1903 / 246 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Nr. 47 des R Me A für das Deutsche Neic®, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 16. Oktober, hat fol- genden Inhalt: 1) Konsulatwesen: CErnennung; Er NE zur Vornahme von Ziyilstandsakten; Exequaturerteilung. 2) Militär- wesen: Aenderung des Verzeichnisses der den Militäranwärtern im Meichsdienste vorbehaltenen Stellen; Aenderung des Verzeichnisses derjenigen Behörden 2c., welche“ hinfihtlich der' den Militäranwärtern im Reichsdien\te vorbehaltenen Stellen als Anstellungsbehörden anzu- sehen sind. 3) Polizeiwesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Neichsgebiet. Nr. 83 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, heraus- fegeve im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 17. Oktober, at folgenden Inhalt: Amtliches: Dienstnachrihten. Nichtamt- liches: Die im Bau begriffenen Gerichtsbauten in Berlin und in den Vororten. 4 Wiederherstellung shadhafter Bauwerke mittels Einpressens flüssigen Zements. Bau, Einrichtung und Be- trieb ôffentlider Schlacht- und Viehhöfe. Vermischtes: Cisenbahn- fahwissenschastlihe Vorlesungen in Preußen. Wettbewerb für das neue Rathaus in Dresden. Wettbewerb um Entwürfe zu einem neuen Rathause in Freising. Pflasterung auf steilen Fahrstraßen. Gasrohrgewinde. Büchershau. Patente. :

Land- und Forstwirtschaft.

Saatenstand und Ernte in Oesterreich. (Bericht des Ackerbauministeriums nah dem Stande zu Mitte Oktober 1903.)

Auf regneris@es Wetter zu Mitte September folgte anhaltend warme, {ône Witterung, die in einigen Ländern zu Ende des Monats und anfangs Oktober mit öfteren Regenfällen von kurzer Dauer wechselte und für den Anbau der Wintersaaten und die Reife-

entwicklung der Herbstfrüchte im allgemeinen von großem Vorteil war. Jn der leßten Woche der Berichtsperiode brahte cin Weitersturz bedeutende Abkühlung, kalte Regen

und im Gebirge Schneesälle. Absonderlih waren die Witterungs- verhältnisse in Galizien (besonders im Osten des Landes), dem an- grenzenden Teile Schlesiens und in der Bukowina, wo seit Wochen NRegenmangel herrschte und die große Trockenheit und Dürre au durch die in den lcßten Tagen gefallenen geringen Niederschläge nur zum Teil behoben wurde. Der Anbau der Wintersaaten, der zu

itte September infolge der dur große Hiße und austrocknende Südwinde bewirkten Härte des Bodens und zum Teil auch infolge verspäteter Ernte ers im Beginne war, ging nah den Niedershlägen anfangs der Berichtsperiode, die eine leichte Bodenbearbeitung ermöglichten, glatt vor sih und is gegenwärtig in Nieder- und Ober- dsterreih und in den Sudeten- und den Alpenländern von noch auszuführenden restlichen Weizensaaten abgesehen überall beendet. Bloß im südlichen Mähren, wo während der Berichtsperiode vor- wiegend regnerishe Witterung herrschte, war die Ausfaat behindert und befindet fih in einigen Gegenden noch im Nüsiand. Die genügende, oft reilidhe Bodenfeuchtigkeit und Wärme begünstigten in diesen Ländern die Keimung der früheren Saaten, welche gleihmäßig aus dem Boden gekommen find und sich gut bestocken, während sich die späteren. Saaten noch im Stadium der Keimung befinden. * Sehr ungünstig waren da- gegen die Verhältnisse in Galizien, dem angrenzenden Teile Schlesiens und in der Bukowina, wo die Bodenbearbeitung und die Saat- bestellung infolge der großen Austrocknung des Bodens meist unter roßen Shwierigkeiten vor si ging, ja in Ostgalizien auf strengeren B65 en häufig bis zum Eintritte entsprehender Niederschläge eingestellt werden mußte. Die Keimung war mit Ausnahme jener Gegenden, wo Strichregen- dem Boden einige Feu tige keit zuführten, sehr erschwert und ungleihmäßig, der Auf- gang der jungen Saaten meist mangelhaft und \{chwach. Dort, wo nunmebr, wenn auch nur spärlihe NRegenfälle eingetreten sind, dürften sie wohl Besserung bringen und ein 1ashes Fortschreiten des häufig noch stark im Nükstande befindlihen Anbaues ermöglichen. Jedenfalls dürfte in diesen Ländern der nur teilweise beendete Anbau kaum vor Ende Oktober abgeschlossen sein. Auch in den Küstenländern konnte bie Aussaat infolge großer Trockenheit bisher vielfa nit be- werkstelligt werden. Aus Oberöslerreich, Böhmen, hren und Schlesien sind nicht selten Klagen über massenhaftes Auftreten der. Aersthnecke eingelaufen. Auch Feldmäufe richten in einigen Gegenden Schlesiens und Galiziens großen Schaden an.

