1900 / 163 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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„Lübecks Kaiserthor“. einer Majestät dem Deuts Kaiser Wilhelm 11. zur Wiedereröffnung des altlübeckishen Kaifer- thores am 16. Juvyt 1900 ehrfurhtsvoll gewidmet von ofefsor Dr. _ Karl Theodor Gaedery aus Lübeck, Königlich preußishem Ober- Bibliothekar in Berlin. Mit Fete des Verfassers. Verlag von Gebrüder Borchers, Lübeck. In diefer kleinen Fest- {rift wird zunächst ein Rückblick auf die Geschichte des innerhalb der alten Stadtbefestigungen gelegenen Thurmes geworfen, dur

en Thorweg, der Ueberlieferung nah, Kaiser Karl 1V. hinausritt,

nachddem er vom 20. bis 30, Oktober 1375 in den Mauern der

ansastadt mit glänzendem Gefolge verweilt hatte. Der Verfasser eiert sodann in schwungyvoller, von patriotishem Empfinden durch- drungener Ausführung die Wiedereröffnung dieses hbistorish denk- würden Thores, welhes damals, damit kein anderer ungeweihter Fuß es mehr durschreite, vermauert, nun aber zur Feier der Anwesenheit Seiner Majestät des . bei der Eröffnung des Elb- Trave-Kanals nah über fünfhundert Jahren wieder dem Verkehr über-

eben worden ist. Jn gleicher Weise wird ferner der Bedeutung des Kaiserlichen Besuches vom 16. Juni 1900 sowie der Wichtigkeit der geschaffenen neuen Wasserverbiadung der Elbe mit der Ostsee gedacht, welhe zwei Hansastädte, die zu den Perlen des Deutschen Reiches ehören, noch enger mit einander zu verbinden bestimmt ist. Ein von Vontad Bleeck verfaßtes sinniges Festgediht beschließt die ansprechende, au äußerlih gefällig ausgestattete und mit mehreren Illustrationen geschmüdte kl:ine Schrift.

Der Krieg in Süd-Afrika 1899/1900 und seine Vorgeshichte. bearbeitet von Alfred vonMüller, Oberleutnant im 1. Hanseatishen Infanterie-Regiment Nr. 75. Mit zahlreihen Karten, Skizzen und Anlagen. Berlin, Verlag der Liebel'’shen Buch- handluna. 1V. Theil. Preis 1 Der vorliegende vierte Theil dieses Werks, dessen wir bereits wiederholt Erwähnung gethan haben, umfaßt die Monate Februar und März 1900 und \childert den Entsaß von Kimberley und Ladysmith sowie feine Folgen in nachstehenden Abschnitten: 1) Vorbereitende Thätigkeit des eng- lischen Oberkommandos, 2) Der Entsay von Kimberley, 3) Der Rückzug Cronje’'s und die Katastrophe von Koedoesrand-Drift, 4) Die Er- eignifse auf dem südlihen Kriegs\hauplaßze im Monat Februar 1900, 5) Der Entsat von Ladysmith, 6) Die Beseßung von Bloemfontein, 7) ‘Versuchte Frieden8vermittlung. Außerdem find drei Anlagen beigegeben, enthaltend die Kriegeglieterung der 8. Division, eine zweite Uebersicht über die außerhalb der Kriegsgliederung aufgeitellten Verbände, eine Uebersicht der englischen Armee in Süd-Afrika nah dem Stande von Ende März 1900 sowie cine Karte des Kriegsshauplayes im Oranje-Freistaat und eine Skizze zum Entsaß von Ladysmith. Die beigefügten Abbildungen stellen dar: Cronje's leßten Zuflucht8ort im Flußbett des Modder-River und Groblers Kloof.

Von der in der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart er- \einenden „, Tausend-Bilder-Bibel" liegen die Lieferungen 16 bis 20 und damit die Hälfte des Gesammtwerkes vor. Auch in diesen Lieferungen findet sich wieder eine \tattlihe Anzahl von Abbildungen nach Meisterwerken chrifiliher Kunst aus älterer und neuerer Zeit. Unter anderen Künstlern find Rembrandt, Hans Holbein d. J., Raffael mit je zwei, Guido Reni, Paolo Veronese, Rubens, E. von Gebhardt mit je einer Abbildung vertreten. Es fehlt aber auch nit an Karten, landschaftlichen Darstellungen u. st. w. Der billige Preis und der Bezug in Lieferungen (insgesammt 40 Hefte zu je 40 „Z) ermög- lichen auch dem weniger Bemittelten die Anshaffung dieser Bilder- bibel, die sich zu einem \{chönen Haus- und Familienbuch zu gestalten

verspricht.

Von dem Prachtwerk „Das Thierleben der Erde“ (herausgegeben von W. Haake und W. Kuhnert; vollständig in 40 Lieferungen zu je 1,46; Verlag von Martin Oldenbourg, Berlin SW.) erschien soeben die 3. Lieferung. Ihren Inhalt bildet die Schilderung der Vogelwelt unserer Wälder. Der Verfasser, Wilhelm Haae, er- zählt in lebendiger Darstellungsweise viel Interessantes und Neues aus dem Leben der geflügelten Waldbewohner, über ihre Beziehungen zu dem Aufenthaltsort, ihre Stellung zu ihren {ädlichen und nüßlihen Mitbewohnern 2c. Die Illustration dur Textbilder und Tafeln ift ebenso rei und glänzend wie in den ersten Lieferungen. Die Tafeln, welche in freier Folge beigegeben werden, zeigen diesmal in vollendeter {romotyvoaraphisher Ausführung ein Paar Trappen (Otis tarda), asiatishe Büffel der Kerabau-Rafse (Bos bubalus) und rothfteißige Meerkaßen (Cercopithecus pygerythrus).

Meyer’s Reisebücher: Die Schweiz. Sechzehnte, neubearbeitete Auflage. Mit 25 Karten, 10 Plänen und 29 Pano- ramen. Verlag des Bibliographishen Instituts in Leipzig und Wien. Pr. geb. 6 A Auch diese neue Auflage des von Touristen und Bergsteigern seit Jahren geshägzten Führers ist, wie die Redaktion ve1sichert, in allen Theilen einer gründlichen Durchsicht unterzogen worden. Die vielbefuchten Mittelpunkte des Touristen- verkehrs find dabei wieder eingehender behandelt als die Nebenrouten, und auf diese Weise ift dem Buche, troß mancherlei neuer Zusäße, seine bisherige Handlichkeit gewahrt worden. Die kartographische Ausstattung ist durch einen neuen Plan von Basel sowie Karten der Umgebung und Panoramen der Kurorte Schuls-Tarasp und Skt. Moriz ergänzt und bereichert, was den zahlreihen Besuchern dieser beiden Weltkurorte sehr erwüns{ht sein wird.

