1900 / 250 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

O der hervorragendsten neueren Dichter und Schriftsteller, sowie nterefsante fonstige Artikel (z. B. über Dramaturgie der Gegenwart, Bühnenaussprahe, Goetbefeier 2c.) Play gefunden haben. Die Fortschritte der Naturwissenschaften, die der Technik bilden einen imposanten Theil des Jahres-Supplementbandes, der mit instruktiven Abbildungen von Ma)chinen, Apparaten, [oolagi gen, botanischen und andern Gegenständen ausgestattet ist. elbstverstärdlih eht die Elektrotechnik in ihren nexen Anwendungsformen mit im Vordergrund; über den aegenwärttgen Stand der Elektrizitätsinduftrie ortentiert ein ausführliher Artikel. Landwirthschaft und Gartenbau find ebenfalls gebührend beachtet, und ein Artikel wie „Bauwerthe" dürfte dankbarer Aufnahme gewiß sein. Die Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit des Stoffes ergiebt fh s{chließlich noch aus einer Auswahl der im Bante weiter enthaltenen Tafeln zu den gleih- namigen Artikeln, die neben vielem anteren die Umsicht be- kunden, mit welher die Zusammentragung des Stoffes er- folgt ist. Es seien erwähnt die herrlihen Farbendrude ,Blühznde Kakteen“ und „Blühende Orchideen“, die Tafeln „Ausstellungs- bauten“ (Paris), „Bibliothekgebäude", „Schlaht- und Viehhöfe*“, ferner die historisch interessante Tafel „Musikinstrumente“, „Schreib- maschinen“, aus Gewerbe und Industrie „Dampfwäschereien“, „Pumpen“, „Webstühle“ (die neuesten Konstruktionen), die zoologische Tafel „Meereslarven“, eine ausgezeihnete künstlerische Leittung mit wunderbaren Formen, die Karte und Tafel zur „Deutschen Tiefsee- Expedition“; von besonders aktuellem Interesse sind die „Kanalkarte von Deutschland“, die „Geologishe Karte von Süd-Afrika“ mit „Karte der Goldfelzer 2c.*, die „Garnisonkarte von Mittel-Europa“ in zeitgemäßer Erneuerung“ (bis Sommer 1900).

Allgemeines Handbuh der Freimaurerei. Dritte, völlig umgearbeitete und mit den ncuen wissenscha1tlthen Forsch 1ngen in Einklang gebrachte Auflage von Lenning?s „Encyklopädte der Freimaurerei*. Lieferung 1 bis 4, Leipzig, Max Hesse’s Verlag. Es ift von Interesse, an der Wende bes 19. Jahrhunderts über Ent- stehung und Fortbildung, Wesen und Aufgabe, Einrichtung und Stand der Freimaurerei, namentli in Deutschland, genaue und fahge mäße

Kenntniß aus glaubwürdiger Quelle zu erhalten, und ¡war um \o f

mehr, als gerade die Neuzeit bemüht ist, irrige und falshe Nachrichten zu verbreiten. Das vorgenannte, in 20 Lieferungen (zu 1 46) erscheinende Handbuch bietet einen solhen Ueberblik in lexikalischer Form, die das Nach- schlagen durch die Fülle des Materials sehr erleichtert. Die bisher vorliegenden vier exsten Lieferungen enthalten die zum theil recht ein- gehenden Artikel „Aachen“ bis „Englische Lehrart“, Es wird mit voller Offenheit die ges{chichtliche Entwickelung der -Freimaurerei in den cinzelnen Ländern und Städten dargelegt, und felbst deren Vers irrungen werden nit vers{chwtegen. Aus der Behandlung der inneren Gestaltung des Freimaurerbundes und seiner Einrichtungen er- giebt fich, daß diejer kein geheimer Bund ist, als den man thn vkel- fac hinzustellen gesucht hat. Seine idealen Ziele und ethish- religiösen, erzieherisen Gebräuche werden ins rechte Licht gestellt, nament- lih wird dargethan, daß der Bund ebensowenig, wie dem Staate, der Kirche feindli geaenübertritt, beide vielmehr zu fördern und zu unterstüßen sucht. Das Handbuch erscheint als dritte, völlig umgearbeitete Auflage von Lenning's „Encyklopädie der Freimaurerei" und als neue Auflage des „Allgemeinen Handbuä;s der Freimaureret“", die nothwendig geworden war, da seit des - leßteren Erscheinen 30 Jahre verflossen sind, während dieser Zeit die ges{chicktlihe Forschung weiter vorge¡chritten ist und vieles gegenwärtig ein anderes Gepräge zeigt. Besondere Aufmerksamkeit is in der neuen Auflage den deutschzn Logen und ihren Großlogen gewidmet. In jedem Artikel ist auch die einshlagende Literatur beigefügt und dadurd) Gelegen“ beit zu weiteren Belehrungen gegeben. Das Handbuh, welches eine Anzahl bewährter Männer der fretmaurerishen Wissenschaft zu Ver- fassern hat, wird vom Verein deutsher Freimaurer herausgegeben, die Leitung des Unternehmens liegt in den Händen seines Vorsitzenden, des Geheimen Regierungsraths Robert Fischer in Gera, sowie des Land- riters Paul Fischer daselbst. Die Vollendung des Werkes soll nah Möglichkeit beschleunigt werden.

