1904 / 44 p. 14 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

auf diejenigen Orte ausdehnen will, in denen eine Konfession die Mehrheit hat, so entspriht dies nur der Billigkeit. Die Post- verwaltung muß auf die religiösen Bedürfnisse der Mehrheit Rücksicht nehmen. Es muß die religiöfen Empfindungen der Bevölkerung aufs tiefste verleßen, wenn die Post wie an ewdbnlicen Wochentagen den Dienst tut. Namentlich in kleineren Städten und auf dem Lande #ößt man si< daran, wenn die Post allein den Gesamtfeiertag ignoriert. Cs ist au< unbillig, wenn die Postbeamten verhindert nd, thren kirhlihen Pflichten zu genügen. Der Einwand der Ver- Tehrsftörungen ist au< gemaht worden, als es ih seinerzeit um die Durchführung der Sonntagsrube handelte. Heute merkt man nichts von fol<hen Verkehrsstörungen am Sonntage. Jn Württemberg besteht die Einrichtung {hon zu allseitiger Zufriedenheit. Es

liegt der Unterantrag Patzig vor, der vorsieht, daß die Mehrheit eine „überwiegende“ Via soll. Ih halte dies eigent- lich für leinlih, eine Mehrheit ist immer überwiegend,

höchstens könnte man von einer erdrüdenden Mehrheit sprechen. Man weiß niht, wann eine überwiegende Mehrheit vorliegt. Ih möchte bitten, von diesem Zusaß abzusehen. Der Postkarten- verkehr hat sich in der leßten Zeit au< auf Ostern und Pfingsten ausgedehnt, es sind die sogenannten Oster- und Pfingstgrüße. Einige Postämter haben angeordnet, daß diese Karten ni<ht am Sonn- abend, sondern am Sonntag und womögli< zweimal bestellt werden. Das ft do<h ein Unfug, der die Postbeamten unnötig belastet

und ihnen die Sonntagsruhe verkürzt. Die Verwaltung sollte diese Unsitte niht unterstüßen. Die Zulagen für die gehobenen Stellen sollten niht den Charakter einer Remuneration, sondern den einer Stellenzulage haben. Es wird aber die Zuwendung einem Teil der Beamten gewährt, einem anderen niht, obwohl fie denselben Dienst zu tun haben, was z. B. bei den Geldbriefträgern in Cöln der Fall ift. Formell mag ja der Oberpostdirektor die betreffenden Beamten ernennen, aber materiell macht doch der Amtsvorsteher die Sache, und persönlihe Rücksichten sind da nicht zu vermeiden. Es wäre richtiger, die gehobenen Stellen zu beseitigen und allmählich die Gehälter der Beamten zu erhöhen. Keine Kategorie der Postbeamten ist fo s{<le<t gestellt, wie die der Briefträger. -Sie gehören zu den solidesten Leuten, und darum sollte sih ihrer der Staatssekretär be- sonders annehmen und niht immer auf die finanziellen Konsequenzen hinweisen. Die Unterbeamten können mit ihrem jeßigen Gehalt ganz einfah ni<t leben. Die Pagen und Verwalter beklagen sich darüber, . daß sie dur< den Lelegraphendienst am Sonntag von 5 bis 6 Uhr in ihrer Sonntagsruhe gestört werden. Sie meinen, daß dieser Dienst von der nächsten Cisenbahnstation ausgeführt werden könne. Die diesjährige Petition atmete einen gewissen Geist des Vertrauens zu dem Gerechtigkeitsgefühl und dem Wohlwollen des Staatssekretärs. Ich bin fest überzeugt, daß er dies Vertrauen rechtfertigen wird.

Staatssekretär des Neichspostamts Kraetke:

Ich möchte zunächst dem Herrn Vorredner für seine leßten Worte danken und fagen, daß es mi sehr angenehm berührt hat, als Ver- treter der Verwaltung zu hören, daß die Beamten Vertrauen zu mir haben. Ich glaube, sie werden auch alle siher sein, daß, soweit es irgend mögli is, ihre Interessen von mir nachhaltig vertreten werden.

