1876 / 284 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ürenzung des griechischen Gebietes zu redressiren, indem sie riehenland, Thessalien unter Souzeränetät der Pforte geben Gladstone meint, die christlihe Bevölkerung der Türkei würde die Hülfe Englands der Rußlands vorziehen ; man müsse darauf hinwirken, daß England, anstatt eine Po- litik der Drohungen und des Egoismus zu treiben, sich der Zuneigung der Griechen versichere. :

t. Petersburg, 1. Dezember. (W. T. B.) Nah Mel- dung der hiesigen Zeitungen wird die A BecRER des Ober- Kommandirenden der Südarmee, Großfürsten Nicolai Nicolajewits, im Laufe des heutigen Tages erfolgen.

Numánien. Jassy , 25. November. Ueber die mili- tärishe Situation in der Moldau berichtet die „Pol. Korr.“: ¿ En E

Die Mannschaft der moldauischen Territorialmiliz, die über 34,900 Kombattanten stellt, ist “durchgehends mit Waffen versehen worden. Die Bataillone sind auf Kriegsstärke gebraht und die Ein- übung wird mit Fleiß und Energie betrieben, was auch sehr noth- wendig ist, da die militärishe Schulung der Leute eine ganz un- genügende ift. Unter den 34,000 Mann der moldauischen Territorial- miliz sind höchstens 25 pCt gegenwärtig im Dienste verwendbar, während die anderen 75 pCt. wenigstens eine zwei- bis dreimonat- libe Schulung brauchen, bevor irgend welche Ansprüche an dieselben gestellt werden fönnen. Man hat auch den Landsturm organisiren wollen, allein d:r Kriegs-Minister ist in leßter Stunde davon abgekommen, da das Material dazu ganz und gar fehlt. Der Verkehr der an der Grenze stationirten russishen Offiziere mit dem rumänischen Offiziers-Corps ist ein recht lebhafter und kordialer. Selbst hierher kommen sehr oft höhere russishe Offiziere und finden den herzlihsten Empfang. Russische Quartiermeister sind im Ver- eine mit der Polizei und dem Magistrate hier beschäftigt, Quartiere für die 13. und 14. Jnfanterie-Division hier und in der Umgebung ausfindig zu machen. Diese Truppen sollen beiläufig 14 Tage hier verbleiben. Proviant ist für 30,000 Mann auf die Dauer von 22 Tagen von der russischen Intendantur bereits eingekauft und der größte Theil hier eingelagert worden. Die Regierung hat unter den Bojaren der Moldau im vertraulichen Wege Anfrage halten lassen, ob und wie viel sie zu einer Nationalanleihe beisteuern könnten. Man antwor- tete überall, daß die Regierung: sehr {wer auf baare Beträge rech- nen könne, dagegen würden mehrere Großgrundbesißer der Regierung auf eine Reihe von Jahren Cerealien vorstrecken. Es ift sehr frag- lich, ob dem Ministerium damit gedient sein könne. Bei Ungheni find Quartiere für eine rumänische Division bestellt worden. Wie man glaubt, soll dies der Punkt sein, wo eventuell die Vereinigun der rumänischen Truppen mit der russischen Armee erfolgen soll. fesi Carol wird nächstens hier erwartet. Er soll mit dem Grofß-

rsten Nikolai Nikolajewitsch, der nächstens an der Grenze erwartet wird, am Pruth zusammentreffen.

Nußland und Polen. St. a, 29. Novem- ber. Am 26. d. M. empfing der Kaiser in Zarkoje-Sselo eine Deputation des St. Petersburger Adels, bestehend aus dem stellvertretenden Gouvernements - Adels3marschall, Kollegien-Assessor Grafen Bobrinskij, dem Stallmeister des eee Sr. Majestät, Grafen Bobrinskij, und dem Geheim-Rath

rafen Orlow-Dawydow. Bei dieser Gelegenheit verlas der stellvertretendeGouvernements-Adelsmarscha folgende Adresse des St. Petersburger Adels, welcher in der Uebersezung des „St. Pet. Herold“ lautet :

„Herr und Kaiser! Stolz bewegt haben wir die entschiedenen Worte Ew. Majestät vernommen, die zum Schuße der bedrücten Christen der Balkan-Halbinsel gesprohen wurden. Der 18. und der 29. Oktober werden unvergeßlih bleiben.

Die von Ew. Kaiserlichen Majestät bezeihneten Grundlagen einer von Uneigennübigkeit erfüllten Politik geben uns das Recht, zu hoffen, daß die Wirren im Orient auf dem Wege des Friedens zum Ruhme und zur Ehre Rußlands ihr Ende finden werden.

Wenn jedoch ein solcher Ausgang si als unmöglich erweisen follte, so sind wir nah dem Vorbilde unserer Vorfahren auf Dein erstes Zeichen, Herr und Kaiser, bereit, unser Hab und Gut für die erehte Sache zu opfern, und mit unserem Blute das Wort des ge- iebten Monarchen zu besiegeln.“"

Odessa, 26. November. Ueber die russihe Süd- armee wird der „Pol. Korr.“ von hier geschrieben :

Um die Wirkung der in Otschakoff plazirten Defensivgeshütze zu erproben, wurden unter der Leitung des Kontreadmirals Tschichatshef Schießversuche angestellt ; welhe die Panzerplatten einer sogenannten „Popowka“ (so heißen die russishen Monitors) zum Objekte hatten. General LTotleben und sein Stab, welche diesen Versuchen beiwohnten, waren von denselben außerordentlich befriedigt

wollten.

Berlin, 1. Dezember 1876.

«Jm Anschluß an die im September v. J. gegebenen Nachrichten über die aus dem Fonds zu Ankäufen von Kunt- werken für die Nationalgallerie sowie zur Beför- derung der monumentalen Malerei und Plastik und des Kupferstichs bis zum 1. September d. J. erfolg- ten Aufwendungen sind folgende weitere Mittheilungen zu machen.

