1900 / 169 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

m ASIISIDITI I I I

V T Ü T E E T I I

Kopenhagen .

V

Eins räntung in der Aufzuht, deren von ein iger Vorjahr d. h. auf etwa 37 1 it wit brend An : welche die Grnte günstiger

eurtheilen, Kilogramm hoffen.

In jedem

1 trag bon 40 Millionen if ane ftebt es fest, daß die diesjährige Kampagne eine geringere Ernte [

18 1899 geliefert hat. Dies gilt auch für den Seidengehalt der Kokons, wika für die ganze Ernte auf nur 3 Millionen Kitogratim

ges! wird.

ie Kokonspreise gingen angesichts des geringen Seidengehalts

der Kokons herunter und notierten für erstklassige Waare unter 4 Lire und sür geringere Waarc nicht viel über 3 Lire für das Kilogramin, zogen aber später etwas an, als si herausftellte, daß das Ernte- ergebniß hinter den Erwartungen zurückdölieb. Abschließende Angaben Über die Durchschnittspreise der maßgebenden oberitaltenishen Seiden- märkte lassen sich noch nicht maten. Bis zum 22. Juni betrugen

dieselben für

: y A ie a O/AI1L Die, Alefandtia «e 8,282 Mae et v o 0,100 E eo QORO E es e s O

l Da 20/094 : und ergeben somit einen Gesammtdurhschnitt voa 3163 Lire für das Kilogramm reiner gelber Kokons gegen 3,7871 Lire im Vorjahre.

Hlernah haben die Züchter, soweit bisher zu übersehen ist, sich im allgemeinen mit einem bescheidenen Gewinn begnügen und an einigen Orten, wo die Aufzuchiskosten hoh zu stehen kamen, sogar Schaden erleiden müssen. i :

Wesentlich un Aniger entwidckelten sich die Verhältnisse für die Selidenspinner. Die Seidenpreise hielten sih zunächst nah S{hluß des Jahres 1899 auf der erreihten Höhe, shwankten dann, als die Weber sich von dem Markte zurückzogen, und gingen dann Mitte Juni d. J. für klassische Gregie 11/13 bis auf 49 Lire und für sublime Gregte 19/13 bis auf 47 Lire zurück. Der Preisfturz seit Beginn des Uen Jahres betrug sonach 13 Lire für das Kilogramm getrcckneter

ohseide.

v Spinner hatten zum großen Theil in der Aas einer reihlihen und guten Ernte thren Bedarf an Kokons bei Begiun der Ernte im voraus zu den später festzustellenden Mur PatBoprelsen

edeckt und mußten daher bei der knapperen und s{lechteren Ernte die Kokons im Verhältniß zu hoh bezahlen, :

Dies în Verbindung mit den gedrückten Seidenpreéisen gestaltet das diesjährige Geschäft der Spinner ungünstig. Einige hoffen, daß es mögli sein werde, dur Festhalten der Rohseide die Preise um wenigstens 5 Lire zu erhöhen. Von anderer Seite wird ein. solcher Erfolg bezweifelt, da die Spinner nit einig sind und die Weber im Hinblick auf die unsihere Weltlage und in ta se daß der Konsum die in eine Steigerung setner Aufnahmefähigkeit geseßten Hoffnungen nit erfüllt hat, fich von größerea Käufen zurückzuhalten und nur das Nöthitgste ihres Bedarfs decken.

Im vergangenen Jahre rehnete man darauf. daß die Pariser Weltaué stellung den Verbrau an Seidezstoffen vermehren und die Mode bei billigeren Sorten au in die weniger bemittelten, Kreise einführen würde. Diese Erwartungen waren zum theil übertrieben, zum theil aber berechtigt und würden auch bei einer nur tÿeilweisen Verwirklichung den Preisfturz, wie er thatsählich erfolgte, verhindert haben, wenn nit andere unvorhergesehene Umftände auf den Seiden- markt gedrüdckt hätten. y f /

Hierzu gehörte vor allem der südafrikanish: Krieg mit seinen ungünstigen Rü@wirkungen auf den englishen Seidenmarkt, dessen Zurückhaltung sehr empfunden wurde. Dann kam die der Setden- mode nachtheilige s{chlechte Frühjahrswitterung mit dem späten Beginn der Saison. Weiter ungünstig wirkte der Rückschlag, welcher die Eisenindustrie zunächst in Nord-Amerika und dann au in Europa traf und im Zusammenhange mit dem Kursrückgang anderer Industrie- und Bankwerthe das Publikum zu größerer Sparsamkeit nöthigte. An leßter Stelle sind jüngst die bedrohlihen Ereignisse in China in Wirksamkeit getreten und lähmen das Seidengeschäft.

