1876 / 306 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Leith, 27. Dezember, Nachmittags. (W. T. B.) (Von Cochrane Paterson & Comp.) Fremde Gerste 861,

Getreidemarkt. Zufuhren der Woche: Erbsen —, Hafer 185 Tones.

We:zen —, ehl 3160 Sack.

Mebl völlig 1 sh. theurer, andere Artikel unverändert.

Faris, 27. Dezemter, Nachm. (W. T. B.) Proäuktenmarkt (Fchlussbeneht).

Himmel, Paris, 27. Dezember, Mittags. (W. T. B.)

Rohzucker fest, Nr. 10/13 pr. Dezember pr. 100 Kilog:amm Nr. 7/9 pr. Dezember pr. 100 Kilogr. 83.00. Weisser Zucker fest, Nr. 3 pr. 100 Kilogr. er. Dezember 87,75, pr. Ja-

76,75, nuar 88.00, pr. Januar-April 89,00.

A

Theater. Königliche Schauspiele, 99. Dezember. Opernhaus. (272. Vorstellung).

Der Widerspänstigen Zähmung, Komische Oper in 4 Akten nach Shakespeare's glei-

Freitag , den

namigem Lustspiele frei bearbeitet von Ioseph Vik-.

tor Widmann. Musik ron Hermann Göß. An- fang 7 Uhr. É ä

Schauspielhaus. (271. Vorstellung.) Torquato Tasso. Schauspiel in 5 Aufzügen von Wolfgang von Goethe. Anfang halb 7 Uhr.

Sonnabend, den 30. Dezember. Opernhaus. 273. Vorstellung.) Rienzi, der Lehte der Tri-

unen. Große tragishe Oper in 5 Abtheilungen von R. Wagner. Ballet von Paul Taglioni. An- fang halb 7 Uhr. .

Schauspielhaus. A Vorstellung.) Der Da- menkrieg. Lustspiel in 3 Abtheilungen nach Scribe, bearbeitet von Olfcrs. Vorher: Unerreichbar. Lustspiel in 1 Aft von Adolf Willbrandt. Anfang 7 Uhr.

Die in den Königlichen Theatern gefundenen Gegenstände können von den Eigenthümern inner- halb 4 Wochen bei den Hauspolizei - Inspektoren Schewe (Opernhaus) und Hoffmeister (Schauspiel-

aus) in Empfang genommen werden. Abs der betreffenden Sachen in der ange- gebenen Frist nicht, so werden dieselben den Findern ohne Weiteres ausgehändigt.

Walluer-Theater. Freitag: Zum 6. Male:

Der Löwe des Tages. Posse mit Gesang in 3 Akten von H. Wilken, mil Benugzung eines Dri- ginalstoffes von H. Tornauer., i

Sonnabend und folgende Tage: Dieselbe Vor- stellung.

Yictoria-Theater. Direktion: Emil Hahn. Freitag: Gastspiel des Frl. Josephine Zimmermann, erste Solotänzerin vom K. K. Hofoperntheater in Wien. Mit durchaus neuer Ausstattung zum d. Male: Die \chöne Melusine. Volksmärchen (Große Feerie (mit Gesang und großen Ballets in 4 Akten und 15 Bildern von E. Pasqué und Carl Brandt, für das Victoria- Theater bearbeitet von Carl Treumann. Musik von G. Lehnhardt, Kapellmeister des Victoria-Theaters. Ballets von G. Carrey, Balletmeister von der gehen Oper in Paris. In Scene geseßt von Emil

ahn. D Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.

Friedrich - Wilhelmst. Theater.

&rei- tag: Zum 101. Male: Fatinigza: : Eioanabenbi: Zum Benefiz für Frl. S. Koenig: Fatiniya.

Resìdenz- Theater. Freitag: Neues histo-

risches Lustspieltheater. Sonnabend: Hotel Godelot.

Kralls Theater, Freitag: Weihnackcßts- Ausstellung. Dazu: Geiz uns Vérshwendung. Tiroler Concert. Anfang 5 Uhr, der Vorstellung

64 Uhr.

; Krolls Etablissement. “D :

Sonntag (Sylvester): Grand hal masqgue et paré. Entrée-Billets für Herrea 3 3-6, für Da- men à 2 é. sind bei der Herren Ba, Unter den Lin- den 46 Lindenberg, Leipzigerstr. 50a, und dur den Cnvralidenda. k, Marftgrafenstr. 51a, zu haben, Am Abend tritt der Kassenpreis von 4 A 50 resp. 3 16 ein. Geschlossene Logen und Zimmer sind an der Kasse zu haben.

Woltersdorff-Theater. Freitag: Mit neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten. Zum

6. Male: Flamina. / Sonnabend und folgende Tage: Flamina.

National-Theater. Sreitag: Am Rande

Abgrundes. ee imon und die folgenden Tage: Dieselbe

Vorstellung.

