1904 / 276 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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t die dritte Beratung des Gesehentwurfs, be- R: E eines Oberlandesgerihts in üsseldorf. 2 1A L allgemeinen Besprehung wendet ih Abg. Knie (Zentr.) unter großer Unruhe des Hauses in längeren Ausführungen gegen die Vorlage, ohne im einzelnen verständlich zu werden. - E E i nimmt der „Justizminister Dr. Schönstedt das n E kurzer weiterer Debatte wird der Gesegentwurf in der ihm bei der zweiten Lesung gegebenen Fassung an-

gen Schluß des Blattes.)

Nr. 19 des „Ministerialblatts für Medtzinal- und medizinis<he Unterrihtsangelegenheiten“, herausgegeben im Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinalangelegenheiten, vom 15. November, hat folgenden Inhalt: 1. Personalien. 11. All- gemeine Verwaltungssachen: 1) Verordnung bom 18. März 1904: wegen Abänderung der Verordnung vom 15. November, 1899, be- treffend das Verwaltungszwangêverfahren wegen Beitreibung von Geldbeträgen; 2) Anweisung zur Ausführung der Verordnung vom 18. März _ 1904, vom 4. Juli 1904. 111. Apothekenwesen: Erlaß vom 27. Oktober 1904, betreffend die Apothekenverbältnisse im Jahre 1903. 1V, Verkehr mit Nahrungsmitteln : 1) Erlaß vom 22. Ok- tober 1904, betreffend das im Kaiserlihen Gesundheitsamte bearbeitete «Pilzmerkblatt* ; 2) Erlaß vom 26. Oktober 1904, betreffend die Ein- reihung der vierteljährlihen Nachweise über die Trichinenschau. V. Impfwesen: Erlaß vom 28. Oktober 1904, betreffend Porto- freiheit für die von den Impfärzten einzusendenden Meldekarten über den Impferfolg. - V1. Fürsorge für Kranke und Gebrechliche: Er- teilung der Erlaubnis zum Gebrauche des Noten Kreuzes an den Frauenverein , für geordnete Krankenpflege in Mariendorf. VII. Seudhenbekämpfung: Nachrichten über den Stand gemeingefähr-

licher Krankheiten.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Mietwerte der Wohnungen in Berlin und den Nachbargemeinden.

Das Statistishe Amt der Stadt Berlin hat vor kurzem eine sehr eingehende Darstellung der Ergebnisse der Grundstücks- e Wohnungsaufnahmen vom Jahre 1900 in Berlin und den Nah e gemeinden veröffentlicht (Heft 2 der „Berliner Statistik“). Danach ga es in Berlin Ende Oktober 1900 24 513 Wohngrundstü>ke. Die Anzahl der auf ihnen befindlihen Wohnungen und Gelasse betrug ohne Berü- fihtigung der 236- vorhandenen Anstalten, die einen Gesamtwert von 7 065 822 6 repräsentierten, 476 047 und deren Mietwert 278882727 M Der dur<s<nittlihe Mietwert einer Wohnung s{hwankte in den Berliner Standesamtébezirken zwischen 1518 (Friedrichstadt) und 343 (4 (Wedding). Die Villenkolonie Grunewald übertraf mit 1667 #4 no die Friedrichstadt, in - der vur<schnittli< die höchste Miete in Berlin erzielt wurde.

inter dem Wedding mit seinem niedrigfien Mietertrage (343 6) Lieben no< 10 Vororte, und zwar in der Hauptsache die mit vor- wiegend ländlichem Charakter, zurü> (Nixdorf, Boxhagen Rummels- bura, Lichtenberg, Friedrichbfelde, Landgemeinde Hohen-Schönhausen, Weißensee, Neu-Weißensee, Heinersdorf, Nieder-Schönhausen und Reini>endorf). Am geringsten war der Mietpreis in der Land- gemeinde Hohen-Schönhausen, wo die Wohnung nur durdscnittlich 216 A. fojlete. L : i

Die in ganz Berlin nur in 818 Fällen vertretenen Häuser mit nur einerWohnung erzielten in der Friedrichstadt, wo es 92 solcher Grundstücke gab, mit 9935 4 den höchsten Mietwert pro Wohnung. Jm

