1838 / 1 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Allgemeine

Berlin, Montag den 1a Januar

Amtlihe Nachrichten. Kronik des Tages. |

Des Kdnigs Majestät haben die beim Finanz-Ministerium angestellten Geheimen Regierungs-Rath Oesterreich, Geheimen Finanz-Rath Pochhammer, und i Geheimen Regierungs-Rath Adolph von Pomm er: Esche zu Geheimen Ober-Finanz-Räthen zu ernenzen gecuht.

Angekommen: Der Königlich Sächsische General-Major | und Ober-Srtallmeister, von Fabrice, von Dresden.

da es Pantaleon Bone wenige Tage zuvor mit einem Detasche- ment Karlisten, welches ihm in die Hände gefallen war, ebenso gemacht hatte. Jn einigen dem Hauptquartiere zugegange-

| nen Berichten war Zariateguy beschuldigt worden, jich das in | Segovia und Valadolid erbeutete Geld angeeignet zu haben, | und Don Carlos wollte ihn deehaib vor ein Kriegsgericht stel- | len lassen. Aber bei der Jnstruction hat sich ergeben, daß«alle

jene Anklagen auf Verleumdungen beruhten, und Zariateguy

' hat deshalò den Oberbefehl über die Karlistischen Truppen wie-

der erhalten.“

Großbritanien und Jrland.

Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 23. Dezember. Die Thüren des Hauses wur- den um 11 Uhr für das mit Einlaßkarten versehene Publikum

| erdffffnet. Die Versammlung der Zuschauer war jedoch nicht so

Zeitungs-Nachrichten.

A uslan d.

Frankrei

Paris, W. Dez. Der Kdnig empsing gestern den Belgi- schen Gesandten und führte darauf den Versiz im Minisier- Rathe. Der Graf von Campuzano, der Geschäfreträger der Vereinigten Staaten, der Englische Botschafter und der Graf Molé hatten die Ehre, mit dem Könige und der Königl.chen Familie zu speisen.

Der Constitutionnel sagt: „Die Diskussionen der Adresse in den Bureaus der Pairs-Kammer sind diescémal nicht \o ruhig gewesen, als man erwartete. Jn zwei Bureaus haben sogar ziemlich lebhafte Erörterungen stattgefunden, Und man hat mit großer Theilaahme fr das unaläckliche Spanien gesprocken. Die Herren Merilhou und Villemain im fünften, und die Herren von Montalembert und Cousin im vierten Bu: reau haben Worte der Unabhängigkeit rernehmen lassen. Herr Cousin, dessen Rede bei der lelzten Erörterung der Adresse man sch erinnern wird, hat erklärt, daß er bei seiner Meinung be- harre und daß er eine Juntervention für dringender, zeitgemÄßer und leichter als je halte, da die Jdeen der Ordnung und der | geseßlichen Freiheit in Spanien immer mchr Wurzel faßten; ec hat besonders den freiwilligen Jrrthum der ministe: iellen Redner widerlegt, welche behaupten, daß Spanien gerettet sey, um daraus zu folgern, daß Frankreich nichts mehr fär dasselbe zu rhüun brauche.“

Am Temps liest man: „Die Zusammensckung des Bu- | reau’s der Deputirten - Kammer wird wahrscheinlich morgen | stattfinden. Man weiß, daß gegen Herrn Dupin kein ernstlicher Konkurrent auftritt. Die Starke der Partcien wird sich also bei der Wahl der Vice-Präsidenten erproben.

der ernannt werden. Es waren dies die Herren Calmon, Cu- nin-Gridaine, Jacqueminot und Benjamin Delessert. Lebrerer ist seitdem zum Pair erhoben worden. Herr Calmon wird wahrscheinlich, wie Herr Dupin, fast alle Stimmen für sich haben. Auch Herr Cunin-Gridaine hat auf eine große Majo- ritàt zu hoffen. Der eigentliche Kampf wird also wahrscheinlich vischen dem Herrn Jacqueminot einer - und dem Herrn Teste

