1876 / 215 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Inserate für d- n Deutschen Reihs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeig? ¿, das Central-Handel8regifter und das Postblatt n mmt an: die Königliche Expedition des Dev’ eschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischeu Staats-Anzeigers: 9 ¿erlin, 8. F. Wilhelm-Straße Nr. 32.

Oeffentlicher Anzeiger.

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sach 5 : 2. Subhastationen, Aufgebote, en 5. Indnstrielle Etablissements, Fabriken und er 6. Versehiedene Bekanntmachungen.

u. derg 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete. | 7. Literarische L | In der Börsea- beilage.

serate nehmen an: das Central - Annoncen- Seis der dentschen Zelsemgen zu Berkin Mohrenstcaßr Nr. 45, die Annoncen-Éxpeditionen des

nvalidenbant-, Nubolf Mosse, Daaseustein Zweite Beilage jiarn arbferes zum Deutschen Reichs-Auzeiger und Königlih Preußischen Staais-Anzeiger.

Vüttner & Winter, sowie alle übrigen Aunoncen-Vureans, E E x3 S Berlin, Dieusi ad i Drillid, *850 Meter Handtücberzeug, *220 Klgr. Bei der am 15. September c., Vormittags 10 Uhr, : Für die zu erbauenden Marine-Wash-Anftalten zu Es 215. Berl! i, eustag, den l iti s 87G, 7 f R Ds I v L E D E E IE ren S E A S _— c s a, fowie über Konzfkurti e veröfentlit :

wollenes Strumpfgarn, *40 Klgr. baumwollenes auf dem Hof i i âÂ

w! E i ofe der Königl. Decorationsgebäud i i ie Li erichtlu S 3 fe

Strumpfgarn, 10 95 S E Le S nsgebäude j Kiel und Wilhelmsha - cef j is i E aber S df - : i

de E L A IO Klar. Fabl- Sramzösischestr. 30/31 stattfindenden Auction sollen | triebs MaiGitee e par für K Ra Be <8 diefer Beilage werden bis auf Weiizzes auftec ven geritlighen Bekanatmachunger uber Ftutiragurnigen Und Löschungez in den YDandels-, Zeihen-u.Muferregiite

R Klgr. Soblleder, *100 Stü> neilekie De>en. 4) rau erhaltene Doppelfenster (4 Flügel) e PTaiGine pu 20 P, h die Larif- und Sab jan-Berändevagen der dezr : s bleibt Jedem unbenommen, Offerten auf Lie- öffentli< an den Meistbietenden gegen sofortige baare Une San cel, D die llebe-fht der Haupt-Eienban-Pervindungen Be S n t

4, Verloosung, Amortisation, Zinszahl 8. Theater-ÁÀnzeigen. u. s. w. von öffentlichen Papieren. e 9. Familien-Nachriehten,

L

Verkäufe, Verpachtungen, Submisfionen 2c.

Bekauntmachung.

E

M - |

r é S G e S örden auszeicrictrmen Submittenten ne

2; die Ueberfiht dec anftehe: i 2) Meilitar-Änwärter zu besegenden Stellen

Domainen-Verpachtung.

Die in der Provinz Harnover, in den Amt

bezirfen Hildesheim und Burgdorg* belegenen Do- mainen-Borwerke Volzum und Köthenwald,

enthaltend an:

Hof- und Baustellen Gärten

A>&er

Wiesen

Hütung

T-ichen

Flads Rotietuhlen i L Holzung L

1,5517 Hektar, 4 9558 210,05322

"

d E S : _überhaupt 247 3285 Heftar „DIEI fofllen zusammen auf den Zeitraum vom 1, Mai persönli<h abzugeben, wo selbige in Gegenwart der !

1877 bis Johannis 1895 êfentli< meistbieten verpachtet werden. Das Pacbtgelder-Minimum beträgt 10,000 4

Zur Uebernabme der Pachtung ift ein diéponibles mittenten, haben si< dur amtliche L Vermêgen von 80,000,4 erforderli, über dessen eigen- ; tbümliccen Befiß, sowie über die persönlihe Quali- fifation als Landwirth, jedec Pachtbewerber vor

der Licitation bei uns oder vor unserem Kom missarius fih auszuweisen hat. : Den Licitationé-Tecmin baben wir auf Mittwo><, den 1. November 1876, Bermittags 11 Uhr,

in unserem Geschäft lokale, an der Archivstraße die Lieferung dacna< auëführen werde. ¡ st vor dcm Regierungs-Rath

Nr. 2 hierselbft, Bergmann anberaumt.

Die Verpachtungsbedingungen, Karten und Grund- ftü>s-Nachweisurgen, sowie die gegenwärtigen Pacht- ; fontrafte, können an allen Wechentagen während der : Dienststunden in unserer Registratur, erstere auch bei dem jeßigen Pächter der Domainen-Vorwerke,

Hols&er zu Bolzum, eingesehen werden.

Auf Verlangen ertbeilen wir Abschrift des Kon-

tratts Eatwurfs und der gedrud>ten allgemeinen Ver- pachtungs-Vedingungen gegen Eistat:ung der Kopia- lien resp. Dru>fkosten.

Haunover, den 5. September 1876.

Königliche Finanz-Direktion, Abtheilung für Domainen.

Früh. [7452]

Pferde-Berkauf. Mittwo<, den 27. d. Mts. Vormitiags 97 Uhr, sollen an der bede>ten Reit- bahn der Neuftadt in Brandenburg a./H. circa 45 aus- zuraugirende Dienftpferde des unterzeicr.eten Negi- e Died E E Ee gleich baare Be- zahlung verfauft werden. C.-Q 10. September 1876. Ta Mireiee

Regiment (K. N. I. v. R.) Nr. 6, von Möllendorff.

