1904 / 266 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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beamten zu verdanken, die alljährlih unendlih viel E

en schafft und bereits für andere Staatsverwaltungen vorbildlih geworden ist. Nicht nur bei dem Reichspostamt, sondern bei allen Beamten der Reichspost- und Telegraphenverwaltung wird das Andenken Wittkos ein gesegnetes bleiben.

Jm Monat September d. J. sind auf deutschen Eisen- Hahnen ausschließlich der bayerischen und der Bahnen mit weniger als 50 km Betriebslänge 14 Entgleisungen auf freier Bahn (davon 8 bei Per Fnengügen) 19 Entgleisungen in Stationen (davon 5 bei ersonenzügen), i A 6 r sammenstoß auf freier Bahn (Auffahren eines Personen- zuges auf einen Güterzug), 26 Zusammenstöße in Stationen Bs 5 bei Personenzügen) vorgekommen. Dabei wurden

Bahnbediensteter getötet, 20 Reisende, 31 Bahnbedienstete und 4 Postbeamte verleßt.

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Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. „Stein“ am 8. November in Barcelona eingetroffen und geht am 12. November von dort nach Livorno in See.

S. M. S. „Vineta“ ist am 8. November in Simons- E eingetroffen und geht heute von dort nah Lüderißbucht in See.

S. M. S. „Luchs“ ist gestern von Amoy nah Hongkong in See gegangen.

S. M. S. „Bussard“ ist gestern in Mikindani eingetroffen und geht heute von dort nah Lindi in See.

Deutsche Kolonien.

_ Nah einer Meldung des „W. T. B.“ sind in Deuts ch- Südwestafrika an Typhus gestorben: Der Reiter August Ee, geboren 1. 8. 80, früher im Füsilierregt. 38, am 4. 11. 04 Vtjosundo. Der Seesoldat Ulrich, g: boren am 5. 11. 83, am 6. 11. 04 Okohandja. Der Reiter Heinrih Jor dans, geboren 5. 8. 83, früher im Husaren- regt. 7, am 6. 11. 04 Okahandja Blutvergiftun g gestorben.

__ Der Kriegsfreiwillige Bur Niklas S wart ist 31. 10. 04 bei Sechikamelvaum bellen

Das „Deutsche Kolonialblatt“ veröffentlicht eine Ver- ordnung des Gouverneurs von Deutsch-Neuguinea, betreffend die Erhebung von Schiffahrtsabgaben im Hafen von Ponape, die folgendes bestimmt :

Sämtliche einlaufende Schiffe haben eine Hafenabgake zu ent- richten, „welche betcägt: bei Schiffen unter 200 Registertons 40 6, bei Schiffen von 203) und mehr, j2edo<h ni<t 400 Registertons, 80 d, bei Schiffen von 400 und mehr, jedo ni<t 600 Registertons, 120 M, bei Schiffen von 600 Registertens und mehr 200 A Für die Be- nußvng der Festmachebcjen wird eine besondere Gebühr nicht erhoben,

iffe, welhe in dem u genete bon Deutsch-Neuguinea, ein- as des Jnselgebiets der Karolinen, Palau und Martianen und der Marshallinseln \tationiert und ausshließli<h im Inselve: kehr daselbst tâtig sind, haben nur die Hälfte der im $ 1 bestimmten Ge- bühren zu entrichten. Die a rarung bex in $ 6 der Verordnung vom 12. Oktober 1899 und in $ 5 der * eròrdrung vom 3. Oktober 1900 vorgefetenen Meldegebühren fällt fort. Schiffe, welche der Bestim- mung entgegen den Lotfen niht an Bord nehmen, haben troßdem die Lotsengebühr zu entrichten.

Ueber den Ueberfall der Missionsstationen in den Bainingbergen berichtet der Gouverneur von Deutsch-

Neuguinea Dr. Hahl, wie das „Deutsche Kolonialblati“ mit- teilt, folgendes:

Es unterliegt keinem Zweifel, daß es sih um eine gemeine Bluttat und niht etwa um „eine Empörung oder eine weitverzwci,te Ver- \{wörung zur Abschüttelung der deutschen Herrschaft handelt. Die

ordtat war von den befreiten Sklarea To Maria, To Mekmek und To Wusera ‘geplant und wurde von diesen in Vér- bindung mit den Bewohnern der nächsten Umgebung der Miisions-

tion St Paul ausgeführt. Die drei aerannten Rädelsführer waren dur die Mission in Verbindung mit der Verwaltung aus der Knecht- aft der Küstenleute an der Massawabucht erlöst worden. Sie hatten

issionderziehung genossen, waren getauft und lebten feit fieben Jahren mit Þ. Nascher zusammen. Ich hatte die Missionsniederl:\sung wenige Wochen vor der Mordtat besucht und von P. Rascher die beruhigend-