_der Dic d Die Doctrinairs ‘| verlangen, daß die Vice-Präsidenten der vorigen Kammer wie- |

dererseits stattfinden. Der Kandidat der constitutionnellen wpposition ist Herr Odilon-Barrot. Wir glauben, daß mehrere Deputirte des linken Centrums ihm als Beweis der Hochachtung für sein Talent und seinen Charakter ihre Stimmen geben wet- den. Was die Secretaire anbetrisst, so ist Her: Havin der Kandidat der linken Seite. Die beiden Kandidaten des linken Cencrums sind die Herren Felix - Real und Dubois, und das rechte Centrum wird seine Stimmen wahrscheinlich cinem Freunde des Herrn Duchätel geben.“

Der General-Prokurator, Herr Franck-Carré, hat ein Cir- cularschreiben an sämmtliche zu seinem Ressort gehörigen Pro- kuratoren erlassen, worin er sie, nach dem Ausfpruche des Ne auffordert, alle Duelle auf das strengite zu verfolgen.

Wegen des heutigen Weihnachtöfestes werden die meisien Pariser Blätter morgen nicht erscheinen.

Den lekten Nachrichten aus Spanicn zufolge, befaid sich Don Carlos am löten nech in Amurrio, und der General Espartero stand in der Umgegend von Logroñûo.

Das Journal de Paris äußert sich über die Spanischen Angelegenheiten in folgender Weise: „Der Bildung des neuen Ministeriums, welches durch den Telegraphen gemeldet worden ist, gingen mehrere Combinationen voran, die zulest Alle dem Willen der Königin weichen mußten, welche entschieden guf der Entlassung des Herrn Bardaxi bestand. Am Tage vor der

Cordova, der Graf von Toreno, Herr Pita Pizarro und Herr Matavigil in dasselbe eintreten wärden; aber es {eint , daß diese Combination bis jet noch auf unübersteigliche Hindernisse ge- stoßen is. Die Madrider Regierung befand sich am 1UTten ohne die mindeste Nachricht von der ‘Nord - Armee; übrigens boschäftigte auch die ministerielle Krisis die Gemüther dermaßen, daß man nicht an den Bürgerkrieg dachte. Einige Couriere waren ausgeblieben, weil die Verbindung durch die Karlisten abgeschnitten) worden war. Der General Espartero befand sich am ten „in Logroño, an der Spike von 4 Schwadro- nen und 5 Bataillonen. Der Karlistische General Garcia | folgt den Bewegungen des Grafen voi Luchana. Der General Ulibarri ist am 17ten an der Gränze erschienen, um den Transport von Lebensmitteln in Empfang zu nehmen , der ihm von Valcarlos aus entgegen gesandt wurde; der Schnee, der die Gebirge bedeckt, macht den Uebergang schr {wierig. Pantaleon Bone, Anführer eines Streif-Corps, is bei der Sierra von Albaracin von den Karlisten überrumpelt worden. Er und sein Adjutant entkamen gleichsam durch ein Wunder. Die bei-

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Qn Compagnieen, aus dencn scin Corps bestand, wurden zu efangenen gemacht und sämmtlich von-dey Karlisten erschossen,

