat den dort ansässigen Shul- und Predigerkongregationen bekannt gegeben, daß ihr Genehmigungsgesuch bas ehnt sei. Unter denselben befinden sih auch die englischen Passionisten, für die sih die englische Botschaft wiederholt verwendet hatte.

Der Ministerpräsident Combes hat neuerdings die Gehaltis\sperre über 28 Pfarrer verhängt, weil sie den Katechismusunterriht in bretonisher Sprache erteilten. Der Bischof von Quimper erhob gegen diese Maßregel Ein- spruch und erflärte, daß die Geistlichen sich auch in Zukunft, wo es nôtig sei, der bretonishen Sprache bedienen würden.

Ftalien.

Die „Tribuna“ meldet, der König von England werde am 27. April in Neapel landen; am gleichen Tagè nah Rom fahren und von dort am 29. April früh nah Ober- italien weiterreisen. Der König wolle auf seiner Reise nur den König von Ftalien zum Jeien seiner ae und Freundschaft für den König, die Königin und Jtalien begrüßen, ein offizieller Besuch des englishen Königspaares komme aber erjt nach einem Besuch der italienischen Majestäten in London in Frage. i |

Spanien.

Jn Salamanca hatten vorgestern Studenten infolge- der Nichtbeachtung ihrer Beschwerde wegen Mißhandlung eines Kommilitonen durch einen Polizisten Protestkundgebungen veranstaltet, in deren Verlauf es zu Zusammenstößen mit der Gendarmerie gekommen war. Auf die Kunde von diesen Vorgängen sammelte sich gestern vormittag eine Anzahl Madrider Studenten zu einer Kundgebung vor dem Ministerium des Innern an. Jn der R E, wurde nach dem im agen vorüberfahrenden Minister des Jnnern mit Steinen geworfen. Der Minister wurde nicht eira Der inisterpräsident Silvela wurde ebenfalls egenstand feindseliger Kundgebungen. Die Polizei zerstreute shließlich die Studenten. Acht Polizisten und mehrere Studenten wurden verwundet und zahlreiche Ver- haftungen vorgenommen. Am Nachmittag hielten die Studenten eine Versammlung ab, in der sie die Frei- lassung der am Vormittag Verhafteten verlangten. Als sich die Versammlung zu einer Kundgebung gestaltete, griff die Polizei ein. ei dem sich entspinnenden Kampf wurden mehrere Personen verleßt. Gegen 7 Uhr Abends wiederholten die Studenten an der Puerta dél Sol ihre Kundgebung. Die De schritt von neuem ein, wobei 14 Studenten und

Beamte verleßt wurden. Die Kundgebung dauerte bis gegen 10 Uhr Abends. Die Stadtverwaltung und die Üniversität von Madrid sandten an die Stadt- verwaltung und die Univerjsität von Salamanca Telegramme, in denen gegen das gemwalttätige Einschreiten der Polizei protestiert wird. Der Ministerpräsident Silvela hat erklären lassen, daß eine Untersuchung eingeleitet sei; alle . Schuldigen sollten streng bestraft werden.

In Salamanca ist die Ruhe wiederhergestellt, in Sa- ragossa ist die Universität geschlossen worden.

Portugal. Der König von England und der König von Portugal unternahmen gestern mittag in Begleittng des Herzogs von Oporto einen Ausflug nah Cintra, von dem sie gegen Abend wieder- nah Lissabon zurückehrten, Am Abend empfing der König Eduard das diplomatische Korps und darauf Abordnuungen der beiden Kammern, die Adressen überreichten, in denen der Besu des Königs als ein neuer Beweis der Freundschaft S wird, die die beiden, seit Fünf Jahrhunderten verbündeten Völker vereinige. Der S R führie: in seiner Erwiderung aus, er habe wieder einmal die- Umrisse der Torres de Vedras gesehen, wo die verbündeten Heere Portugals und Englands Seite an Seite für die Verteidigung des portugiesischen Vaterlandes gekämpft hätten. Glülicherweije habe ih die Lage der Dinge völlig geändert. Beide Völker unterhielten zu ihrem Yeherén Gegner die freundschaftlichsten Beziehungen. Dieses s Jahrhunderie alte Bündnis, das von neuem O ei, habe fein anderes Endziel ‘als die friedlihe Entwicelung der beiden Länder -und ihrer Kolonien. Zum Schluß betonte der König, wie angenehm er von dem Empfang berührt sei, den ihm alle Klassen der Be- völkerung bereitet hätten. Die Stadt Lissabon war gestern abend aus Anlaß des

