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und deutli zu verstehen gegeben wird, daß ihre Hoffnung auf der Annahme vernünftiger und gerehter For- derungen und nit auf der Eifersucht der europäi- schen Mächte beruht.“

Wie wir der „Turquie“ vom 14. d. entnehmen, ist der Befehl zur Aufstellung der dritten und vierten Bataillone bei der Territorialarmeé gegeben worden.

Die türkischen Kriegsrüstungen nehmen, wie der „Pol. Korr.“ von hier geschrieben wird, immer aräßere Dimensionen an. Außer den 150,000 noch zur aktiven Dienstleistung in der Armee gehörenden Redifs is au< die Territorialarmee, befteherd aus dem let:ten Aufgebot der Redifs, einberufen. Nach den besten Be- re<nungen {äßt man, daß diese Kategorie von Reservisten einen Effeftivitand von 200,C000 bis 220,009 Mann ergeben werde. Gleich- zeitig ist an ‘die Provinzialbehörden “die Weisung zur Bildung von Freiwilligen-Bataillons aus solchen jungen Leuten ergangen, die an der Grenze des militärpflichtigen Alters do< no< nicht zur Aus- hebung reif sind. Diese Maßregel ift ni<ts Anderes als das allge- meine Aufgebot. Die Territorialarmee wird in den nicht bedrohten Provinzen die regulären Truppen erseßen und ein Theil derselben ift als Garnison für Konstantinopel anstatt der nah Schumla be- stimmten gesammten Kaiserlichen Garde designirt. Alle anderen dis- poniblen Truppen sind far die asiatishe Armee bei Erzerum und Kars bestimmt, welche schon jeßt 80,000 Mann stark ist. Der größte Theil der gegen Serbien im Felde gestandenen Truppen wird längs des re<ten Donau-Ufers als erste Vertheidigungslinie echellonirt. Die Armee von Nish wird niht mehr als 50 Bataillone zählen, eine genügende Streitkraft, um bei Wiederaufnahme der Feindfelig- keiten die Serben in Schach zu halten. ,

Die türkishe Panzerflotte ist augenbli>kli<h in zwei Ge- \<wader getheilt, von welchen das eine aus fünf Panzerfregatten, zwei Holzfregatten und zwei Avisos bei Lampsak,- innerhalb der Dardanellen ankert. Das zweite, viel größere Geschwader, aus drei- zehn Panzerschiffen ersten Ranges, zwei Holzfregatten und drei Avifos bestehend, ankert am Eingange in den Bosporus, im Delta von Bujuk-Liman Das letztere Geschwader wird vom Groß-Admiral Achmet Kaisserly Pascha befehligt, welcher die Admirale Hobart Pascha und Aarify Pascha unter sich hat. | ;

Man beabsichtigt nach einem eben in Ausarbeitung begriffenen Plane eine Neihe von Vertheidigungs8werken um Konstan- tinopel zu errihten. Wie versichert wird, arbeiten englische Offi- ziere vom Generalstabe der indis<hen Armee mit türkishen Offizieren an diesem Plane. Jn Wirklichkeit befinden si diefe englischen Offiziere seit ungefähr zehn Tagen hier. Die Türken bezeichnen sie als die Vorläufer indisber Truppen uud nennen die Kasernen, welche die Regierung für ihre Unterbringung vorbereitet.“

Ueber die türkischen Rüstungen meldet man der „Pol. Korr.“ aus Rust \<uk, 12. November : j

„Seit dem 1. d. M. find in das Donau-Vilajet 60 Bataillone Nizams, 24 Bataillone Nedifs und 18 Ordus Baschibozuks einge- rückt. Die Truppenzuzüge nehmen aber erst jeßt no<h größere Di- mensioner. an. Besonders zahlrei<ß is die Feld-Artillerie, welche hier konzentrirt wird. Bis jeßt stehen der Dperation8armee 240 Bronze- und Gußstahlgeshüte zur Verfügung. Auch auf die An- sammlung von größeren Kavalleriemassen ist man bedaht. Im Lager von Schumla joll ein Kavallerie-Corps von 22,000 Mann konzen- trirt werden. Man glaubt, daß innerhalb vierzehn Tagen die tür- fische Donau-Armee über 150,000 Mann stark sein werde, was um so wahrscheinlicher ist, als die gegen Serbien und Montenegro ope- rirenden Truppen sehr stark reduzirt werden. Die Truppenbewegung nach der Donau wird mit großer Eile betrieben, was hier als ein Symptom gilt, daß die Pforte auf etwas mehr als eine bloße De- fensive bedacht ist. Es wird viel davon gesprochen, daß die Pforte, wenn fie einmal die Ueberzeugung von der Unausweichlichkeit des Krieges mit Rußland erlangt hat, daran denkt, der ruf- sischen Invasion zuvorzukommen. Es soll der Plan bestehen, die türfishe Arme in der Gegend von Kalafat die Donau überschreiten zu lassen und dea Krieg auf ru- mänishes Gebiet hinüber zu spielen. Man scheint diesen Plan aus mehrfachen Gründen für gerathen zu halten. Einmal scheint man sich dadurch vor einer neuen Erhebung im Tuna-Vilajet, bezie- hungsweise ganz Bulgarien, s{üßen zu können, und weiters glaubt man dadur den Konsequenzen eines rumänisch-russishen Allianz- vertrages, wenn ein folher wirkli besteht, zu begegnen, im gegen- theiligen Falle aber, wenn schon auf eine Kooperation der rumänischen Armee mit der türkischen nicht zu rechnen ist, Rumänien dem russi- schen Zwange zu entziehen. Man will türkischerseits demgemäß auch ras< handeln, und spricht I S Pontons und Brücckenequipagen mehr als Alles dafür, daß die Pforte für den Kriegsfall ernstliche Offensivanstalten treffe.“

Die Formation von polnischen Kosaken-Regimentern is im vollen Gange. Es heißt, daß der bekannte Langievics das Ober- fommando derfelben übernehmen werde. Aus dem Westen, nament- lich aus der Schweiz, sind mehrere hundert Polen hier angekommen, die sämmtlich auf Offiziers\tellen aspiriren.