Für die Nationalgallerie sind erworben und in dem unter dem 22. März d: F. eröffneten neuen Gebäude aufgestellt worden :

„Das Porträt Schnaase's“ von Frau E. Wiegmann.

„Scheveningen“, Delgemälde von A. Achenba(.

„Allerseelentag in Bregenz“, Delgemälde von W. Riefstahl.

„Amsterdamer Antiquar“, Delgemälde von Paul Meyerheim.

„Schloß Kronborg“, Oelgemä de von Ed. Hildebrandt.

„Eisenwalzwerk“, Delgemälde von A. Menzel.

„Flötenkonzert Friedrichs 11. in Sanssouci“, Oelgemälde von A. Menzel.

„Schlachtfeld von Marathon“, Delskizze von Rottmann.

F es Dorf“, Oelgemälde von Brandt.

„Eifellandschaft“, Oelgemälde von Lessing.

„Heimkehr der Tyroler 1809“, Oelgemälde von Deffregger.

„Auferstehung Christi“, Karton von Rethel.

„Raub der Europa“, Karton von Genelli.

„Die Gastlichkeit“, Marmorstatue von Blaeser.

Ferner sind für die Nationalgallerie nahstehende Aufträge

ertheilt worden : an den Maler Schlösser in Rom zur Ausführung eines Oelgemäldes: „Prometheus und Epimetheus mit Pandora““; an den Bildhauer E. Meyer in Rom zur Ausführung einer Statue des Merkur als Argustödter in Marmor; an den Bildhauer eib or Wittig in Düsseldorf zur Ausführung einer Kolo Bronze, und an den Bildhauer Dres Möller in Berlin zur _ Ausführung einer Gruppe „Knabe mit einem Hunde“ in Marmor. E Außerdem sind die Mittel bewilligt worden : zur Auss{hmückung der Aula des Gymnasiums zu Qu mit Landschasten durch den Maler Dressel in reslau ; zur Ausführung dreier Statuen „Christus, Matthäus, Marcus“ in tyroler Marmor für die Apsis der Basilika zu Trier durch den Bildhauer Kaupert in Frankfurt a. M. ;

albüste von Cornelius in vergoldeter |

und ist die Ueberzeugung eine vollständige, daß die Redouten von Otschakoff vollkommen ausreichen, um einer feindlihen Flotte die Passage zu verwehren. Die Panzerplatten der zum ielobjefte ausersehenen „Popowka“ waren nach einem viertel- tündigen Feuer fiebarti dur{löhert. Auf die der Städte an den Bug- und Dunieper-Mündungen die Erfolge dieser Schießversuche sehr beruhigend gewirkt, und selbst viele Einwohner unserer Stadt, welche sih für den Fall des Aus- bruches des Krieges zu einer Emigration in das Junnere vorbereitet haben, s{einen nunmehr entschlossen, theils hier auszuharren, theils in den Ortschaften zwischen Nikolajef und Nikopolje eventuell provisorische Unterkunft zu suchen. Gestern sind die Eisenbahnlinien Tula-Charkoff-Kiew dem Waarenverkehre für drei Tage wieder eröffnet worden. Nach Kischeneff sind zahlreiche Kisten mit großen und kleineren Generalstabskarten der europäischen Türkei abgeschickt worden. ‘Es ist die Verfügung ge- troffen worden, daß jeder Offizier mit den entsprechenden Karten be- theilt werde. Ueber Anordnung des Kriegs-Ministeriums erfolgt nun au die Mobilisirung des zweiten Aufgebotes der donischen Kosacken, welches aus zwölf Regimentern mit sieben Batterien besteht. Die Mobilisirung erfolgt so rash, daß dieses Kontingent {on Anfangs Dezember hier erwartet wird. Wie prompt die Kompletirung aller Armeetheile fi vollzieht, beweist die Sanitätsbranche, welche fir und fertig organisirt dasteht. - Dieselbe umfaßt 720 Aerzte. 225 feldärzt- lihe Assistenten, 60 Pharmazeuten, 45 Veterinäre und 1840 Sanitäts- soldaten. Die Stadtrepräsentanz von Kiew hat beschlossen, die im Stadtrayon wohnenden Angehörigen der einberufenen Urlauber und Reservisten aus Gemeindemitteln zu erhalten. Jede Familie wird wöchentlih drei Rubel erhalten. Dem Beispiele Kiews folgen die meisten Städte und tragen dadurch nicht wenig zur gehobenen Stimmung bei, in welcher die Einberufenen zu ihren Truppenkörpern eilen. Zur Kennzeihuung der Stimmung in der Armee möge die Thatsache dienen, daß Offiziere der nicht mobilisirten Corps massen- haft ihre Transferirung zur Südarmee angesucht habèn. Indeß ist in Folge dieser massenhaften Kompetenzen eine Kaiserliche Resolution erflossen, welche besagt, daß den Gesuchen keine Folge gegeben werden fönne, weil die Zahl der Petenten zu groß und überdies die Mög- lihkeit der Mobilisirung der übrigen Militärbezirke nicht aus- ges{lofsen ift.

Dánemark. Kopenhagen, 30. November. (W. T. B.) Durch Königliche Entschließung is genehmigt worden, daß die Session des M Mtads 2 Monate länger, als im Grund- geseße festgeseßt ist, demnah bis zum 2. Februar kommenden Jahres ausgedehnt werden ans

Amerika. New-York, 30. November. (W.T.B.) Die Dem S wie die republikanischen Abgeord- neten der Repräsentantenkammer von Süd karolina fanden sih heute in der Sitzung ein, ohne irgend welhen Wider- stand Seitens der Truppen zu finden. Eine jede Partei hält ra Organisation aufrecht und jede Partei hat ihren eigenen

räsidenten, welcher die L R gen der Kammer zu kon- troliren versucht. Bis jeßt ist es noch nicht zu Gewaltthätig- keiten gekommen.

