1900 / 193 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Kommandant des Hauptquartiers: Rittm.

- Stabs vahe: Kommandeur: im Huf. Regt. König Wilhelm T. (1. Rhein.) Nr. 7. Sanitäts - Offiztere: Ober - Stabsarzt 2. Kl. Dr.

arzt Dr. Hildebrandt, Regt. Nr. 74.

Neitende Feldjäger: Pogge, Wailmann, Meitenden Feldjägerkorps.

Königlich Preußische Armee. Mainz, 11. August. Seine Majestät der

Graf y. Wintuingerode,

1, Heff.) Nr. 13 ernannt.

ferner an und ist in den Listen des Regts. weiterzuführen.

Kaiserliche Marine.

Offiziere 2. Ernennungen, Beförderungen,

3. August.

diefes Bats. getreten. 1. Lorpedo- Abtheil, von dem Kommando als Chef der 2. Toryedo- boots-Flottille enthoben. Maaß, Kapitänlt. von der 2. Torpedo- Abtheil., unter Belassung in seiner Stellung als Chef einer Torpedo- dea der 2. Flottille, zum Chef dieser To:pedoboots-Flottille ernannt.

Wilhelmshöhe, 5. August. Stellenbeseß ungen. Goed>e, Kapitän zur See von der Mariae-Station der Ostsee, mit dem Zeit- punkt der Abgabe des Kommandos dzr 1. Matrosen-Art. Abtheil. von Friedrihsort nah Kiel verscßt. Die, Korv. Kapi1än vom Admiral- ftabe der Marine, unter Entzebunz von dem Kommando als Admiral- ftavs-Offizter bei dem Stade der Utbung?flotte, zum Chef des Stabes des 2 Geshwaders. E>ermann, Kapitänlt. vom Admiraistabe der Marine, von dem Kommando als Chef des Stabes des 2. Ge- \<waders enthoben. v. Lengerke, Kapitän1t., Fähnr. Offizier an der Marineshule, na< Beendiguag der Pclfung der Fähn- rihe zur See des Jahrgangs 1897 zur 2 Marine- Infp. Nitter Hentschel v. Gilgenheimb, Kapitänlt. vom ‘Admiralstabe der Marine, von dem Kommando als Admiralstabs- vffizier bei dem Stabe der 4. Div. des 2. Geshwaders enthoben. v. Schönberg, Oberlt. zur See von der 1. Marine-Fnsp., unter EGathebung von dem Kommando als Flaggalt. bei dem Stabe der Uebungséflotte, als Flagalt. zum Stabe des 2. Geshwaders. Hilde- brand, Oberlt. zur See, Insp. Offizier an der Marineschule, nach Beendigung der Prüfung der FähnriHe zur See des Jahegangs 1897 zur 2. Marine-Jnsp. Nasfer, Mari.e-Ober-Stabs-Ingea. vom "Admiralstabe der Marine, von dem Kommando als Flotteniagen. bei dem Stabe der Uebun zóflotte enthoben.

Wilhelm4shöhe, 10 August. Poock, Korv. Kapitän, kom- mandiert zur Dienftleistung bet der Werft zu Kiel, mit der geseßlichen Pension zur Disp. gestellt und gleichzeitig zum Assist. des Aus- rüstungs-Direktors der Werft zu Kiel ernannt. Befördert \ind: S<önfelder (Viktor), Kocy. Kapitän, Mitglied der SHifffs- Prüfungskommission, zum Freg. Kapitän; die Kapitänlts.: Liey- mann, Kommandant S. M. kleinen Kreuzers „Pfeil“, S<%aumann (Adolf), Adjutant bei der Jny. der Mariane-Art.,, Schlieper von der Marine - Station der Nordsee, zu Korv. Kapitäns; die Oberlts. zuc See: Graßhoff (Kurt) vom Stabe S. M. Linienschiff:s „Kurfürst Friedrih Wilhelm“, Michelsen vom Stade S. M. Schulshiff-8 „Biücher“, Kranzbühler vom Neichs- Marineamt, Tägert (Karl) von der 1. Marine-Fnsp.,, zu Kupitänlts ; die Lts. zur See: Berendes vom Stabe S. M. groß»>n Kreuzers „Hertha“, Erler vom Stabe S. M. kleinen Kreuzers „Hela“, Jacobs vom Stabe S. M. Panzer-Kanonen- boots „¿Mü>e“, Hin>keldeyn von der Marine-Statioa der Nordsee, Elert vom Stabe S. M. Swulschiffes „Mars“, Pohbhammer (Hans) vom Stabe S. M. großen Kreuzers „,Vineta", zu Oberlts. zur See, unter Vorbehalt der Patentierung, Hildebrand, Marine- Ingen. von der Marine-Station der Nordsee, zum Marine- Obzringen., Wün |<, Ober-Maschinist von der Marine-Station der Nor>fee, zun überzähl. Martne-Ingenteur, Male, überzäßbliger Marine- Ingenieur von der Marine - Station der Ostsee, nah Véaßgabe des Etats in cine offene Etatsstelle etagerüd>t Dr. Staby, Ober-Afsist. Arzt der Res. der Marine-Sanitäts- Offiziere im Landw. Bezirk 11 Bremen, Dr. Pohl, Aisist. Arzt der Res. der Marine-Sanitäts. Offiziere im Landw. Bezirk 111 Berlin, im aftiv-:n Martine-Sanitäts-Korps angestellt, und zwar ersterer als Marine-Ober-Assist. Arzt, unter Feststellung seines Dienstalters un- mittelbar hinter .dem Martae-Obcr-Assist. Arzt Dr. Lahs, leßterer als Marine-Aisift. Arzt. Dr Schneider, Marine-Ober-Stabsarzt 1. Kl. von der Marinestation der Nordsee, mit der gesegli<-n Pension nebst Aus\ihht aur Anstellung im Zivildienst und der Gclaubniß zum Tragen der bisherigen Uniform mit den für Vera2bschiedet- yor- geschriebenen Abzeichen der Abschied bewilligt.

Im Beurlaubtenstande. Minssen, Matthiesen? Bähr, y. Holdt, Vize-Steuerleute der Res im Landw. Bezirk [1 Bremen bezw. Hamburg, Hamburg, Hamburg, zu Lts. zur See ver Nes. des See-Offizierkorps, Staeding, Lt. der Ref. im Landi. Bezirk TV Berlin, zum Ob-rit. der Res. der Matine- Fnf., Harden- berg, Vize-Feldw. der Res, im Landw. Bezirk [1 Altona, zum Lt. der Ref. der Marine-Inf., beförrert.