Die Späthißzeperiode zu Beginn des Monats September und die warme Witterung der leßten Wochen begünstigten die Reife der Maisfrucht außerordentlich, Lon die Kolben fast überall voll- ständig ausreifen konnten. Da der Kolbenansaß zumeist befriedigend war, fit au) das quantitative Ergebnis von Dalmatien abgesehen größtenteils zufriedenstellend (durchschnittlich „gut ilt Nur in jenen seiten Lagen, wo die Pflanze früher durch Trockenheit und

iße besonders zu leiden hatte, sind mindere Erträge zu verzeichnen. Bio Snnenlande Dalmatiens ist die Maisernte infolge der während des ganzen Sommers herrschenden großen Dürre, mit Ausnaÿme der feudten Lage der Bezirke Knin und Drnis, un- günstig ausgefallen. In einigen Gegenden Südtirols, Kärntens und des Küstenlandes haben Stürme in den Maiskulturen großen Schaden angerichtet. Die Ernte ist nur in den Küstenländern beendet, sonst jedoch vielfa noch im Zuge.« Die Angaben des leßten Berichts über die Erträge der infolge des günstigen EGrntewetters frühzeitig ab- in vorzüglicher Qualität ein- bestätigt. Nur in wenigen

geschlossenen und zum größten Tei ebrahten Grummeternte A venige!

egenden fiel ein restlißer Teil der Grummeternte in die regnérishe Periode zu Mitte September. Jn Kärnten und Salzburg wurde das Grummet vielfah dur Hochwasser ver- shwemmt. Stoppelklee, der auf besseren ‘Böden guk gedieh, lieferte zumeist befriedigende oder mittlere S Auch die Herbstweid en sind häufig gut bewachsen. Dagegen hat Samen- kee nit überall die erwarteten günstigen Erträge abgeworfen. Die Kartoffelernt e wurde allgemein erst in der zweiten September- hälfte in Angriff genommen und is gegenwärtig, wenn auch weit vorgeschritten, häufig noch nicht beendet: Jn Galizien ist die Ernte noch) vielfa im Nückstande, da das Ausnehmen der Kartoffeln wegen der Härte des Bodens langsam vor {ih geht. Der in einigen Lindern “infolge des nassen Sommers sehr häufig nament- lih auf {weren Böden auftretenden Fäulnis der Kar- toffeln (Peronospora infestans) waren besonders die frühen Sorten unterworfen, während ih die Spätkartoffeln widerstandë- fähiger zeigten und nur in Galizien, Schlesien und Mähren in größerem S gelitten haben. Die Crnteergebnisse in diefen Ländern sind dement\prehend ungünstig, namentli in Galizien, wo üm westlihen Landesteile größtenteils \chwachmittlere oder s{chlechte Erträge erzielt werden, ährend man ‘im östlihen Galizien und in Schlesien in mehr als eiuem Drittel der Bezirke doch wenigstens mittelmäßige Celungen erbält. Befriedigende Erträge zählen in Galizien zu den Seltenheiten. Jn Mähren sind die Ergebnisse der Kartöffelernte verhältnismäßig besser, sie bleiben jedoh im Durchschnitt unter dem“ Mittelmaß. Auch in Böhmen wird vielfah über Fäulnis der Kartoffeln geklagt, do find dort die Erträge im allgemeinen noch ‘annehmbar. (Durchshnittlich nahezu gutmittel.) In den übrigen Ländern ist man mit den Ernte- ergebnissen e zufrieden; die beste E:nte lieferte Steiermark, wo aud der Stärkegehalt der Kartoffeln sehr gelobt wird. Die Zucker- Tüben haben fa leßter Zeit in Mähren noch an Gewicht zu-

“bei Weißen heit handele, erweden.

