1903 / 248 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Der Präsident Loubet unterzeichnete ein Dekret, durh das |.

der General Dessirier zum Militärgouverneur von Paris

ernannt wird. ; j Die Deputiertenkammer seßte gestern zunächst die Neihen-

folge fest, in der die Interpellationen zur Verhandlung ge-

langen sollen, und beshloß dann, unter Zustimmung des

Ministerpräsidenten, mit der Beratung der Interpellationen am nähsten Donnerstag zu beginnen. Die Deputierten Lasies und Neveillaud beantragten hierauf, die Kammer

möge den tapferen Soldaten, die bei El Mungar und in Süd- Dran gekämpft haben, ihre Anerkennung und ihre Bewunderung zum Ausdruck bringen. Der Kriegsminister, General André erklärte {ih mit dem Antrage einverstanden, der vom Hause einstimmig ange- nommen wurde. Die Sitzung wurde hierauf geschlossen. i

NußlandD.

Der König und die Königin von Griechenland sind, wie „W. T. B.“ meldet, gestern von Kopenhagen in St. Petersburg eingetroffen. -

Der Generalleutnant Lenewitsch, bisher Kommandeur des ersten sibirishen Armeekorps, ist zum Kommandeur des Amurmilitärbezirks ernannt worden. Der „Rußki Fnwalid“

meldet die Ernennung des Professors der Generalstabsalademie,

Obersten Ogorodnikow zum ersten Militäragenten in China. Ftalien. ;

Der Ministerrat, der gestern stattfinden sollte, ist, wie dem „W. T. B.“ mitgeteilt wird, auf heuie vertagt worden, weil der Minister Galimberti erst heute eintrifft und der Ministerprästdent Zanardelli wünsche, daß alle Minister dem Ministerrat beiwohnten. Die Demission des Ka- binetts werde ziemlih allgemein für sicher gehalten. Das „Giornale d’Jtalia“ meldet, dèr Kabinettêhef Zanardellis werde heute nah San Rossore abreisen, um dem König ein Schreiben zu übergeben, in dem Zanardelli mitieilt, daß er aus Gesundheitsrücksichten um seine Entlassung bitte. Auch die „Jtalie“ stellt den Rücktritt des Kabinetts in Aussicht.

f Belgien,

Jn Quaregnon bei Mons ist es am Sonntagabend, wie „W. T. B.“ erfährt, anläßlih der Kommunalwahlen zu Unruhen gekcmmen. Als einer der Ruhestörer von der Gendarmerie verhaftet worden sei, hätten seine Genossen für ihn Partei ergriffen. Sie hätten die Fenster des Nathauses eingeworfen und vergeblich versucht, dessen Türen zu sprengen. Aus Mons sei berittene Gendarmerie requiriert worden, die die Unruhen bald unterdrückt habe. Jn der Nacht sei ein Arbeiter in dem Dorf durch unbekannt gebliebene Perfonen angegriffen und durch einen Dolchstih getötet worden.

Serbien, Die Skupschtina nahm gestern, wie dem „W. D gemeldet Did i Gesehentwurf über den Abschluß eines Handelsvertrags mit der Türkei an.,

; Bulgarien.

Die „Agence Bulgare“ meldet: Ein albanesishes Bataillon, das die bulgarische Grenze bei Karaivanißa überschritten habe, sei verseßt und die Schuldigen den Ge- richten überwiesen worden; für die von dem Bataillon verübten

lünderungen werde die Türkei Entschädigungen entrichten. Die Repatriieruñng der Flüchtlinge sei an’ folgende Be- dingungen geknüpft: Steuernahlaß, Gewährung von Sub- _fistenzmitteln, Wiedereinseßzung in Haus und- Hof durch eine “gemischte türkish-bulgarishe Kommission.

Amerika. j

.__ Jn Canada herrscht, wie tas „Reutershe Bureau“ be- richtet, große Entrüstung und Unzufriedenheit über den Ausgang der Verhandlungen des Schiedsgerichts über die Alaskagrenzfrage. Der frühere canadishe Minister Clifford Sifton, der als Vertreter Canadas den Schieds-

erihtsverhandlungen beigewohnt hatte, hat erklärt, daß der

chiedsspruh der Sache nach auf der ganzen Linie zu Gunsten der Vereinigten Staaten ausgefallen sei. Obgleich Canada die Prince of Wales- und Pearseinseln bekomme, die früher mehrere Jahre in amerikanischem Besiß gewesen seien, so würden diese doh dadurch ihres Werts für Canada beraubt, daß zwei J nseln, die unmittelbar außerhalb der Observatory- bucht und des Port Simpson lägen und die Einfahrt dazu beherrschten, den Vereinigten Staaten gugesprochen seien. Er könne die Gründe nicht verstehen, aus denen diese Inseln fortgegeben worden seien. Der'canadische Staudpunkt in bezug auf die die Buchten beherrshenden Punkte habe anscheinend keine Beachtung, seitens der Mehrheit des Schiedsgerichtshofs ge-

unden. i f Der Präsident Roosevelt hat gestern eine Verordnung erlassen, dur die der Kongreß auf den 9. November zu einer außerordentlichen Tagung Zur Beratung des Handelsabkommens mit Cuba einberufen wird.

