1903 / 96 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

1 errihtende katholisGe Pfarrgemeinden beruben auf einer ge- meins<aftli en Grundlage. É bandelt sih dabei um Außere An- gelegenheiten der katholishen Kirche, die in gleicher Weise in der evangelischen Kirche geregelt sind. Bei der Einfachheit der Nechtslage halte ih eine Kommissionsberatung für überflüssig.

Abg. Dr. Porsch (Zentry: Es handelt sih um parochiale Ver- bände, die zur aus8gleichenden Gerechtigkeit in Ortschaften mit ras< anwachsender Bevölkerung errihtet werden können. Auf eine kom- missarishe Beratung können au< wir verzichten.

Damit schließt die Erörterung. :

Der Gesehentwurf wird in erster und zweiter Beratung angenommen. i

Es folgt die erste und zweite Beratung des Geseß- entwurfs über die Bildung kirchlicher Hilfsfonds für neu zu errichtende katholishe Pfarrgemeinden.

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studt: Auch dieser Geseßentwurf is aus einem Bedürfnis hervorgegangen. Die katholische Kirche soll die gleihen Rechte erhalten, welche die evangelische besitzt. Es handelt sih um einen Ausgleich.

Abg. Dr. Porsch: Wir stimmen dem Geseßentwurfe zu, ohne eine Kommissionsberatung für erforderlich zu halten.

Damit {ließt die Erörterung. /

Der Geseßentwurf wird in erster und zweiter Beratung angenommen. : :

Alsdann seßt das Haus die am Mittwoch vertagte erste Beratung der Gtr e des Abg. Kirsch- Düsseldorf (Zeutr.) und des Abg. von Wenßgtel-Belèncin auf Annahme von Gesehentwürfen zur Abänderung des Einkommensteuer- geseges vom 24. Juni 1891 fort. ;

ie beiden Anträge bezwe>en eine Erweiterung der Ab- ugsfähigkeit von Aufwendungen bei der Veranlagung zur Einkommensteuer. ]

Da keiner von den noch gemeldeten Rednern anwesend ist, erklärt der Präsident die erste Beratung für erledigt.

(Schluß des Blattes.)

sundbeitsamts* vom 22. April hat folgenden Inhalt: Personal- nare “Gesundheitsstand und gs Volkskran S Fetuweilige Moßregeln gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. eseßzgebung usw. (Deutsches Reich.) Süßstoffe, Ausführungs-

Nr. 16 der „Veröffentlihungen des Kai elt: Per Ge-

besti en. Schlachlvieh- und Fleis<hbes<au. LTrichinen- sdauee E G eiafabe (Preußen.) Prüfung der Dege ilfen und Masseure. Fleishbes<hau. (2 eg.-Bez. Po en.) us- übung der Geburtshilfe. MRindviehuntersuhungen. (Baden.) Apotheken (Sachsen-Weimar.) Wein. (Lübe>.) Schlachtvieh- und Fleishbes<hau. Trichinenshauer. (Desterreih.) After- hebammenunwesen. (Belgien.) Abdeereibetrieb. Tier- leihen. (Luxemburg.) Süßstoffe. (Siam.) Quarantäne.

en Reiche, 15. April. Desgl.

S ierseuhen im Deut Gang der Tierseuh Desgl. in Dänemark, 1901.

in Bosnien 2c., 4. Vierteljahr 1902.

Desgl in Rumänien, 4. Vierteljahr 1902. Vermischtes. Preußen. Breslau.) Kanalisation, 1901/02. (Bayern.) Vieh- versicherung, 1901/02, (Baden, Oesterrei, Rußland.) Geheim-

mittel 2c. Geschenkliste. deutshen Orten mit 49000 und größeren Städten des Auslandes.

Wodhentabelle über die Sterbefälle in mehr E anen. E lean in e n Erlirankfungen in Krankenhäusern deutscher t —- Deteigen in deutshen Stadt- N geen bezirken. Witterung. Beilage: Gerichtliche Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege (Krankenwesen).

