1904 / 76 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

S

Statiflik und Volkswirtschaft.

Deutschlands Außenhandel in den Monaten Januar und Februar 1904.

gebenen

L dem vom Kaiserlichen Statistischen Amt soeben herausge- ebruarheft 1904 der „Monatlichen Nachweise über den aus-

P eigen Handel“ betrug in den beiden ersten Monaten dieses Jahres e

infuhr in Tonnen zu 1000 kg: 6415464 gegen 6238869 und 5490077 in den beiden Botighren , daher mehr: 176595 und 925387; die Edelmetalleinfuhr: 168

egen e und 170. e Einfuhrsteigerung, Erden, Erze a der spanischen und Holz (+ 136 545), i wovon das meiste auf Rohbaumwolle trifft), + 11 N

nisse mit e solhen von 118 130 + hervor.

16 eine Abnahme.

97 von 43 Zolltarifnummern

Unter

(4- 238 215) namentli wegen star s{hwedishen Eisenerze und der Baumwolle und Baumwo

zeigen

nes ragen er Zunahme Manganerze, waren (4 17 957, Material- usw. Waren hervor, unter diesen Getreide und andere Landbauerzeug- nem Ausfall von 135 048 t und Kohlen usw. mit einem

ferner

Die Ausfuhr betrug in Tonnen zu 1000 kg: 5 764 505 egen 5 960 184 und 4 862572 in den beiden Vorjahren, daher gegen 903 195 679 weniger und gegen 1902 901 933 mehr; die Edelmetall-

ausfuhr: 48 gegen 72 und 57. 26 von 43 due Ausfuhrzunahme, 17 eine Abnahme auf.

Zolltarifnummern weisen Zugenommen

hat die

usfuhr von Getreide und andern Landbauerzeugnissen (+ 38 808),

besonders Kartoffeln, Hafer, Roggen, pa und

von Weizen, Küchengewächsen, Lein

Stroh.

Cine große Ausfuhrzunahme findet bei irumentón: Maschinen und Fahrzeugen und bei Drogerie-, Apotheker-

Entlastung des Jnlandmarkts waren, namentlîih von Roheisen,

(+ und Farbewaren (+4 12 050). Na hat die Ausfuhr von Eisen und Eisen- Schienen, E>- und Winkeleisen,

Die Ausfuhr aat usw. *ist zurückgegangen. ih ferner

nur no 14 418

Stabeisen, Brudcheisen, Schmiedeeisenplatten und Blechen um 141 252 &

nachgelassen. Starke Ausfälle zeigen no<

Material- usw. Waren

$5 337, hauptsählih wegen verminderten Absapes von Verbrauchs-

zu>er nah O und Koblen

(— 52 391), diese wegen

Abnahme des Ab atzes von Steinkohlen nah Frankreih und Oester-

re Ungarn.

Die deutsche übersecishe Auswanderung im Jahre 1903. Nach den \tatistishen Nachweisungen der jeyt dem Neichétage

agegangenen Berichte über die

1: D deuts

entfallen. Nach einem mehrjährigen 4 wieder in Zunahme begriffen.

uswanderungswesen im Jahre 1903 bezifferte sich di \ en Auswanderer im vergangenen Jahre au onen, sodaß auf 10 000 Köpfe der Gesamtbevölk Rückgang

Tätigkeit der Neichskommifsare für e Zahl der f 36 310 Per- erung 6,2 Auswanderer

ist die Auswanderung

Sie betrug

99 073 = 3,9 auf 10 000 Einwohner

1902 . 1903 36310=6/2

Aus

teiliggnderun wander Weisen

/Viffungehäfen di ‘ifügige Steigerung

e französishen um 162 Personen. ie ist zu ile rius en, daß N

orhergehenden Jahren,

ganderer ta den vorliegenden Uebersichten nsay bleiben mußte, da nicht feststeht, Unmittelbar vor ihrer Auswanderung Deutschen Reiches kamen; es wurde hre Annahme dur Agenten _ einer