‘Tiergartenvtertel gab es27 Einwohnungshäuser miteinemGesamtmietwert

von 2953 368 46, sodaß die Miete pro Wohnung 9384 4 betrug. In der Friedrichs- und Schöneberger Vorstadt und in der Dorotheen- stadt kamen auf das Grundstü> au< no< 7562 bezw. 7119 4 Miete. Von den übrigen Stadtteilen übertraf nur die jenfeitige westliche Luisenstadt mit einem Mietwerte von 3476 4 den Dur(schnitt der Stadt Berlin (3352 s). Auch in einzelnen Nachbargèmeinden, wie Grunewald, Treptow und Charlottenburg, waren die Mietwerte d Eigenhäuser mit nur einer Wohnung fo bedeutend, daß o nur von wenigen Berliner Stadtteilen übertroffen wurden; E ihnen haudelte es si in der Regel um Villengrundstüe. Di fe Gattung war unker den Häusern mit zwei Wohnungen i t Charlottenburg und seinen vier nächsten Vororten ebenfalls 8 stark vertreten, wie sih aus der Höhe der Wohnungsmieten s{ließen läßt. Bei den 12 Grundstü>ken der Tiergartenvorstadt mit ur zwei Wohnungen dürfte es sich auss<ließli< um Villen handeln; f repräsentieiten einen Gesamtmietwert * von 170670 #, d. \. 111 4 pro Wohnung. Auch die 80 Grundstü>ke der Friedrichs. und Schöneberger Vorstadt mit nur zwei Wohnungen ergaben einen Ge- mtmietpreis von 847 220 #6, sodaß eine Wohnung rund .5300 Pie In der Friedrichstadt betrug der Préis mehr als 3160, in rostete rich Wilhelm-Stadt no< über 2200 « Durch die tritte Ero wird der Preis schon merklich herabgedrüdt. Jm Tiergarten- viertel, wo es 17 Grundstücke mit drei Wohnungen gab, ift der Preisunterschied egenüber ‘den Zweiwohnungshäufern so groß, daß man annehmen kann, Fel der binzugekommtenen dritten hand!e es sich um eine geringwertige Portierwohnung oder dergleichen. Diese Vermutung wird gestüzt durch dle Iun daß hier und in einigen anderen Stadtvierteln der Mietwert pro Wohnung auf -Grundstü>ken mit vier Wohnungen ein höherer war; anderseits können hier aber auch etwa vorhandene Läden usw. dur thren höheren Wert den M!:2tpreis Pro Wohnung erhöht haben. ; s Die auf den 2 226 Berliner Grundstücken. mit fertigen Gebäuden ezählten Wohnungen und Gelasse, aué\{ließlih der Anstalten, ‘reprä- entierten einen Mietwert von 374 422 630 M, während der Gesamt- mietwert U debjenigen der 236 Anstalten 381 488 452 M betrug, sodaß cin Grundstü> im Durchschnitt 15 123 Miete brate Die Gesamtmiete, welche die Gewerbegelasse in Berlin und seinen 23 Vororten cinbrahten, belief sich auf 77 805 915 46, wovon rund

73,85 Millionen allein auf Berlin entfielen. 78 Millionen Mark Miete für die Gewerbe dase cu Berlin und den Vororten waren beteiligt Geschäfts. b

Lagerräume mit 23 444 000 4, Fabrikräume, Werkstätten Und ? mit 22 620 000, Läden mit 16 464 000, Konkore mit 5 025 C scasts- und Restaurationslokale mit 4681 000 usw. In“ der Stadt Berlin brachten von den näher bezeichneten Geshäftêräume- arten in 13 Stadtteilen die Wirtschafts, und Nestaurationg- lokale die hochsten Mieten. Ihr Betrag \{wankte zwischen 18 760 M in der Dorotheenstadt und 2867 im Tiergartenviertel, der Wert eines Ladens dagegen nur zwischen 6690 in der Dorotheen- stadt und 991 6 in der nördlichen Rosentaler Vorstadt. -

Von den bei der Grundstülksaufnahme im Oktober 1900 in Berlin gezählten 476 047 Wohnungen waren 473 141 permietet. Nah der Wobnungdaüfnahme im Dezember ergab sih ein Bestand von nur 470 057 vermieteten Wohnungen. Die Ziffern diefer leßteren Auf- nahme müssen als zutreffend angesehen werden, da in jedem zweifelhaften

alle Ermittelungen angéstellt worden sind. Sämtliche 470057 im E bee 1900 vermietet gewesenen Wohnungen in Berlin hatten einen Mietwert von 270 79% 325 6 Hiervon entfielen auf 245 675 Vorderwohnungen 188 805 718 4, axf 224 035 Pinterwohnungen 81 479 916 « und auf 347 Wohnungen mit unbekannter Straßen- lage 509691 4 Vorderwohnungea ohne Gewerberäume waren