Stadt-Theater. Freitag: Lettes Gesammt- Gastspiel unter Direktion I. Fürst. Auf allgemei- nes Verlangen: Stadt und Land oder: Der Vich- händler aus Oberösterrcih. Posse mit Ge'ang , in 3 Akten von Friedrih Kaiser. : i

Sonnabend: Erstes Gesammt-Gasftspiel der Mit- lieder des Wallner-Theaters unter Mitwirkung und irektion des Herrn Theodor Lebrun. O, diest Männer! Lustspiel in 4 Akten von Julius Resen.

Belle-Alliance-Theater, Freitag: Zum 13. Male: Fröhliche Weihnachten! Weihnachts- mähr{hen mit Gesang in 5 Akten nah Dikens „Christmas Carol“ von L. Ottomeyer. Lebende Bilder. 1. Harte's Jugendjahre. Ix, Aschenbrödel. IlI. Schneewittchen und die 7 Zwerge. 1V, Dorn- röschen. V. Bethlehem.

Sonnabend: Zum 1. Male: Karageorg, oder: Um Serbiens Krone. Schauspiel in 5 Akten von E. Charles.

Erfolgt die !

wWeiren fest, Pr, Dezember 31,00, pr. Jannar- Februar 29,75, pr. März - April 30,75, pr. März-Juni 31,75. M-61 fest, pr Dezember 6475, pr. Jannar- Februar 65,50 pr. März-April €6,50, pr, März-Juni (7,50. Rüböl rohbig, pr. Dezember 94 25, pr. Jauuar-ÁApril 95,75, «r. Mai-Anugust 96,25, pr. September - Dezember 94.00. Spiritzs fest, pr, Dezemter 69,00, pr. Januar-April 70,75. Wetter: Bedeckter

Proán

Bohnen —, | Januar-Februar 65,00.

Mehl 5 D, 90 C. mixeda) 64 C, 193. Schmalz (Marke Geureidefracht G4.

Paris, 27 Dezemb-r, Abends 6 Uhr. (W. T.B.) Ltonmarkt. Mehl weichend, pr. Dezember 64,50 pr. pr. März-Apn1 66,00, pr. März-Joni 67,00. New-York, 27. Dezember. Abends 6 Uhr. B, WaareB*ericht, Baumwolle in New-York 12%, do, in New- Orleans 114, Petroleum in New-Yerk 30, Rother Frühjahrsweizen 1 D. 43 C, Mais (old. Zucker Er refining Muscovados: 94, Kaffee (Rio-) ilcox) 11# C,

(W. T. B.) s, unter

do, in Philadelphia 30.

unter Speck (shurt clear) 97 C.

Kündfigu 8, un'er ine, der Nr. 304

Nr. 304,

s. unter Ins. der

a P E

Deutscher Fersouai-Kalender,

29. Dezember. Joh. Heinr. Kas m r, Graf v. Carmer *. Heinr. Christian Schumacher (Astronom) #+. Kaiser Wilhelm rust seinen Getandtien beim päpstlichen Stuhle ab,

1720. 1850. 1872,

Familien-Nachrichten.

[10574] Nachruf. i /

Kaum sech8 Monate nah dem Hinscheiden un- seres hochverehrten Mitgliedes, des Wirklichen Ge- heimen Rathes Wehrmann, haben wir aufs Neue einen {weren Verlust zu beklagen. Am 24. d. M. ist der Königliche Stadtgerichts-Rath Herr Leon- hardt Lehfeldt, Mitglied des Hauses der Abgeord- neten, im 42. Jayre seines Alters gestorben. Als einer der geistigen Urheber unseres Instituts hat er seit Begründung desselben unserem Kreise mit eifrigstem Interesse und in segensreicher Wirksamkeit cngedöcd : R 4 7 Aus der Blüthe seines Lebens und seiner Tha- tigkeit dahingerafft, hinterbleibt ihm bei uns ein unvergängliches, dankbares und herzliches Andenken.

Berlin, den 25. Dezember 1876. (a Cr. 205/12.)

Der Vorstand und die Direktoren des Deutsthen Gewerbe-Musecums.

[105593] Statt besonderer Meldung. : Heute entsclief sanft in Berlin, im Hause ihrer Großeltern, unser innigst geliebtes ältestes Töch- terhen Auna im beinah vollendeten siebenten Le- bensjahre. Crefeld und Berlin, am 2. Weih- nachtsfeiertage 1876. Ernst Schartman und Frau. Die Beerdigung sindet Greita, 11 Uhr VBorm., vom Trauerhause, Sebastianstr. 87, aus statt.

Verlobt: Frl. Helene Jung mit Hrn. Staats- anwalt Edwin Blumenthal i stein in Schl). Frl. Katherine Kelsey mit Hrn. Freiherrn Nicolaus v. Zedlik und Neuk.rch (Boston—Berlin). Frl Kath:rine Scherz mit

rn. Lieutenant Arthur Winsloe (Kränzlin bei Neu-Ruppin). Frl. Marie v. Werdt mit Hrn. Baron Ernst v. Röëll (Grimmen—Stettin).

