1900 / 171 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

burg; voûñ Brandt, von Rieben, von Puttkamer, von Wittich, von Bosse, S von dem Buss che - Jppenburg, sämmilih im Kaiser Franz Garde-Grenadier- Regiment Nr. 2, j

dem Leutnant Grafen von Wedel im Regiment der Gardes du Corps,

dem Leutnant Burggrafen und Grafen zu Dohna- Sc<hlobitten, Adjutanten desselben Regiments,

den Leutnants Wes von Pfeil und Klein-Ellguth und Freiherr von Bodenhausen, beide in demselben Regiment, ; den Leutnants von Renouard, von Wobeser (Heinrih), von Mutius, von Hake, von Schüß, von Wietersheim im Ge R S König Friedri<h Wilhelm 111. (1. Brandenburgisches) Nr. 8,

idem Leutnant von Kießell, Adjutanten beim Kommando

des Kadetten-Korps ;

des Kaiserli - Königlich österreihis<hen goldenen Verdienstkreuzes:

dem Fähnrich Freiherrn von Forstner, dem S von Bose, dem Fähnrih von Ditfurth, L i sämmitlih im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2; des Kaiserlih- Königlich österreichischen silbernen Verdienstkreuzes mit der Krone: dem Feldwebel Schindler im 1. Garde-Regiment z. F. Registrator beim General-Kommando des Garde-Korps, dem Vize-Feldwebel Kuhlmann im Kaiser Franz Garde- Grenadier-Regiment Nr. 2, Schreiber beim General-Kommando des Garde-Korps, dem Feldwebel Kappe und i dem Stabshoboisten, Musikdirektor Möller, beide im 1. Garde-Regiment z. F., den Feldwebeln Angermann, Bamberg, Paech, Röttger, Schmidt, Kukli>k und Köhler, j dem Feldwebel und Zahlmeister-Aspiranten Schmidt, den Vize-Feldwebeln Ziege, Wolff, Tzscheeßsch, Weller, Müller, i / den Sergeanten Schilla, Langel, Große, Müller, Meuslich, Böhmer, Rave und Hoboist Hohenstein, sämmtlih im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nü: 2, dem Stabshoboisten, Musikzirigenten Gl asne> und dem Sergeanten Schulz, j } beide im Leib-Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburgisches) Nr. 8 dem Ersten Wachtmeister der Leib-Gendarmerie Ribbe, dem Vize - Wachtmeister Verrin im Kürassier - Regiment Königin (Pommersches) Nr. 2 und / dem Sergeanten Lau im Leib-Kürassier-Regiment Großer Kurfürst (Schlesisches) Nr. 1, / beide kommandiert bei der Leib:-:Gendármerie, dem Wachtmeister Berendes, dem Stabstrompeter Lehmann und dem Vize-Wachtmeister Vensler, : sämmilih im Regiment der Gardes du Corps, sowie dem Fußgendarmen Kops bei der 6. Gendarmerie-

Brigade.

Deutsches Reich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht:

dem Secrétaire Interprète bei Allerhöchstihrer Gesandt-

haft in China Freiherrn von der Golßz den Charakter als Legationsrath zu verleihen.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht :

dem elsaß-lothringishen Landesangehörigen , Kaufmann

Karl Dürrenberger in Belgrad den Charakter als Kom- merzienrath zu verleihen.

Dem bei dem Kaiserlihen General-Konsulat in Yokohama beschäftigten Vize - Konsul Dr. Boyé is} auf Grund des 81 des Gesezes vom 4. Mai 1870 in Verbindung mit $ 85 des Gescßzes vom 6. Februar 1875 die Ermächtigung ertheilt worden, in Vertretung des General-Konsuls bürgerlich gültige Eheschließungen von Reichsangehörigen und Schußgenossen vorzunehmen und die Geburten, Heirathen und Sterbefälle von solchen zu beurkunden.

Bekanntmachung,

Wegen Prüfung des Bestandes der Bücherei des Kaiser- lichen Patentamts werden in der Zeit vom 6. bis 18. August d. J. Bücher nicht ausgegeben werden.

Berlin, den 17. Juli 1900.

Kaiserliches Patentamt. Jn Vertretung: Robolski.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Direktor des Gymnasiums in Saarbrücken, Professor Dr. Julius Nelson zum Provinzial-Schulrath zu ernennen.

Geses, betreffend die Dienstvergehen der Beamten der Landes-Versicherungsanstalten. Vom 17. Juni 1900.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von

“Preußen 2c. 4 verordnen, mit Zustimmung beider Häuser des Landtages, was folgt :

81, Auf die Dienstvergehen der bei den Versiherungsanstalten und ihren Organen im Hauptamt beschäftigten Bureau-,

betreffend ‘die Dienstvergehen der nicht ri die Versezung derselben auf eine andere Stelle oder in den Nuhestand, vom 21. Juli 1852 (Gesez-Samml. S. 465) mit den aus den nachstehenden Bestimmungen sih ergebenden Maß- gaben Anwendung.

