1904 / 282 p. 31 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

S A 1 Besondere Beilage | zum Deutschen Neichsanzeiger und Königlich Preußischen Staaksanzeiger. -

M 282.

Berlin, Mittwoch, den 30. November L 1904.

Die Entwickelung der Gütertarife der Preußish-Hessischen Staatseisenbahnen.

; E ten Gesehentwurfs, betreffend | Büchtemann (14. Februar 1885 S. 473 sten. Ber.) zustimmend _ Dabei war die Verwaltung bestrebt, die allgemeinen Säße

Jn der ia tibnen Vie l Staat Un anerkannt. Auf seinen Hinweis auf ‘den damaligen Nükgang | möglichst nah den jeweils niedrigeren Säßen der älteren den, Srmerb mne E 5 der Drucksachen des Abgeordneten- | des Reinertrages erwiderte der Minister (S. 475), daß zu einer | Staatsbahnen Zu bemessen und einzelne mit der Einführung“ Zahre 1879 ( s Beunruhigung keinerlei Veranlassung vorliege; daß aber im | des Reformtarifs in 1877 verknüpft gewesene Härten f R E e, dem wirtschaftlihen Bedürfnis | übrigen die Verstaatlichung nit vorgenommen sei, „um cine gute )

O S e pf L fe orte Cu ar /

Reduktion der Tarife | Spekulation zu ma en, um etiva die Finanzen des taats | wurde der Einp ennigtarif für grö ere Entfernungen (über des Landes E s f | auf die B 0 bringen ein Speku ationsobjekt | 100 km) überall dur gere<net, andererseits der Nahverkehr H O Stetigkeit und Gleihmäßigkeit damit zu gewinnen“: die Verstaatlichung sei ausgeführt, um | dur Ermäßigung der Abfertigungsgebühren mögli<st er-

; : n der gedeihlichen Entwickelung | auf der cinen Seite die inanzen des Staates alleidings nicht | leihtert. Für halbe Wagenladungen der Güter der Spezial- es E O Dee Ne M die' Aufgabe der | zu verschlechtern,- aber auf der anderen Seite ‘in der J

Absicht, | tarife wurde der bisherige Saß gl L und für volle Staatseisenbahnverwaltung bezeihnet. Dabei wurde | dem Lande ein wohlgeordnetes Eifenbahnverkehrswesen zuzu-

i a 1871) B be ¿wanzigprozentige Zuschlag vom Jahre h: ache liegend“ erklärt, wenden. Daß dies auh mit Erfolg geschehen sei, könne man | 1874+ überall beseitig 681018 ein der Nar ver Sacje LEgenp, eetlär s 9 In gleiher Weise wurde nah den weiteren Verstaat-

f waltung bei Staats- wie | auf jedem einzelnen Gebiete schen: Wenn er das Zeugnis i (

daß der a E E Höhe De Transport- | des Ciates anrufe, ob die Verwaltung ihre Pflicht getan | lihungen der nächstfolgenden Jahre vorgegangen. Die Tarife bei Privatbah Einfluß geltend mache, daß die finanzielle | habe, so sei er überzeugt, es falle für ihn aus. Auf eine | wurden sogleih nah den Staatsbahntaxen umgere<net und Pr bei folcher Verwaltungsmaßregeln zugleih von | weitere Bemerkung desselben Abgeordneten in emer | mit allen Stationen der neu übernommenen Bahnen direkte S iellen Gesuniteffett der Verwaltung mit be: | späteren Sißung desselben Jahres, daß die Erwartungen Abfertigung eingeführt. A / e

E ß Gebe da auch die Staatsverwaltung eine an- | in bezug auf Tarifermäßigung, welche besonders von der Hiermit waren stets beträchtliche Frachtermäßigungen ver- ene Verzinsung des in den Eisenbahnen angelegten | rehten Seite des Hauses gehegt worden, nit erfüllt seien,

l i bunden, da die Privatbahnen großenteils höherè Einheitssäte, Kapitals auf die Dauer so wenig entbehren könne wie | daß keine Tarifermäßigungen eingetreten seien, erwiderte der wozu sie innerhalb der ihnen genehmigten Maximalsäye be- die Privatvérwaltung. Indessen seien von ciner einheit- | Minister (S. 932) unter dem Beifall der Rechten:

] l ¿ rechtigt warèn, beibehalten hatten und dem Vorgehen der lichen staatlihen Verwaltung günstigere sinanzielle Er- er müsse dies auf das bestimmteste in Abrede stellen: Staatsbahnen häufig nur so weit gefolgt waren, als das eigene folge zu erwarten, als von einer Vielheit getrennt ver- es hätten re<t erhebliche Tarifermäßigungen statt: | Juteresse hierzu nötigte. E) ; walteter Privatbahnen. Zudem trete an Stelle des gefunden; die E „gehe auf dicsem Gebiet, wie | ————

Dividendeninteresses bei der staatlihen Verwaltung son ost gesagt sei, ruhig, bedächtig und vorsichtig *) Die allgemeine Tariferhöhung von 1874 wurde |. Zt. be- das allgemeine wirtschaftlihe und das Finanz- weiter vor. Sie habe bereits Millionen an Einnahmen gründet mit dem sinkenden Geldwert, der beträchtlichen Preiserhöhung interesse des Staats, wel<h leßteres. in der fallen lassen, sie wolle aber nicht sich „Überstürzend vor- | der für den CEisenbahnbetrieb wihtigst-n Materialien sowte des Ar- Aufgabe, die Bedürfnisse des geordneten gehen; sie wolle ni<ht Schritte zurü>machen müssen, E a A inolgevesen, troß fegcates Verkehrs abnehmen- Staatshaushalts einschließlih der Zinjen- und sondern vorwärts gehen. en Rente der Eisenbahnen. Sie würde L von den Privatbahn-

A : s A EUS ; és N :rwaltung itragt. Von den Regierungen, die s i Amortisationslast der Staatss <ulden zu deen, Dieses vorsichtige Vorschreiten unter Beachtung der Finanz- A S A m, e 2 A He Sia Zelis seine natürliche Begren-ung finde. Ein finanzielles | lage des Staats wurde au<h im Landtage gebilligt. Jm nit ungünstig aufgenommen und nit minter im Landtage lebhaft Junteresse dieser Art könne mit dem wirtschaft- | Jahre 1891 ging das Abgeordnetenhaus über einen Antrag:

D Land Wid Die Königliche Staatsregierung zu exsuchen, die be- elde ti En e H zun Ä Ie pom dh fer ges l Î es Landes nicht in Widex- ie Köoni z ru / © | ¿u Gunsten einer allgemeinen Tarifreform gestellten Be un u- B S enes wenn dies ntere A gefunden stehenden Tarife einer Neform zu unterziehen, welche | gelassen. Se Ulrich, Eisenbahntarifwesen 1886 S. 250; ertb finanziellen Grundsä en in Uebereinstimmung bleibe und dur Cn der E MARL Und Vereinfachung des | der Kommission des Abgeordnetenhauses, betreffend das die Rentabilität an fh nicht auf unsicherèn Grundlagen Tarifsystems die preußischen Staatsbahnen Für die wirt- | 50 Gt pendeses, Nr. 376 der E 1873 E S6 beruhe. Daß die De>ung der laufenden Bedürf- shaftlihen Jnteressen des Landes in eau Maße | Bericht des bgeordnetenhauses vom 15. Ma 874.) nisse des Staats die erste und unerläßliche uußbar maht (Nr. 65 der Drucksachen)

E die S i ate E e fregel der e der e É e. ; . es atsettenbahn em n Preußen verfo en Abch Bedingung eines geordneten Staatshaushalts ti Tagesordnung über. Die Staatsbahnen könnten, wie von festigung J L y ; P 8

: E 2 E: direkt widerstreiten würde, ist von der Staatsre ierung wiederholt

bilde, sei ebenso einleuhtend, wie die Be- | seiten der Mehrheit „ausgeführt wurde, von einen eininal ausdrücklich S worden. (Bearlinvung des Géseuentwurfs von.