Verehelicht: Hr. Dr. Henry Menger mit Frl. Marie Garben (Ditterke bei Hannover). - A

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Regierungs-Assessor G. v. Euerts (Lehe). Die Landrath Ludwig v. Lockstedt (Unheim). Hrn. Oberst und Regi- ments - Commandeux v. Grolman (Hannover). Hrn. Premier-Lieutenant Freiherrn v. Thümm- ler (Rotenburg i. H.). Eine Tochter: Hrn. Major und Festungs-Bau-Direktor Graffunder (Althof Loeten bei Feste Boyen). Hrn. Lieu-

tenant Normann (Celle). /

Gestorben: Verw. Frau Oberst v. Schätel, geb. Meißel (Bernau). Hr. Oberst a. D. und Gutsbesißer Carl Biber v. Palubicki (Liebenhoff). Hrn. General-Major a. D. Wilhelm v. S{hlichten (Ostrometzko). Frau Oberst Valeria Gräfin v. Schlieffen, geb. Gräfin zu Dohna (Liegniß). Hr. Major a. D. Julius v. Nolte (Warmbrunn).

(10575) Befkanutmachung.

An den hiesigen städtischen Lehranstalten sind zum 1. April 1877 folgende Lehrerstellen zu beseßen :

a. an der höheren Töchtershule die Stelle cines Lehrers mit der Fakultas für Religion, Fran- zösisch und Englisch mindestens für die mittleren Klassen mit einem Jahresgehalt von 1800 4 und von fünf zu fünf Jahren um je 309 #, bis zum Höchst- betrage von 2709 #. steigend,

b, an der Mädchen-Mittelshule zwei Stellen eincs Mittelschullehrers mit einem Jahres8gehalt von 900 ( und von fünf zu fünf Jahren um je 150 M bis zum Höchstbetrage von 1800 Æ steigend,

c. an der Knaben-Mittelshule die Stelle eînes A I Ee as mit demselben Gehalt wie a. un

Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen und eines Lebenslaufs ersuchen wir sleuniast und \pä- testens bis zum 15. Januar 1877 uns einzureichen und bemerken, daß bewährten Bewerbern von aus- wärts eine Dienstzeit von fünf Jahren in Anrech- nung gebracht werden kann. Jnsterburg, den 22. Dezember 1876. Der Magistrat. Cto. 1474/12.)

[10511] Submission. Der Bedarf pro 1877 ppir.:

1200 Meter graue Futterleinwand, 1148. Meter blaue Futterleinwand, 3200 Meter Futter-Kallikot, 2500 Meter Jackendrillich, 3300 Meter Segellein- wand zu Hosen, 36 Meter Gummidrell, 18 Meter Steifleinwand,124 Meter weißer Futterboy, 22 Paar weiße Leinhosen, 2834 Paar Unterhosen von Aver Kallikot, 3401 Hemden von blaugestreiftem Kallikot nach dem Schnitt neuester Ministerialprobe mit a 5 beinernen Durchstecknöpfen, 2083 Halsbinden, 516

aar Lederhandschuhe,

soll im Submissionswege zur Lieferung kommen und nah Maßgabe der Proben im Ganzen oder Einzeln an den Mindestfordernden übertragen werden.

Lieferungsofferten und Probesendungen unter der Aufschrift: „Materialien-Lieferung“ nimmt das Regiment bis zu dem

am 9. Januar 1877, Vormittags 10 Uhr,

im Bureau Jesuitenstraße Nr. 14,

anberaumten Termin franco entgegen.

nzen und Verloosungzen. Obligationen des Mansfelder Soekrelses. Ausgelooste Stücke;

Wittenberger Delchverband-Obligationen. Ausgelooste Stücké ;

Sohuldversohreibungen cer Bückeburger Ablösungs-Tilgnungs- | kasse. Ausgelooste Stücke; s, unter Ins, der Nr. 304.

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CIREPE ECIR

Offerten ohne Probesendungen bleiben unkerück- sihtigt. Submissionskosten trägt Unternehmer. Glogau, den 26. Dezember 1876. 4. Posensches Jufanterie-Negiment Nr. 59.

[10434]Rergish-Märkische Eisenbahu.

Die Anfertigung, Anlieferung und Aufstellung des eisernen Üeberbaues der Wege - Ueberführung über den Bahnhof Herdecke der Bergish-Markischen Eisenbahn mit einem Gesammtgewiht von röt. 108 Tonnén soll ungetheilt im Wege der Sub- mission verdungen werden.

Zeichnungen, Bedingnißheft und Gewichtsberech- nung liegen iu unserm hiesigen Central-Baubereau

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Obligationen der Stadt Cottbus. Behnfs Amortisation ausge- looste Stücke; s, unter Ins. der Nr. 304.

Obligationen des Kreises Marienwerder. Aurgelooste Stücks s, unter In-, der Nr. 304.

Obligationen des Kreises Birnbaum. us, der Nr. 304. 41 9% Altes der Stadt Hannover. Ausgelooste Stücke; s. ns. de: Nr. : 4%/, vorm. Nassauisches Staatsanlehen von 1862. Behufs Amortisat:on ausgelouste Stücke; s, unter Ins. der Nr. 304.