Asien. Aus Baku schreibt man dem „Journ. de St. Pétersb.“ unterm 17. Oktober: Aus Nachrichten aus Mesched Ga Astrabad) ehen wir, daß zu Herat die Afghanen tarke militärishe Rüstungen machen. Eine Armee von 10,200 Mann ist bereits ausgehoben, sie besteht aus 8 Regi- mentern von Kabul, 4 Regimentern von Kandahar und 5 Regimentern von Herat je zu 600 Mann. Diese Truppen sind gut equipirt, gut. bewaffnet und halten tägliche 1 i riv Die reguläre Kavallerie besteht, nach Resale, aus 4 Regimen- tern zu: 400 Mann. Die Kavallerie ist ebenfalls ausgezeichnet equipirt. Eine Kanonengießerei und eine Pulverfabrik in R liefern eine Kanone und 72 Pud Pulver wöchentlich.

ie Truppen erhalten einen regelmäßigen Sold. Gegen wen sind diese Rüstungen gerihtet? Das is eine Frage, für welche man verschiedene Antworten hat. Die Einen behaup- ten, daß man eine Expedition gegen die Turkomannen in Merw organisire, die Anderen sagen, daß diese Truppen dazu bestimmt sind, nach Seistan zu gehen. /

Afrika. (A. A. C.) Vom Cap der guten Hoffnung melden die neuesten Nachrichten, daß, nachdem der Krieg in Transvaalien ungeachtet der Vorstellungen der britischen Regierung fortgeseßt worden, Sir H. Barkly, der Gouver- neur der Cap-Kolonie, gegen dessen Fortdauer Protest ein- gelegt hat. Der „Cape Argus“ schreibt: „Steelpool wird von

zur Ausshmückung des Rathhaussaales zu Saarbrüden mit Wandgemälden durch den Direktor Professor von Werner in Berlin.

Von früher bestellten Arbeiten sind eingegangen und der Sammlung einverleibt :

„Die Taufe des Nachgeborenen“, Oelgemälde von C. Hoff; „Frühlina und Sommer“, zwei Oelgemälde von Wis- lîicenus; die Kolofsalbüste von Cornelius von Professor Wittig in Düsseldorf.

Die früher bestellten Bilder, bezw. Skulpturen von Pro- fessor Wislicenus, R N W. Sohn und Schlachtenmaler Hünten in Düsseldorf, sowie von E. Müller in Rom, Pro- fessor Wittig in Düsseldorf, Me R. Begas, Professor

redow, Professor Calandrelli, Bildhauer Tondeur hierselbst befinden sich noch in Arbeit.

Von den mit Subvention aus Staatsfonds auszuführen- den Kupferstichen is der von Jos. Kohlschein nach Paolo S L zu Cana zur Vollendung gelangt; die Stiche von Seidel, Sachs, Professor Mandel und H. Meyer sind noch in Arbeit.

Die Arbeiten zur Auss{hmückung der Aula im Schul- lehrer-Seminar zu Mörs und des Treppenhauses der hiesigen Königlichen Universitäts-Bibliothek sind im Gange.

Palermo, 24. November. (Köln. 3ta) Der jüngst von Räubern gefangen genommene Engländer Nose ist wohlbehalten urêggrtrbe nahdem seine Freunde durch ein Mitglied der Masia 60, Lire an die Räuber ausgezahlt hatten. /

Yokohama, 30. November. (W. T. B.) Nach hier einge-

etgenen Nachrichten ist Yeddo von einer großen Feuersbrunst

eimgesuht und dabei auch ein Theil der von den Fremden be- wohnten Kolonie in Asche gelegt worden.

Theater. 2

Im Residenz-Theater ging gestern, nahdem Dumas „Fremde“ zwei Monate lang das Repertoir beherrs{t hatte, wiederum eine Novität in Scene: „Neuer Frühling“, Komödie in 4 Auf- zügen, „mit freier Benußung einiger Gestalten aus Heine's Reise- bildern“ von A. ¡Mels. Der Verfasser hat hon einmal in seinem „Heinrich Heine“ den Dichter zum Mittelpunkte eines- Bühnenstückes gean damals [LiQ mit mehr Glück, denn seine ramatische Gabe, auf derselben Bühne zur Aufführung ge- brecht , wurde mit Beifall aufgenommen. Das kann man von der jüngsten dramatischen Arbeit des Hrn. Mels nicht berichten; die- jelbe wurde von einem zahlreichen Publikum mit Recht entschieden abgelehnt. Es is immer gewagt, einen von einem bedeutenden Shriftsteller meisterhaft novellistisch behandelten Stoff dramatisch

Kaffern belagert und Viehräubereien gehören zur Tagesord-

nung. Jm gan Lande herrsht große Unzufriedenheit,

Burgers Aussichten, wiedergewählt zu werden, sind gänzli

vershwunden. Die Kriegssteuer stößt auf großen Widerstan

und es werden Jndignations-Meetings gegen dieselbe abge-

erien Das Land ist mehr als je zu Gunsten einer Konsfö- on.“

Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.

New-York, Freitag, 1. Dezember. Der Commandeur der Bundestruppen in Südkarolina, General Ruger, get gestern Nachmittag dem Präsidenten der demokratischen Abgeordneten die Mittheilung zugehen lassen, daß die- jenigen Abgeordneten, deren Vahlen niht geprüft und gültig befunden seien, zu den Sißungen der Repräsen- tantenkammer des Staates nicht zugelassen werden fönnten. Die demokratischen Abgeordneten haben da- gegen formell protestirt und erkläut, daß sie nur der be- waffneten Macht weihen würden. Der Präsident Grant hat in der verflossenen Nacht mit dem Kriegs- Minister sowie mit den Generalen Cameron und Sherman konferirt und durch leßteren dem General Ruger konfiden- tielle Jnstruktionen telegraphish zugehen lassen.

