1904 / 63 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

das Schiksal der aus den Offizieren und 45 Mann bestehenden

Besaßung noh nichts bekannt. Dem Torpedoboote "Nef hitelny“ das Tal vom Feinde umzingelt war, ge- lang es, sih nah Port

rthur durhzushlagen; an Bord ‘gab es zwei Verwundete. ‘Bei der Beschießung von Port Arthur am Donnerstag- vorinittag kamen au< zwei Mechaniker, die auf dem Panzersciff

„Retwisan" arbeiteten, ums Leben. Am 11. März ging das russishe Geshwader wiederum in See; “es wurde nihts vom Keinde bemerkt. Auch am 12. März war alles ruhig. __ Nach einer amtlichen Mitteilung meldet der General Zilinsky: |

Laut Berichten koreanischer Blätter sollen in Sinampo 18 000 Japaner gelandet sein und si auf dem Marsche nah

R entan befinden. In Kengschan (Nordkorea) sollen 500 apaner gelandet sein, und 2000 früher dort eingetroffene Japaner sollen längs der Küste nah Schengjou marschieren. Koreaner, die von den genannten Punkten kommen, widersprehen allerdings den Nachrichten über diese 2500 Japaner. In Port Arthur und in Wladiwostok herrs<t Ruhe. In der ganzen Mandschurei befinden si nirgends japanische Truppen. Jn Nordkorea sind einst- weilen nur kleine feindliche Patrouillen zu bemerken. Einer Meldung des „Standard“ aus Tokio vom 13, d. M hat die russische L dem japa- nischen oten Kreuz dur<h Vermittelung des fran zö- sishen Ministerresidenten in Söul einen E von 2000 Yen überweisen lassen, um dadur ihre Erkenntlichkeit für die Art Ausdru> zu geben, wie die verwundeten russischen Seeleute in Tschemulpo in Pflege genommen worden sind. Jn Tokio wurde, dem „Neutershen Bureau“ zufolge vorgestern cine Kabinettssizung abgehalten, an der auch die „Alten Staatsmänner“ teilnahmen. Jn der Sigzung wurde beschlossen, 50 Millionen Yen dur Aufschiebung öffentlicher Arbeiten und 70 Millionen Yen dur<h Auferlegung einer Kriegssteuer aufzubringen. ; Der Marquis Jto, der dem Kaiser von Korea ein Schreiben seines Kaisers überbringen soll, hat ge tern seine Reise nah Korea angetreten und si zunächst nah Kobe be- eben. Auf dem Bahnhofe, wo bei seiner Abfahrt die Spißen er Militär- und Zivilbehörden ugegen waren, wurden ihm n Sis großen Volksmenge begeisterte Kundgebungen dar- gebracht. Aus Tientsin erfährt das „Reutersche Bureau“, daß im Bezirk der <inesis<-belgis<hen Ba n in der Provinz Yan i ernste Unruhen ausgebrochen seien, die hauptsäch: lichsten in den Städten Tsehan und Lungan im Süden der Provinz. Ein Franzose sei von einem Volkshaufen ergriffen und festgehalten worden, man fürchte für sein Leben. Einem Jtaliener sei es gelungen, sih aus der Menge heraus- ukämpfen. Um das Schi>sal von 20 Ausländern, Ange-

stellten an der Bahn, [e man sehr in Sorge. Ueber den | ehlten Nachrichten, doch heiße es, sie

Ursprung der Unruhen seien dadurch entstanden,

erschossen habe.

daß ein Jtaliener einen Chinesen

Afrika. Der ctwa 12 Meilen nórdli Dampfer „Mortlake“, der na<h Jndien unterwegs ist, an, indem er vorher einen Kanonenschuß abfeuerte. Offiziere begaben sih an Bord des Dampfers ( die Papiere zur S vorlegen. Der Kapitän leistete, wie das „Reutershe Bureau“ meldet, ihrer Aufforderung Folge, ertlärte aber, daß er hierdurch eine Ver die er das Kommando des russischen wortlih mache.

Parlamentarische Nachrichten.

