1876 / 289 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

stärkung aus den konservativen Staaten große Züge Bewaff- neter abgingen. f

Der Widerstand der Liberalen war Anfangs nur {wäh- li<h. Nachdem die Konservativen si< aber blindlings in den Dienst des zelotischen Klerus gedrängt hatten, trennten ns die Nunisten, die Ultraliberalen, von ihnen und {lossen si dem Gros der Liberalen an ; die Gefahr einer zu weit gehen- den Reaktion rief alle liberalen Elemente des ganzen Landes zum energischen Las auf, und es gelang der Regierung beträchtliche Streitkräfte zusammenziehen. ;

Nachdem alle Vermittelungen und Konzessionen, die von Bogotà aus gemacht wurden, gescheitert waren, seßte die Re- gierung ein Geseß im Kongresse dur<h, wonach die Central-

ewalt in den Einzelstaaten interveniren könne, sobald sie von

om Regierung eines folchen darum angegangen würde. Dieser Fall trat bald SGEENE ein und unter dem 16. August wurde der Kriegszustand über die ganze Republik verhängt. Der Krieg, welcher seitdem gegen die Aufständischen geführt wurde, ist für leztere bisher ungünstig verlaufen: nur gegen die Guerillas, welhe fsi< aus dem fir<li< denkenden Land- volke refrutiren, hat die Regierung bisher sehr wenig ausrih‘en können; wegen ihrer Ce E en Kampfes- weise und der befestigten Stellungen, die jie inne haben, wer- dén diese Banden vor einer allgemeinen Entwaffnung s{hwer- lih unterdrü>t werden können. i i

qm Ganzen gewinnt die Aussicht auf baldige Wieder- herstellung des Friedens troßdem immer mehr Boden, da die Erfolge gegen die Jnsurgenten eine lange Fortdauer des Krieges unwahrscheinlih machen.

Asien. China. Die „Peking Gazette“ vom 2. De- zember enthält ein Dekret, welches einen großen Sieg über die mohamedanischen Rebellen in Konsuh, sowie die Einnahme der Städte Urumtsi und Tsi-<wa-chow verkündet. Die chinesishe Regierung hat ein neues Edikt gegen den Anbau der FP A DLLCnge in China erlassen. Jn Peking sind dem Vernehmen na<h gewisse Unterhandlungen privater Natur im Gange, welche die Aufschließung der Kohlenminen in Chihli bezwe>en. Es werden, der „A. A. C.“ zufolge, Schritte gethan, um eine Petition an die Gesandten der Vertragsmächte zu entwerfen, worin dieselben ersu<ht werden sollen, der chinejishen Regierung die Zwe>- mäßigkeit der Errichtung einer <inesishen Neihsmünze nahe zu legen.

Afrika. Aegypten. Aus Alexandrien wird dem „Standard“ vom 4. ds. tele anes „Auf die Suriprage des englischen Kabinets hat der Khedive eingewilligt, den Ah - gesandten des Königs von Abessynien in Freiheit gu! seßen.“ Ver „Daily News“ wird unterm 4. d. M. aus

lexandrien telegraphirt: Oberst Gordon ist in Kairo nah einer dreijährigen Abwesenheit im äquatoriellen Afrika angekommen. Er wurde von dem Khedive herzlih empfangen und mit dem Großkreuz des Medschidje-Ordens dekorirt. Einer amtlichen Bekanntmachung zufolge sind im November 571,000 £ an das neue Staatsschuldenamt abgeführt worden. General Mariott is zum Kontroleur der ägypti- \chen Eisenbahnen und Mr. Scrienner zum General- Direktor der Zölle ernannt worden. Gerüchtweise verlautet, daß Sir George Elliot, der englishe Finanzmann, die Zu>er- plantagen und Faktoreien des Khedive zu kaufen be- absichtigt.

Australien. (A. A. C.) Der Generalagent für Süd- australien in London hat von der Regierung in Adelaide vom 1. ds. datirte Nachrichten en wonach die Ernte gina begonnen worden ist. Ein früheres vom 27. v. M.

atirtes Telegramm meldet, daß allgemein Regen gefallen ist.

VBerlin, 7. Dezember 1876. Weltausstellung in Philadelphia 1876.

Auf Veranlassung der Reichskommission für die Weltausstellung in Philadelphia is unterm 8. November d. Fs. von dem Königlihen Bau-Znspektor Bartels das nachfolgende Reglement, betreffend das Einpa>en und dieZollbehandlung der deutshenAusstellungs- güter erlassen worden :

1) Behufs Kontrole über die einzupa>enden Güter und zur

Vermeidung von Jrrthümern, werden die Herren Aussteller und Agenten ersucht, den Beginn des Abbruches auf dem Bureau der deutshen Kommission (German Payvilion, Centennial Grounds) anzu- zeigen. Die Agenten werden von den bei der Kommission eingegan- genen Bestimmungen des resp. Ausstellers über ihre Güter Kenntniß nehmen und zum Zeichen, daß dics geschehen, die betreffenden Schrift- stü>e unterzeichnen. __ 2) Das Einpa>en der Güter kann erst geschehen, na<dem die sämmtlichen Zollhausformalitäten erledigt, und für etwa verkaufte oder hier bleibende Güter der Zoll gezahlt ist. Das spezielle Regle- ment des Coustom Houses wird \ofort na< Bekanntmachung desselben mitgetheilt werden.

3) Die leeren Kisten werden Seitens des Buroau of Tranzpor- tation bis in die Abtheilung ey in nächste Nähe derselben geliefert werden. Die Gebühr für die Aufbewahrung der Kisten und Repa- rot derselben ist vorher auf dem Bureau of Transportation zu zahlen.