Nichtamlkliches. Deutsches Rei.

Preúszen. Berlin, 15. August.

Seine Majestät der Kaiser und König hielten, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, gestern Morgen von 8 Uhr an bei Altengrabow ein Exerzieren der Garde-Kavallerie-Division mit Feuergefecht der Artillerie ab. Den Schluß bildeten eine Lobe Aita>e und ein Vorbeimarsh. Gegen 1 Uhr kehrten

eine Majestät und die Tcuppea in das Baratenlager zurü,

Gestern Abend verließen Seine Majestät der Kaiser das Lager und begaben Sih um 111/, Uhr von Loburg mittels Sonderzugs über Magdcburg und Uelzen na< Munster.

_ Jhre Majestät die Kaiserin und Königin besuchten, wie aus Wilhelmshöhe gemeldet wird, gestern t das Hessische Diakonissenhaus zu Wehlheiden und daräuf die Krippe

u Cassel, sowie am Spätnachmittage die Haushaltungs\chule

es Vaterländischen Frauenvereins zu Kirchditmold bei Cassel.

Die Ergebnisse des Reichshaushalts für das Rechnungsjahr 1899 haben sih nah dem Final-Abschluß der Reichs- Hauptkasse, abgesehen von den auf die außerordent- lihen De>ungsmittel angewiesenen Ausgaben, im Vergleich

rhr. Kni 1 CIob), bisher Eskadr. Chef im Köntgs-Ulan. odr Sianos) \

Lt. Graf zu Gulenburg, bish ¿x

Mül" er, bisher Regts. Arzt des 1. Brandenburg. Drag. Regts. Nr. 2. S tabs- bisher Oberarzt beim 1. Hannov. JVnf.

Lts. und Feldjäger v. dem Borne, Fieber im

König von Jtalien zum Chef des Hus. Regts. König Humbert, von Jtalien | Seine Majestät der König von talien legt die Uniform des Königs-Inf. Regts. Nr. 145 auch

Ber - jeßungen 2c. Bremerhaven, an Bord S. M. Y. Hohenzollern“, Z. est. v. Meerscheidt-Hüllessem, Kapitänlt. vom Stabe S. M. Schulschiffs „Nixe“, mit dem Zeitpunkt der Außerdienststellung dieses Schiffs, Magnussen, Lt. vom 2. Ersaz-See-Bat., zur . Insp. des Bildungswesens der Marine, behufs Verwendung bei der S Hifféjungénausbildung kommandiert. v. Bodman-Bodman, Lt. von der Stamm-Battr. des Z. See-Bats., zur Marine-Feld-Battr. Bruch, Korv. Kapitän, Kommandeur der

gegen den Etat Mehrerträge ergeben: die

12 595 000 4, die Salzsteuer 1517 000 M, bottih- und Branntweinsteuer 224000 M, die Brau- steuer 1758000 M, der Spielkartenstempel 14000 M, die Wechselstempelsteuer 1994000 M4, die statistische

sie dem Reiche verbleiben, im Vergleiche mit 76147 463,46 M6 mehr aufgckommen, wovon 1295317725 M.

Marquis de Noailles Während - seiner Abwesenheit

dauernden Ausgaben (einschließli<h der diese Verwa gehenden Titel

gewesen. verwaltung 862000 A Reichsheere stellt 1584000 gegen den heblihere Ersparnisse sind eingetreten bei verpflegung, bei der Verpflegun

mannschaften, bei Bau und Unterh

weniger aufgekommen.

unverwendet geblieben.

Transportkosten.

ihres Antheils am

für die Naturalverpflegung, die N Werftanlagen, für Waffenwesen und Be

um eine Verschiebung, beeinflußt wird. Beim Auswärtigen Amt waren für

verwaltung wurden zur Förderung der auf Erschließung Zentral-Afrikas und anderer Ländergebiete gerichteten wissen- schaftlichen Bestrebungen 90 000 # m-hr verausgabt.

Bel den fortdauernden Ausgaben des Neichsamts des Jnnern zeigen sih erheblihe Mehraufwendungen bei dem Neichszushuß zur Alters- und Jnvaliditäts-Verficherung mit 1025000 und bei den Uaterstüßungen aus Anlaß von Friedensübungen mit 160 000 4

Die fortdauernden Ausgaben des Reichs-Schazamts hlicßen bei den cigenen Fonds mit einer Mehrausgabe von 848 000 M ab, welche sih im wesentlichen zusammenjseßt aus einem Mehraufwande von 50000 M bei den Nayon-Ent- shädigungsrenten und 803 000 1 beim Münzwesen, welcher leßtere durch einen glei<h hohen Theil des Münzgewinns be- glichen wird. Ö Bei der Reichs\huld ist 94 000 M nachgewiesen.

Der Rei<s-Jnvalidenfonds hat eine dur< das Ge- m Ln 1. Juli 1899 veranlaßte Mehrausgabe von 2 030 009 M gehabt.

Die einmaligen Ausgaben der Post- und Telegraphen- Verwaltung sind um 82000 M gegen den Etatsansaß zus rü>geblicben, ebenso die Ausgaben des Allgemeinen Pen- sionsfonds mit 149000 #4 bei den die Zivilverwa!tung betreffenden Titeln. Jm Ganzen werden die Minderausgaben bei den in Betracht kommenden Fonds durch die Mehraus- gaben um 12953000 M überschritten.

Die Einnahmen an Zöllen und Taba>steuer, von welchen der Reichskasse nur der Betrag von 130 000 000 4 verbleibt, haben gegen das Etatssoll 19 441 000 4 mehr ein- gebraht. Bi den den Bundesstaaten in vollem Reinertrage zustehenden Steuern sind gegen den Etat aufgekommen: bei der Verbrauchsabgabe für Branntwein 7306000 mehr, bei der Stempelabgabe für Werthpapiere, Kaufgeschäfte und _Lotterieloose 4236000 6 mehr. Von diesen Mehrerträgen der Uceberweisunassteuern sind in Gemäßheit des 8 3 des Geseßes vom 24. März 1897 (Neichs-Geseßblatt S. 95) 30 707 000 M zur Abbürdung der vorläufig in den Etat eingestellten Zuschüsse des außerordent- lihen Etats verwendet. Jm übrigen finden die Abw-ichungen

eine Minderausgabe von

von der Etatovoraussezung ihren Auzgleih dur entsprehende

Veränderung der unter den Ausgaben angeseßten Ueber-

weisungen an die Bundesstaaten. Jm Ganzen stellen sich die Ueberweisungen unter Berücksichtigung der nachträzlih für das Etatsjahr 476 874 568,27 M, das sind 136 568,27 6 mchr, als der Etat vorsieht. /

1895/96 vorgenommenen Abrechnung auf

Von dén dem Reiche verbleibenden Steuern haben

Zuckerste uer die Maisch-

Gebühr 101000 4 Bei der Brennsteuer, w:lche in der Gestalt von Vergütungen für ausgeführten oder zu gewerb-

lichen Zwecken verwendeten Branntwein wieder zur Veraus-

gabung gelangt, sind rund 578 000 A weniger vereinnahmt als ausgegeben worden.