______ Bekanntmachung. In der Köriglicen Sa gung, werden mit dem 1. Januar 1877 etwa 80 mit Anfertigung von Fiscerneten und etwa 22 mit Anfertigung von Seilerwaaren beschäftigte Gefangene zu denselben oder anderen ge- i via O E i, s ntérnehmer wollen ihre Anerbieten bi 12. Oktober dieses Iahres der v! U einreichen, s Kaution ist der dreimonatliche Arkbeitélöbne zu hinterlegen. e L Iufterburg, den 8. September 1876. Die Ticektion der Köuiglichen Strafanstalt.

zu Insterburg

s zum unterzei<neten

Bei dem unterze‘<neten Artillerie-Depot scllen !

circa : 3932,5 K. Salpeter in Stü>en, 332,9 Salpeter, gekleinter, zum freihändigen - Berfkauf gelargen. à 50 Kilo loco Colberg Lagerplaß sind bis 23. d. Vi, an E einzureien. Bedingungen liegen im diesseitigen Bureau zur Einficht, föônnen au abieistiih gegen ÉEdidch- gebühr bezogen werden. [7465] Colberg, den 7. September 1876, Cto. 83/9.)

Artillerie-Depot.

zum

[7282] Bekanntma@ung.

Im Wege der Submission sollen die für die bie- figen Königlichen Zwangsanstalten für das Jahr 1877 erforderlichen Verpflegungs- und Wirthschaftébedür f- nie Lear! erden und zwar : i i

11,400 Klgr. Rindfleisd, 2500 Klgr. Scweine- fleisch, 3900 Klgr. Butter, 1000 Klar. Süeine- f<malz,_ 2900 Klgr. Sp:>, 10,000 Klgr. Salz, +4000 Klgr. Reis, *5000 Klgr. Buchweizengrüte,

10,000 Klgr. Hafergrüße, *8C00 Klar. Gersten- gruße, *600 Klgr. Hirsegrüße, *600 Klar. Mittel-

Vrapdenbura,. 2 quans

Offerten

ferung eires oder mehrerer der vorbezei<nete . 2- tifel abzugeben, auch dieselben auf cinen Mio: “Dee deu d Gere Theil der einzelnen Bedürfnisse zu bescränken. _ Hierauf Reflektirende baben ihre Offerten s{rift- : lih und versiegeit mit der Aufschrift : A „Submission auf Liefecung von Berpfle- E uns Wirthschaftsbedürfnissen für T glihen Zwangs - Anítalten þpro auzrangirte Sczultische, unter Beifüguog von Proben der ro: stehend mit einem * bezeihneten Artikel portofrei bis spätestens : den 1. Oktober cr. eivzureichen, oder aber jolhe in dem auf den 2. Oktober cr., Vormittags 10 Uhr, im biefigen Direktorial-Bureau anberaumten Termin !

um 10 Uhr, sollen auf dem

Scräânke,

d etwa er}<ierenen Submittenten geöffnet werden. Auswärtige, hinsichts ihrer Lieferungefähigkeit und ; den Vermögersverbältnissen na<h unktekannte Sub-

dahin auézuweisen, daß fie zur Lieferun : ma \ enhei übecnebmenden Geger stände qualifizirt sind, M L Biatlaias. B In den Offerten sind die Preise niht na< Ctr., ' Spundwaud-Arb - Pfd. 2c fondern na< Kilogramm, Liter und Meter | dur< unbeschränkte der offerirten Artikel uad na< der Reichsmark-Rech- j geben werden. nung arzugeben; zweist:llige Brucpfennige sind zu | vermeiden. Auch muß die Offerte den Vermerk ent- | halten, daß Submittent die Bedingungen kenne und ' im

Submission in

_ Offerten ohne dicsen Vermerk fiaden keine Berü>- : sichtigung. Die Lieferungsbedingungen liegen aus: | 1) beim Königlichen Polizeipräsidium in Königs- | 2) beil Föcirilches Poli eim Königlichen Polizeipräsidium i ig, i di 3) bei den Königlichen, s R __ Ma:ienwerder, Culm und Bremberg, e Las in Eexer Registratur. u< förnen Abschriften gege ¡tri i Kopialien vor dem Ter:nin A rie ari v e j s Gee Graudenz, den ?. September 1876. i j Die Direfïtion der téKiglichen Zwaugs- j Anstalten. i rei

{im

en.

Í . .

¡ Die Zeichnungen, sowie die Submissions-Bedi ! / 4 S -Bedin- E ues E M gegen Erstattung der 4 R A s 2008 A n bezogen werden fönnen, lie i j Für das Königliche Salzwezrk Staßfurt uxd die | der Garnisonverwaltung zur Einficht aws. E

Bekanntmachung.

Königliche Braunkchlengrube bei Loederburg soll die ! Lieferung des Bedarfs an nachxerzeihneten Mate- ! rialien und Uterfilien für den Zeitraum vom 1. Fa- nuar 1877 vis 81. März 1878, als: ee 2 ilo Eisenble< und Sign j 1,500 Kilo Bleirohre, E | __750 Stü> Blech- uxd Randschaufeln, 252,9C0 Stü> Niete zu Ble< und Leder, Niet- scheiben, Holzshrauben, Riemen- mes, Robrnägel und Draht- ifte, 189,500 Stú> diverse Sorten Nägel, 2,060 Stü> Schaufelstiele, 30 Tonnen Steinkohlentheer, ; 95,000 Kilo LOEA ues und ungerei- nigtcs Rübsl, Lar dot 6.000: ita g ampendochte 2c., 3,900 Kilo

Kiel, den 7. September 1876.