Ih darf dann übergehen zu den Wünschen, die der Herr Vor- redner vorgebraht hat. Zunächst die Postagenten! Jch glaube wohl, daß es möglih sein. wird, bei denjenigen Postagenturen, in deren Nähe fh eine Bahnstation befindet, Erleichterungen eintreten zu lassen. Die Herren wollen aber überzeugt sein: wir haben uns

bei der Fesisezung des Sonntagsdienstes au ganz ernstlich die Frage vorgelegt: geht es nit ein bißchen weit, au< Nachmittags den Telegraphendienst einzurichten? Wir haben aber doc geglaubt, daß wir au an kleineren Orten für- eine Stunde wenigstens dem Publikum Gelegenheit geben, sollen, eilige Sachen zu erledigen. I< bin aber“ gern bereit, Ermittelungen darüber anstellen zu lassen, ob etwa in einzelnen Fällen zu weit gegangen wird.

Der Herr Vorredner kam dann wieder auf die gehobenen Unker- beamten, die er als etwas Abnormes ansah. J<h sagte bereits gestern, daß Unterschiede unter den Unterbeamten nah Maßgabe ihrer Be- shäftigungsweise do<h ebenso gema<ht werden müssen, wie es bei den Beamten des Betriebédienstes geschieht. Wir haben immer Beamte verschiedenster Gattung im Betriebsdienste gehabt, weil die einzelnen Dienstverrihtungen do verschieden und verschieden zu bewerten find daß daher au< andere Anforderungen“ an diejenigen Beamten zu stellen sind, die die feineren Dienstverrihtungen machen. Ih muß nohmals wiederholen : ih verstehe es eigentlih niht, daß diese Bewegung unter den Unterbeamten is, eine Bewegung, die ih nichk für re<t gesund halte; denn die Unterbeamten haben anderseits gerade den Wunsch, auch weiter vorzurüden, und das kann doch nur in der Weise geschehen, daß sh Unterschiede zwischen den Unterbeamten herausbilden.

Ich möchte dann aber au< die Gelegenheit wahrnehmen, um hier öffentlih zu betonen, daß Sie den Amtsvorstehern unre<t tun, wenn Sie irgendwie glauben, daß diese Herren niht ganz vorurteilslos der Frage gegenübertreten. Die meisten von Ihnen aus der Provinz werden die Postdirektoren kennen und wisscn, daß Sonderinteressen bei ihnen niht vorliegen, einen Unterbeamten ungünstiger zu behandeln als den andern. Für die Postdirektoren sind bei den Vorschlägen nur dienstliße Gründe entscheidend. Die Ober- ___ Vostdirekiion prüft, wie ih {hon ausgeführt habe, die einzelnen Vorschläge der Amtsvorsteher und fragt, wenn noch ältere

i Unterbeamten da sind, die nit vorgeschlagen werden, jedesmal an, N M Gründen nicht diese für die gehobene Stelle geeignet „fund. Die Amtsvorsteher würden sh ja selbst das Leben sehr er-

4 Aiveren wenn fie un

1 geeignete Kräfte in Stellen seßen wollt i E E M rindes an Fähigkeiten und an zu stellen fut \ er Herr Vorredner angeführt, daß in Cöln verschiedene ommen haben. Das kann ih nit

kommen, die Geldbriefträ

stellung am Tage, S nur eine zweimalige Be-

. / e anderen Briefträger vier-

fünf-, se<s-, siebenmal ihr Revier abzulaufen haben E

Geldbriefträger haben zwar eine größere Verantwortung infolge ver Auszahlung der Postanweisungen , fie

Kassenausfälle, sodaß sie nach der Richtung etwas besser stehen als die andern. Deshalb wurde bestimmt, daß die Zulage für gewöhnli nux diejenigen Geldbriefträger bekommen follen, die einen ganz besonders verantwortlihen Dienst dur den großen Umfang ter Geldauszah- lungen usw. haben. Die Zulagen haften, wie der Herr Abg. Roeren ausgeführt hat, an der Stelle und niht an der Person.

Was dann die Bestellung der Oster- und Pfingstkarten betrifft, so stehe i< auf dem Standpunkt des Herrn Vorredners, daß diese Karten nit an den Festtagen bestellt werden sollen. Jch habe son bei früherer Gelegenheit ausgeführt, daß Drufachen, welche in großér Zahl vorliegen und wenig Wert haben, ni<ht Sonntags bestellt zu werden brauchen, sondern zu einer weniger belasteten Bestellung zurüd-

gelegt werden können. (Sehr richtig!) Nach dieser Richtung sind Verfügungen bereits ergangen und werden noch ergehen. é

Ich kann dem Herrn Vorredner auch bestätigen, daß ih seine Ansicht bezügli des Falles Saarbrü>en teile. Ich habe telegraphisch angefragt, wie die Sache liegt, als ih gestern davon hörte, und da ist mir heute eine Depesche zugegangen, die bestätigt, daß die Ober- postdirektion in der Tat eingegriffen hat. Der Oberpostdirektor hat noh s<riftli<hen Bericht in Aussicht gestellt, diesen warte ih nur ab, um das Nähere zu erfahren, dann werde ih ihm mitteilen, daß ih das Vorgehen nicht billige. (Bravo! in der Mitte.)