Die chinesische Frage. Von Pierre Leroy-Beaul lieu, Autorifierte Ueberseßung von Dr. Albert Südekum. Preis 2,50 4 broschiert, 3,25 M gebunden. Leipzig, Georg H. Wigand's Verlag. Die augerblicklich im Mittelpunkt des öffentlihen Interesses stehende „chcinesische Frage“ hat als neuen Beitrag zu der eîin- \{chlägigen Literatur das vorliegende Werk gezeitigt, wel&es von einem französishen Nationalökonomen verfaßt ist. Es entspricht dem überall lebendigen Wunsche, sih {nell über das „Reih dec Mitte“ zu unterrichten und in den aktuellen Fragen Auétkunft zu erhalten. Seine eigenen früheren Reisen in China kommen dem Verfasser bei der Beur- theilung der oftasiatisen Verhältnisse und Wirthschaftsformen zu statten, und die Benußung des ihm zugänglich gewesen-n amtlichen Akten- materials [äßt eine erhöhte Zuverlässigkeit der Darstellung voraus- seßen. Daß er die gestellte Aufgabe von den verschiedensten Seiten zu beleuhten bestrebt gewesen it, zeigt {on ein Blick auf das Inhaltsverzeihniß. Der Verfasser behandelt in 20 Ab- schnitten: Die ostasiatishe Frage; Chinas Hauptstadt; Das Land in der Umgebung von Peking; Die zahlreichen Zeichen des Niedergangs; Die Gelehrtenkaste und das Mandarinenthum als vornehmste U:sachen des Niedergangs und Stillstandes in China; Geist und Charakter des chinesishen Volkes; Die Fremden in China; Verhalten der Chinesen gegen die Europäer und ihre Ziviltsation; Lage und Bethätigung der Fremden in China; Die oferen Häfen; Industrie und Handel; China und die Mächte; Die europäis{e Politik in Ost-Asiea und der hinesish-japanishe Krieg; China und die Mächte: Nußland, Frankreich und England in Ost-Asien 1895—97; China und die Mächte in den Jahren 1897—99; Europäische „Pachtungen“ an den Küsten des chinesishen Reichs; Einführung abendländischer Methoden im Innern; Die Interefsensphäcea und die „Politik der offenen Thür“; Die Zukunft Chinas; Erhaltung oder Auftheilung des Himmlischen Reichs.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Handelsverkehr Oefterreihs mit Ungarn.

Seit Beginn dieses Jahres werden in Oesterrei Ermittelungen über den Umfang des Waarenverkehrs mit Ungarn angestellt, deren Ergebnisse anfangs für den Zeitraum des 1. Vierteljahres, dann aber, um ein wöglichst genaues Resultat zu erhalten, für das 1. Halb- jahr d. J. veröffentliht werden sollten. Da zur Zeit das Ziffern- material für das 1 Semester noch nicht definitiv festiteht, so läßt sich über diese Zeitperiode kein sicheres Urtheil abgeben, wohl aber fann mana aus den handelsstatiftishen Nachweisungen Ungarns für die ersten drei Monate d, X. gewisse Anhaltspunkte für die Beurtheilung des Handelsverkehrs zwischen den beiden Reichshälften gewinnep, Hierbei if man nun zu einem sehr überrash:nden Resultat gelangt. Während bisher allcemein angenommen wurde, daß die Ausfuhr Defterreilhs nach Ungarn weitaus größer wäre als die Ginfuhr aus Ungarn, hat fi jeßt das Gegentheil berausgeftelt, Zwar enthalten die ungarishen Grmittelungen keine Werth-, sondern nur Mengen- berechnungen, doch dürfte der Export ungarisher Waaren nah Oesterreih die Ausfuhr öfterreihisher Waaren na Ungarn im ersten Viertel d. J. etwa um 6 Millionen Kronen übersteigen. Die Ziffern der ungarishen Nachweise liefern u. a. das interessante Ergebniß, daß Ungarn speziell Eisen und Stahl in beteutenden Mengen nah Oesterrei auéführte. So hat Ungarn in den erftezn drei Monaten d. J. 30000 dz Eisen und Stabl in Platten nah Oesterreich autge- führt, während Oefterreih nur 11 000 dz dieser Waaren nach Ungarn sandte. Gine verhältnißmäßig große Z-ffer zeigt auch di: Roheisen- ausfuhr Ungarns, die 174 000 dz betrug, während Oesterrei nur 6700 dz nach Ungarn aus{ührte. Ferner lieferte Ungarn 60 000 dz Gisen in Stangen nah Oesterreich, leßteres jedo nur 32 900 dz nah Ungarn. Auch an Maschinen exportierte Ungarn im ersten Viertel d, F, größere Mengen, als bisher angenommen wurde. Während die

Ausfuhr Oesterreichßs nach Ungarn im März d. J. insgesammt nur 1,3 und vom Januar bis einschließlich März d. J. nur 38 Millionen Doppel- Zentner betrug, erreihte die Ausfuhr Ungarns nah Oesterreich im März d. F. 4,1 und vom Januar bis März d. J, 11,2 Millionea Doppel-Zentner. Mithin hat ih die Ausfuhr Uagacns nah ODestecs- rei innerhalb dieser Zeit der Menge nah etwa dreimal so groß er- wiesen als die ösfterreihtsche Ausfuhr nah Ungarn. (Nach der Neuen

Freien Prefse.)

Industrie, Handel und Verkehrsverhältnisse in Nieder- Odsterreich im Jahre 1899,

Der von der Handels- und Gzwervekammer in Wien an das Handels-Miniftecium erstattete Bericht über die Jndustcie, den Handel und die Verkehrsverhältnisse in Niederösterreiß während des Fahres 1899 giebt zunächst einen allzemeinen Ueberblick über die wirth- \chaftlihe Lage, woran siŸ eine Darcitelluag der vtelfältigen Thätig- kat der Handels- und G:werbekamm?rn und der Gew:rbegenofsen- \chasten im Jahre 1899 anretht. Im besonderen Theil wird die wirthschHaftliße Entwickelung tin Niederösterreih getrennt nach den einzelnen Industrien und G?werbeä geschildert, welche von derjeniaen des gesammten Reichs niht abweiht, da den gleichen Einflüssen allgemein dieselben Ergebnisse zur Seite standen. Die yoctheilhafte Rückwirkung der reihzn Erate im Inlande und die größere Auf- nahmefähigkeit ves Auslandes für österreihische Erzeugnisse infolge etner ausnehmend günstigen Wirthschaftskonjunktur in den meistzn auswärtigen Staaten hatte die Verhältnisse in Niederösterreih günstig gestaltet. Der mächtige gewerblih: und kommerzielle Aufshwa1ng im Deutschen Reiche brachte zwar etne Gèldvertheuerung, ein höheres Agio und ein Nückströmen öfterreihisher Anlagepaptiere, gleichzeitig aber auc eine. zunehmende Ausfuhr an Industrieerzeugnissen, sodaß die industrielle Produktion wesentlih zur Besserung dec Hanvel3bilanz beitrug.

Bet stetig abnehmender Einfuhr und zunehmender Ausfuhr von Zerealien trat 1899 an die Stelle des noch im Vorj1hre bestandenen PDassivums von 82,5 Millonen Kronen tm Zerealien-Verkehre wieder ein UAktivum von 50,6 Millionen, womit dieser Zweig des Außen- handels allein eine Besserung von 133 Millionen Kronen gegenübrr dem Vorjahre aufweist.

