1904 / 277 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Durchlauchten dem Fürsten, der Fürstin und der Prin- in A E Solms-Hohensolms-Lich gestern nachmittag um 5 Uhr von Lich in Darmstadt eingetroffen und von den Spißen der Zivil- und Hofbehörden am Bahnhofe empfangen worden. Auf der Fahrt durch die reihges<hmüd>ten Straßen brachte die Menge begeisterte Huldigungen dar.

Deutsche Kolonien.

Der Kaiserlihe Gouverneur von Deutsh-Südwestafrika, Oberst Leutwein wird, wie „W. T. B.“ mitteilt, nah einer telegraphishen Meldung aus Windhuk am 26. d. M. die, Leitung der Gouvecnementsgeschäfte dem Generalleutnant von Trotha übergeben, um dann am 30. November in ‘Swakopmund die Heimreise anzutreten. Er wird voraus- sichtlih Ende Dezember in Hamburg eintreffen.

Oesterreich-Ungarn.

Das ôsterreihis<he Abgeordnetenhaus seßte gestern, wie W. T. B.“ berichtet, die Beratung über die Regierungserklärung fort. Der , Abg. Kaiser (deutshe Volkspartei) bespra<h die tief- ehende Beunruhigung der Deutschen aller Länder Oesterreichs, be- fünbecs Súlesiens, iers der jüngsten La wandte fs dann eingehend gegen die Errichtung flavischer Parallelklassen in lesien und erklärte, die ganze Politik in Oesterreih sei darauf gerihtet, die Bevölkerung zu Demonstrationen zu treiben. Der Abg. Petelenz (Pole) polemifierte gegen die Abgg. Kaiser und Demel- und erklärte, es fei begreifli<h von den Polen jenseits der Grenze dieses Reiches, daß sie Mitgefühl für ibre Brüder zeigten, die nicht imstande seien, aus eigenen Mitteln Schulen zu erkalten. Das S@&lagwort von der polnishen Gefahr "treffe nicht zu, die Polen seten dort, wo sie frei seien, die besten Untertanen. Wenn - die Deutschen allen Nationalitäten friedliche und kulturelle Entwickelung em eren, so würden sie stels eine hervorragende und {öne olle spielen. Der Redner {loß mit dem Appell an die Deutschen, gegen andere Nationalitäten Gerechtigkeit walten zu laffen, dann werde das / Parlament au< wieder arbeitsfähig werden. Der Abg. Biankini (Slavisher Verband) griff die Regierung sowie den Statthalter von Dalmatien heftig wegen seines die esamte dalmatinishe Bevölkerung beleidigenden Benehmens an und führte aus, die Regierung hâtte den Landtag, der einstimmig das Ver- halten des Statthalters Freiherrn von Handel verurteilt habe, ent- weder auflösen oder den Statthalter entfernen müssen. Der Abg. Michejda (Pole) trat den Behauptungen entgegen, als ob die Polen/ den nationalen Frieden Schlesiens stören wollten. An den dortigen Verhältnissen seien nur die Herrs{hsu<t und der Egoismus ter Deutschen huld. Der Nedner wandte si dann gegen die Behauptung von der Gefahr der Slavisierung Schlesiens T die Errichtung von Parallelklafsen. Hierauf wurden die Verhandlungen abgebrecen.

Der Graf Julius Andrassy hat, wie dem „W. T. B.“ aus Budapest gemeldet wird, ein offenes Schreiben an seine Wähler gertchtet, in dem er seinen Austritt aus der liberalen Partei begründet. Eine maßvolle Reform der Hausordnung würde er billigen, er mißbillige aber die Verlezung der

sei, Er fürchte, au<h ein Sieg der Regierung

i den Neuwahlen werde die Minderheit wegen, die Rechtsverbindlichkeit der neuen / uerkennen: Graf Andrassy erklärt zum Schlusse, er könne fis der vereinigten Opposition nicht anschließen ; denn ein

eil der Opposition habe dur<h Obstruktion sich solcher Aus- <hreitungen schuldig gemacht, daß diz Mehrheit sih zu Ent- [lüfen habe hinreißen lassen, die früher niemand für möglich gehaiten habe. / j

Ba der gestrigen Versammlung der Stadtverordneten von Budapest interpellierte Polonyi wegen der Teilnahme des Bürgermeisters Halmos an einer Völksversammlung, die für die Regierung Stellung genommen habe. Als der Bürgermeister eine Antwort erteilen wollte, entstand sol ein ewaltiger Lärm und Tumult seitens. der Angehörigen der B olitonanartti, daß die Sizung geschlossen werden mußte.