Ich kann weiter dem Herrn Vorredner sagen, daß i< au< nicht so weit gehe wie die Oberpostdirektion in Hamburg bezüglich des be- haupteten Falles, und daß, als ih Kenntnis davon bekommen habe, sofort Remedur eingetreten ist. (Bravo!)

Bevollmächtigter zum Bundesrat, Direktor im Reichspostamt Wittko weist auf die Schwierigkeiten hin, die. mit der von dem Abg. Böller in der leßten Sißung gewünschten vollen Miets- entshädigung an die Unterbeamten verbunden sind. Seine Aus- führungen über die Verseßzungsverhältnisse der Postbeamten und über die Anrehnung der Militärdienstzeit auf das Dienstalter bleiben auf der Journalistentribüne im Zusammenhange unverständlih. Das Tagegeld von 2,50 6 im Verhältnis zu dem der gewöhnlichen Arbeiter von 3 K sei do< auch von dem Gesichtspunkt zu beurteilen, daß die gewöhnlichen Arbeiter für 60 Tage im Jahre überhaupt kein Tagegeld bekommen. Die Postillione hätten {hon seit länger als Jahresfrist sämtlich Regenmäntel erhalten. Nicht nur die Briefträger, sondern sämtlihe Unterbeamten sollten fortan damit ausgestattet werden. Uebrigens gebe es unter den Hilfspostboten 9500 vers heiratete, ein Beweis, daß die Verwaltung ihrer Verheiratung nit die Giuberuisse Hn E B A a

bg. von Gersdor . Ton}.): Der Abg. Fürst Nadziwi hat seine Beshwerden über die Postyerwal L a

tung in einer sehr milden und vornehmen Form vorgetragen, die angenehm abstiht von dem Ton, den seine engeren ada P anzuslagen pflegen. Ec

hat si aber auch gegen die sogenannte Ostmarkenzulage ausge rohen. Für „die Gewährung oder Nicht ewährung dieser M politishe Gründe niht maßgebend sein, sondern man muß d einfach auf den Standpunkt der Gerechtigkeit und Billigkeit stellen. Die Ueberseßzungsstelle in Bromberg, und Posen für polnische Adressen hat Fürst Radziwill selbst als eine Einrichtung hingestellt, die durh die Flut der undeutlichen polnishen Postadressen hervorgerufen war, und hat leßtere gewissermaßen“ als eine Art Demonstration hingestellt. Es ist aber tatsähli<h nur Schikane. Ich stehe auf dem Standpunkte, daß Adressen, auf denen deutsche Ortsnarien (polonisiert sind, na zurückgewiesen werden müssen. Ueber die Zwe>mäßigkeit der Ueber eßungsstellen sind auch in der deutschen Bevölkerung gewisse Bedenken vorhanden, aber aus anderen Gründen; die Deutschen befürchten, daß dur< diese Ueber- seßungsstellen die polnis<hen Adressen sanktioniert und [egalisiert, amtlih als berechtigt anerkanni werden. Solange aber ein besseres Mittel. nicht gefunden ist, um der Flut polnischer unleserlicher Adressen vorzubeugen, müssen wir an den Ueberseßungsstellen festhalten, und ih is n dess ere: a der Zu es Politik in dieser Nichtung eitzuhatien. Zur Resolution Gröber, betreffend die konfessio

Sonntagsruhe, stehen wir ebenso wie der Abe Stone Wonen

Abg. Prinz zu S<hönaich- Carolath (nl.): möchte mit cinem Wort A eung [s eisere voftalishen Me uit . Unjere Postanstalteg erkennen wi - - gezeihüet, je mehr wir die auMändischen raten T étien: mea gen

nur einmal die postalishen Zustände an der italieni jenen in unserem ide d in Verglei E Be Mivlera S ) ts8-

