1900 / 203 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Noch: Roggen.

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16,00 15,50 13,60 14,80 14,30

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13,50 12 90

Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen is}, ein Punkt (.) in den leßten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

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12,00 10,80 11,73

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12,50 13 00

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Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

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Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Ungarn.

Oer vom 20. d. M. datierte Bericht des ungarischen Ackerbau- Ministeriums über den Saaténstand hebt, wie der „Wiener Ztg.“ aus Budapest berichtet wird, die ausgiebigen Niederschläge îm zweiten Drittel des Monats August hervor, welche niht nur auf die des Regens bedürftigen Hackfrüchte wohlthuend gewirkt, sondern auch die Ackerung der Felder ermögliht hätten. Die Druscharbeiten der almfrüchte seien noch nicht ganz beendet, und würden die statistischen usweise über die Ernteergebnifse von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer demnächst veröffentliht werden. Mais versprehe auf den ausgtebigen Regen eine gute Ernte, die Kern- und Kolbenbildung sei im Landes- durchshnitte befriedigend. Die Gartengewächse versprächen etnen be- friedigenden Ertrag. Hülsenfrüchte würfen im Landésdur{schnitte ein utes Erträgniß ab. Die Zuckerrüben entwickelten sh sehr |chöôn, die Biedershläge bätten dieselben schr erfrisht. Die Weiden und Wiesen ständen üppig; der Weinstock habe sich um ein Bedeutendes gebessert.

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Ernte und Getreidehandel in Serbien.

Der Kaiserliche Konsul in Belgrad berihtet unter dem 20. d.*M. Folgendes:

Die noch vor Monatsfrist hier allgemein vertretene An- sicht, daß Serbien in diesem Jahr eine gute Mittelernte haben werde, {eint von Tag zu Tag mehr hinfällig zu werden. Serbten dürfte heuer in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer im Großen und Ganzen nur eine s{chwache Mittelernte zu verzeichnen haben, welhe der vorjährigen um 30 bis 40 9/9 nachsteht. Bedingt ist dieser Ausfall in erster Linie durch den häufigen Regen während der Blüthezeit, sodann aber dur die übermäßig große Hiße in der Reife- zeit, wodurch die Frehtbildung {chädlich beeinflußt wurde, Die jeßigen Regen geben fogar zu der Befürhtung Veranlassung, daß ein Auswachsen des an vielen Stellen noch in Mandeln stehenden Weizens yerursacht werde.

Im Einzelnen is von den Getreidesorten zu sagen, daß der Weizen, dessen Qualität zwis{en 71 und 76 kg per Hektoliter varitert, in diesem Jahre noch 6 bis 79/6 mehr Zusaß (Raden und Wiken) aufweist als im Vorjahre. Der neue Weizen wird jeßt je nah der Qualität mit 1060 bis 12 Dinar per ÖDoppelzentner gekauft, sodaß bei vielen Abschlüssen die Disparität gegen den Budapester Markt 20 Kreuzer und mehr beträgt. Letzteres gilt auch von der Gerste. Diese Hausse auf dem hiesigen Plage erklärt sih aus dem Umstande, daf eine Anzahl von Exporteuren durch arößere Engagements im Auslande die bei {wacher Zufuhr vom Inlande her rapid in die Höhe geshnellten Preise zahlen müssen, gleichviel, ob dieselben konvenieren oder nicht. Es handelt fich nur darum, die abgeschlossenen Quantitäten zu beshaffen.

Der Noggen notiert jeßt, je nah dem Zusay, zwischen 9,50 und 10,50 Din. per Doppelzentner.

Die Gerste ist noch am besten gerathen; häufig sieht man sogar sehr \ckchóne Tranéporte. Sie wird jeßt mit 10,30 bis 10,50 Din. per Doppelzentner gehandelt, während thr Anfangspreis 9 Din. war.

Der Hafer hat durh die Regen weniger gelitten als der Wetzen und Roggen, und es wird das Ernteergebniß hierin um 25 °/o günstiger geshäßt als im Weizen. Sein Tagedpreis shwankt je nah der Farbe zwischen 8,00 und 8,40 Din. per Doppelzenter, welche für Spekulationszwecke gezahlt werden. :

An der Wiederbestellung der Aecker wird bereits nah Möglichkeit gearbeitet. / L

Die Maisfeld-.r entw'ck:ln \ih infolge der für sie günstigen Witterung vorzüglich und verspred,en eine jehr gute Ernte, Selbst dort, wo der Hagel den Maispflanzen Schaden gebraht und wo die Hitze ein Zurückbleiben in der Entwickelung bedingt hatte, ist infolge des Regens eine Erholung der Kulturen zu beobachten.

f Ernteaussichten in Norwegen.