Schwierigkeiten verbunden, Die Ernte der Futterrüben sieht im Beginne und wird mit- Ausnahme Galiziens und des Küstenlandes, wo die Erträge unter mittel bleiben, größtenteils befriedigende oder

annehmbare Ergebnisse liefern. Dagegen wird der Ertrag der Stoppelrüben im allgemeinen wenig befriedigen. (Wiener Ztg.)

Veber den Ausfall der Ernte und den Stand der Kulturen wird der „Schweizerischen Landwirtschaftlichen Zeits{rift“ unterm 10. Oktober aus Zug berichtet: Was die Witterung anbelangt, war der verflossene Monat ret gut, besser, als man nah der gehabten Sommerwitterung noch glaubte erwarten zu dürfen. Der Kältefall um Mitte des Monats kam dem Obst sehr zu gut, das dabei Zeit gewann, vollständiger auszureifen. Das Obst war auch von seltener Vollkommenheit, und es gab wenig teige und nicht gesunde Ware, was bei anhaltender Hiße wohl eingetreten wäre. Die Saftausbeute darf als gut, die Qualität als vor- züglich bezeihnet werden. Auch sammelte sich das Obst besser als man erwartete; es ist eine gute Mittelernte vorhanden. Zwetshgen fas es ebenfalls recht zufriedenstellend, Aepfel stellenweise. Wäre zu Anfang vergangenen Monats noch ein tüchtiger Regen gefallen, fo hätte man auch reichlich Herbstgras, was aber so nur insoweit der Fall ist, als früh geemdet wurde. Ret günstig war die Witterung zur Kartoffelernte und für das Herbst- gemüse. Die erstere fällt an den Abhängen ret zufriedenstellend aus, in den Tallagen hingegen hört man bittere Klagen. Das Ge- müse ist schr wohl entwickelt. Die Nüben liefern im allgemeinen gute Erträge. Geringe Erträge liefern jedoch die Streuewies en, die nur den S nah gut sind. Troßdem erzielte ‘die Streue ab der Wurzel meistens recht hohe E Bei günstiger Witterun wird nun wohl allerwärts mit der Ernte begonnen. Necht vorzügli) gestaltet si der Ansaß von Fruchtknospen in allen Lagen. -

Die Weinlese hat, wie der „Landbote“ in Winterthur unter dem 11. Oktober schreibt, im Wettingerbèrg und in der Goldenen Wand in der vergangenen Woche begonnen. Der heiße September, nur 4 Tage ausgenommen vom 13. bis 17. —, mit täglihem, goldenem Sonnens- hein und allnächtlihen Nebeln, und der nun darauf folgende ideale Oktober mit Föhn und sommerwarmen Tagen, haben alle Erwartungen übertroffen und den Trauben den wahren Duft verlichen. Jn

- quantitativer wie in qualitativer Beziehung wird die heurige Ernte

die leutjährige erheblih übertreffen.

Untröftli lauten. dagegen, derselben Auna zufolge, die Herbst-

berihte aus dem Kanton Genf: „Der Herbst 1903 ist noch un- ünstiger als der A 1896, und das will viel sagen. m ganzen unteren Seeufer bis weit ins Waadtländishe und Savoyische hinauf bringt heuer die Weinlese kaum die Hälfte der Auslagen, nur wenige Weinbexge liefern Nennenswertes. Die Preise" der Trauben weisen {hon darauf hin. Voriges Jahr kaufte man das Kilo für 30 bis 35 Rp.; 1903 zahlt man 70 bis 80 Rp. Auch das Obst ist ungewöhnlich teuer und wird schon jeßt seltener.“

Im Wallis ist, wie das „Tageblatt der Stadt St. Gallen“ unterm 15. Oktober meldet, die Weinlese in vollem Gange die Qualität ist ausgezeichnet, die Quanität steht hinter der leßztjährigen zurückE. Der Versand hat begonnen, die Bahnstationen sind belagert von Weinfuhrwerken; es gehen uh ganze Haufen von Traubenkisthen ab. Tbe West- und Ostschweiz haben \sih Händler in großer Zahl eingefunden.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Die Swhlafkrankheit in Uganda.