Der Staatssekretär Hay wurde in der gestrigen Sihung des Kabinetts in der er Mitteilung von dem Schiedsspruche in der Alaskagrenzfrage machte, herzlih beglückwünscht. Der Präsident Roosevelt und das Kabinett schen den Schiedsspruh für den bei weitem größten diplomatischen Er- folg an, den die Vereinigten Staaten seit einem Menschen- alter errungen hätten.

Asien, :

Dem „Reutershen Bureau“ wird aus Tokio gemeldet, dem äußeren Anscheine nah sei die Lage unverändert. Der Baron Komura und der russishe Gesandte hätten seit dem 14. Oktober keine Besprechung gehabt.

Der Vizekönig von Jndien und Lady Curzon werden am 16. November in Karatschi die Neise nah dem Persischen Golf antreten.

Afrika. j Der „Times“ wird aus Tanger vom gestrigen Dage ge- meldet, die Regierungstruppen seien von den Znsurgenten am 19. d. M. zurückgeshlagen worden und hätten ernst- dofte Verluste auf dem Rückzuge zum Lager erlitten. Die Behörden hätten den ‘belgischen und den eng: lischen Gesandten amtlich von einer Vershwörung mehrerer Stämme benachrichtigt, die sich der Person des belgishen Ge- andten bei Gelegenheit eines Ausfluges bemächtigen wollten, en beide Gesandte vor einigen Tagen nach einem vier tunden von Tanger entfernten Orte hätten unternehmen wollen. Die Vershwörung sei infolge Uneinigkeit unter den Stämmen gescheitert.

Ausiralien.

Aus Melbourne erfährt das „Reutershe Bureau“, es würden dort große Ankäufe von australischem Blei zur Verschiffung nah China für japanische und russische Rechnung vorgenommen.

Nr. 44 des „Eisenbahn-Verordnungsblatts“, hberaus- gegeben im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, vom 16. Oktober hat folgenden Juhalt : Allerhöchste Konzessionsurkunde vom 13. Juni 1903, betr. den Bau und Betrieb einer voll- und s{malspurigen Nebeneisenbahn von Mödrath über Liblar nah Brühl durch die Möd- rath-Liblar-Brühler Eisenbahn Aktiengesell{àft.— Erlaß des Ministers der öffentlißen Arbeiten vom 2. Oktober 1903, betreffend staatlides Aufsichtêreht über die Eisenkahn von Mödrath über Liblar nah Brühl. Nachrichten. S

Nr. 45 vom 17. Oktober enthält einen Erlaß des Ministers der öffentlihen Arbeiten vom 13. Oktober 1903, betreffend Prüfungs- zeugnisse für Schlosserlehrlinge der Staatseisenbahnverwaltung.

Statistik und Volkösroirtschaft.

Die Wirksamkeit der Königlich sächsischen Altersrentenban fk.

Die Königlich sächsische Altersrentenbank ift durch Gescß vom 6 November 1858 errichtet und am 3. Januar 1859 dem öffentlichen Verkehr übergeben worden. Bei ihrer Errichtung bot fie jedem sädbsishen Staatsangehörigen, der das 18 Lebensjahr erreicht hatte, die Möglichkeit, si selbst oder einem andern Aufnahmefäbigen eine mit dem vollendeten 55., 609. oder 65. Altersjahre des Versicherten beginnende jährliche lebenslängliche Rente bis zum Höchstbetrage von 200 Talern zu erwerben. Durch die Geseße vom 23. Mai 1864 und 2. Januar 1879 erfuhr die Wirksamkeit der Altersrentenbank eine Erweiterung dahin, daß der Beitritt zu ihr allen Königlih sädbsishen Staats- angehörigen und jedem im Königreich Sachsen wohnhaften An- gehörigen anderer Staaten gestattet, die Grenze des Einzahlungs- alters von der Geburt bis zum 75. Lebensjahre ausgedehnt, der Marimalbetrag der Rente auf 2000 6 erhöht und neben den lebens- länglihen auch die Gattung der Zeitrenten (Rente auf 1 oder mehrere Jahre) eingeführt wurde S