Der Kaiserliche General-Konsul in Christiania berichtet unter dem 18. d. M. Folgendes: |

Die Nathrihten über die Ernte lauten aus den einzelnen Distrikten Norwegens sehr vershieden. In den nördlichen Distrikten wurde in der leßten Zeit über zu viel Regen geklagt, der namertlich das Einbringen des Heus ershwerte. Im Often des Landes sollen hâäufize Sturzregen das Getreide in manchen Gegenden geschädigt haben. Jn der Mehrzahl der Aemter und insbesondere im Westen und Süden des Landes war die Witterung in den leßten Wowen für das Wachsthum der Feldfrüchte günstig, und wird eine gute Ernte erwartet. Die Aussichten für die Heuernte wurden stark übershäßt und wird nach den neueren Nach- rihten kaum eine Mittelernte für das ganze Land zu erwarten sein.

Australien.

Der Kaiserliche General-Konsul in Sydney berihtet unter dem 17. v. Vr. Folgendes:

Die Regierung der Kolonie Queensland bat vor kurzem ein Preivausschreiben erlassen, dur welhes demj-nigen, welcher ein Mittel zur Vertilgung der dort als Unkraut auftretenden Feigendistel (Opunzia vulgaris, englisch Prickly Pear) erfindet, unter den folgenden Bedingungen eine Belohnung von 1000 Pfd. Sterl. zugesichert wird: i E

1) Die Bestandtheile des Mittels müssen für Menschen, Vieh und andere Thiere, fowie für den mit der Anwendung desfelben Betrauten unschädlih sein. -

2) Dur) Anwendung des Mittels darf der Boden nicht verdorben oder unfruhtbar gemacht werden :

3) Das Mittel muß billig, sowie leicht und shnell auf ausgedehnten Flächen verwendbar sein. Eia Regenschauer darf tasfelbe nicht un- brauchbar machen. j E L D

4) Die verwendeten Substanzen müssen der Regierung in ihrer Zusammensetzung bekannt gegeben werten. /

5) Das Versuchsfeld muß zum mindesten eine Ausdehnung von 100 Aer (40,47 ha) baben. Die Auswahl des Bodens unterliegt der Begutachtung dec von der Regierung zu diesem Zwecke ernannten Beamten. N i

6) Die Versuche werden unter Aufsicht und Leitung der obigen Regierungsbeamten ausgesühit.

7) Jede Pflanze muß bis auf die Wurzel vernichtet werden, und der Boden muß nach Beendigung der Arbeit zwei Jahre lang vom Wiedererscheinen dieses Unkrauts frei bleiben. :

8) Der Vorzug wird demjenigen Mittel gegeben, das nit mit Wasser vermischt zu werden braucht, sondern mittels eines Zerftäubers auf das Feld gébraht werden kann.

9) Diez Belohnung wird erst gezahlt, nahdem der hierzu befugte Beamte dem Minister gemeldet hat, daß die obigen Bedingungen erfüllt worden ‘jind und daß das Unkraut vollständig und in zufrieden- stellender Weise dur das betreffende Mittel vertilgt worden ist.

Handel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht der Reihsbank vom 23, August 1900 betrug der aesammte Kassenbestand 927 149 000 (1899: 898 748 000, 1898: 921 912 000) M, d. i. der Vorwoche aegen- über mehr: 11446 000 (1899: 17 591 000, 1898: 16 277 000) M Der Metallbestand von 890 044 000 (1899: 859 708 000, 1898: 886 827 000) A allein bat zugenommen um 17 602 000 (1899 um 16455000, 1898 um 19410000) # Der Be- sand an Wechseln von 698186 000 (1899: „799 920 000, 1898 : 630 250 000) A zeigt einen Rückaang um 8103 000 (1899: um 6470000, 188 um 7948 000) M und der Bestand an Lombardforderungen mit 63 821 000 (1899 : 63 825 000, 1898: 85 116 000) A eine Verminderung um 5 313000 (1899 um 9 173 000, 1898 um %586000) « Auf diesen beiden An- lagefonten zusammen ist also ein Abgang um 13 416 000 (1899 um 15 643 000, 1898 um 13534000) „&« erfolgt. Die Position