uw weiteren Anstellung weiblicher im Pit ird der etreten ben Mee I Kreise vetblenei R ea ostdienst für den Spreewald, insbesondere die Ausdehnung des elephonishen Betriebes wären sehr wünschenswert, namentlich die E UNLIGS des Dorfes Altzauche. h Abg. D. Stoe>er (wirtsh. Vgg.): Die Beschwerden der Post- unterbeamten über die Verkümmerung ihrer Koalitionsbestrebungen sind au< mir in großem Maße zugegangen. Man weist darauf hin, daß dem deutshen Postunterbeamten verweigert wird, was die Bayern schon haben; man verlangt, daß ein deutsher Verband auf <ristliher Grundlage gestattet wird, dem man das Beschwerde- und Petitionsre<t geben muß; natürlih dürfe das Koalitionsreht nicht zu einem Streikreht ausgedehnt werden. Ih führe diese Stimmen dem Staatssekretär vor, denn es O die Stimmen derer, die niht die Unzufriedenheit \{<üren, sondern an dem beginnenden Kampf gegen die Sozialdemokratie \si< beteiligen wollen. Nicht nur die Zahl der Beamten, sondern au<h die Berührung dieser Männer mit dem gesamten Volk läßt es durchaus wünschenswert erscheinen, daß sie an diesem Ringen um die Gesundheit unseres Volkes mit teilnehmen tfönnen. Auf dem Strie Kongreß waren die bayerishen und ‘württembergishen Postunterbeamten, die unsrigen ni<t. Ich bedauxe, daß sie die Kraft dieser* Bewegung dort niht haben verstärken fönnen. In Broschüren konnte man lesen, daß die Sozialdemokratie bei den Wahlen dur die Unterbeamten verstärkt sei. Jh ae aber nicht, daß sie in großer Anzahl die fozialdemokratishen Truppen verstärkt haben. Aber es ist ungemein wünschenswert, sie dur< eine Organisation zu einer ruppe zu machen, die für das Vaterland einsteht. Der Staatssekretär hat gewiß ein großes Wohlwollen für die Unterbeamten. Diese sind tüchtige, fleißige Männer. Wenn ein fo wohlwollender Chef sich mit bien in Verbindung seßt und mit ihnen verhandelt, so läßt fih ein Verhältnis herstellen: welches allen Teilen zum Vorteile ereiht. So groß ist der Unterschied in den Erfahrungen in reußen und in Süddeutshland doch nicht, daß ein Versu nicht emaht werden sollte, Beamte haben ja kein Koalitionsre<t und onnen es "ni<t haben; Koalitionsreht und Organisationsreht ist aber ein gewaltiger Unterschied, und es ist nit richtig, wenn sie an einer über ganz Deutschland gehenden Organisation ge- hindert werden. Der Staatssekretär wolle mir das nit übel nehmen. Die höheren Beamten und vor allem der Staatssekretär, wenn es sein kann, sollten mit den Beamten zusammentreten und ihnen Gehör geben. Man sollte den Beamten gestatten, Ausschüsse zu wählen, mit denen der Staatssekretär verhandelte, und dur die die höheren, mittleren und unteren Beamten Gehör bei ihm fänden. Wenn die Hundert- tausende von Postbeamten an der sozialen Bewegung, die auf dem

bekommen aber anderseits

Frankfurter Kongreß zum Ausdru> gekommen ist, teilnähmen, so wäre das ein außerordentlicher Fortschritt. Wenn 2 "Verbänden der Post- unterbeamten die Beamten, die ihnen im Dienst vorstehen, angehören, fo ist. jede Gefahr beseitigt. Mit” den Klagen über die Sonntagsruhe Mens ih nicht aufhören, bis das Nasseln der Poslwagen am Sönno s morgen aufgehört hat. Ein Volk kann nur so viel Religiosität e als es Sonntagsruhe hat. Also weg mit der Sonntags- Ie etbe ea! Es muß Pren. Der Satz: Wo ein Wille ist, da U S Weg, gilt au hier. Wir en hierbei Hilfe suchen O i en Gelhäftsleuten. Eine Menge von jüdischen Geschäfts- he audbi E ab, daß man ihnen am Sonnabend die Post- ontag lasen. Unjer Vertebe (tee L2eêndigung auh bis zum dustrieländern England u freigt slärfer als der in den Jn-

parHgesührt ist. Zu den Wi ntreidh, wo die Sonntagsruhe streng

; en, die ih vorbri 3

sondern von 75 zu 75 s gueeerdulagen E Me an 0 ta 00:

Pra genug ¿eis läßt. man es bei einer 10 stündigen g. Kop < (fr. Volksp): Di a

gen Been don Geo ‘io ehen Are Ee Vereinigung hat

l nen Bericht der „Berliner Zeitung“ üb g genom \

er Postunterbeamten ans{loß, di èr die Versammlung

hatte. Wir haben * den Éindru>, pégrr bon Gerlach einberufen

fammlung nur um die Person des bei dieser Ver- darum, diesen neuesten Ste des Überalivmns (09, handelte, nur

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Dieselbe S

errn Naumann zu teil w i ü N enitber Spn A Se erden ließ, dieselbe Abshüttelung war n

Präsident Graf von Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie roten immerfort das Wort Abscbütteloana, das ist kein {höner Ausdru>.) Ebensowenig wie Sie (zu den Sozialdemokraten) von dem sozialliberalen Herra von Gerlah etwas wissen wollen, eben- jens wollen wir von dem Sozialliberalen etwas wissen. J< mache diese Ausführungen in völliger Uebereinstimmung mit meinen politis<hen Parteifreunden. Die Freisinnige Partei hat si< Jahr für Iahr für die Aufbesserung der Postunterbeamten redlih bemüht, eine Aufbesserung wird niht erreiht dur Hezung na< unten, E dur< Ueberzeugung na< oben. Es ist Einmütigkeit hier m Hause zum Ausdru>k feigen gegenüber allen Maßnahmen der Verwaltung, die darau hinausgehen, das Vereins- und Ver- sammlungsreht der Beamten zu \{<mälern. Darin unterschreibe ih alles, was von früheren Rednern au< von Herrn Stoe>er, gesagt ist. Aber von letzterem unterscheide ih mi darin, daß ih eine Ver- einigung der Beamten niht zum politischen Parteikampfe benußen will; i< wünsche vielmehr, daß eine solche Vereinigung ihre eigenen Interessen energis< wahrt und auf ihre ei enen Mitglieder einwirkt. Gerade s den Erlaß von Verboten nad dieser Richtung werden die guten, besonnenen Elemente zurü>gedrängt, und es treten die Elemente in den Vordergrund, die wenig bet ibren Vorgesetzten zu verlieren haben. Am besten wäre es, wenn die Vorgesetzten selbst sich um die Sachen kümmerten und in die Versammlungen gingen, und n D. E Los 4 E ao aufflärend gewirkt wird, nd sollten hier au Anderkrankheiten auftre

ih, daß die Verwaltung dem gegenüber j een? Vene

) e nicht zu nervôs sein wird- Eine Statistik wünschen wir, um uns eine a8

die Herr Broemel im Abaeorbueteuvonn

4 a<prüfung zu ermög- lichen. Es kommt doch auf die Natur déx Beschäfti l 2,20 Stunden, die sih auf die Zeit von 10 Uhr Beh is 6 Ub

is 6 Uhr Morgens verteilen, kommen auf eine ganze Nacht hinaus. Eine völlige Ruhezeit am Sonntag ist niht möglih. Der Eisenbahndienst kann am Sonntag nicht stille stehen, und einen englischen Sonntag wollen wir ni<ht. Die F ptleber sollten den örtlihen ubs Betra Rechnung tragen. În der Gewährung des Erholungsurlaubs herrschen große Verschiedenheiten, die Unzufriedenheit erregen. Gesuhe um außerordentlichen Urlaub in Fällen von Schwindsucht usw. sollten nit in so bureaukratis< langsamer Weise erledigt werden, wie es mehrfach vorgekommen ist. Den Beamten muß Gelegenheit gegeben sein, in ihre Personalakten Einsicht zu nehmen. Das würde die Vor- geseßten veranlassen, vorsichtig in ihrem Betriebe zu sein. Jn Bayern, selbst in Oesterrei besteht {hon die gleiche Einrichtun@ Auf dem Briefpostamt in Berlin war früher die Bereitung warmek Getränke au bei Tage gestattet, wodur< der Biergenuß zurü>- peranae wurde. Jeßt ist diese Vergünstigung auf die Nachtstunden Die Ee porden e Dos e ies n alts bei Tage niht warme n. ofe, " " r