Statistische Nachrichten.

Nah Mittheilung des statistishen Bureaus der Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 19, November bis inkl. 25. November cr. zur Anmeldung gekommen: 205 Gbeschließungen, 849 Lebendgeborene, 34 Todtgeborene, 451 Sterbefälle.

S] Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Das ereits angefündigte, im-Auftrace des Ministeriums des Innern von dem Geheimen Regierungs-Rath von Brauchitsh herausgegebene Werk über die nenen Verwaltungs- geseße ist (in Carl Heymanns Verlag hier) unter dem Titel: Die neueren Organisationsgeseße der innern Verwaltung für die Provinzen rennen Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen erschienen. Wir kommen auf den Inhalt des Buches noch ausführlich zurü.

Der vierte Band von Freytags „Ahnen“ (Leipzig, S. Hirzel) hat kürzlih die Presse verlassen. Er trägt den Titel: „Marcus König“. Die Geschichte beginnt mit dem Jahre 1519 und spielt zunächst in Thorn. Der Schluß verläuft in der Studir- stube des Dr. Martinus Luther.

(Wes. Ztg.) Der Afrikareisende Ed. Mohr befand sich, Privatnachrihten vom 5. Oktober zufolge, noch in Dondo, um von dort in nächster Zeit nah dem Innern, nah Malange, weiter zu gehen.

London, 28. November. (Engl. Korr.) Die Sammlung kyprischer Alterthümer, unter diesen der Schaß von Kurium, ist jeßt endgültig an das Museum in New-York verkauft wor- den. Dieses zahlt dafür dem Besißer General di Cesnola 12,000 £ und im Ganzen, die Ueberführungskosten mit einbegriffen/die Summe

von 14,000 £. Gewerbe und Handel.

Durch eine Verordnung des Polizei-Präsidiums vom 28. No- vember ist in Berlin das Bestreuen der Bürgersteige und Rinn- steinbrücken mit Seesalz, Viehsalz oder Kochsalz verboten worden. Uebertretungen dieser Vorschrift werden mit Geldstrafe bis zu 30 46, En Stelle“ im Falle des Unvermögens entsprechende Haft tritt,

estraft. Ÿ

Paris, 30. November. (W. T. B.) Nachdem die Aktionäre des Crédit agricole sich in ihrer gestrigen Versammlung mit der projettirten Fusionirung des Crédit foncier und des Crédit agricole fast einstimmig einverstanden erklärt hatten, haben auch die Aktionäre des Crédit foncier in einer heute abgehaltenen Versamm- Tung die Fusionirung reimiat, i

erkehrs-Anstalten.

Die neue Linie der ODberschlesishen Eisenbahn Cosel- Kandrzin-Deutschrasselwiß ist für den trib vas E eröffnet worden. Da die Strecke Deutschrafselwiß - Deutshwette bereits. am 1. Oktober dem Verkehr übergeben wurde, jst nunmehr die ganze Linie Neisse-Cosel fertig gestellt.

Amsterdam, 30. November. (W. T. B.) Das Telegraphen- kabel zwishen Singapore und Java ist wiederhergestellt.

zu bearbeiten, denn was si gut liest, ersheint darum nit. in glei ünstigem Lichte auf der Bühne. Unsere Literatur liefert zahlreiche Belege dafür. Pene Ie Indecenzen eignen fich nicht zur Dramatisirung, e wenn es mit so viel Behagen und so_ wenig Geist und Wiß eschieht, wie in dem „Neuen Frühling“. Das Stück wimmelt von Trivialitäten, und Unanständigkeiten. Schade um die Mühe und Kosten, welhe die Direktion und sämmtliche Mitwirkende an die sorgfältige, geschmadck- volle Inscenirung und die durchgehends vorzügliche Darstellung ge- wandt haben. Fr. Claar-Delia (Lady Mathilde), Frl. Ramm Lady Arabella), und die Herren Keppler (Heinrih Heine), Paradies (Mar- quis Gumpelino) und Haack (Lord Marw-1l), in deren Händen sich die Hauptrollen befanden, thaten alles Mögliche, um dem Stücke zu einem Erfolge zu verhelfen; es war vergeblich. Das Publikum gab sein Mißfallen in unzweideutiger Weise zu erkennen.

Die Direktion hat denn au, dem Urtheile des Publikums Rechnung tragend, von einer Wiederholung Abstand genommen.

Von morgen Sonnabend an werden im MResidenztheater die Vor- '

stellungen des Dumasschen Dramas „Die Fremde“ wieder auf- genommen, nahdem das Stück bis zu seiner 51. Aufführung welche bereits als die leßte projektirt war seine unges{chwächte Fug raft bewährt hat. Am Sonntag, den 3., findet abermals eine

achmittag8vorstellung zum dritten Theil des Preises statt, für welche eine Serie heiterer Stücke gewählt wurde. Am Sonntag Abend wird wiederum „Die Fremde“ gegeben.

Im prefen Saale des Hotel de Rome hierselb gab en Hr - Jda Blo ein interessantes C oncert, in welchem die önigliche Hof-Opernsängerin Frl. Seehofer von hier und die Großherzoglihe Hof-Opernsängerin Frl. Hartmann aus Mannheim, sowie der Königliche Concertmeister Hr. Rehfeld mitwirkten. Die Konzertgeberin is eine hervorragende Vertreterin des brillanten virtuosen Vortragstils. Jun diesem Sinne war auch ihr Programm zusammengestellt. Die Variationen in C-wol1 von Beethoven, ein Valse de Concert von Wieniawsky und der mit technishen Schwie- rigkeiten überladene Schlittshuhtanz aus dem „Propheten“ von Liszt' waren dieLGlanzpunkte, und es hätte des trivialen Field- cen Nocturne's in Es-dur als Folie dazu nit bedurft. eiche Laon belohnten die Künstlerin für ihre glänzenden Leistun- gen. Frl. Hartmann gewann durch ihr anspruchsloses Auftreten und ihren zum Herzen dringenden, ausdrucksvollen Vortrag einer Arie aus dem „Waffenschmied“ von Lorßing nächst der Concertgeberin am meisten Anerkennung.

pr

Berlin:

Redacteur: F. Prehm. _ Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner. Drei Beilagen. (eins{hließlich Börsen-Beilage).