Besuchs des Königs Eduard festlich beleuchtet. Auf dem Tajo wurde ein Feuerwerk abgebrannt. c

Türkei.

Wie dem „W. T. B.“ aus Konstantinopel gemeldet wird, empfing der Sultan gestern den österreichish-ungarischen Botschafter Freiherrn von Calice und den russishen Bot: schafter Sinowjew in Audienz. | i

Eine in der Nacht zu gestern in Konstantinopel ein- getroffene Depesche meldet, daß auf der Eisenbahnstrecke Saloniki—Konstantinopel in der Nähe der Station Angista eine 30 m lange Brücke zerstört und nicht weit davon ein Tunnel beschädigt worden sei. Die unteren Schichten des Widerlagers der Brücke seien zum größten Teile erstórt. Die Telegraphendrähte seien vernichtet worden. ‘Der Verkehr werde durch Umsteigen bei der Brücke ine wieder aufgenommen werden. Der mutmaßliche Täter sei der bul- garishe Bandenführer Ale Porojlue.

Eine aus höheren mohammedaänischen Beamten bestehende Mission ist gestern nah Jpek und m VRE Et abgegangen. Man erwarte e E eine beruhigende Wirkung

i rtigen anesen. /

i Dis ‘Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureau“ meldet, die Ver- wundung des russischen Konsuls Schtischerbina sei ernst, jedoh nit lebensgefährlich.

Rumänien. ;

i i at gestern, wie „W. T. B.“ ‘erfährt, der R O remer n Entwurf über die Verwendung des Budgetüberschusses von 21 217 189 Fr. vorgelegt. Die Kammer hat den Giatiouef unverändert angenommen.

Dänemark, ;

¡ie „W. T. B.“ aus Kopenhagen berichtet, besuchte Sine Majestät der Deutsche Kaijer gestern vormittag um 11 Uhr mit Jhren Königlichen Hoheiten dem Kron- prinzen und dem Prinzen Waldemar von Dänemark das Verkaufslager der Königlich dänischen Porzellan- manufaktur auf Amagerstorv, w9 Allerhöchstderselbe von dem

GAG einzugreifen, den

Direktor Dalg2s, dem Professor Krog und dem Mitgliede des Kontrollkomitees, Apotheker Benzon empfangen wurde. Um 111/2 Uhr machte Seine Majestät Jhrer Königlichen Hoheit der Kronprinzessin einen Besuh und empfing bald darauf den Besuch Seiner Majestätdes Königs inSeinen Appartements. Um 1 Uhr begab Sich Seine Majestät un Frühstück beim deutschen Gesandten. von Schoen. Jm Anschluß an das Frühstück empfing Allerhöchstderselbe in der Wohnung des deutshen Ge- sandten den Vorstand des „Vereins deutscher Reihsangehöriger“. Auf der Fahrt durch die Stadt wurde Seine Majestät von dem Publikum überall herzlih begrüßt. Um 3 Uhr Nach- mittags begab Sich Seine Majestät in Begleitung Jhrer König- lichen Hoheiten des Kronprinzen und des Prinzen Waldemar nah Klampenborg und durch den Tiergarten nah dem ZJagdshloß Eremitage. Nah kurzer Besichtigung des- selben wurde die Fahrt durch den Tiergarten nah „Fortune“ fortgeseßt. Dann kehrie Seine Majestät dur die „Wolfsschluht“ nach Kopenhagen zurück. Von dort aus wurde der Ausflug nah dem Königlichen Jachtklub fortgeseßt, woselbst auf „Lange Linie“ das neue Klubhaus besichtigt wurde. Abends nahm Seine Majestät an einem von Jhren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen und der Kron- prinzessin gegebenen Diner teil, zu dem gegen 400 Einladungen ergangen waren. An dem Feste nahmen ferner teil der König Christian, die Königin von England, die Kaiserin-Witwe von Rußland und die übrigen in Kopenhagen weilenden Fürstlichkeiten, die Minister, das diplomatishe Korps, die Spißen der Zivil: und Militär- behörden, der Oberpräsident von Kopenlzagen, die Bürgermeister von Kopenhagen u. a.