Die Betriebsverwaltungen haben sämmtli<h größere Ucberschüsse geliefert, als veranshlagt war, und zwar: die

Post- und Telegraphen-Verwaltung 8595 000 Á, die Neichsdruderei 51000 , die Verwaltung der Neichs- Eisenbahnen 2524000 #4 mehr aufgekommen: aus dem Bankwesen 12236 000 M4, bei den verschiedenen Verwaltungs-Einnahmen Anrechnung der bereits oben angegebenen Mindereinnahme der

Ferner sind gegen den Etat (unter

Militärverwaltung und Mehreinnahme der Marineverwaltung)

566 000 M, beim Reichs-Jnvalidenfonds 2030000 M, bei den Ausgleihsbeträgen Bundesstaaten gemeinsamen Einnahmen 1 893 000 44 (Gegen den Etat sind zurückgeblieben: früheren Jahren um 38000 M4

r die idt allén die Uebershüsse aus

Jm Ganzen sind an ordentlihen Einnahmen, soweit dem Etat

ur Deckung des Methrbedarfs bei den Ausgaben und 0707205 M nah der erwähnt-n Vorschrift des eseßes vom

24. März 1897 zu verwenden maren, sodaß als. Uebershuß E Nane 1899 ein Betrag von 3248708121 M. verbleibt. :

Der hiesige Botschafter der

Französischen - Republik i Berlin mit Urlou verlassen.

sungiert der Botschaftsrath

zum Etat in runden Summen, wie folgt, gestaltet :

Doutiron als Geschäftzträger.

Für das Reichsheer sind bei den Kontingents-Verwal- tungen von Preußen, Sahsen und e berg an fort- tungen an-

¿8 Allgemeinen Pensionsfonds) 1 160 000 M, an einmaligen Ausgaben 1 286 000 /( weniger erforderlich | An Einnahmen sind im Bereiche der M eim sich ‘somit das Gesammtergebniß um Etat günstiger. Er- der Natural- der Ersaß- und Reserve- altung der Festungen; auch beim Allgemeinen Pensionsfonds ist ein Betrag von 658 000 M Mehrausgaben sind hauptsächlich ent- standen bei der Geldverpflegung der Truppen, beim Garnison- verwaltungs: Und Serviswesen, beim Militär-Medizinalwesen und bei den Reisekosten und Tagegeldern, Umzugs- und

Die Ausgaben der Marine-Verwaltung (einschließlich Allgemeinen Pensionsfonds) haben ! 10722000 / mehr als die Etatssumme erfordert, welchem Betrage eine Mehreinnahme von 216 000 # gegenübersteht. Die Mehrausgaben sind außer für den Betrieb der Flotte, hung der Flotte und ] i estigungen namentlich bei den einmaligen Ausgaben für Schiffsbauten entstanden. Bei diesen Mehrausgaben handelt es sih indessen, soweit sie durch das Fortschreiten der Schiffsbauten bedingt waren, nur dur<h welche der Gesammtbedarf nicht

; i die Zentral- behörde, die Gesandtschaften und Konsulate und die Allgemeinen Fonds rund 681 000 4 mehr erforderlich ; bei der Ko lonial-

Depesche des Gouverneurs von

einer Meldung der dortigen Blätter, in Avellino) ein als Priester verkleideter Mann verhaftct und dessen Briefschaften sowie falsche englishe und französische M beshlagnahmt worden seien. ierbei

britishen Vize-Konsuls in V „Telegr.-Korresp.-Bureau“ zufolge, daß er auf einer Reise im Vilajet von hundert bewaffneten Kurden angegriffen, sein

Dragoman verwundet und sein Gepä>k geraubt worden sei. Der Viz--Konsul, 4

2E U e Atfalt E Sizung Kommission für den cines türkis<h-serbis<hen Handelsvertrages statt. P A

Der Virkliche Geheime Ober-Baurath im R-ix2.æ: bahnamt Strekert ist vom Urlaub e

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Königli ; Ministerial - Direktor von Herrmann ist iB ‘eayertihe gekommen. an:

Der Regierungsrath Dr. Jacobi in Stettin ¿r Königlichen Direktion für die Verwaltung T diretis Steuern zu Berlin zur weiteren dienstlichen Verwendung a a eia Affefs A

em Regierungs - Assessor Dr. jur. Freiherr Massenbach in Posen ist die kommissarisch: Deni Landrathsamts im Kreise Wreschen, Regierungsbezirk Pos 7 übertragen worden. j n,

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Tiger“ Kommandant: Korvetten-Kapitän von Mittelstädt, gestern in Sabang angekommen und an demselben Tage nat Singapore weiter gegangen. :

S. M. S. „Fürst Bismar>“, Kommandant: Kapitän zur See Graf von Moltke, ist am 13. August in Ts\ingtau eingetroffen. :

Der Dampfer „Wittekind“ mit dem 1. S ee- Bataillon an Bord, Tranepottführer : Major won Madai, und der Dampfer „Frankfurt“ mit dem 2. See-Bataillon an Bord, Tcansportführer: Major oon Kronhelm, sind am 13. August ebenfalls in Tsingtau angekommen und an dem- selben Tage nah Taku in See gegangen.

__ Das Truppentransporishiff} „Straßburg“ in Port Said eingetroffen und an demselben gefahren.

ist gestern Tage weiter

Paderborn, 15. August. Heute fand, wie „W. T. Y“ meldet, im Dom die Konsekration des Bischofs Dr, Schneider durch den Erzbischof von Köln Dr. Simar statt.

Frankreich.