M 284.

Igserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutischen Reichs-Anzeigers und Königlih Prenßisheu Staats-Anzeigers: Verlin, 8. °. Wilhelm-Straße Nr. 32.

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

Steckbrief3-Erledigung. Der unterm 18. Juli c. hinter den Handlungs-Commis Heinrih Schmidt erlassene Steckbrief i} erledigt. Berlin, den 92. November 1876. Königliches Stadtgericht, Ab- theilung für Untersuhungssahen. Deputation V. für Verbrechen und Vergehen.

Stebrief. Gegen den Korkschneider nund Gra- veur Heinrich Nutters, am 19. Februar 1843 zu Leenwarden in Holland geboren, zuletzt bis 22. Okto- ber cr. hier in Arbeit gewesen, ist die gerichtliche

aft wegen einfachen Diebstahls aus §. 242 des

trafgesezbuchs beschlossen worden. Es wird er- sucht, auf den 2c. Nutters zu achten, ih im Betre- tungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegenständen und Geldern mittelst Transports an unsere Gefängniß-Inspektion abzu- liefern. Früher hat si 2c. Nutters in Wolffen- büttel aufgehalten.

Potsdam, den 23. November 1876.

Königliches Kreisgericht. Abtheilung T.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

Die am 7. August 1824 von Johannes Blum und dessen Ehefrau, Catharina Elisabeth, geb. Schmake zu Helmarshausen, zu Gunsten des Jacob Wertheim dajelbst über ein Darlehen von 300 Thlrn. unter Verpfändung ihres in dortiger Gemarkung

elegenen Grundeigenthums ausgestellte gerichtliche chuld- und Pfandverschreibung ist angeblich ab- handen gekommen. Alle diejenigen, welhe Rechte an dieser Urkunde zu haben vermeinen, werden auf- gefordert, folhe binnen 4 Monaten dahier geltend zu machen, widrigenfalls dieselbe mortifizirt werden wird. Cassel, am 25. November 1876. Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung. Sch{ulz.

[9753] Bekanntmachung.

Der frühere Droschkenkutsher Herrmann Baumann zu Berlin, welcher seit etwa drei Jahren nah Amerika ausgewandert ist, wird benachrichtigt. daß sein Vater, der E TIpene pensionirte Weichen- steller Johann - Gottlob- Baumann zu Liegniß, in einem dem Gerichte übergebenen Testamente vom

2. Januar 1872 und in dem dasselbe abändernden Nachzettel vom 1. September 1876 ihm einhundert Thaler mit der Bestimmung vermacht hat, daß, wenn er si in Zeit von zehn S nicht meldet, sein Erbtheil an seine Geschwister Eduard und Ernestine und an die Wittwe Johanna Baumann fallen soll.

Liegnitz, den 17. November 1876.

Königliches Kreisgericht. I1. Abtheilung.

[9778] Edictalcitation.

Der Bäckermeister Friedrich Paul in Friedrihs-

aue hat wider seine Ehefrau Emilie, geb. Klemme, mit der Angabe, daß dieselbe ihn am 2. Mai 1875 heimlich verlassen habe und er seit Okto- ber 1875, zu welcher Zeit sie sich in Glücks- burg resp. Flensburg vorübergehend aufgehalten, keine Na(hricht von ihr erhalten habe,

die ag age wegen böslicher Verlassung

angebracht. ur Beantwortung der Klage und weiteren münd-

lichen Verhandlung ist ein Termin auf

__den 20. ins 1877, Mittags 12 Uhr,

in unserem Gerichtslokal, Zimmer Nr. 9, vor der

Gerichts8-Abtheilung anberaumt.

Die Verklagte wird hierdurch öffentliß aufge- fordert, sich spätestens in diesem Termine zu melden, widrigenfalls der thatsächlihe Vortrag der Klage für zugestanden erahtet und nah vorgängiger Ab- leistung des Diligenz-Eides Seitens des Klägers, ihre Ehe mit dem Kläger getrennt, sie für den allein huldigen Theil erachtet und in die Kosten des Prozess verurtheilt werden wird.

Quedlinburg, den 25. November 1876.

Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

[9779] Oeffentliches Aufgebot.

Am 13. Dezember 1875 ist zu Grana bei Zeiß die Wittwe Alwine Laura Blüthner, geborne Beckmann, mit Hinterlassung von Vermögen ver- torben. Als ihre nächsten geseßlihen Erben haben ih die nachbenannten Seitenverwandten derselben ausgewiesen, nämlich:

1) Heinrih Franz Beckmann, 2) Frau Eugenie Angelika Ludwig, geborne Beckmann, 3) Frau Emilie Laura Lamprecht, geborne Beckmann, 4) Gustav Julius Beckmann, 5) Frau Friederike Louise Körner, geeatne Kahlert, 4 Heinrih Hermann Kahlert, 7) Franz Reinhard Me 8) Frau Al- wine Selma Jacob, geborne Kahlert, 9) Frau Al- wine Auguste Mibscbke, geborne Schumann, 10) Julius August Schumann, 211} die verwittwete Frau Chistiane Sophie Hoppe, geborne Puschendorf, 12) Iohann Gri Wilhelm Puschendorf, 13) Frau

ohanne Rosine Ah eborne Puschendorf, 14)

ran Friederike Wilhelmine Berni, ‘geborne

ushendorf , 15) Frau Albine Pauline Krelling, eborne Puschendo , 16) Friedrih August Julius uschendorf, 17) die verwittwete t atión Christiane ouife Albine Hirschfeld, geborne Weber, 18) Frau hristiane Sophie Meckel, geborne Jäger, 19) die verwittwete Frau Emilie Pauline Döbler, geborne Lager, 20) die verwittwete Frau Johanne Amalie Heilmann, geb. Jäger, 21) Franz Louis Jäger, und zwar 1 bis mit 8 von Seiten des Vaters, Tischler-

meisters Christian August Beckmann in Zeiß, und

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich

Berlin, Freitag, den 1. Dezember

Oeffentlicher Anzeiger.

