1903 / 98 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ist der Gegenstand des großen Bildes von Corinth, das die Breitseite des Saales einnimmt und {on von weitem den Blick der Besucher auf si zieht. Bei aller Anerkennung der malerischen Qualitäten find dech hier eigentli nur zwei Bilder zusammengefügt worden, der Stier und ein Damenbildnis, um in diefer Vereinigung ein für mande vielleicht pikantes Nätsel aufzugeben. Von dem dritten Bilde Corinths: Gertrud Eysoldt in Oscar Wildes „Salome" is nur zu hoffen, daß es mehr der Salome ähnelt als der Schauspielerin, denn ebeufo gut gelungen wie wenig anziehend ist hier die Charakterifierung. Die Landschaften Leistikows vermögen dem Bilde seines Stwaffens nichts Neues hinzuzufügen. So s{ön auch der Hubertuss\ece im Grunewald ist, die große Landschaft im Besiß der Nationalgalerie ist doch noch nicht übertroffen worden. Von einer anderen Seite zeigte ih der Künstler in dem Seeftück, die Heimkehr. Mit ge- iwtiltem Segel kehrt über die blauen, an den Felsen bo auf- \prizeuden Wogen eine Anzahl von Fischerbarken zum Lande zurü. Auch bier hat wieder Leistikow B Möglichkeit alles Gegenständlihe vereinfacht, ein für Seestücke ebenso interessantes wie \hwer zu löfendes Problem. Troydem hat das Bild bei aller Derbheit im einzelnen etwas ungemein Frishes und zeigt die liebe- volle Naturbeobachtung des Künstlers. i t

Slevogts Neiterbildnis hat seinen Play dem Reiterporträt

Wilhelm Trübners gegenüber gefunden und fordert so zu mannig- achen Vergleichen auf. Slevogt ist der Nervösere, er sieht viel arbiger als Trübner, dieser ist einfacher, aber er weiß den Bau des Pferdes, den Zusammenhang zwischen Tier und Reiter, Sih und Haltung mit so wrouchtigem, fas brutalem Können wiederzugeben, daß das Slevogtshe Bild dagegen etwas Schwächliches erbält, das au) durch den Rei der Farbe nicht auf- gewogen wird. Weniger gelungen ist das derbe Bild des Postillons, während in den Landschaften, namentlich in dem Siegfried8brunncn im Odenwald, das malerishe Können des Künstlers einen glänzenden Sieg feiert. Ein Porträt von Alice Trübner, eine im Bett liegende Malerin Jda Görz darstellend, deren Gesicht aus den Feder- kiffen und Decken fichtbar wird, zeigt wieder, wie oft in Deutschland Talent mit Geschmallosigkeit fich verbindet.

Von den beiden Bildhauern, die dem Vorstand der Sezession an- gehören, Friß Klimsh und August Gaul, hat ersterer neben einer gefälligen Bronzestatuette, dem Mädchen mit dem Spiegel, und der gut getroffenen Büste des Staatsministers von Miquel eine Salome ausgestellt, der, wenn fie in der Haltung au etwas im ist sie stügt sich mit dem linken Arm in einer sehr unbequemen Stellung auf die linke Hüfte, eine Haltung die von Klimsh wohl kaum zur plastishen Darstellung gebracht is S ein großer Zug uicht abgesprochen werden kann. Zwei kleine Bronzen, Käuze und Fisch- otter, von Gaul find wiederum prächtige Proben feiner großen plasti- {en Begabung und des eindringlichen, die Besonderheiten der Tier- natur \{arf erfassenden Blickes. on anderen deutschen Bildhauern, um diese gleih vorwegzunehmen, - seien DY erwähnt Stanislaus

auer, dessen elegante weiblihe Figur in ihrer Haltung an den Jdolino gemahnt, und riedri

