1903 / 82 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Frankreich.

Der Senat hat si, wie „W. T. B.* meldet, am Sonnabend bis zum 19. Mai vate /

I ben en Sitzung der Deputiertenkammer \tand eine Vorlage zur Beratung, na< der Militärpersonen, die vor ihrem Dien tantritt bestimmte Befähigungen erworben haben und sih darüber dur< Zeugnisse von Schüten- oder Turnvereinen ausweisen Xônnén, einen Vorzugsanspru<h auf die Beförderung zu Unter- offizieren erhalten sollen. Cin Antrag auf Vertagung wegen der Nichtanwesenheit des Kriegsminislers wurde mit 279 gegen 244 Stimmen abgelehnt. Le Hörisss (Natio-. nalist) brahte* einen Gegenvorshlag ein, nah dem alle genügend ausgebildeten Soldaten na< viermonatiger Dienstzeit zu Unter- offizieren befördert werden können. Der L erihterstatter Berteaux bekämpfte den Gegenvorshlag; er führte aus, ‘die Regierungsvorlage solle keine8wegs8 ein Vorzugsrecht für die Mitglieder der genannten Vereine aaren, denn die zur Beförderung in Betracht kommenden Mannschaften

ätten stets zuvor eine Prüfung vor Offizieren der aftiven Armee ab- zulegen. Die Vorlage wurde lie angenommen. Im weiteren Verlau pellation, betreffend die Strafgericht Tagesordnung angenommen, in der der Regiérung Kenntnis nimmt, die unverzüglih jo abzuändern, daß den Angeklagten alle Garantien einer

uten Justiz gesichert seien; in der Tagesordnung heißt es weiter, das aus rene darauf, daß die Regierung alles tun werde, was zu ciner gedeihlihen Entwi>kelung der afrikanishen Kolonie beitragen könne. Bei der gestern im 4. Pariser Bezirk vorgenommenen Stihwahl zur| “Deputiertenkammer zwischen dem

Sozialisten Deville und dem Nationalisten Barrès wurde ersterer mit 5059 Stimmen genie, Barrès erhielt 4827 Stimmen. Nachdem das Ergebnis bekannt geworden war, zog eine große Men henmenge unter Hochrufen auf Deville vor das Gebäude der „Petite République“ und brachte dort Hoch- rufe auf die Republik und Schmährufe gegen die Geistlichkeit aus; ein ernster Zwischenfall kam nicht vor.

Bei der gestern im Departement der Hautes Pyrénées vorgenommenen Wahl zur Deputiertenkammer wurde der ministerielle Republikaner Fould, dessen Wahl für ungültig erklärt worden war, wiedergewählt.

Jtalien. Der englische Botschafter hat, dem „W. T. B.“ ufolge, am Sonnabend den stellvertretenden Minister des eußern Morin von dem bevorstehenden Besuch des nigs Eduard benachrichtigt und mitgeteilt, der Besuh werde offiziellen Charakters Jein.

E mit 514 gegen eine Stimme e der Sißung wurde cine Inter- e in Algerien, erörtert und eine das Haus von dem Versprechen Organisation der Strafgerichte

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zerstörung verwendete Dynamit aus dei

der leßten Brücken Auslande über As eingeführt worden sei. Die Pforte habe vertrauliche Nachrichten erhalten, daß die Komitees verschiedene andere Attentate, darunter au<h in Konstanti- nopel und Saloniki, planten. * Es seien deshalb ‘strenge Been und militäris<he Maßregeln erlassen worden. Die Verhängung des Standrechts in den drei Wilajets Uesküb, Monastir und Saloniki sei zwar erwogen, do bisher nit A worden. Der Soldat Jbrahim, der den russischen Konsul Schtscherbina verwundete, sei vom Kriegsgericht in Mitrowißa zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Î

Jn Mustapha-Pa a wurde am Freitag versucht, ein der Regièrung gehöriges Petroleumlager zu zerstören.