Frankreich.

Bei dem Kriegsminister Berteaux fand gestern, wie _„W. T. B.“ meldet, ein Empfang der fremden Militärattachés statt. Der Minister drü>te ihnen seine Hochachtung für ihre Staatsoberhäupter und seine Sympathie für die von ihnen vertretenen Armeen aus. Zugleih gab er die Versicherung, daß er ihnen, ebenso wie sein Vorgänger, die Erfüllung ihrer Aufgaben in möglichster Weise erleichtern werde. Der Doyen der Militärattach6s dankte dem Minister.

Die Kommission der Deputiertenkammer für die Steuergeseßgebung hat beshlossen, mit dem Ministerpräsi- denten und dem Finanzminister zu verhandeln, um zu einem Einvernehmen über die beiden von der Kommisfion und von der Re- gierung ausgearbeiteten Einkommensteuerentwürfe zu gelangen. “.

Es heißt, das russis<he Panzerschiff „Cuban“ ver- vollständige im Hafen von Bayonne den Bedarf an Lebens- mitteln; der Kommandant des „Cuban“ ecwarte einen Befehl aus St. Petersburg, ob er die dritte Division der baltischen Flotte abwarten solle. ;

niht be- ausordnung an-

Í Rußland. Wie dem „W. T. B.“ eid ingfors mitgeteilt wird, ordnet ein Kaiserlicher Tagesbefehl an den Generalgouvexneur

von Finnland die Eröffnung des finnishen Landtags für den 6. Dezember an. ; j Von dem russishen Ergänzungsgeshwader, -das bei Skagen lag, sind gestern nachmittag ein Torpedoboot ‘und ein Hilfskreuzer und heute früh die übrigen Schiffe in See gegangen. i Ftalien.

Der König und die Königin ‘sind, wie „W. T. B.“ meldet, gestern wieder in. Nom eingetroffen. i Der Prinz Georg von Griechenland ist abend in Brindisi cingetroffen und in der Naht nah gee „Tribuna“ meldet, auf Antrag des Schaßministers Luzzatti, der bisher au das Finanzministerium verwaltet habe, sei gestern von dem Mi nisterrat beschlossen A der Ministerpräsident Giolitti solle dem König Bon agen, den bisherigen Unterstaatssekretär des Finanzministerium Macorana zum Finanzminister zu ernennen.

Spanien. E M

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König empfing gestern, wie „W. T. D. me /

eine A aaa des Athenäums für: Kunst, E haft und Literatur, die ihm das Diplom als Ehren- überréeihte. Der König äußerte in einer Ansprache ; La das Bestreben beseele, „das Los -der

an der Lösung der Frage, für die schaffen, RilRwieten

gestern

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j A mit der die neue Hausordnung beschlossen worden | 1 O

Im Senat verlas gestern der Justizminister Toca den Geseß- entwurf zur Unterdrü>ung der anarchistis<hen Bestrebungen. In der Begrlindung beißt es, die Regierung wolle mit dem Entwurf ein bere<tigtes Verlangen der öffentlichen Meinung befriedigen. Die Vorlage enthält nacheinander die Artikel des Geseßes vom 10. Juli 1894, die dergestalt abgeändert sind, daß sie Strafbestimmungen gegen die verschiedenen als anarcistishe anzusechenden Handlungen festsetzen.

Niederlande.