2685 vorhanden, die eine Gesamkmiete von 130 664913 «6 brahtm; der Durchschnitt betrug 614 A pro Wohnung. Die

205387 vorhandenen Hinterwohnungen ohne Gewerberäume brahten 54557054 Æ Miete; der dur<(shnittlidhe Mietwert einer Hinterwohnung belief sih auf 257 A În den 23 Nachbar- emcinden gab es zusammen 140 556 vermietete Wohnungen, die eine Gésaintmiete bon 78598 497 6 ecinbra<ten. Davon entfielen rund 47,2 Millionen auf 74 502 Vorderwohnungen ohne Gewerberäume, 14,1 Millionen auf 13 508 mit Gewerberäumen, 13,3 Millionen auf 47 987 Hinterwohnungen ohne und 3,9 Millionen auf 4559 mit Gewerberäumen. Der Mietertrag sämtlicher 610 613 vermieteten Wohnungen und der dazu gehörigen 124 438 Bewerberäume in Berlin und seinen Nachbargemeinden belief fiŸ auf 349 393 694

Zur Arbeiterbewegung.

Zur Lohnbewegung in der Solinger Taschenmesser- industrie (vgl. Nr. 261 d. Bl.) berichtet die „Rh.- Westf. Ztg.“, daß sich gestern eine zahlrei besuchte Versammlung des esserreider- vereins mit dem Fes des Taschenmesserfabrikantenvereins beschäftigte, nah dem dieser cs abermals ablehnt, genecrell Preise für NReidervorarbeiten durch die gemeinsam etngeseßte Vergleichskomtmission feslseßen zu lassen, \sih aber damit einverstanden erklärt, daß, wenn in den einzelnen Betrieben Meinungsverschiedenheiten über dié dur< Einzelvertrag vereinbarten Preise für Teil: und Vorarbeiten entsteben, diese nahträgli<h dur< die Vergleichskammer geregelt werden sollen. Die Versammlung nahm einstimmig einen Antrag an, der ausspricht, daß der Reiderverein, falls der Fabrikantenverein seinen Ea nit abändert, das Vergleichskammerstatut für dur<brochen und die Ver- gleidstammer für aufgehoben ansieht. Der Reiderverein will dann elbständig Preise für die fraglichen Arbeiten festseßen und diese bei den eigenen Fabrikanten durWzudrü>en versuchen.

In Wien bes<loß, wie ,W. T. B.“ meldet, eine in der ver- gangenen Nacht. abgehaltene, von etwa 1800 Kohlenarbeitern besuhte Versammlung, heute früh in den Ausstand zu treten.

Der Ausstand der Karrenführer in Havre (vgl. Nr. 270 d. Bl) ist, dem „W. T. B.“ zufolge, beendet. S

In Lorient haben sih, wie tasselbe Bureau erfährt, zwei- tausend Arbeiter entsclossen, in den Ausstand zu treten und sich mit den ausftändigen Pulverarbeitern solidarisch“ zu erklären. Zweitausend Arsenalarbeiter in Brest haben sich ebenfalls mit den Arbeitern in Lorient solidaris< erklärt und find in den all- gemeinen Ausstand eingetreten.

Kunst und Wissenschaft.

A. F. In der Gesellschaft für Erdkunde sprach am Montagabend der Privatdozent Dr. L. Diels über die Pflanzen- geographie von Innerhina na< den Ergebnissen neuerer Sammlungen. Das innere China gehöct zu den Gegenden der Erde, die no<h von keinem wissenschaftlih gebildeten Botaniker besu<ht worden find. Alles, was wix von seiner Flora wissen, beruht auf Sammlungen, die namentli in den leßten zwet Jahrzehnten dort von Männern zusammen- gebraht worden 9 die neben ihrem Berufe oder neben dem Haupt- ¿zwe> ihrer Reise Zeit fanden, Herbaurien anzulegen. Weitaus die