Serbien. ;

__ Der Minister des Aeußern Lozanits< und der Kultus- minisier Markowitsh haben wegen Meinungsverschieden- heiten in der Angelegenheit der Revision der Verfassung ihr Entlassungsgesuch eingereicht.

Der Ministerat beshloß, von der Verstärkung der Grenzgarnisonen und der Einberufung der Reserven bis auf weiteres Abstand zu nehmen.

Gejtern wurde in Belgrad eine Versammlung von Handlungsgehilfen, in der gegen die Verfügung der Polizei- behörde, baß die Handlungsgehilfen, wie alle anderen Bediensteten, Dienstbücher bei sih führen müßten, Einspruh erhoben werden [N polizeilih aufgelöst. Die e wollten

arauf vor dem Ministerium des Jnnern eine Kundgebung veranstalten, wurden aber von einer Abteilung Gendarmerie daran gehindert. Es kam zu cinem Zusammenstoß mit den Gendarmen, die von der Waffe Gebrau<h machten und die einige hundert Köpfe zählende Menge, der, si<h au<h etwa fünfzig Hochshüler angeschlossen hatten, auseinandertrieben. Mehrere Personen würden verwundet. Abends gegen 7 Uhr wiederholten sih die Kundgebungen der Handlungs- gehilfen und der Studenten. Zwei Eskadrons Kavallerie gingen “gegen die Nuhestörer vor und gaben angesichts der

erausfordernden Haltung der Studenten mehrere Salven ab. Die Zahl der Verwundeten ist noch nicht festgestellt.

Dänemark.

Seine Majestät der Deutsche es besichtigte am Sonnabend nah der Nü>kkehr von Noeskilde das neue Rathaus in Kopenhagen, wo Allerhöchstderselbe, wie „W. T. B.“ meldet, von dem Oberpräsidenten von Oldenburg und dem Erbauer

Der Senat hat vorgestern die Vorlage, betreffend den höheren A n Lee angenommen und fi< dann auf unbestimmte Zeit ‘vertagt. E

des Nathauses Nyrop empfangen wurde. Von dort begab Sich Seine Majestät in Begleitung Jhrer Königlichen Hoheiten des Kronprinzen und des Prinzen Waldemar von Dänemark in das Lichtkurhospital des Professors Finsen,

Spanien.

In Madrid veranstalteten am Sonnabendnachmittag, . wie „W. T. B.“ berichtet, die Studenten von neuem Kundgebungen. Sie durchzogen die Straßen unter den Rufen: „Es lebe die Republik!“, „Nieder mit der Regierung!“ und unter Absingung der Marseillaise und patriotischer Lieder. ‘Die Polizei feuerte mehrere Male auf die Menge, unter der fich au<h Frauen befanden. Man warf mit Steinen und Schmugtß nas der Polizei. Jm Verlaufe der Unruhen wurde eine Frau shwer verleßt. Gegen Abend kam es gu einem Zu- sammenstoß zwischen ungefähr 3000 Arbeitern und Studenten

Marmorkirhe bei. Majestät der Kaiser mit Zhren Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen Dänemark sowie Seiner Hoheit dem Prinzen Albert

der Patienten zeigten Unter den Patienten waren mehrere Deutsche, mit denen Seine Majestät Sich unterhielt. Um 4 Uhr fuhr Allerhöchstderselbe nah Schloß Rosenborg.

Gestern vormittag wohnten Jhre Majestäten der Deutsche Kaiser, der König von Dänemark und die Mitglieder der Königlichen A dem Gottesdienste in der

m Nachmittag begab Sih Seine

wo dieser und der Direktor T auen die Behandlung

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und dem Prinzen Waldemar von

S der Erkrankung des Präsidenten von Chile ‘ist der Premierminister Barros Luco mit dessen Vertrelung beauftragt worden. | :

Der Kaiser und die Kaiserin-Ne haben, dem „W. T. B.“ zufolge, am 2. Rupprecht und den i empfangen. Der Empfan

S von China . M. den Prinzen rinzen Georg von Bayern „der Prinzessin Rupprecht is iht genommen.

für den 18. April in Aus Afrika.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Galabi a haben die Engländer am 31. v. M. Galabi be- egt, ohne auf Widerstand zu stoßen.