Das rege Wirthschaftsleben im Deutschen Rethe verhalf unter anderem auch der Esenindustrie und der Werkzeugmaschinen-Fabrikation zu unerhofftem Absaß? im Auslande, indem es diesen Industriezweigen gelang, durh billige Preise und Stellung kürzerer Lieferfristen der vollauf beschäftigten deutsch:n Industrie starke Konkurrenz zu machen. Vermöge der außergewöhnlihen Umstände war die österreihische Eisen- industrie in der Lage, bzi einer Mimndereinfuhr aus Deutshland von 2,4 Millionen Kronen gegenüber dem Borjahre ihre Ausfuhr dahin um 2,5 Millionen Kronen zu erhöhen.

Zur Besserung der Handelsbilanz hat auf diese Weise auch die industrielle Produkiton namhaft beigetragen. Letztere \{chioß mit einem Afktivum von 252,6 Millionen Kronen, was gegenüber dem Passivum von 24 4 Millionen Kronen im Jahre 1898 etner Befserung von 277 Millionen Kronen gleihkommt.

Wenn auch für das verflossene Jahr eine günsiigere Gestaltung der wirtbschaftliden Verhältnisse im großen Ganzen festzustellen ist, fo fann doch fkteineaw*gs von einer durhaus befriedigenden Lage die Nede sein. Fast sämmtliche RNohmaterialten erfuhren etne wesentliche Bertheuerung, hervorgerufen theils durch die Hochkonjunfktur im Ausland, theils durch die Preisfeststelungen der inländischen Kartelle für Halbfabrikate. Eine entsprehende Erhöhuna der Ver- kaufspreise für Ganzfabrikate war unter folhen Verhältnissen in den wenigsten Fällen durchzuseßzzn möglih. Weitaus empfindlicher als alle fonfíigen Bedrängungen und Hemmungen wirkte dec Natige- nalitätenhader auf den wirthschaftlihen Aufshwung ein. Ferner betont der in Rede stehende Bericht die No1hwendigkeit des Ausbaues der zweiten Bahnlinie nach Triest, die Ausgestaltung des Wasser- straßennetzes, insbesondere aber die Verbindung der schiffbaren Flüsse durch Kanäle. (Nach einem Beriht des Kaiserlihen Konsulats in Wien.)

Großbritannien,

Zollbefreiung in Queensland. Laut einer in der Queens- länder NRegierung2-Zeitoung vom 11. August d. J. ersczienenen Ver- ordnung vom 3. dess. M. können „Schwingrahmen-Schleifmaschinen“, als n-u erfundene Maschinen, die bisher in Queensland nit her-

gestellt worden find, zollf:ei in die Kolonie eingeführt werden.

Rußland.

Handel mit künstlihen Süßstoffen. Der Reicsrath bestimmt in Abänderung und Eraänzung der bestehenden Vorschriften : l) Als kfünftlie Süßstoffe sind chemishe Präparate zu behandeln, zur Versüßung von Speisen und Getränken dienen können, aber 12 Nährkcaft besiyen.

2) Der Gebrauch dieser Süßstoffe ist nur in der zum Zweck wissenschastlicher Forschung freigegeben.

3) Der Berkauf von künstlichen Süßstoffen ist den Apotheken çe- stattet, die die Stoffe nur gegen NRezepte verabfolgen dürfen, und Drogenhandlungen, die hierzu eine besondere Gerehmigung des Ministeriums des Innern erhalten müssen. Die betrcffffznden Drogen- bandlungen dürfen tünstlihe Süßstoffe nur Apotheken und kommunalen Laboratorien liefern.

4) Die Benußung künftliher Süßstoffe zur Versüßung von Speisen und Getränken ift verboten.

5) Die Erzeugung von künftlih:n Süßstoffzn wird nur unter der Bedingung gefstatiet, daß dieselben aus¡chließlih an die in Ziffer 3 genannten Verkaufsstellen geliefert werden.

6) Aus dent Auslande können künftlitze Süßstoffe nur von den privilegierten Berkaufsftellen bezogen werden

Die Aufsicht über die Erzeugung, den Handel und die Einfuhr von künstlihezn Süßstoffen haben die Ministerien des Innern und der Finanzen zu regeln.

Die Einfuhr von Getränken und Speisen, die künstlihe Süßstoffe enthalten, ist verboten.

Die Uebertretung der obigen Vorschriften zieht Kon fikation der beanstandeten Gegenstände und eine Arrcststrafe bis zu einem Monat, bezw. eine Geldstrafe bis zu 100 Rbl. nah sich, wenn es sih um den Verlauf vo1 künstlichen Süßjtoffen handelt. Für die Uebertretung der Vorschriften über Erzeugung und Eipyrfuhr ift eine Geldstrafe bis zu 100 Rbl. und Konfiskation festgeseßt. Der Vertrieb oder die Aufbewahrung und die Anfertigung von Speijen und Getränken, die fünstlihe Süßstoffe enthalte», zieht eine Geldstrafe bis zu 300 Rbl. oder eine Arreftstrafe bis zu drei Monaten na sch. Die beanstan- deten Gegenftände werden fkonfisztert. (St. Petersburger Zeitung vom 20. September/3. Oktober 1900.)

Steinkohlen- und Eisenerz-Produktion und Handel in Spanien. In den letzten drei Jahren wurden in Spanien folgende Mengen gefördert und etngeführt:

die kein

Medizin und

a 0 Zunabme 1828 1899 1899 Tonnen 2 434 232 2 672 194

1897

Produktion inläudischer

Kohle . . 2019 400 Produktion y. Braur-

E ei 54 232 Einfubr von Steinkohle 1 633 333 Einfuhr von Koks . 298 520

Zusammen . 4 005 485

Zur Ausfuhr gelanaten 2 589 Blieben zum Verbrauch

in Spanien . \ , 4002 896

237 962

70 195 1584 999 290 217 4 617 605 8 084

3 773 340 653 17 466 999 894 5 312

66 422

1 244 346 272 751 4 017 751 2772

4014979 4609521 594 542.