5. Industrielle Etablissementa, Fabriken und Grosshande!l.

6. Verschiedene Bekanntmachungen. 7. Literarische

8, Thedter-Anzeigen.

9. Familien-Nachrichten,

L Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u, dergl. 83. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete. 4. Verloosung, Amortisation, u. s. w. von öffentlichen Papieren.

zu 9 bis mit 21 von Seiten der Mutter, Johanne Christiane Beckmann, geborne Schumann. ¡t

Zur Ergänzung des Nachweises ihrer Qualität als nächste alleinige Erben ist aber noch ein öffent- liches gert für erforderlih erachtet worden. Es werden daher alle Diejenigen, welche etwa nähere oder gleich nahe Erbansprüchr an den Nachlaß der Wittwe Blüthner zu haben vermeinen, hierdurch gusgesotherb, ihre Ansprüche bis spätestens zu em au den 9. März 1877, Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Gerichtsgebäude, Zimmer Nr. 10, anbe- raumten Termine bei uns anzumelden wibrIgERIg Es nah Ablauf des Termins die Ausstellung der Erb- bescheinigung für die oben bezeichneten Seiten- verwandten erfolgen wird.

Zeitz, den 25. November 1876.

Königliches Kreisgericht. 11. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c.

[9709]

Auktion. Dienstag, den 5. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, findet in der hiesigen König- lichen Pulverfabrik der öffentlihe Verkauf von ca. 7900 K. altem Ber gcd ca. 2850 K. altem Schmiedeeisen in Verkohlungscylindern und alten Baubeschlägen, ca. 300 K. altem Eisenblech, ca: 250 K. altem Zinkblech, ca. 230 K. altem Leder in Ma- \{inenriemen, Abfällen 2c., ca. 950 K. Glass\cherben (Fensterglas), ca. 932 M. alten Haardecken, sowie eine Parthie altem Hanfshlauch und diverser alter Werkzeuge und Geräthe, wie: Feilen, Stahlnadeln, Stahlformen, 4 noch brauchbarer kleiner Stangen- waagen 2c. 2c. statt, wozu Käufer eingeladen werden. Die Verkaufsbedingungen werden vor der Auktion bekannt gemaht. Spandau, den 28. November 1876. Königliche Direktion der Pulverfabrik.

Königlich Niederschlesisch-Märkische

[9757] Eisenbahn.

Die Ausführung der Lieferungen und Arbeiten zur Herstellung von Gasbeleuchtungs - Einrich- HUgen auf Bahnhof Sagan soll verdungen werden.

Zur Eröffnung der Offerten ist Termin auf

O den 18. Dezember 1876,

ormittags 10 Uhr,

im Bureau der Bau-Inspektion hier anberaumt,

wo au Bedingungen und Zeichnungen zur Einsicht

ausliegen und Formulare zu Submissions8-Offerten

gegen Erstattung der Schreibgebühren bis. zum 12. Dezember- bezogen werden Éönnen.

Sommerfeld, den 29. November 1876.

Die Bau-Jnspektion.

[9707] u verkaufen!

Beim Thüringischen Ulanen-Regiment Nr. 6 in Mühlhausen i. Th. sollen an ausrangirten Men- tirungss\tücken 2c. im Submission8wege abgegeben werden circa 155 Müßten, 11 Ulanka und Waffen- rôdcke, 210 Paar Unterhosen von Callicot, 226 Hemden von Callicot, 75 Paar lange Stiefeln, 55 Pferde- trensen, 55 Gurthalftern. Gebote hierauf werden bis zum 11. Dezember cr. Gegen genommen.

Mühlhausen i. Th., den- 27. November 1876.

Die Bekleidungs-Kommission.

[9781] Bekanntmachung.

Die Anlieferung von pptr. 12 Kubik-Meter Eichen- bauholz und von pptr. 200 Kubik-Meter Tannen- bauholz zum Ausbau des Welfenshlofses zum Poly- technikum soll im Wege der öffentlichen Submis- fion vergeben werden, wozu Termin - auf den 18. Srtember d. Fee Morgens 11 Uhr, in dem im Welfengarten Nr. 1b. belegenen Bureau des oben bezeihneten Baues angeseßt ist.

Die Unternehmer haben 1hre Gebote portofrei uud versiegelt unter der Adresse des Unterzeichneten mit der Ueberschrift „Gebot auf Holzlieferung zum Bau des Polytehnikums“ einzusenden.

Die Bedingungen, unter welchen die Uebertragung der Lieferung erfolgî, sowie das Holzverzeichuiß sind gegen Erlegung von 2 H im Bureau in Empfang zu nehmen oder brieflich einzufordern.

Hannover, den 27. November 1876.

H. Hunaeus, Regietungs- und Baurath. [9750] Bekanntmachung. Die Lieferung von : a. zwei Drucksäßen von je 600 m/m Plungerdurhmeser uebst Saug- und teigrohren, sowie den dazu gehörigen Reservetheilen und von ___ b, vier Feuerrohrdampsfkesseln {i die Königliche Steinkohlengrube Heinitz-Dechen E Wege öffentlicher Submis ion vergeben werden.

Die mit entsprechender Aufschrift versehenen Of- erten werden am 28. Dezember cr., Nahmittags

Uhr, im Beisein der etwa erschienenen Sub- mittenten“ im Amtslokale der Unterzeichneten er- öffnet werden. : Cto. 243/11.