Das bekannte, von Carl Winter’s Universitäts- buhhandlung in Heidelberg verlegte „Liederbuh für deutsche Studenten“ erschien soeben in se{ster, verbesserter und vermehrter Auflage. Das gut ausgestattete, die Texte aller beliebteren deutschen Studenten- und Volkslieder nebft Angabe der Sangesweise und des Verfassers enthaltende Buch erschien in drei Ausgaben: in Leder- leinen gebunden (Pr. 1 6), in starker Leinwanddecke mit Nägeln E E A4) und ganz in feinem Leder gebunden, mit Nägeln (Pr. 2 ÁÆ 40 5).

Handel und Gewerbe.

Das belgishe Ministerium für Finanzen und öffentliche Arbeiten hat im Anschluß an seine Verordnung vom 25. Mai d. J. unter dem 6. Juni d. J. weitere, gleihfalls am 1. Juli d. J. in Kraft getretene Ausführungsbestimmungen zu Artikel 2 des belgishen Budgetgesehßes vom 29. De-

ember 1899 erlassen. Hiernach erstreckt sich die für

aterial zum Vau, zur Ausrüstung u. }. w: von Schiffen gewährte Vergünstigung der Zollfreiheit auh auf die zur Ausbesserung und Unter- haltung von Schiffen und Booten dienenden Ma- terialien; es können daher auch Bee die zum Ersaß schadhafter oder aus irgend einem Grunde außer Gebrauch gesezter Stücke bestimmt sind, in Belgien zollfrei eingeführt werden. Ferner ist bestimmt, daß die Vergünstigung nicht auf die in der Verordnung vom 2%. Mai einzeln aufgeführten Gegenstände beschränkt sein soll, sih vielmehr unter den in dieser ag ntrag festgeseßten Bedingungen auf alle Gegen- stände bezieht, die zum Bau u. s. w. von Schiffen verwendet werden.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrihten für Handel und Industrie")

Antheil Deutschlands an dem Handel von Santander im Jahre 1899,

Die Einfuhr aus Deutshland über den spanishen Hafen von Santander hat während des Jahres 1899 besonders bei Drogen, Ghemikalien, Stärke, Papier, Pappe, Wachs, Maschinen, Maschinen- theilen, Kleineisenwaaren, Kartoffelmehl, Bohnen, Salz, Taba, Spielwaaren und Butter an Bedeutung zugenommen, Eine Ab-

|

e dagegen ift bei elektrotehnishen Apparaten, Baumwolle,

ge Thee Ls Kaffee zu verzeihnen. Als neue Einfuhrartikel nd

iltrierapparate, Holzmasse, Jute, Blech, Asphalt, Gerste, Zwirn, uzpomade, Soda, Zucker und Kümmel zu erwähnen.

Sn der Ausfuhr aus Santander ist neben Konserven, Wein und Del das Eisenerz als Hauptausfuhrartikel zu nennen. Die Eisenerzausfuhr während des Jahres 1899 stellte sich auf 132 116 255 kg, wovon 52 736 070 kg unter spanisher, 31 258 305 kg unter britisher, 30 857 225 kg unter deutsher und 17 265 655 kg unter niederländisher Flagge befördert wurden.

Der Schiffsverkehr zwishen Santander sowie anderen nord- spanischen Häfen und Antwerpen wird durch die Dampfsciffahrts- Gesellschaft Neptun vermittelt. Auh hat die Compakia Maritima in Barcelona eine regelmäßige Dampferlinie zwischen den spanischen Häfen und Hamburg eingerichtet. (Nah einem Bericht des Kaiser- lichen Konsuls in Santander.)

Lage des Kaffeehandels im Jahre 1899.

Das Fahr 1899 war ein für den Kaffeehandel außergewöhnliches. Es brachte die größten bisher gekannten Zufuhren, Ablieferungen und Vorräthe, dagegen aber auch die billigsten Preise, welche jemals für Kaffee erreiht wurden.

Der Werth von good averago Santos, der maßgebenden Sorte, hatte ch gegen Ende 1898 von 33,50 Frcs. auf 38 Fres. gehoben, weil man damals auf eine sehr kleine brasilianische Kaffee-Ernte rechnete. Bald nah Beginn des Jahres 1899 stellte es ih aber heraus, daß noch große Rükstänre von Kaffee im Innern von Brasilien geblieben waren. Retihlihere Zufuhren nah den bra- filianishen Häfen, als man erwartet hatte, drückten die Preise bis zum Juni wieder auf 33,50 Fres. berab. Obwohl die 1898,99 er Nio- und Santos-Ernte nur 84 Millionen Säcke geen 104 Mil- lionen Säcke in der Saison 1897/98 betragen hatte, war auch diese um 13 Millionen Säcke geringere Menge genügend, um etnen neuen UVeber\chuß in den Gesammtvorräthen am 1 Juli erscheinen zu lafsen.

Mit dem Eintreffen der ersten Zufuhren aus der_ laufenden 1899/1900 er, auf 94 Millionen Säcke sür Rio und Santos ge- hätten, obendrein frühzeitigen Ernte gingen daher die Preise von good average Santos im TZerminhandel bis zum September auf 31 Fr. zurück. Dies ist der niedrigste Preis, zu dem Santos-Kaffee jemals gehandelt worden ift, und damit {eint denn auch ein Wende- punkt in der seit dem Jahre 1895 nahezu ununterbrochen rückgängigen Kaffee-Konjunktur eingetreten zu sein. Im Oktober fingen die Preise an zu steigen und standen Ende Dezember auf 38,75 Fr.

Die billigen Preise haben den Verbrau von Kaffee überall er- beblich gesteigert, und in der laufenden Saifon scheint zum ersten Male wieder ein Auf gleih ¿wishen Produktion und Verbrau erreicht zu werden, sodaß kein neuer Ueberschuß in den Vorräthen zu erwarten sein würde. i

Nah statistishen Aufstellungen betrug die Kaffeeproduktion :

in der Saison 1897/98 16 178 000 Säcke zu 60 kg, 1898/99 13.723000. „4 00»

und {ätzungsweise : für die Saison 1899/1900 14 437 000 Säde zn 60 kg, a u 1900/1901 13 975 000 z Os Die Gesammtablieferungen von Kaffee betrugen : im Jahre 1896 11 959 700 Säcke zu 60 kg, v ú 1897 13 377 000 G D. E 1898 14396000) 2.80, L á 1899 15 139 000 Z O Diese Zahlen zeigen einerseits langsam abnehmende Produktion infolge der sür den Kaffeepflanzer nicht mehr lohnenden Preise, andererseits rasch zunehmenden Verbrauch infolge der billigen Kaffee- preise. Die Aussichten für kie Zukunft sind daher als günstig für den Kaffeehandel zu bezeihnev. Die Vorrätbe von Kaffee betrugen Ende Dezember : Vorräthe A N L Tzbp, Sichtbare in Europa Oen Weltvorräthe 1000 kg 63 529 54 000 54 000 29 882 27 941

18 882

417 720 386 630 370 560 9239 060 205 000 159 630.