_Jn dem gestern im Elysée abgehalten:zn Ministerrat theilte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Minister des Auswärtiges Delcass é ein Telegramm des französishen Konsuls in Schanghai mit, in welchem dieser neuerdings seiner Besorgniß bezüglich der Aufrechthaltung der Nuhe in dec Stadt und Um- gegend Ausdru> giebt und hinzufügt, daß Maßregeln getroffen werden müßten, um nöthigenfalls die französische Niederlassung zu shüßen. Ferner theilte Delcassé cine gestern Morgen aus Taku eingetroffene Depeshe vom 8. August mit, welche be- sagt, daß nah den leßten militärishen Operationen eine Berathung der Truppenbefehlshaber stattgefunden habe und von diesen beschlossen worden sei, den Vormarsch auf Peking fortzusegen. Gleichzeitig legte Delcassé dem Ministerrath cine ( Jndo-China vor, in welcher es heißt, daß nah einer Meldung aus britischer Quelle das Entsaßzkorps sih jeßt 25 km von Peking befinden

solle. Der Ministerrath sezte sodann die Einzelheiten der

Feier fest, die am 18. August gelegentlih der Preisver-

theilung in der Weltausstellung stattfinden wird. Von 75 531 Ausstellern sind 42790 preisgekrönt worden. Unter den

den Ausländern zuerkannten Auszeichnungen befinden sich 150

große Preise für deutshe Aussteller.

Der „Gaulois“ meldet, der gestrige Min iste rrath habe sih

für die Ernennung des General-Feldmarschalls Grafen von Waldersee zum Oberbefehlshaber dec verbündeten Truppen in China ausgesprohen und demgemäß den Wortlaut der in dieser Hinsiht zu ertheilend:n Blatt fügt hinzu, es betrachte diese Antwort als einfache Formalität, die nicht geeignet sei, an den dur alle übrigen Mächte hon vorher getroffenen Vercinbarungen irgend etwas zu ändern.

Antwort abgefaßt. Das

Ein Bataillon des 40. Linien-Regiments, welches

gen auf dem Dampfer „Caledonien“ von Marseille nach

hina abreisen sollte, mußte infolge des Heizer-Ausstandes

die Abreise E Für China bestimnite Truppen tzeffen Fortgeseßt in Marseille ein ; alle Kasernen sind überfüllt.

Nußland. Bei dem russis<hen Generalstab ist, wie der „Russische

Invalide“ erfährt, infolge der Vorgänge in Ost: Asien eine besondere General- Quartiermeister - Abtheilung er- richtet worden.

Jtalien.

Aus Rom wird dem „W. T. B.“ berichtet, daß, nach Tufo (Provinz

Man glaube, daß es si C um den Genossen Bresci's bei dem Attentat in tonza handle, welcher gegenwärtig von der Polizei gesucht

werde.

Niederlande. Die Regierung hat in der Zweiten Kammer cinen

Geseßentwurf, betreffend die Revision des Zolltarifs, eingebracht. wärtigen Tarifs wird beibehalten. von 6 Proz. für fertige Q ein gemäßigterer für Halk- fabrikate vorgeschlagen.

betragen.

Der allgemeine fiskalishe Charakter des gegen- Es wird ein Nornmalsahß

er Zoll für Zigarren soll 6 Proz.

Türkei.

Ein in Konstantinopel eingetroffenes Telegramm des an meld:t, dem Wiener

dem es gelungen sei, nah Van zurüd>-

ukehren, Habe die Behörde von dem Vorfall ver-

tändigt, welche alsdann Truppen zur Verfolgung der Kurden

entsandt habe.

Pforte Vorstellungen, verlangte die Festnahme und Bestrafung

fär Fg sowie die Zurükerstattung der geraubten Gegen- ände.

Die britishe Botschaft crhob bei der

Theilnahme

Am Montag fand in Aas unter / er gemischten

Gerichten hat, wie dem „W.

zurückgelassen.

Nsien. iner gestern im Haag eingegangenen iffcierten O des iiedecländischen Gesandten Knobel-in Peking Depe) alle dort anwesenden Holländer wohlbehalten. wai Der General Gaselee meldet amilih, daß die Verluste der Engländer bei Peitsang und Yangtsun 50 Mann betragen hätten. Darunter befinde sih ein verwundeter

of den dem russishen Generalstabe gestern zugegangenen Cha | u s e U der j; Orlow in Chailar cine Garnison zurü>gelassen, das a von der Grenze bis Chailar dem zweiten Militär- bezirk einverleibt und dem Abtheilungs - Ataman unterstellt. N Amurgebiet bei Moche haben sih chinesische Abtheilungen gezeigt ; infolgedessen ist die Garnison von Petrowka verstärkt worden. Aus Kalgan sind nach einer Manderung von 35 Tagen drei amerikanishe und neun {wedische Missionare in Kiachta eingetroffen. Jn der Mongolei werden Truppen gesammelt und die Wachthäuser längs der russishen Grenze sowie deren Besaßung vermehrt. “Der „Russishe Jnoalide“ meldet: Jn Port Arthur werde ein neues Artilleriemagazin errichtet, dem die Beamten der Kwangtunger Artillerie-Direktion zugetheilt seien.

Afrika.

Die Geseßgebende Versammlung der Kapkolonie lehnte, wie „W. T. B.“ meldet, gestern mit 46 gegen 38 Stimmen den Antrag Sauer ab, einen Ausshuß zu wählen, welher eine Untersuhung Über die Ausführung des Kriegs- re<ts anstellen soll». Schreiner und Solomon stimmten mit der Regierung, deren Majorität größer war, als man er- wartet hatte.

Ein Telegramm des Feldmarschalls Lord Roberts aus Pretoria vom 13. d. M. meldet: Lord Methuen und Lord Kithener sind no< immer auf der Verfolgung des Generals de Wet und des Präsidenten Steijn begriffen. Eine Depesche Lord Kithener’s vom 13. d. M. früh 8 Uhr aus Schoolplaats, 8Meilen öillich von Ventersdorp, besagt: Jn der vergangenen Nacht sprengte de Wet drei seiner Wagen in die Luft; 60 gefangene Engländer und 1 Offizier entkamen aus seinem Lager; sie er- zählen, der Präsident Steijn dürfe das Lager nicht verlassen und werde unter Ueberwachung gehalten. Der General de Wet habe sih genöthigt gesehen, einen Theil seiner Munition im Stich zu lassen, und auh 30 völlig ershöpfte Pferde Dic Gefangenen bestätigen ferner die Mel- dung, daß Lord Methuen eincs der G.shüße de Wet's ge- nommen und gestern den Haupttrupp des Feindes mit gutem Erfolg beschossen habe. Der Zug des Generals Sir Redvers Buller nah Norden habe vorzügliche Ergebnisse gehabt. Ein Feldkornet habe sih mit 182 Mann vom Standerton-Kommando ergeben.