Zara, 16. November. Die -Demarkations - Kom- missäâre an der türkish-montenegrinishen Grenze erklärten, daß Costan Pascha und Stanko RNadonic, als Repräsentanten der Türkei und Montenegros, zur Feslsebung der Demar- kationslinie ohne Beiziehung je eines höheren Offiziers von den Corps Moukhtar und Derwish Paschas einerseits und der Armeen Bozo Petrovic’ und Peter Vukotic? anderer- seits ungenügend seien. Zwei delegirte Kommissäre gehen auf die verschiedenen Kriegsschaupläße zur Konstatirung der beider- seitigen Stellungen ab, worauf die Demarkationslinie in-

appellabél bestimmt wird. Ragusa, 18. November. (W. T. B.) Jn Klek und

Gravosa werden türkishe Dampfer zum Transporte Kranker erwartet. : :

20. November. (W. T. B.) Die Hafenbehörde o den hiesigen Kaufmannsstand, sowie die Rheder davon venachrichtigt, daß die russishe Regierung sämmtliche Häfen des Shwarzen und des Azowschen Meeres während der Nachtzeit für die Schisfahrt ges<lossen habe. Bei Tage müssen die Schiffe neben dem Stationsschiff auf der Rhede ankern.

St. Petersburg, 19. November. (W. T. B.) Das „Journal de St. Pétersbourg“ spriht in einem Leitartikel die Hoffnung aus, daß die Türkei unter dem einstimmigen Drude der europäischen Mächte jden Forderungen, welche in der gegenwärtigen Lage an sie gestellt würden, nachgeben werde. Die militäris<hen Rüstungen Rußlands seien keine Bedrohung des Friedens, vielmehr ein s{hweres Opfer, welches das Kaiserreich sich auferlege, um die Wohlthaten des Friedens zu sichern und die Christen zu s{hüßen. Wenn aber der Krieg unvermeidlich werde, so würde die russische Nation denselben um so energischer unterstüßen, da er erst der Erschöpfung aller friedlihen Versuche folgen würde.

20. November. (W. T. B.) Naqh hier eingehenden authentischen Mittheilungen . ist Seitens der Türkei die Konferenz angenommen, ohne daß dieselbe Vorbedin- gungen stellt.

W. D. B.) Die

Wien, 20. November. Montags-

revue“ meint, Rußland werde einen ehrenvollen Ausgang der O e

wohl

bereitwilligst acceptiren. Alle über öster- P verbreiteten Gerüchte gehörten zu den

ekannten Mitteln einer gewissen Partei ; es würde Thor-

heit sein, in diesem Augenbli>de, welcher den Glauben an die Erhaltung des Friedens eher belebe, Opfer zu bringen.

London, 20. November. G . T. B.) Die meisten der heutigen Morgenblätter fassen den Beitritt der Türkei zu der Konferenz als ein England gemachtes Zugeständniß auf und halten die politishe Situation in Folge davon für hoffnungsvoller, au< wird ausgeführt, daß? die Erhaltung des Friedens durch die Konferenz an Aussicht gewonnen habe. Der Spezialbevollmächtigte Englands zu der Konferenz, Mar- quis v. Salisbury ist heute nah Konstantinopel abgereist, wohin er sih via Paris, Berlin und Wien begeben wird. Nach einer Meldung aus Kalkutta vom 19. d. trifft die indische Regierung Anstalten, um im Falle des Ausbruchs des Krieges in Europa starke Truppencorps nach Aegypten abzusenden.

NRumánien. Bukarest, 19. November. (W. T. B.) Bei Empfang der Deputation, welhe die von der De- putirtenkammer votirte Adresse auf die Thronrede über- reichte, äußerte Fürst Karl: So beunruhigend die gegen- wärtige Situation auch sei, so glaube er do<h, daß Rumänien dieselbe dur<h Einigkeit überwinden werde und daß das Land, gestüßt auf die Garantiemächte, seine Rechte und seine Jn- tegrität bewahren werde.

Nußland und Polen. St. Petersburg, 19. November. (W. T. B.) Der „Regierungs-Anzeiger“ bespriht die heute ausgeshriebene Subskription auf 100 Millionen Rubel Z5prozent. Banfkbillets und sagt, daß dieselbe durh die außerordentlichen Ausgaben angesichts gegenwärtiger politisher Umstände hervorgerufen sei. Der „Negierungs-Anzeiger“ hofft, daß die Subfkription in allen Schichten der Bevölkerung Beifall finden werde.

Odessa, 15. November. (Nov. Wr.) Es ist offiziell be- kannt gemaht worden, daß die Rhede von Odessa, der Dnjepr-Liman, die Bucht von Sewastopol und die Straße von Kertsch dur<h Minen gesperrt sind. Die Schiffer werden darauf aufmertsam gemacht, daß das Einlaufen in die Häfen ohne Hülfe der Strandwache verboten ist. 5000 Reservisten sind. einberufen und versammelt.

Moskau, 16. November. (Jnt. Tel. Ag.) Jn diesen Tagen begiebt sih der Gesandte Sinowjew nah Per- sien, welher dem Schah kostbare Geschenke überbringt.