Nicolaus , der erst seit kurzem

mit roßem ü sch der Kun des Bildhauers Penn hat. Nah dem glücklihen Wurf, der ihm mit dem «Sandalenbinder* gelungen, hat er hier wiederum einen zweiten Erfolg

u verzeihnen mit der für einen Zimmerbrunnen bestimmten Bronze. in Jungk bebt einen jener in Italien noch jeßt häufigen kupfernen Wasserkessel hoh empor, um zu sehen, ob er ein Loh im Boden hat. In einem kräftigen Strahl dringt das Wasser aus dem Loch eraus und gleitet an dem Kopf und Körper des Jungen ab. Die hübsche Idee und die gute Behandlüng der Figur verdienten, daß der Es zur Ausführung käme. Von Marx Kruse ist die recht unglückliche Figur eines nackten jungen -Mädhens, die den modernen Typus des Weibes verkörpern foll. Doch das Material läßt den magerea Körper noch dürftiger erscheinen, als er {on ist, und anstatt „svelte“ oder „mince“ au2zusehen, wie die hierfür üblichen Fremdwörter lauten, ersheint er von einer fast mumienhaften Dürre. 8—-M.

Jn Gegenwart des Grafen von Turin, des Unterrichtsminifsters Nasi, der Spißen der Behörden und einer großen Zahl Künstler ift, wie „W.T. B.* meldet, gestern vormittag in Venedig die 5. Inter- nationale Kun Raubiteltang CCKFRET worden.

Theater und Musik.

Berliner Theater.

Jm Berliner Theater ging am Sonnabend Scribes Schau- oe „Die Verleumdung“ in der Bearbeitung von Eugen von agow zum ersten Male in Scene. Jm Ganzen darf man behaupten, daß das Stück dur die damaturgishe Behandlung des Genannten, welche die fünf Akte des Originals in drei ulaumengies, an Kürze war gewonnen, an Würze aber verloren hat. Scri Stärke lag niemals in der Charakterisierung der Personen, sondern im feingescliffenen Dialog, in dem er Meister war; dieser aber machte eine gewisse Breite, wie er selbst als gewiegter Bühnentechniker sehr wohl erkannte, ur Notwendigkeit; seine Bühnenwerke sind mit E darauf auch in Bezug auf die Spinn die er mit kluger Berehnung vor- - zubereiten und wah zu erhalten verstand, aufgebaut. Hier beschneiden wollen, beißt also verstümmeln. Es ist eine Verkennung der Tatsachen, wenn man glaubt, die Scribeshen Bühnenwerke du Umarbeitung _ der Bühne wiederzugewinnen. Der ganze Stil ist veraltet, die Ober- ¿lichkeit des Inhalts verstimmt und das Unwahre der peihnung oie ab. S r aanos die et Es E ie A lturbistorisches In e wieder zuwendet, fo ube s us Urform kennen lernen wollen. - Die Aufführung,

Theater.

Königliche Schauspiele. Dienatag : Opern- baus. 107. Vorstellung. Orpheus und Eurydike. " Oper in 3 Akten yon Christoph Willibald Ritter von Gluck. Text nah dem Französischen des Moline. Ballett von Emil Graeb. Anfang 74 Uhr. Schauspielhaus. 111. Vorstellung. ie Ahufrau. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. 7 r.

D A V ecuhaus. 108. Vorstellung. Sieg- ed. In 3 Akten von Richard Wagner. ( E : : Gröbke, vom Stadttheater in Cöln, als st; Mime: Herr Henke, vom Königlichen Hof-

în Wiesbaden, als Gast.) Anfang 7 Uhr.

. ¿Shauspielhaus. 119. Vorstellung. Zum ersten

NealE: h fe. Ein indisches Spiel des Kies ga A l ügen.

U Walnenfalnng, von Marx Möller. Die | Zeultt

ende Musik ‘von Ferdinand mil Graeb. Anfang 74 Uhr.