j Die „Daily News“ mclden aus Pretoria vom gestrigen Tage, daß die Kolonne des Oberstleutnants Hoare, welche b«i Elandsriver gefangen genommen sein sollte, sih mit allen ihren Vorräthen in Sicherheit befiude. Sie habe einige Verluste gehabt. ;

Wie der „Temps“ meldet, beschte der französische General Servière, als er von der Besichtigung Tidikelts zurückkam und nur von einer Abtheilung Eingeborener begleitet war, ohne Schuß Adrar, die bedeutendste Stadt von Timmi, welche halbwegs zwischen Tidikelt und Gourara liegt, Die Gegend bei Adrar sei sehr reih. Der Gencral Servière melde, man habe über Tuat hinaus eine ununterbrochene Reihe von Vasen gefunden, die stark bevölkert und gut bebaut seien. Das Klima sei sehr gesund und Wasser reihli<h vorhanden.

Parlamentarische Nachrichten.

Graf Joseph Mielzyúski auf Jwno bei Kostschin im Kreise Schroda, Mitglied des Herrenhauses, ist, wie das „Vos. Tgbl.“ meldet, in der Nacht zum 12. d. M. gestorben.

Statiftik und Volk8wirthschaft.

Deutschlands Außenhandel im Fahre 1899.

Das Faisferlihe Statistische Amt hat von dem {on mehrfa< erwähnten Werke „Der Verkehr mit den einzelnen Ländern in den Jahren 1899, 1898, 1897* (Band 128 der „Statistik des Deutschen Reichs"; Verlag von Put1kammer u. Muüßhlorecht, Berlin) außer den früher erschienenen aht H-ften jüngst die Hefte XYV (British-Ostindien, China, Japan), XV1I (Argentinien, Chile, Paraguav, Uruguay) und XVIIlI (Brasilien, Peru) heraus» gegeben. Dem Tabellenweik dieser Hefte geht wieder eine kurze Bes sp:chung des deutschea Außenhandels mit diesen Ländern im leßten Jahrzehnt voraus, M E é

Im Spezialhandel mit Britis<-ODstindien hat 1899 die Einfuhr 230,5 Millionen Mark und die Ausfuhr 65,3 Milltonen Mark b-rtragen. Die Zunahme gegen 1898 beträgt in der Einfuhr 44 9%, in der Ausfuhr 144 9/0. Die wichtigsten Einfuhrartikel sind: un. eshälter Reis, Baumwolle, Jute, Leinfaat, Raps, Sesam, Mohn, Rindebäute, Kautschuk, Indigo, Stuhlrohr; die wictigsten Auefuhrartikel: woileye, unbedrudtte Luch- und Zeuzwaaren, <emis<e Fabrikate, feine Eisenwaaren, baumwollene Strumpfwaareu,

Im Spezialhaudel mit Cbina, das zur Zeit im Vorde: grunde stebt, hat 1899 die GCinfuhr 29,0 Millionen Mark (ohne Gdelmetalle 213 Millionen Mark) und die Ausfuhr 506 Millionen Mark (mit und ohne EdelmetaDe) betragen. Die Einfuhr ist gegen das Vorjahr um 10,5 Millionea Mark, gegen 1897 um 285 Millionen Mar!, havptsähli< wegen des Ausfaus von Goid (1897: 29,5, 1898: 17,8, 1899: 77 Millionen Mark) und Rinddhäuten, zurückgegangen, während die Ausfuhr um 26 Millionen Mark gestiegen t. An der von der <inesishen Handels- statist:k festgestcliten erstaunlihen Zunahme des Außenhande:s scheint D'utschlands unmittelbarer Handel mit China wenig betheiligt zu sein. Haupt-iafubrwaaren find Bettfedern, Thee, Bocsten, Gall- âpfel, Kampber, Robseide, Strohbänder; Hauptauxe fuhrwaaren Anilin- und andere Theerfarbstoffe, Nähnadeln, Kriegsgewehre und anderer shiggovedarf, Pofamentier- und Knopfmacherwaaren, eiserne Dampf-

iffe, wollene Tuchwaaren.

Im Spre ialbetbel mit Japan hat 1899 die Einfuhr 16,5 und die Ausfuhr 40,9 Millionen Mark betrageu. Erstere hat um 6,2 Millionen Mark zugenommen , während leßtere wegen der 1899 eingeführten japanishen Zollerhöhungen um 2,1 Millionen Mark gefallen ift. Haupteinfuhrwaaren sind. Kupfer, Reis, Seidenzeug, Kampher, Fischspe>, Strobbänder ; Hauptausfuhrwaaren : Wolltuch- waaren, Gee gekämmte Wolle, Branntwein, grobe Eisenwaaren,

unt-, Geld- und Silberpavier, CTheerfarbstoffe, Drahtstifte, Baum-

23,8 9%. Wolle, Guano; Hauptausfuhrartikel : Zucker, Baumwollwaaren, Wolil- waaren, Eisendraht und andere Eisenwaaren,

194,5 Millionen Mark (ohn: Edelmetalle 194,4 Miklionen Mat?), die Ausfuhr, 52,3 Millionen Mark (mit uad ohne Edelmetalle) be- tragen, die Zunahme gegen 1898 ohne Edelmetalle in der &infuhr 39,8 9/0, tn der Ausfuhr 22,5 ?/. Haupteinfahrwaaren sind: SYaf- wolle, Weizen, Rindshäute, Mais, Leinsaat, Quebrachoholz, Kleie, Häute und Felle zur Pelzw-rkbereitung, Roßhäute, Fleischextrakt ; Hauptausfuhrwaaren : Eisenwaaren, Krieaszewehre, Baumwollgewebe, dichte, gefärbte, Eisendraht, Wolltuhwaaren, Maschinen, Wollgarn, Ge- \hosse, Strumpfwaaren, Tafelreis, Edelmetall waaren, Telegrapbenkabel.