Daselbst können die Lieferungs-Bedingungen nebst Bens eingesehen, auch abschriftlich gegen Er- is b 4 Read ieen Voges B. L

n eunkirhen, Reg.-Bez. Trier, den 27. November 1876. x Königliche Berg-Jnspektion VIx.

g Preußischen Staals-Anzeiger.

1876.

E beilagse.

[9621] Westfälische Eisenbahn. Neubaustrecke Ottbergen-Northeim.

Die Anfertigung und Aufstellung der eisernen UVeberbauten für die Weserbrückte bei Wehrden, be- stehend aus:

1) einem Ueberbau von 89,72 M. Stüßweite mit

¿weigeleisiger Fahrbahn, 2) sieben Ueberbauten von 32,4 M. Stüßweite mit cingelasiger Fahrbahn, E 3) drei Ueberbauten von 32,55 M. Stüßweite mit eingeleisiger Fahrbahn, j von zusammen rot. 1,000,000 Kilogramm Schmiede- resp. Gußeisen soll in einem Loose in öffentlicher Submission Dezent werden. Die versiegelten Of- ferten mit der Aufschrift: „Offerte auf die Ucberbauten der Weser- Brücke bei Wehrden“ sind spätestens zu dem auf Sounabend, den 283. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, in dem Ee unseres Bureau-Vorstehers anberaumten ermine portofrei einzureichen, in welchem die Er- öffnung der eingegangenen Offerten in Gegenwart der anwesenden Submittenten erfolgen wird. j

Zeichnungen, Gewichtsberechnungen und Submis- P Mee liegen in unscrem bautechnischen

ureau zur Einsiht aus, und können dieselben gegen Erstattung von zusammen 5 Mark von unse- rem Bureau-Vorsteher Herrn Rehnungs-Rath von Griesbach bezogen werden.

Münster, den 23. November 1876.

Die Königliche Direktion.

[339 Vergish-Märkische Eisenbahn.

Die in unserer Imprägnir-Anstalt zu Baal im Laufe des künftigen Jahres disponibel werdenden 6000—7000 Ctr. Asphalt oder Theerpe, sowie circa 240 Ctr. Rohbeuzin sollen an den Meist- bietenden zum Verkauf gangen. Die Verkaufs3- bedingungen für den Asphalt liegen in unserer Kanzlei zur Einsicht aus und werden auch von die- er auf portofreie Anfragen gratis mitgetheilt. Die

erten sind bis zum 11. Dezember cr., Mit- tags 12 Uhr, an die unterzeichnete Königliche Eijenbahn-Kommission verschlossen und portofrei einzureichen.

Aachen, den 23. November 1876. ;

Königliche Eisenbahn-Kommission.

Das Rheinische Ulanen-Regiment Nr. 7 beab- sichtigt den Bedarf für das nächste Jahr nach- stehender Materialien und fertiger Stücke in Submission zu vergeben, als:

Oberlcder, Brandsohlleder, Sohlleder, Zeug- leder, Weißgarleder, Sämischleder, kalblederne Reitbesätze ungeshwärzt, Futter-Kallikot, grau utterleinen, Drillih, Steifleinwand, blaues chooßfutter, silberne Tressen, Watten, Futter, Boy, Knöpfe Eee brittania Metall, zu Ulanca und Mäntel, 1000 Halsbinden, 900 Paar fertige Unterhoseu aus \tarkem Kallikot, 200 Paar Lederhands{uh und sieht bis zum 15. Dezember cr. der Ein- sendung von Offerten nebst Proben entgegen.

Sobald auf eine Offerte nicht reflektirt wird, er- folgt eine Rücksendung der zugegangenen Proben.

Saarbrücken, den 28. November 1876. [9751]

Kommando des Rheinischen Ulanen- Regiments Nr. 7.

Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. \. w. von öffentlichen Papieren.

, Ausloosung von Rentenbriefen.

Bei der am heutigen Tage stattgefundenen Aus3- loosung von Rentenbriefen der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz für das’ Halbjahr 1. Oktober 1876 bis 31. März 1877 sind fBgende Apoints gezogen worden: N Ltt. A. 3000 (1000 Thlr.) Jir. 50 119 165 245 439 496 836 844 1050 1133 1163 1245 1372 1397 1502 1645 1701 1732 2720 2863 2890 3136 3157 3195 3420 3482 3503 3662 3788 3832 4066 4088 4096 4232 4330 4584 4659 4729 4876 5126 5488 5638 5773 6042. 2) Litt. B. à 1500 M (300 Thlr.) Nr. 33 95 137 356 403 406 644 723 782 861 919 1031 1046 1254 1443 1692 1805. 3) Lite. C. à 300 M (190 Thlr.) Nr. 54 209 339 447 518 575 603 681 745 832 912 1087 1126 1167 1229 1674 1838

1842 1881 1944 2051 2062 2214 2311 2579 |-

2624 2902 3231 3233 3306 3349 3524 3562 3747 3890 3954 4013 4105 4366 4962 5423 5510 5872 5912 5922 5923 6041 6193 6258 6290 6291 6351 6497 6503 6641 6857 7052 7301 7379 7462 7500 7824 7955 7987 8174 8322 8590 8807 9083 9462 9504 9521 9552 9733 9926 10125 10774 10876 11068 11144 11315 11317 11382 11393 11468 11597 11701 11820 11983 12699 12875. 4) Litt. D. à 75 M (25 Thlr.) Nr. 110 129 319 455 596 670 710 867 995 1064 1357 1453 1553 1610 1816 2228 2250 2299 2371 2415 2715 2784 2836 2912 2915 2947 2981 3134 3166 3219 3314 3475. 3505 3558 3679 3844 3922 4197 4203 4391 4487 4704 4829 4937 5234 5244 5444 5840 6206 6237 6450 6493 6507 6825 6932 7360 7579 7586 7669 7773 7879 8505 8551 8930 9040 9176 9233 9290 9577 9592 9709. 9766 10060 10461 10607 10811 10822 11152, Die ausgeloosten Rentenbriefe, deren Verzinsung vom 1, April 1877 ab aufhört, werden den Jn-

Inserate nehmen an: Burcau der deutschen orrnnen Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen-(

lidendauk‘‘, Rudolf Mosse, Haasenstein Vogler, G. L. Daube & Co., E.