Ee Aktiva“ weist eine Abnahme von 8628 000 A auf. Auf passiver Seite zeigt der Betrag der umlavfenden Noten mit 1 043 208 000 (1899: 1051 162 000, 1898: 1020259 000) Æ der Vorwoche gegenüber eine folhe um 30335 000 (1899 um 15 999 000, 1898 um 23 164 000) Æ, und die sonstigen täalih fälligen Ver- bindlihkeiten (Giroguthaben) ersheinen mit 532306 000 (1899: 998 599 000, 1898: 504 810 000) A um 17389000 (1899 um 12 402 000, 1898 um 25 005 000) M böber.

Konkurse im Auslande.

Bukowina.

_ Konkurs i} eröffnet über das Vermögen des Uhrmachers Simon Reiner in Wizénihy mittels Beschlusses des K. K. Landeg- gerichts, Abtheilung 1V, in Czernowiß vom 20. Auguft 1900 No. S. 10/900. Provisorisher Konkursmasseverwalter : Advokat Dr. Arthur Stefan Blaukopf in WiZniy. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmasseverwalters) 3. September 1900, Vormittags 9 Uhr. Die Forderungen find bis zum 23. September 1900 bei dem genannten Geriht oder bei dem K. K. Bezicksgeriht in WiZnih an- zumelden; tin ‘der Anmeldung i ein in Wizniß wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter namhaft zu machen. Liquidierungstag- fahrt (Termin zur Feststellung der Ansprüche) 24, September 1900, Vormittags 10 Uhr.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesten. An der Ruhr sind am 25. d. M. gestellt 17 382, nit reckcht- zeitig geftellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 24. d. M. gestellt 6040, nicht reht- zeitig geftellt keine Wagen; am 25. d. M. 5556 bezw. 172 Wagen.

Berlin, 25. August. (Wochenbericht für Stärke, Stärke- fabrikate und Hülsenfrüchte von Max Sabersky, Berlin W.) [a. Kartoffelstärke 19}—19} Æ, la. Kartoffelmehl 19{—19} K, IT. Kartoffelmehßl 16—17 M, euchte Kartoffelstärke (Fracht- yarität Berlin) —,— #4, gelber Syrup 21;7—22 A, Kay.-Syrup 23—23F M6, Ervort 24— 24} M, Kartoffelzuckter gelb 22—22i M, Kartoffelzucker kap. 233—24.,46, Rum-Kuleur 35—36 #4, Bier-Kuleur 34—35 #46, Dextrin gelb u. weiß Ta. 26—27 c, no. sekunda 235—24è 4, Weizenftärke (kleinst.) 35—36 H, (großst.) 37—38 #6, Hallesche und Schlesische 39 —40 (4, Schabestärke 30 31 46, Reisstärke (Strahlen) 49 50 #, »o. (Stüden) 47—48 Æs, Maisstärke Ta, 31—32 M Viktoria - Erbsen 20—24 #, Kocherbsen 18-20 &, grüne Grbsen 18 - 21 #4, Futtererbsen 155—167 #6, inl. weike Bohren 18 20 4, Flachbohnen 19—20 #4, Ungar. Bohnen 17$—18 #, Galiz ruf. Wohnen 16—17 F, große Linsen 34—44 4, mittel do 28--34 #4, tleine do. 22—28 M, weiße Hirse 20 —22 #4, gelber Sent 32— 44 Æ, Hanfkörner 20 —22 #4, Winterrübsen nom. 245 bis 25 M, Winterraps 25 —25} ö, blauer Mohn 45—48 #4, weißer do. 48—52 o, Buchweizen 18— 22 46. WiFcken 15—16 #4, Pferde- bohnea 15 154 „, Mais loko 113—12 #4, Leinsaat 27—29 M, Kümmel 58 —62 M, la. inl. Leinkußen 16{—17 F, do. rufi. do. 16 —-164 6, Ravsfuhen 13{—14 Æ#, Ia. Marseill, Grdnußkuchen 144 —- 15 Æ, La. doppelt gesiebtes Baumwoll - Saatmehl 58 —62 9/0 15-155 M, helle getr. Biertreber 117—12 #, getr, Get-etde- schblempe 14—15 A, Maisschlemve 14—14} 4, Malzkeime 9 bis 9x 4, Rogaentleie 10—10} 4, Weizenkleie 9}3—10 4 (Alles per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 kg.)