Jn Algier ist ein Telegramm aus Nemours ein- gegangen, na<h dem sämtlihe an der Grenze ansässigen marofkanishen Stämme in der Nichtung nah dem Muja aufgebrochen seien, wo ein Kampf bevorstehe.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die 7. Sißung des Herrenhauses vom 3. d. M. befindet sih in der Ersten und Zweiten Beilage.

Nr. 15 des „Centralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 3. April, hat folgenden Inhalt: _1) Konsulatwesen: Bestellung eines Konsular- agenten ; Ermächtigungen zur Vornahme von Zivilstandsakten. 2) Zoll- und Steuerwesen: Veränderungen in dem Stande oder den Befugnissen der Zoll- und Steuerstellen; Aenderung der Aus- führungsbestimmungen zu dem Tabaksteuergeseße vom 16. Juli 1879. 3) Polizeiwesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Neich8gebiet.

Kunst und Wissenschaft.

Im Januarheft von „La Géographie“ gibt de Flotte Roque- vaire eine e Darstellung der Reisen des Marquis de Segonzac in arokfo. de Segonzac, der als Moham- medaner verkleidet reiste, hatte sih, wie der „Globus“ dieser Zeitschrift entnimmt, vornehmli<h die Aufgabe gestellt, das Forshungswerk de Foucaulds zu erweitern, weshalb er sih in erster Linie dem Rif und

dem zentralen Gebirgsmassiv zuwandte. Die Bereisung des Rifs führte de Segonzac Uësarer Sherifen aus.

in Begleitung eines in Fes wohnenden

Gr bra<h am 16. Marz 1901 von es auf und erreichte dur< die ärmlihen Gebiete der Hiaina und sul das neuerdings vielgenannte Tasa oder Tazza, das Zentrum des egen den Sultan gerihteten Aufstandes. Die Stadt ist ziemlich eruntergelommen und nur no< ein Ruinenhaufen, dank den Raub-

zügen der Riata. Das Flußtal des Msun und des Kert verfolgend, gelangte de Segonzac über Seluen, wo der Sultan eine Garnifon bält, nah Melilla, von wo er die Niffküste entlang westwärts bis zur Bai von Alhucemas ging. Stämme der Gelaia, der Beni Said und der Beni Urischschek

Die dort wohnenden berüchtigten

„Und der Polizei, der in einen wahren Kampf ausartete, bei | zu S@<leswig - olstein - Sonderburg - Glüc{sbur leben vom Fischfang, treiben gelegentlih etwas Seeraub und dem viele Nevolverschüsse abgegeben und nah amtlichen Fes s S becitgtarg Nah dem Qirtifüñge durch da sind im übrigen große Strandräuber. Hierauf wandte sih stellungeneint Person getötet undzahlreiche andere verleßt wurden. städtischen Behörden . fuhr Seine Majestät, von einer | de Segonzac überdie Gebirge nah Süden, zog im Uadi Uerera nah Die für Sonnabend abend einberufenen Versammlungen wurden in offenem Wagen | Westen und erreichte über Viuley Buchta, ein berühmtes, no< nie

:polizeilih untersagt. Auch gestern abend kam es zu Kund- ebungen. Als die Beteiligten sich auf der Puerta del Sol Fissegen wollten, zerstreute die Polizei die Menge.

; Sämiliche Universitäten in Spanien haben be- lossen, Ged S für die in Salamanca getöteten Studenten abzuhalten. Zahlreiche ‘Kränze sind von allen Seiten zum Leichenbegängnis der Studierenden geschi>t worden. Der Präfekt von Salamanca ist abberufen worden.