Dänemark. Kopenhagen, 15. November. „Den „Hamb. Nachr.“ wird geschrieben : Nachdem im Folkething die gestrige Tagesordnung, betreffend das Heergeseß, ange- nommen war, s noch ein Éleines Nachspiel gleicher Art, insofern das ebenfalls auf der Tagesordnung stehende Flottengeseß durh eine, diesmal von Holstein-Ledreborg vorgeschlagene, worin der Ausdru> „Heer“ in „Flotte“ ver- ändert war, abgewiesen wurde. Holstein motivirte dies Vor- gehen in Kürze ähnli<h wie Bojsen, und meinte, allerdings mit Necht, daß jede Verhandlung üderflüssig sein werde, worauf der Kriegs-Minister mit unershütterliher Ruhe ant- wortete, daß er m<hts Anderes erwartet habe, und daß die Vorlegung auch dieses Geseßes lediglih eine Handlung der Pflicht gewesen sei, wie sie in den früheren Geseßen geradezu vorgeschrieben. Er fügte au daß das Ministerium keineswegs aus Neigung auf einem Plate verbleibe, fondern lediglich, weil seiner Ansicht nach dem Lande am Besten damit gedient sei. He lstein-Ledre- borg erwidert darauf, dex Minister stelle’ j)eine Ansicht also höher, als die Nücksiht auf das Wohl des Landes und den Fortschritt und müsse es hiernach für die Majorität unnüß erscheinen, sih überhaupt auf irgend eine R An lung einzulassen, so lange das jeßige Ministerium am Ruder sei. Die zweite Tagesordnung wurde dann mit 61 gegen 9 Stimmen angenommen. Die Abwesenheit vie- ler Mitglieder bei dieser Gelegenheit war etwas auf- fällig und hat auch verschiedene Deutung gesunden. Die gestrige Sißung mit den beiden Tagesordnungen ist wohl als Einleitung und Vorbereitung eines no<h heftigeren Sturmes zu betrachten, den die Budgetverhandlung bringen wird.“ „Dagbladet“ neunt die von der Linken im Folke- thing ausgeführte Verweigerung der beiden Wehrgeseße einen A und eine Beleidigung niht nur gegen das Ministerium, sondern auch gegen das Landsthing, ja gegen das Folkething jelbst. Das lustreten der Partei bei dieser Gelegenheit, sagt das genannte Blatt, ist einer geseßgebenden Versammlung gänzlih unwürdig und dem Lande und seinen Fnteressen gegenüber unverantwortlich.

Amerika. New-York, 18. November. (W. T. B.) Die Aufsichtskommission derWahleninSüd-Karolina hat ihren Bericht erstattet. Nah demselben hat Hayes dort die Ma- jorität. Die Demokraten protestiren gegen die Wahl, Tie in der Kommission Unregelmäßigkeiten vorgekommen eien.

Philadelphia, 17. November. (Times.) Durch fremde Aussteller und Kommissäre bei der Centennial-Ausstel- lung wurden über die plöglih bei. Shluß derselben aufge- zwungenen Me rengen Zollregulationen Klagen erhoben. Der Finanz-Minister hat jedo< die Schwierigkeit sofort besei- tigt, indem er den Schiffssekretär Frenh nah der Ausstellung sandte, um die Zollmaßregeln in die Hand zu nehmen. Die Dinge wi>eln si<h nun ruhig und befriedigend für die Kom- missäre ab.

Afrika. Aegypten. Wie dem „Reuterschen Bureau“ aus Kairo vom 19. November gemeldet wird, sind Göschen und Joubert nah Europa abgereist, nahdem dieselben die Grundlagen für die Regelung der Daïrah- Anleihe fest- gestellt und den Uebelständen, über welche sih die anglo- N eo Bank beklagt hatte, zu deren Zufriedenheit abgehol- en haben. -

_—_— Der König Fohannes von Abyssinien hat, wie die „Whitehall Review“ meldet, den Major Barlow zum Generalissimus aller seiner Streitkräfte ernannt. Der neue Commandeur wird sofort aufbrechen, doh in Cairo eine aae mit dem O zu erlangen suchen. Ober st

ardiner Montgomery hat einen Nuf als Chef des G e- neralstabes in Abyssinien erhalten.

Neichstags - Angelegenheiten.

Berlin, 20. November. Dem Reichstag ift folgender Ent - wurf eines Gesetzes, betreffend- die Festseßung von Fischereishonstre>en für Elsaß - Lothringen vorgelegt worden: Die Festseßung “der Fischereischonstreten im Sinne des Fischercigeseßes vom 31. Mai 1865 (Bulletin des Ilois XI, série No. 13271) erfolgt dur< den Ober-Präsidenten. Cine vorgängige Aeußerung der Bezirksvertretung ist nicht erforderlich.

Im 7. Posener Wahlbezirk (Sór{mm-S6htoda)

ist an Stelle des Abgeordneten Rogalinski, welcher sein Mandat niedergelegt hat, Dr. Roman von Kosmierowsfki auf Niezy<howo mit 10,740 von 13,005 Stimmen zum Mitgliede des Reichstages ge- wählt worden.

_—_____ Gewerbe und Handel.

Die sächsis<he Webstuhlfabrik in Chemniß hat in dem mit 1875/76 beendigten fünften Geschäft8jahre bei Lieferung von 708 Maschinen eins{ließli® 555 mechanischen Webstühlen einen Bruttogewinn von 124,093 M erzielt und ist abzüglih der mit 77,807 M4 bezifferten * Abschreibungen in der Lage, von dem mit 46,286 M angegebenen Reingewinne 13% = 4 Æ Dividende' zu ver- theilen. Die Bilanz begleiht si< mit 4,296,668 #.