242 050 224 500 170 150 98 750 1895 100 600 S s D A 69 150 Zur Verzollung gelangten :

1899 1898 1897 1896

| in der

im | i: | lin Oester- | i - i deutsten (2 inm rohe) gien | Shweiz

Zollgebiet Frankrei E E, Belgien | |

1000 kg

13430 | 12 540 | 12 424

32 780 | 30 800 29 000 |

10 100 11 220 10 150

42 020 43 570

1899 | 157 000 | 81400 | | 41 040 j |

1

1898 f 153 430 | 79170 | 1897 | 136 390 | 77310 | 1896 f 129 900 75 150 | 12 400 39 900 24 290 9 510 1895 1 123390 | 72170 | 12482 38 180 | 23990 | 8190. Fn den Niederlanden und in den Vereinigten Staaten von

Amerika wird kein Zoll auf Kaffee erhoben. ; Fir Havre stellten sich Anfuhren, Ablieferungen und Vorräthe, wie folgt:

F 7 o Anfuhren Vorräthe

Ablieferungen | qm 31. Dezember

R Es | Fässer z

1 625 766} 8 709 c 1 447 844/ 10 101 34| 8 698 1897 1752 691| 6 698 687| 7073 1896 1040 291| 11 448] 1 086 445] 11 462 Auf die Herkunftsländer vertheilt, war der Vorrath in Havre am 31, Dezember : 1899 1898

Ca Mg M Fäfser O 7 fer wik 1 335 129 921 823 aiti

S E 98 453 129 203 Ostindien, Jaya 2c. . 58 937 978 42 250 Zentral - Amerika, Vene-

zuela 2. . L 153 913 3 379 180436 2491 Zusammen . 164642 4357 1273712 2 947 Die besseren zentralamerikanischen Sorten ‘waren in der zweiten Hälfte des Jahres sehr gesaht, und der Preisaufshlag für dieselben war größer als für Santos und andere geringe Sorten. Die Porto- Rico-Ernte wurde durch einen Cyklon beshädigt und ergab nur einen It Ettrag, sodaß sehr hohe Preise für Porto-Rico-Kaffee bewilligt wurden. Die von Brasilien gemeldeten Peftfälle blieben ohne Einfluß auf _das Kaffeegeshäft. j 8 Die brasilianishen Pflanzer, angereat durch die außeraewöhnlih hohen Kaffeepreise der Jahre 1894—1896, hatten die Pflanzungen zum großen Theil mittels zu hohen Zinsen angeliehener Kapitalien über die Maßen ausgedehnt. Den großen Ernten der Jahre 1897 bis 1899 folgten äußerft niedrige Preise in den Absapländern, welche sich in den Produktionsländern, im besonderen in Brasilien, so fühlbar machten, daß der Kaffecbau kaum noch einen Gewinn übrig ließ, und

1899 1898

Fäffer

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| Fliesfen

vielen Pflanzer die Mittel fehlten, den Lohn ihrer Arbeiter und die

Zinsen threr Hypothekshulden zu zahlen. io geleienen Kaseepi Tbe vox einigen Aa aulo gelegenen Kaffeepflanzungen, welhe vor einigen Fahren Se ellshaften umgewandelt wurden, liegen in diefer Beziehun interessante Jabresabschlüsse vor. Die San Paolo Coffes Estates Company fonnte nur noch die Zinsen auf ihre Prioritäts-Obli, ationen (Debentures) zahlen; die gewöhnlichen und bevorzuaten ktien erhielten weder Zinsen noch Dividende. Die Dumont Coffes Company \{chloß das Geschäftsjahr mit einem Verlust von einer halben Million Franken ab; ihre Produktionskosten beliefen fh für die Arroba (14 kg) Kaffee auf 16 Milreis, während der Nettoerlös für die Arroba nur 124 Milreis betrug. Diese Pflanzungen waren seiner Zeit viel zu theuer bezahlt worden, und die Umwandlung in Aktiengesellschaften hatte kaum einen anderen Zweck verfolgt, als die damaligen Hypothekenbesiger sier zu stellen.

Ob die in den legten Monaten vorigen Jahres in Europa ein- getretene Preissteigerung von Dauer fein und inwieweit dieselbe den in Noth befindlihen Pflanzern in Brasilien zu gute komma wird, läßt sich s{chwerlich vorausfagen. Auch hat der brasilianisch Wechselkurs für die Pflanzer fast dieselbe Wichtigkeit, wie die Preislage in den Absaßländern. Eine erhebliche Besserung des Kurses ist leiht mögli, da die brasilianische Regierung Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres die Zahlung der Staatss{ulden in Gold wieder aufnehmen will. ‘Der Kurs is von 6 bis 7 Pence im Jahre 1898 bereits auf 7 bis 8 Pence im leyten Jahre hinauf- gegangen. i

Inzwischen hat die brasilianische Regierung im Interesse der Pflanzer mit den Regierungen der europäishen Staaten, in welchen Eingangszöôlle auf Kaffee erhoben werden, insbesondere mit Frankreich, Verhandlungen wegen Herabseßung derselben angeknüpft. Für Havre ist der Ausfall der Verhandlungen von größtem Intercsse ; denn Havre ist nicht nur der fast auss{ließliche Kaffeemarkt Frankreih8, sondern auch der wichtigste Markt Curopas und das größte Entrepôt diefes Artikels in der Welt. Es dreht sich hier beinahe alles um das Kaffcegeshäft, und an seinem Gedeihen find außer den Kaufleuten, die das Geschäft in Händen haber, noch zahlreihe Kreise“ und Snteressen betheiligt (die Banken, Rheder, Makler, Versicherungs- und Waarenhausge}ellschaften, Hafen- und Dockarbeiter u. f. w.).

Von der jährlihen Welt - Kaffeeproduktion, in der Höhe von ungefähr 14 Millionen Sack, entfallen ungefähr 10 Millionen auf Brafilien und 4 Millionen auf die übrigen Länder. Nach Frankreich famen in den leßten Jahren jährlih gegen 2800 000 Sack, fast zur Hälfte brasilianischen Ursprungs. Ju den französischen Konfum gingen jährli 1 300 000 Sack über, von . denen 500 000 bis 600 000 Sack brasilianishes Erzeugniß waren. Von den 1899 in Havre eingeführten 1650 000 Sack waren über 1 Million brasilianisher Herkunft. (Ita einem Bericht des Kaiserlichen Konsuis in Le Havre.)

eiden großen brasilianish2zn, in der Provinz San

Handel von Libau im Jahre 1899.

Die Einfuhr des russishen Hafers von Libau belief sch im Sahre 1899 auf 3 082 107 dz gegen 2315 193 dz im Vorjahre und die Austubr auf 4 904278 dz gegen 4681859 dz im Jahré 1898,

An der Einfuhr des Jahres 1899 waren die hauptfächlichiten Herkunftsländer ihrer Bedeutung nah, wie folgt, betheiligt: Groß- britannien mit 2410707 dz oder mit 7809/9 der Gesfammteinfuhr, Deutschland mit 288038 dz oder mit 1009/0, Belgien mit 119218 dz oder mit 39%, Schweden mit 68045 dz oder mit 23 9/9, Dänemark mit 67 405 dz oder mit 29/0, Norwegen mit 36 094 dz oder mit 14 0/0, Amerika mit 31 614 dz oder 19/0, Australien mit 24959 dz oder 19/6 und Frankrei mit 15 880 dz oder mit F9/e. Die weit- aus größte Menge wurde also aus Großbritannien eingeführt.