Jn Salamanca fand am Sonnabend unter zahlreicher Beteiligung das Begräbnis der bei den Unruhen getöteten Studenten statt. An der Feier nahmen Vertreter der Behörden sowie der Rektor der Universität teil.

Portugal.

Jn Liss abon fand vorgestern abend, wie dem „W. T. B.“ emeldet wird, eine Galaoper zu Ehren des Königs Eduard tatt. Gestern empfing der König auf der englischen Gesandt- schaft Ergebenheitsadressen von Abordnungen der “in Lissabon und Oporto ansässigen Engländer und fuhr dann mit dem König Carlos nah Cascaes.

Niederlande.

Die Zweite Kammer beriet am Sonnabend die Vorlagen, betreffend die Ausstände. Die - Mitglieder aller Parteien, die Sozialisten ausgenommen, sprachen sich, dem W T. B.* zufolge, für die vorges<lagenen Maßnahmen aus; ‘es sei nötig, den geordneten Gang der Rechtspflege und die Verkehrsverbindungen mit dem Auslande sicher zu stellen und fi gegen die das Land terrörisie-

# rende Partei der Unordnung ‘zu wenden. Der Ministerpräsident Kuyper befürwortete die“ Borlagen “in längerer Rede, -in der ér namentli auf die Gefahr hinwies, die aus Ausständen, wie denen der jüngsten Zeit, für den Dai des Landes uud im Falle einer Mobilisation sür seine Sicherheit entstünden. Die Rede des Ministers wurde mit Beifall und Zischen aufgenommen. Die Beratung wird morgen fortgeseßt werden. ¿

Türkei. ur Begrüßung ‘des Deutschen Kronprinzen und des R Lie deus von Preußen ist, wie „W. T. B.“ meldet, S. M. S. „Loreley“ mit dem Kaiserlichen Geschäftsträger Freiherrn von Wangenheim und einigen Herren dè¿r Botschaft sowie die türkishe Jaht „Fuad“ mit einer türfishen Mission unter Führung Turkhan Paschas an Bord vorgestern nah den Dardanellen abgegangen.

Gegenstand der Audienz des österrei O rh Wee Botschafters Freiherrn von Calice und des russischen Bokt- schafters Sinowjew am 3. d: M. waren, dem “,„W. T. B.

Zufolge, die Dynamitattentate auf die Bahnen und die Er- eignisse im Wilajet Uesfküb sowie die notwendigen Maßnahmen ur Sicherung der Bahnen und Unterdrü>ung der reform- Miiblhen Bewegung der Albanesen im Wilajet Uesküb.

Der Zweite Dragoman der russishen Botschaft Mandelstam ist als Gerent des russischen Konsulats nach Uesküb entsandt worden, weil der dortige russische Konsul Maschkow die Leitung des russishen Konsulats in Mitro- wißa übernommen hat.

Das Wiener „Telegr.-Korresp.-Buxeau“ meldet aus,

jehiees en Menschenmenge begrüßt ,

Schlosse. Unter die von Seiner

S Seine Mazestät sprach hierbei seine Befriedigung

laggen reihges<hmüd>ie Siadt nah dem Führg des Kammerhercn Meldahl wurde tajestät geschenkte Kopie des Grabdenkmals

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riedris I., das sich in der Domkirche zu Schleswig befindet,

über die Aufstellung des Geschenkes aus. An einen Rund-

gang dur die Zimmer des zweiten Sto>kwerks und durch den

Rittersaal reihte si< die Besichtigung der Schloßkirche.