4) Für jede Kiste ist ein Verzeichniß ihres Inhaltes in duplo anzufertigen. Ein Exremplar desselben wird oben in die Kiste gelegt, das andere verbleibt in Händen des Agenten resp. Ausstellers.

_95) gur die Ausfuhr der Güter u eine Rüentrirung bei dem Customhause gemaht werden, deren Kosten der Aussteller zu tragen hat. Nach einer Anzeige des Herrn General-Direktors Goshorn hat der Customhaus-Broker, Mr. J. W. Hampton, Ir., sich bereit er- Tlärt, die Tg und darauf bezügliche Formalitäten beim Zollhause gegen 2 Dollars per Entrirung zu besorgen. Die Wahl des Brokers bleibt natürli freigestellt; Aussteller wie Agenten wer- den indeß gut thun, zur Beschleunigung der Zollformalitäten si eines Brokers zu bedienen.

6) Die Verpa>ung wird unter Kontrole von amerikanischen Refe e sowie von Angestellten der deutshen Kommission stattfinden.

7) Die verpadten Kisten find behufs Signirung und zur zoll- freien Wiedereinfuhr in den deutshen Zollverein ‘auf drei Seiten mit Zetteln zu bekleben, auf denen der Name des Empfängers, der Bestimmungsort, Zeichen und Gewicht in ähnlicher Weite angegeben ist, wie dies für den Hertransport vorgeschrieben war. Für Kolli, bei welchen das Ankleben der - Zettel unthunli<h ift, sind kleinere Zettel (labels) anzuwenden.

4 Nachdem die Kolli der einzelnen Aussteller unter Beachtung vorstehender Bestimmungen verpa>t und \ignirt find, ist ein Ver- zeichniß der einzelnen Kolli nebst Signatur in triplo anzufertigen, auf welchem laut Bundesrathsbes{luß vom 2. Februar d. J. die Bescheinigung behufs zollfreier Wiedereinfuhr in den deutschen Zoll- verein dur< den Unterzeichneten ausgefertigt wird.

Ein gleiches Verzeichniß .in dâuplo ist Behufs Erlangung der Seitens der deutschen Eisenbahnen gewährten Frachtermäßigungen amniertiges und wird ebenfalls dur< den Unterzeichneten besceinigt werden.

Aus dem Wolff\schen Telegraphen-Bureau. Washington, Donnerstag, 7. Dezember. Bei der gen stattgehabten Präsidentenwahl stimmten die ablfollegien der einzelnen Staaten, mit Ausnahme von Oregon, onalog den Resultaten, welhe bisher über den Ausfall der ahlmännerwahlen festgestellt wurden. M Oregon gab der Gouverneur die Wahlcertifikate zwei ublikanérn und einem Demokraten, weil der als Wahl- mann aufgestellte dritte Republikaner angebli<h wahlunfähig ist. Falls dieses D für os erachtet wird, würden sich für Tilden 185 Stimmen ergeben. Die drei republika- nis<hen Wahlmänner Oregons erklärten das Verfahren für illegal, traten ohne Certifikate zusammen und stimmten für

Hayes.

Statistische Nachrichten. 2

Den Statistiken des „Büreau Veritas“ zufolge gingen im Monat Oktober auf ofener See nicht weniger als 155 Segelschiffe und 14 Dampfer total zu Grunde. Die deutsche Flagge participirte an diesen Verlusten mit 13 Segelschiffen und 1 Dampfer, die öfterreihishe mit 2 Segelschiffen.

Kunst, Wissenschaft und Literätur.

Das Bureau des belgischen National-Comités der Gesell\s<1ft zur Erfors<hung und Erschließung Inner- Afrikas trat am Dienstag in Abwesenheit des Präsidenten, Sr. Königlichen Hoheit des Grafen von Flandern, unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten, Baron d’Anethan, zusammen. Es wurden dem Bureau verschiedene Mittheilungen bezüglih der Bildung und der Arbeiten der im Auslande eingeseßten Comités gemacht. ernes nahm das Bureau von der Organisation mehrerer Provinzial- und Lokalcomités Kenntniß, sowie von den bei den eröffneten Subsfkrip- tionen erzielten Resultaten. Schließlih erachtete das Bureau es für angemessen, die Berufung des Generäl-Comités festzuseßen ; dem- selben foll die Prüfung der Fragen unterbreitet werden in Betreff der erforderliden Maßnahmen zur Förderung nd zum Gedeihen der Arbeiten. Diese Versammlung wird am 15. d. M. im Palais Ducal in Brüssel stattfinden.

Land- und Forstwirthschaft.

Im Regierungsbezirk Breslau ift die Ernte gut von statten gegangen und kann im Allgemeinen als eine gute Durbschnitts3- Mittelernte bezeichnet werden. In den Gebirgskreisen haben Gerste und Hafer dur< di: Nässe sehr gelitten und sind theilweise aus8ge- wachsen, in den höher gelegenen Gebirgsdörfern sogar auf dem Felde verfault. Jn dem Kreise Habelshwerdt ist der Flahssamen, welcher daselbst besonders stark geerntet wird, dur< den Regen vollftändig veruihtet worden. Raps hat \fi< gut entwickelt. Kartoffeln und Rübenarten haben einen guten Ertrag geliefert, hauptsähli< wird die Qualität der ersteren gerühmt.

Gewerbe und Handel.