Infolge beobachteter Mindersterblihkeit der Versicherten erwiesen sich die Tarife der Bank als nicht mehr haltbar, und es wurden daher, nachdem aus den Erfahrungen der Bank und einer verwandten Anstalt eine neue Sterblichkeitstafel abgeleitet und dur das Geseßz vom 30. April 1892 für die Bank angenommen worden war, neue Tarife eingeführt, die am 1. Juni 1892 in Kraft traten; auch ist scit diesem Tage der Beitriit ohne Altersbeschränkung gestaltet, nur mit der Maßgabe, daß Einzahlungen, die nah er- fülltem 75. Lebensjahre eines Versicherten erfolgen, so be- handelt werden, als ob sie im 75 Jahre geleistet worden wären. Die erworbenen Renten und Nentenanwarischa\ten sind fest, sie steigen und N nit; für die Verbindlichkeiten der Altersrentenbank haftet der Staat.

Seit dem Bestehen der Altersrentenban? bis zum Schlusse des Jahres 1902 sind nah dem „Statistischen Jahrbuch für das Köníig- rei Sachsen auf das Jahr 1904“ überhaupt 19 681 Einlagekonten eröffnet und auf diese im ganzen 112 559 Einlagen geleistet worden, von denen 50 513 auf das männliche, 62 046 auf das weiblihe Ge- R fallen. / : :

ie Gesamthöhe der bis Ende 1902 bewirkten Einzahlungen stellt sich auf 54 529 783 M, wovon bei 39 876 719 A auf die Rückgewähr verzichtet und bei 14653 064 ( diese vorbehalten ist. Die ins- gesamt erworbenen Nentenanwartschaften haben, eins{ließlih der dur nachträglichen Verzicht auf 1 374784 J ursprünglih vorbehaltene Einlagen erlangten Zuwächörenten, einen Jahresbeirag von 6 134 762 M. erreiht. Die ausgezahlten Nenten aber im Jahre 1902 22 053, insgesamt bis zum Schluß desselben 266 751 Bierteljahrêrenten

1 beliefen sich am Ende des Jahres 1902 auf 27 730 078 M

f Zur Arbeiterbewegung. / i

Aus Bremen wird der „Voss. Ztg.“ telegraphiert, daß bei Rickmers Neismühlen geftern O Arbeite 1 Uta getreten find. Die Ursache O Lohnfragen und anderes.

E C O der Weber im französishen Departement du Nord (vgl. Nx. 246 d. Bl.) erfährt „W T. B.“, daß der Deputierte Jaurès morgen in Armentières eintreffen wird, um in einer Versammlung der Auéständigen den Vorsiß zu führen. Man behauptet, daß Jaurès seinen Einfluß in beruhigendem Sinne geltend machen werde, i

Die Hafenarheiter in Dünkirchen (vgl. Nr. 246 d. Bl.) haben, wie „W. T. B.“ meldet, ihre Mißbilligung darüber - aus- gesprochen, daß die Kohlenverl ader ohne Zustimmung der Genossen- schaft in den Ausstand getreten sind. Die Kohlenverlader werden jedenfalls heute die Arbeit wieder aufnehmen.

__ Seit acht Tagen steben, nach einer Meldung der „Voss. Ztg.“, die 500 Arbeiter der Mailänder Jutespinnerei in Villa- dossola im Ausstand; gestern erfolgte die Schließung dieser Fabrik. A at befürchtet werden, halten die Behörden Truppen in

ereitschaft. :

In Bilbao sind, dem „W. T. B.“ zufolge, 19 000 Berg- arbeiter in den Ausstand getreten. Der Cisenbahnvexrkehr is unter- brohen. Verstärkungen von Gendarmerie treffen dort ein.

Kunst und Wissenschaft.

Bei Eduard Schulte wird vom nächsten Sonntag ab ein Werk Arnold Böcklins zu sehen sein, mit dessen Ausstellung den zahl- reichen Verehrern des Meisters jedenfalls gedient scin roird. Es ist das etwa 1886 entstandene, auf Holz gemalte und A. B. gezeichnete Bild“ „Ueberfall von Seeräubern (Schloß von Piraten erobert und in Braud gesteck)“. i

Land- und Forstwirtschaft.