Hierbei ist jedoch zu berüdctsihtigen, daß fih diefe bedeutende Menge

größtentheils aus Kohlen, Superphosphaten und Thomasschlacke zu- sammenseßt. Die Einfuhr von Kohlen aus Großbritannien betrug allein 1 847 721 dz oder 60% der Gesammteinfuhr. An Super- phosphaten wurden aus. Großbritannien 61 376 dz oder 29% und an Thomasschlacke 63 696 dz oder 29/6 der Gesammteinfuhr über den Hafen von Libau eingeführt.

Nach dea wichtigsten Einfuhrartikeln gestaltete fih die Ein- fubr des Hafens von Libau, wie folgt (die aus Deutschland ein- geführten Mengen find den Gesammteinfuhrmengen in Klammern bei- gesetzt): Herinae 182 309 dz (15 460 dz), KRoprah 68 748 dz (4725 dz), Gerbstoffe 33 763 dz (26 194 dz), Drogen 64106 dz (1244 dz), Farb» bolz 34 543 dz (1565 dz), Gußeisen 25 884 dz (2371 dz), Gisen in Stangen und Platten 179 937 dz (34 417 dz), feaerfeste Ziegel und 46187 dz (16033 dz), gewöhnlihe Ziegel 22998 dz (22 998 dz), Rofe 22378 dz (9651 dz), Pflanzen und Pflanzenprodukte 93 390 dz (17 789 dz), Steinkobicn 1856 107 dz (8386 dz), Super phoëphat 61376 dz, Thomats{chladcke 75 934 dz, Maschinen und Apparate 44 301 dz (7531 dz), Spiegel und Spiegelglas 117 056 C] Werschod (4431 N Wershock), Champagner 21 240 Flaschen (1340 Flaschen) Mineralwasser 77 241 Flaschen (61 341 Flashen) und Spirituosen 18 174 Flaichen (1199 Flaschen).

Bon Nahrungsmitteln wurde, abgesehen von Heringen, der größte

| Theil aus Deutschland bezogen, ebenso von Getränken, Drogen und

Baumaterialien. Die Einfuhr von Koks aus Deutschland hat sh im Jahre 1899 fehr gehoben (439% gegen 49% im Fahre 1898); dagegegen kann die deutsche Koble gegen die englische nit aufkommen, weil der Bezug der letzteren bedeutend billiaer ift. Auch Guß- und Stangeneisen wurde vornehmlich aus Großbritannien bezogen. Die englishe Einfohr von Gußeisen umfaßte 19820 dz oder 30% während die deuishe nur 2371 dz oder 99% ausmachhte, die englishe Einfuhr von Stangeneisen betrug 69758 dz ober 39 %,

während ih die Einfuhr aus Deutshland nur auf 34417 âz oder F

auf 19 9/5 stellte.

Von der A ubfuhr des Jahres 1899, welche sih auf 4 904 278 dz belief, entfielen 3 477 624 dz auf Getreide. Die Verschiffung die!er Getreidemence rihtete sh. nach folgenden Bestimmungsländern- Großbritannien 1 469 299 dz, den Niederlanden 505 363 dz, Deuts land 485 707 dz, Schweden 469 168 dz, Franfcetch 197 121 dz, Dänemark 184 558 dz, Belgien 102 787 dz und Norwegen 63 621 dz. Großbritannien bezog also den größten Theil des ausgeführten Getreides (420/56 der Gesammtmenge), Deutschland dagegen nut 13 9%. Doch ift dieser Prozentsaß für Deutshland nit völlig genau, da ein Theil des nah den Niederlanden gesandten Getreides hinzu gerechnet werden muß, weil ein großer Theil des nah Notterdan verschifften Getreides den Rhein hinauf nah“ Deutschland geht. Z1 der Getreideausfuhr hat Libau im Jahre 1899 die übrigen rusfischen Osiseebäfen, selb St. Petersburg, überflügelt,

Die haupt sächlihsten Ausfuhrartikel kamen in folgenden Mengen zur Verschiffung (die nach Deutschland ausgeführten Mengen find wieder in Klammern beigefügt): Weizen 95 040 dz (25 799 dz), Roggen 870724 dz (237 536 dz), Gerste 50 282 dz (16 028 dz), Hafer 1 789 367 dz (51 877 dz), Buchweizen 181 774 d (80 478 dz), Erbsen 115942 dz (31270 dz), Widcken 46 508 d (7573 dz), Bohnen 23264 dz (9015 dz), Leinsaat 203 880 dz (23877 dz), Kleie 416353 dz (32102 dz), Flachs und Yai 150633 dz (614 dz), Petroleum 115312 dz (83957 d) Leinkfuhen, Hanffuchen, Sonnenblumenkuhen und Oelkuche! 453 838 dz (36296 dz), Eifenshlade 41574 dz (41574 d Esvenholz 359 312 cbfs (111305 cbfs), Balken, Mau“ latten und Brussen aus Fichten- und Tannenholz 218 977 cbfs/ Birfen- und Ellernholz 19 100 cbfs, Bretter und Planken 466 636 eb (20 061 cbfs), Pferde 11226 Stück (1527 Stü), Gier 71 855 Stüd (6 182 480 Stück) und Spiritus 6157 Wedro (6156 Wedro) Doß die Getreideausfuhr bei der günstigen Ernte nichi noch größt! war, lag daran, daß fehr viel Getreide an die von Mißernte betroffen? Gouvernements abgegeben wurde. Die Holzausfuhr war größer 2 in früheren Jahren. Ein sehr bedeutendis Polyge [Mate dürfte sd jedoch faum in Libau entwickeln, weil dazu die afserverbindunß mit dem Hinterlande fehlt. Die Spiritusausfuhr, welhe in früb je Jahren recht bedeutend war, hat în den beiden leyten Zahren | nachgelassen.

Der Swiffsverkehr des Hafens von Libau wurde im Jahre 1899 dur 1125 eingehende und dur 1172 autgehende Schiffe ver- mittelt. An deutschen Schiffen gingen 1899 234 Schiffe mit Ladung aus gegen 227 im Vorjahre. Hinsichtlih der Größe des Schifföraumes nahm Deutschland im Jahre 1898 mit 24,95 ‘/o die weite und im Jahre 1899 mit 16,59 %/o die dritte Stelle nah Däne- t und Schweden ein. (Nah einem Bericht des Kaiserlichen

Konsuls iu Libau.)

Außenhandel von Dahome im Jahre 1899.