2. |

Die den Ministern und do Provinzialbehörden beigelegte Befugniß zur Verhängung von Ordnungsstrafen steht dem Vorsitzenden des Vorstandes der Versicherungsanstalt zu, jedo dürfen die von ihm verhängten Geldbußen den Betrag von A Mark nicht übersteigen. i ) ?

egen die Disziplinarverfügungen findet inúerhalb zwei Wochen die Klage bei dem Ls statt.

Jn dem auf Entfernung aus dem Amt gerichteten Ver- fahren tritt an die Stelle des Regierungs-Präsidenten der Vor- sißende des Vorstands der Versicherungsanstalt, an die Stelle der Bezirksregierung und des Pans der Bezirks- aus\<huß und an die Stelle des Staats-Ministeriums das Ober-Verwaltungsgericht.

Die Vertreter der Staatsanwaltschaft bei dem Bezirks- auss<huß und dem Ober-Verwaltungegerihte werden vom Minister für Handel und Gewzrbe ernannt. Die Verhandlung vor dem Bezirksausshuß und dem Ober-Verwaltungsgerichte findet im mündlichen Verfahren “statt. Das Gutachten des Disziplinarhofs ist niht einzuholen.

Das Verfahren kann mit Rücksicht auf den Ausfall der Voruntersuhung durh Beschluß des Bezirksausschusses ein- gestellt werden.

8 4.

Auf die bei den Versicherungsanstalten und ihren Organen im Hauptamt beschäftigten Bureau-, Kanzlei- und Unter- beamten, welhe Provinzialbeamte sind, findet das Geseh keine Anwendung.

Urkundlich unter Unserer O Unterschrift und beigedru>tem Königlichen Jnsiegel. Gegeben Brunsbüttel, den 17. Juni 1900.

(L. S.) Wilhelm.

Fürst zu Hohenlohe. von Miquel. von Thielen. Freiherr von Hammerstein. Schönstedt. Brefeld. von Goßler. Graf von Posadowsky. Graf von Bülow. von Tirpih. Studt. Freiherr von Rheinbaben.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Zur ordnungsmäßigen Durchführung der Volkszählung am 1. Dezember d. J. ist eine möglichst rege Betheiligung der Beamten als freiwillige Zähler erwünsht. Mit Nüksicht hierauf ersuhe ih, im Bereiche der landwirihschaft- lichen, Gestüt-, Domänen- und Forstverwaltung auf eine solche Betheiligung in geeigneter Weise hinzuwirken und den zur Uebernahme eines Zählamts geeigneten und bereiten Persón- lichkeiten die erforderlihe Diensterleichterung zu gewähren.

Berlin, den 4. Juli 1900.

Der Minister für R RUE. dd Domänen und Forsten.

Sterneberg. An 1) die sämmtlichen Herren Ober-Präsidenten, 2) den E Präsidenten des Königlichen Ober-Landeskultur- gerichts, 3) den Herrn Präsidenten der Königlihen Ansiedelungs- Kommission zu Posen, / 4) die sämmtlichen R Regierungs-Präsidenten, - 5) die A ien verren General-Kommissions-Präsidenten, 6) die jämmitlihen Königlihen Regierungen,

d) die Königliche Ministerial-, Militär- und Baukommission,

8) die sämmtlihen Herren Gestüt-Dirigenten, 9) die Herren Rektoren : a. Lie E Landwirthschaftlihen Hochschule hier- elbît, þ. dec Königlichen Thierärztlihen Hochschule hierselbst, 10) die Herren Direktoren: a. der Königlichen Landwirthschaftlichen Akademie zu Bonn-Poppelsdorf, b. der Königlihen Forstakademien zu Eberswalde und Münden, c. der Königlichen Thierärztlichen Hohshule zu Han- nover, d. des Königlichen Pomologischen Jnstituts zu Proskau bei Oppeln, e. der Königlichen Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim a. Rh., 11) die Königliche Landes-Baumschule zu Engers zu Händen des Herrn Ober-Präsidenten zu Koblenz,

Der bisherige Landmesser Jasper in Nordhausen ist. zum Königlichen Ober-Landmesser eruannt worden.

Den Domänenpächtecrn Gustav Schilbah zu Gorren- berg und Wilhelm Goedi>ke zu Strohwalde, Regierungs- bezirk Merseburg, ist der Charakter als Königlicher Vberamt- mann verliehen worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Provinzial-Schulrath, Professor Dr. Nelson ist dem Provinzial-Schulkollegium in Koblenz überwiesen worden.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 28 der „Geseß-Sammlung“ enthält unter Nr. 10 207- das Geseh, betreffend die Dienstvergehen der Beamten der Landes- Versicherungsanstalten, vom 17. Juni 1900; und unter Nr. 10 208 das Gesey, betreffend die Umgestaltung der direkten Staatssteuern in den Hohenzollernschen Landen, vom 2, Zuli 1900. Berlin W., den 20. Juli 1900. Königliches Gesey-Sammlungs-Amt. Weberstédt.

térlichen Beamten, J

des -Reichs- und Staats : Anzeigers“ wird eine Urkunde, betreffend verschreibungen de Pommern auf den Jnhaber bis zum Betrage von

1 630 000 M, veröffentlicht.