Heute vormittag empfing Seine Majestät der Deutsche Kaiser aus Anlaß Allerhöchstseiner Ernennung zum E Admiral eine aus Vertretern aller Dienstgrade bestehende Abordnung der dänisben Marine unter Führung des Vizeadmirals Uldall. Um 10!/2 Uhr fuhr Seine Majestät in Begleitung De E Hoheiten des Kronprinzen sowie. des Prinzen Waldemar von Dänemark und Seiner Hoheit des Prinzen Albert zu Shleswig-Hol- flein-Sonderburg-Glücksburg nah Roeskilde und legte dort am Grabe der Königin Luise einen Kranz nieder.

Amerika.

Der Präsident Roosevelt hielt vorgestern abend im „Auditorium Theatre“ zu Chicago _ eine Rede, die sich haupt- sählih mit der Monroelehre beschäftigte. Der Präsident führte, dem „W. T. B.“ zufolge, aus:

Die Vereinigten Staaten halten ihre Interessen in der diesseitigen Sphäre für größer als diejenigen irgend einer europäischen Macht daselbst überhaupt sein können, und ihre Pfli6t gegenüber sich selbst und ‘dèn schwäheren Nahbar- republiken verlangt von ihnen, darüber zu wachen, daß keine der großen militärischen Mächte jenseits der Meere in die Rechte dieser epublifen eingreife oder - die Kontrolle über fie erlange. Diese F verbietet daher nit nur die Zustimmung zur Gebietserwerbung, ondern veranlaßt die Vereinigten Staaten idi sich der Erlangung einer Kontrolle zu widerseßen, die in der Wirkung territortaler Vergrößerung gleihlommt. ies ist der Grund, warum die Ver- einigten Staaten an der Meinung festgehalten haben, däß der Bau des Jsthmuskanals niht dur eine ausländishe Nation, sondern durch die Vereinigten Staaten ausgeführt werden solle, die ih gewislenhaft und sorgfältig enthalten haben, den in Betracht kommen- n Schwesterrepubliken irgendweld)es Unrecht zuzufügen. Die Ver- einigten Staaten wünschen nicht, in deren Rechte auch nur ‘im sondern“ unter sorgfältiger Wahrung derselben

anal selbst nah Maßgabe von Bestimmungen ‘zu bauen, nah denen der Kanal \tets, sowohl im Frieden als im Kriege, von den Vereinigten Staaten benußt werden fann.