Im Jahre 1899 wurden ferner 9234 302 t Eifenerze produzier} gepen 7 197 047 t im Jahre 1898, die Zunahme beläuft ih demnag, auf 2037 255 t. Im Lande selbst wurden nur 621 165 t verbraug während 8613137 t zur Ausfuhr kamen. Der größt: Abnebme: svanischer Erze war Großbritannien mit 6 224 220 t im Jahre 1899 Die Vereinigten Staaten von Amerika erhielten im Jahre 1898: 5792 &. dagegen 1899: 132 422 t. :

Während Spanien 1898 an 262 497 t Gußeisen erzeugte, hat sich die Produktion im Jabre 1899 auf 295 840 t, also um 33 343 4 gesteigert. („Moniteur des Intérêts Materiels,“)

Nübenzuccker-Industrie in den Niederlanden.

In den Niederlanden wurden durch die im Lande befindliden Zuerfabriken im August d. J. 557 000 kg Zucker und seit Beginn des Geschäftsjahres 171 030 000 kg Zucker yergest-ellt.

Die den niederländishen Zuerra)finerien direkt aus den Fabriken oder aus den Niederlagen zugeführte Zuckermenge belief \ih im August d. F. auf 6 917 000 kg und in den ersten 8 Monaten deg Jahres auf 107 405 090 kg. (Nach einem Bzricht des Kaiserlichen General-Konsuls in Amsterdam.) :

Belgien.

Kennzeihnung des RKindviehs bet der Einfuhr. Auf Grund des Geseßes vom 30. Dezember 1882 über die gesundheitg, polizeiliche Aufsicht über die Hausthiere und der Königlichen Ver, ordnung vom 15, Juli 1896, betreffend insbesondere die Kennzeihnung des Rindyitebs, ist unterm 6. August 1900 folgende Königliche Vev, ordnung erlaffen roorden : E

Die obengenannte Königlihe Verordnung wird aufgehoben und dur folgende Bestimmung erseßt:

Artikel 1. Jedes in das Land eingeführte, zur Klasse des Rind- viehs gehörige Stück Vieh soll von der Veröffentlichung dieser Ver- ordnung ab am linken Ohr mit einer Marke aus 'Metzll von der durch eine Ministertalverordnung anzugebenden Weise gekznnzeihnet werden. j

Es ift verboten, tie Jdentitätsmarken der lebenden Thiere ab- zunehmen oder die Aufschriften derselben unlesbar zu machen.

Artikel 2. Die Fleischbes{chauer sind gehalten, sih bei der Bz, sihtigang durch die Schlälhter oder mangels solher dur die Gigen- thümer oder Hüter der Thiere die metallenen Marken, mit welchen die Thiere gezeichnet sind, abliefern zu lasen.

Diese Marken werden von dret zu drei Monaten an den Minister eingesandt.

Im Falle der Abshlahtung oder Beschlaznahme eines Stückes Rindvieh, die zur Bewilligung einer Entschädigung aus der Staats- fasse Beranlossung geben kann, müssen die Merkmale der Marke, mit welcher das Thier bei der Shlachtung versehen ift, in dec Dienst- karte soroie in dem Besichtizung9-Zertfikat des thierärztlihzn Sach- verständigea nachgewiesen werden.

Artikel 3. Die Einführer von Rindvieh find gehalten, die Vor- rihtungen dec Kennzeichnung zu erleihtern und, wenn erforderli, dem dazu angestellten Beamten das nothwendige Personal zum Festhalten der Thiere zur Verfügung zu stelien.

Artikel 4 Die Thiere, welhe vom Auslande naÿ Belgien zur

U

Weide gebraht werden, können von der Keanzeihnung freigelassen werden. (Moniteur Belge.)

7

Der belatsche Außenhandel des Jahres 1899 in Einfuhr und Ausfuhr für die wihttgsten Waarep Die nachfolgende Tabelle veranschauliht, in weihen Waaren des belgishen Außenhandels die Einfuhr, und in welchen die Ausfuhr liberwiegt, in welhen Artikeln demnach Belgien vorwiegend Einfuhr- land und tny w*lch?on es Überwiegend Ausfuhclan® ift.

M hr der Einfubr

T) .

XBaaren T L o Ausfuhr

i

Stärkemehl . ¿A 9 650 123 D 68 Waffen . Franken l 096 17 74! 16 653 Holz für Kunst- tishlerarbeit außer Eichen- und Nuß- baumholz . Holz, bearbeitetes ¿Franken Lichte ; { Steinkohlen und Briquettes Nahrungsmittelkon- E N Tauwerk t Zichorien ÿ

n und We- mu!e

Erbsen, Linsen, Bohnen u. .w. . Kartoffeln Geflügeleier . Salz , e Hadern u.LumPpen Drogen . . Franken Düngemittel , .t| Wollengarn . . .t Garn aus Leinen oder anderen vegetabî!- lifhen Spinn- | stoffen N 2396 Frische Aepfel . 23 991 E 4 602 206 Mehl 992 993 e A l 016 RIete . s of 41 040 Kleider und Wäsche iFranken Wagen für Eisens} bahnen und Straßenbahnen Franken Mil Beet, E Rohstoffe für die Textilindustrie, außer Baumwolle Franken Kurz- und Schnitt- waaren . Franken Gußstahl, Stangen- stahl, Blattftahl u. Stahldraht Bearbeiteter Stahl t Kupfer und Nickel, S

L7 591

ï

Stüd 346| 130 9710011 t 130 581 ï

16 392

59 455 09 29 J Ou

445 602

164 599 14 144

111 857

157 074 0s 30 124

31 194 8 327| 4 665 3 662 (Nach der amtlichen belgischen Statistik.)

Vereinigte Staaten von Amerika.