er Mang der Vorräthe an Rohseide auf den Weltmärkten dürfte an sih nicht ungünstig auf die Bildung der Seidenpreise ges wirkt haben, wie aus der folgenden, dem hiesigen „Bollottino di Sericoltura“ entnommenen und von der Zürherischen Seiden-Jndustrie- ae zusammengestellten Uebersicht hervorgeht. Hiernach be- zifferte

1896/97 | 1897,98 | 1898/99 [1899/1900 kg kg kg kg

die Weltproduktion an A der Weltkonsum an Seide in dem ersten Halb- jahr der Kampagne auf . E De sodaß an Vorräthen blieben für das zwette Halbjahr der Kam- E A Ale 8 529 300] 7 047 900] 7 651 900| 6 819 200

Diese Zablen erscheinen zuverlässiger als diejenigen, welche von den hiesigen Fachblättern über die Seidenvorräthe der Welt regel- mäßig veröffentliht werden und kein richtiges Bild geben, da sie nur die sihtbaren Vorräthe, nicht aber diejenigen angeben, welche in den Privatbanfen und in den Händen der Spinner liegen.

- Ste weichen deshalb auch sehr wesentlich von der obigen Auf- ftellung ab. Für Ende Dezember geben sie die Seidenvorräthe der Welt 1896 auf 2 959 356 kg, 1807. 1778874; 1898 „1614260. , 1899 L70138. âlso

15 096 100/15 315 700/15 205 600/16 166 800

6 566 800/8267 800 9 347 600

erheblich ge- ringer an.

Nügenwalder- münde. .. Neufahrwasser E

Wetterbericht vom 18. Juli 1900, 8 Uhr Vormittags.

st.

T kann en um 109 ¿| bestimmender Einfluß ‘auf den starken

den Raupen an eini „Orten bewirkte dige, beteäilide, i illionen K E: ge.

764,5 762,5 758,3

Ebenfoweni der diesjährigen Kokonsernte der Welt ein j Vreidrü@gana der Seide beige- messen werden, da von China eine bemerkbare Verringerung der Grnte, von Japan hormale und von der Levante ‘nicht besonders Günftige in Radi ee werden. Die Ernte' in Frankréi f gs i üdstande, [heint aber günstige Ergebnisse gelief zu haben.

Der Mailänder Rohseidemarkt hat im abgelaufenen Jahre noch weiter an Bedeutung gewonnen und sein Uebergewicht über den Lyoner Markt befestigt. Es zeigen dies die folgenden iffern über die in den Lroenanstalten beider Pläße aufgenommenen Seiden- mengen,

Mailand weniaer .| mebr

kg kg 103 607 292 053 64 378

90 419

177 428

617 646

86 756

1164 995

Lyon Mailand

kg kg

6 022 402 5918 795 5 911 268 5 619 215 5 839 648 9 775 270 6 825546 J 6915 965 6 086 587 6 264 015 6 799 309 7 416 955 7 462 639 7 549 395 7 598 720 8723 715

Mannigfaltiges. Berlin, den 18. Jüli 1900.

Für das Deutsche Hilfscomits für Ost-Asien gehen im Bureau, W., Wilhelmstr. 68 11, fortdauernd neue Beitrittserklärungen ein. Die Bildung von Landes-, Provinztal- und Lokal-Zweigvereinen ist in Aussicht genommen. Die Comités, welche inzwishen zu

leihem Zweck în anderen Bundesstaaten und Provinzen entstanden find, haben sich bercits in den meisten Fällen an das Deutsche Hilfs- comité für Ost-Asien angeshlo}2n.