Vormittag?, stattfinden: H. in Berlin:

. in Dresden:

. in Leipzig:

Maschinenöl, Maschinentalg, diverfe Materialien, als Fischthran, Birniß, grüne Seife, Pußheede, __ Pußwolle, Bleiweiß, Pegu-CateHu ppe Tito Dauf mus Hanfwesel, ) __400 Kilo Gummiplatten und Gummis N Eo Sprengvulver, tes 5,000 Ringe weiße und Guttaperhazün 38,000 Kilo Wermuthkrautpulver, As N 36,000 Kilo a! s-rfreies Eisenoxrvd, 450 Kilo Mennie, 11,000 Kilo Seifeupulver, 1,000 Kilo Löwenthran, Ne E R aus Vlei, Z Uo Plombirbindfaden, 200 Kilo Kierruß, : j N Kilo Signirs{wärze, i Stüd> Salzsä>e zu 17 Ctr. Fassun 18,000 Stü> Salzsä>e zu 2 Ctr. Saur 455 Kilo kleine Materialien, ais Schmirgel, Scdal]eife, Kolephonium, S&lemm- + freide, Tafelkreide, Steinpech, 1,5590 Bogen Schwirgelleinen, 150 Buch Kanzleipagpier, 280 Buch Konzeptpapiex, 95 Buch Briefpapier, 28 But Pa>pagpier, 450 Bogen Aktende>el, 10 Stü> Drahtseile zur Salzförderung, 430 _— ._ Meter lang, 33 m./m, ftark, 2 Stü> Drahiseile zur Fahrung, 350 Meter _ lang, 29 m./m, ftarf, Submission vergeben werden, wozu

partir dn 2. Octobre, larticle 11 des Statats, Les certificats

échangés contre

im Wege der Termin auf

Montag, den 18. Septenber d, I,, tem:bre.

graupe, *7000 Klgr. erdinâre Graupe, *800

Weizenmehl, *10,000 Klgr. R A $27 000 Klgr. Erbsen, *5000 Klgr. Linser, *10,C00 Klgr. Bohnen, 266,000 Kigr. Kartoffeln, *600 Klgr. Faden- rudeln, *900 Klgr. Kaffce, 2500 Ltr. Essig, 18,000 Ltr. Bier, 20,000 Ltr. Mil, *200,(00 Klgr. grobes Brod, 10,060 Kilgr. Feinb1od, *500 Klgr. Semmel 100 Klgr. Zwieba>, 120 Kbkmtr. hartes olz, 1750 Kbkmtr. weihes Holz, *2000 Kler. Rüböl, 77000 K'gr. Petroleum, *3000 Klgr. Elainseife, *800 Klar. Soda, 70/000 Klgr. Roggenrichtftrob, 7000 Klgr. Deéinfektionspulver, *8C0 Meter brau-

| _ Vormittags 10 Uhr,

im Regiftraturzimmer der unterzeicnettn Berg- inspeftion anberaumt is, wel>tm diejcnigen Per- soren, dic Offerten eingereiht baben, beiwohnen tönnen. Offerten vet Proben, bezw. Muster find franfizt und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission über Lieferung vou Materialien“ vis u e Tage einzureichen.

__Vfferten, wel<e in Pa>eten

finden feine Berüäfitinaee, I Ms

d'’actions, il

[7461]

Berlin, den 9. September 1876. Gencral-Intendantur der Königl. Schauspiele. |

Am Donuxrerstag, den 14. d. M., Bormittags | : : i Hofe des diesseitigen | im Gebäudes, Unter den Linden Nr.74 zu Berlin, eine Partie | ftraße Nr. 27, anstehenden Termine hierher einzu-

| fifalishe Appacate öffentlih meistbietend gegen glei : baare Bezahlung versteigert werden. un BEE

: Erd-, Chausfirunugs-, Mauer-, Steinhauer- und ten ircl. Materiallieferung

Die zu ftellerde Kaution beträgt 20,009 .46.

Die allgemeinen und speziellen Bedingungen sind

Bureau der Fortifikation während der Dienft-

stunden eixzuseben oder können gegen portofreie Ein-

lendung von 7 Æ abs<riftli< mitgetheilt werden. t den 7. September 1876.

aiserlice Fortifikation.

Die Herftellung der Luftheizungs-Aula 1 : z - gen für

i erbavenden Marine-Wa}i<- Anstalte Ri Landra!bsämtern in / und Wilhelméhaven soll im Wege der Sulmaissien j verdungen werden, und find versiegelte, mit der Auf- schrift „Luftheizungs-Aulagen“ versehene Offerten

i 25. September cr., Vormittags 10x Uhr, ¡1m Bureau der unterzeihneten Verwaltung, Carl- | ftraße Nr. 27, anftehenden Termine hierher einznu-

Kaiserliche Marinue-Garnisonverwaltung.

a. in Breslau bei unserer Hauptkasse vom 2. Oktober

bci der Bank für Handel und Jndustri bei dem Bankhause S. BleichrFoor, strie und

bei dem Bankhause Gebrüder Guttentag,

bei der All : L L . in Hamburg: gemeinen Deutschen Credit-Anstalt,

ei dem Bankhause Ed. Frege & Co. und

bei dem Bankhause L. Be & S5

i . in Fraukfurt L A LaRe B hrens Söhne, ; bei der 9 Darmstadt: Ñ ei der Bank : j . in Magdeburg: für Handel und Industrie, bei dem Bankhause C. Bennewitßz )