Nr. 32 des „Zentralblatts der Bauverwaltung *, heraus» Arbeiten, vom 22. April, bat

en im Ministerium der öffentlichen 0 ret Inhalt: Ist die zerstreute Bauart der Krankenhäuser ein rfordernis? Vermischtes: Preisausschreiben für Linoleummuster. Neuer ostasiatisher Freihandelsbafen Dalniï. Büchershau. Neu ershienenè, bei der Schriftleitung eingegangene Bücher.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Ergebnisse der Viehzählung.

i isse der Viehzählung vom (1. Dezember 1900 im Deutschen rae jet vom Kaiserlichen Statistif<hen Amt (Gr-

ä f 1. „Vierteljahrshest zur Statistik des Deutschen Relchg Wiüigang 1903) veröffentlicht worden, nachdem die haupt-

ählungsergebnisse über Stückzahl Verkaufswert „und eben ff das Beri im Gen a e Oa

idanzeigers* vom 27. Januar 1902, n V 1 gan N Nei aber Im 1, „Vierteljahröheft 1: St: d: D. M 1902, S. 238 45, mitgeteilt waren. Vem umfassenden e L en- werk it eine mit vielen Zahlenübersihten ver E E n borausgeschi>t. Die beigegebenen 8 kartographischen an A gen sind nah einem neuen, der Allgemeinen Stereotypieanstalt in rup patentierten Typendru>kverfahren hergeitellt. Die Giuieihng g rid Bild der Entwickelung t ats E E de Diet S er deutschen Viehzuht auf Grund der E ra lb: Viehzählungen von 1873, 1883, 1892 und 1900. Dic a lien dählungen von 1893 und 1897 sowie die mit den landiviri! af ichen Betriebszä en der Jahre 1882 und 1885 verbundenen Crhebung des Laie flichen Mu viebs sind dabei als erwünschte Kontrolle der Entwi>kelungütendenz mitberücksichtigt.

Gezählt wurden am T Sis . Januar 1. Dezember 1. Dezembe 10. Feger, 10: 583 1892 1900

1373 | 92 Pferde E 368 931 3622545. 83836273 4195361 aulti d : tau lfel E 1 626 1 009 383 Z 649 Esel ¿7 ALAORO 8 786 6 320 „7199 Rindvieh , . . 15776702 15786764 17555 834 18 939 692 She - G Tami 10 48 1887 0ls i 08 : S ; 2380 002 2640994 8 091508 83 266997. Wenn man die Stückzahl des Vichbestandes zur Gesamtfläche

Und zur Bevölfkeru ng des Reichs ins Verhältnis seyt, so erhält man

folgende Ziffern :

Es kaen 7g 1883 1892 1900| 1873 1883 1892 1900

1 qkm auf 100 Einwohner 6,2 a T1 R E Mel 1,8 ed

erde E aultiere, Maul-

2 0,01 0,01 | 0,03 0,02 0,01 0,01 wi 02 202 25 000 (884 242 22 M8 S L Aa R D L 17, 9 42,00 27,5 17, Süueine 4183 170 995 31,1 |17,4 20,1 24,6 29,8 Blegen, 0 ane 49 e Q A L l S

ü ü> zahl betreffenden Einzelheite l auf E E Bat det verwiesen werden, das zum Latenpreise

bon 1,59 u<handlung (Verlag von Puttkammer u. E U A um die Zusammenseßzun a x [tersfsassen (Verj üngung des Nindvich- und Schweinestapels) un na< Verwendungs: owie um die Verteilung der Bestände auf die hersiebenen eb ietsteile des Reichs und den Nachweis der ird iu sebezirke. Einzehen dere Nahhweisungen über die Gin- und Au de uhr sowohl an lebendem Vieh als auch an sonstigen N der Viehzucht sind der Besprechung einge!ügt. Was die Ermittelungen did ebendgewihts anlangt, so lassen si folgende Zahlen ver- en:

Durc{schnittlihes Lebend

t

gewicht eines Stü>es in kg: 3 18

Rindvieh: E L Kälber, E niht 6 Wogen alt. . D 200 20 «„ 6 Wogen bis 6 Monate alt . e A) So, 4 Dis 2 Zahre alt... & . , 210.:,9219- 930 tiere und Ochsen, 2 Jahré alt und älter 466 497 531 Kühe, 2 Jahre alt und älter... . , 380 416 443 Schweine, 1 Jahr alt und älter 4 410 119 6 Auch die bei allen Viebgattungen abgesehen von Bienen und Federvieh geschäßten S Ba en fast dur<weg eine niht unerheblihe Steigerung erfahren. Sie betrugen für das Reich: 1883 1892 1900 Werte in 1000 „%« Pferde «. « * « 16786617 18817989 2982352063, Maultiere u. Maulesel 223,85 103,81 230,68 U L 766,31 567,75 733,83 Nindvieh : 3 074 264,2 3 547 321,6 4 182 2482 Schafe. 306 582,8 217 748,2 194 812,2 Schweine . 476 698,5 684 653,4 913 712,8 Ziegen . 39 660,3 48 042,2 54 565,0 Im ganzen . 99768077 63802359 7698 366,3.