Vom rheinisch-westfälishen Eisenmarkt berichtet die „Köln. Ztg.“ : Der hervorstehende Zug des Marktes ist immer noh das Abwarten, wenn auch in der allerleßten Zeit die Anfragen und die Abrufungsaufträge etwas lebhafter geworden sind. Die zweite Hand hat die Vorräthe jedoch bis auf das äußerst mögliche Maß zurüdzeben lassen. In Erzen laufen die Abschlüsse mindestens für das gan e nächste Jahr; die Preise sind im allgemeinen fest, namentli für autländishe Sorten, bei denen die Steigerung der Seefrahten noch besonders in die Wagschale fällt. Nachgegeben haben nur gewisse Sorten von Puddelshlacken, die jeßt wieder unter 20 (A im Herzen des Bezirks zu haben sind. In Roheisen beschränken fich etwa vorkommende Geschäfte auf kleine Zusaßvosten zu vollen Preisen, soweit die Ver- bandswerke in Frage kommen. Der Abruf i im allgemeinen durh- aus genügend, namentlich auch in Gießereieisen. Die Preise stehen im Siegerlande für Spiegeleisen auf 110 4, für weißstrahliges Pudteleisen 90 46, Stahbleisen 92 46, in Westfalen die leßteren 92 bezw. 94 M, gewöhnlihes Puddeleifen 85—86 4, Bessemer Eisen 100 #, Thomaseisen bei mittlerer Frachtlage 89—895 K, Luxemburger Puddelcisen und CThomaseisen O. M. 100fr, Gießereicisen T und Hämatit 102 F, Gießereieisen Il 98 1, Luxemburger II1 88 Æ, englishes III frei Ruhrort 91 A Altzeug ist fortgesezt stärker angeboten, als die Ver- brauher es aufnehmen können. Außerdem kommt zuz+der forstigen Versorgung auch noch Zufahr vvm Auslande, die auf den Markt drückt. Angesichts dieser Verhältnisse und des Bestrebens mancher Händler, si von der Waare zu befreien, müssen die Preise weiter nachgeben. Es wird angeboten: Schmelzeifen herunter bis zu 42 bis 43 M, grober Martin-Kernshrot zu 55—56 M, frische {were Ab- fälle zu 60—61 M1, Schweißeisen-Kernschroi zu 64—65 M, alte Eisen- schienen guter Het!kunft ju 80—81 4, alles frei verbrauchendem Werk im Herzen des Bezirks, In Halbzeug ruht das neue Ge- {äft natürli auch vollständig. Die Abnehmer find vielfa bis Mitte vähsten Jahres gedeckt bezw. darüber hinaus, weil die ge- kauften Mengen weiter reihen, als angenommen war. Die Ver- forgung mit Material ist jeßt durchweg reihlich geworden, und mancher Abnehmer kann cher zurückschieben, als die verschlossenen Mengen voll aufnehmen. Dabei ist der Beschäftigungégrad der Werke noch genügend, dieselben haken außerdem Gelegenhtit, si în anderen Sorten Luft zu mahen und auch der Ausfuhr wieder stärker nahzu- aeben. Die nennweisen Pceise sind bei aünstigster Frahtlage für Thomas-Rohblöcke und s{hwere Brawmmen 125 4, vorgewalzte in den mittleren Maßen 130 4, Knüppel 135 4, Platinen in den üblichen Maßen 139 bis 140 4, Bessemer Sorten 10 4, Siemenê-Martia 15 4 mebr, harte Bessemer Knüvvel besonderer Güte für Werkzeuge, je nah Kohlenstoffgehalt, bis zu 170 und 180 4 In den leßteren Sorten liegen die Preise sehr fest, was mit dem hohen Preiéstande für {chwedishes Material zusammenhängt. In Luppen ist das Geschäft ebenfalls fill und die Preise unregelmäßig. Es wird verlangt für gute _west- fälishe 140—145 4, Siegener geschmiedete und gewalzte 145—155 H, der höhere Preis für festes Gewiht. Auf dem Stabeisen- Markt ist es gzgen die Vorwoche eine Kleinigkeit lebhafter und au das Arbeitsbedürfniß der Werke ist flärker geworden. Zur Ausfuhr werden ftärkere Mengen hereingenommen. Die Preise stehen für Stabeisen und lethteres Formeisen aus Flußeisen auf 180—190 M, der höhere Say für Siemens-Wartin. Die- selben Sorten in Schweißeisen, Handelsqualität, 205 bis 210 M, in besseren 215—230 4, je nah Herstellungsart und Güte. Bei den Bandeisen-Walzwerkea gehen die Abrufungen ungenügend ein, der Beschäftigungsftand ant vielfah zu wünschen, es wird dort in hervorragentem Maße neu hinzukommende Arbeit von Werken weg- genommen, die eigenes Halbzeug besißen. Ebenso geht es au mit den zur Ausfuhr herantretenden Mengen, wobei recht billige Preise berau:kfommen. In Streifen ist der Beschäftigungsstand neuerdings etwas besser geworden, die Abschlüsse laufen durhgehends noŸ auf längere Zeit. Für Siederohrstreifen in Flußeisen wäre zu 180—185 6. Gasröhrenstreifen in Schweißeisen zu 200—205 H anu- zukommen. Die Röhrenwalzwerke haben vor einiger Ztit die Preise wiederum und zwar für Gäsröhren niht unbe- trädhtlih herabgeseßt. Diese Maßnahme hat gleichzeitig dazu geführt, den amerikanishen Wettbewerb abzuwehren. Es #ff zu den ermäßigten Preisen ziemlih gekauft worden und der Beschäftigungs8- grad der Werke in der leyten Zeit wieder besser, bleibt aber hinter dem des vorigen -Jahres erheblich zurück. Jm Trägergesbäft geht cin befriedigender Abruf weiter, und die Beschäftigung der Werke ist, wenn auch geringer als im vorigen Jahre, do immer noch ver-