Die Ziné-Coupons sind mit einem von den Prâ {ri Jes Et nd mit el räfentanten untersrieb ; der “ligten geordneten, die Stückzahl und den Geldbetcag ibn Ei E, E tor reslau, den 5. September 1876. zuretcen.

les actionnaires seront passibles sans préjudice à l’exercice des mesures édictées par cet article iun L G Ie munis de leurs feuilles de Cou: ons, ; l 8 8, par ordre numéri Et: Éposés f de DAL Fre ASLEERS devront êt:e déposés au moment du versement afin d'être s ons délinitives qui seront délivrées quinze jours après le dépôt des certificats Prévizoires et au plus tôt à partir du 10. Octobre. 2E /9 U A E poiteurs de certificats provisoires entièrement Iibérés iy f déposer leurs titres avec un borderean détaillé par ordre numérique à partir du 16. 8 és Actions définitives lenr seront délivrées dans les dn: Afinqu'à dater de la délivrance des titres définitifs

dati fn „fera Payé à toutes les actions libérées anticipatirement une sentaut les intérèts conurus au 1er Octobre 1876.

Verschiedene Bekanntmachungen. Berlin-Hamburger Eisenbahn,

, Und die erforderli<hen Rohzleitungen

im ege oi Lci verdungen werden. Berhtegelte, mit der entsprehenden Aufschrift ver-

sehene Offerten sind bis zu dem am G S0 M

25. September cr., Vormittags 11 Uhr,

Bureau der unterzeihneten Verwaltung, Carl-

[7418]

Stüktle und phy- reiBe le Zeichnungen sowie die Submissions-Bedingun- gen, von wel<en Copien gegen Erstattung der Koften

Charlottenburg, den 9. September 1876. [7427] | bezogen werden fönnen, liegen i Die Direction der vereinigten Artillerie- . ' nisonverwaltung zur Einsicht aus. Duréan Ler Gar» Ingeniecnr-Schule. ;

Bekanntmachung.

Sonnabend, den 23, September d, I,, Bor- | nte 6 mittags 9 Uhr, sollen in dem Bureau der unter- egitimationen | zeichneten Fortififation - die für den Bau eines per-

Kiel, den 7. September 1876 7344 Kaiserliche Meine Mart E, ]

| Verloosung, Amortisation Zinszahlung u. \. w. von öffentlichen Papieren.

Coupons-Einlösung der Proxusslsohen

Hypotheken - Actien=- Ban

durch Allerhöchsten Erlass

18. Mai 18-4).

Am 1. Oetober 1876 fällige Coupons unserer L L a FERREGETe Md

T vom 19. September a. er. 25 an E Easse und an den bekannten Orten ein-

Ber!in, im September 1876.

Die Haupt-Direction,.

Spielhagen.

Bekauntmachung.

__ Am 20. September c., Vormittags 1 sollen im hiesigen MagifiralCSessions tene e Swanig Taens een Maxk Stadt- Obligationen aus dem 13)) ivilegi t vom 74 Juni t erbö<sten Privilegio ofentlih zur Tilgung ausgeloost werden, was bier-

mit in Gemäßheit der Beftimmungen de

Privilegii bekannt gema<ht wird. s S Memel, den 4. September 1876. [7321] Der Magistrat,

Hefe benöthigten

einem Loose ver-

(concessonirt YoIR

[7410]

[7484] der Submission

(7343]

Breslau-Schweiduitz-Freiburger Eisenbahn. _Die Zahlung der am 1. und J., sowie der -5%/%igen Prioritäts-Obligationen

Oktober d. J. fällizen Zinsen der Prioritäts-Obligationen Litt, E.

von 1576 wird mit Auss{luß der Sonntage tägli, d. L D,

Ta Wr

n der Zeit vom 2. bis 20. Oktober d. J.

Filiale der Bank für Handel und Industrie,

é # 745 Directorium. E

Banque de Bruxellea.

Le conseil d’administration de la Banque de B 2 i i le derzier versement de fes. 50 à efectuer sur a Ae Ereig n s T O MMdniaires

Le "R E reçu à partir du 16. Septemsbre: a Bruxelles au siège de la Banque, 22, rue Royale à Frankfort s/Main à la Mitteldeutsche Creditbank, filiale Frankfort au cours de 81. 25 marcs pour 100 franecs,

a Berlin à la Mitteld thai. H ; : L Passé le 15. Octobre, le ea N Creditbank, filiale Berlin, au cours ci dessus indiqué,

est exigible le 1er Octobre 1876. E

s/Main,

sera plus admis qu’'à Bruxelles, an síège social et à

du paiement des inté1èts de rétard, stipulés par

et accompagnés d’un borderean

(226/9) seront égale-

délais indiqués anu paragraphe précédent, . il ne subsiste qu’ane seule catégorie somme de trois francs repré-

[7473]

Vetriebs-Einnahmen

pro Monat August 1876. Cto. 98/9)

Die Lieferungébedingungen, das spezi Verz-i

: rungSébel , d zielle Verzcichs niß der zu fubmittirenden Materialie ji - ben liegen zur Einsicht aus. A S E

nes Tuch, *330 Meter graues Tuch, *3600

gebleidte Leiawand, *1800 Meter nngebleithte Let wand, *1700 Meter Fraune Beiderwand, *1100 Meter Kleiderdrillih, *1600 Meter ungerauhten Parcheud, *390 Meter Halstücberzeug, *909 Stü> bunte Schnuvftücher, *2400 Mete.- Bettzeug, *1200 Meter Strehsa>-Zwillil, *300 Meter gestreiften

„Abschriften der Bedirgungen und des Verzeichni fönnen gegen frankirte Cinsendung von Oas pt t die Bedingungen und 0,75 für das Verzeichniß bezogen werden. [7311] Staßfurt, den 2. September 1876. Cto. 28 9.)