Auch hier sei auf das Quellenwerk verwiesen, da cinige heraus- gegriffene Zahlen nur ein shiefes Bild geben würden. s An Federvieh sind gezählt worden: 6 239 126 Gänse; 2 467 043 Enten; 55 395 837 Hühner; 351 165 Truthühner; 120071 Perl- hühner; zusammen 64 573 242 Stück. An Bienenstö>en wurden im Deutschen Reich ermittelt: 1883

900 1892 1873 Stüd> überhaupt . 2605350 2034485 1911797 9 333484

darunter mit beweg- lihen Waben wv. H. 442 31,3 19,3 12,6.

Zur Arbeiterbewegung.

In einer gestern mittag abgehaltenen, stark besu<ten Versamms- lung der ausftändigen Berliner Stud>ateure (vgl. Nr. 94 d. BL) wurde, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, festgestellt, daß bis jegt am Ausstande si 804 Arbeiter in 94 Betrieben beteiligt haben. Im Ausstande befinden s{< no<h 501 Arbeiter in 51 Geschäften. Die Versammlung nabm eine Erklärung an, in der fd die Ausständigen verpflichten, unter keinen Umständen die Arbeit früher wieder aufzunehmen, als bis der Tarif dur< Unterschrift genehmigt ist. Die Kutscher der Milczentrale find gestern früh in den Ausftand getreten, weil ein - Arbeiter von der Direktion entlassen wurde. Die Kutscher verlangen den

Wiedereintritt des nah ihrer Behauptung widerre tlih Ge- maßregelten. Die Militäreff ektensát tler es nach dem „Berl. Lok. - Anz." wegen Durchführung der folgenden

Forderungen das CEinigungsamt des Berliner Gewerbegerichts ane gerufen: 1) Anerkennung eines Minimalaccordtarifs; 2) Neunstunden- tag; 3) 10 9% Lohnaufshlag für Ueberstunden; 4) Einschränkung der Heimarbeit; 5) Beseitigung der Zwischenmeister; 6) „Spandauer Arbeit", die auswärts gefertigt wird, soll mit den Löhnen der „Artilleriewerk stätten“ bezahlt werden. Das Einigungsamt hat von der Anrufung den Arbeitgebern behufs entsprechender Stellungnahme Kenntnis gegeben.

en Gewerbetreibenden in Iserlohn ist, wie die „Rh.-Westif. Ztg.“ erfährt, auf das an die Regierung eingereichte Vermittlungs- fe uh in der Ausstandsangelegenbeit (vergl. Nr. 88 d. Bl.) E Antwort gegeben worden: „Die angestellten Ermittelungen baben ergeben, daß die O eraumt der bedauccliherweise ge- scheiterten Einigungdversuche keine Aussicht auf Erfolg bietet. Weder die Arbeiterschaft no< die Arbeitgeber baben einea dabin gebenden Wunsch zu erkennen gegeben, ebenso fehlt na dem Sweitern der bisherigen Verhandlungen eine Grundlage für Anbahnung eines Ver- eds, Zu meinem Hedauern bin ih

er zur Zeit nicht in

age, Ihrem Antrage weitere Fo zu as e gelt nid aver selbst ist zu ten, daß no<h et am werden. liena Wchwene wird in den Verfammlungen um Sa Aben gebeten.