_— Die bevorstehende außerordentlihe Generalversammlung der Aktionäre der Oberschlesishen Bank für Handel und Industrie in Beuthen wird über einen Antrag des Aufsichts- raths, das Aktienkapital von 2,550,000 4, auf dem Wege des An- Fanfs gerer Aktien auf 1,800,000 herabzuseßen, Beschluß zu

assen haben.

Der Aufsichtsrath der Stärkezu>er-Fabrik-Aktien- gesellschaft (vorm. Köhlmann & Co. zu Frankfurt a. d. O.) hat die Dividende für das Geschäftsjahr 1875/76 auf 7$ °%/% (gegen 6 °%% im Vorjahr) festgeseßt.

Die Bilanz der Deutschen Holz-Industriegesell- \<aft in Liquidation weist bei einem Aktienkapital von 900,000 einen Verlust von 553,339 4 aus. Unter den Aktiven finden \si< als Hauptposten das Grundstückskonto mit 746,395 6, das Ma- schinenkonto mit 119,952 Æ aufgeführt. Es existiren Hypotheken- schulden im Betrage von 312,000 4 und Acceptverbindlichkeiten in Höhe von 352,710 M

St. Petersburg, 19. November. (W. T. B.) Heute erfolgte die Publikation, betreffend die Emission von 100 Mil- Tionen Rubel Bankbillets. Auf Grund Kaiserlicher Verordnung vom 6./18. November erfolgt eine Subskription auf die vierte Emission 5 prozentiger Bankbillets im Betrage von 100 Millionen Rubelz Stücke 100—5000 Rubel, Emissionscours 92%. Subskriptionstage: 9./21., 10./22., 11./23., 12./24. November, Subsfskriptionsstelle: Staatsbank in St. Petersburg.

Verkehrs-Anstalten.

London, 17. November. (Engl. Korr.) Bei Tynemouth rannte gestern während eines dichten Nebels der Schrauben- dampfer „Warkworth Castle“ von Nord - Shields auf Felsen. Die aus 25 Personen bestehende Mannschaft ward durch den Raketen-Apparat gerettet.

Triest, 19. November. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Urano“ ist heute Vormittag 94 Uhr mit der ostindisch-<inesischen Ueberlandpost aus Alexandrien hier eingetroffen.

New-York, 18. November. (W. T. B.) Der Dampfer E vom Norddeutschen Lloyd ist heute hier ein- getroffen.

VBerlín, 20. November 1876.

Das St. Elisabeth-Siechenhaus [Ae Frauen beging am. Sonntag in der Zionskirche die Feier seines 20 jährigen Be- stehens. Dem von dem Pfarrer Krafft erstatteten Berichte ent- nehmen wir, daß im verflossenen Jahre im Siechenhause 26 von der Armendirektion überwiesene und 22 andere Sieche Verpflegung ge- funden haben, 10 von diesen sind inzwischen verstorben, jo daß gegen- wärtig die Zahl der Pfleglinge 38 beträgt. Seit der im Jahre 1856 erfolgten Begründung haben überhaupt 213 Frauen Aufnahme in der Anstalt gefunden. Die Einnahmen betrugen im ver:angenen Jahre 19,171,33 4, die Ausgaben 18,893,84 #4; unter ersteren be- findet fsi< ein Geschenk Ihrer Königlichen Hoheit der Prin- zessin Carl in Höhe von 3117,30 Æ, das beim Bau des neuen Siechenhauses Verwendung finden soll. Dieser Neubau Q der in Folge der Durlegvng einer Straße dur<h das alte Grundstück nöthig geworden ist, schreitet rüstig vorwärts. Das neue Siechen- haus, in der Schönhauser Allee 144 gelegen, wird 50—60 Siechen ein Unterkommen gewähren und wird in jeder Beziehung eine Musteranstalt werden. Gleichfalls am Sonntag Abend feierte au das Elisabeth-Kranken- und Diakonissenhaus in der Kirche der Anstalt sein Jahresfest. Die Festpredigt hielt der Ge- neral-Superinteudent Büchsel.

Vom Kunstmarkt. Am Dienstag, den 21. November, von 10—2 Uhr, findet in Lepke’s Kunstauktionshause (Koch- straße 29) die Versteigerung einer Sammlung von etiva 10) Delgemälden statt, unter denen neben dem „Testament des großen Kurfürsten“ von O. Genneric<h und einer Farbenskizze zu den „Söhnen Eduards“ von Th. Hildebrandt no< mehrere Stücke von Charles Hoguet, Bilder von A. Menzel, Defregger, F. Meyerheim, Gussow, H. Kauffmann, Lossow, Sell, Chelminski, C. Sohn, Landschaften von Schirmer, M. Schmidt, Körner, Flamm u. A., sowie Thierstü>ke von Fr. Volt, O. Begas und dem Italiener Lutgi Chialiva besonderer Beachturg werth sein dürften. Am Mittwoch, den 22. November, gelangt eine größere Kollektion von Aquarellen von Eduard Hildebrandt darunter die bekannten Bilder „Humboldt in seiner Bibliothek“ und „Humboldt in seinem Arbe itszimmer" nebst einer kleineren Anzahl von Oel- gemälden desselben Meisters, einer Sepiazeihnung von Julius Schrader und Aquarellen von Ch. Hoguet, Biermann und Menzel zur Versteigerung.