In der Kirche des Invalidenk, auses fand gestern Nahmitiag eine Trauerfeier für den in Interlaken verstorbenen General der Ka- vallerie Grafen Theodor yon Schlieffen statt, dessen Leiche von dort hierher überführt worden war. Zu der Feier hatte Seine Maijeflät der Kaiser und König den Gen-ral à la suite von Villaume entsandt, welder im Allerhöchsten Auftrage einen Kranz mit dem KaiserliGen Monogramm auf der Schleife überbrachte. Auch Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Friedri Leopold ließen durch den Hof-Marshall von Luck. der dem Ver- storbenen jelbst nahe verwandt ist, zwei kostbare Kränze am Sarge niederlegen. Das Heroldsamt, dessen Borsißender Graf von Schkieffen bis zu seinem Tode gewesen, wurde dur den S{loßhaupt- mann von Borwitz, den Oberstleutnant Kindler bon Knobloch und den Hofrath Kurzhals vertreten und widmete ein großes Palmen- und Blumenarrangement. Perfönlich waren erschtenen der Chef des Militärkabinets, General der Infanterie von Hahnke, der kom- mandierende General des Garde - Korps von Bock und Polach, der General der Infanterie von Werder, der Oberst von Löwen- feld u. A. Für das Regiment der Gacdes du Corps überbrachte der Kommandeur, Oberst Graf von Hohenau, der seinen Urlaub unter rohen hatte, um der Feier beiwohnen zu können, einen Kranz. Das 3 Garbde- Ulanen-Regiment spendete ein Blumengewinde; ein anderer Kranz wurde von dem Kommandeur des 1. Garde-Ulanen-Regiments, Oberst- leutnant von Shmidt-Pauli, gewidmet. Der Berliner Verein ehe- maliger Kameraden des Regiments der Gardes du Corps und die Berliner und Potsdamer Vereine ehemaliger Kameraden des 3. Garde- Ulanen-Regiments traten mit ihren Standarten an. Ferner waren bei der Trauerfeier zugegen der Minister des Königlichen Hauses von Wedel, der Zeremonienmeister von Veltheim und andere Mitglieder der Hofgesellschast. Der „Verein für die Geschichte Berlins“ hatte einen Kranz übersendet. Mit den beiden Brüdern des Verstorbenen, dem Chef des Generalstabes der Armee und dem Kommandanten von Koblenz und Ehrenbreitstein, wohnten zablreiche Mitglieder der Familie der Feier bei. Die Gedenkrede hielt der Pfarrer des Fn- validenhauses Gerhard. Die feierlihe Beiseßung erfolgte auf dem Invaliden-Kirhhof.

Der Jabresabschluß der hiesigen Stadt-Hauptkasfe für das Etatsjahr 1899, der soeben fertiagestellt ist, ergiebt als rechiungsmäßizes Soll in Einnahme 127 331 591,05 M, in Aus- gabe 119 949 08867 A und nach Abzug der dartn enthaltenen Reste aus den Vorjahren 115 003 721,20 A in Eianahme und 107 62121882 A in Ausgabe, fodaß etn Ueberschuß von 7 382 502,38 #M verbleibt gegen 7 843 464,46 A im Vorjahre, 1899 daher 460 962,08 A wéntjer. Der VebersGuß für 1899 fet si, wie folgt, zusammen: A Mebhrerträge lieferten: die Gemeindegrundsteuer 326 471 M, die Gewerbesteuer 114652 M, die Gemeinde-Einfommensteuer 1 117 778 M, die Huadefteuer 40 446 4, der Braumalzfteuerzushlag 5984 4, die Umsaßsteuer 367 744 M, „Verschiedene Einnahmen“ 365607 4, zusammen 2 338 682 M, Mindererträge dagegen: die Kämmerei-Verwaltung (wegen der außer- ordenilihen Kosten der Ausbaggerung des Schäferfees) 125 019 M, die Betriebsfteuer 2700 M, die Wanderlagersteuer 50 M, zusammen 127 769 k, sodaß nah Abzug dieses Betrags von obigen ‘Mebr- erträgen noch 2210913 Æ als Mehr-Uebershuß verbléiben. B. An Zuschüssen erforberten weniger als im Vorjahre: die Schuldenvperwaltung 461 304 4, dic Unterrihtsverwaltunz 277 783 6, die Kranken- und die Gesundheitspflege 142596 #, die Park- und Gartenverwaltung 16556 J, die Bauverwaltung 868 299 b, die Polizeiverwaltung 38665 M, die Fciedhöfe und Zivilstandesämter 14 264 M,

—————--

wolkig T1 wolkig 18,1 bedeckt 18,0

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händler. Sonntag: Der Obersteiger.

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Wind-

stärke,

Wind- richtung

Name der Beobachtungs- station

Münster (Weftf). . Hannover M Led Chemniy Breslau...

B Frankfurt

(Main) .. Karlsruhe . München ..