Um 5 Uhr Nachmittags kehrten Seine Majestät nah Kopen-

hagen zurü>. Nach der Tafel bei Seiner Majestät dem König Christian fuhr Seine Majestät der Deutsche Rüifet, begleitet von dem König, von sämtlihen Prinzen und Hofwürdenträgern und Vertretern der Marine, kurz nah 9 Uhr Abends zum Zollamtsplaß. Bei der Abfahrt vom Sc<{loß Amalienborg und bei der Ankunft auf dem Zollamits- plaß wurde Allerhöchstderselbe von der Menge mit Hurrarufen begrüßt. Um 91/2 Uhr begab Seine Majestät Sih unter dem Salut der Forts undder Kriegsschiffe an Bord der „Hohenzollern“, wohin Allerhöchstdenselben der deutshe Gesandte von Schoen begleitete. Heute früh um 71/4 Uhr hat das deutshe Geschwader die Nü>kfahrt nah Kiel angetreten.

Amerika.

Der Präsident Roosevelt besuhie am Freitag in Milwaukee den dortigen deuts<hen Klub, wo er feierlich empfangen wurde. Auf einen vom Vorsißenden des Klubs ausgebrahten Trinkspru<h erwiderte der Präsident mit einer Anspralhé 7 n: her erwie „W. T. B.“ meldet, etklärte, : es sei sein“ Ziel, den Frieden im Jnlande und Auslande“ aufrecht zu erhalten. Am Sonn- abend traf der Präsident in Minneapolis ein. Jn ciner Rede, in der er die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu Cuba erläutert hatte, kam der Präsident auf die Zolltari f- frage zu sprehen und sagte: N

Die Regierung der Vereinigten Staaten, die die Interessen aller Bevölkerungsftlassen wahrzunehmen habe, könne es nit für ratsam halten, das bestehende System aufzugeben. Es e ihr Ziel sein, die Schußzollpolitik . aufre<t zu erhalten, wobei aber, wenn notwendig, einzelne Zollsäße abgeändert werden Ffönnten. Amerika stehe in der ersten Reihe bei dem internationalen industriellen Wettbewerb und dürfe niht dur< einen Aft der Torheit die Stellung, die es si< im Triumphe errungen habe, preisgeben.

Das „Reutershe Bureau“ meldet aus Washington, der Gesandte Bowen habe mehreren Aenderungen im Wortlaut der Protokolle zugestimmt; erc verhalte sih jedo< ablehnend gegen ein von-den Verbündeten vorgeshlagenes Amendement,

von Guropäern besuchtes Heiligtum, am 13. Reise richtete sich in das zentrale Marokko und ins Gebiet der un- (ugen Berberstämme.

April Fes. Die zweite

Nach einer Untersuchung des für Europäer

nzugänglichen Dschebel Serhun, wo er die Reste eines starken römischen

Lagers ausfand, überstieg de Segonzac auf dem Wege nah Süden den mittleren Atlas, umging den von NRohlfs beschriebenen See Sidi Ali, freuzte das Uadi Mluia und erstieg den 4250 m hohen Ari Aiash, den

sten Gipfel des großen Atlas. Dann zog de Segonzac im Uadi

bd Metan über Misur nah Nordosten und s<ließlih über die Ketten des

mittleren Allas nordwärts nah Tasa. Endlich unternahm de Segonzac bis zum 1. September 1901 von Tasa einen Vorstoß nah Südwesten zum oberen Uadi Sbu. Die Aufnahmen des Reisenden umfassen 3200 km meist no< unerforshter Wege; 39 Längen und 37 Breiten hat er astronomis< bestimmt. Fauna, Flora, Geologie und Ethno- graphie sind ebenfalls gefördert worden. Zur Zeit ift de Segonzac mit der Herausgabe eines umfangreichen Werkes „Voyages au Maroc“ beschäftigt, von dem der erste Band den Reisebericht, der zweite die naturwissen\schaflihen Ergebnisse und der dritte die Karten im Maßstab von 1 : 250 000 enthalten wird.

Theater und Musik.

Buntes Theater.