Aunxwelse von Buaunuien ete.

Duisburger AKtien-Gesellsohaft für Giesserei zu Daisburg. Bilanz vom 30. Juni cr.; s. unter ns, der Nr. 304.

Woohenübersicht von 7 deutzchen Zettelbanken vom 23. De- zember; s. unter Ius. der Nr. 304.

Ansgelooste Stücke;

Auszahlungen.

SchlesIscner Bank-Verein. Abschlags-Dividende von 4%/9 vom 15. bis 31. Januar 1877 bei der Diskonto-Gesellschaft in Berlin;

s. Ins, in Nr. 304.

zur Einsichtnahme aus. Abdrücke der Zeichnungen und des Bedingnißheftes sind gegen Kostenersaß von u Rechnungs-Rath Elkemann hierselbst zu ¿be- ziehen. Offerten sind versiegelt unter der Aufschrift: „Abtheilung VA, Offerte auf Lieferung des eisernen Ueberbaucs der Wege- Ueberführung über den Bahnhof __ Herdedckec“ bis zum 12. Jauuar k. J., an welchem Tage, Vormittags 11 Uhr, die Eröffnung derselben stattfinden wird, franfirt bei uns einzureichen. Elberfeld, den 20. Dezember 1876. Königliche Eisenbahn-Direktion.

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Abonnements-Finladung Ï |

auf das

remer Handelsblatt.

Wochenszchrift für Handel, Volkswirthzchast und Statistil, Redigirt von A. Lammers.

Das allsonnab-ndlich erscheineude „Bremer Handelsblatt“ isf eines der ältesten und angesehensien Organe seiner Richtang. Es enthält nicht ailein gründliche Bespréchungen Wi wiehtige! theoretisch: r Fragen aus dem (ebiete der Volkswirthscbaft und Statistik, sondern will vorzugswrise der Praxis des Geschäftelebens dienen, namentlich dnrch regelmäüssige

N Waarenberichte über die Handelsartik“I1 das S8chiffsfrachten, EiserRbahntarifwesen,

Bremer Platzes, durch Mittheilangen übr dm Stand des Geldmarktes, intercssante

A handelsgerichtliche Entscheidungen etc. etc. Für alle diejenigea, welche Beziehungen A ¡u Bremen unterhalten uad über desscn Ma:ktverhältnisse unterrichtet bl:iben wollen, 4 Bremer Handelsblatt. nicht zu entbehren, Der Abonnementspreis beträgt bei allen Postanstalten 4 Mark #0 Pfg. Y pro Quartal, : Bremen.

i Die Expedition des „Bremer Sandelsblatt,“

ist das

Einladung zum Abonnement

Mit dem Beginn des neuen Quartals Parms tädter Zeitung ergebenst ein.

und Jahres laden wir zum Abonnement auf die

Die „Darmstädter Zeitung“ erscheint täglich in einer doppelten Ausgabe Cronniags und

Montags einmal) und ist zufolge dessen in der Lage,

allen Ansprüchen an Vollständigkeit, Reichhaltigkeit

und Raschheit der Nachrichten in vollem Maße zu genügen.

Aus den europäischen Hauptstädten bringt sie Originalkorrespondenzen. werden alle wihtigeren Vorkommnisse

Tagesübersichten, Leitartikcl u. \. w.

Durch politische esprochen. Ueber die

Verhandlungen des dentschen Reichstags, des hess. Landtags und der Landessynode wird auf das rascheste und genaueste referirt, ebenso Uber die wichtigeren Verhandlungen anderer deutscher und

außerdeutscher Körpcrschasten. sonderer: Raschheit mitgetheilt werden.

Die Telegramme können bei dem zweimaligen Erscheinen mit be- Die Börsenverhältnisse erfahren in unparteiishen Original-

Börsenberichten ausführlihe Besprehung. Die Resultate der Gran inter Börse finden noch in dem

an demselben Tage erscheinenden Hauptblatt Aufnahme. Insbesondere i

t auch die „Darmstädter Zeitung“

bemüht, allen Nachrichten aus dem Großherzogthum ausgedehnte Beachtung zu schenken. __ Das Feuilleton enthält Originalnovellen, Aufsäße wissenschaftlihen und belletristischen In- halts, insbesondere aus der Hessischen. Geschichte, über- Literatur, Kunst und Musik, Neisebeschreibungen,

Mannichfaltiges u. \. f.

| ,_ Die interessanten Mittheilungen der Großh. Centralstelle für Landesstatifsltik, sowie der vierteljährlih erscheinende Accessionskatalog der Großh. Hofbibliothek werden kostenfrei als Beilage

ausgegeben.