zahlreich, als bei früheren Königlichen Sißungen, namentlich waren nicht so viele Damen anwesend, wie bei Eröffnung des Parlaments. Der Herzog und der Prinz Georg ‘von Cam- bridge waren die ersten Mitglieder der Königlichen Familie, die das Haus betraten. Sie nahmen, nachdem sie sich eine Zeit sang mit dem Lord-Kanzler, mit Lord Melbourne und den frem- den Gesandten unterhalten hatten, auf den Oppositions: Bänken Plaß. Kurz nach 1 Uhr verkändigten Kanonen und Trompe- ten die Ankunfr Jhrer Majestät der Königin, die unterweges vom Volke mit großem Jubel begrüßt worden war. Ihre Ma- jestät, in eine glänzende, reich mit Diamanten beseßte Staats- robe gekleidet , ersuchte Jhre“ Herrlichkeiten, nachdem sie auf dem Throne Plaß genommen hatte, sih ebenfalls zu seßen. Der Ceremonienmeister lud die Gemeinen ein, sich an der Barre des Hauses einzufinden, und der Sprecher des Un- terhauses hielt darauf folgende Anrede an die Königin: „„Gnä- digste Herrsherin! Wir, Ew. Majestät getreue Gemeinen, na- hen uns Ew. Majestät mit pflichtschuldiger Ehrerbietung. IÍn- dem wir für die Erhaltung der Chre und Würde der Krone die nöthigen Mittel bewilligten, gingen wir freisinnig und ver- trauensvoll zu Werke, überzeugt, das frei Bewilligte werde so verwaltet werden, daß die Zruretgulia des Volks zu Ew. Ma- jestät dadurch gewonnen und ihm Hochachtung für Ew. Maje- stät abgenöthigt würde. Jch bitte jet unterthänigst, Ew. Ma- jestät zu Jhrer Königl. Genehmigung eine Bill für den Unter- halt des Hauswesens Ew. Maj. und fär die Behauptung der Ehre und Würde der Krone des Vereinigtef Königreichs Großbritanien und Irland überreichen und Cw. Majestät unterthänigst ersu- chen zu dürfen , derselben Jhre Königliche Zustimmung zu ge- ben.“ Die Secretaire des Hauses näherten sih nun Jhrer Majestät und empfingen von ihr die erbetene Genehmigung zu der Bill über die Civilliste, worauf die Königin sich dankend verbeugte und dann das Haus wieder verließ. Nachdem \hließ- lich noch die aus dem Unterhause eingebrachte Bill über das Jahrgehalt. für die Herzogin von Kent die erste Lesung erhal- ten hatte, vertagte das Háus sich bis zum 16. Januar.

Unterhaus. Sißzung vom 22. Dezember. Im weiteren Verlaufe der Debatte úber die Kanadischen Angele- genheiten sprach Herr ushington, ein entschiedener Re- former, gegen die Ansichten des Herrn Leader. Herr Hume war zwar gegen die vorgeschlagene Trennung Kanada's -vom Mutterlande, aber doch auch gegen die ministerielle Politik, in- dem er den Hergang der Dinge historisch beleuchtete und be- hauptete, daß die Mehrheit des Kanadischen Volkes keines- weges eine Trennung vom Mutterlande verlange, sondern nur gegen die Verwaltung erbittert sey, wobei von einer bloß Fran- zöjischen Partei gar nicht die Rede seyn könne. Herr Glad- \stone, ein Tory, erklärte die Beschwerden der Kanadier für nichtig und verlangte, daß das Haus bei seinen Resolutionen verharren solle. Sir W. Molesworth, bekanntlich einer der heftigsten Radikalen, nahm sich der Kanadier an und erör- terte die Nachtheile eines Krieges -aus staatswirthschaftlichem Gesichtspunkte, indem Kanada jährlich für eine Million Pfund Britischer Manufaktur-Waaren gebrauche. Eine friedliche Tren- nung däuchte ihm das beste Mittel, er brach aber selbst ab, als ihm die Worte entschlüpften: „Wenn ein Krieg unvermeidlich ijt, dann hoffe ih, daß schleunige und entscheidende Erfolge d:n Waffen der Kanadier zu Theil werden, und daß der Fluch auf das Ministerium herabfaile, welches seine Zustimmung dazu geben konnte, die Hülfsquellen der Nation zu vergeuden in‘... Herr Lushington rief zur Ordnung, Herr Hume aber vindizirte scinem Freunde das Jedem zustehende Recht der Rede - Freiheit; Sir William Molesworth erklärte indeß selóst, nichts mehr hinzufügen zu wollen. Nach ihm verthei- diate Sir G. Grey, als Unter -Staats-Secretair der Kolo-

& : i | nicen, das System der Regierung; er behauptete, eine starke Bildung des Kabinets glaubte man noch, daß der General |

Minorität der Kanadischen Bevölkerung sey der Britischen

| Krone mit Leib und Seele ergeben, selbst unter den Franzdsi-

\hen Einwohnern; auch habe man die Berichte über den Auf:

| stand übertrieben, wobei er freilih zunächst nur von dem Auf-

lauf zu Montreal am bten v. M. sprach, zu welchem die soge-

| nannten Freiheitesdhne den Anlaß gegeben und wobei die Trups

pen nur eingeschritten, um Papinegu's Eigenthum zu s{üßen. Ober-Kanada?s, Neu-Braunschweigs und Neu-Schottlands hielt er sich ganz sicher, weshalb auch alle Truppen von dort nach Nie- der-Kanada hätten gesandt werden können. Herr Warburton \sorach für die Trennung, um einen Krieg nicht allein mit Kanada, sondern vielleicht auch mit den Vereinigten Staaten oder ciner an- deren Europäischen Macht, die als ihr Bundesgenosse auftreten könnte, zu vermeiden. Herr Young, obgleich ein Reformer, fand diesen Vorschlag eines Parlaments-Gliedes unwürdig und suchte den Grund der Unruhen nicht in wirklichen Beschwerden, fondern in den erbitternden Reden, die mehrere Mitglieder seit Jahren über die Kanadischen Verhältnisse gehalten. Hexr Grote empfahl Nachgiebigkeit, Sir R. Jnglis energische Un- terdrückung. Lord John Russell nahm nochmals das Wort und versicherte, daß die Regierung vollkommen die Mittel in

Hánden zu haben glaube, um der Jnsurrection die Spi6e zu

I T E E S L L E R E E

bieten. Nicht etwa um außerordentliche Vollmachten vom Par- lamente zu begehren, wünsche die Regierung, daß dasselbe schon am 1s. Januar wieder zusammentrete, sondern um dem Par- lamente Gelegenheit zu geben, baldmöglichst dem Verfahren der Regierung seine Sanction zu ertheilen. Er ging dann zu der Widerlegung einiger von den Radikalen aufgestellten Be- hauptungen über, wobei er unter Anderem bemerkte, daß {wäch- liche Nachgiebigkeit unter den gegenwärtigen Umständen vicl eher einen Angriff von Seiten fremder Mächte erzeugen könnte, als festes Beharren bei dem einmal als recht Erkannten. Die Analogie zwischen den Beschwerden der Vereinigten Staa- ten und denen Kanada's wollte er niht gelten lassen. Jene habe man von Seiten des Mutterlandes durch die Stempel- Akte ohne ihre Einwilligung besteuern wollen. Den Kana- diern seyen keine ungerechte Steuern auferlegt worden, cs werde von denselben nur verlangt, daß sie der ihnen obliegenden Ver- pflichtung, die Beamten der Kolonie zu befolden, nachkommen sollten. Die von den Ministern durchgeseßten Resolutionen seyen daher nur defensiver Natur. Die Bewilligung der übri- gen Forderungen, namentlih die Ergänzung des gesetzgebenden Raths durh Volkswahl, würde nicht weniger der Wohlfahrt der Kolonie selbst, als den Rechten der Krone widerstreiten. Der Minister erklärte endlich, daß er keine Besorgniß vor ei: nem Ren der zur Erhaltung der Ruhe in der Kolonie getroffenen Maßregeln hege. Das leßte Wort blieb den Ra- dikfalen. err Harvey und Herr Wakley erklärten sich beide mit Heftigkeit gegen die Anwendung roher Gewalt zur Unterdrückung der Kanadischen Freiheit und machten die Mi- nister für alle Folgen verantwortlich. Das Resultat der De- batte war (wie bereits gemeldet), daß die Vorlegung der von Herrn Leader geforderten Papiere verweigert wurde.