Königliche Berg-Inspektion;

Einnahmen für Personen L. Einnahmen für Güter 2c. . Anderweite Einnabmen .

Dagegen pr. August 1875 Mithin pr. August 1876 . Mithin bis ultimo August 1876

bis ultimo August 2,736,593 7,805,426 313,228 10,855,247 11,165,228

pr. August

420,008 884,903 24,753 1,329,664 C EAE 1,412,759 weniger 83,095 e - . 309,681

Summa

2372 A . è g 6 zn Korkurêtermine, Uv T1

«Fe

die Vakanzen-Liste der dur< die NeberfiBt vafart:z Steil

) die Uebersicht der anftebenden S die Verpactungstermine dzr Æ

ubhafations-Te-mixst,

Der Inhalt dieser Beilxge. dellen, vom 11. Januar 1876, rorzesSriebenzn Vekanntuackunger

3 Ceniral-Handels-Regziiter Zerlin,

är Nicht-Militàär-Aawartzr, el.

d S p rIO a > E h . Ds D D g. ênigl. Hef-Süter und Stzatz-Domänen, fowie azderer LanDgüter,

für das Deutihe Reih karn dur SW.,

in welHér au die im S. 6 des Gesezzs úber de: Warteniing, vom 30. November 1874, sowie die in dem Geseh, betreffen è rêfffentilicht werden verbfentlicht werden

eribeiost aud ‘inem vesonderen Blatt unter dem

alle Poft-Ansiaiten des Jn-

Œ5nia bonnement beträzi 1 4 50

- 7 a4

10) die Uebersicht der beftebenden Poftdampfshif-Ver! 11) das Telegraphen-Verkehrsblatt,

Das Centrai - Handels - Register für das De

ndungen mit fran Sat:ar

Berlins in

das Urbeverre<t an Mustern und Mo-

Titel

Les ne 517

Leim exi A für in

Sentral-Handels-Register für das Deutsche Reih. «:

sowie durH Carl Heumarns Verlag,

z¿cn, für Berlin aus dur die Expedition: S

Der Handels- und Kaufmannsftand, wie ihn Shakespeare schildert. *) L:

In politischer Hinsicht war England unter Elisabeth zu mächtiger Selbständigkeit gelangt. Philipps Il. den Küsten Englands zerschellt, und Elisabeth richtete in ihrem Lande einen Hort auf für den Protestantismus.

p

de>ung Amerikas dem reihen Venedig verloren ging. legte den Grund für die künftige Handelsgröße Englands:

gründet, die ostindishe Compagnie ins Leben gerufen.

kannte er nicht.

deutung darauf. Jm Gegentheil hält er im „Kaufmann von

Venedig“ an der Vorstellung fest, daß Venedig die Beherrscherin | “d S 6 S A f j h . a e q 2 . E Ss C - 9 i: ! natürlihes Ergebniß aus Antonio’s Stellung zum Besiß und

| dient gleihsam nur dazu, diese Stellung zu illustriren, während das Verhältniß wohl umgekehrt zu denken und als Grundidee des ;

N

der Meere, daß dort der Mittelpunkt des Welthandels jet.

Freilih sind im Allgemeinen die kaufmännischen Dinge nit | dazu angethan, die schaffende Phantasie eines Dichters anzuregen. | Dies bestätigt sich bei einem flüchtigen Ueberbli> über die shöne | E g E e, Prin

Die Dichter der alt-attishen Tragödie | anzunehmen ist, woraus si< dann das Verhalten Antonio's 1m |

beschränkten sih darauf, die verschiedenen vaterländishen Sagen- | L E V dd hate E E T | stoffe zu verarbeiten. Die neu-attische nachalexandrinishe Komödie, | die vermöge der wunderbar tiefen Charakteristik, die Shakespeare | später unter den Römern vor allem Plautus, bewegten si< im | thr hat angedeihen lassen, so bedeutend in den Vordergrund tritt,

Literatur bis Shakespeare.

Kreise des bürgerlichen Familienlebens, ohne der faufmännischen Snteressen mehr als beiläufig zu gedenten; der Titel des plau- tinishen Stücks „Mercator“ ist vollflommen .unberectigt. frühere Mittelalter zehrte an dex Erinnerungen des Alterthums, und zwar ausfcließli< des römischen ; das griechische war befanntlih bis zum Auftreten der Humanisten gegen Beginn der Neuzeit so gut wie vergessen. poetische Produkte zu Tage traten , so lehnten sie sih, meist in \<wülstiger Sprache, an die lateinishen Dichter, vor allem an Virgil an. Südfrankreih und die Minnesänger in Frauendienst, daneben pflegten fie heimathlihe Sagenstoffe, und

N

am wenigsten waren sie geneigt, ihr Jnteresse dem Kaufmann und |

seinem Wirken zuzuwenden.

nur zivei, gemacht werden: die „Komödie der Jrrungen.“

in welchen Kaufleute zu Trägern der Handlung „Der Kaufmann von i Aber in ersterem Stück hat

als si von ihmder niedrige Charakter Shylo>s um so greller abhebt. Der Titel des Dramas könnte irreleiten. Nicht der kaufmännische Charaïter Antonios bildet das Motiv, aus dem si die folgenden Verwi>elungen ergeben, sondern wir lernen einen milden, groß- herzigen, von wärmster Freundestreue durhdrungenen Menschen Éennen, der nebenbei Kaufmann ist. Nicht der Kaufmann Antonio, sondern der Mensch Antonio is Mittelpunkt des Stütes.