ränk des Zwe>s staatliher Betriebs- | verbilligten Tarife s leiht wieder abgehen; das sei der | 1879 Nr. ‘5 ver Dru>ksachen des Abgeordnetenhauses v. 1879 S. 77;

s{<hränkung 1i auf das für die De>kung jener | Grund, weshalb jede arifreform sorgfältig geprüft werden Bericht dec Kommission“ zur Vorberatung des Gesezes, betr. die Ein- G S Fo d Erträgnis. müsse und im Verein mit dem Landeseisenbahnrat auch ge- | sc{hun

f Dri Gastes Beiräte, vom 20. April 1882 Nr. 211 der G des Geseßes wurde die Rentabilität | prüft werde. Man könne wirklih nicht behaupten, | Dudsächen des Abgeordnetenhauses von 1882 11, Session S. 14 u. Von den Gegnern

h ; ; ; ¿ . (a. O.). Sie würde au für die Staatsbahnen- in Preußen nur ; : Farifermébi daß irgend eine Stagnation stattfinde oder jemals | @. a. D.). Sie wür r h und die Möglichkeit der E ile Mebuce n R ta habe, oda baß die A d (G.S. S. Hg olgen fönnen. ($20 des Geseßes vom L. Juni 1882 i eifel gezogen. , : En i | bestrebt gewesen sei, fortwährend weiter zu gehen und das E : ; A Ta verfangie cine A s R Erbêbannd R S en weiter auszubauén. (Stenographischer Bericht vom *) Von einer großen Privatbahn, die in jenem Jahre über 17 9% - mangelnder Menladuita ( /

27. Februar 1891, Seite 1152.) S A e s N T ONA S: u

i ti S t f; R ay hte vom’1. Januar eider genötigt gewesen sei, die

Tari fe oder ie Mae A Dem Vorwurf allzugroßer Rücksicht auf die fiskalischen Herabseßung der Frachlpreise ihres Lokalgütertarifs eintreten Drittes gebe es nicht. Sind anten der ganzen Vor--| Interessen wurde auh aus dem Hâuse wtederholt mit dem zu lassen, da die Preußische Staatsbahnverwaltung mit ee “O Dien ou “Man tônne darauf rechnen baß Ps Vegegnet, Daß das, was nut einer n be Dgs Umrechnung der Tarife auf der Konkurrenzroute nah den lage widersprehen er Boustde verfahren werde. Die | werfenden Bedeutung als „fiskalische“ Interessen bezeichnet Staatsbahntaren unter Zugrundelegung der kürzeren Ent- die Regierung mit äußer ster Í ) enüber | werde, die Jnteressen der Gesamtheit der Steuer- fernung der Privatbahnroute vorgegangen sel, Für vis An Se A ide oe zahler seien. Wenn, so wurde 6 a Etatsberatung 1888 L E Foleeermäbigungen cue FatfpreGende Lee ähnlichen Einwürfen a E E ; von einer Seite ausgeführt, die 40 Millionen Mark, die die Î r V0.ge haben würden, s{eine jeder Anha hi Be O cine baba Be ae S n, e Eides Aer g, ibi E Zweke des O : Aa melde cin Verkehre 7 e [düdigende 2 :

LlUmne ZU i j î Etatsjahres liefere, niht vorhanden wären, dann A j I D en Sande dié Porteile u uenden,: ü fi i h werden Tônne, nur lebhaft bedauern. die ein eines E de 1 ffen A E ls bo h e Es O Au noch in neuester Zeit wurde von einer Privatbaßn lebhafte l wurden von verschiedenen Seiten im Abgeordneten- | werden müssen. der Gesamtheit s | Klage in der Oeffentlichkeit darüber geführt, daß fie* i Saale finanzielle Mißerfolge befürchtet, besonders | 3emeine Junteressen de amtheit der Steuer-