Mit Bezug auf Venezuela erklärte der Präsident:

Sorge der Vereinigten Siaaten ist es natürlich, ih nicht ohne Not in irgend einen Streit einzumisthen, soïern derselbe ihre Inlier- essen oder ihre Chre nicht berührt, und nit eine Big anzunehmen,

die irgend eine Macht vor einem Zwange s{chüßt, wenn die Ver- einigten Staaten nicht willens sind, die Streitsache derselben zu der ihrigen zu machen, sondern ‘aufmerksam Wache zu halten, daß keine Verleßung der Monroelehre \{tatifinde und keïne Erwerbung territorialer Rechte dur eine europäishe Macht auf Kosien einer {wachen Schwesterrepüblik, möge diese Grwerbung nun die Form “einer offenen oder eingestandenen Gebiet8wegnabme oder der Aus- übung einer Kontrolle annehmen, die in der Wirkung einer Besiß- nahme gleihkommt. Diese Haltung ist in zwei Memorandean aus- gesprochen : das erste derselben enthält ein Schreiben des Staats- sefretärs Hay an den deutschen Botschafter von Holleben, das zweite eine Unterredung zwischen dem Staatssekretär Hay und dem englischen Botschafter Sir Michael Herbert. Beide Schriststücke berichten, was meist bereits bekannt ist, nämlich die Versicherungen Deutschlands, daß es Zwargsmaßnahmen zur Sicherung der Zahlung seiner gerechten e aber keine Gebict8erwerbungen plane, sowie die rklärung Hays gegenüber dêm englischen Botschafter, daß die Ver- einigten Staaten, obgleich fie die Anwendung von Gewalt gegen mittel- oder südamerifanishe Ländec bedauerten, niht gegen Schritte Einwendung erheben könnten, die dazu bestimmt seien, Abhilfe für Verletzungen von Staatsangehörigen zu erlangen, vorausgesegt, daß feine Sebiet8erwerbung geplant e Beide Mächte versicherten mit ausdrücklichen Worten, . daß ‘sie niht die leite Absicht hätten, die Monroelehre zu verletzen, und diese Versicherung ist mit ehrenhafter Treue gehalten worden, die volle Anerkennung von unserer Seite verdient. Gleich- zeitig find aber Feindseligkeiten so nahe an d2.x Grenze unseres Landes au8gebrocen, so drohend mit der Möglichkeit fünstiger Gefahren, daß es unverkennbar die Pflicht der Vereinigten Staaten, nicht minder egen sid selbst als gegen die Humanität, ist, sich zu bemühen, diesen Seindjeligteiten ein Ende zu machen. Jn Uebereinstimmung damit aben die Vereinigten Staaten durch das Anbieten ihrer guten Dienste im Geiste aufrichtiger Freundschaft für alle Beteiligten, die auch schnell und von Herzen diesen Bemühungen entsprachen, die Wiederherstellung des Friedens erreich. Wir beabsichtigen nicht, irgendeine Stellung für uns in Anspruch zu nehmen, die unseren Nachbarn gerechten Anlaß zun Anstoß biéten könnte. Unser Festhalten an diesem Gese der Menschenrehte ist nit bloß ein Bekenntnis in Worten. Die Geschichte unseres Verfahrens egenüber Cuba zeigt, daß wir es zur Tat werden lassen. Die onroelehre ist fein internationales Recht, und wenn ih auch glaube, daß fie es eines Tages werden wird, \o ist dies doch nicht notwendig, solange sie den Hauptzug unserer auswärtigen Politik bildet und fo- lange wir den Willen und die Macht haben, ße durhzuführen. Jh Taúbe an die Monroelehre von ganzem Herzen und ganzer Seele und i überzeugt, daß eine gewaltige Mehrheit meiner Lands- leute ebenso denkt. Aber ih würde es viel lieber sehen, sie aufzugeben, als zu sehen, daß wir sie pflegen und mit ihr prablen und es dabei versäumen, uns eine wirkliche kriegerische Stärke zu schaffen, die do in leßter Instanz allein der Monroelehre die nôtige Achtung bei irgend einer starken auswärtigen Macht sichern fann, in deren Interesse es jemals liegen könnte, sie zu E Prahlerei und Aufgeblasenheit find unter den Nationen ebenso tadelns- wert wie unter Personen, und die Staaismänner eines großen Volkes find es ihrem gesunden Menschenverstande und ibrer nationalen Selbstahtung \{uldig, daß sie von fremden Mächten genau mit der Höflichkeit een! wie der brave, d felbst achtende Mann dies von seiner Umgebung tut. Aber wenn es au {lecht ift, zu prahlen, und wenn es auch noch s{chlimmer ist,

andere ohne Ursache zu insultieren, so ist es doch noch viel \{lechter als alles dies, sich der Prahlerei ibuldin zu maßen e O zu beleidigen, und“ wenn man dann vor den Beweis gestellt wird, ‘das Behauptete niht wahr machen zu können.