Theater. D Die Mitglieder der Herzoglih sa<sen-meiningensc<en ofbühne, Fr. v. Moser-Sperner, Frl. Habelmann und a Nesper eröffneten gestern unter günstigen Auspizien ein Gast- spiel am hiesigen Victoria-Theater mit der „Waise von Lowood“.

- Die Jane Eyre der erstgenannten Dame, deren Name von dem Ge-

sammtgastspiel der Meininger Hofschauspieler im Friedrih-Wilhelm- städtischen Theater no< im besten Andenken steht, ist eine außer- ordentlich gelungene Kunstleistung, die sich den von ihr {on bekann- ten ebenmäßig anreiht. Jhr nebst Hrn. Nesper, der die markige Männlichkeit und den e<ten Seelenadel des Lord Rochester prächtig zur Darstellung brachte, fielen die Hauptehren des Abends zu. Dem Frl. Habelmann stand die Jugendlichkeit zur adäquaten Verkörpe- rung der gealterten Mistreß Reed im zweiten Theile des Stückes etwas im Wege. Von den Angehörigen des Victoriatheaters wurden die Gäste nah Kräften unterstüßt. Die Leßteren haben bewiesen, daß sie des großen Apparats ihrer Bühne niht bedürfen, um ihre Künstlerschaft in helleres Licht zu seßen. Wir werden das Gast- spiel mit Interesse verfolgen. Zur ferneren Aufführung sind dem Wernebtnes nah in Aussicht genommen: „Othello“, „Hamlet“, „Die Räuber“, „Maria Stuart“, „Kameliendame“, „Grille“, „Dorf und Stadt.“ Gestern Abend war das Haus ausverkauft.

Bei der am Sonntag wiederholten Aufführung der „Nacht - wandlerin“ in Krolls Theater mit Signora Bianca Do- nadio als Amina wurde die Künstlerin während der Dper und nach jedem Akte durch stürmischen Applaus ausgezeichnet, empfing von E Damen Blumenbouquets und mußte am Schlusse der Vor- stellung, nah mehrmaligen Hervorrufen, an der Hand des Hrn. Di- rektor Bial erscheinen. ! i: L

Die gestrige Sonntag8-Vorstellung „Die Wilddiebe“ im Woltersdorff-Theater fand vor ‘ausverkauftem Hause statt, und wurden namentlih die Damen Mayr und Kopka, fowie die HHrn. Thomas, Junker, Lorenz und Würst vielsah dur< Beifalk ausgezeichnet.

Redacteur: F. Prehm. Verlag der Expedition (Kessel). Dru>: W. Elsner. Drei Beilagen (eins<hließli< Börsen-Beilage).

Berlin:

(1075

zum Deutschen Reichs-

M 274.

Erste Beilage

Berlin, Montag,

den 20. November

Anzeiger und Königlich Preußishen Staats-Anzeiger.

1876.

Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition

des Beutszeu Reihs-Anzeigers und Königlich Prenßis<en Staats-Auzrigers: Verkin, s. W. Wilhelm-Straf;e Nr. 32.

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u, dergl,

3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung

U. 8. W, von öffentlichen Papieren.

Desfentlicher Anzeiger.

5. Industrielle Etabli Fabrik e LS sgements, Fabriken und 6. Verschiedene Bekanntmachungen.

7, Literarische Anzeigen. 8. Theater-Ánzeigen. In der Börsen- 9. Familien-Nachrichten, beilage.

das Central - Annoncen-

nserate nehmen an: Zeitungen zu Berlin

urcan der deutschen

Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen-Erxpedttionen des eeZUvalidendant“/, Nudolf Mosse, Slelentein

Vogler, G. L. Danbe & Co., E. otte,

Vüttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Aunoucen-Bureaus.

Stebriefe und Untersuchungs - Sachen.

Ste>briefs-Erledigung. Der hinter die Bahn- beamten Robert Wendt und Albert Eduard Schulz wegen Betruges in den Akten W. 428 de 1876 unter dem 7. September 1876 erlassene Steckbrief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, den 15, November 1876. Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungssachen. Kommission 11. für Voruntersuchungen.

Stectbriefs-Erledigung. Der hinter den Hand- lungsdiener David Marcus wegen Urkunden- fäls<hung in den Akten M. 233 jeßt 311 rep. de 1865 unter dem 15. September 1865 er- lassene Steckbrief wird hierdur< zurü>genommen. Berlin, den 10. November 1876. Königliches Stadt- geriht, Abtheilung für Untersuchungssachen. Kom- mission 11. für Voruntersuchungen.

Ste>briefs-Erledigung. Der hinter den Ober- Tellner Friedri Lieb wegen Unterschlagung in den Akten L. 16 jett 137 rep. de 1871 unter dem 15. Dezember 1870 erlassene Ste>brief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, den 9. November 1876, Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Unter- su<hungssahen. Kommission 11. für Vorunter-

Juchungen.

Stecbrief. Die Barbara, verehelichte Buen Reus Mudcha, geb. Magritta, zuleßt in Alt- ofenberg wohnhaft, ist wegen versuchten Betruges und eines einfachen Diebstahls dur< re<tskräftiges Erkenntniß des hiesigen Gerichts zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Ihr gegenwärtiger Aufenthaltsort ist unbekannt. Wir ersuchen, die 2c. Mucha im Betretungsfalle festzunehmen und an das unterzeichnete Gericht abzuliefern. Signalement Tann nicht angegeben werden. Roseuberg O./S., den 7. November 1876. önigliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[8810] Subhastations-Patent.