rößten Verdienste haben si in dieser Richtung seit den Zeiten des R. P. Armand David (1869) die französischen BVissionare Westchinas erworben. Daneben bleiben von anderen Nationalitäten nur wenig Namen zu nennen, wie A. Henry, von Rosthorn und P. Giraldi. Ihre Sammlungen zeigen, daß eine überaus mannigfaltige Waldvegetation in dem Gebirgslabyrinth des westlichen Szetshuans und namentlich in den Ländern der unabhängigen Lolo-Stämme vorhanden ist. Diese Wälder bestehen, ähnlih wie in Japan, aus einem ungemein reichen Gemisch immergrüner oder im Winter laubabwerfender Bäume, teils tropischen Gepräges, teils lebhaft an unsere europäischen Waldungen erinnernd. Aus den Gattungen urserer Nadelhölzer gibt es viele Arten, denn Buchen, Birken, Eichen, Ahorn, Kirschen, Pirus gedeihen alle in großer Formenfülle. Ebenso vielseitig find der \trauchige Unterwuhs und die Stauden und Kräuter. Der ganze Wald ijt durhseßt von S{hlinggewächsen. Aehnlihe Wälder gibt es auch in den viel niedrigeren Gebirgen im Osten Szet <uans und in der ferneren Umgebung des Yangtse - Hafens Itschang. Jn anderen Gegenden Innerchinas, wie namentli<h in den Tälern, dann im „Roten Be>en“ von Szetshuan und auf dem Tsinling-shan- Gebirge ist von den Chinesen der Wald zerstört worden, sodaß der Boden jeßt entweder kultiviert ist (besonders intensiv im genannten Noten Been) oder aber ein Gebüschdi>iht von ialieraciieA Sträuchern trä In den höheren Lagen der Gebirge wird ver Mischwald durch at förmige Nadelholzbestände, Rhododendrongebüsche, und endlich blumen- reihe Alpenmatien, die mit Primeln, Enzian Pedicularis usw. reih bestanden find und viele von den Chinesen böhst geshägte Arznei- drogen liefern. { Durch die nordsüdliche Richtung der mächtigsten Kette und der bekanntli nah Hinterindien hinetnziehenden Stromtälec treten in Inner-China die Tropen und ihre Pflanzenwelt mit den emäßigten Zonen in so heitere Verbindung als irgendwo sonst auf der Srde.* Und da die Geologie beweist, daß dies Verhältnis schon seit uralter Zeit besteht, so ist es nicht überras(end, in der Flora Spuren hohen Alters und ungestöter Fortentwi>elung zu bemerken. Man fleht, wie sich dort der nordische Laubwald gewissermaßen herauslöst aus dem immergrünen tropischen Urwalde, und au sonst zeigen die floristischen Beziehungen, daß jener gigantishe Gebirgsknoten an der Grenze von China und

Tibet von ciner vielleicht unübertroffenen Fernwirkung für die Vege-

tation der Erde und besonders für die Pflanzende>e der nördlichen Halbkugel gewesen ist. Und darum sind jene entlegenen, no< so wenig exforschten Gebiete au< für den Botaniker voll von Problemen, gerade so, wie sie für die Geologie und manchen andern Qweig der Erdkunde die wichtigsten Aufschlüsse zu versprehen scheinen.

Der Künstlerverein „Pallas“, gegründet 1880, begeht im Fe- bruar n. J. sein 25jähriges Jubiläum durch eine Ausstellung von künstlerishen und kunstgewerblihen Arbeiten seiner Mitglieder in seinem Vereinsatelier, Neue Winterfeldtstraße 17, vom 5. bis 14. Februar.

Der Direktor der Lan dessternwarte auf dem Königs- stuhl bei Heidelberg, Hofrat Max Wolf hat, wie ,W. T. B.“ meldet, auf dem Wege der Himmelsphotographie einen neuen Pla- neten dreizehnter Größe entde>t.