Vüttuer & Winter, sowie alle übrigen Er S nvoaiA

habern I mit der Aufforderung ‘gekündigt, den Kapitalbetrag gegen Quittung und Rückgabe der Rentenbriefe im coursfähigem Zustande mit den dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinscoupons Serie 1V. Nr. 6 bis 16 und Talons vom 1. April 1877 ab bei der Rentenbank-Kasse pierselbE in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr in Empfang zu nehmen. Auswärts wohnenden Inhabern der gekündigten Rentenbriefe ist es gestattet, dieselben mit der Lil aber frankirt und unter Beifügung einer gehörigen Quittung über den Empfang der Valuta, der gedachten Kasse einzusenden und die Üeber- sendung des Geldbetrages auf gleihem Wege, jedo auf Gefahr und Kosten des Empfängers, zu beantra- gen. Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß die Nummern aller gekündigten resp. noch rückständigen Rentenbriefe durch die Seitens der Redaktion des „Deutschen Reihs- und Königlih Preußischen Staats-Anzeigers“ herausgegebene Allgemeine Ver- loosungs-Tabelle sowohl im Monat Mai, als auch im Monat November jeden Jahres veröffentlicht werden, und daß das betreffende Stück dieser Tabelle bei der gedachten Redaktion zum Preise von 25 H bezogen werden fkann. Münster, den 14. November 1876. Königliche Direktion der' Rentenbank für die Dractet Westfalen, die Rheinprovinz und die Provinz Hessen-Nassau.

Disconto-(esellschaft r 1n Berlin.

Die Abschlagszahlung, welche nach Art, 47 des Statuts auf die Jahres-Dividende der Commandit- Antheile geleistet werden kann, ist für das lau- fende Jahr mit Zustimmung des Verwaltungsraths auf 4 Prozent festgesetzt worden, und es wird mithin der Dividendenschein Nr. 41 mit

Vierundzwanzig Mark

bezahlt werden.

Die Zahlung ersolgt gegen Einlieferung der mit einem Nummernyverzeichnisse zu begleitenden Divi- dendenscheine

vom 15. Dezemher d. J. am

bei unserer Kasse und

in Aaohen bei der Aaohener Disoonto-Gesell- s0haft und Herren R. Suermondt & Co.,

in Breslau bei dem Sohlesisohen Bankverein,

in Cèéln bei Heren Sal. Oppenheim jun. & Co,,

in Dresden bei der Dresdner Bank,

in Elberfeld bei der Bergisch-Märkisohen Bank,

in Frankfurt a. M. bei Herren M, A. von Roth- sohlld & Söhne,

in Halle a. S. bei dem Hallesohen Bankverein von Kulls0oh, Kämpf & Co.,

in Lolpaig bei der Leipziger Bank,

in Magdeburg bei Herrn Louis Maquet,

in Stottin bei der Rittersohaftliohen Privatbank,

ia Stuttgart bei der Könlglioh Württember- bergischen Hofbank.

Nach dem 15. Januar 1877 wird der Dividenden- schein Nr. 41 nur in Berlin bei unserer Kass@0 und in Frankfurt a. M. bei den Herren M. A. von

Rothsohild & Söhne bezahlt, Berlin, den 1. Dezember 1876,

Direction der Disconto- Gesgellschaft.

Magdeburg-Rothensce-Wolmirstedter Deichverbaud.

Bei der am 22, dieses Monats ftattzchabten Aus- loosung der nach Maßgabe der Amortisationspläne zum 2. Januar 1877 einzulösenden 5- resp. 4!/,-pro- centigen Obligationen des Magdeburg-RNothen- see - Wolmirstedter Deichverbaudes sind nach- stehende Nummern gezogen worden :

1. Von den S5procentigen Obligationen

15 Stück à 100 Thlr. -

Litt, A. Nr. 33. 76. 158. 179, 193. 291.

294. 408. 409. 416, 451. 461. 570. 619.

791. 16 Stück à 50 Thlr.

Litt. B. Nr. 31. 58. 135, 170. 184. 198. 199, 213. 289. 2937. 343. 351. 370. 392. 394. 396.

2 Bon den 4'/2proceutigen Obligationen

5 Stüdck à 100 Thlr.

II. Em. Nr. 25. 32. 78. 170. 226. -

Die Inhaber dieser Obligationen werden ersucht,

dieselben nebst den vom 2. Januar 1877 ab laufen-

den Zinscoupons gegen Empfangnahme des Nenn- werthes at 2. Januar künftigea Iahres an die

Diichkasse hierselb, Alte Markt Nr. 11, ute 0

geben. (H. 52507)

Für fehlende Coupons wird der Betrag vom Ca- pitale abgezogen. Die Verzinsung der ausgelosten

Dbligationev hört mit dem 31. Dezember a. c. auf.

Von älteren Jahrgängen find noch nicht zur Ein-

lösung gekommen: L

Die Obligationen Litt, A. Nr, 42 und 596 über je 100 Thlr., welche für den 2, Januar 1875, und die Obligationen Litt, A. Nr. 89 über 100 Thlr,

Litt, B, Nr. 48 und 96 über je 50 Thlr., welche

für den 2. Januar 1876 ausgelooft sind.

MEgveourn den 24. Januar 1876. [559531 er Deichhauptmaun.

her.

E E:

raus; o S