hältnißmäßig zufriedenst:llend. Etwa vorkommende neue Geschäfte werden in der Regel der zweiten Hand zugewandt, da diese theilweise billiger als die Werke abgiebt uad so einigermaßen die Bauthätizke unterstüßt. Zur Ausfuhr geht fortgeseßt ein nit unbeträhtl Geschäft, welches, was die Preise anbetrifft, in leßter Zeit indessen \{wieriger geworden ist. " Konstruktionteisen wird anhaltend in be- trähtliher Menge abgenommen und auch glatt weiter gekauft zu etwas ermäßigten Preisen. Für Träger und \ch{Gweres Baueisen in Flußeisen bleiben den Werken bei günstigster rahirage 150 bis 155 Æ, bei anderer entsprehend weniger. Für Konstruktionsecisen in den ge- wöhnlich verlangten Sorten 180 bis 182.50 , Universaleisen 177,50 bis 180 4 Das Grobblechgeschäft bleibt ruhig, neue Ab- {chlü}se find selten, abgesehen vom Schiffsbau; dort wird das auf den deutschen Werften auftretende Lrbeitéquantum mit Erfolg gegen das wettbewerbende Ausland hereingenommen. Die Beschäftigung der Werke im Schiffsbaumaterial i} deshalb auch befriedigend, während Kesselmaterial knapp ist. Bei Feinblechen if die Lage der Werke eine verschiedene und der Beschäftigungsftand theilweise knapp. Abrufungen und Anfragen find in der leßten Zeit indessen etwas lebhafter ge- worden. Auf dem Drahtmarkr hat sih S wenig verändert, auch dort zeigt sich in der allerlegten Zeit etwas mehr Leben, was zu neuen Sage führt. Im Inlande is Walzdraht bis Jahres\chluß verkauft, wird befriedigend abgenommen und noch kein Anlaß zu weiter hinaus- gehender Thätigkeit vorhanden; das Auslandgeshäft wird mit ent- sprehenden Opfern lebhafter betrieben. Gezogene Dräkte gehen stellenweise eiwas stärker, die Ausfuhr ift aber au) da mit wenig befriedigenden Preisen verbunden. Das Stistegeshäft im Inlande hat ebenfalls zeitweise. vollständig geruht, die Käufer müssen aber mit eingetretener Er- \{öpfung ihrer Vorräthe wieder herauskommen; im Auslandgeschäft ist es etwas lebendiger geworden und weitere Arbeit im \{ärfsten Wettbewerb mit Amerika hereingenommen. Der nennweise Fnland- preis für gewöhnlihen Flußeisenwalzdraht mit 183 bis 185 4, je nah Abschlußmenge, is nit verändert, aewöhnlicher gezogener Fluß eisendraht kostet 195 bis 200, Stifte 270 bis 280 M Grundpreis, Walzdraht in Schweißeisen 225 bis 230 K In Eisenbahn- bedarf sind die Werke nah wie vor sehr \tark in Anspruch ge- nommen, niht nur für die Siaatsbestellungen, sondern auhch sür fonstige Verwendungszwecke, ebenso für die Ausfuhr. Die Preise sind kaum verändert, für größere günstige Aufträge dürfte etwas billiger anzukommen sein. Gruben und leihte Feldbahuschienen, sowie - leihte und \chwere Kleinbahnschienen kosten 150—160 #4, Rillenschienen für Straßenbahnen 170—175 A In rollendem Eisenbahn- bedarf if andaueznd sehr ftark zu thun, auch zur Ausfuhr. Die Waggonfabriken haben noch Arbeit von älteren Ausfchreibungen, weitere stehen in Aussicht, desgleihen ein großer Potlen Lokomotiven für die preußischen Staatsbahnen, der die be- treffenden Werke auf weit hinaus mit Arbeit versorgen wird. Die Lâge béi Weide vcrarbeitenden Gewerbe ist nit gleihmäßio, so haben in der Kleincisen-Industrie die Zweige, die vorwiegend die gröberen Sachen für den Eifenbahnbetarf machen, gut zu thun, während die übrigen Zweige theilweise empfindli leiden. Die Maschinenfabriken find noh gut beschäftizt, es fehlt au nit an neuen Aufträgen, bei welhen aber die Preisfrage eine Rolle spielt. Die Gießereibetriebe gehen langsamec, soweit si: mit dem Baugewerbe zusammenhängen, die anderen Zweige haben aber flott zu thun und noh kürzlich erst die Preise entsvrehend den höheren Einstandssäzen für Roheisen heraufgeseßt, die Röhren-Gießereien find andauernd gut beschäftigt