Reichstags und des Hauses der Abgeordneten sih in der Ersten und Zweiten Beilage.

der Staatssekretär des Staatsminister Dr. Graf

von minister, C maler beiwohnten, das Wort der Direktor der Kolonialabteilun Dr. Stuebel: Nach einer telegraphischen Meldung des Leutwein der die militärishen Operationen im afrikanischen Schußzgebiet leitet, stehen im ganzen 5000 Hereros unter den Waffen, und zwar troß der gelieferten efechte immer no< in guten Stellungen auf beiden Seiten der Eisen- bahn. Der Gouverneur Leutwein hält bei dieser Sachlage zur voll- ständigen Niederwerfung des Aufstandes die Ausfendung einer weiteren Verstärkung der Shußtruppe, bestehend aus 800 Reitern und 2 reitenden Batterien für “unerläßlih. Als der Herr Reichskanzler am 18. Januar in diesem Hause eine Erklärung über die Erei nisse in Südwestafrika abgab, bezeichnete er damals die eingeleiteten Maß nahmen als das Mindestmaß dessen, was, foweit die Verhältnisse G damals übersehen ließen, zum Uf der weißen Bevölkerung in der Kolonie und zur Aufre<hterhaltung des Ansehens der deutschen Fla ge nötig war. Die jeyt eingetroffenen Nachrichten lassen erkennen, daß der Gegner so gut bewaffnet, so zahlrei und so gut ‘organisiert ist, daß wir ni<t umhin können, eine Verstärkung der Schußtruppe nal Südwestafrika hinauszusenden. Die verbündeten Regierungen sind der Ansicht, daß zur Wahrung der ‘Würde des Reichs und zur Ver- meidung langwieriger Kämpfe und unnötigen Blutvergießens, nicht minder aber im Hinbli> auf die möglichen ü>wirkungen, welche die Ruhestörungen în einer Kolonie auf den Frieden unserer anderen überseeischen Gebiete ausüben können, nichts versäumt werden darf, was zur raschen, vollständigen Niederwerfung des Aufstands erforderli ist. Keinesfalls könnén die verbündeten Regierungen die Verantwortung für die Folgen übernehmen, die aus der erwe Mau oder au< nur Persbgerung in der Aus\endung der von der militärishen Leitung in den Schußgebieten für unerläßlih erklärten Streitkräfte etwa ergeben könnten. Auch dieses Haus wird die Verantwortung hierfür wohl nit übernehmen wollen. Die verbündeten Regierungen glauben daher au, das Einverständnis dieses Hauses vorausseßen zu dürfen, wenn ohne Verzug die erforder- lien Maßnahmen, die Ausfendung der erwählten Truppenteile, in die Wege geleitet werden. Die Kosten“ diefer neuen a lassen si heute no< nit übersehen. Sobald dies der Fall sein wird, wird diesem Hause eine Vorlage zugehen, in der die nachträglihe Genehmigung dazu erbeten werden wird, Ich darf besonders hierzu bemerken, daß in den wegen des Aufstands in Südwestafrika nötigen Ergänzungsetats für die Rechnungsjahre 1903/04, “die dem Hause demnächst zugehen werden, die Ausgaben für die jegt notwendig werdenden Maßnahmen noch niht berüsictigt werden können. e ; von Ballestrem: Wenn die Vörlage der ver: e O die der Kolonialdirektor eben in Aussicht ge« fon dat, eingegangen sein wird, werden wir auf die Sache zurü>-

nnern,

Generalleutnant von Einem genannt von Noth-

des Auswärtigen Amts ouverneurs südwests

nahm wor Eintritt in die Tagesordnung |

russische Panzerkreuzer „Dmitri Donskoi“ hielt | Me N r Dame den englischen Zwei russische und ließen si<

ögerung erleide, für ' riegs\hifffes verant-

efinden | Fällen die Entscheidung des höchsten Gerichtshofs e j emeiids 4g Prozeß a He Kosten einer In der heutigen (57.) Sißung des Reichstags, welcher | bei der q egounlien des einen l G | neuem beginnen. Posadowsky-Wehner und der preußische Kriegs- |