Der Ausstand der Fuhbrleute in Elberfeld (vgl. Nr. 93 beendet - worden. Die Aibrlob gEide ¿nas Unge itszeit en wi é e Fu a elfstün e und einen indestlohn von 24 M für die Woche eg t. Nach

einer vor dem Gewerbegeriht als Einigungsamt abzehaltenen Be- spre<ung zwischen dem Vorstande des Vereins der Fuhrwerksbesißer und der Streiklommission, sowie nah weiteren Verhandlungen beider Parteien wurde vereinbart, daß den Fuhrleuten bet der Einftellung ein

indestlohn von 20 46, steigend von Halbjahr zu Halbjahr um je 1 M bis auf 24 X gezahlt werden soll. Die Arbeitszeit wurde für den Sommer von 6 Uhr früh bis 5 Uhr Abends, für den Winter von 7 Uhr früh bis 8 Uhr Abends mit zweistündiger Pause festgeseßt. Unter diesen Bedingungen haben die Fuhrleute die Arbeit wieder auf- genommen. Etwa 40 Ausständige haben keine Arbeit mehr erhalten, weil für sie schon glei<ß na< Beginn des Ausstandes Ersaß von aus-

ärts gekommen war. : EN Wie die „Krefelder Zeitung" meldet, bes{<loß gestern nahmittag eine Versammlung der Fabrikantenverbände in Crefeld, die zum 4. Mai verhängte Sperre aufzuheben, nahdem die Arbeiter der Firma H u. Co. die Arbeit wieder aufgenommen

val. Nr. 92 d. Bl.). -

dias Holland foll dem Vernehmen des „W. T. B. nah der dur< die Ausstände gestörte regelmäßige Dienst bei der Staatseisenbahn efellf<aft morgen, Sonnabend, wieder auf- genommen werden. (Vergl. Nr. 93 d. Bl.)

Kunft und Wissenschaft.

n der am 16. April abgehaltencn Sißung der ph yfikalis<- ref Klasse der Königl iren Akadcmie der Wissenschaften las Herr O. SEE Fel über neuere Ergeb- nisse der Keimblattlehre. Die besprowenen gele sind herbeigeführt dur< Untersuchungen, die in ten leßten Jahren

bei den verschiedenen Klassen der Wirbeltiere von dem Vor- tragenden und anderen Forschern angestellt worden sind. Bei der Entwi>kelung des inneren und des mittleren Keim-

blattes erörterte der Vortragende die Verehtigung der Gastraea- und Coelomtheorie; zulegt giug ct no< auf die Nolle ein, weiche der Urmund bei der ‘ersten Anlage der Nü>enorgane des Embryos und bci seinem Längenwachstum spielt. Herr Frobenius legte eine Arbeit iber die Theorie dexr hyperkomplexen Größen vor. Ein System hyperkomplexer Größen wird ein Dedekindsches genannt, wenn seine parastrophe Dceters minante für die Spur der carakteristischen Determinante von Null verschieden ist. Der Exponent der in der leßteren Determinante enthaltenen Potenz einer Primfunktion ift dem Grade der Funktion

leich. Jedes solche ‘System zerfällt in so viele einfahe Systeme, als Fine Determinante verschiedene Primfaktoren enthält. Jedes System byperkomplexer Größen is einem Dedekindshen homomorpb, dessen Determinante dur< jeden Primfaktor der Determinante tes gegebenen Systems teilbar ist. Herr Warburg überreichte eine Mitteilung des Professors E. Cohn in Straßburg über Metall optik und Marxwellshe Theor ie. Die Versuche der Herren Hagen und Rubens über das Reflerionevermögen der Vetalle für Wärme trahlen werden auf Grund von Gleichungen, wel<e der Verfasser in seinem Werk über das elektromagnetishe Feld abgeleitet hat, erklärt und diskutiert.

an 400 ün tarke des Dartus Kodomanus a tellt te nur in « anes L furzen Sâufe fladbe Ufer, e s terid s Gebirge

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Verse 1154 bis 1162 sind vom Dichter in leßter Stunde zugeseßt; wia pin it. ward E l es in Pr 4) S fon- ern von Dienerin, so ravourstü> eines i

Schälheit der Handlung verdete. ues E

__ Vom 20. bis 22. d. M. fand in Berlin die jährlihe Gesamt- fißung der Logiidre t

entraldirektion des Kaiserlihen Ar<âo- hen Instituts statt. Außer den in Berlin ansässigen nahmen als Mitglieder daran teil die Hecren Michaelis-Straßburg, Puchstein-

reiburg, Wolters-Würzburg und, an Stelle des verstorbenen tner neugewählt, Herr Loesh>e- Bonn.