Versicherungen über die Eingeborenen erhalten. Av galt die Lage der Station inmitten einer Bevölkerung, der nur Wobltaten durch die Europäer erwiesen worden waren, für jo sicher, daß P. Nascher die ibm von zuverläisiger Seite gewordene Warnung als widersinnig zurü>wies. Am 26. lugust follte in St Paul die Einweihung der neuerbauten osen Kirche stat!finden und aus diesem Grunde Lafie

{on vorher eine größere Anzabl von Brüdern und Schwestern au von den Nahbarstationen eingefunden. Der Verlust ift für die Kolonie herb und \{merzensreih. Die beiten einzigen, der Baining-

prache mächtigen Patres find getötet, die [ Wead in Frage E L Erfolge der Arbeit vieler

Ueber die Auëfübrung der Tat und die nä<sten von ter Ver- waltung getroffenen Maßnahmen zur Ergreifung : Mörder berichtet der Kaiserliche Bezirksamtmann Dr. Kornmajer, wie folgt:

Frühmorçens, am 13. August, erschien der Eingeborere To Her- mann bei P. Rascher und teilte ihm den Mordplan mit. Dieser shi>te ihn mit dem Bemeiken weg, daß die Leute [ôgen. Um 7 Uhr erschienen die befreiten Sklaven von St. Paul, To Maria, To Palum, To Wusera; ferner die Bainirger To Kavilia, To Kapi, To Ganakom, Damkam und To Kangal in der Kirhe. Um 8 Uhr Morgens wurden P. Rascher und Schwester Anna im Wohrhause des ersteren von To Maria und To Kangal erschessen, die übrigen Schwestern und Brücer wurden gleichzeitig mit Beilen und“ Messern, während

e ihre gewöhnliche Arbeit verrihteten, ermordet. Als Täter wurden päter von den bernommenen Zeugen no< namhaft gema<t: To TOEN To Eanakom, Parau, Vamkam, To Valilikai, To Kavilia,

o Kapi, To Mcß und To Wusera; To Maria, To Palum und

To Wusfera find Zöglirge der Mission St. Paul, während- die-

übrigen aus dem Karragebirge fslammen und mit To Maria verwandt sind. Nach Piünderung der Station sind nah den Zeugenaussagen sämtliche Beteiligte nah Nächharunep gezogen und haben hier den P. Rutten ermordet. :

Am 14. August kam die Nahriht“ von dem Mordübexrfall nah Herbertshöhe. Die hier befindliche Polizeitruppe von 20 Mann wurde sofort unter Führung des Sekretärs Sigwanz mit der von der Neu- Guinea-Kompagnie ermieteten Dampfpinasse ,Warangoi“ nah dem Tatort abgesandt. IJ< erhielt die Nate R E

Nuqust in Wunawutkung, „au , Nord Ge, ei wo D ict E Bie N R b mich sofort nah Herbert he. traf i : Mbtabet der S aeruppe ein und begab mi< mit S n rue andern Firma buBleteten Piuasse E U Son Sein Rati h 3 es Lloyduntern Rz eter *äm Nachmittag des 15. August wurden S Bunamarita erreiht. Hier machte mir P. Van der Aa nähere An- dtat und teilte mir mit, daß die von hier abgesandte é in der Nichtung nah Nacharunep verfolge, t CGingeborenen im Plüadern begriffen

seien. Ih bes<hloß darauf, in entgegengeseßter Richtung den Mördern entgegenzutreten. Ih ließ mich zu diesem Zwe> in ber Lafsulbucht [anden und gelangte, dur die Loanberze marscierend, Nachmittags gesen 6 Uhr auf der Station des Trapplitenbraders Matthias Folger