In der Zweiten Kammer stellte gestern, nah einer Meldung des „W. T. B.*, bei der Beratung des Budgets für Indien der Deputierte van Kol (Soz.) wieder den Antrag, einen großen Teil der Kolonien zu veräußern“ und der Politik der Ausbreitung durh militärishe Erpeditionen ein Ende zu machen. Der Redner er- klärte, er befürhte ni<ht, daß es dur< eine sol<he Veräußerung zu internationalen Verwi>elungen kommen föônne, und suchte dann nachzuweisen, daß die Kolonien unter französisher oder englis<er £.rrschaft besser geleitet und zu größerer Blüte gelangen würden. Cine Verminderung des niederländischen Kolonialbesizes sei dringend notwendig, bevor die Großmädte sih dieses Besitzes be- mächtigten. Der Deputierte van Bylandt (Partei der Anti- revolutionäre) trat unter Hinweis auf den Krieg in Ostasien für eine Verstärkung der Flotte ein. Der Redner sowie nah ihm

der Deputierte de Stuers (Katholik) bekämpften scharf die Kolontalpolitik der Regierung als Politik des Im- perialismus und die blutigen Expeditionen gegen unschuldige

Eingeborene in Nord- und Mittelsumatra. Mit einiger Geduld würde die Herrschaft Hollands in diesen Gebieten fester sicher- zustellen sein. Die Hollänter seien jeßt glei<h Hunnen und Tataren gegen die Gajus und die Alas vorgegangen und hätten Frauen und Kinder zu dem Krämerzwe>e hingemordet, die Erzlager und Petro- leumquellen auszubeuten.

Serbien.

Eine Abordnung der Skupschtina überreichte gestern, wie „W. T. B.“ erfährt, dem König die Adresse. Der König drückte seine Befriedigung darüber aus, daß seine Anschauungen über die Aufgaben der Regierung und über die gegenwärtige Lage Serbiens mit denen der Skupschtina über- einstimmten. i

Amerika.

Der Staatssekretär Hay und der portugiesishe Gesandte Vicomte de Alte haben, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern einen zwischen den Vereinigten Staaten und Portugal abgeschlossenen Schiedsvertrag unterzeichnet.

Asien.

Der Generalleutnant Ssacharow hat, dem „W. T. B.“ gufolge, dem Generalstab unter dem 22. d. M. gemeldet :

: m 20. November beseßten unsere Freiwilligen um 4 Uhr früh die Bergklegel auf beiden Seiten des Schinhailin- passes, 4 Werit südlih vom Dorfe Tungau. Neun Frei- willige hatten später ein Gefed>t mit Japanern, die si< unter Verlusten zurü>zogen. Am 21. November wurden Teile unsezrer Abteilungen, die am 20. November das Gefecht beim Dorfe Uitsuitsi hatten, vom Feinde angegriffen. Der Angriff wurte zurückgeschlagen, die_ Japaner hatten bedeutende Verluste. Auf unserer Seite wurden ifizier und 30 Mann verwundet und 10 Mann getöôtet. Am 22. Noveitber beshoß der Feind das Dorf S\ahepu.mit Belage- rungsges<üßen.

__ Aus Tokio berichtet das Kommando der Armee vor

P E E vom gestrigen Tage, laut Meldung L

E E t ; i s f Der Feind machte in der Naht zum Montag einen Gegenangriff auf die vor dem nördlichen Fort von Ostkikwanschan egenden

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fehlende Or j f end ei

japanischen Truppen, wurde aber zurü>gedrängt. Am Montag a Uhr ging eine japanis<e Abteilung gegen Wietsuku, nördli von Husientshang vor, griff einen russishen Lagerplay an

und beseßte ihn. Danach bedrängte eine feindlihe Abteilung unsere linke hintersten Stellungen, wir er-

e und unsere l hielten aber Vei stärkungen und trieben den Feind um 94 Uhr früh gegen Tschien holin zu zurü>. Der Feind war etwa 600 Mann Infanterie, 300 Mann Kavallerie und 4 Geschüß: stark. Er ließ 39 Tote zurü>, au< machten wir 6 Gefangene. Wir hatten 29 Tote und Verwundete. Wir erbeuteten 38 Gewehre sowie Schanzzeug, Munition und anderes Material, Am 22. d. M. um Mittag ge- rieten die Gebäude beim Arsenal infolge der Beschießung dur< die japanischen P gelBade in Brand. Abents 97 Uhr war das Feuer noch nicht gelöscht. Í a

Wie das „Reutershe Bureau“ meldet, sind gestern fünf Unterseeboote in Yokohama eingetroffen.