Die „Lüb. Ztg.“ theilt in einem Artikel mit, daß die Firma A Krupp in Essen, welche ihr Absaßgebiet au<h namentlich ür Gasfkohlen zu erweitern wünscht, da diese dur< ihre vorzüg- liche Qualität am Besten geeignet sind, die englische Konkurrenz aus dem Felde zu \{lagen, unlängst der Lübe>ker Gasanfstalt Effener Gasfohlen offerirte zum Preise von 177 4 pr. 200 Ctr. franko Bahnhof Lübe> und 18 4 pr. 200 Ctr. für den Transport auf die Lager, und derselben mittheilte, daß 1009 Kilo derselben 288,2 Kubikmeter Gas und 620 Kilo Kokes ergeben haben. Wie vortheilhaft diese Offerte gewesen ist, wird durch eine spezifizirte Rech- nung über die Fabrikation na<hgewiesen, welche zeigt, daß die deutsche Gasfohle der Lübecker Gasanstalt einen Bortheil von 100,000 gegenüber der englischen einbringen würde und daß dieselbe, wenn sie sich zur Einführung deutscher Kohlen entshließe, im Stande sein würde, den Preis für Gas und Kokes bedeutend zu ermäßigen. Die Lü- enes MEAES hat dennoch die Offerte der Firma Fr. Krupp ab- gelehnt.

Zwei Exemplare der erstern und ein Eremplar der leßtern Be- {einigung sind dem Frachtbriefe für den Seetransport beizufügen, während je ein Eremplar direkt an den Spediteur im deutschen Ein- gangshafen resp. in der Eingangéstation gesandt wird. :

9) Der Transport der verpa>ten Kisten ‘von ihrem Plaße bis auf den Eisenbahnwaggon geschieht auf Antrag der deuts<hen Kom- mission dur< das Burean of Tranusportation unentgeltlich.

10) Die zum Signiren der Kolli erforderlichen Zcttel, sowie die Formulare für die oben erwähnten drei Verzeichnisse werden im

Zureau der deutschen Ausftellungskommisfion unentgeltlich geliefert.

11) Behufs Erzielung von ermäßigten Frachtsäßen für den Transport der Ausstellungsgüter hat fich der Unterzeichrete mit den hiesigen Eisenbahngesellshasten und den deutshen Dampferlinien in Verbindung gesezt. Die betreffenden Frachtsäße können während der Geschäftsstunden von 9 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends im diesseitigen Bur au eingesehen werden, woselbst au< jede weitere Auskunft gegeben, sowie die no< ergehenden Vorschriften für das Zollhaus 2c. werden bekannt gemacht werden.

Geschichte des Feldzuges von 1815, na< archivalischen Quellen von v. OUe<, General der Infanterie. Berlin 1876 bei E. S. Mittler u. Sohn.

Das vorliegende Werk ist ein Separatabdru> aus der Biographie des Generals der Kavallerie und Chefs des Generalstabes der Armee v. Reiher, welhe als Beiheft zum „Militärwocbenblatt“ erschienen ist. In dieser Ausgabe ist dasjenige fortgelassen worden, was nur die persönlichen Verhältnisse des Generals, nicht seine unmittelbare Einwirkung auf den Gang der Operationen betrifft, dagegen sind den hinterlassenen Memoiren des Generals der Infanterie v. Wussow einige wihtige Notizen entnommen.

Eine reiche Literatur hat den inneren Zusammenhang der Er- eignisse des 15. 16 , 17. und 18. Juni aufrecht zu erhalten und mit geist- voller Kritik zu begleiten gesucht, in dem vorliegenden Werk ist aber auch die Vorgeschichte des Feldzuges mit in die Betrachtung hinein- gezogen und eine Reihe von Fragen auf Grund arivalisher Doku- mente beantwortet, wel<he für das Studium des Feldzuges von 1815 von der höchsten Wichtigkeit sind.

Beigegeben ist das Facsimile eines Briefes, den Wellington am 16. Junt um 105 Uhr Morgens von den Höhen hinter Frasnes aus an Blücher richtete, sowie zwei Uebersichtskarten und die Swlachtenpläne von Ligny und Belle-Alliance; die äußere Aus- stattung des Werkes ist eine durchaus würdige.

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abgehaltenen Sißung zunächst eine Reihe ge\<äftliher Angelegen- heiten. Die Rehmaung des Vorjahres, die in Ausgabe und Einnahme mit 13,501 # 50 S balanzirt, wurde vorgelegt und die beantragte Decharge ertheilt. Die bisher ausgeschriebenen Preisaufgaben wur- den, soweit sie eine Ung noch nit erfahren M au< für das nächste Jahr aufrecht a ten, theilweise mit Erhöhung des Preises, und außerdem 3 neue Aufgaben gestellt. Bei der alsdann vorge- nommenen Neuwahl des Vorstandes wurden der Staats-Minister a. D. Dr. Delbtück als Vorsißender, der Ministerial-Direktor Dr. Jakobi und Dr. W. Siemens als dessen Stellvertreter und Banquier W. Borchert als Schaßtmeister wieder gewählt. Zum Sluffe ernannte die Ver- {anmlung den Bergrath Dr. R an Stelle des wegen Ueber- äufung mit Amtsgeshäften freiwillig zurü>kgetretenen Geh. Reg.- Raths Reuleaur zum Redacteur der Zeitschrift des Vercins. Hr. Dr. Mar Weigert hielt darauf einen Vortrag über die Textilausstellung in Philadelphia.