]| verwaltungsgerihts, versperrt und dadur<

Darauf wird die zweite Beratung des Reihshaushalts- etats Is 1904 im Etat für die Vera lft des cia r 2 fortgeseßt, und zunächst die Abstimmung über den Antrag des Abg. Grafen von Oriola (nl.) auf Be- willigung der gesamten im tat geforderten Verme rung der Unteroffizierstellen wiederholt. Für den Antra stimmen die Deutschkonservativen, die Reichspartei, ein Tei der Wirtschastlichen Vereinigung und die Deutsche Reform- partei sowie die Nationalliberalen und die Freisinnige Ver- einigung; gegen den Antrag das Zentrum mit den Polen und Clsässern, die Freisinnige Volkspartei, die Deutsche Volkspartei und die Sozialdemokraten sowie eine Minderheit der Wirt- schaftlichen Vereinigung. Die Abstimmung bleibt wiederum zweifelhaft; es muß die Auszählung erfolgen. Diese ergibt die Ablehnung des Antrags mit 104 gegen 104 Stimmen.

wird der Antrag Spahn auf Bewilligung vor 650 a Unteroffizieren vom 1. Oktober ab auf ein halbes Jahr mit erhebliher Mehrheit angenommen, indem außer den Nationalliberalen und der Freisinnigen Vereinigung auch ein großer Teil der Rechten für den Antrag des Zentrums Oi von der Kommission vorgeschlagene Resolution: „die verbündeten Regierungen zu ersuchen, im Interesse der heimischen Landwirtschaft dahin zu wirken, daß die Einberufung zu Truppenübungen möglichst niht während der Erntezeit stattfindet. wird fast einstimmig angenommen. Die weiteren Ausgaben des Kapitels Geldverpfle gung der Truppen werden ohne Debatte nah dem Antrage der

Budgetkommission bewilligt. (Schluß des Blattes).

Das Haus der Abgeordneten seßte in der heutigen (41.) Sißung, welcher der Minister des Junern Freiherr von Hammerstein beiwohnte, die zweite Beratung des Staatshaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1904 im Etat des Ministeriums des Jnnern vei den Ausgaben für die Besoldungen fort. :

Abg. Dr. Newoldt (freikons.) verbreitet sich über die Vorbildung der Verwaltungsbeamten. Bevor eine organische Regelung dieser

rage mögli sei, müsse man wenigstens im einzelnen zu bessern uchen. An den jungen Verwaltungsbeamten würden sehr hohe Anforde- rungen gestellt. Er müsse in der Reichsverwaltung, vor allem in der sozialen Geseßgebung, in den Grundzügen der Be Bescheid wissen, die Str@ktur der Verwaltungskörper, der Gemeinden, Kreise, Provinzen kennen, und es sei s<wer, si diese Verkenntnisse in der Turz bemessenen Zeit anzueignen. Der Minister folle die geeigneten Maßregeln treffen, um eine Besserung herbeizuführen.

Bei den Ausgaben für das Statistische Bureau spricht

Abg. Enael brecht (freikons.) den Wuns aus, daß ein neuer Katalog der Bibliothek dieses Bureaus herausgegeben werde.

Unierstaatssekretär von Vischoffshausen fagt Erwägung dieser Frage zu.

u den Ausgaben für das Oberverwaltangsgerit bemerkt

bg. Pallas ke (fonf.): So sehr die Nechtsprehung des Ober- verwaltungsgerihts anzuerkennen ist, fo ist doc der langsaine Geschäfts- gang zu beklagen. Zwischen der Anrufung des Gerichtshofs und dem ersten Verhandlungstermin Eegen S Monate bis 1 Jahr. Schuld daran sind „nicht die Mitglieder des erihtshofs, sondern die Einrichtungen. Einerseits äs der höchste geriht8hof viel zu sehr mit Bagatellsachen belastet. Wegen eines Streitobjekls von 1 muß ein Senat des Gerichtshofs stundenlang verhandeln. Das nimmt den wirkli bedeutsamen Sachen die Zeit. I<h möchte zwar nicht eine Scheidung nach dem Vermögens- wert vorschlagen, aber d eine Scheidung nah Materien, wie es am Anfang der 1880er Jahre geshah. Damals wurde den leidigen Schankkonzessionen die Anrufung der leßten Instanz, des Obers- mit einem Schlage das der Sachen enflastet,

Oberverwaltungsgeriht von einem Vierteil

] und zwar gerade von dem Teil, der fast gar fein re<tli<es Jntere. e | bietet. Das Oberverwaltungsgerti<t felbst n S | Lage sein, weitere Materien, die si< zur Ausscheidung eignen, zu be-