Das „Daily Chronicle“ meldet vom 283. d. M. aus Schanghai, der enge Dampfer „Tungchow“, mit 30 Dosen Büchsenfleis<h von Schanghai nah Port Arthur unterwegs, sei gestern von den Japanern abgefangen

worden. Afrika. :

Das russishe Geschwader ist gestern, wie „W. T. B.“ erfährt, ‘von der Sudabucht in Port Said eingetroffen. Für die Durchfahrt des Geschwaders dur< den Suezkanal sind die peinlichsten Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.

Parlamentarische Nachrichten. (Bericht von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befindet fich in der Ersten und Zweiten eilage. :

Das Haus der Abgeordneten nahm in der heutigen (103.) Sißung, welcher der Minister für Landwirt- schaft 2c. von Podbielski und der Minister des Innern „Freiherr von Hammerstein beiwohnten, zunächst in dritter

eratung den Geseßentwurf, betreffend die Jnkraft- seßung einer anderweiten Klasseneinteilung für die Gewährung von Iten an die „unmittelbaren Staatsbeamten, ohne Debatte an und ritt dann zur Beratung des Antra gs des Abg. Dr. Grafen 2 ouglas (freifons): y Í j

__ die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, in Erweiterung der

„in Anregung gebradten Landeskommission zur Bekämpfung deg

Alkoholismus eine Landeskommission für Volkswo [Fabri

W \ Mea e ein E Cane Fe RENe beratendes

rgan zur Grhaltung und Hebung des körperlichen, i

lihen und wirtschaftliden Wohls i: Volkes. Hen, geistigen, sitt «Jn Verbindung damit werden die Petition j Pastor Leibrandt u. Gen. in Bojanowo E D) E Ein: seßung einer Landeskommission ur Bekämpfung des Alkoholismus, sowie von Dr. Stephan in Beuthen i. O2Schl. (Oberschlesisher Bezitksverein gegen den Mi brauch geistiger Getränke) um Einsegung einer andestomiÿsion zur Bekämpfung des Alkoholismus und um Reform des Shank- fonzessionswesens beraten. i

ichterstatter Abg. Lern U beantragt, die Peti- a E sie die Ein ehuñg ciner Landesk ommission zur

danken traten

Bekämpfung des Alkoholismus betreffen, der Negierung als Material zu überweisen und die lehtere Petition im übrigen für ungeeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären. i Abg. Graf Douglns (freikons.): Auf dem Gebiete des Arbeiter« shußes und der Arbeiterversiherung steht Deutschland bisher un- erreicht da. Allein es fehlt als Krönung des Gebäudes do die plan- mäßige Bekämpfung menlPlien Elends in bygienischer und sitt- licher Beziehung. Wenn Preußen seinen Aufgaben in der Wohl- fahrtépflege bisher ni<ht in gleihem Maße gere<ht geworden ist, 4 wie das Reich, so liegt dies vornehmli<h an dem Mangel 49 einer mit der genügenden Initiative autgestatteten Zentralstelle.

Was uns fehlt, is eine auf allen einschlägigen Ge- y bieten arbeitende Lanteslommission für Volkéwohlfahrt. Die 4 bloße Schaffung einer Kommission ‘zur Bekämpfung des 1 Alkoholismus fönnte dieser leiht den Vorwurf partei- E