Im Juseratentheil (Zweite Beilage) der heutigen Nummer

ie Genehmigung der Ausgabe von Schuld- s Provinzialverbandes On

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 20. Juli. Seine Majestät der Kaiser und König sind, wie

„W. T. B.“ meldet, an Bord der Yacht „Hohenzollern“ gestern Nachmittag bei stürmishem, aber hellem Wetter vor Molde eingetroffen.

Fhre Majestät die At Ln und Königin sind in Begleitung Fhrer Königlichen Hoheiten der Prinzen Eitel- Friedri und Aoalbert géstern Nachmittag von Homburg v. d. H. nach Kiel abgereist und heute Morgen daselbst angekommen.

Der Vize - Ober - Zeremonienmeister, Kammerherr Jhrer Majestät der Kaiserin und Königin von dem Knesebe> ist nach Kiel abgereist.

Der Regierungs-Assessor von Halem in Ottweiler ist der Königlichen Regierung zu Marienwerder und der Regie- rungs- Assessor Bresges in Schweidniß der Königlichen Negierung in Wicsbaden zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen worden.

Der Regierungs-Assessor Her in Berlin is dem Land- rath des Kretses Schweidniß, Regierungsbezirk Breslau, zur Hilfeleistung überwiesen worden.

Laut Meldung des „W. T. B“ is} die 2. Division des 1. Geshwaders, Chef: Kontre-Admiral Geißler, am 18. Juli von Gibraltar nah Port Said in See gegangen.

S. M. S. „Fürst Bis3mar>“, Kommandant: Kapitän zur See von Moltke, ‘ist am 18. Juli in Aden ein- getroffen und gcstern nah Colombo weiter gegangen.

Kiel, 20. Zuli. Jhre Mazestät die Kaiserin traf, wie „W. T. B.“ meldet, mit Jhren Königlichen Hoheiten den Prinzen Eitel-Friedri<h und Adalbert heute Morgen hier ein und fuhr vom Bahnhof nach der Jensenbrü>ke, wo Jhre Königlichen On der Prinz und die Prinzessin Heinrich Allerhöchstdieselbe erwarteten. Nach herzlicher B-grüßung begab Sich Jhre Majestät mit den Prinzen mittels einer Rudergig an Bord Jhrer Yacht „Jduna“.

Großbritannien und Frland.

Jn der gestrigen Sißung des Unterhaus es richtete, dem ¿W. D Be jusolge, das Mitglied Yerburgh an die Regierung die Anfrage, ob sie in Anbetracht desen, daß die fremdenfeindlihe Bewegung in Nordchina sich auf andere Theile Chinas auszudehnen drohe, mit den V'ze-Königen des Yangise- Thales über die Aufrechterhaltung der Ordnung in ihren Distrikten bereits Unterhandlungen begonnen habe oder zu unterhandeln beabsichtige und, wenn dies der Fall sei, ob die Regierung gesonnen sei, den Vize-Königen bindende Zusicherungen hinsicht- lih einer Unterstüßung zu geben, die sie ihnen unter allen Umständen bei der M ufreWtewbaliing der Ordnung leihen würde. Der Parlamentssekretär des Auswärtigen Amts Brodri> erwiderte, die britische Regierung habe, wie er bereits mitge- theilt, den General-Konsul Warren bevollmächtigt, den Vize- Königen zu erklären, daß sie bei ihren Bemühungen, die Ord- nung wieder herzustellen, auf die ausgiebigste Unterstüßung der britischen Schiffe rehnen könnten. eitere bindende Zusagen seien nicht verlangt worden und erschienen auch nicht nothwendig. Auf eine weitere Anfrage bemerkte Brodri>: die Fremden in Wen-tshou seien sämmtlih na< Schanghai gebracht worden. Ferner sei ein Schiff gechartert woizden, um die Flüchtlinge von Tschungking und, falls es nöthig sein sollte, au<h aus anderen D ies des Yangtse fort zubringen. Kanonenboote und Manns aften würden in Wusung bereit gehalten, um si<h nah jedem Hafenplaß begeben zu können. Der General-Konsul Warren sei am 12. Zuli bevollmächtigt worden, in Uebereinstimmung mit dem ältesten Marineoffizier die zur Fortschaffung der

lüchtlinge nöthigen Schritte zu thun. Der Staatssekretär üuc die Kolonien Chamberlain erklärte das Gerücht, daß die Regierung mit der Chartered Company über die Ab- tretung ihres Gebietes an die Krone unterhandle, für unbe- gründet. Im weiteren Verlauf der Sigung nahm das Haus in dritter Lesung die Bill, betreffend die landwirth-

schaftlichen Pachtungen, an.

Frankreich.