E E die frühere Verfügung wieder he Abg. Dasbach (Zentr.): Das Uebersezungsbureau ist vollständig überflüssig. Ich habe hier einen Brief z den Eribiscof von $ NE in polnischer und deutscher Sprache. Jeder Schuljunge muß wissen, was „Grzbischöfliches Palais“ und „Florian von Stablewsfi“ deuten hat. Man kônnte si

lagen 5 Tage auf dem Ueberse 8b x Schikanierung. Wenn man die A

hôren, sie zu behelligen. lten von dite olen fern gehalten. Die aus dem Auslante. Gibt <9 etn Fn 08 k ische N eberse ü E oneide Mer e Soldaten soliten die Be jünstigungen Winbuhe an Porto würde A taa Pole iu Lelerdern, “bi / S des Reichspostamts Kraetke: Meine Herren! Der Herr Vorredner ä seßungsbureaus bes<äftigt und hat in der E D Utber- über die Bureaus gefällt, insbesondere angeführt, wir bekämeg eil Ausland Briefe, und er hätte nie gelesen, daß wir englische H spanische Ueberseßungsbureaus hätten, wir müßten sie do< an jede 2 Drt haben. Wenn der Herr Vorredner die Güte gehabt hätte nas zusehen, was in den früheren Verhandlungen gesprochen ist so wlirbe er gefunden haben, wie da besonders ausgeführt worden ist daß wir allerdings vom Ausland Briefe mit fremdsprachigen Adressen b ommen, daß das aber einzelne Briefe sind und die Reichspos! e waltung si ohne Schädigung anderer Interessen die Müh postver kann, zu ermitteln, an wen die Briefe geritet sind, und 2 L si< an die Konsulate oder sonstige geeignete ‘Stell E d t um eine Ueberseßzung herbeizuführen. Bei d R bureaus handelt es #< aber um Menge Lee TUGAION Briefen und das verändert die Sachlage polnischen Adressen auf Shikanen v9, sei, dagegen protestiere ih entshiedèn um Shikanen gegen die Poft,

sichtig sein, folhe Behauptung hier vorzutragen. Alle diejenigen, die

deuts s<reiben können, mögen di Briefe angefertigt werden mit N deuts< \{teiben; wenn

zu

t eine

Poien schreiben jett Rbsichtlich

Daß die Behandlung der '9n der Post zurücfzuführen ; es handelt si im Gegenteil er Herr Vorredner sollte vor-

dann weiß ih nit, wozu dag geschieht und polnischer Aufschrift, |

adresse? Sie ist doch ein A ht. Was ist denn die Brief- Beförderung des Briefes aide e deutsche Behörde, B so muß sie in deutscher Sprache ¿ea nn fie ein Auftrag ist, verfügt niht über Beamte, die polnif werden ; gegangen der Herr Vorredner fici sprechen. E E L 0 „um Streit gekommen

nden e ; : S ats e lößlich geglaubt hat, man könne die deutsche Beamte anstellen und bi So zwingen, daß sie nur polnisch spredhende. Das widerspricht unsere G adressierten Briefe befördern müßte- verlangen, daß jeder, d 2 esehen und der Postordnung. Wir können Brief so adressiert, daß Es einen Beförderungsauftrag gibt, den können. Weshalh wird nj en Auftrag au< ohne Mühe ausflihren

Verlangen der Verbindung n Telephon gleiches verlangt ? nichts weiter als cin solcher M einer anderen Person if doch au

iftrag. Da pen n b ; a weiß eben jeder, er pemnmen; aber beim Brief wird es ‘de

niht um Chikane von der Post, sondern Post von polnischer, Seite.

hauptsächlich zu der Resolutio? c C sprechen, Das ift cine R orden ist, und ih glaube, keiner u" bas Militär viel übri, 2298e feindlich gegenüber. Feder hat in diésem Punkte „* darf vorausschi>en, daß die GeldfraW: nichts Neues; die ar ret große ist. Der Vorschlag ist eigentli bereits bestanden u LELUIE Erweiterung der Portofreiheit hat fr vorgekommen in ist abgeschafft worden, weil große Miß râu beraufgestellt haben, 9, Nd au sonst empfinblidhe Ucbelsln® verwaltung lästi „entli war die Kontrolle für die

ist: der Y 9, ohne die ein folhes V ¡ht ausfü etreffende der Briefe E Di E tis muß 4

diese erst : (vorigen, daß es wirlli Briefe sind, die unter die Po

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/ Es ist jahrelang die Vorgänge nicht zu kennen Woher ift nun der Streik

Doch dies nur neh wegen der Portofreiheit e die {on häufiger behand uns fteht eigentli die

/ i wollte

rlah, aber diese Abschüttelung war etwas lau.

die Mark für die Ueberseßung sparen. E e H as 4

? Polen gewinnen will, muß man auf- Bisher hat ih die Postverwaltung, ab- F eberseßungsbureau, von \der Bekämpfung der riefe mit kommen au<h Briefe

"n von polnisch adressierten

denn diese Behörde“ #

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