Wetter.

in Celfius.

Temperatur

iveau reduz.

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Stornoway . Blackfsod. . Shtelds

Regen Dunst wolkig heiter wolkenlos wolkenlos

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769,6 769,8 768,2 769,6 767,6 « |: 768,9

768,9 769.0 |MO 770,0

Ein Maximum erstreckt s|ch von der südlichen Nordsee bis Nordösterreich, Depressionen liegen Regen nördli von Schottland und über Nordwefstrußland. In Deutschland ‘ist das. Wetter kühler, im Norden wolkig, im Süden heiter. heiteres, trockenes, im Norden wolkiges, im Nord- westen späterhin regnerisches Wetter wahrscheinlich.

Theater des Westens. Ensemble - Gastspiel

unter Leitung des Direktors Ferenczy. Donnuers- tag: Der Vogelhäudler.

bedeckt 15,4 bededckt 142 bededt 17,2 halb bed. 17,3 heiter 18,3 [heiter 18,2

heiter 20,9 wolkenlos 20,6 wolkenlos 21,4

Ss

Die Geióha. Mia Werber.)

2

von Georges Feydeau.

Ueberseßt von Benno s

Meist kühles, im Süden

eutsche Seewarte.

Theater.

Kammerjunker Franz (Schlangenbad—Godesberg).

Ea? Neu einstudiert: Dex Obersteiger. onnabend: Zu halben Preisen:

Lessing-Theater. Ensemble-Gastspiel unter Leitung des Direktors J. Ferenczy. Operette in 3 Akten.

Freitag: Die Geisha. (Mimosa: Mia Werber.)

Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten-

burg. Donnerstag: Die Dame von Maxim. (La dame de chez Maxim.) Schwank in 3 Alten

Jacobson. In Scene Sigmund Lautenburg, Anfang 74 Uhr.

Freitag und folgende Tage: Die Dame vou Maxim.

S Familien-Nachrichten,

Verlobt: Frl. Roberta Louise Nuttall mit Hrn. rhrn. von Rigal-Grunland

Schroeder mit Hrn. Eeh. Legattionsrath Bernhard l

Nl Mtedene Ausgaben* 359 523 M, . zusammen 2178 990 4, Mehrzuschüsse: die Armenverwaltung 99 693 4, die Verwaltungs- kosten 144556 #, die Straßenbeleuhtung 2. 496 609 M

zusammen 740 858 „«« Alo wirklicher ‘Minderzushuß verbleiben somit 1438132 A Der E

ehrüberschuß beträgt, wie oben

angegeben, 2210913 4 Beim engeren Stadthaushalts-Etat (d. h.

ohne dte ftädtishen Werke) ergiebt si daher ein Mehr-Ueber chuß -

bon 3649045 «M4 Von den \tädtishen Werken haben Mehr- Veberschüfse geliefert: die Gaswerke 2048163 4, die Wasserwerke 392 082 #4, der Vieh- und Schlahthof 342 420 4, dagegen hat die Kanalifations-Verwáltung einen um 950 792 4 geringeren Zuschuß erfordert. Das Gesammtresultat der städtischen Werke bat sich somit um 3733457 4 günstiger gestaltet, als der Etat annahm, daher der obên angegebene Ueberschuß von 7 382 502 4

Kopenhagen, 17. Juli. (W. T. B.) „Rihau's Bureau“ erhielt beute aus Derebafk (Island) über Leith folgende, am 11. d. M. aufgegebene Depesche: „Unbeschädigte Kor kboie, Marke: Andree'’s Polar-Expedition 1896, Nr. 3, ohne Deckel, ohne Inhalt, am 7. Juli im Meer bei Lopstoedum unter 63,42 Grad nördlicher Breite, 20,43 Grad westliher Länge aufgefunden. Die Boje gebt mit dem dänishen Dampfer „Botnia“ an das Meteoro- logishe Institut in Kopenhagen ab,“