Der Jahresbericht der Großherzoglihen Handels- kammer zu Gießen für 1899 meldet über die in diesem Bezirk besonders wichtige Zigarrenfabrikation, daß dieselbe im Berichts- jahre einen sehr {weren Stand gehabt und das Erträgniß vor allem unter massenhaftem Angebot, das si infolge der Ueberproduktion ein- stellte, sowie unter der s{chlechten BraUtabackernte und den hie:durch hervorcerufenen hohen Preisen für wirk- lih brauhbares Rohmaterial gelitten hat. Außerdem war die Tendenz der Arbeitslöhne eine fortgeseßt steigende, da die Mehrfabrikation in modernen, schwieriger herzuftellenden Façons eine bessere Bezahlung der Arbeit nothwendig zur Folge hatte. Insbesondere machten die immer größer werderden An- sprüche an folhe neuen Façons und elegantere Verpackungen das Ge- {äft zu einem sehr schwierigen. In der Rauhtabackfabrikation werden die Verhältnisse als unverändert bezeichne. Das Pfeifen- rauhen wird mehr und mehr durch die bequewere Att des Ztgarren- und Zigarettenrauchens verèrängt und der Verdienst immer gering» fügiger. Hinsichtlich der Handweberei war der Geschä têgang ein ziemlih befriedigender, jedoch geht dieser Erwerbszweia von Jahr zu Jahr zurück, vornehmlich infolge großen Mangels an Arbeitskräften. Aus der Gegend von Herbstein wird beispielsweise von einer Produktionéabnahme in den legten 14 Jahren um etwa F beritet. Der Geschäftsgang in der mehantischen Weberei und die Nachfcage nah Geweben und Leinen, Baumwollen, Jute u. |. w. waren kbingegen nicht ungünstig. Gegen Gnde tes Jahres gestaltete sih das Geschäft, infolge erheblicher Steigerung der Garnpreise, be- dingt durch die geringe Ernte in Fiahs und Jute, besonders in Rob- leinen, Drellen, Wattierleinen, Sädcken u. \. w. recht lebhaft. Für 1900 wurden namhafte Abschlüsse gemacht, meist allerdings zu den alten niedrigen Preisen. Besonders günstig war in der zweiten Hâlfte tes Berichtsjahrs der Absaß für farbige Tischwäsche. Auf- trâae aus Süd-Amerika, die jedes Jahr fast regelmäßig eintrafen und 1898 ausgeblieben waren, ftelltea si 1899 in doppelter Höhe wieder ein. In all:n Zweigen der Weberei-Jndustrie wirkten jedo störend die hohen Preise sämmtlicher Rohmaterialien, zumal es nicht gelang, diz Vreise der fertigen Waaren mit diesen - höheren Notierungen în Einklang zu bringen.