Die Einfuhr nah der französis{hen Kolonie Dahome erreihte im Gahre 1899 einen Werth von 12 348 971 Fr. gegen 9 994 568 Fr. im vorhergehenden Jahre; die Ausfuhr bezifferte sich auf 12 719 790 Fr. gegen 7 538 759 Fr. im Jahre 1898, :

Die Steigerung der Einfuhr macht sih vornehmlich bei Schieß- pulver, Münzen, Getränken, Glas- und Krystallwaaren sowie Holz- waaren bemerkbar. Die Einfuhr von Taback und Zeugwaaren nimmt dagegen ab. Fn der Ausfuhr zeigt sih die Steigerung bet allen Landeserzeugnissen, hauptsählich bei Palmkernen, Palmöl sowie Kokos, Kaprah- und Kola-Nüfsen ; an Kautschuck wurden 14 455 kg ausgeführt gegen 13 719 kg im Jahre 1898.

Frankceih war 1899 an der Einfubr mit 3 448 667 Franken betheiligt und an der Ausfuhr mit 3 433 705 Franken, Deutfch- land an der Einfuhr mit 4110000 Franken und an der Ausfuhr mit 2127 000 Franken. :

Während des Jahres 1899 verkehrten in den Häfen der Kolonie 441 Dampfer von 398 500 Registertons Raumgehalt, davon waren 183 deutsche, 126 britische, 123 französishe und 9 italienische.

(L’ÉEconomiste Français.)

Konkurse im Auslande. Rumänien.

Anmeldung | F E orderungen | g,

bis | Beri

Schluß der fizterung

Handelsgericht. Fallit.

17./30. Juni | 3,/16., Juli

28: Iuli 4,/17. August

./28. Juli | 5,/18. August

, | Ghita Nicolau | 15,/28, Juli | 2,/15, August

; | G. N. Bidu | 14,/27. Juli | 3,/16. August | Mateï Terbes | 13./26. Juli | 31. Juli/

| 13. August Filip C. Papado- | pol |

Bukarest | Josef Kraid v Fohn Pitts - Ignaß Treml

|

5./18, Juli | 19. Juli/ 11. August

: Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Amtsaeriht Il Berlin gelangten die nahbezeihneten Grundftücke zur Versteigerung: Scharnweberftraße 37 in Lichtenberg, dem Zimmermeister Anton Puzowski in Schöneberg gehörig. Nußungswerth 5386 46 Mit dem Baargebot von 1050 Æ und 85 000 A Hypotheken-Uebernahme wurde Steinhändler Wilh. Zieb, hier, Liegnitzerstraße 39, Erfteher. Mannheimerstraße in Deutsh-Wilmersdorf, dem Rentier Albert Herzsprung ebenda gehörig. Mit dem Baargebot von 19 000 #& wurde Rentier Karl Herz;sprung zu Deutsh-Wilmersdorf Ersteher. Wilhelms- aue 34 in Deutsch-Wilmersdorf, dem Restaurateur A. Herz- sprung ebenda gehörig. Nußungsw. 6600 («4 Mit dem Baargebot von 138 000.6 wurde Frau Rentier JulieLipin sky zu Deutsh-Wilmers- dorf Ersteherin. Élsaßstr. 13 in Neu-Weißensee, dem Tischler- meister Julius Beczkowski in Berlin gehörig. Nußungswerth 1500 A Mit dem Baargebot von 29420 4 wurde Kaufmann Hugo Rosenbaum hier, Neue Friedrichstraße 9/10, Ersteher. Gürtelstraße 8 in Lichtenberg, dem Malermeister Wilhelm Koch zu Schöneberg gehörig. Mit dem Baargebot von 10 000 4 wurde die Preußische Hypotheken-Aktien-Bank zu Berlin, Charlotten- straße 42, Ersteherin.

Aufgehoben wurde das Verfahren, b&reffend die Ver- steigerung des Grundstücks, Frankfurter Allee 197 (Berlin- Lichtenberg), der Frau Jenny Friedrichs gehörig.

Gingestellt wurde das Verfahren, betreffend die Versteigerung des Hohenfriedbergstraße 23 in Schöneberg belegenen, dem Bau- unternehmer Gottlieb Siewert in Rixdorf gehörigen Grundstücks.

Täglihe Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr find am 10. d. M. gestellt 16 166, nit ret} zeitig geftellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 9. d. M. geftellt 5560, nit ret» zeitig geftellt keine Wagen; am 10. d. M. 5818, bezw. keine Wagen.

Produktenmarkt. Berlin, 11. Juli 1900.

Die amtlich ermittelten Preise waren (p. 1000 kg) in Mark: Weizen, Normalgewiht 755 g 160 Abnähme im laufenden Monat, do. 163,25—164 Abnahme im September, do. 164—164,75 Abnahme im Oktober mit 2 6 Mehr- oder Minderwerth. Fester.

Roggen, Normalgewicht 712 g 147,50—147,75 Abnahme im laufenden Monat, do. 144—144,50 Abnahme im September, do. 144—144 25 Abnahme im Oktober, do. 143,75—144 Abnahme im Dezember mit 1,50 4 Mehr- oder Minderwerth. Fester.

_ Hafer, pommerscher, märkischer, age: ringe: v nie feiner 153 bis 161, pommerscher, märkischer, mecklenburgtfcher, westpreußischer, posener a S russischer guter 137—143, mittel 133—136, Be-

auptet.

Mais, Amerik. Mixed 114—114,50, Matter.

Weizenmehl (p. 100 kg) Nr. 00 19,60—21,60. Stil,

Roggenmehl (p. 100 kg) Nr. 0 u. 1 19,60—20,70, 19,60 Ab- nahme im September. Still.

Rüböl (p. 100 kg) mit Faß 59,60—59,80 Abnahme im Ok- tober. Behauptet.

Spiritus: Ohne Umsay.

Berlin, *10. Juli. Marktpreise nach Ermittelungen des Königlichen olizei-Präsidiums, (Höchste und n edrigste Preise.) Per Doppel-Ztr. für : Weizen, gute Sorte —,— H; —,— F Weizen, Mittel-Sorte —,— #&; —,— M Wehzen, geringe Sorte —,-— #6; Dit h * Roggen, gute Sorte 15,20 X; —,— M Ro gen,

ittel - Sorte —,— i —— M Roggen, geringe Sorte —,— h; —— M {Futtergerfte, gute Sorte 14,90 A; 14,40 4 Gerste, Mittel-Sorte 14,30 M; 13,90 A Gerste, Heringe Sorte 13,80 4; 13,40 A FHafer, gute Sorte 16,10 4; 15,20 Hafer, Mittel - Sorte 15,10 4; 1420 M Hafer, geringe Sorte 14,10 4; 13,30 4 Richtstroh 6,66 4; 5,82 M Heu 8,60 4; 6,00 « Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 4; 25,00 „# Speisebohnen, weiße, 45,00 (A; 25,00 A Linsen 70,00 4; 30,00 # Kartoffeln 12,00 4; 7,00 M Rindfleisch von der Keule 1 kg 1,60 4; 1,20 4 dito Bauchfleisck

ck

[28 Z S8

ck

F SLSS

Karpfen 1 kg 1,60 Zander 1 kg 2,60 Barsche 1 kg 1, 2,40 4; 1,20 A Bleie 1 kg ck M; 2,90 M6 Ab Bahn. Frei Wagen oder ab Bahn.

