1903 / 225 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Prinzen Andreas beizuwohnen.

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- Verhandlung führt der General La

Wahrscheinlichkeit, daß die christli 8 / i f ristliße Bevölkerung fh unter dem Ein- QUE der begonnenen Reformen Peebiaen werde, die nach Maßgabe hrer Anwendung in der nächsten Zukunft eine breitere Entwickelung alen mußten, entzog den Komitees ihrem Standpunkt na den für è Verwirklihung ihrer revolutionären Pläne günstigen Boden. ndem sie Schuß der Glaubensgenossen gegen die türkishe Bedrückung auf thre Fahne reiben, bezwecken diese Komitees in Wirklichkeit in Sn lter Absicht die Veränderung der administrativen Ordnung M, Provinz im Sinne ihrer Umwandelung in - ein „Bulgarisches azedonien“ mit Beeinträchtigung der Rechte ‘und Vorrechte anderer Yristliher Völker, deren Interessen dem rehtgläubigen Rußland glei teuer sind. Da die Leiter der Bewegung von seiten der gihtbulgarischen Elemente Mazedoniens für ihre politishen Pläne S Unterstüßung fanden, bemühten sie si, durch grausame Gewalt- aten und Terrorismus im Lande einen allgemeinen Aufstand hervor- zurufen, um die Einführung der geplanten Reform zu verhindern. edauerliherweise erhielt, troß der anfangs von seiten ‘der Sofioter egterung E Vorsichtsmaßnahmen, die mazedonische Agitation rößere ‘Ver reitung im Fürstentum Bulgarien selbst, indem 1e die Unterstüßung derèr fand, die irrigerweise darauf rechneten, Gti Aufstand werde Rußland zwingen, sein Programm zu ändern und Ub zum Schuß nit realisierbarer Pläne der Leiter der revolutionären ie egung ervorzutreten. Diese verderbliche Verirrung, vor der Cf aiserlihe Regierung unablässig warnte, hat über die deMtisten der türkischen Wilajets {were Bedrängnis heraufbefchworen, binden Ende zu machen in erster Réihe mögli ift ‘dur _Ver- erung des Uebertritts neuer. Banden aus dem Fürstentum in die Tetiden der Türkei, aber auch durch Einstellung der revolutionären Üs igleit der Komitees. Nur dann erscheint es möglich, auf unverzüg- po 7 Anwendung von den Bedürfnissen der Bevölkerung ent- Prehenden Reformen zu beslehen, die vor türkishen Grausamkeiten tig ewahren, troß energischen Bemühens, den mohammedanischen Fana- Î bes zu zügeln, bei den zunehmenden Wirren überaus s{chwer ist. Sl olhem Sinne haben die Kaiserliche wie auch die öôsterreichish- garische Regierung abermals kategorische Vorstellungen sowohl di Sofia le in Konstantinopel erhoben. Außerdem haben t Negierungen der Mächte, die den Berliner Ver- rag unterzeihnet haben, auf den Vorshlag Rußlands E Desterreih-Ungarns, um jeden Anlaß zu e A î Pekulationen und gefährliden Unbesonnenheiten zu N hre Vertreter beauftragt, der Pforte und Bulgarien gegenüber thre olle Einmütigkeit mit beiten Monarchien in Sachen der Pazifizierung der Balkanhalbinsel zu bekräftigen und den Regierungen der Türkei und Bulgariens eine Erklärung in folgendem Sinne abzugeben: Die gegenwärtige Lage der Dinge in den türkischen Wilajets, ‘die durch Verbrecherishe Absichten der Komitees und der revolutionären Banden ge- [haffen ist, verändert den Standpunkt der Mächte gegenüber dem im nfang des Jahres von den beiden I L Mächten aus- gearbeiteten Aktionsprogramm nicht, und daher kann weder die ürkei noch Bulgarien - auf die Unterstüßung irgend einer Macht im Falle eines offenen oder geheimen Widerstandes gegen die Verwirklihung dieses Pro- gramms rechnen. Die Kaiserliche Regierung hofft, daß ‘diefe neue Verwarnung die Türkei wie Bulgarien von der T NEE jeder Abweihung von der Erfüllung der ihnen vorgelegten Forde- rungen überzeugen und veranlassen werde, N von ihnen abhängigen Maßnahmet, zur Unterdrückung der Wirren auf der Balkanhalbinsel s treffen, die für das Ottomanische Reih und Bulgarien uur die chwersten Folgen haben können.

j Türkei.