n Marienhöhe an. Diese Station war mit Ausnahme einiger dem Bruder vom Gouvernement zum Wegebau zur Verfügung gestellter Spaten, Schaufeln und Haken vollständig ausgeraubt, die angenagelten Kasten zertrümmert. Die Stationsgebäude waren unversehrt. An diesem Abend wurden noch die Hütten in der Nähe sowie die Gegend nah Eingeborenen abgesucht, do< wurde niemand angetroffen; dagegen wurden bei Durchsuchung der Hütten verschiedene, dem Bruder Folger gehörige Gegenstände, wie Kleidungöstüke, Photographien und der- gleiden vorgefunden. Da frishe Fußspuren von Eingeborenen darauf hinwiesen, daß sie in kürzester Zeit sh in das Massaurumgebirge E hatten, wurde au< hier Nahschau ge- halten, jedo< ohne Erfolg. Die Eingeborenen hatten sh offenbar in dihtem Busche verste>t. Es wurde nunmehr der Marsch über die Höhen des Gidingberges in der Richtung nah Nacharunep, der Station des ermordeten P. Rutten, Laer unter Durchsuchung der auf dem Wege gelegenen Hütten. Beinahe in jeder Hütte wurden geraubte Gegenstände vorgefunden, Altarleuhter, Meßbücher, Kom- munionbilder, Rosenkränze, Medaillen u. a. m., ebenfalls ein Zeichen dafür, daß die Eingeborenen dieser Gegend ih an dem Morde und der Plünderung der Missionsstation Nacharunep beteiligt hatten.

Am Spätnachmittag traf ih in Nacharunep ein und mit der in- zwischen dort eingetroffenen Polizeitruppe zusammen. Auf ie Station war ebenfalls alles ausgeraubt, die Vorderveranda des Hauses vollständig mit Blut besprengt. Die Leiche P. Nuttens lag mit nur wenig Erde bede>t vor dem Hause. Die Schüler und Hausjungen des Paters, darunter au<h der von P. Rascher dem P. Rutten als Koch zur Derslgung gestellle To Mekmek aus St. Paul, waren sämilih geflüchtet. Einige mit der Polizeitruppe eingetroffene Flüdt- linge aus St. Paul meldeten, daß die Mörder ih in den Gawitbergen aufhielten. Jh marschierte nun mit einem Teil der Polizeitruppe dorthin. In Nacharunep blieb zur De>kung ein inzwischen ein- getroffenes Detachement von S. M. S. „Mswe* zurü>. Eine Ab- suhung des nächstliegenden Teiles des Gebirges blieb ebenfalls ohne Grgebnis. Die Leute von Gawit selbst erklärten, daß die Baininger nit zu ihnen flüchten würden, da fie mit ihnen nit ia freundschaftlihen Beziehungen ständen. Die Polizeitruppe kehrte deshalb über Marienhöhe nah Nacharunep zurü>. Da Anzeichen vorhanden waren, daß die Mörder si<h no< in unmittelbarer Nähe aufhalten müßten, wurden die Schluchten der Berge Nutki und Giding fowie das Tal des Nabung durchstceift.- Hierbei wurden mehrere Trupps Eingeborener angetroffen, die teils flüchteten, teils fi< zur Wehr seßten. Bei den Zusammenstößen wurden etwa aht Eingeborene getöôtet. Der als olmetsher béi- gezogene Baininger To Kulen will in einem der Gefallenen einen der Haupträde!sführer, Damkam, erkannt haben. Alle übrigen Gefallenen waren Eingeborene aus dem zwischen den Stationen Nacharunep und St. Paul gelegenen Karagebirge. Eine Durchsuchung auch dieses Gebirges ersien daher unerläßli<h. Von Nacharunep aus wurde deshalb in vier Abieilungen, von denen die ‘eine durch mi, die

Nacharunep stationierten Detachements gefüh1t wurden, eine voll- ständige Durchstreifung des Karagebirges vorgenommen. In fast sämt- lien Hütten, die die Abteilungen passierten, wurden Kleidungs- stü>e von Missionaren und Schwestern, Meßgewänder, Kelche und Altarbücher vorgefunden. Die Eingeborenen seßten si< mehrfa<h auf den Bergkämmen zur Wehr. Es wurden dabei no< sieben Ein- geborene getötet. Da nach diesen Wahrnehmungen kein Zweifel mehr bestand, daß die Mörder in der Tat si<h no< in den Bergshluchten in unmittelbarer Nähe der Skationen verste>t hielten, wurde der in- zwischen von Herbertshöhe eingetroffene Polizeimeister Schaper mit 12 Polizeijungen in Nacharunep zu weiterer Nachforshung ia dem be- nahbarten Gelände zurüd>gelassen.