Do Do G KKKK

S S EELD S

*

—— Samt

Königsberg i. Pr., 10. Juli. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen rubig, Meggen unverändert, do. loko pr. 2000 Pfd. Zoll- g t —,—. erste, kleine inländishe ruhig. Hafer ruhig, o. loko pr. 2000 Pfd. Zollgewiht 125,00. Russishe Erbsen pr. 2000 Pfd. Zollgewiht —,—. Spiritus pr. 100 1 1009/6 [oko notizlos.

Danzig, 10. Juli. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen loko unverändert. Umsaß 100 t, do. inländ, hohbunt und weiß 157, do. inländischer bellbunt 152,00, do. Tranfit hochbunt u. weiß 117,00, do. hellbunt 113,00, do. Termin zu freiem Verkehr pr. Sept. —, do. Transit pr. August —, Regulierungspreis zu freiem Verkehr —,—. Roggen loko unverändert, inländ. 142, do. russisher und polnischer zum Transit 105,50, do. Termin pr. August —,—, do. Termin Transit pr. August —, do. Regulierungspreis zum freien Ver- kehr —,—. Gerste, große (660—700 g) 130,00. Gerste, kleine (625—660 g) 114,00. fer, inländischer 124,00. Erbsen, inländische 128,00. Spiritus loko kontingentiert —,—, nicht kontingentiert

Breslau, 10. Juli. (W. T. B.) S@luß-Kurse. Slef. 34 °/a L Pfdbr. Litt. A. 93,90, Breslaver Diskontobank 111,50, Breslauer Wechslerbank 104,25, Kreditaktien —,—, Shlesisher Bankv. 146,00 Breslauer Spritfabrik 173,00, Donnersmark 226,00, RKattowiger 207,590, Oberschles. Eis. 135,590, Caro O Akt. 139,00, Oberschles. Koks 147,00, Oberschles. P.-Z. 134,50, Opp. Zement 136,00, Giesel Zem. 132,50, L.-Ind. Kramsta 156,90, Schles. Zement 173,00, Sl. Zinkh.-A. —,—, Laurahütte 216,75, Bresl. Delfabe. 81,25, Koks-Obligat. 95,90, Niedecschles. elektr. und Kleinbahn- gejellschaft 52,50, Gellulose Feldmühle Kosel 155,50, Oberschlesis@e

ankaïtien 113,50, Emaillierwerke „Silesia" 151,00, Schles. Glekir.- e L Ea Litt. A. —,— Gd, do. do. Litt. B,

Magdeburg, 10. Juli, (W. T. B) Zuckerkherti ch2. Kornzucker exkl. 889% Rendement —,—. Nachprodukte exkl. 75 9% Rendement 10/05—10,30, Stil. Brotraffinade T. 28,35*®. Brotraffinade Il. 28,225*. Gem. Raffinade mit Faß 28,39*. Gem. Melis 1. mit Faß 27,85*. Unverändert {. MRohzucker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Juli 11,45 Gd., 11,50 Bk. pr. August 11,477 bez., 11,50 Br., pr. Sept. 11,20 bez., 10,274 Br., r. Oftober-Dezember 9,65 bez.,, 9,623 Gd, pr. Januar-März 9,727 Gd., 9,774 Br. Fest.

*) Obige Preise sind die vom Syndikat der deutshen Zuter- raffinerien festgeseßten.

+7) Ohne Geschäft aus erster Hand.

_ Frankfurt a. M., 10, Juli. (W. T. B.) Sc@}luß-Kurse. Lond, Wechsel 20,415, Pariser do. 81,316, Wiener do. 84,175, 3% Reichs-A. 86,20, 3 9/% Hessen v. 96 82,90, Ftaliener 93,60, 3 °/ port. Anl. 23,40, 5% amort. Rum. 90,40, 49/9 ruf. Kons. —,—, 4% Ruf. 1894 97,80, 4% Spanier 71,80, Konv. Türk. 22,10, Unif. Egypter 105,10, 5 %/ Mexikaner v. 1899 96,35, NRethsbank 156,00, Darmstädter 133,00, Diskonto-Komm. 177,00, Dresdner Bank 147,30, Mitteld. Kredit 110,00, Nationalbank f. D. 133,590, Desi.- ung. Bank 122,70, Oest. Kreditakt. 213,10, Adler Fahrrad 160,00, Allg. Glektrizität 230,00, Schuckert 204,70, Höchst. Farbwerke 371,00, Bochum Gußft. 201,30, Westeregeln 203,00, Laurahütte 217,00, Loms- barden 25,50, Gotthardbahn 135,50, Mittelmeerb. 98,60, Breslauer Distontobant 111,50, Privatdiskont 315/16.

Sffekten-Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit-Aktien 212,90, Franzosen 141,50, Lomb. 25,50, Ungar. Goldrente —,—, Gotthardbahn 134,80, Deutsche Bank 189,60, Disk.-Komm. 177,30, Dresoner Bani 147,90, Berl. Handelsges. 148,90, Bochumer Gußft. 200,40, Dort- æœunder Union —,—, Gelsenkirchen 191,70, Harpener 188,00, Hibernia 209,50, Laurahütte 215,80, Portugiesen —,—, Italien. Mittelmeecb —,—, Schweizer Zentralbabn 141,40, do. Nordoftbahn 89,00, do Union 80,00, Jtalten. Möridionaux —,—, Schweizer Siraplonbahrn 96,30, Mexikaner —,—, Italiener 93,50, 3% Reihs-Anleiße —.—, Schudert 204,70, Nationalbank 133,50, Allgemeine Elektrizitäts- gesellshaft 220.50, Helios 141,00, Türkenloose 110,00.

oln, 10... Juli D S. D) Rürödi 63,50,

pr. Oktober 61,50.