Aus Konstantinopel meldet das Wiener „Telegr.- Korresp.-Bureau“’, das Ausnahmegericht in Adrianopel habe drei Komitatschis zum Tode und 11 zu 15 Jahren Festungs- haft in Kleinasien verurteilt. pu Untersuhung der von den Truppen begangenen Auss\ reitungen in dem Dorfe

Evkarion (türkish Hedie) sei in Adrianopel eine Kommission, bestchend aus dem Truppeninspektor Schukri Pascha, dem in außerordentlicher Mission dort weilenden

Kaiserlichen Adjutanten Schakir Pascha und dem Obersten Ahmed Bey, eingeseßt worden. Eine zweite, ‘aus 6 Mit- Dl darunter einem Christen, bestehende Offiziers- und

eamtenkommission sei an Ort und Stelle entsandt worden. Die Kommission dürfe auch mit der Untersuchung

der in anderen Dörfern vorgekommenen Plünderungen betraut

erden. U E _ “Türkische Telegramme aus den Wilajets Monastir, Saloniki und Uesküb berichten über zahlreihe Zusammen? stóße türkischer» Truppen mit Komitatschis, in denen leßtere eine große Anzahl Toter gehabt hätten. E aus Monastir besagen, daß zwei Jnfanteriedivisionen nah dem Wilajet Adrianopel verlegt werden .sollie.

_ Die „Agence Havas“ berichtet, daß aufständische Bulgaren die Moschee des Dorfes Boternan mit Dynamit in die Luft gesprengt “hätten. :

Griechenland. : Der Prinz und die Prinzessin Nikolaus von

e Griechenland sind, wie „W. T. B.“ aus Athen meldet, e na N ti abgereist, um der Vermählung des

Serbien.

Unter dem e des Königs fand gestern, wie das Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureau“ erfährt, in Belgrad ein Ministerrat statt, in dem als Termin für die Ein- berufung der Skupshtina der 29. d. M. festgeseßt wurde. Sferd f gab das Kabinett seine Entlassung, die von dem Pönig angenommen wurde. Das Kabinett wird die Geschäfte bis nach dem Dusemmanuen der Skupschtina foriführen.. Erst dann wird die Bildung des neuen Kabinetts Tfolgen. x iz Gestern früh begann die Verhandlung gegen die ver- hafteten Ri | e Offiziere. Den Vorsiß bei der Gerichts- E dee Ba iruna 1e übri itglieder des Gerichtshofes, an der Ber d egen Aénig Mlerauber nicht beteiligt war. Das Urtei ürfte erst morgen gefällt werden.

Bulgarien. L Der türkische Kommissar teilte, wie das Wiener - „Lele R. berichtet, der bulgarischen. Regierung mündlih die Geneigtheit des Sultans mit, mit Bul- garien iber die Pazifizieruna Mazedoniens zu unterhanten. Die bulgarische Negierung erklärte, sich nur auf schriftliche Vorschläge der Türkei einlassen zu wollen.

Amerika.

Das Staatsdeparkement in em „W ‘/ berichtet ‘wird, von i Einwohnern Philadelphias Bittgejuche| wegen der Sicher- geit igrer Angehörigen in Homel im russischen G Mohilew, wo kürzlich antisemitische Kundgebungen stattgefunden R empfangen. Das Staatsdeparten E Des erifanishen Geschäftsträger in St. Petersburg, SOU hafen cine ebikanische Znteressen in Mitleiden- alt gezogen seien. [4

Washington hat, wie Eine Jüdischen e

‘Arbeit sollte gestern wieder aufgenommen werden.

7 dar.