Die Sqchlußberichte über die vorgestrigen el des |

zeihnen. Audrerseits besteht das Uebel darin, daß in den seltensten

zustand zwischen den streitenden Parteien schafft. Wenn in einer ul

i Teils entschieden wird, fkann bei der Zulaffung, der nächsten Schulbank der ganze Prozeß von Abhilfe würde eine Bestimmung wie die der Zivil- Prozeßordnung bieten, nah ber auf Anerkennung bezw. Feststellung des Bestehens oder Nichtbeste Tann. Damit würde einer ganzen Rethe von Prozessen, der Faden abgeschnitten. Durch die Verwirklichung dieses Vorschlags würden nicht nur das Oberverwaltungsgericht, intere Instanzen entlastet. 4 f den Ausgaben für landrätliche Behörden und Aemter richte bg. Wolff-Gorki über die Kommissiorsver andlungen über die landrätlihen Hilfskräfte. ah y E Abg. von Bot>elberg (kons.) betont, da diese Frage so lange „ungelöst bleiben werde, bis sih der Staat entschließe, mit seinen Mittela dafür einzutreten. Der Redner wünscht, daß den älteren Expedienten bei den Landratsämtern etwas mehr entgegengekommen werden möchte. Sie könnten von heute auf morgen an die Luft geseßt werden und besäßen absolut kein Pensionsreht. Etatsmäßig könne man sie nicht anstellen, da sie die neunjährige Vorbereitung zum Supernumerardienst nicht durchgemacht hätten. Die Hilfe müsse also in anderer Weise gefunden werden. Immerhin sei die Erhöhung: des Fonds zur Nemunerierung pon Bureauhilfsarbeitern sehr dankens8wert. Die Dienstunkosten- entshädigung für die Landräte müsse durhaus unzureichend ges nannt werden, zumal “da au die Fuhrkosten, die mit der Zeit immer mehr anges{<wollen seien, hierin enthalten seien. Der Landrat müsse fast dur<weg ein ¿weispänniges Fuhrwerk unter- halten; es sei zu wünschen, daß ex täglih mit seinen Kreis- eingesessenen in unmittelbare Berührung komme. Das Jeßt gewährte ae dede aber die Selbstkosten keineswegs. Es erfülle mit Be- riedigung und Genugtuung, wenn zu konstatieren sei, daß troß der geschilderten Verhältnisse do etwas Tadelnsweites oder Belastendes die 484 Landrâte nicht habe vorgebraht werden Fönnen. Der Abg. Dr. Friedberg werde in dieser Beziehung woh! au seine frühere Kritik abs<wächen müssen. Der preußishe Landrat habe sih< aus der preußischen Verfassung und Verwaltung selbständig entwielt ; der preußische Landrat solle au< heute nit ein bloßer ürBdan 8- posten sein, sondern seine alte Selbständigkeit behalten. Der Minister aber solle erwägen, -ob es -niht wünschenswert sei, den Landräten bei ihren s<wierigen und verantwortungsvollen Stellungen eine entspredende Grhöhung ‘in Rang und Gehalt zuzuwenden. i Abg. Bänsh-Schmidtlein (freikons.) {ließt sih den E Ausführungen des Vorredners vollinhaltli< an. Auch er E s Meinung, daß es für den Staat und den Kreis am besten seh BES der Landrat seinem Kreise E Sn oder dauernd erha t e

; Cts D h d ibwerk, das Eine Entlastung der Amtsvorsteher: von E br jet dringend zu

[ igentlichen Amtsberei 19 üs E ihrem geen é ni t mehr durch die L et der Staatsanwaltschaft in 14 “genommen An Zit selbst sei sein Amt als Amtsvorsteher no< uie zur Last geworden, aber

sei aud) niht- nebenbei Besißer einer Fäbrik oder dergleichen. Troßz- Le d er bezeugen, zes die Zahl der Journalnummern der

Amtsbez rfe be ngstigend anwachse; darunter befänden \sih eine Menge

preußishe Verwaltungs- |

Anzeigea Und Meldungen, die ohne jeden Schaden den Amtsvorstehern abgenommen werden könnten. Es wäre ja sehr zu begrüßen, wenn auf dem vom Vorredner befürworteten Wege eine Entlastung einträte. Diese Entlastung der Amtsvorsteher dur< Uebertragung eines Teils der Geschäfte auf die Gemeindevorsteher herbeizuführen, davor müsse er aber ganz entshieden warnen. E N