Die „Darmstädter Zeitung“ kostet in Darmstadt vierteljährlih 3 4 25 -, mit Bringerlohn 4 M, bei den Postanstalten, incl. des Postaufshlags 3 4 75 - pro Vierteljahr, excl. Bestellgebühr. Hinsichtlih des Allgemeinen Hoe bemerken wir, daß sich derselbe zufolge der sehr starken Auslage, der Verbreitung der „Darmstädter Zeitung“ in allen Gemeinden des Großherzog- thums und des Umstands, daß sie als Organ für die Bekanntmachungen aller öffentlichen Behörden dient, vorzugZweise für Veröffentlichungen eignet, welche man zur Kenntniß des ganzen Landes zu brin-

gen wünscht.

Die Einrückungsgebühren betragen für den Raum der fünfspaltigen Petitzeile 15 4, für

Lokalanzeigen 12 A, und finden Inserate sowohl in dem ersten, wie in dem zweiten Blatte Beförderung.

Expedition der Darmstädter Zeitung.

Darmstadt, im Dezember 1876.

Stnttg

art.

Das gelesen ste unter den größeren Blättern Süddeutschlands ift der hier erscheinende

Schwäbische Merkur

mit einer Auflage von 14,500 Exemplaren und einer Verbreitung über ganz Süddeutschland, die

Schweiz u. \. w.

Es wird zum Abonnement auf dieses Vlatt, welches eine reiche und wohlorganisirte Kor-

respoudenz mit einer sorgfältigen Redaktion verbindet, eingeladen. Sämmtliche Posten nehmen Abon Preis im deutsh-österreihischen Postverein: 17 4 jährli, 8 Æ 50 -Z halbjährlich,

nements an. 4 4 25 A vierteljähtlih (ohne Bestellgebühr).

ons-

Avertissements, bei der großen Verbreitung von guter Wirkung, die Zeile oder deren

Raum 20 s.

Die Hamburger-

(gegründet 1792

Nachrichten

sind die größeste und verbreitetste politische Zeitung des nordwestlichen Deutschlands und bringen in Leit- artikeln, täglichen zahlreichen politischen D E En und Telegrammen, in einem reich-

haltigen, durch Romane und Novellen der

dürfniß der Unterhaltung entgegenkommenden Feuilleton, so wie in umfassenden läßen des In- und Auslandes das Material der Zeitgeschichte in möglichst Dabei finden in ihnen die Ereignisse, Me und das Kulturleben

berichten von den wichtigsten ershöpfender- Vollständigkeit.

namentlih auch der \kandinavischen, wie der transatlantischen Länder einge

eliebtesten Schriftsteller des Vaterlandes, zugleich dem Be-

Handels- und Börsen-

ende Berücksichtigung. Ohne

an die Schablone der Partei sih zu binden, vertreten die „Hamburger Nachrichten“ im Geiste des nationallibcralen Programms vor Allem den deutschen Gedanken, und stehen in den Kämpfen der Gegen-

wart mit Entschicdenheit zu der Fahne des Reichs. Die „Hamburger Nachrichten“ ers Abkend3, Sonntag jedoch nur

Morgens, Montag nur Abends.

cinen jeßt in zwei Ausgaben, Morgens und

Der Abonnementspreis ist

troßdem unverändert wie bisher, im deutschen Postgebiet quartaliter inclusive Post-

aufschlag M4 10. /

Insertionépreis die Petitzeile von ca. 42 Buchstaben 40 Pfennige Reichsmünze. große Verbreitung der „Hamburger Nachrichten“ nicht nur in

__ Die notorisch sondern auch im ganzen uürda

Hambur

ichen Deutsland, namentlich aber in den Herzogthümern Schkeswig-Hokstein, so wie au in Dänemark,

Schweden und Norwegen, fichern allen Inseraten den besten Erfolg. Bas franco an die Expedition dér „Hamburger Nachrichten“ zu adressiren, welche auch nfragen betr. Preis 2c. umgehend Auskupst franco ertheilt.

Die Einsendungen voa Jseraten arf franco Gkeichsalls nehmen die am.“ Kopf des

Blattes bezeichneten Annoncen-Bureaux ausroärtige Anzeigen für die „Hamburger Nachrichten“ an. Man abonnirt bei sämmtlichen Vostanstalten, ;

Hamburg, Dezember 1876,

Hermann'’s Erben,

Herausgeber und Verleger der „Hamburger Nachrichten“.

gr Puitrüwa: C LEN, Ae ET

Deutsch er Reichs-Anzeiger

und

Königlich Preußischer Staats-Anzeiger.

Das Abonuemeut beirägt 4 #4 50 S für das Vierteljahr.