Land- uud Forfstwirtschaft. Getreidemarkt in Genua und Savonag. d

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Genua beri{htet unterm 9. d. M.: Auf dem Getreidemarkt in Genua waren die Weich- weizenpreise im Monat Oktober d. I. fast keinen Schwankungen unterworfen. Troß stetig fester Berichte aus Nordamerika und fort- dauerndem Anziehen der italienischen Landweizenpreise war die Tendenz cher eine \{leppente, sodaß sich die Ferie nur mühsam behaupten konnten. Da ein Teil der hier eintre enden, ausländischen Weizen bon den Händlern in der Vorausseßung eingelagert wird, daß mit dem Vorrü>ken der Saison die Nahfrage des JIn- landes reger werden wird, so bildet \si< hier langsam ein ewisser Vorrat, der voraussichtlich ‘später die Preise des Genüeser tarktes ungünstig beeinflussen wird. Eine gute Tendenz zeigten während des ganzen Monats Oktober d. J. die Hartweizen, deren

Preise stark gestiegen find. In den leßten ZGIe {eint allerdings |

ne e Versiaurnas i s 1g der

das Angebot stärker geworden zu sein. Es ist e zu spüren. Der Vorrat an Hartweizen in Genua t bedeutend, denn infolge der Verzögerung in der Verlad Oftoberkontrakte haben die Grießmühlen alle Vorräte aufgekäuf Die Maispreifse blieben für entferntere Verla des ganzen Monats Oktober behauptet, fie Ton Monats sogar etwas anziehen, während s{<wimn

verschiffende Plataware zeitweise sehr flau war. Die hier eintreffenden. ufuhren an Mais sind gegenwärtig fast aus\{ließli< argentinisher Herkunft und bestehen hauptsähli<h aus Rot. mais zu ahrung8zwe>n für „Italien. Für Futter- zwe>e scheint in Jtalien gegenwärtig nit viel Bedarf zu fein. ie ankommende Ware ist von guter, fast ganz trodener Beschaffen- heit. Der leichte Geruch, der ihr in der Zeit des Ausladens anhaftet, Ade N O {hon 2—3 Tage, nahdem die Sä>e aus» geladen sind. Am 31. Oktober d. J. stellten si< die Getreidevorräte und die Preise für den Doppelzentner in Genua, wie folgt: Sei reise

Vorräte unverzollt inländish Weichweizen . 23 000 17,25—18,— Goldfr. 26,— artweizen 16 000 | 15,— 18!/s—19 ais s 27000 101400 16,50 Hte ë 8000 11,75—12,50 , 16,— oggen. 1500 15,— Í aue

In Savona stellten si die Preise für den Doppelzentner ver- zollt folgendermaßen : Weizen 60 Are Noggen 17 21D 5 A 49 » Eingeführt wurden nah Savona 807 dz Weizen. Auf Lager be- fanden sih dort Ende Oktober d. J. 107 dz Weizen.

Getreidehandel in Syrien.

Der Kaiserliche Generalkonsul in Beirut berichtet unterm 6D. Me: Sm Okiober d. I. gingen 8000 az Weizen über Häfen der karamanischen Küste (Merfina, Ajas, Selefkie) nah Rotterdam, ferner 9000 dz Weizen über Mersina nach England. Der Preis s{<wankte zwischen 16 und 16,50 &r. für den Doppelzentner f. a. B. Verschiffungshafen. An Gerste zu Brauzwe>en wurden 20 000 dz über Gaza und 5000 dz (aus der Gegend von Hama) über Beirut na< England zum Preise von 12 bis 12,90 Fr. f. a. B. ausgeführt. Außerdem gingen 4600 dz uttergerste über Alexandrette nah U, Bie 4 n is 10,50 v E D. An Hafer wurden 25 Zz von Mersina aus na ngland verschifft zum Preise von 9,50 Fr. f. a. B. L [ift 1

Ernte und Ausfuhr von Weizen in den amerikanischen Nordweststaaten.

Die Weizenernte im Nordwesten der Vereinigten Staaten ift as im Jahre 1904 sehr befriedigend auêge*allen. Sie beläuft si< na sorgfältigen Schäßungen für die drei Staaten Oregon, Washington und Idaho zusammen auf ungefähr 45 100 000 Bushel, woran Oregon mit 12 950 000, Washington mit 27 650 000 und Idaho mit 4 500 000 Bushel beteiligt sind. Der diesjährige Ertrag bleibt zwar hinter der ungewöhnli< günfligen Ernte des Fahres 1901, die die Sane von 46 600 000 Bushel erreichte, zurü>, überragt aber die Jahre 1902 und 1903, in denen 41 600 000 bezw. 34 785 000 Bushel geerntet wurden.