Im Speztalhandel mit Chile hat 1899 die Einfuhr 93,4 Millionen

Mark (ohne Edelmetalle 89 Millionen Mark), die Ausfuhr 28,1 Millionen Mark (mit und ohne Edelmetalle), die Einfuhrzunahme gegen 1898 12,5 9/6, die Ausfuhrzunaßme 38,4 9/6 betragen. Haupteinfuhrwaaren sind: Chilesalpeter, Sohblleder, Kupfer, Jod; Hauptausfuhrwaaren: Baumwoll-, Wollwaaren, grobe Eisenwaaren, Telegraphenkabel, Zucker.

Im Spezialhandel mit Paraguay hat 1899 die Einfuhr

327 000 4, die Ausfuhr 255 000 #4 betragen. Beide sind gegen 1898 (mit 390000 G Einfuhr und 281 000 /(6 Ausfuhr) zurü>gegangen.

m Spezialhandel mit Uruguay hat 1899 die Einfubr

13,1 Millionen Mark gegen 10,3 Millionen Maik im Vorjahr, die Ausfuhr 10 4 Millionen Mark gegen 8,4 Millionen Mark im Vor-

jahr betragen, die Zunahme der Einfuhr 27,2 0%/9 und die der Ausfuhr Haupteinfuhrartikel find: Fleishextrakt, Rindshäute,

Im Spezialhandel mit Brasilien hat 1899 die Einfrhr

91 Milltonen Mark gegen 1046 Piillionen Mark im Vorjahr, die

Ausfuhr 46,5 Millionen Mark gegen 45,2 Millionen Mark im Vor-

jahr betragen. Haupteinfuhrroaaren find: Kaffee, Rohtaba>, Ninds-

häute, Kautshuk, Kakaobohnen; Hauptausfubrwaaren : Eisen-, Baum woll-, Wollwaaren, Dampfschiffe von Eisen, Edelmetallæwaaren,

Im Spezialhandel mit Peru bat 1899 die Einfuhr 4.1 Millionen Mark gegen 4 Millionen Mark im Vorjahr, die Ausfuhr 7,7 Millionen Mark gegen 6,8 Millionen Mark im Vorjahr betragen, die Z:1- nahme der Einfuhr 4,1%/ und die der Ausfuhr 12,9% Haupt- einfuhrwaaren sind: Guano, Cocoïn, Silbererze, Boraxkalk, Rinds- hâäute, Drogen; Hauptausfuhrwaaren: Baumwoll,, Woll-, Eisens waaren, Flaschenbier, Edelmetallwaaren, Leder, Maschinen, Kleider und Wäsche, Wollengarn, Theerfarben.

Zur Arbeiterbewegung.

Die Bauanschläger (Schlosser) Berlins, wel<he mit den Unternehmern bereits seit einiger Zeit über die Durchführung eines am Anfanz dieses Jabres vereinbarteu Lohntariss verhandtla, haben ten- selben, wie die „,Volks-Ztg.*" mittheilt, eine am Sonnabend abkaufende Frit zur Erledigung der streitigen Punkte gestellt; wenn diese bis dahin nit erfelgt, wollen fe am kommenden Montag die Arbeit nièderlegen (vergl. Nr. 180 d. B.). ;

In Marseille sind, nah einer Melyung des „W. T. B." vom gestrigen Tage, infolge des dortigen Ausstandes der Hafen- und Dodarbeiter (verg!. Nr. 191 d. VI.) 5000 Mann beshästigungs- los; 2500 Kohlensc;lepper sind hierbei nicht eingerehnet.

<emis<e Erzeugnisse.

Literatur.

F. F. Weltgeshi<te. Unter Mitarbeit hervorragender Fach» gelehrten herausgegeben von Dr. Hans F. Helmolt, Dritter Band, erste Hälfte. Leipzig und Wien, Verlag des Biblio- graphishen Instituts. 388 S. Pr. 4 (G Der dritte Band der Helmolt’<hen Weltgeschihte behandelt in ver hier vor- liegenden erften Hälste West-Asien, und zwar in folgenden zwei Theilen: Das alte West-Asien, von Dr. Hugo Win>ler, und West- Asien im Zeichen des Jélams, ron Dr. Heinri<h Schurß. An Fie Spitze der Betrabtung des ersten Theils sind die semitishen Reiche Bak ylonien und Affsyrien gestellt; daran {ließen si< Eiam (das un die Stadt Susa gelegene Hocdla1d), Syrien und Armenien ; danach folgt der Abschnitt über Medien und die Perser, die beiden Völker, mit denen das tndogermanishe Element in die Geschichte eintritt. Ferner werden Phönikien, Karthago, Iérael und Arabien vor dem Salm in befonderen Abschnitten bebandelt. Die wichtizsten Kapitel \<ließen mit kulturgesh<tliden Nü>- und Ausbli>-n, aus denen der Leser eine werthvolle Bereicherung seiner allgemeinen Bildung gewinnen kann. Von den bleibenden Schöpfungen der Bakbylonier heißt es: „Die Batylonier sind die Lehrneister des flassiihen Alterihums in Bezug aur das Kalenderwefen gewefen: ihre Fahres-, Monats-, Wocheneintheilung haben wir nod) jet. Die Bezeichnung der sieben Wochentage nah den Göttern, die den delden ¿roßen Gesticuen und den füuf thnen bekannten Planeten entsprechen, ist ebenso bis auf unsere Tage gekemmen wie die Eintheilung d-s Tages in 12 Doppelstunden, die wir no< auf dem Zifferblatt unserer Uhr finden.“ U-ber die assycise Kunst wird folgendes bemerfent- werthe Urtheil gefällt: „Das Ahnen und Hiasteuern auf ein Schôn- heitsideal is aufgegeben worden zu Gunften eines steifen, nur eine genaue Kopie der Aeußerlichkeiten erstrebenden Kunsthandwerks. Man möchte das um so mehr als ein Erzeugniß semitischer Art anfeben, als si< derselte Geist in allem, was wir von femitishem Wesen kennen, aussprid;t. Es ist der vollkommene Mangel an der Phantasie, die von einer i<ôneren Welt zu träumen vermaz. Der Semit ist etn _Kind geblieben, dessen Vorstellung in der maßlosen Häufung materiellen Genusses das Höchste erbli>t und von der geistigen Besriedigung, den Herrlichkeit-n des Lebens in einer anderen, {hönerea W:lt nichts abnt. Die Urfacße, warum die assyris<-babylonis<he Kunst trog aller Feinheit der Technik nie zu einer Fdealisierung fort|hreiten konnte, hat man darin zu finden geg!aubt, daß fie uicht den na>ten menf<li<2n Körper zum Gegenstande gzenomm-n habe. Das ist von vocnherein nicht ganz rihtig; es ist umgekehrt semitisher Geist, der sich, darin audipricht, daß er im na>ten mens{lihen Körper etwas Niedriges erbli>c. Aud das ist wieder eine Bethätigung unreifen, kindlihen Geistes, üser den sih der Semit auch in ver Theorie niemals erhoben hat. Dre Hzrr- lihkeit dieser Welt kommt zum äußeren Ausdru>k in dem WBehaängen mit kostbaren Stoffen: über diese Welt vermag sih seine Phantasiz nicht zu erheben; darum stellt er seine SgHörheitstdeal: mit unendlich feiner Wiedergabe der Kostbarkeit des Gewandes dar.“ Bon dem Sudenthum heßt es, es habe si erst in der babyloni]<:n Gefangen- {haft entwideli; sein Träger set eine eng zusammenßaiteade reltgiôse Sekte inmitten einer großen, ihm fremdartigea und von ihm als fremd an- geschenen Bevölkerung. „Eine politische G: |hichte des Judzuthuins ha1 es nie gegeben. Eine Geschichte des Judenthums gehört der inneren Ent- widelung8gehihte der gesammten Kultucstaaten, ja sogar aller im Be- reiche der westlichen Kultur liegenden Völker, von oer Pec]erzeit bts auf die Feytzeit an; der Zweig des Judenthums, der nach der Rücktehr aus der babvylonishen Gefangenschaft seine Jocale im gelobten Lande zu erreichen hoffte, har bei weitem nicht die entshzidende Rolle darin ge- spielt und si< nur dur jene halten können. Als Heimath der Semiten wird Araktien bezeichnet; von dem Zusammenhang der Natur des Lantes mit der Deukweise setner Bervobuec wird folgendes Bild entworfer: „Arabizn bat den semitis<en Völkern seinen Stempel fest aufgedrü>t; alles, was uns als kennze:hnendes Merk nal femitishen Geistes erscheint, ergiebt si< ungezwungen - als Gebthetl der altea Heimath. Die öde Ge'stestücre, der voukommene Mangel au Phantasie erklären si leiht bei Völkern, deren Eigenart si in eude losen Wüsten, auf kahlen Gebicgshöhen entwi>-lt hat; ôde wi: die Wütite ift sen.itishes Denkea immer gedliebea,. Dazegen stählen_die- selben Er|hetnungen zum Kampf ums Dasein. Bedücfnißlos ist dec Soha der Wüste und tn Beweglichkeit dem Bewohner ge}egneterer Landstriche tu unglaublihcr Weise überlegen. Die G-fahren der Wüste \chärfen seine Sinne, indem fi: tha zwingen, unker unablässigen Mühen sich das nothdürftig zu verschaffen, was dem Bewohner fruchtbaren Landes