Die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften des

Deutschen Rei hs haben in einer im Oktober 1902 zu Tübingen abgehaltenen Konferenz ihre ständige Kommission, bestehend aus der posenschen, rheinischen, hessen-nassauischen, badischen, brauns{hweigischen landwirtschaftlihen Berufsgenossenshaft und der laydwirt|chaftlichen Berufsgenossenschaft für den württembergishen Schwarzwäldkreis, R Unfallverhütungsvorschriften für die Landwirtschaft aus- uarbeiten. Die ständige Kommission hat zunähst einen Entwurf zu Unfall- verhütungsvorschriften für landwirtschaftliße Mas \chinen in Angriff genommen und nach Cinforderung aller bestehenden, den _Unfallschuß bezweckenden berufégenossenschaftlichen und polizeilichen Bestimmungen zur Gewinnung eigener Anschauung von den jeßt schon in den verschiedenen Landesieilen üblichen und vorgeschriebenen Schußvorrich- tungen an landwirtschaftlichen Maschinen sowie zum Studium der Frage, welhe Schußvorkehrungen sich an älteren, mit besonderen Ginrichtungen dafür nicht versehenen Maschinen anbringen lassen, unter Teilnahme eines Vertreters des Neichsversicherungsamts verschiedene A MERD En darunter solhe von Maschinen in landwirt\{aäftlißen Majschinen- fabriken, au der von Lanz in Mannheim, vorgenommen und Beratungen mit einer Anzahl hervorragender Sachverständiger gepflogen.

Das Ergebnis is in einem gedruckten Entwurf zu Unfallyer- hütung8vorschriften für landwirtschaftlicje Maschinen niedergelegt worden, welcher in einer vom“"8." bis ‘10. Oktober d. Js. i

1 Detmold abgéhaltenen Konferenz der deutschen landwirtschaft,

Bernhard Irrgang in

lihen Berufsgenossenshaften mit wenigen e Annahme gefunden hat. Die diesem Entwurf eingefügten Abbildungen follen durch andere, für den vorliégenden Zweck besonders herzustellende erfi werden. Nachdem dies gescheben und der Wortlaut nah den Konfe- renzbeshlüssen, soweit nötig, geändert sein wird, werden die Unfallver- hütungsvorschriften für landwirtsbaftlihe Maschinen den einzelnen landwirtshaftlihen Berufsgenossenschaften behufs Beschlußfassung über die Einführung in ihren Bezirken zur Verfügung gestellt werden, da die Stellungnahme der Konferenz der Entschließung jeder einzelnen landwirtschaftlißen Berufsgenossenschaft in dieser Frage niht vor- greifen kann, vielmehr jede Berufsgenossenschaft in der Lage ist, Be- stimmungen, die für thre besonderen Verhältnisse einer Abänderung bedürftig erscheinen, neu zu gestalten, solche, die ihr entbehrlih s{heinen, wegzulassen und weitere anzufügen. Insofern haben die ausgearbeiteten und von der Konferenz angenommenen Vorschriften also nur den Charakter von Vorschlägen, wenn sie au an si für die Verhältnisse aller landwirtshastlihen Berufsgenossenschaften berehnet sind. *

Die Detmolder Konferenz“ hat ferner ihre ständige Kommission beauftragt, weitere Unfallverhütungsvorschriften für die Landwirtschaft auszuarbeiten, ihr aber die Art des Vorgehens und die Reihenfolge der Entwürfe überlassen.

Saatenstand in Ungarn.

Amtlicher Saatenstandsberiht des ungarischen Ackerbauministeriums

vom 15. Oktober.

Die erste Hälfte des Monats Oktober war vorwiegend trocken und windig. Niederschläge h nur in den allerlezten Tagen zu ver- zeihnen. Dies ist die Ursache, daß die Ackerung und der Winter- anbau in einzelnen Gegenden eine Verspätung erfuhren, Die mit Weizen besäten Flächen zeigen infolge NRegenmangels eine unbefriedigende Keimung. Die Auésichten auf Regen bieten den Landleuten die Hoffnung, daß die mangelhafte Ent- wickelung vor dem Eintritt der Frte gutgemaht wird. Wo die Wintersaaten zur rechten Zeit durch Niederschläge befeuhtet wurden, stehen die Saaten \{chön. Mais lieferte zum größten Teile ein mittleres, teilweise ein gut mittleres Erträgnis. Die Kartoffel- ernte entspriht sowohl qualitativ als quantitativ den gehegten ‘Er- wartungen. Die Zuckerrüben werden geklaubt ; der Zuekergehalt ist gut. Futterarten litten infolge des anhaltenden trockenen Wetters.

v

Getreideanbau-Großbritanniens und Irlands.

