1903 / 249 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

notwendig, daß sie ihre böswilligen O gegen

Spanien,

Bei der gestrigen Wiedereröffnung der Kammer erklärte, wie a T. B.“ meldet, der Ministerpräsident Villaverde, die Regierung werde sih hauptsächlih mit der Reorganisation der Finanzen und der Herstellung des Gleihgewichts im Budget beschäftigen. Sie werde sih leiten lasen von den Prinzipien der konservativen Partei.

Unter den der Kammer vorgelegten Geseßentwürsen be- findet si ein solcher, betreffend die Zahlung der Zölle in Gold und die freie Goldprägung, ferner ein Geseß-

entwurf zur Besserung des Wechselkurses, durch den - der Finanzminister ermächtigt wird, n Zwecke der Goldbeshaffung jedes Jahr eine Anleihe von

100 Millionen Pesetas als schwebende Schuld auf- unehmen und dur die Zolleinnahmen sichergestellte Vor- fhüfse in Gold zu entnehmen, auch auf die Minen von Almaden eine Anleihe von 75 Millionen aufzunehmen und einen

Teil des Silbergeldes aus dem Verkehr zurück- zuziehen. Eine andere Vorlage ermächtigt den Minister- präsidenten, Handelsvertragsverhandlungen . anzu- knüpfen.

Türkei.

Dem Wiener „Telegr.-Korresp -Bureau“ wird aus Kon- stantinopel berichtet, das Gericht in Monastir habe von 138 Personen, die auf Grund der im Frühjahre in Debrca vorgekommenen Vorfälle angeklagt waren, 128 zu Zwangs- arbeit in Kleinasien verurteiltk. Die Nachricht, daß die englische Botschaft der Pforte eine Note überreicht habe, in der die Ausführung des Berliner Vertrages, soweit ‘er sih auf Mazedonien beziehe, verlangt werde, sowie die weitere Meldung, daß dieses Verlangen seitens der italienishen Negierung unter- stüht werde, sei falsch. Keine Botschaft habe das Vorgehen Desterreih-Ungarns und Rußlands bisher gestört, sondern es sei von allen Mächten übereinstimmend unterstüßt worden. Seit einigen Tagen hätten weder die Pfdrte noch die Bot- schaften Nachrichten über große Bandenkämpfe erhalten.

Die ottomanische Regierung hat der Ernennung Simitshs zum serbischen Gesandten in Konstantinopel zugestimmt.

Die „Agencia Stefani“ meldet aus Jaffa, daß vor einigen Wochen ein türkischer Offizier in das Haus des talieners di Delvo eingedrungen sei und ihn mit einem evolver bedroht habe. Jnfolge des energischen Vorgehens des italienishen Konsuls in Jerusalem und des Botschafters in Konstantinopel sei jeßt dem italienishen Staatsangehörigen eine Entschädigungssumme gezahlt und der schuldige Offizier zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Gouver- neur und der Kommandant von Jaffa hätten den italienischen Konsularagenten persönlich um Entschuldigung gebeten.

Schweden und Norwegen.

Wie dem „W. T. B.“ aus Christiania berichtet wird, reihte das Ministerium Blehr in der gestrigen Sigzung des Staatsrats sein Entlassungsgesuch ein. Der Führer der Rechten im Storthing, Professor Hagerup hat von dem König den formellen Auftrag zur Kabinettsbildung erhalten.

Dänemark.

Bei der gestrigen Beratung des Budgets im Folkething führte der Ministerpräsident Deunter, wie ,W. T. B.“ berichtet, aus: alle Behauptu ngen, daß die Regierung eine einseitige Agrar- politik treibe, seien unwahr. Die neuen Steuergeseße hätten nur das Unrecht früherer Zeiten beseitiat. Falls die Sozialdemokraten die Be- strebungen der Negierung, die Bestimmungen über das Kommunalwah[- [recht in demokratishem Sinne umzuändern, Ren alen eee

e egterung éin-

stellten. Die Regierung habe jeden Widerstand gegen die wichtigen Reformen zu bekämpfen. Die Partei der Nechten ae nne nur Abi ihre politishe Stellung behaupten, daß sie die verfassungsmäßige Be- deutung des allgemeinen Wahlrehts anerkenne. In der Landesver- teidigungsfrage wolle die Regierung ein Programm, das weder als Militarismus noch als Verteidigungsnihilismus bezeihnet werden könne.