bst zufällt. j an S une für den Kampf ums Dasein: als klare Köpfe in Bezug

Völker erwiesen, deren Ur|prung wir in Arabien suchten.

Regt die Wüste vie Phantasie niht an, so \<ärft

auf alles, was der materielle Vortheil erheisht, haben ih o

wohner, in glü>liheren Gebieten- nah Beute zu suchen, fo ist es ein Kennzeichen aller Semiten, daß sie die Kulturecrungeaschaften Anderer. an si rissen, sie zu ihrem Vortheile zu verwenden verstznden, aber in der2zn Weirerbildung nie Wesentithes geleistet haben. innere Natur is dem Semiten auth beim Leben in dec Kultur ge- blieben, fo sehr sh auÿh die physih2 B-shaffeahet der Rasse doct geändert hat. Denn den physishen Typus des Semiten müssen wir in dem Zügen

n erscheinenden, wiz ihn der Assyrer in seinen Denkmälern / Der zweite Theil, West-Asien im Zeichen des JIslams, enthält folgende fieben Huuptabschnitte: Mohammed und die Eatsteyung des Jzlams, W st-Asien bis zum Beginn des Kalifats; Die arabis<he.n Eroberun,ea und das Kalifat; Die Abza'siden un9 der Niedergang des Kalifats; Perfien zur t Syrien und die Kreuzfahrer, neuerer Zeit. 1g 1 allgemeinen Betrachtuagen,“ tn denen das Ergebniß der wissznschast- lien ForiMun,j Rückblid : ho gangs alter und glänzender Kultur, das West-Asien dem Beschauec bietet; eine unermeßli<h2 Arbeit wird nöthig sein, das Zecstöcte zu erneuern, die verödeten Gefilde wieder wohnbar zu machen und das Volk für geistigen und roirthschaftlihen Ausshwung zu gewinnen. Nur Europa kann hier der Lehrmeister seia und einea Lheil der Dankevschuld die alten erit jegt die Ysizn ; i nihtzsagend die Stell 1ng diejes Gebiets den Ländern aktiver Kultur- arbeit gegenüver peworden ift, und wel<hes Hinderniß gleichzeitig der

Diese

sehnizen Arab2r mit seinea s<harfgeshaittenca, kühaea

erbli>den, ni<t in dem uns gewöhnli<h als jemi- heutige Jude ‘oder der

so s<arf ausgeprägt zeigt.“

Ghaznawiden, Die S-ldshufen ; Die Mongolenzeit; Wst. Aftzn in Auch in diesem Theie gipfelt die Darlegung tn

Kalifenzeit, Die

da g.lezt wird. Den Swhuß bildet folgender „S8 ift 1,as RNi-sengyemälde eines hoffnuzgslofen Unter-

Erbschaft, die ihm haben. Daß sih Kulturoö{ker West - hon, wie völlig

abtragen für die Üübzrreie West - Asiens überlicfert Blicke der europäischen beginnen, bewetit allein

Völker

zuzuwenden

starrcw2zdene Islam allen Verjuchen entgegenstellt, au<h nur die Gestaveziänder des Mittelmeers der westäihen Gesittung zurüd- zugewinnen. Aber d.r Umichwoung hat bereits begennen. Der Kanal von Suez hat den Welthandel wieder in feine alte Gahn dur< das Nothe Meer geleitet, und son fiad es europäi{he Dampfer, die aus SFadien und Paisien die Pilger nah Mekka bringen. Von ua- endlih größerer Bedcuiung tür West Asien aber wird es setn, wenn erst der alte uavergleichzlihe Handelöwey vom' Persischen Golf naÿ den Häfen Syciens dur< Ervauzng einer Bahnlinie neu ershlossen sein und gleichzeitig voa Konftantinopel aus dur Kleinasien der S<ienenstrang dea Euphrat erretcht haben wird. Dann wird ein neues Blatt in der G. schichte West-Asiens beginnen, und wie einftmals sizgt dann wieder der Ackecbau über den Nomaden, tas Schaffen uber bie Zerstörung Auch dieser Band is mit farbigen Kaiten und Tafeln in Farbeadru>, Holz‘hnitt und Actßunz aufs reichste aus- gestattet.