licher Einseitigkeit zuziehen. Es wäre ferner die Bildung ähnlicher Kommissionen für andere Gebiete zu befürchten, dadur würde lei doktrinärer Brin ienreiterei und. weiterer Zersplitterung Vorschub lee ie beantragte Landeskommission würde sih zu be châftigen haben mit der gesamten Gesundheitspflege, der Be- kämpfung der Tuberkulose, ter Syphilis und des Alkoholismus, ferner A des Krebses und aller Seuchen, mit der Unfallyerhütung und ersten 4 Mle in Krankheitéfällen, der Ausbildung von Pflegerpersonal, der Belehrung des Publikums auf den eins{lägigen Gebieten, der Kut« * pfuscherei ; sie würde si< in Verbindung seßen mit den verschiedenen F Frauenvereinen, wie denen vom grünen Kreuz (Frauenshuß) usw. Ferner würde si< die Tätigkeit der Landeskommission zu erstre>en F haben auf die Fürsorge für“ die mit einem leiblihen, geistigen oder sitilichen Defekt Bebafteten, die Geistess{hwahen und Irren, die L Idioten und Epileptischen, die Säu;er, die gefallenen Mädchen, die "F entlalene Sträflinge, die Tauben, Blinden, Krüpvel, die Armen und Kranken. Die Zuständigkeit der Kommission würde ferner ume fassen die Tätigkeit der Vereine für innere Mission, soweit deren Tätigkeit J nicht auf konfessionellem Gebiete liegt, der Vereine zur Fürsorge fük verwahrloste Kinder und solcher für Fürsorgeerziehung, der Vereine für die shulentlassene Jugend, der Fortbildungsschulen, der Perbergen zur 28 Heimat, der Mädchenhorte und Jünglingsvereine, der Vereine für Volks bibliotheken, Lese- und Wärmehallen, Arbeitergärten und Ferienkolonieh Heimstätten, das Kollekten- und Sparwesen, die freiwillige Feuerwehr. Augenbli>lih liegt die Verpflichtung zur Fürsorge auf diesem gewaltige! Gebict in erster Linie der Staatsregierung ob. Bei Verwaltungs beamten pflegt aber naturgemäß die Initiative mehr zurü>zutreten Als befonde1s8 produktiv e bbiten die Parlamente. Sie sind aber dur<h ihre übrigen Arbeiten bereits so überlastet, daß A jenen weiten Gebieten ni<t die genügende Aufmerksamkeit senken können. Auch der freiwilligen Liebestätigkeit fehlen die 0&"+ nügenden Organe, um ihrer treuen Arbeit die nötige Stüye zu geber, i An ähnlichen Versuchen fehlt es ni<ht. Württemberg hat leit fast F hundert Jahren eine Zentralstelle der Wohltätigkeitsvereine ; naa M hat verwandte Einrichtungen; Frankreich is im Begrille ein eigenes Ministerium für Wohlfahrtspflege zu gründe: : In eine solche Landeskommission wären Männer zu berufen, A sih in der Tätigkeit für das Volkswohl bereits bewährten, t f ihre Aufgabe wäre, die Regierung zu beraten, sobald es gewuün le M wind, aber au<h anregend auf fie, zu wirken. Es E au<h ni<ht ausbleiben, daß eine Arbeit, die von den

schiedensten Teilen unsers Volkes geleistet wird, nicht bloß A

den Arbeitégenossen ausgleichend, sondern au< allgemein \oz söhnend wirken würde. Es is unvermeidlih, daß ein Antra e