Amkerika.

neue chilenishe Ministerium ist, nah einer Meldung d e T. B aus Santiago, gebildet worden. Arturo Besa übernimmt Präsidium und Jnneres, an Stelle von Ricardo Matte. Das Kriegsministerium wird von einem Konservativen beseßt werden, dessen Name noch nicht bekannt ist. Die übrigen Minister behalten ihre Portefeuilles.

s „Veröffentlihungen des Kaiserlichen Ge-

# ant Be vom Us Oktober hat folgenden Inhalt: Jahres- beriht über Tierseuhen im Deutschen Reiche, 1902. Ankündigung. Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen ansteckende Krankheiten. Desgl. a Pest. Ursachen der Sterbefälle in Preußen, 1901. Geseßgebung usw. E Reich.) Arzneimittel. (Preußen.) Ausführung des Fleisch- eschaugeseßes. (Fortseßung.) Typhuserkrankungen. Apotheken- betriebsordnung. linie Vorlesungen. A —- Unfallversicherung der Studierenden 2c. (Berlin.) Nichtapprobierte E (M eGladbach.) Patentvershlüsse. —. (Braunschweig.) âädereien und Konditoreien. (Ungarn.) Speisefette und Margarine- üse. Schlahtvieh- und Fleischbeshau. leishbeschauer. Fleisch. (Dänemark.) Steinöl 2c. Stam.) Quarantäneordnung. Gang der Tierseuchen in Italien. 2. Vierteljahr 1903. Desgl. in Dänemark. Rinderpest in Aegypten. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuhen. (Preuß. Reg.-Bezirke Koblenz, Sigmaringen, Böhmen, Großbritannien, Vereinigte Staaten von Amerika.) Vermischtes. (Preußen Baden Desterreih Rußland). Geheimmittel 2c. (Rußland.) Milchpasteurisiervorrihtungen. Geschenkliste. Wocentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Ein- wohnern. Deëêgleichen in größeren Städten des Auslandes. Er- krankungen in Krankenhäusern deutsher Großstädte. Desgleichen in deutschen Stadt- und Landbezirken. Witterung. Grundwasser- stand und Bodenwärme in Berlin und München, September. Beilage: Gerichtliche Entscheidungen, betr. den Verkehr mit Nahrungs- S 2c. (Kaffee, Kakao, Schokolade, Getreide, Mehl, Backwaren,

e, Eier).

(Luxemburg.)

M E

Statistik und Volkswirtschaft.

E Schadenbrände in Preußen 1900. ; Nach den du ufbereitung der Brandzählkarten vom Königlichen Statiftise Bee estellten Zahlen weichen die endgültigen rgebnisse der preußishen Brandstakistik für das Jahr 1900 wenig bon den vorläufigen h die im Frühjahre 1902 veröffentliht worden sind. Statt 49 468 durch Brand beschädigter A sich nad der „Stat. Korr.“ 49 521 und statt 46 193 Brandfälle 46 225. Das Jahr“ ift {let verlaufen, indem der Brandschaden den s{on sehr beträchtlichen des Vorjahres noch um 2 645 000 4 überstieg und

/

96 647 994 A erreichte. Hiervon fallen auf unbeweglihes Eigentum 91 229 022 und auf bewegliches 45 422 972 « Wie viel von diesen Sebi und dem Schaden auf jeden Regierungsbezirk fiel, gibt

nachitehende Uebersicht an:

Brandschaden : Tausende 4

: Hitkb E i Fa Bezirke rände e- über- E M sißungen haupt A Mobiliar Königsberg . .. 1916 2 058 4 320 2 506 1 815 Gumbinnen .. 558 606 1818 1 053 765 Dana a 917 963 3 436 1 829 1 607 Marienwerder .. 863 961 4115 2/253 1862 Stadt Berlin. . 9998 10018 2 169 815 1 354 Potsdam .. ., 3668 3782 9 561 2 633 2 929 Tant. 1/084 1185 3 454 2 200 1254 C 757 868 3 370 1 837 1532 Kon 342 462 2259 1286 973 Stralsund . 166 180 768 378 390 H o 1169 1 340 3153 1462 1 690 romberg s 827 889 2417 1240-1176 Breslau e D148 2 209 D 0A 1144 Venn e 933 983 2 826 1 846 980 Oppeln l 290 1424 2415 17900 1 060 Magdeburg . . . 1193 1/259 2 864 1 385 1 479 Mertebura 805 889 2 067 1 088 979 Gru s 267 399 1 349 834 515 Sdleswig ... 2414 2516 6 019 3439 2580 Hannover. . 989 1 032 1 200 776 424 ildesheim . ., 435 514 1 296 841 454 Nebra 498 583 4 061 1739 2 326 Stade 322 352 1437 957 480 Osnabrück ... 284 392 1495 958 537 Mde 136 144 408 231 TAG Unter E 520 543 2 589 1425 1163 Minden 576 640 2 443 1317 1 127 Arnsberg e 1:300 1 438 5 017 2 508 2 509 U S 838 1233 2 894 1753 1141 Wiesbaden . 841 882 1 583 739 844 oblen 417 567 1ST 695 463 Düsseldorf 3 697 3 840 9 185 3-795 5 390 In 2496 2 599 2 380 1219 1161 D Es 528 616 753 470 283 Aachen O 1115 1720 917 803 Sigmaringen .. 36 40 131 74 57.

Zur Arbeiterbewegung.

Der Ausstand der Bauhandwerker und -Arbeiter in Cassel vgl. Nr. 173 d. Bl), dec sieben Monate gedauert und ein voll- Cidiges Brachliegen der Bautätigkeit zur D gehabt hat, ift, wie die „Nh.-Westf. Ztg.“ mitteilt, soeben nah längeren Verhandlungen auf Grund entgegenkommender Bedingungen der Unternehmer endli beigelegt worden. An dem Streik waren rund 3500 Handwerker und Arbeiter beteiligt. : i

In Dünkirchen beschlossen, wie x, D. B.* meldet, die Spinner (vgl. Nr. 245 d. Bl.), heute die Arkeit wieder aufzu- nehmen. Sie werden heute ihre Forderungen den Fabrikanten unter- breiten. i Der seit einiger Zeit in Bilbao bestehende Arbeiterausstand (vgl. Nr. 248 d. Bl.) kann jeßt, wie „W. T. B.“ erfährt, als beendet angesehen werden.

Kunft und Wissenschaft.

Professor Kuno Fischer macht, wie ,W. T. B.“ meldet, am Schwarzen Brett der Üniversität Heidelberg folgendes bekannt : „Nach leidvollsten Schicksalen fühle 1ch mi bei meinem hohen Alter nit mehr kräftig genug, um akademische Amts- und Lehrpflichten zu erfüllen. Ich habe daher das Großherzogliche Ministerium des Unter- richts gebeten, mich zu beurlauben.“

Lanud- und Forstwirtschaft.

Saatenstand in Preußen um die Mitte des Monats Ee

: Oktober 1903.

pes den im Königlichen Statistishen Bureau zusammengestellten

Ergebnissen der Erhebungen über den Stand der jungen Saaten in

reußen berechtigte dieser um die Mitte des Monats Oktober zu olgenden Erwartungen (Begutachtungsziffer 1 bedeutet: sehr gut, 2: gut, 3: mittel [durchs{chnittlih], 4: gering, 5: sehr gering): Winter- weizen 2,6 (im Oktober 1902: 2,9), Winterspelz 2,1 (1902: 2,92), Winterroggen 2,5 (1902: 3,0), junger Klee 2,9 (wie im Oktober 1902), Luzerne 2,5 (1902: 2,4).