Der Präsident der Republik Loubet besuchte, wie „W. T. B.“ aus Cherbourg berichtet, gestern N da- selbst mehrere Krankenhäuser. Mittags begab si der Präsident in Begleitung“ der Minister und des Gefolges an Bord des „Elan“, um eine Flottenparade abzunehmen. Von stürmischen Hochrufen des Publikums begrüßt, durhfuhr der „Elan“ die Reihen der in 7 Treffen aufgestellten Schiffe. Die Be- sazungen riefen Hurrah, die Geshüße der chiffe und der Forts gaben Salutshüsse ab. Das Wetter war herrlich, das Schauspiel prächtig. Später ging der Präsident an Bord des Admiralschiffs „Bouvet“ und des Schulschiffs „Jphigénie". Auf dem „Bouvet“ empfing der Admiral Gervai1s den Präsidenten, begrüßte ihn im Namen der Marine und versicherte ihm, daß sie Frankreich und der Republik ergeben sei. Loubet gab im Namen der Regierung, des Parlaments und des ganzen Landes seiner Hochachtung vor der Marine Ausdru>, die dur ihre Aufopferung und ihre Disziplin den Franzosen ermögliche, vertrauensvoll der Zukunft entgegenzusehen; denn man wisse, daß sie fortfahren werde, an allen e, der Welt Frankreih und der Republik Achtung

Kanzlei: und Unterbeamten finden die Vorschriften des Geseßzes,

zu verschaffen.

“Nach der Schifssrevue richtete der Präsident ein Schreiben den Marine-Minister La nessan, in welchem es heißt: die ‘Friegsflotte errege die Bewunderung aller derjenigen, die sie en. Frarkreich freue sih an dem Erfolge. Jm Namen der ierung im Namen \Frankceichs bitte er den Minister, dem Admiral Gervais und er Kriegsflotte seine lebhaftesten Glück- wünsche auszusprehen. / Am Nachmittag besichtigte der Präsident das Arsenal und die Außenwerke und wohnte sodann dea Uebungen der Unter- seeboote „Morse“ und „Narval“ bei. Während eines im Arsenal gegebenen Banketts, an welhem gegen 200 Personen theilnahmen, hielt der Präsident eine Rede, in der er u. a. Folgendes ausführte :

Unsere Landarmee und unsere Me sind in glei<h-er Weise Gezenstand uaserer Fürsorge und unserer Liebe, sie sind die Wächter dec Ehre und der Fahne, die Posten, wel<he über unsere Grenzen wadhen. Sie sind die Macht, welche es verstehen würde, den von unserem morälis<en Gewissen gefaßten Besblüssen Geltuna zu ver- schaffen, sle sind die Hüter der Idee der Pflicht und des Rechts. Die Republik verläßt }s< voller Stolz auf ihre Heere, sie begleitet mit ihren Wünschen diejenigen ihrer Matrosen und Soldaten, wel<2 die Ehre und das Verlangen haben, Frankreih in der inter- nationalen Armee zu vertreten, um, falls es no< Zeit if, den Brüdern Hilfe in ihrer Noth zu bringen und unerhörte Freoelthaten Unsere Soldaten, welhe von dem Ernst ihrer Sendung dur<drungen , geshult und tapfer find, werden im Geho:sam gegen ihre Führer, die ihrerseits der Regierung der Republik er- geben sind, das Bestreben haben, der Geshihte unserer Ocient-Exp2- ditionen ein ruhmreihes Blatt hinzuzufüzen. So begrüße î< Sie denn, metne Herren, und danke Ibnen, die Sie in Jhrem herclihen Seemannsberufe taztäzlih neue Beweise von Muth und Aufopferung geven und die Ste den ritterlihen französishen Charakter verkörpern. Mie Ihre Kameraden vom Landhezre haben Sie Anspr1< auf die Lj be aller guten Bürger, denn Sie thun mehr, als uns mit Ver- trauen für die Zukunft zu erfüllen, Sie führen die Größe des Vater- landes in seiner Land- und SeemaŸht jedermann klar vor Augen.

Um 10 Uhr Abends trat der Präsident unter den Rufen des Publikums: „Es lebe Loubet !“, „Es lebe die Nepublik !“ de Nückreise nah Paris an, wo heute früh die Ankunft erfolgte.

Der König von Griechenland ist heute in Aix-les- Bains eingetroffen.

zu strafen.

Rußland.

Zu Ehren des Schahs von Persien wurde, einer Meldung der „Russishen Telegraphen-Agentur“ zufolge, vor- estern Abend ein Festmahl in Peterhof veranstaltet. estern fand in Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin, der Königin von Griechenland und des Schahs eine Parade der im Lager von Krasnozje - Sselo liegenden Truppen statt. Als dieselben zum Schluß an den Majestäten vorbeimarschierten, gratulierte der Kaiser der 2. Batterie der Gardeshüzen-Brigade zur Theilnahme am Feldzuge im fernen Osten und wünschte ihr glü>liche Reise und frohe Wiederkehr.

Der gestrigen Parade in Krasnoje-Sselo wohnte auf be- sondere Einladung au<h das Off izier-Korps des deutschen Schulschiffes „Nixe“ bei. Abends fand bei dem deutschen Botschafter Fürsten von Radolin auf dessen Landsiß in Sergijewo ein Diner statt, zu welchem außer den Mitgliedern der Botschaft das Offizier-Korps der „Nixe“ sowie die Spißen der Marinebehörden geladen waren.