Das dem Kaufmann Hermann Eppenstein zu Berlin gehörige, in Steglih belegene, im Grund- bu<h von S Band 21, Bl. 659 verzeichnete Grundstü> nebst Zubehör foll den 11.’ Dezember 1876, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr. 25, Zimmer 12, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden e SgeS, und demnächst E über die Ertheilung des Zuschlags ebenda den 15. Dezember 1876, Vormittags 10 Uhr, verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundstü>k, 9 Ar 51 Qua- dratmeter groß, enthält einen Neubau. j

Auszug aus der Steuerrolle und Abschrift des Grundbuchblatts, ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grundstü>k betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in unserm Bu- reau V. einzusehen.

Die Bietungskaution is auf 2800 M festgeseßt.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufge- e dieselben zur Vermeidung der Präklusion pätestens im Versteigerungstermin anzumelden.

Berlin, den 14. Oktober 1876.

Königliches Kreisgericht. Der. Subhastations-Richter.

[8809] Subhastations-Patent.

Das dem Maurermeister August Friße zu Berlin gehörige, in Stegliß belegene, im Grundbuch von Stegliß Band 16 Blatt Nr. 513 verzeichnete Grundstü> nebst Zubehör soll den 18. Dezember 1876, Vormittags 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmerstraße 25, Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und demnächst ‘das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags den 19. Dezember 1876, Nachmittags 1 Uhr, ebenda verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundstück i} bei einem Gesammt-Flächenmäß von 19 Ar 81 Qu.-M. zur Gebäudesteuer mit einem jährlihen Nußzungswerth von 4350 M. veranlagt. /

Auszug aus der Steuerrolle und Abschrift des Grundbucblatts, ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grundstück . betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen find in unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte, der Eintra- gung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht ein- getragene Realrechte. geltend. zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion spätestens im Versteigerungstermin an- zumelden.

Berlin, den 17.. Oktober 1876." ,

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations-Richter.

1424) Aufgebot.

Bei der in Folge nothwendiger Subhastation des dem Joseph Kiobassa, früher dem Joseph Conrath gbörig gewesenen Grundstü>ks Nr. 221, Tost, am

Kaufgelder sind:

1) die Abtheilung Il. Nr. 1 für die Sophie, verwittwete iunaun Jendrollik, geb. Och- mann, haftende Post mit 129 4 21 s,

2) die Abtheilung 11. Nr. 2 für den Gastbaus- AULE Graeger haftende Post mit 61 M 97 s,

3) die Abtheilung 111. Nr. 5 für die Kaufmanns- frau Kraus haftende Theilpost mit 8 450 s,

zur Hebung gelangt und, da si<h Ni@nand mit An- sprüchen gemeldet hat, zu Kaufgelder-Spezial-Massen ad depositum genommen worden.

Das über die Post Abtheilung 111. Nr. 2 per

61 M 97 9 lautende Hypothekeninstrument vom

7. Mai j ; 20. Juni 1840 wird als angebli< verloren gegan-

gen hierdur< gleichzeitig aufgeboten.

Es werden daher alle Diejenigen, welche an obige Kaufgeldermassen oder an das “vorstehend gedachte Instrument, als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand- oder sonstige Briefsinhaber, Ansprüche geltend machen wollen, aufgefordert, dieselben spätestens in dem aus den 24. Zanuar 1877, Vormittags 11 Uhr, in unferem Gerichtsgebäude, Terminszimmer Nr. I., vor dem unterzeichneten Richter, anberaumten Ter- mine anzumelden, A sie mit ihren An- sprüchen an die gedahten Kaufgeldermassen ausge- {lossen und das Jnstrument für kraftlos erklärt werden wird.

Toft, den 4. November. 1876.

Königliche Kreisgerichts-Kommission I. Behrens.

FProclam. Erste Bekanntmachung.

Alle und Jede, welche an die Nachlaßmasse des weil. Hufenabschieders Hinrih Klindt in Lahe aus irgend einem Grunde Anspeüche und &Sorderungen zu haben vermeinen, werden hiemit aufgefordert und befehligt, fih damit binnen 12 Wochen, von der leßten Bekanntmachung dieses Proclams an gerechnet, ordnungsmäßig hieselbst zu melden, und zwar bei Vermeidung des Aus\{<lu}ses und Verlustes ihrer Forderungen und Ansprüche.

Auswärtige haben hier am Orte einen Akten- Prokurator zu bestellen.

Schönberg i./Holsteiu, den 13. November 1876. Königliches Amtsgericht.

[9425]

Oeffentliche Bekanntmachung. Die Ehefrau des Fishers Friedri<h Schalla, Johanne, ge- borene Berger, hat si<h am 12. September 1873 von hier nah Berlin entfernt, und ist ihr jetziger Aufenthalt unbekannt. Ihr Ehemann, der Fischer Friedrih Schalla. hat gegen sie die Ehescheidungs- lage wegen böslicher Verlassung angestellt, die 2c. Schalla wird deshalb aufgefordert, in dem auf den 9, März 1877, Vormittags 12 Uhr, im Sitzungs- saale des hiesigen Gerichts anberaumten Termine ih zu melden, widrigenfalls na< zuvoriger Ab- leistung des Deligenzeides dur<h den Kläger der be- hauptete Ehescheidungsgrund in contumaciam für dargethan angenommen, die Che getrennt und die Beklagte für den allein {huldigen Theil erklärt werden wird. Burg, den 20. Oktober 1876. [9421]

Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c.

E Bekanutmachung.