Nath einem am 22. Oktober über Sydney eingegangenen Telegramm des Gouverneurs Dr. H1hl ‘ist die Verfolgung der bei dem Ueberfall der Missionsstationen beteiligt gewesenen Eingeborenen beendet. Die Schuldigen sind sämtlich bestraft, die Mörder hingerichtet.

Oesterreich-Ungarn.

,_ Der Staatssekretär Graf von Posadowsky besichtigte, wie „W. T. B.“ aus Wien meldet, gestern mittag in Be- gleitung des deutschen Botschafters Grafen Wedel das Hof- und Staatsarchiv, wobei der Minisier des Aeußern Graf Goluchowski und Archivdirekior Hofrat Winter die Honneurs machten. Sodann besuchten der Graf von My und Graf Wedel mit dem Grafen Goluchowsfi die neueröffnete Konsular- akademie. Am Nachmittag begaben si<h der Staatssekretär, der deutsche Botschafter in Wien und der österreichisch- ungarische Botschafter in Berlin nah Buda est, von wo sie am Freitag nah Wien zurückzukehren beabsichtigen.

Wie die „Neue Freie Presse“ meldet, seien die Kon- ferenzen des Ministerpräsidenten Dr. von Körber mit den Führern der Tschechen vorläufig beendet. Der Jungtischehenklub werde die Obstruktion cinstellen mit der Er- klärung, daß er bis auf weiteres die Politik der freien Hand befolgen wolle.

Wie dasselbe Blatt aus Jnnsbru> meldet, hat. der Dekan der italienischen Fakultät bereits am Sonnabend beim Statthalter die Einstellung der Vorträge der italieni- schen Fakultät nachgesucht. “Der Statthalter erklärte, die Einstellung ergebe sih aus den Umständen von selbst.

Eine Verjammlung deutscher Studenten der Wiener Universität beschloß, an den akademischen Senat eine Petition um Relegierung jener italienischen Studenten der Wiener Unioersität, die fh an den Jnnsbru>ker Kundgebungen beteiligten, zu richten. L

__Der König der Hellenen ist estern von Wien über Brindisi nah Athen Le | é

Im ungarischen Abgeordnetenhause erklärte im Ver- laufe der Erörterung üher die Reviston der Hausordnung Apponyi, er würde die Revision nur als Bestandteil einec all- , gemeinen Parlamentsreform billigen können. Denn unter der Herr- schaft des gegenwärtig geltenden Wahlrechts übe die Regierung einen

übergroßen Cinfluß auf die Bildung des Parlaments und’ errege dadur die L.idenschaft der Minderheit, die si dann in Auétschreitungen und Ob- struktion A die Obitruktion wiederum rufe in der Regierung das Bestreben hervor, möglichst starke Nepressionsmittel anzuwenden, und so emen. IvA das Abgeordnetenhaus in einem cireulus vitiosus. Apponyi führte ferner aus, er mißbillige überhaupt das energische Vorgehen des Ministerpräsidentea -in der Frage der Hausordnungs- rebision, da diese eine innere Angelegenheit des Hauses set. Nach seiner Ansicht werde eine der Hausordaung nicht entspre<-nde Durch- führung der Revision die Beratungen des Haules wit dem Makel der Ungeseßlichkeit behaften, und er fönne daher nit glauben, daß die Acußerung des Ministerpräsidenten, man müsse stärkere Mittel anwenden, um den Willen der Mehrheit zur Geltung zu bringen, be- deuten folle, daß er die Revision dur< einen Gewaltakt dursetzen wolle. Ministe:präsident Graf Tis za verwahrte sih in seiner Er- widerurg Es daß Apponyi ihm sein Recht als Führer der Majorität beschränken wolle, sodaß es O va gestattet es