Für den Fall, daß die Lage in der Türkei es erlauben sollte, die amerikanishen Kriegsschiffe aus den orienta- lishen Gewässern zurückzuziehen, wird das europ äische Geschwader der Vereinigten Staaten sih nah Djibuti begeben, um das E der Vereinigten Staaten an der Anknüpfung von Handelsbeziehungen mit Abessinien zu eigen. ie Der zur Zeit in New York weilende Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Marseille Skinner erklärte, der Zweck der Mission, die das Staatsdepartement ihm zu übertragen

“im Begriff sei, bestche darin, Handelsbeziehungen für

die Vereinigten Staaten zu schaffen, wo solhe noch.

niht beständen, und sie überall auszudehnen, z. B. nach Abessinien, wo amerikanishe Waren bisher nur in be- \{hränktem Maße Eingang gefunden hätten. Seine Aufgabe sei, die Bedingungen zu Feen; unter denèên Handel getrieben werden könne, und so dem Handel der Vereinigten Staaten

Gelegenheit zu geben, sich auszudehnen.

Afrika.

Tanger, 28. September. Nach einer Meldung des „Neuterschen Bureaus“ verlautet in Tanger, daß alle im Dienste des Sultans stehenden europäischen Beamten in dieser Woche Fez verlassen müßten. Sie beabsichtigten, nach Tanger zu gehen, wo sie so lange bleiben wollten, bis die endgültige Entscheidung des Sultans bekannt sei.

Nr: 16 des „Ministerialblatts für Medizinal- und medizinishe Unterrihtsangelegenheiten“, herausgegeben im Ministerium der geistlichen, Unterrichts. und Medizinalangelegenheiten, vom 15. September hat folgenden Inhalt: 1. Personalien. 11. Allge- meine Verwaltungs\achen: 1) Erlaß des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten, betreffend - weitere Be- stimmungen wegen der _neuen deutschen Rechtshreibung vom 923. August 1903. 2) Ortsbesichtigungen der Kreisärzte: 11I. Apothekenwesen: 1) Anrechnung der in wissenschaftlichen Jnstituten usw. verbrachten Zeit bei der Bewerbung um eine Apothekenkonzéssion. 2) Erlaß des Ministers der Medizinalangelegen- heiten, betreffend Abänderungen der Apothekenbetriebsordnung, vom 27. August 1903. IV. Seuchenbekämpfung: 1) Erlaß des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Meditzinalangelegenheiten, - betreffend die Schrift des Stabsarztes Dr. Martini über das Wechselfieber, vom 24. August 1903. 2) Erlaß des Ministers der geistlichen, Unterrichts« und Medizinalangelegenheiten, betreffend Ermittelung und Feststellung von E bei Schulkindern, vom 26: August 1903. 3) Erlaß des inisters der Medizinaläangelegen- heiten, betreffend die Besichtigung tes Manövergeländes durch den Kreisarzt, vom 4. September 1903. 4) Nachrichten über den Stand S Krankheiten. V. Rechtsprechung. Entscheidungen des ärztlihen Ehrengerichtshofes. :

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Die Angestellten der vereinigten Berliner Omnibus- gesellschaften sind heute in den Ausstand eingetreten. Der Be- {luß wurde, wie der „Vorw.“ mitteilt, in einer in der Nacht zu beute abgehaltenen Versammlung gefaßt, der fast sämtliche Schaffner, Kutscher und Stalleute{beiwohnten und in der die von der Direktion mit dem aus der Mitte der Angestellten gewählten Aus\{chuß ge- V Vereinbarungen zur Verhandlung gelangten. (Vgl. Nr. 224

I.

L Streit zwischen den Kohlenhändlern und Arbeitern im Hafen von Genua (vgl. Nr. 223 d. Bl.) ist, wie „W. T. B.“ meldet, vorläufig beigelegt. Die R aben sih der Aus- legung der Arbeitsordnung durch das Conforzio zunächst gefügt. Die

In ciner Versammlung der Moskauer Druckereibe sitzer wurden dem „W. “T. B.“ zufolge die Forderungen der ausständigen Seter (vgl. Nr. -224 d. BL) als maßlos bezeichnet. Stimmen verlangten administratives Eingreifen. Die Zeitungsheraus- geber sind bereit, die Forderungen zu bewilligen. Die Ausständigen verweigern jedoch Einzelabmahungen und fordern gemeinsame Ab- machungen aller Arbeitgeber. Gestern sind- nur drei Zeitungen erschienen.