Der Präsident Roosevelt richtete dann an die Versam- melten den dringenden Appell, eine kräftige Marine zu schaffen, besprah in großen Zügen“ die Fortschritte, die die Marine in A men beiden Jahren gemacht habe, und {loß mit den

orten :

„Wir wünschen eine mächtige, starke Marine, niht für Zwecke des Krieges, sondern als sicherste Garantie des ea R wir eine solhe Flotte haben, wenn wir fortfahren, sie au8zubauen, dann können wir versihert bleiben, daß hinfort nur noch eine sehr geringe Möglichkeit von Verwickelungen für unser Volk besteht, und wir können auc - ebenso versichert bleiben, daß keine fremde Lat jemals sich mit uns über die Monroelehre auseinanderseten

ird.

Der deutsche Geschäftsträger Freiherr Speck von Stern- burg war gestern, wie „W. T. B.“ meldet, Ehrengast bei einem Bankett des Jachtklubs von Hartford im Staate e Be üg: Der Präsident des Klubs führte in seiner An=- prache aus:

„Es hat seine guten Gründe, daß wir die Flaggen Deutschlands und der Vereinigten Staaten mit einander vershlungen sehen. Wir freuen uns, Deutschland ehren zu können, dessen Wachstum und Fort» shritte denen Amerikas so sehr ähneln, während die Deutschen unsere fübnen, fähigen Rivalen in Handel und Industrie find. Wir glauken, daß der gegenseitige Wettbewerb friedlih und freundschaftlih ist und das auch bleiben muß.“

_Der Präsident kam dann auf das Amerika vom Deutschen Kaiser durh Bestellung der Jaht „Meteor“ zu teil gewordene Komoliment zu sprehen. Jndem der Kaiser seinen Bruder, den Prinzen Heinrich nah Amerika entsandt habe, habe er einen Gast geschickt, dessen Bewillklommnung äußerst herzlich ewesen sei. „Wir hoffen, ihn wiederzusehen; wir hoffen, daß fich die Beziehungen zwishen Deut}hen und Amerikanern noch herzlicher defalièn und daß die Freundschaft zwischen beiden Völkern fest und ewig L wird.“ Der Redner gedachte ferner der Ehre der Anwesenheit des Freiherrn Speck von Sternburg bei der Abreise des Präsidenten nah dem Westen und brachte - einen Toast auf Deutschland aus: eine männlihe Nation, groß und stark zu Wasser und- zu Lande, deren rapid aufblühende und kräftige Marine 4K wie ihre Armee Bewunderung und LUA der Amerikaner herausfordere; eine Nation, an deren Spitze der edelste Jachts- mann der Welt stehe.

Yrelherr Speck von Sternburg dankte in Beant- wortung des Toastes für die Deutschland erwiesene Ehre und führte weiter aus :

„Der Kaiser und Prinz Heinrich selbst sagen, es sei der kühne Wett- bewerb, der große Männer und große Rassen schaffe, der auch den Völkern Deutschlands und der Vereinigten Staaten so viel Gemeinsames gegeben habe, ‘vor allem die Liebe zur See und ihre Gefahren, welche manues-