Wie die „Pall Mall“ aus Uganda mitteilt, sieht Colonel Bruce, der Leiter der zur Erforshung der Schlafkrankheit entsandten Kom- mission, eine hauptsählich an den Usern des Viktoria-Nyanzasces, aber auch fonst im Lande #ih- findende Fliege, die von den Cin- eborenen „bibu“ genannt wird, als Ueberträgerin des die Sthlaf- rankheit Pader senden Krankheits\toffes an. _ Während bisher Europäer fich einer Immunität gegen diese fast immer E verlaufende Krankheit erfreuten, sind kürzlih zwei Fälle

eobachtet, die den Verdacht, daß es sich um S{hlafkrank-

Die Behörden sollen bereits in Erwägung gezogen haben, ob es nicht S wäre, ihren S von Entebbe ins Baiéte zu verlegen. Die Church Mission, die an dem Ufer des. Sees eine große Nieder- lassung zur E und Unterrichtung von Eingeborenen in ver- A Industriezweigen Per eE hatte, hat si bereits auf Bruces

at entschlossen, die Neugründung aufzugeben und auf die etwa sieben Meilen landeinwärts gelegene alte Station zurückzukehren. j

Literatur.

Kurze Anzetgen neu erschienener Schriften, deren Besprehung vorbehalten bleibt.

Literarischer Karneval. Von Kory Towsk a. Cöln a. Rh.,

s f A E ira. oman ‘von H. von retivershofen. 4 M Berlin, Richard Taendlers Verlag. f :

Flüchtiges Glü ck. Roman von Clarissa Lohde. 3 4 Berlin, Richard Taendlers O

Mrs. Carry Redfield. Roman von Arthur Zapp. 2-6 Berlin, Richard Taendlers Verlag.

Webers JIllustrierte Katechismen Nr. 47, 44, 57 u. 245. Die Musikinstrumente, ihre Beschreibung und Verwendung, von Richard Hofmann. 6. Aufl. Mit 205 in den Text gedruckten Abbildungen und zahlreichen Notenbeispielen. Gebdn. 4 # Feldmeßkunst. Von Professor Dr. C. Pietsch. 7. Aufl. Mit 76 in den Text gedruckten Abbildungen. Gebdn. 1,80 4 Physik von Professor Dr. Julius Kollert. 6. Aufl. Mit 364 in den Text gedruckten Abbildungen. Gebdn. 7 6 Selbst- erziehung. Cin Wegweiser für die reifere Jugend von John Stuart Blackie. Deutsce, autorisierte Ausg. von Lic. Dr. Friedrih Kirchner. 3. Aufl. Gebdn. 2 M. eia I. J. Weber.

Die überseeische N der Chinefen und ihre | Einwirkung / auf die weiße und gelbe Nasse. Volkswirtschaftliche / Studie von H. Gottwaldt. 3 4A Bremen, Max Nößler.

Grundzüge der Staatssteuern imKönigreihSacfen. Eine Studie von Hans von Nostiß. 3 4 Jena, Gustav Fischer.

Gesetz, betr. den Forstdiebstahl vom 15. April 1878 mit Erläuterungen herausgeg. von Dr. G. von Oehlschläger und A. Bernhardt. 5. vermehrte Aufl., neu bearb. dur I. Pelzer und W. Schult. Gebdn. 2 4 Berlin, Julius Springer.

E Da des E ae S A E beiauec,

en Nets von M. Zelle. 5. Aujl.,, neu veard. . i R: E und Dr. G. Langerhans. Gebdn. 7,50 Berlin,

ulius Springer. j N ie S Ca ge Bo PBR bee Des Reichs. Text- ausgabe mit Anmerkungen. VIII. Bd. Die n N und. Konsularverträge des Deutshen Reichs. Von Dr.