Land- und Forftwirthschaft.

Erntieaussihten und Produktenhandel in Süd-IJtalien und Siztlien.

Der Kaiserliche General - Konjul in Neapel berichtet untec dem 3. d. M. Folgendes: O :

Nah den voa der hüsigen landwirthschaftlichen Fachpresse mits- getheilten vorläufigen Ermiutelungen hätte die dieejährige Weizen - ernte in ganz Jtalien 435 Millionen Hektoliter ergeben und somit 5 Millionen H-krolitec weniger als im Vocjahre. In Sizilien wurde eiae gute Mittelernte, tn Süo-Jtalien dagegen nur eine kärglihe Ernte erziclt. Die ta dieser Bezichung schon früher gehegtea Befürchtungen, fernec die’ hinsichtlih der Ernteergebnisse in den ojsteuropäischen - und üversee!sWen Produktions!äadern bis tn die neueste Zeit hinein bercs<ende Ungewißheit, die Verspätung der Ecnte im rizenen Lande, fowie endlich die Hausse-Sp.kulation des lokalen Kocnhandels hatten bier zu Lande schon fraher wesentlih höhere Preisnotierungen zur Folge gebabt, ale 2us Ober-Jtalien gemeid-t wurden, und neuerdings befestig? sich die feiende Tendenz der Preise no< mehr.

So giit z Z. ver,olflt: :

Neapel Bari Messina Palermo Hartweizen 28,75-—29,25 29,11—29,49 29,50—31,00 29,49—29,88 Weichweizen 26,25—26,75 27,75 —28,14 25,00—27,00 26,31 —27,20.

Demgemäß notreren die Véetlpreise für Nr. 1: 42—42,50 Lire; Nr. 2: 41— 41,50 Lire; Nr. 3: 39—39,50 Lice.

Mais verspricht allenthalben einen sehr reihlihen Ernteertrag ; dieses hier vielfa als Volksnahrung und zur Brotbereitung dienende Surrogat wird, bei den jeßigen billigen Preifen von 14,50 Lie für 100 kg, ausgleihßend wirken.

Die Einfuhr von Weizenkorn betrug während der ecsten 6 Monate d. I. für garz Italien 333 585 Tonnen gegen 266 102 Tonnen im Vorjahr; die Maiseiufuhr 35 495 gegen 143 710 im Vorjahr.

Die Reben haben seit der leßten Berichterstattung") durch das starke Umwsihgreifen der Peronospora in ganz Süd-Italien und Sizilien sehr gelitten. Eine von der Handelskammer in Lecce ycre anftaltete viundfrage hat ergeben, daß man in Sizilien nur F und im übrigen Süd-Jtalien nur F Durchschnittsernte wird erwarten dürfen. Infolze dess:n erzielen alte Weine neuerdings bts zu 30 9/0 höôvere Preise.

t in estigen î : N M a Nate weiden in Sizilien wie au< in Apulien nur geringe Erträg: liefern. Bei s{windenden Vorräthen notiert der Markt zuc Zeit jo hohe Preise, wie solhe seit 25 Jahren niht mehr vorye» kommen sind, o ¿. B. in Palermo 249—251 Lire nah Ortsgebrauch.

Nüjfe und Pistazien sllea eine nur mäßige Ernte tun Aus- ht, dagegen rerjpri<ht Samach für dieses Jahr cine trefflih? Qualität. : L ; L

Hanf. Die Ernte, welche bereits geschnitten zur Troknang lieg?!, tellt zem Vainehmen na eine gute Mittelernte dar. )

Senfjaat hat in Sizilien dur< unzeitige Niedershläge gelitten ; in Apulien re<net man auf ein Ergebniß von etwa 10 000 15 000 Ballen gegen nur 4000 Ballen im Vorjahre, fürchtet aber für die Qualität, weil au dort ftarke Niedershläge Schaden anyerictet aben. i | / Die Orangenbäume stehen meistens gut; leider läßt ih hin- sihtlih der Zitronen nicht dasselbe sagen; die neue Ecnte wird der alten kcinesfalls Ss fein. Sommerzitronen nozieren 30 bis 33 Lire für 100 Stü.

Seivsenzuct. Vie Kokonerate ift sowohl in Sizilien, wie in Cafabrien und Campanien in Bezug auf Menge gut ausgefallen, j2edo< befriedigt das Ergebniß an Seide beim Spinnen nichr. Die Pceite slad daher von dem an}ehnlihen Sag von Lice 4,00—410 auf 3,40—3 50 gewichen ; aber au diese leßteren No1terungen sollen bei dem jeßigen Preisstande der Rohscide kaum einen Nugen lassen.

Halle a. S, 14. August. (W. ) Heute hielt der Allgemeine Verband der deutsche! wirthschaftlichen Genossenschaften hier die erste Haup ammlung des dies- jährizen Genossenscha ftstages ab. Er nahm den Entwurf eines Statuts an, dur we:l<es der Verband eine festere Organisation erhält, verlegte den WVerbandssiß nah Darmstadt und wählte den. Reichstags - Abgeordneten, Geheimen Regierungsrath Haas in Offenbach auf Lebensze;t zum Anwalt und den Oekonomie- ra:h Johannsen in Hannover auf weitere fünf Jahre zum ftellver- 1retenden Anwalt des Verbandes. Alsdann wurde der Bericht üvec tas Ende Juni abgeläufene legte Geschäftsjahr erstattet, in wel hem die Bereitwilligkeit des Verbandes zuc Aufnahme oes NRäiff- eisen’s<en Genossen haltoverbandes in Neuwied und zu einer Union mit den deuts<henGenossenschaften in Dester- reich und der Schw eiz auëgesprohen wurde.

Die Aussihten auf eine befriedigende Delernte be-

wollwaaren, Maschinen, Dampfschiffe, Wollengarn, mehrfach gezwirntes, Im Spezialbandel mit A2aeattniet hat 1899 die Einfuhr

die Wüste nicht selbst Ausreichendes hervor und zwingt ihren Bes

*) Reichs-Anzeiger“ vom 2, Juli 1900,