Im „Regierungsboten“ wird die Ernennung des General- Gouverneurs des Steppengebiets Barons von Taube zum Mitgliede des Reichsrathes und des Kommandeurs des VIT. Armee-Korps, Generals Dukmassow zum Mitgliede des Kriegsraths bekannt gegeben.

Der Kontre-Admiral Skrydlow ist bei seiner Ernennung zum Chef des Geschwaders im Stillen Ozean zum Vize-Admiral befördert worden.

Jtalien.

Der König besichtigte gestern, wie dem „W. T. B.“ aus Neapel berichtet wird, überall jubelnd begrüßt, die daselbst liegenden drei Dampfer, welche die italienishen Truppen nah China bringen sollen. Nach der Besichtigung richtete der König an die versammelten Mannschaften folgende Ansprache :

Ich entbiete eu< meinen und des Vaterlandes Gruß und wünshe euren Waffen alles Glü>. Jbr zieht in ein fernes Land, iîn dem unsere Fahne beshimpst wurde, ni<ht zum Zwe> der Eroberung, sondern einzig und alleîin zur Vertheidigung des gebeiligten Völkerre<ts und der mit Füßen getretenen Humanität. Bet eurer Mission werdet ihr, wie {hon früher, Soldaten der mächtigsten Nationen der Welt zu Kameraden haben. Haltet gute Kameradshaft mit ihnen und bemüht eu<, das hohe Prestige der italienishen Armee und vie Ehre unseres Vaterlandes zu wahren. So zieht deun voller Vertrauen hinaus; ih begleite eu< im Geiste, Gott segne euer Thun !

Gegen Abend verweilte der König längere Zeit im Arsenal, wo Allerhöchstderselbe sih mit den höheren Offizieren, welche nah China geen, unterhielt, begab sih darauf, von den Mannschaften der Kriegsschiffe mit Hurrah b'grüßt, an Bord der Königlichen Yacht und fuhr bis zur Mündung des Hafens, um der Abfahrt der Dampfer des Expeditionskorps beizuwohnen. Während die abfahrenden Offiziere und Mannschaften sowie die an Lard befindliche Méenschen- menge den König mit Hochrufen begrüßten, hatten die Kriegsschiffe Flaggengala angelegt. Der König ließ alle nah China gehenden Schiffe bei si< vorüberziehen. Die ungeheure Menschenmenge, welhe der Einschiffung des Expeditionskorps und der Abfahrt der Schiffe eiwibnie, bereitete den scheidenden Soldaten lebhafte Ovationen.

Spanien.

Nah einer Aeußerung des Minister - Präsidenten Silvela wird, wie „W. T. B.“ aus Madrid meldet, Spanien ein Kriegsschif} na< China entsenden, wenn fi die Nachriht von den Niedermeßelungen in Peking estätigt. Sollte die Entsendung von Truppen na< China stattfinden, so würde nach einer Erklärung des Kriegs-Ministers Marine-Jnfanterie dorthin beordert werden.

: Amerika.

d Die „Times“ meldet aus Buenos Aires vom 18. d. M. i dem argentinishen Kongreß vorgelegte Budget für Nl beziffere die Einnahmen a 13 100 000 Pfund Sterling, r; Ausgaben auf 13 000 000 Pfund Sterling. Der O

inister habe erklärt, die Regierung sei entshlo)sen, Er- parungen zu machen, keine Steuererhöhungen vorzunehmen und keine neuen Anleihen aufzunehmen.

Asien. Nach japanischen Berichtcn über die leßten Kämpfe bei n Tientsin begann, wie W T. B.“ aus Tokio mit- B A der allgemeine Angriff auf die Wälle der Stadt am Juli Morgens um 4 Uhr. Am 14. Juli, um 3 Uhr Morgens,

hätten die japanischen Truppen das Stadtthor gesprengt und das Banner der aufgehenden Sonne auf dem Zentralthurme der Stadt aufgepflanzt. Der Verlust betrage: 9 Offiziere todt, 300 Mann todt oder verwundet. Ein später eingegangener japanisher Bericht über die Eroberung Tientsins besagt: „Nachdem die Stadt am Morgen des 14. Juli genommen war beschossen die japanischen Geschüße die Marinekaserne, auf welhe die Nussen einen Angriff machten. Während dieser Zeit hielten zwei japanishe Abtheilungen die Eisenbahn- station und schlugen die inesishen Angreifer zurü. Darauf ergriffen sie von der Marinekaserne und ihrer Um- gebung Besiß und erbeuteten 48 Kanonen. Die Japaner verloren 60 Todte und 270 Verwundete.“ Einem no<h späteren Berichte zufolge wurden in der Maurine- faserne 80 Geschüße erobert, von welhen 16 neuester Konstruktion seien. Die umwallte Stadt Tientsin habe jetzt eine Besaßung von Japanern, Engländern, Amerikanern und Franzosen. Der Gesammtverlust, den die Verbündeten am 18, und 14. Juli erlitten, betrage 500 Mann, unier welchen sih über 300 Japaner befänden.