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

18. Juli. (Meldung der „Russischen

Der Vize - Admiral d berihtete an den Kriegs - Minister aus Port Ärt hur, daß am 3. Juli von Taku ‘aus eine halbe Kompagnie des Tschita - Regiments eine Rekognoszierung vornahm und auf dem rechten NIE des Peiho, 25 Werst von Taku ent- fernt, éin Geplänkel mit Chinesen hatte, bei dem der Offizier Gusjev und zwei Kosaken fielen und ein Kosak verwundet wurde. Der General Gribski meldet aus A t\shensk: Die Chinesen haben längs des Amur bei Aigun und A in der Ausdehnung von 20 Werst Schanzen aufgeworfen und Batterien gebaut, die sie mit 40 Kanonen beseßten. Bei der Beschieliung von BVlagowjeschtschensk hatten die Chinesen 8 Geshüße und 2000 Mann. Die „Zndustrie- und Handelszeitung“ berichtet aus Tientsin: Am 11. d. M. theilten Patrouillen mit, daß sih die Chinesen im Nordosten konzentrieren. Darauf eröffneten um 10 Uhr früh russishe und japanishe Artillerie Feuer auf die Chinesen; diese versuchten vergeblich, die Geschüße zu stürmen. Als der General Stößel ein Weichen des rechten Flügels bemerkte, verstärkte er ihn durch zwei Schüßen- bataillone. Zum ersten Mal betheiligte sich au japanische Kavallerie am Kampfe. Nah scharfem, dreistündigem Kampfe gelang es den Schüßen und der japanischen In- fanterie, verstärkt durch Kosaken - Artillerie, die Chinesen zurückzutreiben. Viele Chinesen fielen, die Japaner verloren 67 Mann. Drei Geshüße und 360 Gewehre wurden er- beutet. Am gleichen Tage brach eine Feuersbrunst in Tientsin aus, die bald gelöscht wurde. Aus T\chif u wird gemeldet : „Der Prinz Tuan mobilisierte bis zu 950 000 (?) Mann, die in mehrere Korps getheilt sind. Das nördlihe Korps hat Befehl, die Fremden am Amur zu vertreiben. Seine Pekinger Armee ist in 4 Korps getheilt; das erste hat gegen Mukden zu marschieren und ein Theil desselben die Straßen zwischen Peking und Schanhaikwan zu beseßen; das zweite Korps wird bei Tientsin, das dritte bei Peking, das vierte bei Nan- king konzentriert; ein Theil des dritten Korps wird in der Stärke von 40 000 Mann gegen Wei-hai-wei und Tsingtau diri- giert. Gegenwärtig stehen in China 23 000 Japaner; die Zahl der Schüßen in Tschifu beträgt 3000.“ Eine Meldung aus Schanghai lautet: Die chinesische Flotte ist im Chinesischen Meere konzentriert, wo Feindseligkeiten erwartet werden. Eine Nachricht aus Nanking besagt, infolge der Befehle des Prinzen Tuan herrsche eine große militärische Bewegung wegen des Erscheinens der Japaner auf chinesischem Boden. Der Vize-König von Nanking habe den fremden Konsuln an- gezeigt, daß er für die Ereignisse in Schaosin, Ningpo und Tschutshau die Verantwortung nicht übernehmen könne. Die Ausländer eilten nah Schanghai, wo wenig Truppen seien. Die Lage sei beunruhigend. Aus Ningpo, wo die Häuser in Brand gestedt und die Missionare mißhandelt worden, seien 16 Ausländer angekommen. Die aufständische Bewegung habe sich Südchinas bemächtigt, die Fremden in Tschuautschu Pan ou würden angegriffen, und es herrsche allgemeine

anik.

St. Petersburg Telegraphen - Agentur.)

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

von König (Baden-Baden). Frl. Nan) Nowotny mit Hrn. Leut. Carl von Madeyski- Poray (Dresden—Posen). Frl. Mita Gaede Su Oberlt. Heinri Gaede (Graudenz—

ettin).

Geboren: Ein Sohn: Hru. Guido von Kahlden (Neustadt bei Pinne). gen Major a. D von Bonin (Dessau). Hrn. Hauptmann Licht (Frau- stadt). Eine Tochter: Hrn. Frhrn. von Meerheimb (Bützow).

Gestorben: Hr. Dr. jur. Graf August von Perponcher (Hamburg). Fr. Geh. Ober-Finanz- rath Glise Mücke, geb. Graebener (Berlin). Fr. Gräfin Käthe Landi-Vittorj (Vahru in Tirol). Hr. Postsekretär a. D. Friÿß von Schroetter (Saarau). Hr. Hauptmann Max Müller (St. Jodok in Tirol).

Der Vogel-

Donnerstag: (Mimosa:

und bearbeitet geseßt von

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (J. V,: Het drich) in Berlin,

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen

cl. Käthe (einschließlich Börsen-Beilage).

zum Deutschen Reichs-Anz

„M A169.