ür deuts<e Auswanderer i E so die

onders

Die Häfen Bremen und 2A gebietsteile benu dagegen, was aus ihrer liber und westl Gebietsteilen bevorzugt. der Hauptsahe Auswanderer aus Elsaß-Cothr Das Ziel der Auswanderun insgesamt 36310 deutshen Ue europäis<he Länder. Es nah Großbritannien,

t

den rihtsjahres 856 D D uptstrom der s od Vereinigten Staaten von wanderung sind alle Neichsgebietsteile rovinzen,

osen mit 4906 Personen. vielen die übrigen außereuropäis unbedeutende Rolle. di 1 } nah folgenden außereuropäischen Länderi gus:

32098 = 5,6

An der Zunahmso (von 4212 Auswanderer t über Bremen mit S die Aber oideatis,

e übrigen Häfen ausgenommen Antwerpen, tung h T e Vorjahr um 335 Deutsche vermindert hat

v

aus nur franzö

selsGaft in Frankreich, in der Schweiz und in

t en nördlichen und óstlichen Gebieten. Die

f

1 tergeordneten Bedeutung

reien) ihrer unterg Ra ey

e

ür

au diesmal, Anzahl

die

"De

dégen: 1902 ift die amburg mit 1405 be-

wo die Ab-

als Ein- nur eine um 8301,

französischen

wie in den deutsher Aus- und Tabellen außer daß diese Gebietsteilen

berichtet, daß en Schiffs sterreih, be- n den an der deuts<en Grenze gelegenen Städten erfol te. amburg wurden von Angehörigen aller auptsä<li< allerdin

erl onen des

s von Auswanderern

eographischen La rrtlâct, en Lage er Ueber

1902 Vereinigte Staaten von Amerika 33 649 29211 Britis-Nordamerika E E A AE 480 E Vila C A 693 80 e A L E E R 926 114

Pr e

Australien . 153 235

Betrachtet in dié Auswanderung mit Rüksi re 1903 folgen l die größte Zahl von

der Herkunft, so stellten im Ja Verhältnis zu ihrer Einwohnerza wanderern :

nas Auswanderung war, wie in früheren Ja Ameriká

( erichtet ; weniger als 33 649 find dorthin E a rdesia,

n dieser Aus- L I bellliae E L ts und links des Rheins) beteiligt, am meisten S T AN Ge enüber den Vereinigten Staaten en Bestimmungsländer nur eine Jn den drei leßten Jahren wanderten Deutsche

Häfen wurden von den

Be- nämli< Belgien.

nicht

1901 19 912 49:

402 231 40 99

6 217.

dit auf das Gebiet de Gebietsteile im

Aus-

auf 100 000 Einwohner

osen . . 4961 estpreußen 2663 Daunoer Ss 9518 <leswig- Holstein 1465 s Mb 4 948 ann L e) A E -392 Dei s o R S 64

Bei alleiniger Berüd>sichti und bet absoluten

1903

256 165

94 102 117 201 94 92

e 1902 207

59.

oblen erscheinen

uswanderern :

nachfolgende Gebietsteile mit den meisten veutshen Posen «a « 4961, darunter 2461 weibliche aven r d. N O 1151 Westpreußen 200 C4808 nnover «2018 #4426 éstfalen A e 2ORO S 796 Brandenburg mit Berlin 2082 , 801 Rheinland « « « + + 183 648 Königreih Sachsen . - 1723 „626 Württemberg . -+ - - 1942 „» 662 Sleswig-Holstein . « 1466 BBL

‘teile

n nicht führbar, weil

genau durch

Q j an amerikanis _Gelinblage der Bepölkerung Von nibestand 67 Millionen, Eltern @ M pgevorenen Le « Die eingewan eneration wird auf 26 Millionen ge[<äßt.

en Geshichtsblätter" davon 104

die über lische Häfen beförderten Auswanderer erst vom Ja

einer Untersu<hung von E. Mannhardt im N

über die germanische der Vereinigten Staaten betrug 1900 der Millionen Eingewanderte. 154 Millionen von eingewanderten e Bevölkerung nebst ihrer ersten