A. F. Von den Ergebn phishen Studienreise in richtete in der leßten Sitzung der Ge ¿. D. A: Janke. Die Reise ve Erforschung der beiden S<hlachkfe bei Jus (November 333),

ey einer historis<-geogra- einasien im Jahre 1992 be- sells<haft für Erdkunde Ober olgte eine dreifahe Aufgabe: d der am Granicus (Mai 334) und die Aufnahme eines vom Ala-Dagh im

bohen Taurus herabkommenden Flusses, über dessen Ver- hältnisse, da er das Gebirge zweimal durhbri<ht und wabrsceinlih an einer Stelle untecirdis< ftrôömt, nate Nachrichten bisher fehlten, und die Aufnahme jener S Taht- felder na< ihrer vorgehenden Feststellung. Mit Ausführung der geographis<en Aufgabe beweist. der Vortra eit

lufgabe | ende seine Erkennt! a egen die Gesells<aft für Erdkunde, die ihm aus der Karl Ri ter- tiftung einen Reisezushuß gewährt hat. Es ift eine große Anzahl von Blättern in vorzüglicher Ausführung, die der Gefells über-

reiht und später in den interessar.testen Aufnahmen au<h als Licht-

bilder gezeigt wurden. , Der Fluß, dessen Lauf sie darstellen, ist der Korkum Su, cin Nebenfluß des Tschakyt, der in den Seikun fällt, welher \si< in der Nähe von Tarsus gegen- über von Cypern in das Meer ergießt. Für die anderen

beiden Aufgaben entbehrte der Vortragende zu seinem Bedauern des sahkundigen Beistands eines Historikers und Archäologen ; egen waren ihm. 2 als Topographen ausgebildete Offiziere des Generalstabs und ein dritter Offizier beigesellt worden, mit deren Hilfe die farto- graphishen Aufnahmen in verhältnismäßig kurzer Zeit gelangen, troßdem die Aufgabe erleichternde Vorarbeiten, u. a. eine genaue geometrishe Aufnahme des Küstenstrihs im Süden Vortderasiens, gänzlich fehlten. Da das Schlachtfeld am Granicus im Nord- westen der Halbinsel liegt der Graricus, jeßt Tschan Tschai genannt, kommt vom Gebirge Joa und ergießt e in das Marmara- meer, das Shlachtfeld von Iffsus aber im äußersten Südofsten, nämlich an der Ostküste der Bai von Alexandretto, \o erforderte bie Eelte Aufgabe die Durchquerung ganz Kleinasiens, welche die xpedition von Südost nah Nordwest vornahm, also in der um- gekehrten Richtung des Kriegszuges Alexanders. Der Vortra ente wußte später aber, bei Vorzeigung der Lichtbilder, sehr aes<idt die Illusion zu erbalten, als foigten die Zuschauer dem mazedonischen Eroberer auf seinen Spuren. Die Reise ging von Smyrna aus zu Schiff nah Rhodus, wo in der Riiterftraße ktie Reste der Nitterherrlihkeit aufgesuht wurden, von hier zu Sf nah e und zu Roß nah dem etwas landeinwärts gelegenen Adama. tah einem Ausflug zu den Ruinen von Pompejopolis, wo bon den 40 prächtigen Säulen, die vor nicht langer Zeit no< gezählt wurden, nur mehr 26 aufre<ti\tchen, kehrte man na<h dem Hafen von Mersina zurü. Cine Nachtfahrt zur See führte na< dem vor- lâufigen Ziel der Reise, na<h Alexandretto, in dessen Nähe das Sthlachtfeld von Ius liegt. Einen Ort, dex Ius hetßt, ibt es niht mehr, au<h feinen mit verändertem Nawen, ter | Ius eet hes fênnte. Man überzeugte h au sebr bald, daß die gescihtlihen Nachrichten über das Schlachtfeld und der ean dex Sélacht, bie wie ven Felliihenes als Hätgenofsen, sowie Auf urtius8, r und vor allem von an

lebten, besitzen, in Sve Dibate (mati f De, gls

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könne, man dafür gehalten hatte, sondern ctwas 1

dessen Ufern das angeblich

eingesdnitten. egen paßte alles treffli< zu einem Fluß, der bei den Alten Pinarus hieß, jeßt Deli Tshai genannt wird, der flache Ufer hat, 9 m breit und zu jeder Zeit zu durhwaten ist, und bei nähéêrer Unterfuhung fand sih au< die von den Geschichtschreibern erwähnte Lehmwand am nördlichen Ufer, auf die der entscheidende Angriff der mazedonischen Phalanx gerichtet war. Diese Feitstellungen find im besten Einklange mit dec dige von drei Pässen, die sowobl für den Anmarsch der Perser als für ihren Rückzug in Betracht kamen.