Insertionspreis für den Raum einer Drakzeite 30 S

M 306.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerukt: dem Geheimen Ober-Finanz-Rath a. D. Gamet zu ‘Berlin den Stern zum Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub dem Professôdr Dr. enne an der Universität P Marburg, dem Mag e-Nat ieß zu Berlin, dem au-Jnspektor Danner zu Merseburg, dem Haupt-Steuer- -amts-Controleur-Séegers zu Friedland, sowie den Beigeord- ‘neten, P Noti Croon und Rentner Pelter zu M.- Sladbach, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem Major FLLEN g, à la suite des Magdeburgishen Fuß-Artillerie- ‘Regiments Nr. 4 und Jnspizienten des Artillerie-Materials, dem Rechtsanwalt und Notar a. D., Justiz-Rath Läncelle zu Cleve, und dem Stadtbaumeister, Baurath A rck zu Aachen, en Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse; dem Lieutenant Zur See Galster 1. und dem Kasernen-Jnspektor Fahren- Ta mp zu Cöln den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse ; den Schulzen Reiter zu Wasielewko, im Kreise Mogilno, Noeßtcl zu Romans3hof, im Sil Czarnikau, und Luedtke zu Friedrichshorst, im Kreise Wirsiß, dem Rathsdiener Kl ün- er zu Hannover und dèêm gewerkschaftlihen Kohlenmesser Klenner zu Weißstein, im Kreise Waldenburg, das Allge- meine Ehrenzeichen; fowie dem Lieutenant zur See Hilde- brandt, dem Dans Karl Strätger zu Lüneburg, dem Unteroffizier Ramm im 8. Pommerschen Jnfanterie- ‘Regiment Nr. 61, dem früheren Músketier im 4. Thüringi- Fhen Jnfanterie-Regiment Nr. 72, jeßigen Kupferdru er ermann Grantke zu Berlin, dem Musketier Theodor Denzel im 4. Westfälischen Me O Nr. 17 und ‘dem Füsilier Karl Adolf Tantki im 4. Ostpreußischen Grenadier-Regiment Nr. 5 die Rettungs-Medaille am. Bande zu verleihen. :

2 aae: *

Deutsches Neich.

Se. Majestät der Kaiser und König haben Allergnä- ‘digst geruht : S j den bisherigen Königlich preußishen Unter-Staatssekretär Dr. Friedberg zum ‘Staatssekretär. im Reichs-Justiz-Amt zu ernennen und ihm den Charakter als Wirklicher Geheimer Rath mit dem Prädikat „Excellenz“ zu verleihen ; und

den bisherigen Geheimen Ober-Regierungs-Rath und vor- tragenden Rath im. Reichskanzler-Amt Dr. Michaelis zum ‘Direktor im Reichskanzler-Amt mit dem Range eines Raths erster Klasse zu ernennen.

Gesetz, betreffend die Feststellung des Haushalts-Etats des ‘Deutschen Reichs für das Vierteljahr vom 1. Januar bis E 31. März 1877.

Vom 23. Dezember 1876.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c. verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nah erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt : 8. 1. Der diesem Geseße als Anlage beigefügte Haus- halts-Etat des Deutschen Reichs für das Vierteljahr vom 1. Ja- nuar bis 31. März 1877 wird in-Ausgabe auf 102,126,711 Mark, nämli ti 98,611,062 Mark an fortdauernden, und auf 3,515,649 Mark an einmaligen Ausgaben, und in Einnahme auf 102,126,711 Mark festgestellt. ; E Derselbe tritt dem dur die Geseße vom 25. Dezember 1875 (Reichs-Geseßbl. S. 325) und 10. Februar 1876 (Reichs- ‘Geßeyßbl. S. n festgestellten Reichshaushalts-Etat für das Jahr 1876 in den einzelnen Kapiteln und Titeln dergestalt hinzu, daß diese beiden Etats zusammen die einheitliche Grund- lage der gena bilden, für welche rücksihtlih aller Einnahmen und Ausgaben des Reichs der Zeitraum .vom 1. Januar 1876 bis 31. März 1877 als Eine Rechnungs- periode zu’ behandeln ist. r 8. 2. Der diesem Seieie als weitere Anlage beigefügte ‘Besoldungs-Etat für das Reichsbank-Direktoriuum für das ‘Vierteljahr vom 1. Januar bis 31. März 1877 wird auf

33,000 M festgestellt. i 8. 3. Die in den 88. 3 bis 6 des Geseßes vom 25. De- zember 1875, betreffend die Feststellung des Haushalts:Etats es Deutschen Reichs für das Jahr 1876 . (Reichs-Geseßbl. von 1875 S. 325) enthaltenen Bestimmungen über die Aus- gabe von C gen gelten auch für das Vierteljahr vom E Bs 31. März 1877. . 4. Di : a. in dem Geseße, betreffend die weitere Anordnung über Verwendung der durch das A vom 2. Juli 1873 um Retablissement des Heeres bestimmten 106,846,810 ler und die zu diesem Zwecke ferner erforderlichen Geldmittel, vom 16. Februar 1876 (Reichs-Geseßbl. S. 20) $8. 1 und 8. 2 Absaß 1 und 2, und b. in dem Gesche, betreffend die Verwendungen aus der französischen Kriegskosten-Entschädigung, vom 17. Februar S4 1876 (Reichs-Geseßbl. S. 21) $. 2 Absaß 1, für das Jahr 1876 ertheilten Ermächtigungen und getroffenen

Berlin, Freitag,

“weiler zul

P Alle Post- Anstalten des In- und Anslaudes nehmen Bestellung anz; für Kerlin außer den Pof- Auftalten L auch die Expedition: 8W, Wilhelmstr. No. 32.

deu 29. Dezember, Abends.

j

1876.