Abg. Nielsen (Däne, auf der Tribüne sehr {wer verständlich) führt darüber Klage, daß in Nordshleswig die Nichtbestätigung von Gemeindeorganen ‘an der Tagesordnung sei. Von 133 Gemeindevors steherposten seien 33 kommifssarish beseßt; über die Gründe weshalh der Landrat die Bestätigung versage, erfahre man nihts. Der Redner beshwert sih ferner über überstürzte, planlose Herstellung von Kleinbahnen, die den Kreisen eine Millionenshuldenlast aufbürde, sodann über Mißstände bei der Verwaltung der Kreiésparkassen. Wie es auf politischem Gebiete in Nordschleêwig aussehe, zeigten die Fälle von Beschränkung des Wahlrechts; ein Gemeindeyorstcher fei wegen der Ausübung seines Rechts bei den Reichstagswahlen diszipliniert worden. Bei der Entscheidung von Wahlen dur<h das Los sei dafür geforgt worden, daß das Los für den deutshen Kandidaten entscheide. Die Dänen würden als Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet. j

ierauf nimmt der Minister des Jnnern Freiherr

von Hammerstein das Wort.

(Schluß des Blattes.)

Nr. 10, der „Veröffentlihungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts*, vom 9. März, hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. Desgl. gegen Cholera. Geseßgebung usw. (Deutsches Reich.) Gemeingefährliche Krankheiten. Kleider- und Wäschekonfektion. Arzneitaxen 1904. n Fl: Desinfektion bei Pest. (Reg.-Bez. Münster. Schweineseuchen.

[leisheinfuhr. (Anhalt.) Kurvfuscherei. Heilpersonen. Oesterreich.) Ankylostomiasis. Essigsaure Tonerde. (Luxem- urg ) Schankwirtschaften. Gang der Tierseuchen im Deutschen Reich, 29. Februar. Desgl. in Großbritannicn, 4. Vierteljahr. Desgl den Niederlanden. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuchen. (Preuß. Reg.-Bez. Königsberg, Niederlande, Aegypten.) Verhand- lungen von geseßgebenden Körperschaften. (Deutsches Reich.) Gtat des Gesundheitsamts, 1904. Verhandlungen (Fortseßung). Ver- mischtes. (Großbritannien.) Staatslaboratorium, 1903. (Aegypten) Aerztestellen. Geschenkliste. Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40000 und mehr Einwohnern. Deso gleihen in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. Desgleichen in deutschen Stadt-- und Landbezirken. Witterung. Beilage: Gerichtliche Entscheidungen, betr. den Verkehr mit Nahrungsmitteln 2c. (Tabak, Koch- und Trinkgeschirre, Spielwaren, Fische, Kaviar, Krebse, Sdhlacht- vieh, Fleisch 2c.).

Nr. 21 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, heraus-

egeben im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, vom 12. März, hat Ltienven Inhalt: Amtliches: Runderlaß vom 2. März 1904, be- treffend Bestimmunaen des Krankenversicherungsgeseßes. Dienst nahri<ten. Ni&tamtliches: Die neue Pauluskirhe in Halle a. d. S, Die drei neuen Eastriverbrü>en in New York. (Fortsc ung.) Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für den Neubau etnes. Stadthauses im Anschluß an das Rathäus in Bremen. Vers mmishtes: Wettbewerb um Pläne für eine neue Synagoge in Posen. Von den Bicitaonen in Leipzig. Günstigste Neigung der Dachrähme. Bücherschau.

Statistik und Volkswirtschaft. Die Durhschnittspreise der wihtigsten Lebens- und

1

Futtermittel

‘betrugen im Monat Februar 1904

„Stat. Korr." für 1000 kg: Weizen 162 j im Fêbruar 1903 150) Æ#, Roggen 130 (129 bezw. 133) M, _ Gerste 135 (134 bezw. 137) Æ, Hafer 126 (125 bezw. 138) M, gelbe

in Preußen nah derx (im Januar b. F. 156,

t wird am besten in der |

en Élaren Nechts- |

ens eines Nechtsvechältnisses geklagt werden | | ¡die zum Teil re<t bedeutend J | “Hafer auh die unteren | betragen: in

Es / L v neuen Sculbank geführt | Swrinefleiscb 1,80 (1,31

2,31

‘veränderung sei nicht beabsichtigt.