Der eine derselben, der Bailarnpaß liegt in einer Höbe von 680 m. Von der Höhe genießt man einen großartigen Bli>k auf die Ebene von Antiohia und das Tal des

Karassu. Der von Strabo „Pylae Amandinae* genannte Paß wird vollständig abgesperrt durch ein einziges Tor, das gewissermaßen zwischen bie Felsen eingeklemmt ist. Doch nicht dieser P3ß mit seiner großen Enge kann in Betracht kommen, sondern ein zweiter, dem Schlachtfelde näherer, der Toprak Kalesupaß, der in einer 250 m breiten Lücke zwishen den Bergen besteht und den Aufmars< großer Heermassen Géfiatttte hn benußte der Laa aus zum Rü- zuge. Im übrigen ist die oben verzeichnete persische ruppenmacht er- fichtli viel zu hoh gesbäßzt. Alexander hatte 42009 Fußgänger und 9000 Reiter zur Stelle. Wenn die Persermacht 60 000 betrug, so ist èas alles, was auf der engen Küstenebene von I}us zur Entfaltung fommen konnte. Ein dritter Paß endli< war in dec Ebene, auf dem Wege von Jus nach Alexandrette. Er wird {on von Xenophon bei Ge- legenhcit der Beschreibung eines Kriegszuges des j n Cyrus erwähnt und beftand aus zwei Mauern von 1 km Länge re<ts und links eines Küsienflusses, der die Grenze zwischen Cilicien und Syrien bildete. Mauern sind an diescr Stelle no< vorhanden, aber aus spätrôömisher Zeit. Vermutlich hatte der Perserkönig auf die damaligen Mauctn gerechnet, um Alexander den Marsh nah Norden zu veclegez : der legtere aber, den Darius no< kcank in Tarsus wähnte, griff früher an, als die Perser gere<net hatten. Von Alexardrette aus erstiegen die Reisende den Taurus, der in feinen größt-n (Er- hebungen 3500 m erreiht, und passierten thn in ciner Paßt öbe von 960 m. (Diesem Teil der Reise gehört die oben erwähnte geographi\he Aufnahme an.) Sie fanden das Gebirge \höner bewaltet dis fe 6, wärtet batten, und Föhren rie Ced:rn von statt!ichstem Wuchs A, des E wurde zu der großen Salzstepye abgestiegen, t roßen Teil Innervorderasicns cinnimmt und N bitlib bid tum ae at us Gjôll3-Sal see westlich bei Koniah, demalten Iconiu b F n würde sich indessen eine falsche Vorstellung machen um erstre>t. Man zu Wagen durchquerte Steppe ih wüsten Zu ‘Aen, wenn man biese damals ihren Len;s{hmu> angeleat und war < vorliellle. Sie hatte

In der an demselben Tage abgebalteacn Sitzung der ph il o-

MWe ter her, stimmt. 2) Der Schluß der Efkle

war aber für die Halb<höre be« siazusen des Aristophanes. Die

ophis<h-historishen Klasse las Herr von Wilamowit- vellenborff Ber drei Shlußscenen_ ritGider | Dramen: 1) Der Schluß der Sicben des Aischylos. Zusay eines Bearbeilers ist ni<t nur die leßte Scene, sondern aus et dee t e Jibgd V. 861—873, ‘wie ergt geieven hat; dagegen rührt der jeßt den Shwestern di Beltesana Ubi dein Dich jeyt den Schwesterr zugeteilte

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A bald lilsa von Blumen g-efärtt. oru! großen Stre>en balt

station der anatolischen Citenbahn. Von pz dur Zeit die Ends

Bahn nah Smyrna, matte cinen Abstecher 15% Qi man tit vex

sau Latte dann tas Glü, in Trojz 9 Evbesus und Pera usumenzutreffen, der einer Geselss&cee "5 Mit Professor Dôrpfelb

9 Atrchäologinnen als Führer durd ils E Archäologen und \{hwer zu verstehenden Ausgrebungen die Ohne sah ändigen Ccflärer Vinblid auf den nalen Granieus i E, „Bier wurden, im auf anatishem Boden, die s Tes die erite Siegesiat f

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