D T D R E SE. L

Bestimmungen dauern für das Vierteljahr vom 1. Fanuar bis 31. März 1877 fort. L Die im dritten Absaß des 8. 2 des unter a bezeihneten Geseßes vom 16. Februar 1876, sowie die im $. 2 Absatz 2, im $8. 3 und im $. 4 Absaß 2 des unter þ M QIEE Ge- seßes vom 17. Februar 1876) in Bezug auf den Reichshaus- halts-Etat. für 1877 getroffene Bestimmungen sind dur den Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1877/78 (Gesetz vom af. ebruar 1876, Reihs-Gesetbl. S. 121) zur Ausführung zu bringen. n S NES

Die Bestimmung im $. 4 Absaß 1 des unter b bezeih- neten Geseßes vom 17. Februar 1876 tritt erst vom Beginn des Étatsjahres 1877/78 ab in Krast.

Urkundlih unter Unserer E agen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Jnsiegel.

Gegeben Berlin, den 23. Dezember 1876.

(L. 8). Wilhelm. ; Fürst v. Bismarck.

Bekanntmachung. Seepostverbindung mit Dänemark.

In Folge des Frostes 1} die - Seepostverbindung mit Dänemark auf der Linie Kiel=Korsör bis auf Weiteres ein- gestellt worden. z

Berlin W,, den 28. Dezember 1876. Kaiserliches eneral-Postamt.

Elsaß-Lothringen.

Se. Majestät der Küaiser haben im Namen des Deutschen Reichs die von der Jnspektions-Versammlung Augsburgischer - Konfession ¿U Buchsweiler am 6. September d, F. vollzogene Wahl. des Kantonalarztes. Dr, Kummer zu Jngweiler f e geruht.

‘Das 28. Stück des Neichs-Geseßblattis, welches heute aus- gegeben wird, enthält unter Nr. 1154 das Gesct, betreffend die Feststellung des Haus- halts-Etats des Deutschen Reichs für das Vierteljahr vom 1. Januar bis 31. Mätz 1877. Vom 23. Dezember 1876. Berlin, den 29. Dezember 1876. Kaiserliches Post-Zeitungsamt.

Königreich Preußen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : den Vize-Präsidenten des Ober - Tribunals Dr. von Schelling zum Unter-Staatssekretär im- Justiz - Ministerium zu ernennen; _ : E . dem Musit-Direktor B. Bilse das Prädikat „Hof-Musik- Direktor“ ; den Steinmeßmeistern und Marmorwaaren - Fabrikanten Brüdern Woldemar und Reinhold Thuft zu Ober- REN [I]. bei Gnadenfrey in Schlesien das Prädikat als öniglihe Hof-Lieferanten ; ; ; dem Kaufmann Nicolai Schirokoff zu St. Peters- burg für sein Geschäft in Berlin das Prädikat eines König- lihen Hoflieferanten; und dem Tischlermeister und Stuhlmacher Karl Kögel zu Wiesbaden das Prädikat eines Königlichen Hof-Stuhlmächers zu verleihen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Dem Realshul-Direktor Friedrich Kreyßig zu Frank- furt a/M. isi das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

Der seitherige Kreis-Wundarzt Dr. Lebram zu Cöslin ist zum Kreisphysikus des Kreises Cöslin; und

der . Sanitäts-Rath Dr. Hermann Ludwig Müller zu Minden is zum Kreis-Wundarzt des Kreises Minden er- nannt worden. :

Justiz-Ministerium.

Der Rechtsanwalt und Notar Leésemann_ zu Fbben- büren ist in gleicher Eigenschaft an das Kreisgeriht zu De- lißsh, mit Anweisung seines Wohnsigés daselbst; und

der Rechtsanwalt und Notar Jauernik zu Czarnikau in gleiher Eigenschaft an das Kreisgericht zu Lobsens mit Anweisung seines Wohnsißes in Nakel verseßt worden. ô

BekanntmachGung.

Die Kasse der Königlichen Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin wird mit dem 5. Januar k. J. aus dem gegenwärtigen Amtslokale, Markgrafenstraße Nr. 47, nach der

Mauerstraße Nr. 36, parterre links, Ne und voni 8. Januar k. J. ab für das Publikum geöffnet sein. erlin, ‘den 27. Dezember 1876. , Königliche Direktion : für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin.

zum weltlichen Zl Zpettor ider Znspektion Bus:

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Nichtamlliches. Deutsches Nei.

“Preußen. Berlin, 29. Dezember. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute militärishe Meldungen entgegen und hörten die Boringe des Ministers des König- lihen Hauses, Frhrn. von V eini, des Ober-Ceremonien- meisters, Grafen Stillfried, und des Polizei-Präsidenten von Madai, Jm Laufe des Tages empfingen Se. Majestät Se. Kais und Königliche Dotei den Sconpciaei den Feld- marfs Frhrn. von Manteuffel, den Flügel-Adjutanten von ilow, Yülitär-Bevollmächtigten bei der Botschaft - in Paris, und den Baron von Rothschild aus Frankfurt: a. M.