Einfuhr von fremden wilden Thieren und Vögeln- Ein Geseß vom 25. Mai d. Is. (Lacey Act), welches dem Adr bau-Departement besondere Befugnisse überträgt, verordnet u. a. sde

8 2 Es ist verboten, in die Vereinigten Staaten fremde wi i Thiere oder Vögel einzuführen, wenn hierzu niht vom Adterbaw/ Departement der Vereinigten Staaten eine besondere Grlaubntßh

E B-laie n

och soll dur die Bestimmung dieses Paragraphen die on naturgeshihtlihen Gegenständen für Museen oder sihe Sammlungen oder die Einfuhr gewisser Stuben- Sgel, wie Kanárienvögel, Papageien oder anderer von dem Aerbau- v L ti etwa bezeichneten Arten, nit bef{chränkt werden. | Se ‘Die Ginfuhr von Mungos3, von fogenannten fliegenden Füchsen Ì „r Flughunden, des englishe: Sperlings, des Staars oder anderer } ode el oder Thiere, die vom Aderbau-Sekretär von Zeit zu Zeit als s 1 Interessen der Landwirthschaft oder des Gartenbaues }chädlich E f werden sollten, wird hierdurch verboten ; diese Arten follen bei E ‘Ankunft in einem Hafen der Bereinigten Staaten vernichtet oder i É often des Eigenthümers wieder ausgeführt werden. Der Schay- J Stkcetár wird hierdurch ermächtigt, die zur Ausführung der Be- Í Fimmungen dieses Paragraphen erforderlichen Vorschriften zu eclassen. L 5, Todte Körper, oder Theile derselben, von fremden Jagd- oder Jagd- oder Singvögeln, deren Einfuhr verboten ift, } jer die todten Körper, oder Theile davon, von wilden Jagdthieren er Jagd- und Singvögeln, Z die in einem Staat oder Territorium j ut Gebrauch, Verbrau, WVBertauf oder zur Aufbewahrung verbracht aden oder darin verbleiben, follen bei der Ankunft in dem Staat Y der Territorium der Wirksamkeit der von diesem Staat odec Terri- jorium in Ausübung seiner Polizeigewalt erlassenen Gefeye in dem- Y jelben Maße und in derselben Weise unterliegen, als wznn die Thiere Y er Vögel Erzeugnisse des Staats oder LTerritoriuums wären, und sollea davon nit deshalb auêgenommen sein, weil si: in Orizinal- Y verpadungen oder soaftwie dahin eingeführt sind. E Qieses Geseß soll niht die Einfuhr, die Beförderung oder den Ï Verkauf von Hausgeflügel oder aus den Fedecn des Hau39geflügels h hergestellten Gefieder (plumage) verhindern. O N Nab einer Entscheidung des Shayamts vom 16. Juli d. J. N (Nr. 22 355) fällt das aus Schhwanenfedern und den Federn von N Möwen, Meershwalben, Reihern 2c. hergestellte Gefi-der (plumagos) E wie ein Gemish oder eine Vereinigung von Gefieder dieser und Y ander-r Vögel, ferner das Gefieder von Häusgeflügel ni cht unter E das Einfuhrvecbot, fondern nur das Gefieder der ia § 2 genannten N Nözel, deren Einfuhr ohne Erlaubniß des Ackerbau-Sekretärs ver- E boten ift, 2 i j Î Nah den vom Ackerbau - Departement unterm 13. Juli d, I. E lassenen Ausführungsbestimmungen zu dem vorstehenden Gese 1st E cine ECinfuhrerlaubniß nicht erforderli füc Hausgeflügel, i Enten, Gänse, Perlhühner, Pfiaven, Tauben E Kanarienvögel; tür Papageten (einschließlich Kakadus, Sperlings- E papageien, Aras und Sittiche) und füc naturgeshihilize Exemplare N fir Museen oder wissenschaftliche Sammlungen. )agezen wird etne N Finfuhrerlaubniß erfordert füc alle wilde Arten von Taube: E ind Entey, und wenn z1hme und wilde Bögel zu derselbea Sendung E ebôcen, fo müssen in dem Antrage alle Arten aufgeführt werden, um M Mißverständnisse in Bezug auf den Auskruck „zahm“ (domesticated) E u vermeiden. L E E Für Wiederkäuer (einshließlich Hirshz,, Elz, Elenthiere,

: thieren

a (F)

E wie Hühner, oder

3 7 4 J

F Antilopen, sowie Kameele und Lamas) wird wie bisher die Einfuhr- in der für die Einfuhr von Hausthierea vorgeschriebenen

4 Derartige Thiere unterliegen der Untecjuhung und E Quarantäne nah den für Pferde, Rirdvieh, Schafe und andere Wieder- E fâuer sowie für Schweine unterm 28. Dez-mber 1899 vom „Bureau l erlassenen Vorschriften. (Treasury Decisions

E of Animal 4 under Lari ec Laws.)

T j Gie Industry

einfuhr der

Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren 1898 und 1899, nach waren die einzelnen Länder an der Zucker- hfohr der Bereintgten Staaten von Amerika in den Jahren 189: sowie im Durchschnitt der Jahre 1895 bis 1899 in fol- ender Weise betheiligt:

E Lot) » ptnzoïno Ln N - No A 5 Antbeil der einzelnen Länder an der Zucker 29 1

Der Menge

Im Durchschnitt der Jahre 1895 bis 1899

Menge

1898 1899

Ç eti n bos Herkunftsländer

in Pfunden

924 098 730 656 762 182 618 095 294 403 995 622 7 565 738| 246 398 141 38 152464| 142043878 l 222 162 138 628 411 2 213 037| 10425€&815 141 940690| 83 387 236 107 208 014 86 040 70; 51 625 280 73 484 85!

30 000 3 69 397 343 16 685 790

6 894 728 36

66 007 25 419 846 24 678 375 90 579 739 16 976 474

) ) )

29 489 600 : 1 366 370 Oesterreich, Ungarn 2788 767| IGroßbritannien 21 106 706 Niederlande , 38 659 827 ÜFrankreih 17 781 ABritish: Afrika 12081 1 Surinam , China . Dänis, F Westindien A 4 89 22 (11 543 Lc Argentinien 192 498 509 1314 12 [S

45 775 937 45.087 880 40 728 995

939 067

» C ) Od

é 492 55D 075 128 C 925 636 341 38 124 370

7161 664 10 758 164

0,40 0, 15 90 080 303 So 08 o 084 695 G 0,1

M + x, Cc y z E : F Betish-Ostindien 9 381 265| 29 599283 3

Pru i N

M Dongkong

i Europäisches

E Rußland texiko

Canada /

P Suatemala :

E -ilederländish-

E Westindien j 085 441)

Miki, asiatische ; 3 361 397|

E Oalyador 2 4(1 012

P dammen etn- lhlicßlich an- |

Y derer Länder 2 689 920 851/3 980 250 569

4 (Yearbook of the United States 1899.

A griculture.)