Dresden, 10, Juli, (W. T. B.) 3% Sächs. Rente 83,25, 34 0/6 do. Staatsanl. 96,30, Dresd. Stadtanl. v. 93 92,00, Allg, deutsche Kred. —,—, Berliner Bank —,—, Dresd. Kreditanfialt 118,00, Dresdner Bank 147,50, do. Bankverein —,—, Leipziger do. —,—, Sächsiser do. 136,00, Deutsche Straßenb. 146,003, Dresd. Straßenbahn 172,50, Dampfschiffahrts-Ges. ver. Elbe- und Saalesch. —,—, Sädchs.-Böhm. Dampfschiffahrts-Gefk. —,—, Dresd. Var gesells. 188,25,

Leipzig, 10. Juli. (W. T. B.) S@{luß-Kurse. I Sädhsishe Rente 83,25, 34 2% do. Anleibe 96,00, Dejterreidtiche Ganknoten 84,20, Zeiger Paraffin- und Solaröl-Fabrik? 145,50, Weansfelder Kuxe 1065,00, Leipziger Kreditanftalt - Aktien 190,00, Kredit- und Sparbank zu Leipzig 119,50, Leipziger Bank-Aktien 161,75, Leipziger Hypothekenbank 134,50, Sächsishe Banù Aktien 136,00, Sächsishe Boden-Kredit-Anftalt —,—, Leipzige: Baumwollspinnerei-Aktien 168,00, Leipziger Kammgarn-Svinnerei» Uftien —,—, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Go. 147,75, Wern- hausener Kammgarnspinnerei 44,00, Altenburger Aktienbrauer? ,—, Zuerraffinerie Halle-Aktien 130,00, „Kette“ Deutsche Glbd- \hiffahrts - Aktien 75,00, Große Leipziger Straßenbahn 169,75, Leipziger Elektrische Cen 111,00, Thüringishe @Gas- Gesellschafts-Aktien 225,00, Deutshe Spißzen-Fabrik 210,00, Leipziger Glektrizitätswerke 116,00, Sächsishe Wollgarnfabrik vorm. Tittel u, Krüger 139,00, Elektr. Kleinbabn im Mansfelder Bergrevier —,—, Polyphon 245,00. :

Bremen, 10. Juli, (W. T. B.) Börsen-Schlußbericht. Naffintertes Purceone (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Görse.) Loko 6,65 Br. Schmalz. Höher. Wilcox in Tubs 37 &§. Armour shield in Tubs 37 .Z, andere Marken in Doppel- Eimern 373 4. Speck. Fest. Short clear- middl, loco S. Juli-Abladung 404. Reis sehr fest. Kaffee sehr fest. Baumwolle stetig. Upland middl. loko 54} .&. :

Kurse des Effekten- Makler- Bereins, Ste Llovd-Aktien 1094 bez., Bremer Wollkämmerei 2584 Gd., Norddeut Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei-Aktien 153 Gd, Bremer Bultan 17 eo 10, Juli. (W. T. B.) Slußt-Kuxse, Hamd

amburg , Juli. L. Di uß-Kurse, Hamburg. Kommerzb. 113,75, Bras. Bl. f. D. 160,00, Lübeck-Büchea 144,00, A_.C&. Guano-W. 92,00, Privatdiskont 4, Hamb. Packetf. 119,75, Nordd. Lloyd 109,00, Trust Dynam. —,—, 3% Hamb, Siaats Anl, 84,30, 34 9/0 do. Staatsr, 95,50, Vereinsbank 163,60, 6% Chin. Gold-Anl. 98,00, Schuckert —, urger Wechslerbaal 114 00, Breslauer Diskontobank 111,50, Gold in Baxren px, Kilogr, 2788 Vr,, 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr, 84,35 Br, 83,86 Gd. Wethselnuotiecungen: Londoa lang 3 Monat 30,284 Br., 2,247 Od, 20,26 ded Loudon kurz 20,43 Br. 20,39 Od, 20,42 bez, London Sicht 20,66 Br., 20,41 Gd. 20,434 bez,, Amsterdam Monat 167,45 Br., 166,95 Gd,, 167,3b- bez, Oest. u, Ung. Bkpl. 3 Monat 83,20 Br.,, 82,90 Gd., 83,10 bes, aris Gicht 81,55 Br., 81,26 Gd, 81,38 bez, G, VeteaQua 3 Monat 13,00 Br, 212,60 Gd., 212,75 bez. S 420 Br. E 4,19 bez, New Pork 60 Tage 4,1 « 414 Wd., ez. i

Toto

Getreidemarkt. Sau matt, fiein 166, Roggen matt, mecklen m. loko neuer 165—L1 : loko rubig, 112. Mais ftetig, 115. Hafer ftetig. Gerste Rüböl still, loko 61. Spiritus till, pr. Juli 17}, pr. Jul

; PE, Lg Qt 17}, vr. Sept.-Okt. —. ee behauptet,

3000 Sack. Petroleum fill. Standard white lolo 6,55. Nachmittagsh ,) Good average Santos pr.

a Gd., pr. Dezember 457 Gd., yr. März Ln F Mai 462 Gd. Zudckermarkt. (Schlußbericht.) - Roher L. Produkt Basis 88% Rendement neue Usance, frei an Bord Ham- burg pr. Juli 11,474, pr. Avguft 11,47}, pr. Sept. 11,25, pr. Oktober 9,773, pr. Dezeraber 9,60, pr. März 9,80. Ruhig.

Wien, 10. Juli. (W. T. B.) (S@hluß - Kurje.) ODester- reichishe 41/5 %/0 Papierrente 97,45, Desterreihishe Silberrente 97,10, Oefterreihische Goldrente 115,65, Desterreihische Kronenrente 97,00, Ungarishe Goldrente 115,50, do. Kron.-A. 20,90, ODéfterr. 80er Loose 134,00, Länderbank 423,00, Oefterr. Kredit 684,50, Unions» bank 558,00, Ungar. Kreditb. 707,50, Wiener Bankverein 499,50, Böhm. Nordbahn 427,00, Bus@htiehrader 1108,00, Elbethalbahn 470,00, Ferd. Nordbahn 6140,00, Oefterr. Staatsbahn 669,50, Lemb, Czernowitz 530, Lombarden 112,50, Nordwestbahn 460,00, Pardubiter 370,00, Aly.-Montan 463,00, Amfterdam 200,50, Berl. S 118,55, Lond. Scheck 242,30, Pariser Scheck 96,15, Napoleons 19,28, Mark- aoten 118,53, Russ. Banknoten 255,40, Bulgar. (1892) 95,50, Brüxer —, Prager Giseninduftrie 1790, Hirtenberger Patronen- fabrik —,—, Straßenbahnaktien Litt. A. 299,00. Litt. B. 291,00, Berl. Wechsel —,—, Lond. Wechsel —,—, Veit Maanefit —.

Ausweis der österr.-ungar. Bank vom 7. Juli, Ahs und Zunahme gegen den Stand vom 30. Juni: Notenumlauf 1 359 201 000 Abn. 14535 000, Silberkurant 232 432000 Zun. 277 000, Goldbarren 906 045 000 Zun. 2 427 000, in Gold zahlb. Wechsel 47 045 000 Zun. 1 791 000, Portefeuille 346 205 000 Abn. 5 102 000, Lombard 57 634 000 Zun. 1 478 000, Hypotheken-Darlehne 298 771 000 Z3nn. 91 000, Pfandbriefe im Umlauf 295 361 000 Zun. 186 000, Steuerfreier Notenumlauf 179 165 000 Zun. 16 039 000.

_ Getreidemarkt. Weizen pr. Herbît 8,10 Gd., 8,11 Br., pr. Frühjahr Gd., Br. Roggen pr. Herbst 7,24 G»., 7,25 Br., pr. Frühjahr Gd., Br. Mais pr. Juli-August Sd., Br. Hafer pr. Herbst 5,56 Gd., 5,58 Br., pr. Frühjahr Sd, Br.