weniger folgenrei< ist es für die „Komödie der Jrrungen,“ ob die beiden Antipholus in derselben Kaufleute sind, oder nicht. Im „Wintermärchen“ wird der niedrigste Vertreter des Kauf-

mannsstandes, der Hausirer, in einem ergößlichen Bilde geschildert. |

Außerdem finden sih vereinzelte Erwähnungen von Kaufleuten nur no< im „Timon von Athen“ und im ersten Theil „Hein- rihs IV.“

Nimmt man alles zusammen, so ergiebt si< freili< ein Ls abgerundetes Bild von der Art und Weise, wie Shake-

peare und seine Zeit den Handels- und Kaufmannsstand auffaßte. |

Jedenfalls aber sind die Kaufleute als solde in den Dramen Shafkespeare's nur von untergeordneter Bedeutung; er wählt seine Helden und Heldinnen fast durhgehends aus den höheren Schichten der Gesellschaft, dem Adel, den Herrscherfamilien. Denn bedeu- tende Vorgänge und namentlich solche müssen den Gegenstand des Interesses für einen Dramatiker von Shakespeare's Begabung bilden vollziehen sih an bedeutenden Persönlichkeiten, die Klein- malerei, die behagliche Schilderung realistisher Zustände, privater Verhältnisse ist mehr Sache des Novellisten und Romandichters.

Dessenungeachtet aber findet sih in den Dramen Shakespeare's eine Fülle von lebensfrishen Charakteren aus allen Klassen der

menschlichen Gesellschaft, zu denen au< der Kaufmann sein Kon- | tingent gestellt hat; wenn dies aber nur vereinzelt geschah, und |

wenn die faufmännischen Dinge nur nebensähli<h in den Kreis der Darstellung gezogen wurden, so liegt dies eben an dem Gegen- sag, der zwischen dem Handel und Wandel des Geschäftsmannes und den idealen Interessen eines Dichters naturgemäß besteht.

Zwei ausgeprägte Charaktere aus dem Handelsstande weist |

der „Kaufmann von Venedig“ auf: den Antonio und den Shylo>. Die verwi>elte Handlung dieses Stückes hat zu mannigfachen und sehr von einander abweichenden Betrachtungen

9). DemiiWe Monalisbefte. Zeitschrift für die gesammten Kultur- interefsen des Deutschen Vateriandes. Im Auftrage der Redaktion des Deutschen Reichs Anzeigers und Königlich Preußishen Staats Anzeigers herausgegeben. Berlin 1876. 8. W. Carl Heymanns Verlag, König- gräßerftraße 109.

7, Wilhelmstraße 232,

| über die Grundidee desselben Anlaß gegeben. | \cbilderte ¡ Menschen | Gelde, dem | in welchem Macht war an |

ort a n Pr Daneben aber | vollzog sih auf sozialem Gebiet die andere höchst wichtige That- | A d E O N i i sache : England überkam aus den Händen der Niederländer und | dru>; alle Personen des Stü>s müßten derselben dienen: Antonio Portugiesen den Welthandel, der seit den ältesten Zeiten, wie alle | 1 einer Gleichgültigkeit und Unbefangenheit gegenüber großem

. - e P E: M T; = J ; T5; 4 So Es D S t 2 Nox So Kultur, stetig von Osten nah Westen gerü>t und nah der Ent- | Besiß, Shylo> in seiner Geldgier, Bassanio als Verschwender, Elisabeth | E! IHTEN 1.0 P Le I die | diese Deutungen auch fünstlih erscheinen, so bleibt Gervinus do< Kriegsflotte wurde vermehrt und ausgebildet, so daß sie in den ! bald darauf folgenden Seetriegen gegen Holland die Oberhand |

behalten fonnte; die ersten Kolonien in Nordamerika wurden ge- | E Mo c] baid E x | deutung der Freundschaît zwischen Antonio und Bassanio, wodur

Mag Shakespeare auch eine allgemeine Vorstellung von der | die beiden verschiedenartigen Elemente der Fabel erst innerli<h zu

Wichtigkeit der in den Handelsbeziehungen der Völker damals | stattfindenden Bewegung gehabt haben, ihre ganze Tragweite er- | Nirgcend in seinen Dramen findet sih eine An- |

Das î tlassischen |

Wenn zur Zeit der Scholastik | | Antonio die shwerere.

E E ap E E A Im späteren Mittelalter feierten die Troubadours 1in | DES E f Le DNO L | E Deutschland vor allem den | Aller Selbstsuht und Eigenliebe gegründet ist, deren Reinheit und | Deutschland vor allem den | ga ge “D o dd 2 i

Höbe an nichts so natürli<h erprobt wird, als an dem geraden |

M u Vened und | 2 S E Ad E 3 | über dem niedrigen- Charakter Shylo>s in ihm

Antonios Eigenschaft als Kaufmann nur in sofern Berechtigung, | Menschen shägen lernen, so ist er auch, wie es infolge der ganzen

Noch |

eritraße 109, 1nD bezogen Werden

Inífertri

Shakespeare in diesem Drama das in seinen verschiedenen Lebensstellungen zum Besis, zum Bilde des Scheins, dem Symbol alles Aeußerlichen, Verhältniß man das wahre Wesen des Menschen erfenne; der Dichter habe hier einmal seiner Verachtung alles Scheins und äußerlihen Wesens Ausdru> geben wollen, und so- mit liege in der Rcde Bassanios über den Kästchen der Gipfel- punft, hier fomme die moralische Grundidee zum höchsten Aus-