Aus Borissoglebsk (Gouv. Tamboff) wird dem „W. T. B.“

telegraphiert: Die Verwaltung der Südostbahnen hat gestern den Werkstättenarbeitern (vgl. Nr. 223 d. Bl.) den Lohn ausgezahlt

und die Arbeitsbücher ausgeliefert. Für die Arbeiter, die niht am

Ausstand teilgenommen haben, ist die Wiederaufnahme der Arbeit für A angel! worden. Unter den Arbeitern herrs{cht Nuhe, die Mehr- zahl von ihnen wünscht zu arbeiten.

Kunft und Wissenschaft.

„amtlichen Bericht aus den Königlichen Kunst - sammlungen“ sind in den Königlichen Museen für das zweite Vierteljahr des aaa BUS U. if folgende Neuerwerbungen, isungen und Geschenke zu verzeichnen: E

Laie der Kaiser und König haben den König- lien Museen ein äußerst wertvolles Gemälde von Rubens als Geschenk überwiesen. Es stammt aus der spätesten Zeit des Künstlers, der hier in einer Darstellung der Diana, die mit thren Nymphen von Satyrn belästigt wird, den ganzen Reichtum seines glithenden Kolorits und die. ganze Freibeit seines genialen Pinsels entfaltet. Es zeigt den Künstler . auf der vollen Höhe seiner Meisterschaft in ‘einem Werke, ‘dem die Galerie_ der U as Museen noch nichts Verwandtes an die Seite zu tellen s Seine Hoheit der Prinz und Jhre Königliche B die Prinzessin Friedrich Karl von A 0d en dem im Entstehen begriffenen Kaiser Friedrihmu eum aus L in Schloß Friedrihshof von der verewigten Kaiserin und Königin

riedri gesammelten Kunstshäßen eine N A von M als Geschenk überwiesen. Diese Büste ist im Jahre 1500 ausgeführt und. stellt U E s hes

i î üßun D

Ferner ist dur. die Un R i on Migiczern def hraiser

iedri vereins ertnögliht worden, den Königlichen Acu]een ein Ged Rubens, aus der früheren Beit des großen Meisters, das Porträt seiner ersten Gemahlin Zsabel& Brant, nebst einigen ‘anderen kleineren Kunstwerken aus dem Kunstnachlaß Jhrer Majestät der Kaiserin Fe j E iiebiste eines A

ä i ie lebensgro i

Portrit teten ungs ino, eine Statuette des hl. Sebastian aus

von Antonio Ro N Z i von Giovanni Francesco Da S. Buchöbaum, wahrs N Grei aus vergoldeter

-Nerona und zwei kleine futende

G einische Arbeiten vom Ende des XV. Jahrhunderts. s Für die Sammlung der Skulpturen und Gipsabgüsse (Bildwerke der christlihen Epoche) wurden u. a. Täuflih ‘erworben: die oberdeutsche Holzfigur eines Königs, vom Gnde des XV. Jahr- hunderts; eine fleine figurenreiche Gruppe der Kreuzigung, eine inter esante Arbeit der Regensburger Schule um 1525; eine \pätgotishe jetà in feinem Kalkstein, aus der Nähe bon Wien stammend; eine erkuleéstatuette in Bronze von einem dem Gian Bologna nahestehenden ünstler vom Ende des XVI. Jahrhunderts, bezeichnet am Seckl A. G. Als Geschenke ungenannter Gönner wurden der Abteilung über- wiesen: ein nordfranzösisches Clfenbeinrelief mit kleinen Darstellungen

Nach dem

Kaisers und Königs und dur

Einige

der Jugendgeshichte Christi; eine frühgotishe französi Ge Elfcubeins statuette der Madonna, fragmentiért; zwei kleine Marmorreliefs mit Taten des Simson, eine [üditalienis@e Arbeit vom Ende des X11. Fahr- hunderts; ein als Bronze ausgegossenes Wach8modell einer kleinen Neptunefigur, vielleiht von Ammanati. :

Für das Antiquarium wurden 11 Stücke für die Brenze- sammlung angekauft; sie stammen aus einer Auktion in Paris, “auf der auch zwei kleine Grabreliefs aus Tarent anackauft wurden. E: wurde ein hbellenistischer Tonbecher mit Ninghenkela und plastishem, lebendig bewegtem Blätterschmuck erworben.