2 Donnerstag: y mnntag: Die Journalisten. Y nang g 1 don a s Freytag. Franz Egenieff. E Billetverkauf findet von Be n Schaus se statt. | Sräfin Dubarry. Mittwoh: Monna Donnerstag : : ¿

Schillertheater. 0. (m4

die dent Schauspiel zu teil wurde, hatte viele Vorzüge. Besonders übten die spißigen Wortgefehte, welhe die emporgekommene Bour- geoise Madame Guibert (Fräulein Frauendorfer) mit der Marquise de Savenay (Fräulein Wen), der Vertreterin des ancisn régime, auszufehten hatte und in den Scribes glänzende Dialektik am meisten zu ihrem Recht kam, eine belustigende Wirkung aus. In den anderen Rollen zeichneten fich Fräulein Nauh, die Herren Pittschau, Nohland, Siebert und Walden, sowie besonders auch_ Herr Schindler als beschränkter Bürger von Dieppe aus. Das Stück fand cine freundlihe Aufnahme.

Im Könt lien Opernhause geht morgen, Dienstag, „Orpheus und Gurydike“ von Gluck unter Kapellmeister Dr. Mus Leitung in Scene. Den Orpheus singt Frau Goetze, die Eurydike Frau Herzog, den Eros Fräulein Rothauser.

- Im Königlihen Schauspielhaase gelangt morgen „Die Ahnfrau*“ von Grillparzer in der bekannten Beseßung zur Aufführung. Am Mittwoch wird zum ersten Male das indische Spiel des Königs Kalidasa „Sakuntala“ in der deutshen Bühnenfafssung von Marx Möller aufgeführt. Die zur Handlung gehörende Musik ijt von Ferdinand Hummel. Den Tanz hat der Ballettmeister Emil Graeb einstudiert. Das Werk ift vom Oberregisseur Max Grube in Scene geseßt und vom Oberinspektor Brandt dekorativ eingerichtet.

Am 24. April halte Seine Königliche Hoheit der Grol herzog von Sachsen das Schauspielensemble des Hof- theaters aus Weimar nah der Wartburg beschieden. Es fand Abends vor Seiner Majestät dem Kaiser und den anderen Gästen die Aufführung des originellen _ Lust- spiels „Die deutshe Komödie“ von ermann Schlag in dem dazu hergerihteten prachtvollen Rüstsaale statt. Seine Majestät sprach am S{hlusse dem Generalintendanten von Vignau in huldvollen Worten Seine Freude und Anerkennung aus sowohl über das lustige Stück als auch besonders über die einzelnen \hauspielerishen Leistungen und das trefflih geshulte Ensemble.

Mannigfaltiges. Berlin, den 27. April 1903.

In der Mitgliederversammlung der BerlinerRettungs- gesellschaft am 24. d. M. wurde nah E des an dieser Stelle bereits erwähnten Jahresberichts (vgl. Nr. 96 d. Bl.) dem Vorstande Entlastung erteilt. Die beiden NRechnungsrevisoren und vier ausgeloste Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Ein Antrag eînes Mitgliedes auf Erhöhung des Jahresmindestbeitrags

wurde abgelehnt. Sodann berihtete der Vorsißende über die Begründung eines „Verbandes der Einrichtungen für erste Hilfe“, woran sich eine Besprehung knüpfte. In der sich

anschließenden Vorstandésißung erfolgte die Konstituierung des Gefamtvorstands durh Wiederwahl sämtlicher bisherigen Mitglieder. Neu wurde in den Vorstand der Verwaltungsdirektor des Königlichen Charits-Krankenhauses, Geheime Regierungsrat Müller gewählt.

Am Donnerstag findet im Saale der Königlichen Kriegs- akademie (Dorotheenstraße 58—59) ein Wohltätig keit sf est statt, dessen Ertrag zur burg für Frauen und Töchter gebildeter Stände in Krankheitsfällen bestimmt ist. Der Veranstalterin, Frau Anna Goldbach, i} es gelungen, eine ganze Reibe von Damen und

erren der Gesellschaft owie namhafte Künstler für die twirkung zu gewinnen. Der Geheime Admiralitätsrat Klein, err Dr. Quedenfeldt, der Damenhor von Frau Siarka- hlers (Solistinnen: die Damen Dora Kabitz, artha Krecker,

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Die guten Freunde. Donnerstag, Abends s Uhr: Die guten Freunde. N. (Friedrih Wilhelmstädtishes Theater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Wohltätige Frauen. Lustspiel in 4 Akten von Adolph Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der ledige Hof.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der ledige Hof.