Berlin, Mittwoch, dén 18. Juli

Erste Beilage | eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1900.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten,

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1500 15,00 31 15,50 147 14,70

568 14,20 198 16,50 19 600 15,17

17

lle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt.

245 14,45 14,50 11 X

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berehnet.

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nit vorgekommen ift, ein Punkt (.) in den E fechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

Groféhandels - Durchschnittspreise von Getreive v auferdeutschen Börsen-Plätzen

für die Woche vom 9. bis 14, Juli 1900 nebst entsprehenden Angaben für die Vorwoche. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statifstishen Amt.

1000 kg in Mark.

(Preise für prompte [Loco-] Waare, soweit niht etwas Andere3 bemerkt.) Cm

Ro Pester Bod Wien. gen, Pester Boden „, Melien, hey A S r, ungarischer, prim erfte, slovakishe . Budapest. Roggen, Mittelqualität 4

dafer, h E

St. Petersburg. gogen a s, é. - a zen v ® " Hafer

Roggen, 71 bi d tg Vei t 8 72 2s, Pet o

kg per Bl ,

Riga. Ugen, 71 bis 72 kg per bl . en, 76 bis 76 kg per bl .

jen, Ulkfa, 75 bis 7

D che Dagegen 9./14. | BVor- O wodhe 120,32| 120,35 143,04| 143,07

95,94

95,92 138,83| 138,86

108,37 123,77 87,93

107,47 124,14 87,86

95,81 130,06 84,47

99,17 116,94

97,2% 128,32 85,55

100,25 117,57

98,73 123,74

98,71 123,94

Roggén Weizen

Weizen

Noggen

Weizen

Weizen

Bs erste Weizen

Hafer

| lieferbare Waare des laufenden Monats

Paris.

Antwerpen.

Donau, mittel

Odessa, poluischer , Li

R S Walla Walla , . , La Plata, mittel

Amsterdam.

{ Asorv- } St. Petersburger

a. Probuftenböêrse (Mark Lane).

J engl. U

Weizen, amerikanischer Winter-

London.

wei rot

b, Gazette averages,. englisches Getreide,

Mittelpreis aus 196 Macktorten l

Liverpool.

Walla Walla Californier .

Hard Kansas . .. i Manitoba Nr. 1 C P s

Northern Duluth

“J a wckœ.

L R A

115,39 167,76

140,75 146,85 139,54 139,54 139,29

118,41 123,64 133,91

142,17 138,08

134,04 137,68 130,36

136,93 143,97 148,43 138,81 151,47 138,81 145,89 127,13

120,49 168,21

140,23 147,29 139,82 139,42 138,77

119,51 123,93 133,79

142,03 137,57

130,39 139,94 128,30

136,80 144,54 146,17 138,10 148,98 138,67 140,54 127,01

Californier Brau- Canadishe .

Chicago.

Weizen, Lieferungs-Waare \ Gee Ecpiaiitit

Gerste

New York. Red Winter Nr. 2

Wetzen | Lieferungs-Waare \ E September

Bemerkungen.

1 Tschetwert Weizen ist == 163,80, Roggen 98,28 kg angenommen; 1 Imperial-Quarter ist an der Londoner Produktenbörse = 504 Pfund «en

treide, ist 1 Imperial-Quarter Weizen = = 400 Pfd. engl. angeseßt. 1 Pfd. engl. = 453,6 g; 1 Last: Noggen = 2100 Bei der Umrechnung der Preise in Reihsw den einzelnen Zas No erungen im „Deutschen Anzeiger“ ermittelten: wöchentlichen Durchschn Berliner Börse zu Grunde gelegt, und zwar für die Kurse auf Wien, für London und Li! r Chicago und New York die Kurse auf New urg, Odessa und Riga ‘die Kurse auf St.

ool die Kurse

t. Petersburg, für Añtweérpen und Amsterdam die Kurse auf diese Plätze.

130,63| 127,99 112,54/ 112,06

120,59 123,41

135,08 131,81 130,04

= 147,42, ter = jn die Ba

gl. gerechnet ; ur die

Gazette averages, d. h. die aus den Umsäßen an 196

des Königreichs ermittelten Dur ee m n eee Ge-

1 Bushel Weizen

=——— 60 * e Weizen L rung sind die aus

- und Staats-

ALL

London,

d rf, Sit. Petecs: 0 r Paris,