Zur Erläuterung dieser Zahlen wird in der „Stat, Korr.“ fol- gendes bemerkt:

Im verflossenen Berichtsmonat (Mitte September bis dahin Oktober) herrschten zunächst übermäßige Nässe, Sturm und Kälte. Um den 22. September trat allenthalben trocknes, {chönes Wetter, am Monatsfchlusse fogar êtwas übernormale Wärme ein, welche noch in den ersten Tagen des Oktober anhielt, dann aber allmählih na{- ließ. Bet ergiebigen Regenshauern in Begleitung heftiger Winde fühlte sih das Wetter bis zur Abgabe der Berichte derart ab, daß vielerorten das Thermometer während der Nächte den Gefrier- E s im Regierungsbezirk Köslin stellenweise sogar noch tiefer fank.

Abgesehen von anderen, hier niht zu bespreGenden Fruhtarten, konnten während der s{önen Tage die Felder von den Halm- früchten geräumt, auch die in manhen Gegenden noch gewonnene Nachmahd gut eingebraht werden. Ueber Probedr üs, che wird au diesmal, soweit die Vertrauensmänner sih darüber äußern, be- richtet, daß die Schüttung der Früchte nichi befriedige, und dies wohl zumeist dem Roste, von welhem im vergangenen Sommer die Halm- [rüchte zum großen Teilë befallen waren, zuzuschreiben sei. Mit dem Ausnehmen der Kartoffeln i man infolge der seit Anfang Oktober herrshenden ungünstigen Witterung, welche die Arbeiten sehr ershwert, niht selten ‘ganz verhindert, bei weitem E fertig. Ueber die Beschaffenheit der Knollen läßt sich die Mehrzahl der Berichts erslatter nicht günstig aus. Die schon in den Sommermonaten voraus- gesagte Krankheit is in den meisten Landesteilen leider zur Gewißheit geworden; auf niedrigen Stellen soll die Frucht sogar noh schlechter als befürhtet ausfallen. Aus den Regierungsbezirken Stettin und Oppeln wird vereinzelt berihtet, daß man die in Fäulnis geratenen Knollen stellenweise in der Grde belassen müsse, da ihr Wert zu den Kosten des- Ausnehmens in keinem Verhältnis ftehe. Nur in den Provinzen Brandenburg, Posen und Sachsen, welche in den leßten Monaten von übermäßiger Nässe verschont blieben, scheint, da sich die Berichte aus diesen Landesteilen seltener darüber äußern, die Fäulnis weniger stark zu sein. Ueber den Knollenansaß wird nur ganz ver- einzelt berichtet, daß seine Me nit R j

Die bereits im Vormonat begonnene Beackerung und Einsaat der Winterfelder wurde in den s{hönen Tagen mit aller Macht fort-

eseßt, mußte aber zur Zeit der Berichterstattung wegen Nässe viel-

s unterbrochen werden. Nur die Roggensaaten wären bis dahin zum größten Teil in der Erde und meistens {hon aufgelaufen. Be- sonders trifft dies für die östliche e des Staatsgebiets zu, wo die Bestellung der Aecker stellenweise bereits beendet ist. Wenig vor- geschritten ist“ sie dagegen in den westlichen Landesteilen, hier vielfah no

niht einmal in Angriff genommen. Schwere Böden, welche durch übermäßige Nässe während des Sommers ver- sumpft und dann O Trocknis zusammengezogen und \collig

wurden, konnten noch nit beackert werden. Allgemein wird in der Provinz S ai onlftein darüber geklagt, EN ier seit Anfang Oktober sämtliche Feldarbeiten ruhen, weil die Aecker infolge der Nässe noch unzugänglich sind. Aus gleihen Gründen, wie für die Roggensaaten zum kleinen, sind für die Weizensaaten zum über- wiegenden Teil die Bestellungsarbeiten rückständig. Aus den west-

lihen Provinzen werden mehrfach D darüber laut, ob die zur ran ausersehenen Felder noch sämtli zur Bestellung gelangen werden.