Das Domainen - Vorwerk Bremerhagen,

im Kreise Grimmen, ca. 8 Kilometer von der Kreisftadt Grimmen und eben so weit etwa von dem Bahnhof Miltßow entfernt, mit einem Areal von: 443,321 Hektar, worunter 389,590 Hektar Aker und 32,176 Hektar Wiesen, soll auf 18 Jahre, von Johannis 1877 bis dahin

9. Dezember 1875, stattgefundenen Vertheilung der |

1895 im Wege des öffentlichen O ander- weitig verpachtet werden. Das dem Aufgebote zum

Grunde zu legende Pachtgelder-Mini ä E. g Pachtg Minimum beträgt

Die zu bestellende Pachtkaution ist auf den Be- trag der einjährigen Pacht bestimmt und das zur Vebernahme der Pacht erforderlihe Vermögen auf Höhe von 90,000 4 nachzuweisen.

Zu dem auf den 6. Dezember cr., Vormittags 11 Uhr, im Lokale der unterzeichneten Regierung anberaumten Bietungstermine laden wir Pacht- bewerber mit dem Bemerken ein, daß die Verpach- tungsbedingungen, die Regeln der Lizitation “und die Karte nebst Flurregister mit Aus\{luß der Sonn- und Festtage tägli<h während der Dienststunden in unserer Registratur eingesehen werden können, wir auch bereit sind, auf Verlangen Abschriften der Verpachtungs-Bedingungen und der Lizitationsregeln gegen Erstattung der Kopialien zu ertheilen.

Stralsund, den 7. November 1876.

Königliche Regierung.

Königliche Niederschlesish-Müärkishe Eisenbahn. Es soll die Lieferung der für das Jahr 1877 er- forderlichen eisernen Feuerrohre zu Lokomotiven im Wege der Submission vergeben werden. Termin hierzu is auf Sonnabend, deu 25. November cr., Mittags (9272) . 12 Uhr, im unterzeichneten Bureau in Berlin (Breslauer- straße Nr. 17) anberaumt, bis zu welchem die Of- ferten frankirt, versiegelt und mit der Aufschrift: Submission auf Licferung eiserner Feuerrohre versehen, eingereiht sein müssen.

Die Ut 1ono Bngungen liegen in den Wochentagen im genannten Bureau zur Einsicht aus und können dafelbst au<h Abschriften gegen Er- stattung der Koften in Empfang genommen werden.

Beriin, den 9. November 1876.

Maschinentechnishes Bureau. H. Gust. Cto. 97/11.)

Königliche Niederschlesis<h-Märkisthe Eisenbahn.

Es soll die Lieferung der für das Jahr 1877/78 erforderlihen Gußstahlreifen für Lokomotivräder, Wagenräder und Tenderräder im Wege der Sub- mission vergeben werden.

Termin hierzu ist auf Montag,

den 4. Dezember 1876, Mittags 12 Uhr, im unterzeichneten Bureau in Berlin, Breslauer- straße 17, anberaumt, bis zu welchem die Offerten frankirt, versiegelt und mit der Aufschrift:

„Submission auf Lieferung von Lokonmo- tiv- und Wagenradreifen“ versehen, eingereiht sein müssen.

Die Submissionsbedingungen 2c. liegen in den Wochentagen im genannten Bureau zur Einsicht aus und Tönnen daselbst au<h Abschriften gegen Er- flattung der Kosten in Empfang genommen werden.

Berlin, den 16. November 1876. [9444]

Maséhinentechnisc{hes Bureau. H. Gust.

[9066] Neubau einer Kaserne. Zur Verdingung der Crd-, Maurer- und Stein- hauecrarbeiten zum Bau einer Kaserne für 300

Mann im Betrage von circa 68,750 M.

findet ein Termin am 2. Dezember d. J., Mor- gens 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeich- neten Verwaltung, Bahnhofs\traße Nr. 40, statt und liegen die Zeichnungen, Bedingungen und der Kosten- ans<lag zur Einsicht dort aus. Die Offerten sind in der üblichen Weise vor Beginn -des Termins ein- zureichen und werden in demselben geöffnet und be- Tannt gemacht.

Die Submittenten haben vor dem Termin eine Kaution von 5% des obigen Objekts entweder baar oder in inländischen courshabenden Werthpapieren zur Kasse der vorbenannten Verwaltung zu hinter- legen. Ct. 31/11.)

Saarbrüen, den 1. November 1876.

Königliche Garnison-Verwaltung.

[9403]

1877 bis 31. März 1878 an

3,135 11,650 "

entgegen und zwar :

Die Kgl. Berginspcktion L zu Ensdorf LTIL. r" v. d. Heydt TV. Dudweiler

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Die Offerten können si<h sowohl auf das

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Berginspektion gerichtet werden.

punkt benöthigten Holzmengen liegen au

Louisenthal

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Neunkirchen au< nur auf einen Theil desselben beziehen, müssen jedoh für

und bei der Unterzeichneten zur Einsicht offen, können auch von dort auf portofreie St. Johann a. d. Saar, den 10. November 1876. Königliche Bergfaktorei,

Bekanntmachung. Der Bedarf der Königlichen Steinkohlengruben bei Saarbrücken für den Zeitraum vom 1. Januar

1,313,700 Stü> Stempeln, 23,825 Kubikmeter Eichenstammholz,

é M Buchen- und Weichholz, Nadelholz, i \oll im Submissionswege vergeben werden und nehmen sämmtliche an ao Berginspektionen s<{hrift- liche, frankirte und mit der Aufschrift „Submission auf Grubenholz-Lie r bis zu den na<hstehend verzeichneten Terminen, in welchen die Eröffnung der Angebote stattfinden wird,

erung“ versehene Offerten

bis zum 11. Dezember, Morgens 10 Uhr, 12. Morgens 10 Nachmitt. 3 Morgeus 10 ,„ Nachmitt. 3 Morgens 10 Nachmiit. 3

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I 12. U e e 13. : ee e” t 13. r"

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n ti Ne M Morgens 10 ,„

I” 15. [74 Nachmitt. 3 r ganze für jede Grube ausgeshriebene Quantum als Lehn Grube getrennt an die betreffende

Die speziellen Lieferungs-Bedingungen mit den genauen Angaben der für jeden Anlieferungs- i bes Bureaus der sämmtlichen Königlichen Berginspektionen

Anfragen bezogen werden. Cto. 128/11)

[9482] 5 Russischer Gegenscitiger Boden-Credit-Verein.