Der Verein für Gewerbfleiß ie geld in der am Montag e

- um

Nah dem Geschäftsbericht des Eisen- und Stahlwerks zu Osnabrü> wurden im Betriebsjahre 1875/76 fabrizirt an ohftahl, Luppen und Schweißeisen 27,120,058 Kilo gegen 24,833,225 Kilo im Vorjahr und an fertigen Waaren in Stahl und Eisen 20,662,010 Kilo gegen 21,431,321 Kilo. Die im vorigen Geschäftsjahre vorbereitete Fabrikation von plaveisen ist seitdem ein- geleitet. Die Brutto-Summe der Verkäufe hat 4,381,466 4 gegen 5,273,713 Æ betragen. Das Immobilienconto hat \i< 32,249 - #4. erhöht. Für neue mascinelle nlagen find im Ganzen 95,740 Æ verwandt. Die in den Anlagekonten investirten Beträge find um 117,742 M Fan Im Betriebe waren am 30. Juni d. J. engagirt 1,686, - dazu lieferte der eigene Betriebsfonds 930,866 A Es waren also Kredite in Anspru genommen von 755,214 Æ Dieselben vertheilen si< wie folgt: Hypotheken (Restkaufgelder) 146,100 4, Arbeiterkrankenkafse und Dis- positionsfonds 66,278 #4, Dividendenkonto 4284 A Diverse Kre- ditoren aus laufendem Geschäfte 538,551 A4 Am Ende des Vor- jahres (30. Juni 1875) waren no(- 1,271,826 4 Kredite in Anspruch genommen.

Aus dem Rechnungsabs<hluß des Georgs-Marien-Bergs werks- und Hüttenvereins für das Betriebsjahr 1875/76 wer- den nachstehend die wichtigsten Daten mitgetheilt : Die Bilanz {ließt mit einem fo geringen Reingewinne ab, daß eine Dividende nit zur Vertheilung gelangen kann. Der Bruttogewinn beträgt 419,757

iervon gehen ab die Obligationszinfen mit 174,903 4, Abschrei-

ungen auf Immobilien mit 175,182 #4, Abschreibungen au Motoren mit 35,877 Æ und Beitrag zum Tilgungsfond mi 21,000 Æ, in Summa 406,962 4, \o ZEs also ein Reingewinn von 12,975 Æ übrig bleibt. In der Bilanz finden si< unter den Passiven 631,791 4 verschiedene Kreditoren, denen unter den Aktiven diverse Debitoren mit 1,243,776 M gegenüberstehen.

Wien, 6.“ Dezember. (W. T. B.) Der Korrespondenz“ wird aus Bukarest gemeldet, daß das Bank» haus Poumay daselbst, dessen Inhaber, Jacques Poumay, sih vor einigen Tagen entleibt hat, niht nur nit injolvent sei, sondern vielmehr nah dem Tode des Inhabers no< einen Vermögensbesiß von mehr als 2 Millionen festgestellt habe.

__— 7. Dezember. (W. T. B.) Der „N. fr. Pr.° zufolge sind im gien wg die Vorbereitungen für die Emission der Goldrente vollendet. Das Uebernahmskonfortium besteht aus der Gruppe Kreditanstalt-Rothschild, der Uebernahmscours soll 73 in Papier nicht erheblich übersteigen.

„Politischen

Verkehrs-Anstalten.

Bern, 4. Dezember. Gestern hat in Olten die feierlihe Er- Hg der Eisenbahnlinie Olten-Wangen-Solo- thurn-Ly ß, der sogenannten „Gäubahn“, begünstigt vom schönsten ia und unter großer Betheiligung der Bevölkerung stattge=- unden.

(A. A. C.) Kapitän Tyler hat dem Handelsamte einen Bericht über die englischen Eisenbahnen in 1875 erstattet. Danach betrug die Gesammtlänge der Bahnen am 31. Dezember 1875 16,658 Meilen, von welhen 8898 Meilen zwei oder mehrere Geleise und 7760 Meilen ein Geleise hatten. Das gesammte auf Eisenbahnen verwendete Kapital repräsentirt die Summe von 630,223,494 Pfd. Sterl. Die Eisen- bahnen besaßen Ende 1875 zusammen 12,439 Lokomotiven, oder je eine auf 14 Meile Bahn und 393,799 Waggons, oder etwa 234 pro Meile. Hierzu kommt noch die sehr große Anzahl von Waggons, die Privatpersonen, Gesellshaften, Kohlengruben u. s. w. ge- hören und deren Ziffer nicht seliau bekannt ist. ie Gefammteinnahmen betrugen 58,982,053 Pfd. Sterl, wovon 32,198,186 Pfd. Sterl. auf Betrieb. und Erhaltung kamen, so daß 26,784,557 Pfd. Sterl. als Reingewinn verblieben. Die Kosten machen also 55% der Einnahmen aus. Passagierbillets wurden in dem Jahre ausgegeben 506,975,234, außerdem 597,257 Saisonbillets. Der A bezifferte fi< auf 200,069,651 Tonnen, und eine fehr große Anzahl von lebendem Vieh. Die Durhschnittsdividende der Stammaktien betrug 4,72%, allein 47,058,945 Pfd. Sterl. Aktienkapital bezog gar keine Dividendez die Interessen und Prioritäten betrugen 4,54%.

_ London, 5. Dezember. (Engl. Korr.) Der Sturm hat gestern angehalten. Viele Nachrichten von überflutheten Feldern, gehemmtem Verkehr, gescheiterten Schiffen gehen ein. Bei Tay- mouth ertranken acht Personen.

Theater.