Ein Vergleich mit früheren Sahren ist bet den verschiedenen Gebiets-

s

re 1899 an be-

e und

\üd-. vre gingen in

vivet 5 bildeten für 857 von ceauswanderern des wandten

rüdsiWtigt werden konnten, und deshalb die Zahlen iei Wesen und Südwesten des Reichs, soweit sie die Jahre 1887 bis 1898 betreffen, hinter der Wirklichkeit zurü>bleiben. Au<h mußten bei der Unterscheidung der Auswanderer na Reichsteilen 628 im Jahre 1899 über Rotterdam und 33 über Antwerpen beförderte, in den Jahren 1900 bis 1903 die über Rotterdam und Amsterdam gegangenen Personen außer Rehnung bleiben, da ni{ht ermittelt wurde, aus welhen Reichsgebietsteilen sie auswanderten.

Ueber den Beruf der im Jahre 1903 ausgewanderten Deutschen?) gibt folgende Zusammenstellung Auskunft:

Wi die Gebiete

Beruf und Berufs\tellung Mie ee S A. Land- und Forstwirtshaft (au Gärtnerei, Tierzucht, Jagd, Fischerei). 1) Selbständige (Eigentümer, Pächter) | 449 1 450 2) Landwirtschaftliche Ta elöhner, Knechte, Mägde, au sonstige Ge- Vin v n A S 4649| 1350| 5999 3) Nicht erwerbend tätige Angehörige R S L 2391| 47044 709% Summe A. | 7489| 6055] 13 544 B 1. Bergbau, au<h Hütten- und Salinen- wesen. 1) Erwerbstätige . . . « « - + + 755 0.761 2) Nicht erwerbend tätige Angehöriae| 341| 567 908 Summe BI.| 1096| 573] 1669 BITI. e (Gewerbswesen), auh Bau- wesen Î 1) Selbständige (Geschäftsinhaber) . 351 19 370 9) Gehilfen aller Art und Arbeiter in einem bestimmten Industrie- jweige N i fiiteî S boi .} 5673| 1090| 6763 ätige Angehörige 2 E 2 é E g E x a4 1042| 1997| 3039 Summe BII . | 7066| 3106] 10 172 C1. Handelsgewerbe, auh Versicherungs8- gewerbe. _ S 1) Selbständige (Geschäftsinhaber) . 227 H 251 5 O a s r á : À L hörige 1777| 187] 1964 i werbend tätige Angehör - A Uo s N B S 2651 686 951 Summe C1. | 2269| 877} 3146 C11. Gast- und Schankwirtschaft, sonstige Verkehrsgewerbe. L 1) Selbständige (Geschäftsinhaber) . 52 3 55 9) Gehilfen aller Art... . . + + 565 23 588 3) Nicht erwerbend tätige Angehörige L e Gou S 761 177 253 è Summe CII. 693) 203 896 D I. Hüuslihe Dienstboten (niht gewerb- liche; diese sind unter A, BII, CI und 112 eingereiht). 1) Grwerbotalige . . « « « + « 6 148| 2483] 2631 2) Uge te A e vam 50 69 119 Summe DI.| 198| 2562] 2760 DIL. Lohnarbeit we<selnder Art. | 1) Croerbblilige «ede ms S 146 75 221 2) Anaebbrigt E E A 9 67 106 Summe DIL.| 18| 144 827 E. Sogenannte freie Berufsarten, auch öffentliher (Staats- 2c.) Dienst. | 13 Sn S ma S 305 142 447 2) Abri e L o % 34 74 108 t Summe E. 339| 216 555 F. Ohne Beruf und Berufsangabe.? N Selbllänbigë 4 «e 2% S 1588 351 509 D) Angehbrige e u ba A 60) 124 174 Sumtne F. 208| 475 683.

sich die rund 4000 alle - Berufsgruppen <tlid der Beteiligung en Auswanderer in den

Vorstehende Uebersicht läßt erkennen, - da Mehr-Auswanderer des Jahres 1903 fast au verteilen. Die Möglichkeit eines Vergleichs hi

der einzelnen Berufe an der Zahl der deutf

leßten Jahren fir ¿brt die folgende : e Ee die zuleßt n

egebene Ueber ist M auch fie A vollständig, da fi für 960 im Jahre 1902 und für 1881 im Jahre 1901 über Rotterdam aus- gewanderte Deutsche der Beruf gleichfalls nit feststellen ließ.