Zu früheren Kämpfen meldete no< der Vize-Admiral Alexejeff dem russishen Kriegs-Minister aus Tientsin vom 11. Juli: „Gestern wurden unsere Vorposten vor dem Bahnhofe von mehr als 2000 chinesishen Truppen und Boxern überfallen. Eine halbe Kompagnie des zehnten Re- giments wurde umzingelt und mußte si<h mit dem Bajonett dur<schlagen. Ein Leutnant und 18 Mann wurden ver- wundet, 4 Mann getödtet. Als Verstärkungen eintrafen, mußten sich die Chinesen mit einem Verlust von 70 Mann zurü>ziehen.“ Jn einem in der „Politischen Korrespondenz“ veröffentlichten Berichte über die Theilnahme der Japaner an dem Versuche des Admirals Seymour, Peking zu entseßen, Ai es, daß eine den Boxern abgenommene Standarte die

n\hrift „Auf Kaiserlichen Befehl“ getragen habe.

__Die Lage der russishen Bevölkerung in Charbin und im Süden dieser Stadt ist, Nachrichten zufolge, welche der russische Generalstab gestern erhalten hat, unverändert. Gegenwärtig seien irgend welhe Ueberrashungen undenkbar. Der Ober- befehl sei dem General Gribsfi übertragen, dem als Gehilfe zeitweilig der General Subotisch beigeordnet sei.

__ Aus Schanghai wird der „Times“ vom 18. Juli be- richtet: Ab esehen von der Lage in Peking und der Haltung Li-Hung-Tschang's, sei die Aufmerksamkeit hauptsählih auf Yuan-schi-kai, den Gouverneur von Schantung, gerichtet, von dessen Stellungnahme die w:itere Entwi>elung der Dinge zum großen Theile abhänge. Einer von Eingeborenen stammenden unbestätigten Nachricht zufolge, sollten die Truppen desselben eine Streitmacht des Prinzen Tuan in der Nähe der Grenze von Schantung geschlagen habèn. Yuan- schi-kai’s Einfluß sei größer als der irgend eines Anderen. Nach einem Telegramm der „New York World“ aus Tsch‘fu soll der Gouverneur von Schantung die Beamten dur cin Schreiben angewiesen haben, die christlichen Eingebore:;en zu zwingen, daß sie ihren Glauben abshwören und Bürgschaft dafür stellten, daß sie niht wieder zur <ristlihen Kirche zurückkehren, sowie das Vermögen der getauften Chinesen und der Kirchen einzuziehen. Es seien öffentlihe Aufforderungen an das Volk ergangen, die Plünderungen gegen christliche Chinesen, die dem Christenthum wieder entsagen, einzustellen.

Der Vize-König in Nanking Liu-kun-yîi hat, nach ciner Meldung der „Daily Mail“ aus Schanghai vom 18. Juli, ein Dekret erhalten, das ihm befehle, nach Peking zu gehen. In Schanghai träfen no<h fortwährend bewaffnete Chinesen von Norden her cin, sodaß die Konsuln si< mit einer gemeinsamen Petition gegen die militärishen Vorbereitungen der Chinesen gewandt hätten. Wie die „Times“ berichtet, hat der Vize-König in Nanking in Erfüllung eines Wunsches der Konsuln die Befehle erneuert, durh welche eine weitere militärishe Thätigkeit in den Forts von Wusung untersagt wird. Jn Nanking gebe man indessen zu, daß Liu’s Autorität ni<ht mehr als genügende G. währ für die Aufrechterhaltung voa G.seß und Ordnung im Norden des Flusses angesehen werden könne. Die Konsuln hätten deshalb angeordnet, daß Vorbereitungen für die Abreise von Frauen und Kindern zu treffcn seien. Falls die An- kunft der Verstärkungen die Führer der Verbündeten im Norden nicht in den Stand seye, in wirksamer Weise zur Offensive überzugehen, so sei es zweifelhaft, ob die Vize-Könige im Süden angesihts des wachsenden Widerstandes der Pro- vinzialveamten die Politik weiter zu verfolgen vermöchten, zu der sie jeßt hielten. Jeßt träfen beim britishen Konsulate Meldungen von ernsten, gegen die Missionare gerichteten Auf- ständen in der Provinz Kian gsi ein, und man habe Grund, anzunehmen, daß diese Unruyen sih über ein großes Gebiet ausbreiten würden. Dem „Reuter'shen Bureau“ zufolge ist am 18. Juli der holländishe Kreuzer „Holland“ in Schanghai eingelaufen und bei den Fremdenniederlafungen vor Anker gegangen. Sein Erscheinen trage zur Beruhigung der Fremden bei.