wäre, in einer so wichtigen Sache, w ie Haus-

ordnung sei, seine Auschauag zur Geltung ju bringen und

übrigen dur< den Oberleutnant Klüpfel und Matrosen des in-

eine Verantwortlichkeit zu engagieren. Die form bievung zwischen der Reform der Hausordnung und der Neforty dek Wahlrechts, wie sie Apponyi vorshlage, mache die Reform der ordnung unmögli<. Man könne die Rehtwäßigkeit ter d nit nicht beanstanben, weil sie auf Grund des Zensuswahlrechts us auf Grund des allgemeinen Stimmrechts zustande gekommen d Graf. Tisza erklärte ferner, die Wahlreform durhführen zu w eben die jedenfalls eine beträhtlihe Vermehrung der Wahres bcsam 4 werde; do<h wie man überall bezüglih ciner Wahlreform 4 da vorgehen müsse, so sei Vorsicht in Ungarn doppelt angebra "ole niht alle - führenden Elemente der Nationalitäten von f des cit hänglihkeit für den Staat beseelt seien. Der Minister “Grund erklärte au<, daß die definitive Haus8ordnung jedenfalls au diesem des Entwurfs eines Ausschusses in Kraft treten werde; in 0 Auss{usse sei au die Mitwirkung der Opposition wünschenswe nd Der Abg. Pol onyi brachte eine Interpellation ein dabin p ob. die ungarische Regierung Deutschland darüber A t Va / daß der neue Handelsvertrag niht geschlossen j va könne, solange der neue Zolltarif ni<t fertigge|tellt sei, De ferner ein solcher Tarif nicht ges<afen werden könne, M lange der österreihis{ - ungarishe Ausgleih nicht erledi die Der Ministerpräsident Graf Tisza erwiderte, daß eben voll- weite Lesung des Handelsvertrags zwischen den beiderseitigen e ind mächtigten bätte beaonnen werden folien; als die deutsche Reg h einen mit allen Vollmahten ausgestatteten Minister damit bet O an den Verhandlungen teilzunehmen, damit auf diese Weise die habe Daunen beshleunigt würden. Die ungarische Regierung ie die deutsche verständigt, daß der Vertrag im ungarischen ParlameS ni<t verhandelt werden fönne, solange der Ausgleich mit j reih nit erledigt sei. Dies habe die deutsche Negierüng zur Kenn dia genommen, worauf die Verhandlungen begonnen hätten. Die mit gee Regierung lege großes Gewicht darauf, daß der Vertrag id euts{land zustande komme; sie werde aber nur cinen solchen Ver q s der die wirtshaftlihen Interessen Ungarns vollkomm®! wahre. ; Heute wird darüber namentli abgestimmt werden, ob diese Anb wort zur Kenntnis genommen werden (ole:

Großbritannien und JFrland.

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Bei dem gestern in London abgehaltenen Lord mayorsbankt

in der Guildhall fuhrte be Staatssekretär des Auswärtige Marquis of Lansdowne, nah Meidung des „W. T. B.“, folgen

aus: Das Hauptinteresse der Londoner City in bezu auf 16 auswärtigen Beziehungen ist die Erhaltung des riebe | In iele Augenbli>ke gedenken wir niht des ortos A des shre>li<hen Kampfes zwishen zwei tapferen, ritter