Im Königl ichen Schauspielhause kam gestern das vor mehreren Jahren gern gesehene Lustspiel: „Unsere Freunde“ von Marx Ring neu einstudirt wieder zur Aufführung. Das inter- essante Stück fand au< bei seinem gestrigen Wiedererscheinen auf der Königlichen Bühne bei dem zahlrei< erschienenen Publikum eine günstige Aufnahme. Die neuere Lustspiel-Literatur ist nicht gerade rei<h an Erscheinungen, welche, nachdem sie den Reiz der Neuheit verloren, wegen ihres bleibenden Werthes bei einer Wieder- aufnahme Anklang finden. Diese Ringshe- Arbeit besitt aber bereits früher gewürdigte Vorzüge, die sie zu einem sicheren Plate n dem Lustspielrepertoir berechtigen : eine der Hand? lung zu Grunde liegende anziehende, historis<he Begebenheit, wirksam ausgeführte Charakterzeihnung, geistreiher, wißiger, von Trivialitäten freier Dialog und eine geschi>te scenishe Technik. Daneben freilih dehnt fi<h au< manche Länge. Der Hauptantheil an dem günstigen Erfolg fällt der vorzüglichen Darstellung zu. ekannt sind die treff- lichen Leistungen der HH. Berndal als „Lordkanzler Harley® und Liedtke als „Stehle“; den „Addifon®" spielte Hr. Ludwig mit dem ideal gehaltenen Charakter entsprehender, warmer Begeisterung. Zur A des Lord Warwik besißt Hr. Vollmer nit die geeignete Individualität, sein ganzes Spiel stimmte zu wenig zu den Alluren eines Warwik. Dagegen wußten Hr. Krause und Hr. E ihre Rollen, der erstere den na< dem Baronet- Titel ftrebende „Bankdirektor Gilbert Heathcothe“, der leßtere den „Schneider Tappwell“, der es auf den Titel eines Hof- \<neidermeisters abgesehen hat, mit <arakteristis<her Komik zu gestalten. Die kleine Rolle der „Zimmervermietherin Frau Light“ war bei Fr. Frieb -Blumauer in den besten Händen. Die „Gräfin Alice Warwik* repräfentirte Frl. Keßler in den Momenten, in welchen fie die große Dame zur Geltung zu bringen hat, ercellent; weniger ‘gelang ihr diejenige Seite der Rolle, die dem Liebenden Weib zufällt. Die an sich unbedeutenden Rollen der „Abigail“ und der „Georgina“ wurden von den Frls. Bergmann und Hofmeister dem guten Ensemble angemessen dur<geführt.

Im Stadttheater wird Hr. Direktor BOLN am Sonn- abend und Sonntag eine spezifishe Wiener Originalpo [e betitelt: „Wiener Modedamen “, bringen, in der aus\{ließli< das heitere Element vorherrs{t. Das gesammte Damenpersonal, in erster Reihe die Damen Wildau, Nippicher, Kirhofer, Mei- ser 2c. find in dem Stü> beschäftigt, das komishe männliche Ele- ment vertreten die Herren Direktor Fürst, Kräuser und Karuß. Die p e hat seiner Zeit au< dur< die glänzende Ausstattung an

tien x. in Wien gefallen und eine Reihe von Vorstellungen erlebt. _ Brooklyn, 6. Dezember. (W. T. B.) Das hiesige Theater ist gestern Abend gänzlih niedergebrannt. Die Anzahl der dabei Verunglü>ten ist eine sehr beträchtliche. Bis jeßt sind 245 Leich- name unter den Trümmern gefunden "worden.

Redacteur: F. Prehm. _ Berlin: erlag der Expedition (Kessel). Dru: W. Elsner. Drei Beilagen. (eins{ließli< Börsen-Beilage).

gerichts-Deputation.

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich

M289.

JFnserate für dea Deutschen Reihs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzziger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reits-Anzrigerzs und Könuiglih Pceußishea Staats-Anzrigers: Verlin, s. W. Wilhelm-Straße Nr. 32.

Steekbriefe und Untersuchungs - Sachen.

Der Schneidermeister Christian Friedrich S><<öuro> und dessen Chefrau aus Bernstein haben am 6. Oktober 1820 bei dem Patrimonialgericht zu Cranzin ein we<selseitiges Testament niedergelegt, was bis jeyt nicht eröffnet ist. Die etwaigen Erb- interessenten werden hiermit aufgefordert, falls einer oder beide der Testatoren verstorben fein sollten, unter Nachweis des Todes die Eröffnung des Testa- mentes beim unterzeichneten Geri<t nachzusuchen. Arnswalde, den 2. Dezember 1876. Königl. Kreis-

Ste>bricfswiderruf. Der in Nr. 289 des Deutschen Reichs- und Preußischen Staats-Anzei- gers enthaltene Ste>brief vom 1. Dezember 1875 De dem Grenz-Aufscher Wilhelm Fechner von hier is erledigt. Myslowiß, den 24. Novem- ber 1876. Königliche Kreisgerichts-Députation.

Der gegen den Kaufmann Eduard Nieder-

esäß aus Grünberg wegen Wecselfäls<ung unterm 2% Februar 1869 erlassene Ste>brief wird hierdurch erneuert. Grünberg, den 3. Dezember 1876. Königliches Kreisgericht. L. Abtheilung. Der Unter- \suchungs-Richter.

Durch kriegsgerichtliches Erkenntniß vom 27. No- vember 1876, bestätigt am 2. Dezember a. er. ift der Musketier Johann Heinri} Matheis der 3. Compagnie 3. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 29, 21 Jahre alt, zu Bruchsal, Kreis Karls- ruhe, geboren, Schloffer von Geschäft, in contu- maciam für fahnenflü<htig erklärt und zu einer Geldbuße von 150 4 verurtheilt worden. Coblenz, den 5. Dezember 1876. Königliches Gouvernements- Gericht.