Breslau, 24. Angust. (W. T. B.) S@luß-Kurse. Schles. 2% L.-Pfdbr. Litt. A. 92,70, Breslauer Diskontobank 107,00, Breslauer Wechslerbank 104,50, Kreditaktien —,—, S@leßiher Bankv. 145,00, Breélauer Spritfabrik 174,00, Donner8mark 223,50, Kattowiger 205,00, Oberschie]. Eis. 131,90, Caro Hegenscheidt Aft. 133,90, Oberschleï. Koks 145,50, Oberschles. P.-Z. 124,75, Opp. Zement 125,50, Giesel Zem. 121,75, L.-Jnd. Kramsta 158,60, Sehlef. Zzméent 155,50, Schl. Zinkh.-A. —,—, Laurahütte 203,25, Bresl. Delfabr. 80,25, Koks Obligat. 95,25, Niederschles. elektr. und Kleinbabn» gelellihaft 56,00, Cellulose Feldmüble Kosel 157,25, Oberschlefische Banf-Aftien 115,00, Emaillierwerke „Silesia“ 150,00, S(les. Elektr.- und Gasçesellshaft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B. 104,00 Sd.

Magdeburg, 25. August. (W. T. B.) Zutckerderi@t. Kornzucker exkl. 88 09/9 Rendement —,—. Nathpiodukte exfl. - 75 9/0 Rendement 9,55—10,10 Rubig. Brotraffinade I. 28.80. Brotraffinade 11. 28,674. Gem. Raffinade mit Faß 2880. Gem. Melis 1. mit Faß 28,30. Rubig. Nodzacker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. August 11,75 Sd. 11,85 Br., pr. September 11,10 Gd., 11.15 Br. tot 9,827 Gd., 9,85 Br., pr. Oktober-Dezember 9,674 Gd, pr. Januar-März 9,774 Gd., 9 824 Br. Rubig. 08 :

Frankfurt a. M., B. August. (W. T. B.) S@lad-Kurte. Lond. Wesel 20,452, Parijer do. 81,30, Wiener do. $4460, 39/0 Reichs. A. 86,40, 3% Hessen v. 9 82,40, Jtaliener 34,00, 3 9/0 port. Anl. 23.70, 5 9/6 amort. Rum. 86.50. 4 2% ruf. Konf. 98.00, 40/0 Russ. 1894 96,50, 49/9 Spanier 72,10, Konv. Türk, —,—, Unif. Eaypter —,—, 59/9 Mexikaner v. 1899 7, i 157,10, Darmstädter 132,00, Diskonto-Komm. 173.30, Dresduer Bamk 145.80, Mitteld. Kredit 109,10, Nationalb, f. D. 131,70, De.» ung. Bank 121,10, Oest. Kreditakt. 05,20, Adler d 161.00 Allg. Elektrizität 220,25, Schuckert 198.00, Höchst. F rbre. 5.0, Bochum Gukst. 186,80, Westeregeln 5,70, Laurahütte 21,50, dombarden KId Mottienitans De, M E lauer Diskontobank 106,90,

Köln, %®. August. (W. T. B) Nbl leo A pr. Oktober 62,00.

Dreéden. 2D. August. (W. T. B) 3% Sä). Neunte Ih, 34 9/0 do Sinatganl. 9.30, Dread. Stadtanl. v. UR Wp deutsche Kred. S Berliner Ban? E Dresd.

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