E 1903 1902 1901

Land- und Forstwirtshaft .. .. . . 13544 11849 7538 Bergbau-, au< Hütten- und Salinenwesen 1669 1 307 Deo Jndustrie (Gewerbewesen), au<h Bauwesen 10172 9355 9 980 Paelaa S au Versicherungsgewerbe 83146 2304 1878

ast- und Schankwirtschaft, fon|\tige Ver-

YehrS ebe a L 896 825 796 E e Dienstboten . . s 2760 2417 2216

ohnarbeit weselnder Art... « _- - 327 600 448 Sogenannte freie Berufsarten, au öffent-

licher (Staats- usw.) Dienst. . 555 472 492 Ohne Beruf und Berufsangabe 683 649 539.

Für Ges<le<t und Alter der deutschen Auswanderer ergibt d, daß an der deutschen Ueberseeauswanderung die männlichen Per- onen in höherem Maße au dié weiblichen beteiligt sind. Von den 19 243 Mralihen n 199 weibl Ges A Do ege l sind Auswanderer standen im Alter von 17 bis 50 Sebr rittel der erbe E Lgaven die S s in Familie und die allein iden nderer w L ; c R es e ly n ! wanderersamilie bestand darnach E M A ais } Aus- N Wiotiatit qua die R Ee He Mudautenuna assen, Angaben cl aud die wanderer statistish zu er- Fatigkeit der Reichskommissare für S A E Je falls gema<t, do< sind die Zahl vanderungswesen gleith- 1903 no< nicht erhältli ahlen für das Berichtsjahr vollständiges Bild. S 48 Ua. E gewähren aber auch kein R En a nefenion Pelrg Lr fe I de Vi Zus tine Scheit düese lichen Begriff „Auswanderer* fielen; sodann M iowanveretn erfol e sen den ehemals deutschen und den fremden Familienstand Beraf v Zus müssen Angaben über Geschlecht, Alter, oder «gebiet der Rü>wanderunq aemoht, werben Belsduitters ber ca] bezügli PetitisWe Er thungen Ubdta noŸ nit por. Ave, ommenden statistischen Aemter in Hambur ) nd Bremen bie Ver- zeichnisse, die zur Zeit über die na Deut [land reisenden Schiffs- Passagiere über See „geführt E E pieser Art nicht nt. M

i n k Res in der Eine V Berliner Droschkenkut|<er, 150 Fuhrhöfe Lurch hre Vertrauensleute vertreten waren, faßte, wie

iht

2) 2568 über Rotterdam gegangen Personen konnten hier n Beruf bezw. Geschlecht fehlten. naue Se werden wen E E her Ten reisten, lag eine

Andabe über Familienzugehörigkeit und Familienstand nit vor,

Ander-_

die „Voß. Ztg.“ mitteilt, zu den Zugeständnifsen der Fuhrberren, „dén alten Lohn und bei einer Einnahme von 14 4 einen täglichen Grüund- lohn von 2 # zahlen zu wollen“, folgenden Bes<luß: „Die Ver- sammlung erklärt, daß eine Mens mit den Fuhrherren nur dann mögli it, wenn sie sih bereit erklären, einen Lohn von 1,50 A und % v. H. der Einnahme, bei einer Einnahme von 10 #4 und darüber 150 M und 30 v. H. der Grundeinnahme zu zahlen. Die Sélichtungsfommission wird beauftragt, dies den Fuhrherren zu unterbreiten.“ Neue Kämpfe inen, demselben Blatte wae e, in der hiesigen Metallwarenindustrie bevor- zustehen. Auf Anweisung des Deutschen Metallarbeiter- verbandes haben die Arbeiter der Metallgießerei von L. Knoll, Linienstraße 155, ihrem Arbeitgeber den Entwurf einer von der hiesigen Ortsverwaltung des Verbands ausgearbeiteten Vereinbarung zur Ünterschrift vorgelegt. Dieser Entwurf enthält in der auptsache wieder dieselben Forderungen, deren Ablehnung den Aus- tand im Herbst v. I. herbeigeführt hat. Da die Annahme dieser orderungen au jetzt verweigert wurde, haben die Arbeiter der ge- Firma am 21. d. M. die Arbeit niedergelegt. Ste sind bisher obwohl in späteren Verhandlungen, wel<e die Firma mit dem Lohnausshuß ihrec eigenen Arbeiter unter Aus- schaltung des Verbandsbevollmächtigten führte, eine Lohnerhöhun und einzelne andere Forderungen bewilligt wurden. Au der Vorftan der Vereinigung Berliner Metallwarenfabrikanten, an den die Firma Knoll als Mitglied fi< gewendet / hat getreu seinem Grundprinzip eine Verhandlung mit dem Metall- arbeiterverbande E und den Beschluß gefaßt, si ihres Mitglieds mit volliter Energie anzunehmen. Nach den infolge des lezten Ausstandes ergänzten Saßungen find, sofern der Ausstand nit binnen drei Wochen beendet ist, sämtliche der Vereinigung angehörenden abrikanten verpflichtet, zunächst 10 v. H. und in der Folge - weitere eile ihres Arbeiterbestandes zu entlassen.

In Elberfeld beschloß, wie die „Köln Ztg." erfährt, der Verband christliher Maler- und Anstreichergehilfen, in Gemeinschaft mit der freien (sozialdemokratishen) Organisation in eine Lohnbewegung einzutreten. Die Gehilfen erstreben einen Stundenlohn von mindestens 45 H und einen zehnstlündigen Arbeitstag.

Aus Roubaix wird dem „W. T. B.“ von gestern telegraphiert : Die Zahl der Fabriken, in denen wegen Ausstands der Weberei- arbeiter (vgl. Nr. 75 d. Bl.) die Arbeit eingestellt ist, beträgt jeßt 40. Die Zahl der Ausständigen beläuft si< auf 4000. Trupps von Streikenden in den Straßen werden von der Polizei alsbald aus- einander getrieben. Im Laufe des Nachmittags kam es u einem Husamment obe zwischen Es und einer berittenen Truppenabteilung. Erstere versuchten, den Weg mittels umgestürzter Wagen zu versperren. Die “Truppen gingen vor und verwundeten mehrere Personen.

nannten im Ausstande verblieben,

Berichtigung. In dem in Nr. 75 des „Reih2- und Staats- anzeigers* vom 28. d. M. veröffentlichten Artikel über den Verkehr an den wichtigsten Punkten der deutshen Wasserstraßen in den Jahren 1872 bis 1902 muß es in an 2, Zeile 9 und 10 heißen:

„es kamen daselbs (in Mannheim) zu Berg an 3450 009 &

Gr S 000 t) und zu Tal 237 009 & gegeäüber 202000 t im ahre P

Kunst und Wissenschaft.

Eine merkwürdige Entde>ung hat Herr Boni dieser Tage auf dem Forum in Rom gemacht. Jn dem großen Fundament, das 3 bis 4 m unter das Forumspflaster hinabreiht und nah Bonis Sn die kolossale NReiterstatue des Domitian getragen haben soll, fand si< genau în der ostwestlichen Längsaxe, am Ostende, etwa 2 m unter der Oberfläche des Fundaments, eine in dieses ein- geschlossene Steinkiste. Als der etwa 3 bis 4 Fuß im Quadrat messende und fgst fußdi>e De>kelstein abgehoben wurde, fand man im Wasser, der die quadratische Leo ausfüllte, fünf Ton-

efäße: eine große rottonige, bauchige, henfellose Urne in der Mitte, erum drei kleinere s<warze sogenannte Buccherovasen und ein (eines, mit rôtlichen Streifen auf gelbem Grund bemaltes Shdöpf- géb Alle gehören, soweit nah dem Augenschein bei einigen Metern tand urteilen läßt, wo; ten in Rom und rien öfters gefundenen Arten des nten bis ata n underts v. Chr. an. Die ganze Kiste kann man kaum umhin, für ein in das Fundament eingesenktes Gründungsdokument zu J B den err indessen, daß die Vasen über ein halbes Jahrtausend älter f das Fundament, das jedenfalls der Kaiserzeit angehört. er war am tande der größten Vase nur ein Stü> Rohgold, dessen genauere Herkunst den Mineralogen zu bestimmen bleibt, aufgelesen worden; man vertröstete a mit der Hoffnung, im Schlamme, der sih in den Gefäßen niederges<hlagen hatte, Münzen zu finden. Als man jedo heute in Gegenwart des Königs den Inhalt der Gefäße untersuchte, fand dis im Schlamme nichts weiter: man durh die so alten Gefäße spätere Zeiten über das Alter des auf dem Fundament errichteten Denkmals hätte täuschen wollen, ist undenkbar: mußte man do darauf re<hnen, daß dieses, wie es ja röômishe Monumente tun, seine Zeit selbst aus\präche. Also wurden wohl die Vasen beim Ausshachten des Bodens für das Fun- dament gefunden, wo sie vor langen Zeiten, sei es als Grabaus- stattung, sei es als Weihegaben nahe bei dem oquus Domitiani war der lacus Curtius und unweit des Fundaments muß au< der ing Feigenbaum gestanden haben —, niedergelegt waren. Indem man die Vasen dem neuen Denkmal einverleibte, wollte man also, wie es scheint, dur< eine Art von Pietät die Gegenwart mit längstver- gangener Vorzeit verbinden. P.

Land- und Forfttvirtschaft.

Die Beschi>ung der 18. Wanderausstell un der Deutschen Landwirtshafts-Gesellschaft in Dante

Die 18. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesells schaft, die in der Zeit vom 9. bis 14. Juni in ep bs fette wird in der Tierabteilung mit insgesamt 367 Pferden, 632 Rindern, 962 Schafen, 553 Schweinen und 89 Ziegen beshi>t sein. Der weitaus größte Teil der Pferde, Rinder und Schafe, die zur Aus- stellung kommen, stammt aus Ostelbien; bei den Schweinen ellt fih (os das Verhältnis so, daß nur 243 aus Ostelbien und 310 aus

Vie T he Pferd pri e : e Zal er Pferde entspricht , einer Durchschnittsausftellung, jedo< wird die Abteilung der Arbeitspferde verhältnismäßig D mit 60 Thieren, bes<i>t werden, die zumeist dem Osten ands angehören. Aber au< das rheinish-belgishe Pferd wird hier ver-

treten sein. Von den Reit- und Wagenpferden, die in Danzig A

a E i L legroig-Do Hjicio und D E reußen, olgen dann i Uu , Nemonten, La e E un Ai r eshâler werden n en.

Unter den Rindern werden entspre<hend der Lage des Ausstellungs- ortes Cor legeAb S und e warzbunte A Ma stellung kommen. Auf Ostelb| ollen fa A I ix Leben 100 t. Ost- und W en einen g Anteil mit je 150 Haupt. henvieh wird nur in ganz geringer Zahl vertret

en fein. teilung ist mit 962 Schafen bis jept die größte, mit nate ie Ausstellun A Breslau, die ohne Preisbewerb erfolgte und daber nicht mit in Betracht fommen kann. Von den einzelnen Gruppen werden 534 Merinowollschafe, unter ihnen 366 Kammwoll- shafe, und 422 Fleishschafe, unter diesen 162 Merinofleish\s{hafe, zur R gelangen. Ueberwiegend entstammen die Schafe

östlihen Deutschland, zum kleineren Teile dem Westen. Von den Schweinen gehören etwa 250 zu den veredelten Land- \{weinen. Ebenso sind auh die weißen CGdelshweine vertreten.

dem

Dagegen treten die Berkshires \ , i erheblid uri, ertshires und die unveredelten Land\chweiné