Ste>brief wider den wegen Diebstahls gericht- li< verfolgten G. P. Nielsen von Dänemark, mit Ersuchen um Festnahme und Nachricht anher.

Cassel, 4. Dezember 1876. :

Staatsanwalt. Wilhelmi.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

(99361 Subhastations-Pateut.

Das der Wittwe Louisè Bolßk, geb. Fahrenwald, zu Berlin gehörige, in Rixdorf belegene, im Grund- bu< von Deutsh-Rixdorf Band XI1. BI. Nr. 406 ‘verzeichnete Grundstü nebst Zubehör foll

den 3. Januar 1877, Vormittags 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen Resubhastation öffentlih an den Meistbietenden LELNRgert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags :

den 5. Januar 1877, Vormittags 10 Uhr, «ebenda verkündet werden. N

Das zu versteigernde Grundstü ist 5 Ar 1 Qu.-M. groß und zur Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nußungswerth von 2070 M veranlagt.

uszug aus der Steuerrolle und Abschrift des Grundbuchblattes ingleichen etwaige Abshäßungen, andere das Grundstü>k betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in ‘unserm Bureau V. A. 3. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra- gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präflu- sion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden.

Berlin, den 30. November 1876.

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations-Richter.

In einer gegen die Erben des Landwirths An- ‘dreas Dornbus<h zu Linn Seitens der Wwe. Kaufmanns J. F+ Poggen rae: Cathar. geb. Saligmann, zu Gütersloh bei dem unterzeichneten Kreisgericht erhobenen Klage ist beantragt worden, die Verklagten \huldig zu erkennen, die Klägerin dur< Anschaffung der Verträge, kraft derer der Erblasser der Verklagten die N von den- (een dur Dectrag vom 1. März 1859 dem ver- torbenen Chemann der Klägerin, Kaufmann Po? tag, verkauften Grundstü>te Fol. 8 Nr. 4/0, ol. 9 Nr. 70/1 und 103 der Katastr.-Gemd. Me und Fol. 2 Nr. 31 der Katastr.-Gemd. a>œum erworben “hat, und dur Abgabe der nun erforderlichen Anft stngeer Laranen in den Stand zu ET n< als Eigenthümerin dieser Grundstücke ins Grundbu eintragen zu lassen. i ur Beantwortung der Klage ist ein Termin auf den 8. Januar 1877, Morgens 10 Uhr, vor dem Kreisrichter Schraub an hiesiger Gerichts- stelle anberaumt. j / Da der Aufenthaltsort des Mee tamen Wilh. ‘Dornbusch unbekannt is, so wird derselbe hiermit aufgefordert, in dem genannten Termine entweder persönli zu erscheinen, oder dur< einen gehörig Tegitimirten Rechtsanwalt sich vertreten zu lassen, wi- drigenfalls in contumaciam gegen ibn Ie

4ird. [8237]

Lüdinghausen, ten 26. September 1876.

[9874]

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 7. Dezember '

F I as

-Sachen. orladungen

DBeffentlicher Anzeiger.

Steckbriefe und Untersuchun 2. Subhastätionen, Aufgebote, u. dergl. 3. Verkäufé, Verpachtungen, Submissionen ete. 4, Verloosung, Ámortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c.

Im Vill'shen Gasthause zu Mirow, Me>lenburg- Streliß, sollen am Sonnabend, deu 16. d. M., Morgens 11 Uhr, aus der Crümmel'schen Forst unter vor Termin bekannt zu machenden Bedin- ungen circa 3000 Kiefern Bau- und Schneide- ölzer auf dem Stamme versteigert werden. Die Revier-Forstbeamten find beauftragt, Kaufliebhabern das Holz an Ort und Stelle nachzuweisen. Bemerkt wird no<, daß das Holz unmittelbar am schiffbaren Wasser steht. Cto. 30/12.)

F. v. Arenstorff.

(90) Submission. Die zur Ausführung des Lehrer-Wohnhauses für das hiesige Seminar, Friedrichstraße Nr. 229, no< erforderlichen 500 Mille Hintermauerungssteine sollen im Wege der öffentlihen Submission ver- dungen werden und ist hierzu ein Termin auf: Freitag, den 15. Dezember cr., Vormittags 11 Uhr, im Bau-Bureau, Friedrichstraße 230, Hof parterre, anberaumt, woselbst vorher die Bedingungen einzu- sehen sind. j Zee Die Offerten sind bis zum bezeibneten Termine portofrei und versiegelt dahin einzureichen. : Berlin, den 5. Dezember 1876. Cto. 48/12.) Der Königliche Bau-Juspcktor. Weber.

[9918] fanntmachung.

I Pr rx Irre

Die Lieferung von: j 6000 Klgr. Hakennägel und _ 5600 Klgr. Schraubennägel (Tirefonds) soll im W:ge der öffentlichen Submission, zu \ wel- <er Termin auf: Dienstag, den 19. P cr., Mittags 12 Uhr, in unserem Central-Büreau zu Berlin anberaumt wird, verdungen werden. : ; : Die Lieferungsbedingungen liegen in unjerem Gentral-Büreau zur Ansicht aus und können gegen Erstattung der Kopialien von 50 S von dort be- zogen werden. i Offerten sind bis z1 und mit der Aufschrift S Lieferung von Kleineisenzeug Die Direktion.

zur Terminsstunde, frankirt, „Submissionsofferte zur versehen, einzureichen. (137/12.)

