1900 / 237 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Behörden haben Maßregeln getroffen, um das geraubte Gepäck und die geraubten Pferde wieder zur Stelle zu schaffen. Der russische Botschafter Sinowjew hat an die Pforte eine Note gerichtet, in welcher er über die beklagenswerthen Folgen des Ungehorsams der Kurden Beschwerde führt und Eee Maßnahmen zur Beslrafung der Schuldigen ver- angt. V Der nah Marseille geflohene General Osman Pascha hat aus dem Yildizpalast eine Mittheilung erhalten, welche ihn zur Rückkehr nah Konstantinopel bewegen soll.

Numänien.

Der König und die Königin sind, dem „W. T. B.“ Ie 0e, Et, von Deutschland kommend, im Schloß Pelesch eingetroffen.

s Das amtliche Blatt Rente ein Dekret, durch welches das Parlament zum 8. d. M. zu ciner außerordent- lihen Session einberufen wird.

Amerika.

„Reuter’she Bureau“ aus Washington meldet, wurde dem deutshen Geschäftsträger Freiherrn Speck von Sternburg gesiern von dem Staats- sekretär Hay eine Note zugestellt, welhe sich günstig über den Vorschlag der deutschen Regierung, betreffend die Bestrafung der Chinesen, ausspriht und erklärt, daß der amerikanische Gesandte in Peking Conger die Weisung erhalten habe, sich über die Namen derjenigen Chinesen zu vergewissern, welche zu bestrafen seien, und zu unter- Juchen, ob die Strafe, welher diese Chinesen unterliegen sollten, ausreihend sei, und ob irgend welhe Be- itrafung auch thatsählih erfolgt sei. Der Erste Sekretär der französishen Botschaft# Thiébaut überreichte gestera dem Staatssekretär Ha y \riftlih formulierte Vorschläge

rankreihs zur Beilegung der Schwierigkeiten in

hina. Diese Vorschläge, welche von Rußland unterstüßt werden, sind dem Präsidenten Mc Kinley nah Canton im Staate Ohio übersandt worden. Der Präsident wird am Montag von Canton nah Washington zurückkehren.

Asien.

Der Kaiser von China hat, wie „W. D N meldet, den Mächten ein vom 26. September datiertes Edikt unterbreiten lassen, worin die Bestrafung einer An- zahl mit Namen aufgeführter Prinzen und Großwürden- träger wegen Begünstigung der Boxer angeordnet wird. Jn der Voraussezung der Echtheit dieses Edikts hat die deutsche Regierung zur Durchführung des in ihrer Zirkular- note vom 17. September angeregten Verfahrens den Mächten weiter vorgeschlagen, sich nunmehr dahin zu einigen, daß die diplomatischen Vertreter in China zur Prüfung und Begutachtung folgender drei Punkte angewie]jen würden: 1) ob die im Edikt enthaltene Liste von strafbaren Personen genügend und richtig ist, 2) ob die in Aussicht gestellten Strafen angemessen sind,,3) in welher Weise die Ausführung der Be- strafung von den Mächten zu kontrolieren i}. Die bisher vorliegenden Meldungen über die Aufnahme dieses Vorschlags durch die Mächte berechtigen zu der Annahme, daß ih ein allseitiges Einverständniß darüber ergeben dürfte. /

Das „Reuter’she Bureau“ berichtet aus Tientsin vom 1. d. M.: aus authentischer chinesisher Quelle werde gemeldet, daß die Kaiserin-Wittwe den höchsten Beamten des Reiches entsandt habe mit dem Auftrage, alle nothwendigen Anordnungen zu den höchsten Ehrerweisungen für die Leiche des Gesandten Freiherrn von Ketteler zu reffen. Ferncr sei von der Kaiscrin-Wittwe bestimmt worden, daß in der Haupistadt ein würdiger Tempel zum Gedächtniß des Ermordeten errichtet werde, und daß, wenn die Leiche Tientsin und die chinesishen Hafenorte passtere, der Ober-Aufseher des Handelsverkehrs in Tientsin sowie die ersten Beaniten der Hafenplägze ihr die höchsten Ehren erweisen sollten. Die

rinzen Tuan, Lan- 1 und drei andere sowie Kang-ji seien aller ihrer Würden und Aemter verlustig erklärt worden. Tung-fu-hsiang und alle an der Boxer - Bewegung Be- theiligten sollten noch degradiert werden.

Dem „Reuter'shèn Bureau“ wird aus Peking, vom 29. v. M,, telegraphiert : Die dortigen Truppen-Kommandanten bereiteten den offiziellen Empfang des General-Feldmarschalls Grafen von aldersee seitens der verschiedenen fremden Truppenkörper vor. Eine konibinierte Kavallerietruppe werde den General - Feldmarshall von Tung»-tshou nah Peking

eleiten. q Eine vom 30. September datierte Depesche des\elben Bureaus aus Tientsin besagt: Der General Chaffee und der russishe Befehlshaber hätten dem General-Feld- marschall Grafen von Waldersce Mittheilung von der A ihrer Detachements aus Peking gemacht. Die

eutshen und die Engländer führen fort, Truppen nah Peking zu senden. Bei der Expedition gegen Paoting-fu erwarte man, auf Widerstand zu stoßen, da fih dort sehr viele Boxer befänden.

; Wie die „Wiener Abendpost“ meldet, beträgt die Stärke der Marinetruppen des österreichisch - ungarischen Geschwaders in Ost-Asien zur Zeit etwa 1620 Mann. Seit der Ankunst des General - Feldmarschalls Grafen von Waldersee seien diese Truppen dessen Ober- kfommando unterstellt. Wie das österreichisch - unga- rishe Geshwader-Kommando in Ost-Asien meldet, wurden am 2. d. M. laut Beschluß der Admirale das S“1dfort von Schan-hai-Kwan, der dortige Bahnhof sowie drei weitere Forts durh die Verbündeten beseßt. An der Beseßung des Bahnhofs und zweier Forts waren auch öster- reihish-ungarische Marinesoldaten betheiligt.

Die „Agenzia Stefani“ meldet unter dem 2. d. M. aus Schan-hai-Kwan: Jnfolge einer Aufforderung der Admirale verließen die Chinesen die Befestigungen mit ihrer Artillerie und Kriegsmunition. Am Dienstag Vormittag beschten die Bersaglieri in sehr kurzer Zeit mehrere Forts am äußersten Ende der Großen Mauer, wobei zahlreiche Chinesen getödtet bez. gefangen genommen wurden. Die internationalen Marinetruppen beseßten {s gut armierte Jnnenforts.

Das „Reuter'she Bureau“ meldet aus Tientsin vom 2. d. M.: Eine Abtheilung des britishen Kriegs\chiffs „Pigmey“ beseßte am 1. d. M. die Forts von Scan- hai-Kwan, ohne Widerstand zu finden. Ein Offizier und 12 Mann blieben daselbst zurü.

Nach einer Meldung des „Standard“ aus Tientsin vom 1. Oktober erklärt der General Gaselee formell, daß die

Wie das

durch eine Explosion auf der Eisenbahn in der Nähe der Brücke von Lwanchau aufgehalten worden ; dieselben hätten indessen erklärt, daß sie auf dem Recht, eine starke Garnison in Schan-hai-Kwan zu halten, beständen.

Die „Morning Post“ meldet aus Taku vom 1. d. M.: Nachrichten aus der Provinz Schantung zufolge fänden dort wieder Christenverfolgungen statt. : Die „Times“ meldet aus Schanghai vom gestrigen Tage: Depeschen aus Tientsin berichteten, daß deutsche Seesoldaten von 2000 Boxern angegriffen worden seien; die leßteren hätten 400 Todte verloren. Der Verlust der Deutschen sei geringfügig.

Die ec : Breau erfährt aus Tientsin vom

1. d. M., auf der Eisenbahn zwishen Tang-shan und Shuk-s{chwang (?) habe ein Zfammenstoß stattgefunden. Mehrere Russen und Chinesen seien getödtet, eine große Anzahl verleßt worden. n New York is folgende Depesche aus Taku vom 1. d. M. eingetroffen: Drei britische Regimenter würden Taku am folgenden Tage verlassen, um als Garnison für Schan- hai-Kwan und Tschungt-so-tsheng zu dienen und von der Eisenbahn Besiß zu ergreifen. :

Ein Telegrammdes, Standard“ausSchanghaivom2 d. M. besagt: Sue: der Gouverneur von Schansi, sei abgeseßt worden ; jedoh werde ihm durch Kaiserliches Dekret ein neuer Posten versprohen. An seiner Stelle sei Taun-liu-sien, der Ecste Präsident der Vereinigung für Reformen in Peking im Jahre 1895, zum Gouverneur von Schansi ernannt worden.

Wie die „Morning Post“ aus Schanghai vom 2. d. M. berichtet, versuchte der neue Präsident des gemischten Gerichts- hofes in Schanghai, Schu, die Franzosen zu zwingen, die Arbeiten beim Bau einer Kaserne auf einem kürzlih von der französischen Regierung erstandenen Terrain einzustellen. Schu sei sehr Freindenfelndtlth. Die französische Regierung beabsichtigt, dem Blatte zufolge, dauernd eine Garnison in Schanghai zu halten. ; Wie das „Reuter’she Bureau“ meldet, sind die nieder- ländischen Kriegsschiffe „Nederland“ und „Holland“ plöglih von Schanghai nah Swatau und Amoy beordert S V das Panzerschiff „Piet Hein“ werde in Schanghai bleiben.

Jn Hongkong eingetroffenen Meldungen zufolge soll im Tun taa Distrikt, welher sih unmittelbar an das Hinterland der Halbinsel Kaulung anschließt, das Räuber- 'unwesen zunehmen. Die Räuber sollen bei der chinesischen Miliz sogar Unterstüßung finden. Die dritte und die vierte in- dische Brigade sind nach. Norden beordert worden. Die übrigen indischen Truppen gehen nach Taku. Jn Canton sei alles ruhig. Be „Times“ wird aus Hongkong vom 3. d. M. be- richtet, daß 1000 chinesische Soldaten Canton verlassen hätten, um einen Aufstand in Wei-tshou im Distrikt Sannon niederzuwerfen. Jn Kaulung seien Vorsichts- maßregeln ergriffen worden, um Einfälle zu verhindern, da in den zwei Provinzen Kwang große Erregung herrsche.

Wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg gemeldet wird, besagen die dem russishen Generalstabe gestern zu- gegangenen Nachrihten Folgendes: Den eingegangenen

eldungen zufolge sammelten sich bei der Stadt Tungintschin, 40 Werst südlih von Ninguta, Banden von Tungusen mit aus Ninguta und Tschung-tshun geflohenen chinesishen Soldaten, gegen welche der General Tschitschagow und der Generalstabs-Kapitän Mal gunow mit einer Kolonne Jnfanterie und Kavallerie ausrückten. Am 22. September fam es zum Kampfe mit 600 Chinesen, die sih hartnäig in ihren Verschanzungen vertlheidigten, sodaß jedes Haus im Sturm genommen werden mußtè. Der Kommandeur mußte aus Ninguta Verstärkungen veriangen; inzwischen wurde das Feuer erneuert, bis die Chinesen endlih flohen. Kosaken verfolgten die Fliehenden und rieben den Feind auf. Die Stadt Tungintshin wurde von den Chinesen gesäubert. Auf russisher Seite betrug der Verlust : sieben Soldaten todt, ein Offizier, 15 Mann verwundet, Die Verstärkung aus Nin- guta kam am nächsten Tage an und hatte einige Zusammen- Köße mit den Tungusen, welhe noch übrig geblieben waren. Mehrere derselben wurden niedergemaht. Die Tungusen in Basscin, Mudandsian, Mureni und Ss\iaosunyfun, die dort in Friedenszeiten ihre Schlupfwinkel haben, {lossen sch den chinesischen Marodeuren an. Um das dortige Räuberunwesen auszurotten, wurde den Generalen Kaulbars und Tschitschagow befohlen, entsprechende Maßregeln zu ergreifen. Daraufhin wurde das ganze Tungusengebiet in kleinere Bezirke getheilt und einzelnen Chefs untergeordnet, die für die Ruhe und Ordnung verantwortlih sind. Jeder Bezirkschef hat eine Soldatenabtheilung zu seiner Verfügung, die stets Streifzüge zu machen hat, und diese werden bis zum Eintritt starker Fröste fortgeseßt werden, zu welcher Zeit die Tungusen ewöhnlih ihr räuberishes Handwerk einstellen müssen. j ach weiteren Berichten des Generalstabs wurde der Eisenbahn- verkehr nordwestwärts vom Sungari auf eine Strecke von 60 Werst, gegen Osten auf eine Strecke von 65 Werst, nach Süden auf eine Strecke von 12Werst eröffnet. JnWladiwostok ist das 18. Shügen-Regiment, in Blagowestschensk die erste Abtheilung der Garde-Batterie angekommen. Der General Grodekow hat sih mit seinem Gefolge nah der Mandschurei zu den opecrierenden Truppen begeben. Frankreich hat in Schanghai Terrain angekauft, auf welchem Baracken für zwei Bataillone Jnfanterie und zwei Batterien gebaut werden. Ein Bataillon Anamiten is da- selbst am 15. September angekommen. 8000 Mann hinesisher Soldaten, die längs des Kaiser-Kanals ver- theilt aufgestellt waren, gen sich mit den Truppen der Kaiferin-Wittwe in Schansi vereinigt. Jn Sz't\{hwan brachen Unruhen aus. Aus den von den russischen Truppen in Tientsin On chinesishen Geschüßen wurden vier Batterien gebildet. Die Japaner ziehen aus Peking N MRe der fünften Division und Belagerungsgeschüße zurü.

Afrika.

Aus Bloemfontein vom 3. d. M. meldet das „Neuter'sche Bureau“, dort eingetroffenen Nachrichten zufolge habe am 29. September bei Dewetsdorp ein Gefecht staltgefunden, in welchem ein Burenkommando, wis man annehme, ein Theil der Streitmacht de Wet's unter Prätorius, geschlagen worden sei.

„Demselben Bureau wird aus Johannesburg vom gestrigen Tage berichtet, daß die Gegend um Witwatersrand

gers von Schan-hai-Kwan nicht von den Russen vor der nkunft der Engländer bescht worden seien. Die Russen scien

noch nicht frei von Buren sci; feindliche Abtheilungen streiften

umher und griffen brilishe Patrouillen an. Am 99, tember seien zwei Soldaten i tödtet worden.

ep:

in der Gegend von Boshof L

an

Nr. 40 der „Veröffëntlihungen des Kaiserlihen Gesundheitsamts“ vom 3. Oktober hat folgenden Inhalt, O ae Gesundheitsstand und Gang der Volkskrank, eiten, Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. „Bewegung der Bevölkerung in Italien 1898. Die Sterblichkeit in der Republik Uruguay 1899. G“feßzebung u. \. w. (Peeußen. Reg. - Bez, Potsdam.) Ansteckende Krankheiten. (Reg.-Bez. Trier.) Wohen, betterkrankungen. (Bayern.) Grgänzung des Polizeiftrafgesezbuhz,

(Salhsen.) R für gefallenes Vieh. (Baden, Staatsthierärztlihe Dienstprüfung. (Hamburg.) Kohlenoxydgaz, vergiftung auf Flußschiffen. (Elsa# - Lothringen.) Desinfektions, dienst. (Oesterrei, Tirol.) Neubaut-en von Schul? und Krankenhäusern. ähren) Saccharin. (Belgien) Markierung des eingeführten Rindviehs. (Norwegen, Tuberkulöfe Kreankheiten. Gang der Thierseuhen in Rumänien 2 Vierteljahr 1900. Zeitweilige Maßregeln gegen Thterseuhen. Deutsches Reich, Oesterreih, Schweden, Siam. Vermischtes. (Bayern.) Knappschaftövereine. Das Vorkommey tuberkulöfer Schlachtthiere in den öffentlihen Schlachthöfen 1899. (Desterreih.) Todesursahen in den einzelnen Berufsklassen. Belgien.) Aus dem Beciht des Gesundheitsbureaus der Stadt Antwerpen 1899. (Vereiniate Staaten von Amerika. Neu-Yersey,) Geburten und Todesfälle 1898/99, Geschenkliite. Wogentabelle übex die Sterbefälle in deutshen Orien mit 40 000 und mehr Ein wohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Er krankungen in Krankenhäusern deutsher Großstädte. Desgl. in deutschen Stadt: und Landbezirken. Witterung.

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Statistik und Volkswirthschaft.

Gewerbliche Kinderarbeit außerhalb der Fabriken.

Im Frühjahr 1898 wurde auf Veranlaffung des Reichskanzlers eine Erhebung über die gewerbliche Kinderarbeit außerhalb der Fabriken in den einzelnen Bundesstaaten vorgenommen. Die Er- gebnisse diefer Erhebung hat das Kaiserlihe Statiftishe Amt alsbald bearbeitet und in Form einer Denkschrift nebst Tabellen dem Reichsamt des Innern vorgelegt, in welhem inzwœischen Vorschläge über die Regelung der gewerblichen Kinderarbeit außerhalb der Fabriken nit cattoltet worden sind. Die Ergebnisse der genannten Erhebung sind nunmehr in den „Vierteljabcösheften zur Statistik des Deutschen Reichs“ (Heft IIT des Jahrgangs 1900) veröffentliht. Sie bebandeln neben dem Umfang der außerhalb der Fabriken ftatt- findenden gewerblihen Kinderarbeit auch Art, Dauer dieser Be- \chäftigung, Alter der betreffenden Kinder, Beschaffenheit der Arbeits. râume, Arbeitslöhne der Kinder, endlih polizeilihe Bestimmungen über diese Kinderarbeit. Auch find die wesentlichen Bestimmungen, welche im Ausland bezügli der gewerblichen Beschäftigung von Schulkindern gelten, mitgetheilt.

Die Angaben aus den verschied-nen deutshen Einzelftaaten sind zwar infolge der Unaleichheit der Zählformulare vers{chiedenwerthig (in ciner Reihe von Staaten fehlen z. B, Altersangaben und genaue Darstellungen der Arbeitsdauer), aber sie sind wobl auëreihend für den Zweck, überhaupt grundlegendes Material zum Beweise der Noth- wendigkeit der Einshränkung derjenigen Kinderarbeit zu geben, welche die Jugend körperlich oder geistig zu entkräften droht. Die Land- wirthschaft und der Gesindedienst waren von der Erhebung von vorn- herein ausgeshlossen; einige Staaten haben zwar Material einzesandt, das- selbe ist jedo nit verwerthet worden. Nur gewerb lich thätige Kinder wurden geählt und ¡war 544 283, von denen auf Preußen 269 598 entfallen. Natürlich sind die industriellen Gegenden am stärksten betheiligt, aber die Großstädte, wie z B. Berlin, weisen ebenfalls eine sehr hohe Zahl auf (25 146), In Hausindustriegegenden Gothas find bis 86 % aller Schulkinder als gewerblih thätiz festzestellt, der Kreis Sonne- berg weist 57 9/6 auf. Fa der Industrie waren 306 823 Kinder thätig, im Handel 17623, im Verkehr 2691, in den Gaftwirth- \chaften 21620, im Austragedienst für Bäckereien, Zeitungs- exveditionen u. dergl. 135 830, in gewöhnlidzen Laufdien sten 39 909, fonft noch gezählt 11787. Es sind insgesammt 532 283, Dazu kommen aber noch in Württemberg 12 000 „geschäßte* Kinder, weil dort nur die in der Shwarzwaldindustrie beschäftigten Kinder gezählt wurden.

Der bedenkliße Umfang der Kinderarbeit ist aber nicht das Wichtigste. Es mußten die Folgen klargelegt werden. Dies ift in- dessen nur einigen Staaten gelungen. Als „ungeeignet * sind be- zeihnet alle Steinarbeiten (Klopfen, Malen, Polieren, Schleifen), Ziegel-, Meaurer-, Schlosser- und Schmiedearbeit in den Be- rihten von Hessen und Anhalt. Als „gesuadheits\{hädigend“ hebt der Bericht aus Schwarzburg-NRudolstadt hervor das Glasiecen, die Hasenhaarschneiderei, Knopfmachecei, Tabafabrikation, das Griffel- maen, gegen welches übrigens in Sachsen-Meiningen landesgeseßlich be! reits eingeschritten ist, die Anfertigung von Knallerbsen, das Bemalen von Fall, die Glasbläserei, gewiss: Einzelarbeiten der Puppenindusftrie,

18 Folge der übermäßigen Kinderbeshäftigung zeigen sh süc Greiz bei 117 % nahtheilige Folgen. „In- vielen Fallen machen si die Folgen der übermäßigen Ausnußung der Iugendkraft im späteren Leben dur vorzeiligen Eintcitt kö: perliher Schwäche und Erwerb8- unfähigkeit geltend.“ Die Sittlichkeit leidet bei den „bis in die späten Nachtstunden ftattfiadenden Beschäftigungen, die die Kinder in fremden Hause gemeinsam mit Erwachsenen verrichten, wobei zwischen den halbwüchsigen Burschen und Mädchen oft R unpassend? Unter- haltungen geführt werden“. Der Fabrikinspektor für SacWsen-Coburg- Gotha ift auf Grund feiner Beobachtungen zu de:n Schluß gelangt, daß hausindustrielle Kinderarbeit zwar zur Förderung dezr Arbeitsam- keit, Bewahrung vor Müßiggong und zur wcsentlihen Unter stüzung der Eltern geeiguet ift, „daß fie aber zum Fluche werden kann“, wenn die Kinder in zu frühem Alter zu derselben be angezogen werden, zu lange an einem Tage beschäftigt, {hon vor der Schule, bis tief in die Naht, in \{chlechten Arbeiteräumen, in Räumen, die auch zugleich Schlafraum sind, arbeiten müssen und eine arößere An- zahl von Kindern \sich in fremden Häusern zur gewerblichen Arbeit versammelt. Bayern, Híssen, Anhalt, Schwarzburg-Rudol stadt: be- stätigen die bekannten Klagen über die als Kegelaufsetz r (12 748), Baulterer (3524), Backwaarenträger (42 837), Zeitungsträger (45 603) und Laufburschen (35 909) besästigten Kinder.

Das Alter ist nuc für Hessea übersihtlich herausgestellt ; dort ¡eigt sih das betrübende Bild, daß 1527 Kinder erst 6—10 Jahre alt waren. Einzelh-iten bringt der Bericht viht; es wird aber angedeutet, daß | on vorsœulpflichtige Kinder für Lohn arbeiten müssen, Nimmt man noch die Dauer der Be- shäftigugyg, welhe besonders in Sachsen-Meiningen und Gotha genauer untersuht worden ift, und weiter die zum theil außer ordentli niedrige Entlohnung der Kinder hinzu, so wird da der Familienvater troß des geringen Verdienstes von 15 Z (für Weimar) mit diesen Beträgen sehr ivobt rehuen kann die yvielfach gestellte Forderung, daß der Staat da, wo die gezeigte übermäßige Ausnußung zu Tage tritt, im Verein mit der Schule und den Vormundschafts- organen eingreifen folle, erklärlich.

Ueber die Spielkartenfabrikätion und -Versteuerung

: im Rehnungsjahr 1899 enthält das neueste Vierteljahrsheft zur „Statistik des Deutschen Reichs“ eine Uebersicht, nah der im Deutschen Reiche 32 Spielkarten"

fabriken (1898: 34) vorhanden waren, davon in Preußen 8 (und zwar

den Provinzen Sathfen und Hessen-Nassau je 2, in Hannover Mellen uud “Vbeinland je D. iu Bayzrn 9, Sachsen 7, in Hessen und Medcklenbura je 2, Baden, Thüringen nnd Braunshwefqg j 1.

Im Laufe des Rehnun »jabres 36 oder weniger Blättern, 170 625 im Inland ahaefeßt und versteuert worden.

lande Nugegangen und nach Versteuerung in den freien B

treten sin

Cy

Die Hauptergebnisse der Unterrichts fgr das Shuljahr 1896

Im neuesten Heft der Ses ied Elemenkar|/Quien, die gewerblihen und landwirthchzftli. nd: Kenfeifi r EAn Hod Gle ia Bie E ahl un onfelsion der mner und Lehcec im 896/ über die Au8gaben für die Sléentarälen E Oore 1896/9

197;

hervorgehoben set. Ie

\{chulen beträgt 7317, wovon 360 oder 4,9 %/a auf die Städte un

6957 oder 95,1% auf das Land entfallen. Im Borjahre belief ch die 952% r dieser

Z1hl auf 7291, wovon 353 oder 4,8% den demLaände angehörten. Nach dem Shulen zerfallen dteselben in

oder 0,7 9/6 Privatshulen.

1 Städten und 6938 oder administrativen Charafkte 7263 oder 99,3% öfentlide und 5 Nach dem kontessionellen Charafkte

sdeiden sih die Schulen in 5164 oder 70,6% (1895/96: 5139 = 26,3 9/0)

70,5 9/0) fatbolishe, 1923 oder 26,3 90 (1895/96: 1919 = protestantische, 143 oder 1,9 % (1895/96: 144 = 2,0 9/60) fimultan n N O Ss S9 L2VO) israelitishe. Leat ma er Ausscheidung die Trennun de ] ;

Schulkinder zu Wunde so A Aa D N De (1895/96: 6292 oder 86,39%) in

447 oder 6,1% (1895/96: 437 oder 115 oder 1 6% (1895/96: mishte Shuslen

kräfte beträat 25099 gegen 24815 im Vorjahre, oder 56/2 9/6 (1895/96: 13 931) ordentlih- h 4531) Fachlehrer für den Turn-, Unterricht sind. 84,0 %

Zeichen- und Arbeits- u. männlihen und 2253 ets E da s har 124 ober 97: 0%

135 oder ; % weibliqen G-\chlechts. 6422 Reltgionslehrer gehören dem taännlichen Setbtebt an. Konfession nach find von den 25 099 Lehrkräften 18 618 vzer 74 18 9/0 katholisch (12694 = 50,58 % männlihß und 5924 23 60 9/0 weiblib), 6304 oder 25,12 9/0 protestantish (5554 = 22,13 9% männlich und 750 = 2,99 % wetblih), 171 oder 0,68% igraelitisch (160 = 0,64 9% männlich und 11 = 0,04% weiblih), 6 oder 0,02 % einer anderen Konfession angehörig (3 = 0,01 % männlih und 3 = 001 % weiblid). Von den ordentlichen Lebrkräften sind 1090 oder 7,7% aeistliben Standes und iwar 30 oder 0,2% mänulihe

und 1060 oder 7,5% weibliche. erktagsshule besuhenden

EDIE Gesammtzahl der die W Kin der beträgt im Königreiche 829 280, wooona 157 940 oder 19,0 % auf die Städte, 671 340 oder 81,0%/6 auf das Land treffen, 406 473 oder 49 0 9% dem männlihen, 422 807 oder 51,0% dem weiblichen Gefleht, 591242 oder 71,30% ver fatbolishen, 231 982 oper 24,97 9/0 der protestantischen, 5353 ober 0,65 % der israelitishen 703 oder 0,08 % einer sonstigen Konfession angehören. Im Vorjabre betrug die Zahl der Sghulkinder 822 165 wobon 152 102 = 18,50%, auf dite Städte, 670063 = 81 5 9/0 auf das Land entfielen, ferner 402 707 = 490% bem männlichen und 419 458 = 51,0 09/6 dem weiblichen Geschleht, 586 668 = 71 36 % de Ctbolishen, S = 27,89 %/o der vrotestantishen, 5443 = " */a der 1t8raelitishen und 706 = 0 iner fo fesi n Anaeddet, 1 0E 0,09% einer fonstigen Kon- Schulg eld wurd? an 5504 Schulen, d. i. ¡ahl der Schulen, erhoben. Dabet wurde der Betrag von 1 613 742 eingenommen, wovon 69791 M oder 4,3% auf die Städte 1543 951 M oder 95,79/9 auf das Land fommen. Im Vorjabre Des an h Len im Ganzen 1 605 753 M Schulgeld ers- n, wovon 67 565 6 auf die Stä 38 188 u GMi ch f Städte und 1538 188 « auf das

_Die Gesammtzahl der 5 eiertaq8schüler beträgt i ig- rei 288 042, wovon 35 eie 12,3 S auf die Städte 220 ub oder 87,7 9/0 auf das Land treffen, 126 229 oder 43 8 9% männlichen 161 813 oder 56,2% w:iblihen Geshlechts fiad, 211 332 oder 73,37 0/9 der fatholishen, 75 407 oder 26,18 %/0 der protestantishen Ls fer 0,40 ¿0 der neten, 159 oder 0,05 9% einer sonstigen

nfeon angebören. m Borj e r Fei 6 R an, ange jahre betruz die Zahl der Fetertags-

, Vor yollendeter Shulpfliht wurden auf dem We Dispen sation wegen obwaltender besonderer Verhältnisse 0e Sh ule entlassen: 736 oder 0,089 9% Wrrktazssbüler, 124 oder 5/068 d Fetertag8s{üler. Von den entlassenen Werktagbschülern gminen 37 oder 0,005 9/9 auf die Städte, 699 oder 0084 % auf das and. Von den entlassenen Feiertaas\chülern entfallen 19 oder 0,007 9% auf die Städte, 105 oder 0,036 9/6 auf das Land. Die Gesa mmtausgaben für die W-rktags. und die Fetertags3- shulen, soweit dieselben in den gemeiundlichen Sia Vos jutragen_ sind, betragen für das Berichts|ahr im Königreiche 17 921 678 A, wovon 11249 721 Æ oder 6270/4 auf die Perjonal- Gee Und 6 680 957 M oder 37 30% auf die Realexigenz treffen. m Vorjahre beziffferten sih diese Ausgaben auf 18 190 545 t, nämli 0792744 M für Personal- und 7397 801 4 für R-alerigenz. A den Ausgaben für die Realerigen¡; entfallen im Berichtöjahre : Ta 370 M oder 38,8 % auf Neubauten und Erweiterungen, 21 20 978 U oder 16 3 9/9 auf Gebäudeunterhalt, 1 419 561 4 oder S /o auf Beleuchtung und Beheizung, 174 671 4 oder 26 9/9 auf ubfellien, 332 864 4 oder 5,0% auf Lehrmittel, 1068 513 4 oder 16,0 °/%% auf sonstige Schulzwecke. :

Das Gesammt-Jahreseinkommen der in den ?ta48- ind Fetertags/hulen verwendeten Lehrkräfte beträgt 20 001 060 ervon entfallen 19559 218 4 oder 97.8 % auf die ordentlichen thrlräfte, und zwar 16 759 799 # oder 85,7% auf die wirklichen ‘rer, 1 929 634 M4 oder 9,9% auf die Verweser, 869 785 Á oder 49/0 auf die Vilfslehrer, dann 441 842 A öder 22 9% auf die tligions- uad Fachlehrer. Fm Vorjahre beltef ih das gesammte Zahreseinkommen auf 19 611 063 , wovon 19164751 M auf die rdentlichen Lehrkräfte und hiervon wieder 16 399 427 46 auf die wirklichen ‘hrer, 1772979 A auf die Verweser, 992 345 % auf die Hilfs- D ter sodann 446 312 4 auf die Religions- und Fachlehrer entfielen. 10 gge ciammt-Jahreseinkommen der ordentlichen Lehrkräfte fließt zu T 6 994 A oder 54,7% aus dem Stuldi-nste, zu 1 027 811 4 ar 9,3 9% aus dem Kirchendtenfte, zu 1939 425 (4 oder 99 9% aus gge sfonds, zu 4914131 M vder 25,196 aus Staatsfonds, zu as 7 M oder 59/0 aus der Besorgung der Gemeinde- und Standes. u chjeFreiberei, Das Gefammt-Jahreseinkommen der Religions- und Cte wird bestritten zu 422014 « oder 955% aus dem

19 _ dienste, sodann aus Gemeinde- und Distriktsmittéln, zu

In GRLE 1896/97 besen

uljahre / estanden

263 (1895/96: 257). gewerbliche

oder 160 9% männlichen

75,2 9/0 ber Gesammt-

M hrner or ungsshulen, und 48 mit Reclulea verbunden B, An

Pommern, in Württemberg,

_sind 4 937 714 Kartenspiel+ von Spiele von mehr als 36 Blättern

u 348 822 i ersteren und 882 392 Spiele der leßteren Art Knd nah n E

ausgeführt worden, wogegen 24 286 bezw. 17 910 Spiele vom Aus- Berkehr gee

atistik in Bayern

„Zeitschrift des Köntalih bayzri finden ih tavbellarishe Ube ten Ua

Die das Einkommen der i diesen verwendeten Lehrkräfte u. \. w., auz derea Inhalt das FolrGide

Zahl dor für das Köntgreih ermittelten Werk tags-

garen la A 86,1 [8 i alen Klassen gemishte Schulen, 453 oder 6,2% (1895/96: 444 oder 6,1 9/0) E Mädihea 6,0 9/6) gesonderte Knaben- und 118 oder 1,6 0/0) in einzelnen Klassen ge-

Die Zabl der an sämmtlichen Werktags\{hulen wirkenden Leh r- au s en 14118 erer, 6422 69

(1895/96: 6353) MReligionslehrer und 4559 oder 18,2 0/9 éoioe s. tw. Von den ordentlihen Lehrkräften find 11 865 oder weiblichen, und Sämmtliche Der

des angekommen. tember die vollständig

untersucht und k Ï EO G gu ans raphiert

deutende Sammlungen mitbringt, am 18.

in Tageskurse und 31 083 oder 98,15 besuchen. oder 65,81 9% in den Elementar-, abtheilungen unterrihtet. \{chulen wirken 1722

esammtaus f Q ausgaben belaufen

M), treffen. Die Zuhl der \ chulen beträgt 457 Wintershulen, de bildun 6,03%

[ der

auf die Winters{hulen fall-In. An sämmtlichen landwi wirken 729 (1895/96: 706 0,99 % aussdließltch für

ie Gesammtausgabe tür die schulen beträgt 170 038 A (1895/9

t tes

7, Schuljahres

[ließlich für diese s{reibgebühr wurden 5960 M erhob

1

r Ueber die wendeten Lehrkr

e H r 0

Zahl

SBS der Schulen

rogymnasien ‘ateinshulen Nealgymnasizn Realschulen Jadustrieshulen Baugewerks{chulen Hanbels\hulen E Kunstgewerbes{ulen E F räparandeashulen A ehrer und Lehrerinnen- Seminarien Musikschulen

N TöHtershulen rauenarbeits\{chulen

A rbeitslehrerinnen - Semi- U S reis-Landwirthschafts\MGule Lihtenhof AUY Kreis-Ackerbaushulea . Gartenbauschule in Weihen- stephan Zentral-Tarnlehrerbildungs-

anfalt

welhe nit unter die Fortbildungs- _ fchulen fallen Sonstige Privatlehrinstitute __ Die Zahl der an 3 Landes-Untversi

Beogymnasie Gymnasien .

do do

cen

O C0 0 O 00

bi DO R

Go I -—

cen

44 4

täten tm

burg und 1101 Semester 1897: 6636, wovoa 403

trefffen; b. an den 7 Lyceen Sommer-Semefter 679; can in ' München im Winter-Semester 1756, d. an der Akademie der Winter-Semesfter 385, Forstlichen Hoch1chul 158, im Sommer - Semester 154; Pod {Ful emester 224; Fe U ür Landwirthschaft Winter-Semester 96,

308, im Sommer-Semester 401. Nichtbayern.

__ Die Glaser B die Arbeit unter den

b. Bl.) haben, demselben Blatt zufolg Sperre verhängt. Sie veclangen die Infolg? des Ausstand23 der -Arbcitertnnen in Finsterwalde d. J. beigelegt wurde (vergl. - Volks-Ztg * ferner berichtet, [chcänken müssen, und es ift auëftändig gewesenen

Aus St. Expedition Borissow lleberwinterung am 13. August d. Straße ins Kartshe Meer Ervedition i der, an

dem Eise am Ufer nordwärts von der Die Expedition befteht aus dem

Schiffs-Kommandant ist, dessen Gebil und etnem Sazmofeden.

E

„_ Der Leutnant Amdrup ist, wie fämmtlihen Mitgliedern seiner Gröôn Sqhiffes „Antarctic *

unbekannte

Die sak an, von wo die

170on 215 E osnbig

173 Squlen ift der Besu auf Grund Ortsftatuts ein obligatorischer.

Die Zabl der gewerblichen Fh Königrefh 31 669 (1895 V 34 Lo)

oder 52,03 % auf die Lehrergehalte er

Rechnungsjahr 1896 beträgt 34 408 82,16 9% auf das Lehrperfonal entfallen. ahl der Mittelschulen, fte und der am Schlusse vorhandenen Schüler giebt folgende Uebersicht Aufschluß :

darunter mit

pak Q O!

Ii

i der Ostküste etne Niederlage von Proviant für eine Frühjahrs-Erpedition auf Matu)chkin-Straße zu errichten. l

en Tymofejew, fünf Matro Alle befinden st\ch wohl, E

v/o

Von den Schülern der Tegtgenannten K

119

sich

wovon 513281 M oder

landwirth scha De 455), Za

g8\chüler 8193 (1895/96: 8127),

und

die landwirthschaftlihen Fortbildungsshulen im

die Abend- 69 oder 34,19 9% in den

von denen 73

ftlihen Fortbildun

7699 oder 93,97 9%

engerzn Sinne

darunter 13 oder 2,84 9/9 landwirthschaftlihen Forct- von denen 494 oder

thildu«g8\chü!ler beträgt im , wooon 586 odec 1,85 v/g die und Sonntagskurse urse werden 23 039 An sämmtlihèn gewerblichen Fo R 21 rtbildu

laue (1895/96: 1700) Lehrkräfte, ü /o ausschließlih für die Fortbilvungsshulen aufgestellt sind. Die auf 640220 (1895/96:

18,17 %/ auf Lehrergehalte

ngss oder

qs- o

aur | 84

ents

rthschaftlihen Fortbildungs\hulen

VLPTe n, diese

6:

en,

S Soll

Go

|

|

16 4

Hochschu en S iudlerenden betrug: a. e ! inter-Semester 1896/97 : wovon 3814 oder 59,7 9/9 auf München, 1478 oder 23,1% auf Würz oder 17,2% auf Erlanger s ; l oder 60,7% auf V oder 21,8% auf Würzburg und 1162 oder 17,5 9%

n Winter-Semester or

um

Fa a bildenden im Sommer-Semester e Aschaffenburg

A

in München im Winter-Semester 250, S. an der Afademte der Tonkun wie im Sommer-Semester je 298; und Brauerei im Somm?r-Semester 10 wurden an den 3 Untoersitäten vorgenommen: im W nter-Semestzr Von ersteren entfallen 92 auf Bayern, 216 auf Nichtbayern, von letteren 108 auf Beet 293 is

Zur Arbeiterbewegung.

erlin Cganen, wie die „Volk3-Ztg.* ; neuea Dedingungen wieder aufenomnmen vergl. Nr. 23D d Dl), Die hiesigen Studat | dei

-, S

T

(Mark), w-lher Nr. 206 d. BL[.), haben, wie die : bre le eo vigieas ihre Betriebe ein- l daher noch heute ein erhebliher Theil de Arbeitskräfte beshäftigunaslos. T

Kunst und Wissenschaft.

Petersburg berihtet „W. T. B.“, daß die ’s nach Fertigstelluñg

über ging.

«W. T. B.* meldet, gestern mit rönland-Erpedition an Bord auf der Rhede von Kopenhagen Die Expedition A bos 18. J dig 2. Strecke von ap Dalton (69,28 Grad nördlicher Breite) bis zur Aggas-Insfel (67.29 Grad) Antarctic®* kam am 11. Sep-

Sep

M, wovon 28269 A

privatem Ckarafter

, Über mehrere Betciebe die Adbschaff ang der Stückarbeit.

denen 7

an zeftellt

von SHulen

Am Schlusse Schüler an

Die Gesammtausgabe für

Zahl der

Lehrkräfte Schüler

1054 398 145

C1 1003 57 99 115 43 293 218 67

1798 162

18

13 41

16 194 2 578 1 007

752 13313 992

1 998 1196 410

2 004

1336 1551 14 026 3 462

73

2 12 4 393

117 17

29590 140

1 entfallen, im Sommer

au? 760, 1713

in

Sommer-Se2mesterx Künfte 299; 6. ‘nin

n der Thierärztliche1

in Wiihenstephan im

mittheilt,

cure (vergl. Nr. 159

aback Arbeiter und

Eade Angust

Polarse- des Haufe3 zur die Matuschkin- Der Zweck * der

von Nowaja Semlia

Borissow, der zugleich

eps

e Expedition, welche be- tember beimwärts segelte.

oder SYulen b. M, landwirthfchaftlichen Fortbtivungs- 130 275 4), wovon 93 797 i itfallen. B Watt Bee, 0/8) iten La N der s usulen tin 2) Rurfen 298 (1895/96: 283) auf. An den d | fämmtlihen Waldbaustulen wirken 24 Le , dea, A

hrer, von denen 10 aus- Schulen aufgestellt siad.

An Sghulgeld und Ein- oder

der an denselben ver- des Sculjahres 1898/97

an den 6393,

tünhea, 1448 Erlangea im

Technischen HohschGule 4 Ma der tm Winter - Semester im Soamer- st in München h an der Aka demie

l. Promottonen

Uni

der Ber des

den f lege

Ver kauf

das | den

mit

in et

Preis

felbe verwe weite

in de Bahn zum

V:rhä

f den [ g 2531

ck )

- 1 Mehrz ; zôgen.

1

lung,

Insfpektorat in

Staats 8640 k 29 000 31 580 4. Loos

6200 kg Talg, 4030 Fr,

Terpent

Tf in gebiet a

Betriebseröffnung hat am 4. die gleichen wie bisber.

Br

Dampfer ,Ems* 3 Oktbr. v. Bremen in Yokohama angek.

our n Ost-Asien best., 3.

allem Chicago in Frage, in d ‘eb. 118 754 Pferde verde en, dessen berühmten Sto Y

Prerdeaus den wilden

ibren Bestianzauag3ort weiter befördert.

Marktpläße St. Louis

Händler kabezn als Sicherheit 420 000 M6 absch%lüfse bürgt.

werden Bersteigerungen

180 m langen und 60 m Bersteigerungen gehen im Durhhschuitt 1 Pferd auf 1 Migute. Ausrufer. fonders klare und laute Stimme die moch

ansehnlichen Einkommens. wird, der Pferde, ob Gesundheit oder Brauwbarkeit, nur Willigkeit, einen Halfter zu tragen, Preise zwis{hen 168—735

ähnliher Weise wie in Chicago vor si meisten grofen Städten jährlich denen

In Ecuador gedeiht der Kaffee Klima.

werden die Bohnen mít

Deutschland 247 t. Ergiebigkeit diejer Nuzung fehr herabgedrückt und gang der Kaffeepfl1nzer herbeigeführt haber,

13, Oktober, 12 Ubr. nand8-Nordbahn: Näheres im Bureau der

9, Oktober, Mittaga. Kartoffeln, anstalten unv für In

Land- und Forstwirthschaft,

Der Pferdehande! in den Vereinigt e von Amerika. Gren MIARLEE

(Aus dem Bericht des Landwirthschaftliche Sahverftändigen bei der

Kaiserlichen Botschaft in Wafbington.)

Als Hauptplaß für den Vertrieb von Gebrauhsvferden kemmt vor

[ 1rds z. 8, 1898 uft wurden, Die Art dea NBerkaufs ift dreifachG. Ba

Weidewitrthfchaften, die sogenannten ranche horses,

werden in großen Eisenbahnsendungen aus ; gs und, ungezähmt wie sie gen aué dem Westen nah Chicago

fiad, in große of:ne Höfe getrieh Ï sle dem Dugenb oder Lein gas beeilt ak fes 1 : Ver Prets if gerina, 42 bi & das Stück. Außer Chicago kommen für diese Art Pferde als

und Arkansas in Betracht. Art des Pferdehandels find die Yard Co.

rt werden

&ine zweite

Sis Einrichtungen der

Diese Gesellschaft bverpahtet ihre großen

Stallungen und V-rkaufshollen an eine Anzabl Pferdehändker, die in

fogenannten Pferbe-Union, einer von der

efellf bs einigung von nit übec 12 S-fellihaft ausgewählten

D E O R find. i l oll.) zu hinter- Gesellschaft felbst mit für die Lauterkcit Lee i Eine Anzahl dieser Händler befaßt fich nur mit dem trieb von Luruspferden, die sie dur herumreisende Vertreter aufs en lassen, zureiten oder einfahren und unter der Hand oder auf großen Verftetgerungen der Luruspferdepläte, wie New York,

Die übrigen Lurxuspferde und sämmtlihe Arbeit8pferd in Chica]zo in den täglich angesetzten öffentliche | zen verkauft, Dazu sind große Hallen vorhanden, einer Schaubühne 9000 Sigtpläße und einer großen, breiten gedeckten Fahrbahn. Die huel vor fi; man rechnet te. Dieses erfordert schr geshickte im vorigen Jahre durch eine be- 5 te Verkäufe zu beschleunigen yzr- Händlern für das Pferd 1 Doll. (4 20 M); da er Pferde versteigert hatte, jo erfreute er fiŸ eines Die Bedingungen, unter denen verkauft großen Tafel angeschlagen. Je nah der Güte eit, Arbeitsfähigkeit oder gewährleistet wird, waren die

n, während die

Bofton und Philadelphia, absetzen,

für äußerst Ein junger Mann, de

te, erhielt von den nem Fahre 56 000

werden an einer

M Die Verkäufe an den anderen großen Pferdemärkten gehen in : Dic En in den f ¡ 6roye Pierdeshauén abgehalten, auf gewöhnlich au viele Pferd- verkauft ebnTi

N O P f und sehr ansehnliche

——

D ie Kaffeepflanzungen in Ecuador.

(Nah dem Bericht deg landwirthschaftlihen Sachverständigen bet den

Kaiserlihen Gesandtschaften in Süd-Amerika.)

mit seiner feuhtheißen Luft des tropis@en Tieflands viel weniger gut, als in Ländera mit etwas füélerem T Es fommt hinzu, daß man ia Ecuador zu dicht, d. b. an die- Stelie 3 Bäumen, pflznzt und zur Anpflanzung nur Wildlinge ndet. Der Ectrag ist daber gering und beträgt bei einer Pflanz- von 330: 330 m im Durchschnitt 414 kg von 1 ha, obne im

Höchstfalle 500 kg zu übecsteigen. Während die 4 i D j U h gen. : i anzzeit in d M-genzeit, meist in den Januar oder Februar, Alt indi der Kaffee

r Trockenzeit von Juni an geerntet. en von den Aeften auf ein Tach gestreift,

Trockenplaß beim

Bas werden die uf e t in Süäcke gefüllt und Wohnhause geschaffr, Nach der Trocknung Mr : Maschinen von ihren drei Häuten befreit. Das etuty des gereinigten zum ungeshälten Kaffee beträgt 1:18.

Die Ausfuhrmengen waren für die einzelnen Empfangs8gebiete in

egten Jahren schr schwankend. Jm Jahre 1898 wurden b ausgeführt, davon nach Chile 805, Frankceih 587 und Der starke Preisrückgang des Kaffees hat die würde den Unter- diese nicht in der angecbauten Kakao

TLMN A 4 wenn 2h ihre Haupteinnahme aus dem gleichzeitig

Verdingungen im Auslande.

ODesfterreihUngarn. Direktion der K. K.

“U priv. Kaiser Ferdi- Lieferung aa J

1 Grubenholz für das Jahr 1901. er Direktions-Abtbveilung 1X (Montan Abtheis . Müblfeldgasse 16, Mezzanin) oder b:im Mährish-Ostrau und beim «Reichs: Anzeigec*. Belgien.

Hôtel de Ville in Lütti: Lieferung von nein und Fleisch für die Kleinkinderbzwahr- f. die Kindergärt

Oktober, 11 Uhr. Börje in Brüffel:

C i Lieferung für die :Marine für 1901 Sveital-Lastenbeft Nr 12+ A M; a M Se t. L 1. Loos:

g Minecal-SPmiersöl,

2160 Fr., Kaution 200 Fr. 2. L508: ks Mineral-Leuhtöl, 5800 Fc., Kaution 600 Fr. 3. Logs- kg vegetabilishes Leuhtôl, 18 949 Fr., Kaution 1900 Fr. : 8160 kg Leinöl, 3965 Fr., Kaution 400 Fr. 5. Loos: D Kaution 400 Fc. 6. Loos: 1775 ko inôl und 1000 kg Siffkatif, 1815 Fc., Kaution 200 Fr. s

Wien IT/2

Berg»

Lebensmitteln

Verkehrs-Austalten.

Für Rechnung de-s Deutschez Reichs ift :wis&-n Tshifu und gtau ein

1 Kabel gelegt worden, dur wele8 tas Kiautschou- n das internationale Kabelneyz angeshloffen worden ift. “Die Olftober stattgefunden. Diez Taxen sind

emen, 4 Oktober. (W. T. B.) Norddeutscher Elovd. v. Genua in New Yxrk und „Sachsen“

«Maria Therefiz“ 3 Oktbr. v. Cher- eOldenburg“ und «König Albert“, ‘n.

. New Yaork gged. “D Oktbr. in Hongkong bezw. Rotterdam angek.

eStuttgart“ v. Neapel n. Ost-Afien abgegangen.

Baltimo

Yx rk angek. „Trier“ v. Brasilien und

4. Olktob Linie.

3. Oktbr. mouth und Cherbourg

Armstron „Syria*, mburg

ruppentransport n. Oft. Asien, Galle

5. Tommend, 3 Oktober St.

Hamburg, 4. Oktober.

Oktober. (W. T. B.) Dampfer „Coblenz*, Gatherines Point paff. re kommend, 4. Oktober a. d.

„Stolberg“,

v. Baltimore j 4 E v. 4 eser und „Lahn* in

n. Brasilien beft,, 4 Oktober Dover pass, e Prinz - Regent Luitpold“ v. Australien

er in Antwezrpven angekommen. i (W. T B. amburg- Dampfer „Graf Waldersee“, f mk Bes L r kmh Eastbourne, „Kaiser Friedri“, y. New York über Ply- ? n. Hamburg, 4. Oktbr. Lizard pass. „Lady g", v. New York n Stettin, 3. Oktbr. v. Kopenhagen und

v. St. Thomas n. Hamburg, v. Havre ab «Belgia*, v. n. Baitimore, 3. Oktbr. E Valdivia*, E A

und «Aragonia*, y. Hamburg

n. Ost-Asien, Gibraltar pass. „Athesa* 3. Oktbr. | ePalatia* und „Andalusia* 3 Betde, v. Gingapoel, d new

angek.

v. Singapore n. Suez und

abgeg. ,

Hamburg

„Saxonia“ y, hai Savoia* 1. Oktbr. in Yokohama angek, ä n. Antwerpen, 3. Oktbr. Cuxhaven pasfiert.