11. Juli, 10 Uhr 50 Minuten Vormittags. (W. T. B.) Ungarishe Kreditaktien 706,00, ODesterreichishe Kreditaïtien 684,50, Franzosen 672,50, Lombarden 113,00, Glbethalbahn 471,00, Desterr. Papterrente 97,55, 4% ungar. Goldrente —,—, Desterr. Kronen- Anleihe —,—, Ungar. Kronen-Anleiße 90,90, Marknoten 118,62, Bankverein 500,00, Länderbank 424,00, Buschtiehrader Lätt. B. Aktien 1110, Türkische Loofe 109,25, Brüxer 922,00, Straßenbahn- aktien Litt. A. —, do. Litt. B. —-. Alpine Montan 46450, Tür- kise Tabackaktien —,—, Prager Eisen —.

Die Brutto - Einnahmen der Vrientbahnen betrugen in der 25, Woche (vom 18. Juni bis 24. Juni 1900) 165 063 Fr., Minder- einnahme gegen das Vorjahr 10 292 Fr. Seit Beginn des Betriebs- jahres (vom 1. Januar bis 24. Juni 19090) betrugen die Brutto- Einnahmen 4 064855 Fr., Mindereinnahme gegen das Vorjahr

398 614 Fr.

Budapest, 10. Juli. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen loko ruhig, do. pr. Juli Gd, Br., pr. Oki. 7,82 Gd., 7,83 Br. Roggen pr. Oktober 6,84 Gd., 6,85 Br. Hafer pr. Oktober 5,23 Gd., 5,24 Br. Mais pr. Juli 5,72 Gd., 5,73 Br., pr. August 5,75 Gd , 5,76 Br., vr. Mai 1901 4,83 Gd., 4,84 Br. Kohlraps pr. August 13,20 Gd., 13,30 Br.

Nach einer Meldung des „Ungarischen Korrespondenz-Bureaus" ist in der beutigen Sizung des Budapester Mühlenverbandes das Projekt, wonah die 104 Millionen Meter-Zezntner betragende Vermahlungsfähigkeit der Budapester Weizenmühlen auf die Gr- zeugung von 44 Millionen Meter-Zentner kontingentiert werden sollte, endgültig gescheitert.

London, 10. Juli. (W. T. B.} (S@hluß-Kursze.} Gnglisch 22 %/, Kons. 9911/16, 3 2/4 Reichs-Anl. 867, Preuß. 34 “s Kons. —, 4% Arg. Gold-Anl. 834, 5 2% äuß. Arg. —, 69/5 fund. Arg. A. 913, Braßik. 89er Aal. 66{, 5/0 Chinesen 385, 35% Egypter 395, 49/6 unif. do. 1047, 34% Rupees 63, Jtai. 5% Rente 323, 5% konf. Mex. 98, 4%/s Ser Ruff. 2 Ser. 98, 4% Konvert. Türk. 225, 4% Trib. Anë. 97, Ottomanb. 115, Anaconda 81/16. De Beers neue 267, Jucandescent (acue) 25, Rio Tinto neue 524, North. Com. Shares 525, Union Pacific 525, Plagdisfl 211/16, Silber WF, 1898er Chinesen 742.

Aus der Bank flossen 225 000 Pfd. Sterk.

28% Savazucker loko 134 fest, Rüben-Rotzader 11 fh. 5 d. fest. (Schluß.) Chile-Kupfer 712, pr. 3 Monat 71].

Wollauktion. Fest, Preise unverändert bet aufstrebender Tendenz-

Die Bank von England fordert zu Anmeldungen auf eine dreiprozentige Lokal- Anleihe (Local loans stock) im Betrage von 3 Millionen Pfund Sterling auf zum Minimalkürse von: 99. Die Anmeldungen müssen bis zum 15. d. M. vor 2 Uhr eingereicht

werden.

Livervogl, 10. Juli. (W. T. B) Baumwolke. 7000 B., davon für Spefulation und Export 2500 B. Tendenz: Willig. WVäddl. amerikanishe Lieferungen: Schwach. Jüli«Augutt 538/64 539/64 Verkäuferpreis, August-September 58/64 Werth, Sep» tember-Oftober 51/64 do., Oktober-November 48/64 Käuferpreis, Ner vember-Dezember 441/64 do.,, Dezember-Januar 4/64—4/4 do, Januar-Februar 45/64 do,, Februar-März 48/4 do., März-April 482/64—48/64 d, Verkäuferpreis,

Getreidemarkt. Weizen fest, unverändert, Mehl feft, 3 d, niedriger, Mais ruhig, { d. niedriger:

Manchester, 10. Juli. (W. T. B) 12r Water Taylor: 64, 20r Water Leigh 78, 30r Water courante Qualität 85, 30r- Water bessere Qualität 94, 32 Mock courante Qualität 84, 40r Mule Mayall 94, 40r Medio Wilkinson 104, 32x Warpcops Lees: 34, 36r Warpcops Rowland 10#&, 36r Warpcops Wellington 104, 40r Double Weston 10, 60x Double courante Qualität 14, 32 116 yards 16 X 16 grey printers aus 32r/46r 196. Fest.

Gla8gow, 10. Juli. (W.T. B.) Roheisen, Mixed -uunders warrants 68 fh, 43 d. Stetig. (Schluß.) Mixed numbers warranis 69 sh. d. Warrants Middliesborougß 111. h. —- d.

Hull, 10. Juli, (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen. fest.

Paris, 10. Juli. (W. T. B.) An. der heutigen Börje war die feste Tendenz, welche schon gestern zum Durhbruch kam, wiederum vorherrsend und es konnten mehrfah neue Kursbefserungeu- erzielt werden, Im Verlaufe ließ das Interesse für Renten jedoch etwas nah und es shwächten si franzöfische Rente und ctugiesen. dems, entsprechend ab. Minenwerthe waren ruhig; Rio Tinto neuerdings Ube, Pen R Pad de Bente 9976 1013,

uß-Kurcje.) 3% Franzö ile , 4/9 s Rente 92,20, 30/9 Portugiesische Rente 22,90, Portu ¡4 Statnts Oblig, —,—, 4% Rusien: 89 —,—, 4% Russen 9 —,—, I Ruf. A. ] Len 96 834,45, 4°/o span, äußere Anl, 71,90, Konv. Türken 22,89, rten-Loole 111,50, Meridiogualb. E Staaish. —,—, Lombarden. —,—, B h «de cis: 1055, B. QDttomaune. 537,00 ; Debecrs 674,00, Geduld: 124,00, Rio Tinto- 4. Q 3474, Privatdiskont D BA Amst. k. 2056,79, s Ic! en

» Wes. a, 5 , «_ Loudon. k M Dl, M Madrid. k, 387,50, do. zw Go G.

Sypauier: 71,

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