ustus Olshausen. Gebdn. 2,40 4 1X. Bd. Die Reichs -, trafgeseßgebung für die deutschen Konsulargerihts- bezirke und Shußgebiete. Von Dr. Justus Olshausfen. Gebdn. 1,50 4 Berlin, Franz Vahlen. } der Geseßgebung

eno im Zuge befindlihe Ernte in den meisten Handbuch in Preußen und dem Distrignen e E Diatitlere - Fechsungen ergibt. Jn“ le Reiche. Heraubgeg. von Graf Hue de Grais. den übrigen Produktionsländern “sind die Erträge vielfa | 1X. Bd. Das Bauwesen. Von Dr. jur. F. Münchgesang weniger günstig, namentlich im“ wefllihen Böhmen, in | Gebdn. 10 4 XIV. Bd. b, Die Jagd. Von W. ulß Galizien E n einigen Gegenden Niederösterreihs, wo | und G. Frh j von Seherr+-Thoß. Gebdn. 4,46 Berlin, Julius sie das Mittelmaß oft nicht erreichen. Genaue Angaben Über die P G

Qantitative Ausbeute können noch nicht gebraht werden. Die Die Post-, Telegraphen- und Ferñ rechgeseßgebung

ualt i lobt, uad is man hinsichtlich des L O O L Ad In Galizien ist das

udck : 7 i trgebalts fast überall zusrie dem harten Boden mit großen

erausnehmen dec“ Rüben aus \ :

unter Berücksichtigung ‘der Rechtsprechung des

eih8gerihts ; egeben von Martin Johannes Neuberg. eda: O Leipsig, Dieterihshe Verlagsbuhhandlung Theodor Weicher.

_ Zum Fideikommißwesen der Gegenwart und P E Eine Betrachtung zu dem vorläufigen Entwurf eines Gesetzes über Familienfideikommisse. Von Hans-Hermann Graf von Schweiniy, 2,90 4M Berlin, Hermann Walther.

Zur wirtschaftlichen ntwickelung und Lage der deutschen elektrotechnischen Industrie. Nach einem Vortrage von Dr. N. Bürner. 0,50 A4 Berlin, Franz Siemenroth.

__ Grundriß der Nitschlschen Dogmatik von Const. von Kügelgen. 2. Aufl. von „Die Dogmatik Riis{ls“. 3 4 Leipzig, Nichard Wöpke. n

Handel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht der Neihsbank vom 15. Oktober betrugen (+ und im Vergleich zur Vorwoche):

Aktiva: 1903 1902 1901 Metallbestand (der d. d M. Bestand an kurs3- fähigem deutschen Gelde und anGold inBarren oder aus- [ändishen Münzen, das Kilogr. fein zu 2784 4 berehnet)| 879 820 000 | 870702000 | 860 680 000 (+ 28-720 000)| (+ 33 868 000)| (+ 29 403 000) Bestand an Reichs- kafsensheinen . 25 257 000 i 925 319 000 23 538 009 (41 494 000)| (+ 1753 000)| (41 244 000) Bestand an Noten i anderer Banken . S e 009) 8 000) 12 494 000 G 83 —+ 84 000 Bestand an Wechseln 949 300 000 843 580 000 927 483 000 (— 81 959 000)|(—108 518 000)| (— 63 317 000) Bestand an Lombard- forderungen ( E S Goa C 1 467 000 76 824 000 27 226 32 332 000) (— 24 784 000 Bestand an Effekten 20 258 000 | 118 623 000 L 21 639 000 (+71 000)} (— 7 813 000)| (+4 2 108 000) Bestand an sonstigen Ten 93 486 000 92 901 000 116 306 000 (— 10410 000)| (4- 2 920 000)| (+ 3 212 000) Passiva: das Grundkapital 150 000 000 | 150 000 000 | 150000 000 (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) der Reservefonds 47 587 000 44 639 000 40 500 000 (unverändert) | (unverändert) | (unverändert) der Betrag der um- ° laufenden Noten .| 1 334 726 000] 1 320 802 000 | 1 283 623 000 2 (— 94 617 000)|(— 95 257 000)|(— 81 530 900) z die Jones S älligen Verbind- ihkeiten . 485 741 000 | 492 318 000 529 424 000 (4+ 9 190 009! | (— 15 360 000)|(+ 28 691 000) die sonstigen Passiva 32 722 000 27 075 000 395 417 000 (+ 555 000)| (+ 578 000)| (4- 789 000)

Der Metallrückfluß war in der A Woche nicht ganz fo be- deutend wie im Vorjahre. Die Wechsel- und Lombardanlage betrug in der legten Woche zusammen 1017 Millionen Mark gegen 917 Millionen Mark im Vorjahre. Da die Girogelder in der legten Woche eine unahme von 9,19 Millionen Mark gegen eine Abnahme von 15,86 Millionen Mark im Vorjahre aufweisen, so bleibt die Summe - der Girogelder im ganzen noch um 6} Millionen Mark gegen den Betrag des Vorjahres zurück.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusa tellt „Nachrichten für Handel und lam enges N