Perliner Theater.

berg. Mittwoch: Der Hüttenbesitzer. Donnerstag: Alt-Heidelberg.

Theater des Westens. Kantsir. 12. Diens-

S n leyten Male: A E Den in 3 Akten R Ferdinand von Conradin Kreüh A Schönchen, S Es An

: avolo. Den ? Absdiedsgastspiel Lili Lehmann und a

Freitag: Erstes Gastspiel von Helene Odilon.

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Diens- tag: Pelleas und Melisande. Anfang 74 Uhr. ttwoch: Pelleas und Melisande.

_—| Residenztheater. Direktion Sigmund Lauten- Dienstag, Abends 8 Uhr: Die guten Ltr) Cc N Diens Lustspiel in 4 Aufzügen von Victorien SeFreUnde, (Va e Bis ax S Mio olgende : Lutti.

Heieue N vertreten den gesangli Teil, außerdem kommt das ustspiel „Die Schrippe" von J. umann unter Leitung des

orträtmalers Bruno fow zur Aufführung (Mitwirkende: Frau

herese Aunghans und die Herren Leutnants Keller, von Olberg und Riesen). Während der Pausen und nach der Vorstellung werden die Damen des Komitees rfrishungen verkaufen. Im Interesse des guten Zweckes ist der Veranstaltung ein zahlreicher Besuch zu wünschen. Eiutrittskarten zu 5 Æ, 3 H, 1 #4 (Stehplay) find in der Musikalienhandlung von Raabe und Plothow (Potsdamer Straße 21), beim Kastellan der Königlichen Kriegsakademie, bei den Mitgliedern des Festausshufses, im „Invalidendank“ (Unter den Linden 16), im Warenhaus für Armee und Marine (Neustädtishe Kirchstraße), im Warenhaus Wertheim (Leipziger Straße) und an der Abendkasse Den Die Besucher werden gebeten, in Gésellshäftstoilette zu erscheinen.

Der Freiwillige Erziehungsbeirat für \{chulentlassene Waisen war am Freitag zu einer Arbeitssigung zusammengetreten. Dem von dem Ehrenpräsidenten, Wirklichen Admiralitätsrat Dr. Felisch erstatteten Berichte ist zu entnehmen, daß in der leyten Zeit der Kasse wieder recht namhafte B inen gemacht worden find, die einen Gesamtbetrag von rund 2000 # darstellen. Außerdem hat Seine Majestät der Kaiser und König einen Beitrag von 500 4 bewilligt. Der mit allgemeiner Anerkennung aufgenommene „Wegweiser für die Berufswahl“ wird demnächst bereits in neuer (zweiter) Auflage er- einen. An Unterstüzungsgeldern wurden dem Leiter des Pflegewesens Ras Dos insgesamt 1915 4 bewilligt. Nach E eines bezüg- ihen Berichts durch Herrn Liebmann wurden sodann Beschlüsse über die im nähsten Winter vorzunehmenden Veranstaltungen zur Ver- stärkung der Vereinseinnahmen gefaßt. Des weiteren wurde, an- knüpfend an einen Bericht des Amts3gerichtsrats Dr. Köhne, die Pfleger- ordnung eingehend besprohen. Prinzipiell wurde ferner genehmigt, da der Ade Erziehungsbeirat in Zukunft an geeigneten Ausstellungen beteiligt. i

gäuger.

L'Arronge. Gesang und Tanz in 3 A. Schönfeld.

Dienstag: Alt-Heidel- als Spreewälder Amme.)

Am 6. Mai: Julius Einuödshofer.

Der Verschwender.

aimund.

er. (Lilli Lehmann, ang ‘74 Uhr.