Jhre Majestät die Kaiserin-Königin besuchte ern das Augusta-Hospital und heute die Kaiserin-Augusta- tiftung in Charlottenburg.

Se. Kaïserliche und Königliche Hoheit der

| Kronprinz nahm gestern Vormittags die Meldung des zun

Kommandanten von Pofen ernannten General-Majors von Busse und einiger andêrer Militärs entgegen.

JFhre Kaiserlihe und Ee Hoheit die Kronprinzessin wohnte Abends 6 Ühr der Aufführung in der Singakc e bei, während Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz mit Jhren Königlichen YOEN den Prinzen Heinrich, demar und der Prinzessin Victoria die Vorstel- lung im Circus Salamonsky besuchten.

Verschiedene Zeitungen haben unlängst mitgetheilt; daß der Priester Gurowski , dessen Name bei Gelegenheit der Vorgänge in Antwerpen bezüglich der doxt in bülflose Lage gerathenen deutschen Auswanderer genannt worden ist, die demnächst nach- Venezuela E iffen Auswanderer dort- hin begleitet habe. Von - verläßlicher “Seite verlautet bisher nur, daß der Genannte am 2. d. M. Antwerpen verlassen hat und nah Frankreich abgereist ist.

Die gerichtlihe Einziehung von Gegenstän- den, welche dur ein vorsäßlihes Verbrechen oder Vergehen M OEg ras, oder welche zur Begehung eines vorsäßlichen

erbrehens oder Vergehens gebraucht oder bestimmt sind (8. 40 Str.-G.-B.), ist nah einem Erkenntniß des Ober- Tribunals vom 23. November d. J. als eine Nebenstrafc, nicht aber als eine polizeiliche (rein präventive) Maßregel auf- zufassen. Jst demnach die Strafverfolgung gegen den Thäter nach geseßlicher Vorschrift, z. B. wegen fehlenden Strafantrages, ausgeschlossen, so kann vom Richter auch nicht auf Einziehung der oben bezeichneten Gegenstände erkannt werden.

Der General-Lieutenant Stein- von Kaminski, Commandeur der 13. Division, ist mit Urlaub von Münster hier eingetroffen.

Der Wirkliche Legations-Rath und vortragende Rath im Auswärtigen Amte, Dr. Busch, ist nah Konstantinopel abgereist, um bei der Kaiserlichen Botschaft interimistisch an Stelle des wegen Erkrankung seinèr Gemahlin auf längere Zeit en Botschafts-Rathes, Grafen Radolinski, ein- zutreten. /

Briefsendungen für S. M. S. „Preußen“ sind von heute ab bis auf Weiteres nah Kiel zu’ dirigiren.

Bayern. München, 27. Dezember. Heute Abend

5 Uhr sand im Barbarossa-Saale. der Königlichen Residenz eine aus 47 Gedecken bestehende Ho ftafel statt. Zu derselben hatte der König die Königin-Mutter, die sämmtlichen hier anwesenden- Mitglieder des Königlichen Hauses mit Gefolge und unter andern hohen Gästen den dieser Tage aus Berlin zurücgekehrten Minister v. Fred! ner ge- laden. Dem Vernehmen nach wird si e. Ma- jestät morgen Nachmittag nah. Hohenshwangau begeben. Nah den Sazungen des Volksvereins in Bayern, sowie nach der ersten Nunäner der Wochenschrift desselben, läßt sich, wie die „Allg: Ztg.“ schreibt, als Zlel der neuen Partei im Wesentlichen nur das definiren, was bereits mit- etheilt ist, nämli daß die Gründung des Volksvereins und

eines Organs áls ein Versuch zur Bildung einer Mittel- artei aufgefaßt werden kann, wie derselbe schon mehrmals

früher aber ohne dauernden Erfolg, angestrebt worden ist. Der Gedanke, welcher zur Bildung jener früheren Partei- versuche Anstoß gegeben i, kehrt au in den vorliegenden Aeußerungen der neuen Organe. wieder: es ist die Erfahrung, daß die Spaltung eines parlamentarischen Körpers in zwei an D fast ganz gleiche Parteien eine Lage hervorrufe, welche uf die Dauer unerträglich wirke, da sie die Parteileidèn-

schaft in Gebiete trage, welche deren Einfluß naturgemäß ent- rückt sein eis und die parlamentarische Abstimmung und Beschlußfassung entweder lähme oder in einer Weise von ZuU- fälligkeiten abhängig mache, die E shädlih für die Sache selbst als das ganze System des Parlamentarismus wirken müssen. Aus diesem Gesichtspunkte, hofft man, soll es dem Volksverein gelingen, „die extremen geschlossenen Parteien durch Verselbständigung des Urtheils der Einzelnen zu zer- brödeln, die berechtigten Ziele der beiden Parteien fih anzu-