L 5) 5 5 (

14 800 295!

| 5 0,08 3 088 609 9 1 008 2 020 001| 2 694 14: 0,07 4 477 566 1 995 270 0,05 | |

[ 484 436 672 279

494 202

0,04 0,02 0,01

-

3811 985 233| 100. Department of

Die Baumwoll - Ausfuhr der Vereinigten Staaten À von Amerika. i Bau In der Außenhandel-Statistik der Vereinigten Staaten nimmt i artife[ wieder einmal die erste Stelle als werthvollster Ausfuhr- N Ausfuhr E Dollar-Weizen im Jahre 1898 bchte dms die E wolle weit dar, rotstoffen auf eine so hohe Werthiffer, daß Baum- Y wollpreis adurch überflügelt wurde. Jet jedo stellt dec Baum- pie gon 10 Cents für das Pfund diejes Produkt wieder an die i endeten seben udrartifel. Für die mit dem 81; U E M even Monate bewerthete sih die Baumwoll-Ausfuhr auf

N) Die Ziffern de i ;

La l r amtlihen deutschen Statistik weihen von den i merifanis en Angaben insofern ab, als in ersterer die Ausfuhr über Fin Berück Hamburg nicht miteingerechnet ift. Zieht man diese mit | tirstimm sihtigurg, so ergiebt ih für 1899 eine annähernde Ueber- ] ung der deutschen und amerifanishen Statistik.

142 576 097 Doll., während an Brolstoffen insgesammt in der gleichen Zeit für 138 304 529 Doll. zur Ausfuhr gebraht wurden. Der Werth

auf 106 808 856 Doll., der von Mineralsl auf 39 498 151 Doll. Die Marktbewegung und Ausfuhr in Baumwolle wird bekannt- lich nach dem mit dem 31. August beendeten „Baumwolljahr“ be-

Angaben über die Ausfuhr während des Baumwolljaß:es 1899/1900 machen un» Vergleiche mit früheren Fahren anstellen.

höher als seit dem Jahre 1893.

Jahre 1891, wie aus der folzenden Aufstellung ersichtlich:

Quantität Werth R S 1 A Li Pfund Dollars ents

S L 2 TSO0 701 204 740 804 9,51

1888 200.026.704 222 805 494 980

1889 2 365 095 768 235 898 233 9 97

1890 464 460 578 200/971 334 10,16

1891 925 109 652 291 499 029 9,93

E A 948 400 103 298 628 371 8,74

Io A O42 C2 3ES [190 837 234 8,84

1894 “_. GOOOD IOZOGT 208 11207 7,38

1895 477 300 269 201 536 926 5,79

I 380 629 953 193 987 848 8,15

189 D 000 915-TOT 220 728 459 7,44

1898 897 200 752 232 325 992 9,96

1899 R 798 486 844 211 278 139 9,06

1900.5 ¿O OOT O 208 245 485 209 7,96.

(New Yorker Handelszeitung.)

Baumwolljahr

w

O D O DO T

DO C3 O D

Uo S

Flachsßernte in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Beridkte über“ die 1900er Flachsernte stellen nach dem

auf 2595 000 Acres, also um 5009/9 größer als im Vorjabre, fest. Bon diejer Zunabme entfallen allein auf No: d-Dakota 721000 Acres, sodaß in diejem Staate daa Flachsland ein Viertel des Wetzenlandes erreiht Der Ertrag stellt si auf 9 Bushel per Acce, gezen 12 Bushel im Borjahre. Der Gesammtertraa an Flahs in den Bereintaten Staaten von Amerika betrug 23 413 000 Busbel, gegen 20 086 000 und 17 217 000 Bushel in den beiden Vorj1hren, (The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.)

Baumwollenproduktion, Spindelzahl und wöchentlicher Baumwollkonsum der Welt in den Fahren 1898/99 und 899/1900.

Die Baumwollproduktion und die sivtbaren und unsicht- baren Borräthe an Baumwolle in den Zahren 1898/99 und 1899/1900 veranschaulicht die folgende Tabelle: i

(T! C)

52 1898/99 1899 1900 Menge in Ballen zu 500 Pfo. enalisch Bereinigte Staaten ven Amerika . 11 078 000 9 137 000 De 1 562 000 Egypten N | 098 596 1 228 000 Dae 176 196 290 000 zusammen 14 798 621 12177000. Sichtbare und unsihtbare Vorräthe am Beginn des Jahres 2977:162 am Schlusse des Jahres O 0E Die Spindelzahl der Welt vertheilt sich auf Länder, wie folgt :

Produktionsgebiete

3 778 267 2 095 499. die einzelnen

1899 G C Ao Kontinent . C E ; 392 500 000 zusammen Europa 78 000 000 Bereinigte Staaten, nördliche 13 950 000 o füdlibe zusammen Bereinigte Staaten von

Amerika

1900 46 000 000 33 000 000 79 000 000. 14 050 000 1 540 513

J 987 ( 79 /

1 937-039 18 590 513. 4 400 000 4 400 000 1 400 000 1 500,000 600 000 600 000

6 400 000 6 500 000. 638 112 640 000

H 460 000 460 000 zusammen l 098 11 1 100 000

¡usammen in der Welt 103 335 84 105 190 515.

Der wöchentliche Konsum der Welt stellte sih in den Jahren 1898/99 und 1899/1900, wie folgt:

Ostindien Fapan

China

zusammen Kanada é s Mexiko

6) i

1898/99 1899 1900 Menge in Ballen

67 654 67 654

92 000 88 000

155 654.

45 288

28 S860

Konsumgebiete Großbritannien 5 Europäischer Kontinent : ¡usammen Europa Vereinigte Staaten, nördliche

G ü südliche . zusammen Vereinigte Staaten . . 8 327 Ostindien 24 942 Japan ] } 067 Kanada . 1 918 Mexiko 575

RNOD U

zusammen . . 40 700

Andere Länder de R zusammen w öchentlicher Ver- brauch der Welt Í 269 183 266 534 Für das ganze Jahr würde sh hiernach ein Baumwoll- konfum der Welt von 13 859 768 Ballen im Jahre 1899/1900 und von 13 997 516 Ballen im Jahre 1898/99 ergeben (Cotton.)

Zwangsversteigerungen.

Beim Ksöniglihen Amtsgeriht 1 Berlin ftand“ das Grundstück Kommandantenstraße 67, 68, 69, Ecke der Alten Jakob- straße und der Neuen Grünstraße 1, dem Kaufmann Romulo Echtermeyer in Cassel gehörig, Nutzungswerth 61180 A Mit dem Baargebot von 30 000 (A und 930 000 (A Hypothekenübernahme wurde Apotheker Richard Braun, Brücken-Allee 23, Ersteher.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks

an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 18. d, M. gestellt 17 007, nticht recht- zeitig geftellt 224 Wagen. : In Ober chlesien sind am 18. d. M. geftellt 5925, niht recht- zeitig gestellt keine Wagen.