Mit der Darstellung von Carlot Reulings Schauspiel „Das Stärkere* ist am Sonnabend im Bunten Theater ebenso wenig ein nennenswerter Erfolg erzielt worden, wie vor Jahren bei der eigentlihen ersten Aufführung im Schillertheater. Ein Kampf, wie ihn in diesem Werke das Pflichtgefühl und die Gerechtigkeit mit der Liebe und Iugendsthnsucht führen, darf ni<ht nur P e verans<hauli<ht werden ; -das Herz muß seinen lebendigen Anteil daran-haben. Diete Forderung tritt no<_ mächtiger hervor, wenn folhe/Sfürme die Seele eines Pfarrers, des Verkündigers christlidzer Nächstenltebe, aufwühlen. Es ist áber selten ein stärker Herzshlag in der lug durhdachten Handlung zu verspüren. Eine rechte Teilnahme an den Vorgängen vermochte deshalb bei den Zushauern ni<t aufzukommen, und die geringe Anregung, die hin und wieder si fühlbar machte, wurde dutch die didaktische Färbung des Dialogs abges<wächt. Das eigentliche Problem des Schauspiels interessierte troßdem. Die viel gepriesene Freiheit, das persönliche Glü> rü>si<tslos an fi zu reißen, wird

ier bestritten und einer anderen Freiheit eopfert, welche die Wohl- fahrt der Gesamtheit an die Stelle des Glü>s des einzelnen seßt." Der junge Pfarrer entsagt seiner Neigung zu der hohgesinnten Frieda und führt seine ältlihe Sophie heim, die seines Studiums wegen Jugend und Vermögen ge hat. Dafür erkauft er sich ihr und ihrer Familie gegenüber unbeschränkte Freiheit int der Ausübung seines Amts. Die Wirkung des an si son nicht sêhr lebeits- kräftigen Stü>ks shruntpftè unter der sehr mäßigen U

im al emeinen, und der der Hauptrolle, des Ptarrers Zohannes,

im Paluidd, mehr als nötig zusammen. O (Pfarrer) “führte den Dialog mit großer Unsicherheit Un, ibt eholfenheit dur; sein wenig modulationsfähiges Organ S x für zarte Seelenregungen niht den entfprehenden Ausdru> finden.

ebenso gegen die gus einer Klausel in den Artikel 1 der Protokolle, daß das Haager Schiedsgericht bei der Entscheidung der Frage der Vorzugsbehandlung no<h auf andere Hilfsquellen Venezuelas als die festgelegten 30 Prozent der Ha Bedacht nehmen solle, die zur De>kung der Ansprüche der übrigen Nationen verfügbar sein fönnten.

Aus San Domingo Tut General Vasquez habe die Aufständischen in einem mehr- stündigen Gefeht ges<hlagen und stehe jeßt vor der Haupt

Konstantinopel, es lägen verschiedene Beweise vor, daß das bei

stadt. Er habe die Aufständischen Doe sih zu ergeben, widrigenfalls er mit Geivalt in' die Stadt dringen werde.

E - rt die „Agence Havas“, der fiebt

“Kammerdiener für seine8gleihen gehalten und in die der Dienstbotenstube eingeweiht. Herrschaften ihrem Gesinde erscheinen, gibt dem

i en Wesel (Sovhie) und Ewers (Frieda) konnten schon eher i A E eel A Nebenrollen beseßt: die der alten

farrerêmutter dur< Frau Wiêmar und die eines alten Holzha>ers dur< Herrn Frische. Mehr Leben und Bewegung atmete das einaktige Tie „Vor dem Gefindeball“ von Max ollacze>. Ein junges aristokratis<es Ehepaar, das im Begriff den Gesindeball zu besuchen, und bereits entsprehend

gekleidet is, wird bon einem zufällig ersceinenven „NEUS i Ucht, in dem vie

Das sonverdortens Ghepaar zu M

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