[9939]

Berlin-Görlißer Eisenbahn. Die Lieferung von 4700 Stü eihenen Bahnschwellen,

11 Kubikmeter kiefernen Weichenschwellen soll im Wege der öffentlichen Submission, zu welcher Termin auf Í Montag, den 18. Dezember cr., Mittags 12 Uhr, in unserm Central-Bureau anberaumt wird, ver- dungen werden. : : : T

Die Lieferungs-Bedingungen liegen in unjerem Central-Bureau zur Einsicht aus und können gegen Erstattung der Kopialien von 0,50 # von dort be- zogen werden. / i

Diesbezügliche Offerten sind bis zur Termins- stunde franfirt und mit der Aufschrift: „Sub- missions-Offerte zur Lieferung von Schwellen pro 1877* versehen an uns einzureichen. (àC o. 143 12.)

Die Direktion.

[9929) Königliche Ostbahn.

Neubau der Eisenbahn Berlin-Nordhausen. Die Lieferung von i 1850 Stü sog. Nummersteinen und

260 Stü> einfahen Marksteinen aus gefundem Granit oder einem anderen vollkom- men witterungsbeständigen Steinmaterial zur Ein- renzung des Bahnterrains soll im Wege der öffent- ichen Submission vergeben werden. Die Bedin- ungen liegen im Abtheilungs-Bureau zu Potsdam, Französische Straße Nr. 9, zur Einsicht aus, au können H Is auf portofreies Ansuchen fostenfrei bezogen werden. 2 B iee Offerten sind versiegelt und mit der Aufschrift - „Submission auf Licferuug von * Nummer- und Marksteinenn‘“ an den Unterzeichneten bis zum Submissions-Termin, Menne den 19. Dezember 1876,

h a ba 1 M)

ortofrei und versiegelt einzusenden. l ; N Stier ua eiende, Offerten bleiben unberü>sichtigt.

5, Industrielle Etablissements, Fabriken und

6, Verschiedene Bekanntmachungen. 7, Literarizche Anzeigen. 8, Theater-Ánzeigen.

9, Familien-Nachrichten,

g Preußischen Staats-Anzeiger.

1876.

Grosshande]l

Age ral beilage.

Inserate nehmen an:

Burcau der deutschen Zeitungen zu Berlin

Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen-

„„Fuvalidendank“‘, Nudolf Mosse, Haasenstein

& Vogier, G. L. Daube & Co., E.

Vüttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren Aunouce

das Central - Annoncen- Fxpeditionen, des Schlotte, u-Bureaus.

[9951] Befauntmachuug.

Auf dem Wirthscaftshofe der Strafanstalt follen am 14. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, meistbietend gegen glei<h baare Zahlung verkauft werden : L 1) 6 Stü> fette Ochsen, 2) 10,000 Klgr. ‘Heu, 3) ca. 375 Klgr. Knochen, _

34 Stü> Butterfäster,

26 Stück Petroleumfäjjer,

10 Stück Kisten,

1 Stück Blechkanne, 16 Ctr. Lumpen, e 4 Stü>k alte unbrau<bare Revisions- Uhren, : 450 Klgr. Maculatur-Schreibpapier zum Einstampfen, :

30 Stü> Gewehre (ausrangirte)

und altes Scuhzeug. / Die der Auktion zn Grunde zu legenden Bedin- gungen liegen im Sekretariat der Anstalt zur Ein- ht aus. Cto. 51/12.) Sonnenburg, den 6. Dezember 1876.

Königliche Direktion der Strafaustalt.

[9947] Submission, a Der Bedarf zur Bekleidungs - Anfertigung pro 1877 an qrauer und blauer Futterleinwand, Diagonal-Drillicy zu Hosen, Jacken-Drillich, Kragen- steifleinwand zu Mänteln, Wachsdrillih zu Ro- fragen, Kallikot zu Unterhosen vnd Hemden (resp. diese beiden au in fertigen Stücken), goldenen und silbernen Unteroffizier-Treisen, Müten-Kokarden von Steinnuß, . tombachenen Waffenro>-, Taillen- und Nummer-Knöpfen, s{waärzen, eisernen Hosen-Knöpfen, weißen Zink-Knöpfen, {warzen Horn-Knöpfen zu Hosen und .Mänteln, Steinnuß-Köpfen zu ODrillich- rô>en, Hosenshnallen mit Walzen (s{<warzladirt), Stiefelabsateisen mit Nägeln, Sohlennägeln x., soll im Wege der Submission an diejenigen Liefe- ranten vergeben werden, welche neben bester militär- lieferungsfähiger Waare die solidesten Preise für vorgenannte Materialien stellen. s Lieferungslustige und fähige Selbstlieferanten werden hierdur<þ aufgefordert, desfallsige Dfferten unter gleichzeitiger Beisendung der bezüglichen Pro- ben, mit genauester Angabe der Spezialpreise, be- züglich der Leinen, Kallikots und Drillen vornehm- lih der betreffend-n Breiten, bis zum 15. d. M., Vormittags 11 Uhr, porto- und kostenfrei an die unterzeichnete Kommission einzureichen. : Lieferungsbedingungen loco Brieg, liegen im Bureau der Kommission zur Einsicht bereit, oder find gegen Einsendung von „50 Pfennigen“ Kopialien- Gebühren in Abschrift zu beziehen. Eingesandte Proben werden nur auf befonderes Verlangen des Einsenders und zwar unfrankirt zurüdtgegeben. Brieg, den 6. Dezember 1876. Bekleiduugs-Kommission des 4. N.-Sthles. Jufanterie-Regiments Nr. 51.

[9943] Bekanntmachung.

Im Wege der öffentlichen Submission \oll die Lieferung von 2,500,000 Klgr. Schienen vergeben werden.