Internationale TUteTtuno für Alkoholverwertung und Gärungsprodukte in Wien 1904. In der Zeit vom 16. April bis zum 31. Mai 1904 wird i einc internationale Ausstellung für Alkoholverwertung e Crans N abgehalten werden. Zweck der Ausstellung ist, ein allgemeines \ ild zu geben von dem jeigent Stande der Spiritusindu rie und Spiritusverwertung. Außerdem wird die Ausstellung noch folgende Gârungsindustrien umfassen: Brauerei, Brennerei, Mälzerei, Stärke- E a E , Nahere Auskunft erteilt das Bureau des Bundes der Fnd Niederösterreihs in Wien, Eshenbachgasse Nr. 11. Aut Ba

Ausstellung landwirtshaftlicher Maschinen in Madrid. Spanien is für landwirtschaftliße Maschinen ein beat wertes Absaßzgebiet. Aus diesem Grunde Ev b die mit Ve A verbundene internationale Ausftellung landwirtschaftliher Maschinen deren Organisation die Landwirtschaftskammer in Madrid und der Spanide landwirtschaftlihe Zentralverein übernommen haben, volle

eachtung.

._ Der Wettbewerb, der im November d. J. zu Madrid auf den Ländereien der landwirtschaftlichen Zentralschule (Moncloa) stattfinden wird, foll umfassen: 2

1) die der Bearbeitung des Bodens für den Anbau dienenden Maschinen (Pflüge, Walzen, Eggen, Exstirpatoren und dergl.);

2) Säe-- und Düngemaschinen ; E

3) Maschinen für den Weinbau und Gerätschaften für die Be- kämpfung der Krankheiten der Nebe und der sie s{ädigenden Insekten.

Zur Teilnahme befugt sind Maschinenbauer Spaniens und des Auslandes. Den Anmeldungen find genaue Angaben über die Be- \hàfenheit der Maschinen, den Kaufpreis, die Ersaßystüke, die be- quemste Bezugsart und -die auf anderen Ausstellungen erhaltenen Auszeichnungen beizufügen; fie find zu rihten aa die Land- wirts{aftskammer in Madrid Io Nr. 12). Die Koften der Beförderung und der Inbetriebseßung der Maschinen fallen im allgemeinen den Ausstellern zur Last. Zugtiere und Arbeiter für die Versuche werden indes von der Landwirtschaftskammer unentgelt- lich zur Verfügung Ras Für jede Ausstellungsgruppe werden eine oldene Medaille nebst Chrendiplom, zwei silberne und fünf bronzene Medaillen bewilligt. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Madrid.)

Einfuhr der Republik San Salvador im J

hr ahre 1902. rep ee Jahres 1902 wurdet nah der Republik San : La or L dz Waren im Gesamtwerte von 2 747 385 Sucre britannien mit 7s 891 Suere bateligs” 4," Snnne war Gro Amerika mit 863 324 e beteiligt, die Vereinigten Staaten von

[ : 324, Deutschland mit 36 ih mi 323 544, Italien mit 54 280, Belgien mit 15000 Sti pr

geringeren Beträgen Spanien, Nicaragua, Ecuador, Mexiko, China ' 1 1

S i E Under. le hauptsächlihsten Einfuhrarti i (der Anteil Deuts Is F ey rir at

Sucre folgende die in A beigefügten Zahlen ersihtlih ge r E 2 Baumwollwaren 1 025 134 (63 290) Mehl 105 (30 og und Attneien 130 944 (25 920) Baumwöllgacns (20364

A E Eisenwaren 102 898 (20 969) Stoffe für Seif G0 aon (6621 (34 5 Sguhrwaren 66 195 (33 920 Wei 47 162 Ce Y Wollwaren 47 889 (8145) Sâte für Kaffee S R 49) Seidenwaren 41 444 (191) Seidengarn Es s EGßwaren 32015 (3445) Papier und ibwaren (1597) R Lr erie 216 (20 1

un i

San Salvador.) e O ifi i ge 4

Æ