Unterhaus. Sißungvom 23.Dez. Als die dritte Lesung der Bill, wodurch der Herzogin von Kent ein Jahrgehait von 30,000 Pfd. ausgeseßt wird, beantragt wurde, trat Sir G. Sin- clair nochmals mit Einwendungen dagegen hervor, wurde aber von einem seiner Freunde, Sir R. Inglis, mit der Bemers- fung zurechtgewiesen, daß man die geforderte Summe wohl uri? so eher bewilligen könne, als das Gerücht gehe, daß die Mis nister eine noch höhere Zulage, als $000 Pfd., hätten fordern wollen, daß aber Jhre Königl. Hoheit selbft dagegen gewesen sey, so daß das Land ihr für eine Verminderung der Forde- rung zu danken habe; besonders solle dieselbe ausdrücklich jede Summe zur Deckung ihrer Schulden abgelehnt haben. Die Bill wurde nun zum drittenmal verlesen, aber Sir G. Sin- clair gab sich noch nicht zufrieden, sondern beantragte die Hinzufügung einer Klausel, wonach dieses Jahrge- halt aufhdren solite, wenn Jhre Königl. Hoheit sich ohne Ein- willigung des Parlaments ins Ausland begäbe oder von neuem vermählte; durch diese Bestimmung wollte er, wie er sagte, be- sonders der etwanigen Verheirathung der Herzogin mit cinem Katholiken vorzubeugen suchen. Lord John Russell hielt es jede fúr ungeziemend, der Herzogin solche Bedingungen auf- ulegen, um so mehr, als man der Königin-Wittive 100,060 Pfd. jährlih ohne Bedingungen bewilligt habe. Die Klausel wurde auch ohne Abstimmung verworfen, und die Biil passirte. Als Lord J. Russell nun die Vertagung des Hauses bis zum 16. Januar beantragte, wollte Lord G. Bentink, daz es fich, wegen der außerordentlichen Ereignisse in Kanada, nur bis zum nächsten Donnerstag, den 28. Dezember, vertagen mêchte, die- ser Vorschlag ward indeß mit 44 gegen 7 Stimmen verworfen, und nachdem der Minister des Innern noch angezeigt hatte, daß er gleich am 16. Januar die Kanadischen Angen zeiten zur Sprache bringen und die von der Regierung in dieser Sache beabsichtigten Maßregeln erdffnen werde, vertagte das Haus sich bis zu diesem Termin.

London, 26. Dez. Jhre Majestät die Königin, die wi- der Erwarten durch dringende Staatsgeschäfte so lauge in Lon- don aufgehalten worden, wird sih nun heute von hier nach Windsor begeben. Vormittags machten noch zu einer unge- wöhnlich frühen Stunde Lord Hill, Oberbefehlshaber der Armee, und Lord Glenelg, Staats-Secretair für die Kolonicen, der Königin ihre Aufwartung, um Jhrer Majestät den Jnhalt der wichtigen aus Kanada heute eingegangenen Depeschen (\. un- ten) mitzutheilen. Dann ertheilte Jhre Majestät dem Lord Melbourne und dem Marquis von Conyngham Audienz. Am Sonnabend gab die Königin im Neuen Palast noch cin großes Diner, zu welchem auch der Sprecher des Unterhauses cinge- laden war. s

Herr O'Connell selbst hat jest in Dublin zu wiederholten- malen erklärt, daß er nicht in dem Anschlusse an die Englischen Radikalen, sondern in dem Fortbesichen des Whig-Ministeriums allein Heil für Jrland sehe. Bei einem Banket zur Feier des Stiftungstages ciner wohlthätigen Anstalt, bei dem er präsidirte, {lug er vor, auf das Wohl der Minister zu trinken, und äu- ßerte dabei unter Anderem Folgendes:

„Wenn Sie mich fragen, ob ih mit der Erklärung Lord Jehn Rus}etl's (gegen gebeime Abstimmung, Ausdchnung des Stimmr. chis und Verkürzung der Parlamente) zufricden bin, so muß ich allerdings gestehen, daß sie mir nicht gefällt. Aber soll ich deébalb all das Grie vergcssen, welches das Ministerium, desen Mitglicd er i, in Jrlaud bervorgerufen hat, und der Unuparteiltchfeit vergessen, mit welcher cs die Regierung dieses Landes führt? Jch wili meine Stimme redlich zu Gunsten des gegenwärtigen Ministeriums erbebev, und je ledbafz ter cs durch die Englischen Radikalea angegriffen wird, desto entschicz deuer will ih dem Ministerium mcinen Beistand leihcn, um Jriands willen. Jene Herren (die Radikalen) wmêgen sich genauer uach dr Lage der Dinge crfundigen, denn sie wi}scu von Jrland durchaus nicht; se werden dann finden, daß die jegige Regierung schr rick ur Woblfahrt dieses Landes beigetragen bat. Jch babe bestimmte tachricht, daß mit der Reinigung der dis jeyt größtentheils Drangi- stischen Behörden im uächsien Jabre fortgefahren und cin jeder Fric- densrichter, der sh als Parteimana gezeigt bat, entlassen werden wird. Durch solche Maßregeln bat de Regierung {H die Herzen Jrlands gewonnen, und desbaib unterßüye iv fe mit allem Eit:r. Die Tory-Factiou scht sowobl in England als dier Kies daran, um

S T E E C A