Erbsen zum Kochen 230 (234 bezw. 244) M, weiße Speiscbohnen 286 s (349 bezw. 360) 4, Eßkartoffeln 56,1 J h 38,6 (39,2 bezw. 43,2) M, Heu 54,1 (54/2 Gezw. 65,9) M, Nindfleis< im Großhandel 1127 (1139 bezto. 1116) ; im Kleinhandel für 1 kg: Nindfleish von der Keule 1,43 43 bezw. 1,40) 6 om Bauche 1,20 (1,22 bezw. 1,18) bezw. 1,46) M, Kalbfleis< 1/43 (17 1,41) é, Hammelfleis{ 1,41 (1,40 bezw. 1,35) M, ins en gezäucherten Spe> 1,53 (1,55 bezw. 1,71) A, Eßbutter 2,29 59) E t S A S e (1,58 bezw. L/(2)/#, Weizenmehl zur Spe reitung 30) s, Roggenmehl 25 (26) S; für 1 S{hoë Eier 4,13 (4,83 bezw. 4,16) M S 7 Die Wezzenpreïse zeigten ini Fébruar d. J. durchweg Erhöhungen, find. Die Preise für Noggen und \ sind dbenfalls etwas gestiegen, während die Gerstenpreise sich micht mennen8vert verändert haben. Die Preiserhöhungen beim Weizen betrage Danzig und Posea 13, in Halle a. S. 10, in Görliß &Straliund, Berlin, Magdebucg und Kiel 8, in Breslau, Neu end Aachen 6, in Königsberg t. Pr, Gleiwiß, Paderborn, Caffel und Ganau ÿ, in Osnabrü>k 4, in Bromberg und Stettin 3, in Koblenz 2 und än Hannover l Die Preise für Nindfleish im Großhandel bewegen fich seit deu Herbst y. F. fortlaufend rüdmwärts. es gilt im allgemeinen auch von den Kleinhandelépreifen für Rind-, S@{weine- und Kalbileisch, ebenso für inländischen Spe> und in- ländishes Schweineschmalz, während Hammelfleis< in leßter Zeit teurer geworden ist.

L bezw. Iändi

Zur Arbeiterbewegung. In Budavest Leshlossen 4000 Schneidergehil Aas HEer, wie „W. T. B.“ meldet, S U aRD.

Kunst und Wissenschaft.

Die în der Kunsthandlung von Amelang, Charlottenbur j Kantstraße 164, veranstaltete Ausstellung des Berliner Bildhauers Ftanz Flaum wird noh bis zum 19. d. M. geöffnet bleiben. Ein neues Werk des Künstlers, ‘eine Shakespearebüste, vervollständigt die Sammlung. Der Eintritt ist wie bisher frei. BEOS

Handel und Gewerbe.

der heutigen Sißung des Zentralausshusses der Rei bar, bemerkte der Vorsißende, Präsident des Meichs- bankdireftoriums, Wirkliche Geheime Nat Dr. Koh im An- {luß an die vorgetragene leßte Wochenübersicht, daß die 1 mit 841 Millionen zwar etwa um 55 Millionen kleiner -als im Vorjahre, das Wechselportefeuille aber um 82 Millionen Ier Tel Der Metallvorrat betrage 14 Mil- lionen mehr als 1903, nämli 934 Millionen, während die fremden Gelder um 53 Mill. s{<wäcer seien Die dur<h den Barvorrat ungede>ten Noten beliefen sih auf 186 Mill, also auf 4 Mill. mehr als im Vorjahre. Gegenwärtig sei zwar eine Erleichterung eingetreten; zum Monats\hluß \iehe indessen zweifellos eine größere Ans\pannung bevor. 4 Privatdiskont am offenen Markt mit 39/; Proz. übérsicios denjenigen von London und Paris. Die fremden Weihsetturie gestatteten keine größeren Goldbewegungen. Eine Dieter\e ReZE: 3 Der Zentralaus\huß war hiermit ohne Debatte einverstanden. Hierauf wurden die big-