Berlin, 18, Oktober. (W. T. B.) Auf die zur öffentlichen Zeichnung aufgelegten 30 000 Stück Reichsbank-Antheile sind nah dea vorliegenden telegraphischen Meldungen rund 50000 Stück ge- pet n Ln:

In der gestrigen Auffihtsrathsfizung der Berliner Elek- trizitäts-Werke wurde beschlossen, der eifzuberufenden General-

versammlung nach Vornahme der üblichen Abschreibungen für das

der Ausfuhr an Provisionen während der si-ben Monate stellt sich

messen; da dem Schayamt auch bereits die hauptfählihsten Ziffecn für die Baumwoll- Ausfuhr im Monat August vorliegen, so lassen Kch

Danach war die Ausfuhr im leßten Baumwolljahr dem Werthe nah größer als in einem der fieben Jahre vorher, und der DurGbschntittyreis war 3 D Für August d. J. stellte sich der Durchschnittspreis der Baumwoll-Auzfuhr auf 9,70 Cents für das Pfund, gegen 7,96 Cents und 5,56 Cents im Durchschnitt der beiden legten Jahre. Cs ist das der hôöchste Durhschnitt:preis seit dem

American Agriculturist Weekly das in Betracht fommende Land

verfloss:ne Geschäftsjah: die Vertheilung ciner Divitende von 190 in Vorschlag zu brin ea. Die Einnahmen der Stadt aus dem ün nzhmen betragen 1548867 A Die Stromerzeugung is in den hiesigen Zentralen um 53 9/6 gegen das Vorjahr g:\tiegen. Die Summe der Einna me aus der Stromlieferung der letzteren wird auf 9 783 M 4 und der vertheisbare Reingewinn auf 2810340 M angegebea.

__— Vomoberschlesischen Kohlen- und Koksmarkt beri die Zeitschrift „Eisenhütte Oberschlesizn“, daß die Gesammt S Kohlenmarktes auh im vaflofsenen Vierteljahr äußerst gelpannt blieb, weil die dur empfindlichen Arbeitermangel ge\chwächte Förderung die andauernd stürmische Nachfrage au nit annähernd zu befriedigen vermochte, Die Versendungen der oberslesishen Steinkohlengruben zur Hauptbahn betrugen : im TIT Quartal 1900 4441570 #, im IL. Quartal 1900 4031730 t, im IIT Quartal 1899 4570 050 t, woraus si für das ITL. Quartal gegenüber dem Vorquartal eine Vermebrung um 10 16 9% und gegen das gleihe Quartal des Vorjahres eine Verminderung um 2 81 9% ergiebt. Diese immerhin ansehnlihe Versandthätigkeit reichte jedoch zur Befriedigung der Nachfrage niht entfernt aus, sodaß bedeutende Lieferungsrückstände verblieben, welhe nur ganz allmählich erledigt werden können. Die Bestellungen gingen für alle Sorten, fowohl für Jandustcte- wie für Hausbrandkohlen, in gleih lebhafter Weise ein. Ershwerend für die Befriedigung der Nzchfrage wirkte auch der bedeutende Bedarf aa Bunkerkohlen. Die hierdurch noch mehr gesteigerte Knappheit in englishen und westfälischen Koblen blieb auf den oberschli sischen Markt niht ohne Einfl ß. Die Ausfuhr erfuhr im Berichts: Biertelj2hr einen Rückgang. Seitens der obershlesfischen Privatgruben warden die Preise am 1. September, ab- gesehen von dem üblichen Winteraufschlag, um etwa 40 4 für die Toxne erhöht. Der obershlesishe Koks markt lag auÿ im dritten Viertel- jahr durdaus günstig und fest. Die Produktion war flott und für die er- zeugten Mengen glatter Absay zu erzielen. Auch aus dem Auelande (Defsterreih-Ungarn und Rußland) war die Nachfrage lebhaft, do konnte sie im Interesse bes inländishen Bedarfs nur theilweise berüdsfihtigt werden. Eine Verschärfung erfuhr die Marktlage dur die Nachwirkung des langen Autstandes im ostrauer Revier, sodaß theilweise Koksmangel herrshte. Der Fettkoblenpreis der fiskalishen Königin Luise- grube, welcher befanntlich die Preisgrundlage für Koksvzrkäufe an obershlesihe Hüttenwerke bildet, wucde am 1. Juli wiederum ert: öht, und zwar betrug decselbe p. t, Januar bis Juni 1899 630 M, Juli bis Dezember 1899 6 80 (A, Januar bis Funi 1900 750 M, Jult bis Dezember 1900 8 A Die Preise für Hochofenkoks be- wegten sih ¿wischen 17 und 18 A für die Tonne.

_— Die nâächste Böôrsenversammlung der Börse für die Stadt Essen findet am 22, d. M. im „Berliner Hof“ statt.

| Breslau, 18. Oktober. (W. T. B.) Schluß-Kurse. Schles. 310%/ L.-Pfdbr. Litt. A. 92,80, Breslauer Diófontobank 105,00, Breslauer Wechslerbank 102,90, Kreditaktien —,—, Swleßsher Bankv. 143,50, Breslauer Spritfabrik 166,00, Donnersmark 214,00, Kattowiter 188,00, Oberschles. Eis. 128,00, Caro Hegenscheidt Akt. 119,25, Oberschles, Koîs 137,75, Oberschles. P.-Z. 119,10, O „p. Zement 124,75, Giesel Zem. 122,00, L-Jad. Kramfta 153,00, Schles. Zement 161,50, Schl. Zinkh.-A. —,—, Laurahütte 192,75, Bresl. Velfabr. 80,00, Koks-Obligat. 93,50, Niederschles. elektr. und Kleinbahn- geielshaft 56,00, Cellulose Feldmühle Kosel 156,00, Oberschlefische Bank-Aktien 116,00, Emaillierwerke „Silesia“ 151,00, Schles. Elektr.- und Gasgesellshaft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B. 102,00 Br.