Das Kupferstichkabinett wurde durch Zezihnungen Dürers, Strigels, Nembrandts, Luca Signorellis und Pietro Perugios, tur Werke neuerer Kunst, Holzschnitte-und Lithographien vermehrt.

„Das Münzkabinett wurde u. a. vermehrt um 28 griechische, 9 römische, 763 mittelalterlihe, 3911 neuzeitlihe (ungerehnet ktie Dubletten), 226 orientalishe Münzen, 68 Medaillen, 2 Siegel- stempel und 10 Gewichte, insgesamt 5017 Stück. Aus den Er- werbungen der Abteilung der antiken Münzen find als Stücke -pon hervorragender Bedeutung und größter Seltenheit zu erwähnen: das älteste, nur in diesem einen Exemplar bekannte Telradrachmon von Syrakus mit dem vierfah gétcilten quadratum incusum ohne den kleinen weiblihen Kopf; ein altmakedonisches Oktodrahmon mit der noch unerklärten Aufschrift A1TA; cin bisher noch unbekanntes Tetradrahmon von Aegeae in Cilicien und ein Didrachmon des Ptolemaeus S 11. mit dem Brustbilde des Königs mit der Strahlenkfrone. Aus dem Funde von Abukir erhielt die Sammlung neun glänzend erhaltene römische Goldmünzen, dar- unter einen bisher unbekannten Quinar des Carinus. Die mittel- alterlihen Erwerbungen eröffnen zwei Meyer Denare Karls des Dicken mit der Bezeichnung als „imperator tercius“. Aus einem vor längerer Zeit in Dietenhofen gémachten Funde ist durch die Auflösung einer Privatsammlung cine Anzahl t af Pfennige der Ottonenzeit erworben, die sich durch besondere Roheit des Ge- präges, den Mangel einer Umschrift und technishe Eigentümlichkeiten auszeihnen. Gin Novum,. einen Pfennig des Grafen Siegfried von Nordheim vom Typus* der Otto-Adelheidpfennige hat neben anderen minder wihtigen Geprägen ein in der Umgebung von Gnesen ehobener Schaß geliefert. Weitere deuts%e Denare der alten

aiserzeit, die neue Stempelverschiedenheiten bieten, entstamnten den Funden von Alt-Ranfft und Zotwiß Einem Pie aus der Gegend von Gran verdankt die Sammlung eine Anzahl von Pfennigen welt- liher Herren der innerösterreihischen Lande, die den Friesachern vorausliegen und bisher unbekannt gewesen sind. Bedeutsamer ist der Zuwachs aus den beiden legten Jährhurderten des Mittelalters. Bei der Versteigerung der Kirhnershen Sammlung sind die wichtigsten Schillinge des Mailacher Fundes von Coburg, Cisfeld, Hildburghausen, Römbhild, sowie der Haßfurter des Bischofs Gerhard von Würzburg E erworben, von denen einige nur in diesen Ex-mplaren ekannt sind. Auch die etwa gleichzeitigen Wiesbadener Pfennige des Grafen Walram von Nassau und ein zu Mergentheim ‘geprägter ein- seitiger Pfennig der Komturei des Deutschherrenordens find neue Er- \cheinungen. Hervorragerd ist besonders eine Reihe der mittelalter-

lihen Goldmünzen

Der ägyptischen Abteilung sind die wichtigsten der Denk- mäler, die die Deutsche Orientgesellschaft bei ihren Grabungen an der „, Pyramide des Könias Ne-woser-1& im Winter 1901/02 * ans Licht gezogen hat, endgültig einverleibt. So aus dem Totentempel des Königs ein . großes Relief aus Kalkstein, 2:2,5 m groß, und eine größere Anzahl von Reliefs mit Götterdarstéllurgen, mehrere Bruchstücke eines großen Reliefs, das den König darflellte, wie er eine Gruppe von- Feinden an den Schöpfen gefaßt hält und sie mit der Keule ershlägt. Ferner cine große Granitsäule in Form eines Bündels von Ga aus dem offenen Loi des Tempels. Die Säule trägt den Namen des Königs; ferner Funde aus den Gräbern der Priester am Tempel, aus den Gräbern der Spätzeit und von dem Griecenfriedhof.