Nach der von dem Board of Agriculture in London unterm 26. August d. J. veröffentlichten Uebersicht stellen sich die Anbau- flähen Großbritanniens und Irlands, wie folgt :

Großbritannien. 1903 gegen 1902 in Acres E 1581 587 1726473; E E E S 1/858 484 1 909 383, D e E 3 140 242 3 057 203, Rat S R 564 286 573 880, DoPI A G S A 47 938 48 031. Irland. 1903 gegen 1902 i in Acres Wehen e s E 3 44 244, Gerte a s 158 768 167 877, afer E S S097 512 1082 144, Kartoffel 620 390 629 304

Buenos Aires, 20. Oktober. (W. T. B.) Hier sind Fröfte eingetreten, sie rihteten aber keinen Schaden an.

Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause findet morgen die zwei- hundertste Aufführung von F. A. Boieldieus Oper . Die weiße Dame“, in den Hauptrollen mit den Damen Dietrich, Herzog, Pohl, den Herren JIörn, Krasa, Lieban, ne beseßt, statt. Das Werk ging unter dem Titel „Die Dame auf Schloß Avenel“ am 1. August 1826 erstmalig an der Königlichen Oper in Szene, im Jahre 1851 wurde dann die neue Bezeihnung eingeführt. Kapell- meister von Strauß wird die Jubiläumsvorstellung leiten. Fräulein Hedwig Kauffmann, zuleßt dem Königlichen Hoftheater in München angehörend, ist in den Verband der Königlihen Oper eingetreten und wird als Antrittsrolle die Rosine im „Barbier von Sevilla“, dessen Neueinstudierung vorbereitet wird, singen.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen, am Ge- burtstage Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, das vaterländische Schauspiel „1812“ mit Herrn Kraußneck als Napoleon 1. und Herrn

olenar als General York gegeben. á ,_ Im Berliner Theater geht morgen, Donnerstag, E. A. Buttis vieraktiges Drama „Lucifer“ in der Bearbeitung von Otto Erich Hart- leben und Ottomar Pily erstmalig in Szene. Die S find, wie folgt, besetzt: Professor Alberini: Ernst Pittshau; Guido : Alexander Wierth; Senardi: Willy NRohland; Abbadia: Arthur Wehrlin; farrer: Richard Starnburg; Regina: Marie Frauendorfer; Mathilde : elicitas Cerigioli. Herr Alfred Halm hat das Werk in Szene geseßt.

Im S illertheater befinden fi gegenwärtig das dreiakt ge Schauspiel „Liebelei“ und daë einaktige Lustspiel „Literatur“ von S E in Vorbereitung und werden in nächsler Woche in

zene gehen.

Im zweiten Philharmonischen Konzert, das am 26. d. M. unter Leitung von Professor Arthur S in der Phil- harmonie statifindet, wirkt Herr Friß Kreisler als Solist mit und wird das Braÿmssche Violinkonzert zu Gehör bringen. Den Schluß des Konzerts bildet die humorvolle „Abschiedssymphonie“ von A D zum ersten Male im Rahmen dieser Konzerte auf- geführt wird.

Am 16. November findet im Beethovensaal ein Konzert zum Besten des Lorßing-Denkmalfonds unter Mitwirkung der E T E Lw s oa des Königlichen

ängers Herrn Lieban und de o en Gesan i

Q Georg Bloch) statt. IAgu ereins orgen, Donnerstag, Abends 7 Uhr, veranstaltet der Organist in der Heiligkreuzkirhe das n ste

Orgelkonzert unter Mitwirkung von Miß Hilda M. Nose (Sopran n Lisa Goedecke (Alt) und Fräulein Gertrud Warburg (Vieliae) uétte von Bach, Mendelssohn, Orgelkompositionen von Bath,

Ph. Wolfrum u. a. gelangen zum Vortrag. Der Eintritt is frei.

r

Der musikpädagogishe Kongreß, der gest er deu Vorsitz des Professors Xaver Ggr gestern ier BAGR ot u tee hiesige und auswärtige Musikinstitute Vertreter ent- e 48 ald S eines musikpädagogishen Musikern in künstleri ind maten e rstandes unter den

hat. Als Vorstand ischer“ und materieller Hinsicht zum Zweck

des A : : jeßt ausführende Kortumisión un E die die Vorarbeiten bis

1 inzuzi iegli

Ersten Vorsigenhen Liga uver Séharwenta, bebiele bas Ant ns er bei. in

Generalversammlung wurde der Herbst 1904 fe Men Lu

Jagd.

Am Freitag, den 28. d. M., findet Königliche- Par: :

forcejagd statt. Stelldichein: Mi i Hasenheidenberg bei dem Pein; Mittags 12/4 Uhr plaß Döberig e Dentimal auf bem Ten

t