E S S e I A

dieser, der ein volles Novum bedeutet, auf die mannigfa<hsten Widerst T wohlwollenden ärztlichen und sonstigen fahmännischen Kreis - trägt man edenken g en jede Neuerung, da schon zu viele Organisation beständen. Man evt ierin Zersplitterung, wo gerade eine Vereinigung fion me ö e währe Í - s edaht ist. Man befürchtet ei zu umfa} net Bescränkung sau tet, die einzelnen Materien zu sehr ineinander greifen “wan ¡hie Trennurg einen "vollen Erfolg in ‘Frage stellen“ würde. J aber wird eine Organisation wie die vorgeschlagene \ih als ein Merkstein in der Geschichte der Volkêwohlfahrt erweisen. Ueber die Größe der Au gabe kann niemand ‘im Zweifel sein, aber hoffentli<h "# wird sie weit übertroffen werden von der Größe des Etfolges. _ Denn "F bleibt unser Volk allezeit der Mahnung eingedenk: Losset uns Gutes tun und nit müde werden, dann wind si< auch die Verheißung erfüllen: denn zu seiner Zeit werden wir au< ernten ohne Aufhören. Abg. von Schen>endorff (nl.): Meine politis<en Freunde | stehen dem Antrage des Abg. Douglas freundli< gegenüber und werden gern daran mitarbeiten, der in temselben enthaltenen Anregung F Geltung zu verschaffen. Was die Alkoholfrage betrifft, fo werden wir * u alle Bestrebungen unterstützen, wel<he geeignet sind, dem Mißbrauch des" Alkohols entgegenzutreten und vorzubeugen. Meine politischen pre 4 ie aber davor warnen zu müssen, in den Maßnahmen hiergegen laatlicherseits zu weit zu gehen. Was aber die Bildung einer allgemeinen Landeskommission für Volkswohlfahrt be trifft, die der Regierung als beratendes Organ zur Grhaltuns und Förderung des körperlichen, geistigen und wir lichen Wohls des Volkes zur Seite stehen joll, so begrüße i die

: mich leitete ift der dag p cudigste. Der wesentlidhste Grund, er alen

„ist le parlamentarischen Vertretungen, die au? ragen Verhältnissen fl sind, ben

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herv der Volföwohlfahrt selten ung e Körperschaften “ere

Bei den sozialen Strömung E ar n die Nolkswohl-

fahrtsfrage zu cinem witt tes bf then los s end wielt, _und es wäre als ate dres Ma ea e qud

reie Strömung im Volksleben zu begrüßen, Feraus nit nur

Mitte der parlamentarishen Vertretun B A /

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in Preußen solche L wohl daran eclinenn uniisionen gei 9 Jahren eine

ähnlide Anregung bier im Se nämli die Anregung

zur „Bildung tines freien Aloe Sen ide Gra fer S I amals e i t Ae :

E nur einen einge shränkten V E, der körperlihen, Tad

E und wirtsc{aftlihen Gr buna 1 dienen. Soll nun a

so wer Beirat wirkli seinen Zwe> erffillen, so muß thm au

er Initiative gegeben werden, damit er einen Antrag im E

der Regierung stellen d immt werden, daß dieser Beirat jährlih en darf. Auch müßte bestimm en werben fol, Alle tief, mindestens einmal von der egierung eruf

b M [8-70 Fragen aber, b n Alkohol oder v0 M wirtschaftliche Fragen, stehen no< rerart im Anfange der Entw

eue daß meine Freunde lauben, davon absehen zu müssen, ir idlague i Ri us Plbaki bindend darüber ea von

er 21 Mitgliedern vor Bi Ra A

Abg. von Bodels<wingh (b. k. P,): Ihre Herzen m alle ohne Ausnahme \i A d e E handelt sih um Wohl und Wehe von underttausenden von Mitmenschen, zu allem Ja sagen, was der Antragsteller sagte. man von ihm hört, was die Kommission alles so ershri>t man; ‘denn s steht so aus, wie: igkeit det umshlungen, Millionen“, als ob man die ganze Barmherzig For e Welt an \i< reißen wollte. Es ist ein großes Gebiet von Not tungen zur-Beseitigung der physischen, sittlichen und eistigen um das ins Auge gefaßt werden soll. Sie meinen, lieber Freun teine, Antragsteller), do< damit nichts anderes als der 204 wenn er sagt: nihil humani a mo für alle Not und alles Elend meiner Mitimensh Î Dhr nit verschließen. Sie wollen do< nicht die be i, A in ihrer Arbeit stören. Von den Sachen, die Sie gesagt 4E ission mir besonders gefallen, daß Sie saglen He Ta würde einen. Generalstab bilden für die Werke herzigfeit. “Wir haben {on eine Legion von

kleinen Vereinen und au< einen s{önen Zentralverein; do alle bestehen bleiben. V arber “beaocieiis besteht no<. chr.