Anfang 74 Uh

La Trav stellung): Pik und Poket,

A. Barrs, von

Bonne Zepler. Anfan

onnerstag: Bei’

Trianontheater.

¿i * Quttii, te.) S{hwank in ges:

Veber, deuts von Max Schónau. | Notbrücke. Lustspiel in 3

Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr:

Thaliatheater. Dresdener Straße 72/73. Diens- tag : Der Posaunenengel. Ausftattungsposse mit 3 Akten von J. Kren und S Musik von I. Einödshofer und M. Schmidt. (Tanzparodien. Artistenrevue. Thielscher Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Der Posauneuengel. Sonntag, Nachmittags 34 Uhr : Charleys Tante. : Benefiz für Herrn Kapellmeister

Pentraltheater. Dienstag: Chinesische Flitter. wochen. Vaudeville in 3 Akten von G. Talbot.

Mittwoch: Chinesische Flitterwochen.

Bellealliancetheater. a (vorleßte Vor- wank mit N Ô und Tanz in 3 Akten, nah agf fs Selang tiftodame Frl.

ns Brennert und E des Antoine Banès, mit Einlagen von

8 Uhr. feinen Preisen: Magdalene. Hierauf: Der Weichenftellee

Georgenstraße , und Universitätsftra A S n vou Fred Gró und Francis de Croifset. Deutsch von Max Shore

‘Anfang 8 Í

Posen, 25. April. _(W. T. B.) Amili wird gemeldet: Zug 914 von Hohenstein in Westpreußen fuhr bei der Einfahrt in den Es Berent um 4 Ubr 48 Min. infolge falscher Weichen- Bug, auf leere Wagen auf. Drei Reisende erlitten geringe Hautabshürfung und Quetshungen. Beamte wurden nicht verlepk- Die Beschädigung des Materials am Zug ist gering, an ten leeren“ f dagegen erheblih. Der Zug wurde neugebildet und fuhr mit 20 Minuten Verspätung ab. Der Verkehr erleidet keine Unterbrehung-

Posen, 27. April. (W. T. B.) Die Warthe steigt seit einigen Tagen ununterbroWhen und steht heute 2,10 m. In Pogok- zelice war der Stand am Sonnabend 2,36 m, heute 2,80, in Schrimm am Sonnabend 1,81, heute 2,27. Das Wasser steigt noch immer.

Hattingen, 27. April. (W. T. B) Der „Hattinger Zeitung“ zufolge ereignete sich in der Nacht zum Ses in “ber Zee „Friedliher Nachbar“ eine Explosion s{chlagender Wetter, bei der 5 Bergleute, darunter 3 s{hwer, verlegt wurden. Einer der Verunglückten ist jeinen Verlegungen erlegen.

Würzburg, 27, April. (W. T. B. zute früh stieß der Münchener Schnellzug Nr. 90 bei Du E der Station Heidingsfeld auf den zu überholenden Güterzug Nr. e nah Treuchtlingen. Der Schlußbremser des Güterzuges wurde shwer und die Zugführer beider Züge leiht verlegt. Die Maschinen beider Züge sowie der Dienstwagen und die drei Schlußwagen des Güterzuges wurden s{chwer beschädigt.

_Bastia (Korsika), 27. April. (W. T. B.) Das von den meisten Mönchen verlassene Dominik anerkloster in Caraba wurde von etwa hundert Personen vollständig geplündert. Acht Mönche, die in dem Kloster zurückgeblieben waren, wurden unter dem Schuße von Gendarmen nah Bajstia gebracht.