Für die Vor derasiatisheé Abteilung wurden u. a. etwa 50 beschriebene Tontafeln aus altbabylonisher Zeit erworben.

l _Land- und Forftwirtschaft.

Paris, 23. September. (W. T. B.) Das „Bulletin des Ee veröffentlicht folgende Shäßungen' der Getreideernte ür 1903: bebaute Fläche: 6 539 176 ha, Produktion: 126 256 400 ht; 1902 betrug die bebaute Fläche: 6814986 ha, Produktion : 124 296 601 hl. A

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln. j Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Aus den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundbeitsamts*, Nr. 38 j vom 23. September 1903.) Pest,

Frankreih. Zufolge einer amtlichen Auékunft vom 14. Sep- tember waren in Marséille bis dahin 14 Angehörige der verseuchten

1 Papierfabrik unter pestverdähhtigen Ecscheinungen erkrankt und 4 von

ihnen gestorben Die Kranken würden in dem neuen, noch'nicht fertig gestellten Hospital Salvator behandelt; ebendaselbst waren auch die übrigen Arbeiter der Fabrik behufs Beobachtung untergebraht. Das Fabrikgebäude ist inder Nacht vom 9, zum 10. September vollständig ausgebrannt. Der Krankheitskeim foll dur eine Sendung Lumpen, in der tote Natten C wurden, eingeshleppt worden sein.

Aegypten. Vom 5. bis einschl. 11: September sind in Aegypten 11 neue Erkrankukgen (und 6 Todesfälle) an der Pest zur Anzeige gelangt, davon 1 (1) in Damiette, alle übrigen in Alepandrien R ; i “Am 29. August ift în Suez ‘ein Steward des deutshen Post- dampfers „Prinz Heinrich“ bei ‘der ärztlichen Besichtigung des von Colombo über Aden gekommenen Schiffes wegen einer \chmerzhaften Leistendrüsenanshwellung mit Fieber und Durchfall für pestverdächtig erklärt und in ‘das Lazarett an den Mosesquellen gebracht worden worauf das Schiff desinfiziert wurde und den Kanal in Quarantäne durchfahren hat. Die genauere Untersuchung des Kranken hat er- geben, daß ein s{lechtsißendes, neu beschafftes Bruchband die Drüsen- anshwellung verursacht hatte, ‘und daß eine gleichzeitige Verdauungs- \tôrung Vorlag; jeder Pestverdaht konnie nah dem Ergebnis der bakterio E Prüfungen auêgeshlossen werden; dem Kranken

sowie seinen Begleitern wurde demgemäß freier Verk j Algter. 1 emg erkehr geitattet. Bliba eit dem 93 ener Mitteilung vom 10. September sind in

s Meldung August keine weiteren Erkrankungen an der Pest

A Ae , Drili\ch-Dstindien. Im Hafen von Bro einer a Erklärung- vom 19. August die Pest A E gtong. In der Zeit vom 1. bis 15. August gelangten

Mae, L bei

22 Pesterkrankungen zur Anzeige, darunter 21 bei C Pestfällen waren tödlih verlaufen.

Ee von diesen

auritius. In der Zeit vom 3. Juli bis 6

L : : 18 6.

lich E 44’ Pestfälle, darunter 32 mit Dolihen Aut e EA

s ¿enntnis gelangt. Auf die leßte, /am 6 August abgelaufene dhe elen allein 17 Neuerkcankungen und 14 Todesfälle.

fig S d Südafrika. In der Kapkolonie sind vow 16.

Mert ugust ebensowenig wie während der Vorwoche Pestfälle bei

Al en gelegt worden; jedo wurden noh vereinzelte Pestratten

4 ing Williams Town und auf einem Schiffe im Hafen von East ondon sowie tote, pestverdächtige Nagetiere in Port Elizabeth vor-

gefunten. Ganz Natal galt Mitte August für pestfrei. Bereinigte Staaten von Amerika. Nach cinem Wochen- Wolle ‘gevied A Tan Hr die am 15. August abgelaufcne on ebe t i Raîtèn 1 als peitferat n gefangenen und 4 to ges,

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