«infolge

der 1 t direkten oder indirekten Dru>es der Preußischen Staats- z cijen, mit ; i i At T artl x e e E L Baug uf dié Tauisberabsebumen voe,d ober wenn solche | gevise Viana tuna Âs zu jo Siaubtalt, Brennsiege igt ermäßigungen.— unterstüßt, wie man besorgte, durch die au da, wo wirtschaftlih wichtige, im allgemeinen Interesse | erz) habe en!s{ließen müssen, daß fie f h fu ennstoffe, Cisen- in Aussicht genommenen Eisenbahnbeixäte. Der Äbgeordnete liegeñde Bedürfnisse befriedigt werden könnten, bei der besseren | Eine Vermehrung des Verkehrs, wodur die Grmäßigungen De>ung Riert (3. Lesung S. 606 der sten. Berichte von 1879/80) wollte Lage der Finanzen aus fiskalischen Gründen niht abgelehnt | finden könnten, sei ausges{lossen. Gleihwohl stiegen in demselben Garantien gegen den begehrlihen Finanzminister nicht haben, werden sollten. Auch sei vom wirtschaft lien Ges tg- | Zahre, in dem die Klage erhoben wurte (1903), der Güterverkehr der er möchte ihn vielmehr stärken, wo er könne; er bitte den punkt aus da, wo es si um die Konkurrenzfähi felt ver: sogar um m 0 10 %/a, die Einnabmen aus dem Cs Finanzminister, daß er in Zukunft seiner VBegehrlichkeit um so schiedener Konkurrenzgebiete des JInlandes handle, wohl ; | sogar um mehr als 110/, die Durchschnittsfraht für ein Tonnen- rößeren Nachdru> geben möchte. Die Eisenbahnbeiräte wollte wägen, ob nicht dur< den Vorteil d s ea o! zu er: | filometer von 5,25 auf 529 4 und die Dividende, die im Jahre g Tarifermäßigungsräte“ genannt wissen. Jm Herren- gen, ob 1 O ,_ des einen’ dem anderen vorher vorübergehend auf 34 9% herabgegangen war, unter gleich- er besser „Tarife aug ; * Gebiete größere Nachteile zugefügt würden. Auch nah dieser | zeitigem Rückgang der Aus aben auf 5 9/ j E hause besürchtete ebenso Herr Hasselbach aus dem Drängen Nichtung sei eine weise Vorsicht in bez 5 df Tatif Von den Sb1 [ischen wre ibubnen wai A nach billigen Tarifen*) eine große Gefahr für die Finanzen des herabseßungen geboten. h ug arif- elten Privatbahnen

Staats Nach diesen Gesichtspunkten ist h dle Mes flasse (Sr rer hoben NoIIs Staats. E S qq eien Gesichtspunkten ist bei der Regelun ¡e niedrige Tarifflasse (Spezialtar zum

S An E iee B E Fortbildung der Gütertarife verfahren. Ang ind stiegen, zur Bedingung gema<ht und damals von der rats hei

un in der ‘ausdrüd>lichen Errecitiha zugestanden wor Verstaatlich fe S ersten walungen N fein dena e Tarife ung. F em neuen em er ¿ Sogleih nah der Uebernahme der zuerst verstaatlichten wurde erst im Jahre 1882 von Pri i ten Obersch lesischen roßen Privatbahnen im Zahre 1880 wur il ite d Qa . Herabsel *) Er hegte die Besorgnis, „daß aub beiden Kammern heraus ein ente Einheitsf age he alle Staaieba ne A des Spezlaltarif 1D besi s R E die Staatsregierung. ausgeübt werden würde, die | den normalen Tarifklassen festgésezt und zwischen | Oder-Ufer- H E des FetibiuTeben taß kein Minister auf die Dauer imstande sein sämtlichen Stationen des Staatseisenbahnneßes | folgten nut L e E 1870, S 62.) (Sten. Bericht des Herren- are S und direkte Abfertigung eingefü E 2 s e Ie2 voni, 10, Sn zu Halle ; ir 1882) hi inge Abweichungen, die aus besonderen Gründen no< ; u Halle (Jahreëberiht für 1882) hielt C L ) ; Pidie us hi O Autecstentecanitalión drängen zu lassen zu Er- beibehalten werden mußten, sind später beseitigt. Daus war h: i Ae welche zu parlamentarischen Interpellationen Anlaß geben | für Die normalen Tarifklassen _das angestrebt können, für rößer für die Staatseisenbahnverwaltung, als diejenige, Gleihmäßigkeit" und Vebersichtli<hk rhöhungen botzunebnien? erreicht. È

Sei Sache ihre volle Würdigung gefunden und daß man Regelung der Gütertari | E O E alten eingegangen sei, wo sie wirkli : * als notwendig jih herausstellten, wird von dem Abgeordneten

71 hen Eisen- unde Ar S übrigen ; n fest, die im direkten Verkehr dur lle ae ige) Einrehnung der vollen s i no< besonders verteuert waren. Auch eine mün )-

1 im Ministerium im November 1882, zu der die Tee Dr batbahnverwaltungen etngeladen waren, führte zu feinem anderen Ergebnis. Vielmehr fand si nur der Verwaltungsrat

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