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Jessica in ihrer Unerfahrenheit in Geldsachen u. s. w. Wenn

nicht so ganz, wie H. Jacoby *) meint, „bei der Peripherie stehen“ und „verkennt die große Bedeutung, welche in unserem Drama die Freundschaft hat.“ Gerade die hohe Be-

einer Einheit verbunden werden, hat Gervinus vollkommen ge- würdigt. Er sagt, man könne das Stü>k au< „ein Lied wahrer Freundschaft“ nennen. Aber diese Freundschaft das Gegenstü> dazu findet Gervinus im „Timon von Athen“ oder dem „Liede von der falshen Freundschaft“ is na< Gervinus Auslegung ein

Dramas die Swilderung einer wahren, selbstlosen Freundschaft

Die Person des Shylo>,

finanzieller Hinsicht von selbst ergiebt.

läßt daneben die einfa bürgerliche Moral nicht verkennen : „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein;“ in der Novelle des Fiorentini, aus der Shakespeare wahrscheinlih den Stoff

nahm, wenn er ihn auch sehr wesentli<h umgestaltete, ist diese | Moral ganz ausdrüd>lih ausgesprochen. Gegenüber diesem Wudche- | | rer Shvlo> bildet also die Freundschaft zwischen Antonio und

_— -—_

Bassanio den Rahmen, in den sich die reiche Handlung des Stückes | | einfügt; beide haben eine Prüfung ihrer Freundschaft zu bestehen, Die Freundschaft aber ist, wie Gervinus | bemerkt, „ein Hang unserer Seele, der ganz auf die Abwesenheit |

Gegensaß, dem Besizpunkt, der des Menschen Selbstsuht und Eigennuy am getwaltigsten au7regt.“

einen

Anlage des Stü>ks nahe gelegt war, ein vortreffliher Kaufmann, und wir erfahren demgemäß, welhe Vorstellung Shakespeare und seine Zeit sih von einem solhen machten.

Antonio is unermeßlih reih; Salarino sagt zu ihm, als er |

ibn trübsinnig sieht (Aft 1, Sc. 1):

„Eu'’r Sinn treibt auf dem Ocean umher, Wo eure Galeonen, stolz besegelt, Wie Herrn und reiche Bürger auf der Flut, Als wären sie das Schaugepräng' der See, Hinwegseh'n über kleines Handelsvolk, Das fie begrüßet, si<h vor ihnen neigt, Wie fie vorbeiziehn mit gewebten Schwingen.

Wir haben es also mit einem Großhändler ersten Ranges zu thun; do< weiß Antonio nichts von jener kleinlihen Denkungs- art, die Salarino und Solanio ihm zutrauen. Andere, engherzigere Handelsleute, mögen stets

„Gras pflü>en, um den Zug des Wind's zu seh’n, Nach Häfen, Rhed? und Damm in Karten gu>en“

jedem Unglü>k zittern, das ihre Ladungen treffen

und vor n, das thre_ ( ce wie Salarino in gleihem Falle

fann, oder mögen denken, denken würde:

„Mein Hauch, der meine Suppe kühlte, würde Mir Fiebershauer anwehn, dächt' ih dran, Mie viel zur See cin starker Wind kann schaden. Ich könnte nicht die Sandukbxr rinnen sehn, : So dächt' ih gleih an Seichten oder Bänke u. }. w. Seine Sciffe, die auf dem Meere s{wimmen, können Antonio au schon deshalb nicht zu so ängstlicher Sorge stimmen, weil er vermöge seiner kaufmännischen Umsicht nie sein Geld in einem Schiff aufs Spiel gesezt hat, au< ne an einem Ort, noch sein ganzes Vermögen an dem Glü> des gegenwärtigen Jahres hängt. Er selbst spricht es aus: „Deswegen macht mein Handel mi nicht traurig.“

Aber trübsinnig ist er, vielleicht, weil ihm ein fesselnder Gegen- stand der Thätigkeit fehlt. Er hält die Welt für einen „Schau- plaß, wo man eine Rolle spielt“, und seine Rolle für traurig. Aus dieser Gemüthsstimmung wird er durch seinen Freund Bassanio herausgerissen, der dur< sein etwas vershwenderisches Leben in Schulden gestürzt ist, aber, auf Antonio's Freundschaft

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*) Grenzboten Jahrg. 23, Nr. 16.

| So wurde der eine Freund, | Was Shakespeare betrifft, so finden si unter seinen Dramen | Antonio, an dem sich die Freundschaft am reinsten offenbaren | ' 1 | sollte, am zwe>mäßigsten aus dem Handelsstande gewählt; er ift | der Vertreter eines überaus reichen Besites, und wie wir gegen- | edlen |

N

onS&preis für dea Raum einer DcuLXzei Nach Gervinus |! Verhältniß des |!

vertrauend, no< einmal diesen um ein Darlehn angeht, damit er würdig um Portias Hand anhalten könne. Antonio bedenit | sich feinen Augenbli>, obwohl er jeßt gerade von allem baaren Gelde entblößt ist; er stellt Bassanio seinen Kredit zur Verfügung, und dieser Kredit ist wohl begründet. Antonio ist nit besorgt, daß man auf seine Bürgschaft niht borgen werde. Selbst derz geizige und berechnende Shylo>, an den si< Bassanio wende und der wohl erwägt, daß Antonio's Vermögen auf dem Meere schwimmt, daß Schiffe nur Bretter, Matrosen nur Menschen sind, daß Sturm, Wellen und Klippen die Schiffe bedrohen, hält dessenungeachtet „den Mann für gut“ und nimmt die Bürgschaft Antonio's an. Antonio entleiht also für seinen Freund 3000 Dukaten, obwohl er sonst weder leiht, noch borgt, um Vortheil, den er nähme oder gäbe, nicht aus berechnender Vorsicht, sondern weil er überhaupt jedes Zinsnehmen

für verwerflihen Wucer hält. Aber um seines Freundes Willen opfert er sein Prinzip.