Da andererseits mehrere Mittelstaaten der Unton eine Mißernte aufweisen und infolgedessen die Preise auf dem Markte in Chicago bis über 1 Doll. für den Bushel gestiegen sind, so wird voraussihtlih eine sehr große Menge des im Nordwesten erzeugten Weizens Ah- nahme in jenen Staaten finden. Außerdem ist die Ecnte Californiens in diesem Jahre niht ausreichend gewesen, um die Bedürfnisse der dortigen Mühlen zu de>en, sodaß au dieser Staat auf den Bezug aus dem nördlichen Gebiete angewiesen ist.

Sollten die Preisnotierungen für Weizen auf dem Markte zu Liverpool au< weiterhin hinter den Chicagoer Preisen ¡urüd>bleiben, so werden die Weizenverschiffungen zur See vom Columbiaflusse und dem Puget-Sund in der bevorstehenden Saison nur einen mäßigen Umfang haben. Die no<h bestehende Ungewißheit der Lage hat zur Folge gehabt, daß im Gegensaye zu früheren Jahren bisher

in Portland wie au in den übrigen ais der Küste Schiffe für die Versendung von Weizen no< nit gechartert worden Ben Nach- dem nun au< vor einigen Monaten die ‘europäischen Segelschiffs-

reeder dur< die Not der Lage dazu gedrängt worden find, Jd. einer internationalen Vereinigung zusammen ushließen und Deo fonders wihtige Rü>kfrachten, worünter Weizen, ehl und Gerste, von der Westküste Ameri?as zu re<nen sind, Frachtsäße festzustellen unter die E nicht ees wollen, b anze Ausfuhrgeschäft aus dem Gleichgewichte gekommen. Noch t fich ni<t übersehen, wie der Frahtenmarkt si< in der nächsten ukunft gestalten wird. Den besten Nutzen haben zur Farmer.

Die im Lande selbst angebotenen hohen Freise für E haben jevt auch die Nahfrage nah Mehl aus Ostafien nahteilig beeinflußt, e E Händler über die bisher gezahlten Preise nit hinaus- gehen wollen. Î

Unter den obwaltenden Verhältnissen wird die gesamte Weizen- ausfuhr der Vereinigten Staaten, deren eigener Bedarf mit der zu- nehmenden Bepölkerung stetig anwächst, ohne daß sich die angebaute Fläche wesentlich vermehrt, au< weiterhin einen erheblihen “Rüd- gang aufweisen. Während diese Ausfuhr im Rechnungsjahre 1903 113 454 452 Bushel ausmachte, betrug sie im Rechnungsjahre 1904 nur no< 44 158 744 Bushel. j

Bei den Häfen der Pacificküste zeigt < diese Abnahme in der angegebenen Zeit in folgenden Zahlen: Die Ausfuhr von Sau Francisco ging von. 8 549 954 auf 1 774 431 Bushel zurüd, diejenige von Portland’ von 8 657 932 auf 3 476 453 Bushel und diejenige vom Rio bon 8928 909 auf 1725073 Bushel. (Bericht des

aiserlihen Konsulats in Portland vom 3, September 1904.)

cit nur die

. Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Aden, 22. November. (W. T. B.) Hier if der Aush; d Pest festgestellt und Quarantäne Li Pa E

Verkehrsanstalten,

Laut Telegramm aus Dortmund hat die erste englische Post über Vlissingen vom 22. d. M. A i i erreicht. Grund: Sihe A E

Berlin, 23. November. (W. T. B.) Infolge starken S<hnee- sturms im Westen find die telegraphishen Verbindungen zwischen Deutschland und England gestört. Die Telegramme, die unter Umständen mit Schiff gesandt werden müssen, erleiden starke Verzögerungen. L (

Theater und Musik, Deutsches Theater. Mit seinem Schauspiel Nufzüg! 5

in pier estern, nahdem es zuvor in W| E Gali aufgeführt warn va sg;

jeater zum ey

ersten Male, und ebenfa? Fes genshaften cinen Fulda für den, Tage bas vermöge dichterisher G hafúr ift seine gef ffen, aber L ber Ll eni zu ofensichtlih, seine Satire / : telt elf féslüge war von jeher, solange es eine Fa e rer Vorwurf für den Erzähler wie für den

jur gib, ein baz it einiger Beredsamkeit eifert, darf der

S E E unv das um omehr, je selbstverständlicher die

heiten sind, die er vorträgt. Diesen alten Crfahrungs\saß hat f da

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En nbe E : Fulda zunuße gemacht, und der Erfolg seines Stü>kes gipfelt darin,