Der Vize König Li-Hung-Tschang traf mit Gefolge am 17. Juli in Hongkong ein. Am nächsten Tage landete er und hatte eine lange Unterredung mit dem britischen Gouverneur. Er erklärte, wie das genannte Bureau meldet, dem Gouverneur gegenüber, daß er bestimmte Nachrichten er- halten habe, nah denen die fremden Gesandten, mii Ausnahme des Freiherrn von Ketteler, am 8. Juli wohlbehalten gewesen seien. Das Edikt, welches ihn nah Peking gerufen habe, sei von der Kaiserin-Wiltwe und ni<ht vom Prinzen Tuan unterzeichnet gewesen; in dem Edikt werde er zum Vize- König von Tschili ernannt. Li-Hung-Tschang, habe Canton endgültig verlassen, er habe das Siegel d.s Vize-Königs dem Gouverneur der Stadt Canton Takohu übergeben und den leßteren beauftragt, die Ordnung aufre<ht zu erhalten. Li-Hung-Tschang glaube, Canton werde ruhig bleiben. " Der britishe Gouverneur habe alles aufgeboten, um Li-Hung-Tschang zu überreden, in Canton zu bleiben ; Li-Hung-Tschang habe jedoch erklärt, es sei unmöglih, dem Edikt niht zu gehorchen, und hinzugefügt, daß er hosfe, die Angelegenheiten mit den Mächten zu ordnen und den Krieg zu vermeiden. Li-Hung- Tschang sei nah Schanghai gereist, um si<h von dort A Peking zu begeben ; bevor er Canton verlassen, habe er Mann in den Forts stationiert.

Der stellvertretende Kommandant der Truppen in Jndien, Palmer, erklärte, dem „Reuter’shen Bureau“ zufolge, in einer Unterredung zu Simla, es i unmöglih, weitere britishe Truppen von Jndiea nah China zu senden, bevor das augenbli>li< in Süd-Afrika befindliche Kontingent zurü- gekehrt sei, es müßte denn dasselbe in einem angemessenen Het raum dur< erprobte Mannschaften aus dem Kapland erseßt werden können.

Afrika.

Der außerordentliche spanische Gesandte in Marokko

erwirkte, wie die „Agencia Fabra“ meldet, die Abtretung

von Gebietstheilen bei Santa Cruz und eines Land- streifens der neutralen Zone bei Melilla an Spanien.

Aus Kapstadt berichtet das „Reuter'she Bureau“, daß am 17. d. M. zwischen Bethlehem und Lindley 1500 Buren des Oranje- Freistaats eingetroffen seiea, die von VBethlehem entlommen und in Eilmärschen weitergezogen seien. Britische Kavallerie verfolge sie und ein Gefecht gelte für unmittelbar bevorstehend. Die Engländer hätten den Burgher Wo lmarans verhaftet, dessen Haus inner- halb der britischen Linien bei Hatherley liege. Man habe dort eine Anzahl Waffen und 6000 Pfund Sterling ungemünzten Goldes verborgen gefunden. Fünfzehn Buren von Zeerust würden nah Eto auf Ceylon gebracht, weil sie nah ihrer Unterwerfung no<hmals gegen die Engländer zu den Waffen gegriffen hätten. Jhr Eigenthum werde konfisziert.

Nr, 29 der „Veröffentlibungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“ vom 18. Juli hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. Medizinalstatistishe Mittheilungen aus Norwegen, 1897. Gesetzgebung u. f. w. (Deutsches Neich. Fleis<i<au. Cholera und Mgen, Impfwesen. (Schiuß) (Preußen. Reg.-Bez. Danzig.) Arzneimittel. (Reg.-Bez. Wies- baden.) Mineralwässer. (Hamburg.) Medizinalordnung. (Elsaß- Lothcin, ea.) Vieheinfuh-. (Schweiz.) Zündhölzhzn. (Vereinigte Staaten von Amerika.) Lumpeneinfuhr. Gang der Thierseuchen in Sia 1. Vierteljahr 1900. Des,l. in Neu-Südwales.

eitweilige Maßregeln gegen Thierseuhen. (Preußen, Reg.- Bez. Liegniy, Bayern, Sachsen, Württemberg, Elsaß- Lothringen , OesterreiG, Großbritannien, Rußland, Ver- einigte Staaten von Amerika.) Berhandlungen von gesetz- gebenden Körperschaften, V-reinet, Kongressen u. st. w. (Vereinigte Staaten von Amerika.) Herstellung gefälshter Lebensmittel. Ver- mischtes, (Deutsches Reich.) Farbenblindheit bei Seeleuten. (Preußen.) Volksheilstätten in Altena. Sanitätsberiht des Ober- [<lefishen Knappyschaftsvercins. 1898 (Belgien.) Gesu. dheits- kommifsionen, 1898, (Rußland. St. Petersburg) Alexander- Hospital. (Hongkong.) Pest, 1894/99. Geschenkliste. Wodtentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. Desgl. in deutshen Stadt- und Landbezirken. Witterung, Grundwasser- stand und Bodenwärme in Berlin und München. Beilage: Ge- rihtlihe Entscheidungen. Gewerbehygiene.

Statistik und Volkswirthschaft.

Deutschlands Außenhandel im Jahre 1899.