Und als Shvylo> keinen Zins fordert und gleihsam nur im Spaß die Bedingung stellt, daß er am Verfalls- tage, wenn Antonio nicht zahlen könne, das Recht haben solle, ein volles Pfund Fleis< von dessen Leib als Buße auszuschneiden, da neigt Antonio zu dem Glauben, aus dem Hebräer werde no< ein Christ werden, er werde seine Wuchergeschäfte no<h aufgeben, na Art edler Gemüther denkt er au< von s{le<ten Menschen gern das Beste. Mit großer Fassung trägt er darauf das über ibn bereinbrehende Mißgeschi>, und als Shylo> im Begriff steht, vor Gericht sein grausames Vorhaben auszuführen, tröstet er sich mit dem Bewußtsein, daß er für seinen Freund sich opfernd, einen \{önen Tod stirbt. Bis zum letzten Augenbli> bleibt er dieser Gesinnung getreu und ruft seinem Freunde zu:

„Bereut nicht, daß ihr einen Freund verliert Und er bereut nicht, daß er für eu< zahlt.“ Bemerkenswerth für den kaufmännischen Charakter Antonio's ist | no<h die Entschiedenheit, mit welcher er es ablehnt, daß das Recht | seinetwegen verleßt werde, wodur<h die gemeinsamen Interessen | der Handelstreibenden, die in Venedig ihren Mittelpunkt finden, geschädigt würden. Er sagt: „Der Doge kann des Rechtes Lauf niht hemmen Denn die Bequemlichkeit, die Fremde finden Hier in Venedig, wenn man fie versagt, Sett die Gerechtigkeit des Staats herab, Weil der Gewinn und Handel dieser Stadt Beruht auf allen Völkern.“

Nebenbei sicht man aus den lezten Worten, wie Shakespeare

noch ganz an der alten Vorstellung von dem reihen Weltmarkt

Venedig festhält und vielleicht kaum eine Ahnung von der fünftigen

Größe Englands in dieser Beziehung hatte.

Wie Antonio der hingebendste Freund is, so kennt er auch | feine Rachbegier gegen seine Feinde. Shylo>s Strafe wird \hließ- li<h auf seine Bitte gemildert, und er bezeigt jenem nach seiner Auffassung die größte Wohlthat, indem er ihn zwingt, Christ zu werden.

So zeigt sih Antonio als ein Kaufherr von edler Gesinnung und unermeßlihem Vermögen, der seine Schiffe auf allen Meeren hat; er leitet seine Unternehmungen mit Vorsicht, is aber weit | entfernt, an das Vermögen sein Herz zu hängen, während man ibm auf der andern Seite etwas weniger Indifferentismus gegen- über seinen Handelsunternehmungen wünschte; ein Kaufmann in der Stellung Antonio’s mit so weit ausgebreiteten Beziehungen, der im Mittelpunkt des Weltverkehrs, in Venedig, als eine so angesehene Person gilt, sollte do< wohl feinen Grund haben, seine Rolle in der Welt für trübselig zu halten. Wie er selbst Ver- trauen schenkt, so genießt er Vertrauen ; sein Kredit is unbegrenzt. In warmer Hingebung für das allgemeine Jnteresse will er lieber sterben, als daß dieses gemeinsame Interesse seinetwegen geschädigt Doch einige Züge finden si< an ihm, die si< allein aus der Zeit erklären, in welcher Shakespeare schrieb : so die Art, wie er das Zinsnehmen von ausgeliehenem Gelde auffaßte. Diese Anschauung finden wir im Alterthum und Mittelalter durchgehends. Das alte Testament gestattete nur, von Fremden Zins zu nehmen, nicht von Volksgenossen. Aristoteles und Seneca mißbilligen das Zinsrecht ebenfalls; die meisten Kirchenväter stehen auf demselben Standpunkt. Auch das kanonische Recht tritt den Zinsverträgen entgegen, ja im Mittelalter kam es vor, daß die Zinsgläubiger vom Abendmahl ausgeschlossen und Vertheidiger des Zin8nehmens für Keter erkflärt wurden. Noch Luther und, wie wir sehen, auch Shakespeare verwerfen das Zinsnehmen; dasselbe wird ohne weiteres für Wucher erklärt.

Shylo> is ein Bankier, der sein Geschäft freili< mit allzu- viel Gewinnsucht betreibt, aus dem Geschäft an sich würde man ihm aber nach heutigen Begriffen keinen Vorwurf machen können. Wenn Antonio dies dennoch that, so war er nah der Auffassung Shafkespeare's und seiner Zeit völlig in seinem Recht. Die \{mäh- lihe Behandlung ferner, die Antonio dem Juden Shylod bei jeder Gelegenheit angedeihen läßt, und die dem häßlichen Indi- viduum Sbylo> gegenüber vielleicht {hon zu weit getrieben war, die aber dem Juden Shylo> gegenüber eine verstimmende Jnto- leranz zeigt, ist der damaligen Zeit eigenthümlich. Shvlo> war eben als Jude ein Paria der damaligen Gesellschaft, und wenn man in den bitteren Vorwürfen, die er Antonio macht, manches wohlberehtigt findet, so lag dies zu Shakespeares Zeit anders ; na seiner und seiner Zeitgenossen Auffassung handelte Antonio au in dieser Beziehung tadellos.

s eno Dc.