Magdeburg, 18, Oktober. (W. T. B.) Zuckerbericht, Kornzucker exkl. 88 9/6 Rendement 10,20—10,35. Nachprodukte exkl, 75 9/0 Rendement 8,00—8,50, Matt. Brotraffinade I. 27 621, Brotraffinade Il. —,— Sem. Raffinade mit Faß 27,624, Sen. Mel l mit Fi: M126 NRohzuder I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Oktober 960 bez, 9,974 Gd., pr. November 9,45 Gd, 9,50 Br., pr. Dezember 9,99 bexr., 9,524 Gd., pr. Januar-März 9,70 Gd., 9,724 Br., pr. Mai 9,90 bez., 9,85 Gd. Matt. :

Frankfurt a. M., 18. Oktober.

Lond. Wesel 20,452, Parijer do. 81,425, Wiener do. 84,575, 39% Reichs A. 85,40, 3% Hessen v. 96 81,80, Italiener 93,80, 39/0 port. Anl. 23,70, 5 9% amort. Rum. 88,00, 4 9/0 russ. Kons. 98,40, 4% Ruff. 1894 —,—, 49% Spanier 69,20 Konv. Türk. 22,20, Unif. Egypter —,—, 5% Mexikaner v. 1899 97,05, Reichsbank 147,80, Darmstädter 128,80, Diskonto-Komm. 170,00, Dresdner Bank 140,60, Mitteld. Kredit 107,90, Nationalb. f. D. 128,70, Oest.- ung. Bank 120,80, Oest. Kreditakt. 201,80, Adler Fahrrad 151,50, Allg. Elektrizität 212,30, Schuckert 182,80, Höchst. Farbw. 361,20, Bochum Gußst. 170,80, Westeregeln 207,50, Laurahütte 192,90, Lombarden 25,20, Gotthardbahn 139,00, Mittelmeerb. 97,00, Bres- lauer Diskontobank 105,00, Pricatdiskont 48. ; Effekten-Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit-Aktien 202,80, Franzosen 137,10, Lomb. 25,20, Ungar. Goldrente —,—, Gotthardbahn —,—, Deutsche Bank 186,40, Disk.-Komm. 171,50, Dresdner Bank 141 60, Berl. Handel8ges. 142,70, Bochumer Gußst. 173 60, Dork- munder Union —,—, Gelsenkirchen 183,70, Harpener 175 00, Hibernia 187,60, Laurabütte 195,00, Portugiesen —,—, Italiea. Mittelmeerb. —,—, Schweizer Zentralbahn —,—, do. Nordostbhahn —,—, do. Union —,—, Jtalien. Móridionaux —,—, Schweizer Simplonbahn —,—, Mexikaner —,—, Jtaliener 93,90, 3 9% Reichs-Anleihe —,—, Schuckert 183,00, Nationalbank 129,10.

Frankfurt a. M, 18. Oktober. Getreidemarktbericht von Jofeph Strauß. Weizen, ab uns. Gegend 15}—2/10; do. frei bier 16,19—{; do. La Plata und Kansas, kleberreher Weizen 18—}, do. Redwinter und rus. Sorten, kleberreiher Weizen 18{—ck; Roggen, hiesiger, 143—15; Braugerste, Wetterauer (gelb und unegal) 16—}, do. Franken (Ochsenfurter Gau) 17—ckt, Pfälzer und Nied 17—}. Hafer (je nah Qual., erqui). 25—50 4 über Notiz) vorjähriger 14—15; do. neuer 133—144. Mais (gesundes Mixed) 11}3—12, Weizenkleie 9—}. Roggenkleie 10 —}. Malzkeime 9è—10. Weizenmehl (automat.) 0 ca. 25}; I ca. 23}; III ca. 214; do. exquisf. Qual. per Sack 1}3—2 M über Notiz. Roggenmebl 0 228—23t; 0/1 1}—1È M darunter. Die Preise verstehen Kch per 100 kg ab bier, häufig auch loko auswärtiger Stationen bei mindestens 10000 kg. Der Getreidemarkt war unverändert, Die Stille im Weizen- Geschäft hat sih sogar noch. verftäikt. Der Roggen handel ermattete und der Umsay verlor an Bedeutung. Gerste verkehrte in {wankender Haltung. Die Umsäße waren be- hränkt, sodaß die Tendenz jeweilig vom Angebot und der Natfrage beeinflußt wurde. Hafer war in Q

(W. T, B.) Schluß-Kurse,

L inländischen Qualitäten bei dem Bedarf der gegenwärtig sih versorzgenden Privatämter niht der Nach- frage entsprehend angeboten. Das Geschäft in Mais verlief außer- ordentlich ill bei wenig veränderten Preisen. Hinsihtlih Weizen- und Roggenkleie fowie Malzkeimen hat noch kein Umshwvung stattgefunden. Der Mehlmarkt ließ noch immer die erwünschte Lebhaftigkeit vermissen. Köln, 18. Oktober. (W. T. B) Rüböl loko 68,50, pr. Mai 67,00.

Dresden, 18. Oktober. (W. T. B.) 3% Sächs. Rente 81,80, 34 9/9 do. Staatsanl. 93,35, Dresd. Stadtanl. v. 93 90,00, Alla. deutsde Kred. 184,50, Berliner Bank —,—, Dresd. Kreditanstalt 113,00, Dresdner Bank —,—, do. Bankverein 114 00, Leipziger do. —,—, Sächsischer do. 13400, Deutsche Straßenb. 146,00, Dresd. Straßenbahn —,—, Dampfschiffabrts-Ges. ver. Elbe- und Saalesch. 13825, Säcbs.-Böhm. Dampf|chiffahrts-Gesf,. —,—, Dresd. Bau-

gesells. 176,75.

Leipzig, 18. Oktober. (W. T. B.) Keine Börse. Bremen, 18. Oktober. Börsen - Schlußberiht. Taback. Umsay 49 F. Virginy. Kaffee sehr rubig. Am Markt Antiogino.

Baumwolle ruhig. Upland middl. loko 53 4. . Speck ruhig. Loko

Lee O ch&, Olkt.-Nov.-Abladung 38} „, Dez.-Jan.-Abladung 30F S. in Tubs 38} H, Petroleum.

Schmalz stetig. andere Marken Standard white.

Wilcox in Tubs 384 ch§, Armour shield in Dovpel- Eimern 39 4.

Amerik. (Offizielle Makler-P: eis-

notierungen der Bremer Petroleum - Börse.) Loko 695 A Br.