Von tierishen Schädlingen werden wiederum aus allen Gegenden des Staatsgebiets mit starkem Nachdruck die Mäuse genannt; nach den Berichten müssen fie in den Provinzen Branden- burg, Posen, Sghlesien, Sachsen und Hohenzollern in er- shreckender Zahl vorhanden fein und hier {stellenweise vera heerend wirken, sodaß man ihretwegen {on jeßt Umpslügungen von Winterfeldern vornehmen oder solche wenigstens neu einsäen mußte. Es wird sehr für die jungen Saaten der Halmfrüchte, noch mehr für den Klee und die Luzerne gefürchtet. Demnächst kommen Klagen aus allen, hauptsählich den westlihen Landesteilen über H Nba Erscheinen von Ackerschnecken in den jungen Noggen- saaten, und weiter werden, jedoch nur vereinzelt, Würmer im allgemeinen, Maden, Fritfliegen und Zwergzikaden gemeldet. Auh der Hamster, über deren Vorkommen in den Regierungsbezirken Magdeburg und Merseburg seit Monaten geklagt wird, .ist man noch nicht Herr geworden.

Veber den Stand der jungen Saaten lauten die Berichte, sofern ein Urteil darüber abgegeben werden konnte, meistens gut, elten unbefriedigend. Vor dem \{önen Septemberwetter eingebrachte Saat bietet, abgesehen von der durch tierishe Schädlinge zu er- wartenden Beeinträchtigung, die beste Aussicht, mit kräftiger Be- stockung- in den Winter zu gehen. Die mehrerwähnten, im leßten Drittel der Berichtsperiode allenthalben fehr reichlichen Regengüsse sowie die meist recht s{arfen Winde werden nah der Meinung einiger Vertrauensmänner die Felder wenigstens von den Insekten reinigen.

Da bei der Abgabe der Berichte, wie {hon hervorgehoben, erst ein kleiner Teil der für Winterweizen bestimmten Flächen angebaut und auf diesen nur wenig aufgelaufen war, konnten die Vertrauenémänner ein Urteil nur über vereinzelte S ófters gar nit abgeben. Beruhen aber die Berichte über den Winterweizen auf der Beobachtung geringer Flächen, so dürfte den für diese Fruchtart ermittelten Noten kaum ein groyer Wert beizumessen sein. Die für den Berichsmonat abgegebenen Noten bezeichnen den Stand der beiden Halmfrüchte als nit unerheb- li besser egenüber dem gleihen Monat des Vorjahres; denn der Staatsdurchschnitt berechnet si für Winterweizen im diesjährigen Oktober auf 2,6, im vorjährigen auf 2,9 und für Winterroggen auf 2,5 bezw. 3,0. Die beste Begutachtungsziffer für MWiritetivei en (2,2) erhielten die Regierungsbezirke Merseburg und Sigmaringen, für Winterrogen (2,0) Sigmaringen. Am ungünstigsten, d. h. unter dem Mittel, stellte \ich die Note beim Winterweizen für die Regierungs- E G und Münster (3,2 bezw. 3,1), beim Winterroggen für

urich (3,1). .

er_junge Klee erhielt in der Gefamtheit die gleiche Ziffer wie im Oktober v. I., nämli 2,3. Seine Begutachtung, so wird mehrfah hervorgehoben, würde besser ausgefallen sein, wenn er vit der furchtbaren Mäuseplage verfallen ‘wäre. Am besten wurde der Klee im Regierungsbezirk Stade (1,9) beurteilk. Unter dem Mittel (3,0) hat si der Stand nirgends ergeben; die ungünstigste Note erhielt Merseburg (2,9).

Nicht ganz so günstig wie der Klee wird die Luzerne begutachtet, im Staate nämlich mit 2,5 gegen 2,4 im Oktober v. JI.; die beste Ziffer (2,2) berechnete si für die Regierungsbezirke Danzig und Sig- maringen, die ungünstigste (3,0) für Stade.

Für die diesmalige Berichterstattung standen 4829 Berichte zur Verfügung, die bis zum 19. d. M. eingegangen waren.

Getreidehandel in Syrien.