Die Nummern - Verzeichnisse der am 1./13. No=- vember 1876 geloosten 350 Pfandbriefe 1. 337 J 310 E 305 L 300 u 290 s 280 270 260 260 zusammen 3242 Stück (deren Verzinsung am 1./13. Januar 1877 erlischt), sowie der in früheren Ver- loosungen gezogenen, jedo< noch nit zur Zahlung vorgewiesenen i 1996 Stück Pfandbriefe obiger Serien (deren Verzinsung mit den betreffenden Rückzahlungstermi- nen G hat) find erschienen und können an meiner Coupon-Kasfe in Empfang genommen werden. Nach außerhalb langen portofrei. Berlin, den 17. November 1876. S. Bleichröder.

[9450] Bekanutmachung.

Wir bringen hierdur< zur öffe1tlichen Kenntniß, daß den Bankiers Herren Ihr>ke & Neubert, Oranienstraße Nr. 99 hierselbst wohnhaft, die Berliner Stadt-Obligationen à 45% de 1875, Littre. L. Nr. 17549, 17823 und 17824, 3 Stüd> a 500 Æ = 1500 Æ, ang:b- lih_ abhanden gekommen sind.

Sollte si< Jemgnd im Besitze dieser Obligationen befinden, so fordern wir denselben hierdur< auf, dies dem unterzeichneten Magistrate oder den Herren Ihr>ke & Neubert anzuzeigen, widrigenfalls das ge- Eide Amortisations-Verfahren eingeleitet werden wird.

Berlin, den 14. November 1876.

Magistrat hiesiger Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Hobrecht.

Unsere Herren Aktionäre werden hiermit benach- richtigt, daß die Dividende für das mit dem 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr auf 7/0 festgeseßt ist und vom 22. ds. Monats ab mit 21 Mark pr. Dividendenschein bei Herrn S. Bleichroeder, Behrenstraße 63, in Empfang genommen werden kann.

Berlin, den 20. November 1876. [9479]

Der Aufsichtsrat der Berliner Braucrei-Gesellschaft.

G. wv. Bleichrocder. Wilh. Wolff.

[4815] Bekanntmachuug.

Bei der am heutigen Tage stattgefundenen Aus- loosung der im Jahre 1876 zurü>zuzahlenden und zu solchem Zwecke zu kündigenden Kreisobligatio- nen, sind folgende Nummern gezogen worden:

Litt. B. Nr. 8 über 500 Thlr.,

C. Nr. 144 über 200 Thlr.,

D, Nr. 21, 159, 182, 273 über je 100 Thlr.,

E. Nr. 132, 218, 360 über je 50 Thlr.,

F, Nr. 60 und 91 über je 25 Thlr., welche den Besißern mit der Aufforderung hierdur< gekündigt werden, den Kapitalbetrag vom 20. De- zember d. J. ab, gegen Rückgabe der Obligationen, der Zinscoupons und Talons bet der Kreis-Kommu- nalkafse hierselb in Empfang zu nehmen.

Mit dem 20. Dezember d. F. hört die fernere Verzinsung der vorgedachten Obligationen auf.

Bergen, den 31. Mai 1876.

Die Chaussee-Bau-Koumission des Kreiscs Nügen.

Breslau-Odervorstädter Deichverband. Bei der diesjährigen (zwölften) Ausloosung un- serer Obligationen And die Nummern: 23, 88, 139, 144, 325, 327, 330, 339 à 100 Thlr., 132, 191, 193, 200 à 50 Thlr. gezogen worden, welche ult, 1876 eingelöst und dem- nächst vernihtet werden sollen. Breslau, den 15. Juni 1876. [9465] Der Deichhauptmannu. Roel.

Serie,

—A DODINRNRA D

bd .

4

ersende i< Eremplare auf Ver-

(278/11)

Bekanntmachung. Bei der in Folge unserer Bekanntmachung vom 21. v. Mts. am heutigen

Tage stattgehabten öffentlichen Verloosung von Rentenbriefen der Provinz Brandenburg sind folgende Apoints gezogen worden: Läitt. A. zu 1000 Thlr. = 3000 Mark, 57 Stück, und zwar die Nummern: 54 179 259 912 1069 1408 1596 2005 2736 2780 2817 2896 2981 3019 3141. 3177 3255 3273 3304 3543 3609 3650 3673 3801 3839 3898 4111 4344 4481 4507 4703 4878 5149 5349 9867 6358 6502 6670 6691 6802 7283 7643 7707 7795-7804 7883 7917 8014 8364 8498 8778 907L 9208 9401 9679 9969 10114. TLiätt. B. zu 500 Thlr. = 1500 Mark, 24Stüc, und zwar dieNrn. : 14 155 716 995 1062 1196 1231 1636 1756 1762 2102 2531 2706 2709 3277 3541 3568 3632 3862 3919 3958 4010 4270 4306. Liätt. C. zu 100 Thlr.

= 300 #, 68 Stü, und zwar die Nummern: