1904 / 82 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Amtlich ist in London bekannt gegeben worden, der Oberst Younghusband berichte:

Der Vertreter Chinas in Lhassa shrieb mir, daß er mit mir so bald wie mögli zusammenkommen wolle, und führte weiter aus, es gebe mit Rücsicht auf die Hartnäigkeit Tibets kein anderes Mittel, als daß wir nah Gyangtse gehen müßten, obwohl der

alai Lama ihm geschrieben habe, daß wir nah Yatung zurük- kehren sollten. Jh erwiderte, daß ih in einer Woche in Gyangtse sein werde und thn dort mit hohen tibetanis<hen Beamten zu treffen ute (es ein Abkommen abzushlicßen und weiteres Blutvergießen zu erhindern.

Statistik und Volkswirtschaft.

Arbeitsort und Wohnort der Bevölkerung in den Groß- städten und einigen Industriebezirken Preußens.

Das Natürliche und Ursprüngliche ist es, daß der Mensch dort au arbeitet, wo er wohnt. Dieser in Zciten unvollkommen aus- ouveter Nerkehrsmittel allgemein vorhandene Zustand hat anderen

erhältnissen Play bein, Arbeitsort und Wohnort liegen heute in allen Kulturstaaten wohl weiter entfernt voneinander denn je zuvor. Selbst auf dem Lande hat si< die Entfernung zwishen diesen beiden Dns unter Anderem dur<h_ Benußung des Fahrrades beständig erweitert. Diese Gntwi>elung is verkehrs-, sozial, und verwaltunaspolitis< von slber Bedeutung und dürfte weiterhin mit der Verbilligung und Be- <leunigung der Personenbeförderung immer tiefer in das Wirtschafts- und Erwerbéleben eingreifen. Naturgemäß find es die Me uvd Industriebezirke nebst ihrer Umgebung, die hier in erster Linie in Frage kommen. Bet der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 ist zum ersten Male der Arbeitsort der Bevölkerung tn Verbindung mit dem Wohnorte erhoben und die Bearbeitung der gewonnenen Er- gebnisse in Frese für seine 22 Großstädte sowie für die 7 in- dustriellen Mittelstädte Bielefeld, Beuthen i. O.-S.,, Bochum, Duis- burg, Gleiwiß, Königshütte i. O-S. und Remscheid und deren Um- eeung durchgeführt worden. Zur Feststellung des wirtschaftlichen annkreises bezw der Arbeits- und Wohnringe einzelner Städte und Industriebezirke wurden folgende Gruppen von Gemeinden gebildet: 1) Eingemeindungsgemeinden tale Vororte), das find gene Gemeinden, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Grofßstadt usw. gelegen sind und in Zeit zur Eingemeindung

absehbarer kommen föônnen, das sind folhe Ge-

2) Umgebungsgemeinden, meinden, die in größerer oder geringerer Entfernung von einem in- dustriellen Mittelpunkt gelegen sind, aber für die unmittelbare Ver- einigung mit diesem Mittelpunkt in absehbarer Zeit niht in Frage kommen, und 3) Eisenbahngemeinden, das sind solhe Umgebungs- gemeinden, die bisweilen beträhtlih weiter abliegen, aber infolge guter Eisenbahnverbindungen usw. erhebliche wirtschaftliche Bezichungen u threm industriellen Mittel unkt haben. Nur die Magistrate von

erlin, Charlottenburg und Frankfurt a. Main haben erklärt, daß sie außer stande seien, den wirtschaftlihen Zusammenhang dieser Städte mit ihrer Umgebung zu begrenzen, und nur diejenigen Orte bezeichnet, deren Hervorhebung bei der Bearbeitung der Faden nah dem Arbeits- und dem Wohnort besonders wünschenswert ei.

Nach einem Bericht Dr. Broesikes über die Dau leitung dieser Untersuchungen in det soeben erschienenen ersten Abteilung 44. Sahrgangs der „Zeitschrift des Königlich preußishen Statistischen Bureaus* entfallen von je 100 der in den Großstädten ab- gesehen von Berlin, Charlottenbura und Frankfurt a. M. und in den genannten sieben industriellen Mittelstädten Wohnenden und außerhalb Arbeitenden 22,76 auf Eingemeidungsgemeinden, 65,19 auf Umgebungsgemeinden und 12,05 auf Eisenbahn- gemeinden; dagegen kommen von je 100 der in diesen Großstädten und industriellen Mittelstädten Arbeitenden und außerhalb Wohnenden 4158 auf Eingemeindungs- gee 41,13 auf Umgebungsgemeinden und 17,29 auf Cisen- Pet inven, en E den Fre en oa Dn

enburg und Frankfurt a. M.) und den fieben industriellen Mittelstädten MOR Zt En Rdn wohnten nämli" 36 g97 männlihe und

3662 weibliche Personen in Eingemeindungsgemeinden, 33 887 männ- lihe und )- d en

Ld Gb B Pai E e Von

_8441 männlihe und 425 weibliche onen

gemeinden, - 22029 männliche und 3370 weibliche Pee n Ui

G Ae AL 4382 männlihe und 315 weiblihe Personen in Eisenbahngemeinden. t

Von der Gesamtbevölkerung der in Frage stehenden Groß- städte und Industriebezirke arbeiteten innerhalb und wohnten außerhalb derselben 2065365 Personen oder 3,29 9/0; dagegen wohnten innerhalb und arbeiteten außerhalb derselben 72 479 Personen oder 1,16 9%. Vergleicht man die ersonen mit verschiedenem Arbeits- und Wohnorte mit der Gesamtbevölfkerung in den einzelnen Großstädten und Industriebezirken, so ergibt ih das

Iten, S Jn den nebengenannten Städten

arbe eian Enten un außerhalb A E wohnten arbeiteten Personen G Perlonene er 0 überhaupt“ e überhaupt H De f völkerung pôlkerun Es 1199 0,63 472 0,2% E f M C 6A 4 994 3,95 277 0,19 ein E A Je 84 792 4,49 14 878 0,79 Charlottenburg .. 8361 4,42 17 487 Ee Sitetlit B hs e 3 e A5 2e d Brislau R D070. (087 968 0,23 Königshütte i. Ob.-Schles. . s Z 60 L 8 202 “Satt ObSdle i BOIC 008 ' 1401 278 ‘Magdeburg ._- «» + ++ 7311 3,18 612 0,27 E a lel C S 2000. LAT 719 0,46 E q n : 208 15 e Ee R O , infber E a Zal 5307 2,26 29988 127 telefeld s Seh 4389 6,96 20 044 Dortmund 4 z 2 S N s 0,74 (R Q AR 12 7 1,54 Gafe , E 4915 4/64 708 0,67 rankfurt a. Main 15685 5,39 116822 0,40 Crefeld n a p Sa 3826 3,98 930 0,87 Duiabütd. „ee ie 5 1333 144 443 0,48 Cssen a, Ruhr . 15692 13,20 1400 118 Düsseldorf. «26% 3370 198 789 0,37 I e S z Sa d Z s 1,85 O A 1,02 S 768 1,32 224 0,39 E e L 498 «1688 5046 Wen Ey Lee 6052 4,47 1014 075 zusammen. « . 2065939 / 3,29 72419 (110;

Die emna den 'Bertsiidien oder E genannten industriellen Mittelstädten arbeitenden und außerhalb derselben wohnenden Personen in den Grenzen von 13,20 (Essen ‘a. Ruhr) und 0,54 %/o (Poser), dagegen i den in den Großstädten oder den genannten Mittelstädten wohnenden und außerhalb arbeitenden ersonen zwischen 9,39 (Altona) und 0,05 0/6 der Gesamtbevölferug (Posen).

wf e ersonen in einden. n en Greßstäbten Va A N EN En Att

erhebli< und bewegen ih bei den in .

Was die Verteilung nah dem Geschlehte und nah dem Familienstande, lowelt er festgestellt wurde, anbetrifft, so kamen von den innerhalb der Großitädte usw. arbeitenden und außer- halb wohnenden Personen auf 100 Männer 16,54 Frauen, da- gegen von den innerhalb der Großstädte usw. wohnenden und Litherbalb arbeitenden Personen auf 100 Männer 13,46 E Non der ersten Personengruppe waren ledig und über 14 Jahre alt 64 750 Männer oder 36,54 v. H. und 25 681 Frauen oder 87,59 v. B während \i< die entspre<henden Ziffern bei der zweiten Gruppe für die Männer auf 25 317 oder 39,63 v. H. und für die Frauen auf 7465 oder 86,79 v. H. beliefen.

Hinsichtlich der sozialen Stellung der Personen mit ver- hiedenem Arbeits- und Wohnorte hat sih folgendes feststellen lassen: e den in den Großstädten einschließli Berlins, Charlotten- burgs und Frankfurts a. M. oder den genantten industriellen Mittel- städten wohnenden und außerhalb derselben arbeitenden 72 479 Personen waren 4165 oder 5,75 %%o als Selbständige, 9797 oder 13,51 9/9 als Angestellte und 47 620 oder 65,70 9/6 als Gesellen, Gehilfen, Arbeiter in Industrie, Bauwesen, Handel, Verkehr und zu einem vers<windend fleinen Teil in Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzuht und Fischerei berufstätig, ferner 4977 oder 6,87 °/% in häuslihem Dienste oder Lohnarbeit weselnder Art, 5350 oder 7,38 9% im Militär-, Hof-, bürgerlichen und kirchlichen Dienste oder in lagen, freien Berufsarten, und 570 óder 0,79% hatten keinen Beruf. Von den in Berlin wohnenden und au erhalb desfelben arbeitenden 14 878 Personen waren 413 oder 9,77 9/0 Selbständige, 1526 oder 10,26 0/6 Angestellte und 11618 oder 78,09 9/6 Gesellen, Gehilfen, Arbeiter in Industrie, Bauwesen, Handel, Verkehr, Land- wirtshaft usw, 562 oder 3,78% in häuslihem Dienste oder Lohnarbeit we<hselnder Art, 609 oder 4,09% im Mtilitär-, Hof-, bürgerlichen und kirhlihen Dienste oder in sogen. freien Berufsarten ‘und 150 oder 1,01 % ohne Beruf. Dagegen waren von den in Charlottenburg wohnenden und außerhalb desselben, zumeist in Berlin arbeitenden 17 487 Personen 3271 oder 18,71 9%/o im Militär-, Hof-, bürgerlihen und kfirhlihen Dienste oder in sogen. freien Be- rufsarten tätig, 1969 oder 11,25 %/o als Selbständige, 4050 oder 93,16 9/6 als Angestellte und 6837 oder 39,10 %/o als Gesellen, Ge- hilfen, Arbeiter in Industrie, Bauwesen, Handel, Verkehr, Landwirt- schaft usw., 949 oder 5,43 9/0 in häuslihem Dienste oder Lobnarbeit we<selnder Art, und 411 oder 2,85% hatten keinen Beruf. Vom Hundert der Selbständigen, Angestellten und Gesellen, Gehilfen, Arbeiter, die in den Großslädten aus\{ließli< Berlins, Charlotten- burgs und Frankfurts a. M. oder in den genannten industriellen Mittelstädten wohnten und außerhalb derselben beschäftigt waren,

t M f arbeiteten Eingemeindungs- Umgebungs- Eisenbahn-

ge j s Es Me lbständige *). - 30,34 j z

3 Segefelite9) G L 44,18 41,09 14,73

g llen, Gehilfen,

s Arbeiter) 2 h J 41,22 41,91 16,87.

Von den in den Großstädten einshließli< Berlins, Char- lottenburgs und Frankfurts a. M. oder den genannten industriellen Mittelstädten arbeitenden und außerhalb derselben wohnenden 206 535 Personen waren 9304 oder 4,50 9/6 als Selbständige, 19 460 oder 9,42 9/6 als Angestellte und 146 681 oder 71,02 9/9 als Gesellen, Gehilfen, Arbeiter in Industrie, Bauwesen, Handel, Verkehr und zu einem ganz feinen Teile in Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht und Pidero berufstätig, 16 637 oder 8,06 9% in häuslihem Dienste oder

ohnarbeit we<selnder Art, 13490 oder 6,53% tîm Militär-, Pole! bürgerlichen und kirhlihen Dienste oder in fogen. freien Berufsarten, und 963 oder 0,47 9% hatten keinen Beruf. Von den in Berlin arbeitenden und außerhalb debselben wohnenden 84 792 erlonen waren 6711 oder 7,92 9/6 Selbständige, 13 100 oder 15,45 9% Angestellte und 46 515 oder 54,85 9/ Gesellen, Gehilfen, Arbeiter in JIndustrie, Bauwesen, Handel, Verkehr, Landwirtschaft usw., 7363 oder 8,68 9/0 in bäuêëlihem Dienste oder Lohnarbeit " we{selnder Art, 10 317 oder 12,17 °/6im Militär-, Hof-, bürgerlichen undkirhlichen Dienste oder in sogen. freien Berufsarten und 786 oder 0,9396 ohne Beruf. Vom Hundert der Selbständigen, Angestellten und Gesellen, Ge- hilfen, Arbeiter, für die eine der Großstädte mit Ausnahme von Berlin, Charlottenburg und Frankfurt a. M. oder der ge- arten industriellen Mittelstädte Arbeits-, aber ni<t Wohnort war,

nten h: Eingemcin Um A E ads

( gem g geme 1) Selbständige®) . . 13,55 ; 74,35 12,10 9) An, estellte A 07 19/80 69, / i » Gesel en, Gehilfen, E s AIRCUE e 24,29 62,99 12,72. Konkursstatistik.

Nach der im ersten „Vierteljahrshefte zur Statistik des Deut Reichs“, Jahrgang 1904, enthaltenen vorläufigen ‘Mititfaen a Kaiserlichen Sltatistishen Amts zur Konkursstatistik gelangten im IV. Vierteljahr 1903 im Deutschen Reih 2402 neue Konkurse zur a L R IV. ad, dn s wurden nträge auf Konkurseröffnung wegen Mangel eines au nur die Kosten des Verfahrens Leeéuven Massebetroges abgewiesen und 2039 Konkursverfahren eröffnet; von leyteren hatte S E in 1270 Fällen aus\s{ließlih die Konkurseröffnung eantragt. : ___ Beendet wurden im 1IV. Vierteljahr 1903: 2277 (im 1V. Viertel- jahr 1902: 2239) Konkursverfahren, und zwar dur Sthlußverteilung Ui Gege I O Nee R ee 45 n emange R det: war ein Gläubigerausschuß bestellt T Sons on den

Konkursverfahren betrafen : neue beendete pte Personen . 1831 1841 e E 303 Han Sg] Thaten Es 93 113

enossenshaften . . 7 8 andere Gemeinschuldner . . 38 ° 12 zusammen 2402 22177.

Die diesjährige

für Arbeiters (XIIL) Konferenz der Zentralstelle

Î oblfahrtseinrihtungen wird am 9. 6 Mai 1904 in Leipzig (in den Räumen des Rileudbas e nD) stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen folgende Themata: ontag, den 9. Mai, Vormittags 94 Uhr: Schlafstellenwesen un Led Eg ate (Referenten: Beigeordneter Dr. Wiedfeldt- sen a. Dberregterungsrat Fal<-Stuttgart, Dr. Salzgeber, Generalsekretär des Charitasverbandes in Berlin, und ein no< zu e Berichterstatter aus Arbeitgeberkreisen); Dienstag, den 0. Mai, Vormittags 94 Uhr: Pensions- und Reliktenwesen für Arbeiter (Referenten: Dr. jur. Bischoff, Direktor der allge- meinen Renten-, Kapital- und Lebensversiherungsbank in S ur. Zimmer, Syndikus der Siemens-Schu>ertwerke in Berlin, Dber- ürgermeister Dr. Adi>es. Frankfurt a. M.).

in Zur lehten E

it dem Ausstand der Malerge en in agde]

Die: iv Ls D Bl) esäftigle 1 nad der „Magd, 8 der enslag wtederu e aupero

dortigen. Zioangoinnunii für das Maler- und La>ierergewerbe. i

i : liche Dienste

*) Ohne die Personen der Berufsgruppen „Häus dienst

au Lohnarbeit weselnder i

(Militär Hos E elte Ua a elicher Dienst, auch sogenannte

freie Berufsarten“ und „Ohne Beruf und Berufsangabe“.

wurde mitgeteilt, da

f der Meisterauss{uß, nah langwierigen Ver- handlungen mit der Lohnkommission der Bs eine Einigung über den Antrag erzielt habe, für Malergehilfen einen Mindestlohn von 43 F für die Stunde, für junge auzgelerne Gehilfen bis zum 19. Lebensjahre 38 &, für Anstreicher, die nahweisli< drci Jahre als solche tätig waren, 36 4 zu bewilligen; dieser Lohnsaß sollte bis zum Jahre 19C6 festgelegt werden. Die Lohnkommission habe s{ließ- lih so weit nachgegeben, daß die in dem Antrage angegebenen Lohn- sätze bis zum 1. April 1905 gelten sollen, von da ab aber bis 1906 die von der Lohnkommission von Anfang an geforderien Mintestlohn- säße (45 und 40 4) gezahlt werden sollen. Die Versammlung stimmte den Beschlüssen der Meister- und Gehilfenkommission zu; damit wurde au< die 10stündige Arbeitszeit nit über 6 Uhr Abends hinaus und die Unzulässigkeit der Akkordarbeit im Malergewerbe angenomme=x.

In Königsberg i. Pr. befinden sih dem „W. T. B.“ zufol zur e gegen 500 Bauhilfsarbeiter im Ausftand; au 330 Maurer sind dadur arbeitslos geroorden.

Kunst uud Wissenschaft

Am nächsten Sonnabend von 10—4 Uhr und am nächsten Sovntag von 12—6 Ühr findet, im Königlichen Kunstgewerbemuseum eine Ausstellung von Taschenuhren statt, die von der Firma A. Lange u. Söhne, Glashütte in Sachsen, zur Weltausftellurg n3< St. Louis geshi>t werden. Die Uhren sind in der oberen Galerie des Museums im Anschluß an die früher dem Museum als Geschenk überwiesene Sammlung des Barons von Korff und die für einige Zeit zur Verfügung gestellte Sammlung des Herrn Carl Merf ausgestellt und bieten mit diesen érsanttnen in te<nis<er und künstlerischer Beziehung ein anshaulihes Bild von der Gutwi>lung der Taschenuhr.

In der Aprilsizung der Arhäologis<hen Gesellshaft führte Privatdozent Dr. B. Graef e rund einer Publikation von Professor Bethe - Gießen Proben aus illustrierten Ter enz- Handschriften vor. Dem Texte der Komödien voran- gestellt is ein Medaillonporträt des Dichters, das im leßten Grundbe auf dessen Zeit zurü>gehen kann; dazu eine Art Schrank, in dem die im Stü>ke zur Verwendung kommenden Masken, sowohl die der redenden wie die der ummen Perfonen, aufgereiht ers<hcinen. Von den Zeichnungen zu den Szenen selbst sind die ältesten na<h tem Vortragenden Erzeugnisse der Jllustrationskunst etwa tes fünften p E Jahrhunderts. Sodann berichtete Professor G. Körte- Rosto> über gemeinsam mit seinem Bruder Professor A. Körts, Basel unternommene Ausgrabungen, die zur Bestimmung der Lage von Stadt und Nekropolen des alten phrygishen Königésizes Gordion geführt baben. Das Reich der im E Fahrtausend aus der Balkanhalbinsel auëgewanderten Nf atte Bestand bis in den Anfang des siebenten vorhristlichen Jahrhunderts. Aus den sorg\älti ausgegrabenen Grabhügeln, in denen sih die Totenkammern n

mit ihrer Holzbedahung erhalten haben, und aus der mit ergebnisreiher naturwifsenschaftliher Beihilfe geschehenen Ver-

arbeitung der Funde iff zum ersten Male über die Stabdtanlagen und Sitten der Phryger bis auf die den Toten beigegebenen eh- und trinkbaren Stoffe eine lebendige Anschauung gewonnen, und lassen sih ihre N N gen zu Phönikern und Griehen verfolgen. Die Ergebnisse bilden den Gegenstand einer als Ergänzungsheft der Sgriften des Archäologishen Instituts demnächst erscheinenzen

ublifation. Zum Schluß legte Professor Winter- Jnnsvru>

hotographien des sogenannten Alexandersarkophags im Kon- tantinopler Museum vor, auf denen er die reihen Farbspuren aquareslliert und damit vor dem weiteren Verblassen des Originals fixiert hat. Er carakterifierte im Anschluß daran die Entwitel ung, die sh bei einem Verglei<h mit dem bekannten pompejanischen Mosaik der Alexander: Schlacht herausftellt: hier die in Komposition und Farbe mit Energie auf das Charafkteriftishe und Realististhe ges rihtete Kunst, dort die von attiihem Swhönheitsfireben geleuete Symmetrie der Gruppierung, die dur leuhtende, \hône Farben ge- hoben wird.

Literatur. RNec<htsprehung 1903 zum B. G-B. E-G. B. Fp ftspre<ung 1002 qu D Q, E t U B olgeder gran Hs Th. Soergel. 4 rgan t. Geb. 5,20 M dem il find in zahlreichen stischen gerihtliher Ent-

neuen Reichs; eye

feliagen e MNZATIEE toctén: Eipeegel, ver Bcracdeuber Ver kie ú , ber Herau r

u hohem Ansehen en ten uristifcen Sgr „Das rin at zuerst dieses für Theorie und Praxis wertvolle, vielfach zerstreute Material den deutschen Juristen in einem einzigen Bu$Ye S gemacht, was große Anerkennung verdient. Hierzu kommt nun Ge die palte Anlaze des œu< re<t handlichen Werks : Die aus den Ertscheidungen gewonnenen Rechtésäße,- die so gefaßt sind, baß cin Nachlesen des ganzen Urtecils in den meislen Fällen unterbleiben kann, f der Reihenfolge der Paragraphen der einzelnen Gesetze ange- lossen und die Quellen 92 Zeitschriften überall genau änge- zeben. Das zeitgemäße Buch gewährt eine vollständige und zuver- äsfige Uebersiht über die Rechtsprehung der höchsten deutschen Gerichtshöfe auf dem Gebiete des neuen Rechts und if geeignet, dem D und Ton L Us zu leisten.

Geseg un e<t. Volfkstümlihe Zeitschrift für Rechts- kunde, unter Mitwirkung zahlreiher Juristen Ps Dies von [9 S a. D. Dr. jur. Freiherrn von der Goly. Biellau,

erlag von Alfred Langewort. Preis jährli<ß 4 K Die ses ersten Heste des 9. Jahrgangs dieser nüylichen Halbmonatsöschrift eigen wiederum alle die Vorzüge, die ihr zur Volkétümlichkeit im sten Sinne des Worts verholfen haben: Vielseitigkeit des behan- delten Stoffes, Berücksichtigung der Bedürfnisse des praktishen

Lebens und anregende, frishe Schreibweise. Aus dem reihen Inhalt mögen hier die folgenden Beiträge genannt sein: „Die Bestrafung falsher Aussagen vor Geriht“ von

Dr. H. D. Schmidt; „Der Reichstag* von Geheimem Rat W. Goeye; e Dienstzeugnisse“ von Dr. G. Schüß; „Der Hauss{<lüfsel im Rechts- verkehr“ von demselben; „Dürfen mehrere Personen dasselbe Theaier- billett benuyen ?* von Amtsrichter Dr. Mittermüller; „Postre<ht“ von demselben; „Unterlassung der Anzeige von geplanten Verbrechen“ von Landrichter Dr. Winter; „Das Kinderschu esey“ von Dr. Blau;

„Haftung für fremde DHelikte" von Dr. A. Brü>kmann; „Das Anerkenntnis im Zivilprozeß* von demselben ; othélen- Gauviger und Feerverficerung? von Zustitiar Der Mäklervertrag“ von Dr. G. Schü er solhen flufsäven enthält jedes Heft die Rubriken t | „Neue w e En ngen“; in 4 handeln diele 4 B. : pin genöversle<terung ge trägen den Auspen des Di Gru : ln Propegostenpfi t bei Tilgung des Anspruchs v1 ie Pr rung, den - retne als O S EE tonfurs h E E E R or « in ! ommen n eJuristischer Briefkasten“, der fo Gebühr zur Verfügung stebt. S AZE ags in wie in Chic ; age See N R E au fellung in St. Louis eine Ver-

und a nil teni Erzeugnifse derjenigen tretung einrichten, die Der Fe ifhen Erzeugnisse der use

die in St. Louis in ( deutsden Fmst erteilen wird. Der Ingenieur Fr. ia , Mitglied Redaktion Le Zeitschrift des Vereins deutsher Ingenieure, wtrd

die we>e in dèr Maschinenhalle der Weltausstellung eine “Ge- {x eee errichten. (Adresse: Ingenieur Fr. Frölich, Vertreter des

reins Deutscher Ingenieure, Universal Exyosition 1904, Machinery Hall, St. Louis, U. S. A.)