Toaît auf Amerika aus, zur da land“, „republikanisches Amerika“, Armee“, und statt „edelsten Jahtsmann" „einen der größten Herrscher der Welt“ setze.“

aager

rüh in

Zorgestern überreichte Bowen einen britischen Protokoll. Dem Vernehmen na Geschäftsträger Freiherr Speck von Ster

mutige Rassen hervorbringen.“ Auch ih hoffe, daß die Beziebungen der beiden Länder“ enger und freundschaftlicher werden. - Deutschland verlangt nur „fairgplay“ und guten Willen. Jch hoffe, daß bei allen künftigen kommerziellen und industriellen Kämpfen dieselbe Liebe . zum fair play“ und fúc Gerechtigkeit wie bisber vorherrshen wird. Jh ringe nun den vom Herrn Feten auf Deutschland ausgebrachten

s an Stelle „Kaiserliches Deutschs att „großartige Armee“, „tapfere

Die Verhandlungen zwischen dem Gesandten Bowen und

den Vertretern der verbündeten Mächte über das

Se haben, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern ashington Un der englischen Botschaft begonnen. bänderungsvorschlag zum

a Bai der deutsche C nburg Anweisungen glerchlautend mit denen Sir Michael Herberts erhalten. Dec italienische Botschafter Mayor des Planes wird im Ein- lang mit dem englisch- eist Programm verfahren.

Nach einer in New York Oen Meldung aus Cap Haïtien hat der domnikanmsche Kreuzer -„Presidente“, der auf seiten des Generals Vasquez steht, am Mittwoch die Stadt San Domingo von neuem beschossen. Der General Vasquez fordert die Uebergabe der Siadt, die Aufständischen wollen jedoch Widerstand leisten. Wie aus San Domingo vom 31. März berichtet wird, sind in einem Gefecht bei Guerra, 20 Meilen von San Domingo, 146 Mann getötet. oder verwundet worden. Die Verbindungen im Jnnern snd unterbrochen. Der Handelsverkehr ruht vollständig.

Eine dem „Reuterschen Bureau“ zugegangene Depesche aus Carácas vom 31. März besagi: Der Kongreß habe in

geheimer Sipung den ' Präsidenten“ Castro ermächtigt, als außerordenilihe Maßnahme die Verpflichtungen aus den mit den verbündeten Mächten abgeschlossenen

Protokollen zu erfüllen, ohne daß der Kongreß jedoch den Protokollen die geseßlihe Genehmigung erteilte; hierdurch solle die Schaffung. eines Präzedenzfalles vermieden werden. Der Kongr habe sich sodann vertagt, um dem Widerspruch des entrüsteten Patristismus gegen die Prototolle Ausdruck zu geben. Der venezolanishe Senat habe die Ne- gierung ermächtigt, eine oder mehrere Anleihen abzuschließen, deren Ertrag zur Konversion der inneren und äußeren Schulden verwendet werden solle. Asien.

Da in Bangkok das Gerücht verbreitet war, daß ein Trupp siamesisher Soldaten bis Bosao, in der Nähe von Nan, vorgedrungen sei, nachdem er die Grenzpfähle um-

gerissen habe, erhob der französishe Geschäftsträger Dutasta, wie „W.. T. B.® berichtet, S nah der Bestätigung der Nachriht enérgisch Ein pruch bei

dem siamesishen Minister der auswärtigea Angelegenheiten.

Dieser ließ dem französischen. Geschäftsträger gestern erklären,

daß der Ae ai auf einem Mißverständnis beruhe, daß

die Grenzpfähle an ihren Plaß zurückgebraht würden und den

Soldaten telegraphish der Befehl erteilt sei, auf siamesisches

Gebiet zurückzugehen. | Afrika.

Nach einer dem „Reuterschen Bureau“ burg zugegangenen Mitteilung sollen dort Lab von Fiunlän dern vorliegen.

aus FJohannes- 30 000 Einwande-

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die gestrige Sizung des Herren- hauses wird wegen verspätcten Eingangs von Stenogrammen

erst am Montag veröffentlicht werden.

| äs -