Der Kaiserliche Generalkonsul in Beirut berihtet unterm 6. d. M.: Im September d. J. wurde über Beirut Weizen nicht ausgeführt. Der gegenwärtige Preis für diese Getreideart beträgt 174 Frank für 100 kg f. B. Beirut. An Braugerste, die zur Zeit 125 Frank für 100 kg f. Bord notiert, wurden 20 000 dz in Beirut und 10000 dz in Gaza nah England verschifft. Weitere Versendungen von Gerste dürften voraus\ihtlih im laufenden Monat stattfinden, da bedeutende Pengen aus der Gegend von Homs und

Hama im hiesigen Hafen der Verschiffung harren, außerdem Gerste- zufuhren aus dem Hauran erwartet werden.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten unv Absperrungs- maßregeln.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

Aus den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesund itsamts*, Nr. 42 vou 21. Oktober 1908F e e Mt

Pest. Aegypten. Vom 3. bis 10. Oktober sind in anz Ae ten 7 Erkrankungen (und 2 Todesfälle) an der Def gur Alice Ct und Briti in 4 E M A

ilippinen. Ahrend des Monats August sind 12 Personen an der E a A A f 5 d aurittius. In der Zeit vom 7. August bis 3: September sind auf der Insel 78 Pestfä e, darunter 60 mit tödlichem Ausgang, e Anzeige gelan t. Auf die leßte, am 3. September abgelaufene oche entfielen allein 25 Pesttodesfälle.

O S Taf) a. O der am 19. September ab- elaufenen Woche ist im Pestspital zu Port Elizabeth ein Pest- ranker gestorben; ein neuer Pestfall kam in der Kapkolonie nit zur S do wurden im Dock von East London noch Pestratten gefunden. Brasilien. Während der beiden Wochen vom 7. bis 20. Sep- tember sind in Rio de Janeiro 27 neue Erkrankungen und 23 Vodesfälle an der Pest zur Anzeige gelangt ; die U der im Pest- spital behandelten Kranken betrug in der ersten Woche 93, in der zweiten 56. Auf Veranlassung des Leiters der obersten Gesundheits- behörde sind 50 mit Pestserum geimpfte Personen beauftragt, Ratten, sei es dur Gift, sei es dur Fallen, zu vertilgen, und wérden jedem, der mehr als 5 Ratten am Tage einliefert, für jede weitere Natte 300 Neis ausbezahlt.

Chile. Während des Monats August sind in J quique 61 Pestfälle, darunter 30 mit tödlihem Ausgang, festgestellt worden. In Valparaiso gelangten in der Zeit vom 13. August bis A Pestfälle, von denen einer tödlih verlief, zur öffent-

en Kenntnis.

Neu-Caledonien. Zufolge éiner Mitteilung vom 7. ° tember ist die ganze Insel Neu-Caledonien für pestfrei erklärt éa j A fönnen mit reinen Gesundheitspässen die Häfen der Kolonie

erlassen.

is zum 19. August waren 113 Krankheitsfälle

gewesen, von denen 94 tödlih verlaufen S Die Dörfer St, Joer und Sk. Michel sind behufs Bekämpfung der Seuche niedergebrannt

worden. P est und Cholera. British-Ostindien. In Kalkutta starben in d : er Woche Na 12. September 13 Personen an der Pest und 4 an e

Cholera. Türkei. A

] Zufolge dem Ausweise Nr. 29 Ss E tent Aelee ingen und 382, Sti _ j gelangt, da i Ürfa 20) in Hazaz 52 (24), in t n 39 (31), in Birebiia l (M Gama 10 (19), v Sv T (10), in b Entf dln geda! On Debbant 3 O fung Leßtere 3 Ortschaften wie aud 10 wei 1 diesein Ao O weit nannte Orte waren neu ergriffen; in Salt, vat l S

seuhenfrei gewesen Cholerafälle ae war, traten am 29. September wieder 2 neue

Philippinen. Während des August sind an der Manila 88 Pe rkrankt gu vinzen 10 291 U die Seuche hat vera