__ D238 Kaiserlihe Statiftishe Amt hat von dem bereits angekün- digten Werke „Der Verkehr mit den einzelnen Ländern in den Fahren 1899, 1898 und 1897* (Band 128 der „Statiftik des Deutschen Reichs“; Verlag von Putikammer u. Müklbreht, Berlin) soeben die H-fte I (Belgien), IT (Jtalien), VI (Shweiz), XI1 (Niederlande) herausgegeben. Den Tabellen dieser Hefte geht eine kurze Be- sprehung des deutshen Außznhandels mit diesen Ländecn im leßten Jahrzehnt : voraus. Im Spezialhandel mit Belgien hat 1899 die Einfuhr betragen : 246,1 Mill. Mk. (ohne Edelmetalle 243,4 Mill. Mk.), j Ausfuhr Ï S071 2 ú 7 L E L Z Die Zunahme gegen 1898 beträgt in der Einfuhr 222 v. H., in der Ausfuhr 106 v. H. Hauptsähhlihste Einfuhrartikel waren rohe und gekämmte Wolle, Pferde; hauptsäthlihste Ausfuhrartikel Kohlen und Eisenwaaren. Im Spezialhandel mit Jtalien hat 1899 die Einfuhr betragen : 197 Mill. Mk. (ohne Edelmetalle 193,3 Mill. MEk.), - Ausfuhr z 16 A 7 LIES: 2 Z A Die Zunahme gegen 1898 beträgt in der Einfuhr 15,7 v. H., in der Ausfuhr 22,9, Hauptsählichîte Ginfuhrartikel waren Roh- seide, Südfrüchte, Hanf; hauptsählihste Ausfuhrartikel Edelmetall- waaren, Maschiuen, soastige Metallwaaren, Textil-, Lederwaaren, Chemifalien. Im Spezialhandel mit der Sh weiz hat 1899 die Einfuhr betragen 176 3 Mill. 4 (ohne Edelmetalle 168 4 Mill. 46), A T T i 204K Die Zunahme gegen 1898 beträgt in der Einfuhr 1,6 v. H., in der Autfuhr 11,3 v. H. Hauptsählichste Einfuhrartikel waren Rob- seide, Taschenuhren, ungefä: bte Floretseide, Garne, Käse; haupt- L ls Ausfuhrartikel Rohlen, Eisenwaaren, Wollenwaaren, Kleider, ücher 2c. Im Speztalhandel mit den Niederlanden hat 1899 die Einfuhr betragen 203,8 Mill. Mk. (ohne Edelmetalle 196,7 Mill. Mk.), 6 Uu O e E ä 20D K Die Zunahme gegen 1898 beträgt in der Einfuhr 10,7, in der Ausfuhr 17,0 v. H. Hauptsählihste Einfuhrartikel waren Roh- taba>, Fleisch, Käse Kaffee, Gemüse, Butter, Heringe, Zinn, Pferde, Reis; hauptfächliste Ausfuhrartikel Koblen, Kleider, Gifenwaaren, Wollenwaaren, Steine, Maschinen, Baumwollwaaren, Chemikaiien. Nach der Niederländis<ezn Handelsftatiftik beträgt der Werth der Ausfuhr von China (Chinarinde) nah Preußen allein mehr als die ganze Einfuhr aus den Niede:landen nah der deutshen Handels- statistik, was auf die unrichtige B-:werthung dieser Waare in den Nied:rlanden zurü>;uführen ift.

Zur Arbeiterbewegung.

Die von den Leipziger Seifenfabrikarbeitern gestellten Lohnforderunçen (vergl. Nr. 165 d. Bl.) sind von den Arbeitgebern abgelehnt worden. In einer Fabrik ist es infolge dessen zum Aus- ftand gekommen, die verlafsenen Arbeitépläße wurden jedo< dur andere Gehilfen beseßt.

Kunst und Wissenschaft.

In der Gesammtsizung der Akademie der Wissen- \haften vom 12 Juli (vorsißender Sekretar: Herr Vahlen) spra Herr von Bezold „über klimatishe Mittelwerthe für ganze Breitent- kreise’. Dec Vortragende hatte vor wenigen Monaten darauf hinges- wiesen, daß man bei tabellarischen oder graphischen Z 1\ammenstellungen yon Mittewertben für ganze Breitenkreise anftatt der geographischen Breite selbst zroc>mäßiger Weise den Sinus dieser Größe als Argu- ment wähle. Diesen Gedanken führte er diesmal weiter aus, indem er ihn auf verschiedene klimatologishe Faktoren anwandte und allge-

meine Folgerungen daraus zog. j der Bessel’ichen astronomif<hen

Die akademishe Sammlun i Korrespondenz hat dur< Erwerbung der Bessel’s<en Briefe an

S{umacher (536 Brief», 1809—1846) und an En>ke (172 M 1817—1846) zwi besonders werthvolle Zugänge erhalten. Ferner find der Sammlung zwei kleinere Reihen einverleibt worden. As Festgabe zur Zweihundertjahrfeier wurden der Akademie 9 Briefe