» 45 Nationen im fernen Osten, Wir können uns feine shred. lihere Strafe denken, als die Gewissensbisse eines Ministers d einer Körperschaft von Ministern, die aus Mangel an Gleichmu über in dem Verlangen na< Popularität oder aus falscher Ausfassung eined den Gegner über ihr Vaterland die Geißel und das Unhe Ta unnôötigen Krieges gebracht haben. An diesem glüdtoerhethen a ; der Geburt des Königs kann ih Ihnen von dieser Stelle e ri Vis daß der Friede unseres Lantes nit allein unverleßt ist, son den Z auh, soweit s< voraussehen läßt, kein Grund S weshalb er ni<t ungebrohen bleiben solle. Wir “habe allein das Glü> gehabt, den Krieg zu Vere ce dur strenge Wahrung der Neutralität und weise Mae i a ves machungen haben wir etwas dazu beigetragen, den Spielra e sind Feindseligkeitèn dieses Landes einzus<hränken. Nlchtodeltawenige z wir nicht gän;lih den Gefahren cines großen Krieges S erich 7 das den leßten Tagen standen wir vor einem Zwischenfall, e ndert Volk dieses Landes in einer Weise erregt hat, wie es e diee Zwischenfälle getan haben. Am 21. Oktober wurde in der Nor : ein Angriff gemacht äuf prt e Bürger, ein Schimpf e der britischen lagge zugefügt. Es ist ni<ht in Frage gekommen, R. dies beabsichtig ibeien wäre. Wenn €s beabsichtigt gewesen: in, M fo wollen wir lieber ni<t die Folgen erwägen; es wet ei era A werter, E Mi gr: e A alten E t en jüngst in befriedigender Weise S / he Neitezung in gutem Glauben annahm, dié Tätsachen S A anders, als wir sie vermuteten. Jede der peten P E ete E e re<tigkeit ihrer cigenenSache überzeugt. Wir haben den R i gel der allein für uns offen war, und haben zugestimmt, die B r eit deg unabhängigen, unparteiis(en Tribunal der denkwürdigen, Br lichen Haager Konvention zu überweisen. Wir sind ue Ánfi keit zur Regelung der prinziptellen Frage sowie zu S He anl kommen, daß die Bedingungen der Ueberweisung der Fammissló Kommission solche seien, die wir annehmen können. Eine o wird den unglü>lihen Vorfall nah allen Richtungen hin unter einsließli<h ter Verantwortlichkeit und des Grades von der diejenigen trifft, welche als verantworilih befunden vebalte! Eine Anzahl russischer Ofiziere ist in Vigo zurü worden. Man hat seine Ueberraschung über die geringe 3 Offiziere ausgedrückt. Es war nicht_unsere Sache, die Veran 2 u übernehmen für die Aubwahl der Offiziere; auh wäre es Fehler, Bilan von dieser Verantwortung zu befreien. i n den allerleßten Tzgen eine beslimmte Versicherung erhalten, die zurü>behaltenen Öffiziere diejenigen sind, welche zweifel dem Vorfall in Betracht kommen, und daß, wenn die Untersu ergeben sollte, daß andere Offiziere \{uldi sind, falls angemessen bestraft werden sollen. Went i< alles zusammenfasse, so frage i<, war es der Regterung Seiner M möglich, méhr zu erreichen, als sie erreiht bat? Feine streitende hat jemals mehr Vertrauen in die Gerechtigkeit ihrer Sahe g als wir es tun. Es handelt sich um einen ganz unerwartete" ungere<tfertigten Zwischenfall. Was andere störende und Zwischenfälle des Kciezes betrifft, so haben während eines d die Kriegführenden Rechte. Wir alle geben zu, es wäre unglü wenn wir jeßt der Vorrechte Kriegführender verlustig sollten, die wir selbst auêzuüben wünschen dürften, selbst im Kriege sind. Es gibt kein internationales Gesepbud die Streitigkeiten bet einem im Gange befindlichen Kriege behan Selbst die Regeln, die zugegebenermaßen bi, dend für die Neue sind, sind äußerst dunkel und entstanden aus der Praxis, die als der Welthandel unter Bedingungen. betrieben wurde, die gti Mittel benußen ‘um Q art waren. Wir kaen dien Hechte in Mäßigung ge Sedführenden zu veranla 6 haben wix unfer Bestes in diesem Sinne getan. Unse f müßungen sind nicht ganz vergeblich ewesen Wir haben den n ere ae Sen daß Nahrunçsmittel und aùdere Artil r r den, ußland die Versiherung erlangt, Leß feier Mtacinebehbrdél, weniger vexatorischer Weise ibre Recht a8 Aben werden. O rliblebens Fälle, in denen britische Schiffe ‘an chalten wurde, rregung in England hervorgerufen haben, G ist es doh 16

Juli nicht ein einziges Mal vorgekomm-n, daß ein briti! eti

von einem russischen Kreuzer aufgebraht wurde, wo hi 0: Net nicht den Kriegführendex pestanden wurde 18 bis wir nicht. gezögert hätten, in derselben Weise zu verfahren aus fanguinish henug zu sagen, daß wahrscheinli etwas Gut Glaub Kampfe entstehen wird. (6s ist meine Hoffnung und mein Lei daß dieser \{<re>lihe Krieg dem vorhandenen Verlangen nad fer weniger plumpen und brutalen Methode der Re elung ird. M0 glaube daß ba heitfragen einen welteren Liber en lung 4 1 Verlangen na iedsger Streitfrage weit verbreitet ist; an sist in Mode. Sr É n ereitet in den leßten drei Jahren at oder neun Swietigken hab fün âlle der shiedsgerihtiien Regelung zugeführt. Ih |e ird 1e E iedsverträze unterzeichnet, und über zwei weitere x Bo 1 handelt. cit gestern hat au< der amerifanifhe es derarti, Ghoate gefragt, wir niht zur Unterzeichnung H nicht dad jjeo sugerages mit Amerika geneigt seien. Wir haben auh ciner des Präsidenten Roosevelt um Teilnahme an i

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