Venedig, 25. April. (W. T. B.) In Gegenwart des Grafen von Turin, des Kardinals Sarto, des ftofeicbtoe infiers Nasi, des französischen Unterrihtsministers Chaumió und der städtishen Be- hörden fand heute die feierlihe Grundsteinlegung des neuen Glockenturmes von San Marco an Stelle des eingestürzten Campanile statt. Der Bürgermeister, die Minister und der Kardinal Sarto hielten Reden, die von einer zahlreih er- [ienen Menschenmenge mit begei?ertem Beifall aüfgenommen

urden. ®

Skjelskör (Seeland), 25. April. (W. T. B.) Nach einer Meldung von „Rißaus Bureau * ist heute C IEMÉGS um 4 Uhr hier in der Nähe ein Ballon des Deutschen Vereins für Luft- \chiffahrt, der heute vormittag in Berlin aufgestiegen war, ge" landet. Unmittelbar nah dem Niedergange des Ballons, ies vier deutsche Luftschifferoffiziere wohlbehalten entftiegen, explodier der Ballon aus unbekannter Ursache und verbrannte vol fa Die I Ee blieben unverleyt und reisten alsbald nah Ver

zurü.

New, York, 2. April. (W. T. B.) Ein Telegramm j Santiago (Ghile) meldet, daß nahezu die ganze ichäfts- Pisagus mit sämtlichen Banken, Telegraphenämtern und Gesa j

äusern niedergebrannt sei, weil es an Wasser zur Bekämpfung des Feuers fehlte.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. «Wien, 27. April. (W. T. B.) Heute vormittag um 9/, Uhr U König von Sachsen g dem festlih ge- shmü en Südbahnhofe ein. Dort hatten sih eingefunden: der Kaiser in der Uniform seines sähsishen Ulanen- regiments, die hier anwesenden Erzherzoge, der Prinz Philipp von o Ls und Gotha, der deutshe Botschafter mit dem Botschaftspersonal, die biplo- matischen Vertreter der deutshen Bundesstaaten, der ójters reichish - ungarishe Gesandte in Dresden, sowie Spißen der Zivil- und Militärbehörden. Nach der Begrüßung der Erzherzöge und Vorstellung der Gefolge fuhren die Majestäten in die Hofburg, auf dem Wege von den begeisterten Zurufen der Menge begrüßt. Jn der Hofburg wurde der König von den Hofchargen und dem Minister des Aeußern empfangen. Die Prinzessin Mathilde von Sachsen hatte den Hofssonderzug bereits auf der Station Meidling verlassen und sich nah dem Augartenpalais hegeben.

Neapel, 27. April. (W. T. B.) Der König von Gean ist heute, um 10 Uhr Vormittags, nah (Nom abgereist.

Tunis, 27. April. (W. T. B.) Der Präsident Loubet ist heute ‘früh hier eingetroffen und an Bord der "Pichon d'Arc“ von dem Bey und dem Generalresidenten Pichon begrüßt wörden.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

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Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Else von Bennigsen mit Hrn: Oberförster und Oberleutnant d. R ino Vogel von Falkenstein (Frankfurt a. O.—Padrojen Le Georgenburg i. Östpr.). Frl, Frieda Telle- mann mit Hrn. Landrat Paul Winckler (Schkölen—"

eiz). Frl. Jngeborg von Saldern mit Pr ajor Albert von Mutius (Klein-Mantel). 16

Vereheliht: Hr. Hauptmann Udo von Knobel®-

dorff mit Frl. Jeanne Roessinger (Base) . Prof

Sein Doppel-

eboren: Ein Sohn: Hrn. itänleutnant

0 von Krohn iedrih3ort). ofessor Dr. Bruno Liebt “Bret L G Gestorben: Hr. Botschafter 1. D. WirkliWer d

ha eimer Rat von K Kön sberg N.-M.). A r. General d. gav. von Carlowiß E «Oscar Graf von Hardenberg Hanno rens t. Geheimer Rechnungsrat Herman", 5 Pecht Berlin). Hr. Kunstschriftsteller F cte iele Münden). Hr, Komporih hr (Gotba). erlin). Hr Plane Alten (Lippstadt).

rich Urban.

f er Redakteur Dr. Tore in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

druckerei und Verlags- De der N ortdeutschen Wilhelmstraße Nr. 32.

Zehn Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage). (902+)

zwischen Dienêtag: Die

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