Hierauf bezügliche Offerten find versiegelt und franfirt mit der Aufschrist: „Submission auf Lieferung vou Schienen“ bis zu dem auf den 20. Dezember 1876, Vormittags 11 Uhr, fest- gesetzten Termin an uns einzusenden.

Die Eröffnung der eingegangenen Offerten er-

der etwa erschienenen Submittenten. Später ein- gehende oder nicht bedingungsmäßige Offerten können eine Berücksichtigung finden.

Exemplare der Bedingungen nebst den zugehöri- gen Zeichnungen können gegen Erstattung der Ko- vialien von unserer Central-Materialienkontrole be- zogen werden.

Frankfurt a./M., den 22. November 1876.

Königliche Eisenbahu-Direktion.

[9691] Bekanntmachung.

Die Anlieferung von ca. : 880 Kbmtr. Eichenschneidholz, 380 Nadelscneidholz als Bedarf der Königlihen Steinkohlengrube Friedrichsthal-Quierschied für die Zeit vom 1. Ja- nuar 1877 bis 1. April 1878 foll im Submissions- wege vergeben werden. d Weferungslustige wollen ihre Offerten bis Donnerstag, den 21. Dezember cr., Vormittags 11 Uhr, : zu welcher Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten die Eröffnung derselben stattfinden wird, versiegelt und mit entsprehender Aufschrift versehen einreichen. Z Die Lieferungsbedingungen können auf dem Bureau der Unterzeichneten eingesehen, au gegen Erstattung der Kopialgebühren bezogen werden. f Grube Friedrihsthal bei Saarbrü>ten, den 23. November 1876. _(à Ct. 225/11.) Königliche Berg-Jnspektion IK.

Main-Neekar-Vahun Lieferung von S<hwellen pro 1877. Für das kommende Jahr soll in öffentlicher

Submission vergeben werden die Lieferung von 8000 Stü> Mittels{hwellen von Kieferholz (pinvs silvestus?, 6000 Stü>k Mittels<wellen von Eichenholz, 400 Stü>k Stoßschwellen von Eichenholz, 4000 laufeade Meter Langschwellen von Cichen- holz. ; [9942]

Die Lieferungsbedingungen (glei{lautend mit denjenigen aus frühern Jahren) find auf frankirte, an unter Sekretariat dahier zu ri<tende Gesuche unentgeltlich zu erhalten.

Die Angebote können für den ganzen oben ver- zeichneten Bedarf oder au für einen Theil defsel- ben gestellt werden und sind versiegelt und frankirt mit der Aufschrift:

„Schwellenlieferung pro 1877“ bis zum 28. Dezember 1876, 10 Uhr Vormittags, an die Direktion der Main-Ne>tar-Bahn zu richten, da um diese Zeit die Eröffnung der eingelaufenen bezüglichen Schreiben in Gegenwart der etwa per- fönlih erscheinenden Submittenten bei uns fstatt- finden wird. ; | i

In den Offerten muß der Preis, bei Mittel- und Stoßshwellen per Stü>, bei Langshwellen per laufenden Meter, franco Darmstadt in Mark und Pfennigen (mit Buchstaben geschrieben) ange- geben fein. / S

Die Ablieferung der Schwellen hat mit je 1 des ganzen Quantums in den Monaten März, April, Mai und Juni 1877 zu geschehen. _

Darmstadt, den 5. Dezember 1876.

2

folgt zur angeseßieu Terminstunde in Gegenwart

[9928]

Berlin-2uha

Vom 15. Dezember cr. ab und während des gar L am Asfanischen Play Nr. 5 hierselbst in

odbentages eingelöst werden : 2 %) die zum 2. Januar 1877 fällig

ferner:

Es wird ersucht, die Co

In Leipzig tra die Einlösun in den Tagén vom 2. b

vom 2. bis 15. Januar 1 a. bei Herren M.

b. bei der

Berlin, den. 30. November 1876.

77 in Feantinre a. M

Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

otsdam, den 5. Dezember 1876. L Der Abtheilungs-Baumeister.

F. S

ti

Die Dircktion.

Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. \. w. von öffentlichen Papieréeü.

Spe d E S L A

he Eifenbahu.

anzen Monats Januar 1877 werden in unserer den Vormittagsstunden von 9 bis 12 jeden

werdenden Zins-Coupons und zwar: a. Nr. $ der 49/6 Prioritäts-Aktien unserer Gesellschaft, _

b. Nr. 2 der 42 °/ Prioritäts-Obligationen I. und 11. Emission, c. Nr. 2 der 42 °%/ Prioritäts-Obligationen Litt. B.,

d. Nr. 2 der 42% Prioritäts-Obligationen Litt. C.;

die an früheren Fälligkeits-Terminen nit eingelösten Coupons und Dividendenscheine, Rei nri acts i eina verei Aktien und -Obligationen

2) die rüdständigen verloosten Priorilale- A s T

ia icad “u. unlexs öffentliche Bekanntmachung vom 17. März 1876).

ons und Dividen l l eun

die Stü>kzahl und dén Werth derselben, und nah den verschiedenen E geordnet, beizufügen, wo-

èn di t rioritäten mit Nummer-Verzeichnissen einzureichen S: n E (jedo nur der Coupons und Dividenden

8 15. Jauuar 1877, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, jeden

i èr Güter-Kafse auf dem dortigen Bahnhofe. O Außerdem erfolgt die Einlösung der Coupons zu den 45%

denscheine mittelst getrennter Nachweisungen über ind. j

cheine ad 1) in ochentages bei

Prioritäts-Obligationen Litt. C.

. von Rothschild & Söhne, iliale der Bank für Handel und Judustrie.

Die Direktion.